Re: Schaufensterrede Made in Baden-Württemberg

geschrieben von: Alphabethus

Datum: 05. Dezember 2009 15:59

Danke für die Hinweise. Jedoch bezieht sich die Adhoc Meldung auch auf Angaben der Religionsgemeinschaft. Ich wurde stutzing, als mich ein Bayerischer Beamter, der in Sachen Familie und Jugend eine wichtige Rolle spielt, darauf hingewiesen hat, dass offenbar bisher in einem offiziellen bayerischen Organ, nicht auf die Anerkennung verwiesen wurde. Also Amtblatt oder sowas. Welche Gründe dies hat bin ich am rätseln. Wenn es den Tatsachen entspricht, dass sie bereits eine Rundfunksendung bekommen haben, dann gibt es doch nichts mehr zu vertuschen.
Meine herzlichen Grüße aus Bayern und die besten Wünsche für eine geruhsame Zeit.
Alphabethus

Re: Schaufensterrede Made in Baden-Württemberg

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 05. Dezember 2009 16:15

Zitat:

Alphabethus
Wenn es den Tatsachen entspricht, dass sie bereits eine Rundfunksendung bekommen haben, dann gibt es doch nichts mehr zu vertuschen.

Siehe dazu auch:

http://forum.sektenausstieg.net/showthread.php?t=10871&highlight=Radio

Re: Schaufensterrede Made in Baden-Württemberg

geschrieben von: Mona

Datum: 06. Dezember 2009 15:29

Servus Alphabethus,

schau mal auf Bayern5 online.
Ciao
Mona

Re: Radio Bayern 2

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 16. Januar 2010 02:45

Relativ "interessant" die Programm-Zusammenstellung.

Da geben also morgen "im Duett" die Neuapostolische Kirche und die Zeugen Jehovas, auf dem Radiosender "Bayern 2" ihre Auffassungen kund.
Diese Sendereihe "Positionen" erinnert stark (einschließlich der angesetzten Sendezeit) an den früheren Sender RIAS in Berlin, der es allsonntäglich ähnlich hielt. Da kamen Reihum auch die verschiedensten kleineren Religionsgemeinschaften, mit einer 15 Minuten-Sendung zu Wort.

Damals der "Standardsatz"
Der damalige Berliner Stadtaufseher der Zeugen, Helmut Krüger, verlas einen Text, den WTG-Funktionäre Willy Pohl verfasst hat.
Eigene Texte durfte Herr Krüger nicht vortragen. Es wurde ihm lediglich zugebilligt, sich als "Papagei" für Pohl zu betätigen.
Es wurde in diesen Sendungen auch immer erwähnt, das Herr Krüger nur das verliest was da der Herr Pohl verfasst hatte.

Zum Schluss dieser Sendungen gab es dann noch ein Lied des Chores der Zeugen Jehovas.
Da wiederum charakteristisch.
Auch die anderen Gruppen die da zu Wort kamen, hielten es ähnlich.
Verglich man etwa die Musikangebote, seitens der Mormonen oder auch der Johannischen Kirche, die da mit eingespielt wurden, mit denen der Zeugen Jehovas, konnte man letzteren bescheinigen.
Die Zeugen sind wohl in Sachen Musik nie aus "Hintertupfingen vorm Mond" herausgekommen.
Da boten andere weitaus qualitativ besseres!

Re: Radio Bayern 2

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 17. Januar 2010 10:02

Offensichtlich war das auch für die Neuapostolische Kirche die erste Radiosendung dieser Art auf "Bayern 2".
Man wird wohl nicht fehl gehen in der Interpretation.
Die haben mitbekommen:
Was die Zeugen haben auf Bayern 2 eine Sendereihe zugestanden bekommen, dann wir auch!
KdöR ist die NAK ja schon weitaus länger als die Zeugen.

Vergleicht man beide Sendungen, welche interessanterweise zeitlich nebeneinander platziert wurden (eine Entscheidung wozu ich dem Sender nur gratulieren kann). Jedenfalls ist mir das lieber, als wenn die Zeugen ihr Gesalbadere nur exklusiv allein vortragen.
Vergleicht man beide Sendungen kann man sagen, auch die Zeugen haben inzwischen dazugelernt.

Die Zeiten wo ein Herr Pohl seinen Berliner Lautsprecher als Papagei dressiert, auf dem RIAS agieren ließ, scheinen dann ja wohl erst mal vorbei.
Man kennt das ja auch von den ZJ-Kongressen, mit ihren dort eingebetteten Indoktrinierungs-Dramas. Ähnlich lief auch diese ZJ-Sendung ab.

Nur ein Indoktrinierungsthema, Marke kalter, abgestandener Kaffee, ohne Seitenblicke, auf die eigene unruhmvolle Geschichte dabei. Das war es dann.
Da hat mir die Sendung der NAK doch besser gefallen.
Die war im Magazin-Charakter gestaltet, und hatte eben nicht diese unerträgliche Penetranz der ZJ-Sendung.

Man lernte auch als Außenstehender einige nicht uninteressante Details zur NAK-Geschichte kennen. Etwa, wie sie denn in Bayern Fuß fassten.
Vergleichbares gab es bei der Zeugen Sendung nicht.
Die präsentierten lediglich ihren von der Müllhalde zurückgeholten verschimmelten Kaffeegrund, neu aufgebrüht und als der "Weisheit letzter Schluss", im Sinne eines nicht hinterfragbaren apodiktischen Themas.

Wieder mal was aus dem "Ländle" (Baden Württemberg)

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 29. Dezember 2009 14:57

Ja ja:
"Die Väter aßen saure Trauben, und den Söhnen wurden die Zahne stumpf", wäre eigentlich nur zu einer weiteren Baden-Württemberg bezüglichen Meldung zu kommentieren.

Wer nicht konsequent ist (nicht sein will) braucht sich auch nicht zu wundern, wird er als Folge seiner Inkonsequenz dann auch mal bei passenden Gelegenheiten "über den Tisch gezogen."
Im übrigen könnten die, die sich da jetzt zu echauffieren gedenken, mal bei ihrem Kollegen Peter Straub (seines Zeichens Präsident des Landtags von Baden-Württemberg) nachfragen, wie der es denn so mit den Zeugen Jehovas hielt.

Und als kleine Gedächtnisstütze.
In einem von Herrn Regin Weinreich (ein Zeuge Jehovas) herausgegebenen Buch findet man auch ein Grußwort an die Zeugen Jehovas (1999), eben von besagtem Herrn Straub.
Selbiges mag sich ja in relativ "neutralen" Dimensionen bewegt haben.
Einer anderen Dame (aus der Schweiz mit Namen Eva Kuhn), dort auch ein Grußwort zum "besten" geben, würde ich allerdings bedenkliche Geschichtsklitterung bescheinigen.
Siehe
http://www.manfred-gebhard.de/Kuhn.htm
Mir ist allerdings nicht zu Ohren gekommen, dass Herr Straub etwa, jener Dame widersprochen hätte.
Die sangen doch eher "beide im Duett" das relative "Loblied" der Zeugen Jehovas, bei diesem 1999er Anlass.
Und nun, was ist zehn Jahre später eigentlich "anders"?
...

Ach ja noch ein Exkurs.
In der Zeitschrift „Religion Staat Gesellschaft" (Heft 1/2003) in der sich verschiedentlich schon mal Funktionäre der Zeugen Jehovas wirkungsvoll selbstdarstellen konnten.
Unter anderem der seinerzeitige Funktionär, der besonders für Geschichtsfragen zuständig war, der Herr Johannes Wrobel

(auch wenn er heute nicht mehr im aktiven Dienst der WTG tätig ist, offenbar wurde er von selbiger „hinauskomplementiert".
Das aber kaum wegen ideologischer Differenzen. Das kann man so gut wie ausschließen.
Dem vernehmen nach spielten da wohl eher monitäre Aspekte eine motivierende Rolle, dergestalt, das die Frau von Wrobel zum gesundheitlichen Pflegefall zu werden drohte.
Und da hiess die WTG-Parole an eine örtliche Zeugen Jehovas-Versammlung.
Übernehmen sie.

Das hatte man ja schon beim WTG-Funktionär Erich Frost so praktiziert (um ein anderes Beispiel zu nennen). Auch der durfte sein „Gnadenbrot" nicht mehr auf dem WTG-Gelände „geniessen".
Der wurde auch krass gesprochen - abgeschoben.
Der Fall Wrobel liegt da wohl nicht viel anders.

Jedenfalls zitiert Wrobel (wie er noch im WTG-Dienst stand) in der genannten Zeitschrift die Pressemitteilung Nummer 04/2003 vom 27. 1. 2003 des Landtages von Baden-Württemberg.
Und, was gab es da in selbiger zu lesen?
Schlichtweg eine Laudatio für die Zeugen Jehovas.
Und wo fand sie statt?
Diesmal in Ulm
Und wer war dort der Lobbredner im Sinne der Zeugen Jehovas?
Ach ja, wer noch nicht von selbst darauf gekommen sein sollte; wieder der genannte Herr Peter Straub.
Straub beschränkt sich in seinem Votum primär auf das Leid, das unfraglich dieZeugen Jehovas unter dem Naziregime erleiden mussten.
In der Beschreibung dieses Leides habe ich auch keinen Dissenz.
Den Dissenz sehe ich namentlich in dem Anteil, den man jenseits des großen Teiches, in den WTG-Bürotrakten daran hat (mit hat).
Darüber indes eine Auch-Referierung aus dem Munde der Lobsänger zu erwarten, wäre wohl wieder mal etwas zuviel erwartet.
Und sicherlich gibt es da noch ein paar mehr solcher Lobsänger ...

Re: Wieder mal was aus dem "Ländle" (Baden Württemberg)

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 30. Dezember 2009 01:26

So so, da gibt es also jetzt sogar eine Thematische Verlautbarung des bereits genannten Herrn Straub.
Eines hätte mit dem anderen nichts zu tun, lässt er verlautbaren.
Ich für meine Person kann mich indes nicht eines Kommentarwortes erwehren.
Und dieses lautet:

Doppelzüngig!

Selbst der mit zum Chor der Lobsänger der Zeugen Jehovas gehörende Dr. Detlef Garbe.
Zwischenfrage: Warum lädt man den nicht ein, anstatt eines Funktionärs der Zeugen Jehovas?

Selbst Garbe räumt ein; als "Vorbild" für nachfolgende Generationen, sei das Verhalten der WTG-Organisation in der NS-Zeit, wenig bis nicht geeignet.
Wenn es gälte Vorbilder aus dieser Zeit zu benennen, könnte man - beispielsweise - auf Dietrich Bonhoeffer und ähnliche verweisen.
Die Zeugen-Organisation mit ihrer 1929er Obrigkeitsthese, die voll in der Nazizeit mit durchschlug, sei da wohl kaum als "vorbildlich" zu bezeichnen.

Das Einladen eines Zeugen Jehovas-Funktionär's in den Baden Würrtembergischen Landtag ist ein Affront, ein Schlag ins Gesicht derjenigen, welche nicht umhin kommen die WTG-Religion kritisch zu bewerten.
Und verlautbart sich dann gar noch ein wesentlicher Strippernzieher in scheinheiligen Worten dazu, wird die ganze Sache auch nicht "besser".

...

Re: Wieder mal was aus dem "Ländle" (Baden Württemberg)

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 30. Dezember 2009 07:57

Also einer weiteren Meldung ist noch zu entnehmen:

Ort der Veranstaltung ist Freiburg.
Garbe spricht dort auch.
Als Redner seitens der Zeugen Jehovas ist Slupina benannt.
Also wenn auch nun Garbe mit auf dem Programm steht, der sich in Anwesenheit von Slupina wohl inhaltlich "mehr als zurückhalten wird" (wie gehabt bereits bei frühreren Anlässen) bleibt in der Substanz bestehen.
Eine de facto Aufwertung der WTG.
Die "Vermarktung" zu späteren Zeitpunkten im Sinne der WTG ist vorprogammiert.
So wird Politik gemacht!
So werden Weichen gestellt!
Heuchlerpack mein letztes Wort zu diesem Vorgang!

Re: Wieder mal was aus dem "Ländle" (Baden Württemberg)

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 18. Januar 2010 03:33

Marktwirtschaft nennt man das dann wohl.
Am 28 Januar (ein Donnerstag) will der Baden-Württembergische Landtag, unter den Auspizien des bereits einschlägig bekannten dortigen Landtagspräsidenten, in einer würdevollen Feierstunde der Zeugen Jehovas gedenken, nicht irgendwo, sondern konkret in Freiburg.
Und siehe da, es gibt im Buchhandel eine Vorankündigung für den 26. Januar.

Das Timing ist schon beachtlich.

Es ist nicht überliefert ob denn die Anwesenden jener Feierstunde jenes Buch kaufen können (für 18 Euro) oder ob es ihnen gar bei jenem Anlass so überreicht wird.
Solcherlei Promotion soll ja auch andernorts nicht unbekannt sein.
Jeder macht halt die Geschäfte, die ihm möglich sind.
Und sei es auch nur das Geschäft mit dem Leid der Vergangenheit.

Re: Wieder mal was aus dem "Ländle" (Baden Württemberg)

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 18. Januar 2010 05:08

Re: Wieder mal was aus dem "Ländle" (Baden Württemberg)

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 18. Januar 2010 05:08

Da wird der Buch-Herausgeber Hubert Roser sich aber freuen, dass er diesmal offenbar etwas mehr Glück hat.
Im Jahre 2001 jedenfalls schien ihn das Glück etwas verlassen zu haben.
Es war auch für die WTG-nahe Webseite "Standhaft.org", die vor allem durch nicht zu registrierende inhaltliche Aktualisierungen "glänzt", eine Ehrensache, für das 2001er Buch von Roser die Werbetrommel zu rühren

Und in der Tat, auch der Buchhandel kündigte jenes Buch als "demnächst" erscheinend an.
Dieses "demnächst" kann dann ja bald ein zehnjähriges Jubiläum feiern, ähnlich wie beim Fall des zweiten ZJ-bezüglichen Buches von Garbe.

Vielleicht mag der Fall "Roser 2001" aber in Sonderheit darin etwas anders liegen, weil sich dann nämlich auch die Zwangsläufigkeit ergeben hätte, auf die berühmt-berüchtigte Schweizer Wehrdiensterklärung von 1943 mit zu sprechen zu kommen.

Kritiker will einfach der Kommentarsatz nicht entweichen, dass da die WTG sich wohl kaum mit Ruhm bekleckert hatte.
Vielleicht sahen das nicht bloß die Kritiker so.
Aber die Schönredner lieben es halt nicht, ihre eigenen Schönreden desavouiert zu sehen.

Nun mag man ja einwenden (siehe das Beispiel Garbe) wirtschaftliche Überlegungen hätten im letzten Moment "Roser 2001" noch vereitelt.
Die wirtschaftliche Komponente sei keineswegs in Abrede gestellt.
Erinnert sei aber auch daran, dass die Zeugen Jehovas nahe Arnold-Liebster-Stiftung schon mal andere Zeugen Jehovas nahe Bücher bezuschusst hat, um ihr Erscheinen zu gewährleisten.

Für Roser 2001 indes fühlte sich weder jene Stiftung, noch sonstige ZJ-Kreise, noch die WTG zuständig (finanziell)
Ergo dürfte "Roser 2001" eines sanften Todes sterben, was dann ja tief blicken lässt!

