Annotationen zu den Zeugen Jehovas
"God's own country"

Karlheinz Deschner ist eine umstrittene Person. Jedenfalls ist er ein vielfältiger Schriftsteller. Seine Bücher füllen mittlerweile fast "ganze Bibliotheken". Herausragend seine voluminöse "nicht enden wollende" "Kriminalgeschichte des Christentums". Hier beginnen schon meine Vorbehalte. Christentum mit Kriminalgeschichte grundsätzlich gleichzusetzen ist mir zu simpel. Was war beispielsweise ein Hitler? War das nicht auch ein Krimineller?! Ein Politkrimineller! Ich bestreite zudem, dass Hitler noch eine ernst zu nehmende religiöse Sozialisation hatte; auch wenn er formal - aus Opportunitätsgründen - noch einer Kirche angehörte.

Also die Übel dieser Welt in die Kategorien Glauben oder Nichtglauben einzuteilen, dieser Milchmädchenlogik vermag ich nicht zu folgen. Die Ursachen sind hier und anderswo, weit komplexer.

Für viele - namentlich Christen, namentlich die der organisierten Form in Kirchen und Religionsgemeinschaften - ist Deschner die "Ausgeburt des Bösen". Oder um es mit Deschners eigenen Worten zu sagen (in Zitierung eines Leserbriefes - diese Leserbriefsammlung enthält unter anderem auch solche von Zeugen Jehovas): "Sie Oberteufel!" Hatte er doch beispielsweise auch mal ein Buch mit dem Titel: "Das Christentum im Urteil seiner Gegner" herausgegeben.

Das reicht dann für etliche Christen schon aus um zu dem Ergebnis zu gelangen, von Deschner selbst nicht eine Zeile zu lesen. Wenn man Christ ist, dann kann mal natürlich nicht zur Kenntnis nehmen, was die Gegner darüber sagen - so eine weitverbreitete Geisteshaltung in diesen Kreisen. Derselbe Deschner hatte aber 1970 auch mal ein Buch herausgegeben, dass dem Thema: "Die Kirchen und der Krieg" gewidmet war. Auch da hatte er schon ein paar unbequeme Fakten (unbequem für machtvolle Kreise) zu Papier gebracht.

Unbequem (für die katholische Kirche) ist auch sein "Mit Gott und den Faschisten". Empfehlenswert auch seine kritische Kirchengeschichte "Und abermals krähte der Hahn." Deschner ist sich auch nachfolgend selbst treu geblieben. Ein weiteres Buch von ihm, dass gleichfalls einigen machtvollen Kreisen unbequem ist, sei nachstehend noch genannt.

"Sprecht sanft und tragt immer einen Knüppel bei euch!" So titelte Karlheinz Deschner seine kritische Geschichte über "God's own country". Er wählte zur besseren Charakterisierung der von ihm behandelten USA auch noch die Bezeichnung: "Der Moloch". Und er fügt zur Erläuterung für diesen aus der Bibel entnommenen Begriff noch hinzu: "Der Moloch - so definieren unsere Wörterbücher - ist jene Macht, die unersättlich Opfer heischt, immer neue Opfer, die alles zu verschlingen sucht."

Was Deschner hier, von säkularer Warte ausgehend beschreibt, charakterisiert zugleich auch treffend die Alte-Männer-Riege im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Ich wüsste wirklich nicht, welche Bezeichnung, als die von Deschner gewählte, für die noch treffender sein könnte!

Einleitend zitiert er gleich ein paar Aphorismen die andere über Amerika geäußert haben:

"Ich bin bekannt für meine Ironie. Aber auf den Gedanken, im Hafen von New York eine Freiheitsstatue zu errichten, wäre selbst ich nicht gekommen." Bernhard Shaw.

"Ich kenne kein Land, in dem allgemein weniger geistige Unabhängigkeit und weniger wahre Freiheit herrscht als in Amerika" A. C. Graf de Tocqueville.

"Obgleich Amerika immer überzeugt gewesen ist, das Land der Freiheit par excellence zu sein …, so gibt es doch kein zweites, in dem die Menschen unter einem mehr überwältigenden Zwang leben. … Man hat einen tödlichen Hass für unzähmbare Menschen und reine Seelen." George de Santayana.

