Annotationen zu den Zeugen Jehovas
"Sie predigen Wasser und trinken Wein"
Die Überlebenskünstler unter den Hauptamtlichen

Es ist offenbar bei den Zeugen Jehovas ein Tabubereich. Das finanzielle Gebaren ihrer Hauptamtlichen. Böse Zungen sagen, das einige von ihnen wie die buchstäbliche "Made im fetten Speck" leben. "Fette Autos" ihr eigen nennen und auch sonst kaum am "Hungertuch" nagen. Und dies alles, obwohl sie theoretisch nur "Taschengeldempfänger" sind, die noch nicht einmal eine Steuerklärung abgeben (bzw. müssen). Jeder "kleine Friseur", wird von diesem Staat ob seiner eingenommenen "Trinkgelder" steuerlich belangt. Der Fiskus geht so weit, gewisse Summen diesbezüglich als erhalten vorauszusetzen. Über die geldwerten Vorteile der Zeugen Jehovas-Hauptamtlichen spricht in diesem Staat offenbar keiner! Gegenteilige authentische Meldungen diesbezüglich, sind jedenfalls nicht publik.
Kaiser / Rausch etwa notieren in ihrem Buch "Die Zeugen Jehovas. Ein Sektenreport" die nachfolgende Aussage einer Interviewpartnerin (S. 68):
"Mein Mann hat einmal gesehen, daß ein Zeuge aus dem Bethel, also jemand, der selbst kein Geld verdient, zu einem Vortrag mit einem Mercedes kam. Er hat ihn gefragt, ob das sein eigenes Hab und Gut ist. Es war aber weder von etwas Erspartem oder Ererbtem, sondern von der Organisation finanziert.
Mein Mann hat dann herausgefunden, daß nicht nur einer, sondern einige aus dem Bethel teure, repräsentative Wagen fahren. Er hat sich erlaubt, ins Bethel zu fahren und mit den Leuten zu reden, ob sie glauben, daß das ein gutes Image für einen Zeugen Jehovas darstellt. Bei den anderen Religionen regt man sich darüber auf, daß sie zuviel Reichtümer haben. Man hat ihm dann gesagt, daß er ein Zweifler an der Organisation sei, und was er sich einbilde, die Organisation zu kritisieren. Es ist eine Glaubensfrage daraus gemacht worden. Mein Mann hat das damals letztendlich doch akzeptiert, obwohl er lange damit gekämpft hat."
Es ist ein internationaler Konzern, diese Wachtturmgesellschaft der Zeugen Jehovas. In Indien entläßt er eiskalt vormalige Hauptamtliche, weil die Geldströme aufgrund staatlicher Restriktionen nicht mehr so fließen. In Frankreich werden materielle Werte (Druckrereiausrüstungen) außer Landes geschafft, und die dort drohenden horrenden steuerlichen Belastungen, einzig und allein den französischen Zeugen übergebürdet. Die internationale Zeugen-Organisation kommt nicht mit einem Franc dafür auf. In steuerlichen Oasenländern wie z. B. Hawaii, werden gewaltige Investitionen getätigt. Dies alles ist nur möglich, weil die Konzernspitze in Broolyn (USA) die unumschränkte Verfügungsgewalt hat, und wo immer möglich, ungünstige natiionale Steuergesetzgebungen nach allen Regeln der Kunst, austrickst.
Ein Schlaglicht wirft
auch die Angabe des seinzertigen WTG Rechtsberaters Covington, dass dieser kurz vor seinem
Tode gab, bezüglich seiner Reisetätigkeit:
"Wir fuhren 1. Klasse; Bruder Rutherford sagte einmal zu mir: "Ich
möchte, daß ihr immer, wenn ihr verreist, die 1. Klasse nehmt." Und das tat ich,
Bruder Heath (Sekretär Rutherfords) tat es, Nathan Knorr tat es und Freddy Franz
auch, unsere ganze Gruppe tat es.
Schwester. Murray: Naja, ihr brauchtet eure Ruhe, und es war komfortabler. Covington: Es ging nicht um Komfort, aber wir hatten das Recht dazu: ein Arbeiter ist seines Lohnes wert."
Diese Tendenz setzte sich auch zu Knorrs Zeiten ungebrochen fort. Ein auch in Deutschland bekannt gewordenes Beispiel dafür, die Loggie von Knorr anläßlich des Nürnberger Kongresses 1955, in einem First Class Hotel.
Dazu kann man auch vergleichen: http://www.manfred-gebhard.de/Frondienst.htm
So kann man natürlich als vorgeblicher Taschengeldempfänger, das eigene Dasein auch erträglich gestalten.
Beleg der Zweiklassenpolitik der
WTG ist auch die Aussage bei Twisselmann ("Der Wachtturm Konzern")
(WTG-Präsident) Knorr war auch sonst einen standesgemäßen Lebensstil gewohnt. Zu
seinem Penthouse - der Dachterrassenwohnung über dem Hauptquartier - führte ein nur von
ihm selbst benutzter Fahrstuhl, und der allein dem Präsidenten zur Verfügung stehende
Straßenkreuzer war mit einer gekühlten Bar griffbereit vom Rücksitz her -
ausgestattet.
Kein Vergleich zu den Armen unter den Zeugen Jehovas. Vor allem zu den Pionieren, die oft
triefend vor Nässe und zitternd vor Kälte an den Herbst- oder Winterabenden nach
vollbrachtem
Dienst mit ihren klapprigen Fahrrädern in ihre meist armseligen und kalten Behausungen
zurückkehren. Auch hierin also ein abgrundtiefer Kontrast zwischen Theorie und Praxis,
zwischen Anspruch und Wirklichkeit!" (S. 227f.)
Dennoch das Thema wird wohl weiterhin kontrovers bleiben. Von dieser
Widersprüchlichkeit kann man sich auch nachfolgend ein Bild machen.
In seinem 1985 erschienenen Buch "Die
Falschspieler Gottes" kam Rolf Nobel auch auf das Finanzgebaren der Zeugen
Jehovas-Funktionäre mit zu sprechen. Er schrieb damals (S. 115, 116):
Zeugen Jehovas, die fast ihr ganzes Leben lang in der Wachtturm-Zentrale arbeiten, sind natürlich vom Wohlwollen der Aufseher vollkommen abhängig. Wenn sie irgendwo anecken und das Bethel verlassen müssen, stehen sie ohne einen Pfennig da. Das passierte einem Bäckermeister des Bethel. Vier Tage nach einem Verstoß gegen die Glaubens- oder Moralvorstellungen der Zeugen Jehovas wurde er vor die Tür gesetzt. Er kam aus der DDR, wo er wegen seiner Mitgliedschaft bei Jehovas Zeugen im Gefängnis saß. Der Bäcker war ein Bär von einem Mann. Nach dem Ausschluß aus der Gemeinschaft und dem »Haus Gottes« saß er wie ein Häufchen Elend weinend auf seinen Koffern im Hof des Bethel, ohne einen Pfennig in der Tasche und ohne einen Freund oder Verwandten »aus der Welt«, der ihm hätte helfen können.