Re: Wieder mal was aus dem "Ländle" (Baden Württemberg)

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 18. Januar 2010 05:55

Übrigens, auch der nicht unbekannte Herr Max Wörnhard, soll dem beglaubigtem Vernehmen nach, in jenem "bisher" nicht erschienenen Buch (Roser 2001) mit vertreten sein.
Namentlich und nicht zuletzt auch mit einer Apologie die Schweizer WTG-Wehrdiensterklärung von 1943 betreffend.

Was besagter Herr Wörnhard da so "alles auf dem Kasten hat", kann man auch an einem anderen Beispiel ablesen.
Es war für Wörnhard offenbar eine Ehrensache, in einer in Buchform vorliegenden Festschrift, für den nicht unbekannten Herrn Besier, anläßlich dessen 60. Geburtstag mit vertreten zu sein.

Wörnhard will sich aber als Zeuge Jehovas verstanden wissen, zu deren Praktiken eben auch die (theoretische) Ablehnung von Geburtstagsfeiern gehört.
Macht nichts, sagte sich Wörnhard.
Wenn der ZJ Mickey Spillane mit anrüchrigen Kriminalromanen brutalster Art Furore machen kann (ohne deswegen ausgeschlossen zu werden).
Oder wenn der ZJ "Rickey King" Weihnachtslieder vermarkten darf (ohne disziplinarischer Konssequenzen seitens der Zeugen für letzteren) (und es gäbe da wohl noch einige ähnlich gelagerte Fälle).
Dann gilt auch für Wörnhard.
Es gibt immer ein paar die "gleicher als die anderen Gleichen" sind.
Und diese Rechung ging dann ja auch auf
Ergo darf Herr Wörnhard dem Herrn Besier eben auch zum Geburtstag gratulieren.
Sein eigenes Gewissen (wenn er denn eines hat) beschwichtigt dann Wörnhard in einer Fußnote in der Besier-Festschrift.

Da fällt es wohl nicht schwer zu erraten, wie den so seine Apologie in Sachen Schweizer Wehrdiensterklärung von 1943 auch ausfällt!

Re: Wieder mal was aus dem "Ländle" (Baden Württemberg)

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 26. Januar 2010 01:31

Im Vorfeld der morgigen "salbungsvollen Redeveranstaltung" gibt es also schon mal einen Pressebericht
www.badische-zeitung.de/suedwest-1/keine-hand-fuer-den-deutschen-gruss--26060176.html

In ihm, eher untergeordnet, auch den Detailsatz:
"Um die Opferrolle weiß Garbe genau. Aber auch, dass "die couragierte Haltung der Zeugen Jehovas sich als Leitbild in einer demokratisch verfassten Gesellschaft nur bedingt eignet. Ihr Handlungsmotiv war die Loyalität zur Theokratie, nicht die Wiedererlangung von Freiheit und Demokratie."

Es tut mir leid, meinerseits muss ich da noch etwas deutlicher werden:

Der 27. Januar wird nun schon seit einigen Jahren als Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, in entsprechenden Feierstunden gewürdigt.
Dieser Umstand als solches, sei keineswegs negativ gewertet.
Nun hat man für dieses Jahr insbesondere die Opfergruppe der Zeugen Jehovas, als besonderes Thema auserkoren. Wieder einmal eine Gelegenheit für einige Lobsänger, sich da wirkungsvoll zu produzieren.
Und auch für einige Doppelzüngler der politischen Partei CDU, erneut unter Beweis zu stellen, dass sie eben fallweise mit zwei Zungen zu reden, offenbar überhaupt keine Probleme haben.

In ihren Sonntagsreden dieser CDU-Granden, vernimmt man teilweise zwar, sie hätten Bedenken gegen eine KdöR-Begünstigung der Zeugen Jehovas in Baden-Württemberg.
Diese Sonntagsreden sind dann wohl aber noch nicht einmal das Papier wert, auf dem sie fallweise dann auch gedruckt sind.
Denn in ihrer tatsächlichen Politik befolgen ja diese Doppelzüngler genau das, was sie denn in ihren Sonntagsreden manchmal vorgeben, nicht zu wollen.

Ich werde diesen Umstand nicht abändern können. Darüber bin ich mir auch im klaren. Das könnte allenfalls der Wähler dergestalt tun, diesen Doppelzünglern am Wahltage einen kräftigen Denkzettel zu verpassen.
Diesbezüglichen sonderlichen Optimismus habe ich allerdings nicht.

Auch das muss man dann wohl sagen.
Auch andere Parteien haben sich bei dem Thema keineswegs "mit Ruhm bekleckert", eher mit dem Gegenteil davon. Ich könnte in der Tat keine Partei benennen, die da eine "rühmliche" Ausnahme wäre. Insofern können sich alle Parteien zusammen den Orden an ihr Revers heften. Mächtig zur Politikverdrossenheit selbst beizutragen. Und das keineswegs nur bei den prinzipiellen Nichtwählern, wie den Zeugen; sondern auch bei denen, die vom Prinzip her anerkennen, Nicht-wählen kann nicht "der Weisheit letzter Schluss sein."

Selbst solche Parteien, wo man eventuell meinen könnte, von ihrer Tradition her, könnte es bei ihnen anders aussehen, etwa wie die "Linken", haben sich total desavouiert.
Die Protegierung eines Herrn Besier, durch letztgenannte Partei, erfüllt den Tatbestand die zulässige "Schmerzgrenze" massiv überschritten zu haben.
Insofern wüsste ich wirklich nicht, vor welcher Partei mehr auszukotzen wäre!

Dennoch kann ich es mir nicht ganz versagen, etwas Salz in die Euphoriesuppe mit hineinzustreuen, wie sie ja insbesondere im Kontext genannter Veranstaltung wieder zu registrieren ist.

In den Jahren 1951/52 versuchte sich Margarete Buber-Neumann (bekannt auch durch ihr wesentliches Buch "Als Gefangene unter Stalin und Hitler"), auch als Zeitschriftenherausgeberin.
"Die Aktion. Monatszeitschrift" so der Titel.
In deren Nummer 7 des ersten Jahrganges, gibt es auch einen Zeugen Jehovas bezüglichen Artikel (S. 50f.)
Ein Ben Gunther berichtet da unter der Überschrift "Die Zeugen Jehovas in Wembley" über einen Kongress im Jahre 1951 selbiger in England. Mag man gewisse Aspekte dieses Berichtes auch nicht mittragen wollen und als zeitbedingt einstufen, stellt er dennoch ein aufschlussreiches Dokument dar.
Seine wesentlichen Aussagen, seien im nachfolgenden vorgestellt:

Er leitet ein:
"Am 3. August 1951 sah London einen "Propheten".
Und zwar den "Propheten Nathan H. Knorr der da vor einem andächtigen Gefolge von rund 40.000 Menschen in einem Londonder Stadion dozierte. Jenem Stadion in dem zwei Jahre früher Olympische Spiele ausgetragen wurden.


Sein Kommentar weiter:
"Mr. Nathan Knorr aus New York: das ist der Name des neuen Savonarola, der heute alle christlichen Konfessionen anklagt, den Papst ebenso wie den Erzbischof von Canterbury, weil sie als die Verantwortlichen für das Erbe Christi, es versäumt hätten, das "Königreich Gottes" aufzurichten."

Weiter in der Referierung besagten Herrn Knorr fortfahrend zitiert er ihn mit der (sinngemäßen) Aussage:
"Dieses Reich werde kommen, und allein die Zeugen Jehovas seien auserwählt, in diesem Königreich zu leben."

Angesichts dieser Perspektive so der berichtende Herr Gunther weiter, sei halt ein
"bedingungsloser Glauben" das dazu notwendige Eintrittsbillet.

Und der Berichterstatter kann es sich nicht verkneifen, weiter zu kommentieren:
"Es geschah tatsächlich im aufgeklärten England von heute, daß dieser religiöse Unsinn "prophezeit" werden konnte, und die 40.000 Zuhörer, die von einer sich zusehends steigernden Ekstase befallen wurden, klatschten besinnungslos Beifall, als der "Prophet" das Sündenregister der Kirchen, vom Konkordat mit Hitler bis zu den Reisen des "Roten Dekans" von Canterbury zum "Teufel in Moskau", aufzählte."

Auch Gunther räumt dann weiter ein:
"Manches an der Kritik des "Propheten" mag sogar richtig gewesen sein, aber das Sündenregister der anderen diente ihm schließlich nur zur Reklame für sich selbst und zur fanatischen Aufreizung der Masse, nicht nur gegen die Kirchen, sondern gegen alle bestehenden Organisationen und Bindungen, gegen bestimmte Gesetze und vor allem gegen die militärische Dienstpflicht."

Nun kommt der Punkt, wo ich mit diesem Gunther nicht mehr konform gehe. Man liest weiter bei ihm:
"Die Zeugen Jehovas behaupten, sie hätten kein politisches Programm. Gott werde für sie zur rechten Zeit kämpfen. Indem sie aber gegen jede Aufrüstung und für entschiedene Kriegsdienstverweigerung kämpfen, für Fahnenflüchtige Hilfe und Zuflucht organisieren fördern sie selbst, wenn auch unbewußt, die Interessen der Sowjets und der Kommunisten, nach ihrer Ausdrucksweise also die Interessen des "Roten Teufels in Moskau".

Namentlich die Unterstellung von "Hilfe und Zuflucht für Fahnenflüchtige" entbehrt meines Erachtens jeder beweisbaren Grundlage.
Doktrin der WTG in Sachen Wehrdienst war es von jeher, der Einzelne müsse selbst "Gewissensgeformt" für sich entscheiden.
Der Einzelne habe dann auch die Suppe auszulöffeln, die seine Entscheidung im Gefolge haben mag.

Aber namentlich arbeitet Gunter in seinem Bericht die Massenhysterischen Aspekte mit heraus, wenn er weiter ausführt:
"Man könnte nicht sagen, daß der "Prophet" sein Ziel nicht erreichte: am Schluß seiner Anklage kreischte die Masse: "Praise Jah! Praise Jah! Praise Jah!" ("Heil Jah", wobei dies die Abkürzung für Jehova ist), und sie kreischte es in einem Rhytmus, der eindeutig die vollzogene Massensuggestion bezeugte.

Man kennt diesen Rhytmus und diesen Zustand der Massen, Er erinnerte allzusehr an die Szenen im Berliner Sportpalast oder bei den Nürnberger Parteitagen. Dort wurde durch einen weltanschaulichen Fanatismus die Vernunft des einzelnen ausgeschaltet.

Auch dieser Prophet Nathan Knorr aus New York ist ein nervös-hysterischer Mensch mit starken psychopathischen Zügen, den gleichen, die Hitler und Goebbels aufwiesen. Auch er vermag seine eigene Unruhe und Hysterie suggestiv auf die Massen zu übertragen und die Gemüter erschöpfter und ruhebedürftiger Menschen in unfaßbare Leidenschaften zu versetzen.

Die religiöse Leidenschaft, die der Prophet Knorr entfachte, ist nicht weniger gefährlich als die politische Leidenschaft, die Hitler entfachte. Dieser gewann die Massen der erbitterten Arbeitslosen und entwurzelten Mittelständler, jener entflammte eine Menschenmasse, die ebenso aus Enttäuschten und Verbitterten besteht: englischen Kleinbürgern, Angestellten, Rentnern, die durch die Entwertung des Pfundes arm geworden sind, Frauen, die das Leben und die Liebe enttäuschte, politisch Verbitterten, die nicht verstehen können, daß sechs Jahre nach Kriegsende noch immer keine wirtschaftliche Besserung eingetreten ist."


Und die politische Bedeutung der Zeugen Jehovas sieht er namentlich in seiner Aussage:
"Enttäuschte und Verbitterte: das sind die Menschen, aus denen die Zeugen Jehovas ihre Anhänger gewinnen. Die große Krise, die in Deutschland die Massen Hitler zutrieb, scheint in der englischen Welt ihren Ausdruck in verworrenen und religiös-phantastischen Bekenntnissen zu finden."

Dann leitet er von England ausgehend zu Deutschland über:
"Auch in Deutschland gab es in den Krisenjahren der Weimarer Republik eine Reihe von Wundertätern und "Heiligen", die ungeheuren Zulauf hatten:
Der "Prophet" Weißenberg etwa und die Therese von Konnersreuth.


Zur Neuzeit überleitend ist seine These:
"Das Dasein der Atombombe und die andauernde politische Weltkrise machen es ihnen leicht, die Furcht und Angst der Menschen durch die Orakel des Weltunterganges zu steigern, die in dieser biblischen "Offenbarung", jeder Ausdeutung fähig, zu finden sind, Millionen mögen heute wirklich den Weltuntergang fürchten: auch sie sind es, die zu den Meetings der Zeugen Jehovas eilen und hoffen, dort für ihre geistige Not Trost und Beruhigung zu finden.

Der "Prophet" aber, der so gewissenlos auf die Furcht und Angst seiner Mitmenschen spekuliert, besitzt nichts von jener allumfassenden Menschenliebe, die das Urelement der Lehre Christi ist: er sät nur Haß gegen alle, die nicht in seinem Sinne glauben. Und wie Hitler seinen Anhängern die Zugehörigkeit zu einer auserwählten Herrenrasse vorgaukelte, suggeriert der "Prophet" seiner Anhängerschaft, daß sie die allein von Gott auserwählte Gemeinschaft sei, die den Weltuntergang überleben werde."


Reverenz erweist er ihnen dergestalt, dass auch er einräumt:
"Ihre starre Bibelgläubigkeit widerstand der Nazilehre ... Charaktervolle Menschen verdienen zweifellos die größte Hochachtung, auch diese Bibelforscher, genau unabhängig davon, daß sie religiöse Fanatiker, Wanderer ins nichts sind, genau so wie jene Kommunisten im Hitler-KZ, die Stalin die Treue hielten, obwohl dieser sie längst verraten hatte."

Seine abschließende Klage besteht in der Aussage:
"Trotzdem scheint es unmöglich, den Zeugen Jehovas die Unlogik ihrer Haltung verständlich zu machen. Vernunft überzeugt nicht, wo das Irrationale die entscheidende Rolle spielt.

Die großen Zeitungen Englands haben es nicht der Mühe wert gehalten, über das eigenartige Massenmeeting der Zeugen Jehovas zu berichten. Anscheinend existiert bei vielen Rationalisten, eine Scheu, sich mit den Irrationalen zu beschäftigen, obgleich das Irrationale in unserem aufgeklärtem Jahrhundert schon eine so tragische Rolle in der Politik gespielt hat.

Die Irrationalisten, so lehren englische Psychiater, sind immer da und werden immer da sein - wie die Bakterien. In Krisenzeiten werden sie virulent und gefährlich. So leicht es ist, in normalen Zeiten Wirrköpfe und Schwärmer abzutun: wenn zur politisch-wirtschaftlichen Krise wie heute wieder die geistige Krise hinzu kommt, dann entsteht die Gefahr, daß das Irrationale über die Massen Macht gewinnt."

Re: Wieder mal was aus dem "Ländle" (Baden Württemberg)

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 26. Januar 2010 01:31

Im Vorfeld der morgigen "salbungsvollen Redeveranstaltung" gibt es also schon mal einen Bericht

In ihm, eher untergeordnet, auch den Detailsatz:
"Um die Opferrolle weiß Garbe genau. Aber auch, dass "die couragierte Haltung der Zeugen Jehovas sich als Leitbild in einer demokratisch verfassten Gesellschaft nur bedingt eignet. Ihr Handlungsmotiv war die Loyalität zur Theokratie, nicht die Wiedererlangung von Freiheit und Demokratie."

