Annotationen zu den Zeugen Jehovas
Impfgegner-Dokumentation
Prolog
Olof Klohr und auch andere rekapitulierten einmal:
„Die Kirche widersetzte sich den für die Erforschung des menschlichen Körpers notwendigen Sezieren der Leichen. Papst Bonifatius VIII. (gest. 1303) verbot das Sezieren, um die Auferstehung nicht zu gefährden.
Noch im 19. Jahrhundert gab die katholische Kirche Beispiele für glaubensfanatische Borniertheit und Feindseligkeit gegenüber der Medizin. Sie trat zum Beispiel sehr heftig gegen Pockenschutz-Impfungen auf, obwohl diese Krankheit, die in großen Epidemien auftrat, Hunderttausenden von Menschen das Lebern raubte.
Papst Leo XII. verkündete 1829: "Jeder, der eine solche Impfung vornimmt, ist kein Sohn Gottes mehr ... Die Pocken sind, ein Gericht Gottes ... die Impfung ist eine Herausforderung des Himmels ... Groß ist die Anzahl der Fälle, in denen sich Menschen auf Grund einer solchen Haltung der Kirche weigerten, die ärztliche Hilfe anzunehmen, und sterben mußten.
Dem Papst Gregor XVI. (Papst von 1831 - 1846) wird attestiert, die Schutzimpfungen gleichfalls abgelehnt zu haben mit der Begründung, dies sei "ein Ausdruck des Zweifels an der Vorsehung Gottes."
Der religiöse Glaube führt seinem Wesen nach, wenn er sich konsequent an den Buchstaben der Heiligen Schrift hält, zur Negierumg der menschlichen Vernunft und der Wissenschaft.
In jedem Konflikt stellt für den religiös gebundenen Menschen das Glaubensdogma am Anfang. Von ihn aus beurteilt er die naturwissenschaftlichen Ansichten und vergewaltigt sie.
Papst Pius VII. wird nachgesagt (jedenfalls in dem Buch von Artur Singer "Der Kampf Roms gegen die Freimaurerei", Leipzig 1925 S. 55) die "Kuhpockenimpfung als gottloses Verfahren und für die Gläubigen verboten" bezeichnet zu haben. Diese Meldung kann ich meinerseits weder bestätigen, noch dementieren. Indes erscheint sie mir vom Prinzip her, als durchaus möglich.
Natürlich wird das Einführen einer solchen Impfung, im Vergleich zu der Zeit, wo es sie noch nicht gab, auch Widerstände hervorrufen. Ob es indes die Aufgabe eines Papstes ist, sich dabei mit zu exponieren, kann man durchaus in Zweifel ziehen.
Man vergleiche auch: http://www.zeno.org/Brockhaus-1837/A/Jenner#
Es grenzt schon an Unverfrorenheit, wenn seitens von für die Zeugen Jehovas agierender Rechtsanwälte, in Abrede gestellt wurde, dass die Bibelforscher/Zeugen Jehovas, vor 1945, sehr wohl im Lager der Impfgegner, wenn nicht gar der militanten Impfgegner, anzutreffen waren.
Jene Bestreiter und ihre Auftraggeber in WTG-Gefilden, offenbaren nur eines:
Ihre tatsächliche Unkenntnis der dem zugrunde liegenden Dokumenten (günstigstenfalls, günstigenfalls für selbige) gewertet.
Nicht günstigenfalls gewertet:
Erfüllung des Tatbestandes der Nötigung, ohne sachliche Berechtigung dazu.
Die seinerzeitige Impfgegnerschaft ist heute so nicht mehr gegeben. Sie floss - "transformiert" in die These der Bluttransfusionsverweigerung ein. Letztere ist im wesentlichen erst nach 1945 akut. Vorher gab es sie so noch nicht. Vorher gab es auch mal den im "Goldenen Zeitalter" lesbaren Satz: "Blut rettet erlöschendes Leben Ein herausgehobenes Dokument für diese spätere Transformation, stellt wohl auch jener Artikel aus der Schweizer Ausgabe des "Goldenen Zeitalters" vom 1. 8. 1931 mit dar (hier ebenfalls dokumentiert).
Was die Quellen anbelangt ist festzustellen. Das Englischsprachige "The Golden Age"/"Consolation", war, namentlich in den späteren Jahren, inhaltlich bedeutend umfangreicher als seine Deutschsprachigen Ableger "Das Goldene Zeitalter"/"Trost".
Die deutschsprachigen Ausgaben boten nur eine Artikelauswahl, jedoch keine komplette "1 zu 1 - Übersetzung".
Englischsprachige Quellen, welche auch in Sachen Impfgegnerschaft, zusätzliche Belege liefern, bleiben hier und jetzt unberücksichtigt.
Man mag einräumen. In Sachen Impfgegnerschaft standen die Zeugen Jehovas nicht allein. Es gab sie auch in anderen Kreisen. Das ist richtig. Insofern sind ihre damaligen Aussagen sicherlich auch zeitgebunden, und Ausdruck gängiger Vorurteile, ohne Anspruch auf eigener Exklusivität. Dieser Umstand als solches wird nicht in Abrede gestellt.
Eine inhaltliche Bewertung der damaligen Impfgegnerischen Äußerungen erfolgt hier jetzt nicht. Gleichwohl werden einige Kardinalsätze herausgestellt. Es geht vorrangig nur um eines. Um die Dokumentation ihrer Existenz. Die Behauptung jene Artikel legten "nur" zeitgenössische Medizinermeinung dar, ist entschieden zurück zuweisen. Insbesondere der Artikel vom 1. 8. 1931 spricht da eine andere Sprache (schon).
Nachstehend auf der Basis der damaligen deutschsprachigen Zeugen Jehovas-Zeitschrift "Das Goldene Zeitalter"/Trost", chronologisch geordnet, ein im weiteren kommentarloser Überblick:
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Bern) vom 15. 10. 1923
(Dergleiche Text auch in der Ausgabe Magdeburg des "Goldenen Zeitalters" vom 15. 10. 1923 S.215f.

Ist Impfen nützlich? ... nutzlos, zu behaupten, daß der Impfzwang eine segensreiche Einrichtung wäre. ... Es ist allerhöchste Zeit, dass die Menschheit aufwacht ...
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Magdeburg) 1. 4. 1924

Ist Impfen nützlich? ... Abhandlung, welche diese allgemein diskutierte Frage nicht nur verneinte ... Als unbedingt schädlich für den Menschen bezeichnete
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Magdeburg) 1. 10. 1924

Ist es möglich, ohne mit den Behörden in Konflikt zu kommen, unsere Kinder nicht impfen zu lassen
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Bern) 15. 2. 1925


Meine ... Erfahrungen liessen mich ein ausgesprochener Gegner der Schulmedizin werden. ... In seinem Buche „Die Impffrage" beweist er, daß ungeimpfte Kinder im Verhältnis zu den Geimpften immun gegen Blattern sind. ... Daß Impfgifte die Zellen zerstören
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Bern) 15. 5. 1925


Was tust Du, der Du impft? ... Wird unser Volk nicht eher aufhören, dahinzusiechen und immer mehr zu degenerieren, als bis man einmal den Impfzwang und die Serums abgeschafft hat. ... Der Schreiber dieses hat und wird seine Kinder niemals impfen lassen. ...
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Bern) 15. 7. 1925

Wenn man tote Ratten in das Haus bringt ...
"Das Goldene Zeitalter", Ausgabe Bern 1. 12. 1926 und Ausgabe Magdeburg gleichen Datums




... Unmenschliche Brauch der Impfung ... Lieber eine Kugel durch den Kopf schießen ... Dieser medizinische Aberglaube ...
"Das Goldene Zeitalter", Ausgabe Bern 1. 12. 1927 und Ausgabe Magdeburg gleichen Datums


... Impfung ales eines der größten und tiefsten Übel .... Ich glasube nicht an den Nutzen des Impfens ...
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Magdeburg) 15. 3. 1928
.
.. Wir empfehlen Ihnen, sich an den Verrband der Impfgegner ... zu wenden ....
"Das Goldene Zeitalter", Ausgabe Bern 1. 9. 1928 und Ausgabe Magdeburg gleichen Datums

... Opfer des schrecklichen Aberglaubens der Impfung ...
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Bern) 15. 2. 1929
(Eine Kurznotiz innerhalb der Rubrik "Aus aller Welt)
Schlafkrankheit infolge der "Schutz"-Impfung
Nachdem es erwiesen war, daß in Holland unter den Schulkindern viele Fälle von Schlafkrankheit als eine direkte Folge der Impfung auftraten, "überredeten" die Ärzte Hollands die dortige Regierung, den Impfzwang für Kinder für zwölf Monate aufzuheben. Auch in England und Wales konnten im vergangenen Jahre 1615 Fälle von Schlafkrankheit als eine Folge der Impfung festgestellt werden.
„Das Goldenes Zeitalter" (Ausgabe Bern und Ausgabe Magdeburg) 15. 8. 1929
Artikel: „Gute Maßregeln zur Erhaltung der Gesundheit".
Darin auch folgender Passus:
„Stets sollte man sich vor Impfungen und Serumeinspritzungen hüten. Vertraue hier ja nicht blind dem Rate der Ärzte oder den Anpreisungen solcher Mittel in der Tagespresse."
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Magdeburg) 1. 10. 1929

... Denkende Menschen machen lieber Blattern durch, als das sie sich impfen lassen ...
Davor schon in einer etwas variierten Variante, auch in der Ausgabe Bern vom 15. 9. 1929 abgedruckt.