Für ihre fleißigen Bethel-Diener zahlt die Wachtturm-Gesellschaft keinen Pfennig zur Rentenversicherung. Krankenkassenbeiträge in Höhe von 50 Mark zum »Nonnen- und Mönchstarif« bei der DAK werden entrichtet. Von ihren 79 Mark Taschengeld können sich selbst die sparsamsten Mitarbeiter nichts für den Fall eines Gemeinschaftsentzugs zurücklegen. Natürlich käme auch niemand auf die Idee. Dazu erhalten sie 600 Mark Kleidergeld im Jahr. Damit kann man keine großen Sprünge machen. Schon gar nicht große Autos fahren.
Trotzdem kutschieren einige der Bethel-Diener in
stattlichen Limousinen durch die Gegend. Des Rätsels Lösung: »Spenden von wohlhabenden
Brüdern«. Tatsächlich kommen aber nur ranghöhere Brüder in den Genuß derartiger
»Spenden«.
Auch ansonsten wissen sich Brüder aus der Führung durchaus geschickt
durchs Leben zu mogeln, mit ganzen 79 Mark im Monat.
Einer dieser Lebenskünstler ist Bruder Einschütz, ehemaliger Bethel-Leiter. In dieser Position war es ihm eine besondere Freude, die Leistungen der Putzfrauen zu kontrollieren. Mit einem weißen Handschuh an den Händen wischte er über die geputzten Tische und Schränke. Und wehe, wenn die Fingerspitze des Handschuhs anschließend schmutzig war. Dann erlebten die Putzfrauen ein Donnerwetter.
Dieser Bruder ließ sich gern zu Vortragsreisen einladen. »Bruder Einschütz ist wieder auf Butterfahrt«, hieß es dann während seiner Abwesenheit im Bethel. Im Rahmen seiner Vorträge appellierte er in den Versammlungen an die Spendenbereitschaft für die fleißigen Bethel-Diener. Kam er anschließend zurück, so berichtet ein ehemaliger Glaubensbruder, »quälte er seinen Wagen vollbeladen auf hängender Achse den Hügel zum Bethel hoch«. Einmal half ihm dieser Bruder auch beim Ausladen. Aber er traute seinen Augen kaum: Aus dem Kofferraum kamen ein Faß Most, mehrere Wurstpakete, weitere Lebensmittel und ein paar Kleidungsstücke zum Vorschein. Und im Bethel-Zimmer von Bruder Einschütz sah es aus wie im Warenlager eines Kaufhauses. Es war alles da, was das Herz begehrt: Konserven, Süßigkeiten, Dauerwurst, Wein, Spirituosen, ein großer Schinken Käse
Dennoch seien auch die Schattenseiten skizziert.
Unbeschadet der Cleverness einzelner bleibt der Umstand bestehen, dass die Rahmenbedingungen der Hauptamtlichen geradezu erschreckend sind. Ohne tatsächliche Individualspenden (die in der Praxis allerdings ziemlich häufig zu registrieren sind), hat derjenige der sich nicht eine gewiefte Schnorrermentalität aneignet, ziemlich düstere Überlebenschancen in diesem System. Am Beispiel der sogenannten Sonderpioniere hat Klaus-Dieter Pape in seinem Die Angstmacher" (S. 239f.) das einmal näher illustriert. Einige Auszüge daraus:
Die WTG betont immer wieder, daß in Deutschland zwischen den ca. 2.000 sog. 'Vollzeitdienern' und der WTG in Selters kein arbeitsrechtliches Verhältnis besteht. In einer Bescheinigung für einen Sonderpionier vom Dezember 1983 erklärte die WTG: 'Alle Mitarbeit in unserem gottesdienstlichen Werk geschieht freiwillig und ehrenamtlich, ohne Begründung eines arbeitsrechtlichen Dienstverhältnisses.'"
Dem steht schon der Umstand entgegen, dass die Lohnsteuerkarte seitens der WTG einbehalten wird; es so ihren Sonderpionieren schon mal verunmöglicht wird, etwa einen Zusatzverdienst auf regulärer Arbeitsrechtsbasis zu erhalten. Als Beispiel zitiert Pape den Fall eines WTG-Hauptamtlichen, der davon träumte, über den Lohnsteuerausgleich seines früheren weltlichen Arbeitsverhältnisses, noch eine Rückerstattung zu bekommen. Er wurde von der WTG eines anderen belehrt:
Lieber Bruder...
Wir beziehen uns auf deine Kurzmitteilung, mit der Du um Zusendung der Lohnsteuerkarte für 1984 bittest. Vermutlich möchtest Du die Lohnsteuerkarte haben, um den Lohnsteuerjahresausgleich zu beantragen. Sollte es sich so verhalten, bitten wir Dich, davon Abstand zu nehmen...
Die ehrenamtlichen Mitarbeiter sind zu keinerlei Leistung gegenüber der Wachtturm-Gesellschaft verpflichtet... Diese Tätigkeit beruht nicht auf einem Vertrag oder einem arbeitsrechtlichem Dienstverhältnis.
Dieses Verständnis unserer Mitarbeit wird nicht von allen Finanzämtern geteilt. Um Auseinandersetzungen wegen dieser Frage zu vermeiden, erwarten wir von Mitarbeitern, die vor Beginn ihres Vollzeitdienstes einer weltlichen Beschäftigung nachgegangen sind, die Zeit ihres geleisteten Vollzeitdienstes als Jehova geleistet zu betrachten und sich für die Zeit des Vollzeitdienstes nicht um einen lohnsteuerlichen Jahresausgleich zu bemühen.
Aus diesem Grund bitten wir auch Dich, keinen Lohnsteuerjahresausgleich zu beantragen. Falls Du Um schon beantragt hast, bitten wir Dich, ihn formlos, ohne Angabe von Gründen, zurückzuziehen. Die Zusendung der Lohnsteuerkarte erübrigt sich dadurch..."
De facto besteht ein Arbeitsrechtliches Verhältnis mit der WTG für diesen Personenkreis sehr wohl. Die WTG will es aus dem Grunde nicht gelten lassen; dieweil sich in der Konsequenz die Frage der Sozial- und Rentenrechtlichen Absicherung stellt. Als Beispiel für das de facto Arbeitsverhältnis wird auf den von der WTG klar definierten Anforderungskatalog an ihre Sonderpioniere verwiesen.
"'Sonderpioniere in der Bundesrepublik und in West-Berlin erhalten, um ihre Auslagen zu decken, eine monatliche Zuwendung von derzeit 366- DM, wenn sie ihr Stundenziel erreicht haben'" (140 Stunden; Stand von 1984).
