"gesalbte Christen im Ersten Weltkrieg . . . zum Dienst mit der Waffe bereit waren"
geschrieben von: X ~ mysnip
Datum: 31. Juli 2008 17:39
Der Wachtturm
1.Mai 1996 S.13Re: "gesalbte Christen im Ersten Weltkrieg . . . zum Dienst mit der Waffe bereit waren"
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 31. Juli 2008 18:20
Zitat:
X ~ mysnip
Zu den vorgeblichen "Einigen" gehört dann wohl an vorderster Stelle
auch Herr Russell!
Da gibt es im Jahre 1916 eine markante Kriegspredigt, der Sorte:
In die Schützengräben hineinpredigen.
Veröffentlicht in der Wochenzeitung "Der Volksbote" just an jener Stelle, wo
Herrn Russells Predigten allwöchentlich publiziert wurden.
Ich muss einräumen, genannte Predigt nicht 100% Herrn Russell zuordnen zu können. Die
Gründe erläutere ich noch im Kontext jener Predigt.
Selbst wenn sie nicht von Herrn Russell stammen sollte (ich tippe auf mindestens 80%
Sicherheit auf Russell). Selbst für den Fall ist sie dann zumindest dem Russell-Jünger
Friedrich Bösenberg zuschreibbar; der dann nur als Sprachrohr seines Herrn agierte.
Diese
In die Schützengräben hinein predigen-Predigt, aus dem "Volksboten" des
Jahrganges 1916, gedenke ich nach bisheriger Planung, dann hier noch am 13. 8. zu
dokumentieren.
Re: "gesalbte Christen im Ersten Weltkrieg . . . zum Dienst mit der Waffe bereit waren"
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 31. Juli 2008 20:01
Ein unvollständiges Bild ist es, was
die Magdeburger Ausgabe des Goldenen Zeitalters" vom 1. 1. 1931 offerierte.
Da fehlt eine relevante Persönlichkeit, die es verdient in der gleichen Art gebrandmarkt
zu werden.
Sein Name:
Charles T. Russell

Immerhin ist diese Zeichnung des GZ ein Beleg dafür, dass man schon zu Anfang der 1930er
Jahre, die eigene Geschichte verleugnete, und dass massivst!
Der Fairnes halber muss man allerdings einräumen, dass Herr Rutherford nicht über
denselben Kamm geschoren werden kann.
Dieser Umstand hingegen bedeutet mitnichten, dass etwa Herr Rutherford, in anderer
relevanter Beziehung, eine sympathische" Figur wäre.

Eine Kriegspredigt aus dem Jahre 1916
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 13. August 2008 05:30
Das 1974er ZJ-Jahrbuch notierte:
Bruder Russell konnte daher wirklich mit dem
befriedigenden Gefühl abreisen, bei seinem letzten Besuch in Berlin ein eindrucksvolles
Zeugnis gegeben zu haben.
Das nächste Jahr, 1913, war ... gekennzeichnet, wenn möglich noch mehr Energie, Zeit und
Geld einzusetzen, um noch mehr Menschen mit der ... Botschaft ... zu erreichen. Es wurden
Vorkehrungen getroffen, daß Bruder Russells Predigten in der Wochenzeitschrift 'Der
Volksbote' erschienen, und dadurch wurden weitere Personen mit der Botschaft
erreicht."
In der Februar-Ausgabe 1913 des deutschen Wachtturms" war zu lesen:
Wir haben schon bedauert, dass wir den
Geschwistern Bruder Russells wöchentliche Predigten nicht zu einem billigen Preise
zugänglich machen konnten. Der Volksbote, Strehlen (Schlesien), ein Wochenblatt, ist
bereit, dieselben regelmäßig zu veröffentlichen. Abonnementspreis beträgt nur 50 Pfg.
für drei Monate. Nicht nur sollten unsere Leser ein Exemplar des Volksboten für sich
bestellen, sondern womöglich ein zweites oder auch mehr Exemplare, um den Aufsatz blau
angestrichen ihren Freunden zum Lesen anbieten zu können ... Bestellungen können an uns
gerichtet werden."
In der Mai-Ausgabe 1913 des deutschen WT liest man die Klage:
Der "Volksbote" (Strehlen) (Schlesien)
klagt, dass er viele alte Abonnenten verloren habe, und bis jetzt verhältnismäßig wenig
neue Abonnenten hinzugekommen seien. Wir hoffen, dass die Geschwister nicht die
Gelegenheit versäumen werden, nicht nur für sich, sondern auch zur Weitergabe an andere
denkende Christen und Weltmenschen ein oder mehrere Exemplar dieses Blattes zu
beziehen."
Die November 1913-Ausgabe des deutschen WT redet der eigenen Anhängerschaft erneut
ins Gewissen:
Wie wir hören, sind diesem Vierteljahr die
Anzahl der von Seiten unserer Geschwister und Freunde bei der Post bestellten Abonnements
auf die in Strehlen (Schlesien) erscheinende Zeitung "Der Volksbote" mit den
wöchentlichen Vorträgen von Bruder Russell wesentlich kleiner, als man hätte erwarten
sollen. Wir möchten allen "Wachturm"- Lesern empfehlen, das Blatt mit den sehr
wichtigen Vorträgen zu beziehen."
Erneut wurde im deutschen Wachtturm vom Januar 1915 die Werbetrommel für den
Volksboten" gerührt.
In der Juli-Ausgabe 1916 gab es dann im deutschen Wachtturm" eine Mitteilung
darüber, dass Bösenberg
Zitat:
Steht leider nicht mehr mit uns in Verbindung
und weicht in wichtigen Lehrpunkten von uns ab."
Welche wichtigen Lehrpunkte das seien, erläutert der WT allerdings nicht.
Der allerwichtigste Differenzpunkt dürfte darin bestanden haben, wie schon im Falle der
Aussicht".
Das niemand kaufen und verkaufen soll" der dies auf eigene Rechnung tut und
nicht zugunsten der WTG-Kasse. Übrigens eine Motivation, die auch noch heute einige
umtreibt, und das keineswegs nur" in WTG-Gefilden.
In der Oktober-Ausgabe 1916 kann dann der deutsche Wachtturm" erfreut
mitteilen, man habe Bösenberg wieder erfolgreich aus den Volksboten"-Gefilden
vertrieben, und beherrsche somit dort das Feld wieder selbst.
Am 31. 10. 1916 verstarb bekanntlich der Bibelforscher-Gründer C. T. Russell.
Die USA traten offiziell erst 1917 mit in den Weltkrieg ein. Davor wollten sie
theoretisch neutral gewesen sein.
Je länger der 1914 ausgebrochene Krieg andauerte, um so labiler wurden auch die
Kommunikationslinien zwischen Deutschland und Amerika.
Das lässt sich auch an den Russell-Predigten beobachten, welche nachweislich
von der in Strehlen (Schlesien) erscheinenden Wochenzeitung Der
Volksbote" (auf kommerzieller Basis) veröffentlicht wurden.
Die Bestandslage in den wissenschaftlichen Bibliotheken, erlaubt nur die Auswertung des
Volksboten" für die Jahre 1914 1918. Weder davor, noch danach, sind im
wissenschaftlichen Bibliothekswesen weitere Jahrgänge nachweisbar.
Aber diese Auswertung ergibt sehr wohl. Nahezu in jeder Ausgabe des Volksboten"
ab 1914, war eine Russell-Predigt abgedruckt.
Etwa 1916 begann sich diese Linie zu verflüchtigen.
Etwa ab der Ausgabe vom 25. März 1916, sind die weiter abgedruckten wöchentlichen
religiösen Predigten, nicht mehr ausdrücklich dem C. T. Russell als Verfasser,
namentlich zugeschrieben. Sie können zwar auch noch in dieser Zeit aus seiner Feder
entstammen, müssen es aber nicht zwingend.
Noch äussert sich die Redaktion des Volksboten" zu diesem Umstand nicht im
Detail. Inhaltlich aber liegen die zu der Zeit abgedruckten Predigten, weiterhin auf der
Russell-Linie". Ein nennenswerter Dissenz ist nicht zu erkennen.
Erstmalig nimmt die Redaktion zu der eingetretenen Veränderung in der
Volksboten"-Ausgabe vom 17. Juni 1916 mit den Worten Stellung:
Wie uns der Wachtturm berichtete, sind
die Russellschen Predigten aus Amerika nicht mehr erhältlich. Dieser jedenfalls durch den
Krieg verursachte Umstand, trifft den Wachtturm" ebenso wie den
Volksboten". Um aber die durch Pastor Russell bekannt gewordene Wahrheit über
den Plan Gottes" nach wie vor im Volksboten" zum Ausdruck zu
bringen, haben wir uns die geschätzte Mitarbeit eines ernsten Bibelforschers in
Deutschland gesichert. Alle anderen Nachrichten sind irreführend.
Die Geschäftsleitung des Volksboten".
In der Ausgabe vom 24. Juni 1916 liest man erstmals im Impressum auch die Angabe:
Verantwortlich für den religiösen Teil:
Fr. Bösenberg, Berlin, Wilhelmshavenerstraße 47.
Das war jener Bösenberg,
welcher seit 1915 die Zeitschrift Botschafter für den Haushalt des Glaubens"
herausgab. Ein Werbeexemplar selbigen lag übrigens auch einer
Volksboten"-Ausgabe mal bei.
In der darauffolgenden Ausgabe des Volksboten" reagierte die WTG in der Form
eines Inserates pikiert auf diesen Umstand, und bemerkte sachlich richtig, dass Herr
Bösenberg von ihr unabhängig sei.
Gleichwohl liefen die Russell-Predigten, auch nach diesem ersten frühen
Affront" (1915), im Volksboten" weiter.
Aus der Volksboten"-Ausgabe vom 24. Juni 1916, seien noch zwei aufschlußreiche
Inserate zitiert.
Das eine verlautbarte.
Für Wachtturmleser
In meinem und der Wachtturmgesellschaft Interesse bitte ich, Geldbeträge, die für das
Bibelhaus-Barmen bestimmt sind, nicht mehr auf mein Postscheckkonto Amt-Cöln Nr. 23317
einzusenden. Fritz Christmann
(Auch Christmann zeitweiliger WTG-Funktionär, begegnet man später noch in der
einschlägigen Oppositionszene zur WTG. Welchen Grad er dabei schon 1916 erreicht hatte,
mag einstweilen unbeantwortet bleiben. Diese Zeit war Umstände bedingt, ohnehin durch
eine rapide Namensinflation" gezeichnet. Namen als Verantwortliche kamen und
gingen wieder.
Das andere Inserat führte aus:
Römer 14, 7-8. Nach Gottes Ratschluss ist meine
teure Gattin, die mir durch 21 Jahre eine treue Lebensgefährtin, unseren Söhnen eine
liebevolle hingebende Mutter war, heute morgen 9 ½ Uhr nach langem schweren Leiden sanft
im Herrn entschlafen. Ist auch der Schmerz gross, so bietet doch die Gewissheit, dass die
Entschlafene den Lauf vollendet und den Glauben bis ans Ende fest bewahrt hat, und die
herrliche Hoffnung der Kinder Gottes auf ein Wiedersehen am Auferstehungsmorgen reichen
und festen Trost.
Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen, der Name des Herrn sei
gelobt!"
Friedrich Bösenberg zugleich im Namen der Söhne
Fritz Bösenberg, z. Zt. im Felde
Heinrich Bösenberg
Berlin, den 15. Juni 1916
Wilhelmshavenerstr. 47.
Offenbar aber währte das Bösenberg-Interregnum nicht übermässige lange.