Es tut mir leid, meinerseits muss ich da noch etwas deutlicher werden:

Der 27. Januar wird nun schon seit einigen Jahren als Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, in entsprechenden Feierstunden gewürdigt.
Dieser Umstand als solches, sei keineswegs negativ gewertet.
Nun hat man für dieses Jahr insbesondere die Opfergruppe der Zeugen Jehovas, als besonderes Thema auserkoren. Wieder einmal eine Gelegenheit für einige Lobsänger, sich da wirkungsvoll zu produzieren.
Und auch für einige Doppelzüngler der politischen Partei CDU, erneut unter Beweis zu stellen, dass sie eben fallweise mit zwei Zungen zu reden, offenbar überhaupt keine Probleme haben.

In ihren Sonntagsreden dieser CDU-Granden, vernimmt man teilweise zwar, sie hätten Bedenken gegen eine KdöR-Begünstigung der Zeugen Jehovas in Baden-Württemberg.
Diese Sonntagsreden sind dann wohl aber noch nicht einmal das Papier wert, auf dem sie fallweise dann auch gedruckt sind.
Denn in ihrer tatsächlichen Politik befolgen ja diese Doppelzüngler genau das, was sie denn in ihren Sonntagsreden manchmal vorgeben, nicht zu wollen.

Ich werde diesen Umstand nicht abändern können. Darüber bin ich mir auch im klaren. Das könnte allenfalls der Wähler dergestalt tun, diesen Doppelzünglern am Wahltage einen kräftigen Denkzettel zu verpassen.
Diesbezüglichen sonderlichen Optimismus habe ich allerdings nicht.

Auch das muss man dann wohl sagen.
Auch andere Parteien haben sich bei dem Thema keineswegs "mit Ruhm bekleckert", eher mit dem Gegenteil davon. Ich könnte in der Tat keine Partei benennen, die da eine "rühmliche" Ausnahme wäre. Insofern können sich alle Parteien zusammen den Orden an ihr Revers heften. Mächtig zur Politikverdrossenheit selbst beizutragen. Und das keineswegs nur bei den prinzipiellen Nichtwählern, wie den Zeugen; sondern auch bei denen, die vom Prinzip her anerkennen, Nicht-wählen kann nicht "der Weisheit letzter Schluss sein."

Selbst solche Parteien, wo man eventuell meinen könnte, von ihrer Tradition her, könnte es bei ihnen anders aussehen, etwa wie die "Linken", haben sich total desavouiert.
Die Protegierung eines Herrn Besier, durch letztgenannte Partei, erfüllt den Tatbestand die zulässige "Schmerzgrenze" massiv überschritten zu haben.
Insofern wüsste ich wirklich nicht, vor welcher Partei mehr auszukotzen wäre!

Dennoch kann ich es mir nicht ganz versagen, etwas Salz in die Euphoriesuppe mit hineinzustreuen, wie sie ja insbesondere im Kontext genannter Veranstaltung wieder zu registrieren ist.

In den Jahren 1951/52 versuchte sich Margarete Buber-Neumann (bekannt auch durch ihr wesentliches Buch "Als Gefangene unter Stalin und Hitler"), auch als Zeitschriftenherausgeberin.
"Die Aktion. Monatszeitschrift" so der Titel.
In deren Nummer 7 des ersten Jahrganges, gibt es auch einen Zeugen Jehovas bezüglichen Artikel (S. 50f.)
Ein Ben Gunther berichtet da unter der Überschrift "Die Zeugen Jehovas in Wembley" über einen Kongress im Jahre 1951 selbiger in England. Mag man gewisse Aspekte dieses Berichtes auch nicht mittragen wollen und als zeitbedingt einstufen, stellt er dennoch ein aufschlussreiches Dokument dar.
Seine wesentlichen Aussagen, seien im nachfolgenden vorgestellt:

Er leitet ein:
"Am 3. August 1951 sah London einen "Propheten".
Und zwar den "Propheten Nathan H. Knorr der da vor einem andächtigen Gefolge von rund 40.000 Menschen in einem Londonder Stadion dozierte. Jenem Stadion in dem zwei Jahre früher Olympische Spiele ausgetragen wurden.


Sein Kommentar weiter:
"Mr. Nathan Knorr aus New York: das ist der Name des neuen Savonarola, der heute alle christlichen Konfessionen anklagt, den Papst ebenso wie den Erzbischof von Canterbury, weil sie als die Verantwortlichen für das Erbe Christi, es versäumt hätten, das "Königreich Gottes" aufzurichten."

Weiter in der Referierung besagten Herrn Knorr fortfahrend zitiert er ihn mit der (sinngemäßen) Aussage:
"Dieses Reich werde kommen, und allein die Zeugen Jehovas seien auserwählt, in diesem Königreich zu leben."

Angesichts dieser Perspektive so der berichtende Herr Gunther weiter, sei halt ein
"bedingungsloser Glauben" das dazu notwendige Eintrittsbillet.

Und der Berichterstatter kann es sich nicht verkneifen, weiter zu kommentieren:
"Es geschah tatsächlich im aufgeklärten England von heute, daß dieser religiöse Unsinn "prophezeit" werden konnte, und die 40.000 Zuhörer, die von einer sich zusehends steigernden Ekstase befallen wurden, klatschten besinnungslos Beifall, als der "Prophet" das Sündenregister der Kirchen, vom Konkordat mit Hitler bis zu den Reisen des "Roten Dekans" von Canterbury zum "Teufel in Moskau", aufzählte."

Auch Gunther räumt dann weiter ein:
"Manches an der Kritik des "Propheten" mag sogar richtig gewesen sein, aber das Sündenregister der anderen diente ihm schließlich nur zur Reklame für sich selbst und zur fanatischen Aufreizung der Masse, nicht nur gegen die Kirchen, sondern gegen alle bestehenden Organisationen und Bindungen, gegen bestimmte Gesetze und vor allem gegen die militärische Dienstpflicht."

Nun kommt der Punkt, wo ich mit diesem Gunther nicht mehr konform gehe. Man liest weiter bei ihm:
"Die Zeugen Jehovas behaupten, sie hätten kein politisches Programm. Gott werde für sie zur rechten Zeit kämpfen. Indem sie aber gegen jede Aufrüstung und für entschiedene Kriegsdienstverweigerung kämpfen, für Fahnenflüchtige Hilfe und Zuflucht organisieren fördern sie selbst, wenn auch unbewußt, die Interessen der Sowjets und der Kommunisten, nach ihrer Ausdrucksweise also die Interessen des "Roten Teufels in Moskau".

Namentlich die Unterstellung von "Hilfe und Zuflucht für Fahnenflüchtige" entbehrt meines Erachtens jeder beweisbaren Grundlage.
Doktrin der WTG in Sachen Wehrdienst war es von jeher, der Einzelne müsse selbst "Gewissensgeformt" für sich entscheiden.
Der Einzelne habe dann auch die Suppe auszulöffeln, die seine Entscheidung im Gefolge haben mag.

Aber namentlich arbeitet Gunter in seinem Bericht die Massenhysterischen Aspekte mit heraus, wenn er weiter ausführt:
"Man könnte nicht sagen, daß der "Prophet" sein Ziel nicht erreichte: am Schluß seiner Anklage kreischte die Masse: "Praise Jah! Praise Jah! Praise Jah!" ("Heil Jah", wobei dies die Abkürzung für Jehova ist), und sie kreischte es in einem Rhytmus, der eindeutig die vollzogene Massensuggestion bezeugte.

Man kennt diesen Rhytmus und diesen Zustand der Massen, Er erinnerte allzusehr an die Szenen im Berliner Sportpalast oder bei den Nürnberger Parteitagen. Dort wurde durch einen weltanschaulichen Fanatismus die Vernunft des einzelnen ausgeschaltet.

Auch dieser Prophet Nathan Knorr aus New York ist ein nervös-hysterischer Mensch mit starken psychopathischen Zügen, den gleichen, die Hitler und Goebbels aufwiesen. Auch er vermag seine eigene Unruhe und Hysterie suggestiv auf die Massen zu übertragen und die Gemüter erschöpfter und ruhebedürftiger Menschen in unfaßbare Leidenschaften zu versetzen.

Die religiöse Leidenschaft, die der Prophet Knorr entfachte, ist nicht weniger gefährlich als die politische Leidenschaft, die Hitler entfachte. Dieser gewann die Massen der erbitterten Arbeitslosen und entwurzelten Mittelständler, jener entflammte eine Menschenmasse, die ebenso aus Enttäuschten und Verbitterten besteht: englischen Kleinbürgern, Angestellten, Rentnern, die durch die Entwertung des Pfundes arm geworden sind, Frauen, die das Leben und die Liebe enttäuschte, politisch Verbitterten, die nicht verstehen können, daß sechs Jahre nach Kriegsende noch immer keine wirtschaftliche Besserung eingetreten ist."


Und die politische Bedeutung der Zeugen Jehovas sieht er namentlich in seiner Aussage:
"Enttäuschte und Verbitterte: das sind die Menschen, aus denen die Zeugen Jehovas ihre Anhänger gewinnen. Die große Krise, die in Deutschland die Massen Hitler zutrieb, scheint in der englischen Welt ihren Ausdruck in verworrenen und religiös-phantastischen Bekenntnissen zu finden."

Dann leitet er von England ausgehend zu Deutschland über:
"Auch in Deutschland gab es in den Krisenjahren der Weimarer Republik eine Reihe von Wundertätern und "Heiligen", die ungeheuren Zulauf hatten:
Der "Prophet" Weißenberg etwa und die Therese von Konnersreuth.


Zur Neuzeit überleitend ist seine These:
"Das Dasein der Atombombe und die andauernde politische Weltkrise machen es ihnen leicht, die Furcht und Angst der Menschen durch die Orakel des Weltunterganges zu steigern, die in dieser biblischen "Offenbarung", jeder Ausdeutung fähig, zu finden sind, Millionen mögen heute wirklich den Weltuntergang fürchten: auch sie sind es, die zu den Meetings der Zeugen Jehovas eilen und hoffen, dort für ihre geistige Not Trost und Beruhigung zu finden.

Der "Prophet" aber, der so gewissenlos auf die Furcht und Angst seiner Mitmenschen spekuliert, besitzt nichts von jener allumfassenden Menschenliebe, die das Urelement der Lehre Christi ist: er sät nur Haß gegen alle, die nicht in seinem Sinne glauben. Und wie Hitler seinen Anhängern die Zugehörigkeit zu einer auserwählten Herrenrasse vorgaukelte, suggeriert der "Prophet" seiner Anhängerschaft, daß sie die allein von Gott auserwählte Gemeinschaft sei, die den Weltuntergang überleben werde."


Reverenz erweist er ihnen dergestalt, dass auch er einräumt:
"Ihre starre Bibelgläubigkeit widerstand der Nazilehre ... Charaktervolle Menschen verdienen zweifellos die größte Hochachtung, auch diese Bibelforscher, genau unabhängig davon, daß sie religiöse Fanatiker, Wanderer ins nichts sind, genau so wie jene Kommunisten im Hitler-KZ, die Stalin die Treue hielten, obwohl dieser sie längst verraten hatte."

Seine abschließende Klage besteht in der Aussage:
"Trotzdem scheint es unmöglich, den Zeugen Jehovas die Unlogik ihrer Haltung verständlich zu machen. Vernunft überzeugt nicht, wo das Irrationale die entscheidende Rolle spielt.

Die großen Zeitungen Englands haben es nicht der Mühe wert gehalten, über das eigenartige Massenmeeting der Zeugen Jehovas zu berichten. Anscheinend existiert bei vielen Rationalisten, eine Scheu, sich mit den Irrationalen zu beschäftigen, obgleich das Irrationale in unserem aufgeklärtem Jahrhundert schon eine so tragische Rolle in der Politik gespielt hat.

Die Irrationalisten, so lehren englische Psychiater, sind immer da und werden immer da sein - wie die Bakterien. In Krisenzeiten werden sie virulent und gefährlich. So leicht es ist, in normalen Zeiten Wirrköpfe und Schwärmer abzutun: wenn zur politisch-wirtschaftlichen Krise wie heute wieder die geistige Krise hinzu kommt, dann entsteht die Gefahr, daß das Irrationale über die Massen Macht gewinnt."

Re: Wieder mal was aus dem "Ländle" (Baden Württemberg)

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 27. Januar 2010 14:35

Notiert:
Anläßlich der heutigen Gedenkveranstaltungen anlässlich des Jahrestages der Befreiung von Auschwitz:

"Straub (Präsident des Landtages von Baden-Württemberg)
ging in seiner Rede jedoch nicht gesondert auf die umstrittene Glaubensgemeinschaft (Zeugen Jehovas) ein. Auch zum Streit um die geplante Anerkennung der Zeugen Jehovas als Körperschaft öffentlichen Rechts äußerte sich der Landtagspräsident in seiner Rede nicht. ..."
...

"Mit der Anerkennung einer Religionsgemeinschaft als Körperschaft öffentlichen Rechts sind Privilegien verbunden: finanzielle Vergünstigungen beispielsweise, die Mitwirkung in Rundfunk- und Medienräten, das Recht zur Erhebung von Steuern oder zur Bildung besonderer Dienstverhältnisse. Der Titel wird von den Ländern vergeben und keineswegs nur von den großen christlichen Konfessionen oder der Jüdischen Religionsgemeinschaft geführt. Im Gegenteil: Es gibt viele kleine, zum Teil durchaus obskure Gruppen, die in dem staatlichen Gütesiegel auch einen Imagevorteil und den Nachweis religiöser Gleichbehandlung erblicken. In keinem Fall wurde der Streit um die Zuerkennung aber so erbittert und ausdauernd geführt wie bei den Zeugen Jehovas. ...
Elf Bundesländer inklusive Bayern haben sie inzwischen anerkannt; in Stuttgart schickt sich zwar die Regierung ins Unvermeidliche, nicht aber das Parlament. Dort gibt es viele trotzige Stimmen, die es auf einen weiteren Prozess ankommen lassen möchten, auch ohne neue Argumente. Andere schlagen eine Änderung des Körperschaftsgesetzes vor, um wenigstens künftigen Aspiranten den Antrag zu erschweren, aber da fürchten die etablierten Kirchen Verschlechterungen."

Jener Kommentar fragt weiter:
"Und welche Zusatzkriterien will man einführen?"

Die Antwort wäre: Trennung von Staat und Kirche, nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis!

ZJ-Statistik für vergangenes Dienstjahr

geschrieben von: Freier Erdenbürger

Datum: 02. Januar 2010 18:13

Hallo zusammen,

"Alle Jahre wieder", kann man da nur sagen oder singen. - Weiß jemand von euch, wie viel Prozent Wachstum JZ letztes Dienstjahr weltweit zu verzeichnen hatten und wie viel in Deutschland? Wie viele Gedächtnismahlteilnehmer gab es insgesamt und wie groß war die Anzahl der Täuflinge?

Mit Dank im Voraus und besten Wünschen fürs neue Jahr
Freier Erdenbürger

Re: ZJ-Statistik für vergangenes Dienstjahr

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 02. Januar 2010 22:52

Die offizielle Statistik für das Dienstjahr 2009 im Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2010 steht noch aus.