Selbst die Frage des Urlaubs ist dabei detailliert geregelt:
"Von Sonderpionieren, die ihre zwei Wochen Urlaub innerhalb eines Monats nehmen, wird erwartet, daß sie mindestens die Hälfte der regulär geforderten Predigtdienststunden berichten. Kommt jemand für zusätzliche Urlaubstage in Betracht (wenn man schon länger Sonderpionier ist, d. Verf.), so darf er, wenn er diese Tage in Verbindung mit dem zweiwöchigen Urlaub oder zu einer anderen Zeit in Anspruch nimmt, für jeden Urlaubstag von seinem zu berichtenden Predigtdienst in dem betreffenden Monat fünf Stunden abziehen und wird doch seine Zuwendung erhalten.'
Diese Zahlungskonditionen werden ebenfalls angewendet, wenn ein Sonderpionier wegen des Besuches eines Bezirkskongresses der ZJ nicht die nötigen 140 Stunden predigen kann: 'Für jeden Tag auf einem Bezirks- oder internationalen Kongreß würden fünf Stunden abgerechnet. Wenn also jemand einen viertägigen Bezirkskongreß besucht, würde er nur 120 Stunden zu berichten brauchen, um seine Zuwendung für den Monat zu erhalten."
Ausfall, etwa durch Krankheit ist nicht eingeplant".
Wird er krank und kann dadurch seine Stundenzahl nicht erreichen, kann er einen Teil oder den ganzen Betrag von der WTG beantragen. Er muß dazu einen Bericht über die Schwere der Krankheit abgeben, und die WTG in Selters entscheidet, ob und wieviel er von der Zuwendung erhält."
Also der Einzelne ist der diesbezüglichen Launenhaftigkeit seines de facto Arbeitgebers in solchen Fallen ausgeliefert. Charakteristisch dazu auch das
"Rundschreiben für alle Vollzeitdiener über Stellung, Krankenversicherung und Verhalten bei Unfällen vom l. Mai 1983"
Darin schreibt die WTG u. a. an die "lieben Brüder":
"Dieses Rundschreiben wurde zusammengestellt, um jedem Vollzeitdiener im Bethel, im Sonderpionierdienst und im reisenden Dienst eine umfassende Information über die ehrenamtliche Stellung aller Vollzeitdiener und die Möglichkeiten einer Krankenversicherung sowie über das richtige Verhalten bei Unfällen im Hinblick auf Versicherungsfragen zu geben. Es ist zu Eurer persönlichen Information bestimmt und nicht an andere Personen zur Einsichtnahme weiterzugeben."
Der Grund für diese Vorsicht wird schon deutlich wenn es gleich Warum die Vorsicht zu Beginn an die Adresse der "Vollzeitdiener" heisst:
"Aufgrund seiner ehrenamtlichen Tätigkeit besteht für ihn im Vollzeitdienst keine Versichenmgspflicht in der Kranken- und Sozialversicherung, es gibt für ihn aber auch keinen Versicherungsschutz im Fall von Krankheiten, Unfällen usw."
Und weiter:
"20. Wichtig ist, daß zwischen Unfällen während, der Dienstzeit und. solchen außerhalb der Dienstzeit unterschieden wird, weil sich die Krankenversicherung nicht auf Unfälle während der Dienstzeit erstreckt....
21. Da bei Vollzeitdienern für Unfälle während ihrer Dienstzeit keine Krankenversicherung besteht, muß der Vollzeitdiener bei einem solchen Fall selbst für alle durch die notwendige medizinische Versorgung entstehenden Kosten aufkommen. Lediglich wenn ein Außenstehender ganz oder teilweise für den Unfall haftbar gemacht werden kann, könnten die Kosten entsprechend mit ihm abgerechnet werden... wenn es sich um einen Unfall außerhalb der Dienstzeit handelt, übernimmt die DAK in der Regel die Kosten der ärztlichen Versorgung...
25. Anders liegt der Fall, wenn sich aus dem Fragebogen (der DAK, d. Verf.) ergibt, daß sich der Unfall während der Zeit ereignete, in der Ihr in Eurem Dienst tätig wart. Auch dabei wird von der DAK geprüft, ob irgendeine Haftpflicht eines anderen besteht, doch die übrigen Kosten werden nicht von der DAK übernommen, sondern uns zur Zahlung aufgegeben, und ihr müßt sie uns dann erstatten, weil sich die Krankenversicherung der DAK nicht auf Unfälle während der Dienstzeit erstreckt. In einem solchen Fall bitten wir Euch, uns entsprechende Vorschläge zur Rückzahlung der berechneten Kosten zu unterbreiten."
Diese Sachverhalte wurde auch in einschlägigen Diskussionsforen angesprochen. Nachstehend einige der diesbezüglichen Diskussionsbeiträge:
Von Drahbeck am Donnerstag, den 3. Mai, 2001 - 11:00:
Das Zauberwort für die WTG-Hauptamtlichen heißt offenbar "Geschenke". Selbstredend so gestaltet, dass sie gegenüber dem Finanzamt nicht gemeldet werden. Jeder kleiner Kellner, der es verabsäumt seine Trinkgelder nicht minutiös nachzuweisen, muss damit rechnen bei Tiefenprüfungen vom Finanzamt der Steuerhinterziehung bezichtigt zu werden, mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen.
Die WTG-Hauptamtlichen wähnen sich offenbar diesbezüglich über dem Gesetz stehend, dass ihnen nichts anhaben könne, da sie ja nur "Taschengeldbezieher" sind. Einige von ihnen pflegen dieses Taschengeld schon mal dergestalt "aufzubessern", dass sie noch vor dem offiziellen Starttermin neue WTG-Literatur an ihre "Freunde" außerhalb des Bethels "verteilen". Versteht sich auch für entsprechende - diesmal Personenbezogene - Spenden. Bleiben die aus, können diese vorgeblichen Freundschaften schon mal sehr schnell wieder erkalten.
Schon ihr seinerzeitiges Haupt N. H. Knorr hatte es
ihnen vorgemacht, wie der Hase läuft. Da gab es den zu Rutherford's Zeiten
ausgeschlossenen Anton Koerber. Der wollte wieder aufgenommen werden bei "Gottes
Volk", biß aber auf Granit. Da hatte Koerber einen genialen Einfall. In seiner Zeit
in der Immobilienbranche hatte er das fette Geld gemacht. Geld ausgeben bereitete ihm
daher keine Probleme mehr. Und so beschloss er N. H. Knorr höchstpersönlich ein Geschenk
zu machen: Ein Auto der Nobelklasse, was von letzterem auch angenommen wurde. Und siehe
da. Was vorher nicht möglich war. Jetzt wurde es möglich. Koerber wurde wieder in
"Gottes Volk" aufgenommen, durfte als Kongreßaufseher fungieren und brachte es
bis zum offiziellen Vertreter der WTG bei der amerikanischen Bundesregierung in
Washington.
Von Merlin am Donnerstag, den 3. Mai, 2001 - 13:45:
Ich muß Drahbeck vollkommen recht geben. Die Gelder beispielsweise für den Kreisaufseher während der Dienstwoche, die gesammelt werden, unterliegen eigentlich dem Gesetz nach der Steuerpflicht! Sonst wird überall herumgetönt, wie gesetzestreu gerade und nur die Zeugen sind.
