Ein weiterer Erlebnisbericht

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 11. März 2010 16:00

(Teil eins von drei Teilen im Rahmen der hiesigen Referierung)

Wer das Buch des Willi Bühler mit dem Titel: "Korkeiche und Olivenzweig: Vier Jahre als Missionar in Portugal" einmal selbst gelesen hat (was man ja nur empfehlen kann), der wird wissen, dass er in den Jahren seiner "WTG-Karriere" auch einige ernüchternde Erfahrungen sammeln musste.

Stellvertretend sei nur an seine Unterkunft in Portugal erinnert (ein umgebauter Hühnerstall).
Nicht das Bühler nun ein "Fan" von umgebauten Hühnerställen gewesen wäre. Das kann man so gut wie ausschließen. Das war halt der Ausdruck der "Sorge" der WTG für die ihr Hörigen.
Es kann ja als nachvollziehbar erklärt werden, dass ein umgebauter Hühnerstall sicherlich etwas weniger monatliche Miete kostet, als eine etwas "bessere" Wohnung.
Und unter diesem schnöden Mammonsaspekt erklärt sich auch die vorgenannte Erfahrung, die da Herr Bühler sammeln musste.

Er musste übrigens noch ein paar mehr Erfahrungen sammeln. Ebenfalls nicht der angenehmen Art. So etwa großsprecherischer aus Deutschland nach Portugal angereister Besuch (versteht sich mit Zeugen Jehovas-Background) der da in seiner Besuchszeit nach dem Motto agierte: Was kostet die Welt?
Machts nichts, "wir" bezahlen's
Und den einheimischen Portugiesen blieb angesichts dieser Ankündigung der Mund vor Staunen offen.

Sie hatten dann nur das Problem, dass sie ihren Mund nach der Staunensphase, wieder mal schließen mussten. Und dabei hatten sie dann noch die "Kröte" mit herunterzuschlucken.
Es waren alles hohle, auch so hohle Phrasen.
Und möglicherweise machte sich Herr Bühler, durch die so gesammelten Erfahrungen, nicht unbedingt bei denen beliebter, die zeitweilig davon träumen konnten, "nun bricht wohl das Schlaraffenland an".

Pech nur für Herrn Bühler, das er ja für die Großmäuler nicht letztendlich verantwortlich war. Aber er musste sehr wohl die Suppe auslöffeln, die andere ihm da mit eingebrockt hatten.
Und noch ein Eindruck blieb bei der Lektüre des Bühler'schen Buches mit hängen.
Hätte er nie die WTG-Religion kennen gelernt, so wäre ihm wohl durchaus eine gut bürgerliche Laufbahn beschieden gewesen.
Sein Pech nur, er hatte dann die WTG-Religion kennen gelernt ....!

Nun sind Biographien sicherlich unterschiedlich. Und nicht jeder verewigt seine Biographie in einem konventionell gedruckten Buch.
Gleichwohl gibt es auch einige - und sei es nur um sich einmal selbst Rechenschaft abzulegen - die ihre gesammelten Erfahrungen dann auch mal zu "Papier" respektive in Computerzeiten (zu pdf-Datei) bringen.

Auf solch einen Bericht sei dann nachstehend Bezug genommen.
Ich sehe schon mal einen wesentlichen gemeinsamen Aspekt dieses Berichtes zu dem bereits genannten Bühler'schen darin, dass wären die Berichterstatter nie mit der WTG-Religion in Berührung gekommen, ihnen wohl auch eine gut bürgerliche Laufbahn beschieden gewesen wäre.
Nur, auch sie hatten das Pech, letztendlich mit der WTG-Religion in Berührung zu kommen.

Einleitend liest man von der Berichterstatterin den Satz:
" Ich war damals 22 Jahre alt, in einen jungen Mann verliebt und mit ihm verlobt. Während ich an der Universität studierte, um Übersetzerin zu werden, studierte mein Bräutigam Betriebswirtschaft."
Weiter geht es mit dem Detail:

"Am 1. Januar 1971 kam ein junger Mann, 25 Jahre alt, zum Haus meiner Schwiegereltern. Ich besuchte zu dieser Zeit meinen Verlobten und seine Großmutter. Zum ersten Mal in unserem Leben erfuhren wir Dinge aus der Bibel, über die wir so viele Jahre nachgedacht hatten. Alles klang so gut! Nachdem wir uns einige Stunden mit dem jungen Mann unterhalten hatten, waren wir, gelinde gesagt, beeindruckt von seinem Bibelwissen."

Damit hatte der "Fisch" erst mal auf den ausgeworfenen Köder angebissen.
Alsbald ging es weiter mit dem ZJ-typischen "Heimbibelstudium" des WTG-Buches "Die Wahrheit, die zu ewigem Leben führt"

Offenbar wirkte die ZJ-Indoktrination auch in diesem Falle wofür dann die Sätze stehen:
"Für immer auf einer paradiesischen Erde zu leben, alle Schlechtigkeit wäre vorbei. Mein Mann und ich würden glücklich für immer weiter leben, ohne den Tod zu erleben, weil Harmagedon, Gottes Krieg, der alle Dinge zurecht bringen würde, ganz nahe war. (Ich erinnere mich noch daran, wie mein Mann kurz nach unserer Heirat zu mir sagte: "Liebling, es ist schade, dass dieses System [d.h. diese Welt] nicht mehr lange dauern wird. Da werde ich dich ja nie als schöne alte Dame zu sehen bekommen."

Nun machte sich der Widerstand der Eltern bemerkbar, die da realistisch sahen, ihre Kinder verschreiben sich nun mit "Haut und Haaren" den Zeugen. Nur, die Kinder waren eben schon volljährig. Ergo konnte dieser Widerstand nichts sonderliches bewirken.

Zitat:
"In dieser Situation erlebten wir dann die Erfüllung einer weiteren Prophezeiung, die die Zeugen Jehovas gemacht hatten: Der Widersacher (Satan, der Teufel) musste meinen Vater beeinflusst haben, denn warum sollte irgendjemand etwas gegen das Studium der Bibel haben?!"

Noch ein weiterer Umstand kam mit hinzu:
Zitat:
"Es war so, dass ich mein Universitätsstudium nicht fortsetzte, obwohl ich vor dem Abschlussexamen stand. Für das Examen musste ich eine Diplomarbeit schreiben. Dies tat ich, jedoch hinderte eine Augenkrankheit meine Dozentin einige Monate am Lesen, und als sie meine Arbeit endlich lesen konnte, gefiel sie ihr nicht. Später erfuhr ich, dass sie die Diplomarbeiten aller Examenskandidaten in einem Buch zusammenfassen wollte. Da meine Arbeit aus dem Rahmen fiel, verlangte sie, dass ich sie neu schreiben solle."

Das war dann sicherlich ein frustierendes Erlebnis. Gekoppelt mit dem bereits vorhandenen ZJ-Einfluss indes, bewirkte es letztendlich, das sich weiter in den Sog der WTG begeben.

Aber auch die Zeugen mussten erfahren, ihre "Fische an der Angel" schwanken noch. Die sind immer noch durch die verschiedenen gegensätzliche Einflüsse "ganz hin- und hergerissen".

Letztendlich konnten die Zeugen diese "Schwankungsphase" jedoch für sich entscheiden, wofür die Sätze stehen:
"August 1971, besuchten uns die Zeugen Jehovas wieder, um unser Bibelstudium fortzusetzen. ... Zu dieser Zeit lernten wir mehr Zeugen Jehovas kennen und freundeten uns mit ihnen an. Gleichzeitig verloren wir unsere Freunde, die keine Zeugen waren. Zwei Ehepaare, mit denen wir gesprochen hatten, wurden jedoch nach gut einem Jahr ebenfalls Zeugen Jehovas.
Zu der Zeit erfuhren wir auch, dass wir bei den Zeugen Jehovas recht "berühmt" geworden waren, denn unser "Fortschritt" in unserem Bibelstudium war so "schnell", und zu unserer Überraschung waren sie offensichtlich beeindruckt von unserer Ausbildung und beruflichen Entwicklung. Infolgedessen wurden wir eingeladen, bei zwei Kongressen öffentlich davon Zeugnis abzulegen, wie wir Zeugen Jehovas geworden waren. Auch erzählten einige prominente Brüder unsere "Erfahrung", d.h. wie wir Zeugen Jehovas geworden waren, bei großen Kongressen (natürlich ohne unsere Namen zu nennen). Einer davon wurde von ca. 70.000 Zeugen Jehovas und ihren Freunden besucht."


Im März 1972 war das alles dann durch die Taufe als Zeugen Jehovas besiegelt.

Einige Details überspringend geht es weiter mit der Aussage:
"Wir hatten von Zeugen Jehovas gelernt, dass die Generation von 1914 Harmagedon überleben würde, und 1972 war sie schon recht alt. Wir waren daher wirklich davon überzeugt, dass die Welt sehr bald enden würde. Ich erinnere mich daran, dass ich den Menschen gegenüber davon sprach, dass ihre Kinder nicht mehr erwachsen werden würden. Wir verzichteten daher auch darauf, Kinder in die Welt zu setzen, denn wir waren felsenfest davon überzeugt, dass wir sie noch im neuen System oder Paradies nach Harmagedon bekommen könnten, wenn dies Gottes Wille für uns wäre.

Ja wir waren bereit zu warten, denn wir hatten ja, wie wir dachten, alle erdenkliche Zeit, endlose Zeit, um Kinder zu bekommen und so sagte ich etwas provokativ, wir könnten auch noch in 1000 Jahren Kinder haben. Es gilt zu bedenken, dass wir glaubten, dass bald Harmagedon kommen würde, gefolgt von einem ewigen Paradies hier auf der Erde, und wir würden natürlich auch dort sein."


Die ZJ-Indokrination zeitigte ihre nächsten Ergebnisse als da wären der ZJ-Pionierdienst.
Nun wollte es zur Realisierung dieses Zieles, die Berichterstatterin damit anfangen lassen, ihre berufliche Tätigkeit auf einen Halbtagsjob zu reduzieren. Dazu führte jedoch kein Weg hin. Ihre Chefs waren grundsätzlich zu einem solchen Entgegenkommen (aus deren Sicht aus Betriebswirtschaftlichen Gründen) nicht bereit.
Letztendlich konnte die Berichterstatterin diesen Konflikt nur durch eine Total-Aufgabe ihrer Berufstätigkeit lösen.

Auch ihr Ehemann liebäugelte nunmehr mit einem Halbtagsjob, schlug sogar äußerst lukrative berufliche Aufstiegschanchen aus. Das aber wiederum kostete seine Preis. Zum Beispiel den.
Zitat:
"Wir schauten auch nach einer kleineren, preiswerteren Wohnung, die wir uns würden leisten können, da wir auch ein drastisch geringeres Einkommen erwarteten. Wir tauschten auch unseren Sportwagen gegen ein kleineres Fahrzeug ein.

In dem Wohnblock, in dem wir wohnten, lebte ein Paar, das, wie wir erst später erfuhren, die einzige kleine und preiswerte Wohnung im ganzen Wohnblock gemietet hatte. Während ich eines Tages mit der Frau über unsere Suche nach einer kleinen Wohnung sprach, sagte sie, dass sie unsere Wohnung gern einmal anschauen würde, da sie liebend gerne eine größere hätten. Ihnen gefiel unsere Wohnung sehr. Dann schauten wir uns ihre Wohnung an, die unter dem Dach gelegen war. Da sie uns gefiel, tauschten wir unsere Wohnungen."


Zu diesem Wohnungstausch gibt es dann noch eine Anmerkung, die auch nicht unzitiert bleiben soll:
"... besonders als wir erfuhren, dass die beiden einige Monate später wieder ausziehen mussten. Sie konnten die Miete nicht aufbringen, was wir natürlich nicht gewusst hatten, und es tat uns auch sehr leid."

Jedenfalls konnte die WTG letztendlich ab April 1973 ein Pionier-Ehepaar mehr in ihren Reihen verbuchen.

Weiter im Text:
"Kurze Zeit, nachdem wir mit dem "Pionierdienst" angefangen hatten, wurden wir von einem Bruder vom "Bethel" ... besucht. ... Er spielte u.a. eine führende Rolle bei der Beaufsichtigung von Übersetzung, Druck und Verteilung der Literatur der Zeugen Jehovas für Ostblockländer, in denen das Werk der Zeugen verboten war. Obgleich ich nur etwas Kenntnis der russischen Sprache hatte, wurde ich gebeten, handgeschriebene Artikel mit der Schreibmaschine zu schreiben, die aus den englischsprachigen Zeitschriften "Der Wachturm" und "Erwachet!" (von der Wachtturm-Gesellschaft in Brooklyn, New York, herausgegeben) ins Russische übersetzt waren.

Begeistert willigte ich ein, und wir waren auch glücklich darüber, dass wir der Gesellschaft die Schreibmaschine als Spende zur Verfügung stellen konnten, um zur Unterstützung dieses wichtigen Dienstes beizutragen. Nun fühlten wir uns noch mehr als Teil einer weltweiten Organisation, die den Vorsatz hatte, Menschen erdenweit zu helfen."


Weiter auf dem Indoktrinationswege fortschreitend, anvisierten die frischgebackenen Pioniere gar die Perspektive, mal WTG-Gilead-Absolventen werden zu können.
Als Vorstufe dazu, erfolgte dann erst mal ihre Zuteilung zu einer Englischsprachigen ZJ-Versammlung in Deutschland, eben mit dem Ziel in Englisch, als Grundsprache für Gilead, weiter sattelfest zu werden.

Das wiederum hatte wieder so seine "Nebenwirkungen". Zum Beispiel die:
"Natürlich bedeutete dies, dass wir jegliche Art weltlicher Arbeit aufgeben mussten. Wir zogen aus unserem Heim und von unseren Eltern fort. Von da an sahen wir sie nur ungefähr drei- bis fünfmal im Jahr, jeweils für nur ein bis zwei Tage im Monat. Der Grund war, dass wir unser Zuteilungsgebiet und die örtliche Versammlung nicht mehr als ein bis zwei Tage im Monat verlassen sollten. Auch hatten wir zu Anfang nur 14 Tage Urlaub im Jahr, was Wochenenden und Feiertage mit einschloss. ...

Um in unserer Zuteilung anfangen zu können, mussten wir aus finanziellen Gründen eine Einzimmerwohnung finden, was eine ziemliche Herausforderung darstellte. Nachdem wir schließlich eine gefunden hatten, verkauften wir unser gesamtes Mobiliar und behielten nur einige Stücke, die zu alt waren, um sie verkaufen zu können. Dann zogen wir um. ... die Schwester meines Mannes, die zu der Zeit verlobt war [sie heiratete erst 1 1/2 Jahre später!], kaufte unsere Möbel und trat in unseren Mietvertrag ein.
Das war großartig, da die Gesellschaft uns nur zwei Monate gegeben hatte, um in unserer neuen Zuteilung zu beginnen. Wir verkauften wieder unseren Wagen und tauschten ihn gegen einen noch kleineren und billigeren ein. Nachdem die Kosten für unsere Krankenversicherung abgezogen waren, blieben uns von da an monatlich DM 390,-, wovon allein für die Miete DM 180,- abgingen, ohne Strom, Heizung oder Wasser usw. Da wir unsere Möbel verkauft hatten, blieben uns glücklicherweise ein paar Ersparnisse, was uns half, uns den neuen finanziellen Umständen anzupassen.

Menschlich gesehen, schien es absolut unmöglich, von einer so geringen Summe leben zu können, und ich muss zugeben, dass ich zu Anfang ein bisschen Angst hatte, ob wir es überhaupt schaffen könnten ...

Selbstverständlich dachten unsere Eltern, dass wir den Verstand verloren hätten und unterstützten uns natürlich in keiner Weise. Wahrscheinlich waren sie der Ansicht: "Sollen doch Gott oder Jehovas Zeugen ihnen helfen. ...
Zum Beispiel war es (uns) eine große Hilfe, dass wir ein- bis dreimal in der Woche bei Brüdern und Schwestern nach Hause zum Essen eingeladen waren. In den meisten Fällen war dies keine regelmäßige Angelegenheit und auch nicht während der gesamten Zeit, in der wir Pioniere waren, aber wann immer wir eingeladen waren, schätzten wir es wirklich sehr. ...

Nach nur einem Jahr im Sonderpionierdienst begann ich, ernsthafte Gesundheitsprobleme zu haben. Heute verstehe ich warum, denn wir arbeiteten oft bis Mitternacht. Häufig nahmen wir uns nicht einmal Zeit zu essen, weil wir jede Woche 30 bis 40 Bibelstudien durchführten. (Ich möchte erwähnen, dass die meisten deutschen Brüder im Sonderdienst froh waren, wenn sie drei oder vier Bibelstudien pro Woche hatten. Aber selbst im englischsprachigen Gebiet waren ungefähr 10 Bibelstudien schon sehr schön). Diese dauerten gewöhnlich eine bis drei Stunden, oder noch länger. Daneben waren wir in der Haus-zu-Haus Tätigkeit beschäftigt, wobei wir von Tür zu Tür gingen ...

Nach drei Jahren im Sonderpionierdienst hatte ich solche Gesundheitsprobleme, dass wir daran dachten aufzuhören. ...
Selbst ein Aufenthalt im Krankenhaus trug nicht dazu bei herauszufinden, warum ich solche Schmerzen ... hatte. Nach vielen erfolglosen Untersuchungen lehnten die Ärzte es schließlich ab, mich zu operieren, weil ich als Zeugin Jehovas keine Bluttransfusion akzeptiert hätte ...
Oft weinte ich wegen der ununterbrochenen Schmerzen. Mein Mann ... war allmählich so unglücklich über meinen Zustand, dass er mich schließlich nach etwa einem Jahr, Ende Juli 1977, davon überzeugte, dass wir aufhören müssten.
Es traf uns wirklich sehr. ...

Den Pionierdienst zu verlassen bedeutete auch, ein besonderes Vorrecht aufzugeben. Es war damals nicht sehr witzig, als die Frau des Ehepaares, das 1971 mit uns unser Bibelstudium angefangen hatten, zu mir sagte: "So, dann bist Du ja jetzt auch nur noch ein Verkündiger?!" (Damit ist ein Zeuge gemeint, der nicht im Vollzeitpredigtdienst ist.) Ich war wirklich verletzt, vor allem deshalb, weil ich noch nicht einmal mit dem Pionierdienst aufgehört hatte. Diese und ähnliche Reaktionen auf unsere Entscheidung kränkten uns zwar, aber da wir diesen Dienst nie getan hatten, um Brüdern zu gefallen, sondern für Jehova und für Menschen, versuchten wir, es nicht so ernst zu nehmen."


Zu den Episoden aus der Pionierzeit gehört dann auch die:
"Ich erinnere mich noch daran, wie wir z.B. eines Tages, als wir kein Brot für den Abend mehr übrig hatten, zu Jehova beteten im Vertrauen darauf, dass Er Sein Versprechen halten würde, uns unser tägliches Brot zu geben. Und in der Tat, als wir am Abend zu einer unserer Zusammenkünfte gingen, reichte uns eine Schwester, die uns nie etwas gegeben hatte, einen Laib Brot. Ein Familienmitglied hatte ohne ihr Wissen Brot gekauft, und sie selbst ebenfalls. Deshalb wollte sie uns eines der Brote geben. Man kann sich sicherlich vorstellen, wie überrascht und voller Wertschätzung wir waren, besonders da die Schwester uns nie zuvor etwas gegeben hatte und dies auch später nie mehr tat.

Und wir zogen wieder um. Wir waren bereits zwei Jahre, nachdem wir den Sonderdienst begonnen hatten, umgezogen, weil wir eine Wohnung mit einem zusätzlichen Raum für dasselbe Geld bekommen konnten. Dies half uns sehr, da ich meine Schreib- und Übersetzungsarbeiten zu Hause machen musste. Wenn jemand uns mit einem Besuch überraschte, war dies recht unangenehm, wenn meine russischen Wörterbücher auf dem Tisch ausgebreitet waren. Niemand, nicht einmal die Brüder und Schwestern in der Versammlung sollten wissen, welche Art Arbeit ich für die Wachtturm-Gesellschaft machte. Auch spielten während des Tages jede Menge Kinder unter unserem Fenster, was meine Konzentration nicht gerade förderte. So freuten wir uns über die neue Wohnung, obwohl wir kein eigenes Bad und auch keine Toilette nur für uns hatten. Um die Wohnung im Winter warm zu bekommen, mussten wir mit Holz und Kohle heizen. Viele Male, wenn wir von den Bibelstudien oder Zusammenkünften nach Hause kamen, war das Feuer aus."


Zwar wurde nun der Pionierdienst zeitweilig aufgegeben, aber nach einer gewissen Phase über die Zwischenstufe Hilfspionierdienst, wieder aufgenommen.
Und die rosigen beruflichen Zeiten für den Mann, aufgrund des permanenten Bestehens auf einen Halbtagesjob, waren auch vorbei.
Wiederum mit der Nebenwirkung, dass die jeweilige Wohnungsmiete sich auf Dauer als zu teuer erwies. Ergo, wieder ein neuer Umzug angesagt;

"Wirklich, jedes Mal, wenn wir umzogen, glaubten wir ernstlich, dass dies der letzte Umzug vor Harmagedon sei."

Weiter im Zitat:
"Aber die persönlichen Opfer waren sehr groß. Mein Mann verbrachte gewöhnlich ungefähr sechs Stunden am Tag in seinem weltlichen Beruf und ungefähr vier bis fünf Stunden im Pionierdienst. Dann gab es Probleme, die Brüder und Schwestern oder "Interessierte" betrafen, zusätzlich zur Vorbereitung auf die Zusammenkünfte, die Ausarbeitung von "öffentlichen Ansprachen" und Ansprachen für große oder kleine Kongresse. ...
Da mein Mann wenig Zeit für mich frei hatte, litt natürlich unsere Ehe. Aber ich wollte Gott "ganzherzig" dienen und war daher bereit, "selbst aufopfernd" zu sein. Das größte Problem war, dass ich mit niemandem über meine Probleme sprechen konnte. Mein Mann war ein "Ältester" der Versammlung, und eigene Probleme hätten nie Gegenstand eines Gesprächs sein können. Außerdem ist ein Pionier ohnehin gehalten, seine Probleme nicht zu verbreiten. Manchmal hatte ich das Gefühl zu platzen, weil ich mit der Situation nicht mehr fertig wurde ..."


Trotz alldem verschrieb man sich der WTG weiter mit "Haut und Haaren".
Nächste Etappe 1983 beginnend, der sogenannte Sonderdienst für sie.
Das wiederum, mit den fast schon bekannten "Nebenwirkungen":

"In nur zwei Monaten konnten wir unser Haus ohne eine Anzeige in der Zeitung aufzugeben verkaufen. Auch bekamen wir nach Abzug der Bankkredite Geld genug dafür, um den Umzug in eine kleinere Wohnung finanzieren zu können und ein nagelneues Auto zu kaufen, denn mein Mann musste ja den Firmenwagen zurückgeben, als er die Arbeit aufgab. Ein gutes Fahrzeug ist wirklich lebensnotwendig bei der Art Tätigkeit, wie Pioniere sie durchführen. Für uns war unser Endziel vor Harmagedon erreicht: zurück im Vollzeitdienst, ohne unsere Interessen wegen der weltlichen Arbeit teilen zu müssen. ...

Da uns die Wachtturm-Gesellschaft davon unterrichtet hatte, dass unsere monatliche "Zuwendung" abzüglich der Krankenversicherung für (meinen Mann) und mich zusammen DM 712,- ausmachen würde, und wir alle Kosten zusammen gerechnet hatten, wussten wir, dass wir für die Miete nicht mehr als DM 150,- oder DM 160,- würden aufbringen können. Ich erinnere mich noch gut daran, wie uns die Brüder in der Versammlung "ermunterten", bei der Suche nach einer Einzimmerwohnung realistisch zu sein. Sie waren der – menschlich gesprochen, verständlichen - Ansicht, dass wir für diese Summe keine Wohnung finden würden, jedenfalls nicht in der Gegend und auch nicht innerhalb einer vernünftigen Zeitspanne, dazu ohne Beziehungen und ohne finanzielle Unterstützung von anderen. ...

Schließlich bot uns eine ältere Dame eine Wohnung für DM 160,- an, die sogar zwei Räume hatte. Wir waren für den zweiten Raum besonders dankbar, da wir in einem Haus mit sieben Zimmern gewohnt hatten, wenn sie auch klein gewesen waren. Das Apartment hatte eine große Küche, ein winziges "Badezimmer" von höchstens 2m2 mit Toilette und einem kleinen Waschbecken, aber keine Badewanne, und Dachschräge hatte es auch noch. Aber das alles störte uns nicht. Die Wohnung lag in einer Gegend, die für unsere Zwecke optimal war. Sie war leer und musste lediglich renoviert werden ..."


Weiter geht es mit dem Bericht:
"Dann vergrößerte die Wachtturm-Gesellschaft wieder mein Arbeitspensum, sodass ich ungefähr sieben bis acht Stunden am Tage mit Übersetzen und Schreibarbeit beschäftigt war. Dies war zusätzlich zu der Arbeit, die eine Hausfrau üblicherweise zu tun hat, dazu die Vorbereitung für die Zusammenkünfte, Bibelstudien mit anderen, persönliches Bibellesen und Nachforschungsarbeit.

An dieser Stelle möchte ich gerne ein anderes Vorrecht erwähnen, das uns gewährt wurde. Bereits 1973, als ich mit meiner Maschinenschreibarbeit für die Wachtturm-Gesellschaft begonnen hatte, sagte der Bruder vom Bethel, der mich in diese Arbeit eingeführt hatte, dass wir, sobald ich einige Übung in der russischen Sprache hätte, mit einer besonderen Aufgabe in die Sowjetunion geschickt würden. Obwohl wir zunächst wirklich begeistert waren, dachten wir nicht mehr weiter daran, nachdem wir unsere Bewerbung für den Missionardienst ausgefüllt hatten.

So kann man sich unsere Überraschung vorstellen, als derselbe Bethelbruder uns besuchen kam, kurz nachdem wir unseren Sonderdienst im englischen Gebiet in Vorbereitung auf den Missionardienst begonnen hatten. Er schlug uns vor, unsere Bewerbung für die Missionarschule zurückzuziehen. Da der Bruder die Sache etwas geheimnisvoll handhabte, begriffen wir erst allmählich, dass hinter seinem Vorschlag der Wunsch der Wachtturm-Gesellschaft stand, dass wir hier in Deutschland bleiben sollten. Wir sollten dazu eingesetzt werden, Literatur von Zeugen Jehovas in die Sowjetunion zu bringen, in dem ihr Werk verboten war. Man sagte uns, dass dies ein großes Vorrecht sei, da nur sehr wenige Zeugen in der Lage seien, dort hingehen zu können. Wir gingen auf den Vorschlag ein und zogen unsere Bewerbung für die Gileadschule zurück. ...

Später war ich in Anbetracht meines schlechten Gesundheitszustands froh über diese Entscheidung.

In der Zeit von 1974 bis 1988 reisten wir siebenmal in die Sowjetunion. Gewöhnlich blieben wir fünf bis acht Tage. In der Zeit mussten wir einen bestimmten Bruder treffen, um ihm das Material zu übergeben, das wir aus Deutschland mitgebracht hatten. Er, seinerseits, gab uns gewöhnlich Material, das Informationen über die Lage der Brüder in der Sowjetunion enthielt und über ihre Predigttätigkeit. Offiziell waren wir Touristen.

Wenn ich irgendwelche Gefühle der Begeisterung gehabt hatte, als wir zum ersten Mal von dieser "Reisemission" erfuhren, so kann ich versichern, dass es in Wirklichkeit für mich größtmöglichen Stress bedeutete. Schon Monate vor unserer Reise hatte ich gewöhnlich Albträume. Wir beteten jedes Mal sehr intensiv darum, dass wir Erfolg haben würden, damit die teure Reise nicht vergeblich wäre. Wir wussten nie, ob wir nicht festgenommen oder sogar inhaftiert würden, falls man das Material, das wir bei uns hatten, finden würde. Einmal wurde mir im weltweit bekannten Moskauer Kaufhaus Gum meine Tasche, in der das Material verborgen untergebracht war, seitlich aufgeschlitzt, ohne dass wir es bemerkten. Wir waren ganz schön erschrocken: was wenn uns das Material gestohlen worden wäre; noch größer war unsere Angst, die Beamten am Zoll könnten unserer Tasche deswegen besondere Aufmerksamkeit widmen und sie genauer untersuchen. Es war jedes Mal eine Zitterpartie.

Auch waren wir von dem erwähnten Bruder, der als Repräsentant der Gesellschaft sprach, gebeten worden, nichts mitzunehmen, was uns als Zeugen Jehovas identifizieren könnte, nicht einmal eine Bibel, um die Brüder dieses Landes, das Werk und die Organisation der Zeugen Jehovas nicht zu gefährden. Sollte man uns festnehmen, so wurde uns noch gesagt, dann wären wir auf uns selbst gestellt, weil wir dorthin nicht als offizielle Repräsentanten der Wachtturm-Gesellschaft geschickt würden. Es war wahrhaftig ein "stressiges" Vorrecht. ...

Niemand außer einer Handvoll Brüder im Bethel wusste etwas über unsere "Reisemission", keiner in unserer Versammlung, auch unsere Verwandten nicht. Jedes Mal wenn wir fuhren, befürchteten wir, jemand könne herausfinden, was vor sich ging. Wir machten uns auch Gedanken darüber, was wäre, wenn uns jemand brauchen würde, während wir weg waren. Meinem Vater ging es gesundheitlich nicht gut, ... Großmutter war sehr alt (1989 wurde sie 90). Brüder aus der Versammlung oder Interessierte hätten uns suchen können. So bestand immer die Gefahr, dass sich jemand fragen würde, wo wir waren, besonders da wir immer recht plötzlich verschwanden ...

Nach unserer letzten Reise 1988 waren meine Gesundheit und meine Nerven so schlecht, dass ich meinem Mann sagte, dass ich nicht zustimmen würde, noch einmal zu reisen, wenn die Gesellschaft mich wieder fragen würde. ..."


Auch diese Sätze seien zitiert:
"Mein Mann und ich hatten meinem Vater vor seinem Tode versprochen, uns um meine Mutter zu kümmern, so gut wir könnten. Da Sonderpioniere nicht einfach hinziehen können, wohin sie wollen, um dort zu dienen, hofften und beteten wir sehr darum, dass wir eine Zuteilung in der Nähe des Wohnorts meiner Mutter bekommen würden. Unser Freund, der Bezirksaufseher, unterrichtete uns davon, dass "ganz zufällig" eine neue Versammlung in der Gegend gegründet werden sollte, wo meine Mutter wohnte ...

Natürlich bedeutete das, dass wir wieder umziehen mussten, wovon weder wir noch unsere Vermieterin begeistert waren. Dies würde unser siebter Umzug in dreizehn Jahren werden. Wie schon vorher, war es sehr schwierig, eine preiswerte Wohnung zu finden ...
Die Wohnung war unmöbliert, wie all unsere bisherigen Wohnungen. Sie bestand aus einem einzigen, aber großen Raum von ca. 35 m2 und einem Badezimmer, was wir besonders schätzten. Der Bruder senkte für uns freundlicherweise die Miete, so dass wir im Monat einschließlich Heizung DM 320,- zu zahlen hatten. Mehr konnten (wir) dafür nicht aufbringen, da wir im Monat zusammen nur DM 900,- erhielten, wovon wir alle Nebenkosten und Versicherung etc. bestreiten mussten. Aber die Wohnung schien genau für uns gemacht zu sein, ...

Obwohl wir auf einen Raum beschränkt waren. ... Viele Male wurde unser Badezimmer zum Zufluchtsort. Es war so, dass mein Mann als Ältester der Versammlung Telefongespräche führen musste, die vertraulich waren oder so lang, dass sie mich von der Arbeit ablenkten. Einer von uns beiden "floh" auch in das Badezimmer"


Bis hierher die Zitate aus dem ersten Teile des Berichtes.
Fortsetzung folgt.

Re: Ein weiterer Erlebnisbericht

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 12. März 2010 01:48

In Fortsetzung des Berichtes von gestern:
(Teil zwei von drei Teilen im Rahmen der hiesigen Referierung)

Nun stellt unsere Berichterstatterin zunehmend fest. Die seichte Wiederholkost der aktuellen WTG-Literatur, kann sie nicht mehr so recht befriedigen.
Für mich verständlich, dass nicht jeder mit dem Bildzeitungsniveau der WTG sich auf Dauer abfinden kann.
Ergo "ergänzt" sie das aktuelle WTG-Gebrabbbel durch eigne ergänzende Studien, aber immer noch, nur auf die WTG-Quellen begrenzt.

Obwohl mir dies etwas half, führte es nicht zu dem erhofften Resultat. Ich hatte immer noch geistigen Hunger. Wenn ich in den Publikationen etwas finden wollte, das interessant, für mich neu oder anders war, musste ich jede Woche einige Stunden Nachschlagearbeit leisten. Ich schrieb auch, wie ich dies seit Jahren getan hatte, jedes neue Verständnis oder jeden interessanten Gedanken, den ich gefunden hatte, an den Rand meiner Studierbibel.

Während meiner Nachschlagearbeit bemerkte ich, dass die Wachtturm-Gesellschaft in ihren Publikationen identische oder ähnliche Fragen manchmal unterschiedlich beantwortete, je nachdem, in welchem Jahr die Publikationen erschienen waren. Als ich einen Ältesten darauf ansprach, meinte er, ich solle immer das übernehmen, was in der neuesten Publikation steht. Das fand ich etwas seltsam, denn ich dachte, dass die Wahrheit die Wahrheit sei und sich unmöglich ändern könne. Mir wurde der häufig zitierte Spruch entgegen gehalten, dass, wie 'das Licht immer heller und heller' (Sprüche 4:18) wird, so würde auch unser Verständnis der Wahrheit immer besser. Ich war zwar nicht ganz zufrieden, beließ es aber dabei und "legte meine Fragen in die Schublade", wie man so sagt. ...

Aber ich fand auch etwas, wonach ich nicht gesucht hatte, nämlich Widersprüche. Da sie zunächst geringfügig waren, störte mich das aber nicht allzu sehr. Als ich dann immer mehr fand, begann ich, meinen Mann deswegen zu fragen. Er wiederum wandte sich an einige reife Brüder außerhalb unserer Versammlung. Da einige dieser Brüder namhafte Repräsentanten der Wachtturm-Gesellschaft waren, erwarteten wir, dass sie uns helfen könnten. Aber zu unserer Überraschung konnten sie es entweder nicht, oder sie wollten es aus uns unerklärlichen Gründen nicht tun. Daher hielt mein Mann es nach einigen fruchtlosen Versuchen für weiser, sich über unsere Fragen nicht zu viele Gedanken zu machen. Wir gingen davon aus, dass "der treue und verständige Sklave" – zur Erinnerung: das ist die "Leitende Körperschaft" der Wachtturm-Gesellschaft in Brooklyn, New York - mit der Zeit jede schwierige Passage oder Fragen klären würde. Wir mussten eben nur geduldig sein. "


Nun sollte es letztendlich ihrem Mann ähnlich ergehen. Dessen Reaktion indes beschreibt die Berichterstatterin so:
"Noch erstaunlicher war die Tatsache, dass mein Mann so anders zu sein schien. Später fand ich heraus, dass (er), als er anfing, bestimmte Entdeckungen in der Bibel zu machen, krank wurde. Er bekam Magenschmerzen. Gleichzeitig fing er an zu begreifen, welche Tragweite die Konsequenzen seiner Entdeckungen haben könnte. Dadurch fühlte er sich noch schlechter, vor allem wenn er an die möglichen Folgen dachte, die dies auf unsere Beziehung haben könnte."

Eine Art "Damaskuserlebnis" widerspiegelt dann wohl die Aussage:
"Schließlich, ungefähr vier Wochen nach unserem Besuch im Bethel, stellte mir mein Mann eine Frage, die für mich absolut schockierend war. Er sagte: "Was würdest Du sagen, wenn wir nicht in der "Zeit des Endes" leben würden, wenn die "letzten Tage" nicht im Jahre 1914 begonnen hätten? Meine Reaktion zeigt, wie entsetzlich diese Frage für mich wirklich war: "Ich glaube, Du hast den Verstand verloren, Du musst verrückt sein!" Aber diese Worte spiegeln nicht im Mindesten den Aufruhr und die panische Angst wider, die seine Frage sofort in mir hervorgerufen hatte.

Zunächst hatte ich am meisten Angst davor, die Frau eines "Abtrünnigen" zu werden, und so begann ich, intensiv wegen dieser Sache zu beten. Mein Mann fuhr ebenfalls fort zu beten. Aber seine Gebete hatten natürlich einen vollständig anderen Inhalt. Ich betete darum, dass Markus zur Vernunft kommen möge. Mein Mann erzählte mir später, dass er Jehova nur immer wieder anbettelte, dass Er mir die Augen öffnen möge. ..."


Im weiteren Verlauf ihres Berichtes, rekapituliert die Verfasserin dann die einschlägigen WTG-1975-Eskapaden aus der rückblickenden Sicht. Da sie an diesem Ort schon ausreichend dokumentiert sind, kann dieser Teil ihres Berichtes jetzt übersprungen werden.

Ihre Erfahrungen diesen Komplex betreffend, meint sie wie folgt zusammen fassen zu können:
"Niemand, außer denjenigen Brüdern oder Schwestern, die jemals ernsthafte Zweifel an den Lehren der Gesellschaft hatten und aufrichtig die WAHRHEIT herausfinden wollten, kennt den Aufruhr und die Unsicherheit, verbunden mit Angst und quälenden Selbstzweifeln, die unausweichlich folgen, wenn man anfängt, alles, was man gelehrt worden ist, genau zu prüfen. Unter Berücksichtigung des Trainings, das Jehovas Zeugen erhalten, nehme ich aber an, dass die Mehrzahl der Brüder und Schwestern, die die Lehren der Gesellschaft zu hinterfragen beginnen, zunächst den Fehler bei sich suchen werden, wie ich es auch tat. Ich fragte mich andauernd, warum ich diese Zweifel hatte. Was war mit mir los? Warum war ich unzufrieden? Hatte ich nicht mehr Jehovas Segen? Warum war ich nur so kritisch? Warum schienen sich all die anderen Brüder und Schwestern wohl zu fühlen? Warum schienen sie zufrieden mit, ja teilweise sogar begeistert von der geistigen Speise, den Zusammenkünften und den Kongressprogrammen?

Eine positive Reaktion und völliges Akzeptieren der dargebotenen "geistigen Speise" wurden ganz einfach erwartet. Schließlich erhielten wir diese "Speise" ja vom "Kanal" Jehovas. Wer hatte uns die Wahrheit zu Anfang gelehrt? Daran wurden wir oft erinnert. Wer könnte also so undankbar sein, die "Speise" zu kritisieren, ihren Wert in Frage zu stellen, etwas an ihr aussetzen oder es sogar wagen, sie abzulehnen? Und wenn es doch jemand wagen würde, hätte er auch den Mut, dies in aller Offenheit zu tun?

Nachdem einmal der erste ernsthafte Zweifel an der "Speise" da war, schien es, dass all die Fragen, die wir so lange "in die Schublade gelegt" hatten, wieder hervorkamen. Und dann gab es auch noch neue, und zwar jede Menge davon. Allmählich begannen wir, die Bibel anders zu lesen. Wir fingen an, neue Dinge zu entdecken, Dinge, die Sinn machten, und einige dieser unbeantworteten Fragen, die wir hatten, klärten. Und wieder - kaum vorzustellen! - erkannten wir diese Dinge ohne den "treuen und verständigen Sklaven"! War das eine Sünde? ..."


Die Gegenreaktion der WTG zusammenfassend äußert sie dann:
"Gleichzeitig konnten wir nicht umhin, uns einzugestehen, dass Jehovas Volk nicht so war, wie wir dies gelehrt worden waren. Es war auch nicht das, für was wir es gehalten hatten. Auch entsprach es nicht den Ansprüchen, die andere von Gottes Volk erwarteten aufgrund dessen, wie wir es immer dargestellt hatten. Dies hatte für uns jedoch niemals bedeutet, dass dies nicht Gottes Organisation war, denn wir sind alle unvollkommen. Auch kannten wir keine religiöse Gruppe, die etwas Besseres, oder auch nur annähernd das zu bieten hatte, was wir hatten oder waren.

Die Wachtturm-Gesellschaft unterstrich diesen Punkt häufig in ihrer Literatur, wenn es um diejenigen ging, die die Organisation verlassen hatten. Wohin sollten solche denn gehen? Nirgendwo sonst würden sie solch eine wunderbare Organisation finden. Gott benutzte sowieso nur diese eine! Und woher würden sie die geistige Speise für ihre geistige Ernährung bekommen? Nirgendwo gab es solche Speise wie die unsere. Wer würde zur Speise der "BabyIon der Großen", dem "Weltreich der falschen Religion", gehen wollen, zu falschen religiösen Lehren?! Gewiss nicht diejenigen, die irgendwann einmal so genannte christliche Religionen verlassen hatten. Diese hatten ihnen keine geistige Speise geboten, höchstens vielleicht geistige Krümel, aber oft nicht einmal das. Solche und ähnliche Aussagen waren keinem Zeugen fremd.

Wie ich bereits sagte, waren unsere Sinne geschärft, was den Anspruch der Zeugen Jehovas, Jehovas liebendes und treues Volk zu sein, anging. Im Laufe der Jahre hatten wir viele Dinge gesehen und erlebt, die uns nicht gefielen. Wir wünschten uns, dass Jehovas Volk das wäre, was wir, als Organisation, behaupteten: ein Vorbild für Außenstehende, mit den höchsten moralischen Grundsätzen, unterschieden von allen anderen, die einzigen, die Jehova möglicherweise akzeptieren könnte. Obwohl wir unsere - und sicherlich auch andere Zeugen Jehovas ihre - persönlichen, individuellen Versäumnisse in dieser Hinsicht erkannten, war es uns niemals auch nur ansatzweise aufgegangen, dass wir eigentlich von Jehovas Volk als Organisation zumindest annähernd Vollkommenheit erwarteten. Waren wir nicht gelehrt worden, dass wir für Jehova ein "ganz besonderes" Volk waren?

Wie dem auch sei, wir waren die Jahre hindurch zu beschäftigt, um unseren Beobachtungen viel Aufmerksamkeit zu schenken. Auch waren wir überzeugt, dass andere religiöse Organisationen nicht einmal an solch hohe Maßstäbe heranreichen könnten. War es nicht Jehovas Organisation, die Seinen Segen hatte? Litten nicht andere religiöse Organisationen geistige Not, verloren ständig Mitglieder, während wir jedes Jahr gewaltiges Wachstum zu verzeichnen hatten? Wir dachten, dass Jehova Sein Volk zu Seiner Zeit korrigieren könnte und würde, wenn etwas nicht in Ordnung war.

Unser Standpunkt war immer gewesen, dass Liebe, Einheit und Harmonie wichtige Faktoren in der Versammlung und in Jehovas Volk waren. Auch lehrt die Bibel, dass "Liebe eine Menge von Sünden zudeckt" (1. Petrus 4:8). Wir waren daher der Ansicht, dass es besser sei, sich nicht mit dem aufzuhalten, was nicht stimmte, und irgendwelche Versäumnisse oder Fehler mit Liebe zuzudecken und hart daran zu arbeiten, zu einer liebevollen Atmosphäre beizutragen."


Nun kommt das "aber" zu jenen eben zitierten Aussagen:
"Es gab allerdings ein paar Vorkommnisse, die wir nicht einfach beiseite schieben konnten. Eines Tages im April 1988, beispielsweise, wurde mein Mann für eine besondere Arbeit nach Selters gerufen. Es war immer ein Höhepunkt, ins Bethel zu gehen. Es gab uns die Gelegenheit, mit anderen Brüdern aus allen Teilen der Welt Gemeinschaft zu haben. Es waren viele Missionare und so mancher Bruder aus der New Yorker Zentrale dort, die während des Mittagessens oft die letzten Neuigkeiten berichteten. Ein Besuch im Bethel war immer eine willkommene Abwechslung in unserer Routine. Außerdem waren wir gewöhnlich zum Mittagessen eingeladen. Das bedeutete weniger Arbeit und den Genuss eines guten Essens. Diesmal wurde (mein Mann) gebeten, für ein bis zwei Tage dort zu arbeiten.

Dann wurde mir mitgeteilt, dass (er) ein paar Tage länger in Selters bleiben müsse. Da wir daran gewöhnt waren, 24 Stunden am Tag zusammen zu sein, fühlte ich mich einsam und war enttäuscht, dass ich nicht mit ihm dort sein konnte. Ich fragte mich, ob es denn so viel Unterschied gemacht hätte, wenn ich meine Schreibtischarbeit auch in Selters gemacht hätte. Zudem musste mein Mann unser Auto mitnehmen. Ich musste für jede Zusammenkunft und für den "Felddienst", die Predigttätigkeit, abgeholt werden. Das war eine Belastung für die Brüder, denn es standen praktisch nie genügend Wagen zur Verfügung, um alle Interessierten abzuholen oder solche Schwestern, deren Ehemänner ihnen nicht den Wagen überließen. Gewöhnlich nahmen wir sogar noch andere mit. Ich konnte meine Mutter nicht besuchen, ihr auch nicht beim Einkaufen behilflich sein. Öffentliche Verkehrsmittel sind und waren teuer, und ich konnte mir nicht leisten, sie zu benutzen. Nach drei Tagen kam Markus nach Hause, um ein paar Sachen abzuholen. Man brauchte ihn nochmal für "ein bis zwei" Tage. Mein Mann versuchte, die zuständigen Brüder im Bethel dazu zu bringen, mich auch einzuladen. Er erklärte die Situation, aber ihm wurde gesagt, dass ein Ehepartner gemäß den Vorschriften der Gesellschaft ohne den Partner für 14 Tage oder länger zum Arbeiten ins Bethel gerufen werden könne, wenn die Gesellschaft dies für notwendig oder gut hielt. ...

Ein anderes Vorkommnis, was uns zu schaffen machte, geschah ein wenig später während des Sommerkongresses 1988. Es war gerade Programmpause und ich traf ein Ehepaar, das wir schon viele Jahre kannten. Er war Engländer, sie Deutsche. Viele Jahre waren sie im Pionierdienst gewesen, und wir hatten sie ermuntert, in den Sonderdienst zu gehen. Als ich sie traf, waren sie schon einige Jahre als Sonderpioniere in einer Versammlung, die hauptsächlich in Deutschland stationierten, englischen Soldaten diente. Sie erzählten mir, dass es sehr schwer sei, in ihrem Gebiet zu arbeiten. Nur sehr wenige Menschen reagierten günstig auf ihre Predigttätigkeit, wobei dies meist unter Flüchtlingen aus verschiedenen Ländern der Fall war.

Tatsache war, dass nicht ohne negative körperliche und psychische Folgen blieb. Der Bruder war wegen Herzproblemen in Behandlung. Seine und ihre Nerven waren äußerst angespannt. Sie waren körperlich und geistig "am Boden". Während ihres täglichen Dienstes konnten sie mit kaum einem Menschen sprechen. Die Brüder und Schwestern aus ihrer Versammlung wohnten weit verstreut und auch ziemlich weit von ihnen weg. Weder aus finanziellen Gründen noch aus Zeitgründen konnten sie es sich leisten, sie zwecks "Austausch von Ermunterung" (Römer 1:12) zu besuchen.