... Darum ist das Impfen ein Verbfechen ...
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Magdeburg) 15. 10. 1929

... Wir haben im G. Z. Schon des öftern auf die ungeheuren Schäden aufmerksam gemacht ...
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Bern) 15. 11. 1929

Es sind darum in dieser Zeitschrift schon einige Artikel aufgenommen worden, welche den übrigens wohl begründeten Standpunkt der Impfgegner zum Ausdruck brachten.
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Magdeburg) 1. 12. 1929


... Illusion der Impffreunde ... Die Behandlung macht gar keine Schwierigkeit ... Ein paar Tage Bettruhe ...
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Bern) 1. 1. 1930

.Das Verbrechen des Impfens
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Bern) 15. 1. 1930
Die Schweizer Ausgabe des „Goldenen Zeitalters" vom 15. 1. 1930, meinte in der Form einer Kurznotiz, mit folgender Horrorgeschichte aufwarten zu können:
"Tod durch Mißgeschick"
In England haben sich kürzlich wieder mehrere Todesfälle infolge von Schlafkrankheit, die eine direkte Folge der Impfung war, ereignet Man ist sich jetzt völlig darüber klar, daß diese Krankheit als eine unmittelbare Folge der Impfung auftritt. Es ist eine Wirkung des Impfgiftes auf das Gehirn und das Nervensystem, und beweist uns, daß viele Menschen die Einführung des Giftes in ihren Organismus nicht vertragen können. Als kürzlich eine junge Frau im Alter von 31 Jahren an den direkten Folgen der Impfung starb, schrieb der den Leichenschein ausstellende Arzt auf den Schein: "Tod infolge von Mißgeschick."
Todesfälle ... die eine direkte Folge der Impfung war
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Bern und Ausgabe Magdeburg) 1. 5. 1930
Ein „Der Weg zu besserer Gesundheit" betitelter Artikel in der Ausgabe des „Goldenen Zeitalters" vom 1. 5. 1930 wusste beispielsweise (unter anderem) die nachfolgenden Empfehlungen zu geben:
„Vor allen Dingen vermeide man den Gebrauch von Aluminiumgeschirr und aluminiumhaltigem Backpulver. Aluminium vergiftet den Blutstrom und ist die Ursache zu einem großen Prozentsatz aller Magenkrankheiten unserer Zeit.
Man schlafe auf der rechten Seite oder liege flach auf dem Rücken, das Haupt gen Norden gerichtet, um den Vorteil des Magnetstromes der Erde genießen zu können.
Man meide alle Serumeinspritzungen und Impfungen, die nur den Blutstrom durch die Einführung schlechter eitriger Masse verderben. ...
Diese schnell sich zersetzenden Stoffe bleiben dann im Blute und vergiften den Blutstrom,
Wenn ein solcher Zustand besteht, kann man durch eine Weintraubenkur, die man ein oder zwei Wochen strikte durchführen muß, geheilt werden. Ehe man diese Kur beginnt, faste man für zwei Tage, an denen man jedoch reichlich Wasser trinkt. Dann esse man täglich zwei bis vier Pfund Weintrauben mit der Schale, aber nicht mit den Kernen, und mache des Abends ein Klystier, um den Mastdarm von den Giften zu reinigen. Während einer solchen Kur sollten gar keine anderen Speisen genossen werden."
Impfungen ... vergiften den Blutstrom
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Magdeburg) 15. 5. 1930

Todesfälle zu verzeichnen, die direkt der Pockemimpfung zuzuschreiben sind.
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Magdeburg) 15. 7. 1930
(Etwas gekürzt auch in der Schweizer Ausgabe vom 15. 8. 1930)



[Inhaltlich dergestalt einschätzbar. Alle Einschlägigen Horrormeldungen wurde auch vom GZ, nicht selten ausführlichst mit aufgegriffen]
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Magdeburg) 15. 8. 1930

[Kaum eine Gelegenheit zur Stimmungsmache lässt sich das "Goldene Zeitalter" dabei entgehen!]
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Magdeburg) 1. 8. 1930 (Ausgabe Bern 1. 10. 1930)

Widerwillen gegen das Impfen findet man nicht nur in Laienkreisen
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Magdeburg) 1. 11. 1930
Artikel: „Wird die Menschheit in Zukunft kein Fleisch mehr essen?"
Selbiger „glänzt" unter anderem mit solchen Thesen wie der:
„Die schlechteste Wirkung auf die geistigen Fähigkeiten hat von allem Fleisch das Schweinefleisch. Schweinefleisch mindert in hohem Maße die Kraft logischen Denkens. Sicherlich ist es in hohem Maße dem Schwein zuzuschreiben, daß das Benehmen der Nationen so ist, wie es ist. Das Schwein ist immer nur ein Fluch für Menschen gewesen, und nach den Berichten der Bibel hat es keine Daseinsberechtigung. Die Juden haben sich alle Zeiten hindurch ihre geistige Überlegenheit bewahrt, und das ist sicherlich dem Umstand zuzuschreiben, daß sie den Genuß von Schweinefleisch ängstlich gemieden haben.
Die Tatsache, daß Jesus Fleisch aß, ist kein Beweis dafür, daß Fleisch die normale Kost es Menschen wäre."
Und im Kontext dieses „Níveaus" bekommt man desweiteren dort die These kredenzt:
„„Die unter dem Namen Syphilis bekannte Krankheit bewirkt eine solche Zellenimpfung (oder auch Aufpropfung) von sehr anhaltender Art. Sie wird oft von den Eltern bis auf die dritte Generation übertragen. Aber die allerschädlichste Zellimpfung wird durch das hervorgerufen, was die Menschen „Schutzimpfung" nennen. ...
.„Es ist in der Tat eine erwähnenswerte Frage, ob nicht die erschreckende Zunahme der Geisteskranken direkt auf den fürchterlichen Brauch der Impfung zurückzuführen ist."
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Magdeburg) 15. 2. 1931
Impfung und Taufe
In Mexiko ist jetzt eine Bestimmung herausgekommen, daß neugeborene Kinder nicht zur Taufe zugelassen werden, ehe sie nicht geimpft sind. So muß also das arme Kind zur Hölle fahren, wenn seine Eltern nicht für das Impfen sind. Die Bibel sagt nichts von einer Kindertaufe und ebensowenig etwas vom Impfen; aber es scheint, daß nach der Meinung mancher Leute beides zum ewigen Heile notwendig ist, und daß dabei das Impfen an erster Stelle steht.
Bei vorstehender kommentarlos wiedergegebenen Kurzmeldung, kann man sicherlich auch sagen, dass sie den Abscheu gegen das Impfen mit zum Ausdruck bingt
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Bern) 15. 5. 1931
Artikel. „Bekämpfung der Krankheit mit Diät". Darin auch die substanzielle Aussage:
„Ungeheure Summen gehen ferner in allen Ländern in die Chemischen Werke, die die verschiedenen patentierten Heilmittel herstellen. Alle diese grossen Werke würden zumachen können, wenn die Menschen wüssten, dass eine richtige Ernährungsweise dem Körper bessere Dienste tut, als die chemischen Präparate.
Ferner denke man an die ungeheuren Mengen schrecklicher krankheiterzeugenden Serums und Lymphen, die unter der falschen Voraussetzung, dass dieser abergläubische Brauch die Menschen vor dem Dämon Krankheit bewahren kann, in den Blutstrom von Erwachsenen und Kindern eingespritzt werden. Wenn die Menschen alle wissen würden, dass diese ekelhaften Einspritzungen nur Krankheiten erzeugen, die sie durch eine richtige Lebensweise verhindern könnten, würden den Ärzten und denen, die die Serums herstellen Hunderttausende verloren gehen."
krankheiterzeugenden Serums und Lymphen, die unter der falschen Voraussetzung, ... in den Blutstrom ... eingespritzt werden. ... dass diese ekelhaften Einspritzungen nur Krankheiten erzeugen,
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Magdeburg 15. 7. 1931; Ausgabe Bern 1. 8. 1931)


... Warum das Impfen unbiblisch ist ... Vergewaltigung des ewigen Bundes ... Jeder vernünftig denkende Mensch wird sich sagen, dass es nicht der Genuss des Blutes an sich war, wogegen Jehova Einspruch erhob, sondern sein Verbot richtete sich gegen das Mischen tierischen Blutes mit Menschenblut ...
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Bern) 15. 8. 1931
Unter der Überschrift „Ein Lehrer über die Impfung", macht sich die Schweizer Ausgabe des „Goldenen Zeitalters" vom 15. 8. 1931 zum Kolporteur der nachfolgenden Horrormeldung:
„Ein Lehrer in Colorado sprach sich folgendermassen über die Impfung aus: "Meine ersten Beobachtungen machte ich noch während ich im Jahre 1914 an der Universität zu Colorado Medizin studierte. Während wir gelehrt wurden, dass die Impfung unzähligen Menschen das Leben rette, bemerkte ich, dass die Ärzte ihre Kinder nicht impfen liessen, Als ich dann an der Schule in Colorado unterrichtete, verschlechterten sich stets die Zensuren der Kinder nach der Impfung und sehr viele bekamen während der ersten drei Monate nach der Impfung eine Hautkrankheit... Ich habe die unwiderleglichen Beweise, dass die geistigen Fähigkeiten der Kinder durch die Impfung zurückgehen, und zwar in ganz bemerkenswerter Weise."
geistigen Fähigkeiten der Kinder durch die Impfung zurückgehen
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Magdeburg) 15. 1. 1932
Ein längerer „Vernunftgemäße Gesundheitspflege" überschriebener Artikel, in der Magdeburger Ausgabe des „Goldenen Zeitalters" vom 15. 1. 1932 agitiert erneut gegen das Impfen.
Dieser Artikel ist mit mehreren Zwischenüberschriften aufgegliedert:
(Die Impfung, Gegengifte, Unnötige Operationen, Polierter Reis, Weißes Mehl, Perlgraupen, Die Pflege der Zähne).
Hier und jetzt sollen aber nur die Impfgegnerischen Passagen interessieren. Und zu selbigem liest man in diesem Artikel:
„Sie erwarten, daß die Drüsen Ihres Körpers ihre volle Leistungsfähigkeit haben, Ihrem Blute die „inneren Sekretionen" zuzuführen, die dem Körper das innere Gleichgewicht erhalten, wenn das Blut durch Säure vergiftet ist ... Genau so vergiften sich aber heutzutage die Menschen selbst ...
In der Stadt Leicester brach, trotzdem dort alle Einwohner zweimal geimpft waren, eine schwere Pockenepidemie aus. Nach dieser Erfahrung weigerten sich fast alle Bewohner der Stadt, ihre Kinder impfen zu lassen; und nie wieder hat es in Leicester eine Pockenepidemie gegeben. Die einzelnen Fälle, die eingeschleppt wurden, wurden sofort isoliert, und die Krankheit breitete sich nicht aus.
In der Stadt Kansas wurde im Dezember 1921 bekanntgegeben, daß eine Pockenepidemie herrsche. Seltsamerweise waren zu gleicher Zeit in verschiedenen anderen Städten Missouris bedeutend mehr Menschen an den Pocken erkrankt als in Kansas, ohne daß man in jenen Städten eine Epidemie bekanntgegeben hätte. Nachforschungen ergaben, daß in Kansas die Zahl der Erkrankten nur einer von 1600 betrug, was man doch gewiß keine Epidemie nennen kann. Trotzdem wurde nach allen Richtungen hin bekanntgegeben, daß in Kansas die Pocken seien. Der Handel stockte, der Fremdenverkehr stockte, viele Einwohner flohen aus der Stadt, die verreisten Einwohner der Stadt vermieden es heimzukehren, und wer dennoch in die Stadt hinein wollte, wurde gezwungen, den Zug zu verlassen und sich einer Impfung zu unterziehen.
Die Tatsache war, daß vor dem Ausbruch dieser „Epidemie" der Gesundheitszustand dieser Stadt ein ausgezeichneter war. Das Krankenhaus hatte nur 50 Insassen. Herbst und Winter waren mild, das Wetter war trocken und angenehm, und die Ärzte hatten nur wenig zu tun. Da wurde plötzlich die Pockenepidemie ausgerufen, und sofort änderte sich das Bild. Die Menschen ließen sich massenweise impfen, die Schulkinder wurden zwangsweise geimpft, und außer dieser Tätigkeit hatten die Ärzte bald alle Hände voll zu tun, weil viele Leute an den Folgen der Impfung erkrankten. Das ganze Geschäftsleben der Stadt war, wie man sagte, um vierzig Prozent geschädigt, aber das Geschäft der Ärzte blühte.
Wenn Gegengift direkt in den Blutstrom eingeführt wird, wird der ganze Körper zu dem Bemühen angeregt, das schlechte Gift, das, allen Naturgesetzen entgegen, direkt in den Blutstrom eingeführt wird, wieder auszustoßen. Welche augenblickliche Vorteile man auch zur Entschuldigung dafür, daß man bei Diphteritiskranken ein Gegengift oder sogenanntes „Heilserum" in den Blutstrom eingespritzt hat, anführen mag, ist doch die Tatsache nicht zu leugnen, daß Tausende von Drüsen überanstrengt werden müssen, um dieses verderbliche Gift zu neutralisieren und auszustoßen.
Der ganze Vorgang einer Diphteritisimpfung ist folgener. Um eine Drüse zur Tätigkeit anzuregen, muß sie mit Blut überfüllt werden, und indem nun durch das übermäßige Bemühen, die Impfgifte auszuscheiden, alle Drüsen des Körpers mit Blut überfüllt werden, wird dem Halse etwas Blut entzogen. So tritt auf Kosten der Vergiftung des ganzen Systems ein Nachlassen der schweren aktiven Entzündung des Halses ein, und wenn der Körper lebensfähig genug ist, eine Erholung des ganzen Körpers. Oft aber ist dies nicht der Fall, und der Patient stirbt unmittelbar nach der Einspritzung des Gegengiftes. Diese Tatsache ist der medizinischen Wissenschaft wohl bekannt. Viele unserer ehrlichen und aufrichtigen Ärzte weigern sich darum, das Leben eines Kindes aufs Spiel zu setzen, indem sie Serumeinspritzungen machen und damit sein Blut vergiften.
So wurde einmal der Assistent eines berühmten Arztes zu einem kranken Kinde gerufen. Nachdem er das Kind untersucht hatte, erklärte er, es habe die Bräune und würde schnell wieder besser werden. Bald darauf ging der große Arzt selbst nach dem Kinde sehen. Er sagte den erschrockenen Eltern, das Kind habe Diphteritis, und es müsse, wie auch seine gesunden Geschwister, eine Serumeinspritzung bekommen. Zum Glück zog der Vater noch einen anderen Arzt zu Rate, der ihm bestätigte, daß der Assistenzarzt die Wahrheit gesagt habe. Der Vater ließ infolgedessen dem Kinde keine Serumeinspritzung machen, und in zwei Tagen war es gesund. Freilich war dadurch dem anderen Arzt eine große Einnahme entgangen; denn er hätte für eine Serumeinspritzung 10 Dollar verlangt, und außerdem hätte er sicher noch an den vergifteten Kindern verdient.
Alle Seren sind stickstoffhaltige Zusammensetzungen. Vielleicht wissen wenige von Ihnen, daß rohes Eiweiß, wenn es einem Menschen unter die Haut in das Blut eingespritzt würde, genau so giftig wäre wie der Biß der Klapperschlange. Der Mensch wäre binnen kurzer Zeit tot. Diese vollkommen gute, stickstoffhaltige Zusammensetzung des Eiweißes ist so giftig, daß manche an Magenkrebs leidenden Personen, die mit einem rohen Ei meinten eine gute Nahrung zu sich zu nehmen, durch die Aufsaugung des puren Eiweißstoffes durch die Oberfläche des Krebses in den Blutstrom fast gestorben sind. Wenn dem so ist, wie schädlich ist dann erst die Einspritzung dieser faulen Stickstoffzusammensetzung, die aus dem Blutserum eines kranken Pferdes oder eines anderen Tieres hergestellt wird. Wahrlich, es ist die ungesündeste, unvernünftigste, ja wahnsinnigste Idee, die Menschen je haben konnten!
Genau so vergiften sich aber heutzutage die Menschen selbst ... wahnsinnigste Idee, die Menschen je haben konnten!
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Bern) 15. 2. 1932
Auch die nachfolgende Meldung der Schweizer Ausgabe des „Goldenen Zeitalters" vom 15. 2. 1932, erschien selbigen für Weitergebenswert:
Keine Narbe, keine Stimme
In einem Negerdistrikt der Vereinigten Staaten sind die Blattern ausgebrochen. Die Eingeborenen wurden zur Impfung gezwungen, sonst verloren sie das Stimmrecht bei den gerade stattfindenden Wahlen.
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Bern) 1. 3. 1932