In unserer Versammlung war es üblich, daß der VA die
Gelder einsammelte. Er ging zu jedem Ältesten und Dienstamtgehilfen und sagte, Du weißt
ja, Dein Betrag bitte in meine rechte Jackettasche. Wer es versäumte oder mal kein Geld
mit hatte, wurde gemahnt bzw. wurde ein Betrag vom VA vorgestreckt. Bei uns kamen locker
150-200 DM und mehr zusammen.
Sicherlich kein Reichtum aber darum geht es nicht. Stellen die Trinkgelder
beim Friseur Reichtum dar??
In den Vorträgen mußte man sich die kindischen Ergüsse über das
Mitnehmen einer Büroklammer oder eines Kugelschreibers anhören mit dem Ergebnis: Wir
Zeugen tun das nicht!!!
Zu den genannten Sammlungen kamen dann noch die persönlichen Spenden von
Zeugen. Nicht von ungefähr konnte dann die leitende Körperschaft 2. Grades, die von
Selters, dicke Autos fahren! Von ihrem WT-Salär hätten sie noch nicht einmal eine
Tankfüllung für diese Karossen bezahlen können!!
Bescheiden mag der eine oder andere sein. Ich weiß aber
von einem Bethelmitglied, für den ich über ein Jahrzehnt auch ein Sponsoring betrieb,
welche Brüder was geschenkt bekamen! Denkt man nur an den seligen Konrad Franke! Sein
Weinkeller war berühmt und wurde stets von Gönnern aufgefüllt. Ja, selbst ein
Luxusfernseher überwand für ihn die Hürden des Gotteshauses (Bethel) nachdem es vorher
als Teufelsglotzophon bezeichnet wurde. So war es auch mit Videorecorder, die anfangs nur
verteufelt wurden und ausschließlich als Gerät für das Sehen von Pornofilmen
dargestellt wurden. Später waren es dann ausgezeichnete Geräte, die die hervorragenden
Zeugnisvideos der Gesellschaft zeigen konnten. Ja, so ist das nunmal wie bei Franz
Beckenbauer!
Dessen Satz "Was schert mich mein Geschwätz von gestern" ist
praktisch der Leitsatz dieser WT-Führungsriege. Besonders einfallsreich noch, daß man es
mit göttlichem "neuen" Licht verbrämt!
Um zum Anfangsgedanken zurückzukommen:
Jeder Friseur, jeder Kellner wird vom Finanzamt bei der Versteuerung von
Trinkgeldern eingeschätzt und veranlagt.
Ich stelle die Frage: Wann geschieht das mit den Kreisaufsehern oder den
Bethelrednern, die als Wanderprediger ihr Einkommen verbessern. Von sogenannten Deputaten
ganz schweigen???
Grüsse + Servus
Merlin
Von Stephangmx am Donnerstag, den 3. Mai, 2001 - 16:18:
Hallo Merlin,
kann mich noch erinnern, daß in den Buchstudien für den Kreisaufseher
Benzingeld gesammelt wurde. Bei uns kamen mal eben 160,-DM zusammen. Wenn man als
Durchschnitt 100,-DM pro Studium annimmt, (wir waren 8 Buchstudien), dann kommt man auf
mind. 800,-DM. Nicht schlecht für 1 Woche Besuch.
Soviel Sprit konnte der nie und nimmer verjucken, zudem
seine Frau und er sich herzlich gern von anderen kutschieren ließen.
Gruß
Stephan
Von Linus am Donnerstag, den 3. Mai, 2001 - 19:39:
Tja Geld ist nicht alles aber es versüßt das Leben doch ungemein wenn man sich ganz besonders um das Heranschaffen gar keinen Kopf machen muß.
Meine Frau und ich hatten das Vorrecht" als Pioniere in Südamerika für knapp zwei Jahre zu dienen- auf unsere Kosten natürlich (Erspartes nicht erbetteltes).
Im Rahmen unseres Aufenthaltes lernten wir ganz interessante Leute kennen und auch die Verfahrensweisen Geld zu organisieren.
Beispiel Bethel XX: Ein Bethelaufseher hatte damals ca. 1990 bereits mehrere legale mit ordentlichen Papieren versehene Motorräder ( ca. 3- 4 ) sowie ein ganz legales neuwertiges Auto ( die Bethelaufseher hatten fast alle eins) vielleicht zur Erklärung in XX war es zu dieser Zeit sehr schwer legale Autos zu bekommen da die meisten geklaut waren oder schwarz über die Grenze kamen da die Regierung sehr sehr sehr hohe Einfuhrzölle auf Autos legte und sich dies nur die ganz Reichen leisten konnten.
Außerdem hatte er zur damaligen Zeit bereits eine
Einrichtung in seinem Appartement die viele gut verdienende Deutsche erblassen lassen
würde incl. einem Computer der sogar in BRD einem vor Staunen die Schamröte ins Gesicht
treiben würde.
Und dies obwohl er und seine Frau schon seit Jahrzehnten im Dienst der WTG
stehen.
Eine Freundin die uns damals besuchte wurde von diesem
Bethelaufseher ersucht, doch einen riesen Sack voller Lederwaren mit nach Deutschland zu
nehmen
diese Lederwaren wurden dann hier in BRD unter der Hand und z.T.
auch während den Versammlungen Feilgeboten und natürlich schwarz (zum vielfachen des
Einkaufs) verkauft, -
aber diese Bekannte konnte diese riesen Menge nicht mitnehmen bot aber an
diese per Post über den Zoll nach BRD zu schicken Die Antwort war ob sie denn
keine Wertschätzung für das Werk Gottes habe und der Bruder zog wutentbrannt ab???? War
er vielleicht sauer wegen eventl. zu zahlender Steuern??
Als wir wieder in der BRD waren fragte ich unseren
damaligen Kreisaufseher Br. Herzig warum denn z. B. Einheimische Sonderpioniere noch
nebenbei arbeiten müßten wir kannten Fälle in denen sie nicht mal Geld für
Kochtöpfe hatte und aus Konservenbüchsen aßen und im Bethel und in den Missionarsvillen
Geld keine Rolle spielte und die Tische zum bersten jeden Tag voll waren?
Antwort bekamen wir von einem Vertrauten Ältesten erst ein paar Jahre
später als er uns erzählte daß unser lieber Br. Herzig bei der damaligen
Ältestenbesprechung sagte daß sie auf uns aufpassen müssen weil wir Revoluzzer und
aufsässig wären!
Tja lieber Albert die Liste lässt sich beliebig weiterführen auch die Beispiele mit den Kreisaufsehern hier sind glaube ich jedem bekannt viele fahren fast jedes Jahr ein neues Auto gespendet von irgendeiner Versammlung...........
Um was geht es denn den Kirchen? Wer bereichert sich
denn Großartig persönlich daran? Weiß jemand wieviele Villen der Papst persönlich
besitzt?