Schon in der Ausgabe vom 29. Juli 1916 gab es die redaktionelle Mitteilung:
An unsere christlichen Leser.
Eventuell von nächster Nummer ab, werden im christlichen Teil wieder Russellsche
Predigten abgedruckt.
Und siehe da. Schon in der Ausgabe vom 5. August 1916, ist die zeitweilige
Mit-Erwähnung des Bösenberg im Volksboten", ersatzlos verschwunden.
In der Ausgabe vom 9. September 1916 gab es dann wieder eine namentlich dem Russell
zugeschriebene Predigt, die dieser am 13. 8. 1916 in Cleveland (Ohio) gehalten haben soll.
Dann (Zensur-Eingriffe blieben dem Volksboten" auch nicht erspart).
Bemerkenswerterweise hatte aber der deutsche Wachtturm" die gesamte Kriegszeit
ohne ausgewiesene Zensur-Eingriffe überstanden. Da hatte schon mal der
Volksbote" dieses Glück nicht. Aber mit Sicherheit hatten die Zensureingriffe
im Volksboten" nichts mit den von der WTG eingesandten Russell-Predigten usw.,
zu tun.
Ein Veranschaulichungsbeispiel für die Zensur-Probleme kann man in einer redaktionellen
Mitteilung in der Volksboten"-Ausgabe vom 2. 12. 1916 vorfinden.
Die Russell-Predigten gab es auch als Separat-Drucke. War einmal der Schriftsatz erstellt,
wurden vier solcher Predigten zusammengefasst und als Separat-Druck nochmals gedruckt.
In genannter Volksboten"-Ausgabe, gab es nun eine Anfrage dazu aus der Schweiz.
Und den Fragestellern wurde dazu folgende Antwort gegeben:
Briefkasten der Schriftleitung
An die Herren Schutzbach und Winterhalden in der Schweiz
Der Absendung der Drucksachen sind jetzt besondere Schwierigkeiten erwachsen. Ein Exemplar
der 4 Predigten muß dem hiesigen Zollamt eingesandt werden. Von diesem wird das Exemplar
dann weiter an die Überwachungsstelle nach Breslau befördert. Von dort erhält das
Zollamt die Nachricht, das gegen die Versendung nichts einzuwenden ist und wir können
dann die Pakete auf die Post geben."
Dann in der Volksboten"-Ausgabe vom 30. 12. 1916, gab es in der Form eines
Inserates, die Mitteilung, dass Russell nunmehr verstorben sei.
Gleichwohl gab es trotzdem weiter, dem Russell zugeschriebene Predigten. So etwa in der
Ausgabe vom 10. 2. 1917; auch 24. 3. 1917; ferner 8. 9. 1917. Namentlich ausgewiesen, auch
13. 10. 1917.
Noch 1918 ging es mir Russell-Predigten weiter (12. 1. 1918; 2. 2. 1918)
Eine nennnswerte Änderung ist in der Ausgabe vom 23. 2. 1918 zu registrieren.
Dort liest man erstmals im Impressum:
Für die Predigt verantwortlich:
Wachtturm-, Bibel- und Traktat-Gesellschaft Barmen, Unterdörnerstraße 76.
Die zeitweilge Erwähnung des Bösenberg, erweist sich somit als ein kurzes, nicht
bestimmendes Intermezzo.
Über Bösenberg vernimmt man zur gleichen Zeit (Volksboten"-Ausgabe vom 27. 1.
1917), er sei z. Zt. im Felde (sprich im Militärdienst).
Bezüglich des Aspektes Militärdienst, ist vielleicht auch die
Volksboten"-Ausgabe vom 13. 7. 1918 interessant. Dort liest man in der Form
eines Inserates:
Die Mühlhauser Versammlung der Vereinigung
Ernster Bibelforscher macht die lieben Brüder im Felde hiermit aufmerksam, sich im
gelegenem Falle an Adrian Block. Riedisheimerstraße 2, Mülhausen im Elsass wenden zu
wollen."
Noch aufschlußreicher indes ist vielleicht die Volksboten"-Ausgabe vom
24. August 1918.
Und dort liest man unter einer Öffentliche Rechtfertigung der Vereinigung Ernster
Bibelforscher" überschriebenen Ausführung, unter Punkt 2 auch die wörtliche
Ausführung:
2. Es ist böswillige Verleumdung, zu
behaupten, daß Angehörige der Vereinigung angehalten würden, die Dienst- oder
Waffenpflicht zu verweigern. Beweis:
Hunderte der Vereinigung im Felde; viele gefallen."
Das also als Skizzierung der Sachlage. Und selbige erweckte nicht den Eindruck, es
dabei mit entschiedenen Pazifisten zu tun gehabt zu haben.
Nun mag man wieder etwas weiter zurückgehen zur Predigt des Volksboten" vom 3.
Juni 1916, die meines erachtens eine besondere Relevanz besitzt.
Sie trug den Titel:
Die Sehnsucht nach Frieden und die Notwendigkeit des
Krieges."
Sie ist ohne erkennbare Verfasser-Angabe abgedruckt.
Die Frage muss also unbeantwortet bleiben, wem sie denn zuzuschreiben ist.
Noch Russell?
Oder schon Bösenberg,
oder auch seitens der Wachtturmgesellschaft zur Veröffentlichung an den
Volksboten" eingesandt?
Immerhin verwendet der Autor jener Predigt in seinem Text auch die Wendung:
Wo würde Amerika heute sein, wenn es keinen
Unabhängigkeitskrieg gegeben hätte?"
Würde ein deutscher Autor diesen Vergleich auch heranziehen? Die Wahrscheinlichkeit
für letzteres ist eher gering. Hingegen ein amerikanischer Autor (sprich Russell) ist
solch eine Wendung durchaus zuzutrauen.
Bemerkenswert (dass könnte sowohl für Russell als auch für Bösenberg gleichermaßen,
als Autor sprechen), bewegt er sich auf der sattsam bekannten Linie konservativer
Bibelauslegung, die in der Aussage gipfelt. Paulus habe das Sklaventum nicht in Frage
gestellt. Ergo auch nicht seine selbsternannten (oder tatsächlichen) Nachfolger.
Innerhalb dieser Predigt manifestiert sich dass dann auch in solchen Sätzen (bei denen
man unwillkürlich an Schriftstudien" Band 4 erinnert wird), wie den:
Jedes Zugeständnis der begünstigten Klassen
an die Massen ist gleich dem Fraß, den man einem Rudel verfolgender hungriger Wölfe
vorwirft. Sie pausen eine Weile um die Vorteile zu verschlingen, aber ihr Appetit wird nur
um so mehr gereizt."
Die Quintessenz dieser Predigt ist offenbar in dem Satz zu sehen:
Laßt uns daher nicht entmutigt werden, wenn
die Kriege zwischen den Nationen fortdauern oder gar zunehmen ..."
Durchaus deutlich auch jenes von pazifistischen Positionen Lichtjahre entfernte Votum
innerhalb dieser Predigt:
Den edlen Bestrebungen der Friedensfreunde kann
man nur die höchste Anerkennung zollen. Aber es ist vorauszusehen, daß ihre gutgemeinten
Pläne nicht durchführbar sind, denn Gott strebt in der gegenwärtigen Zeit und unter den
gegenwärtigen Umständen, keinen Frieden an:
Kein Friede den Gesetzlosen; spricht Jehova."
Der Verfasser will also den Krieg in sein altbekanntes Endzeitkorsett eingeordnet
sehen. Den Betroffenen hat er somit nur einem Rat zu geben:
Stille stehen und warten".
Damit diese Wartezeit nicht in Langeweile ausufert, davor würden schon die
Militärbehörden etwa in Form ihrer Gestellungsbefehle sorgen.
Unterm Strich erweist sich diese Predigt als Dutzendware", wie man sie zur
gleichen Zeit auch von anderen in die Schützengräben-Predigern" vernehmen
konnte.
Inwieweit dieser Prediger, er mag nun Russell oder Bösenberg geheissen
haben,"besser" war als die andern. Der Beweis ist in der Tat nicht erbracht!
Zu bemerken ist auch; Bösenberg ist zu der Zeit und auch später noch, durchaus als
gläubiger Russell-Anhänger bezeichenbar. Die Dissenze, die ihn zur eigenen Herausgabe
des Botschafter für den Haushalt des Glaubens" veranlassten, liegen mit
Sicherheit nicht auf der Ebene, wie man sich denn zu der militärischen Herausforderung
des ersten Weltkrieges verhalten sollte.
Beide, zeitgenössische Bibelforscher, als auch Bösenberg, absolvierten zu der Zeit, wenn
sie von den Behörden dazu genötigt wurden, sehr wohl den Militärdienst.
Das quasi als Einführung.
Und nun noch der Wortlaut jener Kriegspredigt, aus dem Volksboten" vom 3. Juni
1916.
Bilde sich jeder seine eigene Meinung dazu:
Die Sehnsucht nach Frieden und die Notwendigkeit des
Krieges.
Von dem Bibelwort ausgehend: Er beschwichtigt die Kriege bis an das Ende der Erde ...
Lasset ab und erkennet, daß ich Gott bin!" (Psalm 46, 9-10), wollen wir heute
versuchen, eine schwierige Frage von einem neuen Gesichtspunkt aus zu betrachten. Wir
werden dabei zu überraschenden und dennoch vernünftigen Schlußfolgerungen kommen.
Nach allgemeinen Grundsätzen könnte niemand dem Kriege mehr abhold sein als ich, denn
ich möchte mich, soweit meine Gefühle in Frage kommen, als einen extremen Friedensfreund
bezeichnen. Dennoch können wir unsere Augen den geschichtlichen Tatsachen gegenüber
nicht verschließen, daß der Welt eigentlich jede Segnung durch Krieg zuteil geworden
ist, um den Preis grausamen Blutvergießens.
Wo würde Amerika heute sein, wenn es keinen Unabhängigkeitskrieg gegeben hätte?
Und würde nicht das machtvolle Deutsche Reich und die Einheit der deutschen Stämme auf
Schlachtfeldern errungen?
Wo würden die Völker Europas heute sein, wenn sie nicht gekämpft hätten, um ihre
nationalen Freiheiten zu erhalten?
Wohin würde irgend ein Land in weniger denn Jahresfrist bleiben, wenn es sich weigern
wollte, in Kriegsbereitschaft zu bleiben?
Dieser, dem allgemeinen Empfinden entspringende Gesichtspunkt steht nicht im Widerspruch
mit den Lehren unseres Meisters. Unser Meister redete nicht zu den Nationen, sondern zu
einzelnen Personen, als er ermahnte, daß man, wenn man auf den einen Backen geschlagen
werde, auch den anderen darbieten und nicht widerstehen solle. Die Belehrungen Jesu
richteten sich lediglich an seine Jünger, seine Nachfolger.
Ihnen wurde anbefohlen, aus der Welt auszugehen und sich abzusondern von ihrem Geiste -
ein neues Volk, eine heilige Nation. Sie sollten erwarten, gleich ihrem Meister Verfolgung
zu leiden. Ihnen galt seine persönliche Verheißung, daß, wenn sie mit ihm um der
Gerechtigkeit willen leiden würden, sie hernach in seinem Reiche belohnt würden, indem
sie alsdann mit ihm auf seinem Thron sitzen sollten.
Die Seligpreisungen ergingen nicht an Nationen.
Als Jesus sagte: Glückselig die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes
heißen", redete er nicht zu Nationen, sondern zu einzelnen Personen, zu einer
besonderen Klasse von Personen, nämlich zu solchen, die durch eine völlige Preisgabe
aller ihrer irdischen Interessen seine Jünger werden wollen.
