Pressemitteilung der ZJ (Selters) den Fall in "Lich" betreffend
geschrieben von: Gerd B.
Datum: 11. September 2008 14:11
Am 4. September 2008 ging mit Nr. 18/08 eine
Stellungnahme zum Todesfall der Glaubensschwester, die in der Asklepios-Klinik in Lich bei
Gießen, verstorben ist, an die Öffentlichkeit. (Ich bekam die Pressemitteilung per Fax).
"Undercover"-ZJ "E.F.", nimmt zum Inhalt Stellung. Aus seinen Sätzen
ist ersichtlich, was in dem A4-Blatt zu lesen ist.
Zur Pressemitteilung und Stellungnahme:
Daß Pressemitteilungen und Stellungnahmen -- gleichgültig von welcher religiösen oder
politischen Quelle sie kommen -- immer mit sehr viel Skepsis zu lesen sind und daß sie
nur sehr bedingt verwertet werden sollten, weil sie immer ,pro domo' sprechen und daher
Fakten nur sehr gezielt darstellen, ist zu bekannt, als daß man es besonders erwähnen
müßte. Das gilt auch für die übersandte Pressemitteilung und Stellungnahme.
So sind hier -- ohne Anspruch auf Vollständigkeit -- folgende Schwachstellen zu sehen:
1.Man bedauert den tragischen Todesfall der jungen Frau und vergleicht ihn mit deutlichem
Fingerzeig auf die nur pauschaliert angeführten Todesfälle von Menschen, Todesfälle,
welche durch Bluttransfusionen verursacht worden seien.
Dazu: man vergleicht hier die Tragik der Todesfälle; aber das ist nicht der Punkt. Man
müßte die Todesursachen vergleichen. Natürlich ist es möglich, daß Menschen durch
Folgen von Bluttransfusionen wie auch bei allen anderen gefährlichen Eingriffen sterben
können. Aber diese Menschen haben -- sicher nach ärztlicher Beratung -- frei und
individuell, ohne Zwänge irgendwelcher Art, entschieden, sich einer solchen Behandlung zu
unterziehen.
Diese junge Frau jedoch hat -- sicher auch ,freiwillig', wie man behauptet - Transfusionen
abgelehnt. Aber freier Wille? Man hat ihr die Überzeugung beigebracht, die Annahme einer
Transfusion würde sie bei Gott in einen verwerflichen Stand setzen, sie würde damit ihr
ewiges Leben gefährden, ja verlieren. Das ist an sich schon ein Druck, der meines
Erachtens eine freie Willensentscheidung behindert, dazu noch die Entscheidung für ein
ungeborenes Leben.
Die kontinuierliche Beeinflussung durch entsprechende Lehrvorträge in den
Zusammenkünften, durch Älteste und durch die intensiven Aufforderungen,
Patientenverfügungen und Willenserklärungen -- sogar mit notarieller Beglaubigung -- zu
erstellen, ist ebenfalls als psychologischer Druck anzusehen. Denn dies alles erzeugt
Angst, von Gott her verworfen zu werden, wenn man sich anders entscheidet, Angst, nicht
Vertrauen in Gott, in seine Liebe, in das Opfer Christi, das uns reinigt von aller Sünde,
wenn es überhaupt eine wäre..
Dazu kommt, daß sie gewußt haben dürfte, daß Zeugen, die solche Transfusionen
annehmen, in den eigenen Reihen wie Menschen behandelt werden, welche ,die Gemeinschaft
verlassen haben', also wie Ausgeschlossene, und dies mit allen sozialen und menschlichen
Folgen.
Wie also kann ich den Todesfall der jungen Frau mit anderen vergleichen, die aus einer
völlig freien, eigenen Entscheidung herrührten. Das hieße Äpfel mit Birnen
vergleichen.
2. Das von dem Vertreter der Zeugen ausgedrückte Mitgefühl wie auch sein Versuch der
Verteidigung der Ärzte und des Personals des Krankenhauses, welche im Sinne der Zeugen
gehandelt haben (was hier nicht als Vorwurf gesagt wird), ist selbstverständlich und kann
hier nur als Imageverbesserung bzw. als Versuch einer solchen gewertet werden, um davon
abzulenken, daß die Organisation mit ihrer Forderung grundsätzlich verantwortlich ist
und Verantwortung trägt.
3. Die Begründung der Haltung der Zeugen -- richtiger der Organisation
-- unter Heranziehung von Apostelgeschichte 15:20 ist insoweit unaufrichtig (zumindest
eine sehr einseitige Unterrichtung), weil den einzelnen Zeugen zwar die Auslegung der
Organisation immer wieder eingeprägt wird, aber man sagt ihnen kaum, daß es andere ernst
zu nehmende Auslegungsmöglichkeiten dieser Bibelstelle gibt, und man gewährt den Zeugen
nicht die Möglichkeit, sich für eine dieser Deutungen zu entscheiden und in freier
Gewissensentscheidung zu handeln. Vor 1961 wurden zwar Bluttransfusionen auch schon
abgelehnt, aber wer eine solche trotzdem vornehmen ließ, wurde nicht ,gemaßregelt',
indem man den Betreffenden wie einen Ausgeschlossenen hätte behandeln müssen (Siehe
Wachtturm vom 1.Oktober 1958, Seite 606, unter ,Fragen von Lesern').
Danach erst wurde alles verschärft, mit Krankenhauskomitees, Patientenverfügungen und
mit sozialen Folgen.
4. In der Pressemitteilung wird erklärt, jeder Zeuge treffe vor Beginn seiner
Mitgliedschaft diesbezüglich eine für sich bindende Gewissensentscheidung. Das ist eine
unaufrichtige Aussage. Von Mitgliedschaft für alle Zeugen kann in Deutschland eigentlich
erst seit
1999 gesprochen werden. Früher wurde immer gesagt, die Taufe sei eine Symbolisierung der
Hingabe an Jehova und bedeute nicht die Mitgliedschaft in einer Organisation.
Was die vorher getroffene bindende Gewissensentscheidung betrifft: wofür hat sich ein
Zeuge ,gebunden', der vor 1961 getauft wurde? Er konnte damals erwarten und ,sich binden',
daß er bei Annahme einer Transfusion trotzdem weiter als Zeuge Jehovas angesehen und
behandelt würde. Und wie steht es überhaupt mit einer solchen ,vorauseilenden Bindung'?
Vor 1962 ,band sich' ein Zeuge an die Lehre, daß die obrigkeitlichen Gewalten nicht der
Staat und seine Organe seien, sondern Jehova und Christus; vor
1995 banden sich junge Männer an die Gewissensentscheidung, den Wehrersatzdienst
abzulehnen; auch Transplantationen wurden eine gewisse Zeit mit Kannibalismus verglichen;
doch als die Gesellschaft diese Lehren änderte (und auch noch andere), da war ein Zeuge
plötzlich nicht mehr an seine Bindungen gebunden! Bedeutet eine solche Bindung nicht nur
eine vorauseilende Verpflichtung, alle von der Organisation auch in Zukunft zu treffenden
Lehränderungen bedingungslos anzunehmen und ihnen blindlings zu folgen? Die Organisation
kann also jederzeit die Gewissenbindungen der Zeugen aufheben, aber auch neue schaffen.
Kann man da noch von freier Gewissensbindung sprechen? Oder muß man nicht sagen, daß die
Weisungen der Organisation für die Zeugen wie Gesetze sind?