Hier nochmal, zum späteren Vergleich, die nicht so ausführliche Statistik wie im Jahrbuch 2009 auf der offiziellen Website der WTG:
www.watchtower.org/e/statistics/worldwide_report.htm

Re: ZJ-Statistik für vergangenes Dienstjahr

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 03. Januar 2010 07:11

Auffällig an der Berichtstabelle für 2008.
Es werden nur noch die Höchstzahlen ausgewiesen.
Die frühere (auch) Angabe der Durchschnittsverkündigerzahl wurde wegrationalisiert.
Macht sich im WTG-Sinne selbstredend optisch besser.

Zu den "Wegrationalisierungen" gehört dann wohl auch.
Das diese Tabelle - theoretisch - alphabetisch geordnet ist.
Da findet man gleich einleitend als "Event" Weissrussland unter B eingeordnet.
Offenbar ist der Englischsprachige Standard da das "Maß aller Dinge".
Ersichtlich auch am Fall Österreich, welches andernorts ja vielfach als Austria gehandelt wird, und so in dieser Tabelle auch eingeordnet ist. Oder Ungarn (Hungary) und noch ein paar mehr Beispiele.
Eine Anpassung an deutsche Sprachgepflogenheiten, ist offenbar nicht mehr drin.

Mag insgesamt auch unter Nutzung der Höchstzahlen ein kontinuierlicher Zuwachs suggeriert werden, gibt es aber (2008 im Vergleich zum Vorjahr) auch "Stagnations"länder.
Zum Beispiel Belgien, Niederlande, Spanien, Polen, Tschechische Republik (im europäischen Bereich). Vielleicht noch ein paar mehr. Da aber verweist ja die WTG auf ihre gestiegenen Höchstzahlen im Vergleich zum Vorjahr.

Selbst einer der "Shotingsstars", das afrikanische Land Sambia, weist Stagnationserscheinungen auf. Konnte man dort im Jahre 2006 ein Verhältniszahl zur übrigen Bevölkerung von 1 zu 83 feiern, sackte diese Verhältniszahl im Jahre 2008 auf 1 zu 87 ab. Und das trotz des Umstandes, dass die numerische Höchstzahl weiter gewachsen ist. Offenbar ist aber die dortige Bevölkerung (auch wohl "dank" der Kondompolitik des Herrn Papstes) wohl noch etwas schneller gewachsen.

Übrigens dass hier schon früher thematisierte St. Helena (am "Ende der Welt") mit seiner traumhaften Verhältniszahl von 1 zu 30 sackte im Jahre 2008 wieder auf 1 zu 35 ab.
Wenn es um Verhältniszahlen geht (bei gleichzeitigem Ansteigen der Höchstzahl), braucht man wohl auch die Schweiz nicht zu vergessen.
1995 hatte man dort eine Verhältniszahl von 1 zu 381.
Im Jahre 2008 ist man dort bei 1 zu 417 "angelangt"; und noch ein paar mehr (etwa die Slowakei; früherer Teil der Tschechoslowakei) und andere.

Re: ZJ-Statistik für vergangenes Dienstjahr

geschrieben von: Freier Erdenbürger

Datum: 03. Januar 2010 11:01

Hallo "Drahbeck", du treuer Wächter in finstrer Zeit,

vielen Dank für diesen Kommentar der offenbar geschönten ZJ-Statistik allgemein.

Als buchstäblich freier Erdenbürger beobachte ich unabhängig von ZJ aufmerksam das Weltgeschehen, welches mit der ZJ-Statistik resoniert und noch weit in die Zukunft weist. Solange ZJ noch über 2 % Wachstum haben, dürfte es gemäß objektiver Mathematik und harmonischer Kurvenverläufe (etwa durch Berücksichtigung der relevanten Parameter auf Millimeterpapier) mindestens noch 5 bis 7 Jahre dauern, bis der stabile Nullpunkt erreicht ist. Und was dann? Dann wird entweder die große Drangsal beginnen oder sich JZ als Volk allmählich auflösen, weil sich alles als Trug erwiesen hat. Meiner Meinung nach wäre es vermessen, heute entweder das Eine oder das Andere vehement als Dogma zu verkünden.
Liebe Grüße
Freier Erdenbürger

Re: ZJ-Statistik für vergangenes Dienstjahr

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 03. Januar 2010 11:48

Aus meiner Sicht nehmen die WTG-geführten ZJ vor allem eine machtpolitische Funktion; Funktion zugunsten der USA wahr.
Der totalitäre Osten ist heutzutage allgemein verschrieen, eben wegen seines Totalitarismus. Und diesen Aspekt betreffend habe auch ich keinen Dissenz.
Gleichwohl hat der Osten in der Analyse der Politik der USA einen durchaus klaren Blick gehabt. Die Vokabel "Imperialismus" ist da durchaus sachgerecht.

Imperialismus gab und gibt es auch andernorts.
Die Frage ist lediglich, wer der jeweilige Nutznießer ist.
"Früher hatten wir das Land - und ihr die Bibel.
Jetzt haben wir die Bibel und ihr das Land."
Diese "Indianerklage" hat mittlerweile weltweite Dimensionen.
Dummheitsverkauf erfolgt nicht "aus Spass" sondern zum Nutzen der Verkäufer.

Man sehe sich als Beispiel nur die Jahrzehntelange USA-Politk im eigenen Lande, in Sachen Krankenversicherung an, welche die hiesige Bonzenpartei FDP am liebsten kopieren möchte.
Wer finanziell betucht ist, denn stört solch eine Politik nicht.
Im gesundheitlichen Notfall hat er dann immer noch ausreichend Mittel, um fallweise ärztliche Behandlung "aus der Portokasse" selbst zu bezahlen.
Treffen tut diese Politik vor allem die, welche am anderen Ende der finanziellen Skala sich befinden.

Die grundsätzliche Politikabstinenz der Zeugen begünstigt solche Verhältnisse, sucht sie weltweit zu etablieren.
Damit will ich jenen nicht das Wort reden, die die Zeugen zur Aufgabe der Politikabstinenz zwingen wollen, etwa in Form Wahlpflicht und ähnliches. Dazu sind die Erfahrungen aus der Hitlerzeit und Ostdeutschland, in der Tat zu abschreckend.
Und genannte Regime nahmen ja schon besonders an der Politkabstinenz Anstoss.
Das die Zeugen nebenbei variierte Jenseitsverkäufer waren, hätte diese Regime nicht weiter gestört. Was sie vor allem störte, war eben die Politikabstinenz.

Wird die Politik genannter Regime und ihrer Möchtegerne-Wiederholer, auch aufs entschiedenste abgelehnt, bleibt dennoch bei nüchterner Analyse das Resultat bestehen, dass jene Dummheits-Inhalierten Politikabstinenten, die Geschäft gewisser Herrschaften betreiben, die andeutungsweise skizziert wurden.
Es gibt im Leben kein Vakuum, sondern nur Sieger und Verlierer.

Der Dummheitsverkauf der WTG nimmt in diesem Kontext sehr wohl auch eine politische Option wahr.
Und so wie höchste USA-Kreise etwa Scientology begünstigen, gilt das mittlerweile auch für de WTG.
Wer deren "Totenglöcklein" vorschnell leuten möchte, muss sch sagen lassen.
Das Leben folgt nicht den Gesetzen, die man gerne selber hätte, sondern anderen.

Country

Re: ZJ-Statistik für vergangenes Dienstjahr

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 08. Januar 2010 05:23

Auch auf der Basis der 2009er Zahlen, wo seitens der WTG nur noch Höchstzahlen genannt werden (aber keine "Durchschnitts-Verkündigerzahlen" mehr), kann verallgemeinernd festgestellt werden.
Weiterhin mäßiges Wachstum, namentlich im Bereich sogenannten "Dritte Welt", und auch einige Stagnationsländer, insbesondere auch in Europa

www.watchtowerwiki.org/files/2009 Annual Report.pdf

Auffällig etwa das an die USA grenzende Mexiko mit der dortigen Steigerung der Verhältniszahl zur übrigen Bevölkerung auf 1 zu 156 (im Vorjahr war es noch 1 zu 161).

Als "Gegenpol" (vielleicht) Chile in Südamerika.
Dort "sackte" die Verhältniszahl zur übrigen Bevölkerung, auch im Vergleich zum Vorjahr weiter ab, auf 1 zu 240.
Im Jahre 2004 hatte man dort schon mal einen Wert von 1 zu 214.

In Europa hingegen registriert man zwar auch Länder mit Wachstum, aber auch einige "Stagnationsländer"
Belgien etwa, meldet im Vergleich zum Vorjahr 20 "Verkündiger" mehr.
Trotzdem sackte dort die Verhältniszahl auf 1 zu 431 ab.
Im Jahre 1994 meinte man dort schon mal den Wert von 1 zu 364 erreicht zu haben.

Die Tschechische Republik meldet eine Verhältniszahl von 1 zu 688.
1999 meinte man dort, schon mal bei der Verhältniszahl 1 zu 603 angelangt gewesen zu sein.

Dänemark: Verhältniszahl 1 zu 386.
Im Jahre 1992 "feierte" man dort schon mal ein 1 zu 315.

Finnland, geringfügiger Rückgang um 42 Verkündiger, im Vergleich zum Vorjahr. Verhältniszahl 1 zu 280.
1996 war dort die Verhältniszahl schon mal bei 1 zu 261.

Frankreich 1 zu 508. In "besseren Tagen", etwa im Jahre 1995, meinte man dort schon mal ein 1 zu 459 erreicht zu haben.

Deutschland weist gegenüber dem Vorjahr einen numerischen Zuwachs auf. Unbeantwortet dabei die Frage. Aus welchen Bevölkerungsschichten?
These: Höchstwahrscheinlich besonders aus denen mit Migrations-Hintergrund.
Verhältniszahl jetzt 1 zu 494.
Aber auch hier war man im Jahre 1996 schon mal bei 1 zu 481 angelangt gewesen.

Niederlande. 514 Verkündiger weniger als im Vorjahr.
Verhältniszahl 1 zu 543.
1995 hatte man dort schon mal ein 1 zu 475.

Schweden: Rückgang um 321 Verkündiger, im Vergleich zum Vorjahr.
Verhältniszahl 1 zu 415.
1996 "feierte" man dort schon mal ein 1 zu 361.

Schweiz: 219 Verkündiger weniger als im Vorjahr.
Verhältniszahl 1 zu 426.
1997 war man dort schon mal bei 1 zu 380.

Spanien: 324 Verkündiger weniger als im Vorjahr.
Verhältniszahl 1 zu 424.
1997 "feierte" man dort schon mal ein 1 zu 382.

Österreich. Numerischer Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr.
Jetzige Verhältniszahl 1 zu 400.
Aber auch dort hatte man 1994 schon mal ein 1 zu 378.

Re: ZJ-Statistik für vergangenes Dienstjahr

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 08. Januar 2010 05:23

Auch auf der Basis der 2009er Zahlen, wo seitens der WTG nur noch Höchstzahlen genannt werden (aber keine "Durchschnitts-Verkündigerzahlen" mehr), kann verallgemeinernd festgestellt werden.
Weiterhin mäßiges Wachstum, namentlich im Bereich sogenannten "Dritte Welt", und auch einige Stagnationsländer, insbesondere auch in Europa

www.watchtowerwiki.org/files/2009 Annual Report.pdf

Auffällig etwa das an die USA grenzende Mexiko mit der dortigen Steigerung der Verhältniszahl zur übrigen Bevölkerung auf 1 zu 156 (im Vorjahr war es noch 1 zu 161).

Als "Gegenpol" (vielleicht) Chile in Südamerika.
Dort "sackte" die Verhältniszahl zur übrigen Bevölkerung, auch im Vergleich zum Vorjahr weiter ab, auf 1 zu 240.
Im Jahre 2004 hatte man dort schon mal einen Wert von 1 zu 214.

In Europa hingegen registriert man zwar auch Länder mit Wachstum, aber auch einige "Stagnationsländer"
Belgien etwa, meldet im Vergleich zum Vorjahr 20 "Verkündiger" mehr.
Trotzdem sackte dort die Verhältniszahl auf 1 zu 431 ab.
Im Jahre 1994 meinte man dort schon mal den Wert von 1 zu 364 erreicht zu haben.

Die Tschechische Republik meldet eine Verhältniszahl von 1 zu 688.
1999 meinte man dort, schon mal bei der Verhältniszahl 1 zu 603 angelangt gewesen zu sein.

Dänemark: Verhältniszahl 1 zu 386.
Im Jahre 1992 "feierte" man dort schon mal ein 1 zu 315.

Finnland, geringfügiger Rückgang um 42 Verkündiger, im Vergleich zum Vorjahr. Verhältniszahl 1 zu 280.
1996 war dort die Verhältniszahl schon mal bei 1 zu 261.

Frankreich 1 zu 508. In "besseren Tagen", etwa im Jahre 1995, meinte man dort schon mal ein 1 zu 459 erreicht zu haben.

Deutschland weist gegenüber dem Vorjahr einen numerischen Zuwachs auf. Unbeantwortet dabei die Frage. Aus welchen Bevölkerungsschichten?
These: Höchstwahrscheinlich besonders aus denen mit Migrations-Hintergrund.
Verhältniszahl jetzt 1 zu 494.
Aber auch hier war man im Jahre 1996 schon mal bei 1 zu 481 angelangt gewesen.

Niederlande. 514 Verkündiger weniger als im Vorjahr.
Verhältniszahl 1 zu 543.
1995 hatte man dort schon mal ein 1 zu 475.

Schweden: Rückgang um 321 Verkündiger, im Vergleich zum Vorjahr.
Verhältniszahl 1 zu 415.
1996 "feierte" man dort schon mal ein 1 zu 361.

Schweiz: 219 Verkündiger weniger als im Vorjahr.
Verhältniszahl 1 zu 426.
1997 war man dort schon mal bei 1 zu 380.

Spanien: 324 Verkündiger weniger als im Vorjahr.
Verhältniszahl 1 zu 424.
1997 "feierte" man dort schon mal ein 1 zu 382.

Österreich. Numerischer Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr.
Jetzige Verhältniszahl 1 zu 400.
Aber auch dort hatte man 1994 schon mal ein 1 zu 378.

Re: ZJ-Statistik für vergangenes Dienstjahr

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 08. Januar 2010 05:23

Auch auf der Basis der 2009er Zahlen, wo seitens der WTG nur noch Höchstzahlen genannt werden (aber keine "Durchschnitts-Verkündigerzahlen" mehr), kann verallgemeinernd festgestellt werden.
Weiterhin mäßiges Wachstum, namentlich im Bereich sogenannten "Dritte Welt", und auch einige Stagnationsländer, insbesondere auch in Europa

www.watchtowerwiki.org/files/2009 Annual Report.pdf

Auffällig etwa das an die USA grenzende Mexiko mit der dortigen Steigerung der Verhältniszahl zur übrigen Bevölkerung auf 1 zu 156 (im Vorjahr war es noch 1 zu 161).

Als "Gegenpol" (vielleicht) Chile in Südamerika.
Dort "sackte" die Verhältniszahl zur übrigen Bevölkerung, auch im Vergleich zum Vorjahr weiter ab, auf 1 zu 240.
Im Jahre 2004 hatte man dort schon mal einen Wert von 1 zu 214.