Mein Eindruck war, dass sie nichts mehr nötig hatten, als mit einem reifen Bruder sprechen zu können. Sie sagten, sie seien "bereit, den Sonderdienst aufzugeben". Das war ein Alarmsignal: Hilfe war so schnell wie möglich notwendig. Das Ehepaar erzählte mir, dass sie versucht hatten, mit dem einzigen Ältesten ihrer Versammlung zu reden, aber er war kein Pionier und hatte Schwierigkeiten, ihre Situation zu verstehen. Im Laufe der Jahre hatten mein Mann und ich erkannt, dass im Allgemeinen nur "Vollzeitdiener" für "Vollzeitdiener" Verständnis hatten, weil sie genau wussten, was dieser Dienst bedeutet.

In der Versammlung des Ehepaares gab es keine anderen Pioniere, mit denen sie hätten reden können. Pionieren wurde von der Organisation sowieso nicht empfohlen, ihre Probleme mit "allgemeinen Verkündigern", zu besprechen, also Zeugen Jehovas, die nicht im Pionierdienst waren, um sie nicht davon abzuhalten, den "Vollzeitdienst" aufzunehmen.

Das Ehepaar erzählte mir, dass sie ihre Verwandten und Freunde sehr vermissten, und dass sie liebend gerne wieder ihrer früheren Versammlung zugeteilt wären. - Ich erinnere daran, dass Sonderpioniere dorthin geschickt werden, wo sie benötigt werden. Daher dachte ich, nachdem sie mir ihre Empfindungen mitgeteilt hatten, dass entweder der Kreisaufseher oder unser Bezirksaufseher, die beide bei diesem Kongress anwesend waren, die richtigen Personen wären, um mit ihnen zu sprechen. Der Bezirksaufseher war der bereits erwähnte Freund von uns. Mein Mann hatte bei dem Kongress die Zuteilung des Bühnenaufsehers und musste dafür sorgen, dass während des Kongresses auf und hinter der Bühne alles reibungslos ablief. Als er sich uns ein wenig später anschloss, ermunterte er den englischen Bruder, mit ihm hinter die Bühne zu gehen. Dort könnte er doch direkt mit dem Bezirksaufseher sprechen.

Langzeitpionieren ist es eine bekannte Tatsache, dass diese verantwortlichen Aufseher sehr beschäftig sind. Aber wir konnten sehen, dass das Ehepaar nicht mehr weiter wusste. Für uns war das eine echte Notsituation, die sofortige Aufmerksamkeit verdiente. Der englische Bruder war sehr bescheiden und wollte den Bezirksaufseher nicht belästigen. Aber als das Ehepaar schließlich einwilligte, (mein Mann) hinter die Bühne zu begleiten, war ich davon überzeugt, dass Jehova hinter all dem stand, um ihnen die für sie nötige Hilfe zu beschaffen. Das machte mich wirklich glücklich.

Als ich meinen Mann wieder sah, war er so weiß wie die Wand. Was war geschehen? Als (er) den Bezirksaufseher in der Angelegenheit ansprach, meinte er, er könne ihm, was das Ehepaar betraf, nicht helfen. Er sagte, es sei ihm offiziell nicht gestattet, während des Bezirkskongresses mit den Brüdern und Schwestern über irgendwelche Probleme, die sie hätten, zu reden. Als er (meines Mannes) äußerst ungläubigen Blick sah, zog er einen Brief aus seiner Aktentasche und zeigte ihm einen offiziellen Brief der Leitenden Körperschaft der Gesellschaft. Darin stand, dass es Kreis- und Bezirksaufsehern nicht mehr gestattet sei, während der Bezirkskongresse mit den Brüdern und Schwestern über deren Probleme zu sprechen, und zwar ohne jede Ausnahme. Sie waren gehalten, sich während der Bezirkskongresse auf ihre Dienstzuteilung zu konzentrieren. Für den Fall, dass ein Gespräch wirklich notwendig wäre, schlug die Gesellschaft vor, dass sich die betreffenden Brüder und Schwestern an einen anderen Ältesten wenden sollten, oder dass sie bis zum nächsten Kreiskongress warten sollten, wo sie mit den Reisenden Aufsehern sprechen könnten. ...

Als mein Mann mir erzählte, was geschehen war, war ich genauso schockiert wie er. Das Ehepaar brauchte unbedingt Hilfe. Zu welchem Ältesten sollten sie gehen? Wer wäre in der Lage, ihr Problem zu lösen? Sie brauchten einen Bruder, der ihre Lage den zuständigen Brüdern im "Zweigbüro" in Selters darlegen könnte. Alles, was sie nun tun konnten, um die richtige Hilfe zu erhalten, war, auf den nächsten Kreiskongress zu warten, der noch mehr als drei Monate in der Zukunft lag.

Wo war die Liebe, die liebende Organisation, der wir angehörten? Diese Frage ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich musste einfach die Frau des Bezirksaufsehers ansprechen, um mit ihr privat über meine Gefühle zu sprechen. Sie sagte mir, es täte ihr leid, und dass sie sicher sei, dass ihr Mann sehr gerne geholfen hätte, er zu diesem Zeitpunkt aber nichts tun könne, da die Anweisung der Gesellschaft so und nicht anders lautete. Ich schätze, sie hatte Recht.

Vielleicht hätten andere Brüder und Schwestern die Situation nicht für so dramatisch gehalten wie wir. Aber wir waren gelehrt worden, dass es die Verantwortung solcher Brüder, der "Hirten" sei, sich um hilfsbedürftige Brüder und Schwestern zu kümmern. Außerdem war es unsere unerschütterliche Überzeugung, dass dieser Bruder, unser Freund, genau die richtige Person war, um mit diesem Ehepaar zu sprechen, und dass er definitiv in der Lage wäre, ihnen zu helfen. Und da war er nun, mehr als bereit zu helfen, durfte es aber nicht wegen einer Anweisung, die vom "treuen und verständigen Sklaven", dem Kanal Jehovas, gegeben worden war. Das war schwer zu schlucken. ..."


Einige weitere Details überspringend ist zu registrieren, die Berichterstatterin und ihr Mann sahen sich letztendlich erneut genötigt, den Vollzeitdienst für die WTG zu quittieren.
Ihre Erfahrung diesbezüglich beschreibt sie so:

"Einige Wochen nachdem wir unseren Sonderdienst beendet hatten, machten wir eine Erfahrung, die uns nicht neu war. Wenn die Gesellschaft einem Bruder oder einer Schwester im Vollzeitdienst Vorrechte gewährt hatte, er oder sie aber den Dienst aufgab, wurden ihm diese eine Zeitlang entzogen. Es wurde allgemein gemutmaßt, diejenigen, die den Vollzeitdienst verließen, könnten geistig schwach geworden sein. Nachdem wir mit dem Sonderdienst hatten aufhören müssen, rief uns einer der Brüder vom Bethel, mit dem wir viele Jahre zusammengearbeitet hatten, an, um uns davon zu unterrichten, dass unser Computer abgeholt würde, um umprogrammiert zu werden. Wir konnten das nicht recht glauben, da wir unseren Computer nur als Schreibmaschine benutzten. Wozu brauchten wir ein anderes Computerprogramm für unsere Schreibarbeit? Es war auch ungewöhnlich, dass wir damit unvorbereitet konfrontiert wurden. Wenn natürlich unsere frühere Beobachtung richtig gewesen war, dann konnten wir uns leicht vorstellen, warum uns der wirkliche Grund für ein solches Vorgehen nicht genannt wurde. Offensichtlich wollte die Gesellschaft uns erst eine Weile "beobachten". Aber es störte uns nicht sehr, da wir der Ansicht waren, dass sich die Brüder im Bethel nach einiger Zeit davon würden überzeugen können, dass wir weder geistig schwach noch der Organisation gegenüber untreu geworden waren."

Ein weiterer Teil des Berichtes, morgen dann.

Re: Ein weiterer Erlebnisbericht

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 13. März 2010 02:09

(Teil drei von drei Teilen im Rahmen der hiesigen Referierung)
Ihre Gewissensprobleme weiter beschreibend, berichtet die Berichterstatterin dann:

"Je mehr Erkenntnis wir aufgrund unseres persönlichen Bibelstudiums gewannen, desto drängender wurde die Frage: Kennt die Wachtturm-Gesellschaft die Dinge, die wir entdeckt hatten, oder nicht? Wenn nicht, waren wir nicht verpflichtet, sie ihr mitzuteilen? Sollten wir vielleicht an die Gesellschaft schreiben und fragen, ob die zuständigen Brüder der Leitenden Körperschaft nicht überprüfen wollten, ob die Dinge, die wir gefunden hatten, richtig oder falsch waren? Was aber, wenn die Brüder in Brooklyn solch eine Initiative unsererseits nicht schätzen würden?

Eines Tages während des Herbstkongresses 1988 fragte (mein Mann) unseren Freund, den Bezirksaufseher, was man tun könne, wenn man eine biblische Frage habe, die in der Literatur der Wachtturm-Gesellschaft nicht beantwortet würde. Könne man einfach an die Leitende Körperschaft in den USA schreiben, oder was sonst? Der Bruder antwortete, dass es weise sei zu warten, bis eines der Glieder der Leitenden Körperschaft in unserem Land einen "öffentlichen Vortrag" geben würde. Wenn der Bruder nicht zu sehr unter Zeitdruck stünde, könnte man ihn nach dem Programm aufsuchen und ihm die Frage, die man habe, vorlegen. Es stehe im Ermessen dieses Bruders zu entscheiden, ob die besondere Frage der Leitenden Körperschaft schriftlich vorgelegt würde. Ansonsten würde man gebeten zu warten, bis die Gesellschaft in einer künftigen Veröffentlichung zu dem Thema etwas sagen würde.

Nachdem (mein Mann) mit dem Bezirksaufseher gesprochen hatte, kam er zu dem Schluss, dass dies wahrscheinlich nicht der Weg wäre, um unsere Situation kurzfristig zu klären. Denn bis zum Besuch eines Mitglieds der Leitenden Körperschaft in Deutschland konnten viele Monate vergehen. Auch hatten wir Zweifel daran, ob unsere Fragen und die aus unseren Bibelstudien gewonnenen Schlussfolgerungen Zustimmung finden würden. Was, wenn der Bruder der Leitenden Körperschaft unsere Aufrichtigkeit bezweifeln und nicht glauben würde, dass es uns nur um die Beantwortung unserer Fragen ging? Was, wenn er der Ansicht wäre, dass wir Aufmerksamkeit wollten, uns in den Vordergrund drängen wollten, oder sonst etwas? Und erneut war der schlimmste Gedanke, was, wenn solche Fragen wirklich unerwünscht wären? Wir brachten die Angelegenheit im Gebet vor Jehova und warteten ab, was geschehen würde.

Das Ende meiner dreimonatigen Unterbrechung des Pionierdienstes war gekommen. Am 1. Dezember 1988 fing ich wieder mit dem Pionierdienst an, besser gesagt, ich versuchte es. Eben erst hatte ich vom Arzt die Erlaubnis erhalten, wieder selbst Auto zu fahren (ein vorangegangener Autounfall).
Aber ich hatte fürchterliche Schmerzen und war fast nicht in der Lage, im "Felddienst", dem Predigtdienst, meine Büchertasche zu tragen. Einige Male trugen mir die Schwestern, die mit mir im Predigtdienst waren, freundlicherweise die Tasche.

Jetzt erfuhr ich die volle Auswirkung des Vorgehens der Gesellschaft bezüglich dessen, was passierte, wenn jemand ein Dienstvorrecht aufgab, auch wenn dies aus berechtigten Gründen geschah. Meine Schreibtischarbeit hätte es mir sicherlich viel leichter gemacht, meine Verpflichtung von 90 Stunden Dienst als Pionier zu erfüllen. Als ich diesen Gedanken gegenüber dem Bruder der Bethelabteilung andeutete, der uns davon unterrichtet hatte, dass unser Computer abgeholt würde, erhielt ich nur eine vage, ausweichende Antwort. Obwohl ich wusste, dass er nicht darüber entscheiden konnte, ob ich den Computer zurück erhalten sollte oder nicht, hoffte ich, dass er den Gedanken gegenüber dem zuständigen Bruder fallen lassen würde. Da nichts geschah, schlussfolgerten wir, dass "unsere Zeit der Erprobung" durch die Gesellschaft noch nicht vorüber war. ...

Ende Dezember ereignete sich etwas, das auf alle Betroffenen einen erheblichen Einfluss hatte. In letzter Zeit war ich immer unzufriedener mit der "geistigen Speise" gewesen, die uns während der Zusammenkünfte dargereicht wurde. Ich wusste immer noch nicht den wahren Grund dafür oder wollte ihn mir in meinem Herzen nicht eingestehen. Aber eines Tages, nachdem ich von einer Zusammenkunft nach Hause kam, war es unmöglich, es zu ignorieren: Ich musste der Tatsache ins Auge sehen, dass ich während der Zusammenkünfte vollkommen gelangweilt war. Es gab keinen "Austausch von Ermunterung" (Römer 1:12), der für geistige Auferbauung nötig war. Das war besonders schwer zu ertragen, weil ich zu niemandem mit Ausnahme meines Mannes darüber zu sprechen wagte, der aber wenig Zeit hatte und mir schien, dass er nicht wie ich empfand.

An jenem Abend musste (mein Mann) nach der Zusammenkunft im "Königreichssaal" – der Versammlungsstätte der Zeugen - bleiben, um sich um einige Versammlungsangelegenheiten zu kümmern. Ich kam nach Hause von einer unserer angeblich "wundervollen Versammlungen". Ich war gelangweilt, leer, frustriert, ohne jemanden, dem ich mich hätte anvertrauen können, so richtig im Keller, wie man so sagt. Ich kniete nieder und weinte und betete mir das Herz heraus: "Jehova, bitte hilf mir, ich weiß nicht mehr, was ich tun soll. Es kostet so viel körperliche Kraft, in die Versammlungen zu gehen, und ich ziehe praktisch nichts daraus. Ich könnte die Zeit so viel besser nutzen, um meine Bibel zu studieren, aber andererseits kann ich auch nicht einfach von den Zusammenkünften wegbleiben. Was soll ich tun? Bitte Jehova, zeige mir, was ich machen soll. Auch brauche ich dringend eine Freundin, jemanden, dem ich mich mitteilen kann. Jehova, ich fühle mich so einsam und verunsichert, bitte, ich flehe Dich an, bitte hilf mir, ich sehe keinen Ausweg." Alles schüttete ich vor Gott in diesem Gebet aus. Ich denke, dass das, was so lange in mir eingeschlossen gewesen war, nicht mehr länger einbehalten werden konnte. Es war zu viel geworden.

Am nächsten Tag sollte ich eine Schwester treffen, um sie zu ihrem Bibelstudium zu begleiten. Ich war zu der Zeit wegen meiner Schmerzen immer froh, wenn mich jemand zu einem Bibelstudium mitnahm. An diesem Abend hätte ich es wirklich vorgezogen, zu Hause zu bleiben. Im Winter fällt es schwerer, am Abend ein warmes Zuhause zu verlassen, um eine angebliche Pflicht zu erfüllen, die man zudem nicht erfüllen kann, oder die zu erfüllen sinnlos erscheint.

Da Susan früher schon ähnliche Kommentare mir gegenüber gemacht hatte, war ich nicht wirklich überrascht, als sie plötzlich in etwa sagte: "So viele Brüder und Schwestern scheinen wirklich ausgelaugt zu sein. Sie können das neue System kaum erwarten. Wenn Harmagedon nicht bald kommt, ... Ich frage mich manchmal, ob ich selbst es noch lange aushalte. So viele Brüder und Schwestern sind erschöpft. Also muss doch Harmagedon bald kommen, meinst Du nicht?" Ihre Worte schlugen eine Saite in mir an. Ich bemühte mich, sie es nicht merken zu lassen und antwortete ausweichend. Aber sie fasste nach: "Denkst Du nicht auch, dass es jetzt sehr nahe sein muss?"

Ihre Überlegungen stimmten mit denen vieler anderer Zeugen überein. Die meisten arbeiteten wirklich hart, besonders in Anbetracht der Erwartung, dass Harmagedon und damit das Paradies so nahe wären. Sie scheuten weder Zeit, Geld, noch Energie, um Menschen zu Zeugen Jehovas zu machen und, so glaubten sie, deren Leben zu retten. Aber menschliche Energie reicht nur eine Zeitlang aus. Viele meinten, dass Jehova es weder erlauben könne noch würde, dass die Brüder und Schwestern, Sein Volk, zusammenbrechen würden, und Er daher Harmagedon bald kommen lassen müsse, um zu verhindern, dass das geschehen würde.

Nachdem mich Susan festgenagelt hatte, antwortete ich, dass ich nicht glaube, Harmagedon sei so nahe, wie dies allgemein von uns angenommen würde. Als ich versuchte, dass Gespräch in eine andere Richtung zu lenken, sagte sie zu mir: "Nachdem Du jetzt "gegackert" hast, musst Du auch "legen". So berührte ich einige Dinge, die Markus und ich bei unseren Studien gefunden hatten, sehr vorsichtig auch die Tatsache, dass "die Zeit des Endes" 1914 nicht begonnen haben könne. Gespannt wartete ich auf ihre Reaktion.
Während unserer Diskussion wurde Susan klar, dass viele ihrer eigenen Schlussfolgerungen Sinn ergaben, wohingegen so manche Antwort der Gesellschaft auf ihre Fragen nicht zufriedenstellend gewesen war. Trotz des Schocks, den meine Worte anfänglich hervorgerufen hatten, verbrachten wir eine wunderbare Zeit zusammen. ...

Susan erzählte mir am nächsten Tag, dass sie es kaum hatte erwarten können, nach Hause zu kommen, um ihrem Mann zu berichten, was sie von uns gehört hatte. Ihre Wohnung war voller Brüder und Schwestern und deren Kindern. Ihr Heim war immer ein Zufluchtsort für jeden Zeugen Jehovas, der Nahrung, Kommunikation oder Gesellschaft benötigte. Aber an diesem Abend hätte Susan sie alle am liebsten aus ihrem Heim hinauskomplimentiert. Stattdessen rief sie ihren Mann ins Badezimmer, um ein paar Augenblicke mit ihm alleine reden zu können und sagte zu ihm in etwa Folgendes: "Es ist alles falsch! Wie wir es uns schon gedacht haben, was uns als "die Wahrheit" gelehrt wurde, ist alles falsch!" Sie erzählte ihm rasch etwas von dem, was wir miteinander besprochen hatten. Glücklicherweise reagierte Bill nicht so auf das, was er hörte, wie ich es zunächst getan hatte, als (mein Mann) mir einige "revolutionäre" Dinge enthüllt hatte. Bill war nur allzu bereit, alles näher zu untersuchen. Ich glaube, dass auch Bill für vieles so lange Beiseitegeschobene nun Klarheit wünschte. ..."


Der angedeutete Dissenz zieht seine Kreise. Unter anderem die:
"Das Schlimmste aber war, dass diese alten Freunde von uns, wie wir einige Wochen später erfuhren, ihren Brief an uns geschickt hatten, obwohl sie bereits zuvor mit dem Kreisaufseher, der gerade ihre Versammlung besuchte, über uns gesprochen hatten. Als sie uns daher in dem Brief eine Frist von zwei bis drei Wochen gesetzt hatten, innerhalb derer wir mit einem Ältesten sprechen sollten, bevor sie weitere Schritte unternehmen würden, war das Vorspiegelung falscher Tatsachen. Das war besonders gravierend in Anbetracht der Konsequenzen, die sich hätten ergeben können, wenn irgendein Ältester oder, was noch schlimmer gewesen wäre, ein Repräsentant des Bethels, unsere Überlegungen gekannt hätte. Wir erlebten, wie gefährlich es für jeden Zeugen Jehovas war, selbst zu seinen Freunden über Dinge zu sprechen, die er in seinen persönlichen Bibelstudien lernte, wenn sie nicht vollständig mit den Lehren der Wachtturm- Gesellschaft übereinstimmten.

Im April wurde in den Versammlungen damit begonnen, das OFFENBARUNGSBUCH zu "betrachten". Viele Male wurde mir übel, wenn ich bestimmte Ansprüche darin las, die bezüglich der Zeugen Jehovas oder der Organisation erhoben wurden, was für eine ach so "wunderbare Organisation" wir waren.

So wenig wir zu der Zeit auch wussten, - obwohl es uns viel erschien -, war es doch genug, unsere Augen zu öffnen und zu erkennen, dass diese Prophezeiungen nicht nur falsch waren, sondern auch irreführend. Sie würden einen gewaltigen Einfluss auf das Leben von Millionen von Brüdern und Schwestern und anderen Menschen haben, die mit Zeugen Jehovas assoziiert waren und dem "treuen und verständigen Sklaven" vertrauten.

Ich kannte eine ältere Schwester und ihren ungläubigen Mann, die ihre Rente nicht gesetzlich geregelt hatten, weil sie den Prophezeiungen der Gesellschaft bezüglich der Zeit des Endes glaubten. Nicht nur sie, auch andere dachten, dass das neue System kommen würde, bevor sie irgendeine Rente benötigen würden. Diese und andere Auswirkungen würden auch in Zukunft die Folge vollkommenen und blinden Vertrauens in die Voraussagen der Gesellschaft sein. Es wurde für uns daher immer dringlicher, eine Antwort auf die Frage zu erhalten: "War die Klasse des "treuen und verständigen Sklaven", ja, war die Wachtturm-Gesellschaft tatsächlich verantwortlich für solche Auswirkungen oder nicht? ...

Dennoch - oder vielleicht gerade deshalb - beschlossen Bill und (mein Mann), ihr Ältestenamt niederzulegen. Das war eine gewaltige Entscheidung, denn ein Ältester - landläufig Bischof - zu sein, bedeutete eigentlich, dies auf Lebenszeit zu sein. Die einzigen Gründe, das Ältestenamt niederzulegen, waren ernste Gesundheitsprobleme des Bruders, oder dass ihm die Arbeit als Ältester zu viel wurde, so dass er meist um der Familie willen auf sein Amt verzichten musste, oder es lag ernsthaftes Versagen als Familienoberhaupt vor. Da der gewöhnlich einzige andere Grund für die Aufgabe des Ältestenamts die Entlassung eines Ältesten durch die Gesellschaft infolge eines schwerwiegenden Vergehens seinerseits war, ist leicht einzusehen, dass ein Bruder solch einen Schritt immer wieder überdenken würde, bevor er sich dazu entschließen würde.

Die Versammlung und vor allem die verantwortlichen Brüder waren, gelinde gesagt, geschockt. Mit den unterschiedlichsten Strategien versuchten sie wieder und wieder herauszufinden, was hinter der Entscheidung dieser beiden Ältesten stand. Aber Bill und (mein Mann) bestanden beharrlich darauf, dass sie ihre Entscheidung aus Gewissensgründen getroffen hatten, über die sie nicht sprechen wollten, aber dass ihr Gewissen vor Jehova vollkommen in Ordnung war. Die sich anschließenden Vermutungen und das Gerede brachte die ganze Versammlung in Aufruhr. Der Kreisaufseher bemühte sich sehr, Bill und (mein Mann) dazu zu bringen, ihre Entscheidung rückgängig zu machen. Viele Brüder und Schwestern versuchten alles, um dasselbe zu erreichen. Aber es sollte erwähnt werden, dass, zumindest zunächst, alle die Entscheidung zu respektieren schienen.

Natürlich wollen menschliche Herzen Bescheid wissen. Daher versuchten die Brüder und Schwestern alle möglichen mehr oder weniger "unschuldigen" "Tricks", um "hinter die Kulissen" zu schauen. Niemand rückte zunächst damit heraus, was er für den tatsächlichen Grund hielt. Aber schließlich zeigten uns die Andeutungen, die gemacht wurden, und die Art und Weise, in der die Brüder an uns herantraten, dass sie zu dem Schluss gekommen waren, wir seien geistig schwach geworden, zumal wir eine ganze Anzahl von Zusammenkünften versäumten. Andere schlussfolgerten, dass wir Probleme mit dem Materialismus hätten, weil (mein Mann) nun selbständig war und in einem sehr viel versprechenden Wirkungsbereich tätig war. Andere wiederum glaubten, dass das Problem mit Markus' Arbeit selbst zu tun hätte, dass seine Arbeit Priorität vor Jehova bekommen hatte. Aber das stimmte natürlich alles nicht. Ein Ältester hatte sogar überlegt - er gab dies ein paar Monate später zu -, Markus habe irgendwelche unehrliche Geschäftsmethoden angewandt und habe daher die Notwendigkeit gesehen, aus Gewissensgründen zurückzutreten.; und all diese Vermutungen trotz der Tatsache, dass mein Mann) betont hatte, dass sein Gewissen in dieser Angelegenheit vor Jehova vollständig rein war!

Es gab eine Menge Unruhe in der Versammlung. Wir spürten, dass viele Brüder allmählich ihre Haltung uns gegenüber in negativer Hinsicht änderten, umso mehr, je länger sie nicht den wahren Grund für Bills und (meines Mannes) Entscheidung kannten. ...

Die folgenden Wochen erwiesen sich als Spießrutenlauf. Nicht, dass man etwas zu uns gesagt oder etwas gegen uns unternommen hätte: im Gegenteil, es war das, was nicht gesagt oder getan wurde: es "lag etwas in der Luft". Die Ältesten, vor allem der Vorsitzführende Aufseher, wirkten fortwährend unserem angeblichen, schlechten Einfluss auf die Versammlung von der Bühne aus entgegen. Der einzig schlechte Einfluss, den wir verspürten, kam durch die Haltung der Brüder und Schwestern. Einige dachten anscheinend, sie wüssten, was "im Gange" wäre, obwohl nichts "im Gange" war, jedenfalls nicht unsererseits. Andere dachten offensichtlich, dass nun endlich der wahre Grund für (meines Mannes) Ausscheiden als Ältester ans Licht gekommen wäre. ...

Es wurde immer deprimierender, mit den Brüdern zusammen zu sein. Viele fühlten sich in unserer Gegenwart unbehaglich, weshalb wir uns auch unbehaglich fühlten, obwohl wir ihnen gegenüber ein reines Gewissen hatten. Es belastete uns natürlich, dass wir nicht offen mit ihnen reden konnten. Selbst zu der Zeit begriffen wir eigentlich nicht, dass die Regeln der Gesellschaft das eigentliche Problem hinter all dem waren. Würden wir den "Mund aufmachen", würden wir als "Abtrünnige" gelten, da wir aber den "Mund hielten", führte dies zu allerlei Vermutungen seitens unserer geliebten Brüder und Schwestern. Auch fiel es uns ziemlich schwer, unser Gewissen nicht durch die Dinge zu belasten, die der "Sklave" uns lehrte, und sie andere zu lehren. Wir wollten wirklich nicht von den Brüdern verurteilt werden, aber gleichzeitig wollten wir herausfinden, was wahr war, was Jehova wohlgefällig war und was nicht.

Im Laufe der Zeit verspürten wir ein wachsendes Misstrauen uns gegenüber, und zwar so sehr, dass wir schließlich nicht mehr wussten, warum wir eigentlich noch die Zusammenkünfte besuchen sollten: uns wurde nicht gestattet, zum Geist der Versammlung beizutragen, und wohl fühlten wir uns dort auch nicht mehr. Unser Bibelstudium zu Hause war sehr segensreich, wohingegen wir den Besuch der Zusammenkünfte weitgehend als Zeitverschwendung empfanden.

Die "Hexenjagd" hatte begonnen. Wir erhielten Telefonanrufe von Brüdern und Schwestern, die meinten, uns, die angeblich geistig Schwachen, "ermuntern" zu sollen, wieder regelmäßig zu den Zusammenkünften "der einzigen Organisation, die Jehova gebrauchte" und der "wunderbaren Speise" zurückzukommen, die nur der "treue und verständige Sklave" austeilte. Sie redeten und redeten, aber ... wir durften nicht, andernfalls wären wir aus der Gemeinschaft ausgeschlossen worden. Oh, was war das für eine Qual! Liebend gerne hätten wir ihnen die Augen geöffnet, aber wir konnten es nicht, es war nicht uns nicht möglich ohne fatale Konsequenzen.

Der nächste Kongress kam, und wir waren froh, einen guten Grund - unsere Umzugsarbeiten - zu haben, nicht daran teilnehmen und uns "an der wunderbaren geistigen Speise" "erfreuen" zu müssen. Sie interessierte uns einfach nicht mehr. Die Ältesten waren äußerst bemüht herauszufinden, wie wir gegenüber dem "Sklaven" eingestellt waren. Wir waren uns zu dem Zeitpunkt diesbezüglich nicht so sicher, aber wir wussten, dass Jehova für uns an der ersten Stelle stand. Doch ob es so war oder nicht, interessierte niemanden, es war unfassbar; es ging nur um die Organisation und unsere Beziehung zu ihr. Ich war bereit, diese Organisation hinter mir zu lassen, entschloss mich aber, auf meinen Mann Rücksicht zu nehmen Er hatte sich selbständig gemacht und beschäftigte Brüder. Wie würden sie reagieren, wenn wir die Organisation verließen? Eigentlich war das keine Frage. Wir konnten uns inzwischen gut vorstellen, wie sie reagieren würden. Wie könnten wir ihnen also beweisen, dass, ..., tja, was mussten wir eigentlich beweisen? ...


Nun also trat sie doch noch ein, die Nach WTG-Zeit in diesem Fall. Dazu schreibt die Autorin:
"Obwohl unsere "Scheidung" von der Organisation eine Erleichterung war, kam es einem Alleingelassensein im Niemandsland gleich. Die Nachwirkungen dieser Trennung machten sich fortwährend bemerkbar. Obwohl wir die Entscheidung bewusst und ganzherzig getroffen hatten und uns theoretisch auch die Konsequenzen unserer Entscheidung - zumindest seitens der Organisation und der Brüder - bekannt gewesen waren, erwies sich das praktische Ausleben unserer Entscheidung als echte Prüfung. (Mein Mann) und ich gingen getrennte Wege, was die Umsetzung der Entscheidung betraf. Mein Mann beschloss sehr rasch, sich fortan den "handfesteren" Alltagsproblemen zu widmen, von denen er jede Menge hatte. Ich dagegen sah mich plötzlich auch noch von meinem Mann allein gelassen. Nicht dass er es gewollt hätte. Es war lediglich seine Art, mit seiner Situation fertig zu werden.

Die Berichterstatterin meint dann im neuen Durchdenken gewisser Bibelstellen den von ihr gesuchten geistigen Halt gefunden zu haben.
Sie setzt sich dann auch mit den Angeboten der klassischen Konkurrenzreligionen zur WTG auseinander, muss letztendlich aber doch einräumen.
Zuviel der "nicht herunterschluckbaren Kröten" in ihnen.
Ein charakteristischer Satz für diese Phase ihrer Entwicklung:
"Mein Mann war auch nicht unbedingt eine Hilfe. Wenn er ab und zu mitbekam, wie ich im Radio Gottesdienstansprachen oder den Evangeliumsrundfunk anhörte, der mir, Gott sei es gedankt, damals sehr viel geholfen hat, dann meinte er, das sei sowieso alles derselbe Unsinn, und ich könne mir das alles sparen oder auch gleich zu den Zeugen zurückgehen. Das wollte ich natürlich nicht, daran hatte ich nie Zweifel. Es war ja so, dass ich meine Entscheidung nicht nur vor dem Verlassen der Organisation überprüft hatte, sondern auch nachher feststellen musste, dass weder eine Änderung der Organisation noch des Lehrgebäudes zu erwarten war. Seit Jahrzehnten hatte sich ja diesbezüglich nichts geändert oder verbessert, wenngleich Gott mit den einzelnen Menschen darin bestimmt handelte. Da war ich mir sicher, denn sonst wäre ich ja nicht von Ihm von dort hinaus geführt worden."

Es steht mir nicht an, diese Individualbiographie weiter zu kommentieren. Der Text wurde meinerseits redaktionell gekürzt im Sinne einer Straffung der wesentlichen Aussagen in ihm.
Ich fürchte, mancher aus dem hiesigen Leserkreis, wird bei seiner Lektüre mit dem Gefühl zu kämpfen haben, da in einen "Spiegel" hineinzuschauen!

Re: Ein weiterer Erlebnisbericht

geschrieben von:  Alphabethus

Datum: 13. März 2010 08:49

"Ich fürchte, mancher aus dem hiesigen Leserkreis, wird bei seiner Lektüre mit dem Gefühl zu kämpfen haben, da in einen "Spiegel" hineinzuschauen!"

Sehr gut erfasst. Zu diesen gehörte ich auch, als ich den gesamten Bericht zu lesen bekam und es ist ein durchaus schmerzliches Schauen.

Re: Ein weiterer Erlebnisbericht

geschrieben von: Frau von x

Datum: 13. März 2010 13:29

Zitat:

Drahbeck
Ich fürchte, mancher aus dem hiesigen Leserkreis, wird bei seiner Lektüre mit dem Gefühl zu kämpfen haben, da in einen "Spiegel" hineinzuschauen!

Leider, aber glücklicherweise tut es mit jedem Mal weniger weh.
Erschreckend ist, daß die WTG nicht nur Jahrzehnt für Jahrzehnt, sondern Jahrhundert für Jahrhundert mit den gleichen Worthülsen Erfolg zu haben scheint.

Zitat:

Die meisten arbeiteten wirklich hart, besonders in Anbetracht der Erwartung, dass Harmagedon und damit das Paradies so nahe wären. Sie scheuten weder Zeit, Geld, noch Energie, um Menschen zu Zeugen Jehovas zu machen und, so glaubten sie, deren Leben zu retten. Aber menschliche Energie reicht nur eine Zeitlang aus. Viele meinten, dass Jehova es weder erlauben könne noch würde, dass die Brüder und Schwestern, Sein Volk, zusammenbrechen würden, und Er daher Harmagedon bald kommen lassen müsse, um zu verhindern, dass das geschehen würde.

UNSER KÖNIGREICHSDIENST für März S.2:
"Warum werden wir immer wieder angespornt, unsere Zeit, Kraft und Mittel im Dienst einzusetzen? Weil es einfach nichts Wichtigeres gibt! Denkt man darüber nach, was für weitreichende Auswirkungen unser Dienst hat, drängt es einen noch viel mehr, bei diesem einmaligen Werk mitzumachen (...).
...
Durch unser Predigen und Lehren retten wir uns selbst und die, die auf uns hören (...). Es ist wirklich eine große Ehre, bei diesem wichtigen Werk mitzumachen.
Bald wird die ungerechte Welt von heute in der großen Drangsal ein abruptes Ende nehmen. ... Zu predigen und Menschen zu Jüngern Jesu zu machen ist also heute wichtiger, dringender und weit mehr wert als alles andere. Setzen wir es in unserem Leben an die erste Stelle! ... "

Zitat:

Der nächste Kongress kam, und wir waren froh, einen guten Grund - unsere Umzugsarbeiten - zu haben, nicht daran teilnehmen und uns "an der wunderbaren geistigen Speise" "erfreuen" zu müssen.

S.3
"Wir freuen uns schon auf das geistige Festessen, das uns beim Bezirkskongress 2010 erwartet. Wir wollen unbedingt an allen drei Tagen anwesend sein. ..."

Wieder ein Versuch, Deutschland zum "Mullahstaat" zu gestalten

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 13. Februar 2010 01:23

"Der Anwalt der Eltern will Berufung einlegen" dies der letzte Satz eines Berichtes.
Was für ein Anwalt? Er wird zwar nicht namentlich genannt, ergo bleibt nur das spekulieren. Aber er hat Klienten die Zeugen Jehovas in diesem Falle sind. Und ohne deren Zustimmung läuft auch ein in Berufung gehen nicht ab.

Was hatte das Gericht in der derzeit aktuellen Phase den Klägern als Antwort auf ihr Begehren gesagt? Offenbar dieses
Das Gericht sieht das alles "als möglichen Präzedenzfall"

Und weiter: "Das "Grundrecht auf religiöse Kindererziehung" verleihe den Eltern nicht "das Recht, ihre Kinder von bestimmten Unterrichtsinhalten fernzuhalten" ... "In dem Unterricht haben wir kein Haar in der Suppe gefunden."

...

Es ist wohl auch davon auszugehen. Auch die Leitung der Zeugen Jehovas hat im Vorfeld Kenntnis von diesem Verfahren gehabt. Ein gegenteiliges Dementi hat sie jedenfalls nicht publiziert. Insofern geschieht das alles mit wohlwollender Duldung der Leitung der Zeugen Jehovas.
Man will es also auf einen (weiteren) Präzedenzfall ankommen lassen.

Man kennt ja bereits das Sturmlaufen gewisser Teile der Religionsindustrie, etwa gegen die "Harry Potter" Romane. Nun muss ein Film für eine ähnliche Konfliktlage herhalten.
Sollte der Präzendenzfall im Sinne der Kläger letztendlich ausgehen, sind wir einen weiteren Schritt hin zum "Mullahstaat".
Darüber ist man ja in diesem Lande durchaus nicht mehr verwundert; was allerdings nicht heißen soll, das unsereins das für "gut" fände.

...

Re: "Krabat" - Echter Gewissenskonflikt oder brisanter Inhalt für totalitäre Mächte?

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 13. Februar 2010 12:20

Zitat:

Drahbeck
"Der Anwalt der Eltern will Berufung einlegen" dies der letzte Satz eines Berichtes ...

Zitat:

Bericht   vom 13.02.2010

Eine Diskussion über Bibelstellen - nein, die habe er damals nicht führen wollen, erinnerte sich der Schulleiter in der Verhandlung."

Von Beatrix Bohn

Zeugen Jehovas versuchen mit Bibelstellen ihren Standpunkt zu begründen.

Sind diese Argumentationen immer schlüssig?

Neue-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift - 2. Korinther 6:14-17:

Zitat:

,,Laßt euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen. Denn welche Gemeinschaft besteht zwischen Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Teilhaberschaft hat Licht mit Finsternis? Welche Harmonie besteht ferner zwischen Christus und Belial? Oder welchen Anteil hat ein Ungläubiger mit einem Ungläubigen? Und welche Übereinkunft besteht zwischen Gottes Tempel und Götzen? Denn wir sind ein Tempel eines lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: ,,Ich werde unter ihnen wohnen und unter [ihnen] wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein." ,, ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab', spricht Jehova, ,und hört auf, das Unreine anzurühren' ... "

"geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab" "hört auf, das Unreine anzurühren"

Die Zeitung fährt fort:

Zitat:

,,Das Buch von Otfried Preußler - mit Preisen überhäuft. Der Film - mehrfach ausgezeichnet. Die Lehrpläne - auf ihnen stand dieser Stoff. Der Unterricht habe gerade die Befreiung des Menschen von diesen dunklen, totalitären Mächten betont.

Dem widersprach der Anwalt der Familie nicht. Der Sohn habe ja auch teilgenommen, als Auszüge dieses Buches im Unterricht gelesen wurden. ,,Ein Film zieht den Betrachter aber viel stärker in den Bann.""


Von Beatrix Bohn

"Der Sohn habe ja auch teilgenommen, als Auszüge dieses Buches im Unterricht gelesen wurden."

Zitat:

LUKAS 16:10

,,Wer im Geringsten treu ist, ist auch in vielem treu, und wer im Geringsten ungerecht ist, ist auch in vielem ungrecht."

Re: "Krabat" - Lektüre ja, Film nein?

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 17. Februar 2010 17:29

Jehovas Zeugen lesen "mystische" Lektüre, Filme lehnen sie hingegen ab? Ist dieses Verhalten konsequent?

Zitat:

Der Anwalt der Eltern entgegnete nach einem Bericht ...  das Problem sei nicht die Lektüre, sondern der Film: ... "

Warum ist der Film das Problem?

Zitat:

" ,Er zieht den Betrachter viel stärker in den Bann.' "

Richtig! Die WTG lehrt in ihrem Schulbuch:

Zitat:

WTG- Buch 2001 NUTZE DIE BELEHRUNG DER THEOKRATISCHEN PREDIGTDIENSTSCHULE S. 247

,,Ein visuelles Hilfsmittel hinterlässt im Sinn häufig einen deutlicheren oder nachhaltigeren Eindruck als das gesprochene Wort."

Um einen "deutlicheren oder nachhaltigeren Eindruck" im Sinn zu hinterlassen, benutzt die religiöse Gemeinschaft ebenfalls Filme:

Zitat:

WTG- Buch 2001 NUTZE DIE THEOKRATISCHE PREDIGTDIENSTSCHULE S. 249

,,Wenn Videofilme verfügbar sind, die unter der Aufsicht der leitenden Körperschaft hergestellt wurden, verwende diese, um das Vertrauen in die Bibel zu stärken, Studierende mit der Tätigkeit der Zeugen Jehovas vertraut zu machen und die Zuschauer zu ermuntern, im Einklang mit biblischen Grundsätzen zu leben."

Die Aufsicht der ZJ weiß:

Zitat:

WTG- Buch 2001 NUTZE DIE BELEHRUNG DER THEOKRATISCHEN PREDIGTDIENSTSCHULE S. 250

,,Richtig verwendet, kann ein passendes visuelles Hilfsmittel solch einen tiefen Eindruck hinterlassen, dass man sich noch jahrelang sowohl daran als auch an den Lehrpunkt erinnert."

Die WTG möchte durch Filme einen "tiefen Eindruck" hinterlassen. Die Schule auch!

Menschenrechte

geschrieben von: Alphabethus

Datum: 27. Januar 2010 08:36

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Ich bin kein Jurist. Ich kann die Geschehnisse deshalb auch nicht juristisch bewerten. Aber ich bin ein Mensch und habe als Betroffene mit allen Sinnen gefühlt, wie sich die Ordensregeln der Wachtturm Organisation auf mein Leben ausgewirkt haben.
Mit der Resolution 217 A (III) der Generalversammlung vom 10. Dezember 1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte angenommen.
Artikel 1
„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.“
Ich schaue auf mein Leben zurück und frage mich:
Wurde mein Gewissen respektiert?
Artikel 2
„Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.
Desweitern darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.“
Artikel 7
„Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und hab en ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleich Schutz gegen jede Diskriminierung, die gegen diese Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung.“
Jehovas Zeugen behaupten, diejenigen, denen die Gemeinschaft entzogen wurde sind fortan Kinder des Teufels. Diese Behauptung empfinde ich als Diskriminierung und üble Nachrede. Der Wachtturm als offizielles Organ der Zeugen Jehovas erscheint angeblich weltweit mit gleichem Inhalt. Dann wird nach meinem Verständnis weltweit zur Diskriminierung dieser Minderheit der ehemaligen Glaubensbrüder aufgehetzt und millionen Zeugen Jehovas handeln nach dieser Vorgabe.
Zitat aus
Wachtturm vom 15.04.2009, Seite 6, Absatz 15
Studien Artikel zu Hiob
„Satan war das erste Geschöpf, das abtrünnig wurde. […] oder gegenüber der leitenden Körperschaft. Manche von ihnen setzen sich vehement gegen den Gebrauch des Namens Jehova ein. Es liegt ihnen nichts daran, Jehova besser kennenzulernen oder ihm zu dienen. Wie ihr Vater, der Teufel, bekämpfen sie Menschen, die Jehova ergeben sind. (Joh. 8:44) Da ist es nur natürlich, dass Diener Jehovas nicht das Geringste mit ihnen zu tun haben wollen! (2. Joh. 10, 11).“
Artikel 10
„Jeder hat bei der Feststellung seiner Rechte und Pflichten sowie bei einer gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Beschuldigung in voller Gleichheit Anspruch auf ein gerechtes und öffentliches Verfahren vor einem unabhängigen und unparteiischen Gericht.“
Die Verhandlung des Rechtskomitees der Zeugen Jehovas ist nicht öffentlich. Der Angeklagte bekommt keine schriftliche Erklärung weswegen er vorgeladen wird. Es gibt keinen unabhängigen, neutralen Verteidiger. Das Rechtskomitee ist Ankläger und Richter gleichzeitig. Es gibt keine schriftliche Urteilsbegründung.
So kann ich über die Gründe meines Gemeinschaftsentzuges nur vermuten.
Hatten die Väter der Erklärung der Menschenrechte ein Vorgehen dieser Art im Sinn?
Artikel 12
„Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen.“
Laut Anweisung der Wachtturm Organisation dürfen selbst meine Familienangehörigen keinen Kontakt mit mir haben:
Zitat:
Aus dem Buch „Bewahrt euch in Gottes Liebe“:
Auf Seite 207 heißt es: „Ist es wirklich nötig, den Kontakt völlig abzubrechen? Ja, aus mehreren Gründen…“. Auf die Frage „Was, wenn ein Verwandter ausgeschlossen wird?“ (Seite 208) wird unter anderem auf Seite 209 gesagt: „In seltenen Fällen könnten es gewisse Familienangelegenheiten zwar erfordern, dass man mit dem Ausgeschlossenen begrenzt Kontakt hat, doch sollte dieser auf ein Minimum beschränkt werden. Wer Jehova treu sein möchte, sucht nicht nach Vorwänden für Kontakte mit einem ausgeschlossenen Verwandten, …“
Meine Familie sieht dies als Anweisung, nicht mehr mit mir zu reden. Ich empfinde dies als massiven Eingriff auf mein Privatleben und als Beeinträchtigung meiner Ehre und meines Rufes, da man mir unterstellt, dass ich dem Teufel als Vater gehöre.
Für mich, juristischem Laien, sind auch noch weitere Menschenrechte durch die Ordensregeln dieser Wachtturm Organisation eingeschränkt.
Das Berufungsgericht von Lüttich hat am 6. Februar 2006 in seinem Urteil im Falle Jacques Lejeune entschieden, dass die besonderen Instruktionen der Zeugen Jehovas gegen jene, die sie ausgeschlossen haben, gegen die Religionsfreiheit verstoßen.
http://griess.st1.at/gsk/fecris/deutsch%20Lejeune.htm
Jehovas Zeugen berufen sich auf ihr Recht auf Religionsfreiheit und auf das Recht auf innerorganisatorische, disziplinarische Maßnahmen. Das sei ihnen auch nicht genommen.
Doch ich frage: Wollten die Väter der Charta der Menschenrechte soweit gehen, dass unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit die Persönlichkeitsrechte einzelner außer Kraft gesetzt werden?
Kann man es mit Religionsfreiheit entschuldigen, wenn in die intimsten und privaten Angelegenheiten der Mitglieder und Ex-Mitglieder hinein reglementiert wird?
Artikel 30
„Keine Bestimmung dieser Erklärung darf dahin ausgelegt werden, dass sie für einen Staat, eine Gruppe oder eine Person irgendein Recht begründet, eine Tätigkeit auszuüben oder eine Handlung zu begehen, welche die Beseitigung der in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten zum Ziel hat.“
Als Betroffene kann ich nur sagen: Nach meinem Gefühl ist die Bestimmung des Artikel 30 nicht respektiert worden.

Re: Menschenrechte

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 27. Januar 2010 09:32

Man vergleiche thematisch (unter anderem) auch

http://forum.mysnip.de/read.php?27094,3726,3726#msg-3726

(Alternativ auch im Forumsarchiv 252)

Re: Menschenrechte

geschrieben von: Alphabethus

Datum: 27. Januar 2010 10:06

Genau darin liegt die uns sattsam bekannte Problematik. So lange es nicht möglich ist am Beispiel direkt Betroffener den Schaden durch die Diskriminierung zu "beweisen", können sie immer weiter Regeln aufstellen, deren Einhaltung scheinbar der freien Gewissensentscheidung einzelner unterliegen. Auf meinen Beitrag im myspace Forum bekam ich den Vorschlag, mich an Amnesty international zu wenden.

Re: Menschenrechte

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 27. Januar 2010 12:03

Ein Rückblick.
Nun also war Kurt Hutten, seit 1. April 1960, auch als Leiter der "Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen", von seinem Kirchenverbund, für dieses Amt offiziell etabliert.
Ausgewiesen dafür war er ja schon seit der Zeit nach 1945, durch eine umfängliche thematische Publizistik, unter der besonders sein langjähriges Standardwerk "Seher Grübler Enthusiasten" herausragt.