Allerdings von einem Gesetzgeber, der selbst keine Verantwortung übernimmt, dafür aber
von seinen Verantwortungsträgern -- Ältesten -- ggf. Sanktionen ausführen läßt. Und
die Zeugen folgen, weil sie denken, daß dieser ,Sklave' von Gott beauftragt sei. Ich bin
überzeugt, daß die Einstellung bei den Zeugen gegenüber Bluttransfusionen sich schnell
verändern würde, wenn und sobald die Organisation ihre Auslegung ändern würde; sie hat
ja seit 1961 schon zahlreiche Blutfraktionen und auch bestimmte Eigenblutbehandlungen
zugelassen (sie nennt das dem Gewissen des einzelnen überlassen) und es scheint, daß
plötzlich die Zeugen gegen diese Fraktionen keine Bedenken mehr haben, obwohl bekannt
ist, daß man zur Gewinnung dieser Bestandteile viel Blut braucht. Hier also akzeptiert
man Verstöße gegen Apostelgeschichte 15:20; sie werden ja von anderen verübt, und man
profitiert nur davon. Ist die Organisation befugt, von dem so absoluten Verbot also
selbstverfügte Ausnahmen
zuzulassen) Wie steht es, wie behauptet wird, mit einer einmaligen Transfusion bei
Blutern? Ist das erlaubt? Gilt das dann als Medizin und nicht als Essen?
Für mich ist daher die Pressemitteilung nur eine Aussage für die Öffentlichkeit, die
normalerweise nicht sehr informiert ist; man will einen Imageschaden vermeiden, ablenken
und möglichst Schadensbegrenzung betreiben. Wenn man dabei noch einflußreichen Personen
Sand in die Augen streuen kann, ist das eine wohltuende Nebenwirkung.
Re: Pressemitteilung der ZJ (Selters) den Fall in "Lich" betreffend
geschrieben von: Gerd B.
Datum: 13. September 2008 11:34
Re: Eine Zeitung zum Thema
geschrieben von: . +
Datum: 14. September 2008 09:44
Marinas Mutter erzählt "Ich habe auf Knien um Blut gefleht!"
Zitat:
Zitat:
Kurz darauf kamen zwei Zeugen Jehovas, fuhren mich ins Krankenhaus.
Andrej führte mich in das Zimmer meiner Tochter.
Sie lag an Schläuchen, war völlig gelb im Gesicht.
Als ich sie so daliegen sah, konnte ich nur noch schreien.
Andrej hat mich dann raus ins Wartezimmer geschickt.
Dort saßen Zeugen Jehovas, es waren bestimmt zehn Personen.
Ich konnte nicht aufhören zu weinen.
Immer wieder habe ich gefleht:
Gebt meiner Tochter doch endlich Blut!
Ich habe auf Knien darum gefleht, sie angebettelt aber niemand hat reagiert.
Ich durfte nicht mal mehr ans Bett meiner Tochter.
Um Mitternacht wurde ich nach Hause gebracht.
Gegen fünf Uhr kam der Anruf, dass Marina gestorben sei.
Seitdem fühle ich nur noch Schmerz.
Die Zeugen Jehovas haben sich um Marinas Einäscherung gekümmert, ich habe erst kurz vorher erfahren, wann und wo die Trauerfeier stattfindet.
Dabei bin ich doch ihre Mutter!
Aber seit Marina mit 16 Jahren Zeugin Jehovas wurde, hatte sie sich sehr verändert.
Ich glaube, dass die Zeugen Jehovas immer Druck auf sie ausgeübt haben.
Ich werde meinen Schwiegersohn, die Klinik und die Zeugen Jehovas auf fahrlässige Tötung verklagen.
Denn Marina könnte noch leben!
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Mama, warum?
Bis zuletzt versuchte der Arzt Marinas Leben zu retten.
Doch sie blieb stur!
Ein kleines Mädchen trauert um seine Mutter.
Marina J. (29) aus dem hessischen Wetzlar starb, weil sie im Krankenhaus eine rettende Bluttransfusion verweigerte.
Sie hatte ein offenes, freundliches Lachen. Das Bild zeigt Marina J. mit Tochter
Warum wollte die Mutter lieber sterben, als bei ihrer Tochter auf Erden zu bleiben?
Marina war Mitglied der Zeugen Jehovas die Glaubensgemeinschaft betrachtet Blutaustausch als Sünde.
Es ist die Nacht zum 5. Juli 2008.
Marina J. liegt in einem Krankenhaus in Lich (Hessen).
Im vierten Monat hat die 29-jährige Hausfrau ihr zweites Kind verloren.
Schon seit Stunden blutet sie.
Die Ärzte entscheiden, ihr eine Transfusion zu geben, doch Marina J. lehnt ab.
Sie hat eine Patientenverfügung: Keine Blutspende!
Nichts kann die Zeugin Jehovas von ihrer Überzeugung abbringen, dass dies einer Sünde gleichkäme.
Auch die Gewissheit, dass ihre sechsjährige Tochter Nadja ohne Mutter aufwachsen muss, ihr Ehemann Andrej (31) zum Witwer wird, stimmt Marina J. nicht um.
Sie ist ihrem Glauben treu, bis in den Tod.
Am frühen Samstagmorgen um 4.04 Uhr verlässt Marina J. das Leben und das Leben sie.
Nadja J.
Zurückbleibt ein kleines Mädchen, das mit gefalteten Händen vor der Urne ihrer toten Mutter steht und lautlos fragt:
Zitat:
Mama, warum"?
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Der Witwer erzählt
Zitat:
Entgegen aller Behauptungen, hatte ich die Ärzte geben, mir Blutkonserven zu geben, damit ich die selbst anhängen konnte
www.rund-ums-baby.de/aktuell/beitrag.htm?id=236539
Zitat:
Am liebsten hätte ich die Blutkonserven direkt an ihren Tropf gehängt!
Ich habe versucht, sie zu überreden, immer wieder gesagt:
Du kriegst mein Blut!
Witwer Andre J.
Zitat:
Aber sie hat sich geweigert.
Ich bin kein Zeuge Jehovas.
Oft haben wir zu Hause über Bluttransfusionen diskutiert.
Ich bin Krankenpfleger, für mich ist Blut ein Medikament wie Antibiotikum.
Deswegen habe ich nie verstanden, warum Marina eine Spende als Sünde ansah.
Meine Frau war der beste Mensch, den ich kannte, lieb und hilfsbereit, redete nie schlecht über andere Menschen.
Sie hatte für sich die Entscheidung getroffen, vor Gott ein gerechtes Leben zu führen.
Deswegen habe ich irgendwann aufgehört, auf sie einzureden, ihren Willen akzeptiert, sie respektiert.
Ich wollte sie nicht enttäuschen, indem ich etwas tue, was sie nicht will.
Vor allem nicht, weil sie sich nicht hätte wehren können.
Schlimm ist für mich, dass ich nun öffentlich angegriffen werde.
Deshalb habe ich in einem Internetforum meine Sicht geschildert.
Meine Frau ist tot, das Haus furchtbar leer.
Wir wollten noch ein Kind, gemeinsam alt werden.
Mein Leben liegt in Trümmern, aber ich muss versuchen, zu funktionieren.
Für unsere Tochter.
Sie ist alles, was ich noch habe.
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Der Klinik-Chef erzählt: Ihr Wille stand gegen unseren Auftrag
Zitat:
Jahrelang wird Ärzten beigebracht, Menschen zu helfen.
Was in dieser Nacht geschehen ist, widerspricht diesem ärztlichen Selbstverständnis.
Axel W. (40), Geschäftsführer der Klinik in Lich
Zitat:
Der Tod der Patientin hat zu sehr emotionalen Diskussionen in unserer Klinik geführt.
Am Ende reduziert sich die tragische Geschichte auf zwei Menschen: die Patientin und den Arzt.
Ihr Wille stand gegen seinen Auftrag, ihr Leben zu retten.
Bis sie das Bewusstsein verlor, hat die Patientin ihren Willen bekräftigt, dass sie eine Blutkonserve ablehnt.
Bis zuletzt hat unser Arzt versucht, sie von der Notwendigkeit zu überzeugen.
Doch Frau J. trug eine Kette, deren Anhänger auf ihre Patientenverfügung hinwies.
Darin wurde eine Blutspende strikt ausgeschlossen.
Wir haben sogar noch versucht, eine richterliche Gegenverfügung zu erwirken.
Doch wir waren machtlos:
Das Papier war unanfechtbar, perfekt ausgestaltet.
Hätte der Arzt sich darüber hinweggesetzt, hätte er ihr Selbstbestimmungsrecht missachtet, gegen geltendes Gesetz verstoßen.