Das, was der Erlöser in bezug auf Nationen sagte, was das direkte Gegenteil dessen, was
er seinen Nachfolgern sagte.
Er sagte: Ihr werdet von Kriegen und Kriegsgeschrei hören. Sehet zu, erschreecket
nicht; denn dies alles muß geschehen ... Denn es wird sich Nation wider Nation
erheben." (Matth. 24, 6.7).
Ich fürchte mißverstanden zu werden, aber über diesen Gegenstand herrscht so viel
Verwirrung, daß die Wahrheit deutlich dargelegt werden muß.
Tatsache ist, daß der Krieg nicht die Krankheit, sondern lediglich ein Symptom der
Krankheit des politischen Körpers und der Angelegenheiten der Erde ist. So lange die
Krankheit anhält, solange muß notwendigerweise daß äußere Anzeichen dafür, der Krieg
anhalten. Ist es nötig, daß ich sage, daß die Krankheit, die ich meine, die Sünde ist?
Sünde und Krieg sind unzertrennlich. Es könnte nur zwei Wege geben, dem Kriege Einhalt
zu tun:
1. Durch Bekehrung der nationalen Welt aus dem Zustande der Hartherzigkeit, Selbstsucht
und Sünde in den Zustand der Gerechtigkeit, Mildherzigkeit; oder
2. Durch die Einsetzung einer Regierung oder Macht, die von der Sünde nicht beherrscht
wird, um die Angelegenheiten des sündigen Menschen durch höhere Gewalt zu überwachen
und zu überwalten.
Ist eine solche Möglichkeit diskutabel? Leider nicht. Die gedruckten grundlegenden
Bedingungen müßten, wenn vorhanden, mit mathematischer Sicherheit zum Ziele führen.
Indes sehen wir aus der Bibel, daß Sünde und Selbstsucht in diesem Zeitalter die
Oberhand haben und ständig auf dem Kriegspfade sind, sei es auf politischem, sozialen
oder finanziellen Gebiet.
Kriege hat es unaufhörlich gegeben von der Zeit an, da der Mensch unter die Herrschaft
der Sünde kam. In früheren Zeiten kam die Selbstsucht durch Seeräuberei und Piratentum,
sowie durch den Sklavenhandel zum Ausdruck. Dann wieder wechselte man die Kampfweise und
die Führer erkannten, daß man durch mildere Methoden mehr erreichen könne, und zwar
durch Politik und Hierarchie.
Wiederum veränderten sich die Verhältnisse und die Klugen sahen ein, daß die
Sklavenhalterei mit dem Vordringen der Erfindungen in der Welt auf dem Gebiete der
Mechanik unlohnend wurde, und daß man mehr erreichen könne mit weniger
Verantwortlichkeit dadurch, daß man die Sklaven befreie und sie für ihren Unterhalt im
Wettbewerb mit den Maschinen arbeiten lasse.
Danach kam die Aera der finanziellen Kombinationen, der Riesen-Trust und Korporationen,
welche die Geschicke der menschlichen Familie vom Bauer hinauf bis zum Könige
beherrschen. Aber mit diesem steten Wechsel ist auch der Krieg fortgeschritten. Er hat
lediglich seine Form, seine Waffen, seine Methode geändert. Die Grundlage aller dieser
Kriege ist die Selbstsucht, und solange wie die Selbstsucht besteht, wird der Krieg
bestehen. Der Erfolg bringt Wohlergehen, der Mißerfolg bringt Bedrückung.
Ich beschränke also die Kriegsführung nicht auf Schlachtfelder, auf denen Kanonen und
Bajonette und Streitrosse den Ausschlag geben, noch auf Seeschlachten. In die große
Kriegsführung schließe ich ein alle sozialen, politischen und finanziellen Störungen
und Kämpfe. Es sind dies alles Schlachten, in denen meist der schlaueren Partei der Sieg
zufällt.
Die große unwissende Masse von Menschen, die in ihrer Einfalt noch vor hundert Jahren
kein selbständiges Denken kannte, ist durch freie Volksschulen und Bildungsgelegenheiten
aufgeklärt und urteilsfähig geworden und steht stets in Bereitschaft, sich jeden
möglichen Vorteil zu nutze zu machen. Überdies haben seit den letzten fünfundzwanzig
Jahren unsere großen Universitäten und Bildungsanstalten den Glauben an die Inspiration
der Bibel untergraben, und dieser Einfluß ist schließlich auf die großen Massen
übergegangen.
Sie geben jetzt ihren Zweifeln hinsichtlich eines zukünftigen Lebens Ausdruck und sind
fest entschlossen, so schnell wie nur irgend möglich, die Gelegenheiten des
gegenwärtigen Lebens wahrzunehmen, damit sie teilnehmen an dem Luxus der Reichen und ihn
zum Gemeingut aller machen. Wenn ihr Programm auch nur zur Hälfte ausgeführt wird, so
bedeutet das den furchtbaren Krieg, den die Welt je gesehen hat. Die Bibel nennt ihn
eine Zeit der Drangsal, dergleichen nicht gewesen ist, seitdem eine Nation
besteht." (Daniel 12, 1).
Da der Geist des Krieges, der Geist der in Tätigkeit getretenen Selbstsucht ist, so
bestätigt sich dadurch die Tatsache, daß die Welt nie mehr zum Streit gestimmt war denn
jetzt; und daß sie nie die Befriedigung ihrer Begierden in dem Maße betrieb wie heute.
Und obschon sie Segnungen genießt, von denen Leute früherer Zeiten nicht träumten, so
ist doch die Unzufriedenheit größer und allgemeiner denn je zuvor, und sie treibt die
Menschheit mit immer größerer Eile hinein in den größten aller Kämpfe.
So lange das Geld noch seinen Wert hat, und die politischen Kombinationen die Herrschaft
nicht verlieren, wird das soziale Gebäude statt intakt und in Funktion bleiben, Nation
wider Nation durch Heere und Flotte.
Aber sobald die politischen und finanziellen Mächte zusammenbrechen, wird aus dem Kriege
die Anarchie entstehen, in der nach der Bibel Eines jeden Hand wider seinen
Nächsten" sein wird.
Die führenden Geister der Welt erkennen die dargelegten Tatsachen klar an. Für die
Vorschläge wohlmeinender Fríedensfreunde hat man nur ein mitleidiges Lächeln. Den
Steuerreformen und der Erbschfaftssteuer haben sich diejenigen am wenigsten gewogen
gezeigt, die es anging. Viele Reformen unserer Tage sind entstanden der Not
gehorchend, nicht dem eigenen Triebe." Es waren Zugeständnisse, welche die Klugheit
gebot.
Zweifellos werden ihnen noch größere Zugeständnisse folgen, ebenfalls von der Klugheit
diktiert; aber alle diese Zugeständnisse werden den wachsenden Appetit zunehmender
Unzufriedenheit nicht zu stillen vermögen.
Jedes Zugeständnis der begünstigten Klassen an die Massen ist gleich dem Fraß, den man
einem Rudel verfolgender hungriger Wölfe vorwirft. Sie pausen eine Weile um die Vorteile
zu verschlingen, aber ihr Appetit wird nur um so mehr gereizt.
Auf ein Heilmittel kann, wofern es ein solches gäbe, heute noch weniger Hoffnung gesetzt
werden als vor etwa fünfzig Jahren; damals hatte man den Glauben an die Bibel und den
allmächtigen Schöpfer noch nicht ganz verworfen.
Die höheren Textkritiker haben gründliche Arbeit getan, indem sie den Glauben an das
einzige Buch zerstörten, das göttliche Inspiration für sich in Anspruch nehmen kann.
Sogenannte Bildung und modernes Geschäftsleben haben das Ihrige dazu beigetragen, daß
die Welt jetzt von selbstsüchtigem Ehrgeiz entbrannt ist, nach Reichtümer und Luxus
verlangend, ohne zu entsprechenden Gegenleistungen bereit zu sein.
Das Bild, das ich gemalt habe, würde nur verwirrend wirken und unnütz sein, wofern ich
nicht eine gute und ermutigende Botschaft darzubieten hätte. Gott hat den
Entwicklungslauf des Bösen während der sechs großen Tage der Geschichte der Erde -
sechstausend Jahre - vorausgesehen; und er hat Vorkehrungen für den großen siebenten
Tag, ebenfalls von tausendjähriger Dauer, getroffen. Dieser Tag wird die Zeitepoche sein,
in der der Messias auf dem Throne alles neu machen wird. Vielfach redet die Bibel davon,
daß sich die Welt in einer Nacht der Sünde und des Leidens befindet, auf welches die
Morgendämmerung eines neuen Tages folgt, an dem Gerechtigkeit auf Erden herrschen wird,
nicht nur auf königlichem Befehl hin, sondern durch die göttliche Macht seines Reiches.
Das Königreich des Messias wird die idealsten Vorstellungen von einer vollkommenen
Regierungsform weit übertreffen. Es wird wie der Prophet es nennt, das Begehren
aller Nationen" stillen.
Aus anderen Bibelstellen wissen wir, daß die Wolke, die jetzt über der Menschheit
hängt, einen furchtbaren Sturm des Streites, des Blutvergießens und der Drangsal
entladen wird, sodaß die Welt bis zum Überfließen voll davon wird. Danach wird unter
der Leitung der messianischen Verwaltung der Geist eines gesunden Sinnes allmählich in
die Menschheit kommen, und in dem gleichen Verhältnis wird sie das messianische
Königreich in treuer Unterwürfigkeit anerkennen, und man wird, wie der Prophet uns sagt,
sprechen:
Siehe da, unser Gott auf den wir hörten; er wird uns helfen." (Jesaja 25,9).
Reich und Arm jeder Nation werden sich allmählich der veränderter Verhältnisse bewußt
werden, und alle, die Gerechtigkeit lieben, werden miteinander frohlocken. Laßt uns daher
nicht entmutigt werden, wenn die Kriege zwischen den Nationen fortdauern oder gar
zunehmen, oder wenn die politischen, sozialen, religiösen und finanziellen Kämpfe
schlimmer denn je zuvor toben. Möge uns dies nicht befremden, sondern denken wir daran,
daß dies die Regung und Wirksamkeit des gefallenen menschlichen Herzens ist.
Die Bibel deutet darauf hin, daß Gott der Menschheit einen Anschauungsunterricht erteilen
will bezüglich des Einflusses der Selbstsucht, und dies wird eine solche Lektion sein,
daß sie sie nie vergessen werden, sondern in alle Ewigkeit sich als nützlich erweisen
wird.
Mit dem Vorhergehenden soll nicht gesagt sein, daß Selbstsucht und Streitsucht
irgendwelche Existenzberechtigung hätten und empfehlenswert seien, sondern das gerade
Gegenteil. Diejenigen, die durch Unterweisung zu lernen vermögen, gilt das Wort Gottes.
Wer den Unterweisungen der Bibel genau folgt, wird einen entsprechenden Segen empfangen.
Zwar richtet sich die Bibel in Sonderheit an die geweihten Gotteskinder, welche die wahren
Friedensstifter sind, die Jesus meinte, als er sagte:
Glückselig die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen."
In dem Maße aber auch, indem andere den rechten Grundsatz anerkennen, den Grundsatz der
Barmherzigkeit, des Mitgefühls und der Teilnehme, werden sie in Harmonie mit dem großen
Könige kommen und sich dementsprechend mehr oder weniger schützen vor der Drangsal des
großen Tages des Zornes, der herannaht.