Ein Schlusssatz der Einleitung zu seiner Thematik lautet denn auch:

"Die USA, die, seit es sie gibt, allen anderen Moral predigen, um ihre eigenen Greuel zu kaschieren, entstanden selbst auf dem Boden nackter Gewalt: durch Ausmordung der Roten und Versklavung der Schwarzen - die Basis ihrer ganzen Freiheit und Demokratie: blutige 'Realpolitik' und bigottes Geschwätz."

Auf den Seiten 180, 181 geht er auch auf die innenpolitische Situation nach der Kriegserklärung der USA an Deutschland, im Ersten Weltkrieg ein. Es wurde ein von Hysterie hochgezüchtetes Klima geschaffen. Vergleicht man in etwa die Geschichtsdarstellung der Zeugen Jehovas zu diesen Jahren, bezüglich der USA; so kann man sagen zwischen ihnen und Deschner besteht in diesem Punkt kein Dissens. Aber nichts ist so alt wie der Ruhm von gestern!

Es kann hier nicht die Aufgabe sein, die Säkulargeschichte der USA im Detail darzustellen. Interessant auch die Referierung des kalten Krieges nach 1945. In letzteren spielten auch Jehovas Zeugen ihren nicht unwesentlichen Part. Selbstredend im USA-Sinne: "Sanft reden - und mit dem Knüppel zu drohen" bzw. darüber hinausgehend, ihn massiv einzusetzen.

Auch die Ausführungen über den nachmaligen USA-Präsidenten Eisenhower liest man mit Interesse. Seine Karriere begann bekanntlich als hoher Militär. Über den weiteren Ablauf vermerkt Deschner noch: "Und da ihm sein Heidentum den Weg ins Weiße Haus doch kaum erleichtert hätte, war er immerhin Realpolitiker genug, sich taufen zu lassen, als er republikanischer Präsidentschaftskandidat wurde."

Aus dem Buch von Cole wissen wir, dass seine Eltern es mit den Bibelforschern hielten. Dieser Fakt bewirkte bei ihm die fehlende Kindertaufe gemäß großkirchlichem Ritus. Jedenfalls können die Bibelforscherischen Erziehungsgrundsätze im Falle Eisenhower nicht besonders tiefgründig gewesen sein.

Denn wie soll man da seine Karriere als hoher Militär mit in Einklang bringen? Darauf wusste auch Cole nur eine Antwort: Schweigen! Man kann es aber auch anders sehen. Die Sozialisation des Dwight Eisenhower ist noch der Russell-Ära zuzuordnen. Russell beliebte sich mit einem "Komitee der Sieben" zu umgeben - als Statisten. Einer von diesen war auch Militär. Der General William Hall. Wenn Russell sich mit Militärs umgab, warum sollte der 1890 geborene Dwight Eisenhower dann nichts ähnliches werden?

Jedenfalls vermittelt die Kenntnis dieser politischen Hintergründe interessante Einsichten, die mit zur Klärung der Frage: "Weshalb ist das so" beitragen können. Ich kann Deschners Studie nur wärmstens empfehlen:

24. 04. 2000

Man vergleiche auch:

Deschner, Der Moloch

Atheist oder Deist?

Zur großangelegte "Kriminalgeschichte des Christentums" von Deschner, die nicht unbedingt zudem gehört, was ich empfehlen würde; noch die Anmerkung: Wer sich zutraut, eine vielbändige Kirchengeschichte, die auch von etlichen Theologen vorliegt, wirklich bis zum Ende durchzulesen (und nicht bloß zu überfliegen). Wer sich das zutraut, ohne vorher entnervt aufgegeben zu haben, d e r und nur der, ist auch mit Deschners "Kriminalgeschichte" gut bedient. Er wird daran ohne Zweifel viele bedenkenswerte Anregungen vorfinden.

Aber nach meiner Einschätzung liegt die Stärke von Deschner doch wohl insbesondere auf dem Felde: Einschätzung der katholischen Kirche. Da macht ihm in der Tat so schnell keiner was vor. Er hat denn auch im laufe der Zeit schon einige Bücher zu diesem Thema vorgelegt. Nicht alle davon sind noch lieferbar. Auf eines das noch lieferbar ist, sei daher besonders empfehlend hingewiesen.