... Bisher haben wir geglaubt, dass ... Verbot gegeben worden ist, weil eine solche Handlung unnatürlich und bestialisch ist. Es scheint aber auch ein tieferer Grund dafür vorhanden zu sein ...
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Magdeburg) 15. 4. 1932
Die Magdeburger Ausgabe des „Goldenen Zeitalters" vom 1. 4. 1932, meinte auch mit der Weitergabe der nachfolgenden Meldung „punkten" zu können:
„Impfung der Schafe ist in Deutschland gesetzlich verboten, seitdem man erkannt hat, daß dadurch die Schafpocken nicht verhütet, sondern vielmehr die gesunden Schafe aufs schwerste geschädigt werden.
Die ebenso gefährliche Pockenimpfung der Menschen aber ist nicht nur erlaubt, sondern wird durch das Impfgesetz sogar befohlen. Also gilt in Deutschland das Schaf mehr als der Mensch! („Hausarzt", Halle)"
... gefährliche Pockenimpfung der Menschen
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Magdeburg) 15. 4. 1932
Unter Verweis auf einen von einem Arzt eingegangenen Leserbrief über „Heilungsmöglichkeit bei Tuberkulose" auf welchen die Magdeburger Ausgabe des „Goldenen Zeitalters" vom 15. 6. 1932 zu sprechen kommt, gibt es im Anschluss daran noch ein redaktionelles Nachwort seitens des GZ.
Und in ihm wiederum die Miterwähnung, dass man sich selbst zu den Impfgegnern zähle


„Leser wissen, daß das GZ gegen das Impfen ist. "
Offenbar muss die Magdeburger Ausgabe des „Goldenen Zeitalters" sich aber auf das von ihr propagierte „Friedmanns Tuberkuloseheilmittel" aber einiges zugute gehalten haben, denn in ihrer Ausgabe vom 1. 4. 1933 greift sie diese Thematik erneut auf. Das ganze mit einer „zünftigen" Überschrift versehen:
„Die Heilung und Tilgung der Tuberkulose". Und als Untertitel: „Bestätigung einer von den Zeugen Jehovas verkündeten Wahrheit".
Und den diesbezüglichen Beitrag, so liest man weiter, soll „Anders, Kreistierarzt a.D., in Trebnitz i. Schlesien" „dem „Goldenen Zeitalter zugeeignet" haben.
Wie schon bemerkt, kann auf das Für und Wider in Sachen dieses Tuberlulösemittels hier nicht eingetreten werden.
Immerhin ist doch wohl beachtlich, dass innerhalb dieser Ausführungen, auch der Begriff des Impfens mit vorkommt. Und dabei werden erklärte Impfgegner wiederum als besondere Autoritäten herausgestellt.
Und dazu liest man in diesen Ausführungen:
„ ... Je früher sich der Kranke der Friedmann-Impfung unterzieht, um so sicherer, billiger, schneller und dann meist mit einer einzigen Impfung wird er gesunden. ...
Besonders beachtenswert ist das Urteil des bekanntesten Impfgegners, des Vorsitzenden des Impfgegner-Ärztebundes e.V. und des Reichsbundes deutscher Impfgegner-Vereine e.V., Dr. Med Steintel-Berlin, welcher sich gegen jede andere Impfung wendet, die Friedmannsche Tuberkulose-Impfung als nicht im impfgegnerischen Sinne liegende bezeichnet, da sie sich eines ungiftigen ohne jede Tierpassage oder künstliche Abschwächung gezüchteten, in seinen Eigenschaften konstanten Bazillus bedient, welcher sauber und steril unter die Haut deponiert wird, nicht wie die Tuberkuline giftig, sondern avirulent, atoxisch ist und mit dem allopathischen Prinzip nicht gemein hat.
„... beachtenswert ist das Urteil des bekanntesten Impfgegners, des Vorsitzenden des Impfgegner-Ärztebundes e.V. und des Reichsbundes deutscher Impfgegner-Vereine e.V"
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Ausgabe Bern und auch Magdeburg vom 15.. 7. 1932)

"...Elends das durch Impfen verursacht ist ..."
In der gleichen Ausgabe des Schweizer „Goldenen Zeitalters" vom 15. 7. 1932. Gab es dann noch eine weitere thematische Kurznotiz. Selbige führte aus:
„Vom Gesetz gequält
Der Sohn eines Hanauer GZ.-Freundes wurde 1925 vierjährig zum zweiten Male "mit Erfolg" geimpft, weil sich bei der ersten Impfung nichts gezeigt hatte. Das bis dahin völlig gesunde Kind erkrankte nach dieser zweiten Vergiftung an den Augen und war zeitweilig total blind. Nur durch mühevolle und kostspielige Behandlungen (der Vater ist ein Mann aus dem Volke, der hart für die Erhaltung seiner Familie zu kämpfen hat) ist es gelungen, dem Jungen ein ganz geringes Sehvermögen zurückzugeben. Nach diesen Erfahrungen weigerte sich der Vater natürlich, seine beiden jüngeren Kinder impfen zu lassen. Dafür hatte er 1930 drei Tage und 1931 vier Tage Haft abzusitzen. Jedes Jahr erneut quälen ihn die Impfbehörden, an seinen Kindern ein Verbrechen verüben zu lasen. Weil er sich weigert, muss er ins Gefängnis."
"Das bis dahin völlig gesunde Kind erkrankte nach dieser zweiten Vergiftung ..."
"Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Magdeburg) 1. 9. 1932
In eine substanziellen Aussage bezüglich der Ausführungen der Magdeburger Ausgabe des „Goldenen Zeitalters" vom 1. 9. 1932 das Thema Tuberkulose betreffend, kann hier nicht eingetreten. Aber zu registrieren ist erneut. Auch dieser Beitrag enthält wieder Impfgegnerische Passagen.