Den edlen Bestrebungen der Friedensfreunde kann man nur die höchste Anerkennung zollen.
Aber es ist vorauszusehen, daß ihre gutgemeinten Pläne nicht durchführbar sind, denn
Gott strebt in der gegenwärtigen Zeit und unter den gegenwärtigen Umständen, keinen
Frieden an:
Kein Friede den Gesetzlosen; spricht Jehova." (Jesaja 48,22)
Das Wort Gesetzlosen" umfaßt die ganze menschliche Familie; denn da ist
kein Gerechter, auch nicht einer".
Nur eine verhältnismäßig kleine Zahl hat vom biblischen Standpunkt aus aufgehört
gesetzlos zu sein. Die einzigen, die in Gottes Augen gerechtfertigt sind, sind diejenigen,
die im Vertrauen auf das Blut Jesu Christi zur Vergebung ihrer Sünden ganz dem Erlöser
hingegeben, geweiht haben ...
Als zusätzliches Zeitzeugnis sei auch auf einen anderen früheren WTG-Funktionär,
F. L. A. Freytag
hingewiesen, welcher in der weiteren Entwicklung der Dinge, dann noch seinen eigenen
Laden", die sogenannte Kirche des Reiches Gottes" aufmachte.
Um es vorweg zu sagen, sonderlich sympathisch" ist mir Herr Freytag sicherlich
nicht. Und an Minderwertigkeitskomplexen" litt er sicherlich auch nicht.
Letzteres muss man ja an sich, noch nicht negativ werten. Man muss allerdings fragen,
wohin dann der Weg führt. Und im Falle Freytag zu einem Personenkult von geradezu
abstoßender Dimension.
Nachdem er also - Umstände bedingt - seinen eigenen Laden"
aufgemacht hatte, gehörten auch einige Zeitschriften zu seinem Repertoire. Eine davon
nannte sich Der Engel Jehovas". Und in besagtem Engel Jehovas"
(Ausgabe vom April 1925) lies er sich von seiner Anhängerschaft wie folgt anreden:
Geliebter Sendbote, würden Sie mir sagen,
welches Ihre Meinung über die Lehre der Bibel ist und wie Sie dieselbe einschätzen?
..."
Diese Steilvorlage nutzend, lamentiert dann in der Antwort darauf, besagter Herr
Freytag entsprechend.
Also nochmals zum auf der Zunge zergehen lassen". Herr Freytag wähnt allen
Ernstes, der alles überragende Sendbote des Herrn" zu sein.
Genannte Ausgabe des Engel Jehovas" vom April 1925, ist noch in anderer
Hinsicht aufschlussreich. Da er sich offenbar in selbiger so richtig in Fahrt"
geschrieben hat, kann man dort von ihm noch ein paar andere markante Sätze mehr lesen.
Unter anderem den (S. 28f.):
Dann gab mir die Bibel dieses Zeugnis, und die
Gesandten von Brooklyn kamen mir zu sagen. Du hast doch eine so schöne Stellung bei uns,
laß Deine Gedanken fahren, und Deine Stellung bleibt Dir sicher bis zum Ende Deiner
Tage."
Offenbar hatten die Gesandten von Brooklyn" mit diesem Angebot wohl keinen
sonderlichen Erfolg, denn der Freytag-Text geht weiter mit den Worten:
Wie ich sagte, gab mir die Bibel dieses
Zeugnis, daß in Laodicäa, bei den Bibelforschern, wir blind, arm und nackt waren. Bist
Du jetzt der Wortführer des Herrn, um es ihnen zu sagen, oder willst Du Dir die Stellung
erhalten, welche man Dir geben zu wollen behauptet und die Du niemals von jemandem
empfangen hast, von wem es auch sei, als nur von der Hand des Herrn?"
Auch diese Aussage strotzt dann ja wohl so vor Selbstbewusstsein.
Da die Gesandten von Brooklyn" nicht das erhoffte Ergebnis einfahren konnten,
schlugen selbige nun eine andere Tonlage an. In Freytags Worten (Engel Jehovas"
Januar/Februar 1922) wie folgt:
Wir haben mit nichts angefangen, denn man hatte
uns im Jahre 1919 im Monat Dezember alles genommen. Die Bibelforscher hatten uns den
Gerichtsvollzieher geschickt, daß er unser Material beschlagnahmte. So hatten wir nur
noch die Rechnungen, die wir zu bezahlen hatten, von den Büchern und Broschüren, welche
die Bibelforscher uns hatten nehmen lassen. Und jetzt hat der Allmächtige Erbarmen gehabt
mit seinem Volke und hat ihm Manna vom Himmel gegeben, nicht mehr Schriften, die da
Luftschlösser und Dämmerlicht, wie die Schriftstudien, sondern die reine, strahlende
Wahrheit."
Pikant, die Herren Zaugg und Binkele, welche da im Auftrage Rutherford's die
Henkersdienste im Falle Freytag organisierten. Beide Herren wird man zu einem späteren
Zeitpunkt, auch noch als von der WTG
Geschasste begegnen
können.
Vieles im Leben ist offenbar nur eine Frage der Zeit!
Da Freytag in der Frühzeit, besonders die Französischsprachigen Gebiete für die WTG
dominiert hatte, blieb das nicht folgenlos. Die WTG kam in Frankreich auf keinen
sonderlich grünen Zweig. Das änderte sich erst, als es ihr gelang, unter aus Polen
eingewanderten Bergleuten in Frankreich, nennenswert Fuß zu fassen.
Die WTG bescheinigt dem Freytag noch, er habe nebst dem Personenkult, besonderen Wert auf
die Charakterentwicklung" gelegt.
Das war ja auch einer der Aspekte, denen Rutherford den Krieg erklärt hatte, dieweil er
die seiner Meinung nach dafür vergeudeten" Ressourcen für die
Klinkenputzertätigkeit umkanalisiert wissen wollte.
In einem geschraubt formulierten Text teilte auch der deutsche Wachtturm" des
Jahres 1919 (S. 179f.) mal was zum Fall Freytag mit. Allerdings ist weiterhin
festzustellen, vor allem im französischsprachigem Raum, der Schweiz und Frankreich,
wirkte die Freytag-Krise nachhaltig. Weniger im Deutschsprachigem Raum.
Jedenfalls schrieb genannter WT damals:
Bekanntmachung
Aufhebung der Vollmacht
Sintemal die Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft, die unter den Gesetzen des Staates
Pennsylvania, Vereinigte Staaten von Nordamerika gegründet ist, seit mehreren Jahren ein
Bureau in Genf, Schweiz unter dem Namen Tour de Garde Societe de Bibles et Traites
unterhalten und Herrn A. Freytag aus Genf (Schweiz) als Leiter des religiösen Werkes und
der Angelegenheiten in Genf (Schweiz) ernannt und sintemal genannte Wachtturm Bibel und
Traktat-Gesellschaft in ihrem Zweigbureau in Genf (Schweiz) Geschäftsräume unterhalten
hat und noch großen eigenen Kosten unterhält und den Wachtturm (Tour de Garde)
veröffentlicht und verschickt, welcher in der französischen Sprache erscheint, ferner
Bücher und Traktate herausgibt, und das gesamte Werk unter Leitung des genannten Herrn A.
Freytag stand, jedoch unter der direkten Oberaufsicht genannter amerikanischer
Gesellschaft und sintemal genannter Freytag Untreue gegen die Wachtturm Bibel- und
Traktat-Gesellschaft wurde und verfehlt hat und noch verfehlt, genannte Wachtturm Bibel-
und Traktat-Gesellschaft in ihrem Werke getreu zu repräsentieren, deshalb benutzt die
Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft jetzt ihr gesetzliches Recht und ihre Vollmacht,
um mit Gegenwärtigen die Ernennung des genannten Freytag zu widerrufen und aufzuheben und
entzieht ihm hierdurch alle Rechte und Vollmacht die Wachtturm Bibel- und
Traktat-Gesellschaft in irgend einer Weise zu vertreten und verlangt, dass es sofort alle
Bücher, Papiere, Veröffentlichungen, Bibeln und andere Einrichtungen welche zurzeit in
seinem Besitze sind, jedoch der Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft gehören,
zusammen der Leitung und der Veröffentlichung des Wachtturms (Tour de Garde) herausgibt
und dem Vertreter der
Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft, Herrn Conrad C. Binkele in Zürich (Schweiz)
dem ordnungsgemäß ernannten und bevollmächtigten Vertreter der Wachtturm Bibel und
Traktat-Gesellschaft aushändigt, und daß dieser das gesamte Eigentum der Wachtturm Bibel
und Traktat-Gesellschaft noch in Genf, in Besitz nimmt und nach Zürich überführt,
zusammen mit dem Wachturm (Tour de Garde) der Abonnentenliste und allen anderen Papieren
Büchern und Dokumenten, welche dem Büro in Genf (Schweiz) gehören. Das Bureau der
Wachtturm Bibel und Traktat-Gesellschaft in Genf (Schweiz) soll noch dem genannter Herr
Binkele davon Besitz ergriffen hat, geschlossen werden, und alle Waren, alles Eigentum und
alle Sachen, die oben ausführlich angeführt wurden, sollen von der Wachtturm Bibel und
Traktat-Gesellschaft nach Zürich (Schweiz) überführt werden.
Nochmals zur April-Ausgabe 1925 des Engels Jehovas" zurückkehrend. In
selbiger verbreitet sich Herr Freytag auch mit der Einschätzung:
Ich kann also sagen, was mich anbetrifft, daß
die Bibel einen großen Wert für mich hat, sie ist auf meinem Pfade ein Licht gewesen und
meines Fußes Leuchte. Als der Herr mir gab, die Göttliche Offenbarung" zu
schreiben, war es immer noch mein anbetungswürdiger herrlicher Meister, welcher mir das
Zeugnis mittelst der Bibel gab, mittelst der Offenbarung:
Du weißt nicht, daß du dich in Laodicäa befindest. Du weißt nicht, daß du arm, blind,
elend und nackt bist. Du siehst also nicht, daß Deine Brüder von Brooklyn
einen Haufen von Kompromissen machen, und daß wenn man sie fragt, ob sie gegen den Krieg
seien, sie die Heuchelei besitzen, nach Veröffentlichung des siebten Bandes der
Schriftstudien zu erklären, daß sie nicht gegen den Krieg seien, um sich so aus der
Klemme zu ziehen.
Sie haben also die Mörder und die Abscheulichkeiten des Krieges gebilligt, und sie so mit
den Trunkenen gegessen und getrunken, wie die Schrift es erklärt, als der böse Knecht
sagte: Mein Herr zögert zu kommen, und er setzt sich um mit den Trunkenen zu essen und zu
trinken."
Also auch Freytag unterstellt, unter Hinweis auf Band 7 der
Schriftstudien", dass die WTG-Hörigen in der Kriegsfrage keineswegs konsequent
waren, sondern (wie andere) es mit dem lavieren hielten. Da Freytag in der Schweiz lebte,
selbige nicht aktiv am ersten Weltkrieg beteiligt war, fiel ihm Kritik dieser Art auch
nicht sonderlich schwer. Der Kelch" ging ja an ihm selbst vorüber.
Bezüglich der Ausmerzung ursprünglich Kriegsgegenerischer Passagen aus der Auflage 1918
des Bandes 7´",
Siehe auch Schriftstudienhinweis
Man vergleiche auch:
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,8852,9491#msg-9491
Buchhinweis
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 01. August 2008 20:04
Matthias Pöhlmann
Freimaurer: Wissen was stimmt
Herder Verlag
Kurzbeschreibung
Sind Freimaurer die heimlichen Drahtzieher des Weltgeschehens? Geht es ihnen um politische
Macht und wirtschaftlichen Einfluss? Ein diffuser Verdacht prägt das Bild dieses obskur
erscheinenden Geheimbundes. Was ist der Hintergrund solcher Vermutungen?