Karlheinz Deschner, Politik der Päpste im 20. Jahrhundert.

http://www.youtube.com/watch?v=HEoLdDb2Cgg

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http://www.youtube.com/watch?v=Nkn0CmrNPIs

Ein einfaches Weltbild ist ja immer eine prima Sache: "wir sind immer die Guten"

Hohle Phrasen aus noch hohleren Köpfen.

Im Zeitspiegel
Ebenbürtig den schlimmsten Dikaturen!

Unter der Überschrift: "Amerikas Polizei geht energisch gegen Alkoholschriife vor", brachte die "Freiburger Zeitung" vom 5. 11. 1931 den nachfolgenden Bildbericht.

http://az.ub.uni-freiburg.de/show/fz.cgi?cmd=showpic&ausgabe=04&day=05b2&year=1931&month=11&project=3&anzahl=4

Nun steht es ja Abstinenzler-Apostel frei, für sich persönlich solch einen Lebensstil zu praktizieren.
Hinnehmbar wären auch noch Aufklärungskampagnen, über die Gefahren des Alkoholmißbrauches.
Hier aber zu Zeiten der Prohition wurde in den USA ein Terror entfaltet, ebenbürtig den schlimmsten Diktaturen.
Da soll also der Zweck "alle Mittel heiligen"?
Und namentlich kirchliche Kreise waren es doch, welche diese Prohibitions-Gesetzgebung erst in Fahrt brachten, und sich gar noch was darauf einbildeten.

Noch ein weiterer Exkurs (gekürzte Fassung. Langfassung in:

http://forum.mysnip.de/read.php?27094,112218,115256#msg-115256 08. November 2011 05:40

Eine versklavende Religion

Ihren prinzipiellem politischen Konservatismus schleudert die WTG wieder einmal in einem vierseitigen Artikel der "Erwachet!"-Ausgabe vom 1. 11. 1961 in die Welt hinaus. Diesmal hat man sich das Thema

Zitat:

"Gewaltloser Widerstand"

auserkoren.
Jener Artikel resümiert in seinen Schlusssätzen:

Zitat:

"Der gewaltlose Widerstand mag in freiheitlichen Ländern einen gewissen Erfolg haben, als Mittel für eine Weltreform eignet er sich jedoch nicht."

Da mag man partiell noch zustimmen. Vieles im Leben ist halt von Zeit und Umständen abhängig. Zur Unzeit vorgenommenes Handeln, mag nicht unbedingt im Sinne der Handelnden ausgehen. Das ist nur zu wahr. Auch der Einschränkung auf freiheitliche Länder wäre noch zuzustimmen.
Aber weiter geht das WTG-Votum mit der Aussage:

Zitat:

"Ein Christ wäre sehr unweise, wenn er durch den Kampf ohne Gewalt die Mittel, die Gott gebraucht, die Politik und die sozialen Verhältnisse der Staaten der Welt zu ändern, aus den Augen verlöre."

So so, die vermeintlichen "göttlichen Mittel" sollen es also "bringen". Die können dann aber je nach selbsternannten "göttlichen" Aufseher (von "Dienern" pflegt diese Kaste ja heutzutage kaum noch zu reden) sehr variieren.

Da können je nach naiver Stimmung solcher Aufseher schon mal brennende Auschwitzöfen dazu gehören, dieweil solcherart angeblich eine "Prophezeiung" über "Jäger" erfüllt würde, die ein vermeintlich "göttliches Volk" zu jagen hätten.

Nun ist mit dieser Replik nicht gesagt, dass jene genannte These bei der heutigen WTG besonderen Urstand feiern würde. Indes in etwaigen "Enkeln" der WTG-Religion (aber eben nicht in deren "Hauptstamm") lässt sich sehr wohl nachweisen.
...

Zurückkehrend zum "Erwachet!"-Artikel
Nun hat die WTG in jenem Artikel aber ein anderes Beispiel sich auserkoren, und zwar das:

Zitat:

"Anstatt sich an politischen Demonstrationen und an Demonstrationen gegen die Rassentrennung zu beteiligen ..."