„... vollkommen berechtigte Abwehrbewegung der Impfgegner ... Wir sind absolute Impfgegner, das heißt Gegner jeder Impfung ..."
Noch einen zweiten Imgegnerischen Artikel enthält die gleiche Ausgabe des Magdeburger „Goldenen Zeitalters" vom 1. 9. 1932

„... Als Leser des „Goldenen Zeitalters" habe ich öfter dort Warnungen vor dem Impfen gelesen ..."
... gegen das Impfen zu wehren ...
" Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Bern) 1. 11. 1932 (Ausgabe Magdeburg 15. 11. 1932)
Die Impfung dient der Zivilisation
In Kanada ist es einem Weissen ermöglicht, sich für sich und seine Familie gegen das Impfen zu wehren. Als aber ein Indianer dasselbe Recht in Anspruch nehmen wollte, und dem impfenden Arzt sagte, er solle seine Kinder in Ruhe lassen, wurde er zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. So dient die Impfung als ein „Zivilisator" und lehrt die gemeinen Indianer zu dem weissen Manne aufzuschauen und Respekt vor seinen Gesetzen zu bekommen"
Die Weitergabe der nachfolgenden Meldung durch die Schweizer Ausgabe des „Goldenen Zeitalters" vom 1. 11. 1932, ist letztendlich auch dem Impfgegnerischen Impetus zuzuordnen:
" Das Goldene Zeitalter" (Ausgabe Bern) 1. 3. 1933
Unter der Überschrift „Ob der Trick verfängt?" notierte die Schweizer Ausgabe des „Goldenen Zeitalters" vom 1. 3. 1933. Und auch diese Meldung darf man wohl der Rubrik, Abscheu gegen das Impfen erwecken, zuordnen:
„Ein Kind hatte Windpocken
Auf dem Dampfer Tuscania erkrankte am ersten Tage, nachdem er seine Fahrt von Bombay nach Liverpool angetreten hatte, ein Kind an den Windpocken. Und als das Schilf in Liverpool ankam, hatten alle 1200 Passagiere des Dampfers einen schlimmen Arm, weil der Schiffsarzt und zwei andere Ärzte es für vorteilhaft gefunden hatten, alle ausnahmslos zu Impfen. Sicher war das ein feines Geschäft.
„... schlimmen Arm, weil der Schiffsarzt und zwei andere Ärzte es für vorteilhaft gefunden hatten, alle ausnahmslos zu Impfen."
" Das Goldene Zeitalter" 15. 8. 1933
Unter der Überschrift
„Mexiko hört auf zu impfen", übernahm in kommentierter Form, die Ausgabe des „Goldenen Zeitalters" vom 15. 8. 1933 die nachfolgende Meldung, die offenbar ins eigene Konzept hineinpasste.
Mexiko ist wirklich ein fortgeschrittenes Land. Seit November 1932 werden Reisende, die dieses wunderschöne Land betreten wollen, nicht mehr an seiner Grenze geimpft, wie dies früher der Fall war.
Es ist erfreulich, dass manche Länder weniger abergläubisch sind, als die anderen, und zu sanitären Massnahmen und einer besseren Behandlung der Pockenkrankheit, die nur durch Wanzenbisse verursacht wird, gekommen sind. Wahrscheinlich gibt es in Mexiko im allgemeinen keine Wanzen. Warum sollten sie da die Reisenden damit belästigen, dass sie ihnen Eiter in kleine Ritzwunden in den Arm schmieren?
„...manche Länder weniger abergläubisch sind ..."
In der Studie von Elke Imberger (S. 366f.) kann man bezüglich eines Falles aus dem Jahre 1937 lesen:
"Weitaus problematischer ist es, das Verhalten einer Zeugin Jehovas aus Heide einzuordnen, die es aus religiösen Gründen ablehnte, ihr Kind gegen die Pocken impfen zu lassen. Sie war deshalb staatlichen Sanktionen in Form von 3 Tagen Haft im Frühjahr 1937 ausgesetzt. Zwar handelte es sich auch in diesem Fall um die Verweigerung einer staatlichen Leistungsanforderung, die jedoch keine Maßgabe des NS-Regimes war, sondern schon im Kaiserreich als Impfzwang, der bei Unterlassung mit Gefängnis bestraft wurde, per Gesetz eingeführt und seitdem weder aufgehoben worden noch nationalsozialistisch modifiziert worden war. Die Ablehnung der Impfung durch die Heider Bibelforscherin ist damit weder als eine vom Regime als politisches Vergehen ausgelegte Verweigerungsgeste zu bezeichnen, noch war sie eine politisch motivierte Handlung.

" Das Goldene Zeitalter" 1. 3. 1936



" ... es ist geradezu absurd, zu glauben, daß die Impfung eine Krankheit sei, die in irgendeinem Sinne Schutz biete. ... die schädlichen Nachwirkungen die Vorteile weit überwiegen. ..."
Als "Nachschlag zu vorstehendem Artikel, unter der Überschrift „Verunreinigung des menschlichen Blutes" meint dann noch das „Goldene Zeitalter" vom 1. 7. 1936 zu wissen:
„Alfred Pulford, M. D., äußert sich Im "Truth-Leller" über die Ursachen einer 840prozenügen Zunahme der Geistesgestörten während 50 Jahren. Er glaubt, daß die Impfseren und anderes die Schuld an der Verunreinigung des Menschenblutes tragen; ferner glaubt er, daß 25 Prozent der Herzkrankheiten bei Schulkindern, auch die weitverbreitete Schlafkrankheit und Kinderlähmung ebenfalls auf die gleiche Ursache zurückzuführen seien."
Wohl nicht zu unrecht ist in dieser Meldung auch das Wörtchen „glaubt" enthalten. Den bar jeglicher Beweise, ist der Radius des Glaubens in der Tat nicht überschritten.
Trost", 15. 3. 1938

Weniger Impfungen - bessere Gesundheit ...
Eine offenbar Abscheu erwecken sollende Meldung aus dem Englischsprachigen „Consolation" vom 16. 11. 1938 S. 9

Kalifornien: Neuigkeit über Impfung
Ein Freund von mir hat einen Chow-Chow, der seinem Herrchen ein guter Begleiter ist. Kürzlich veranlasste die Stadt eine Impfung der Hunde. Dieser Hund wurde geimpft. Zwei Tage später griff er seinen Besitzer an und bis ihn heftig in seine linke Hand, unterhalb des Daumens in die Handfläche. Die Wunde habe ich mit eigenen Augen gesehen. Eine Bekannte besaß vor Jahren einen Hund. Nach der Impfung wurde der Hund taub und bekam von Zeit zu Zeit Anfälle. Vor der Impfung hatte er nie solche Anfälle. Der Wahnsinn der in allen Teilen der Welt durch kriegerische Auseinandersetzungen zum Ausdruck kommt, könnte zu einem gewissen Grad durch Impfungen verursacht werden. Wenn es Hunde betrifft, warum dann nicht auch „dumme Hunde"? - D. Davidian
"Trost", 1. 3. 1939


... Zu den unverständigsten Dingen, die von der Ärzteschaft befürwortet werden, gehört die Impfung ...
"Trost", 15. 9. 1939

... Blut von Millionen von Schulkindern mit diesem verfaulten Zeug zu verunreinigen ...
Polemik etwa aus dem englischsprachigen „Consolation" (im deutschen „Trost" nicht mit übernommen).
„Consolation" vom 21. Januar 1942 S. 14

Übersetzung etwa:
Verunreinigung durch Impfstoffe
Es gibt Menschen die glauben, es sei nicht richtig, ihr Blut durch Impfungen zu verschmutzen. In Pennsauken, New Yersey, wurden 10 Schüler der Schule verwiesen, die daran glaubten. Warum die, dessen Kinder bereits vollständig geschützt sind, indem sie verschiedene Impfstoffe in ihr Blut gespritzt haben, jene, die nicht „geschützt" sind von ihrer Ausbildung ausschließen, ist ein Rätsel, dass nur ein Schwachsinniger verstehen kann.
Eine weitere offenbar Abscheu erwecken sollende Meldung
„Consolation" 24. 6. 1942 S. 21

In Übersetzung etwa:
Alle Hunde in Lauderdale County (Alabama), etwa 1300, wurden sehr krank gemacht, als man sie mit etwas impfte, das später als „kontaminierte Tollwutimpfung" bezeichnet wurde. Einige Hunde starben. Das Wort „kontaminiert" ist sehr geeignet, um es für die Beschreibung jeder Impfung zu verwenden. An dieser Stelle kann man sich nur schwer das Wort „rein" vorstellen. Wer hat denn schon mal etwas von „sauberem" Eiter gehört?
A. H. Macmillan, zu Zeiten Russells zeitweilig als dessen "Kronprinz" gehandelt, veröffentlichte (Englischsprachig) in späteren Jahren (1957) einen Erinnerungsband ("Faith on the March" - "Glaube auf dem Vormarsch") In ihm kommt er auch auf das Impfthema zu sprechen (S. 188f.), und zwar (in unkorrigierter Roh-Übersetzung) etwa wie folgt:
Eines der ernsteren Probleme, mit denen ich mich beschäftigen mußte, wie ich mich erinnere, waren die Schutzimpfungen.
Eine Verordnung wurde von der Gesundheitsabteilung in Washington herausgegeben wonach alle Insassen (auch in den Internierungslagern für Wehrdienstverweigerer in den USA zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges) Schutzgeimpft werden sollten.
Einige unserer Brüder in einem Gefängnis hielten insbesondere dieses für dasselbe wie Bluttransfusionen und lehnten es daher ab. Dieses verursachte beträchtliche Probleme.
Dann kam eine Anordnung aus Washington, diese Impfaktion nicht zu rigoros durchzusetzen. Dieses änderte aber nichts, die Gefängnisbehörden zögerten, überstreng übermäßig zu sein; aber sie hatten offenbar keine Anweisung ihrer Zentrale zu dem Thema.
Während meiner regelmäßigen Besuche in den Lagern wurde das Thema auch angesprochen.
Ich bat die Gefängniswärter, es mir zu erlauben, mit denjenigen unserer Brüder sprechen zu können, die es ablehnten geimpft zu werden.
Man sagte mir; wir können da nichts tun da eine Anweisung aus Washingthon vorliegt. Man lehnte Einzelgespräche ab; bewilligte aber eine Gesamtzusammenkunft mit Macmillan in den Räumlichkeiten der Lager.
Wir hatten eine interessante Zeit. Für ungefähr halbe Stunde befaßten sich die Männer mit den Übeln der Schutzimpfung und so weiter. Nachdem alle ihre Meinung geäußert hatten, erklärte ich ihnen daß, wir die Zeit vergeuden, uns mit der Frage von Schutzimpfungen zu befassen. Und jenes Gesetz sei eben so, dass sie alle impfen wollen, wo die Impfung eines einzelnen Elefanten ausreichen würde.
Darauf fragte mich der Wortführer der Impfverweigerer "Was würden Sie tun, wenn Sie im Gefängnis waren und zur Schutzimpfung aufgerufen würden? "
"Ich war im Gefängnis," (1918) antwortete ich "und ich habe meinen Arm entblößt und wurde geimpft."
Ausserdem werden wir alle, die fremde Zweigbüros inspizieren geimpft, und zwar bei uns zu Hause.
Schutzimpfung ist nicht wie eine Bluttransfusion. Kein Blut wird im Impfstoff verwendet. Es ist ein Serum. ..."