In Heft 1/1961 der Zeitschrift "Das missionarische Wort" hält Hutten dazu, unter der Überschrift "Die Wende an der "weltanschaulichen Front", selbst einmal einen Rückblick.
Die von ihm bezeichnete Wende kann man in der Tat auch bei ihm selbst feststellen.
Der junge Hutten gehörte um 1933 mal (kurzzeitig) den Hitler orientierten "Deutschen Christen" an.

Deren Stern sank aber, spätestes im November 1933 mit der Sportpalastkundgebung ihres Funktionärs Krause, und namentlich der nachfolgenden Polarisierung, mächtig ab.
Selbst die Nazis fuhren ihre Protektion für diese Strömung in der Folge zurück, und wollten nunmehr in Religionsfragen eher "neutral" sein (ob sie es denn waren ist eine ganz andere, zu verneinende Frage).

Jedenfalls stießen in dieses nun offenbar sichtbare Vakuum, zunehmende jene weltanschaulichen "Distanzierungskräfte" vor (deren bekanntester vielleicht Alfred Rosenberg mit seinem "Mythus des XX. Jahrhundert" war), die da keine Hemmschwelle mehr hatten, und unverblümt bereit waren, zu erklären, das konventionelle Christentum habe zu "verschwinden", auf das "man seiner nicht mehr gedächte".
Nicht verschwinden indes sollte irrationale Religiosität, nur eben anders ausgerichtet werden. Namentlich aufs "Heldische" (auf Vorbereitung) für die eigene militärische Aggressionspolitik.

Das alles schreckte vielerlei Kirchenvertreter auch auf. Die "Bekennende Kirche" ohnehin, aber selbst Teilen der noch vorhandenen "Deutschen Christen", war bei dem Gedanken an ihre zunehmende Konkurrenz der "Deutschgläubigen", zusehends unwohler.
Und auch Hutten befand, unter diesen Konstellationen, könne seines Verbleibens bei den "Deutschen Christen" nicht länger sein.

Als Pressepfarrer in der Württembergischen Ev. Kirche, wird man allerdings, auch nach 1933, noch einiges publizierte von Hutten vorfinden.
Nicht zuletzt fand er seine Thematik eben auch in der Auseinandersetzung mit dem Deutschglauben.
Man vergleiche auch
Kurt Hutten. Eine pdf-Datei  ...

Im Bewusstsein nach 1945 habe nun eine neue Ära begonnen, "sattelte" auch Hutten um.
Das Thema der Deutschgläubigen hat sich ja nun vorerst erledigt. Dafür wird ein neues Thema, die Sektenlandschaft, zunehmende Bedeutung gewinnen. Und diese Erkenntnis lässt dann auch Hutten in seinem genannten Aufsatz mit einfließen. Etwa wenn er darin auch ausführt:

"Bis 1933 traten mindestens 2,5 Millionen Menschen aus der Kirche aus und die Mitgliederzahl der Freidenkerorganisationen stieg auf 800.000 an. Später gesellte sich, von der wachsenden völkischen und nationalsozialistischen Bewegung emporgetragen, eine arteigene Deutschgläubigkeit zu den Gegnern der Kirche. Sie stand zwar von Anfang an im Zeichen einer heillosen Zersplitterung, aber einzelne Kreise, etwa die Ludendorffer, erzielten eine beträchtliche Reichweite und erfaßten Schichten, die dem Freidenkertum verschlossen waren.

Als 1933 der braune Staat errichtet wurde, schien die Hoffnung deutschgläubiger Führer nicht unbegründet zu sein, daß der politischen auch eine völkisch-religiöse Massenbewegung zur Seite gehen werde, um das "artfremde" Christentum auszutilgen und die Seele des Volkes zu erobern. Wieder stiegen ab 1934 die Zahlen der Kirchenaustritte; insgesamt trennten sich bis 1945 rund 1,4 Millionen Menschen von der evangelischen Kirche.

Das alles ist heute ganz anders geworden. Die großen antichristlichen Bewegungen von damals sind erlahmt. Ihre Restbestände haben sich in ein paar kümmerlichen Tümpeln gesammelt.
Der Deutsche Freidenkerverband, nach 1945 wieder ins Leben gerufen, hat es zu rund 7000 Mitgliedern in der Bundesrepublik und einer bedeutungslosen Zeitschrift gebracht. Die Monisten bilden einen kleinen Verein. Der Ludendorffsche "Bund für Gotteserkenntnis" zählt nur noch einen Bruchteil seines einstigen Bestandes. Die sonstigen deutsch- und gottgläubigen Vereine sind erloschen oder kraftlose Winkelgemeinschaften geworden. Am besten haben noch die verschiedenen freireligiösen Organisationen überstanden, weil sie eine festgefügte Mitgliedschaft und Ordnung besaßen. Jedoch haben auch sie den Höhepunkt ihrer Geschichte längst hinter sich."


Einige Jahrzehnte später, mag eine Bilanz dann wohl auch so unangebracht nicht sein.
Hutten's "Seher Grübler Enthusiasten" gilt zwar noch als geschichtliches, nicht aber mehr als aktuelles Standardwerk.
Dem folgten noch paar andere andere, weitaus kurzlebigere.
Exemplarisch ist dieser Paradigmawechsel auch ablesbar an den Ausführungen zu dem Buch
"Panorama der neuen Religiosität" .

Huttens intensiv bearbeitete Sektenthematik, ist da schon mal zu einer Marginale zusammengeschmolzen.

So richtig "bewegen" tut heutzutage die Sektenthematik (außer direkt oder indirekt Tangierten) kaum noch größere Kreise.
Die verstehen allenfalls "Bahnhof ..." dann ist ihr Verständnisvermögen auch schon beendet.
Ablesbar auch an den Gerichtsprotokollen im ZJ-KdöR-Prozess.
Von der urteilenden Richterschaft (in allen Instanzen) kann auch unterstellt werden. Die haben auch nur "Bahnhof ..." verstanden.
Einen Richter mit eigener vormaliger, eigener ZJ-Sozialisation gibt es nicht (jedenfalls ist mir keiner in Deutschland bekannt). Deren "Weisheit" erschöpft sich dann vielfach in dem Allerweltsausspruch.
Na wenn es euch da nicht gefällt - tretet doch aus!

Über die psychische Befindlichkeit, solcher dann Ausgetretenen könnte besagter Richterschaft ja mal (beispielsweise) ein Herr Rohmann ein Gutachten verfassen, da bei der Richterschaft ohnehin nur Gutachten zählen.
Die aber darf dann nicht "all und jeder erstellen". Da ist dann schon mal ein gewisses Vorsortieren angesagt. Und ob denn Herr Rohmann in den Augen der Richterschaft die notwendige Gnade fände, erscheint mir so ausgemacht auch nicht zu sein.

Ergo bleibt alles wie es ist. Die Richterschaft besteht auf ihre Gutachten (selbstredend nur die zugelassenen).
Die Gegen-Gutachter, beispielsweise ein Herr Besier, suchen kräftig ihre Konkurrenz (in diesem Beispiel eben Rohmann), madig zu machen.
Schlussergebnis. Da keiner die Forderungen der saturierten Richterschaft erfüllt, bleibt alles so wie es ist. bzw. Sieger ist der, der am meisten in willfährige Gutachter vom Stiele Besier investiert.

Um noch einen Moment beim Namen Besier zu verbleiben.
Das der nun ausgerechnet, bei einer Partei die sich "Linke" nennt, seine Karriere fortsetzen kann, ist dann ja für unsereins die Verhöhnung hoch zehn.
Aber weshalb ist das so - weil man in besagter Partei bei dem in Rede stehenden Thema, auch nur immer "Bahnhof ..." versteht, und da kann man sich dann ja mit der saturierten Richterschaft die Hände reichen zum Gegenseitigen gratulieren!

Um zu Hutten zurückzukehren.
Hat die Sektenproblematik insgesamt auch abgenommen, ist der Hinweis von Hutten auf die entgegengesetzten Polen, so unrichtig auch nicht.
Am Beispiel der von Hutten mit genannten Monisten, auch veranschaulichbar.

Vor dem ersten Weltkrieg, ein Haufen bürgerlich Saturierter.
Nachdem der Weltkrieg dann auch einigen vormals Saturierten, ihr Saturiertsein beendet hatte, zur unbedeutenden "Randnotiz" der Geschichte zusammengeschmolzen.
Stichwort "Freidenker". Hätten die sich nicht relativ früh den Geschäftszweig Feuerbestattungsversicherungskasse zugelegt, wäre deren Abstieg wohl kaum erst nach 1945 erfolgt (von ihrer Stigmatisierung im Naziregime jetzt nicht zu reden).

Hutten nannte weiter das Beispiel der "Freireligiösen".
Wer denn eine superstarke Lupe hat, mag denn ja auch heutzutage noch Reste davon vorfinden.
Wer diese Lupe nicht hat, wird eben nichts mehr vorfinden.
Das zeigte sich schon bei einem ihrer Vorgänger den Deutschkatholiken (von Ronge gegründet). Deren Blütezeit währte nicht übermäßig lange.

Zusammengefasst. Dem stärksten Abtrieb verschaffen auch den Sekten bürgerlich saturierte Umweltbedingungen.
In Zeiten von Hartz IV soll es für diese Umweltbedingungen auch nicht mehr zum allerbesten stehen.

Dennoch kann die Verletzung von Menschenrechte durch die religiöse Szene insgesamt, nicht kommentarlos hingenommen werden.
Es wäre in der Tat - als Minimum - Aufgabe des Staates, eine einseitige Protegierung zu Gunsten der Religionsindustrie zu reduzieren, besser noch zu beenden.

Würde diese einseitige Protegierung so nicht mehr fortbestehen, hätten ja auch Kräfte im Stile der Monisten oder anderer, mehr die Chance sich darzustellen, und aus ihrer Sicht die Finger auf jene Wunden zu legen, damit den immer nur "Bahnhof versteher", dann endlich mal ihr "Ohropax" aus der Ohrmuschel herausgenommen wird, damit sie etwas besser "verstehen".

Um noch einmal auf Hutten zurückzukommen.
In der genannten Zeitschrift (Jahrgang 1961 des "Missionarischen Wortes" S. 293f.) gibt es da noch eine weitere Hutten bezügliche Notiz:

Zitat:
"Die "Zeugen Jehovas" seien keine christliche Bewegung, keine Bußbewegung, sondern eine "happy-end-Gesellschaft", erklärte Kirchenrat D. Dr. Kurt Hutten ... kürzlich in Hamburg. Der Leiter der Ev. Zentralstelle für Weltanschauungsfragen sprach auf Einladung der Hamburgischen Kirche, um im Blick auf den in der Hansestadt stattfindenden norddeutschen Kongreß der Zeugen Jehovas ... Die Hamburger Bevölkerung über den Charakter der Sekte aufzuklären.
Die Führer der Sekte in der Zentralleitung in Amerika bezeichnete er als skrupellose Verführer, die selbst wahrscheinlich gar nicht einmal an die von ihnen propagierte Lehre glaubten, sondern mit der theokratischen Organisation der "Wachtturmgesellschaft" und einer militanten Armee versklavter Sektenanhänger "auf die fromme Tour" die Diktatur über Völker und Staaten anstrebten.
"Denn die Zeugen Jehovas kennen keine Gastgeber, sondern nur Objekte ihrer Propaganda."

Zitatende.

Offenbar auch unter dem Einfluss jenes Hutten'schen Votums, gab es dann im Vorfeld des 1961er ZJ-Kongress in Hamburg, auch von dem damaligen Bischof Witte der Evang. Kirche, eine Verlautbarung dergestalt an die eigenen Kirchenmitglieder.
Den Zeugen Jehovas seien keine Privatunterkünfte zur Verfügung zu stellen.
Letztendlich mussten die dann, in Hamburg, auch als Folge vorgenannten, in größtem Umfange auf Massenquartiere, etwa in Schulen usw. orientieren.

Der spätere Hutten mag in späteren Jahren, dann seine Position zu diesen Fragen noch verändert haben. 1961 war er aber noch nicht "der spätere Hutten."

Auch das ist ein Beispiel dafür, dass die Tendenz, die Religionsindustrie möge ihre Probleme unter sich alleine ausmachen. Der saturierte Bürger in seinem Heierbettchen möchte möglichst wenig davon wissen, nicht gutgeheissen werden kann.

Intolerante Wachtturmschweine

geschrieben von: . +

Datum: 01. Februar 2010 19:09

Peter Gabriel bringt zum 12.Februar eine neue CD heraus.
„Scratch My Back“

sinngemäß heißt das so viel wie:
Eine Hand wäscht die andere

Peter Gabriel covert Lieder anderer Musiker und im Gegenzug ist eine CD geplant in der von anderen Musikern wiederum Lieder von Peter Gabriel gecovert werden.

Peter Gabriel singt auf seiner neuen CD von einem Kind das in einer Sektenfamilie regelrecht gefangen gehalten wird.
Von der sektiererischen Mutter wird das Kind wie in einem Plastikballon von dem verderbten Einfluss der Welt ferngehalten.

Erst als Erwachsener ermöglicht ihm die Liebe zu einem Mädchen, aus dem sterilen Käfig auszubrechen.

Paul Simon schrieb damals zu dem Film „The Boy In The Bubble“ den Soundtrack.

In dem Film verwendete man das Bild eines Kindes das angeblich keine Immunkörper entwickeln würde und deswegen in einem sterilen Plastikballon leben musste.

Der Man im Plastikzelt – als Synonym für das Abschotten der Sektenkinder vor der angeblich verderbten Luft der Welt.

Peter Gabriel covert nun den Song von Paul Simon „The Boy In The Bubble“ auf seiner CD neu.

Bei mir dauerte es annähernd 40 Jahre bis ich den Schritt aus dem Sektenzelt wagte.

Und ich werde immer wieder mit den niederen menschlichen Schweinen der Wachtturmsekte konfrontiert.

Es kommt immer wieder vor das einer dieser verkommenen Sektenbrut bei mir zuhause erscheint.

Einmal kam so ein fettes, schwitzendes, hirnamputiertes Sektensubjekt an meine Tür um meine Tochter abzuholen.
Er klingelte - ich öffnete.
Ich war wirklich gut drauf damals und grüßte per Handschlag fröhlich.
Er druckste ein „Grüß Dich“ oder ähnliches raus, drehte sich zur Seite und druckste verschämt herum.
Dieser feige Simpel schaffte es nicht einmal den Blick zu heben.
Ich stellte mich extra nah zu ihm und dachte gar nicht daran ihn an meiner Haustür alleine zu lassen.
Bis ihn meine Tochter erlöste.

Als ich heute von der Arbeit kam war so eine Sektenhexe bei uns Zuhause.
Sie saß an meinem Tisch, auf meinem Stuhl, aß von meinem Teller, trank meinen Kaffee.
Ich begrüßte sie mit Handschlag.
Sie nuschelte in ihren Damenbart irgendetwas das man als Gruß durchgehen lassen konnte und ihr Kind am Arm gab mir die Hand.

Wie lange dauert es wohl noch bis diese verkommenen Sektenschweine ihre niederen Instinkte dem Kind Einindoktrinieren, das es auch nicht mehr in der Lage ist, einfachste menschliche Regungen auszuführen?

Meine Frau und meine Tochter saßen am Tisch und ich fragte meine Frau laut ob sie mich jetzt gegrüßt hat?
Ich hätte dieses verkommene Allerwachtturmsektiererflittchen aus der Wohnung geschmissen, wenn meine Frau nicht laut gesagt hätte „Ja sie hat gegrüßt“

Ich nahm mir ein Glas mit Milch und Kaba und setzte mich zu diesen völlig verwahrlosten Sektenfanatikern.
Sie kamen zu dem Schluss dass es an der Zeit wäre zu gehen.

40 Jahre hat es gedauert bis ich es gewagt hatte aus dem Sektenplastikzelt auszubrechen.
Der Film „The Boy In The Bubble“ endet damit das der Mann seine ersten Schritte in der Freiheit wagt und dem Mädchen das er liebt folgt.

Das wirkliche Leben endet aber nicht mit der Schlussmelodie und dem Durchlauf der Namen der Mitwirkenden.

Meine Frau meinte

Zitat:

„Das machst du absichtlich“

Ich sagte darauf:

Zitat:

„Klar – das ist meine Wohnung und die Schande liegt bei euch“

Sie sagte darauf:

Zitat:

„dann müssen wir uns trennen“

Ich schulterzuckend:

Zitat:

„Ok – Such dir eine Wohnung“

Meine Frau und meine Tochter waren danach „auffallend“ freundlich.
Ach ja.
Hatte ich es schon erwähnt dass ich das Lied „The Boy In The Bubble“ im Radio schon gespielt habe?

Re: Intolerante Wachtturmschweine

geschrieben von: Conzaliss

Datum: 02. Februar 2010 11:47

Ja,
so sind sie - die "wahren Christen"...

Re: Intolerante Wachtturmschweine

geschrieben von: . +

Datum: 02. Februar 2010 14:08

Hallo Conzaliss

Was ich heute rückblickend nicht mehr verstehe ist warum ich mir überhaupt die Mühe machte den Wahrheitsgehalt der Wachtturm“lehre“ zu widerlegen.

Aber jetzt mal ganz nüchtern.

Ich habe die Geduld und die Duldsamkeit für die Situation verloren.

Mag es früher Jahrelang „vergnügen“ und zugleich Abreaktionsventil gewesen sein eine Wachtturm Lüge nach der Anderen wie an einer Perlenkette zu veröffentlichen.
Heute erscheint es mir Absurd diese beschränkten Verschwörungstheoretiker auch nur ansatzweise selbst noch insoweit Ernst zu nehmen, das man ihnen inflationsartig Nachweist das sie völligen Schwachfug reden.

Jetzt macht mich die Konfrontation mit den Sektenschwachköpfen nur noch Aggressiv.

Wie ist das eigentlich wenn ich jemanden in meinen vier Wänden schlage?

Früher hieß es doch das wir Verkündiger aufpassen müssen die Wohnungen der Wohnungsinhaber zu betreten, weil wir in den Wohnungen rechtlos wären wenn der Wohnungsinhaber gewalttätig würde.

Nach dem ich den Artikel geschrieben hatte kamen noch mal zwei von diesen Sektenspinnern in meine Wohnung.
Zu dritt lehrten sie in einer halben Stunde eine meiner Sektflaschen.
Die eine ignorierte mich völlig (hatte plötzlich am Handy zu hantieren) und die andere – leicht angeheitert, schüttelte mir breit grinsend die Hand und meinte „grüß Dich“

Ich werde schon alleine deswegen in nicht allzu weiter Ferne dem Ganzen ein Ende machen müssen weil ich nicht mehr für meine Beherrschung garantieren kann.
Das leben ist zu schön um ständig mit diesem Hassen konfrontiert zu werden.

Re: Intolerante Wachtturmschweine

geschrieben von: Gerd B.

Datum: 02. Februar 2010 17:41

.+ du bist Zwangsbepecht (Gegensatz zu Zwangsbeglückt), ist in der Psychologie ein fixer Begriff:

http://de.wikipedia.org/wiki/Co-Abh%C3%A4ngigkeit

Co-Abhängigkeit

Auszug:
Ursache für Co-Abhängigkeit

Die Ursachen sind wie bei den meisten psychischen Erkrankungen schwer auszumachen. Alles spricht aber für das multifaktorielle Modell, also eine Mischung soziologischer Ursachen, kognitiver Ursachen und genetischer Dispositionen. Meist kommen Co-Abhängige aus dysfunktionalen Familien, was aber nicht immer der Fall sein muss. Allen gemein ist aber ein mangelndes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen.

Therapie von Co-Abhängigkeiten

Es gibt kein allgemeingültiges Verfahren. Viele Co-Abhängige finden eine bessere Möglichkeit, mit sich und ihrem Leben umzugehen, indem sie in Selbsthilfegruppen gehen, Kuren in psychosomatischen Kliniken oder ambulante Therapien machen. Einige können dann ein selbstbestimmteres und erfüllteres Leben erreichen. Dieses bedarf meist langer Jahre der Auseinandersetzung mit sich und dem eigenen Verhalten. Für einige bleibt dies ein lebenslanger Prozess. Ohne Hilfe sehen nicht wenige Co-Abhängige im Suizid ihre einzige Lösung oder gehen an den körperlichen Symptomen ihrer Krankheit zu Grunde.<

Aus der Umkehrsicht gesehen, geht es deiner Frau genau so, denn sie leidet darunter, dass du nicht die Dinge siehst wie sie sie sieht...

Ich würde sie ja testhalber mit Bibelstellen FRAGEND fertig machen, Passagen aus Römer 8 etwa, wo die Theologie der Wachttürmler den Inhalt für die Masse filtert. Mit der Frage, wieso diese Sicht richtig sein soll.

Naja, ich rede es mir leicht, die Realität kämpft nur gegen die kognitive Dissonanz...

Abendgruß!
Gerd
PS.: Deine WT-Faksimiles waren nicht vergebens gescannt, du wirst (mit Manfred) in die Geschichte als d e r Dokumentarier eingehen. Aber sonst: bitte nicht eingehen

Das Schwert der Wahrheit

geschrieben von: . +

Datum: 03. Februar 2010 09:35

Hallo Gerd

Gestern kam es zu dem von Dir angedachten biblischen Gespräch.

Mehrfach wurde sie dabei von mir derart in die Ringecke verargumentiert das sie sagte „Sie unterhalte sich mit mir nicht über biblische Auslegung“
Lächel
Für mich klingt dass dann immer wie eine Ringglocke bei einem Boxkampf und einem notierter Punkt der Punktrichter... 

Aber man muss halt bei der Diskussion mit meiner Frau ein paar Parameter berücksichtigen:

Zum einen - Es gibt Menschen die von den Wachtturmzeugen betrogen werden/wurden und echt hinters Licht geführt wurden/werden.
Es gibt aber auch Menschen die wissen was sie tun.

In allen bekannten gängigen totalitären Regime gibt/gab es Menschen die wussten/wissen sehr genau was sie tun.

Meine Frau weiß was sie tut.
Sie lügt bewusst.
Entschuldigend kann ich für sie nur anführen das sie der Meinung ist das Jehova lügen muss.
Satan ist so böse und verschlagen das Jehova nichts anders übrig bleibt als zu Lügen.

Wenn er also früher für die Lüge gesorgt hat das die Generation von 1914 nicht vergeht war das eine von Gott notwendige Lüge.

Das ist der eine Diskussions-Parameter den man hier anlegen muss.

Aus meiner Sicht kann ich ihre Ansicht über den Zeugen Gott nur bestätigen.
Jener war ein Lügner von Anbeginn an.
Keine Aussage, keine Lehre, keine Verhaltensregel der Wachtturmzeugen hatte bestand.
Alles stellte sich über kurz oder lang in den letzten 120 Jahren als Lüge heraus.
Was macht das heute gegenwärtige Licht zu etwas besseren, als die vorangegangenen Irrungen und Wirrungen?

Das Zweite das man berücksichtigen muss, ist das es Menschen gab die die Menschenrechtsverletzungen totalitärer Regime verabscheut haben oder darunter gelitten haben.
Es gab aber auch Menschen die gerade darauf ihre Hoffnungen setzten das sie damit ihre persönlichen Vorteile und Vergünstigungen erhalten können.

Auch nach dem Fall der Mauer gab es Menschen die dem SED Staat nachtrauerten.
Es gab Menschen die das stigmatisieren der Juden begrüßten weil sie ihre arische Tochter vor dem Judenblut rein erhalten wollten.
Es gab Menschen die sich davor fürchteten das die weiße Rasse sich mit dem Aboritschines vermischt und so begrüßten sie den Versuch die Aboritschines auszurotten, indem man sie dazu zwang, auf radioaktivem Müll zu leben.

Meine Frau begrüßt den Gemeinschaftsentzug.
In ihm sieht sie den einzigen Weg ihre Vergünstigungen als Herrenrasse in der Verderbten Welt rein erhalten zu werden, zu erhalten.
Sie begrüßt die Mauer – sie will bewusst die Stigmatisierung einer Minderheit – hier den Abtrünnigen.

Warum wurde der Gemeinschaftsentzug erfunden?

Wenn wir uns den Wachtturm von 1950 in Erinnerung rufen dann nennt man ja dort den Grund für die Einführung des Gemeinschaftsentzuges.

Die Brüder sagten damals: „Ich habe meinen Frieden mit Gott. Ich bin der Meinung so richtig zu handeln. Was ihr sagt interessiert mich nicht“
Das hat Franz bis ins Mark getroffen.
Deswegen sorgte er für die Eskalation.

Meine Frau wurde zusehends unzufrieden mit der Situation das Frieden – ja geradezu Glück in unsere Beziehung und in mein Leben insbesondere einzog.

Deswegen kam sie auf die glorreiche Idee nun Brüder anzukarren die sich mir gegenüber Respektlos verhalten.

Es geht nicht darum Frieden zu schaffen.
Der Wachtturmgott ist nicht nur ein Gott der Lüge – er ist auch ein Gott der nicht gekommen ist Frieden zu bringen sondern das Schwert.

Das Schwert der Wahrheit das Familien Entzweit.
Der eine oder andere erinnert sich jetzt hier an den Jahrbuchartikel in dem man stolz berichtet das das Schwert der Wahrheit Familien entzweit.

Sie freut sich über den Streit – jetzt geht es ihr wesendlich besser.
Damit das sich hier etwas rührt hat sie ihr Ziel erreicht.

Am Ende dieser Zermürbungstaktik steht doch nur ein Ziel – der widerstand des Opfers wird zerbrochen und fällt mit gebrochenem Rückrad wieder in die Arme der Organisation.
Dann halten die liebend lächelnden Wachtturmzeugen sofort wieder ihre Schilder hoch auf denen steht „We love you Brother“

Bei einer Diskussion muss man diese Parameter anlegen und kann sich nun entsprechend ausrechnen wie sinnvoll ein biblisches Argumentieren ist.
--------------
In einer Sache hat mir meine Frau ein ungewolltes Kompliment gemacht.
Als ich gesagt hatte das ich die Leute die mich respektlos behandeln „Rausprügle“, lachte sie und meinte „Das will ich sehen“ denn ich bin wirklich ein ausgesprochen gewaltfreier Mensch.
Ich habe meinen Kindern noch nie eine „Ohrfeige“ gegeben – geschweige denn sonst wie Handgreiflich geworden.

Re: Das Schwert der Wahrheit

geschrieben von: Gerd B.

Datum: 03. Februar 2010 15:13

So traurig es auch ist, diese Menschen leiden unter einer pathologischen Sucht.

Das haben Psychologen analysiert:

NEURELIGIÖSE BEWEGUNGEN UND MENTALE GESUNDHEIT

Kjell Totland

http://www.st1.at/griess/gsk/totland4.htm

Auszug: ...Bezüglich neureligiöser Bewegungen sollten Psychologen und andere Fachleute (Soziologen, Anthropologen, Philosophen, Politwissenschaftler, Ärzte, Pädagogen, Juristen, Theologen, Sozialarbeiter, usw.) versuchen, dieses Phänomen von innen und von außen her zu verstehen, eine Perspektive sowohl für das Pathologische als auch für das Heilsfördernde entwickeln, gegen eigene Voreingenommenheit und Feldblindheit zu arbeiten, Demut gegenüber dem Fremden und Unbekannten zu zeigen, Fähigkeiten zu entwickeln, um Perspektiven für verschiedene Ursachenzusammenhänge zu haben, und durch Triangulierung oder andere Formen von querfachlicher Zusammenarbeit sich neue und relevante Kenntnisse anzueignen. Solche Kenntnisse können sich zum Beispiel darauf beziehen, verschiedene soziale Mechanismen besser zu verstehen, die mit Politik, Organisation, Wissenserwerb, Ökonomie, Kultur und Theologie zu tun haben und die man innerhalb solcher Gruppen finden kann, und herauszufinden, wie sich solche Mechanismen zur mentalen Seite der involvierten Akteure beziehen...

In meinem Buch führte ich das an, was in den Gehirnen der Sektierer wie ein Trojaner festsitzt und alle Gegenrede automatisch abblockt:

...Viele Außenstehende mögen nun fragen: wie ist das alles nur möglich? Wird man nicht gerade durch das Einpaukersystem mißtrauisch? Im Nachhinein frage ich mich das auch sehr oft. Hier spielt ein ebenso raffinierter wie einfacher Trick eine wichtige Rolle. Als eine der ersten „Warnungen“ wird einem „Interessierten“ folgendes beigebracht: „Wenn Sie jetzt mit uns die Bibel studieren und beginnen, die Wahrheit anzunehmen, wird Satan alle Hebel in Bewegung setzen, um Sie von der Wahrheit fernzuhalten. Dabei wird er Ihre engsten Vertrauten ihre Freunde, nahe Verwandte u. dgl. einsetzen. Diese werden sich von ihm gebrauchen lassen, um Sie zu bewegen, sich möglichst schnell von uns ZJ, zu trennen ...“ Damit wird eine ganz natürliche Reaktion des Umfeldes jener Personen wie eine Voraussage benutzt. Ziemlich sicher tritt eine derartige Situation auch ein. Der Neuling fühlt sich bestätigt und die Bindung wird fester.
Dieser Organisation fehlt eine „Opposition“. ..<

Nimm eher die Rolle als "Krankenpfleger" ein und resigniere nicht zu stark, sonst wirst DU nämlich kränker...

Re: Das Schwert der Wahrheit

geschrieben von: der einzig wahre Bauer

Datum: 04. Februar 2010 00:26

Ach, lieber + sei nicht so hart mit deiner Frau. Verstehe deine Frau. Deine Frau lügt nicht! Auch wenn es dir so erscheint. Ihr Gehirn täuscht sie und ihr Verstand blockiert sie.

Vielleicht kannst du das hier verstehen:

Warum erscheinen Zeugen Jehovas Außenstehenden manchmal zu lügen?

Wenn du dem vorgenannten Link folgst, dann gehe etwas in die Mitte:
Idiosynkrasien
Ab hier wird es interessant.

Auf der Suche nach perfekter Manippulation

...
Das Selbstbild eines Menschen trixt sein Bewusstsein aus. Und dieses Selbstbild wird bei Jehovas Zeugen sehr ausgeprägt geformt.

Kampf um die Leichtgläubigen

Es würde mich freuen, wenn ich dir damit etwas helfen kann, deine Frau als EHRLICH anzusehen. Sie kann nichts für ihre Lügen. SIE sagt nach ihrem Verständnis die WAHRHEIT.

Wahrheit ist relativ. Eigentlich nicht, aber im Gehirn jedes Menschen. Wir denken die Wahrheit zu sagen und "lügen" sie uns zurecht. JEDER Mensch tut dies. Du und ich... ich hoffe nur, dass ich es merke... ob ich es merke? Ich weiß es nicht.

Gute Hoffnung
wünscht dir Bauer

Zeugenschmarotzer

geschrieben von: . +

Datum: 04. Februar 2010 17:00

Hallo Bauer,

Keine Lügen sondern Sachzwang reduzierte Ehrlichkeiten...
 
Alle erzählen die Unwahrheit nur die Zeugen nicht...

schön mal wieder was von Dir zu hören.
Als ich vor Jahren hier bei Manfred schrieb, warst Du damals schon weiter in Deiner Ausstiegsphase wie ich.
Du verwendetest damals schon „etwas“ direktere Adjektive für dieses Sektenpack.
Ich habe das immer begrüßt und dich um den direkten Ton beneidet.
Bei dem Auseinandersetzen mit den Lehren bemühte ich mich stets um einen sachlicheren Ton.
Wenn ich an diesem Bemühen so manches mal auch nur allzu gerne scheiterte 

Ich möchte aber betonen, das mir hier in dieser Sache, die Lehre der Zeugen völlig wurscht ist.

Es geht hier einzig um deren niederes Verhalten.

Wohlgemerkt - Ich gehe nicht in deren Zusammenkünfte und bespucke sie, obwohl Spucke an diese Brut Verschwendung wäre.
Ich pöbele sie nicht auf der Straße an, obwohl sie systematisch die Leute übervorteilen und dann die Familien tausendfach zerstören.

Es geht hier darum das SIE in mein Revier eindringen, in mein Haus und sich Respektlos verhalten.

Das selbsternannte Volk Gottes ist sind sich zu fein mich zu grüßen aber mein Kühlschrank wird regelmäßig bis oben hin von meinem Geld gefüllt mit Gourmet Käse, Edelsalami, Kochschinken, Kaviar, Sekt und etlichen anderen Brunch Leckereien für diese „Zeugenschmarotzer“ die sich an meinem Tisch kostenlos den Bauch vollhauen.
Sich von dem Geld eines Abtrünnigen verköstigen zu lassen sind sich diese Heuchler nicht zu fein.

Solange ich das Pack nicht sehe kann ich ja damit leben.
Aber wenn sie sich mir gegenüber Beleidigend verhalten geht mir die Hutschnur hoch.

Co-Sucht - Co- Sektenabhängigkeit: die Sucht der Angehörigen

geschrieben von: . +

Datum: 02. Februar 2010 15:50

Co-Sucht - Co-Alkoholismus – Co- Sektenabhängigkeit: die Sucht der Angehörigen

Ich trage dadurch das ich meiner Frau ein Neuwagen vor die Tür stelle, das Benzin, die Kleider, die Reisen bezahle, dazu bei das sie ihrer Sektensucht weiter nachgehen kann.
Gleichzeitig aber werde ich durch die Respektlosigkeit, das menschenverachtende Verhalten und deren verdrehte, durch primitive Verschwörungstheorien geprägte Weltsicht in deren Sektensumpf hineingezogen.

Was ich heute rückblickend nicht mehr verstehe ist warum ich mir überhaupt die Mühe machte den Wahrheitsgehalt der Wachtturm“lehre“ zu widerlegen.

Ich bekam hier eine liebe PN in der jemand meinte ich solle weiter die Wachtturm“lehren“ durch eine christliche Sichtweise wiederlegen.

Aber jetzt mal ganz nüchtern.

Ich habe die Geduld und die Duldsamkeit für die Situation verloren.

Mag es früher Jahrelang „vergnügen“ und zugleich Abreaktionsventil gewesen sein eine Wachtturm Lüge nach der Anderen wie an einer Perlenkette zu veröffentlichen.
Heute erscheint es mir Absurd diese beschränkten Verschwörungstheoretiker auch nur ansatzweise selbst noch insoweit Ernst zu nehmen, das man ihnen inflationsartig Nachweist das sie völligen Schwachfug reden.

Natürlich ist das Lehrgebäude des Wachtturms in sich entzweit.
Eine Lüge gibt der anderen die Hand.

Heute aber empfinde ich es als Beleidigung des letzten Funken an Intellekt die Wachtturmauswürfe als „von Dämonen Inspirierte Äußerungen“ zu bezeichnen.
Wenn es denn wenigstens von Dämonen wäre – dann würde ich sagen – „Hey cool – das ist Kult“
So aber ist der Wachtturmdünnpfiff ein inhaltsleerer Spott seiner Selbst.
Ein Dichter sucht vergeblich nach dem Wort das deren schädlichen zerstörerischen Sekteninhalten gerecht würde.

Ich versuche es man etwas nüchterner von der Ferne zu betrachten – als wäre nicht ich der Betroffene.

Menschen, welche mit einem Sektenabhängigen Partner leben, sind in einer Energie raubenden und manchmal ausweglos scheinenden Situation.
Sie leben in einer Beziehung, die ihren Bedürfnissen nach Nähe, Geborgenheit und Partnerschaft in keiner Weise entspricht.

Jetzt macht mich die Konfrontation mit den Sektenschwachköpfen nur noch Aggressiv.
Und das hat einen Handfesten Grund:

Im Gegensatz zum Sektenmitglied, welches an sein Suchtmittel stofflich gebunden ist (Buch, Meetings, Gurus), bewegt sich die Co-Sucht, Co-Sektenabhängigkeit im nicht-stofflich gebundenen Bereich.

Dies kann natürlich auch in Familien vorkommen, in denen kein unmittelbares Familienmitglied Sektenabhängig ist.
So z.B. in Familien, wenn grosse Trauer um einen Verlust einer nahe stehenden Person an eine Wachtturmsekte nicht verarbeitet werden konnte, in Familien mit einem fanatisierten Kind aber natürlich vor allem bei Familien in der ein Mitglied nicht mit der unmittelbaren Sektenabhängigkeit steckt, verbunden mit Schuld und Schamgefühlen.

Als nicht Sektenfanatisierter Partner fragen frage ich mich:
„Was habe ich mit deiner Sucht zu tun?“

Für den unindoktrinierten Angehörigen ist es klar, dass „alles“ damit zu tun hat.
Das das natürlich nicht so ist macht die Situation der Co-Sucht, Co-Sektenabhängigkeit nicht einfacher.

Die Folge ist das ein Angehöriger zu Anfang natürlich seiner Frau, ihren Mann, den Söhnen, oder ihren Töchtern helfen will und sich in Beziehungen aufreibt.
Sektenabhängige Männer oder Frauen hingegen werden von ihren Partnern umso schneller verlassen, je weniger ihr süchtiges Verhalten zum traditionellen Partnerbild passt.

Das ich in meiner Situation unüberlegt, im Affekt oder aus hass gegenüber den Suchtmittellieferanten gehandelt habe kann mir nach all den Jahren heute sicher niemand mehr vorwerfen.

Das Problem das ich habe ist das stetige absinken der Hemmschwelle für Aggressives verhalten.
Bedingt durch eine Hilflosigkeit der Situation gegenüber.

Wie ist das eigentlich wenn ich jemanden in meinen vier Wänden schlage?

Früher hieß es doch das wir Verkündiger aufpassen müssen die Wohnungen der Wohnungsinhaber zu betreten, weil wir in den Wohnungen rechtlos wären wenn der Wohnungsinhaber gewalttätig würde.

Nach dem ich den gestrigen Artikel geschrieben hatte, kamen noch mal zwei von diesen Sektenspinnern in meine Wohnung.
Zu dritt lehrten sie in einer halben Stunde eine meiner Sektflaschen.
Die eine ignorierte mich völlig (hatte plötzlich am Handy zu hantieren) und die andere – leicht angeheitert, schüttelte mir breit grinsend die Hand und meinte „grüß Dich“

Ich werde schon alleine deswegen in nicht allzu weiter Ferne dem Ganzen ein Ende machen müssen weil ich nicht mehr für meine Beherrschung garantieren kann.
Das leben ist zu schön um ständig mit diesem Hassen konfrontiert zu werden.

Kübler-Ross (1980) unterscheidet 5 Phasen, die bei dem Prozess des co-abhängigen Verhaltens durchlaufen werden:

1. Phase der Verleugnung/Isolierung
Ich dachte den Kontakt mit der Wachtturmsekte so gering wie möglich zu halten würde helfen.
Ich Isolierte mich von den Sektenmitgliedern und hatte keinen Kontakt zu Weltmenschen

2. Phase der Wut und des Selbstmitleids
Meine 6 Jahre in denen ich im Internet quasi täglich schrieb.

3. Phase des Verhandelns
Ich „Arrangierte“ mich mit meiner Frau. Sie konfrontiert mich nicht damit und ich lasse sie mit ihrem Sektierertum in Ruhe.

4. Phase der Depression
Ich würde es lieber Phase der Aggression nennen. Der Sektensüchtige kann seine Sucht nicht kontrollieren. Gerade die Wachtturmsekte begnügt sich nicht mit der Abgabe einer Kirchensteuer oder des Zehnten. Die Wachtturmsekte will alles und nimmt sich dies auch.
Ein Wachtturmzeuge gibt keinen Zehnten – er gibt alles.

5. Phase des Akzeptierens
Wie diese bei mir aussieht weiß ich noch nicht.
Was heißt es für mich zu Akzeptieren das meine Frau Suchtkrank ist und dies nicht zu ändern ist?

Bei Suchtsystemen wie wir sie hier in einer Sekte vorfinden ist es besonders wichtig zu erkennen, welches Regelsystem, Co-Abhängige für ihr Zusammenleben entwickelt haben.

Diese Regeln unbewusst übernommen beeinträchtigen gesundes Wachstum und machen konstruktive Veränderungen unmöglich.

Rollenverpflichtungen können aufgezeigt werden, die z. B. für ein Suchtsystem notwendig waren, die sich aber geradezu zerstörerisch auf eine neue Familie auswirken können.

Wer kennt nicht Missverständnisse?

Uns allen ist es schon passiert, dass wir uns bemühten, verstanden zu werden, aber es gelang einfach nicht?
Eine solche Episode ist ein Versuch, sprachliche Verschiedenheiten zu beseitigen, oder einem Andersdenkenden eine Sache plausibel zu machen.

Der Ritt gegen Windmühlen in Verbindung mit der Sprachzerstörung oder dem Denken in schematischen Verschwörungstheorien der Wachtturmsekte.

Im Sektenalltag werden diese Konflikte zu einem lebensgeschichtlichen Dauerzustand.

Folgende Fragen gilt es zu verstehen:

• Welcher Partner ist Schuld, an dem Sektenabhängigen übermäßigen Konsum?
• Will ich mitfühlen?
• Wo liegt meine eigene Co-Abhängigkeit genau?
• Will ich (noch) erreichen, dass der Partner einsieht, dass er/sie krank ist.
• Bin ich in der Lage einerseits in den Konfrontationen nicht locker zu lassen, aber schaffe es weiter nicht auszurasten einerseits aber andererseits mich dabei auch nicht klein machen zu lassen.
• Bin ich in der Lage eine durchdachte, klare Ich-Botschaft. Z.B. Ich sehe, dass Deine Gäste respektlos mir gegenüber sind. Ich weiss, Du hörst das nicht gern. Jedoch habe ich Dich viel zu gern, um noch länger zuzuschauen wie unsere Familie langsam durch die Sekte ruiniert wird.
• Bin ich noch in der Lage ihm/ihr wiederholt meine Zuneigung mitzuteilen?
Weil mir etwas an Dir liegt, will ich, dass Du mir nun zuhörst. Ich mache nicht mehr länger so weiter.
• Gibt es noch einen Funken Hoffnung dem Partner mitzuteilen, dass es für ihn/sie Hilfe gibt und wo man sie finden kann. "Ich habe mir Informationen geholt bei... und habe gesehen, dass es für Sektenkranke Hilfe gibt. Das hat mich gestärkt und ich bin mit dem Problem nicht mehr allein. Du kannst allein hingehen, oder wir gehen gemeinsam hin."

Die Antworten die ich mir zu diesen Punkten gebe sind ernüchternd.

Re: Hallo "+"!

geschrieben von: Frau von x

Datum: 04. Februar 2010 13:11

Zitat:

+
Ich trage dadurch das ich meiner Frau ein Neuwagen vor die Tür stelle, das Benzin, die Kleider, die Reisen bezahle, dazu bei das sie ihrer Sektensucht weiter nachgehen kann.

Mich würde interessieren: warum? Obwohl ich weiß, daß mir eine solche Frage nicht zusteht.

Re: Hallo "+"!

geschrieben von: . +

Datum: 04. Februar 2010 17:21

Hallo Frau von X,
Was soll ich denn Deiner Meinung nach machen?

Ich sage es doch – Zeugen nehmen kein 10ten – sie nehmen alles.
Soll ich meiner Frau „verbieten“ für den Predigdienst in ihren portugiesischen Gebiet (mit sehr großen Kilometereinsatz) zu Tanken?
Zum Hochzeitstag wünschte sie sich eine Ledertasche für die Versammlung und eine Tasche für den Predigdienst.
Was anderes kennt sie nicht.

Bezirkskongress, Tageskongress und Kreiskongress ist irgendwo am anderen Ende von Deutschland.
Pionierbesprechung hat sie im deutschen und dem portugiesischem Kongress.
Sie besucht also die deutschen und portugiesischen Kongresse.
Kostenintensiv ist beides – ob man nun zum deutschen Kongress hin und herfährt oder beim portugiesischen übernachtet spielt dabei keine Rolle.

Was soll ich Deiner Meinung nach tun?

Re: Hallo "+"!

geschrieben von: Frau von x

Datum: 04. Februar 2010 18:08

Zitat:

. +
Was soll ich denn Deiner Meinung nach machen?
Was soll ich Deiner Meinung nach tun?

Darauf zu antworten wird sich wohl niemand anmaßen. Was mich zu der Frage nach dem 'Warum' bewegte sind folgende Überlegungen:
Was wäre, wenn deine Frau arbeiten gehen müßte, weil du nicht mehr bereit bist ihre Glaubensaktivitäten zu finanzieren? (Wenn ich das richtig verstanden habe, tut sie das nicht).
Könnte sie sich dann noch den Luxus leisten, zu jedem Kongreß zu fahren und an jeder Pionierbesprechung teilzunehmen? Finanziell vielleicht, aber zeitlich?
Ist es nicht einfach ein ZJ zu sein, wenn man sich nicht gegenüber dem Chef und Arbeitskollegen durchzusetzen braucht?
Ist es nicht leicht ehrlich zu sein, weil man in dem Umfeld in dem man lebt, gar nicht oder selten zum Lügen aufgefordert wird?
Was ich damit sagen will ist, daß deine Frau, durch das Leben, welches du ihr bietest (und das meine ich keinesfalls böse oder vorwurfsvoll) selten oder fast gar nicht mit Problemen des täglichen Überlebenskampfes und "normalen" Lebens konfrontiert wird, weil sie ja jemanden hat, der das für sie tut. So kann sie sich in ihrem gewählten Denksystem einrichten.
Was aber, wenn man ihr das nimmt und sie das wahre Leben kennenlernt. Ich kann mir vorstellen, daß sie erst mal zum Märtyrer wird. Aber mit der Zeit? Wer weiß ...

Re: Hallo "+"!

geschrieben von: der einzig wahre Bauer

Datum: 05. Februar 2010 22: 33

das Perverse bei Jehovas Zeugen ist, dass sie durch ihre Glaubenslehre die übliche Moral verlieren und umgedreht werden, sich wie ein normaler Mensch zu benehmen. So sehe ich dies jedenfalls.

Eltern rennen für ihr "ewiges Leben" und verstoßen ihre leiblichen Kinder.
Normal ist doch, dass Eltern ihr Leben zu Gunsten ihres Kindes "opfern" würden? Nein, bei Jehovas Zeugen lebt der pure Egoismus... das is deren christliche Lehre.

Und in der Ehe ist es ähnlich. Der nicht ausdrücklich formuliere Grundsatz dürfte so zu formulieren sein:

Dein Glauben berechtigt dich alles zu tun was dein Glaube von dir verlangt. Und wenn dein Partner kritisch ist, dann werde extrem in der Ausübung deines Glaubens. Denke daran: je (intolleranter) extreme du deinen Glauben lebst, desto mehr freut sich Gott über dich!!!! ...

So wird natürlich der Partner gereizt kritischer zu werden und sich entsprechend zu äußern. Das Recht des Gläubigen wird so zu Lasten des Partners ausgedehnt.

Probleme sind vorprogrammiert. Glaubensausübung und Anbetung rechtfertigen bei Jehovas Zeugen ein entsprechendes verhalten. Kritik ddes Lebenspartners wird dann zu Feindseligkeit des Partners gegenüber dem angeblich wahren Glauben...

Und die Doktrin ist doch dann die... dass sich eine gläubige Zeugin Jehovas mit dem Segen ihrer abstrusen Glaubenslehre, die angeblich christlich sein soll, scheiden und die Ehe beenden darf..... mit dem Segen des Jehova - Gottes!!!!

So schafft man sich den religiösen Freibrief für das Ende der Ehe.

Schuld? Ist doch klar. Der Ehepartner hat sich feindselig verhalten und das geistige Wohl der Ehefrau gefährdet...

Die Gefahr besteht wohl eher darin, dass der Mann immer über den Schwachsinn des Glaubens stolpert und ihn offen anspricht... und steter Tropfen könnte ja irgendwann Wirkung zeigen...