Just jene Rassentrennung
(ein innenpolitisches Problem der USA zu der Zeit dieses Artikels), wird dann noch einleitend anhand von Fallbeispielen belegt.
Die Botschaft der WTG dabei ist deutlich. Keinerlei Beteiligung an Aktionen dagegen.
Auch deutlich sind die WTG-Worte in diesem Artikel:

Zitat:

"Wir lesen nirgends, daß Jesus einen passiven Widerstand gegen die Römer organisiert habe, obschon diese die Juden mit eiserner Hand regierten. Er demonstrierte auch nicht gegen die Sklaverei, die in seinen Tagen noch allgemein üblich war."

Ergo habe das Christentum weiterhin eine Sklaven- eine versklavende Religion zu sein. Soweit es die WTG-Religion betrifft, ist diese Selbsteinschätzung erfüllt!

Als Veranschaulichungsbeispiel der innenpolitischen Probleme der USA zum in Rede stehenden Zeitraum, sei auch auf das in deutscher Übersetzung vorliegende Buch von Martin Luther King. "Warum wir nicht warten können" verwiesen.
King war dann einer jener, welchen den gewaltlosen Widerstand eine organisierte Form zu geben vermochte.

Als Motto stellt er seinem Buch die Widmung voran:
"Meinen Kindern, für die ich erträume daß sie .bald nicht, mehr nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt werden."

Er zieht einer ernüchternde Bilanz, wenn er etwa bezugnehmend auf den amerikanischen Bürgerkrieg feststellt:
"Der Krieg war (zwar) gewonnen worden, aber ein gerechter Friede blieb aus. Die Gleichheit kam nie.

Und weiter King:
"Mit, der Aufhebung der körperlichen Sklaverei nach dem Bürgerkrieg fand man neue Mittel und Wege , um den Neger auf. dem Platz zu halten, "der ihm zukam" wie man sich auszudrücken beliebte.
Und weiter, es handele sich immerhin um ein Volk, das zwanzig Millionen Negern in seiner Mitte habe.

Aber, und jetzt kommt das aber:
"Sie leben innerhalb zweier konzentrischer Kreise der Segregation. Der eine hält sie wegen seiner Hautfarbe gefangen, während sie der andere in den Kerker der Armut verbannt."

Und letzteren Umstand umschreibt er dann noch mit der blumigen Floskel:
"Wenn er sich dann zu verbessern versucht, dann wird ihm praktisch geraten, er solle, sich an seinen eigenen Schuhriemen nach "oben ziehen," außer Acht lassend, überhaupt keine "Schuhriemen" zu haben.
Den Anteil arbeitsloser Neger zum Zeitpunkt seines Berichtes, beziffert er auf das etwa zweieinhalbfache, als die der übrigen Bevölkerungsteile.

Als weitere Veranschaulichungsbeispiele erwähnt er etwa die Praxis gewisser Kaufhäuser, dass dort Neger - mit Ach und Krach - zwar als Käufer gerade noch geduldet werden. Nicht jedoch als Kunden etwa an Imbissständen in jenen Kaufhäusern.

Der sowjetische Autor Kondratschow etwa, notierte in seinem Martin Luther King Buch auch:
"In Montgomery durften die Neger wie überall im Süden ihre Cents bezahlen und die Busse benutzen. Nur stieg der Neger vorn ein, bezahlte an den Fahrer. Um aber die Weißen nicht zu "belästigen" verließ er den Bus wieder und - wenn dieser nicht inzwischen abgefahren war, was auch vorkam - stieg dann durch die hintere Tür ein, wo er sich auf die hinteren freien Plätze setzen durfte. Diese Plätze mußte er aber frei machen, wenn die der Weißen. nicht ausreichten."

Für die etablierten Gewerkschaftsfunktionäre in den USA findet er nur bittere Worte. Keinerlei Unterstützung von denen.
Die ergehen sich eher in der Kumpanei mit jenen Kreisen, die er etwa mit den Worten beschreibt:

"In Brooklyn, New York, gäbe es mehrere Bauunternehmen gibt, die nur weiße
Arbeiter beschäftigen."