Oder sind die meisten nur Nutznießer der Gemeinschaft und genießen die
Macht und den Status den sie über die Menschen erlangen?
Ein Missionar den wir kennenlernten verlogen und nah ja mir fehlen
da manchmal die Worte sagte einmal zu mir: Er würde nie mehr nach BRD gehen denn sein
Ziel war es daß er mal nicht mehr arbeiten braucht! Und das hat er erreicht!
Von falco am Donnerstag, den 3. Mai, 2001 - 23:27:
Hallo Irenäus!
Wie hat es R. Franz im ersten Buch Seite 218-219, die Clique betreffend,
mit der er einst verbunden war, ausgedrückt:
Die vielen "Alberts" werden also dringend gebraucht, um diesen Luxus zu erhalten - offiziell natürlich, um die "gute Botschaft zu verkündigen" meint falco und sendet liebe Grüße.......................
Weitere Fakten aus Forumsbeiträgen:
(Jens 23. 07.2001 15.19)
Lieber Merlin, apropos Cassola, war das eigentlich eine Schwuchtel, die
nur zu Tarnzwecken verheiratet war, wie von nicht wenigen behauptet? Offensichtlich hatte
der dümmliche Schönling ganz sicher unter dem Zwergensyndrom zu leiden.
Unvergesslich auch seine ( erfolgreiche ) Art, auf Kongreßen um Geld zu betteln:
" Du Mami, ich habe gesehen, wie Bruder xx dem Kreisaufseher was
aus der Tasche rausgeholt hat" " Nein, mein Kind, der Bruder xx hat dem
Kreisaufseher nichts aus der Jackentasche heraus geholt, er hat ihm Geld hinein getan,
damit er eine Hilfe
hat, seine Kosten im Sonderdienst zu bestreiten." Kurz nach Programmschluß beulten
sich die Jackentaschen von Cassola dann auch bis zu geht nicht mehr aus...
Wo steckt dieser Pausenclown heute eigentlich, ist er noch ein Zeuge
Jehovas? Oder ist er zu einer anderen Sekte
übergewechselt, die besser zahlt?
Entschuldigng Merlin für meine Schärfe, manchmal kommt einem die Galle literweise hoch, wenn man daran denkt, wie man sich während seiner aktiven Zugehörigkeit zu den Zeugen Jehovas verarschen ließ...
Von F. G. am Sonntag, den 24. März, 2002 - 22:23:
Hallo, seit einigen Tagen geistert die Meldung herum, daß die Bethelmitarbeiter in Belgien seit neuestem für kostenfreie Unterkunft, Verpflegung und sonstige Dienste, die sie im Bethel erhalten, Einkommenssteuer zahlen müssen. Hat jemand nähere Informationen dazu?
Von Klaus Vollmer am Montag, den 25. März, 2002 - 09:26:
und wann packt der Fiskus hier die KAs und BAs, die sich ja reichlich bei der Bruderschaft mehr als durchfuttern und ab und zu sogar vom Kreis ein Auto gespendet bekommen?
Von Klaus Vollmer am Montag, den 25. März, 2002 - 15:22:
lieber merlin,
ich gebe dir recht in deiner aussage
aber wir müssen mehr von opfern als von tätern sprechen, auch wenn die ka's als täter
und opfer zu sehen sind.
die verantwortlichen sitzen in brooklin und selters
und jene typen wie fabian und co haben doch schon verloren, ehe sie etwas gewinnen: ein
reines gewissen, weil sie alles nachplappern, was sie plappern müssen. die gründe sind
bekannt: wirtschaftliche abhängigkeit.
ich erinnere mich noch wie eberhard fabian in beißendem spott über jene leute sprach,
bei denen gulliver wohl zum essen geladen ist - er bezog sich dabei auf die
satellitenschüsseln auf den dächern. in den 80igern für jz fast undenkbar - heute usus
wie die nwt.
nur gulliver kommt nicht repsektive er ist schon da in form der wts.
diese verdammte schwarz weiß malerei und dann bilden die sich auch noch ein, daß sie
ewig recht haben, diese wortakrobaten.
Von F. G. am Montag, den 25. März, 2002 - 21:21:
Hallo Merlin, Deine Versammlung bzw. Dein VA war ja wirklich die Härte :-D sowas hab ich bisher selten gehört. Eine Versammlung im Süden (ich glaube Gaggenau) hatte mal für den KA Klaus Bandrock gesammelt. Der hatte Motorschaden mit seinem alten Auto. Als die Brüder die Spende übergeben wollten, kam Bandrock mit einem nagelneuen BMW vorgefahren, den er angeblich "geschenkt" bekommen hatte. Da waren die Brüder aber sauer ... KA Bandrock ist sowieso ein gutes Beispiel dafür, wie man als erfolgloser Bäckerlehrling Karriere machen kann. Inzwischen hat er einen fetten BMW, eine Eigentumswohnung, den neuesten Laptop, das neueste Handy ... ach ja, und natürlich eine kranke Frau.
Von Storch am Dienstag, den 26. März, 2002 - 12:24:
Ja, Ja, der KA Klaus Bandrock!
Daß er einen fetten 5-er BMW fährt kann ich bestättigen, damals habe ich mich schon
gefragt, woher der das Geld dafür her hat. Jetzt ist man halt schlauer. Für die anderen
KA's reicht es dann meistens nur für Volkwagen.
Na, dann heuchle mal in der Kreiswoche was von brüderlicher Liebe und von Dringlichkeit,
was es doch für ein Vorrecht ist, den Pionierdienst aufzunehmen ( da verdient man mit
einer 1/2-tags Stelle weniger als der KA mit Spenden einnimmt).
Jetzt weiß ich wenigstens, mit was für einem verlogenen Abzocker man es zu tun hat.
Von Spezi am Freitag, den 6. Juni, 2003 - 19:11:
>>> Außerdem, lieber Heinz, frag doch einfach
bei einem 5 Sterne-Hotel nach, was Dich der Monat Aufenthalt mit dem identischem
Leistungsangebot des Bethels kostet, dann hast Du eine Ahnung davon, welchen geldwerten
Vorteil die Mitarbeit im Bethel hat.
Tatsache ist jedoch, dass sich die meisten Zeugen Jehovas im Lande einen derartig
luxoriösen Lebensstil niemals leisten könnten. <<<
So werden im Bild-Zeitungs-Stil Schlagzeilen gemacht.
Im Fünf-Sterne Hotel muss man nicht von früh bis spät einschliesslich Samstag schuften.
Im Fünf-Sterne Hotel muss man dann nicht in der knappen Restfreizeit in den Predigtdienst
gehen.
Im Funf-Sterne Hotel muss man nicht dreimal die Woche bis zu 50 km einfach in die
zugeteilte Versammlung fahren.
Im Fünf-Sterne Hotel muss man nicht als Ehepaar in EINEM Zimmer Monate oder gar Jahre
leben, teilweise ausgestattet mit von mildtätigen Brüdern gespendeten Möbeln.