Letzteren optimistischen Satz, wonach der Impfstoff „nur ein Serum" sei, zog schon Barbara Harrison in ihrem Buch „Vision of Glory", die auch den Macmillan in vorgenannter Sache zitiert, in Frage. Und wie es scheint zu Recht in Frage.
Der Apparatschick Macmillan, inzwischen ein „hohes Tier" in der WTG-Hierarchie, will sich seine „Fürsten-Interessen" („Fürst" wenn er als Inspektor von ausländischen WTG-Büros daherkommt), nicht durch die kleinen Naiven in den Internierungslagern zunichte machen lassen.
Jenes Macmillan'sche Votum muss schon der Knorr-Ära zugeschrieben werden. Was sein Hinweis anbelangt, während seiner eigenen Haftzeit auch geimpft worden zu sein; so ist dazu anzumerken. 1918 war der Anti-Impf-Rigorismus noch nicht akut. Der kam erst später auf.
Exkurs:
Die Zusammenfassung einiger wesentlicher Aspekte:
Was die als „klassisch" bekannte Impfgegnerschaft der Bibelforscher
anbelangt, so begegnet man in der Ausgabe des „Goldenen Zeitalters" (Ausgabe
Bern vom 15. 7. 1923; Ausgabe Magdeburg 15. 10. 1923) schon einer
diesbezüglichen Horrormeldung. Um ihrer Leserschaft den diesbezüglichen
Schrecken einzujagen, meint das GZ berichten zu können:
„Angesichts der sich mehrenden Todesfälle,
ist es nutzlos, zu behaupten, daß der Impfzwang eine segensreiche Einrichtung
wäre. Folgende Beobachtung, die auf den Philippinen gemacht wurde, ist
bemerkenswert:
Diese Inseln wurden in den letzten Jahren von drei Epidemien heimgesucht. Bei
einer Pockenepidemie vor 1905 verliefen 10% der Pockenfälle tödlich. Damals
hatte man noch keine systematische Impfung vorgenommen.
Eine weitere Epidemie trat 1905-1906 auf. Damals war die allgemeine Impfung
schon in die Wege geleitet und die Zahl der Todesfälle belief eich dann auf 16%.
Im Jahre 1908-1909, als die Impfung noch allgemeiner durchgeführt wurde, starben
25% an den Pocken, und während des letzten Ausbruches der Epidemie, als der
Impfzwang eingeführt war, zählten die Todesfälle über 56%."
Diese Zahlen können (so das GZ)
"in dem Bericht des philippinischen Gesundheitsamtes nachgeprüft werden".
Eine detaillierte Zitierung besagter Quelle erfolgt allerdings nicht.
Weiter Originalton GZ:
„Ferner erbringen heute Statistiken der
Regierung der Vereinigten Staaten die Beweise, daß die Epidemien der Maul- und
Klauenseuche, von der das Land in den Jahren 1902-1903, 1908 und 1914
heimgesucht wurde, durch Impfgift verursacht wurden. Es wird behauptet, daß
Tausende von Schulkindern unter Impfzwang mit Serum, das Maul- und
Klauenseuchebazillen enthielt, geimpft wurden, wodurch eine totale Vergiftung
des Blutes erfolgte, ein Übel, dessen ganze Tragweite vielleicht erst in
späteren Jahren an ernsten Folgen zu erkennen sein wird."
Und der abschließende GZ-Kommentar lautet dann:
„Es ist höchste Zeit, daß die Menschheit
aufwacht, und in der Tat kann ein solches Erwachen festgestellt werden. Die
Massen fangen an zu prüfen. Althergebrachte Theorien werden nicht mehr ohne
weiteres verdaut. Man prüft, untersucht und vergleicht und was die Prüfung der
gesunden Vernunft nicht besteht, wird abgelehnt."
Auch zu späteren Zeiten mühte sich das „Goldene Zeitalter" kräftigst,
Abscheu gegen das Impfen zu schüren. Etwa wenn es in seiner Ausgabe (Ausgabe
Bern) vom 15. 7. 1925 schrieb:
„Vor einiger Zeit erschien im "Goldenen
Zeitalter"
ein Artikel, in dem gegen die sogenannte Schutzimpfung und die Serumbehandlung
geschrieben wurde. Dazu schreibt uns ein lieber Leser folgendes:
"Das Einpfropfen von Eiter oder toten Keimen in den menschlichen Körper ist
damit zu vergleichen, wenn man tote Ratten in das Haus bringt, um Ratten
auszutreiben. Die toten Ratten werden die lebenden austreiben, das ist sicher,
aber ist das Haus mit den toten Ratten besser daran? Zuerst wird man aufatmen
von den lebenden befreit zu sein. Doch warte ein Weilchen und du wirst dich
nicht mehr wohl fühlen. Zuerst wird die Nase von dem unangenehmen Geruch
berührt, dann wird der Magen in Mitleidenschaft gezogen. Schließlich wird es
unmöglich sein, in einem Hause zu leben, in dem tote Ratten angehäuft sind, denn
da sie sich nicht selbst wieder aus dem Hause entfernen können, so kommt das
Haus durch sie in einen sehr schlechten Zustand.
Ebenso ist es, wenn tote Keime und Eiter in den Körper gebracht werden. Die
lebenden Bazillen mögen dadurch aus dem Körper ausgetrieben werden, aber die
toten Keime können sich nicht von selbst wieder entfernen; dadurch entsteht
Fieber und Entzündung und oft zum Tode führende Krankheit. - Möchten wir lernen,
vernünftiger zu leben, uns richtig zu ernähren, uns rein zu halten, frische Luft
zu genießen und uns richtig auszuarbeiten."
Wie nicht anders zu erwarten, kommen bei dieser einseitigen
Betrachtungsform, etwaig anders herum gelagerte Erkenntnisse, grundsätzlich
nicht in den Betrachtungsradius.
Unter der Überschrift „Ist Impfen nützlich?" publizierte die Magdeburger Ausgabe
des „Goldenen Zeitalters" vom 1. 4. 1924 einen größeren Artikel dazu. Einleitend
wird auf eine abwertende (weiter oben zitierte) Notiz verwiesen.
Man bedankt sich dann beim „Allgemeinen deutschen Impfgegnerverband, Sitz
Leipzig" und nennt auch ausdrücklich die Anschrift seiner Geschäftsstelle
(Südstraße 68), welcher „weiteres Material zur Verfügung gestellt" habe.
Als Quintessenz selbigen sieht man an, dass
„unbedingt etwas geschehen müßte, um zunächst die
Zwangs-Impfung zu beseitigen."
Und an Reklame für diesen Verband lässt man es auch nicht fehlen:
„Obengenannte Vereinigung ist wie uns (dem
GZ) bekannt, bereit Eltern und Erziehern mit Rat zwecks Bewahrung vor
Impfschäden zur Seite zu stehen."
Dann wird ausführlich aus einem Flugblatt dieses Impfgegnerverbandes
zitiert. Die von letzteren vorgestellten Meinungsäußerungen, sind in der Tat
hochgradig parteiisch. Eine etwaige Äußerung, die einen positiven Sinn im Impfen
anzuerkennen bereit ist, sucht man darin vergebens. Dafür gibt es abwertende
Urteile in Fülle. Zum Beispiel Aussagen wie die:
„Das Impfwesen ist das brennendste Unrecht,
die tiefste Schmach, das furchtbarste Unheil, das dem Menschengeschlecht jemals
angetan wurde ...
Die Zwangsimpfung macht den Mord gesetzmäßig ...
Nicht Pulver noch Blei, nicht Schwert noch Lanze haben soviel Leben akut und
chronisch vernichtet, wie die Lanzette des Impfarztes. ...
Der Impfzwang ist beinahe ebenso scheußlich wie der im Mittelalter durch die
Inquisition ausgeübte Glaubenszwang. ..."
Ein äußerst knappes redaktionelles Nachwort seitens der GZ-Redaktion gibt
es zwar. Das aber erschöpft sich in der Kernaussage:
"Wir notwendig ist doch das Königreich
Gottes, wo nicht mehr solche Ungerechtigkeiten geschehen können."
Fazit: Der zeitgenössische Leser des „Goldenen Zeitalters" bekam in
umfänglicher wörtlicher Zitierung die Argumentation dieses Impfgegnerverbandes
vorgestellt. Etwaige Gegenargumente dazu blieben außen vor. An tendenzieller
Schwarzmalerei mangelt es in der Argumentation des Impfgegnerverbandes mit
Sicherheit nicht.
Seitens des GZ wurde zudem noch die volle Anschrift des Verbandes genannt, was
auch mit einer Werbemassnahme gleichzusetzen ist. Dessen Argumentation wurde im
GZ, unwidersprochen als „Non plus ultra" vorgestellt. Man kommt also nicht
umhin, dies als weitgehende Übereinstimmung des GZ damit, zu interpretieren.
Letztendlich muss der Rubrik „Schleichwerbung" auch jene „Fragenbeantwortung" in
der Magdeburger Ausgabe des „Goldenen Zeitalters" vom 1. 10. 1924 zugeordnet
werden.
Dort wird angefragt:
„Ist es möglich, ohne mit den Behörden in
Konflikt zu kommen, unsere Kinder nicht impfen zu lassen und sie vor diesem
Unfug zu schützen?"
In der Antwort darauf widerspricht das GZ der Einschätzung „Impfen sei
Unfug" erst einmal prinzipiell nicht. Es führt lediglich aus:
„Soviel uns bekannt ist, erlassen in der
Tat einzelne Behörden Strafbefehle gegen irgendwelche Leute, die sich weigern,
ihre Kinder impfen zu lassen. Wieweit dieselben berechtigt sind oder nicht
entzieht sich unserer Kenntnis. Wir sind auch nicht in der Lage, darüber
ausführlich Auskunft zu erteilen, sondern bitten unsere Leser, sich mit ihren
Anfragen an besser orientierte Stellen zu wenden. Fragen, irgendwelche Schritte
betreffend, von der Impfung frei zu werden, sind zu richten an den Allgemeinen
deutschen Impfgegner-Verband, Leipzig, Südstraße 68."
Auch zu späteren Zeiten lässt sich die Sympathie des "Goldenen Zeitalters"
("Trost") für die Impfgegner verschiedentlich nachweisen.
Zu nennen ist das beispielsweise der „Tatsachen und Zahlen als Beweise
medizinischer Unwissenheit" überschriebene Artikel in der Schweizer Ausgabe vom
15. 2. 1925, der laut Untertitel „Von einem Arzt" verfasst sei. Was dieser
gewundene Titel auf den ersten Blick nicht erkennen lässt, wird deutlich, sieht
man sich ihn im Detail an. Auch er erweist sich in seiner Hauptaussage, als
massive Attacke gegen das Impfen und das generell.
Schon einleitend lässt dieser Arzt wissen:
„Meine reichen praktischen Erfahrungen
liessen mich ein ausgesprochener Gegner der Schulmedizin werden."
GEGNER DER SCHULMEDIZIN; nochmals
redaktionell wiederholt
Nun verwundert eine solche Aussage bei Gesamtkenntnis des „Goldenen
Zeitalters" („Trost") nicht im geringsten. Dieser Gegnerschaft gegen die
Schulmedizin begegnet man dort allerorts. Nicht immer wird dann dabei aber auch