In Europa hingegen registriert man zwar auch Länder mit Wachstum, aber auch einige "Stagnationsländer"
Belgien etwa, meldet im Vergleich zum Vorjahr 20 "Verkündiger" mehr.
Trotzdem sackte dort die Verhältniszahl auf 1 zu 431 ab.
Im Jahre 1994 meinte man dort schon mal den Wert von 1 zu 364 erreicht zu haben.

Die Tschechische Republik meldet eine Verhältniszahl von 1 zu 688.
1999 meinte man dort, schon mal bei der Verhältniszahl 1 zu 603 angelangt gewesen zu sein.

Dänemark: Verhältniszahl 1 zu 386.
Im Jahre 1992 "feierte" man dort schon mal ein 1 zu 315.

Finnland, geringfügiger Rückgang um 42 Verkündiger, im Vergleich zum Vorjahr. Verhältniszahl 1 zu 280.
1996 war dort die Verhältniszahl schon mal bei 1 zu 261.

Frankreich 1 zu 508. In "besseren Tagen", etwa im Jahre 1995, meinte man dort schon mal ein 1 zu 459 erreicht zu haben.

Deutschland weist gegenüber dem Vorjahr einen numerischen Zuwachs auf. Unbeantwortet dabei die Frage. Aus welchen Bevölkerungsschichten?
These: Höchstwahrscheinlich besonders aus denen mit Migrations-Hintergrund.
Verhältniszahl jetzt 1 zu 494.
Aber auch hier war man im Jahre 1996 schon mal bei 1 zu 481 angelangt gewesen.

Niederlande. 514 Verkündiger weniger als im Vorjahr.
Verhältniszahl 1 zu 543.
1995 hatte man dort schon mal ein 1 zu 475.

Schweden: Rückgang um 321 Verkündiger, im Vergleich zum Vorjahr.
Verhältniszahl 1 zu 415.
1996 "feierte" man dort schon mal ein 1 zu 361.

Schweiz: 219 Verkündiger weniger als im Vorjahr.
Verhältniszahl 1 zu 426.
1997 war man dort schon mal bei 1 zu 380.

Spanien: 324 Verkündiger weniger als im Vorjahr.
Verhältniszahl 1 zu 424.
1997 "feierte" man dort schon mal ein 1 zu 382.

Österreich. Numerischer Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr.
Jetzige Verhältniszahl 1 zu 400.
Aber auch dort hatte man 1994 schon mal ein 1 zu 378.

Re: ZJ-Statistik für vergangenes Dienstjahr

geschrieben von: Freier Erdenbürger

Datum: 13. Januar 2010 12:01

Hallo Drahbeck,

vielen Dank für diese Präsentation objektiver Zahlen. Aber wie du weißt, ist das Ganze immer größer als die Summe seiner Teile, weshalb man sich nicht zu sehr in ihnen verlieren sollte. Wie groß war denn nun das weltweite Wachstum insgesamt? Wie viele nahmen beim Gedächtnismahl 2009 von den Symbolen? Setzt sich der Trend weiter in Richtung 10000 fort? Leider stürzte mein alter PC beim Anklicken des Links ab (wahrscheinlich wegen der PDF-Datei).

Mit Dank und lieben Grüßen im Voraus
Freier Erdenbürger

Re: ZJ-Statistik für vergangenes Dienstjahr

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 13. Januar 2010 12:40

In dem genannten Link sind aus dem Englischsprachigem Jahrbuch, die entsprechenden Seiten (Papiervorlage) eingescannt. Es kann unterstellt werden, nicht direkt von der WTG sondern eben durch ZJ-Kreise, welche ein Interesse daran haben.
Die Schrift"größe" ist mal sehr bescheiden zu nennen. Man kann sie zwar vergrößern, kommt aber aus dem Scrollen dann nicht mehr heraus.
Sofern ich da nicht was falsch deute, gibt es (zumindest auf den eingescannten Seiten) keinerlei Angaben mehr über die Zahl der Gedächtnismahl-Teilnehmer.

Es gibt nur die absolute Zahl der Anwesenden.
Selbige für Deutschland (2009) beziffert auf 269.303
Demgegenüber betrug die gleiche Zahl in Deutschland des Jahres 2008: 273.194; ergo ein gewisser Rückgang.
Andere Zahlen mit einbeziehend.
In Deutschland des Jahres 1995 hatte man schon mal 291.797 Anwesende beim Gedächtnismahl.
Die 2009er Zahl entspricht in etwa dem Stand von 1991.
1991 war das erste (und auch letzte) mal, wo auch die DDR-Zahlen separat ausgewiesen wurden.
1991 bezifferte man die Zahl der Gedächtnismahl-Anwesenden.
Alte Bundesrepublik 226.956 zuzüglich 42.227 im DDR-Bereich.

Natürlich haben sich die Gesamtzahlen im Weltmaßstab, im Vergleich zum Vorjahr wieder gesteigert.
Nur, es kann aber auch unterstellt werden.
Auch die Gesamtbevölkerung der Welt, ist gegenüber dem Vorjahr wieder gewachsen.
Mangels detaillierter Angaben dazu, muss allerdings die Frage unbeantwortet bleiben.
Wer da stärker gewachsen ist. Die Gesamt-Weltbevölkerung oder die Zeugen???

Bezüglich der Vermarktung der 2009er Zahlen durch ZJ-Kreise selbst.
Siehe auch die in dem Link

http://forum.mysnip.de/read.php?27094,44385,44385#msg-44385

genannten externen Links

Re: ZJ-Statistik für vergangenes Dienstjahr

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 13. Januar 2010 12:40

In dem genannten Link sind aus dem Englischsprachigem Jahrbuch, die entsprechenden Seiten (Papiervorlage) eingescannt. Es kann unterstellt werden, nicht direkt von der WTG sondern eben durch ZJ-Kreise, welche ein Interesse daran haben.
Die Schrift"größe" ist mal sehr bescheiden zu nennen. Man kann sie zwar vergrößern, kommt aber aus dem Scrollen dann nicht mehr heraus.
Sofern ich da nicht was falsch deute, gibt es (zumindest auf den eingescannten Seiten) keinerlei Angaben mehr über die Zahl der Gedächtnismahl-Teilnehmer.

Es gibt nur die absolute Zahl der Anwesenden.
Selbige für Deutschland (2009) beziffert auf 269.303
Demgegenüber betrug die gleiche Zahl in Deutschland des Jahres 2008: 273.194; ergo ein gewisser Rückgang.
Andere Zahlen mit einbeziehend.
In Deutschland des Jahres 1995 hatte man schon mal 291.797 Anwesende beim Gedächtnismahl.
Die 2009er Zahl entspricht in etwa dem Stand von 1991.
1991 war das erste (und auch letzte) mal, wo auch die DDR-Zahlen separat ausgewiesen wurden.
1991 bezifferte man die Zahl der Gedächtnismahl-Anwesenden.
Alte Bundesrepublik 226.956 zuzüglich 42.227 im DDR-Bereich.

Natürlich haben sich die Gesamtzahlen im Weltmaßstab, im Vergleich zum Vorjahr wieder gesteigert.
Nur, es kann aber auch unterstellt werden.
Auch die Gesamtbevölkerung der Welt, ist gegenüber dem Vorjahr wieder gewachsen.
Mangels detaillierter Angaben dazu, muss allerdings die Frage unbeantwortet bleiben.
Wer da stärker gewachsen ist. Die Gesamt-Weltbevölkerung oder die Zeugen???

Bezüglich der Vermarktung der 2009er Zahlen durch ZJ-Kreise selbst.
Siehe auch die in dem Link

http://forum.mysnip.de/read.php?27094,44385,44385#msg-44385

genannten externen Links

Re: ZJ-Statistik für vergangenes Dienstjahr

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 13. Januar 2010 12:40

In dem genannten Link sind aus dem Englischsprachigem Jahrbuch, die entsprechenden Seiten (Papiervorlage) eingescannt. Es kann unterstellt werden, nicht direkt von der WTG sondern eben durch ZJ-Kreise, welche ein Interesse daran haben.
Die Schrift"größe" ist mal sehr bescheiden zu nennen. Man kann sie zwar vergrößern, kommt aber aus dem Scrollen dann nicht mehr heraus.
Sofern ich da nicht was falsch deute, gibt es (zumindest auf den eingescannten Seiten) keinerlei Angaben mehr über die Zahl der Gedächtnismahl-Teilnehmer.

Es gibt nur die absolute Zahl der Anwesenden.
Selbige für Deutschland (2009) beziffert auf 269.303
Demgegenüber betrug die gleiche Zahl in Deutschland des Jahres 2008: 273.194; ergo ein gewisser Rückgang.
Andere Zahlen mit einbeziehend.
In Deutschland des Jahres 1995 hatte man schon mal 291.797 Anwesende beim Gedächtnismahl.
Die 2009er Zahl entspricht in etwa dem Stand von 1991.
1991 war das erste (und auch letzte) mal, wo auch die DDR-Zahlen separat ausgewiesen wurden.
1991 bezifferte man die Zahl der Gedächtnismahl-Anwesenden.
Alte Bundesrepublik 226.956 zuzüglich 42.227 im DDR-Bereich.

Natürlich haben sich die Gesamtzahlen im Weltmaßstab, im Vergleich zum Vorjahr wieder gesteigert.
Nur, es kann aber auch unterstellt werden.
Auch die Gesamtbevölkerung der Welt, ist gegenüber dem Vorjahr wieder gewachsen.
Mangels detaillierter Angaben dazu, muss allerdings die Frage unbeantwortet bleiben.
Wer da stärker gewachsen ist. Die Gesamt-Weltbevölkerung oder die Zeugen???

Bezüglich der Vermarktung der 2009er Zahlen durch ZJ-Kreise selbst.
Siehe auch die in dem Link

http://forum.mysnip.de/read.php?27094,44385,44385#msg-44385

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Re: ZJ-Statistik für vergangenes Dienstjahr

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 13. Januar 2010 17:01

Zitat:

Freier Erdenbürger
... Wie groß war denn nun das weltweite Wachstum insgesamt?

3,2%

Zitat:

... Wie viele nahmen beim Gedächtnismahl 2009 von den Symbolen? Setzt sich der Trend weiter in Richtung 10000 fort?

10,857

Re: ZJ-Statistik für vergangenes Dienstjahr

geschrieben von: Freier Erdenbürger

Datum: 13. Januar 2010 17:57

Lieber Drahbeck, werter "X~mysnip",
vielen Dank für eure sachliche Aufklärung samt nackten, nüchternen Zahlen. Es ist schier erschreckend, denn scheinbar hat man bei JZ infolge geschönter Zahlen sogar Naturgesetze auf den Kopf gestellt. Seit Mitte der 80er trage ich alljährlich die wichtigsten Statistik-Parameter als fortlaufende Kurven auf einen riesigen Bogen Millimeterpapier. Nun aber macht insbesondere diejenige des weltweiten Wachstums plötzlich einen Riesensprung und weicht markant vom eingeschlagenen Kurs ab. 2006 waren wir bereits bei 1,6 %, 2008 wieder bei 2,1 und 2009 gar bei 3,2 %. Und die Zahl der aktiven Gedächtnismahlteilnehmer liegt mit 10857 erstmals über 10000. Soll die Endzeit vielleicht etwa 120 Jahre dauern wie vor der Sintflut? Dann nähmen im Dienstjahr 2033 womöglich erstmals über 144000 von den Symbolen? Da stellen sich mir die letzten Haare zu Berge, wenn ich an die künftige Entwicklung von JZ denke!

Mit besinnlichen Grüßen
Freier Erdenbürger

Re: ZJ-Statistik für vergangenes Dienstjahr

geschrieben von: Frau von x

Datum: 14. Januar 2010 14:05

Zitat:

Freier Erdenbürger
Und die Zahl der aktiven Gedächtnismahlteilnehmer liegt mit 10857 erstmals über 10000.

Unter der Rubrik FRAGEN VON LESERN wurde 1996 im WT die Frage
Wie die Berichte erkennen lassen, stieg in manchen Jahren die Zahl derer, die von den Gedächtnismahlsymbolen nahmen, leicht. Ist das ein Hinweis darauf, daß noch viele Neue mit heiligem Geist gesalbt werden?
folgendermaßen beantwortet:
"Für diejenigen, die wirklich geistgesalbt sind, besteht darüber absolute Gewißheit. ...
Alles in allem ist die Tatsache, daß sich einige wenige mehr entschlossen haben, von den Symbolen zu nehmen, kein Grund zur Besorgnis. ...
Es muß niemand von uns beunruhigen, wenn jemand von den Symbolen zu nehmen beginnt oder dies nicht mehr tut. Tatsächlich ist es nicht unsere Sache, ob jemand wirklich mit heiligem Geist gesalbt ... ist oder nicht. ...
Wir haben berechtigten Grund zu der Annahme, daß die Zahl der Gesalbten weiterhin zurückgehen wird, da sie aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters ... ihr irdisches Leben beenden werden. ..."

2006 hieß es im WT vom 1.MAI S.25 Abs. 15:
"In den letzten Tagen des heutigen Systems werden die Brüder Christi zwangsläufig immer weniger."

Tatsache ist:
2006 = 8758
2007 = 9105 (347 mehr)
2008 = 9986 (881 mehr)
2009 = 10857 (871 mehr)

Mund zu Mund Beatmung

geschrieben von: Leichenschauer

Datum: 09. Januar 2010 14:42

Hallo,

Webleichen auferweckt mit:

https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/2570

hier mal ein paar Beispiele:

http://web.archive.org/web/*/http://www.sektenausstieg.net/

http://web.archive.org/web/*/http://www.geocities.com/wtcleanup/

http://web.archive.org/web/*/http://manfred-gebhard.de/

http://web.archive.org/web/*/http://gimpelfang.de/

LS

Meinung

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 11. Januar 2010 01:13

"Spam und Eigenwerbung sind nicht erlaubt".
Auch diesen Satz (Standardsatz) kann man in einer Zeitung" (Online-Variante) lesen, scrollt man etwas weiter herunter, unter dem eigentlichen Artikel.
Und der sicher nicht unbekannte Herr S... beliebte mal wieder, just in genannter Postille einen seiner Beiträge zum "besten" zu geben.
Und siehe da, sogar den Namen des Herrn Slupina nennt er mit.
Der hat ja nun faktisch den geschassten Herrn Wrobel in der WTG-Hierarchie beerbt.
Es bleibt allerdings das "Bauchgefühl" zurück, dass besagte  Zeitung offenbar sehr dehnbare Begriffe hat, was denn "Spam und Eigenwerbung" sei.
Zumindest unsereins kann sich des Eindruckes nicht erwehren.
Schon der S...'sche Beitrag würde just genannte Kriterien erfüllen
...

Aids

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 11. Januar 2010 06:17

Der unseriöse Verschwörungstheoretiker Robin de Ruiter verbreitete in seinem noch weitaus unseriöseren Machwerk mit dem Titel "Die geheime Macht hinter den Zeugen Jehovas" sich auch zum Thema der Immunschwächekrankheit Aids.
In selbigem Elaborat wird ja auch die faschistische Bibel "Protokolle der Weisen von Zion" als "reputierliche" Quelle benannt und zitiert.