So etwa der Beschreibungstext bei Amazon.de
Nun habe ich das in Rede stehende Buch nicht selbst gelesen. Das aber auch wegen des
Umstandes, zu meinen ausreichend über diese Thematik informiert zu sein. Jedenfalls hatte
ich mir schon früher, aus dem Bestand wissenschaftlicher Bibliotheken, einiges
thematische dazu angetan.
Jedenfalls halte ich es eher für unwahrscheinlich, dass Herr Pöhlmann in dieser Schrift
Sachverhalte mitteilen würde, die auch mich noch vom Hocker reissen würden."
Wenn dennoch empfehlend auch an diesem Ort darauf hingewiesen wird, dann hauptsächlich
aus dem Grunde, dieweil ja gerade in Verschwörungstheoretisch orientierten Kreisen, und
ihren Ablegern im Ex-ZJ-Bereich, gerade das Thema Freimaurerei ein solch
hochgekochtes" ist.
Ich würde diesen Leuten liebend gerne eines sagen.
Leute, macht euch doch erst mal seriös sachkundig. Irgendwelche (namentlich dem
Englischsprachigem Raum entlehnte Internet-Sachen,) muss ich es absprechen seriös zu sein
Da ist man dann doch geneigt auszurufen.
Hätten sie doch geschwiegen, man hätte sie ja vielleicht für weise gehalten.
Sie haben aber nicht geschwiegen.
Christian Ruch leitet in der Zeitschrift Materialdienst der EZW" eine
Besprechung vorgenannter Schrift mit den Sätzen ein:
In Zeiten weit verbreiteter Halbbildung und Halbwahrheiten ist zu wissen, was
stimmt" offenbar ein großes Bedürfnis".
Wenn es denn doch mal ein Bedürfnis wäre, würde ich Herrn Ruch gerne etwas abwandeln.
Sein Optimismus ins rechte Ohr. Hoffentlich hören" es nicht nur
Taube"
Einen Kritik-Aspekt, den Herr Ruch an dieser Schrift auch bemängelt, würde ich mich
sogar ungesehen anschließen.
Herr Ruch bemängelt auch:
Die wechselvolle Geschichte der Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und den
Freimaurern hätte nach meinem Geschmack mehr Platz verdient."
Las ich erst kürzlich bei Infolink davon, dass da einige den Begriff Synagoge des
Satans" in den Mund nahmen, ohne über seine historische Belastung zu reflektieren,
geschweige sie denn überhaupt zu kennen, erscheint ein solches Versäumnis wie es Ruch
benennt, nur schwer entschuldbar.
Re: Im wtcleanup-Buchshop verfügbar
geschrieben von: Wolfgang Schultz
Datum: 01. August 2008 21:29
Hallo,
dieses Buch ist ab sofort auch im wcleanup-buchshop verfügbar.
tinyurl.com/Freimaurer-Wissen-was-stimmt
Gruß
wolfgang
Re: Buchhinweis
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 16. August 2008 19:32
"Sind die Freimaurer die heimlichen Drahtzieher des Weltgeschehens?"
fragt der Klappentext des Buches von Herrn Pöhlman. Und im eigentliche Text resümiert er dann:
Thematisch vorausgegangen zum Thema Tjaden:
Thematische Fortsetzung in::
Teil XIV der Verlautbarung von Herrn Tjaden
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 24. Juli 2008 13:36
Der vorangegangene Teil unter:
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,10001,10001#msg-10001
Re: Insel des Zweifels
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 29. Juli 2008 04:26
Hingewiesen sei auch noch auf die
Erzählung von Herrn Tjaden Insel des Zweifels".
Nachstehend mal das Cover einer seinerzeitigen Printausgabe.

Dem Vernehmen nach, offeriert er jetzt, selbige auch als Fortsetzungsserie Online zu
stellen.
www.readers-edition.de/2008/07/28/einladung-zur-sommerlektuere-insel-des-zweifels/
Re: Teil XV der Verlautbarung von Herrn Tjaden
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 31. Juli 2008 13:26
"Schlimm aber auch, dass P... versuchte, die
Kritiker von heute und die Nazis auf eine Stufe zu stellen", ist einem Redakteur der
"Hamburger Morgenpost" bei einem Besuch des Kongresses der Zeugen Jehovas in
Hamburg der Schreck in die Glieder gefahren. Auf zwei Seiten stellte ein Reporter am 21.
Juli 2008 die Frage in den Raum "Wie harmlos sind die Zeugen Jehovas?"
Jörn P..., Sprecher dieser Glaubensgemeinschaft in Norddeutschland, vergriff sich bei
dieser Gelegenheit im Ton, als er auf Kritiker angesprochen wurde.
Sie sind wieder Medienthema. Auch "Bravo Girl!" berichtete am 23. Juli 2008
über die Zeugen Jehovas und erzählte unter der Überschrift "
dann gab´s
Schläge" die Geschichte der 16-jährigen Katharina, deren Mutter sich vor zwei
Jahren von den Zeugen Jehovas verabschiedete. Die Redakteurin Julia Rizzolo schrieb:
"Weil in deren Bibel steht ´Wen Jehova liebt, den züchtigt er´, ist es okay,
Kinder zu schlagen - und zwar nicht nur die eigenen."
Noch ein Prozess
Die Wachtturm-Gesellschaft in Selters liest solche Berichte mit großer Aufmerksamkeit und
leitet sie an ihre Anwälte weiter, die sich sogleich mit der Frage beschäftigen:
"Kann man dem Redakteur aus irgendeiner Formulierung einen juristischen Strick
drehen?" So ist es auch mir ergangen. Beim ersten frühen Termin vor dem Hamburger
Landgericht fiel mein Blick sofort auf den Sitzungskalender, eine halbe Stunde vor dem
Termin Jehovas Zeugen in Deutschland gegen Tjaden gab es einen weiteren Prozess, den diese
Glaubensgemeinschaft gegen eine Redaktion angestrengt hatte.
Bedenkt man, dass die Zeugen Jehovas an das nahe Ende dieser Welt glauben, reibt man sich
angesichts dieser Klagefreudigkeit die Augen. Die reibt man sich aber auch, wenn man die
Literatur der Zeugen Jehovas lesen muss, weil man sich auf einen Prozess vorbereitet.
Die Beeinflussung der Mitglieder dieser Glaubensgemeinschaft beginnt im Kindesalter.
Dafür gibt es das Buch "Fragen junger Leute - Praktische Antworten" und ein
Vorwort der Leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas: "Es ist unser innigster
Wunsch, dass dir dieses Buch hilft, dem Druck und den Versuchungen zu widerstehen, mit
denen Jugendliche heute konfrontiert werden. Durch die wertvollen Hinweise darin wirst du
Entscheidungen treffen können, die Gott gefallen und sein Herz erfreuen (Sprüche
27:11)."
Immer Bibelverse
Jedes Thema in diesem Buch, angefangen beim "anderen Geschlecht" über
"Geldsachen" bis hin zur "Beziehung zu Gott", wird im Lichte
ausgewählter Bibelverse betrachtet. Jeremy hat das gut getan, erfährt man auf Seite 289:
"´Als ich zwölf war, hat mein Vater unsere Familie verlassen´, erzählt er. ´Ich
weiß noch, wie ich einmal nachts im Bett lag und Jehova angefleht hab, dass mein Vater
wieder zurückkommt.´ In seiner Verzweiflung begann Jeremy in der Bibel zu lesen. Die
Worte in Psalm 10:14 gingen ihm sehr zu Herzen. Dort heißt es, dass sich ein vaterloser
Junge Jehova anvertrauen darf und dass ihm Jehova helfen möchte. Jeremy sagt: ´Es war
so, als würde Jehova direkt zu mir sprechen und mir sagen, dass er mein Helfer und Vater
sein möchte. Könnte ich einen besseren Vater haben als ihn?"
Die Bibel allein hilft aber auch Jeremy nicht weiter, dazu gehört für die Zeugen Jehovas
mehr, erfährt man aus dem Buch "Organisiert, unseren Dienst durchzuführen"
(Ausgabe 1983): "Jehovas Zeugen sehen jeder Gelegenheit, sich zu versammeln, um
geistig erbaut und gestärkt zu werden, freudig entgegen. Die leitende Körperschaft
achtet darauf, uns gemäß unseren geistigen Bedürfnissen Gelegenheiten zum
Zusammenkommen zu bieten. Alle Diener Jehovas und andere interessierte Personen werden
aufgefordert, alle Vorkehrungen zum regelmäßigen Zusammenkommen, die Jehova durch seine
irdische Organisation getroffen hat, voll zu nutzen und die gebührende Wertschätzung
dafür zu zeigen."
Was tun, wenn
Die Leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas hat ihren Sitz in Brooklyn (New York) und
bestand aus elf Männern, als der 1981 ausgeschlossene Raymond Franz
http://de.wikipedia.org/wiki/Raymond_Victor_Franz
sich Älteste mit Indizienbeweisen für Ehebruch zufrieden geben dürfen oder mit der
Aussage einer Frau, ihr Mann habe ihr den Ehebruch gestanden, und ob dann vom biblischen
Standpunkt aus eine Scheidung und Wiederheirat zulässig sei; ob eine Scheidung biblisch
rechtskräftig ist, wenn im Falle eines Ehebruchs der Schuldige und nicht der Unschuldige
die Scheidung eingereicht hat; inwieweit eine Scheidung wirksam sein kann, die aus anderen
Gründen als Ehebruch ausgesprochen wurde, bei der aber hinterher Beweise für einen
Ehebruch vor der Scheidung auftauchen
"
Die Verzahnung scheint perfekt zu sein: Gott, Jesus, seine Organisation, das
Führungsgremium, die Versammlungen, die Familien, der Mann als Oberhaupt der Familie, die
Frau als seine Gehilfin. Was aber geschieht, wenn jemand die Möglichkeit zu
regelmäßigen Versammlungen nicht "gebührend" zu schätzen weiß?
Dann: Werden notfalls Familien und Partnerschaften zerstört. Als Belege für diese
Behauptung hat mir jemand einen Ordner mit 51 Fällen geschickt, die von den Zeugen
Jehovas selbst in ihrer Literatur geschildert werden.
Wird Armin P. als Anwalt der Zeugen Jehovas im Verfahren Zeugen Jehovas in Deutschland
gegen Tjaden diese Quellen als Fälschungen bezeichnen?
Gelegentlich beendet auch ein Mitglied vor dem Austritt eine Ehe, erzählt Christine Stahl
in der Frauenzeitschrift "bella" (Ausgabe 21/2008):
"Deshalb dauerte es noch viele Jahre, bis sie die Kraft fand, sich zu trennen. Zuerst
von ihrem Mann und dann von der Sekte.
´Während er für einige Wochen zur Kur war, reichte ich die Scheidung ein und verfasste
den Austrittsbrief. Ich haderte immer noch, aber meine innere Stimme sagte mir: Jetzt oder
nie!´"
Auch diese 39-Jährige erzählt, dass sie ihr Kind geschlagen habe, weil es so von ihr
verlangt worden sei.
www.readers-edition.de/2008/07/31/thema-ehe-zeugen-jehovas-beschreiten-den-klageweg-xiii/
Re: Teil XVI der Verlautbarung von Herrn Tjaden
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 01. August 2008 13:52
November 1954: Das Stuttgarter Oberlandesgericht
stellt fest, dass eine Zeugin Jehovas wegen ihrer "einfältigen Gemütsart" ein
wenig "aus dem Gleichgewicht geraten sein dürfte", das liege wohl an den
"aufgenommenen Religionslehren". Die Folge: Wenn der Mann nach Hause kommt, ist
seine Frau oft in die Bibel vertieft, um das Abendessen hat sie sich nicht gekümmert.