plakativ mit ausgesprochen. Man sei grundsätzlicher Gegner der Schulmedizin.
Hier jedoch sprach es ein „Arzt" selber aus, und seine willfährige Tribüne dafür
ist das „Goldene Zeitalter".
Mehr im Detail seiner Ausführungen findet man dann Horrormeldungen wie die:
„Niemand kann darum wissen, was ein
Medikament, eine Impfung oder ein Serum an außer Gleichgewicht gebrachten, in
Unordnung geratenen und zerstörten Zellen ausrichten wird ...
Medikamente, Impfungen, Serums etc. die Leute krank machen, und häufig töten.
Das ist auch der Grund, daß die Menschen so plötzlich an Bräune, Diphterie,
Herzschlag, Lungenentzündung, Grippe etc. sterben, wenn Medikamente, Impfungen,
Serums etc. bei ihnen angewendet wurden. Als ich das erste Mal Zeuge einer
Serumanwendung bei Bräune war, starb das Kind innerhalb einer Viertelstunde,
nachdem ihm das Serum verabreicht worden war. Das Kind starb nicht an
Erstickung. ...
Von 169 Personen, die von tollwütigen Tieren gebissen waren, 7 mit Serum
behandelt; von diesen starben 3, während von den nicht behandelten 162 kein
einziger starb. ...
Trotzdem man sich rühmt, das gelbe Fieber unterdrücken zu wollen, kennt niemand
seine Ursache. Alles, was man über sein Entstehen weiß, ist, daß es von der
Mosquitofliege, der sogenannten Stegomyia, übertragen wird, die jemanden
gestochen haben muß, der das gelbe Fieber hat, ehe sie das gelbe Fieber auf
andere übertragen kann.
Die medizinische Welt weiß noch nicht, wie der erste Patient das gelbe Fieber
bekommen hat, ehe es durch die Mosquitofliege von ihm auf andere übertragen
werden konnte. Über seine Entstehung herrscht große Unwissenheit, und bedarf
keineswegs der Entfaltung besonderer Gelehrsamkeit, die an gelbem Fieber
Erkrankten zu isolieren und die Mosquitos zu töten. Es bedarf keines gewaltsamen
Krankmachens und Mordens der Menschen, um das gelbe Fieber zu unterdrücken.
Jetzt wird mit Kuhblattern- und Blatterngift und außerdem noch mit vierzehn
anderen Giften geimpft. Wo das Impfen Zwang ist, ist die Zahl der an Blattern
Gestorbenen von 10,14 und 18 % auf 65 und 85 % gestiegen.
Die Länder, in denen der strengste Impfzwang ohne Rücksicht auf Hygiene
herrscht, haben die meisten Todesfälle an Blättern zu verzeichnen, während in
den Ländern, die der Hygiene mehr Beachtung schenken und weniger impfen, weniger
Menschen an Blattern sterben. ...
Weiter schreibt Dr. Sallmann von der Universität Cleveland in seinem Buche "Die
Wirkung der Medikamente", daß die Impfgifte die Zellen zerstören, und Dr.
Millard berichtet von Japan in seinem Buche "Die Impffrage", das im Jahre 1914
veröffentlicht wurde:
"Trotz Impfens, Wiederimpfens und außerordentlichen Impfens wurden von 1890 bis
1910 80.000 Personen von den Blattern befallen und starben 23.000.
Auf den Phillippinen starben trotz des Impfens und Wiederimpfens in den Jahren
1918-1919 59.741 Personen an den Blattern."
"The Hygeia", eine medizinische Zeitschrift in Amerika, schreibt in der
Novemberausgabe von 1923 von Japan, einem Lande mit strengem Impfzwang:
"Japan hat, seit Einführung des Impfzwanges, andauernd Blattemepidemien gehabt."
Aber sie unterläßt, hinzuzufügen, daß in Japan von 1889 bis 1908 28.280
Todesfälle und von 1917 bis 1920 3.397 Todesfälle infolge von Blattern trotz
strengen Impfzwanges und hygienischer Maßnahmen gezählt wurden. Wenn strenge
Isolierung und Hygiene angewendet und das Impfen unterlassen worden wäre, könnte
sicher von Japan dasselbe berichtet werden, wie von Meridiam, Miss,, wo seit
mehr als siebzehn Jahren, seit man den Impfzwang aufhob und mehr Wert auf
Hygiene legte, keine Blatternepidemie mehr geherrscht hat. Ebenso ist in
Leicester mit 250.000 Einwohnern seit 30 Jahren keine Blatternepidemie mehr
aufgetreten.
Auch dort gibt es keinen Impfzwang mehr, sondern gute sanitäre Maßnahmen."
Und seine tendenziösen Ausführungen lässt er dann mit der Aussage
ausklingen:
„Möge man doch endlich diesem
gesundheitsschädlichen, mörderischen Impfen für immer ein Ende machen, und vor
allen Dingen dem Impfzwang!"
Sicherlich wird man diesem Arzt dahingehend beipflichten können, dass
Hygiene wichtig und notwendig ist. Nur ist es Brunnenvergifterei es so
darzustellen, als wären nur die Gegner der Schulmedizin zu solch einer Einsicht
gelangt.
Die subjektiven Meinungen dieses Arztes mag er meinetwegen unter Fachkollegen
austragen. Jedenfalls ist eine Zeitschrift vom Stile des „Goldenen Zeitalters"
dafür als die verkehrte Tribüne bezeichenbar.
Das selbige solche Thesen begierig wie ein Schwamm aufsaugte, wurzelt nicht
zuletzt in der Grundsatz-Prämisse, man dürfe ja
Gott „nicht ins Handwerk pfuschen". Die Details sind dem GZ eigentlich
völlig bedeutungslos. Hauptsache, es kann vorgenannte These, gleich einer alten
Fidel, immer wieder bis zum erbrechen abspielen.
Aufmerksam werden auch etwaige Pressemeldungen zum Thema verfolgt. So notiert
etwa die Magdeburger Ausgabe des „Goldenen Zeitalters" in der Ausgabe vom 15. 6.
1925:
„Impfgegner werden sich freuen zu hören,
daß der hessische Landtag gegen eine kleine Minderheit einen Antrag angenommen
hat, der den Gewissenszwang in der Impffrage beseitigt. Er ersucht die Regierung
die Kreisgesundheitsämter anzuweisen, daß sie die wiederholte Aufforderung zur
Impfung unterlassen, falls der Erziehiehungsberevhtigte, nachdem er einmal wegen
Unterlassung der Impfung seiner Pflegebefohlenen gerichtlich rechtskräftig
bestraft worden ist die eidesstaatliche Versicherung abgibt, daß er es mit
seinem Gewissen nicht vereinbaren kann, seinen Pflegebefohlenen impfen zu
lassen."
Aber fragt das GZ im Anschluß an diese Meldung weiter:
„Warum, so fragen wir, macht denn der
hessische Landtag nicht gleich ganze Arbeit? Könnte er denn mit der Beseitigung
des Gewissenszwanges zur Impfung nicht auch den Strafzwang gleich mit über Bord
werfen?"
Erneut meint das „Goldene Zeitalter" in seiner Ausgabe vom 1. 12. 1927,
bezüglich der Impfgegnerschaft fündig geworden zu sein. Diesmal schrieb man:
„Dr. J. G. Wilkinson, der einst für die
Impfung entrat, sagte, nachdem er einmal genötigt war, den Gegenstand sorgfältig
zu untersuchen, voller Abscheu:
„Obwohl ich nicht leugnen kann, daß es noch andere Arten sozialer Schlechtigkeit
gibt, betrachte ich doch jetzt nach sorgsamen Studium die Impfung als eines der
größten und tiefsten Übel. Sie nimmt dem Menschengeschlecht die letzte Hoffnung,
die neugeborene Gesundheit.
Dr. Milton Roß, ein berühmter Arzt und Professor, gibt die überraschende
Erklärung ab:
„Ich müßte den größten Interessen der Menschheit gegenüber unehrlich sein, wenn
ich nicht meine Überzeugung, die auf unbestreitbaren Tatsachen beruht,
aussprechen wollte, daß die Impfung ein ungemildeter Fluch und der schwerste
medizinische Betrug ist, der je dem Menschengeschlecht zugefügt werden konnte."
Dr. med. John Henry Clrke, ein berühmter Arzt in Boltom St. London, England
sagt:
„Eine Impfepidemie (oder mit anderen Worten eine Schutzimpfung gegen Blattern)
ist ein sicherer Vorläufer zu einem Ausbruch von Krankheiten. Ich habe eine
Anzahl von Fällen angetroffen, wo Abschwellungen der Milz und Schmerzen in der
Gegend des Krummdarms unmittelbare Folgen der Impfung waren. In solchen Fällen
sind Heilmittel, die die Wirkung der Lymphe aufheben, absolut unerläßlich, um
dem Patienten Erleichterung und Heilung zu verschaffen."
Dr. Adolph, Professor der sanitären Statistiken und der Hygiene in Bern, gab vor
der kaiserlich britischen Kommission folgendes Zeugnis:
Nachdem ich die genauen Einzelheiten von 400.000 Blatternfällen gesammelt habe,
sehe ich mich gezwungen zu bekennen, daß mein Glaube an die Schutzimpfung
vollständig zunichte geworden ist."
Dr. Charles Creighton, eine anerkannte Autorität auf dem Gebiete der Epidemien,
erbringt unwiderlegbare Beweise von der Verkehrtheit des Impfens.
Prof. Edgar M. Crooksband, Bakteriologe am Königskollegium erklärt in seinem
Werke „Geschichte und Pathologie des Impfens", diesen Brauch für „unsicher,
unwissenschaftlich und gefährlich."
Professor Russell Walace sagt:
„Der ganze Brauch des Impfens widerspricht aller sanitären Wissenschaft."
Der berühmte Dr. S. Monckton Copeman sagt:
„Als das geeignetste Material (zum Impfen) erwies sich die eitrige Masse, die
man den Blattern von Leichen entnahm, die in einem zeitigen Stadium der Kranheit
gestorben waren."
Dr. Carlo Ruaia, Professor der Medizin an der Universität zu Perugia, sagt:
„Ich glaube nicht an den Nutzen des Impfens. Es ist eine weltweite Täuschung,
ein unwissenschaftlicher Brauch, ein schrecklicher Aberglaube, dessen Folgen
Tausende von Toten und Verwundeten, Tränen und Schmerzen ohne Ende sind."
Dr. Walter H. Hadwen, der unermüdliche und erfolgreiche Impfgegner sagt:
„England hat 400.000 Pfund Sterling zur Heilung von Solaten, die als Invaliden
aus dem Kriege heimkehrten, ausgegeben. Ich habe selbst viele Fälle behandelt,
deren Krankheit nur die Folge des Impfens gegen Typhus war."
Dr. Zachery T. Miller sagt:
„Wir müssen diese Bemühung des Menschen, aus Furcht, daß einige wenige an
Blattern erkranken könnten, ein ganzes gesundes Volk krank zu machen, ein Ende
bereiten. Wir müssen gegen die Idee ankämpfen, daß ein gesunder Mensch eine
Bedrohung anderer ist. Wir müssen darauf sehen, daß die Erziehung unserer Kinder
nicht von der vergifteten Lanzette bedroht wird. Wir müssen gegen diesen