Letztlich gibt es in dieser tragischen Geschichte nur Verlierer: ein Mädchen, das nun Halbwaise ist, ein Witwer sowie eine tieftraurige Mutter, die ihre Tochter verlor.
Zu den Hinterbliebenen gehört aus meiner Sicht aber auch der Arzt.
Für ihn ist es sehr schwer, dass er eine junge Frau sterben lassen musste.
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Da es aber nicht nur Verlierer gab wollen wir die Profiteure auch noch zu Wort kommen lassen:
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Werner Rudtke: Nicht jeder Unglücksfall kann verhindert werden
Zitat:
Wir empfinden tiefe Trauer und bedauern den Verlust unserer Glaubensschwester.
Trotz bester ärztlicher Behandlung kann nicht jeder Unglücksfall verhindert werden.
Werner Rudtke, Sprecher der Zeugen Jehovas Deutschland
Zitat:
Wir sind überzeugt, dass die herzlichen Glaubensbande der örtlichen Gemeinde dafür sorgen werden, den Schmerz des Ehemannes zu lindern.
Die Zeugen Jehovas akzeptieren nahezu alle Therapiemöglichkeiten, außer die Transfusion von Vollblut und dessen Hauptbestandteilen.
Diese biblisch begründete Ablehnung ist eine bindende Gewissensentscheidung und basiert auf einem imperativen Glaubensgebot, nämlich sich des Blutes zu enthalten.
Da in Gottes Augen Blut für Leben steht und daher heilig ist.
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Wenn man die Presseerklärung der Zeugen Jehovas bei Google-Sprachtools
http://www.google.ch/language_tools
eingibt und den Text von Wachtturmneusprech auf Deutsch übersetzen läßt kommt
dabei folgendes raus:
Ja, wir helfen, wo andere wegschauen!
Wer schwer krank oder verunfallt wird und eigentlich den roten Lebenssaft benötigt, soll
gefälligst den Sanitätern stumm einen Wachturm ins Gesicht schieben, statt sich mit
fremden Blutkörperchen verseuchen zu lassen!
Natürlich dürfen wir in der Öffentlichkeit nicht zugeben, dass wir die
Bluttransfusionen zu einem Menschengebot hochstilisieren.
Deswegen verpacken wir es in ein Fremdwort das die Zeugen ohne höhere Bildung sowieso
nicht verstehen.
imperativen = Er gebietet, Handlungen zu vollbringen, die nicht nur Mittel zu
einem Zweck, sondern von keiner weiteren Bedingung abhängig ist.
Daher haben wir uns ganz gewieft einen Weg überlegt, wie wir der Menschheit das rote
Gepladder ausreden können:
Das Aufzählen von Gefahren gehört ebenso dazu, wie das Nennen von Alternativen (z.B.
Traubensaft oder geweihtes Wasser mit Lebensmittelfarbe).
Doch lest selbst:
Erwachet August 2006
Seite 6

rgo: Im Ernstfall - apper Kopp, rausquellende Gedärme - ist die Wahrscheinlichkeit leider
viel größer, an einem unbekannten Killervirus zu erkranken, der die Menschheit
dahinraffen wird, als eventuell eine schwere Operation zu überleben.
Die bekannten Zahlen - nämlich unsere Seitenzahlen im Wachturm - sind in
dieser Hinsicht unbestechlich:
Seite 6

Angesichts des bekannt hohen Risikos schließen wir daraus, dass es zwischen 1995 und 2001
insgesamt um die 450 Transfusionen in den USA gab, die kaum einer überlebte.
Was bedeutet das für Deutschland?
Nun, hier haben wir sogar offizielle Zahlen, welche besagen, dass jedes Jahr in
Deutschland ca. 4,4 Millionen Bluttransfusionen durchgeführt werden!
Tja, da wundert man sich wirklich nicht, warum jeden Samstag die Todesanzeigen in den
Zeitungen so viel Raum einnehmen
Seite 7

Ja, jährlich einige Dutzend Tote durch die Trilli-Trali-Krankheit!
Und so geht es bei uns seitenlang weiter!
Wenn DAS nicht die Endzeit in der Nachspielzeit ist, weiß ich auch nicht weiter!
In den Millionen- und Abermillionen Bluttransfusionen, die jährlich verlegt werden,
lauern aber noch viel mehr Gefahren!
Bei älteren Zeugen kursieren heute immer noch die Ammenmärchen das man die
Persönlichkeit des Organspenders übernimmt.
Also ich will nicht das Blut eines Bankräubers, Friedennobelpreisträgers, Altenpflegers
oder selbstlosen Spenders.
Das könnte ja auf mich abfärben.
Wie viele Menschen mit transplantierten Kunststoffherzen mutierten danach zu einem
blutrünstigen Polyestertierchen!

Wir zählen auf:
- Tote durch schlecht desinfizierte Nadeln: 719,3 Fälle
- Verpasste Mittagsgebete in den Majestätssälen durch ungünstig gelegte
Zuführungstermine: 520,2 Fälle
- Tote durch eingestürzte Krankenhausdecke während einer Transfusion: 38 Fälle (in
Indien, 1992)
- Ungeklärte Todesfälle (z.B. nach einem harmlosen Verkehrsunfall) während einer
Transfusion: 7,91 Millionen(!) Fälle
- Andere, schwere Krankheiten, die durch Blut übertragen werden (Erkältungen,
Nasenbluten, Schuppenflechte, Pornografiesucht): 184.256 Fälle
Wie sehen also: Besser gar nicht hingucken!
Mit Bluttransen und anderen Perversen wollen wir nichts zu tun haben!
Und unsere Kinder auch nicht, nicht mal im medizinischen Notfall!
Im Himmelreich gibt es genug Schaukeln und Rutschen für alle. - Ehrlich jetzt!
Aber wir wollen mal nicht soooo sein:
Zukünftig dürfen wir Zeugen Jehovas immerhin bis zu 98% der Blutbestandteile zu uns
nehmen (Das zu sich nehmen von Wasser bleibt nach wie vor eine Gewissensentscheidung)
Seite 8

- Aber nicht mehr davon naschen als notwendig, hört ihr?
Re: Eine Zeitung zum Thema
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 14. September 2008 10:19
In früheren Jahren feierte namentlich im
Goldenen Zeitalter" der Zeugen Jehovas (damals eben noch Bibelforscher) die
Heilpraktiker-Szene wahre Triumphe.
Einerseits stand selbige nicht selten auf Kriegsfuß mit der Schulmedizin, und meinte es
besser" zu wissen, wenn man sich denn der Apotheke Gottes" bedienen
würde.
Andererseits muss man einräumen. Gesunden Ratschläge geben, dass sie halt gesund bleiben
können. Diese Leistung kann man der Heilpraktiker-Szene sicherlich nicht absprechen.
Ein Beispiel nur.
Wenn aus diesen Kreisen verlautbart wurde. Eine Ernährungsform aufgebaut auf die
Verwendung tief ausgemahlenen Weizenmehls, sei ungesund. Vollkornprodukte etwa, seien
weitaus gesünder; und ähnliches mehr.
Dann ist das sicherlich eine Aussage, welcher auch die Mehrheit der Schulmedizin zustimmen
wird.
Es fällt also schwer, das Verdikt Quacksalber" auszusprechen.
Man muss da halt auf den Einzelfall hinsehen.
Dennoch drängt sich dem kritischen Beobachter der Eindruck auf, nicht selten Elementen
des Quacksalbertums auf der medizinischen Ebene, bei den Zeugen Jehovas/Bibelforschern zu
begegnen.
Zwei Beispiele seien da nur genannt.
Ihre berühmt-berüchtigte Weintraubenkur.
Und ihre Häme (vor 1945) gegen das Insulin,
welches ja etwa für Zuckerkranke, eine besondere Bedeutung besitzt.
In Sachen Insulin, hat die spätere WTG dann noch zurückgerudert.
Es wäre dringend erforderlich, dieses Zurückrudern", nicht nur bei diesem
Aspekt
Um 1931 rettete auch in WTG-Sicht
noch, Blut erlöschendes Leben
Re: Eine Zeitung zum Thema
geschrieben von: Maxi
Datum: 14. September 2008 13:07
Danke + fürs scannen; habe mir die gerade das
Original gekauft
es ist eine gute argumentationshilfe
Nur die Worte von Herrn Rudtke sind so heuchlerisch !!!