Insofern ist die Tragik im Falle de Ruiter nicht so sehr bei selbigen zu sehen.
Weitaus schlimmer ist, dass er auch noch "Steigbügelhalter" gefunden hat und wohl noch findet.
Die allerdings bewerte ich noch schärfer. Die sind auf Grund ihrer Dummheit - nochmals zum Mitschreiben Dummheit - der eigentliche Krebsschaden (auch im Ex-ZJ-Bereich zu "bewundern").

Kehren wir zur de Ruiter'schen Aids-These zurück.
Siehe da, selbiger meint sogar eine These die da wohl auch auf dem Markt gehandelt wurde, zurückweisen zu sollen. Und zwar die These, Zitat:

"Eine der lächerlichsten Theorien über die Ursache von AIDS, die eine Zeitlang sogar emstgenommen wurde, war die Theorie des "Afrikanischen Affen". Man stellte fest, daß eine AIDS-Infektion zuerst dort auftrat, wo ein Mensch in Afrika von einem Affen gebissen worden war, der Träger des AIDS-Virus war. Auch wurde behauptet, ein an AIDS erkrankter Affe sei von Menschen gegessen worden. Anderswo hieß es sogar, ein Mensch habe sexuelle Beziehungen mit einem AIDS-infizierten Affen gehabt. Dieser Afrikaner habe dann die Infektion auf einen weißen Nordamerikaner übertragen, mit dem er homosexuelle Kontakte gehabt habe, und der Amerikaner wiederum habe sie an die nordamerikanischen Homosexuellen weitergegeben."

Und jene eben zitierte These, ist selbst einem de Ruiter zu ungeheuerlich, so dass er sie sich nicht zu eigen macht, und dass will ja schon einiges bedeuten. Es gibt doch ansonsten nicht viel Ungeheuerliches, was man nicht auch bei de Ruiter als dort verkaufte "Wahrheit" registrieren kann.

Das aber dann wohl nur aus dem Grunde, weil de Ruiter meinte, in Sachen Aids "besseres" gefunden zu haben.
Und er macht da aus seinem Herzen auch keine Mördergrube, sondern stellt den Unterbelichteten, die ja bekanntermaßen seine Hauptklientel darstellen, in seinem Buche dieses vermeintlich "bessere" zu diesem Thema, gleich in der Form einer andernorts entlehnten Karikatur vor. Bei de Ruiter auf Seite 100 zu "bewundern".

Er lässt es aber nicht nur bei dieser Karikatur bewenden, sondern hat auch noch zusätzlichen "erläuternden" Text dazu. Da kann man bei ihm beispielsweise auch lesen:

"Die Zeitung "The Patriot" von New Dehli schrieb am 4. Juli 1984:
"AIDS ist ein Mittel zur chemisch-biologischen Kriegsführung, das im 'Chemical Biological Warfare Laboratorium' der Armee der Vereinigten Staaten in Fort Detrick bei Frederick, Maryland, hergestellt worden ist."
Im New Yorker "Native" wurde der Brief einer anonymen Person abgedruckt, die angab, im vorgenannten Labor von Fort Detrick gearbeitet zu haben. Der Briefschreiber behauptete, der Virus sei Homosexuellen aufgrund eines geheimen Regierungsbeschlusses gezielt eingeimpft worden, um sie mit AIDS zu infizieren. Das Projekt nannte sich ihm zufolge "Operation Firm Hand" ("Operation Harte Hand").

Die russische Zeitung "Literatumaja Gazeta" wiederholte am 30. Oktober 1985 die oben zitierten Behauptungen des indischen "Patriot".
Die Regierung der Vereinigten Staaten dementierte natürlich sofort, indem sie behauptete, es handele sich um antiamerikanische Propaganda.
Wenn jedoch der AIDS-Virus wirklich künstlich im Labor erzeugt worden war und man die Homosexuellen als Sühneopfer auserkoren hatte, wie brachte man ihn unter diese Leute?

In dem Buch "Secret & Suppressed. Banned Ideas & Hidden History",
herausgegeben von Jim Keim, erklärt G.J. Krupey, daß sich die Antwort möglicherweise hinter einer Aktion des Nationalen Gesundheits-Instituts der USA gegen Hepatitis B verbirgt, die im November 1978 in New York ihren Abschluß fand."

Das ist so eine These, die der de Ruiter dazu präsentiert. Zwar nicht auf seinem eigenen Mist gewachsen, gleichwohl kräftigst von ihm kolportiert.

Es geht dann weiter bei ihm noch mit der Aussage:

"Es kursiert das Gerücht",
(hier ist wohl schon eine Zitatunterbrechung angesagt).
Wann immer Gerüchte auf dem Markt sind, man kann fast darauf warten, auch de Ruiter wird sie sich zu eigen machen, zumindest präsentieren, mit vielleicht ein paar abschwächenden Floskeln garniert. Das war es dann aber auch schon).

Weiter im de Ruiter-Zitat:
"daß viele neue Krankheiten wie z.B. eine neue Art von Tuberkulose, die resistent gegen Antibiotika ist, eine ganz neue Art von Cholera, ein neuer, tödlich verlaufender Typ einer Streptokokkeninfektion, das neue tödliche hämorrhoische Fieber, der "Hantavirus", der kürzlich in den Vereinigten Staaten aufgetaucht ist, und schließlich AIDS in Laboratorien entwickelt wurden - nicht nur, um die Menschheit in einem Zustand der Unruhe und Angst zu erhalten, sondern auch, um das Bevölkerungswachstum auf unserem Planeten zu reduzieren.

1986 gaben die Experten für Virologie und Mikrobiologie Jacob und Lilli Segal eine 52-Seiten-Broschüre mit dem Titel "AIDS, ein in den USA hausgemachtes Übel, nicht eingeführt aus Afrika" heraus, die in den afrikanischen Ländern englischer Amtssprache verbreitet wurde.

Jacob Segal behauptete später, er habe am 10. Oktober 1986 Besuch von zwei Agenten des CIA bekommen. Sie sollen sehr besorgt darüber gewesen sein, daß die AIDS-Herkunfts-Lüge aufgedeckt werden könnte. Das State Department räumte daraufhin ein, zwei Personen zu
den Segals geschickt zu haben, aber nur, um sie auf die (angeblichen) Irrtümer ihrer Informationsbroschüre aufmerksam zu machen . . .

Verdächtigerweise entdeckte nur ein Jahr nach dem Beginn der Nachforschungen über den Ursprung von AIDS der gleiche Dr. Robert Gallo, der die offizielle Theorie über die Herkunft der Krankheit in Umlauf brachte, den HIV (Human Immunosuppressive Virus), einen ganz besonderen Virus, als ihre Ursache.
Es muß hinzugefügt werden, daß dieser Dr. Gallo mit dem Biological Warfare Labor von Fort Detrick zusammengearbeitet hatte, jenem Institut also, das die Wiege von AIDS zu sein scheint.

Es gibt Indizien dafür, daß ein AIDS-ähnlicher Virus bereits seit langem in den Köpfen vieler Wissenschaftler herumgespukt hatte."

Soweit also die "Weisheiten" des Herrn de Ruiter auch zu diesem Thema.

In der heutigen Ausgabe einer Zeitung" gibt es nun einen Artikel zu diesem Thema, von einem Journalisten, welchen ich ein paar Grade seriöser einschätze.
Dieser wiederum, widerspricht jener (auch vorskizzierten) These, und sucht sie unter Hinweis auf einen Multiplikator im Pressebereich zu widerlegen.

Die Hoffnung indes, dass die Unterbelichteten Marke de Ruiter und Co, sich von dieser Widerlegung beeindrucken ließen. Diese Hoffnung habe ich in der Tat nicht.
Bei denen ist nämlich wirklich "Hopfen in Malz verloren".
...

"Blick"

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 15. Januar 2010 11:23

Re: "Blick"

geschrieben von: Conzaliss

Datum: 15. Januar 2010 11:49

Die Erfahrung von Marco M. zeigt , wie brutal mit den Gefühlen von "Nichtzeugen" umgegangen wird, die sich nicht den "wahren Christen" anschließen...

Ein Artikel in der Schweizer Zeitschrift "Blick".
Offenbar in eine größere Serie eingebettet mit dem Titel:
"Krieg ums Kind".
Darin eben auch einer mit offenkundigen Zeugen Jehovas-Bezug:

www.blick.ch/news/schweiz/aargau/meine-partnerin-schrieb-mir-eine-karte-als-sie-meine-zwillinge-bekam-138001

Re: "Krieg ums Kind"

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 15. Januar 2010 18:14

2001 schreibt Rechtsanwalt G. H..., Vertreter einer Zeugin Jehovas, an die Gegenseite, ihr Mandant wirke äußerst negativ auf die Kinder ein. Er werte die Mutter und deren Religionsgemeinschaft ab. Er "indoktrinert die Kinder mit Hilfe von Dritten". Das Umgangsrecht nutze der Vater dazu, seine Kinder einer "von ihm entwickelten 'Gehirnwäsche'" zu unterziehen.

Das eigentümliche Vokabular H...s läßt mich aufhorchen.

Zitat:

,,Amtsgericht PFORZHEIM
- Familiengericht F 3 -
Beschluß vom 21. März 2001
In der selbständigen Familiensache wegen familiengerichtlicher Regelung der Befugnis des Kindesvaters zum persönlichen UMGANG mit den Kindern: ...

In Ergänzung der Ausführungen des Familienrechts in dem die Kindeseltern betreffenden Sorgerecht-Abänderung-Verfahren ... ist noch einmal klar festzuhalten, dass es dem allein-sorgeberechtigten Elternteil zwar obliegt, (auch) über die religiöse Erziehung zu bestimmen, dass daraus aber nicht die Befugnis erwächst, von Kindern jede andere Religion fernzuhalten bzw. sie insoweit vor jeder Religionskritik abzuschirmen.
Auch die genannte Befugnis kann nur zum Ziel haben, es einem Kind (später) zu ermöglichen, bei Eintritt des gesetzlich vorgesehenen Lebensalters eine verantwortliche Entscheidung über die von ihm selbst - unbeeinflußt - gewünschte Religion zu treffen.

Es ist keinesfalls gesetzlich verboten oder unerwünscht dass die Kinder auch die religiösen Vorstellungen des anderen Elternteils kennenlernen, da auch diese Vorstellungen zu dessen "Welt" gehören, deren Kenntnis die Umgang-Ausübung gerade ermöglichen soll."


www.kids-lev.com/urteile/index.html Link > PFORZHEIM

Re: "Krieg ums Kind"

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 16. Januar 2010 00:57

Die Problematik solcher Sorgerechts-Entscheidungen liegt wohl darin.
Wie entscheiden letztendlich die angerufenen Gerichte?
Man wird nicht selten an den Spruch dabei erinnert.
Vor Gericht und auf hoher See sind vielerlei Überraschungen möglich.
Wer die im WTG-Sinne agierenden "Advokaten" unterschätzt, dürfte wohl nicht selten einem Trugschluss unterliegen.
Gibt es "Wässerchen" zur "Advokatenschläue"? Wohl kaum eines von dieser Zunft dann ungenutzt.

Re: "Krieg ums Kind"

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 16. Januar 2010 13:13

Zitat:

Drahbeck
Die Problematik solcher Sorgerechts-Entscheidungen liegt wohl darin.
Wie entscheiden letztendlich die angerufenen Gerichte?
Man wird nicht selten an den Spruch dabei erinnert.
Vor Gericht und auf hoher See sind vielerlei Überraschungen möglich.
Wer die im WTG-Sinne agierenden "Advokaten" unterschätzt, dürfte wohl nicht selten einem Trugschluss unterliegen.

Ja, jedoch nicht zwangsläufig.

Zitat:

Gibt es "Wässerchen" zur "Advokatenschläue"? Wohl kaum eines von dieser Zunft dann ungenutzt. ...

Dem darf man wohl zustimmen.

Die offizielle Website der ZJ in Deutschland Jehovas Zeugen ONLINE veröffentlicht die "Gutachtliche Stellungnahme" von BESIER:

"Zeugen Jehovas/Wachtturm-Gesellschaft: Eine 'vor-moderne' religiöse Gemeinschaft in der 'modernen' Gesellschaft?".

Unter der Überschrift "Vorurteile und ihre Konsequenzen" [Seite 50] schreibt:

Zitat:

BESIER

,,Ralf Abel, Professor für Wirtschaftsrecht an der Fachhochschule Schmalkalden, berichtete, das AG-FamG-Passau habe einer Mutter das Sorgerecht für ihr Kind entzogen, weil sie dieses grundlos und heftig zu schlagen pflegte; die Mutter begründete ihr Züchtigungs-Verhalten mit dem Hinweis, sie folge nur den Erziehungsmaximen ihrer Glaubensgemeinschaft, den Zeugen Jehovas. 'Das Gericht', so Abel, 'berücksichtigte den Umstand, daß die Mutter den Zeugen Jehovas angehörte, und die von ihr für richtig gehaltene Züchtigung des Kleinkindes auf Glaubensregeln und Erziehhungsmethoden dieser Gemeinschaft zurückzuführen wären.'"

BESIER fährt fort:

Zitat:

BESIER

,,RA Gerhard Hessler korrigierte den Bericht Abels: Er vermittele 'einen falschen Eindruck über die aktuelle Rechtssprechung ... Unerwähnt blieb, daß die Entscheidung des AG Passau vor dem OLG München keinen Bestand hatte ... "
www.jehovaszeugen.de/rec/ues/default.htm

So bestätigt sich: "Vor Gericht und auf hoher See sind vielerlei Überraschungen möglich."

Re: "Krieg ums Kind"

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 16. Januar 2010 14:55

Hinweis zum zugehörigen Link

www.jehovaszeugen.de/0/pdf/rec/ues/1998/1998-12-22-a.pdf (Teil I)

In der Buch-Ausgabe "Die neuen Inquisitoren" Teil II, befinden sich die zitierten Passagen auf Seite 191 (Der eigentliche Aufsatz beginnt in der Buch-Ausgabe auf Seite 95)
In der Buch-Ausgabe sind die Fußnoten auch am Ende des Textes gesammelt angeordnet.
In der Variante auf der ZJ-Webseite hingegen nicht.
Dort sind demzufolge auch ganz andere Seitenangaben (im Vergleich zur Buch-Ausgabe)
Jene WTG-Online-Variante, endet für mein Empfinden, völlig willkürlich (sogar mit Textabbruch) mit einer Seite 31 (der Online-Variante).Diese entspricht in der Buchausgabe der Seite 154.
Jedoch in der Buchausgabe geht der in Rede stehende Text noch bis zur Seite 210 weiter.
Das Rätsel löst sich dann so. Jener Text wurde in zwei Teile aufgeteilt.
Diese Aufteilung in zwei Teile ist nicht gerade "deutlich" gekennzeichnet.
Der Zweite Teil dann unter der URL:

www.jehovaszeugen.de/0/pdf/rec/ues/1998/1998-12-22-b.pdf (Teil II)

Der Abschnitt "Vorurteile ..." beginnt dann auf der Seite 30 nach der Zählung der Online-Variante. Diese ist jedoch die Seite 20 der pdf-Datei.

Ergo, die WTG sorgt für einige Unübersichtlichkeit bei ihren eigenen Texten!

Re: "Krieg ums Kind"

Re: Kinder

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 17. Januar 2010 15:25

Zitat:

X ~ mysnip
Die offizielle Website der ZJ in Deutschland Jehovas Zeugen ONLINE veröffentlicht die "Gutachtliche Stellungnahme" von BESIER:

"Zeugen Jehovas/Wachtturm-Gesellschaft: Eine 'vor-moderne' religiöse Gemeinschaft in der 'modernen' Gesellschaft?".