Aberglauben, der durch den Staat verübt wird, Front machen. Wir müssen unser
persönliches Recht wahren, uns unsere Nahrung, unsere Religion, unsere Politik
und unsere Medizin selbst wählen zu können."
Und dem fügt das „Goldene Zeitalter" dann noch ein eigenes redaktionelles
Nachwort an. Grundsätzlich wird man wohl sagen können.
Hier wird ein Medizinerstreit auf die
Laienebene verpflanzt. Es werden zwar diverse Anti-Impfen-Voten bemüht.
Jedoch kein einziges für die gegenteilige Ansicht. Dennoch wird quasi der
Laienleser des GZ, in diesem Streit zum „Richter" bestellt. Wobei das Urteil
allerdings schon vorgegeben ist.
Das GZ fühlt sich also bemüßigt, als eigenes Resümee den Ausruf zu tätigen:
„Möchten doch auch bei uns in Deutschland
die Ärzte, die dieses Übel erkennen, mit noch größerem Freimut dieses
scheußliche Verbrechen, das unsere Jugend vergiftet, bekämpfen helfen!"
Eine weitere Meldung im Stile der Impfgegner findet man auch in der Ausgabe
des „Goldenen Zeitalters" vom 1. 9. 1928. Dort wird unter der Überschrift „Opfer
der 'Schutzimpfung'" in der Wortwahl betont parteiisch berichtet:
„Aus Bundaberg in Australien wird wieder
von zwölf blühenden Kindern berichtet, die als Opfer des schrecklichen
Aberglaubens der Impfung mit Eiter von kranken Kühen den Tod fanden. Mit dieser
Schmutzerei sollte Diphterie verhindert werden. In Dallas (Texas, Verein
Staaten) wurden im Jahre 1919 auf diese Weise zehn Kinder getötet, und in der
Nähe Wiens im Jahre 1924 sechs. In Amerika haben schon mehrere Eltern auf
Schadenersatz für das furchtbare Unheil, das ihren Kindern zugefügt wurde,
geklagt. In vielen Fällen wo die Kinder nicht starben, sind sie doch siech und
von Krämpfen befallen geblieben."
Einen dokumentierten Nachweis für die getätigten Anschuldigungen indes gibt
es nicht. Es „ist" halt so, weil das GZ „mit direktem Draht zu Jehova", es so
für Recht befindet.
Auf ähnlicher „Wellenlänge" liegt beispielsweise auch jene Kurzmeldung im
"Trost" vom 15. 3. 1938, welche da unter der Überschrift "Weniger Impfungen -
bessere Gesundheit" wissen wollte:
"In Australien werden jetzt weniger als ein
Prozent der Kinder geimpft. Die Blattern sind durch Verbesserung der sanitären
Verhältnisse verschwunden. Es sind in Australien, während der letzten zehn Jahre
nur 5 Kinder an Blattern gestorben."
Auch die „Trost"-Ausgabe vom 15. 7. 1938 präsentiert solch eine tendenziöse
Meldung.
Ihr zufolge habe „der Bergbewohner John
Marsh von Carlisle in Pennsylvanien erklärt, lieber im Gefängnis verfaulen zu
wollen, als zuzugeben, daß sein siebenjähriger Sohn geimpft wird; denn seine
Nichte sei durch Impfung erblindet. Wahrscheinlich hat er auch davon gehört, wie
unwirksam sich das Impfen in Japan und auf den Philippinen, wo es eifrig
betrieben wird, erwiesen hat. Er will vor allem seinen kerngesunden Jungen nicht
durch Gifteinspritzungen krank machen lassen.
Schon mehrmals hat er wegen seiner Weigerung im Gefängnis gesessen, einmal acht
Monate hintereinander."
Und da kann es sich das „Trost" nicht versagen, als eigene redaktionelle
Meinung noch hinzuzufügen:
„Derartige Verfolgungen sind äußerst
ungerecht."
Wer indes erwarten sollte, ein wissenschaftlichen Kriterien entsprechender
Beweis (oder zumindest der Quellennachweis, wer denn diese Meldung zuerst
verbreitet hat), für die Behauptung „seine Nichte sei durch Impfung erblindet."
zu bekommen..
Wer nun erwartet, der Beweis für diese Behauptung wird mit geliefert, wird
allerdings wieder einmal enttäuscht. Es wird einfach behauptet, und der reguläre
„Trost"-Leser, hat auch das im Glaubensstil einfach herunterzuschlucken.
Dem Bereich Impfgegnerschaft ist auch das Votum eines Dr. John Harvey Kellogg
zuzuordnen, der sich gemäß den im „Trost" vom 1. 3. 1939 von ihm wiedergegebenen
Statement unter anderem wie folgt verbreitete :
„Zu den unverständigsten Dingen, die von
der Ärzteschaft befürwortet werden, gehört die Impfung von Kindern und
Erwachsenen gegen Blattern; denn man kann tatsächlich nicht beweisen, ob schon
ein einziger Mensch durch die Impfung von Blattern verschont blieb. Dieser
sogenannte Schutz vernichtet alle Beweismittel; denn wie können wir wissen, ob
ein Geimpfter, der diese Krankheit nicht bekommt, sie ohne Impfung je bekommen
hätte.
Man kann wohl mit Bestimmtheit sagen, daß nicht mehr als zehn Prozent der
Menschen für diese Krankheit empfänglich sind, selbst wenn sie mit einem
Blatternkranken im selben Bett schlafen würden. Am ehesten kommt Ansteckung vor
bei solchen, die in sehr schmutziger Umgebung leben. Doch kann niemand sagen, ob
er von Natur aus immun ist, oder ob er seine Immunität dem Impfschutz verdankt.
Ich kann von einer Blatternepidemie berichten, bei der von den mehr als 900
Erkrankten 95 Prozent geimpft waren. Aus meiner eigenen Praxis weiß ich von
einer kleineren Epidemie, bei der unter 33 Patienten 29 geimpft waren, etliche
davon erst letztes Jahr. Es hatte ihnen also nichts genützt!
Dagegen war in einer Familie, in der fünf Personen von der Krankheit befallen
waren, ein ungeimpftes Mädchen, das gesund blieb, obwohl es alle fünf Patienten
pflegte.
Also: immun von Natur!
Dasselbe trifft auch auf andere Krankheiten zu. Warum erkranken zum Beispiel bei
Ausbruch einer Grippeepidemie nicht alle Menschen? Die Keime (wenn es sich hier
um Keime handelt, was wir nicht wissen) sind überall. Man kann ihnen nicht
entfliehen; und doch werden nur vielleicht 10 Prozent der Bevölkerung von der
Krankheit betroffen. Was schützt die anderen 90 Prozent? Natürliche Immunität.
Doch, wenn wir in diesem Jahre immun sind, sind wir es vielleicht im nächsten
Jahre nicht, und dann kann uns kein sogenannter Impfschutz immun machen.
Es ist eine bekannte Tatsache, daß bei einer Diphtherie-Epidemie höchstens 15
Prozent der Kinder in dem betroffenen Gebiet erkranken. Die anderen 85 Prozent
bleiben verschont, wie sehr sie auch der Ansteckungsgefahr ausgesetzt sein
mögen. Wir haben verschiedene Schutzmittel angewendet, um die Kinder immun zu
machen, und müssen doch zugeben, daß 15 Prozent erkranken, also nicht immun
sind.
Vor einigen Jahren impfte man im Krankenhaus der Cook County in Illinois die
Hälfte des Personals mit Diphtherie-Serum, und später brach unter diesen
Geimpften Diphtherie aus. Es wurden dann auch Ungeimpfte von der Krankheit
befallen, aber die größere Anzahl der Patienten befand sich unter den Geimpften.
Ich habe mich seit nunmehr dreißig Jahren auf die Behandlung chronischer
Krankheiten spezialisiert; und während dieser dreißig Jahre sind mir viele Fälle
vorgekommen, wo kleine Kinder, die bis zu ihrer Impfung keinen einzigen Tag lang
krank gewesen waren, in den darauffolgenden Jahren keinen Tag mehr gesund waren.
Ich konnte nicht feststellen, welche Krankheit sie hatten; sie waren einfach
nicht gesund; ihre Widerstandskraft war dahin.
In England, wo die Statistiken etwas zugänglicher sind als z. B. in Amerika,
zeigen die offiziellen Berichte, daß in den letzten 21 Jahren dreimal soviel
Todesfälle durch Impfung als durch Blattern zu verzeichnen waren. Und ich möchte
wetten, daß, wenn man in den Berichten selbst dreimal soviel Todesfälle der
Impfung zuschreibt, in Wirklichkeit noch dreimal mehr Fälle auf diese
zurückzuführen sind.
Ein Unempfänglichmachen gibt es nicht
Es gibt in Wahrheit kein Unempfänglichmachen gegen irgendeine Krankheit. Wenn es
möglich wäre, durch künstliche Mittel dem menschlichen Körper die natürliche
Widerstandskraft gegen Krankheiten zu verleihen, so würde ich mich darüber sehr
freuen. Aber dies gibt es eben nicht. Der Körper hat seine eigene Abwehrmethode.
Sie ist abhängig von der jeweiligen Lebenskraft des Körpers. Ist diese stark
genug, dann widersteht der Körper jeder Ansteckungsgefahr; aber man kann die
Lebenskraft nicht durch Gifteinspritzen bezw. Impfen steigern. ....
Da ist zum Beispiel das Insulin gegen Zuckerkrankheit. Hat es nicht vielen
Kranken gut getan? Gewiß; hat es aber ihr Leben verlängert? Die Zahl der
Zuckerkranken hat prozentual zugenommen, seitdem wir wissen, was diese Krankheit
ist. Das Insulin hat diese Zunahme nicht verhindert. Wir haben das Leben der
Diabetiker nicht verlängern können.
Es gibt auch Fälle, wo der Patient zuviel Insulin genommen hat und darauf
schneller verfallen ist. Das hat natürlich die Sterblichkeitsziffer noch
erhöht."
Unter Berufung auf den "Kalifornischen Vivisektionsgegner- u.
Tierschutzverband", Los Angeles, macht sich „Trost" vom 15. 9. 1939 erneut zum
Sprachrohr entsprechender Ressentiments. Um denn den Abscheu gegen das Impfen
generell anzuheizen, weis besagter Verband via des Sprachrohres „Trost", das
nachfolgende zu berichten:
„Wie das Blattern-Impfgift hergestellt wird
Man schnallt ein Kalb auf den Operationstisch, rasiert in der Magengegend etwa
30 qcm glatt ab und macht ungefähr hundert Einschnitte. In einen solchen
Einschnitt läßt man einen Tropfen glyzerinisierter Lymphe (eine Blatternkultur,
die durch eine Glyzerinlösung gegangen ist) fallen und reibt sie gründlich
hinein. Dann tritt Fieber auf und das Tier wird schwerkrank.
In ein paar Tagen kommen Bläschen zum Vorschein, Schorf bildet sich und das Kalb
beginnt Blut und Unreinigkeiten verschiedener Art in Form von Eiter
auszuscheiden. Nach Ablauf von sechs Tagen ist der Ausscheidungsprozeß so weit
gediehen, daß die Bläschen voll sind von Eiter, verfaulten Zellen usw. Diese