Re: Eine Zeitung zum Thema
geschrieben von: . +
Datum: 14. September 2008 13:12
Re: Eine Zeitung zum Thema / Werner Rudtke
geschrieben von: X ~ mysnip
Datum: 14. September 2008 21:40
Zitat:
. +
ZITAT Rudtke, Werner
,,Es ist sachlich nicht gerechtfertigt, Patienten,
die Zeugen Jehovas sind, im Rahmen des Aufklärungsgesprächs auf diese Quellen
hinzuweisen."
>>>
www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=31228
Warum sollen Zeugen Jehovas auf diese Quellen nicht
hingewiesen werden?
>>>
www.geocities.com/Athens/Ithaca/6236/franz09a.htm
>>> http://forum.mysnip.de/read.php?27094,12418,12667#msg-12667
Eine Erklärung:
Erich Fromm Haben oder Sein S.56,57
,,Die Inhaber der
Autorität und jene, die Nutzen daraus ziehen, müssen die Menschen von dieser Fiktion
überzeugen und ihr realistisches, das heißt kritisches Denkvermögen einschläfern.
Jeder denkende Mensch kennt die Methoden der Propaganda, Methoden, durch die die kritische
Urteilskraft zerstört und der Verstand eingelullt wird, bis er sich Klischees unterwirft,
die die Menschen verdummen, weil sie abhängig machen, und sie der Fähigkeit berauben,
ihren Augen und ihrer Urteilskraft zu vertrauen.
Diese Fiktion, an die sie glauben, macht sie für die Realität blind."
Philip Zimbardo Der Luzifer
- Effekt S.417
,,Viele, die sich den
Mantel der Autorität umhängen, sind Pseudo-Führer, falsche Propheten, Betrüger oder
Propagandisten in eigener Sache, denen man weder Respekt noch Gehorsam erweisen, sondern
die man vielmehr einem kritischen, öffentlichen Urteil aussetzen sollte. . . . ."
>>> http://forum.mysnip.de/read.php?27094,10612,10635#msg-10635
Re: Erich Fromm
geschrieben von: X ~ mysnip
Datum: 15. September 2008 22:11
Erich Fromm Haben oder Sein S.226, 227
Re: Marina
geschrieben von: X ~ mysnip
Datum: 16. September 2008 21:57
Zitat:
. +
Liebe Frau Lilia J., liebe Nadja, lieber Andre,
mir ist klar, daß Worte in der Situation, in der man einen geliebten Menschen, gehen
lassen muß, keinen wirklichen Trost darstellen können. Dennoch können sie in ihrer
Weisheit zum Anker werden, an dem man sich aufrichten kann.
In Erinnerung an Marina
Steh nicht weinend an meinem Grab.
Ich liege nicht dort in tiefem Schlaf.
Ich bin der Wind über brausender See.
Ich bin der Schimmer auf frischem Schnee.
Ich bin die Sonne in goldener Pracht.
Ich bin der Glanz der Sterne bei Nacht.
Wenn du in der Stille des Morgens erwachst,
bin ich der Vögel ziehende Schar,
die kreisend den Himmel durcheilt.
Steh nicht weinend an meinem Grab,
denn ich bin nicht dort.
Ich bin nicht tot. Ich bin nicht fort.
Joycy Fossen
4 Jahreszeiten (Antonio Vivaldi) (4) Winter Four Seasons
> http://www.youtube.com/watch?v=HUTE7Grm0Ws
Trost
Bundesverband Verwaiste Eltern in Deutschland eV
> www.veid.de/1hilfe.0.html
Mutter verliert Kind
> www.veid.de/1431.0.html?&tt_board_uid=5787&cHash=b08df383c7
> www.veid.de/foren0.0.html
Re: Im "Goldenen Zeitalter" gelesen - Eine Zeitreise -
geschrieben von: . +
Datum: 20. Juli 2008 10:33

Zitat:
Drahbeck
Der inspirierte Prophet Daniel beschreibt diese Zeit des Endes und sagt: "Sie werden hin- und herrennen und die Erkenntnis wird sich mehren" (engl. Übersetzung). Die Erfüllung dieser Prophezeiung sehen wir jetzt vor Augen.

Zitat:
Drahbeck
daß alle diese wunderbaren Verkehrsmittel das Resultat der allerletzten Jahrzehnte sind, aber nur wenige erkennen, daß diese Dinge sichere Vorboten eines besseren Tages sind - des Goldenen Zeitalters, das auf die "Zeit des Endes" folgt."

Mein absoluter Favorit ist der Artikel in dem die Wachtturm Gesellschaft behauptet die
Klimaerwärmung sei der Vorbote für das Tropen-Paradies-Klima in dem Königreich Gottes:
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,797,4195#msg-4195

PS.:
Eine Frau (EX-NAK) erzählte mir bei dem Stuttgarter Infolinktreffen, sie hätte einem
Zeugen im Straßendienst die Zeitschriften abgenommen, weil auf einer blauen Fläche ein
weißer Eisbär zu sehen war.
Sie dachte dort an Knuth
Neuster Erwachet vom August 2008
Den Inhalt der Zeitschriften bezeichnete sie befremdend Naiv.
Re: Erwachet! Artikel
geschrieben von: Frau von x
Datum: 23. August 2008 11:15
Zitat:
. +
Folgenden Artikel findet man S.16-19
auszugsweise in dieser Zeitschrift:
Christliche Liebe triumphiert
über Wirbelstürme
___________________________________
" Als im Jahr 2005 die beiden verheerenden Wirbelstürme Katrina und Rita die
Golfküste der Vereinigten Staaten verwüsteten, verursachten sie enorm großen Schaden,
und viele verloren ihr Leben. Auch Tausende Zeugen Jehovas waren betroffen.
Unter der Leitung des Zweigbüros der Zeugen Jehovas in den Vereinigten Staaten traten
sogleich Katastrophenhilfskomitees in Aktion. ...
Freiwillige Helfer reparierten über 5600 Häuser ihrer Gaubensbrüder und 90
Königreichssäle (Versammlungsstätten von Jehovas Zeugen). ... Jehovas Zeugen haben aber
auch Andersgläubigen geholfen ... .
Obwohl die Beteiligung an der Hilfsaktion persönliche Opfer erforderte, konnte
man auch viel Schönes erleben. Interessant ist, was sieben Zeugen Jehovas berichten, die
verschiedene Bereiche des Wiederaufbaus beaufsichtigten.
Robert: ... Mit meinen 67 Jahren war ich der Älteste unserer Gruppe. ...
Meine Frau Veronica hat mich hervorragend unterstützt, denn als es darum ging, diese
Aufgabe zu übernehmen, war sie damit einverstanden, dass ich meinen Beruf, an dem ich
über 40 Jahre Freude gehabt hatte, an den Nagel hängte. Momentan arbeiten wir beide
einen Abend in der Woche und machen Büros sauber. Wir haben gelernt, mit weniger
auszukommen und ein einfaches Leben zu führen. ...
Frank: ... Zu Beginn der Hilfsaktion arbeiteten wir jeden Tag
(einschließlich Wochenenden) 10 bis 12 Stunden, um die Freiwilligen satt zu bekommen. ...
Gregory: Meine Frau Kathy und ich verkauften unser Haus in Las Vegas
(Nevada) und kauften uns einen Kleinstlastwagen und einen Wohnwagen. Das war unsere neue
Wohnung. Dadurch dass wir unser Leben vereinfachten, konnten wir uns über 2 Jahre an der
Hilfsaktion in Louisiana beteiligen. ...
Wendell: ..., wurde ich ... gebeten, Schäden an Königreichssälen und
an Häusern von Zeugen Jehovas ... zu begutachten. ... Schon in den 32 Jahren in einem
Gebiet, wo dringend Prediger benötigt wurden, konnten meine Frau Janine und ich
beobachten, wie sich Jehova um sein Volk kümmert. Doch jetzt haben wir die helfende Hand
Jehovas in noch viel größerem Ausmaß verspürt.