Im Fünf-Sterne Hotel musst Du auch nicht als Singel mit einem dir zugeteilten
Zimmergenossen das Zimmer teilen.
Im Fünf-Sterne Hotel musst Du auch nicht die Türe offen lassen, wenn ein
andersgeschlechtlicher Besucher bei dir zu Gast ist.
Usw., usw., usw..
Ich weiss nicht, in welchen Fünf-Sterne Hotels Du zu Gast warst, mein lieber Jens.
Aus Erfahrung weiss ich, dass viele Bethel-"Arbeiter" psychische Probleme
bekommen und mit Depressionen das Bethel verlassen.
Im übrigen werden aus Gründen der "Demut" auch die oberen Führungskräfte
für niedere Arbeiten herangezogen.
Ich habe selbst miterlebt, wie auch ein Herr Fabian zum Tischdienst eingeteilt war und
unser schmutziges Geschirr vom Tisch räumen musste.
Von LuckyX am Freitag, den 6. Juni, 2003 - 23:00:
Aus meiner Sicht wird der "Luxus" im Bethel
auch aufgebauscht. Ich würde mit keinem der "Bethelbrüder" tauschen wollen und
wenn man mir ein Ministergehalt dazu gäbe. Die Intrigen, die Verformungen sind nur ein
ein Teil, schwerer wöge für mich die damit notwendig einhergehende Verformung, das
Sich-selbst-standhaft-belügen müssen, gegen bessere Einsicht, gegen die innere Stimme,
die Gehör fordernde kognitive Dissonanz, das unbequeme, weil unüberhörbare Ahnen, daß
da etwas falsch sein könnte und daß man sein Leben für leichtsinnig übernommenen
Nonsense vergeuden könnte, das alles ist aus meiner bescheidenen Sicht mit materiellen
Kategorien gar nicht aufzurechnen - wer da von Luxus spricht, verrät eher seine
bescheidenen Maßstäbe. Ich meine, Luxus wäre mehr.
Zudem man außerhalb der kollektiven Illusion, wenn clever, sehr schnell und relativ
leicht ein freieres und materiell ganz sicher auch besseres Leben führen könnte ..
So gesehen : nicht mein Respekt, nein, nein, aber mein Mitgefühl gehört
ihnen doch, diesen verführten und sich selbst gehorsam weiterhin verdummenden
"Brüdern" - welch ein Jammer.
Von Irenäus am Donnerstag, den 18.
September, 2003 - 13:12:
Als ich einmal für ein paar Tage im Bethel war, hatte ich das Vorrecht, am Tisch des
besagten Bruders Rahn zu sitzen. Er stand an dem Tag gerade im Begriff, in den Urlaub nach
Spanien aufzubrechen. Da kann in einem schon der Sozialneid aufkommen: freie Kost und
Logis im dortigen Bethel, Nutzung der Fahrbereitschaften zum Flughafen usw. Was mich
erstaunt hat: daß Bruder R. seine Privilegien nicht etwa verschwiegen hat, um `seine
Brüder nicht zum Straucheln zu bringen'. Statt dessen konnte man eher den Eindruck
gewinnen, daß er damit rumgeprahlt hat, so wie es vielleicht auch Weltmenschen,
Brigadegenerale und prestigesüchtige Vorstandsmitglieder tun. Na ja, vielleicht war es
auch so eine Art Werbung für den Betheldienst, ein Versuch, das anderen schmackhaft zu
machen.
Jedenfalls fragte ich mich damals, warum Bruder J. Urlaub von Jehova nimmt, warum er
seine freien Tage und die günstige Gelegenheit nicht dazu nutzt, vermehrt in den
Predigtdienst in Taunusischen Gefilden zu ziehen.
Am Wochenende, an einem Samstag dann eine weitere Ernüchterung für mich, als Bruder P. mit Gattin reichlich spät zum Frühstück erschien. Die beiden machten gar nicht den
Eindruck eines glücklichen Ehepaars, blickten griesgrämig drein und wechselten keine
Worte miteinander. Irgendwie hatte ich wohl insgeheim gehofft, daß sie miteinander
rumtorteln oder daß er Jehova, den wunderbaren Konstrukteur der Pflaumenkonfitüre und
von Nutella, lobpreist, um dann nach der leiblichen Stärkung zum Predigen aufzubrechen.
Nichts an der Freizeitkleidung der beiden schien mir aber auf irgendwelche theokratischen
Aktivitäten an diesem Vormittag hinzudeuten.
Als wir die Brooklyner Software nach einigen Tagen endlich installiert und angepaßt
hatten und ich wieder nach Hause zurückgekehrt war, meinen einige Brüder beobachtet zu
haben, daß sich in mir irgend etwas verändert hatte. Mag sein, daß ich mir die
Rückkehr der Fürsten der alten Tage seither nicht mehr so rosig ausgemalt habe.
Von Olaf am Donnerstag, den 12. August, 2004 - 10:44:
Ich bekam 1970 250 DM war aber nicht Krankenversichert.
Mußte aber einen Monatsbericht über meine Ausgaben an die
WTG schicken.
Gruß Falo
Von Stephan E. am Donnerstag, den 12. August, 2004 - 11:56:
Mir hat mal ein Sonderpionier vorgejammert, dass er sich keine
vernünftige Wohnung leisten könne und sein Auto hätte auch schon über 100.000 drauf.
Ich habe ihm geraten, er soll sich mal mit seinem Arbeitgeber unterhalten. Schließlich
ist da etwas nicht in Ordnung, wenn jemand mit seinem Einkommen noch nicht einmal die
elementaren Bedürfnisse befriedigen kann.
Irgendwie hat er das aber nicht geschnallt. Zumindest habe ich gehört, dass er immer noch
Sonderpionier ist.
Was er tatsächlich von Selters überwiesen bekommt, hat er mir übrigens nie verraten.
Ich habe überhaupt den Verdacht, dass man den Sopis sagt, sie
sollen nicht darüber reden.
Was der aktuelle Tarif ist, kann ich dir aber auch nicht sagen
Olaf.
Von Stehaufmädchen am Donnerstag, den 12. August, 2004 - 12:06:
>ein Sonderpionier vorgejammert
Das scheint wohl die einträglichere Einkommensquelle zu sein, direkt zu den Brüdern
gehen und ihnen etwas vorjammern, das christliche Gewissen wird sie dann dazu treiben, die
Geldbörse zu öffnen. So war das jedesmal bei meiner Mutter,
die hat den Pionieren immer Geld gegeben, obwohl wir zuhause immer außerst
kanpp waren, mit nur einem Arbeitergehalt.