Dann wäre das Schaaf weg....

Alles nur ein Kampf um die Köpfe...

Beste Wünsche
Gute Hoffnung
wünscht Bauer

Re: Hallo "+"!

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 05. Februar 2010 23:09

Diese Woche sangen JZ in ihren Zusammenkünften das Lied 29 aus dem WTG-Buch 2009 Singt Lieder für Jehova.

Strophe 2:

Zitat:

,,Ein böser Mensch sitzt nicht an meinem Tisch.

Denn jeden meide ich, der redet lügnerisch, der übt Gewalt mit Habgier und mit List.

O Gott, bestraf mich nicht mit dem, der dich vergisst!

" ... der dich vergisst!"

Worauf möchten die Verfasser hinaus? Welcher Mensch soll ihrer Ansicht nach für einen ZJ eine Strafe sein?

Oft werden diese Texte ohne nachzudenken gesungen. Sie wirken im Unterbewußtsein, welches das Handeln erheblich beeinflußt.

Zitat:

STEVEN HASSAN Ausbruch aus dem Bann der Sekten S. 104, 105

,,Gedankenkontrolle, die zweite zentrale Komponente von Bewußtseinskontrolle, beinhaltet eine so gründliche Indoktrination der Mitglieder, daß diese die Dogmatik der Gruppe verinnerlichen ...

Die begrifflichen Klischees der Sekte, die "besetzte Sprache", errichten auch eine unsichtbare Mauer zwischen Gläubigen und Außenstehenden."

Unverletzlichkeit der eigenen vier Wände

geschrieben von: . +

Datum: 05. Februar 2010 09:50

Folgenden Text habe ich gerade in einem Forum zu Rechtsfragen gepostet:
Ein liebes Hallo von einem neuen User 

Ich hätte vor dem nächsten Anwalts Termin aber vor allen bevor ich mich strafbar mache eine bitte an die, die mit der Materie Übung haben mir eine persönliche Einschätzung der Rechtslage zu geben.

Mein Fall ist wie oft in Familienfragen etwas kompliziert.

Ich habe die Sekte der Zeugen Jehovas vor etwa 6 Jahren versucht zu verlassen und werde seit dem ohne Unterbrechung von dieser systematisch Terrorisiert.

Ich selber möchte hier zu meiner Entschuldigung sagen das ich dort hineingeboren wurde und erst mit Mitte 30 nach Jahrelanger schrittweiser, emotionaler Trennung den offenen Schnitt des Ausstieges gewagt habe.

Nun bezieht sich meine Frage nach der Rechtslage auf folgendes:

Die Zeugen Jehovas beleidigen und verletzen durch Respektlosigkeit einen Aussteiger absichtlich und Demonstrativ.

Meine Frau und meine Tochter sind aber noch tief in der Sekte verstrickt.
Ein jahrelanger tiefer Graben ist durch das ständige indoktrinieren und absichtliche torpedieren der Familie entstanden.
Die Zeugen Jehovas nennen das in ihren Schriften das ihr Schwert der Wahrheit Familien trennt.

Muss ich es dulden in der gemeinsamen Wohnung (von meiner Frau und mir), das Zeugen Jehovas ein und aus gehen?
Kann ich darauf bestehen, das diese mir fremden Sektierer, die sich mir gegenüber absichtlich und demonstrativ Respektlos verhalten, nicht meine Wohnung betreten?
Wenn meine Frau jemanden zutritt gewähren will muss ich das dann akzeptieren auch wenn sich diese laut Sektenanweisung als meine Todfeinde verhalten.
Sie sind angehalten einen Abtrünnigen aufgrund seines verlassen der Sekte zu hassen bis über den Tod hinaus.

Ich spreche hier wohlgemerkt nicht von einem konkreten Einzelfall, sondern einer von der Wachtturmführung bewusst gesteuerten Zermürbungstaktik.

Meine Frau karrt also Sektenmitglieder an, die aus Demonstrativen Gründen mich in meiner Wohnung nicht Grüßen, nicht mit mir essen, nicht mit mir reden etc.
Zum Teil drei vier Sektenmitglieder am Tag, die ich wiederum zum Teil nicht einmal vom sehen kenne.

Meine Frau kauft von meinem Gehalt Essen um diese Leute bei mir zu verköstigen.
Teuersten Käse, feinste Salami, Kaviar, Sekt etc.
Gleichzeitig verhalten sie sich aber kollektiv herablassen mir gegenüber.
Meine Frau sagt das sie von mir erwarten würde das ich im Keller zu bleiben habe wenn sie Zeugen Jehovas in unsere Gemeinsame Wohnung lässt.
Aus Rücksicht das diese Sektierer nicht mit meiner Anwesenheit belästigt werden.

Angenommen es kommt zu einem Auszug von Seiten meiner Frau aus der Gemeinsamen Wohnung – von mir durchaus als Erleichterung empfunden – muss ich Akzeptieren das diese Sektierer zu dutzenden mit Lastwagen Anrücken und meine Wohnung leerräumen?

Wie ist die Rechtslage?

Re: Unverletzlichkeit der eigenen vier Wände

geschrieben von: Conzaliss

Datum: 05. Februar 2010 12:07

Wenn es zur Trennung kommt und die Frau auszieht, kann er vermutlich nichts gegen die eifrigen ZJ-Helfer beim Umzug unternehmen.

Er sollte denen allerdings auf die Finger schauen...

Re: Unverletzlichkeit der eigenen vier Wände

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 05. Februar 2010 12:46

Meines Erachtens hat User "Yahowah" bei Infolink eine ausgewogene Antwort gegeben.

http://forum.sektenausstieg.net/showpost.php?p=331682&postcount=729

Die "Gretchenfrage" ist also. Ist was zu kitten (noch).
Von Juristen da wesentliche Hilfen zu erwarten, verkennt, dass die auch nicht selbstlos sind (sein können).
Natürlich kann man "sauber Protokoll führen" wie da schon geraten wurde.
Das aber läuft dann letztendlich auf den Tatbestand der Trennung, respektive ihrer nächsten Stufe, hinaus.
Ich hatte mich kürzlich mit einer Zeitschrift namens "Weissagungsfreund" wieder beschäftigt. Deren Jahrgang 1911 war es wohl.
Da hatte deren Redakteur (sinngemäß) auch von Russells Eheschwierigkeiten berichtet, und dabei auch formuliert. Er sei geschieden.
Prompt bekam er vom damaligen WTG-Fürsten in der Schweiz, den Herrn Emil Lanz, unter Androhung eines Gerichtsverfahrens mitgeteilt. Russell sei nicht geschieden, er sei nur "gerichtlich getrennt".
Eine "Feinheit" vielleicht. Aber manchmal besitzen auch Feinheiten Bedeutung.
Eine Trennung (also keine de jure Scheidung) setzt einen "Interessenausgleich" dann aber immer noch auf dem Wege der gegenseitigen "Einvernehmlichkeit" voraus,
Geht es einen Schritt weiter (eben die Scheidung) wird wohl nicht unbedingt die "Einvernehmlichkeit" (zumindest bei den damit unvermeidlich verbundenen auch wirtschaftlichen Aspekten) anzunehmen sein.
Und das ist schon mal klar (zumindest für Juristen, so sie den Auftrag bekommen sich damit zu befassen).
Ihr Honorar.
Und teuer wird es so oder so.
Ich würde empfehlen, keine übereilten Entscheidungen zu treffen.
Das wiederum bedeutet ja nicht den "Verzicht", auch dem Partner gegenüber "Klartext" zu reden,
Und solange man noch mit einander redet, ist ja vielleicht auch ein gewisses Zurückstecken, bei zu registrierenden Zuspitzungen zu erhoffen.

Re: Unverletzlichkeit der eigenen vier Wände

geschrieben von: der einzig wahre Bauer

Datum: 05. Februar 2010 22:11

ich bin weit davon entfernt eine Rechtsberatung zu geben.

Ich würde Spielregeln aufstellen wie sich Jehovas Zeugen zu verhalten haben.
Also überlege einmal, was ein ehrvoller Umgang mit dir ist, was jeman tun muss und was er unterlassen sollte.
In meinem Hause habe ich gewisse Hoheitsansprüche und muss Menschen die sich mir gegenüber unhöflich verhalten nicht dulden.
So denke ich, auch wenn es Besuch der Ehefrau ist, diese Menschen sich in einer gewissen Weise benehmen müssen, andererseits ich mir das Recht zubilligen würde, diese Menschen bei einem entsprechenden Verhalten, sie des Hauses/Grundstückes zu verweisen. Wenn Sie sich daran nicht so recht halten und mich belästigen... würde ich überlegen, eine einstweilige Anordnung -Stalking- zu beantragen. Eine Filmkamera oder zumindest ein Handy mit Filmfunktion hätte ich dann immer in der Hosentasche und würde ...
Die Ehefrau hat sicherlich ein Recht auf eigenen Besuch, aber dieser muss sich auch gegenüber einem anderen Eigentümer ordentlich verhalten.
Jedenfalls ist das juristisch ein schönes Gebiet des dauernden Streites.
Nun gibt es ja die Möglichkeit der kleinen Sticheleien die einzeln betrachtet nichts so richtig hergeben..
Da empfielt sich jedes kleine Fehlverhalten zu protokollieren Tag Uhrzeit Dauer und Situationsbeschreibung.
So etwas ist hilfreich, wenn es um eine Vielzahl von Personen geht die einem alle immer nur mit Kleinigkeiten auf den Sack gehen. Das einzelne Ereignis mag eine Lapalie sein, anders ist es sicherlich zu sehen, wenn hier eine ständige häufige Situation entsteht die nervt und sich dir Menschen aufdrängen und meinen, nur weil sie die Ehefrau besuchen (dürfen), sich gegenüber dem Ehemann unbillig verhalten zu können.
Ich kann mir auch vorstellen, dass jemand sehr wohl des Hauses verwiesen werden kann und man von ihm verlangt, eine Erklärung abzugeben, bestimmtes Verhalten zu unterlassen oder sich in gewisser Weise zu benehmen. Und wenn er sich dazu verpflichtet, ihm den Zugang zu erlauben.

Dass Jehovas Zeugen etwas abartig sind, berechtigt sie ja noch nicht unter dem Deckmantel Religion andere Menschen zu beeinträchtigen.

Ganz simpel würde ich jeden begrüßen und dabei grinsen. Wenn jemand mich in meinem Hause nicht anständig grüßt, dann fliegt er sicherlich zu Recht aus dem Hause.
Sicherlich gibt es auch bestimmte Zeiten die erlaubt oder nicht erlaubt sein könnten. Aber das bedeutet nicht, dass da jeder Zutritt hat z.B. wenn ich nicht zuhause bin. Ich kann ja ein berechtigtes Misstrauen haben. Wobei für das Misstrauen und schon ein unbehagliches Gefühl, eben dieses Misstrauen aureichen könnte, dass bestimmte Leute währen der Abwesenheit nicht das Haus und Grundstück betreten dürfen. Besucher müssen sich auch nach der Decke strecken und einem Grundstücksmiteigentümer dessen Misstrauen akzeptieren und z.B. nur während seiner Anwesenheit aufkreuzen. Das sind dann sicherlich etwas erschwerte Umstände für einen Besuch... doch einen Anspruch auf regelungsfreien jederzeitigen Zutritt kann es sicherlich unter bestimmten Umständen nicht geben.

Gute Hoffnung
wünscht dir Bauer

Psychoterror gegenüber Aussteigern (Teil 1 von 3)

geschrieben von:  . +

Datum: 22. Mai 2010 16:47

Immer wieder werde ich von Weltmenschen gefragt ob die Sekte jetzt nach meinem Ausstieg Psychoterror ausübt.

Im Februar dieses Jahres erzählte ich von einer Begebenheit in der die Wachtturmsekte Leute in meine Wohnung ankarrt und mich demonstrativ nicht grüßten oder mit mir nicht aßen.

http://forum.mysnip.de/read.php?27094,45858,45858#msg-45858

Am Donnerstag kam es zu einem Gerichtstermin bezüglich der Trennung meiner Frau und mir.

Diesen Termin nutzten von der Wachtturmgesellschaft beeinflusste Zeugen,um ihre Stärke zu demonstrieren und ihre Psychotricks auszuspielen.

Auch um einem Abtrünnigen demonstrativ zeigen zu können das sie ihm die Gemeinschaft entzogen.
Aber wohl vor allem für die noch aktiven Sektenmitglieder selber - damit diesen das fürchten gelehrt wird die Sekte nicht zu verlassen.
Denn die Sekte ist ja soooo zahlreich und Aktiv....

Zu dem Gerichtstermin kamen aus dem Umkreis von mindestens 50 Kilometern Sektenjünger an, die "Zuschauer" dieser Gerichtsverhandlung sein wollten
Sie hofften das Gericht durch ihre Anwesenheit zu beeindrucken, mich als Abtrünnigen einschüchtern zu können oder der Frau als "weltweite Bruderschaft" beistehen zu können.

Der Haken an der Sache war nur - die Verhandlung war nicht öffentlich.

Der Gerichtssaal war kein Saal sondern nur ein kleiner Raum in dem es keine Zuschauerplätze gab.
Nicht einmal meine Tochter kam mit in den Raum.
Und die Richterin bekam nichts von dem Menschenauflauf vor der Tür, im Zusammenhang mit dieser mündlichen Verhandlung mit.

Als ich meiner Mutter erzählte, wer zu diesem Gerichtstermin im Flur stand, war ihre erste Reaktion
"Wenn wir das gewusst hätten wären wir auch gekommen"
Ich sagte zu meiner Mutter, das mich das nur gestört hätte.
Es ist doch bekannt das bei Neonazi-Gerichtsverhandlungen oder bei Asozialen wie Hausräumungen diese dann so eine Pöbelrotte zu einer Gerichtsverhandlung als "Zuschauer" organisieren - aber wohl kaum zum Vorteil der Sache.

Ich kam zu dem Gerichtstermin direkt von einem Kundentermin und ging danach wieder weiterarbeiten - "Besuch" hätte mich nur störend abgelenkt.
Abgesehen davon war dieser ganze Menschenauflauf hochgradig lächerlich.

Es mag ja in den Augen der Wachtturmzeugen beeindruckend sein, wenn da 25 Manschgal erscheinen - aber in den Augen der Weltmenschen - und ich darf von mir sagen, das ich mir den Blickwinkel der Weltmenschen, in der Zwischenzeit auch schon angeeignet habe - erscheinen solche Aktionen bemitleidenswert jämmerlich.

Ich ging also vom Parkplatz auf das Amtsgerichtsgerichtsgebäude in Straubing zu.
Draußen auf der Treppe, stand in ihrem grellen aufgedonnerten Wachtturmoutfit meine Frau, mit niemand geringeren als dem Chef des Regensburger Wachtturmkrankenhausverbindungskommiteeskoordinators.

Der Bruder meiner Mutter - neben her erwähnt.

Ich kam auf sie zu - grüßte freudestrahlend Grinsend:
"Hallo zusammen - ist ein Händeschütteln drin?"
Da keine definierbare Reaktion zurück kam meinte ich
"Na dann halt nicht und schön das ihr hier seit"
Und betrat ohne angehalten zu haben das Gebäude.

Oben im zweiten Stock fand ich einen Menschenauflauf vor.
Ich habe diese Leute ja schon zum Teil jahrelang nicht mehr gesehen - aber mit dem zweiten Blick erkannte ich sie schon.

Freudestrahlend in die Menge Grüßend, kam von denen keine Reaktion zurück, außer abgrundtief vorwurfsvoll fragende Blicke.

Ich nutzte den Auflauf um meinem Anwalt zu beweisen - auf die Menschenmenge zeigend:
"Glauben sie es mir jetzt das die Zeugen Sektenmitglieder ankarren?"

Ich stand auf der anderen Seite des Gerichtsflur Korridors, bewusst weit abseits und alleine von dem Sektenpöbel.
Neben mir stand der Anwalt und - von dem sensationslustigen Sektenpöbel neugierig beäugt - zeigte ich mit dem Zeigefinger auf die Menschenmenge.

Sie konnten ja nicht hören was ich dem Anwalt sagte, aber sie sahen das ich mit dem Finger auf sie zeigte.

"Schaun sie"
Sagte ich zu meinem Anwalt mit dem ausgestreckten Arm auf die Menschentraube zeigend
"Sehen sie die Blondine mit dem Kinderwagen? Das ist die Frau die an meinem Esszimmer Tisch saß, als ich von der Arbeit nachhause kam und mich nicht grüßte. Worauf meine Frau meinte ich solle in zukunft in den Keller gehen wenn Zeugen zu Besuch kommen"

Wie gesagt ich schrieb im Februar hier davon:
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,45858,45858#msg-45858

"Dort, der kleine dickliche mit der Glatze - das ist der Bruder meiner 70 jährigen Mutter, mit der die Familie nicht mehr redet, weil sie es wagte die Wachtturmsekte zu verlassen.
Die Wachtturmorganisation hatte meine Mutter nicht einmal kritisiert.
Sie hatte nur aufgehört Neumitglieder zu akqurieren."

Weiter mit dem Zeigefinger auf die Menschenmenge zeigend...

Die Frau vor dem kleinen dicklichen - das ist die Schwester meiner Mutter.
Ihrem Mann - meinem Onkel - kaufte ich damals als er nach einer Untersuchung erblindete - alles was der Regensburger Blindenverein in seiner Glasvitrine hatte.
Eine Uhr die auf Knopfdruck die Uhrzeit ansagte, ein Handbuch für Blindenschrift für Anfänger und so weiter.
Damals sagten sie das sich die ganze große Regensburger Zeugenverwandschaft nicht bei ihm meldete.
Und heute gibt sich meine Tante für diesen Sektenpöbel her um zu demonstrieren das sie mich nicht grüßen und nicht mit mir reden.

Diese Tante mit ihrem erblindeten Mann hat übrigens einen Sohn der ausgeschlossen wurde weil er Arzt studieren wollte.
Mein Gott - für ihn war Medizin eine Berufung.
Aber deswegen brachen die Eltern und selbstverständlich die gesamte Verwandtschaft jeden Kontakt zu ihm ab.

Heute haben sie zumindest heimlich mit dem Sohn Kontakt.
Den Zeugen Jehovas und den Verwandten erzählen sie das sie keinen Kontakt mit dem Sohn hätten.
Naja - was heißt auch Kontakt.
Die Frau vom dem Sohn lehnt aus Abscheu vor dem Verhalten der Wachtturmzeugen jeden Kontakt mit den Eltern ab.

Die Frau von dem Sohn ist natürlich eine Weltliche - die aber das Verhalten der Zeugenjehovas gegenüber ihrem Mann täglich miterlebt hat.

Dann hab ich meinem Anwalt zeigend von der Alkoholikerin erzählt die bei uns ordentlich härtere Spirituosen becherte (querbet z.b. Aguardente aus Brasilien) und gerne öfters mit meiner Frau nackt war (ich war immer bestens darüber informiert welche Unterwäsche sie trug und wann sie frisch rasiert war).

in der Pöbelrotte waren Älteste der Versammlung Straubing Ost mit ihren Frauen.
Der Älteste der portugiesischen Gruppe mit Frau und Kind.
Die Frau vom Vorsitzführenden Aufseher der Versammlung Straubing Ost.

Noch eine zweite Schwester meiner Mutter war dabei.
Der Mann von ihr war Vorsitzführender Aufseher der Versammlung Regensburg Ost und derjenige der meine Frau vor etwa acht Jahren der lesbischen Liebe anklagte, weswegen wir dann nach Straubing flüchten mussten.

etc.

Ich sagte zu meinem Anwalt das diese Menschen nicht nur zur Unterstützung angekarrt werden.
Der kleine dickliche mit der Glatze - mein Onkel ist wie gesagt im Krankenhausverbindungskomitee.
Die sorgen dafür, das Wachtturmzeugen nicht unbeobachtet in ihrem Krankenhaus bett sind.
Es werden Sektenmitglieder in den Vertriebsmeetings organisiert die "Krankenbesuche" vornehmen um zu überwachen das Sektenmitglieder sich nicht heimlich rote Flüssigkeiten intravenös verabreichen lassen.

Und so wird auch hier im Gerichtssaal verhindert das die Frau etwas Organisationsschädliches unternimmt.

---

In dem Körper eines Menschen leben zwei Wölfe.
Der eine heißt Liebe der andere Hass.
Welcher im Moment die Oberhand hat hängt davon ab wen man gerade mehr nährt.

Die Zeugen des Wachtturms nähren den Hass.
Selbst wenn sie von Liebe schwafeln machen sie das in Verbindung mit der Ablehnung gegen die Welt Satans.
Ihre Entscheidungen werden dann von dem Wolf des Hasses gesteuert.

Mir fiel das jetzt auf als ich die Wachtturmjünger nach den 8 Wochen zum ersten Mal wieder in dem Flur des Gerichtssaales traf .
Aber ihr vom Hass gesteuertes Verhalten gereicht ihnen selbst zum Nachteil.

Denn meine Frau war in dem Gerichtsraum so aufgepuscht emotionalisiert, das meine Frau mehrmals von der Richterin gemaßregelt wurde das die Richterin so etwas nicht wünscht.
Die Richterin fiel ihr mehrmals ins Wort, das sie doch auf die von ihr gestellten Frage antworten solle und ihre langatmigen Ausführungen nichts zur Sache täten.

Ihren langatmigen Ausführungen konnte die Richterin auch offensichtlich überhaupt nicht folgen, weil sie nach dem zweiten oder dritten Satz der Frau einfach etwas ganz anderes zu besprechen anfing.

Das da draußen der Sektenpöbel stand, war ganz offensichtlich zum Nachteil meiner Frau, weil sie sich durch entrüstetes Schnauben aufplusterte und offensichtlich ihrer erhofften Showbühne beraubt wurde.

Stand doch draußen eine für einen Wachtturmzeugen beeindruckende Wachtturmprominenz und hier vor Gericht nützte ihr die ganze Machtdemonstration nichts.
Obwohl ich ihr diese Show nur allzu gerne gestohlen hätte.

Aber die Richterin stellte nach der Begrüßung ihre erste Frage und richtete diese an mich.
Ich hielt meine Hand auf die Lippen und deutete gleichzeitig mit der anderen offenen Hand zur Richterin und dann zur Frau.
Stellte also die Frage, wer denn mit der Beantwortung der Frage anfangen solle.

Darauf erteilte die Richterin der Frau zuerst das Wort.
Das war mir eh lieber - gab es mir doch die Möglichkeit danach direkt auf die Aussagen der Frau einzugehen.

Die Richter sind wahnsinnig Geräusch empfindlich - sie schätzen es nicht wenn eine der Parteien dazwischenredet.
Also redete ich nicht dazwischen und Antwortete erst nach deutlicher Aufforderung von Seiten der Richterin.

Und an noch einer Sache ließ sich deutlich beobachten das die Zeugen den Wolf namens Hass in sich nähren.
Meine Frau füttert ihren Anwalt mit emotionalen Verschwöhrungstheorien die sich allesamt als falsch und dumm herausstellen.

Ein konkretes Beispiel.

Zwei Tage vor dem Gerichtstermin bekam ich ein Schreiben der Gegenpartei das offensichtlich dem Gericht auch vorlag.

Das Schreiben besagte folgendes:

picture: http://www.manfred-gebhard.de/s001-7.jpg
Nun kam also in dem Gerichtsflur mein Anwalt zur Begrüßung zu mir und ich fragte ihn was wir wegen dem letzten Schreiben machen.
Mein Anwalt fragte mich ob ich denn wirklich nicht gezahlt hätte.

1.) Im April zahle ich über 1600 Euro an Frau und Kind.
Selbst wenn man alles unberücksichtigt ließe weil man für das Kinderunterhalt höhere Maßstäbe ansetzen würde.
Auch am 1 April überwies ich wie immer schon vorher das Taschengeld auf das Konto der Tochter.
Selbst wenn man also über die Höhe Diskutieren würde - wenn, dann kann man nur noch von einem Restbetrag sprechen.
Die Aussage "keinerlei Unterhaltszahlungen" ist gelogen.

2.) am 30.April bezahlte ich an die Tochter Centgenau den vollen besagten Kinderunterhalt.
Die Frau und Tochter gaben das Geld also schon seit über 14 Tagen aus und logen ihren Anwalt schlicht an, als sie behaupteten es wäre kein Kinderunterhalt gezahlt worden.
Ich gab einem Anwalt den Überweisungsnachweiß.

3.) Das Kindergeld vom April habe ich nicht erhalten.
Das ging wie immer auf das gemeinsame Konto.
Dem Konto auf das meine Frau seit Monaten nur noch alleine zugreift.
(aber nichts drauf einzahlt)
Sie hat das am 16.April dort eingegangene Kindergeld dutzende male ausgegeben und behauptet aber vor ihrem Anwalt ich solle es ihr noch mal zahlen.

4.) Das Mai Kindergeld ging nicht mehr auf dieses Konto.
Das heißt, das erst die Frau sich bei dem Amt um die Umleitung des Geldes auf ein anders Konto kümmerte und anschließend zu ihrem Anwalt ging und es noch mal von mir einklagen lässt.

Als dieses Schreiben bei der gerichtlichen Verhandlung zur Sprache kam, musste der Anwalt meiner Frau der Richterin sagen, das die Gelder alle gezahlt wurden und er nicht wusste das das Kindergeld im April schon von der Frau ausgegeben wurde.
Er fragte, vor dem Richter seine Mandantin, ob sie sich schon um die Umleitung des Kindergeldes gekümmert hätte - was jetzt meine Frau nicht mehr abstreiten konnte.

Mehrmals distanzierte sich der Anwalt meiner Frau, vor uns und der Richterin, von seiner Mandantin in dem er sagte "Das habe ich nicht gewusst"
Meine Frau verschwieg ihm zum Beispiel das ich tausende von Euro in den letzten Wochen bereits für sie gezahlt hatte.
Er wusste nicht das ich die Miete der Frau von 660 Euro bereits in den Monaten April und Mai - also noch bis 1 Juni bezahlt habe.
etc.

Mal abgesehen davon - Wenn die Frau also sagen würde, sie brauche Geld zum Lebensunterhalt - müsste sie sich die Frage gefallen lassen warum sie denn nicht arbeiten ginge.
Sie Arbeitet Vollzeit.
Sie Arbeitet als Pionierin für die Wachtturmgesellschaft kostenlos - also kann ihre Lage ja nicht so schlimm sein.
Ihr Arbeitgeber (für den sie zwei Tage die Woche Arbeitet) bittet sie schon seit Jahren das sie Vollzeit arbeitet.
Am 15 April schaltetet ihr Arbeitgeber eine Stellenanzeige "Vollzeitkraft gesucht".

Aber sie folgt halt dem Rat der dümmlichen Verschwörungstheoretiker die sich unter anderem draußen im Flur zusammen rotteten und füttert entsprechend der schlechten Ratgeber ihren Anwalt mit falschen Informationen.

Was will man schon von Menschen erwarten die Sonntag morgens jemanden aus dem Bett klingeln und behaupten das Ende wäre nahe.

Aber mal abgesehen von dem Allen.

Wenn ein Wachtturmjünger so reich beschenkt ist - durch seine Mitgliedschaft im Volke Gottes - was will dann die Frau noch von mir?

Von mir einem Abtrünnigen dessen Fleischteile die Vögel des Himmels binnen kurzen auf der Straße fressen werden?

Sie hat das geistige Paradies, die weltweite Bruderschaft und das ewige Leben das in greifbarer nähe ist - was will sie dann von mir?

Ich habe mir nicht die Mühe gemacht zu beobachten ob meine Frau freudestrahlend den Gerichtssaal verließ.
mein Anwalt und ich verließen ihn jedenfalls fürs erste mehr als zufrieden.
Und ich verabschiedete mich bei der wartenden Meute im Flur freudestrahlend mit den Worten

"schön das ihr da ward..."

PS.:

Ich meinte zu meinem Anwalt:
"Solange die Richterin mich nicht dazu verurteilt zurück gehen zu müssen..."

Die weltweite Bruderschaft und der Wert ihrer Schattenwährung (Teil 2 von 3)

geschrieben von:  . +

Datum: 23. Mai 2010 02:18

Als ich meinem Arbeitskollegen Abends von dem organisierten Menschenauflauf erzählte meinte er:
"...und das soll eine Religion sein!.
Das ist Psychoterror.
So einen Spalier für einen Spießrutenlauf zu Organisieren."

Als meine Frau Anfang April realisierte das ich sie nun verlassen hatte versuchte sie mich bei meinem Arbeitgeber anzuschwärzen.

Sie schwor früher immer "Wenn du dich von mir trennst ruinier ich dich".

Und einer dieser Maßnahmen war, das sie bei meinem Arbeitgeber rumpöbelte.
Was sie nicht wusste ist, das ich ja sogar beinahe in eine Immobilie meines Arbeitgebers eingezogen wäre.
Die Wohnung die mein Arbeitgeber zu vermieten hatte war nur viel zu klein.

Das was ich über die Zeugen Jehovas erzählte deckte sich nun mit dem befremdenden Versuch dieser Pionierin mich bei dem Arbeitgeber schlecht zu machen.
Sie fragte meinen Chef ob mein Arbeitsplatz sicher wäre.
In den 11 Jahren in dem ich nun in diesem Familienbetrieb arbeite kam es nie zu einem nennenswerten Gespräch zwischen meiner Frau und dem Arbeitgeber und jetzt versuchte sie (in den Augen meines Arbeitgebers) auf höchst befremdenden Weise mich gegenüber meinem Arbeitgeber schlecht zu machen.

Sie log ihn an indem sie behauptete ich hätte die Wohnung leer geräumt.

Zu dem "Wohnung leer räumen" später mehr.

Was sie nicht wusste ist das ich mit der Familie über mein Verlassen oft geredet hatte.
Sie wussten den Termin genau.
Das ich die Tage zählte wie lange ich noch die weite aber vor allem gefährliche Strecke nach Straubing fahren musste.
Und das ich meinem Arbeitgeber und den Kollegen vorher sagte das ich vermute das meine Frau sich bei ihnen melden wird.

Was sie auch nicht wusste ist das mein Arbeitgeber nur allzugenau über jeden meiner Schritte informiert war - und das schon seit Jahren.
Wie zum Beispiel die Komiteeverhandlung meiner Frau in Regensburg, in der mein Onkel meine Frau der lesbischen Liebe anklagte.

Wobei ich hier das Wort "Liebe" bei lesbischer Liebe betonen möchte.
Das was die Sekte bei der Komiteeverhandlung meiner Frau vorwarfen war alles passiert, nicht das erste und auch nicht das letzte Mal und hatte auch meine völlige Billigung - nur das schmutzige denken der Zeugen ist daran verabscheuungswürdig.

Die Neigung meiner Frau zu anderen Frauen fand und findet meine Billigung.
Wäre meine Frau nicht bei den Zeugen hätte sie keinen Mann geheiratet.
Und sie hatte einen Mann geheiratet der gerade das an ihr liebte.

Was mein Arbeitgeber und deren Familie, die alle in dem Betrieb arbeiten, vor allem Mitbekamen, war mein innerliches ringen um eine Liebe zu einer Frau, die die einzige war, der ich in meinem Leben mal vertraut hatte.
Vertrauen das mir von der Wiege an innerhalb dieser Sekte ausgetrieben wurde.

Einer ersterbenden Liebe, weil sie von einer Sekte systematisch abgetötet wurde.
Vor allem weil ja einzig und allein "das Schwert der Wahrheit" an dem Scheitern dieser Beziehung schuld ist.

Wie am Ende des vorangegangenen Beitrags angeschnitten, sind in einer Sache die Wachtturmjünger elende Heuchler.

Sie gaukeln sich und ihren schanghaiten potenziellen Opfern vor, sie hätten schon jetzt ein geistiges Paradies, wären Bestandteil der begehrenswertesten Dinge der Welt, der geistigen Bruderschaft und ständen greifbar nahe vor dem ewigen Leben.

Völliger Schwachsinn, wenn man ihre Anmaßungen mit ihrem verhalten im täglichen Leben vergleicht.

Wenn ein Wachtturmjünger so reich beschenkt ist durch seine Mitgliedschaft im Volke Gottes - was will dann die Frau von mir?

Von mir, einem armen Abtrünnigen dessen Fleischteile die Vögel des Himmels binnen kurzen auf der Straße fressen werden?

Sie hat das geistige Paradies, die weltweite Bruderschaft und das ewige Leben das in greifbarer nähe ist - was will sie dann von mir?

Mal abgesehen von ihren unschätzbaren Reichtümern die sie im Himmel gerade aufhäuft.
Wozu braucht sie dann noch zusätzlich von mir die alte Teekanne, die ich mitgenommen habe - aber dazu mehr im dritten Teil.

Hier geht es mir um die Heuchelei der Sekte die Sonntag morgens ihre Mitmenschen aus den Betteln klingeln und den härenen Anspruch erheben, die besseren Gutmenschen zu sein.


Jeder Wachtturmtäufling legt vor Zeugen (für gewöhnlich auf Schaukongressen) einen Eid auf die Wachtturmorganisation ab.
Dafür erhält er ein kleines grünes Organisationsbüchlein, in das er seine Namen einträgt und das ihn als Organisationsloyal auszeichnet.

Von diesen Sektenanhängern wird von nun an erwartet, das sie kostenlos für die Sektenorganisation arbeiten.

Über die Kernanforderung - die Neumitgliederakquise - wird akribisch Buch geführt.
Nach den Eintragungen in die akribisch genau geführten Verkündigerdienstkarten, definiert sich dann die Tiefe in der man in die Organisation eindringen kann oder Karriere macht.

Aber abgesehen von der Neumitgliederakquise ist das ganze Leben eines Zeugen durchdrungen von Arbeiten und Leistungen die man kostenlos für die Sekte zu erbringen hat.

Manches lässt sich in Mark und Pfennig beziffern - manches nur erahnen - wenn auch nicht weniger kostspielig.
Die Zeugen nennen das im Wachtturmjargon "Ein Schauspiel sein für die ganze Menschheit"

Jeder der das Verhalten eines Wachtturmsektierers mit einem Normalbürger vergleicht sieht offensichtliche Auffälligkeiten.
Die weltlichen Arbeitskollegen meiner Frau die sie in ihrer "Wachtturmdienst" in der Fußgängerzone treffen sagen "So wie du hier rumläufst, laufe ich zweimal im Jahr rum"

Diese Fassade kostet Geld.

Aber es gibt auch echte Dienstleistungen die man beim Namen nennen kann:

Kostenlos muss für die Sekte ein Fahrdienst organisiert werden um sich oder andere Sektenmitglieder in die wöchentlichen Vertriebsschulungen zu fahren oder in die abgesteckten zum Teil sehr weitläufigen Akquisegerbiete zu fahren.

In dem Fall meiner Frau, umfasste das Gebiet von ihr einen Radius von über 50 km rund um den Wohnort.

Es wird erwartet das die Wachtturmjünger kostenlos wöchentlich Vertriebstrainings erhalten in denen ihnen gebetsmühlenartig beigebracht wird wie man an den Türen den Wohnungsinhaber anlügt.
Das nennen sie unter anderem "auf Einwände eingehen"

"Wir haben nie gesagt das das Ende der Welt kommt" (nur das Ende des Systems der Dinge)
"Das hervorragenste Merkmal der Zeugen ist, das sie schon immer Rassengleichheit praktiziert haben" (gelogen - man behauptete schwarz sein, wäre eine Krankheit die im Paradies von Gott wieder geheilt wird etc.)
"Wachtturmsektierer hätten in den Weltkriegen nicht Kriegsdienst geleistet" (gelogen - sie zogen gegen Anglo-Amerika in die Schützengräben)
"Wir wollen sie nicht bekehren sondern nur das Wort Gottes bringen"
und so weiter und so weiter.

Diese Vertriebsschulungen haben die Sektenmitglieder in Form von Fachvorträgen oder aufgeführten Laientheater (Demonstrationen bzw. Aufgaben in Form von "Zweiergesprächen" etc.) kostenlos zu organisieren und zu veranstalten.

Der Besuch und das Veranstalten dieser Vertriebsschulungen wird vorausgesetzt und von der Sekte nicht vergütet.

Die Wachtturmimmobilie in der die Vertriebsschulungen stattfinden, müssen kostenlos gereinigt und instand gehalten werden.

Eine Wachtturmimmobilie "1000 jähriges Reichssaal" entsteht dadurch, das die Sektenmitglieder Spenden (Erbschaften, Vermögen, Daueraufträge), einen Kredit auf nehmen und zum Teil sogar direkt bei der Wachtturmgesellschaft einen Kredit aufnehmen.
Durch kostenlosen Arbeitseinsatz der Sektenmitglieder wird das Gebäude dann errichtet.
Sind diese Kredite nach Jahren mit Zins und Zinseszins von den örtlichen Sektenmitgliedern unter anderem an die Wachtturmgesellschaft selbst zurückgezahlt, geht das so errichtete Gebäude als Immobilienbesitz an die Wachtturmgesellschaft über.

Das mag unlogisch erscheinen, aber die Sektenzentrale steht auf dem Standpunkt das es ihr doch egal ist ob die Wachtturmzeugen in einem Raum sitzen oder draußen auf der Wiese.
In Afrika finden die Vertriebsmeetings ja auch unter freien Himmel statt.
Wen die Sektierer bei ihren Meetings ein Haus wollen, müssen sie es selbst bezahlen, errichten und instand halten.

Das Prinzip der Weltweitenbruderschaft wurzelt bis in das tägliche Leben der Sektenmitglieder hinein.

Da gibt es einen Bruder in Straubing der für Foto Porst arbeitet.
Der entwickelt für meine Frau Negative in seiner Firma kostenlos.
Er nennt das "testen der Funktion der Entwicklungsmaschine".

Im Gegenzug verging kein Tag, in der Zeit in der wir in Straubing lebten, in der nicht in unserer "Werkstadt" in unserer Privatwohnung Teile standen, die die Frau für Brüder Polstern sollte.

Die Kaufen auf dem Flohmarkt alte vergammelte Möbel und die Frau schleppte dann den Dreck in unserer Wohnung.
Von meiner Frau wurde erwartet das sie kostenlos die Sessel, Stühle, Polsterkissen, Schemel etc. aufpolsterte.
Übrigens - arbeiten die meine Frau weder alleine handwerklich konnte noch die Maschinen dafür besaß.
Die Arbeiten waren nur möglich, indem ich ihr (zwischenzeitlich seit Jahren Abtrünnig) half bzw. sie die Maschinen von mir nutzte.
Arbeiten die in der Gewerblichen Polsterei neben an, mit Rechnungen in vierstelliger Höhe beglichen hätten werden müssten.

Ein Zeuge erledigt das für seinen Bruder selbst verständlich ohne Rechnung.

Als ich das Haus verließ war die Werkstatt voll von halbfertigen Polstern und alten Mobiliar.

Mein (leiblicher) Bruder sagte
"Man wird dir nichts danken was du der Frau zurücklässt oder in Zukunft für deren Unterhalt noch unternimmst"
Natürlich war meine Frau im Nachhinein sauer als sie erkennen musste das ich buchstäblich unter ihren Augen den Auszug Organisierte.

Aber sie wird sich damit abfinden müssen das die Zeit nun vorbei ist in der ihr jemand einen Neuwagen vor die Tür stellt und sie vor ihren beiden drogensüchtigen (leiblichen) Brüdern prahlen kann, sie wäre etwas besseres.

Jetzt, heute nutze ich jede Gelegenheit die sich mir in dieser Trennung bietet jeder Behörde und jedem Amt das mit meiner Sache in Berührung kommt die Situation zu schildern.

Zum Beispiel klagte meine Frau einen pfändbaren Titel für den Unterhalt der Tochter ein.

Dafür musste ich zum Jugendamt.
Nur das ich zu dem Jugendamt beste Beziehungen habe.

Wir zogen 12 Jahre bei uns ein Pflegekind groß.
Ein Kind der drogensüchtigen leiblichen Brüder meiner Frau.

Wie er zu uns kam war er verwahrlost und in der Sonderschule - heute studiert er Bioinformatik in Berlin.

Der vom Jugendamt fragte damals (als das Kind zu uns kam) ob wir als Zeugenjehovas das Kind verstoßen würden, wenn es die Wachtturmorganisation verlassen würde.
Damals verneinten wir das.

Heute gehe ich zu eben diesem Jugendamt und sage - schaut mich an - die Zeugenjehovas lügen.
Ich habe nie geraucht, nicht gestohlen, nicht getötet, nicht Ehebruch begangen, bin nie zu Wahlen gegangen oder bin zu einer anderen Religion konvertiert.
Die Wachtturmorganisation tut alles was in ihrer Macht steht um einen Mann von seiner Frau, eine Mutter von ihrem Kind, Verwandte von ihrer Familie, einen Freund von seinem Freund etc. auseinander zu bringen.

Pflegekinder der Zeugensekte auszuliefern ist ein unkalkulierbares Risiko.

"Schaun sie" sag ich zu dem Mann vom Jugendamt "ein Pflegekind habe ich von der Sonderschule in die Universität verholfen. Und meine leibliche Tochter klagt heute gegen mich um einen Pfändbaren Titel für erbärmliche Almosen."

Ich sagte zu dem Beamten vom Jugendamt, das ich hoffe, das meine volljährige Tochter - extra um mich wegen dem Unterhat zu schädigen - weiter zur Schule geht.
Denn sie will schon seit Jahren Arbeiten (sie ist schon Volljährig) obwohl ich will das sie Studiert - aber in der Zeit des Endes genügt ja eine Lehre.
Wenn ich glück habe Studiert sie vielleicht jetzt doch - und sei es nur um mir zu "schaden"

Wie lange wird es wohl dauern bis meine Tochter drauf kommt das ihre Mutter ihr einen Bärendienst erwiesen hat als sie meine Tochter gegen mich aufwiegelte.

Bei meinem Auszug ging mir die ganze Zeit eine Lebensweisheit nicht aus dem Kopf:

"Man beißt nicht in die Hand die einen füttert"

Aber auf der anderen Seite - was soll`s - meine Frau hat doch ihre tolle weltweite Bruderschaft.
Soll die doch in Zukunft für sie sorgen.

Sie hat das geistige Paradies, die weltweite Bruderschaft und das ewige Leben das in greifbarer nähe ist - was will sie eigentlich noch von mir?

Mal abgesehen von ihren unschätzbaren Reichtümern die sie im Himmel gerade aufhäuft.

So wertvoll scheint das Wachtturmgedöns aber doch nicht zu sein, sonst würde sie nicht raffgierig zu den dutzend Teekannen die ich zurückließ noch meine alte Teekanne die ich mitnahm einklagen...
Oder zu den vier Matratzen und fünf Betten die ich zurückließ auch noch das eine Bett das ich mitnahm zurück zu klagen...
Oder zu den drei Fernsehgeräten und fünf Computer Bildschirmen die ich in dem Haus zurück ließ von mir den Fernseher den ich mitnahm zurück klagen...

Zum Glück machte ich von den Sachen die ich zurück ließ Fotos.
;-)
Aber davon gleich mehr.

Re: Die weltweite Bruderschaft und der Wert ihrer Schattenwährung (Teil 2 von 3)

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 23. Mai 2010 09:22

Zitat:

. +
Das ist Psychoterror.
So einen Spalier für einen Spießrutenlauf zu Organisieren."
...
Einer ersterbenden Liebe, weil sie von einer Sekte systematisch abgetötet wurde.
Vor allem weil ja einzig und allein "das Schwert der Wahrheit" an dem Scheitern dieser Beziehung schuld ist.
...
Hier geht es mir um die Heuchelei der Sekte die Sonntag morgens ihre Mitmenschen aus den Betteln klingeln und den härenen Anspruch erheben, die besseren Gutmenschen zu sein
....
Manches lässt sich in Mark und Pfennig beziffern - manches nur erahnen - wenn auch nicht weniger kostspielig.
Die Zeugen nennen das im Wachtturmjargon "Ein Schauspiel sein für die ganze Menschheit"
 

Jehovas Zeugen Menschen aus der Nachbarschaft. Wer sind sie? (Teil 3 von 3)

geschrieben von:  . +

Datum: 24. Mai 2010 13:59

Die Zeugen Jehovas versuchen nach außen hin eine Fassade aufzubauen.
Sie gehen Sonntag morgens Hausieren mit der Behauptung "werde Zeuge Jehovas" und du bekommst ein geistiges Paradies.
Der Beitritt zur Wachtturmsekte eröffnet Dir den Zugang in eine saubere Welt, die du in der verderbten Welt nicht bekommst.

Sie sagen von sich: "Wir lügen nicht, wir praktizieren Liebe im Alltag, wir bemühen uns in allem nach dem Wort Gottes zu leben" etc.
Werde Zeuge des Wachtturms und du wirst ein besserer Familienvater, eine bessere Ehefrau, ein besserer Arbeitnehmer, besserer Steuerzahler, ein gesünderer Mensch etc.

Dafür gab man sogar extra eine Broschüre heraus mit dem Titel:

"Jehovas Zeugen Menschen aus der Nachbarschaft. Wer sind sie?"

Diese Fassade kostet Geld.
Man steckt sein 5 Jähriges Kind, die man gezielt zu Werbezwecken bei ihrem Hausieren einsetzt, in eine Anzug und Krawatte, damit der Wohnungsinhaber an der Tür reagiert
"oh wie süß - ein kleiner Erwachsener"
oder steckt Teenager in Kleid und Anzug damit man dem Wohnungsinhaber gegenüber sagen kann
"Unsere Jugendliche sind ordentlich gekleidet"
Aber um die enormen Mehrkosten, die dem Sektenmitglied für das Aufrechterhalten dieser Fassade entstehen, geht es mir jetzt gar nicht.

Es geht mir um die Frage "Jehovas Zeugen Menschen aus der Nachbarschaft. Wer sind sie?"

Und ich möchte dazu ein Beispiel aus dem Leben greifen.

Meine Frau behauptete unter anderem gegenüber meinem Arbeitgeber, meinen Eltern, meiner Schwester und meinem Vermieter in gleichem Wortlaut "ich hätte bei meinem Auszug die Wohnung leer geräumt".

Mit dieser Behauptung scheint sie auch zu ihrem Anwalt gegangen zu sein.
denn ich erhielt folgendes Schreiben:

picture: http://www.manfred-gebhard.de/sIMG_0002.jpg
Dazu nahm ich wie folgt Stellung:

Zu dem Thema Gegenstände in die Wohnung zurückbringen möchte ich wie folgt Stellung nehmen.
Es ist leicht und schnell behauptet das es sich hier um eine "Beispiellose Aktion" handelt.
Entspricht aber nicht der Wahrheit.

• Warum soll ich das alte Alltagsgeschirr zurückbringen wenn doch der Frau das gute teure Sonntagsgeschirr geblieben ist?
Hier habe ich das Geschirr das der Frau geblieben ist vor dem Auszug Fotografiert:

picture: http://www.manfred-gebhard.de/sIMGA0487.jpg

Spezialgeschirr wie Expressotassen oder die Gläser zum Genuss ihrer Spirituosen und die Spirituosen selber habe ich nicht mitgenommen.

• Richtig ist das ich vier Töpfe mitgenommen habe - der Frau habe ich duzende Töpfe Pfannen und Kochgeschirr gelassen.
Warum soll ich jetzt meine vier Töpfe auch noch zurückbringen?

picture: http://www.manfred-gebhard.de/s004-5.jpg

Hier Fotografierte ich nur einen geöffneten Küchenschrank mit Töpfen Pfannen Tupperware Schüsseln etc.
Und am Dachboden befinden sich weitere Duzende - zum Teil unbenutzte Töpfe, Pfannen und Küchenutensilien - die genügen um mehrere Haushalte mit Küchenutensilien zu versorgen.