... Während der Hilfsaktion konnte unser Komitee nämlich buchstäblich Hunderte von
Malen beobachten, wie Jehova Probleme löste, ... .
:::
Wir begegneten Tausenden von Zeugen, die vieles verloren hatten. Wir beteten mit ihnen und
versuchten sie zu trösten. Und mit der Hilfe Jehovas machten wir uns dann an die Arbeit.
...
... Oft kam uns Jehova zu Hilfe. ... Weil uns für diese nicht ungefährliche Aufgabe
Ausrüstung und Fachpersonal fehlten, beteten wir als Komitee um Hilfe. Und schon tags
darauf bot uns ein Bruder seine Unterstützung an. ... Ein andermal wurde unser Gebet in
nur 15 Minuten beantwortet. Und in einer weiteren Situation war das, worum wir beteten,
bereits unterwegs, bevor wir überhaupt "Amen" gesagt hatten! ...
Ted: ... Innerhalb weniger Tage fanden wir einen gebrauchten 9 Meter
langen Wohnwagen, für den unser Auto auch genügend PS hatte und den wir zum halben Preis
bekamen. Das war genau das, was wir uns leisten konnten. Unsere Gebete waren erhört
worden. ... Zwischendurch unterbrachen wir unsere Mitarbeit und verkauften unser Haus und
fast alles, was uns gehörte. ... "
____________________________________________________________________________________________________________
Beim Lesen dieses Artikels sind mir viele Gedanken durch
den Kopf gegangen. Nur einen möchte ich an dieser Stelle erwähnen. Die Hilfe die diese
Menschen geleistet haben ist sicher lobens- und anerkennenswert, keine Frage. Dennoch fiel
mir auf, daß man die Zahl der reparierten Häuser von ZJ und Königreichssälen genau
beziffern kann. Was allerdings die Hilfe gegenüber Andergläubigen betrifft, weiß man
keine Angaben zu machen. Für eine zahlenverliebte Organisation eigentlich ungewöhnlich.
Dabei kam mir folgende Bibelstelle in den Sinn:
Matthäus 5 Vers 46: "Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn
habt ihr? Tun nicht auch die Steuereinnehmer dasselbe?"
Re: Erwachet! Artikel
geschrieben von: Frau von x
Datum: 26. August 2008 11:32
Zitat:
WT vom 15.SEPTEMBER 2008 S.9 Abs.9
" ... Die Macht, jemand aus einer Gefahr zu befreien, hat Jehova ohne jeden Zweifel. Können
wir aber mit Sicherheit sagen, ob er in einer konkreten Situation eingegriffen hat? Nein.
Und wenn nun jemand davon überzeugt ist, dass Jehova ihn persönlich beschützt hat?
Niemand sollte sich anmaßen, ihm das ausreden zu wollen. Andererseits sollten wir
realistisch sein und daran denken, dass viele Christen obwohl treu, ihr Leben verloren
haben, sei es durch Verfolgung (wie in der Hitlerzeit) oder durch ein tragisches Unglück
(...). Man müsste sich sonst ja fragen: Hat Jehova es im Fall von treuen Menschen, die
mitten aus dem Leben gerissen wurden, versäumt, für Rettung zu sorgen? Das kann
unmöglich sein! "
Re: Erwachet! Artikel
geschrieben von: want2x@web.de
Datum: 26. August 2008 21:44
Möchtest du damit auf die Widersprüchlichkeit
hinweisen?
Grüße
Re: Erwachet! Artikel
geschrieben von: Frau von x
Datum: 27. August 2008 10:51
Ja, marcilo, das wollte ich.
In den Zeitschriften und vor allem in den Jahrbüchern wimmelt es von Berichten, wo sich
Zeugen ganz sicher sind, daß sie persönlich von Jehova beschützt wurden, er
eingegriffen hat oder ihre Gebete von ihm erhört und erfüllt worden sind.
Einerseits wird ihnen ständig gesagt, daß Jehova nur mit ihnen handelt, da ja alle
anderen zur Welt Satans gehören. Also gehen sie auch davon aus, daß er sie beschützt,
ihnen hilft usw. .
Dann bekommen sie zu hören, Jehova beschützt sie nur als Ganzes. Was will man damit
sagen? Setzt das nicht auch voraus, daß er mit einzelnen handelt? Wie denn jetzt? Da
springt das Gehirn doch hin und her, so nach dem Motto: Er liebt (beschützt) mich, er
liebt (beschützt) mich nicht.
Erst werden unzählige Beispiele aufgeführt, wie Jehova in biblischer Zeit mit
Einzelpersonen gehandelt hat, an denen wir uns ein Bsp. nehmen und darauf vertrauen
sollen, daß er es mit uns ebenso tun kann. Dann wird wieder gesagt, daß es nicht die
Regel, sondern eher die Ausnahme war, wenn jemand durch ein Wunder gerettet wurde. Ja was
denn nun?
Ich weiß, daß man hier in einem Dilemma steckt. Aber warum sagt man das nicht so
deutlich. Nein, wenn es uns in den Kram paßt, dann hü und wenn nicht dann hot.
Der genannte Artikel wird zwar erst im November behandelt, aber hier ein kleiner
Vorgeschmack vom letzten Absatz:
" Bei all dem, was Jehova in biblischer Zeit und in unserer Zeit bewirkt hat,
haben wir doch bestimmt allen Grund, auf ihn als unseren Helfer zu vertrauen. Wenn
demnächst die große Drangsal über die Welt Satans hereinbricht, werden wir wie nie
zuvor auf die Hilfe Jehovas angewiesen sein! Gleichzeitig aber werden Jehovas Diener mit
absolutem Vertrauen zu ihm aufschauen. Sie können dann mit erhobenem Haupt in die Zukunft
blicken und sich freuen, weil sie wissen: Jetzt ist unsere Befreiung greifbar nahe! ...
"
Viele Grüße!
Re: Erwachet! Artikel
geschrieben von: Maxi
Datum: 27. August 2008 12:11
Merken die "ehemaligen Brüder und
Schwestern" nicht endlich mal wie sie als Spielball der Wachtturn-Führung gebraucht
werden! Wie lange lassen sie sich noch mit den Vokabeln: Bald, in Kürze, unmittelbar,
kurz bevor usw. "verarschen"
--Entschuldigung für das Wort!
Re: Erwachet! Artikel
geschrieben von: want2x@web.de
Datum: 27. August 2008 12:32
Ich bin zurzeit auf dem Stand:
Den TVS gibt es nicht - zumindest nicht in dem Sinne, wie ihn ZJ verstehen.
Als "Gremium" im übergeordneten Sinne gemäß dem biblischen Gleichnis könnte
ich ihn akzeptieren aber nicht, wenn dieser - wie er es heute tut - seine Worte als Fakt
darstellt.
Ich denke selber und hinterfrage viel. Auch lasse ich mir kein schlechtes Gewissen
einreden, wenn ich Punkte anders sehe. Ich verstehe auch nicht, warum man wenn man eine
andere biblische Erkenntnis erlangt hat, sich dem Sklaven beugen soll.
Sprüche 2:
4) wenn du danach fortwährend wie nach Silber suchst und du wie nach verborgenen
Schätzen ständig danach forschst, 5) dann wirst du die Furcht Jehovas verstehen, und du
wirst die wahre Erkenntnis Gottes finden. 6) Denn Jehova selbst gibt Weisheit; aus seinem
Mund [kommen] Erkenntnis und Unterscheidungsvermögen.
Auch steht es uns nicht zu, über Daten zu mutmaßen. Ich halte mich daran, dass es
plötzlich kommt, denn dass es kommt, glaube ich. Ich rege mich zwar über bald, usw. auf
aber ich nehme es nicht an. Es ist unnötige Erwartung, die auch gemäß der Bibel, das
Herz krank macht.
Was das heller werdende Licht angeht, das gibt es doch nicht, wie behauptet. Der Text aus
Sprüche 4 ist komplett aus dem Zusammenhang gerissen.