Beschwert er sich darüber, antwortet sie: "Mein Bestehen bei der Wiederkunft von
Jehova, bei der du sowieso im Schwefelregen zugrunde gehen wirst, ist mir viel wichtiger
als deine Wäsche."
24. Oktober 1962: Ein Gericht in Celle kommt zu dem Schluss, dass ein Ehepartner, der zu
den Zeugen Jehovas gehört, schwerlich dem anderen "mit der Achtung und Liebe
begegnen (kann), wie sie Ehegatten einander schulden". Vielmehr werde der den Zeugen
Jehovas ergebene Ehegatte "den anderen alsbald als einen Menschen" ansehen,
"der schuldhaft sein Heil und seine menschliche Bestimmung verfehlt und damit auch
seine Würde als Mensch verwirkt hat".
In diesen Tagen: Eine Tochter schreibt an ihren Vater: "Ich bin seit über einem Jahr
eine getaufte Zeugin Jehovas und in diesem Monat Hilfspionier. Das heißt, ich verbringe
sehr viel Zeit damit, anderen Menschen von Jehova zu erzählen. Und deswegen möchte ich
auch dich - meinen Vater - dazu ermuntern, darüber nachzudenken, was Jehova für dich
getan hat. Er hat dir dein Leben geschenkt! Warum schmeißt du es dann weg? Es tut mir im
Herzen weh, dass ich zwar glücklich im Paradies leben werde, aber mein Vater nicht."
60 Stunden Dienst im Monat
Zum Amt des Hilfspioniers heißt es in "Organisiert, unseren Dienst
durchzuführen" (Wachtturm Bibel- und Traktatgesellschaft, 1983, Seite 114):
"Wie auch deine persönlichen Verhältnisse sein mögen; wenn du getauft bist, in
sittlicher Hinsicht einen guten Ruf hast, das Erfordernis von 60 Stunden Predigtdienst im
Monat erfüllen kannst und glaubst, du könntest einen oder mehrere Monate als
Hilfspionier dienen, so werden die Versammlungsältesten gern deine Bewerbung um dieses
Dienstvorrecht in Erwägung ziehen."
Im Sinne der Zeugen Jehovas hat sich jene Tochter mit ihrem Brief durchaus "einen
guten Ruf" bewahrt, denn auf Seite 147 des "Organisiert"-Buches steht:
"Wenn es nötig wird, einen reuelosen Übeltäter aus der Versammlung zu entfernen,
erfolgt eine kurze Bekanntmachung, in der einfach erwähnt wird, dass dem Betreffenden die
Gemeinschaft entzogen wurde. Mehr braucht nicht gesagt zu werden. Die treuen Glieder der
Versammlung wissen dann, dass sie mit dem Betreffenden keinen Umgang mehr pflegen
dürfen."
Bis dahin ist also alles folgerichtig: das Verhalten der etwas "einfältigen"
Ehefrau, die Gefahr, die ein Ehegatte in einem Gatten sieht, der nicht zu den Zeugen
Jehovas gehört und das Verhalten der Tochter, die um die Zukunft ihres Vaters fürchtet.
Verfolgung als Bestandteil der Lehre
Doch dann wird es unlogisch: Zur Lehre der Zeugen Jehovas gehört auch die Verfolgung,
etwas anderes könne von denen, "die in der Welt bleiben", nicht erwartet
werden, schließlich stehe in der Bibel:
"Alle, die in Gemeinschaft mit Christus Jesus in Gottergebenheit leben wollen,
(werden) auch verfolgt werden." ("Organisiert, unseren Dienst
durchzuführen", Seite 200)
Verfolgung und Diskriminierung lassen sich die Zeugen Jehovas aber keinesfalls bieten -
sie ziehen vor Gericht und haben jetzt vor dem Europäischen Gerichtshof für
Menschenrechte einen Erfolg erzielt. Richterinnen und Richter aus Griechenland, Kroatien,
Russland, Österreich, Aserbadschan, Luxemburg und Norwegen entschieden am 31. Juli 2008,
dass Österreich gegen die Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit verstoße, wenn die
Zeugen Jehovas nicht so behandelt werden wie alle anderen Religionsgemeinschaften.
Gleichbehandlung dürfte den Zeugen Jehovas aber eigentlich gar nicht gefallen, denn damit
wird einiges aus dem Buch "Organisiert, unseren Dienst durchzuführen"
hinfällig. Beispielsweise dies:
"Das vermehrte Wehe auf der Erde seit 1914, einschließlich der Verfolgung der
ergebenen Diener Jehovas, ist eine Folge der Wut Satans und beweist, dass wir in den
letzten Tagen seiner bösen Herrschaft über die Menschen leben."
Keine gründliche Prüfung
Ergo: Die Lehraussagen der Zeugen Jehovas darf man keiner gründlichen Prüfung
unterziehen, erwarten darf man auch nicht, dass diese Glaubensgemeinschaft ihren
Mitgliedern jene Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit gewährt, die sie für sich
als Organisation vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erstritten hat.
Denn nach innen gilt weiterhin:
"Daraus folgt, dass in Jehovas Einrichtung jeder außer Jehova einem Haupt
untergeordnet ist." ("Organisiert, unseren Dienst durchzuführen", Seite
13)
Und Satan als Feind lauert überall:
"Er weiß, was wir denken, bestimmt unser Handeln. Kann er unser Denken in falsche
Bahnen lenken, werden auch entsprechende Taten folgen." ("Bewahrt euch in Gottes
Liebe", Wachtturm Bibel- und Traktatgesellschaft der Zeugen Jehovas, Seite 192)
www.readers-edition.de/2008/08/01/thema-ehe-zeugen-jehovas-beschreiten-den-klageweg-xiv/
Re: Teil XVII der Verlautbarung von Herrn Tjaden
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 06. August 2008 12:04
"Die Rechtsvertreter der Zeugen Jehovas freuten
sich über einen Sieg auf ganzer Linie: ´Besser hätte es nicht kommen können´",
endet am 24. März 2005 ein Bericht über die Anerkennung der Zeugen Jehovas als
Körperschaft des öffentlichen Rechtes in Berlin.
Das Land hat sich bis zuletzt gegen die Anerkennung gewehrt. Dazu wurden Erfahrungen von
ehemaligen Mitgliedern herangezogen, doch das Gericht vertrat laut "Spiegel" die
Auffassung, dass bei der Bewertung solcher Berichte "Zurückhaltung geboten"
sei, "weil erst ihr (gemeint sind die Ex-Mitglieder, der Verf.) psychischer
Hintergrund geprüft" werden müsse.
Jetzt wird dieses Urteil wieder aktuell, denn der Anwalt der Zeugen Jehovas und der
Richter haben es bei der juristischen Auseinandersetzung Jehovas Zeugen in Deutschland
gegen Tjaden vor dem Hamburger Landgericht in die Diskussion eingeführt. Da das
Oberverwaltungsgericht in Berlin offenbar an der Glaubwürdigkeit von Ex-Mitgliedern
gezweifelt hat, soll der Vorwurf, die Zeugen Jehovas seien rigide, mit Hilfe von Literatur
dieser Glaubensgemeinschaft geprüft werden.
Auf jede Frage eine Antwort
Das zu Rate gezogene Buch stammt aus diesem Jahr und trägt den Titel "Fragen junger
Leute - praktische Antworten".
Einer der Vorbilder für junge Zeugen Jehovas ist auf Seite 313 ein gewisser Jarrod, der
so zitiert wird:
"Ich bin stolz auf meine Eltern - wie sie sich unermüdlich fürs Predigen einsetzen,
wie sie mit Geldsorgen zurechtkommen und wie sie mich zum Vollzeitdienst motiviert haben.
Das alles hatte einen positiven Einfluss auf mich."
Wenn sich dieser Jarrod an alle Regeln dieser Glaubensgemeinschaft gehalten hat, dann ist
er nie zu weit gegangen (Seite 13),
dann hat er beim Sex gewartet (Seite 17),
dann ist er im Glauben gefestigt (Seite 18),
dann hat er seinen Eltern nichts verheimlicht (Seite 23),
dann hat er sich in Zweifelsfällen seinen Eltern oder einem im Glauben gefestigten
Erwachsenen anvertraut (Seite 24),
dann hat er sich bei der Partnerwahl verhalten wie beim Kauf von Schuhen, denn
herumquälen will er sich weder mit dem, was er an den Füßen hat noch mit einer falschen
Partnerin (Seite 31),
dann hat er sich nie für ein Mädchen entschieden, das seinen Glauben nicht teilt (Seite
33),
dann hat er auch ohne Geschlechtsverkehr nie etwas Unmoralisches getan (Seite 43),
dann hat er seine sexuellen Gefühle immer beherrscht (Seite 53),
dann hat er nie geraucht (Seite 130),
dann hat er nie ein Doppelleben geführt, weil Gott alles sieht (Seite 138),
dann hat er auch in der Schule stets daran gedacht, dass er Mitglieder für die Zeugen
Jehovas werben muss (Seite 144),
dann hat er trotz seiner Andersartigkeit immer gewusst, dass er in einem Rettungsboot
sitzt, während andere ertrinken (Seite 145),
dann hat er sein Taschengeld nur mit Jobs aufgebessert, die einen regelmäßigen Besuch
der Treffen seiner Glaubensgemeinschaft nicht unmöglich machten (Seite 153),
dann hat er schon als ganz junger Zeuge Jehovas anderen die Bibel erklärt (Seite 169),
dann hat er wiederholt, was seine Eltern sagten (Seite 178),
dann hat er sich in seinem Elternhaus jeder Strafe gebeugt (Seite 187),
dann haben sich eventuelle homosexuelle Neigungen mit der Zeit wieder gegeben (Seite 232),
dann hat er nie eine Mode- oder Bodybuilding-Zeitschrift mit Fotos von knapp Bekleideten
aufgeschlagen (Seite 233),
dann hat er sich zwar selbst befriedigt, aber auch erkannt, dass er sich helfen lassen
musste (Seite 241),
dann hat er jedes brutale oder unmoralische Spiel gemieden, weil sie wie radioaktiver
Müll wirken (Seite 249),
dann hat er nur Musik gehört, bei der nicht nur der Sound, sondern auch der Text stimmt
(Seite 255) -
und dann hat er für alles und jedes verinnerlicht, dass man ihn vergiften will (Seite
255).
Begeisternde Möglichkeiten
Freudlos aber waren Kindheit und Jugend von Jarrod nicht, denn auf Seite 313 werden
"einige begeisternde Möglichkeiten" für schöne Erlebnisse aufgezählt:
"Pionierdienst. Pioniere setzen besonders viel Zeit fürs Predigen ein.
Sie erklären anderen die Bibel und werden durch Übung und Erfahrung immer geschickter
darin. Predigen, wo Hilfe gebraucht wird.
Manche ziehen in eine Gegend, wo noch nicht so viel gepredigt wird.
Andere lernen eine neue Sprache, um den fremdsprachigen Bewohnern in ihrer eigenen Gegend
zu helfen,
oder sie ziehen dann sogar in ein anderes Land. Missionardienst.