Warum wollen sie mir jetzt meine "vier neuen" Kochtöpfe nehmen?
Wieso bezeichnen Sie eine alte Pfanne mit verglühtem Unterboden und verkratzter Tefalschicht als "neu"?

• Meiner Frau bleibt ein kompletter Satz Esszimmer Stühle.
Hier habe ich sie Fotografiert:

picture: http://www.manfred-gebhard.de/s005-3.jpg
Wozu benötigt meine Frau eine doppelte Ausstattung an Esszimmerstühlen und ich bekomme keine?

• Warum will man mir das einzige Bett nehmen wenn die Frau vier Betten behalten hat?

Das Kinderzimmer Bett

picture: http://www.manfred-gebhard.de/s006-3.jpg
Das Bett der Frau

picture: http://www.manfred-gebhard.de/s007-3.jpg
Das von der Frau als "zurückgelassenes Sofa" bezeichnete Doppelbett war Jahrelang unser Ehebett.
Auch dieses beinhaltet zwei weitere Matratzen.

Darüber hinaus befindet sich am Dachboden noch ein fünftes Bett!

Warum will man mir jetzt das eine das ich mitgenommen habe wegnehmen?

• Ich soll den einzigen Koffer zurückgeben während meiner Frau ein gutes Dutzend an Koffern geblieben sind?

• Meiner Frau verblieb die komplette Küche einschließlich gefülltem Gefrierschrank.
Hier das Foto das ich von dem zurückgelassenen Teil gemacht habe:

picture: http://www.manfred-gebhard.de/s008-3.jpg

Ich habe keinen Kühlschrank mitgenommen.
Lediglich einen alten Gefrierschrank aus dem Waschkeller.

Ich wollte meiner Frau nicht den Kühlschrank wegnehmen.
Deswegen nahm ich lediglich die alte weiße Gefriertruhe aus der Waschküche mit.

picture: http://www.manfred-gebhard.de/s009-3.jpg

Warum soll meine Frau zwei Gefrierschränke bekommen und ich keinen?

• Sie möchte einen Wasserkocher und die Brotschneidemaschine vom Lidl für 19 Euro wieder haben?
Während sie die Kaffeemaschine...

picture: http://www.manfred-gebhard.de/s010-2.jpg
Ja die Komplette Küche...

picture: http://www.manfred-gebhard.de/s011-2.jpg
einschließlich der Mikrowelle und der Geschirrspülmaschine...

picture: http://www.manfred-gebhard.de/s009-3.jpg

...behalten hat?
Der Wasserkocher hatte mal neu keine 10 Euro gekostet während die Kaffeemaschine und die hier alleine auf dem Küchenbrett ersichtlichen Geräte einen vielfaches an Wert darstellen.

• Richtig ist das ich eine alte Teekanne mit abgeplatzten Porzellan mitgenommen habe - meiner Frau verblieben aber unzählige Teekannen - hier Fotografierte ich die, die in einem Küchenhängeschrank verblieben - am Dachboden befinden sich aber weitere ungezählte Teekannen noch in Umzugskisten in Papier eingewickelt - so viele das ich gar kein Interesse an einer halbe/halbe Teilung hätte.

picture: http://www.manfred-gebhard.de/s012-2.jpg

• Wozu braucht meine Frau zwei Staubsauger und ich bekomme keinen?
Hier habe ich den Staubsauger Fotografiert den ich zurück gelassen habe.

picture: http://www.manfred-gebhard.de/s013-1.jpg
• Meine Frau will allen ernstes den Fernseher aus dem Wohnzimmer?
Ok - den kann sie haben.

Er ist nämlich kaputt - und das weiß sie - er hat keinen Ton mehr und läuft maximal eine Stunde.

Ich habe den kaputten mitgenommen um ihn reparieren zu lassen oder zu entsorgen.

Warum aber will sie den einen alten kaputten Fernseher wenn ihr doch drei Fernseher geblieben sind?

Hier der aus dem Wohnzimmer:

picture: http://www.manfred-gebhard.de/s014-1.jpg

Man beachte die zwei Digitalreciver für die Sattelitenanlage

Hier der vom Schlafzimmer:

picture: http://www.manfred-gebhard.de/s015-1.jpg

Auch mit digitalen Satelitenreciver

Hier der von der Tochter:

picture: http://www.manfred-gebhard.de/s016-1.jpg

Zusätzlich hat die Frau einige Videorecorder unter anderem SVHS und über 1000 Videokassetten!!!

Was aber in aller Welt will sie ausgerechnet mit dem fast 30 Jahre alten defekten Fernseher?

Ich habe noch mehr in der Erwiderung Aufgezählt kürze es hier aber etwas ab und mache mit dem PC weiter:

• Der PC mit sämtlichen Zubehör ist nach wie vor in Besitz der Frau.
Ich hatte ihr diesen ins Büro gestellt weil sie hier über das direkte Netzwerkkabel besser und schneller arbeiten kann.

Warum soll ich ihr das von ihrem Büro in ihr Zimmer in den ersten Stock tragen?

Hier die Rechner Anlage der Frau:

picture: http://www.manfred-gebhard.de/s017-1.jpg
In der Wohnung verblieben zwei PC mit fünf Bildschirmen.

Hier die Rechneranlage der Tochter.

picture: http://www.manfred-gebhard.de/s018-1.jpg
Auf dem Dachboden befindet sich noch ein Bildschirm

Ich habe ihr die großen 19 oder 21 Zoll Bildschirme gelassen und mir an dessen stelle jetzt den kleinen 15 Zoll Bildschirm mitgenommen.

Meine Frau hat keine Verwendung für noch mehr Bildschirme - schon am Dachboden hat sie unbenützte Computerteile.

Nicht nur die Bildschirme sondern unzählige Soundkarten, Grafikkarten (500MB!) Tastaturen, Mäuse und Computerperipherie das eher das Problem des Entsorgens darstellt als des Anwaltlichen Raffens.

Sollte meine Frau über kurz oder lang aus der Wohnung ausziehen wird sie Containerweise Möbel und Hausrat entsorgen müssen.
Ihr stehen drei wenn nicht vier komplette Möbeleinrichtungen zur Verfügung -
.....
Sie hat ihren Anwalt halt angelogen und der musste klein bei geben als er die Erwiderung von meinem Anwalt bekam unter der Überschrift "werter Kollege"...

Allerdings konnte meine Frau ja auch nicht ahnen das ich das was ich zurückließ Fotografiert hatte.
Wer Fotografiert schon offene Geschirrschränke.

Haushaltsgegenstände im Zuge des Notbedarfes zurückzubringen war bei der mündlichen Verhandlung jedenfalls kein Thema mehr...

;-)

Mein Anwalt meinte das es tatsächlich Fälle gibt, in der ein Partner die Wohnung bis auf den Nagel an der Wand leer räumt.
Es gibt aber wohl kaum Fälle in der ein Partner nichts mitgenommen hat.

Beispiellos ist es aber durchaus das ein Mandant seinen Anwalt so anlügt wie es meine Frau gegenüber ihrem Anwalt gemacht hat und macht.

Was will man aber schon von Menschen erwarten die Sonntag morgens jemanden aus dem Bett klingeln und behaupten das Ende der Welt wäre nahe.

Die Wachtturmheuchler gaukeln sich und ihren schanghaiten potenziellen Opfern vor, sie hätten schon jetzt ein geistiges Paradies, wären Bestandteil der begehrenswertesten Dinge der Welt, der geistigen Bruderschaft und ständen greifbar nahe vor dem ewigen Leben.

Völliger Schwachsinn wenn man das mit dem Verhalten der Zeugenjehovas in ihrem täglichen Leben vergleicht.

Wenn ein Wachtturmjünger so reich beschenkt ist, durch seine Mitgliedschaft im Volke Gottes - was will dann die Frau von mir?

Von mir einem armen bemitleidenswerten Abtrünnigen dessen Fleischteile die Vögel des Himmels binnen kurzen auf der Straße fressen werden?

Binnen kurzen, wenn sie Harmagedon vorbei ist, kann sie doch in meine Wohnung gehen und sich die alte Teekanne sowieso abholen.
...
Eine alte Teekanne in greifbarer nähe....

Jehovas Zeugen Menschen aus der Nachbarschaft. Das sind sie.

Nachtgebet

geschrieben von:  . +

Datum: 25. Mai 2010 00:47

lach Dir nen Ast und setz Dich druf und baumle mit de Beene.

Meine Ex dreht völlig ab.
Sie scheint der Ansicht zu sein dass ich nur das was ich am Körper trage mitnehmen darf, mehr steht mir nicht zu.
Ich zog in ihrer „Abwesenheit“ aus und bin nach allem doch fair geblieben.
Habe ich nicht nur auf einiges verzichtet, sondern ihr locker auf jeden Gegenstand den ich mitnahm den drei wenn nicht vierfachen Wert zurückgelassen.
Ich zog in eine fast komplett möbelierte Wohnung und brauchte den 20 Jahre alten Schrott nicht.

Wenn man bedenkt wie eifrig die Zeugen über die materiellen Dinge schwafeln die doch angeblich Motte und Rost fressen wärend sie sich Schätze im Himmel aufhäufen.

Heutiges Nachtgebet einer Zeugin des Wachtturms:
"Lieber Gott - ich weiß das ich drei Fernseher hier zuhause stehen habe - aber würdest du mir bitte helfen das ich den kaputten von meinem Ex-Mann auchnoch bekomme?
Danke im Vorraus und vergib mir bitte meine Schuld denn ich will morgen beim Anwalt behaupten der Ex-Mann hätte den Unterhalt nicht an die Tochter gezahlt.
Ach ja - bevor ich es vergesse...
...und bewahre mich vor dem der böse ist..."

Ich stelle mir gerade vor, wie die aufgedonnerte echauffierte Pionierin bei ihrem Anwalt sitzt und dem diktiert, das sie die Hälfte vom blaurosagestreiften Geschirr will und die Hälfte vom grüngelb gepunkteten und die Hälfte von den Gläsern mit dem Goldrand und dem Anwalt anschließend Zeugnis gibt...
was glaubste, was sich der Anwalt denkt wenn sie sagt - "wollen sie mit uns ewig leben"?
Naja - Vermutlich sieht man rotierende Dollarzeichen in den Augen ihres Anwaltes.

Wie peinlich is das denn, wenn sich eine angeblich erwachsene Dienerin des Volkes Gottes so was leistet

Ich selber stelle keine Anträge bei Gericht.
Welche auch immer und ich tue auch nichts aktiv, was sie und ihre Angelegenheiten/ Ansprüche angeht.
D.h. ich lasse sie machen und re-agiere nur...
Gott sei dank sind unsere Kinder schon erwachsen.

Seit mir nicht böse liebe Zeugen - ich genieße meine neu gewonnene Freiheit in vollen Zügen und frage mich eigentlich nur noch warum ich diesen Schritt nicht schon vor Jahren gemacht habe.

Re: Nachtgebet

geschrieben von: Bauer

Datum: 25. Mai 2010 12:56

Hallo!
Da wirst du nun Bekanntschaft mit dem deutschen Rechtssystem, Abteilung Familiengericht machen .. grins, oder weil das so traurig ist: heul

Wenn du dich räusperst, wird daraus ein mächtiges Geschrei und andersrum, wenn du markante Dinge bei der Ex anprangerst oder darauf hinweist, stehst du da und sollst nicht so komisch sein.... so ist er, lässt seiner Ex keinen Freiraum der eigenen Entscheidung... usw.

Mein letzter Spaß beim Familiengericht und da ging es "nur" um das Aufenthaltsbestimmungsrecht, dauerte 4 Jahre. Dabei habe ich in diesem einen Verfahren 4 Richter/innen und zwei Gutachter verschlissen .... und das Aufenthaltsbestimmungsrecht bekommen .... und das ohne einen Anwalt. Alles mit eigenen Schriftsätzen usw.
Die faktische Sache, dass meine Tochter bei mir wohnt, war schon vorher über das Jugendamt klar gemacht. Wohlgemerkt, in den vier Jahren des Rechtsstreites lebte meine Tochter bereits in meinem Haushalt... und dennoch
.. ach ich kann nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte, wenn ich an das Familiengericht denke...
Kindesmissbrauch?
Sexueller Missbrauch ist auch oder gerade auch ein Missbrauch des Willens.
Ich bin überzeugt, dass bei Familiengerichten ein nicht unerheblicher Kindesmissbrauch durch Richter, Richterinnen, Gutachter und Gutachterrinnen verübt wird. Ein Kindesmissbrauch am Kindeswillen und Kindeswusch. Der Staat schützt Kinder. Doch bei den Familiengerichten habe ich den Eindruck, dass der Staat den Bock zum Gärtner gemacht hat. Hier ist nach meinem Erlebnis der Kindesmissbrauch staatlich sanktioniert, und zwar wenn hier entgegen dem wirklichen Kindeswillen versucht wird, eigene Vorstellungen umzusetzen.
Verletzte, geschändete, traumatisierte Kinderseelen bedeutet, dass schwache, psychisch belastete Menschen ins Leben starten und so nur schwache Lebensleistungen erbringen können.

Des Menschen Wille ist sein Himmelreich - das trifft auch auf die kleinen Menschen, die Kinder zu!

So, das war mein emotionaler Ausbruch :) grins

naja, ich könnte dir Tipps geben :)

Aufteilung des Hausrates: ich habe meiner Ex ein Blatt Papier hingelegt und sie gebeten darauf zu schreiben was Sie haben möchte... das hat sie dann auch ALLES bekommen.... habe es wie eine Liste abgehakt .... und weil Zeugen Jehovas in der Regel meist gierige oder habgierige Menschen sind, war es dann meiner Ex auch nicht genug gewesen...

Aber lasse mal. Bei all dem Aufwand der Aufmerksamkeit, der deiner Frau jetzt zuteil wird, kommt in ein paar Jahren ein etwas anderes Erlebnis. Sie wird zur Seite geschoben und nicht mehr beachtet. Wie ein Künstler der heute im Mittelpunkt steht und oben ist, der aber morgen nicht mehr beachtet wird. Das tut weh, das wird weh tun, aber hat auch Sinn und Verstand.... Diese so erniedrigten und gedemütigten Menschen werden dann noch abhängiger, beten noch mehr "Jehova hilf" und kommen aus ihrer psychischen Sklaverei nicht mehr heraus. das tun sie dann bis an ihr Lebensende, und weil wir wissen, dass Harmagedon nie kommen wird, werden diese Menschen eine lange Zeit des Leidens haben. Predigen bis die Knochen kaputt sind. Und kommt keiner der sich um sie kümmert... alt und einsam werden sie, isoliert, wenn sie es nicht schaffen in den Königreichssaal zu kommen. Oder wenn sie aufgeben ihren 15-Minuten Bericht zu geben... Die dann lebenden und auf das baldige Harmagedon hoffenden ZJ haben dann keine Zeit für soziales verhalten... müssen sie doch das Predigtwerk ausführen... um nicht bald von Gott gekillt zu werden.... ein Teufelskreislauf .... eine geistige Gummizelle...

Ach, und was den Umgang mit ehemaligen Zeugen betrifft... leider rennen sie mir nur selten über den Weg.... aber wenn, dann gehe ich freundlich auf sie zu und spreche mit ihnen... ich weiß, doch, dass sie nicht dürfen und nicht sollten... das ist doch nicht mein Problem. Deren verkorkste Denke muss ich doch nicht beachten oder gar darauf Rücksicht nehmen. Rücksicht? Nehmen die Rücksicht, wenn sie meinen, einem die kalte Schulter zeigen zu müssen? Dann bereite ich ihnen gerne ein paar Seelenqualen, wenn sie versuchen ihren Auftrag zu erfüllen, sich nicht mit mir abzugeben....

... ich glaube, ich werde den nächsten Sommerkongress besuchen... ach, wird das ein Spaß !!!!

Na also! Strafe und Seelenqualen einmal anders herum. Hallo Schwester soundso, hallo Dietmar... mein Gewissen ist rein und es macht mir Freude, deren Qualen zu sehen.... wie sie unter ihrer Lehre leiden, wenn ich sie freundlich anspreche.....

Und wenn es so ein Auflauf wie bei dir ist... sind wir im Kindergarten? Ich weiß auch nicht... aber da sieht man die Dummheit dieser Leute, wenn sie nicht wissen, dass es beim Familiengericht keine Öffentlichkeit gibt... alles nur "geheime Gerichtsverfahren"... oder sind neugierige Seelensadisten?

Gehe auf die Zeugen zu, umarme sie, einen nach dem anderen... und wer dich anschaut, auf den gehe zu und spreche ihn an.. du wirst sehen was das für einen Erfolg hat.. entweder sie regen sich auf.. dann hast du deinen Spaß... oder sie wollen im Erdboden versinken... dann hast du auch deinen Spaß.....
Oh, wie beneide ich dich um diese Situation... ich würde was draus machen :)

Offenbar liebst du deine Frau noch immer, hast sie erlebt, dass so wie sie war, sie dir glückliche Zeiten bereitete.

Doch, leider ist die Evolution so gemein, dass wir Männer gar nicht merken, dass oder wenn unsere Frauen uns nicht lieben. .... auch wenn wir finden, dass alles i.O. ist... Männer sind so fürchterlich blind was ihre eigenen Frauen betrifft. Frauen suchen sich "ihren Mann" aus, nach dem Vorteil der sich ihnen bietet. Ist so. Ist auch nicht weiter schlimm. Solange eine Frau ihren Vorteil erkennt, bleibt sie einem Mann auch sehr treu. Nur eben wenn der Vorteil schwindet, dann schickt sie ihren Mann ebenso schnell in die Wüste... weil sie anders liebt als Männer lieben.

Was kannst du deiner Frau schon mehr bieten als ewiges Leben in einem Paradies (und da haben ZJ mehr die Vorstellung von einem Schlaraffenland) ????
na, was kannst du bieten?

Also wundere dich nicht, dass deine Frau sich für die "gesicherter Erwartung" einer Hoffnung auf das Schlaraffenland entscheidet. Und im Heute und Jetzt, da hat deine Frau ja auch Erwartungen. Low and Order. Warum soll deine Frau verzichten? Auf irgendetwas? Warum sollte sie? Also wird sie das worauf sie meint Anspruch zu haben, dies auch haben wollen. Und, Jehovas Zeugen, machen nach meiner Meinung Menschen auch zu gierigen Menschen, wird deine Frau dann auch gierig viel haben wollen....

"Vater unser, ... gib mir das was ich für den Tag benötige und geben mir alle Sachen die mein EX noch hat.... der brauch doch nichts, amen"

... im Mittelpunkt universeller Aufmerksamkeit ...

wer so einen Schwachsinn glaubt....

der wird irgendwann total einsam versauern....

weil keine Sau sich um einen kümmert.....

alte exBetheliten, die ihr Leben opferten, können da sicherlich ein Trauerlied singen

oder ich muss nur an meinen EX-Schwiegervater denken...
hat sein Leben seit Mitte der 1950ziger Jahre dem "Auftrag Gottes" gewidmet. Lange Zeit als Vorsitzführender Aufseher....
das Ende vom Lied????
Noch nicht mal zum Gedächtnismahl wurde er abgeholt...
nu, ist er tot
was für ein Leben.... von der Jugend auf Harmagedon gehofft .... äh, das Paradies
zum Greifen nahe...
... ist für einen Zeugen Jehovas das eigene Grab ... 100%tig!!!
Bevor ein Zeugen das immer nahe Ende erlebt, so kommt er erst ins Grab und dann weiß er von nichts mehr...
Harmagedon bleibt und ist eine Fata Morgana

Die Zeit vergeht und wie eine Fata Morgana entweicht, so entweicht im Laufe der Zeit für jeden Zeugen Jehovas auch Harmagedon in die weite Ferne ... und davor liegt unweigerlich das Grab. Bevor ein Zeuge Jehovas HARMAGEDON erlebt, stirb er eines natürlichen Todes und kommt in das Grab. Heute und in alle Ewigkeit - HARMAGEDON kommt NIE!!!!

Jehovas Zeugen = schlimmer als ein Gimpelfang.

Was bringt es für einen Nutzen? Zeitlebens unter Druck zustehen, zu predigen, viel zu predigen und mit seinem Geld und seiner Arbeitsleistung das Werk zu unterstützen?

Soziales Leben und Einstellung, liebe zum Nächsten - wo ist das in der Realität ???

Re: Nachtgebet

geschrieben von:  . +

Datum: 25. Mai 2010 19:38

;-)

1:0 für Dich

Wortwörtlich fragte mich meine Frau was ihr anstelle der Wachtturmgesellschaft bieten könnte.

Jehovas Zeugen in Deiner Nachbarschaft - wer sind sie?

geschrieben von:  . +

Datum: 29. Juni 2010 19:19

Jetzt am sonnigen Fußball-WM freien Sonntag morgen klingelt ein adrett gekleideter freundlicher Junger Mann an Deiner Tür:

"Schönen guten Morgen mein Name ist Ivan Portuges (Name frei erfunden).
Ich bin hier zusammen mit meinem Partner unterwegs um mit ihnen und ihren Nachbarn über Gottes Wort zu sprechen.
Sind sie nicht auch erschüttert über die Weltverhältnisse die momentan herrschen?"

(Er wartet Deine Antwort ab)

"Schaun sie, (sagt unser freundlicher 25 Jahre junger Mann) uns beide hat Gottes Wort geholfen, bessere Menschen zu werden.
Wie beide bemühen uns in allen belangen des täglichen Lebens uns nach der Bibel auszurichten.
Wie gehören nicht zu den Menschen die heute so Undankbar ihren Eltern gegenüber sind, betrügen, lügen, stehlen.

Es gibt berichte in denen Arbeitgeber gerade nach Zeugen Jehovas suchen weil sie als zuverlässige ehrliche Menschen bekannt sind."

Dieser nette junge Mann lässt Dir zwei Zeitschriften da, mit den Abschiedworten, das auch Du, wie er, schon heute von dem existierende geistige Paradies profitieren kannst.

Dieser nette junge Mann war mein Pflegekind.

Er kam mit 12 Jahren zu mir.

Weinend flehte er mich an, ich möge ihn doch in unserer Familie aufnehmen.

Er war der Neffe meiner Frau.
Die beiden Brüder meiner Frau waren (und sind es noch) Drogensüchtig.
Die Eltern von Ivan verdienten sich ihr Geld am Bahnhof der Großstadt und nahmen ihre Freier mit in die Wohnung.
Während dessen musste Iwan in seinem Kinderzimmer spielen.
Was genau vorgefallen ist weiß niemand - aber das was das Kind gesehen haben muss bewirkte das es traumatisiert war und bis heute nie darüber sprechen konnte.

Er nahm damals Optalidon wie andere Smarties futterten.
Er hatte damals kaputte Zähne, war unterernährt und musste dringend ins Krankenhaus wegen seinem Blinddarm und den beschädigten Organen infolge von Mangelernährung und den Nebenwirkungen des Medikamentenmixes den er einnahm.

Wir hatten damals alle Mühe den Arzt davon zu überzeugen, das er nicht wegen uns die Polizei einschaltete, weil das Kind so verwahrlost war.

Das Kind war zu dem Zeitpunkt in der Großstadt in der er Lebte in der Sonderschule.
Als ich später in seiner Schule seine Unterlagen abholte warf ich einen Blick in das Klassenzimmer - es war leer - nur mit einer Couch an der Wand und einem Vorlegerteppich in der Mitte des Raumes.

Wir schulten das Kind damals durch einen, mit dem Jugendamt abgesprochenen Trick, in die Hauptschule in unserer Kleinstadt ein.

Nach 14 Tagen war das Kind klassenbester - jetzt kam keiner mehr auf die Idee ihn wieder in eine Sonderschule zu stecken.
Er wurde von mir gefördert - hatte alle Unterstützung zur Verfügung - Nachhilfe, Psychologen, einen eigenen Anwalt zur Vertretung seiner Interessen, jede nur erdenkliche Ärztliche Versorgung - und er gehörte fortan zu den wohlhabenden Kindern in seinem Bekanntenkreis.

Er holte bei uns die mittlere Reife nach, schloss dann eine Lehre erfolgreich ab, machte daraufhin das Abitur und studiert heute aufgrund meiner Hilfe Bioinformatik.

Dieses verkommene Stück Scheiße verklagt mich heute vor Gericht zur Rückgabe von Barbiepuppen die ich angeblich bei meinem Auszug mitgenommen hätte.

picture: http://www.manfred-gebhard.de/undankbareDrecksau.jpg
Ich habe keine Barbiepuppen mitgenommen.
Und dieses verfluchte Sektenschwein hat nie Barbiepuppen besessen.

Er hat mit meinem Playmobil gespielt das ich als Kind hatte.
Er spielte mit meinen Matschbox Autos die ich noch nicht weggeschmissen hatte.
Mit meinem Lego, meinen Bausteinchen, meinen Cowboys und Indianern die ich in die Ehe mitbrachte und für meine Kinder mal aufgehoben hatte.

Und heute redet diese undankbare Drecksau nicht mehr mit mir, weil ich es wagte eine degenerierte Amisekte zu kritisieren und verklagt mich wegen Dingen die er nie besaß und ich nicht mitgenommen habe.

Gott ist mein Zeuge das ich übermenschliche Opfer gebracht habe, das ich mit der Trennung wartete bis die Kinder Volljährig sind.
Und er war in der Wohngemeinschaft - er weiß was ich in der Zeit, als ich die Sekte nach besten Wissen und Gewissen verließ, mitmachen musste.

Er ist doch schon seit zwei Jahren ausgezogen.
Ich habe diesem Menschen nie etwas getan.

Jehovas Zeugen in Deiner Nachbarschaft - das sind sie!

komische Ansichten

geschrieben von:  der einzig wahre Bauer

Datum: 29. Juni 2010 23:10

diese Leute "fressen" ihren eigenen geistigen Kot.

"nach Zeugen Jehovas suchen weil sie als zuverlässige ehrliche Menschen bekannt sind."


Das dürfte wohl der Wunsch sein..

... als ehrliche Menschen bekannt sind...

keine Ahnung ob das stimmt. Würde ich mehr verneinen, als bejahen.

Meine Erlebniswelt bei Jehovas Zeugen war eher die, dass dort nicht anständig sein, sondern sich nicht erwischen lassen, das Lebensmotto ist.

In der Zeitung habe ich da auch noch nie was von einer besondere Ehrlichkeit von Zeugen Jehovas gelesen. Wenn dann die relativ unbewiesene Selbstdarstellung.


Moral?

Lieber +
Zeugen Jehovas werden eben nicht zur Moral erzogen.
Ehrlich?
Arbeitgeber suchen Zeugen Jehovas weil diese als ehrlich bekannt sind?

Ehrlichkeit bezeichnet die sittliche Eigenschaft des Ehrlichseins (von „ehrlich“, ahd. „êrlîh“, mhd. „êrlîch“ und wird heute meist in der Bedeutung von Redlichkeit, Aufrichtigkeit, Wahrhaftigkeit, Offenheit, Geradlinigkeit und Fairness verwendet.
Wikipedia

Was Jehoivas Zeugen unter Ehrlichkeit verstehen,

Was ich vermisse

geschrieben von: Bauer

Datum: 02. Juli 2010 14:24

Innerhalb von mehreren Tagen hat hier niemand ein Wort der persönlichen Anteilnahme an + gerichtet.

mir ist so danach, ich möchte am liebsten PFUI rufen !!!!

Dass ein Zeuge Jehovas nichts schreibt ist mir klar, da stelle ich immer ein Manko an Moral und Menschlichkeit fest.

Jesu Worte:
Wer nicht für mich ist ...
Weder heiß noch kalt... der wird ...

Re: Was ich vermisse

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 02. Juli 2010 14:30

Für meine Person - und ich rede jetzt nur von meiner Person - ziehe ich mir die Jacke nicht an.
Es besteht auch die Option, etwa via eMail zu kommunizieren.
Sollte jemand den Wunsch haben das im Falle "+" zu tun, und er meint dies nicht zu können, diweil er ja keine eMail von ihm kennt, kann ich anbieten zu helfen.
Dann aber ebenfalls auf dem Nichtöffentlichen Weg.
Meine eMail für solch eine Kontaktierung ist jedenfalls bekannt.

Re: Was ich vermisse

geschrieben von: Bauer

Datum: 02. Juli 2010 17:14

mh, Thema und Antworten verteilen.... das verändert das Bild ...

Jehovas Zeugen in Deiner Nachbarschaft - wer sind sie?

geschrieben von:  . +

Datum: 29. Juni 2010 19:19

Jetzt am sonnigen Fußball-WM freien Sonntag morgen klingelt ein adrett gekleideter freundlicher Junger Mann an Deiner Tür:

"Schönen guten Morgen mein Name ist Ivan Portuges (Name frei erfunden).
Ich bin hier zusammen mit meinem Partner unterwegs um mit ihnen und ihren Nachbarn über Gottes Wort zu sprechen.
Sind sie nicht auch erschüttert über die Weltverhältnisse die momentan herrschen?"

(Er wartet Deine Antwort ab)

"Schaun sie, (sagt unser freundlicher 25 Jahre junger Mann) uns beide hat Gottes Wort geholfen, bessere Menschen zu werden.
Wie beide bemühen uns in allen belangen des täglichen Lebens uns nach der Bibel auszurichten.
Wie gehören nicht zu den Menschen die heute so Undankbar ihren Eltern gegenüber sind, betrügen, lügen, stehlen.

Es gibt berichte in denen Arbeitgeber gerade nach Zeugen Jehovas suchen weil sie als zuverlässige ehrliche Menschen bekannt sind."

Dieser nette junge Mann lässt Dir zwei Zeitschriften da, mit den Abschiedworten, das auch Du, wie er, schon heute von dem existierende geistige Paradies profitieren kannst.

Dieser nette junge Mann war mein Pflegekind.

Er kam mit 12 Jahren zu mir.

Weinend flehte er mich an, ich möge ihn doch in unserer Familie aufnehmen.

Er war der Neffe meiner Frau.
Die beiden Brüder meiner Frau waren (und sind es noch) Drogensüchtig.
Die Eltern von Ivan verdienten sich ihr Geld am Bahnhof der Großstadt und nahmen ihre Freier mit in die Wohnung.
Während dessen musste Iwan in seinem Kinderzimmer spielen.
Was genau vorgefallen ist weiß niemand - aber das was das Kind gesehen haben muss bewirkte das es traumatisiert war und bis heute nie darüber sprechen konnte.

Er nahm damals Optalidon wie andere Smarties futterten.
Er hatte damals kaputte Zähne, war unterernährt und musste dringend ins Krankenhaus wegen seinem Blinddarm und den beschädigten Organen infolge von Mangelernährung und den Nebenwirkungen des Medikamentenmixes den er einnahm.

Wir hatten damals alle Mühe den Arzt davon zu überzeugen, das er nicht wegen uns die Polizei einschaltete, weil das Kind so verwahrlost war.

Das Kind war zu dem Zeitpunkt in der Großstadt in der er Lebte in der Sonderschule.
Als ich später in seiner Schule seine Unterlagen abholte warf ich einen Blick in das Klassenzimmer - es war leer - nur mit einer Couch an der Wand und einem Vorlegerteppich in der Mitte des Raumes.

Wir schulten das Kind damals durch einen, mit dem Jugendamt abgesprochenen Trick, in die Hauptschule in unserer Kleinstadt ein.

Nach 14 Tagen war das Kind klassenbester - jetzt kam keiner mehr auf die Idee ihn wieder in eine Sonderschule zu stecken.
Er wurde von mir gefördert - hatte alle Unterstützung zur Verfügung - Nachhilfe, Psychologen, einen eigenen Anwalt zur Vertretung seiner Interessen, jede nur erdenkliche Ärztliche Versorgung - und er gehörte fortan zu den wohlhabenden Kindern in seinem Bekanntenkreis.

Er holte bei uns die mittlere Reife nach, schloss dann eine Lehre erfolgreich ab, machte daraufhin das Abitur und studiert heute aufgrund meiner Hilfe Bioinformatik.

Dieses verkommene Stück Scheiße verklagt mich heute vor Gericht zur Rückgabe von Barbiepuppen die ich angeblich bei meinem Auszug mitgenommen hätte.

picture: http://www.manfred-gebhard.de/undankbareDrecksau.jpg
Ich habe keine Barbiepuppen mitgenommen.
Und dieses verfluchte Sektenschwein hat nie Barbiepuppen besessen.

Er hat mit meinem Playmobil gespielt das ich als Kind hatte.
Er spielte mit meinen Matschbox Autos die ich noch nicht weggeschmissen hatte.
Mit meinem Lego, meinen Bausteinchen, meinen Cowboys und Indianern die ich in die Ehe mitbrachte und für meine Kinder mal aufgehoben hatte.

Und heute redet diese undankbare Drecksau nicht mehr mit mir, weil ich es wagte eine degenerierte Amisekte zu kritisieren und verklagt mich wegen Dingen die er nie besaß und ich nicht mitgenommen habe.

Gott ist mein Zeuge das ich übermenschliche Opfer gebracht habe, das ich mit der Trennung wartete bis die Kinder Volljährig sind.
Und er war in der Wohngemeinschaft - er weiß was ich in der Zeit, als ich die Sekte nach besten Wissen und Gewissen verließ, mitmachen musste.

Er ist doch schon seit zwei Jahren ausgezogen.
Ich habe diesem Menschen nie etwas getan.

Jehovas Zeugen in Deiner Nachbarschaft - das sind sie!

komische Ansichten

geschrieben von:  der einzig wahre Bauer

Datum: 29. Juni 2010 23:10

diese Leute "fressen" ihren eigenen geistigen Kot.

"nach Zeugen Jehovas suchen weil sie als zuverlässige ehrliche Menschen bekannt sind."

Das dürfte wohl der Wunsch sein..

... als ehrliche Menschen bekannt sind...

keine Ahnung ob das stimmt. Würde ich mehr verneinen, als bejahen.

Meine Erlebniswelt bei Jehovas Zeugen war eher die, dass dort nicht anständig sein, sondern sich nicht erwischen lassen, das Lebensmotto ist.

In der Zeitung habe ich da auch noch nie was von einer besondere Ehrlichkeit von Zeugen Jehovas gelesen. Wenn dann die relativ unbewiesene Selbstdarstellung.

Moral?

Lieber +
Zeugen Jehovas werden eben nicht zur Moral erzogen.
Ehrlich?
Arbeitgeber suchen Zeugen Jehovas weil diese als ehrlich bekannt sind?

Ehrlichkeit bezeichnet die sittliche Eigenschaft des Ehrlichseins (von „ehrlich“, ahd. „êrlîh“, mhd. „êrlîch“ und wird heute meist in der Bedeutung von Redlichkeit, Aufrichtigkeit, Wahrhaftigkeit, Offenheit, Geradlinigkeit und Fairness verwendet.
Wikipedia

Was Jehoivas Zeugen unter Ehrlichkeit verstehen,

Re: Jehovas Zeugen in Deiner Nachbarschaft - wer sind sie?

geschrieben von:  Conzaliss

Datum: 03. Juli 2010 14:55

Ich wohne seit über 12 Jahren in einer hessischen Kleinstadt.
Dort wurde nie "Straßendienst" gemacht.

Heute entdeckte ich einen Stand der ZJ mit verschiedenen Faltblättern, an dem 3 junge Damen ihren "Dienst" versahen.

So kann man ohne großen Aufwand seine Predigtdienststunden ableisten...

Re: Jehovas Zeugen in Deiner Nachbarschaft - wer sind sie?

geschrieben von:  Conorr

Datum: 05. Juli 2010 17:07

Hallo zusammen, vorallem Hallo "+",

Ich bin hier ja neu, lese aber seit einigen Monaten viel die Erfahrungsberichte, und bin immer wieder schockiert, was unter den
Betroffenen insgesamt so abläuft, vorallem auch schockiert, was "+" so ausführlich berichtet hat.
Und natürlich auch alle anderen Betroffenen.

Das was "+" hier beschrieben hat, mit dem Pflegekind, also das ist wirklich der totale Hammer.
Und ich kann mich dem -Pfui-Teufel- nur anschließen, wie es hier schon geäußert wurde.
Und dann noch das Thema der : interlektuellen Geisterfahrer von oben.
Eigentlich lässt sich das wahrscheinlich garnicht so ausdrücken, wie es gerechtfertigt wäre.

Meistens könnte ich toben, schreien, ausflippen, wenn ich lese, was so den Meisten passiert.

Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht, wenn auch nicht so intensiv, aber mir hats gereicht.
So auch jetzt von mir ein kleiner Erfahrungsbericht :
( Ich hoffe, ich langweile niemanden )
Ich habe seit einigen Jahren ein religiöses Chaos, meine Frau ist " in der Wahrheit ", ich bins nicht, aber ich bin seit Jahren ein Mitläufer
am Rande dabei gewesen. Mal mehr, mal weniger. Habe auch jahrelang studiert, immer wieder abgebrochen, wollte mich aber zum Glück nicht dem Verein anschliessen.
Darüber bin ich froh. Trotzdem hatte ich eine Zeit, wo ich die Taufe angestrebt habe. Aber die Zweifel waren zu groß.
Nach der langen Zeit konnte ich natürlich auch einige der Leute kennenlernen, es gab durchaus manchmal gute Erfahrungen, jedoch meistens
schlechte Erfahrungen. Wobei die schlechten Erfahrungen in den letzten Jahren immer mehr wurden. Immer ausgeprägter, und immer verletzender.
( Was mich als Person betrifft )
Vorallem auch mit dem Hintergrund, weil ich sehr schwer erkrankt bin, und mir eine normale Teilhabe am Alltag
nicht mehr möglich ist, und ich viele Monate im Krankenhaus verbracht habe, und es auch jetzt immer noch so ist.
Das hat aber keinen wirklich interessiert, nur scheinbar, und nur mit viel Blabla.
Was musste ich da oft hören,..... ------ die gefährlichen Ärzte, und vorallem die Psycho-Therapeuten, muß man gaaaaanz vorsichtig sein, lieber etwas nicht zulassen,
sondern alles -Gebetsvoll- vor Jehova tragen !
Was bekam ich an " wohlgemeinten" Ratschlägen, ..... ( nicht zusehr in die Welt eingehen, Kontakte zu Mitpatienten nicht zu eng werden lassen ),
und, und, und, ja ticken die noch richtig ? Wenn ich diese Ratschläge ernstgenommen hätte, hätte ich keine Freunde ausserhalb des Vereins,
und auch keine wirkliche Hilfe erfahren, und wäre zwischenmenschlich verhungert.
Und überhaupt, was habe ich in den Jahren alles an Hobbys aufgegeben, weil das ja nicht geht, vor lauter Christlichkeit !
Aber keiner, von den angeblich Besorgten, hat sich faktisch um meine Umstände interessiert, oder mir geholfen, ausser immer noch mehr Öl
in die Wunde der Verletzungen zu gießen. ( Jehova zieht seinen Segen zurück, Gebete werden behindert, und und und und und,.....)

Somit wohne ich seit ca. 7 Jahren im sog. " geteilten Haus ", mit all seinen Nebenwirkungen.
Ihr, als Betroffene, die ihr Euch viel mehr auskennt, wisst, was das bedeutet.
Ich habe zwar einige liebe Freunde und Bekannte ( natürlich ausserhalb der Sekte ), die mir helfen, mich unterstützen, und mir immer wieder Auftrieb geben,
aber die kennen trotzallem die näheren Umstände, und das, was in dieser Organisation an Irrsinn abläuft natürlich nicht.
Das kann man sich ja auch sonst wahrscheinlich nur schwer vorstellen.
Daher hoffe ich hier, von Betroffenen und Profis, ..... ja, einfach einen Gedankenaustausch zum Thema zu erleben.
Das reicht ja schon, zumindest vorerst.

Mittlererweile habe ich mich wegen dem Chaos beruhigt, und sehe alles etwas entspannter.
Einiges hat sich getan, und manchmal bleibt mir nur das Lachen und Schmunzeln über gewisse
Dinge, die mit der sog. „ Wahrheit „ zutun haben.
Nachdem meine Gegenwehr immer stärker wurde, hat meine Frau von ihren Glaubensbrüdern
und Schwestern eine Nachricht erhalten, wo sie um der schlimmen Umstände bedauert wird, was mich angeht,
und wo ich, ( das ist jetzt wirklich Tatsache ) als,., „ Satans – Handlanger, und Erfüllungsgehilfe „bezeichnet werde.
Der Brief wurde von gut über einem Dutzend – Brüdern und Schwestern-. unterschrieben,
und stellvertretend wurde sogar im Namen Jehovas, Jesus, der 144.000, und viele, viele Engel
unterschrieben ( die gleichsam alles bedauern ), und meine Gattin anfeuern, ihren Weg, den Kampf weiterzuführen !!!!!!( kein Witz) Der Verfasser muss Größenwahnsinnig sein.
Wenn ich auf der Straße jemand begegne senkt die jeweilige Person den Kopf, ( als wenn gerade die
Schuhbänder aufgegangen wären, oder schaut bewußt weg.)
Soll mir ja eigentlich recht sein, und ist es auch. Ich grüße auch niemand mehr.
Die Leute wissen eigentlich, dass ich schwer erkrankt bin, und dass mir daher jeder Tag das Äußerste
abfordert. Nur soviel zur „Nächstenliebe“. Das ist eher eine riskierte Nächstenlippe !
Was mich wundert, ich war doch nur ein sog. „ Freund des Wahnsinns….., sorry, ein Freund der Wahrheit „, und doch so eine Vorgehensweise ?
Der jahrelange Dauer-Interessierte. Aber glaubt ihr, dass vor diesem Brief jemals mit mir jemand
gesprochen hat ? Oder Interesse an meinem gesundheitlichen Zustand gezeigt hat ? Stopp, Grüße wurden mir ausgerichtet, ja, die Grüße, die endlosen Grüße. Grüße über Grüße, wohin damit, mit sovielen Grüßen ? Ja, die gespaltene Zunge .
Wenn das hier ein solcher WT-Aktivist lesen sollte, dann kann ich nur sagen, dass die sich für sowas
schämen sollen. Die wollen das Volk Gottes sein ?
Grüße, Grüße, Grüße, Grüße im Überfluss.

Und so kann ich mich der Feststellung von "+" nur anschließen,....... Menschen aus der Nachbarschaft, ....das sind sie wirklich !

Ich werde jetzt hier immer mal, wenn es geht schreiben.

Grüße, Grüße, Grüße, !!!!!!! ( ich kenns ja nicht anders ) Conorr

Re: Jehovas Zeugen in Deiner Nachbarschaft - wer sind sie?

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 05. Juli 2010 17:25

Dann danke ich auch mal meinerseits für Deinen Bericht!
Das relativ Schlimme in Deinem und auch im Fall von "+" ist eben die Verbohrtheit der ZJ-Kreise, die sich da offenbart. Man hätte sich ja im Falle "+" eine mehr "einvernehmliche" Lösung, wenn schon nicht mehr viel zu "kitten" ist gewünscht.
Aber so wird offenbar auf Konfrontationskurs gefahren; obwohl es klar sein kann, die Konfrontation "löst" die Probleme nicht.

Re: Jehovas Zeugen in Deiner Nachbarschaft - wer sind sie?

geschrieben von:  . +

Datum: 06. Juli 2010 08:56

Hallo Conorr,

Der Unterschied zu früher ist, das heute, jeder der will seine eigenen Erlebnisse in der Wachtturmsekte dutzendfach im Internet nachlesen kann.
Früher musste man annehmen, das die Probleme die man mit der Sekte hat, ein Einzelfall wäre und es an einem selber liegt, während die Wachtturmzeugen doch so gesetzestreue und sich um Gerechtigkeit bemühende Menschen wären.
Heute lässt es sich in jeder Sprache und jedem Umfeld dutzendfach nachlesen, das das gesamte Wachtturmkonstruckt ein Betrug, aber vor allem eine lukrative Geldmaschine ist.
Sowohl in der Basis als auch in der Führung.

Mal schaun ob ich in den nächsten Tagen zeit finde das hier mit Faximilen zu belegen – meine Frau gibt sich nach außen als Gerechte eifrige Pionierin, die in ihren Heimbibelstudien ihren Wohnungsinhabern sagt, das diese ihr Leben in Ordnung bringen müssen, da sie sonst nicht mit Gottes Wohlgefallen rechnen können - lügt aber die Ämter und Behörden an wo sie nur kann (gerade aktuell in Verbindung mit dem Kindergeld – das belege ich aber noch), ist jetzt durch die neue Gesetzgebung einem Raucherclub beigetreten und nach wie vor in ihrem Geburtsort römisch Katholisch gemeldet – sie ist nie aus der Kirche ausgetreten.

Es ist mir schon klar das es sich hier um eine Einzelperson handelt – schaut man sich aber in seinem eigenen Umfeld um, stellt man fest das es dort ähnlich gelagerte Fälle gibt.

Die Zeugen des Wachtturms sagen, das alle Abtrünnigen Lügen, weil sie von sich auf andere schließen.
Das sind dann die Leute die Schmähbriefe schreiben und ihre Selbstgerechtigkeit zur Schau stellen.

Auf meine Email Adresse kamen ja lange Zeit noch die Rundmails von aktiven Wachtturmzeugen.
Der leitende Älteste der portugiesischen Gruppe in Straubing verschickte dort mal ein Rundmail mit einem Youtube Video in dem bei einer Prozession den Trägern ein Heiligenstatue herunterfiel.
Von dem Ältesten mit Hohngelächter und Schmähworten kommentiert.
Bar jedes menschlichen Mitgefühls – denn man sah in der Reaktion der Gläubigen wie entsetzt sie deswegen waren.
Ich antwortete ihm damals ob es den auch lustig wäre wenn bei einem Gedächtnismahl der Tisch mit dem Wein umfiele...

Das Ergebnis meines berichteten Erlebten ist doch ganz einfach:
„Wozu seine Kirche wechseln – bei den Wachtturmzeugen ist der gleiche bigottische Religionssumpf wie überall sonst auch.“

Re: Jehovas Zeugen in Deiner Nachbarschaft - wer sind sie?

geschrieben von: Bauer

Datum: 06. Juli 2010 14:28

.... aber psycho - sado / maso kommt noch hinzu ...

wer religiös abhängig sein möchte und an psychischen Qualen oder Quälereien einen Gefallen hat, der ist bei Jehovas Zeugen absolut richtig...

Re: Jehovas Zeugen in Deiner Nachbarschaft - wer sind sie?

geschrieben von:  X ~ mysnip

Datum: 06. Juli 2010 23:05

Hallo Conorr!

Zitat:

Conorr

Trotzdem hatte ich eine Zeit, wo ich die Taufe angestrebt habe.

Darf ich fragen, ob du schon als ungetaufter Verkündiger geführt wurdest?

Zitat:

Was musste ich da oft hören,..... ------ die gefährlichen Ärzte, und vorallem die Psycho-Therapeuten, muß man gaaaaanz vorsichtig sein, lieber etwas nicht zulassen ...

Möglicherweise bringt es einen ZJ zum Nachdenken, wenn er sich mit Publikationen jüngeren Datums beschäftigt:

Zitat:

ERWACHET! Juli 2009 "Depressionen - Gibt es Hilfe?" S. 4

,,Menschen, die an Depressionen leiden, brauchen jede erdenkliche Hilfe, und das schließt auch geeignete medizinische Therapien unterschiedlichster Art ein ...

Jesus wies vor 2 000 Jahren darauf hin, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, als er sagte, dass die Leidenden einen Arzt benötigen (Markus 2:17). Tatsächlich können Mediziner viel tun, das Leben depressiver Patienten erträglicher zu machen.*

* Erwachet! empfiehlt keine spezielle Behandlungsmethode. Jeder sollte selbst sorgfälltig abwägen und dann eine Entscheidung treffen."