Wer wie in Kapitel 2 erwähnt, danach forscht und auf Gottes Gebote hört, der wird
gesegnet, ja ist ein Gerechter, sein Weg ist hell. Der, der die Dinge nicht tut, er ist
ein Ungerechter und sein Weg bedeutet Finsternis.
Warum muss man da so was kombinieren und sagen, unsere Erkenntnis, gestreut vom TVS, nimmt
- wie heller werdendes Licht - zu?
Re: Erwachet! Artikel
geschrieben von: Conzaliss
Datum: 28. August 2008 22:37
Zitat:
Was das heller werdende Licht angeht, das gibt es doch nicht, wie behauptet. Der Text aus
Sprüche 4 ist komplett aus dem Zusammenhang gerissen.
Wer wie in Kapitel 2 erwähnt, danach forscht und auf Gottes Gebote hört, der wird
gesegnet, ja ist ein Gerechter, sein Weg ist hell. Der, der die Dinge nicht tut, er ist
ein Ungerechter und sein Weg bedeutet Finsternis.
Warum muss man da so was kombinieren und sagen, unsere Erkenntnis, gestreut vom TVS, nimmt
- wie heller werdendes Licht - zu?
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
Man muss immer wieder einen Köder auslegen. Und wie jahrzehntelange Erfahrungen zeigen,
wird er immer wieder "gefressen"...
Re: Erwachet! Artikel
geschrieben von: Frau von x
Datum: 09. September 2008 10:42
Zitat:
Frau von x
Vergleichend dazu WT vom
1.SEPTEMBER 2008 S.4-7:
Thema: UNSER VATER IM
HIMMEL
Seine Eigenschaften und sein Wesen
Die Menschheit hat sich noch nie zuvor so nach
Sicherheit und Befreiung gesehnt wie heute. ...
Jehova hat zweifelsfrei bewiesen, dass er sein Volk befreien kann. Beispielsweise
beschützte er einmal die Israeliten vor den Streitwagen und Soldaten Pharaos. Jehova
stand treu zu seinen Dienern, ließ sie nicht im Stich und half ihnen gern (...). Auch wir
müssen auf Jehovas Rettung vertrauen, wenn wir einmal ewig leben möchten. ...
Über jeden, der auf seine Hilfe vertraut, sagt Gott: "Ich werde ihn beschützen, ...
(Psalm 91:14). Das haben viele Christen erlebt. Nehmen wir nur einmal Henryk aus Polen.
Obwohl er Notzeiten und Verfolgung erlebte, dient er Gott schon seit 70 Jahren. Er war
erst 16, da wurde sein Vater ins Konzentrationslager in Auschwitz gebracht. Henryk und
sein Bruder kamen in eine NS-Erziehungsanstalt. Danach war er in verschiedenen
Konzentrationslagern. Über diese Zeit sagte er: Jehova stand
mir in all meinen Problemen bei. Er hat mir geholfen,
ihm treu zu bleiben - obwohl ich mehrmals dem Tod ins Auge geblickt habe." Jehova
gibt seinen Dienern Kraft, damit sie unter allen Umständen den Glauben bewahren können.
... "
Hervorhebung von mir
Re: Erwachet! Artikel
geschrieben von: Frau von x
Datum: 16. September 2008 15:12
Erwachet
für SEPTEMBER 2008 S.22-24:
Thema:
Wachtturmstudienartikel für Sonntag, den 3.August
geschrieben von: Frau von x
Datum: 03. August 2008 12:37
WT vom
15.MAI 2008 S.21-25
Thema:
Re: Wachtturmstudienartikel für Sonntag, den 10.August (... Kinder missbrauchen ... und von ihren Vorgesetzten gedeckt ...)
geschrieben von: Frau von x
Datum: 10. August 2008 13:17
WT vom
15.JUNI 2008 S.7-11
Thema:
Re: Lehren für uns
geschrieben von: Frau von x
Datum: 12. August 2008 11:09
WT vom
15.JUNI 2008 S.29-31
Thema:
Re: Wachtturmstudienartikel für Sonntag, den 17.August
geschrieben von: Frau von x
Datum: 17. August 2008 13:24
WT vom
15.JUNI 2008 S.11-15
Thema:
Re: Wachtturmstudienartikel für Sonntag, den 17.August
geschrieben von: Bluna
Datum: 17. August 2008 13:43
Liebe Frau von X,
ich habe schon sehnlichst auf deinen Beitrag gewartet. Danke,
Und wieder einmal weiß ich warum es gut war, daß ich auch heute nicht mit zur
Versammlung gegangen bin.
Ich könnte ja alles zu Hause nachlesen, aber ich fasse diese Art "Literatur"
nicht mehr an. Es gruselt mich!
Liebe Grüße von
Bluna
Re: Wachtturmstudienartikel für Sonntag, den 24.August
geschrieben von: Frau von x
Datum: 24. August 2008 13:27
Wt vom
15.JUNI 2008 S.18-22
Thema:
Re: Wachtturmstudienartikel für Sonntag, den 31.August
geschrieben von: Frau von x
Datum: 30. August 2008 12:45
WT vom
15.JUNI 2008 S.22-26
Thema:
Re: Lehren für uns
geschrieben von: want2x@web.de
Datum: 03. September 2008 18:12
Ich möchte euch Folgendes nicht vorenthalten, was
ich gefunden habe. Es stammt aus dem Wachtturm vom 1. März 1978
In Römer, Kapitel 14 werden wir zum Beispiel davor gewarnt, Schwache wegen Essen oder
Trinken oder wegen irgend etwas anderem zum Straucheln zu bringen. Angenommen, in einer
großen Familie behauptet jemand, er werde zum Straucheln gebracht, wenn Kaffee serviert
werde. Bedeutet das dann, daß kein Kaffee serviert werden sollte? Oder müßte jemand
schwarze Schuhe tragen, weil jemand anders durch braune angeblich zum Straucheln gebracht
wird? Wird die Anwendung dieses Rates durch nichts abgegrenzt? Im Kontext wird auf Dinge
Bezug genommen, die mit dem Glauben zu tun haben: auf Tage, die einige als heilig
betrachteten, und auf Fleisch, das einige für befleckt hielten. Der Rat bezieht sich also
auf Gewissensfragen, und auf diesem Gebiet sollten wir zu Konzessionen bereit sein, die
anderen eine Hilfe sein mögen. Es handelt sich dabei aber nicht um eine allgemeine
Anweisung, die besagen würde, man müsse jede persönliche Idee berücksichtigen.
Was ist der Fall? Das Gegenteil. Mit eigenen Regeln wie Sakko anhaben oder nicht, Bart
ja/nein, Krawatte als Muss, ... stellt man sich über seine Brüder, obwohl es gar nicht
um Glaubensfragen geht.
UNSER KÖNIGREICHSDIENST für August 2008
geschrieben von: Frau von x
Datum: 13. August 2008 10:33
Woche vom 11.August
KD S.4Re: UNSER KÖNIGREICHSDIENST für August 2008
geschrieben von: Frau von X
Datum: 14. August 2008 11:24
Woche vom
11.August
15.Min.
Re: UNSER KÖNIGREICHSDIENST für August 2008
geschrieben von: Frau von x
Datum: 20. August 2008 10:57
Woche vom 18.August
KD S.1:Re: UNSER KÖNIGREICHSDIENST für August 2008
geschrieben von: Frau von x
Datum: 28. August 2008 10:30
Woche vom 25.August
KD S.1Re: UNSER KÖNIGREICHSDIENST für August 2008
geschrieben von: Maxi
Datum: 28. August 2008 12:38
Danke, Danke für den "Dienst" uns
teilhaben zu lassen an den dienstlichen
Ergüssen der WTG!
Re: UNSER KÖNIGREICHSDIENST für August 2008
geschrieben von: Frau von x
Datum: 03. September 2008 10:16
KD S.2
Re: UNSER KÖNIGREICHSDIENST für August 2008
geschrieben von: . +
Datum: 03. September 2008 15:40
Letzthin zeigte ich einem Weltmenschen der nichts mit
dem Thema Religion oder gar Sekten am Hut hat drei/vier meiner Internetfilme.