Allerdings scheinen einige das Schnorren zur Kunst erhoben zu haben, so dass sie sich
gelegentlich Fernreisen nach Südamerika leisten können und kein Mensch weiß, wie sie
hierzu das Geld zusammengekratzt haben, so war das jedenfalls in der Heimatversammlung
meiner Eltern. Die Sopis dürfen kostenlos in der Wohnung
über einem Königreichsaal wohnen, bekommen die Benzinkosten erstattet und sind jeden Tag
woanders zum Essen eingeladen. Zusätzlich bekommen sie von denjenigen, die ein schlechtes
Gewissen haben, weil sie nicht so viel im Dienst sind, Geldgeschenke. Da
"läppert" sich was zusammen!
Von Olaf am Donnerstag, den 12. August, 2004 - 18:07:
Das Schnorren verstehen einige sehr gut, besonders die Kreisaufseher
und Bezirksdiener. Besonders gerne besuchen sie ältere Brüder und Schwestern und
erzählen ihnen wie man Jehova auch im hohen Alter dienen kann. Da manche Ältere nicht
mehr den Predigtdienst ausüben können entlasten sie dann ihr Gewissen und geben
freiwillig Geld. Diese Kreisaufseher führen sogar eine Liste von solchen Brüdern, wenn
sie dann in einen anderen Kreis versetzt werden schreiben sie dann den
Spendenwilligen schöne Erfahrungen und genau diese Aufforderung zum Geld überweisen
funktioniert sehr gut.
Wenn du lieber Verkündiger gerne mal auf einen Kongress einen Programmpunkt bekommen
möchtest, dann gebe deinen Kreisaufseher einen Briefumschlag, naja
du weißt doch .......... Ich habe mich immer gewundert warum
die Kreisaufseher so gerne ältere Brüder besucht haben.
Es gibt noch mehr Tricks, wollt ihr sie wissen, dann bewerbt Euch für den Vollzeitdienst.
Wir Sonderpioniere waren arme Schweine, wirklich, aber es gab auch einige die waren klever, ich könnte da so einiges von meinem damaligen Freund Werner
erzählen, der hat mir einige Tricks verraten ,reich bin ich aber nie geworden. Ein
Kreisaufseher meinte (die dumme Sau) wir sollten doch auch Spenden von unseren 250 DM. Ein
Kreisaufseher Helmut Kreutzer sagte mir er hätte so im Monat 2000 bis 3000 DM hierzu muß ich sagen, der war OK. Übrigens Werner Rudke hat auch ältere Brüder gerne besucht.
Falo
Geschrieben von X am 04. März 2007 08:29:51:
...gerade gelesen.
Johannes 12:4
"JUDAS Iskariot aber, einer von seinen Jüngern, der im Begriff
war, ihn zu verraten, sagte: ,Warum wurde dieses
wohlriechende Öl nicht für dreihundert Denare verkauft und
den Armen gegeben?' Das sagte er aber nicht, weil ihm an den Armen gelegen war, sondern
WEIL ER EIN DIEB WAR und die Kasse hatte und die Einlagen wegzutragen pflegte."
JUDAS WAR EIN DIEB UND VERRÄTER ALLEIN WEGEN GELDES.
KEINER DER HIER DIE WAHRHEIT ÜBER DIE WTG VERBREITET VERDIENT DARAN, IM GEGENTEIL, ER INVESTIERT GELD UND ZEIT, DIE WIEDERUM GELD IST UND DAS IM BETRÄCHTLICHEN MAßE.
DIE WTG IST JUDAS, ER HATTE VIELLEICHT NOCH IRGENDWO SCHAM, DIE WACHTTURMGESELLSCHAFT ZIEHT DAS GELD DEN MENSCHEN AUF DIREKTEM WEGE AUS DEN TASCHEN UND DAS IM NAMEN GOTTES.
In letzter Zeit hört man vermehrt in den Versammlungen das
nicht nur gepredigt werden solle, SONDERN IN ERSTER LINIE
JÜNGER GEMACHT WERDEN MÜSSEN.
Was heißt das?
Jeder JÜNGER der WTG bringt Geld in IHRE Töpfe. Erst
sagt man ihm, alles sei kostenfrei, und dann erinnert man ihn des öftern mal an das
Beispiel mit der "armen Witwe"
die doch von ihrem Wenigen alles in die Tempelkasse warf.
Wie sich das dann im WTG- deutsch anhört erfahren wir in:
"Jehovas Zeugen- Verkündiger des Königreiches Gottes"
Seite 346 und 347
"Der Zweig bat die leitende Körperschaft, die notwendigen Gelder
zur Verfügung zu stellen. Doch wegen der großen
Ausgaben auf anderen Gebieten konnte diese Hilfe damals
nicht gewährt werden. KÖNNTEN DIE ZEUGEN IN SPANIEN MIT
IHREM VERHÄLTNISMÄSSIG NIEDRIGEN EINKOMMEN FÜR EIN SOLCHES
UNTERNEHMEN GENÜGEND GELD ZUSAMMENBRINGEN, WENN SIE DIE
GELEGENHEIT HÄTTEN? DIE SITUATION WURDE IHNEN ERKLÄRT.
GERN BRACHTEN SIE IHRE
EDELSTEINE,
RINGE UND
ARMBÄNDER,
DAMIT DIESE ZU GELD GEMACHT WERDEN KONNTEN.
ALS EINE ÄLTERE SCHWESTER, DIE EIN SCHWERES GOLDENES ARMBAND HERGAB, GEFRAGT WURDE, OB
SIE ES WIRKLICH SPENDEN
WOLLE, ANTWORTETE SIE: ,BRUDER, ES WIRD ALS BEITRAG FÜR DAS
NEUE BETHEL VIEL MEHR GUTES BEWIRKEN, ALS WENN ICH ES AN
MEINEM HANDGELENK TRAGE.' EINE BETAGTE SCHWESTER ZOG EIN
BÜNDEL MODRIGER GELDSCHEINE HERVOR, DAS SIE JAHRELANG UNTER DEM FUSSBODEN IHRES HAUSES
VERSTECKT HATTE. EHEPAARE
STEUERTEN DAS GELD BEI, DAS SIE FÜR REISEN GESPART HATTEN.
KINDER SCHICKTEN IHRE ERSPARNISSE. EIN JUGENDLICHER, DER
FÜR EINE GITARRE GELD GESPART HATTE, SPENDETE DAS GELD FÜR
DAS ZWEIGPROJEKT."
Dieses Buch bekamen nur getaufte ZJ, keiner aus der Öffentlichkeit. Was
will man den Wachtturmjüngern wohl
mit diesen Darlegungen sagen? ...
was die WTG von uns erhalten hat, vermag ich nicht zusammenzurechnen.
JÜNGER = SPENDER / JÜNGER MACHEN = SPENDER MACHEN
Nachschlag:
KD Februar 2007 S.1
"DAS BEISPIEL UND DIE LEHREN JESU:
JESUS LIESS SICH NICHT ABLENKEN, INDEM ER ER SICH IN
POLITISCHE ANGELEGENHEITEN ODER REIN HUMANITÄRE
BEMÜHUNGEN ZUM NUTZEN DER ALLGEMEINHEIT VERSTRICKT HÄTTE.