Übrigens, in der Gemeinschaft gibt es einen www.psychotherapie-hilfe.de/index.html "Heilpraktiker für Psychotherapie"

2009 warb www.psychotherapie-hilfe.de/6-mengeler.html ER auf achtturm.de/index.php dieser Seite und gab sich als Bruder zu erkennen. Dies ist heute, meinen Erkenntnissen nach, nicht mehr der Fall.

Zitat:

sondern alles -Gebetsvoll- vor Jehova tragen !

Da paßt natürlich wieder:

Zitat:

ERWACHET Juli 2009 "Depressionen - Gibt es Hilfe?" S. 8

,,MARTINA - Inzwischen habe ich gelernt, Jehova für jeden Tag um Kraft zu bitten."

Zitat:

Was bekam ich an " wohlgemeinten" Ratschlägen, ..... ( nicht zusehr in die Welt eingehen, Kontakte zu Mitpatienten nicht zu eng werden lassen ),
und, und, und, ja ticken die noch richtig ? Wenn ich diese Ratschläge ernstgenommen hätte, hätte ich keine Freunde ausserhalb des Vereins,
und auch keine wirkliche Hilfe erfahren, und wäre zwischenmenschlich verhungert.
Und überhaupt, was habe ich in den Jahren alles an Hobbys aufgegeben, weil das ja nicht geht, vor lauter Christlichkeit !

Kommt mir bekannt vor.

Zitat:

Somit wohne ich seit ca. 7 Jahren im sog. " geteilten Haus ", mit all seinen Nebenwirkungen.
Ihr, als Betroffene, die ihr Euch viel mehr auskennt, wisst, was das bedeutet.
Ich habe zwar einige liebe Freunde und Bekannte ( natürlich ausserhalb der Sekte ), die mir helfen, mich unterstützen, und mir immer wieder Auftrieb geben,
aber die kennen trotzallem die näheren Umstände, und das, was in dieser Organisation an Irrsinn abläuft natürlich nicht.
Das kann man sich ja auch sonst wahrscheinlich nur schwer vorstellen.

Ja, Außenstehende können sich schwer in das System "Zeugen Jehovas" versetzen. Foren als Anlaufstellen für Betroffenen können begrenzt helfen. So wie User "+" schrieb: "Früher musste man annehmen, das die Probleme die man mit der Sekte hat, ein Einzelfall wäre ... "

Zitat:

Daher hoffe ich hier, von Betroffenen und Profis, ..... ja, einfach einen Gedankenaustausch zum Thema zu erleben.
Das reicht ja schon, zumindest vorerst.

Wir freuen uns.

Zitat:

Mittlererweile habe ich mich wegen dem Chaos beruhigt, und sehe alles etwas entspannter.
Einiges hat sich getan, und manchmal bleibt mir nur das Lachen und Schmunzeln über gewisse
Dinge, die mit der sog. „ Wahrheit „ zutun haben.

Wer schon manchmal "Lachen und Schmunzeln" kann, ist klar im Vorteil und auf einem guten Weg.

Zitat:

Nachdem meine Gegenwehr immer stärker wurde, hat meine Frau von ihren Glaubensbrüdern
und Schwestern eine Nachricht erhalten ...

Nun weiß ich zu wenig Einzelheiten, aber auf ZJ bezogen ist Gegenwehr in Form von Widerstand fast immer kontraproduktiv.

Zitat:

Wenn ich auf der Straße jemand begegne senkt die jeweilige Person den Kopf, ( als wenn gerade die
Schuhbänder aufgegangen wären, oder schaut bewußt weg.)
Soll mir ja eigentlich recht sein, und ist es auch. Ich grüße auch niemand mehr.
Die Leute wissen eigentlich, dass ich schwer erkrankt bin, und dass mir daher jeder Tag das Äußerste
abfordert. Nur soviel zur „Nächstenliebe“. Das ist eher eine riskierte Nächstenlippe !
Was mich wundert, ich war doch nur ein sog. „ Freund des Wahnsinns….., sorry, ein Freund der Wahrheit „, und doch so eine Vorgehensweise ?
Der jahrelange Dauer-Interessierte. Aber glaubt ihr, dass vor diesem Brief jemals mit mir jemand
gesprochen hat ? Oder Interesse an meinem gesundheitlichen Zustand gezeigt hat ? Stopp, Grüße wurden mir ausgerichtet, ja, die Grüße, die endlosen Grüße. Grüße über Grüße, wohin damit, mit sovielen Grüßen ? ...

Oft ist das Verhalten von Zeugen Jehovas erklärbar.

PS:
Das du auch noch gesundheitliche Probleme hast tut uns sehr leid. Gute Besserung!

Re: Jehovas Zeugen in Deiner Nachbarschaft - wer sind sie?

geschrieben von: Jochen4321

Datum: 07. Juli 2010 11:49

Hallo +,

es ist schlichtweg Schmierentheater.
Es sind Schausteller welche keine Ahnung haben um was es geht.
Wie denn auch?

Eine eigene Wahrnehmung wurde aufgegeben.
Die Logik umgangen.
Die Gefühlswelt im Besitz genommen.

Was voreinst vielleicht noch als brauchbar und fürs Leben notwendig mit in die Erziehung gelegt wurde, wird einfach ausgetauscht in neue Prioritäten.

Ein Schmierentheater eben.
Oberflächlich und unsorgfältig, aber dennoch eine Welt für sich.
Einer Welt in der das eigene ich, sowie das ICH an sich egal ist.

DU bist denen egal.

Doch das ist eine Lüge.
Eine Lüge die es gilt nicht mehr zu glauben,
nicht mehr in den Sinn kommen zu lassen
und nicht mehr zu fühlen.
_________________

Früher suchte ich nach Worten des Trostes.
Heute fällt es mir leicht zu sagen:

Du bist unendlich wertvoll.
Auch wenn Du dich heute nicht danach fühlst.
Doch Du bist Einzigartig und Gewollt.
So wie Du bist.

Eine Wahrheit die lernen darfst zu glauben.
Anzunehmen.
Und wenn du dies gelernt hast zu hinterfühlen, dann hast du's gepackt.

B.

Re: Was ICH vermisse!

geschrieben von:  X ~ mysnip

Datum: 07. Juli 2010 16:29

Zitat:

Corinna
Menschlichkeit ist nicht unbedingt die Stärke dieses Forumbetreibers.

Hallo Corinna,

jeder hat Stärken und Schwächen. Soll ich mal einige Schwächen von mir erwähnen? 
Manfred schrieb dir auf deinen Beitrag vom 28.04.10 u.a.:

Zitat:

Drahbeck

Jedes Forumsangebot kann nur so gut oder so schlecht sein, wie diejenigen sind, die sich in ihm einbringen ...

"Conorr" schreibt seit dem 05.07.10 mit. Sein Wunsch ist:

Zitat:

Conorr

Daher hoffe ich hier, von Betroffenen und Profis, ..... ja, einfach einen Gedankenaustausch zum Thema ...

Corinna, was hältst du davon, dich in diesen Gedankenaustausch mit deinen Stärken einzubringen?

Straubinger Tagblatt
geschrieben von: . +
Datum: 11. Februar 2011 22:08
Morgen am Samstag den 12.2.2011 ist ein Artikel im Straubinger Tagblatt auf Seite 37 bezüglich meines Ausstieges aus der Sekte der Zeugen Jehovas.
Sobald ich ihn habe stelle ich ihn hier Online
Profitgier und Ausbeutung statt Nähe zu Gott
geschrieben von: . +
Datum: 12. Februar 2011 11:37
Im Gespräch mit einem Aussteiger der Zeugen Jehovas, der seine Familie verlor

Von Ulli S.
Sein Leben lang war J. A. K. Gemeindemitglied der Zeugen Jehovas, fünf Jahre lang davon in Straubing.
Dann stieg der heute 44-Jährige aus, verlor dabei seine Familie und sein altes Leben, in das er hineingeboren war.
Ohne Scheu und in wohlüberlegten Worten erzählt er über seine Erlebnisse und wie er mit seiner Internetseite um Aufklärung und seine Sicht der Dinge kämpft.

Bereits seine Großeltern waren Zeugen Jehovas.
Sie traten mit ihren Kindern bei, als sie nach der Vertreibung im II. Weltkrieg keinen Anschluss in der neuen Nachbarschaft fanden - "da war jemand, der sich um sie kümmerte".
K. kannte kein anderes Leben als jenes seiner Großfamilie, die alle in der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas waren.
Seine Mutter wollte mit 70 Jahren nicht mehr missionieren, wäre aber gerne noch Mitglied geblieben.
Das durfte nicht sein.
Auch sie wurde wie er mit sozialer Isolation bestraft.
Alte Freunde, Nachbarn und selbst die eigene Mutter brachen den Kontakt komplett ab.
J. A. K. bewundert seine Mutter für ihren Mut, sie trat aus, und kann den Zwiespalt seiner Großmutter erklären: Sie habe die Wahl, den Kontakt zu einem Kind zu verlieren oder zu allen anderen, die noch Zeuge Jehovas sind.
Die Geschichte seiner Mutter, die ein Buch über ihr Leben schrieb, sendete Bayern 2 in der Reihe "Eins zu eins, der Talk" unter dem Titel "Barbara K., Zeitzeugin und Jehova-Aussteigerin".

Als Kind von der Richtigkeit der Lehre überzeugt

Als Kind war er von der Richtigkeit der Lehre überzeugt.
"Von uns Kindern wurde eine Karriere innerhalb der Wachturmorganisation erwartet." Kein Problem für den Jungen, der mit elf, seine Schwester mit neun die Taufe der Zeugen Jehovas erhielt.
"Völlig arglos vertraute ich dem, was meine Eltern mir vermittelten und befasste mich intensiv und aufrichtig mit den Lehren meiner Religion."
Deutlich macht der Aussteiger, dass es bei Treffen der Zeugen Jehovas nicht nur um Religion geht, sondern auch um Verkaufsschulungen.
Wie bringt man den Wachtturm am besten unter die Leute?
Wie wirbt man neue Gemeindemitglieder?
Quoten waren zu erfüllen.
"Die Erwartungen meines sozialen Umfelds erfüllend, wurde ich Wachtturm-Vollzeit-Neumitglied-Akquisiteur und kam 1986 mit 19 Jahren in die Druckerei der Wachtturmgesellschaft in Selters."
Der junge Mann erwartete eine Art Kloster, "Nähe zu Gott" und gemeinsame Gebete.
Im Rückblick und auch damals schon sei es "Profitgier, Ausbeutung und billiger Materialismus" gewesen.
Die Arbeit in der Druckerei der Zeugen Jehovas sei für ihn "traumatisch desillusionierend" gewesen.
Sein Lichtblick: er lernte dort seine Frau kennen und lieben.
Das musste aber schnell gehen, sonst hätte die Trennung gedroht, wie er erklärt: "Eine Woche arbeiteten wir zusammen.
Nach 14 Tagen machte ich ihr einen Heiratsantrag und nach vier Monaten waren wir verheiratet."

"Freiraum" durch Unterbrechung der Gehirnwäsche

Jahre später sei es bei den Zeugen Jehovas in Regensburg "zu einer Intrige innerhalb der Versammlung" gegen ihn gekommen, berichtet K..
Mit Anschuldigungen gegen seine Frau sollte er getroffen werden, betont er.
Man sei nach Straubing gezogen.
"Meine Frau nutzte die Flucht vor der Regens burger Versammlung, indem sie 2002 eine portugiesische Gruppe gründete.
Diese wurde in den Straubinger Königreichssaal gelegt."
Zweifel hatte K. damals schon eine Menge. Die neue Gruppe beschleunigte seinen Ausstieg.
Da er kein Portugiesisch wie seine Frau spricht, wurde "bei mir die Kette der wöchentlichen Indoktrinationen unterbrochen, die in den Vertriebsmeetings der Königreichsäle der Zeugen Jehovas stattfinden".
Auf rund 300 Mitglieder schätzt er die Gemeinde im Königreichsaal in Ittling, die sich in drei Gruppen wöchentlich trifft.
Seinen "neuen Freiraum", der durch die Unterbrechung der bisherigen " fortlaufenden Gehirnwäsche der Wachturmsekte" entstanden war, nutzte er für eine "intensive Auseinandersetzung mit der alten Wachtturmliteratur".
Er verglich ältere, archivierte Veröffentlichungen der Zeugen Jehovas mit neueren: "Ich legte neben jede Lehraussage die Lehrmeinungen in den vorangegangenen Wachtturm-Veröffentlichungen."
Es fiel auf, dass Aussagen und Meinungen sich teilweise widersprachen.
Das konnte eigentlich nicht sein, erklärt der Aussteiger, herrsche doch die Meinung bei den Zeugen Jehovas: "Immerhin haben wir die Wahrheit."

Als Abtrünninger in das soziale Abseits gestellt

Die Folge war, dass K. "plötzlich als Abtrünniger" galt: "Wie konnte ich es wagen zu belegen, dass der treue und verständige Sklave alle zehn Jahre mit seiner Lehrmeinung komplett mal hier hin und mal dorthin schwenkt."
K. begann lästig zu werden, ab 2005 gab er keine Stundenberichte zu Neumitgliederakquisen mehr ab.
Ein Jahr später besuchte er keine Vertriebsmeetings der Zeugen Jehovas mehr. Nur eines belastete ihn schwer: "Leider stand meine Frau weiter unter der Dauergehirnwäsche der Wachturmsekte.
So sehr ich mich von der Sekte löste, distanzierte sich meine Frau von mir."

Für die Zeugen Jehovas sei "ein stilles Gehen und eine glücklich bleibende Familie jedoch eine Provokation", erklärt er und betont: "Sie setzten alles in ihrer Macht Stehende daran, unsere Ehe zu zerstören.
Undenkbar, dass ein Abtrünniger eine glückliche Ehe führt!
Und ich blühte ohne den Sektendruck sichtlich auf."

Am meisten hatte er mit dem "Entzug der Gemeinschaft" zu kämpfen.
Kein anderer Zeuge Jehovas grüßte ihn noch, außerdem war es verboten, sonst irgendwie mit ihm Kontakt zu haben oder gemeinsam zu essen.
Kam Besuch nach Hause, redete dieser nur mit seiner Frau und diese bat ihn, "in den Keller zu gehen", um nicht zu stören.
Der Psychoterror ging soweit, dass er sich nach "16 glücklichen Ehejahren" und ein paar schlimmen sich im April 2010 von seiner Frau trennte.
Beim Scheidungstermin demonstrierten über 20 Mitglieder der Zeugen Jehovas gegen ihn am Amtsgericht.
Seitdem hat er keinen Kontakt mehr zu seiner Frau und seiner Tochter, die gerade erwachsen wurde.
Froh ist er, dass er jahrelang Tagebuch geführt hat.
So kann er "ganz genau" nachvollziehen, "was, wann wie passiert ist".
In Gesprächen sei nämlich versucht worden, ihm andere Erinnerungen einzureden. Momentan lebt der Aussteiger der Zeugen Jehovas in Regensburg ein Leben ohne seine Familie und kämpft mit seiner Homepage, auf der er Artikel und selbst zusammengeschnittene Videos präsentiert, um seine Sicht der Dinge.

Straubinger Tagblatt vom 12.2.2011 Seite 37

Ich reiche noch Faximile der Tageszeitung nach.
Sie liegt schon auf meinem Küchentisch.

Meine erste Reaktion ist das ich überracht war wie gut der Artikel ist - respekt
Re: Profitgier und Ausbeutung statt Nähe zu Gott
geschrieben von: . +
Datum: 12. Februar 2011 13:59

picture: http://www.manfred-gebhard.de/Straubing001.jpg

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Re: Profitgier und Ausbeutung statt Nähe zu Gott
geschrieben von: Conorr
Datum: 14. Februar 2011 11:57
Hallo +,

Gratulation ! Der Artikel ist absolut spitze.
Ich denke, eine große Hilfe für viele Betroffene.
Vorallem auch dass es doch möglich ist, solch eine öffentliche
Plattform zu schaffen, und Begebenheiten darzustellen, die der Öffentlichkeit ja nun
in den seltensten Fällen bekannt sind.
Das wird wie immer der WTG nicht gefallen.

Heisst es doch im Slogan einer gewissen Partei im Wahlkampf :
-Auch ein kleiner Reißnagel kann einen großen Hintern bewegen-.

Hoffentlich.

Beste Grüße, und weiterhin Erfolg bei Deiner Aufklärungsarbeit.

Conorr
 
Re: Profitgier und Ausbeutung statt Nähe zu Gott
geschrieben von: . +
Datum: 14. Februar 2011 16:33
Der Artikel ist in Gäuboden Aktuell nun frei Online erreichbar und mit Komentarfunktion.

Der erste Zeuge Jehova hat hier auch schon seinen Kommentar verewigt.

http://www.idowa.de/aktuells/gaeuboden/container/container/con/831792.html
 
Re: Profitgier und Ausbeutung statt Nähe zu Gott
geschrieben von: . +
Datum: 15. Februar 2011 15:5´5
Einen Komentar den ich zu dem Zeitungsarikel abschickte:

Andreas W. (mein Cousin) aus Regensburg entschloss sich mit 18 Jahren Medizin zu studieren.
Er wurde deswegen von den Zeugen Jehovas in Regensburg ausgeschlossen (sie unterstellten ihm damit ein Verstoß gegen die Blut-Ideologie der Wachtturmgesellschaft).
Seine Eltern Katharina und Manfred brachen daraufhin weisungsgemäß den Kontakt zu ihrem gerade Volljährig gewordenen Sohn ab.
Mit den Jahren Heiratete Andreas und es kamen Kinder.
Seine Frau (eine Weltliche) weigert sich bis heute die Zeugen Jehovas (ihre Schwiegereltern) zu treffen weil sie voller Abscheu die Praktiken der Sekte live miterlebt hat.
Andreas wurde Vater und die Eltern sehnten sich danach ihre Enkeln zu sehen.
Heimlich – unter ständiger Gefahr von den Zeugen Jehovas in Regensburg denunziert zu werden – entschlossen sich Katharina und Manfred ihren Sohn und vor allem die Enkeln zu treffen.
Manfred erblindete eines Tages aufgrund einer Herzuntersuchung.
Wie man sich sicher vorstellen kann war dies für Katharina und Manfred (meinem Onkel) ein schwerer Schicksalsschlag.
Aufgrund der Wachtturmsektengesetze hatte Manfred keinen Sohn mehr der ihn jetzt unter die Arme griff.
Wenn es zu Kontakten kam wurde dies vor den Sektenmitgliedern verheimlicht.
Ich ging damals in Regensburg in die Dienstelle des Blindenvereins Regensburg und kaufte alles was es dort in der Glasvitrine an Hilfsmittel für Blinde zu kaufen gab.
Eine Armbanduhr die per Knopfdruck die Zeit ansagte. Ein Radiowecker der auch per Knopfdruck die Zeit ansagte. Ein Münzensammler der die Geldmünzen sortiert in der Tasche hält. Ein Lehrbuch für Blindenschrift. Es waren noch ein paar Sachen – ich erinnere mich nicht mehr an alles.
Wie Stolz war Manfred das er jetzt wieder wusste ob es Tag oder Nacht ist.
Immer wieder hielt er seine Armbanduhr hoch und führte den Brüdern in der Versammlung vor das er jetzt wieder weiß wie viel Uhr es ist.
Man sagte das ich ein bisschen der Sohnersatz für Manfred war.
Einen Sohn der aktiver Zeuge Jehovas ist so wie er es sich immer gewünscht hatte.
Wie aus dem Artikel des Straubinger Tagblattes hervorgeht verließ ich die Zeugen Jehovas weil ich ihre Lügen nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren konnte.
Heute gehört diese Katharina W. – die Schwester meiner Mutter – zu den Zeugen Jehovas die im Flur im Amtsgericht in Straubing mich demonstrativ nicht grüßen.
Und das obwohl Katharina und Manfred mit mir nie geredet haben warum ich die Wachtturmgesellschaft und schlussendlich meine Familie verlassen musste.
Re: Profitgier und Ausbeutung statt Nähe zu Gott
geschrieben von: www.gimpelfang.de
Datum: 16. Februar 2011 09:23
Ich konnte keinen Kommentar sehen

Liebe idowa-User,

wir beenden an dieser Stelle die Diskussion. Aus unserer Sicht sind alle relevanten Argumente ausgetauscht.

Herzlichen Dank für Ihr Engagement!
 
Re: Profitgier und Ausbeutung statt Nähe zu Gott
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 16. Februar 2011 09:34

Zitat:

www.gimpelfang.de
Ich konnte keinen Komentar sehen

Das war ohnehin (in diesen Kommentaren) eine Neuauflage der ZJ-"theokratischen Kriegslist".
O wie gut, dass niemad weiß daß ich Zeuge Jehovas heiß (pardon Rumpelstilzchen).
Und wenn eine "Platte" sich x-mal wiederholt, ohne das wirklich "neues" mitgeteilt wurde, dann ist es wohl legitim, wenn die dortigen Verantwortlichen, mal einen Schlusstrich ziehen. Selbstverständlich in höflichen Worten, schließlich will man sich dort ja die Leser nicht vergraulen.
 

Re: Profitgier und Ausbeutung statt Nähe zu Gott
geschrieben von: . +
Datum: 16. Februar 2011 10:00
Wer zu spät kommt den bestraft das Leben...
Lächel

Hallo Bauer,
ich bin froh das sie die Kommentarfunktion abgeschaltet haben.
Das Straubinger Tagblatt hat schon eine gewisse Übung in Sachen „heiliger Wachtturmkrieg“.
Es ist nicht das erste Mal das sie offen über die Zeugen Jehovas berichtet haben.

Ich bin insoweit froh das sie die Kommentarfunktion abgeschaltet haben weil ich mich nicht wegen der Empörung über das Drumherum meines Sektenausstieges bei der Zeitung gemeldet habe sondern wegen der Steuerbetrugsaffäre der Zeugen Jehovas in Straubing.
Da sind wir ja noch mitten drin.
Diese harten Gesetzesvergehen sind mir viel wichtiger als das weiche weinerliche Sektenausstiegsgedöns.
Der Artikel ist ja ganz nett aber viel wichtiger ist mir eine Antwort auf den Wachtturmartikel: „Zeugen Jehovas sind treue Steuerzahler“

Und was meine Freunde und Brüder aus Straubing angeht schickte ich ihnen bei Infolink schon einen Gruß den ich hier gerne Wiederhole:
--------------------
....und dreimal krähte ein Hahn...

Ich schreibe schon seit viele Jahren zu diesem Thema im Internet und habe schon zu tausenden erlebt, wie Zeugen Jehovas zu den verschiedenen Anlässen öffentlich und schriftlich bekunden keine Zeugen Jehovas zu sein.

Mag sein das die Straubinger Zeugen Jehovas vor Menschen zu verhehlen versuchen wer sie wirklich sind; vor Jehova können sie das nicht.

Erstaunlich wie leichtfertig sie so ihr Erstgeburtsrecht für weniger als ein Linsengericht verleugnen.

Wie viel zur Schau gestellte Glaubensbekenntnisse wiegen ein im verborgen niedergeschriebenes Zugehörigkeitsbekenntnis wieder auf?
Wenn sie in der Fußgängerzone, von Haus zu Haus oder in ihren Anbetungsstätten bigottisch ihren angeblichen Glauben vor Menschen zur Schau stellen und dann diese Leistungen noch Berichten
Um von den Menschen gesehen und bewundert zu werden.

Wie viel ist dieses Zuschaustellen wert, wenn man zuhause – ohne das man von Menschen gesehen wird schreibt „ich bin kein Zeuge Jehovas“?

Re: Jehovas Zeugen in Deiner Nachbarschaft - wer sind sie?

geschrieben von:  Conorr

Datum: 08. Juli 2010 21:33

Hallo "+", Hallo X-mysnip, Hallo Drahbeck,

zu allererst vielen Dank für die Rückantworten.

Mir bleibt regelrecht die Spucke weg, wenn ich so lese was bei einigen so los ist.
Bei "+" das mit der Frau, wie sie sich so gebärdet.
Eine eifrige Pionierin, die in ihrem "Wachtturm-Job" ganz was anderes rüberbringt, wie sie sich in ihrer " Familie " verhält.
Aber genau das ist es, wenn Reden und Handeln nicht übereinstimmen.
Wasser predigen, aber Wein saufen !
Und dann noch den Ehepartner auf schäbigste Weise behandeln.
So handeln, und dann auf die -Weltmenschen- schimpfen ?
Eigentlich ein Offenbarungseid, vielleicht würden sie lieber Weltmenschen sein ?
Weil man da mehr für seine Mitmenschen Gutes tuen kann ?

Oder :
Sie schliessen von sich auf andere ? ( wie "+" schreibt )
Da habe ich vor längerer Zeit was lustiges erlebt.
Ich habe bei einem Zeugenpaar übernachtet.
Am nächsten Morgen wurde mir seitens des Ehemannes eröffnet, dass ich mit ihm das Haus verlassen muss,
damit ich mit seiner Frau nicht alleine in der Wohnung bin.
Ich bin am Vortag nach schwerer Krankheit aus dem Krankenhaus entlassen worden.
Ich war froh, überhaupt halbwegs gerade stehen zu können.
Mir war ganz sicher nicht nach einem " emotional-körperlichen " Abenteuer mit seiner Gattin.

Ich konnte nicht mal meinen Kaffee austrinken beim Frühstück, weil der Gatte in die Arbeit musste.

Also bin ich mit abgereist.

Im Nachhinein fragte ich mich, musste ich angst haben, dass mich seine Frau vernascht ?
Kennt er seine Frau gar so, dass das für Besucher gefährlich werden könnte ?
Fällt seine Frau in so einer Situation über die Besucher her, wenn der Ehemann aus dem Haus ist ?
Wem misstraut er mehr, seiner Frau, oder mir ?
Oder schliesst er von sich auf andere, weil er mit keiner Frau alleine gelassen werden darf ohne dass er sie gleich vernascht ?

Schon komisch irgendwie. Ich war verwirrt damals.
Und ich war froh, der Sex-Falle entronnen zu sein ( Das ist jetzt natürlich ironisch gemeint, im Nachhinein, nach Jahren, aber es ist trotzdem eine Unverschämtheit )

Hallo "+", wie Du schon sagst, sie schliessen von sich auf Andere.

Dann noch wie Du schreibst : Hohngelächter und Schmährufe :
Wie oft hörte ich bei Versammlungen, dass wenn Menschen aus der "Welt" etwas passiert ist, egal in welcher Form, was die Zeugen in ihrer Ansicht bestätigt :
Das -Geschmunzele und Gelächter und wohlwolliges Grunzen - , man muss wirklich sagen, in erster Linie wohlwolliges Grunzen.
Nach dem Motto : Ja das wundert uns nicht, das ist halt die Welt !
Sie tun so, als hätten sie den moralischen Sonderstatus, das Abonement auf astreine sittliche und moralische Perfektion.
Genau diese Art hat mich immer zutiefst angeekelt !!!

Übrigens zum Thema angeekelt, hier noch meine Meinung, und auch die von anderen :

Da gibt es den WT-Artikel vom 1.November 1995, -Trost für Menschen mit niedergeschlagenem Geist-.
Dieser Artikel ist ein Schlag ins Gesicht und eine Demütigung für jeden der an einer "Posttraumatischen Belastungsstörung" leidet.
Ihr Spezialisten kennt diesen Artikel ja sicher nur zu genüge.
Ich habe diesen Artikel mal einer -Fach-Therapeutin- für diese Krankheit vorgelegt.
Die hat die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen, und konnte es garnicht fassen, wie man sowas öffentlich verbreiten kann.
KdöR ??? Volk Gottes ? Moralische Instanz ?
Na dann, gute Nacht !

Noch zur Frage von -X-mysnip- :

Ich wurde nicht als ungetaufter Verkündiger geführt, weil ich noch ein "Laster" aus der bösen Welt hatte.

Es ist total schön, mal das schreiben / äußern zu können, was mich schon seit langer Zeit sehr, sehr belastet.

Euch allen eine gute Zeit !

Grüße, Conorr

Ausschlusgrund Gerüchte
geschrieben von:  . +
Datum: 04. November 2010 11:23
Gestern ist etwas an mich herangetragen worden.
Es scheint so das meine Tochter das Gerücht verbreitet, das ich Ausgeschlossen wurde weil ich Alkoholiker wäre.
Ich kann das momentan nicht ganz einordnen, denn das wäre derart absurrt.
Jeder der mich kennt weiß das ich kein Alkohol trinke.
Das ist derart lächerlich.
Ich verstehe zwar das sie den Grund „Ausstieg aus Gewissensgründen“ nicht sonderlich toll finden, aber es übersteigt einfach meinen Vorstellungshorizont das jemand sich Morgens noch in den Spiegel schauen kann wenn er so einen Blödsinn verbreitet.

Ich erinnere mich aber daran das die Zeugen Jehovas von dem Mann von Gudrun, meiner Cousine, auch behauptet hätten das er ausgeschlossen wurde weil er Alkoholiker wäre.
Wenn ich ehrlich bin ging ich bis heute davon aus das dies eine Tatsache wäre.
Wenn ich aber ehrlich bin habe ich mit dem Mann nie geredet oder ihn seit dem je getroffen.
Jetzt bin ich mir auf einmal gar nicht mehr so sicher ob es sich bei ihm nicht auch nur um ein bösartiges Gerücht handelte.
Re: Ausschlusgrund Gerüchte
geschrieben von:  Gerd B.
Datum: 04. November 2010 13:43
Als ich vor etlichen Jahren von den ZJ freiwillig weg ging und dann etwas danach auch noch den Raustritt bekam, folgte mein Freund auch nur 2 Monte später und ging raus. Er ist bis heute nicht ausgeschlossen.

Dann traf er einen ZJ und der fragte, warum wir Beide nicht mehr in die Versammlungen gingen. Er sagte es ihm, es ist wegen Zweifeln an den Lehrpunkten. Dann erzählte der Zeuge, dass er gerüchterweise in der Verslg. hörte, einer von uns Zweien hätte Ehebruch begangen und der Andere hätte eine Geliebte. Aber mein Freund wusste, als er mir das erzählte, nicht mehr auf wen von uns Beiden welche Anschuldigung angewandt wurden.

Wir fragten uns dann scherzhalber, was uns lieber wäre und einigten uns darauf: wir wollen lieber die Schuld auf uns nehmen, eine Geliebte zu haben...
Re: Ausschlusgrund Gerüchte
geschrieben von:  Conzaliss
Datum: 04. November 2010 14:02
Mir wird nachgesagt, ich habe meine Exfrau misshandelt und ihre Tochter aus einer vorangegangenen Ehe geschlagen.

Jemand, der aus Gewissensgründen die ZJ verlässt, ist wohl undenkbar...
Üble Nachrede hat System
geschrieben von: Bauer
Datum: 05. November 2010 16:22
Es ist sicherlich so sicher wie das Amen in der Kirche!

Wer JZ den Rücken kehrt und ihnen auch noch sagt, dass es bei Jehovas Zeugen eine miese Moral gibt, der wird diffamiert.

Der Fall Pape

immer wieder festzustellen ist, dass Kritik an der Jehovas Zeugen Organisation

Diese üble nachrede denjenigen gegenüber ist nachzuvollziehen.

Der Zeugen, wenn er nicht getreten wird, der sich abwendet bleibt ja weiter Christ, frei nach dem Motto: Einmal Christ immer Christ, wie es ja nicht so einfach ist einfach zu gehen... ich denke da mal an die Mafia, die Hells Angels, den Islam und natürlich Jehovas Zeugen.

Zitat:

Ein Verlassen der Gemeinschaft auf eigenen Wunsch ist möglich, sie ist von der Versammlung der Zeugen Jehovas zu akzeptieren und kann nicht quasi automatisch bedeuten, daß man die Stellung als Christ aufgibt.

Zitat:

In dem Wachtturm-Buch ‚Neue Himmel und neue Erde' heißt es: "Die Abtrünnigen, welche zur Klasse des schlechten Sklaven werden, lassen ihren Namen zum Fluchwort zurück und werden hinausgeworfen, um ihren Teil mit den Heuchlern zu haben, die in Harmagedon schließlich hingerichtet werden. Ihr Tod verursacht daher keine Trauer unter Gottes Neuer-Welt-Gesellschaft".


Jehovas Zeugen predigen Haß und Mißachtung der Person

selbstgerechte Abhängige

Andererseit wird es abgestritten, dass Jehovas Zeugen eine miese Moral haben.


Doch es gibt dafür immer wieder Beispiele:

miese Moral # 01

Re: Ausschlusgrund Gerüchte
geschrieben von:  Conorr
Datum: 15. November 2010 13:15
Hallo "+",

traurig genug, dass sowas passiert, vorallem wenn es scheinbar die eigene Tochter ist.
Sowas ist bekannt : Wenn jemand garnichts anderes mehr einfällt, wie man
jemanden anschuldigen kann, und auch sonst überhaupt nichts plausibles vorhanden ist, wird in der Regel auf die klassischen Gründe zurück
gegriffen.
Alkohol- sexuelle Anmache/Diskriminierung, oder der "Griff in die Kasse".

Ich kenne diese Themen aus dem Vertriebs-Aussendienst : Wenn man da jemand loshaben möchte, aber absolut ansonsten keinen Grund findet, erfindet man einfach die " Reise-Spesen-Manipulation ".
Da wird dann um Minuten gepokert, und da werden dann den Mitarbeitern Dinge angedichtet, die absolut unrealistisch sind, Zeiträume, die Jahre zurückliegen, hauptsache -Anklage-.
Ob es stimmt oder nicht, egal, hauptsache der Grund ist erfunden, und man kann eine Entlassung erwirken.

Vor einiger Zeit hörte ich von -Zeugen-aus der Versammlung wo ich früher war, den Ausschluss-Grund von Raymond Franz : " Der Griff in die Kasse ".
Mehr haben die nicht zu bieten.

Traurig aber wahr.

Gruß, Conorr
Re: Ausschlussgrund Gerüchte
geschrieben von:  Margit Ricarda Rolf
Datum: 15. November 2010 13:51
Na, dann willkommen im Club!

Für Noch-Zeugen scheint es unvorstellbar zu sein, dass jemand Jehova und die Versammlung verläßt. Da muss doch irgendeine heimliche Sünde für eine Erklärung herhalten.

Meinem Ex-Mann wurde nachgesagt, er würde Sex-Orgien mit seiner Neuen feiern, was er immer wieder bestreitet; mir sagt man ebenfalls nach, ich sei Alkoholikerin (und damit laufen Leute rum, die ich als Kettenraucher bezeichnen würde), meinem einen Sohn wurde Drogenhandel nachgesagt und fast allen Hurerei. Den Brüdern, die nach uns die Versammlung verlassen haben wurde ebenfalls ein ausschweifendes Leben nachgesagt.

Die Vorstellung, dass ein Aussteiger zunächst nur seine Ruhe haben will und es genießt erstmal ganz allein mit sich klarzukommen, bevor er in der Lage ist den Kontakt zu anderen Menschen wieder aufzunehmen, paßt nicht in die Gehirne der Eingeschlossenen. Nach den Erfahrungen, die ich mit Ausssteigern gemacht habe, brauchen diese zwischen zwei und vier Jahre, bevor sie wieder einem Menschen vertrauen können und das Zeugen-Trauma verarbeiten.

Schlimm ist es, dass Gerüchte sich so schnell verbreiten, und man kaum eine Handhabe hat. Ich stehe auf dem Standpunkt, mit Menschen, die es vorziehen über mich statt mit mir zu reden, möchte ich nichts zu tun haben. Wenn mich kennenlernt, kann selbst entscheiden, was er von mir halten möchte - oder ich von ihm.

Lieber +, laß den Kopf nicht hängen.

Was geht es dich an, was andere denken oder sagen. Mag sein, dass es im Moment verletzt. aber es zeigt dir doch auch deutlich, wie diese Menschen über dich denken. Umgib dich mit Menschen, die dir gut tun. So schaffst du ein gesundes Gegengewicht. Ich trenne mich heute von Menschen, die nicht ehrlich sind oder die mir nicht guttun viel schneller, als früher. Das Leben ist zu kurz und zu schön, als dass es sich lohnen würde, seine Zeit mit solchen Menschen und ihrem kranken Denken zu verschwenden.
Re: Ausschlussgrund Gerüchte
geschrieben von:  Conorr
Datum: 15. November 2010 14:53
Ich war zwar immer "nur" ein Interessierter-Dressierter, aber nachdem meine
Zweifel und die Ablehnung bekannt wurden, und damit auch die Meinung entstand, dass ich eine
potentielle Gefahr für ihre Glaubensschwester / also meine Ehefrau wurde,
wurde mir umgehend das Prädikat " Handlanger-Satans" verpasst.
Diesen Titel gibt es sogar schriftlich, mitsamt einigen beglaubigenden Unterschriften.
Solche Urkunden sind, so denke ich , selten.

Allerdings scheint es für meine Gattin etwas positives zu bewirken :
Ihre Nachlässigkeit in Sachen Versammlungs-Aktivitäten wird nicht gerügt.
Im Gegenteil : Jede Handlung ist eine unbeschreibliche Aufopferung.
Trotz geringstem Einsatz sind die Lobeshymnen schon unheimlich.
Verständlich, denn das Gegenteil wäre ja genau die Munition für mich.
Genau da würde sich wunderbar einhaken lassen. Aber so ensteht der Eindruck :
Es passiert ja garnichts. Es gibt keinen Druck, "somit liege ich absolut falsch",
angeblich. Nicht schlecht die Strategie, aber auch nicht neu.

Das ist zwar nicht so dramatisch wie bei "+", bei "+"steckt aus meiner Sicht viel mehr Historie
dahinter, und ich denke vielmehr "Hass" seitens der Sekte.
Aber mehr oder weniger scheint die Gangart immer gleich zusein.
Re: Ausschlussgrund Gerüchte
geschrieben von:  Margit Ricarda Rolf
Datum: 15. November 2010 15:55
Hallo Conorr,

als Interessierter bist du ja kein Abtrünniger und jeder darf mit dir reden. Da hofft die ganze Versammlung, dass du doch noch vor Harmagedon zur Einsicht kommst. Man fasst dich also mit Samthandschuhen an und bedauert die arme Schwester im geteilten Haus.

Das ist bei + anders. Er ist die gebadete Sau, die zum Wälzen im Schlamm zruückgekehrt ist. Die Situation mit einem Abtrünnigen unter einem Dach zu leben, wird nicht eigentlich als geteiltes Haus betrachtet. Während Zeugen in einen Haushalt wie deinen gehen würden, um dir zu predigen, nehmen sie bei + Reißaus um nicht an seinen Sünden teilzuhaben, sich nicht zu beschmutzen.

Dazwischen liegen schon Welten!
Re: Ausschlussgrund Gerüchte
geschrieben von:  . +
Datum: 15. November 2010 16:28
 Hallo Ricarda,

Da ich in die Zeugensekte hineingeboren wurde kann ich zu keinem Schlamm zurückkehren.
Da ich mich momentan ziemlich frisch gebadet fühle, kann ich nur zu dem Sektenschlamm zurückkehren.
 

Übrigens habe ich mir zwischenzeitlich ein Gutachten auf meine Kosten erstellen lassen, das belegt das ich nicht Alkoholkrank bin.

Denn ich selber werde schon misstrauisch wenn jemand von sich aus sagt „ich trinke nicht“.
Jetzt sage ich nicht „ich trinke nicht“ sondern ich sage „ich habe extra für dieses falsche Zeugnis ein Gutachten anfertigen lassen“.

Ich machte das auch sofort, da man sagt das die Zeit die Lüge wahr tickt.
Weil wenn ich in 20 Jahren sage das ich 2010 nicht Alkoholkrank war, dann könnte man ja sagen das er halt heute trocken ist.

Und es gab noch einen Grund warum ich das Gutachten dem Amtsgerichtsschreiben beilegte.
Wie ich nähmlich damals 18 war glaubte ich Aufrichtig und ehrlich.
Jetzt hat sie ein Gutachten vorliegen.
Auch wenn es die Wachtturmzeugen gewohnt sind in nebulösen Verschwörungstheorien zu denken:

Gott hasst jemanden der wider seinen Nächsten falsches Zeugnis ablegt.
Wie mag Gott über jemanden denken der über seinen leiblichen Vater falsches Zeugnis ablegt?
Re: Ausschlussgrund Gerüchte
geschrieben von:  Conorr
Datum: 15. November 2010 17:04
Hallo Ricarda,

mir ist vollkommen klar, dass bei "+" die Situation vollkommen anders ist.
Hier werden sicherlich alle Register gezogen die nur erdenklich möglich sind,
und die an Verletzung nicht mehr zu überbieten sind. Das ist sicher in keiner Weise zu vergleichen.

Bei mir, und für mich ist die ganze Sache ja auch absolut harmlos, eher kurios,
und mittlerweile für mich persönlich nahezu lächerlich. Vor 1,5 Jahren hat mich das noch geärgert und verletzt, heute,...lachhaft.
Ich bin zwar kein Abtrünniger, und jeder darf zwar mit mir reden, das tut aber keiner. ( Ist mir auch recht ) Im Gegenteil : Wenn ich auf der Strasse jemanden sehe, (samt Wachtturm)
dann schauen mittlererweile alle gezielt weg, oder fangen an, auf einmal am Boden etwas zu suchen, oder kratzen eventuelle "Kaugummis" vom Bürgersteig. Und wechseln auch gezielt die Strassenseite. Diese Situation erlebe ich von Montag bis Samstag, immer an der gleichen Stelle,
immer mit den gleichen Personen. Sogar im Supermarkt "bin ich aus Glas". Was wirklich seltsam an der Sache ist, dass diejenigen, die besonders schnell wegsehen, oder sich verstecken, mir gleichzeitig aber -Grüße- ausrichten lassen. Insofern stimmt es wieder was Du im Bezug auf die - nicht Abtrünnigen - Interessierten -sagst.
Trotzdem wohl eher paradox, und vorallem absolut " Verlogen ".

Mit Samthandschuhen fasst mich keiner an, sonst hätte es meine "Ernennung zum Handlanger Satans" nicht gegeben. Wobei, das, was den Handlanger angeht, auch nur eine
Bezeichnung von "Mehreren" ist. Der Text ist gespickt mit "Freundlichkeiten ".
In unseren Haushalt kommt schon lange niemand mehr : " Handlanger-Satans",
aber auch deshalb, weil ich ankommenden Verkündigern " knurrend" entgegen
geblickt habe. Sei es wie es ist. Egal.

Ich bitte um Entschuldigung, dass ist eigentlich das Thema von "+", ich wollte das nicht ausarten lassen, und schliesse daher auch hier.

Grüße, Conorr
Re: Ausschlussgrund Gerüchte
geschrieben von:  . +
Datum: 15. November 2010 17:20
 Hallo Conorr,

nur zu – Deine Geschichte interessiert mich viele mehr als meine.
Mein zweiter Vornahme ist eh Offtopic
Lächel

Außerdem habe ich heute eine Milch gekauft.
Die H-Milch ist bis April 2011 haltbar...

...dann bin ich - so Gott will - glücklich geschieden...
Re: Ausschlussgrund Gerüchte
geschrieben von:  Margit Ricarda Rolf
Datum: 16. November 2010 09:00
Oh +,

das ist ja mal eine gute Nachricht. (Sorry - nicht böse sein!). Aber ich habe schon oft gedacht, es ginge dir besser, wenn du nicht immer die Konfrontation mit deiner Frau hättest.

Als ich mich scheiden ließ, ging es in diversen Prozessen um Sorgerecht und Unterhalt. Mein Ex hat nicht nur versucht mich als Alkoholikerin hinzustellen, sondern als geisteskrank. Die Schriftsätze sind heftig!

Ich bin auch zum Psychiater und der hat mir schriftlich bescheinigt, dass ich ohne psychiatrischen Befund bin. Mein Ex weiß heute: solange er mich in Ruhe läßt, bleiben die Akten unter Verschluß.

Mit meiner Tochter lief das anders. Sie hat zeitweise eine Stalkingaktion gegen mich losgetreten. Nach dem letzten Prozess, vor dem es noch eine gerichtliche Mediation gegeben hat, wollte die Richterin uns überreden zu einer Familientherapie. Das habe ich abgelehnt. Zu meiner Tochter möchte ich nach ihrer Schlammschlacht nie wieder Kontakt haben und ich fühle mich gut dabei.

Zwei Bücher, die mir sehr geholfen haben:
Das Lola-Prinzip von Rene Egli ISBN 3-9520606-0-7 und

Besiege deine Feinde- lieben kannst du sie danach! von Lillian Glass
ISBN 3-404-66362-4

Ich wünsche euch beiden weiterhin ganz viel Kraft.
Re: Ausschlussgrund Gerüchte
geschrieben von:  Conorr
Datum: 18. November 2010 16:28
Hallo "+",

ja,... meine Geschichte ist ja nun trotzdem im Vergleich zu Deiner absolut harmlos.

Was evtl. anders sein könnte wäre, dass bei mir alles absolut versteckt abläuft.
( Könnte sein ? )
Wobei ich einiges aber konkret weiß,... nach vorne grüßen, nach hinten lästern.
Und gut gemeinte Ratschläge an meine Frau.
Und mich als nicht "Drehzahlfest" bezeichnen, inkl. irregeleitet, und die Aufforderung, einen gewissen Abstand zu mir zu halten.
Vielleicht was zum geteilten Haus :
Wir leben wirklich geteilt in unserem Haus, im wahrsten Sinn des Wortes.
Wo das über kurz oder lang hinführt, darüber kann ich nur spekulieren.

Zu Deinem Scheidungstermin wünsche ich Dir alle notwendige Kraft !
Dieses Thema habe ich vor längerer Zeit auch erlebt.
Trotzdem,...auch bei Dir wird es anders sein, weil Du ja sicher wieder mit einer
"Abordnung", einer Gesandtschaft seitens der "Unterstützer Deiner Frau" rechnen kannst,... wahrscheinlich ?
Wie Du das schaffst,.. nicht schlecht, da frage ich mich wie sowas funktioniert.
Respekt, ich könnte es , glaube ich nicht.

Aber auch hier jetzt noch was anderes :
Deine Filme finde ich absolut hervorragend !
Im Bezug auf "1984" habe ich mir daraufhin den Spielfilm besorgt,...erschreckend, und Deine Ausführung bringt es zusätzlich auf den Punkt.

Ich werde gedanklich noch etwas graben, und dann noch ein paar Erlebnisse
berichten.

Beste Grüße,

Conorr
Re: Ausschlussgrund Gerüchte
geschrieben von: Garwain
Datum: 19. November 2010 10:04
Sehe ich genauso. Als ich den Entschluss gefasst hatte die Gemeinschaft zu verlassen wollte ich seitenlange Briefe schreiben, bzw. habe dies auch getan, in denen ich meine Beweggründe und meine neu erlangten Erkenntnisse mitteilen wollte. Mit der Zeit wurden diese Briefe immer wieder von mir überarbeitet und ich dachte nur: "Das lesen die sowieso nicht, und wenn, dann verstehen sie es nicht, weil sie es nicht verstehen wollen"
Das Endprodukt war dann von 13 auf 2 Seiten reduziert und befasste sich nur mit privaten und Familiären Dingen, ohne Glaubensinhalte. Auch die Liste der Empfänger war deutlich geschrumpft, so dass ich nur noch der Familie die weiter weg wohnt und ein paar "Freunden" ein paar Zeilen schrieb.
Wie die einzelnen darüber denken werden, darüber hab ich mir dann keine Gedanken mehr gemacht. Solange keine Rückmeldung kommt, werd ich sowieso nie erfahren was sie dazu denken. Und es kann mir auch egal sein, da ich mit den meisten von ihnen nichts zu tun haben will.
Re: Ausschlussgrund Gerüchte
geschrieben von:  Margit Ricarda Rolf
Datum: 19. November 2010 10:17
Ein Ältester der Versammlung Lauenburg hatte sich die Mühe gemacht fast ein ganzes Buch zu verfassen und übergab es der Ältestenschaft, bzw. dem VA. Der gab es ihm ungeöffnet zurück und erklärte: "Du weißt, dass wir das nicht lesen werden."