Ihm fielen die martialischen Wachtturm Bilder auf.
Fünfköpfige Drachen fressen eine Frau am Boden.
Bis zu dem Hals im Blut steckende Reiter töten Feinde.
Einstürzende Gebäude, schreiende Menschen, brennender Jesus etc.
Ich erzählte dies meiner Frau.
Sie verstand nicht warum ich sagte das wir Sektenopfer so unglaublich abgestumpft und
empfindungslos gegenüber diesen unsäglich grausamen Weltbildern geworden sind.
Auf einen Unbedarften wirkt dies abstoßend und befremdend.
Diese Gefühllosigkeit der Wachtturmmitgliedern lässt sich aber bis ins kleinste im
Alltag nachweisen.
Durch Zufall geriet ich letzthin in den Email-Sammelversand eines Zeugen des Wachtturms.
Darin beklatschte er ein tragisches Missgeschick eines Gottesdienstes.
Er machte sich damit über die dummen Christen eines anderes Glaubens lustig und
kommentierte dies mit Psalm 115.
Ich antwortete ihm mit den Einzigen und sehr seltenen Wachtturm Zitaten das wir
Andersgläubige mit Respekt behandeln sollen.
Aber jetzt kommts: Der Typ hat das nicht gerafft.
Er sieht bloß Wachtturm und glaubt das ihn das in seinem Wahn bestätigt.
Er Antwortete mit Tolle Recherchen! Ich fand auch noch ein Zitat...
Dort zitiert er dann ein Wachtturm in dem sich die Wachtturmgesellschaft auch über ein
Missgeschick in einem Gottesdienst lustig machte.
Die Zeugen lesen die Literatur nicht mehr.
Meine Frau findet das Bewahre-Buch toll weil sie es nicht liest.
Wenn der Wachtturm das Telefonbuch von Bagdad kopiert, würden die Zeugen es nicht merken.
Vor zwei/drei Jahren schrieb ich bereits das der Vortragsredner auf dem Kongress das
Telefonbuch von Bagdad vorlesen könnte und die Zuhörer hätten es nicht gemerkt.
Es ist tatsächlich so das sie derart paralysiert sind, das sie ihre Intoleranz und ihren
Fanatismus gar nicht mehr spüren.
Abgestumpft, empfindungslos.
In ihrem Gewissen gebrandmarkt.
"Worlds Apart"
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 22. August 2008 16:45
Dänemark schickt sein Zeugen-Jehovas-Drama
"Worlds Apart" in das Rennen um den Oscar für den besten fremdsprachigen Film.
96 Länder sind bis zum 1. Oktober eingeladen, einen Beitrag einzureichen und die
veranstaltende Academy of Motion Picture Arts & Sciences wird am 22. Januar 2009 die
ausgewählten Nominierungen bekanntgeben. Die Oscarverleihung findet am 22. Februar statt.
"Worlds Apart" von Regisseur Niels Arden Oplev (Der Traqum") erzählt
nach einem wahren Fall die Geschichte der 17-jährigen Sara, die mit ihrer Familie zu den
Zeugen Jehovas gehört. Sie verliebt sich in einen jungen Mann, der außerhalb dieser
Glaubensgemeinschaft steht. Sie wird dazu gedrängt, sich zwischen ihrer Liebe und dem
Glauben zu entscheiden. Der Film startete in Dänemark im Februar und war zuvor schon auf
der Berlinale gezeigt worden.
KURZINHALT
1969 in Dänemark: Dem 13-jährigen Frits wird vom Schulleiter beinahe ein Ohr abgerissen.
Seine Eltern strengen eine Untersuchung der Schulkommission an, doch in der Gemeinde will
niemand gegen den prügelnden Pädagogen aufmucken. Ein neuer liberaler Lehrer bestärkt
Frits in seiner Bewunderung für die amerikanische Bürgerrechtsbewegung und die Ideale
der Flower-Power-Generation. Frits bezieht daraus die Kraft, sich der brutalen schulischen
Autorität entgegenzustellen. Aber der Direktor kämpft auch gegen Frits' Eltern mit
harten Bandagen.
KURZKRITIK
Zu den Preisen, die das dänische Drama "Der Traum" von Niels Arden Oplev
erhielt, gehört auch der Gläserne Bär des Kinderfilmfests auf der Berlinale 2006. Der
Film verknüpft die Ideale der 68-er Bewegung mit dem Kampf gegen die Prügelstrafe. Frits
schwärmt für Martin Luther King und wird von seinem liberalen Lehrer in die Rockmusik
eingeführt. Dieser neue Wind aus Amerika bedroht die unangefochtene Autorität eines
Schulleiters und die örtliche Kultur des Wegschauens. Ein klares Plädoyer für
Zivilcourage.
Re: "Worlds Apart"
geschrieben von: . +
Datum: 08. September 2008 23:48
Re: "Worlds Apart"
geschrieben von: want2x@web.de
Datum: 10. September 2008 22:55
Hoffe, der kommt weit, in die Kinos und auf DVD.
Allein die Bilder des Trailers zeigen, wie es der Sara geht. Und allein der Trailer und
die anderen Filmausschnitte zeigen, wie realistisch das ist.
Und ich kann das bestätigen, wie man sich "als Sara" fühlt.
Meinung ...
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 29. August 2008 20:10
Also, um es mal so zu sagen.
Ich persönlich brauche keine Moschee. Weder in Köln, noch anderswo, noch in Berlin.
Um bei letzterem Ort mal etwas zu verbleiben.
Eine Religionsgemeinschaft von 30.000 Seelen in Deutschland, hat da nun ihren Traum in
Stein umgesetzt, und allen Verhinderern zum trotz, soll nun am 18. Oktober dieses Jahres
die Einweihung stattfinden.
1,6 Millionen Euro soll denn jene Berliner Immobilie gekostet haben. Sicherlich kein
kleiner Posten für diese Gruppe.
Aber solange darin keine Steuergelder enthalten sind, kann und muss mir das egal sein.
Es dürfte wohl auch offenkundig sein, dass da für die Einzelnen in dieser Gemeinde, auch
eine nicht unbeträchtliche finanzielle Belastung anfällt.
Machen sie dieses Spiel mit, ist es letztendlich ihr Vergnügen". Ich kann und
will sie nicht daran hindern, und erachte auch diesbezügliche Verhinderungsversuche, als
unnütz.
Jedem Tierchen sein Pläsierchen". Wer denn auf diese Art selig"
werden will - Bitte schön!
Nun hat sicherlich in den letzten Tagen die Berichterstattung in Sachen der geplanten
Kölner Moschee, diejenige in Berlin, bei weitem übertroffen.
Köln diese Stadt hat ja nun schon Jahrhunderte lang ein Stein gewordenes Denkmal des
Größenwahns, den bekannten Kölner Dom.
Ob es denn jene Kölner Moschee mit dem aufnehmen will, ist doch wohl fraglich. Und selbst
wenn sie es wollten, ist die einzig interessante Frage die. Und, wer bezahlt's? Der
Steuerzahler etwa, in Form von Zuschüssen? Sollte letzteres der Fall sein, würde ich
jeden einzelnen Cent dabei bitter beklagen.
Ist es aber nicht der Fall, kann auch mir das nur eines sein. Egal
Ich werde weder die Berliner noch die Kölner Moschee nutzen, und auch nicht einen Cent zu
ihren Kosten freiwillig beitragen.
Aber ich muss es ebenso respektieren, dass andere eben dafür um so mehr für ihr
Traumobjekt" opfern.
Nun ist das ja so. Da haben die verhinderten Verhinderer" mit ihrer
Befürchtung gar nicht mal so unrecht. Der Schritt vom Hinterhof in die strahlende
1a-Lage" ist erst mal getan.
Wer denn A sagt, wird nicht selten dazu gezwungen (selbst wenn er es nicht will) dann auch
B zusagen.
Wie ist das denn in Bayern. Dort wird einer Kirche der Sorte Größenwahn, alljährlich
ein Betrag von 60 Millionen Euro in den nimmersatten Rachen geworfen.