Qualifizierte Pioniere, die gesund und belastbar sind, können sich für den Einsatz im
Ausland schulen lassen.
Missionare haben ein spannendes, erfülltes Leben. Betheldienst.
Die Zweigstellen der Zeugen Jehovas werden Bethel genannt.
In manchen Ländern wird dort biblische Literatur hergestellt und versandfertig gemacht.
Internationaler Baueinsatz. Internationale Baumitarbeiter helfen weltweit beim Bau von
Königreichssälen, Kongresssälen und Zweiggebäuden mit.
Schule zur dienstamtlichen Weiterbildung.
Qualifizierte unverheiratete Älteste und Dienstamtsgehilfen werden geschult,
organisatorische Aufgaben wahrzunehmen und Vorträge zu halten. Manchen von ihnen kommen
nach der Schule ins Ausland."
Sollte Jarrod eines Tages die Zeugen Jehovas verlassen und über seine Erfahrungen
berichten, dann müsste das Oberverwaltungsgericht in Berlin erst einmal seinen
"psychischen Hintergrund" überprüfen?
www.readers-edition.de/2008/08/06/thema-ehe-zeugen-jehovas-beschreiten-den-klageweg-xv/
Re: Teil XVII der Verlautbarung von Herrn Tjaden
geschrieben von: . +
Datum: 06. August 2008 12:16
Re: Teil XVIII der Verlautbarung von Herrn Tjaden
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 16. August 2008 14:43
"Bist du noch in der Wahrheit?" ist eine
Standardfrage bei den Zeugen Jehovas und soll bedeuten: "Gehörst du noch zu
uns?" Zur Wahrheit gehören eigentlich alle Tatsachen, doch vor Gericht muss niemand
auf Tatsachen hinweisen, die seiner Sache schaden könnten. In vielen Verfahren wird etwas
verschwiegen - warum sollte das anders sein, wenn die Zeugen Jehovas in Deutschland,
vertreten von dem Anwalt Armin P., mich vor dem Landgericht Hamburg verklagen?
In seiner Klageschrift hat der Anwalt dieser Glaubensgemeinschaft am 3. März 2008
geschrieben:
"Wenn sich der Beklagte darauf beruft, er habe nur aus dem Artikel aus dem Deutschen
Ärzteblatt aus dem Jahre 2002 zitiert, der unwidersprochen im Netz stünde, so ist das
unzutreffend. Der Artikel des Ärzteblattes steht keineswegs unangefochten im Internet.
Auch das Deutsche Ärzteblatt wurde damals anwaltlich abgemahnt. Die Angelegenheit wurde
außergerichtlich durch die Veröffentlichung einer Gegendarstellung geregelt, die
gleichfalls im Internet recherchierbar ist."
Was ist da aber wirklich geschehen, denn eine Gegendarstellung im presserechtlichen Sinne
gibt es nicht? Dazu teilt die Chefredaktion des Ärzteblattes am 29. Juli 2008 mit, dass
"die Angelegenheit" mit der Veröffentlichung einer Stellungnahme von Herrn
Werner R. www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=31228
vom Präsidium der Zeugen Jehovas im
Deutschen Ärzteblatt, Heft 15 vom 12. April 2002, beigelegt" worden sei.
Dabei sei es in einem Satz auch um die von mir veröffentlichten Zitate gegangen.
Keine Verzichtserklärung
Weiter schreibt der Chefredakteur:
"Außerdem war die Unterlassung folgender Aussagen verlangt worden:
´Kinder, die
nach einer Transfusion in die Familie zurückkehren, laufen darüber
hinaus Gefahr, von den eigenen Eltern als verlorene Seelen abgelehnt zu werden.´
Auch auf diesen Satz nimmt die veröffentlichte Stellungnahme Bezug, so dass sich die
Abgabe einer Verpflichtungserklärung erübrigte."
Die von den Zeugen Jehovas angegriffenen Zitate sind also im Netz geblieben, hinzugefügt
wurde dem Artikel vom 18. Januar 2002
www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikeldruck.asp?id=30076
lediglich ein Link, der unter "Briefe der Leser" zu der Stellungnahme von Werner
R. führt.
Meine Auffassung dazu hat meine Anwältin jetzt in einem Schriftsatz an das Hamburger
Landgericht so festgehalten:
"Der Beklagte ist der Meinung, dass die Klägerin von ihm nicht ein Unterlassen
verlangen kann, auf das sie an anderer Stelle, nämlich dort, wo die Erstveröffentlichung
stattgefunden hat, schon verzichtet hat
Den eigentlichen Unterlassungsanspruch hat
sie jedoch durch ihre Vereinbarung mit dem Deutschen Ärzteverlag verwirkt."
Mitglieder als Zeugen
Für den Fall, dass es dennoch zu einem Prozess kommt, sind von uns inzwischen weitere
Zeugen benannt worden. Einige sind Mitglieder dieser Glaubensgemeinschaft und müssten
über die Klägerin geladen werden
Zur Sprache käme dann auch die Geschichte einer Trennung, die von einer Versammlung der
Zeugen Jehovas mit konstruierten Vorwürfen durchgesetzt worden ist.
Zum Thema Ehe und Zeugen Jehovas passt zudem ein Beschluss des Amtsgerichtes Groß-Gerau.
Einer Mutter, die seit zehn Jahren zu dieser Glaubensgemeinschaft gehört, ist es verboten
worden, ihre Kinder im Sinne der Zeugen Jehovas religiös zu erziehen, sie darf die Kinder
auch nicht zu den Versammlungen und Bibelstunden mitnehmen.
Das Verfahren angestrengt hat der Vater, der mit seiner Frau und seinen Kindern unter
einem Dach lebt, und negative Auswirkungen befürchtet.
Dieser Beschluss stammt vom 28. Juli 2008 (Az. 71 F 375/08 SO)
www.kids-lev.de/presse/beschluss des AGs dross-Gerau betr. ZJ.doc
www.kids-lev.de/presse/schriftsatz15.08.pdf
Re: Teil XIX der Verlautbarung von Herrn Tjaden
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 18. August 2008 14:18
"In Paraguay sei der Alltag wesentlich
entspannter als in Deutschland, erzählen sie. Die Menschen seien genügsamer. Dort werde
man nicht so sehr an Status-Symbolen wie die Größe des Autos gemessen. Und in Fragen des
religiösen Glaubens seien die Paraguayer offener und toleranter. Sogar mit dem
katholischen Priester in ihrem Ort würden sie einen freundschaftlichen Austausch pflegen,
sagen die Zeugen Jehovas."
So berichtet heute eine Zeitung
über ein Ehepaar, das vor knapp zwei Jahren nach Südamerika ausgewandert ist.
Sollte stimmen, was dieses Ehepaar erzählt, dann müssen in Paraguay andere religiöse
Verhältnisse herrschen als beispielsweise in Deutschland, dann müssen sich dort die
Zeugen Jehovas anders verhalten als hier zu Lande. Denn bei uns kennt man sie nicht als
Glaubensgemeinschaft, die mit den Geistlichen anderer Kirchen einen
"freundschaftlichen Austausch" pflegt.
Wieder eine "besondere Aktion"
Nicht nur in Deutschland starten die Zeugen Jehovas vom 20. Oktober bis 16. November
wieder eine "besondere Aktion"("Königsreichsdienst", September 2008).
Verteilt werden soll ein Traktat mit dem Titel "Hätten Sie gern eine Antwort?"
Dazu heißt es:
"Wir hoffen, dass durch diese weltweite Aktion vermehrtes Interesse an der einzigen
Quelle der Wahrheit geweckt wird."
Freundlich gegenüber anderen Auffassungen klingt das nicht.
Beantwortet werden in diesem Traktat dem internen Mitteilungsblatt
"Königsreichsdienst" zufolge folgende Fragen:
"Liegt Gott etwas an uns?"
"Werden die Kriege und all das Leid irgendwann einmal aufhören?"
"Was geschieht beim Tod?"
"Werden Tote irgendwann wieder leben?"
"Wie betet man richtig?"
"Was macht wirklich glücklich?"
Der nächste Satz lautet:
"Die Kirchen der Christenheit haben darauf nie befriedigende Antworten gegeben."
Und in Paraguay herrscht darüber Einigkeit zwischen dem Ehepaar aus der
"Ostthüringer Zeitung" und einem katholischen Priester oder gehören solche
Sätze dort nicht zum "freundschaftlichen Austausch"?
Besseres Product placement
Zweifellos verstehen sich die Zeugen Jehovas immer besser auf Product placement und die
Zahl der Redakteure steigt, die in ihren Artikel Werbung für diese Glaubensgemeinschaft
verstecken, während die jungen Zeugen Jehovas gerade im "Wachtturm" vom 1.
September 2008 mit folgenden verführerischen Situationen konfrontiert werden:
"1. Jemand will dich unbedingt dazu bringen zu rauchen.
2. Du wirst zu einer Party eingeladen, bei der man problemlos an Alkohol und
möglicherweise auch an Drogen herankommt.
3. Jemand fragt dich: ´Wieso hast du denn noch kein Internetprofil?´
4. Ein Freund will mit dir einen Film ansehen, in dem es um Gewalt oder Unmoral geht.
5. Ein Lehrer meint es gut mir dir und legt dir dringend ans Herz, zur Uni zu gehen."
Darauf muss man erst einmal kommen: Rauchen, Alkohol- und Drogenkonsum werden in einem
Atemzug genannt mit Internetauftritten und höherer Bildung.
Nimmt man noch diese Anmerkung hinzu:
"Was würdest du in so einer Situation tun? Machst du das einfach - oder denkst du
auch an die Folgen? Wenn du klug bist, beachtest du, was in Sprüche 6:27,28 steht: ´Kann
man etwa Feuer in der Manteltasche tragen, ohne den Mantel in Brand zu setzen? Kann man
etwa barfuss über glühende Kohlen gehen, ohne sich die Füße zu verbrennen?" -
dann ist klar: Manifestiert werden soll in den Köpfen junger Zeugen Jehovas, dass
überall Gefahren lauern, vor denen nur die Wachtturmgesellschaft schützt.
Noch nicht heiraten
1941 wäre übrigens auch noch die Ehe in diesen Katalog aufgenommen worden. In jenem Jahr
haben die Kinder dieser Glaubensgemeinschaft ein Buch bekommen. Darin ging es um zwei
junge Leute, die miteinander verlobt waren. Auf den Seiten 365 und 366 hieß es:
"Es ist unsere Hoffnung, dass in wenigen Jahren unser Ehebund vollzogen werden kann
und wir durch des Herrn Gnade herzige Kinder haben dürfen, die dem Herrn zur Ehre
gereichen werden. Wir können unsere Heirat gut hinausschieben, bis der dauernde Friede
auf der Erde Einzug hält. Jetzt dürfen wir unserer Bürde nichts hinzufügen, sondern
müssen frei und für den Dienst des Herrn gewappnet sein. Wenn die Theokratie in voller
Wirksamkeit ist, wird es keine Last mehr sein, eine Familie zu haben."
Inzwischen wären diese beiden jungen Leute von damals weit über 80 Jahre alt - da
heiraten nur noch wenige
www.readers-edition.de/2008/08/18/zeugen-jehovas-1941-gegen-die-ehe-und-2008-fuer-toleranz/
Re: Teil XX der Verlautbarung von Herrn Tjaden
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 21. August 2008 02:26
"In Einheit beieinander wohnen" lautet das
Motto der Frauen und Männer, die im Taunus für einen Appel und ein Ei Dienst tun für
die Wachtturmgesellschaft und somit für die Zeugen Jehovas.