Unter der Überschrift "Vorurteile und ihre Konsequenzen" [Seite 50, 51/pdf 20, 21] schreibt:

Zitat:

BESIER

,,Ralf Abel, Professor für Wirtschaftsrecht an der Fachhochschule Schmalkalden, berichtete, das AG-FamG-Passau habe einer Mutter das Sorgerecht für ihr Kind entzogen, weil sie dieses grundlos und heftig zu schlagen pflegte; die Mutter begründete ihr Züchtigungs-Verhalten mit dem Hinweis, sie folge nur den Erziehungsmaximen ihrer Glaubensgemeinschaft, den Zeugen Jehovas. 'Das Gericht', so Abel, 'berücksichtigte den Umstand, daß die Mutter den Zeugen Jehovas angehörte, und die von ihr für richtig gehaltene Züchtigung des Kleinkindes auf Glaubensregeln und Erziehhungsmethoden dieser Gemeinschaft zurückzuführen wären.'"

RA G. H. berichtigte die Darstellung von Prof. A., so BESIER.

Äußerte sich RA G. H. auch zu der Begründung der Zeugin Jehovas?

BESIER führt die ZJ-Loseblattsammlung "'Schutz der Familie', die auch Leitlinien für das Familienleben enthält" an und schreibt:

Zitat:

BESIER

,,Von Prügelstrafen ist hier nicht die Rede"

Eventuell aber andernorts?

Im WTG-Buch Singt Jehova Loblieder (1986) heißt es im Lied 164:

Zitat:

'"Spar die Rute nicht'"
 

Da ZJ vorgeben die Bibel sei in ihrem Leben die Autorität, so die LK der ZJ, muß die Frage erlaubt sein, wie dieser Text möglicherweise umgesetzt wird.
Seit kürzerer Zeit meint die Führung, "Rute", im biblischen Sprachgebrauch, beziehe sich hauptsächlich auf Zurechtweisung, nicht auf Schläge, ein Vergleich mit Sprüche 29:15 ergibt aber, daß dort "Rute" und "Zurechtweisung" steht, was bedeutet, daß beides Schläge und Worte zur Anwendung kommen sollten.

Zitat:

,,Die Rute und Zurechtweisung sind das, was Weisheit gibt ... "

Sprüche 29:19 ergänzt:

Zitat:

,,Ein Knecht wird sich nicht durch bloße Worte zurechtbringen lassen ... "

Ist das Argument der Zeugin Jehovas, ihr Züchtigungsverhalten entspreche den Erziehungsmaximen der ZJ, nachvollziehbar?

Eine fortschrittliche Zivilgesellschaft muß genauestens definieren, was unter Züchtigung zu verstehen ist.
Wird in diesem speziellen Fall versucht eine Begriffsbestimmung aus der Bibel abzuleiten, bleibt entweder die Glaubwürdigkeit bestehen, verbunden mit einer Kollision unseres Gesetzes, oder durch Schwammigkeit in der Interpretation macht man sich der bewußtenTäuschung verdächtig und wird unglaubwürdig.

Die Textstelle "Spar die Rute nicht" (Lied 164 - WTG-Buch1986), ist im WTG-Buch (2009) Singt Lieder für Jehova nicht mehr enthalten!

Warum wurde diese unselige Stelle 2009 entfernt?
Eine Frage an die "Rechtliche Vertretung der Religionsgemeinschaft".

www.jehovaszeugen.de/rec/rvs/02.pdf

Re: Muß eine K. d. ö. R. zum geltenden Recht klar Stellung beziehen?

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 23. Januar 2010 14:12

Zitat:

dejure.org - Bürgerliches Gesetzbuch § 1631(2)

,,Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig"
dejure.org/gesetze/BGB/1631.html

Zitat:

X ~ mysnip
Die offizielle Website der ZJ in Deutschland Jehovas Zeugen ONLINE veröffentlicht die "Gutachtliche Stellungnahme" von BESIER:

"Zeugen Jehovas/Wachtturm-Gesellschaft: Eine 'vor-moderne' religiöse Gemeinschaft in der 'modernen' Gesellschaft?".

Unter der Überschrift "Vorurteile und ihre Konsequenzen" [Seite 50, 51/pdf 20, 21] schreibt:

Zitat:

BESIER

,,Ralf Abel, Professor für Wirtschaftsrecht an der Fachhochschule Schmalkalden, berichtete, das AG-FamG-Passau habe einer Mutter das Sorgerecht für ihr Kind entzogen, weil sie dieses grundlos und heftig zu schlagen pflegte; die Mutter begründete ihr Züchtigungs-Verhalten mit dem Hinweis, sie folge nur den Erziehungsmaximen ihrer Glaubensgemeinschaft, den Zeugen Jehovas. 'Das Gericht', so Abel, 'berücksichtigte den Umstand, daß die Mutter den Zeugen Jehovas angehörte, und die von ihr für richtig gehaltene Züchtigung des Kleinkindes auf Glaubensregeln und Erziehungsmethoden dieser Gemeinschaft zurückzuführen wären.'"

Zitat:

BESIER

,,RA Gerhard Hessler korrigierte den Bericht Abels: Er vermittele 'einen falschen Eindruck über die aktuelle Rechtssprechung ... Unerwähnt blieb, daß die Entscheidung des AG Passau vor dem OLG München keinen Bestand hatte ... "

www.jehovaszeugen.de/rec/ues/default.htm
www.jehovaszeugen.de/0/pdf/rec/ues/1998/1998-12-22-b.pdf

BESIER führt die ZJ-Loseblattsammlung "'Schutz der Familie', die auch Leitlinien für das Familienleben enthält" an und schreibt:

Zitat:

BESIER

,,Von Prügelstrafen ist hier nicht die Rede"

Eventuell aber andernorts?

Das interne Mitteilungsblatt der ZJ, UNSER KÖNIGREICHSDIENST vom Januar 2010 Seite 2:

Zitat:

UNSER KÖNIGREICHSDIENST

,,15 Min Fragekasten. Besprechung mit den Zuhörern. Lies und besprich die angegebenen Bibeltexte.

Eine Textpassage aus dem Fragekasten:

Zitat:

UNSER KÖNIGREICHSDIENST

,,(Sprüche 22:6, 15). Familien mit kleinen Kindern sollten normalerweise nicht in einem Nebenraum sitzen, denn die Kinder könnten denken, sie dürften dort lärmen. Müssen Elten ihre Kinder versorgen oder zurechtweisen, ist es in der Regel am besten, wenn sie den Hauptsaal verlassen und anschließend dorthin zurückkehren."

Besprochen wurde u.a. der Bibeltext aus Sprüche 22:6, 15.
Was lesen ZJ im Vers 15?

Zitat:

SPRÜCHE

,,Torheit ist an das Herz eines Knaben geküpft; die Rute der Zucht ist das, was sie von ihm entfernen wird."

Was lehrt die Leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas in ihrem "Bibellexikon"?

Zitat:

WTG- Buch 1992 EINSICHTEN ÜBER DIE HEILIGE SCHRIFT S. 1012

,,Elterliche Gewalt. Die ,,Rute" versinnbildet auch die elterliche Gewalt. Im Buch der Sprüche gibt es viele Hinweise auf diese Gewalt, und die Rute symbolisiert alle Formen der Zucht, auch das buchstäbliche Züchtigungsmittel. Die Eltern sind Gott gegenüber verpflichtet, die Rute zu gebrauchen, indem sie das Kind in Zucht nehmen. Eltern, die das nicht tun, sind nicht nur verantwortlich dafür, wenn ihr Kind eine Beute des Verderbens und des Todes wird, sondern sie bringen auch Schande über sich und ziehen sich Gottes Mißbilligung zu ... ,,Torheit ist an das Herz eines Knaben geknüpft; die Rute der Zucht ist das, was sie von ihm entfernen wird." ,,Enthalte doch dem, der noch ein Knabe ist, die Zucht nicht vor. Falls du ihn mit der Rute schlägst, wird er nicht sterben. Du sollst ihn mit der Rute schlagen ... " (Spr. 22:15; 23:13, 14)"

Ist das Argument der Zeugin Jehovas, ihr Züchtigungsverhalten (körperliche Bestrafung) entspreche den Erziehungsmaximen der ZJ, nachvollziehbar?

RA A. P. und Betriebswirt G. G. veröffentlichen in ihrer Stellungnahme zu Jehovas Zeugen und Körperschaftsstatus von Ch. Link:

Zitat:

,,Rechtsanwalt Armin Pikl und Gajus Glockentin, Betriebswirt (VWA) JEHOVAS ZEUGEN ALS KÖRPERSCHAFT DES ÖFFENTLICHEN RECHTS S. 39

Selbst wenn es im Einzelfall zu Überreaktionen der Eltern kommen sollte, ist dies nicht auf die von der Religionsgemeinschaft vertretenen Lehren oder die von ihr zur Verfügung gestellte Literatur zurückzuführen, da dort keinesfalls das Schlagen von Kindern als ein Gebot Gottes ausgegeben und von ihren Mitgliedern als Erziehungsmaßnahme verlangt wird. Die Religionsgemeinschaft bezieht dazu gegenüber ihren Glaubensanghörigen eine eindeutige Stellung:

,Körperliche Gewaltanwendung hat in einer Familie, die nach der Bibel lebt, keinen Platz. (Ps. 11:9).'"

www.wachtturm.de/0/pdf/rec/ues/1998/1999-09-01.pdf

,,Körperliche Gewaltanwendung hat in einer Familie, die nach der Bibel lebt, keinen Platz.", so A. P. und G. G.

Wird diese klare und eindeutige Position auch in den Zusammenkünften der ZJ, z.B. in der vom Januar 2010, sowie in allen Publikationen der WTG gelehrt?
Eine Frage an die "Rechtliche Vertretung der Religionsgemeinschaft".

www.jehovaszeugen.de/rec/rvs/03.pdf

Fernsehtipp

geschrieben von: Frau von x

Datum: 24. Januar 2010 13:09

... zum Thema Züchtigung im Namen Gottes:

www.wdr.de/tv/tag7/sendungsbeitraege/2010/2401/in_gottes_namen.jsp

vgl.: http://forum.mysnip.de/read.php?27094,44631,45204#msg-45204

Re: Fernsehtipp - Samstag, 30. Januar, 9.30 Uhr

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 29. Januar 2010 16:38

... zum Thema Züchtigung im Namen Gottes:

www.wdr.de/tv/tag7/sendungsbeitraege/2010/2401/in_gottes_namen.jsp

"Niemals Gewalt!" Astrid Lindgren
...
vgl.: http://forum.mysnip.de/read.php?27094,44631,45204#msg-45204

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 19. Januar 2010 03:12

Eine Meldung aus der Hartz IV-Bundesrepublik berichtet.
Ein Schulleiter fragte in Kreisen herum, wo er sich vorstellte - vielleicht - Hilfe zu bekommen,
"ob Erwachsene bereit wären, uns bei der Hausaufgabenhilfe zu unterstützen".
Wo fragte er?
Genannt werden Kirchengemeinden.
Das ist erst mal ein ziemlich allgemeiner, bzw. breit gefächerter Begriff.
In der Praxis kristallisierte sich dann heraus.
Wohl nur zwei "Typen" von Kirchengemeinden ließen eine Art von Resonanz auf jene Anfrage erkennen.
Eine von ihnen die Neuapostolische Kirche.

Tja, befand man in der NAK, beim Ursprungsanliegen jenes Schulleiters können wir eigentlich nicht viel helfen.
Aber wir machen ein anderes Angebot.
Wir - die NAK - unterhalten eine Suppenküche. In der wohl jeden Donnerstag Bedürftige eine kostenlose Mahlzeit erhalten können. Das aber wären dann in erster Linie Erwachsene.
Und so wie man den Bericht deuten kann, braucht sich die NAK über "mangelnde" Nachfrage dabei nicht zu beklagen.

Derart mit dem Kochen warmer Mahlzeiten beschäftigt, boten sie dem Schulleiter an.
Wir kochen an besagten Donnerstagen gleich ein paar Portionen mehr, die dann für die Schüler jener Schule bestimmt wären.
Und in Anbetracht der soziologischen Struktur seiner Schülerschaft, nahm jener Schulleiter dieses Angebot auch an.
Im hinzugefügten Bild zu jenem Bericht sieht man dann auch wohl einige solcher Art mit warmen Mittagessen versorgten Schüler.

Aber der Schulleiter hatte ja eigentlich eine andere Anfrage gestellt.

Und nun kommt die zweite Kirchengemeinde mit ins Spiel.
Der Ort des Geschehens Trappenkamp in Schleswig-Holstein.
Insider wissen, da haben auch die Zeugen Jehovas eines ihrer Kongreßzentren.
Insider wissen weiter, mit ZJ-Kongreßzentren pflegen auch eine Art "Dienstwohnung" für WTG-Funktionäre gekoppelt zu sein.
Dienstwohnungen pflegen zwar auch die Noch Großkirchen ihren Pfarrern zur Verfügung zu stellen. Aber wie man sieht, die Zeugen sind auch auf diesem Felde "lernfähig".

Nun ist ja nicht bekannt, wem der Schulleiter da bei den Zeugen angesprochen hat. Aber wahrscheinlich wird er schon die örtliche ZJ-Hierarchie nicht übergangen haben.
Dafür spricht dann wohl auch das Ergebnis, dass in jenem Bericht sich wie folgt liest:

"Allein die Zeugen Jehovas hätten sich (zum Ursprungsanliegen) gemeldet. Aus ihren Reihen hätten fünf Erwachsene die Aufgabe übernommen, den Erst- und Zweitklässlern bei den Hausaufgaben zu helfen. Den älteren Grundschulkindern stehen dagegen Schüler der benachbarten Integrierten Gesamtschule zur Seite, die sich für die Hausaufgabenhilfe als Wahlpflichtfach entschieden haben."

Tja, ob denn die Eltern der derart unterstützten Erst- und Zweitkläsler letztendlich über diese gefundene Lösung glücklich sind, oder sein können, erscheint wohl so ausgemacht noch nicht zu sein.

Der Bericht handelt ja nicht von einer bereits länger bestehenden Lösung, sondern erst von einer, die am Start, am Anfang sich befindet.
Es wäre jener Journalistin sehr zu empfehlen, in gebührendem zeitlichem Abstand, nochmals nach zu recherchieren, wie diese Variante sich denn in der Praxis bewährt hat.
www.in-online.de/regional/2722767

Re: Ein Bericht aus der Hartz IV Bundesrepublik

geschrieben von: Alphabethus

Datum: 19. Januar 2010 16:57

Ich jedenfalls bekomme ziemliche Bauchschmerzen dabei, in Erinnerung an meine "Lernbereitschaft" im Alter von 8 bis 10 Jahren. Es ist nur zu hoffen, dass der Schulleiter und die betroffenen Eltern, sich der Tragweite bewußt werden bevor es zu spät ist.

Re: Im Zeitspiegel

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 25. Januar 2010 10:50

Die Mövenpick-Regierung
www.stern.de/politik/deutschland/schwarz-gelbe-koalition-die-moevenpick-regierung-1536897.html

Re: Im Zeitspiegel

geschrieben von:  X ~ mysnip

Datum: 25. Januar 2010 19:07

Zitat:

Drahbeck
Die Mövenpick-Regierung ...