Ablagerungsstellen der Krankheit sind mit Schorf bedeckt. Dann wird das Kalb
nochmals auf den Operationstisch geschnallt. Der geimpfte Körperteil wird mit
warmem Wasser abgewaschen und jedes Bläschen
einzeln mit Klammern eingefaßt. Die Kruste wird sorgfältig mit der Schneide
eines Stahlwerkzeuges abgekratzt, und die tote Haut, die Lymphe, der giftige
Eiter und das ausgestoßene Blut kommen in einen kleinen Tiegel. Diesem
schrecklichen verfaulten Zeug wird eine gleiche Menge Glyzerin zugesetzt und das
Ganze dann gründlich durcheinandergerührt und mit Hilfe eines kleinen
Elektromotors gemischt. Wenn das geschehen ist, kommt die Masse in einen anderen
Tiegel und wird durch ein sehr feines Sieb abgegossen, um die gröberen Stücke
verfaulten Fleisches, die Haare usw. zu entfernen.
Dann wird die Mischung nochmals geschlagen, gründlich durcheinandergerührt, in
Röhren abgefüllt und als reine Kalbslymphe über das ganze Land verteilt, obwohl
es so etwas wie reine Lymphe überhaupt nicht gibt. Trotzdem sind die
Gesundheitsämter, Schulbehörden und Ärzte darauf versessen, jährlich das Blut
von Millionen von Schulkindern mit diesem verfaulten Zeug zu verunreinigen!
In der gleichen „Trost-Ausgabe, wird dann noch unter Berufung auf die
gleiche tendenziöse Quelle, die nachfolgende Behauptung weiter gegeben:
„Wie Statistiken zugunsten der Impfung
gefälscht werden
Dr. Carr, der frühere Redakteur des "Medical Journal" von Columbus (Vereinigte
Staaten) sagte:
,,In unserer Stadt (Columbus, Ohio) war angeblich eine Blatternepidemie. Viele
wurden unter Quarantäne gestellt, und sehr viele wurden geimpft. Ich machte mir
die Mühe, mir die Liste dieser Erkrankten zu verschaffen. Sie wurden alle als
niemals geimpft bezeichnet. Die Liste verschaffte ich mir aus den Büchern des
Gesundheitsamtes und begann, die darauf angeführten Personen zu besuchen, und
zwar besuchte ich die ersten dreißig.
Diese waren alle, ohne Ausnahme, geimpft worden, manche davon drei- bis viermal.
Ich ging ins Amt zurück und verlangte eine Erklärung über diese falsche
Statistik, worauf man mir erwiderte:
,Es hat nichts zu sagen, wie viele Impfnarben jemand hat. Wenn er die Blattern
bekommt, ist er nicht richtig geimpft worden. Der einzige Beweis, den wir dafür
brauchen, daß er nicht richtig geimpft wurde, ist die Tatsache, daß er an
Blattern erkrankt ist. Und wenn er nicht richtig geimpft wurde, ist das
ebensogut, als wenn er überhaupt nie geimpft worden wäre.' -
Man stellt also einfach fest, wer die Blattern hat, und notiert sie dann als
niemals geimpft."
Eine andere Methode, Blattern-Statistiken niedriger zu halten, ist, solche
Fälle, wo bereits geimpfte Kinder an Blättern erkranken, als Windpocken zu
bezeichnen."
Es war für das „Goldene Zeitalter" („Trost") offenbar eine Art „Ehren"pflicht,
alle relevanten Impfgegnerischen Artikel, die es andernorts entdeckte, prompt
auch an die eigene Leserschaft weiter zureichen. So geschehen auch im „Trost"
vom 15. 3. 1940. Dort konnte man beispielsweise lesen:
„Die Impffreunde betrachten es als
selbstverständlich, daß bei Kriegszeiten das ganze Volk durchgeimpft werden
sollte. Bekanntlich ist der Impfzwang beim Militär eingeführt, und zwar aus dem
Grunde, weil die Schulmedizin heute auf dem Standpunkte steht, daß das Impfen
einen Schutz gegen Ansteckung von Pocken sei. Es ist dies eine Behauptung, über
die bis heute noch die entsprechenden Beweise fehlen. Im Gegenteil, es ist bei
der letzten Pockenepidemie, welche zwar in der Schweiz ganz leicht aufgetreten
ist, vorgekommen, daß auch viele Geimpfte erkrankten.
Im ganzen sind in den vier Jahren 1921 bis 1924 in der Schweiz ca. 1700 Personen
an Pocken erkrankt, davon sind nicht mehr als 10 Todesfälle vorgekommen. Es
zeigte diese geringe Mortalität schon, daß diese Epidemie, die ungeheuer viel
Aufsehen und bewußte Verängstigung des Volkes gebracht hatte, doch nicht so
schlimm war. Man behauptet, wer geimpft ist, sei vor Pocken gefeit, aber eine
große Anzahl von Geimpften bekommen die Pocken trotzdem.
Herr Dr. Campell behauptete damals, es seien nur Ungeimpfte erkrankt, während
dies den Tatsachen nicht entsprach. In der Schweiz haben wir mit Ausnahme der
welschen Kantone und Graubünden keinen Impfzwang. Es ist auch ganz richtig so,
und wir sind damit sehr gut gefahren und hoffen, daß die Impffreiheit weiter
bestehen bleibt, auch in diesen Kriegszeiten.
In der Statistik wird vielfach das Material etwas merkwürdig verarbeitet. Wer
geimpft ist, bekommt keine Pocken, und wenn er sie trotzdem bekommt, so sind es
die "wilden Pocken" und diese werden in der Pockenstatistik nicht angeführt. Bei
einem, der nicht geimpft ist, zählen die Windpocken oder wilde Pocken auch als
Pockenfall. Auf diese Weise wird die Statistik nicht ganz ehrlich. Windpocken
und echte Pocken müßten streng voneinander geschieden werden. Da dies in vielen
Fällen nicht möglich ist, besteht eine gewisse Willkür in der Taxierung der
Pockenart.
Bei den Kindern kommen sehr häufig die Windpocken vor, welche zu Hause behandelt
werden können. - Was aber sehr verbesserungsfähig wäre, das ist die Methode der
Pockenbehandlung. Im Pockenspital wird eigentlich so gut wie nichts gemacht,
"abwartend" ...
Die Pockenlymphe, welche zum Impfen verwendet wird, ist bekanntlich tierischen
Ursprungs. Die Kuhpocken werden beim Rinde erzeugt, die reifen Blasen
abgekratzt, in dem Inhalt der Blasen sind viele Eiterbazillen und etwas Serum.
Nun wird das Ganze mit Glyzerin vermischt und durch einen Bakterienfilter
durchgetrieben. Dabei kann es leicht vorkommen, daß nicht nur Serum, sondern
auch Strepto- oder Staphylo-Kokken durch den Filter gehen. Bei der Kontrolle der
Lymphe ist es nicht leicht, festzustellen, welche Zusammensetzung diese hat, sie
ist auch ganz verschieden, manchmal wirkt sie leicht, manchmal sehr schwer. Und
wer ist das Opfer des Zufalls?
Wenn man eine Verletzung der Haut macht und den Impfstoff einreibt, ist die
Folge, daß die nächsten Lymphdrüsen, die Achseldrüsen, in wenigen Tagen
aufschwellen. Diese Schwellung der Lymphdrüse geht öfters auch auf die Halsdrüse
über und somit ins ganze Blut- Diese Schwellungen bleiben öfters mehrere Monate,
sie können sogar bösartig werden, man spricht von Skrofulöse, manchmal wird der
ganze Körper durch diese Impfung stark hergenommen.
Es gibt aufgeschwollene, entzündete Bronchialdrüsen, Augen- und
Ohrenkrankheiten, Nierenleiden, Hautausschläge und andere Krankheiten. Daß die
Reaktion oft erst ein halbes oder ganzes Jahr nach der Impfung erfolgt, ist gar
nicht verwunderlich.
Nun ist das Schwierige und Problematische bei der Pockenimpfung, man kennt den
Bazillus der Pocken nicht und doch wird geimpft. Ist das nicht etwas
Unwissenschaftliches? Auch die Grippe, die Kinderlähmung, Scharlach und Masern
sind Krankheiten, bei denen der Bazillus bis heute nicht entdeckt wurde. Es ist
bekannt, daß alle Serums, die bei diesen Krankheiten angewandt werden, keinen
überzeugenden Erfolg haben. Warum, soll man bei den Pocken den Menschen eine
Tierlymphe einimpfen, welche nachgewiesenermaßen öfters zu leichteren oder
schwereren Krankheiten Anlaß gibt?, welche den Menschen oft Jahre oder
Jahrzehnte in der Gesundheit schwer schädigen? Außerdem wird von Impfärzten
zugestanden, daß der supponierte Impfschutz nur l-6 Monate bis höchstens ein
Jahr daure. Somit müßte man sich alle Jahre wieder impfen lassen. - Es ist auch
höchst unlogisch und unwissenschaftlich, ein Serum gegen eine Krankheit
herzustellen, deren Erreger wir noch gar nicht kennen.
1. Der körperlichen Gesundheitspflege soll gerade in den seuchengefährlichen
Zeiten besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Vor allem gehört dazu viel
Genuß von frischer Luft! Unsere Gesundheit hängt ab vom richtigen Genuß freier
Luft, vom tüchtigen Atmen, Bergsteigen und Sport! Der Stubenhocker ist
empfindlicher als der Freiluft- und Bewegungsmensch!
2. soll man möglichst reizloses Essen zu sich nehmen.
Stark gesalzene Speisen sind sehr ungesund und vermindern die
Widerstandsfähigkeit des Körpers, wie auch der Alkohol.
Man meide stark gesalzene Speisen, wie Würste, Rauchfleisch,Käse, gesalzene
Fische und Konserven. Vegetarische Diät vorziehen! Viel rohes Obst und Rohgemüse
essen! Verstopfung bekämpfen!
3. Die persönliche Hautpflege und Reinlichkeit ist die beste Verteidigung des
Körpers gegen Infektionen. Man sollte mindestens jede Woche ein heißes
Reinigungsbad nehmen, sich abseifen und bürsten. Jeden Morgen soll man den
Körper abbürsten mit einer Badebürste, nachher kurz eine Ganzabwaschung mit
kaltem Wasser machen. Diese Ganzabwaschung dient im Winter dazu, die
Widerstandsfähigkeit gegen Erkältungen zu heben.
Dr. med. A. K.
(Mit freundl. Genehmigung der Schriftlg. dem Heft 1/1940 der "Volksgesundheit",
Zürich, entnommen.)
Solcherart Meldungen sind dann „Wasser auf die Mühlen" der
Heilpraktikerszene, welche bei den Bibelforschern ein besonders gläubiges
Potential vorfand (und nicht selten heute noch: vorfindet). Wehe dem, wer den
auf diesem Humus blühenden Geschäftemachern, die es sehr wohl gibt, in die Quere
kommt. Das mussten schon selbst solche Institutionen, wie der Fernsehsender ZDF,
in der Gegenwart erfahren, wovon denn auch eine Notiz in der Zeitschrift „Focus"
Nr. 42/2007 kündet.
Weiteres zum Thema Impfgegnerschaft