"In Einheit beieinander wohnen" lautet auch der Titel einer 32-seitigen
Broschüre, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei Dienstbeginn in die Hand
gedrückt wird und nach Beendigung des Dienstes wieder zurück gegeben werden muss.
In dieser Schrift werden Verhaltensregeln aufgestellt, die in der Anweisung gipfeln, dass
bei nicht verwandtschaftlichen Besuchen des jeweils anderen Geschlechts die Zimmertür
weit offen zu stehen hat. Außerdem wird in der Fassung aus dem Jahre 1990 festgelegt:
"Die normale Arbeitszeit beträgt acht Stunden am Tag und samstags vier
Stunden."
Geschehen darf keinesfalls: "Es ist unweise, den heiligen Dienst im Bethel (= Haus
Gottes) mit irgendeiner weltlichen Arbeit zu vergleichen."
Wahrscheinlich folgerichtig gilt:
"Wenn du ein gesundheitliches Problem hattest, bevor du ins Bethel kamst, und
vielleicht eine Operation oder eine längere Behandlung notwendig ist, dann ist die
Gesellschaft nicht verpflichtet, sich dieses Problems anzunehmen."
Obwohl die Zeugen Jehovas den Vergleich von Bethel-Arbeit mit weltlicher Arbeit
"unweise" finden, hat der Bürgermeister des Ortes, in dem sich Verlag und
Druckerei dieser Glaubensgemeinschaft befinden, bereits vor vielen Jahren den Verdacht
gehegt, dass es sich bei der deutschen Zentrale der Zeugen Jehovas um einen Gewerbebetrieb
handelt. Seither werden "Wachtturm" und "Erwachet!" kostenlos
verteilt.
Internes wird öffentlich
Da auch führende Mitglieder dieser Glaubensgemeinschaft wissen, dass bei Ausschlüssen
nicht immer lange gefackelt wird, kopieren sie für den Fall der Fälle interne Schriften,
Briefe und Anweisungen, die später an die Öffentlichkeit gelangen.
Wie solch ein Ausschlussverfahren laufen kann, zeigt ein Beispiel aus einer Versammlung (=
Kirchengemeinde) eines Ortes am Rhein. Erzählt wird sie von einem ehemaligen Ältesten
der Zeugen Jehovas, der dazu im Verfahren Jehovas Zeugen in Deutschland gegen Heinz-Peter
Tjaden auch vor dem Landgericht Hamburg aussagen würde.
Er sagt erst einmal:
"Dies ist das allgemeine Vorgehen der Klägerin, um Ehen mit Partnern, die vom
Glauben abgefallen sind, zu trennen."
Die Geschichte: In besagter Versammlung heiraten auch eine 19-Jährige und ein
21-Jähriger sehr schnell, weil bei den Zeugen Jehovas Sex vor der Ehe tabu ist. Nach
sechs Monaten wird die Partnerschaft auf die Probe gestellt, weil die Frau als
Berufstätige nicht einsieht, warum sie sich ihrem Mann unterordnen soll. Mit der Ehekrise
beschäftigt sich die Versammlungsleitung, beschlossen wird:
"Wir werfen der Frau Hurerei vor. Dann wird die Ehe geschieden."
Im Jahre 2001 kommt es zur Bildung eines Rechtskomitees, zwei Ehepaare behaupten, sie
hätten die Frau bei einem Seitensprung beobachtet, das bestreitet das angebliche
Liebespaar zwar ganz energisch, dennoch wird die Frau ausgeschlossen, später kommt es zur
Scheidung der Ehe.
Keine Rachegelüste
Da der Anwalt der Zeugen Jehovas vor dem Hamburger Landgericht bereits zu verstehen
gegeben hat, dass für seine Glaubensgemeinschaft ehemalige Mitglieder nicht glaubwürdig
erscheinen und deshalb als Zeugen vor Gericht ausscheiden, wurde der zuständige Richter
schriftlich darauf hingewiesen, dass sich dieser ehemalige Älteste der Zeugen Jehovas als
ehrenamtlicher Sektenbeauftragter beworben hat.
Nach dieser Bewerbung wurde bei einer Prüfung festgestellt, dass dieser Ex-Zeuge Jehova
keine Rachegelüste hegt. Für diese Prüfung zuständig waren eine evangelische und eine
katholische Beratungsstelle.
Die Beteiligten bei der Rechtskomitee-Entscheidung sind als Zeugen namentlich benannt
worden, zu laden wären sie über die Klägerin, also über Jehovas Zeugen in
Deutschland
www.readers-edition.de/2008/08/20/thema-ehe-zeugen-jehovas-beschreiten-klageweg-xvii/
Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte (Teil II)
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 03. August 2008 14:16
Teil I
siehe:
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,10593,10593#msg-10593
Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte!
geschrieben von: X ~ mysnip
Datum: 23. Juli 2008 23:15
Erwachet!
8.Dezember 1991 S.20-23 ,,DieRe: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte!
geschrieben von: Gerd B.
Datum: 24. Juli 2008 07:31
Guten Morgen X !
Es ist von dir hervorragend dokumentiert, wie man eine Sekte erkennen und definieren kann.
Ein Kennzeichen dabei: es wird die Wahrheit gebogen und viel gelogen.
Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! Warum die Anerkennung?
geschrieben von: X ~ mysnip
Datum: 25. Juli 2008 00:06
Guten Abend Gerd!
Ich hatte dir in einer PM geschrieben das ich die Beiträge von E.F. schätze da sie, wie
auch hier bestätigt, viele ansprechen.
Jeder hat seine besonderen Stärken. Die WT- Lehren anhand der Bibel zu beleuchten ist in
den Foren unverzichtbar. Deswegen nochmals herzlichen Dank für deine Mühe die
Ausarbeitungen weiterzuleiten und an E.F. für die Analyse.
Zum Ausgangsthema.
Erwachet! 8.Dez 1991 Die Bill of
Rights S.22
,,Einige seiner Gedanken über die
Nichteinmischung des Staates in die Religion hielt Madison in einer Schrift, betitelt
,,Eine Erinnerung und Anklage", fest. Geschickt argumentierte er, daß eine wahre Religion nicht auf die Unterstützung des Gesetzes
angewiesen ist, daß niemandem Steuern zur Unterstützung irgendeiner Kirche
auferlegt werden sollte und daß eine von der Regierung gegründete Religionsgemeinschaft
zwangsläufig die Verfolgung Andersdenkender nach sich zieht. Madison gab außerdem zu
bedenken, daß eine solche Einrichtung die christliche Evangelisation hemmen würde.
Jefferson war der gleichen Ansicht und sagte, die staatliche
Unterstützung schwäche die christliche Religion: ,,Das Christentum gedieh drei
Jahrhunderte lang ohne staatskirchliche Stellung. Sobald es unter Kaiser Konstantin zur
Staatskirche wurde, schwand seine Reinheit" (Under God von Garry Wills).
,,eine wahre
Religion nicht auf die Unterstützung des Gesetzes angewiesen" ???
,,staatliche Unterstützung
schwäche die christliche Religion" ???
Warum dann die Anerkennung?
www.jehovas-zeugen.org/akt/pmg/bmt/presse/urk-ueberr.htm
http://www.agpf.de/Zeugen-Jehovas.htm
http://www.religio.de/dialog/397/397s8.html
Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! Warum die Anerkennung?
geschrieben von: Gerd B.
Datum: 25. Juli 2008 04:07
Lieber X !
Leider konnte ich deine PM nicht bekommen, da ich im besagten Forum gesperrt bin. Ich kann
zwar die Inhalte der Postings lesen, aber ins Profil etc. darf ich nicht vordringen. Dort
kannst du jedoch meine E-mailadresse sehen, also so wäre dann ein Kontakt möglich.
Mit EF habe ich schon telefonisch vereinbart wie und wo wir künftig seine Beiträge
platzieren könnten.
Welchen Vorteil sich die WTG in Österreich durch die staatliche Anerkennung erhofft, ist
nicht ganz klar. Vielleicht wollen sie damit nur das Sektenimage loswerden?
Einen schönen Morgen wünsche ich dir und deiner Frau und allen Mitlesern!
Gerd
Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! / "Bill of Rights"
geschrieben von: X ~ mysnip
Datum: 25. Juli 2008 23:59
Erwachet!
8.Dez. 1991 S.22Ich bin ein Streiter für
unsere Grundrechte, dem es darum geht, die persönliche Freiheit zu schützen und das
verfassungsmäßig garantierte Recht auf Glaubens- und Religionsfreiheit zu verteidigen.
Ich trete uneingeschränkt für das Recht der Leute ein, zu glauben, woran immer sie
wollen, egal wie abwegig oder unorthodox ihre Vorstellungen sein mögen. Wenn jemand
glauben will, daß Mun der Messias ist, so ist das sein Recht. Aber - und dies ist ein
ganz wesentlicher Punkt - die Menschen sollten vor Einflüssen geschützt werden, mit
denen man sie zwingt zu glauben, daß Mun der Messias ist."
[vgl.: Religionsfreiheit / Manipulation http://forum.mysnip.de/read.php?27094,3906,3915#msg-3915]
Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! / "Bill of Rights"
geschrieben von: Gerd B.
Datum: 26. Juli 2008 07:42
Danke X,
habe deinen Beitrag an entsprechende Stellen weiter geleitet 
Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! / "Bill of Rights"
geschrieben von: Gerd B.
Datum: 26. Juli 2008 10:21
Reaktion per Mail:
Zitat:
Pressesprecher antwortet
Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! / "Der Luzifer-Effekt"
geschrieben von: X ~ mysnip
Datum: 29. Juli 2008 22:25
Pilip Zimbardo Der Luzifer - Effekt S.414-419
Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! / "unverfälschte Wahrheit"
geschrieben von: X ~ mysnip
Datum: 31. Juli 2008 17:16
WTG- Broschüre (1995) Jehovas Zeugen - Menschen aus der Nachbarschaft - Wer sind sie? S.3
Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! / "Damit gute Menschen Böses tun bedarf es der Religion"
geschrieben von: X ~ mysnip
Datum: 31. Juli 2008 23:22
Der Wachtturm
1. Dezember 2007 S.3Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! / "... in einem Land der Uniformität"
geschrieben von: X ~ mysnip
Datum: 02. August 2008 19:44
Erwachet!
[roter Text] 8. Oktober 1995 S.10-14 Sieg für eine Minderheit in einem Land der Uniformität - Von unserem Korrespondenten in JapanRe: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! / WT: "Wir fragen die Millionen Nichtzeugen ..."
geschrieben von: X ~ mysnip
Datum: 07. August 2008 00:16
WTG- Broschüre (1995): Jehovas Zeugen - Menschen aus der Nachbarschaft - Wer sind sie? [roter Text] S.13
Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! / "Manche Sekten haben inzwischen beträchtlichen politischen Einfluß"
geschrieben von: X ~ mysnip
Datum: 11. August 2008 21:05
Steven Hassan Ausbruch aus dem Bann der Sekten S.302,303 Kapitel 11 Der nächste Schritt
Fernsehtipp / ...stieg doch die Zahl der Bluttransfusionen in den letzten zehn Jahren um gut 50 Prozent.
geschrieben von: Frau von x
Datum: 01. August 2008 12:02
Heute 20.15 Uhr auf arte
Fernsehtipp
geschrieben von: Frau von x
Datum: 10. August 2008 13:37
Heute 17:30 Uhr auf Das Erste
Re: Fernsehtipp
geschrieben von: Frau von x
Datum: 20. August 2008 11:33
Heute 23.30 Uhr auf Das Erste