Aus dem Artikel von L. Happel, L. Kinkel, H. P. Schütz:

Zitat:

,,Die Faustformel lautet: Jeder Tag, den ein längst abgeschriebenes Atomkraftwerk zusätzlich laufen darf, bringt den Betreibern eine Million Euro."

C[hristlich]DU und FDP verhandeln über die Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke.

Lukas 12:15
,,Dann sagte er zu allen: Gebt acht! Hütet euch vor jeder Art von Habgier."
http://www.bibelwissenschaft.de/online-bibeln/gute-nachricht-bibel/lesen-im-bibeltext/bibelstelle/lk12/cache/27994463fc/#v15

http://forum.mysnip.de/read.php?27094,38767,38767#msg-38767
http://forum.sektenausstieg.net/showthread.php?p=312855&highlight=fromm#post312855

Bericht von der "Mövenpick-Regierung"

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 29. Januar 2010 08:07

Zwei Charakteristische Sätze aus einem Bericht:

Satz Nummer eins:
"Die Atmosphäre in der Weltkirche war 2009 mies und bot Unzufriedenen genug Gründe auszutreten"!.

Satz Nummer zwei
"Weltweit bildet Deutschland die Ausnahme, indem die finanzielle Stabilität der Kirchen mit Steuern gewährleistet wird. Diese entsprechen etwa 80 Prozent der Einnahmen."

Und weil das so ist, sehen interessierte Kreise ihr Credo darin, die Religionsindustrie zum generellen "Naturschutzpark" zu erklären.
Auch um den Preis das Scientology, Islamisten usw. und ihre juristischen Erfolgs-Vorbereiter, die Zeugen Jehovas, die eigentlichen Nutznießer dessen sind.

Davon könnte dann so mancher (noch) Arbeitnehmer in der sogenannt "freien Wirtschaft" nur träumen,
Nur, dem helfen keine Träume, der bekommt allerhöchstens einen Tritt von der Mövenpick-Regierung in den Allerwertesten.
Und wenn das nicht recht, gell Herr Koch, dann sind auch schon mal zwei oder mehr Tritte angesagt!

Re: Bericht von der "Mövenpick-Regierung"

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 02. Februar 2010 06:38

Der Satz des Tages:
"In Hessen ... wurden Steuerfahnder, die Besserverdienenden pflichtgemäß zu Leibe rücken wollten, von ihrem Arbeitgeber als psychiatrische Fälle in den Ruhestand entsorgt."
Gelesen in der heutigen Ausgabe einer Zeitung

Na sowas von den Steuerfahndern, mag man dazu eigentlich nur noch anmerken.
Wissen die denn nicht, dass ihr Landesfürst, der Herr Koch, da eine viel elegantere Methode bevorzugt.
Der ist sich doch sicher, mit der Verschärfung der "Errungenschaft" die da auf den Namen "Hartz IV" hört, weitaus effektiver zu agieren ...
Wieviele der so "Beglückten" haben sich eigentlich an den Wahltagen, durch eine dazu passende Wahlentscheidung bedankt???

Re: Bericht von der "Mövenpick-Regierung" / Sozialismus?

geschrieben von:  X ~ mysnip

Datum: 20. Februar 2010 14:45

Zitat:

Drahbeck
Wie Karikaturisten ener Zeitung meinen es sehen zu können:

Gustave Le Bon Psychologie der Massen S. 113
,,Die Macht der Worte ist mit den Bildern verbunden, die sie hervorrufen, und völlig unabhängig von ihrer wahren Bedeutung."

Zitat:

Ein Blatt am 15.06.2007

,,'Deutschland muss sich entscheiden, ob es mehr Sozialismus oder mehr Freiheit will.' heizte Westerwelle auf dem FDP-Parteitag ... ein."

Gustave Le Bon Psychologie der Massen S. 134
,,Die Behauptung hat ... Einfluss, wenn sie ständig wiederholt wird, und zwar möglichst mit denselben Ausdrücken."

Zitat:

25.02.2009

,,FDP-Chef Guido Westerwelle warnte vor einem 'schleichenden Sozialismus' ."

Gustave Le Bon Psychologie der Massen S. 134
,,Das Wiederholte befestigt sich so sehr in den Köpfen, dass es schließlich als eine bewiesene Wahrheit angenommen wird."

Zitat:

N24 2010

,,sagte Westerwelle der "Passauer Neuen Presse". 'Wenn man in Deutschland schon dafür angegriffen wird, dass derjenige, der arbeitet, mehr haben muss als derjenige, der nicht arbeitet, dann ist das geistiger Sozialismus.'"

Gustave Le Bon Psychologie der Massen S. 134, 208
,,Nach einiger Zeit, wenn wir vergessen haben, wer der Urheber der wiederholten Behauptung ist, glauben wir schließlich daran.

Die Führer neigen alle dazu, in die unwahrscheinlichsten Übertreibungen zu verfallen"

Bis hierher stimme ich Le Bon weitgehend zu.
Was aber ist von folgenden Persönlichkeitsbeschreibungen zu halten?

S. 128 ,,Meistens sind die Führer keine Denker ...

Man findet sie namentlich unter den Nervösen, Reizbaren, Halbverrückten, die sich an der Grenze des Irrsinns befinden."


Guido Westerwelle 2002 mit guidomobil

...
http://www.myvideo.de/watch/6919295/Hier_steht_die_Freiheitsstatue_dieser_Republik

Re: Bericht von der "Mövenpick-Regierung"

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 22. Februar 2010 06:29

Dekadenz, die aber Herr Westerwelle ganz wo anders zu orten meint. So das Schlussresümee eines Kommentares einer heutigen Zeitung.
Zum Faktor Dekadenz über die die Westerwelle und Co dann lieber nicht detailliert reden, gehört dann wohl auch das "magere" Honorar von 30.000 Euro, welches die Landtagspräsidentin von Nordrhein-Westfalen für zwei Sitzungen eines Beirates der Ruhrkohle AG zu kassieren pflegte.
Ob dem Michel mit der Schlafmütze jener Umstand stört, könnte er dann ja wohl am Wahltage beantworten.
Beantwortet er es nicht, darf er sich auch nicht über weitere Auswüchse, tatsächlicher Dekadenz beschweren!

Re: Bericht von der "Mövenpick-Regierung"

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 23. Februar 2010 06:21

Meinung:

Westerwelle und ein erheblicher Teil der FDP-Spitze repräsentieren eine Generation von Plastikmännern und -frauen, die in den fettesten Jahren der westdeutschen Republik im anstrengungslosen Wohlstand aufgewachsen sind und außer Sprüchen wenig geleistet haben.
...

Re: Bericht von der "Mövenpick-Regierung"

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 24. Februar 2010 16:56

Die Bischöfin Käßmann tritt dem Vernehmen nach, von ihrem Posten als Ratsvorsitzende der EKD zurück.

Ursächlich die Übertretung des Verbotes Alkohol im Straßenverkehr betreffend.
Man kann wohl unterstellen, dass diese Entscheidung ihr nicht leicht fällt.
Vielleicht hatte sie sogar noch Glück im Unglück. Es gab keinen Unfall mit Verletzten oder noch Schlimmeren. Trotzdem "ziert" sie sich nicht übermäßig lange und zieht Konsequenzen.
Sie wartet auch nicht erst eine unendlich lange quälende Diskussion darüber ab. Bei aller individuellen Tragik, verdient solche Reaktion Respekt.

Nicht indes habe ich bisher vernommen, dass auch die Landtagspräsidentin von Nordrhein-Westfalen zurückzutreten gedenke.
Im Umkehrschluss kann selbige und ihre zugehörige politische Partei, meinen Respekt nicht zugebilligt bekommen.

Re: Bericht von der "Mövenpick-Regierung"

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 24. Februar 2010 16:56

Die Bischöfin Käßmann tritt dem Vernehmen nach, von ihrem Posten als Ratsvorsitzende der EKD zurück.

Ursächlich die Übertretung des Verbotes Alkohol im Straßenverkehr betreffend.
Man kann wohl unterstellen, dass diese Entscheidung ihr nicht leicht fällt.
Vielleicht hatte sie sogar noch Glück im Unglück. Es gab keinen Unfall mit Verletzten oder noch Schlimmeren. Trotzdem "ziert" sie sich nicht übermäßig lange und zieht Konsequenzen.
Sie wartet auch nicht erst eine unendlich lange quälende Diskussion darüber ab. Bei aller individuellen Tragik, verdient solche Reaktion Respekt.

Nicht indes habe ich bisher vernommen, dass auch die Landtagspräsidentin von Nordrhein-Westfalen zurückzutreten gedenke.
Im Umkehrschluss kann selbige und ihre zugehörige politische Partei, meinen Respekt nicht zugebilligt bekommen.

Re: Bericht von der "Mövenpick-Regierung" / Guido Westerwelle

geschrieben von:  X ~ mysnip

Datum: 27. Februar 2010 00:36

Mit Schlagworten und Verbildlichungen können ideologische Kontrahenten verunglimpft werden. Solche Verkürzungen polarisieren und lenken von komplexen Zusammenhängen ab. Sie wirken hervorragend da ein großer Teil nicht denkt, sondern "denken" läßt.

Westerwelle nutzt Schlagworte.

Manchmal rät er in der Öffentlichkeit aber auch "väterlich" zu Umsicht, Überlegtheit, Vernunft oder Vorsicht.
www.duden.de/definition/besonnenheit

Zitat:

,,Der FDP-Chef warnte vor einer ,,voreiligen Diskussion" und forderte eine sorgfältige rechtstaatliche Prüfung zum Erwerb der Daten-CD.
,,Ich rate allen Beteiligten zur Besonnenheit ... "

Nun frage ich mich: Warum rät er gerade in dieser Debatte zur Besonnenheit?

Zitat:

,,'Falls Deutschland gestohlene Bankdaten kauft, werden wir auf eine Gesetzesänderung hinarbeiten, dass sämtliche Schweizer Konten von deutschen Personen, die öffentliche Ämter bekleiden, offengelegt werden', sagte Nationalrat Alfred Heer der "Bild"-Zeitung. ...

Guido Westerwelle will ... den Streit zwischen Deutschland und der Schweiz entschärfen. Er wolle seinen Einfluß geltend machen ... "

Re: Bericht von der "Mövenpick-Regierung"

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 27. Februar 2010 05:44

Wie sagt man?
Eine Krähe hackt nur selten der anderen Krähe die Augen aus.
Ausnahme von der Regel. Ist eine Krähe vielleicht selbst schon etwas "angezählt" mag es Ausnahmen geben.
Ihre Vetter-Krähe indes, die sich da als "nicht angezählt" wähnt, meint es sich leisten zu können, das Gegenteil der angezählten Krähe praktizieren zu können.

Nun kann man in der Tat sagen. Die Leute die da für viel Geld Steuersünder-CD,s verkaufen oder verkaufen wollen, gehören auch zum Bereich der "Krähen".
Würden sie dasselbe ohne viel Geld machen, könnte man sie ja anders bewerten. Aber eben, sie wollen viel Geld.

Da ist dann wohl eine Güterabwägung gefragt.
Cui bono - wem nützt es?
Wem nützt es, bleiben Steuersünder in Größenordnung ungeschoren?
Sicherlich denen in erster Linie.
Und finden sich dann noch Parteien, die indirekt jene Kreise unterstützen, vielleicht deren Repräsentanten als geschätzte und würdig honorierte Vortragsredner noch belohnen, und anderes mehr.
Dann nützt es also auch diesen Krähen-Kumpanen-Parteien.

Da jammern gelegentlich einige Leute, "Sonntagsredner", über Politikverdrossenheit in diesem Lande. Auch in Baden-Württemberg soll es ja wohl solche Jammerer geben, die da als einen Eckpfeiler ihres diesbezüglichen Frustes, auch die Zeugen Jehovas ausgemacht haben. Es gibt aber sicherlich noch ein paar mehr "Eckpfeiler" an die da zu denken wäre,
Und man muss keineswegs Zeuge Jehovas sein (oder nicht mehr sein) um den Satz aus der Nazizeit voll unterschreiben zu können.

"Euch zu wählen ist ein Greuel!"

Namentlich und besonders, die Krähen-Begünstiger-Parteien!

Nun vernimmt man in der unappetitlichen Sache des Erwerbes von Steuersünder-CD.
Nordrhein-Westfalen macht es; Baden-Württemberg macht es nicht.
In beiden genannten Ländern hat aber eine "Krähen-Partei" das wesentliche Sagen!

Nun ja, so wird wieder mal Stoff zum auskotzen frei Haus geliefert, auf das der Frust im Sinne "Euch zu wählen ist ein Greuel!" noch größer wird!

Am Rande vermerkt:
Es wurde auch hier schon notiert, der Fall des Vereines "Treberhilfe", und namentlich seines Geschäftsführers, mit dem Dienstwagen der 400 PS-Klasse. In der Notiz wurde auch mit angemerkt, man darf wohl gespannt sein, wie die Sache wohl so weiter geht.
Sie ging und geht offenbar weiter. Bis heute war fast jeden Tag in der "Berliner Zeitung" ein weiterer Artikel zu dem Thema enthalten (auf deren Verlinkung ich aber verzichte).
Jedenfalls kann als vorläufige Zwischenbilanz in dem Fall festgestellt werden.
400-PS-Auto weg, Posten als amtierender Geschäftsführer weg. Und so wie es aussieht, scheint das Thema damit noch keineswegs beendet zu sein. Der Betreffende hat es offenbar jetzt sehr nötig "sich warm anzuziehen" um es mal salopp zu formulieren.
Auch das las man in den Berichten. Der Betreffende war sogar mal für die Partei SPD im Berliner Abgeordnetenhaus präsent. Nicht unbedingt in der allerletzten Zeit, aber wohl davor.
Ergo was lehrt das? Korruption macht fallweise um keine Partei einen Bogen.
Der Betreffende hat nun wohl kaum mehr "viel zu lachen". Da sind jetzt einige "scharfe Hunde" wach geworden, die sich für seinen Fall nun etwas näher interessieren.
Das ist nun ein Einzelner ohne Parteienrückhalt. Den erwischt es in voller "Härte".
Andere mit Parteienrückhalt, offenbar nicht!

Erweitert Google seine Geschäftspraktiken?

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 11. Januar 2010 09:06

Nimmt Google sich unautorisierte Vermarktungsrechte heraus?

In einem Link

www.neumarkt-guide.de/Trend/adventgemeinde/

Gibt es dort, weiter unten, einen als "Google Anzeigen" gezeichneten Bereich.
Dort derzeit dort fünf Links.
Unter diesem auch der
Mitteilungen

Meinerseits stelle ich dazu fest.
Gegen eine Verlinkung als solches habe ich nichts.
Aber sehr wohl gegen nicht autorisierte Kommerzialisierung.
Ich betreibe meine Seiten Nicht-kommerziell und beabsichtige diesen Status auch nicht zu verändern.

Im Gegensatz zu einigen anderen Webseiten-Betreibern habe ich auch keinen Vertrag mit Google, der kommerzielles Verlinken beinhalten würde.
Man mag vorstehendes als Lapalie bewerten.
Wie immer wer was und wie bewertet, ist nicht "mein Bier".
Für meine Person stelle ich jedenfalls fest.
Ein "Einverständnis" vorstehenden Sachverhalt betreffend, besteht meinerseits nicht.

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