Zwei jahre später übergab er es mir zur freien Verwendung. Es sind umfangreiche Gedanken zu den Aktivitäten mit der UNO, Aktenanteilen bei Waffenherstellung u.a. aber auch ein sehr humorvoller Teil: Definitionen von A-Z, aus denen ich manchmal zitiere.

Die linientreuen Ältesten sind unendschuldbar. Sie wollen es nicht wissen. Sie sind so wenig endschuldbar, wie die SS oder SA unter Hitler, die auch weggeschaut haben. Solche menschen gab es schon immer, wird es immer geben - und was haben wir mit solchen zu schaffen. Wir sind ja nicht deren Therapeuten.
Aufklärung der Zeugen Jehovas und der Außenstehenden - Vermeidung von Gerüchten mit falschen Sachverhalten - Reduzierung eines Austrittes auf »persönliche Probleme«
geschrieben von:  www.gimpelfang.de
Datum: 19. November 2010 10:48
Erkenntnisse sollten publik gemacht werden.

Familiäre und sonstige Umstände beschuldigen den Aussteiger. Das mögen zwar Gefühle sein, die ohne Frage wichtig sind, aber ihre Ursache in der JZ-Doktrin und dem Verhalten von Ältesten haben.

Allerdings bringen nur die Erkenntnisse über den Lehrenklamauk und die geistige Manipulation und persönliche Erlebniss für Außenstehende und auch für die Zeugen Jehovas eine hilfreiche Informationsquelle.

Das ist es doch was Zeugen Jehovas fürchten, wie der Teufel das Weihwasser!

Keine Auseinandersetzung mit ihrem Lehrenklamauk - so bleibt ihre Lerhe unangetastet und Austehende können weiter "benebelt" werden, so wie es die geistig abgeschotteten Gläubigen schon sind. Und Jehovas zeugen können Aussteiger einmal mehr als die deppen darstellen, deen geisitge Zurechnungsfähigkeit vor der Würdigung ihrer meinung zu untersuchen ist - siehe Verfahren im Körperschaftsrechtsstreit.

Ich gebe hier auch gerne ein Beispiel:

Zuschrift:
Das ist völliger Schwachsinn was du hier erzählt. Ich kenne auch Leute die Ausgestiegen sind und hatten ihren Frieden. Ich habe selbst Ahnung. -.-

Der Kommentar wurde zu folgender Webseite verfasst:
http://www.gimpelfang.de/index.php?id=91,0,0,1,0,0
(wobei ich aufgrund der Parteinahme von einem ZJ als Schreiber ausgehe..)

Aber wie auch immer. Diese Zeilen zeigen, dass der Schreiber eben KEINE Ahnung hat.

»»» Ich kenne jemenden… «««

Das zeugt wahrlich nicht von Erfahrung.

Hier einfach mal so zum nachlesen, wie Zeugen Jehovas sind. Wie mit Aussteigern umgegangen wird.

Diffamierung kann bei Jehovas Zeugen sicherlich groß geschrieben werden:

DIFFAMIERUNG !!!

http://forum.mysnip.de/read.php?27094,84181,84181#msg-84181

Diffamierungen: eine alte Geschichte
Verfolgung von Andersgläubigen Verfolgung von Kritikern Verfolgung ehemaliger Anhänger Die oben zitierten Schlagworte sollen mit diesem Thema näher beleuchtet werden.…
Zeuge Jehovas: Sexueller Übergriff auf 13-Jähriges Mädchen
Jehovas Zeugen und ihre hohe Moral Fälle von sexuellem Missbrauch bei Jehovas Zeugen reißen nicht ab Jehovas Zeugen und ihre…
keine Ruhe geben
Es gibt immer wieder Menschen die keine Ruhe geben. Ursache und Wirkung Was ist Ursache? Was ist Wirkung? Meinungsfreiheit nehme…
Jehovas Zeugen = böse religiöse Fanatiker
Hass-Triaden religiöser Famatiker zeigen ihre Sprachlosigkeit Möchten Sie eine so religiös böse Einstellung haben? Nachfolger Jesu? Oder nur hassgeladene Menschen?…
Religion
Jehovas Zeugen ein Vorbild - Welcher 'normale Mensch der kein Zeuge…
Das Maischberger - Forum
Eine Plattform für psychologisch geschickte Diffamierung Aussteiger und ehemalige Zeugen Jehovas sollten so dargestellt werden, wie ein Zeuge Jehovas eben…
Eine Verleumdungs-Kampagne
Eine Verleumdungs-Kampagne gegen Aussteiger, damit die Wahrheit über Jehovas Zeugen im Dunkeln bleibt K R I T I K E…
Re: Ausschlussgrund Gerüchte
geschrieben von:  www.gimpelfang.de
Datum: 19. November 2010 10:52
ich würde das "Buch" veröffentlichen!!!

Vermutlich ist es ein "Buch" das die Verquickung von Lebensschicksal und dubioser Glaubenslehre sichtbar macht. und wenn das Buch auch noch "humorvoll" ist ....
Re: Aufklärung der Zeugen Jehovas und der Außenstehenden - Vermeidung von Gerüchten mit falschen Sachverhalten - Reduzierung eines Austrittes auf »persönliche Probleme«
geschrieben von:  Margit Ricarda Rolf
Datum: 19. November 2010 11:13
Auch ich kenne ehemalige Zeugen Jehovas, die weggingen, ein neues Leben begannen und sich nicht mehr mit den lehren auseinandersetzten. Aus meinen zwei Versammlungen Lauenburg und Bergedorf bin ich die einzige, die sich bis heute mit Aussteigsarbeit beschäftigt. alle anderen, und das dürften so etwa 20 sein insgesamt, wollen nach dem Ausstieg mit dem ganzen Zeugenkram nichts mehr zu tun haben.

Eine liebe Freundin aus Bergedorf schrieb mir zum Abschied: "Ich habe 34 Jahre nach deren Regeln gelebt, weil ich hineingeboren wurde. Jetzt will ich endlich mein Leben leben. Das hat nichts mit dir zu tun. Aber du gehörst zu meinem alten Leben. Nichts soll mich mehr daran erinnern. Alles Gute."

Sie hat sich einen völlig neuen Freundeskreis aufgebaut, vermeidet jeden Kontakt zur zeugen- oder Ex-Zeugenszene und erwähnt niemals, dass sie mal dazugehört hat. Ob sie das bis an ihr Lebensende durchhalten wird, oder irgendwann der Tag kommt, wo die Vergangenheit sie einholt, weiß ich nicht. Ich verstehe ihre Entscheidung und ich respektiere sie.

Jedem das Seine.
Re: Ausschlussgrund Gerüchte
geschrieben von:  Margit Ricarda Rolf
Datum: 30. November 2010 16:38
Hallo +,
wie geht es dir?

Re: Kindesmißbrauch - "Die Frage der Schuld oder Unschuld ist bei Jehova in besten Händen"!?

geschrieben von:  X ~ mysnip

Datum: 12. Juli 2010 00:11

Hallo Conorr!

Zitat:

Conorr
Da habe ich vor längerer Zeit was lustiges erlebt.
Ich habe bei einem Zeugenpaar übernachtet.
Am nächsten Morgen wurde mir seitens des Ehemannes eröffnet, dass ich mit ihm das Haus verlassen muss,
damit ich mit seiner Frau nicht alleine in der Wohnung bin.

Der Ehemann hat "Empfehlungen" der WTG beachtet.

Zitat:

Wem misstraut er mehr, seiner Frau, oder mir ?
Oder schliesst er von sich auf andere, weil er mit keiner Frau alleine gelassen werden darf ...

1. Korinther 2:11

Zitat:

Wie oft hörte ich bei Versammlungen, dass wenn Menschen aus der "Welt" etwas passiert ist, egal in welcher Form, was die Zeugen in ihrer Ansicht bestätigt :
Das -Geschmunzele und Gelächter und wohlwolliges Grunzen - , man muss wirklich sagen, in erster Linie wohlwolliges Grunzen.
Nach dem Motto : Ja das wundert uns nicht, das ist halt die Welt !

Diese Beobachtung würden sicher viele bestätigen.

Zitat:

Sie tun so, als hätten sie den moralischen Sonderstatus, das Abonement auf astreine sittliche und moralische Perfektion.

Zeugen Jehovas folgen einer Organisation, deren "Leitende Körperschaft" behauptet:

Zitat:

WTG-Buch 2005 ORGANISIERT, JEHOVAS WILLEN ZU TUN S. 5

,,Es gibt aber eine Organisation, die sich von allen anderen deutlich abhebt."

Margaret Thaler Singer schreibt: "Mit dem Alles-oder nichts-Glaubenssystem der Gruppe wird die Gegenüberstellung von wir und sie gefördert".
Ein Bestandteil ist, daß "die Außenwelt ununterbrochen diffamiert" wird.

Zitat:

Genau diese Art hat mich immer zutiefst angeekelt !!!

Das verstehe ich.

Zitat:

Übrigens zum Thema angeekelt, hier noch meine Meinung, und auch die von anderen :

Da gibt es den WT-Artikel vom 1.November 1995, -Trost für Menschen mit niedergeschlagenem Geist-.
Dieser Artikel ist ein Schlag ins Gesicht und eine Demütigung für jeden der an einer "Posttraumatischen Belastungsstörung" leidet.
Ihr Spezialisten kennt diesen Artikel ja sicher nur zu genüge.
Ich habe diesen Artikel mal einer -Fach-Therapeutin- für diese Krankheit vorgelegt.
Die hat die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen, und konnte es garnicht fassen, wie man sowas öffentlich verbreiten kann.

Meine Meinung: Die Veröffentlichungen der WTG sind wohl kalkuliert, mit dem alleinigen Ziel des Systemerhalts. Wenn Systemgefährdungen auftreten muß reagiert werden. Gefährlich ist, wenn Menschen innerhalb einer Organisation, welche beansprucht sich "von allen anderen" abzuheben, Erinnerungen bzw. Gedanken haben, die auf sexuellen Mißbrauch hindeuten. Das passt natürlich nicht in das vermittelte Bild der Führer. Überschrieben ist der Artikel im WT: "Trost für Menschen mit einem ,niedergeschlagenen Geist' ". Das stimmt auf den ersten Blick hoffnungsvoll. Was dann folgt ist aber, wie du richtig schreibst "ein Schlag ins Gesicht" der Opfer. Die Ausführungen sollen verunsichern und in die "richtige" Richtung lenken. Dazu trägt Folgendes bei:

Zitat:

DER WACHTTURM 1. November 1995 S. 26

,,Wie veröffentlichte Berichte zeigen, haben sich solche ,,Erinnerungen" manchmal als zutreffend erwiesen ...

Allerdings gilt es zu beachten, daß manche ihre ,,Erinnerungen" nicht durch Beweise erhärten konnten ... "

Wenn Verunsicherung nicht wirkt, vielleicht hilft Zeit gewinnen?

Zitat:

DER WACHTTURM S. 27, 28

,,Allerdings sollte eine Anzeige nicht voreilig erfolgen, wenn sie sich lediglich auf ,,verdrängte Erinnerungen" an den Mißbrauch stützt. In diesem Fall ist es für den Leidenden das wichtigste, wieder ein Maß an innerem Gleichgewicht zu erlangen. Nachdem einige Zeit verstrichen ist, ist er möglicherweise besser in der Lage, die Erinnerungen" zu bewerten und zu entscheiden, was er, wenn überhaupt, in Verbindung damit unternimmt ...

Salomo gab den klugen Rat: ,,Geh nicht hinaus, um übereilt einen Rechtsfall zu führen" (Sprüche 25:8). Wenn es berechtigten Grund zu der Annahme gibt, daß der angebliche Täter weiterhin Kinder mißbraucht, ist eine Warnung wahrscheinlich unumgänglich. In einem solchen Fall können die Versammlungsältesten helfen. Ansonsten überstürze nichts. Vielleicht gibst du dich schließlich damit zufrieden, die Sache auf sich beruhen zu lassen."

Was teilt die LK demjenigen, der trotz allem Anzeige erstatten möchte mit?
Das Opfer soll mit dem Täter Kontakt aufnehmen!!! Im besten Fall könnte es passieren:

Zitat:

DER WACHTTURM S. 28

,, ... daß der Beschuldigte gesteht und es zu einer Aussöhnung kommt. Welch ein Segen das doch wäre?"

Gesteht der Beschuldigte jedoch nicht, sollten die Ältesten dem Ankläger erklären:

Zitat:

DER WACHTTURM S. 28

,, ... daß rechtlich nichts weiter unternommen werden kann."

Aber! Nun zum "Trost für Menschen mit einem ,niedergeschlagenen Geist' ":

Zitat:

DER WACHTTURM S. 29

,,Kommt er sozusagen ungestraft davon? Ganz gewiß nicht! Die Frage der Schuld oder Unschuld ist bei Jehova in besten Händen."

Es geht nicht um die Opfer. Es geht um die positive Darstellung der Organisation die sich "von allen anderen deutlich abhebt"!

das Kesseltreiben der Nazis und des Ministeriums für Staatssicherheit

geschrieben von: www.gimpelfang.de

Datum: 11. Februar 2010 21:03

Ihre Web-Seite erinnert sehr an das Kesseltreiben der Nazis und des Ministeriums für Staatssicherheit. Ihre Seite ist zum Kotzen. Kümmern Sie sich um die Religionen, die Millionen auf dem Gewissen haben.
Hoffentlich zeigt Sie mal jemand wegen Boykotthetze an und beantragt ihre Seite abzuschalten. Sie können mir ruhig antworten, wenn Sie Mut haben.

... und wer den Beitrag bis zum Schluss liest, wird womöglich verstehen, warum so etwas geschrieben wird:

Zeuge Jehovas: Sexueller Übergriff auf 13-Jähriges Mädchen

Jehovas Zeugen und ihre hohe Moral - die Wahrheit über Jehovas Zeugen

Jehovas Zeugen und ihre hohe Moral
andauernde Werbung und Selbstbeweihräucherung

DIE WAHRHEIT ist das Schlimmste was man einem Zeugen Jehovas sagen kann.
Es ist schon traurig wie fanatisch ein Mensch werden kann wenn er in die Fänge von Jehovas Zeugen gelangt und seinen Kopf an sie verliert

Re: Mimosenhaft

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 12. Februar 2010 00:49

Nun ist namentlich beim Thema sexuelle Übergriffe in den letzten Tagen, die katholische Kirche wieder ins negative Blickfeld geraten.
Dies wiederum war etwa dem "Spiegel" in seiner letzten Print-Ausgabe eigens das Titelblatt und die dazu gehörige Berichterstattung wert.
Insofern darf man sich nicht wundern, wenn eine ganze Reihe von Tageszeitungen den angesprochenen Fall aus dem Zeugen Jehovas Bereich, auch mit in ihre aktuelle Berichterstattung aufgenommen haben.
Unter der Überschrift "Sexueller Übergriff auf 13jährige bei Bibelstunde" weist Google News etwa 17 Blätter diesbezüglich nach, deren Berichte aber weitgehend identisch sind, und lediglich das wiedergeben, was eine Nachrichtenagentur als Vorlage dazu bereit stellte. Eigene Akzente findet man in diesen Berichten weniger.
Etwas mehr an eigenen - ergänzenden - Akzenten bieten in diesem Fall, die Berichterstattungen der "Berliner Morgenpost" und auch des "Tagesspiegel".

Demzufolge habe der Mann den Kontakt via seiner Predigttätigkeit als Zeuge Jehovas aufgebaut.

Dazu ist schon mal zu sagen; Organisationen die ihre Mitglieder zum "Klinkenputzen" aussenden, und dann geht das Klinkenputzen in Richtung etwas abwegige Wege im Einzelfall weiter, müssen es sich sehr wohl gefallen lassen, dass diese abwegigen Wege an auch an den Pranger einer öffentlichen Berichterstattung gelangen.
Das gilt dann gleichermaßen für die katholische Kirche, wie eingangs erwähnt, wie für die Zeugen Jehovas.
Mimosenhaftes abwiegeln trifft da nicht den Kern.

Man liest in den beiden genannten Berichten weiter. Die Eltern in diesem Fall wurden von dem Zeugen Jehovas beschuldigt, Alkoholiker zu sein. Er lies es nicht bei dieser Bewertung bewenden, sondern ging noch einen Schritt weiter, und erstattete seinerseits Anzeige gegen die Eltern.
Nun setzte der Mechanismus ein, Vernehmung der Beteiligten. Und just dabei ergab sich der Aspekt; Zitat:
"Der Mann hatte zunächst die Eltern des Kindes angezeigt. Den Ermittlern erzählte das Mädchen dann von den Übergriffen...."

Hätte es diesen Druck zum "Klinkenputzen" nicht gegeben, hätte sich dieser Fall auch nie so entwickelt.
Es gilt also Ursache und Wirkung auch zu benennen.
...

reif für die Klapse? Oder was?

geschrieben von: www.gimpelfang.de

Datum: 12. Februar 2010 13:30

Mich nerven und amüsieren derartige Zuschriften zugleich:
dieser Schlauberger scheint sich dumm zu stellen und einen entsprechenden Eindruck zu machen...
.. aber er spricht vom Gimpelfang-Forum ... eigentlich gar nicht mehr verlinkt, wohl aber noch präsent... und hat es gefunden... von "Abschaum" spricht er da...

mh, merkt der mann noch etwas? Er geifert und hetzt... er geifert und hetzt...

Hier eine amüsante Zuschrift:

Zitat:

Eine solche Antwort ist symptomatisch für Webseitenbetreiber ihrer Art.. Sie sind ja nicht einmal fähig sich zu outen. Aus dem Hinterhalt schießen wie die ehemalige Stasi. Bravo, kann man da nur sagen. Aber keine Angst, das bekommt man auch noch heraus, wer ihre Auftraggeber und Hintermänner sind. Solche Argumente, wie sie ins Feld führen sind sehr primitiv und es sehr einfach zu durchschauen aus welcher Richtung sie kommen. Dann müßte man auch ein Kesseltreiben gegen pädophile Katoliken und Protestanten sowie deren Kinderschänder (es gibt ja genügend Beispiele) einleiten. Was sie betreiben grenzt an organisierte Hetzkampagnen.Ihre Organisationen müssen ja sehr viel Angst vor den kleinen "Sekten" haben. So nebenbei bemerkt sollten sie sich erst einmal mit der Sektendefinition vertraut machen und nicht ihre eigene erfinden. Danach ist die gesamte protestantische Bewegung eine Sektenbewegung. Was soll der ganze Schwachsinn? Habt ihr vielleicht auch Leute in euren Reihen, die ein wenig klarer denken können als diese abgeschmackten Schreiberlinge der Webseite. Auch nebenbei bemerkt, sie bewegen sich juristisch auf sehr sehr dünnem Eis. Wenn sie schon die kleinen Religionsgemeinschaften so massiv attackieren, dann denken sie vorher einmal über Anstand und Würde nach. Aber anscheinend sind das bei ihnen Fremdwörter. Es hat sich ja in ihrem Forum auch so mancher Abschaum zu Wort gemeldet. Ist das etwa das Niveau, das ihnen gefällt???

Hahaha, ist das aber lustig was Sie schreiben. 

Im Detail ist es mir nicht wert darauf zu antworten.

Worüber regen sie sich denn nun konkret auf?

Es steht auf der Webseite www.Gimpelfang.de nur die WAHRHEIT über Jehovas Zeugen.

Sie machen den Vorwurf einer Hetzkampagne...

Soll ich mir mal die Wachtturm-Ausgaben des letzten Jahres oder die Königreichsdienste vornehmen?
Da finde ich sicher viele Hetz-Triaden von Jehovas Zeugen.

Ach übrigens, wenn etwas nicht stimmt auf der Webseite, dann lassen Sie es mich konkret wissen.
Aber Sie müssen schon den Beweis von 2 Zeugen / Zeugnissen anführen.
Sie kennen das doch, das Jehovas-Zeugen-Zwei-Zeugen-Prinzip !!!

Sie sprechen von Niveau? Da denke ich an DZV und erinnere mich an die Zeiten des Gimpelfang-Forums. Die Ältesten der Versammlungen Berlin-Schöneberg und Berlin-Lichtenrade fallen mir auch noch ein. Dann weiß ich, warum mir auch heute noch nach kotzen ist und beim Komplex Jehovas Zeugen, da kann ich nicht so viel essen wie ich kotzen möchte.

Ansonsten amüsiert mich ihr Schreibstil.
Geifern Sie ruhig weiter.
Oder werden Sie konkret und sagen mir ob auf der Webseite wirklich etwas falsch ist.


Auf dieser Webseite www.gimpelfang.de geht es eben darum, dass es eine geschönte Darstellung von Jehovas Zeugen ist, wenn sie immer wieder gebetsmühlenartig behaupten, eine hohe Moral zu besitzen oder einen wertvollen Beitrag für die Gemeinschaft leisten. Ich würde eher sagen, bei Jehovas Zeugen geht Eigennutz vor Gemeinnutz.

Jehovas Zeugen behaupten in Selbstdarstellungen, einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Diese Webseite will zeigen und tut dies auch, dass Jehovas Zeugen eben keinen wertvollen Beitrag zur Gesellschaft leisten. Die Aussagen von Jehovas Zeugen sind sicherlich teilweise als ein freche Lüge zu bezeichnen.

Re: reif für die Klapse? Oder was?

geschrieben von: Hubert

Datum: 12. Februar 2010 14:40

Die Zeugen sind eine gefährliche Sekte, die Ehen und Familien zerrstört und ihr Wahrheitsverständnis ist reine Lüge!! Nun haben sie auch in Meck.-Pomm- die KdöR Anerkennung---unvorstellbar!!, sind die Behörden für vernünftige Argumente
gegen diese "Truppe" blind? Unser einziges Handeln kann nur noch mehr sein------------vermehrte Aufklärung und offenlegen.

Re: das Kesseltreiben der Nazis und des Ministeriums für Staatssicherheit

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 13. Februar 2010 22:32

Zitat:

www.gimpelfang.de
Ihre Web-Seite erinnert sehr an das Kesseltreiben der Nazis und des Ministeriums für Staatssicherheit. Ihre Seite ist zum Kotzen. Kümmern Sie sich um die Religionen, die Millionen auf dem Gewissen haben.
Hoffentlich zeigt Sie mal jemand wegen Boykotthetze an und beantragt ihre Seite abzuschalten. Sie können mir ruhig antworten, wenn Sie Mut haben.


... und wer den Beitrag bis zum Schluss liest, wird womöglich verstehen, warum so etwas geschrieben wird:

Zeuge Jehovas: Sexueller Übergriff auf 13-Jähriges Mädchen

WTG- Buch 2009
,,Singt Lieder für Jehova 83

Wir brauchen Selbstbeherrschung

Nah ist Jehova, wir lieben ihn sehr.
Doch uns zu beherrschen fällt oft uns noch schwer. ...

Auf Gottes Namen dein Leben wirft Licht.
Du möchtest Gott ehren, entäuschen ihn nicht.
Gib daher acht und denk stets daran:
Glücklich ist, wer sich beherrschen kann."

"Forum.ZeugenJehovas-Ausstieg.de" - Lesenswerte Beiträge

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 05. Februar 2010 23:37

"Die Rute der Zucht"

"ichbinich" schreibt:

Zitat:

,,Wenn ich mich nach so langer Zeit richtig erinnere, wird doch die Rute der Zucht sogar in irgendeinem Königreichslied besungen ... "

www.zeugenjehovas-ausstieg.de/01-forum-zj/index.php?topic=1768.msg16566#msg16566

siehe:
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,44631,44755#msg-44755

Re: "Forum.ZeugenJehovas-Ausstieg.de" - Lesenswerte Beiträge

geschrieben von: . +

Datum: 06. Februar 2010 11:54

Das ist doch nicht zu glauben.

Da schreibt Ricarda doch allen ernstes „+ wo bist Du“

Ich habe ihr schon mehrfach eine „Passwort vergessen“ Rückmeldung gegeben.
Einmal direkt angemailt
Einmal fragte eine Userin bei Ricarda deswegen an

Einmal habe ich mich sogar komplett neu angemeldet und wurde nie freigeschaltet.

Reaktion und Antwort gleich Null.

Der Witz ist das ich ja das Passwort habe – aber irgendwann wurde ihr Forum verlegt oder umgestellt – ich weiß es nicht mehr und es ist ja schon wieder lange her – und seit dem komme ich halt nicht mehr rein.
Habe ich doch eh schon nichts nennenswert Substanzielles mehr beizutragen und (Gott sei es getrommelt) anderweitig Zeitfüllende Interessen.

Wenn ich dann schon mal etwas schreibe dann spontan und ohne großer Vorbereitung.

Re: "Forum.Zeugen Jehovas-Ausstieg.de"

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 06. Februar 2010 12:31

Unserin Ga-chen wurde von besagter Ricarda in einem anderen Kontext beschieden (sinngemäß).
" Habe mal nachgesehen, ist eine ganz alte (eMail), die nicht mehr existiert. Kann sie aber nicht ändern, weil ich (Ricarda) mein Passwort vergessen habe...."

Nun, das sei dann nicht weiter kommentiert.
Einen Kommentar allerdings, kann ich mir doch nicht ganz versagen.
Wer auf vielen Hochzeiten zugleich tanzt, verliert halt auch mal den Überblick.
Und ihr Forum lebt ja wohl zunehmend davon, dass es von anderen dort als Moderatoren eingesetzten, getragen wird.
Sehe ich mir Ricarda Kommentar in Sachen eines dortigen Users namens "Snowbird" an, muss ich ihr allerdings bescheinigen; ihr Gefühl für potentielle Gefahren (vermeidbarer Art) scheint nicht besonders ausgeprägt zu sein, was wiederum nicht "mein Bier sein soll".
Daran ändert auch der Umstand nichts, dass sie wähnt, durch besagte ""Snowbird" erst Fakten kennen gelernt zu haben, die ihr vorher unbekannt waren.
Tja tanzt man auf vielen Hochzeiten, dann ist es wohl im Einzelfall, mit eigenen begründeten Erkenntnissen, wohl auch nicht zum besten bestellt.
Vor allem warte ich dann mal auf ihr pompös angekündigtes Buchprojekt, und da insbesondere auf den "enormen Buchhändlerischen Erfolg" selbigen ...

Re: "Forum.Zeugen Jehovas-Ausstieg.de"

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 06. Februar 2010 14:40

Zitat:

Drahbeck
... ihr Forum lebt ja wohl zunehmend davon, dass es von anderen dort als Moderatoren eingesetzten, getragen wird ...

Ich muß sagen, die Akteure des Forums leisten gute Arbeit. Die Ruhe dort hilft insbesondere Zögerlichen. Ich wünsche, daß sie dieses Niveau halten und würde mich freuen, wenn im Interesse des gemeinsamen Anliegens durch Verlinkungen übergreifend gearbeitet wird. So wie hier:
www.zeugenjehovas-ausstieg.de/01-forum-zj/index.php?topic=1770.msg16575#msg16575

Wird jemand durch die Foren zum Prüfen angeregt, ist für meine Begriffe das Ziel erreicht.

Re: "Forum.Zeugen Jehovas-Ausstieg.de"

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 06. Februar 2010 15:38

Es ist wohl noch nicht "aller Tage abend".
Die Forumsbetreiberin brachte schon verschiedentlich zum Ausdruck, so auch jüngst wieder.
"Ein Verein muss her".
Die Vorgängervariante einer "Genossenschaft, mit zu zahlender namhafter Einlage der "Genossenschaftsmitglieder", scheint ja wohl für's erste vom Tisch.
Dafür eben jetzt der "Verein".
Zwei von der Sorte gibt es ja schon (grenzt man ein auf ZJ. Und lässt man "Vereinsleichen" vom Stile "Artikel 4" die gleichwohl weiter bestehen, nur vergessen haben noch umzufallen, unberücksichtigt).
Ein Verein, namentlich in der Region Karlsruhe, und noch ein anderer, ebenfalls nicht "unbekannter".
Es ist natürlich schön für Vereinsmacher, können sie allfällige Mitgliedsbeiträge kassieren.
Da soll es dann ja schon mal Thesen gegeben haben, was denn so alles mit den Geldern passieren kann, die hier und jetzt nicht wiederholt seien. Zumal man den namhaftesten dieser Vereine, ohnehin der Rubrik "zahnloser Tiger" in Vergangenheit und Gegenwart zuordnen kann (respektive wenn andere es nicht können. Ich für meine Person kann jedenfalls diese Zuordnung vornehmen).

Ganz anders offenbar jener angedachte, noch nicht existierende Verein.
Der träumt tatsächlich davon, sich zur Arbeitsbeschaffungsmaschinerie für Rechtsanwälte zu profilieren.
Ob er es denn "schafft" sei ja mal dahingestellt. Aber Träume in der Richtung bestehen wohl.
Dort hatte man auch schon mal von einer an Kiosken käuflichen Zeitschrift zum Zeugen Jehovas-Thema geträumt. Wurde wohl nichts aus dem Traum.
Aber akut ist ja dort wohl ein Buchprojekt in Arbeit.
Bücher veröffentlichen ist ja heutzutage überhaupt kein Problem. Da gibt es sogar Verlage, die suchen "handeringend" nach Autoren.
Wer sich dann auf solch ein Angebot auch tatsächlich einlässt, wird allerdings alsbald erfahren. Die ganze Sache hat noch eine ökonomische Komponente. Und für die hat der stolze Autor erst mal in "Vorleistung" zu treten. Und da werden schon mal Summen gefordert, die keineswegs der Rubrik "Pinups" zuortbar sind.

Da kann ich den Buchprojekt-Realisierern, eigentlich nur viel Glück wünschen. Sie werden es bitter nötig haben.
Einige haben vielleicht dieses Glück. Monika Deppe etwa. Bei Amazon.de auf Platz 53.675 der Bestsellerliste geführt.
Da haben andere weitaus weniger Glück.
Der ein geschichtliches Thema bearbeitende ZJ Erhard Klein steht in genannter Liste auf Platz 794.003. Von mir selber will ich da lieber auch nicht reden (noch weiter hinten).
Aber ich habe immerhin den relativen Trost, dass WTG-nahe Buch "Zwischen Selbstbehauptung und Repression", für die ja eine eigene nur diesem Buch gewidmete WTG-nahe Webseite auch die Werbetrommel rührt, steht auf Platz 795.289 bei Amazon.
Das sind dann aber immer noch die relativen "Glückskönige".
Haben sie dieses Glück nicht, kann es ihnen nämlich so ergehen, wie einem Hubert Roser (hier schon neulich mal erwähnt) dessen Schweiz bezügliches Buch einen "sanften Tod" entschlief. Oder einem Detlev Garbe, dessen zweites ZJ-Buch schon ein Jahrzehnt Dauer-Vorangekündigt ist.
Weder Garbe noch Roser allerdings, publizieren in "Zuschussverlagen". Und weil sie das nicht tun, siehe vorstehendes.

Kehren wir zum "Verein Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für Rechtsanwälte" zurück. Der nennt sich selbstredend nicht so. Das ist meine Individualbeschreibung.
Dem schwebt ja insbesondere wohl eines vor. Dem juristischen Clinch mit der WTG.

Juristerei, ein Herr Tjaden wird es vielleicht bestätigen können, ist nicht zuletzt auch eine Frage, wer da den längeren finanziellen Atem hat.

Der Verein "zahnloser Tiger" hat das Problem ja schon gelöst, indem er die Bestrebung hat, solchen Situationen aus dem Wege zu gehen.
Der angedachte "Gründungsverein" will es offenbar anders halten.
Auch dazu kann ich dann nur sagen: Viel Glück. Sie werden es brauchen; oder eben von selbst zu einem Verein mehr von der Sorte "zahnloser Tiger" letztendlich werden.

Wer das alles in seinem Gesichtsfeld ausblendet, dieweil es ihm unbequem erscheint, dem muss ich zumindest für meine Person, vorhalten, zu sehr von Wunschdenken durchtränkt zu sein.

Und dann noch dieses. Die derzeitige relative Konjunktur des Hamburger Forums, ist wohl weniger Ausdruck eigener Qualität, als eher Ausdruck von Nicht-Qualität eines anderen Vereines, der zwar derzeit nicht so von Querelen gebeutelt ist, wie das in einer früheren Phase bei ihm schon mal der Fall war. Aber gleichwohl den Status der "Mittelmäßigkeit" nicht verlassen hat.
Ich kann mich eigentlich nur wundern, wenn welche die da wähnen, sie sehen sich im dominierenden Verein, namentlich wegen ihrer christlichen Grundsatzposition in die Enge getrieben, nun ihr Heil im Hamburger Forum suchen.
So grundlegend ist dort wohl die Stimmung auch nicht anders, für diejenigen die da auf der Suche nach einem "geschützten Religionsbereich" sind.
Im dominierenden Verein mögen einige Altlasten zur maßgeblichen Vergraulung beigetragen haben und noch beitragen. Es wäre je denkbar, dass die auch eines Tages wieder zurückgepfiffen werden. Dann würde sich der dominierende Verein vielleicht wieder etwas erholen, was wiederum mit einer Annäherung beider Foren auf der inhaltlichen Ebene gleichzusetzen wäre. Und ob dann die "Sternstunde" des Hamburger Forums so noch weiter bestehen würde, erscheint mir so ausgemacht auch nicht zu sein.
Dann treten wieder andere Aspekte in den Vordergrund.
Zum Beispiel die skizzierten abenteuerlichen Ambitionen in Hamburger Forumsgefilden.

Büchernotizen

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 18. Februar 2010 10:20

Es sah ja fast so aus, als wäre das derzeit vorangekündigte Hubert Roser Buch (Hrsg.), etwa zeitgleich mit der Gedenkstunde des Baden-Württembergischen Landtages erschienen. Letztere hatte ja bekanntlich die Zeugen Jehovas in diesem Jahre, als Thema.
Jedenfalls konnte man diese Vermutung aus der ersten Terminierung diesbezüglich entnehmen.
Siehe auch:
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,43770,44798#msg-44798

Wieder hat sich indes eine "Seifenblase" terminlich verschoben.
Jetzt wird der April gemäß Auskunft einer Buchhandlung dafür genannt.
Da auch die Deutsche Nationalbibliothek, im Besitz des Rechtes Pflichtexemplare zu erhalten, diesen Titel weiterhin nur als vorangekündigt ausweist, ist also das bisherige noch nicht Erschienensein als begründet zu werten
Schauen wir also mal, wie es im April dann so aussieht.

Gleichfalls für April dieses Jahres vorangekündigt aus dem Brunnen-Verlag ein Buch von Hans J. Twisselmann, diesmal mit dem variierten Titel "Ich war ein Zeuge Jehovas".
160 Seiten Umfang werden angegeben, was wiederum verdächtig an sein im gleichen Verlage in diversen Auflagen erschienenes "Vom Zeugen Jehovas zum Zeugen Jesu Christi" erinnert.
Bekommt man also im April einen neuen Aufguss selbigen zu kaufen, oder sind inhaltliche Änderungen relevanter Art gegeben, die einen neuen Titel rechtfertigen würden?

Die Frage kann hier und jetzt nicht beantwortet werden.
Bei Booklooker etwa, werden derzeit 18 Exemplare seines "Vom Zeugen ..." in der Preisklasse ab 0,50 Euro (zuzüglich Versand) an aufwärts angeboten.
Auch Amazon.de bietet diverse Exemplare davon an; wenn auch nicht derzeit, für 0,01 Euro (solche Angebote gab es dort auch schon mal).
Nun ja, der herausgebende Verlag muss ja allein wissen, wie er denn so die Marktchancen einschätzt.

Hetzer

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 14. Februar 2010 00:52

Eine Hetz-eMail ist eingegangen. Eine klar zu outende natürliche Person, von der sie stammt, ist allerdings nicht angegeben.
Sie trieft wieder mal vor unbewiesenen, ehrenrührigen Behauptungen.
Ihre Überschrift lautet:
„Ein (gewisser) Vorstand macht seit Jahren gemeinsame Sache mit Sektenfreunden"
[Auswechslung des Ursprungswortes durch „gewisser" meinerseits]
Auf weitere Beleidigungen in dieser eMail einzugehen, verzichte ich. Es wäre wohl zuviel der unverdienten Ehre für diese geistigen Tiefflieger.

Einen speziellen Aspekt spreche ich meinerseits aber doch noch an.
Lesen (außer vielleicht der „Bildzeitung" oder Geistesverwandtem) ist wohl „nicht das Bier" der Hetzer.
Angesichts ihrer großen Unbildung ist es ja fast schon als „Quantensprung" bezeichenbar, dass besagte Hetzer jetzt (erst) mit bekommen haben.
Im Jahre 1992 erschien mal ein Buch für das zwei Personen als Herausgeber zeichnen. Kein „dünnes", sondern immerhin ein ungewöhnlich dicker Wälzer von 959 Seiten Umfang.
Und etliche wissenschaftliche Bibliotheken (die allerdings auch die Hetzer noch nie von innen gesehen haben), haben es in ihrem Bestand. Und auch antiquarisch soll man es wohl noch heute auftreiben können.

Bevor sie ihren verleumderischen Mund auftaten, hätten sich ja diese Hetzer das in Rede stehende Buch auch mal selbst ansehen können.
Haben sie aber nicht.

Deshalb muss ihnen auf den Kopf zugesagt werden.
Hätten sie geschwiegen, hätte man sie ja vielleicht für „weise" gehalten. Sie haben aber nicht geschwiegen, und damit nur ihre eigene Dummheit einmal mehr unter Beweis gestellt.
Ihre Dummheit hoch zehn bewegt sich auf demselben Niveau wie das gewisser anderer Herrschaften, die da mal in ihrem Spatzengehirn registrierten.
In England gab es einen Endzeitspinner namens Adam Rutherford.
Und weil ein gewisser Rutherford von den Zeugen Jehovas, ebenfalls Rutherford hiess, ist es für Leute dieses Schlages eine der einfachsten Übungen, beide in einen Topf zu werfen, und zu behaupten, die wären „identisch". Sind sie aber nicht.
Siehe dazu auch:
Der Fall Adam Rutherford
Genau solch ein Fall ist jetzt bei vorgenannten Hetzern zu registrieren.
Ich sagte schon, ich erachte es nicht als angemessen, besagten Hetzern übermäßig viel nicht verdiente „Ehre" angedeihen zu lassen.
Ich mache es deshalb jetzt so.
Ich bilde einfach mal die vordere Umschlagseite und insbesondere auch den Text auf der hinteren Umschlagseite des 959-Seiten-Wälzers ab.
Wer denn lesen kann (was bei Analphabeten wohl nicht vorausgesetzt werden kann), kann dann namentlich im letzten Absatz (weiss auf rot gedruckt) entnehmen, wie sich wohl die Namensähnlichkeit, welche die Hetzer diesmal inspirierte, tatsächlich aufklärt!


Re: Hetzer

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 14. Februar 2010 12:23

Gelesen im Hamburger Forum, als Vortum einer dortigen Moderatorin (Zeitpunkt der Schreibens dieser Zeilen; Heute um 11:51:10 )
"Ich habe erstmal die E-Mail-Adressen aus deinem Posting gelöscht! Einfach um hier auch die Vertraulichkeit zu wahren.

Über den Rest werde ich mich erstmal Informieren, bevor ich dazu was schreibe..."


Es ist dann wohl nicht mit dem blos "informieren" abgetan, zumal die Gerichtsverwertbare Verleumdung ein Posting früher, (Heute um 11:42:38)
dort lesbar ist. Blos die eMail zu entfernen, ist da wohl ein bisschen zu wenig.
Es kann ja noch sein, dass man dort noch löscht, was wohl die einzig angemessene Reaktion wäre.

Es ist aber auch festzustellen.
Nur eine Nicht-öffentliche eMail, oder ein öffentliches Posting ist ein qualitativ bedeutender Unterschied.

Das bestätigt in meiner Sicht einmal mehr, die nicht gerade positive Meinung über das Managment im Hamburger Forum.

Noch was. Im Jahre 1992 wo das genannte Buch "Pfarrer Christen Katholiken" erschien, war an eine eine Infolink-Publizistik im Internet noch nicht zu denken. Schon allein dieser Umstand, hätte dem Urheber eines Teils der Verleumdung (die ja in der Sache noch breiter ist), ausreichendes Warnsignal sein können - müssen.
Wer da Hehler und wer da Stehler ist, ist so gewertet zweitrangig.
Verleumder sind beide. Der Stehler und der Hehler!

Infolink fing etwa im Jahre 1996 mit konventionell gedruckten Newsletter an. Aber alsbald erfolgte deren Einstellung, und Fortsetzung auf der Internetebene.
Der Gedanke, dass Herr Wolf von Infolink an dem genannten Buch von Besier beteiligt gewesen sein könnte, offenbart schon ein makabres Maß von Realitätsverlust, und zugleich maßloser Überschätzung des Herrn Wolf.

Dieser Realitätsverlust wird allenfalls noch von dem in Hamburger Forumsgefilden überboten.

Re: Hetzer

geschrieben von:  prozessor

Datum: 20. Februar 2010 19:16

Danke für die Klarstellung!

Und übrigens: Die Urheber der Hetze dürften wohl identisch mit den Personen sein, die auch in diesem Forum immer wieder mal anonym über IL herziehen ...

Re: Hetzer

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 24. Februar 2010 13:02

Also meine Meinung zu der dubiosen eMail eines sich "Il-Adlerauge" nennenden, hatte ich schon geäußert.
In deren unzensierten Fassung (die ich ja auch erhalten hatte), sind einige Aspekte enthalten, die meiner Meinung nach den Tatbestand erfüllen:
Gerichtsverwertbar.
Da werden offenkundige Beleidigungen ausgesprochen, die zu weit gehen.

Nun kam in besagter eMail ein Zitat mit vor, dass einer der sich "Tomcom" nennt an den User Falo eine Mail sandte, und die wird nun von besagtem "Adlerauge" in seiner Rundmail auch auszugsweise zitiert.
Der Falo bezügliche Aspekt,ist jedoch als nicht sonderlich relevant einzustufen.
Namentlich kann er nicht mit den massiven ehrenrührigen Äußerungen, die da besagter "Adlerauge" kolportiert, indentifiziert werden.

Und dann habe ich mir jetzt mal die letzten Postings von besagtem Falo die bei Infolink-Forum, vor dessen Sperrung publiziert wurden angesehen, und kann da nichts entdecken, was aus meiner Sicht eine Sperrung rechtfertigen würde.
Offenbar wurde besagter Falo somit indirekt Opfer jenes vermeintlichen "Adlerauges".
Es sollte immer noch der Grundsatz gelten, nur für eigenes - nachweisbares - Fehlverhalten auch haftbar gemacht zu werden.

Sollte man jenen anonymen "Adlerauge" outen können, wäre auch aus meiner Sicht, die Sperrung dieses "Adlerauge" mehr als berechtigt.
Ich erinnere an seine reißerische Überschrift seiner Rundmail, die da lautet:

Infolink und die WTG - neuer Skandal Datum: 13.02.2010 17:45:41 Westeuropäische Normalzeit Von: il-adlerauge@web.de
Infolink-Vorstand macht seit Jahren gemeinsame Sache mit Sektenfreunden

Und als wesentliches Indiz jener Behauptung dient die widerlegte Behauptung, ein Stefan Wolf (Mitarbeiter der Gauckbehörde) sei "identisch" mit jenem Stefan E. Wolf von Infolink.

Nun hat man mich auch eine bei blogspot.com (das Google gehört) neu installierte Seite hingewiesen.
://infolink-kritiker.blogspot.com/
Ein ordnungsgemäßes Impressum kann ich auf ihr allerdings nicht entdecken.
Ich verweise darauf. Auch Herr Tjaden etwa nutzt die Dienste von blogspot.com.
Der aber nennt ein Ordnungsgemäßes Impressum auch auf seiner Seite.

Angesichts dieses Versteckspieles drängt sich der Verdacht auf. Der Betreiber jener neuen blogspot.com Seite, dürfte wohl mit besagtem "Adlerauge" identisch sein.

Wie auch immer, jener Trittbrettfahrer ist aber offenkundig nicht gesperrt.
Gesperrt indes wurde Falo.
Und dazu sage ich klar.
Eine überzogene Entscheidung.
Genauso überzogen muss ich auch die Sperrung von Gerd Borchers bei Infolink bewerten.


Veränderung des URL-Hinweises durch Aufhebung der Option Direkt-Verlinkung.
Die Registrierung von Vorgängen im Internet, und ihre Erwähnung, ist nicht immer identisch mit der "Übereinstimmung" des dort ausgeführten. Einzelne Details sicherlich. Aber nicht in der "Gesamtkomposition" jener Seite.
Diesem Umstand wurde durch Aufhebung der Direkt-Verlinkung, jetzt noch Rechnung getragen.

Re: Hetzer

geschrieben von:  der einzig wahre Bauer

Datum: 24. Februar 2010 21:07

"Es gibt nichts Schlimmeres, als einem Menschen die WAHRHEIT zu sagen."
Wenn ich bei Infolink gesperrt werde, dann verstehe ich das.

Zu viele Gimpels ... ist für mich wie zu viele Dödels.... oder
wie Perlen vor die Säue werfen

(Bibel, vgl Matthäus-Evangelium 7,6)

... und ich habe heute auch kein wahres Interesse mehr daran, mich mit diesen Menschen abzugeben...
Die Beiräge lesen?
... da muss ich so viel Sch... lesen, dass mir da immer übel wird... also lass ich das...


Nur, dass Gerd gesperrt wurde????
Der ist doch ein absolut braver Bursche....

Mein Leben als Zeuge Jehovas

Religion ist ein Gimpelfang... sagten Jehovas Zeugen (immer wieder)

Re: Hetzer

geschrieben von:  Gerd B.

Datum: 24. Februar 2010 22:06

Danke lieber Bauer,

wir kennen schriftlich einander schon 10 Jahre lang.

IL wurde nun von jüngeren Kräften übernommen, da ist jede Gegenstimme mit Bibelzitaten aus dem vielleicht DOCH noch möglichen göttlichen Bereich unerwünscht.
Weil die an diesen Gott nicht glauben, fürchten ihn nachts im Kämmerlein, dass er eventuell sich mal melden könnte ...

Zum Trost für Wunschdenker: Nietzsche wusste es längst: Gott ist tot - nur, Nietzsche ist das schon seit Jahren.

IL fürchte sich bitte nicht vor Gott, denn sie sind zu unbedeutend für ihn, um sie zu lebendigen -

Re: Hetzer

geschrieben von:  der einzig wahre Bauer

Datum: 24. Februar 2010 23:21

Zitat:

Weil die an diesen Gott nicht glauben,
 

tja, lieber Gerd, ob in D oder international... es ist ein "Sterben" der Feinde Gottes zu beobachten ... grins, hihihi

grins, hahahaha

tja, ist halt Realität
Aber diese Forums-Leute sind bestimmt in absoluter geistiger Gemeinschaft mit Jehovas Zeugen... also der "Präsidentschaft-Riege"... so wie die sich doch aus meiner Sicht recht schamlos verhalten, sind die bestimmt ganz sicher davon überzeugt, das es Jehova nicht gibt.....


In der Geschichte der Menschheit, bis auf den heutigen Tag, sind die richtig Gläubigen eben immer auf der Strecke geblieben... Also, warum soll das anders werden.... ????

Daher, lieber Gerd, erhalte dir deinen Glauben, er ist auch ein Kraftspender... und solange es Gläubige gibt, werden JZ bestehen, aber sie werden wiederum über andere Gläubigen stolpern...

Der Mensch wird immer wieder nach Freiheit streben... und es ist sicher, wie das Amen in der Kirche, dass nach eine Zeit der relativen Ruhe, es für Jehovas Zeugen auch wieder unruhige Zeiten geben wird.....