King auch kirchlich orientiert, bekam letztendlich nur von diesen Kreisen (teilweise) Unterstützung.
Selbstredend nicht von einer weltbekannten Religionsfirma mit langjährigen Hauptsitz in Brooklyn, deren "Rezepte" sich auch in dem Vergleich erschöpfen, sich fallweise an den eigenen "Schuhriemen hochzuziehen". Und wenn das, wie voraussehbar nicht klappt, dann alles so zu belassen wie es ist.

Allenfalls den Unterprivilegierten eine masssive Dröhnung von Opium (religiöser Art) anzudienen. Und wenn selbiges nicht genommen wird, dann den Betreffenden selbst noch einen Tritt in den Allerwertesten zu verpassen.

"Passend" bescheinigt Kondratschow dem USA-Präsidenten Eisenhower, völlige Gleichgültigkeit gegenüber diesen Problemen. Jenem Eisenhower also, dem nachgesagt wird, auch in seiner Familie, habe denn ja mal die WTG-Religion eine gewisse Rolle gespielt. Dann aber wohl kaum bei Eisenhower selber.

Post Skriptum:
Bei Interesse lese man dann doch mal auch noch den Wikipedia-Artikel über Martin Luther King.
Da ich das nun getan habe, kann ich es mir doch nicht versagen, anzumerken:
Und da beachte man besonders wie die USA-staatlichen Stasi-Firmen in Sachen Martin Luther King zu agieren pflegten.
Da kann mein Resümees nur lauten
Egal ob USA-Stasi oder DDR-Stasi (Namen sind da ja "Schall und Rauch"). Auswechselbar sind beide. Und beide spielen ihr miserables Spiel, dass sich in den Details nur äußerst gering unterscheidet.

Sagte die DDR-Stasi: "Wer nicht für uns ist - der ist gegen uns", dann sagte die USA-Stasi: Wer die Rassentrennung in Frage stellt, der sei ein Aufwiegler.
Beiden Stasi-Firmen ist das Anlass genug, als Konsequenz daraus, ihre berüchtigten Zersetzungsmaßnahmen anzuwenden.

Einige Zitate mal daraus:
"King musste auch gegen fragwürdige Urteile der Justiz ankämpfen: So wurde er zu sechs Monaten Zwangsarbeit in Reidsville (Florida) verurteilt, weil er es unterlassen hatte, seinen Führerschein umzumelden, als er von Montgomery nach Atlanta umzog. In diesem Zeitraum wurde King von der New Yorker Universität eine Auszeichnung für seine Arbeit gegen die Rassentrennung verliehen. King wurde von Florida nach New York geflogen, nahm den Preis in Empfang und kehrte anschließend wieder ins Gefängnis nach Reidsville zurück.

Oder auch dieses:
"Nach dem Marsch auf Washington begann FBI-Chef Hoover intensiv, King und andere Bürgerrechtler zu bespitzeln."

Weiter
"Das FBI platzierte ... Abhörgeräte in ... Kings Zuhause sowie an deren Bürotelefonen und verwanzte auch die Hotelzimmer von King auf seinen Reisen durch die USA."

Entlarvend auch noch diese Sätze:
"Um King öffentlich als Kommunisten zu brandmarken, baute man auf dem Gefühl vieler Segregationisten auf, dass die Schwarzen eigentlich glücklich mit ihrem Los in der Gesellschaft seien, aber von Kommunisten oder anderen "Aufhetzern" zum Protest animiert würden. ...
Es wurden auch anonyme Briefe an King versendet, in denen gedroht wurde, dass private Informationen veröffentlicht würden, wenn er nicht seine bürgerrechtliche Arbeit einstelle."


Eigentlich hätten die USA über King eher froh sein können, denn letztendlich vertrat er eine eher gemäßigte Linie. Das indes sahen durchaus nicht alle so. Dafür steht auch der Satz:
"Da trotz aller Gesetze und Gerichtsurteile der Rassismus und die soziale Ungerechtigkeit in den Vereinigten Staaten weiter anhielt, bildete sich ein radikaler Flügel innerhalb der Bürgerrechtsbewegung. Er wurde vor allem durch die Black Muslims mit ihrem charismatischen Anführer Malcolm X und die Black Panther Party vertreten."

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