...PREDIGEN DER GUTEN BOTSCHAFT..........................
Also, predigen gehen. In humanitäre Aufgaben zum Nutzen der
Allgemeinheit, von denen in Notsituatonen auch ZJ
provitieren, dürfen sich die Weltmenschen VERSTRICKEN.
Vielleicht noch ein Votum von Alan Rogerson in seinem Zeugen Jehovas bezüglichem Buch
Die Bewohner des Bethel leben in komfortablen Einzel- oder Doppelzimmern, und innerhalb des Gebäudes stehen ihnen Eßräume, eine Wäscherei, ein Friseur, eine Bibliothek etc. zur Verfügung. Das Bethel ist so unabhängig von der Außenwelt wie nur irgend möglich selbst Schuhreparaturen und Schneiderarbeiten werden von dafür ausgebildeten Zeugen innerhalb des Heimes ausgeführt. Alle Mitglieder des Bethelheims werden dort verpflegt, und außerdem erhalten sie ein ziemlich mageres Taschengeld von 14 Dollar im Monat (Stand von 1979). Die Zeugen behaupten gern, daß der Präsident der Gesellschaft (und die anderen Beamten) das gleiche monatliche Taschengeld erhalten und überhaupt genauso behandelt werden wie die anderen Bewohner des Bethels. Wenn dies auch vielleicht nicht ganz den Tatsachen entspricht, ist es doch wahr, daß die Zeugen keinen besonderen Wert auf Rangunterschiede legen sie sagen, der einzige Unterschied liege im Maß der Verantwortung, die dem einzelnen übertragen ist. In allen Veröffentlichungen der Zeugen wird das Leben im Bethelheim als fröhlich und sinnvoll beschrieben, aber die deprimierenden Fotos von Brüdern im New Yorker Bethel in dem Buch »Faith on the March« (von A. H. Macmillan) vermitteln diesen Eindruck nicht"
Nun
weis ich nicht auf welches Bild denn Rogerson mit seiner Aussage abstellt. Er nennt als
Quelle auch nur den englischen Watchtower". Der erschien zu der Zeit aber noch
nicht inhaltlich und terminlich synchron" mit der deutschen Ausgabe. Somit
bleibt nur der Blick ins eigentliche Macmillan-Buch übrig. Auch da hält sich die
Bilderzahl in überschaubaren Grenzen. Meines Erachtens kommt da nur ein Bild (eventuell)
in den näheren Betracht. Ob es indes die Rogerson'sche Aussage wirklich stützt, mag doch
jeder lieber für sich selbst beantworten. Würde Rogerson von einem Kasernenähnlichen
Lebensstil reden, hätte er wahrscheinlich recht. Aber das wissen diejenigen, die in den
hauptamtlichen Dienst der WTG treten, im voraus; bzw. können es wissen.
Aus einem Erfahrungsbericht:
10. September 2008 16:08
http://forums.myspace.com/p/4123630/49367552.aspx?fuseaction=forums.viewpost#49367552
Es gibt im Bethel einen Raum mit der Bezeichnung Spendenshop".
Kleiderspenden werden dort in den Raum verbracht und stehen den Betheliten frei zur
Verfügung.
Dort hängt dann der Nachlass eines 78 jährigen Rentners.
Getragene braune karierte Anzugjacke mit Rosa Krawatte.
Unter den jungen Betheliten gab es einen Spruch:
Die Krawatte würde ich nachts im Dunkeln nicht zum auf die Toilette gehen
tragen"
Das Ganze darf man aber nicht mit einem Bettelorden (dem ich höchsten Respekt zolle)
verwechseln.
Das Ganze ist billig (im Sinne von peinlich gewöhnlich).
Angenommen Du kämst auf die Idee Deinen Kleiderschrank auszumisten.
Du packst also eine Kiste oder einen Kleidersack und bringst ihn in den Majestätssaal.
Dort wird er von dem Literatur LKW entgegengenommen und nach Selters transportiert.
Von der Warenannahme kommt die Kleidung in die Nähabteilung.
Dort arbeiten mehrere Schwestern die die Aufgabe haben die gespendeten Kleider zu sichten
und eventuell zu entsorgen.
Nun haben die Schwestern der Nähabteilung gute Freunde die sie Informieren wenn etwas
Interessantes gespendet wurde.
Außerdem werden die Brüder mit den hohen Dienstjahren bevorzugt versorgt.
Das Ganze funktioniert über Beziehungen und Klickenwirtschaft.
Wertvolles das diese Vorauswahl überlebt hat kommt in das Lager für den zweimal
jährlich durchgeführten Basar.
Ein Basar muss man sich wie einen Flohmarkt vorstellen.
Im Möbellager wird ein Flohmarkt mit dem ganzen Gespendeten Nippes aufgestellt und die
Bethelbrüder dürfen in der Reihenfolge der Dienstjahre nacheinander den Basar betreten
und sich bedienen.
Gebrauchter Föhn, Kämme, verkalkter Wasserkocher, Lavalicht Lampe, Pappkarton voller
Kugelschreiber, Kitsch, Nippes und Kleidung.
Was in diesem Basar nicht verteilt wurde landet im Spendenshop.
Nachvollziehbar das es die Brüder als peinlich und entwürdigend empfanden wenn man in
dem Spendenshop gesehen wurde.
Nun, als Bethelit hat man keine Schulden und überzieht auch kein Konto.
Jede Mark die man hat kann man ausgeben.
Mir überwies eine ältere Schwester Monatlich einen Geltbetrag.
Meine Oma zahlte mir die KFZ Versicherung und überwies ebenfalls Monatlich einen
Geldbetrag.
Ansonsten steckten Brüder einem immer wieder Geld zu.
In meiner Zeit im Bethel bekam ich 2 Autos geschenkt.
Man machte Urlaub bei Brüdern.
Diese bezahlten nicht nur den Urlaub sondern steckten einem auch noch Geld zu.
Dafür schmückten sie sich mit einem guten Draht zum Bethel
Mein Zimmerpartner finanzierte seinen Urlaub durch musizieren in der Fußgängerzone.
Das durfte aber niemand wissen. Eigentlich war das verboten.
12 Tage Urlaub im Jahr und Samstagarbeit sowie Sonntag Zusammenkunft.
So viel Freizeit bleibt da nicht.
Die Bethelbrüder sind auf das Ganze Umfeld verteilt.
Zeitweise besuchte ich eine Versammlung in Frankfurt!
Dazu natürlich hatte ich auch dort das Predigdienstgebiet.
Frankfurt ist Hilfe Not Gebiet" trotz zugeteilter Betelbrüder.
Zur Versammlung Selters gehören nur die Alten und Fußkranken.
Trotzdem waren die einsamen Sonntage zum Teil echt die Hölle dort.
Trotz der großen Menge an Menschen kann man im Bethel sehr sehr einsam sein.
...
Impressionen zum Königreichssaalbau
http://video.google.de/videoplay?docid=-2702289418773080167#