Menschen haben über den Menschen nie zu dessen Vorteil geherrscht. Und die Zeugen-Priester äääh, Ältesten, die herrschen auch nicht zum Wohle der Herde über diese... Und wo es unbilligen Druck gibt... da gibt es auch Revolte... Protest und Menschen die auf das Fehlverhalten von JEHOVAS ZEUGEN hinweisen werden....

Die Zeugen und ihre Ehemaligen, alle werden sie NIE zur Ruhe kommen... da hilft keine psychologische Kriegführung, keine Intriegen, keine überzeugten Soldaten Gottes in geheimer Funktion und geheimer Mission.... Einen dauerhaften Frieden werden Jehovas Zeugen nie haben. ... und wenn so einem alten Krieger dann mal der Kronleuchter aufgeht, dann lernt er womöglich das wahre Gesicht der Organisation kennen.. landet in der Klapse, bei den Ehemaligen oder im Suff.... na dann Prost :-)

Und nach meiner Überzeugung wird es nie ein Harmagedon geben, natürlich auch kein Paradies... wer weiß schon was es nach dem Diesseits gibt?

aber so sollte jeder seinen Tag genießen...

Carpe diem

Re: Hetzer

geschrieben von:  Gerd B.

Datum: 25. Februar 2010 08:36

Sektennarren und ihre Opfer:

Presseartikel

...  vom 24.02.2010: „Sektenführer mit Geschäftssinn. San Myung Mun wird 90 - Was kommt nach dem Tod ihres charismatischen Anführers?“

...
Selbstdarstellungen

Website „Family Federation [---] World Peace and Unification“ vom 17.02.2010: “Holy Wedding Ceremony [---] 43,000 Couples Around the World”

www.familyfed.org/news/index.php?id=106&page=1

“UPF International” vom 19.02.2010: “Conference and Celebrations open the New Year”

www.upf.org/upf-news/145-asia-oceania/2599-upf-founder-celebrates-90th-birthday

Rückblick auf das am Sonntag, den 21.02.2010 im Wiener SAS-Hotel abgehaltene „World Peace Blessing“

www.weltfriede.at/WPB-Feb2010.htm

Angekündigt wurde dieses auf der Website der Föderation für Weltfrieden (Selbstdarstellung) unter …
„World Peace Blessing in Wien
(21. Februar 2010, Radisson SAS Hotel, 1010 Wien) Programm: „World Peace Blessing" – Zeremonie, gemeinsames festliches Abendessen, musikalischer Abschluss. weiter...“

Vgl. auch:

www.weltfriede.at/

www.weltfriede.at/Leitged.htm

www.weltfriede.at/Impressum.htm
****************************************

Und wenn die Aussteiger aus diesem Schwindel den Schuldigen für ihre Verführung suchen - dann ist es meist ~~~~~
Gott!

Re: Hetzer

geschrieben von: xYZ

Datum: 25. Februar 2010 10:42

Unabhängig von allen Nebelkerzen: Das Infolink-Forum ist für einige Zeitgenossen zum Frustventil geworden. O... ist ein Opfer, mehr nicht. Nicht ein einziges negatives Wort ist von ihm in dem fraglichem Mail zu finden. Das willkürliche Löschen und das parteiliche Verhalten insbesondere der Moderatoren Maxi und B... ist nicht akzeptabel. Wobei für B... G... das Forum wohl eine Art Ersatzbefriedigung geworden ist. Er konnte sich während seiner Zugehörigkeit als Bethelmitarbeiter in der Sektenzentrale niemals im Rahmen eines Ältestentenamtes austoben. Die mit linker Gesinnung agierende Maxi, K... M..., wird wohl nur Menschen ansprechen, die ihre gesellschaftsfeindlichen Ansichten teilen. Vielleicht besitzt sie genug Intelligenz um zu erkennen, dass das Bekanntwerden ihrer suspekten Rolle im Infolinikforum alles andere als für ihre Interessen/Absichten förderlich ist. Wie auch immer: Solange das Forum in Sachen Unterdrückung der Meinungsfreiheit eine Wachtturm-Kopie ist, wird der angebliche Zweck der Sektenaufklärung auf der Strecke bleiben. Ob vielleicht dort noch soviel Gehirnmasse ausserhalb des Gespanns Maxi-B... vorhanden ist um zu registrieren, dass die jetzige Konstellation der Wachtturm-Gesellschaft direkt in die Hände spielt? Sind die anderen Vereinsmitglieder sich ihrer Verantwortung bewusst oder haben dort Seilschaften das Sagen? Falls ja, gute Nacht Infolink. Und mein aufrichtiges Mitgefühl für S... W... der offenbar völlig hilflos mit ansehen muss, wie seine mühsam aufgebaute Sekteninformation zum Spielball krankhaft gestörter individien verkommt.


Im Posting genannte bürgerliche Klarnamen, redaktionell auf deren Anfangsbuchstaben reduziert

Re: Etwas zum Thema Parteien

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 25. Februar 2010 12:13

Dann noch ein Wort.
Auf der genannten Blogseite, wird nun Frau M. auch noch attackiert eine "Politsekte" beigetreten zu sein. Das mag selbige halten wie sie will oder auch nicht.
Sehe ich mir jedenfalls die Politik eines Herrn Westerwelle und seiner zugehörigen Partei an, kann ich für meine Person dazu nur feststellen.
Der nächste relevante Wahltag dürfte dann ja wohl Nordrhein-Westfalen betreffen.
Da dürfte wohl namentlich das abschneiden der Westerwelle-Partei bei jener Wahl interessant sein.

Erinnert man sich recht, war es dann wohl auch die SPD, die in Sonderheit eine wesentliche Aktie an der Hartz IV-Errungenschaft heutiger Ausprägung hat. Wobei man unterstellen kann, gewisse andere Parteien waren froh, dass die SPD für sie die Kastanien aus dem Feuer geholt hat. Wenn also besagte SPD in der Folge, auch gewisse "Denkzettel" zu kassieren hat, ist das für mich zumindest, durchaus nachvollziehbar.

Nachvollziehbar ist für mich auch, dass der ZJ-Grundsatz vermeintlicher Politikabstinenz, kritisch hinterfragt, und fallweise auch anders beantwortet werden kann.
Nun fordere ich sicherlich niemand mit vorheriger ZJ-Sozialisation dazu auf, nun in die Politik "einzusteigen". Das ist wohl für die, welche ihre Abnabelung von der WTG, durchaus nicht immer wirklich in allen Aspekten vollzogen haben, wohl ein zu großer Schritt.
Andererseits respektiere ich es durchaus, wird im Einzelfall solch ein Schritt vollzogen.

Es wäre wohl etwas zu blauäugig nun zu erwarten, dass jene die auch der Meinung sind, die SPD habe nun einen Denkzettel mal verdient, dass die unbedingt mit "wehenden Fahnen" zur Westerwelle-Partei überlaufen würden.

Und dann sage auch ich das noch klar. Es liegt schon etwas länger zurück. Gleichwohl hat sich mir dieses Erlebnis eingeprägt.
Da war eines Tages auf meinem Anrufbeantworter, ein Gespräch drauf, wo der Anrufer sogar seine Telefonnummer für einen eventuellen Rückruf hinterließ.
Und noch etwas war zu registrieren. Es handelte sich bei dem Anrufer um den Sohn eines hier schon mal genannten.
Der hatte sich nun für die Westerwelle-Partei entschieden, und wähnte weiter, dieweil ich ja die ZJ-Politikabstinenz grundsätzlich nicht anerkennen kann, mich vielleicht auch für diese Partei anwerben zu können.

Meinerseits indes habe ich auf einen angebotenen Rückruf verzichtet.
Um es kurz zusammen zu fassen. Habe ich auch gegen die SPD Vorbehalte, gegen die "Westerwelle-Partei" indes noch ein paar mehr.
Und die Sympathisanten der "Westerwelle-Partei" werde ich garantiert nicht zu meinen "Freunden" rechnen.

Re: Hetzer

geschrieben von:  Geeko

Datum: 26. Februar 2010 10:01

Ich habe lange nicht soviel Scheiße auf einem Haufen gelesen, wie in den letzten 24 Stunden. Wer benutzt denn hier was als Frustventil? Wer scheint mit seiner Existenz irgendwie nicht klar zu kommen?

Gerecht .... was ist schon gerecht? Ich weiß nur, das irgendjemand sich für selbstgerecht hält.... sicher ist nicht alles Gold was glänzt... aber die Kampnie, die gefahren wird hilft niemandem .... nicht IL ... aber schon garnicht irgendwelchen Wichtigtuern.... merken solche selbsternannten Helden eigentlich wie peinlich sie sind?

Ich könnte kotzen......

http://www.youtube.com/watch?v=gyBJrHcyM5o

Re: Hetzer

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 01. März 2010 12:45

Der Inhaber des hier schon mal genannten Blog, schreibt in einem Votum vom heutigen Tage unter anderem

"... Drahbeck ... mag im Betreiber der hiesigen Blogseite sogar einen hetzenden Forentroll erkennen. Dir, Drahbeck, sei gesagt: Du irrst. Nichts liegt mir ferner als der anonyme "il-adlerauge" mit seiner Hetzmail. ..."

Und weiter:
"Dem Betreiber des anonymen "Zentralarchivs" sei gesagt: Mit dir habe ich nichts gemein. Vor allem packt hier kein "Insider" so aus, wie du es in deinem Blog darstellst. Versehentlich hatten wir ein identisches Layout. Ich möchte nicht mit dir verwechselt werden und habe das Layout meines Blogs daher geändert."

Dazu stelle ich dann mal meinerseits fest.
Die (notwendige) Distanzierung von dem sogenannten "il-adlerauge" und die Bezeichnung seiner unerbetenen Rundmail als Hetzmail ist in der Tat mehr als notwendig.
Diese notwendige Distanzierung ließ allerdings der bisherige Inhalt der in Rede stehenden Blogseite, keineswegs, mit der notwendigen Deutlichkeit erkennen.
Insofern hat der Betreiber entsprechende Reaktionen, die nicht seinem Geschmack entsprechen, sich letztendlich selbst zuzuschreiben.

Was die Fälle Gerd und Falo anbelangt, sehe ich das übrigens ähnlich, und brachte das auch schon zum Ausdruck.

Lediglich die Frage würde ich schon stellen.
Nennt bei mir jemand Klarnamen (bürgerliche Klarnamen), werde ich das in den meisten Fällen verändern. Es sei denn ich habe einen Fall übersehen, dann kann der Tangierte mir das mitteilen und ich werde umgehend reagieren.
Ausnahmen von dieser Regel sind in der Tat Personen der Öffentlichkeit. Die haben nicht unbedingt und immer, auch solch einen Anspruch. Da gilt es schon mal genauer hinzusehen und zu werten.

Nun mag man die im Impressum von Infolink genannten Personen, auch dem Bereich "Personen der Öffentlichkeit" zuordnen.
Allerdings ist mein Eindruck der. Die Attacken, die da gegen Frau M. und Herrn G. seitens dieser Blogseite gefahren werden, mögen sich noch im Bereich des zulässigen bewegen.
Aber sie sind schon verdächtig an dem "IL-Adlerauge" angenähert.
Und damit ergibt sich für mich als Konsequenz. Die Distanz zu diesem Blogbetreiber.

Namentlich nehme ich ihm krum, die Einklassifizierung von Frau M. als einer "Politsekte" zugehörig.
Der Blogbetreiber mag dann ja den Herrn Westerwelle als seinen Held ansehen. Das kann er, das Recht hat er.
Und ich komme nicht umhin, festzustellen. Eine politische Partei, der ich vorbehaltlos zustimmen könnte gibt es nicht.
Ich habe an allen, auch einiges auszusetzen.

Es gab in den 1970er Jahren mal in der FDP die sogenannten Jungdemokraten, die in der Religionsfrage einen Kurs anzusteuern suchten, der mir sogar sympathisch hätte sein können.
Lang, lang ist es her, und mit Sicherheit heute, der Schnee von gestern.
Ich komme weiter nicht umhin, alle Parteien in der Gegenwart am Maßstab der Westerwelle-Partei zu werten. Die für mich das letzte, allerletzte ist.

Und in dieser Bewertungsschiene, toleriere ich ein pauschaliertes Urteil im Stil "Politsekte" nicht.
Die Verkünder solcher Urteile bewerte ich als politische Gegner und behandle sie auch so.
Somit ist für mich dann auch der Aspekt klar.
Solchen Leuten gegenüber, betrachte ich mich als geschiedene Leute.

Re: Hetzer

geschrieben von:  Gerd B.

Datum: 01. März 2010 13:55

Zitat:

Drahbeck

Was die Fälle Gerd und Falo anbelangt, sehe ich das übrigens ähnlich, und brachte das auch schon zum Ausdruck.

Nun sollte aufgrund dieser Feststellung von Drahbeck, aus IL einmal genau gezeigt werden, was dieses Veröffentlichungsverbrechen wirklich war, ich zitiere aktuell aus IL:

>>Bi... oder wer auch immer.... ich kenne Gerd persönlich und mag ihn und schätze seine Beiträge hier im Forum. TROTZDEM war es richtig, ihn nach MEHREREN Mahnungen zu sperren, weil er es eben einfach nicht gerafft hat, hier nichts reinzusetzen, was das Urheberrecht verletzt. Da gibt es ganz klare Regeln vom Gesetzgeber!! Und im Endeffekt wäre nicht ER in den Knast gekommen dafür oder hätte horrende Geldstrafen zahlen müssen, sondern der VORSTAND.
Wäre ich im Vorstand gewesen, hätte ich mich - nicht einmal für meinen lieben treuen Gerd - der Gefahr ausgesetzt!... Zitatende<

Ich danke für die netten Zeilen!

Was war wirklich Fall 1?
Noch zu Michas Zeiten zitierte ich einen Beitrag den ich selbst im Jahre 2001 bei IL hineinsetzte. Der Urheber dieses Beitrags war nicht mehr eruierbar, Micha gab auch nur eine Adresse eines Kopierers dieses Beitrags an.

Fall 2:
Ga-chen hat geschrieben, sie möchte aus "verständlichen Gründen" nicht die Adresse ihres Forums kundtun. Unmittelbar danach zitierte ich einen Beitrag aus Ga-chens Forum von der "Elisa", ohne - wunschgemäß - die Adresse vom Ga-chenforum zu verraten. Sowohl mit Ga-chen und Elisa korrespondiere ich fast täglich. Also wer einen bisschen den Geist des gesunden Sinnes walten ließe, hätte genau erkannt, dass mich oder IL weder Ga-chen noch Elisa klagen würde.

Mein Eindruck: Man will dort Elemente die sich zum Bibelgott artikulieren, los werden. Und das ist gelungen, nicht nur bei mir...
Wie St. E. Wolf dazu denkt, habe ich durch den Inhalt eine Mailzuschrift bereits kund getan.

Aber, soll mir nix schlimmeres passieren, als 2-mal aus dem gleichen Forum ausgeschlossen zu werd

Re: Hetzer

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 01. März 2010 14:39

Zum Thema Urheberrecht kann ich ja (Insider wissen es) mittlerweile auch ein persönliches Klagelied singen. Ich werde mich in Zukunft hüten, namentlich Journalistenbeiträge, über eine Kurzform hinausgehend, zu zitieren.
Aber selbstredend sind Verlinkungen weiter statthaft. Und ich gedenke auch nicht, auf ein zulässiges Recht zu verzichten.
Sehe ich mir einige Seiten US-amerikanischer Herkunft an, werden da (als Beispiel) sogar Awake-Jahrgänge (kompletter Art) bis einschließlich 1963 zum Download offeriert. Die ominöse 70 Jahres Klausel ist da konterkariert. Und dann gilt immer noch. Wo kein Kläger, da ist kein Richter.
Natürlich ist das WTG "Gebt acht ..."Buch da grundsätzlich anders zu werten, was dann ja einige auch schon schmerzlich erfahren mussten.
Ich habe jetzt küzlich mal meine "Extern"-Datei" mit einigen weiteren Hinweisen ergänzt. Und da interessierte mich namentlich. Wie hält es denn die Datenkrake Google so bei diesem Thema. Die "Antwort" bekam ich (auf indirektem Wege) schon nach ganz kurzer Zeit von Google präsentiert, dergestalt, dass Google meine IP für weitere Recherchen, erst mal sperrte.
Nun habe ich aber einen Provider, der dynamische (veränderliche) IP verwemdet. Insofern kann man dann ja Google's Reaktion als eine Art stumpfes Schwert ansehen.
Google liebt es also nicht, recherchiert man zuviel in seinen Angeboten. Ergo ist man dort wohl auch der Meinung, sich in einer Art Grauzone zu bewegen. Und von Grauzonen ist das Internet wohl übervoll.
Nach meiner Auffassung ist, wird der Status eingehalten, nicht kommerziell zu agieren, einiges durchaus möglich.
Allerdings, diejenigen, die den Kommerzialisierungsgrad schon erreicht haben (auch Infolink mit seinem Pay Pal Spendenbutton, und seiner Kassierung von Mitgliedsbeiträgen), die müssen in der Tat in diesem Bereich mehr aufpassen, als andere, die eben nicht den Kommerzialisierungsschritt vollzogen, und auch keine kommerziell bezahlte Fremdwerbung bei den selbst verantworteten Seiten, zulassen.
Im Einzelfall ist dann der Ermessensspielraum gefragt.
Ich habe im Rahmen dieses Ermessenspspielraumes, beispielsweise, fast alle (bis auf wenige Ausnahmen) Titelbilder von WT und Erw.-Ausgaben nach 1945, die User Plus zusammen mit seinen eigentlichen Zitaten in Faksimileform eingestellt hatte, in Folge der oben angedeuteten Erfahrung, wieder gelöscht. Die eigentlichen Faksimiles bleiben aber, denn die erfüllen den gleichen Zweck, als hatte er die Texte konventionell als Zitat abgeschrieben. Und seine eigene Schöpfungshöhe bei seinen Beiträgen ist sehr wohl nachweisbar. Auch die Titelbilder des Zeitraumes vor 1945 bleiben.
Gibt es also solche Konfliktsituationen, dann steht immer noch als erstes die Option offen, etwa zu kürzen. Oder den Autor um Überarbeitung zu bitten.
Eine Totalsperre wegen solcher Konfliktsituationen ist überzogen.
Dieses Urteil muss ich weiterhin aufrecht erhalten.

Re: Hetzer

geschrieben von:  prozessor

Datum: 20. März 2010 20:26

Zitat:

Drahbeck
Sehe ich mir einige Seiten US-amerikanischer Herkunft an, werden da (als Beispiel) sogar Awake-Jahrgänge (kompletter Art) bis einschließlich 1963 zum Download offeriert. Die ominöse 70 Jahres Klausel ist da konterkariert.

Sorry, aber das Urheberrecht in den USA ist etwas komplizierter als in Deutschland. Für Werke, die zwischen 1909 und 1963 veröffentlicht wurden, galt das Urheberrecht ursprünglich nur 28 Jahre und hätte danach verlängert werden müssen. Die WTG hat diese Verlängerung aber für keines ihrer Werke beantragt, somit sind alle in den USA veröffentlichen Wachtturm-Publikationen bis 1963 jetzt gemeinfrei. Aus diesem Grund biete ich die genannten Awake!-Jahrgänge auch auf meiner (in Deutschland gehosteten) Seite http://wtarchiv.kilu.de an.

Re: Hetzer

geschrieben von:  Gerd B.

Datum: 01. März 2010 15:41

Es sollte doch bei Mods und Admins die gesunde Ermessenssache mit einfließen, was man beanstanden soll, was nicht.

Da muss doch die intellektuelle Verhältnismäßigkeit eine beurteilende Rolle spielen! Nehmen wir mein o.a. Beispiel aus IL. Ich kopierte meinen Beitrag vom Jahr, siehe nachfolgend:

Terroranschläge, oder das Leid der Menschen im 21. Jahrhundert
« Antworten #38 am: September 29, 2001, 09:40:00 »
________________________________________
Zitat:
Gerd

Religiös bedingte Irrungen und Wirrungen

Dar al-Islam: Warum Islamisten lieber Bomben werfen als verhandeln

Israelnetz-Korrespondent Johannes Gerloff (Jerusalem) beantwortet in diesem Hintergrundbericht, warum der Judenstaat für den Islam ein Problem ist. (hn)
edit by Mod:
Verstoß gegen Urheberrecht, Text gelöscht, zum Artikel:

www.efg-hohenstaufenstr.de/do...slamisten.html
Auch dieser Link ist tot!
-----------------------------------------------
Der Link war auch nicht mehr der Johannes Gerloff, sondern von einem der diesen kopierte. Der ursprüngliche Link war längst verschwunden!

Und wenn ein posting von Elisa vom Ga-chenforum kopiert wurde, dann wurde doch kein Urheberrecht verletzt. Da sind doch keine hochgeistigen Güter plagiiert worden - aber manchen kommt so eine Kopierung gelegen, unbequeme Mitschreiber werden abgewürgt.
Wenn ich dort zweimal ungekürzt A-loch genannt wurde, hatte das eine längere Toleranzzeitspanne...

Gestern schrieb dort eine relativ Neue, die noch zu den ZJ-Zusammenkünften geht, dass sie bei IL nichts christliche reingibt, sondern das in einem entsprechendem Forum tut. Da läuten bei den Admins eines sog. Aufklärungsforums offenbar keine Alarmglocken 

Re: Hetzer

geschrieben von:  der einzig wahre Bauer

Datum: 02. März 2010 00:50

Zitat:

Mein Eindruck: Man will dort Elemente die sich zum Bibelgott artikulieren, los werden.

nur eine kurzsichtige Betrachtung.. ???!!!

Irrtum ??? oder mehr ein "JA, aber.."

Der WAHRHEIT dürfte das hier noch etwas näher kommen:
Es darf nicht sein, was dem Bild eines Zeugen von einem Aussteiger wiederspricht:
Was, wenn ein Zuge in das Forum kommt und feststellen muss, dass es da einen ehrlichen, anständigen und oh Wunder, einen gottgläubigen Menschen gibt der sich erhlich und gewissenahft mit der Bibel beschäftigt?
Da muss doch das Weltbild, das ein Zeugen von seiner Jehovas-Lügner Organisation gezeichnet bekommt schwer erschütttert werden:
Es gibt tatsächlich ehemalige Zeugen Jehovas die ehrlich überzeugt an Gott glauben und die Bibel ernst nehmen...
so etwas darf es doch gar nicht geben!!!!!

RoFrisch

Zitat:

Diese Website - auch unter dem Namen Infolink bekannt - hätte ich früher nicht besucht, da man dort angeblich nur hasserfüllte, böse Abtrünnige finden würde, die Lügenpropaganda gegen Jehovas Volk vorbringen, um möglichst viele Diener Jehovas mit in die nahe bevorstehende Vernichtung zu reißen. In dieser Art wird es den Zeugen beigebracht, um sie gegen Kritik zu immunisieren. Was ich auf sektenausstieg.net vorfand, war jedoch etwas ganz anderes.

Mein Eindruck war schon früher, dass dieses Forum einem sich doch dorthin wagenden Zeugen genau das Bild zu zeigen das er erwartete...
Ein Gerd und sein echter Glaube hat da irgenweie keinen Platz! oder?

Re: Hetzer

geschrieben von:  Gerd B.

Datum: 02. März 2010 08:16

Im Forum des wahren Bauers, dem "Gimpelfang", war es jedenfalls möglich, den Glauben und Unglauben an Manitou, oder andere Götter, einzubringen.

Im genannten Forum des Gründers St. Wolf, sind gegenwärtig Gottgläubige suspekt und werden vom Gros der Mitschreiber, vorsichtig ausgedrückt, mit Ulk und Spott hinauskomplimentiert. Manche fürchten sich vor dem, an den sie angeblich nicht mehr glauben - das ist eher ein Fall für S. Freuds Freunde.

Man muss ja keine IL-Barrieren einrennen, sondern sucht sich Alternativforen, wo die agnostischen und atheistischen Betreiber genau unterscheiden, was und wieviel man aus dem Internet kopieren darf und wo mit Augenmaß unterschieden wird, was zulässig ist und was nicht.

Daher IL adé, es hat nicht sollen sein...

Re: Ein Kommentar

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 02. März 2010 10:36

Bei Infolink gab es da mal (vor einer Zeit) die Meldung, ein User, der sich ja seiner Kontakte zu gewissen hochgestellten Persönlichkeiten gewiss wähnt, habe selbiger mal den Vorschlag unterbreitet, den User Falo doch mal mit einem staatlichen Orden zu behängen.
Er lies es nicht bei diesem Vorschlag sein bewenden haben, sondern trompete die "unausgelegten Eier" via der Plattform Infolink auch postwendend in die Welt hinaus.

Nun würde unsereins dazu nur kommentieren.
Vorschläge kann man ja viele machen. Und wenn man namentlich die Politik der angesprochenen hochgestellten Persönlichkeit, in den Kontext setzt (auch bei anderen Anlässen), hat man zu registrieren, sie hat dann wohl einiges von Herrn Kohl gelernt.
Insonderheit das aussitzen.
Unsereins ist also keineswegs überrascht, wird auch dieser Fall bis zum Sankt Nimmerleinstag "ausgesessen".
Und wenn man die Politik in diesem Lande in Gesamtheit einschätzt, dürften wohl die Erfolgsaussichten für diesen Vorstoß, wohl nicht besonders hoch einschätzbar sein.

Darauf hat besagter User sicherlich keinen Einfluss. Man kann allenfalls die Frage stellen.
Und weshalb wurde dann dieses unausgelegte Ei so eilfertig der geneigten (oder auch nicht geneigten) Welt mitgeteilt?

Zu dem Zeitpunkt wo sich vorstehendes abspielte, war der User Falo bei Infolink noch nicht gesperrt. Das sollte erst später dann eintreten.
Besagter Vorschlagsunterbreiter, hat aber nach seinem Vorschlag, noch weitere Postings (zu anderen Themen) bei Infolink gepostet. Er hat auch noch weiter dort gepostet, als er dort sicherlich auch zu registrieren hatte, sein Schützling Falo ist da ja nun gesperrt worden.

Einige haben versucht, dort das Thema dieser Sperrpolitik anzusprechen, das ja auch den Fall, der etwas weiter zurück liegt, von Gerd, mit betrifft.
Mit wenig Erfolg bisher. Sie werden dort kratzbürstig "abgebügelt". Sei es von einem reineckefuchs (beispielsweise) und auch von der Userin "Jojo" und anderen.
Um bei letzterem "Gummiband" noch einen Moment zu verbleiben.

Die ist ja schon vor Jahren auffällig geworden, im Falle des Detlef Zwarg.
Der ist dann ja vielleicht nicht offiziell gesperrt worden (der zog es lieber vor, sich dann "selber zu sperren", indem er den Staub von seinen Füßen schüttelte).

Ich hatte allerdings letztgenannten Fall - damals - durchaus aufmerksam registriert.
Und mein interner (zwar nicht publizierter) aber mein damaliger Kommentar dazu war.
Ein typischer Fall von Mobbing.
Und wer an diesem Mobbing in Sachen Zwarg einen besonders hohen Anteil hatte, war besagte "Jojo".

Und siehe da, in der quälend langen Diskussion zu den derzeitigen Fällen Gerd und Falo, outet sich Jojo wieder mal als gefällige den Herrschenden nach dem Munde redende.
Sie klatscht also zu den derzeitigen Mobbingfällen noch ostentativen Beifall.

Ach ja bevor es ganz vergessen wird, was hat eigentlich jener User, der da genannten Falo-Vorschlag einbrachte, nach der Sperrung von Falo, so noch als Kommentar dazu (zu der Sperrung) von sich gegeben?

Antwort: Nichts.

Da war es ja zu Zeiten eines inzwischen verflossenen Herrn, sogar noch konsequent, die "Innovation" "Kettenspiele für Doofe" einzuführen.
Die soll ja dem vernehmen nach, inzwischen abgeschafft sein.
Was aber nicht abgeschafft ist, ist offenbar das große Heer der ihren "Kettenspielen für Doofe" nachtrauernden.
Sie sind auf dem besten Wege, diese Innovation - unter welchem Namen auch immer - wieder einzuführen!

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 13. März 2010 13:42

Die allermeisten thematischen Foren des Ex-ZJ-Bereiches, gewähren Schreibzugang nur nach regulärer Anmeldung, mit erreichbaer eMail.
Die hiesige Ausnahme von der Regel ist schon mal dadurch eingeschränkt; nicht 24 Stunden möglich, sondern nur in dem Zeitraum, wo sofortiges Reagieren, ohne Zeitverzug möglich ist.
Eine bestimmte Blogseite, selbst anonym betrieben, ohne akzeptables Impressum, offenbart sich zunehmend als Magnet weiterer Anonymusse.
Das mag dann ja noch hinnehmbar sein. Weitaus weniger hinnehmbar sind da beispielsweise Attacken eindeutig unter der Gürtellinie.

Beispiel (auf eine inhaltliche Bewertung gehe ich im Beispiel nicht ein. Der Inhalt kann falsch oder richtig sein).
Beispiel, wenn unter Verwendung des bürgerlichen Klarnamens jemand via Internet zu lesen bekommt, er habe ein behindertes Kind, dann ist das mehr als eine Geschmacklosigkeit.
Der Poster jene Aussage postet aber anonym.
Sollten Aussagen dieser Primivität je hier auftauchen, wäre die sofortige Schaltung auf nicht lesbar, im Falle einer angemeldeten Person, oder die sofortige Löschung im Falle einer nicht angemeldeten Person die Folge.

Der anonyme Betreiber des anonymen Blogs sollte sich darüber im klaren sein.
Auch er kann nicht im rechtsfreien Raum agieren. Er ist namentlich für von ihm zugelassenen anomymen Postings, letztendlich der juristisch Verantwortliche.
Wähnt er nach dem Motto "O wie gut das niemand weis, das ich Rumpelstilzchen heis", weil er selber kein ordnungsgemäßes Impressum nennt, könne ihm ja nichts passieren, könnte sich dieses Kalkül auch mal als Fehlkalkulation erweisen.

Jehovas Zeugen - "Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht" 2010 - Behandlungskosten

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 06. Februar 2010 14:09

Die Religionsgemeinschaft der ZJ stellt ihren Mitgliedern "Hinweise zum Ausfüllen der 'Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht in Gesundheitsangelegenheiten' (PaVo)" zur Verfügung.

Auf Seite 2 wird darauf aufmerksam gemacht:

Zitat:

,,Bedenke bitte, dass in Verbindung mit einer Behandlung Kosten entstehen können, die nicht von deiner Krankenversicherung getragen werden. Besprich mit deinen Bevollmächtigten, bis zu welcher Höhe du bereit bist, Kosten selbst zu tragen, insbesondere wenn dein Leben davon abhängt."

http://forum.sektenausstieg.net/showpost.php?p=331590&postcount=19

Welche Kosten wird ein ZJ auf sich nehmen, wenn sein "Leben davon abhängt"?
Aus welchen Gründen sollten einem ZJ Kosten entstehen, die nicht von der Krankenversicherung getragen werden?
Durch wen kommt ein ZJ in eine solch prekäre Situation?

Wie hoch könnten die finanziellen Risiken sein?

Zitat:

JuraBlogs - Die Welt juristischer Blogs

,,Keine Kostenerstattung bei Krankenhausverlegung aus religiösen Gründen.

Der Kläger lehnte es als Angehöriger der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas ab, (Fremd) Blutinfusionen zu erhalten."

Das Klinikum verweigerte daraufhin die Operation. Nach Aktivität des "Krankenhausverbindungskomitees der Zeugen Jehovas" flog man den Patient mit einem Hubschrauber in ein anderes Klinikum. Dort erfolgte die Operation nach Vorstellung der ZJ. Die Krankenkasse lehnte allerdings die Übernahme der Kosten des Hubschraubertransportes in Höhe von 4.950 Euro ab. Nachfolgend klagte der ZJ erfolglos.

Zitat:

JuraBlogs - Die Welt juristischer Blogs.

,,Die durch das Grundgesetz gewährleistete Freiheit des Glaubens führt nicht dazu, dass die religiös motivierte Ablehnung von Bluttransfusionen einer medizinisch notwendigen Verlegung des Versicherten von einem Krankenhaus in ein anders gleichzustellen ist. Dementsprechend konnte der Kläger auch keine Kostenerstattung beanspruchen."

Quelle: Medieninformation Nr. 37/07 BSG Kassel vom 2. November 2007
info.folkertjanke.de/keine-kostenerstattung-bei-krankenhausverlegung-aus-religioesen-gruenden/

Re: Geschäft im Umfeld des Glaubens

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 15. Februar 2010 17:33

Apostelgeschichte 19:24, 25
,,Denn ein gewisser Mann namens Demetrius, ein Silberschmied, der Silberschreine der Artemis herstellte, verschaffte den Handwerkern einen nicht geringen Gewinn; und er versammelte sie und diejenigen, die an solchen Dingen arbeiteten, und sprach:

'Männer! Ihr wißt wohl, daß wir aus diesem Geschäft unseren Wohlstand haben.' "

___________

Für die von Jehovas Zeugen herausgegebene Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht in Gesundheitsangelegenheiten (PaVo) gibt es "Ganz neu auf achtturm.de" die "PaVo-Hülle" für 1,20 EUR.
achtturm.de/product-info.php?info=p613_PaVo-H-lle--f-r-neue-Patientenverf-gung-.html

Auch der "Schlüsselanhänger", für 2,50 EUR, "dient nicht nur im Falle eines Falles ... als Hinweis auf das 'Dokument' ", sondern ist "tägliche Gedankenstütze ... seinen Brustbeutel anzuziehen".
achtturm.de/product_info.php?info=p156_Schl-sselanh-nger--KEIN-BLUT---2-sprachig-.html

Den "Brustbeutel" erhält ein ZJ für 3,50 EUR. Dieser ist "extra dünn ... so dass die Hülle unter der Kleidung fast nicht zu sehen ist." Erwähnenswert auch: Der Beutel ist "angenehm am Hals zu tragen".
achtturm.de/product_info.php?info=256_Brustbeutel--Dokument-zur--rztlichen-Versorgung---2-sprachig---fast-unsichtbar-.html

Hier ein anderer Shop:
www.astrotv.de/tv-shop/

"Gutachtliche Stellungnahme" / Erster Weltkrieg und die Bibelforscher

geschrieben von:  X ~ mysnip

Datum: 12. März 2010 18:15

Zitat:

DER WACHTTURM 1916

,,Die Österreicher hören den ungeheuren Aufschrei der Opfer, das Seufzen der Verstümmelten und Sterbenden, aber sie können ihrem Elend nicht zu Hilfe kommen; sie müssen ununterbrochen weiterschießen ... wenn sie zu schießen aufhören, dann werden sie ... überrannt und die Schlacht ist verloren."

http://forum.mysnip.de/read.php?27094,18787,18830#msg-18830

Zitat:

WTG-Buch 1993 JEHOVAS ZEUGEN - VERKÜNDIGER DES KÖNIGREICHES GOTTES S. 191, 192

,,Bibelforscher ... schossen ... in die Luft ... "

http://forum.mysnip.de/read.php?27094,18787,19112#msg-19112

Ist es plausibel, daß Bibelforscher im Krieg "keine Waffen auf andere Menschen" richteten?

Ein Prof. Dr. theol. Dr. phil. und eine Dipl.-Psych., Dipl.-Päd. schließen sich der offiziellen Darstellung der WTG an.

Zitat:

,,ZEUGEN JEHOVAS/WACHTTURM-GESELLSCHAFT: EINE ,VOR-MODERNE' RELIGIÖSE GEMEINSCHAFT IN DER ,MODERNEN' GESELLSCHAFT? - GUTACHTLICHE STELLUNGNAHME" (Teil 1 ... ) von Prof. Dr. theol. Dr.phil. Gerhard Besier und Dipl.-Psych. Renate-Maria Besier vom 22.12.1998 (Anlage 1 zum Schreiben an das Bundesverfassungsgericht vom 28.01.1999

,,Während des Ersten Weltkriegs verhielten sich die "Bibelfoscher" - so ihre Selbstbezeichnung - entsprechend ihrem persönlichen Verständnis von christlicher Neutralität und von christlicher Gehorsamspflicht gegenüber der Obrigkeit bei der Einberufung zum Wehrdienst uneinheitlich. Einige nahmen eine streng neutrale Stellung ein und verweigerten völlig jeden Militärdienst, andere entschieden sich, in Sanitätsabteilungen oder in Lazaretten zu dienen, und wieder andere folgten den Dienstbefehlen, richteten jedoch keine Waffen auf andere Menschen."

S.7

://www.jehovaszeugen.de/0/pdf/rec/ues/1998/1998-12-22-a.pdf

Re: "Gutachtliche Stellungnahme" / Erster Weltkrieg und die Bibelforscher

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 13. März 2010 01:35

Die Vokabel "einige" ist dann wohl ein verfälschender - dehnbarer Begriff.
Es kann als gesicherte Erkenntnis gelten, dass zu Zeiten von Russells Lebenszeit (und der verstarb bekanntlich erst Ende Oktober 1916). bezogen auf Kontinentaleuropa, es keinen Nachweis einer tatsächlichen Wehrdienstverweigerung gab.
Wer das Gegenteil behauptet ist Beweispflichtig.
Er muss seine These belegen. Aktengestützt.
Das hat weder Herrberger noch sonst ein WTG-Apologet in der veröffentlichten Publizistik getan.

Das Thema Wehrdienstverweigerung im ersten Weltkrieg, kam bezogen auf Deutschland, soweit in einschlägiger Publizistik nachweisbar, nur bei den Adventisten auf die Tagesordnung. Und da auch nur dergestalt, dass einige aus ihren Reihen sagten. Am "Sabbath" (Sonnabend) können wir keinen Wehrdienst leisten (an den anderen Tagen aber sehr wohl).
Nur, die verantwortliche Leitung der deutschen Adventisten, unter Conradi, schloss sich dieser Linie nicht an. Es kam dieserhalb auch zum Schisma, in den adventistischen Reihen.

Konrad Algermissen etwa zitiert in seinem Buch
"Christliche Sekten und Kirche Christi
II. und III. neu bearb. und stark vermehrte Auflage
III. bis VIII. Tausend"
Verlag u. Druck Joseph Giesel
Hannover 1925 (S. 255f.)
bezüglich des adventistischen Schismas:

"Der Krieg selber brachte eine schwere Krise über den deutschen Adventismus.
die "Kölnische Zeitung" vom 21. September 1915 schreibt darüber.
"Unter den Anhängern des Adventismus trat nach Ausbruch des Krieges eine Spaltung ein. Die Mehrzahl wollte für die Dauer des Krieges die bestehende Lehre außer Kraft gesetzt sehen, der übrige Teil verlangt dagegen Heilighaltung des Samstag auch während dieser schweren Zeit. Die Gegensätze führte schließlich zum Anschluss des alten Glaubens aus der Gemeinschaft" -

Vor allen aber war es die Stellung zum Kriegsdienst überhaupt, die diese Spaltung verursachte. Bereits am 4. August 1914 hatte die große Mehrzahl der deutschen Adventisten in einer sehr devoten Zuschrift an das Kriegsministerium zu Berlin erklärt:

"Wir halten uns in diesen gegenwärtigen ernsten Kriegszeit dazu verpflichtet, für die Verteidigung des Vaterlandes einzustehen und auch am Sonnabend (Sabbat) unter diesen Umständen die Waffe zu führen."

Eine ähnliche Erklärung erging am 5. März 1915 an das Generalkommando, des von VII Armeekorps.
Unterzeichnet war diese Erklärung von L. A. Conradi, den Vorsteher der europäischen Abteilung der Adventisten, von Schubert dem Vorsteher der ostdeutschen Adventisten-Union, und Drinhaus dem Vorsteher der sächsischen Vereinigung. Das war also eine offizielle Stellungnahme die im Widerspruch stand mit dem auf amerikanischen Konferenzen festgelegten pazifistischen Lehren.

Ein Teil der deutschen Adventisten widerstand deshalb diesen offiziellen Beschluss. Dadurch kam es zu erbitterten Streit. Für die Kriegsadventisten, die den alten Grundsätzen untreu geworden waren, wandten sich in heftigster Weise gegen die Anhänger der alten Lehre.

In einem in den "Dresdner neuesten Nachrichten" unter dem 12. April 1918 veröffentlichen Aufsatz nennen sie dieselben
"unnüchterne Elemente mit törichten Ideen"
und fahren recht lieblos fort:
"Wenn solche Elemente ihr verdientes Schicksal finden, so tut man uns in der Tat einen Gefallen."

Dann zählen sie im Fortgangs des Artikels die eigenen Verdienste ums Vaterland auf. Diese Kampfesart berührt sehr unsympathisch."


Zuletzt auch (wieder) dokumentiert ist dieses Thema auch in einem im Jahre 2008 erschienenen Buch von Johannes Hartlapp

Hartlapp referiert die Nazizeit; die Zeit des ersten Weltkrieges kommt bei ihm nur "am Rande mit vor". Zwar kann man Teile des Buches auch via des Google Bucheinscann-Programmes sichten, gleichwohl wird derjenige, der diesen Weg verfolgt, nicht von sonderlichem "Glück" verfolgt sein.
Ich hatte es erst auch auf diesem Wege versucht; alsbald aber erfahren müssen.
Erstens gibt es nur Teile aus dem Buch.
Zweitens ist die IP des Interessenten dann auch von Google registriert.
Werden in der Sicht von Google "zuviele" Seiten aus dem Buch aufgerufen, setzt der Sperrmechanismus ein, dass selbst Seiten, die zu den zugänglichen gehören, für diesen Interessenten dann eben nicht mehr zugänglich sind (eine Erfahrung die auch ich machen "durfte").

Da mir die 76 Euro regulärer Buchhandelspreis, für dieses Buch dann doch etwas zu happig sind, und mir das Buch doch wichtig genug ist, habe ich mich dann für den Weg der Ausleihe aus einer wissenschaftlichen Bibliothek entschieden, was ich nur allen weiteren Interessenten gleichfalls empfehlen kann.
Wie gesagt, Hartlapp referiert vorrangig die Nazizeit.
Zu letzterer eine charakteristische "Kostprobe" daraus:

http://books.google.de/books?id=IwD9eN4oJ9gC&pg=PA459&dq=Adventisten+Wehrdienst&cd=1#v=onepage&q=Adventisten%20Wehrdienst&f=false

Es muss allerdings auch gesagt werden. Mit Rutherfords Machtantritt, begann sich das Verhalten - dann buchstäblich einzelner - Bibelforscher in der Wehrdienstfrage zu verändern.
Es sind in der Tat für diesen Zeitraum, in der zeitgenössischen einschlägigen Zeitschriftenliteratur, zu nennen ist besonders ein Aufsatz in der "Zeitschrift für die gesamte Neurologie und Psychatrie, Originalien", buchstäblich einzelne Fälle, diesbezüglich dokumentiert.
Aber das galt eben ausdrücklich nicht für den Zeitraum von Russell's Lebenszeit

Man vergleiche zum Thema auch
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,37594,42133#msg-42133
Alternativ auch
Im Zeitspiegel 3
Dort der Eintrag vom 04. Dezember 2009 04:09

Sowie zuletzt auch den Disput:
http://forum.sektenausstieg.net/showthread.php?t=11590&page=4
(und weitere Detailpostings in diesem Thread).

Missbrauchsfall

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 20. Februar 2010 03:25

Gelesen in einem Bericht  unter anderem den Satz:

"... Besonders erschüttert hat ihn, dass ausgerechnet ein Mann, der jahrelang in seiner Funktion innerhalb der Glaubensgemeinschaft den Menschen gepredigt habe, solche Vergehen zu unterlassen, dann selbst Mädchen sexuell missbraucht habe."
Und weiter:
"war der Beschuldigte als so genannter Organisator von Ältesten in einer Region des Kreises tätig.."
[Ich vermute mal, bezüglich der Vokabel "Organisator", gemeint ist wohl "Koordinator", oder wie man früher dazu sagte "Altester", respektive noch früher Versammlungsaufseher].
Auch in diesem Bericht ersichtlich. Es gab (wieder mal) Bestrebungen zum "deckeln" zum nicht ruchbar werden lassen. Erst als dieses Kalkül nicht aufging wurde umgeschaltet).

16. Februar

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 16. Februar 2010 00:19

Nun, da an einem gewissen (wenn auch nicht runden) Tage ein Herr Russell Geburtstag hatte (und er hatte ja wohl noch keine Skrupel, den dann auch zu feiern; das sollte ja erst sein ungeahnter Nachfolger verändern), mag ja ein kleines "Ständchen" so unpassend auch nicht sein.
Es soll ja wohl auch so eine Gepflogenheit sein, "würdigen" Jubilären durch Kindermund gratulieren zu lassen.
Das mit dem Kindermund, klappt in diesem Falle aber nicht so recht. So muss der Jubilar schon eher mit Jugendlichen vorlieb nehmen.
Und siehe da, die zehnte Klasse einer Schule, fand sich sogar bereit, diese "Gratulationskur" vorzunehmen.
Ob dem Gratulierten allerdings deren Schlussatz auch gefallen wird, erscheint wohl nicht so ausgemacht. Denn dieser Schlussatz lautet prägnanterweise:

"Fazit: Die Zeugen Jehovas gehen entschieden zu weit mit ihrer Bibeltreue".

Weiteres in:
ema.bonn.de/reli/10/ZeugenJehovasEin.html

Bremer "Grüne"

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 20. Februar 2010 03:33

Die Bremer "Grüne" sind ganz "hin und hergerissen".
Nicht "neues unter der Sonne" wäre mein Kommentar dazu.
Der Kommentator reibt den "Grünen" auch unter die Nase. In Sachen Islamisten aber halten sie es anders.

Tja da muss man dann dem Kommentator wohl noch den "Nachhilfeunterricht" erteilen.
Islamisten sind ja auch keine prinzipiellen Wahlverweigerer.
Und bei diesem Punkt, den man als den eigentlich relevanten bezeichnen kann, liegt letztendlich der "Hund begraben". Egal ob bei FDP und CDU in Baden-Württemberg; egal ob bei SPD in Rheinland-Pfalz, oder eben auch bei den "Grünen" in Bremen.

In einem weiteren Kommentar zum Thema der "taz" taucht die Vokabel Populismus auf.
Genau dieses Vokabel möchte ich dann meinerseits mit dem Dank der Verachtung, Verachtung der fraglichen Kommentatoren, an selbige zurückgeben.
Deren Populismus, ist zumindest für unsereins, unerträglich!
...

Siehe zum Thema Bremen auch:
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,27753,30178#msg-30178

Re: Bremer "Stadtmusikanten"

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 12. März 2010 05:43

Die "Bremer Stadtmusikanten" etwas neuzeitlicherer Art blasen die Rückzugsfanfare.
Dies wiederum verwundert unsereins nicht.
Da keine relevante politische Kraft in diesem Lande dem Kirchenfilz zu nahe tritt oder treten will.
Die Bremer "Grünen" da auch ihre Günstlinge haben, wenn auch nicht unbedingt die Zeugen zu denen gehören. Das dann aber auch deshalb nur, weil auch besagte "Grüne" sich nicht mit der ZJ-Politikabstinenz anfreunden können, wie ja auch die anderen Parteien.
Mit der Politikabstinenz könnten sich schon mal die Nazis und ihre ostdeutschen Nachfolger nicht anfreunden, und dokumentierten das auch durch ihre drastischen Reaktionen darauf.
Die Zeiten haben sich ja nun gewandelt.
Drastische Reaktionen im Sinne der Nazis sind dabei heute nicht mehr angesagt.
Statt dessen gibt es "ersatzweise" ein paar "Kabarettnummern" dafür.
Eine besonders skurrile Lachnummer kann man dabei derzeit auch in Bremen "bewundern"

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