Von diesen 60 Millionen können etwa Hartz IV-Beglückte" nur träumen. Sie
nützen ihnen überhaupt nichts.
Der Fluch der bösen Tat besteht eben darin. Nunmehr auch in der 1a-Lage"
befindlich, steigert dies automatisch die Begehrlicfhkeit. Man wird zum Anfang vielleicht
noch keine 60 Millionen für sich auch einfordern. Vielleicht für den Anfang
nur" ein Zehntel" oder weniger. Aber das die Begehrlichkeiten sich weiter
hochschrauben ist auch offenkundig.
Es tut mir leid, im Gegensatz zum politischen Kirchenfilz, stehe ich persönlich auf
Kriegsfuß mit der Religionsindustrie, egal welches Firmenschild sie da so gebetsvoll vor
sich her tragen.
Zur verfassungsmäßig verbrieften Gewissensfreiheit, gehört ohne Frage auch die
Religionsfreiheit. Das wiederum ist nicht zwangsläufig mit einer staatlichen
Alimentierung zwingend verbunden. Auch wenn die Wirklichkeit n diesem Lande leider so ist.
Aber das ist auch offenkundig, der Kreis jener, die da alimentiert werden möchten wird
immer größer. Die Parole müsste nicht heißen. Stoppt Moscheenbauvorhaben. Sondern
stoppt oder reduziert die Alimentierung der Religionsindustrie aus vom Steuerzahler
erwirtschafteten öffentlichen Geldern!
Re: Meinung ...
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 30. August 2008 11:37
Zu dem Einwand noch, dass christliche Kreise etwa in
der Türkei (oder auch andernorts) sich dort nicht so entwickeln können, wie sie es gerne
möchten.
Und weil das so ist, gedenkt man deutsche Moschee-Baugenehmigungen als Faustpfand zu
benutzen. Quasi Erlaubnis - gegen Erlaubnis.
Wenn man das gelten lässt, dann lässt man sich diktatorische Rahmenbedingungen, auch in
diesem Lande vorschreiben.
Jene Bürger, die denn hierzulande als Moscheebauverein auftreten, haben doch wohl in der
Regel irgendwann mal die deutsche Staatsbürgerschaft erworben, wenn sie nicht gar hier
bereits geboren sind.
Es handelt sich also um eine rein Innerdeutsche Entscheidung.
Innerdeutsche Entscheidung ist es auch, wenn eine Firma wie etwa Beate Uhse"
oder ähnliches hier, ihre Sexshops betreibt. Ich bin zwar mit den türkischen
Innenpolitischen Verhältnissen nicht so vertraut. Aber ich unterstelle mal. Eine
vergleichbare Kettenfiliale dürfte es dort wohl kaum geben.
Gemäss dieser Logik könnte ja wohl auch die absurde Forderung aufgestellt werden. Erst
wenn es in der Türkei auch auf diesem Sektor vergleichbares gäbe, können hierzulande
Bürger mit deutschem Pass eine Moschee erbauen (wenn sie es denn wollen, und wenn sie das
nötige Gross-Geld dazu auch selbst erbringen können).
Solche Faustpfand-Politik muss zurückgewiesen werden. Niemand ist genötigt eine Moschee
zu unterstützen, oder im anderem Fallbeispiel einen Sexshop zu nutzen.
Gerade die heutige Ausgabe der Tageszeitung Die Welt" bringt einen
Gastkommentar des nicht unbekannten Herrn B.. Von der Thematik her, hier nicht besonders
erwähnenswert, aber doch beiläufig mit erwähnt.
Herr B. stellt darin einige Reflexionen zur Ostseeküste an. Namentlich jener Landstriche,
wo Deutsche und Polnische Ostseeküste aneinanderreihen.
Und zu seinen Reflexionen gehört auch die. Im Deutschen Teil selbiger gäbe es schon
länger FKK-Strände. Im Polnischen hingegen noch nie.
Nun haben sich ja die Grenzbereiche zwischen Deutschland und Polen mittlerweile
verändert. Eine hermetisch abgeriegelte Grenze gibt es nicht mehr. Man kann also auch
dort von hüben nach drüben. Oder auch umgekehrt von drüben nach hüben.
Trotz dieser Grenzöffnung besteht im polnischen Bereich weiter der Umstand. Es gibt dort
keine FKK-Strände, und dass ordnet B., sicherlich zu Recht, dem dort dominierenden
katholischen Einfluss zu.
Es wird also auch weiterhin so sein, dass es Unterschiede zwischen den Staaten gibt. Um
nun anderen Staaten eigene Vorstellungen aufzuzwingen, gar noch Bürger mit deutschem Pass
zu faktischen Geiseln zu erklären, das geht in der Tat zu weit!
Re: Meinung ...
geschrieben von: Conzaliss
Datum: 30. August 2008 14:27
Ich bin davon überzeugt, dass die Verantwortlichen
in unserem Lande jahrzehntelang auf ein Wunder gehofft haben. In jüngerer Zeit wurde
multikulti sehr gelobt. Aber multikulti ist gescheitert - und zwar auf der ganzen Linie.
Seyran Ates, eine ehemalige Rechtsanwältin, die den Beruf an den Nagel hängte, weil sie
ständig Morddrohungen erhielt, beschreibt das in ihrem Buch "Der
Mulikulti-Irrtum" sehr anschaulich und objektiv.
Vor einigen Jahren wurde von der hiesigen Kirchengemeinde eine dreitägige öffentliche
Diskussion bezüglich Christentum, Judentum und Islam durchgeführt.
Als ich einen Vers aus dem Koran zitierte, wurde ich von einem Pfarrer "durch die
Blume" aufgefordert, zu schweigen.
Wenn anlässlich einer öffentlichen Diskussion um Glaubensfragen nicht einmal das
"heilige Buch der Muslime" zitiert werden darf, obwohl einige Muslime anwesend
waren, ist da im Denkprozess doch wohl einiges durcheinander geraten...
Re: Meinung ...
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 30. August 2008 14:43
Ja, es mag so sein, dass Multikulti" auf
der Bewusstseinsebene vieler gescheitert ist. Auch im hiesigen Vorgängerforum (Parsimony)
gab es dafür Beispiele, die das durchaus plastisch, und zum Teil sogar eindrucksvoll zum
Ausdruck brachten.
Nur, es hilft absolut nichts, etwa ethnischen Säuberungen" zuzufiebern. Solche
ethnischen Säuberungen" erlebte man auch in Europa; beispielsweise in den
Jugoslawien-Kriegen als Motor.
Ein solcher dort verantwortlicher Politiker, nachher abgetaucht, als
Heilpraktiker" ungeschoren wirken könnend, wurde ja vor einiger Zeit erst dem
Kriegsverbrecher-Tribunal überantwortet.
Die Väter aßen saure Trauben - den Söhnen wurden die Zähne stumpf" weis
schon eine Bibelstelle zu berichten.
Letztendlich gibt es in der konkreten Lage, keine Alternative zu Multikulti".
Es sei denn man will ethnische Säuberungen" - sprich den blanken Krieg mit all
seinen hässlichen Facetten. Es darf doch wohl unterstellt werden, dass just dieses keiner
verantworten möchte (hoffentlich).
Re: Meinung ...
geschrieben von: Conzaliss
Datum: 30. August 2008 15:29
Ethnische Säuberungen sind nicht zu erwarten.
Es besteht aber Klärungsbedarf, und es muss endlich damit angefangen werden.
Außerdem fehlt es an Richtlinien. Natürlich ist das jetzt viel schwerer als vor 50
Jahren. Doch wenn nichts geschieht, haben wir in unserem Land in vielleicht zehn Jahren
Probleme, die dann nur noch mit rigorosen Mitteln bekämpft werden können.
Das hat jetzt zwar nicht sehr viel mit Religion und Glauben zu tun, aber es hat sich
längst ein neues Problem aufgetan: Die Integration der "Russlanddeutschen".
In diesem Falle betrifft es in erster Linie die jungen Menschen. An der Kleidung kann man
sie inzwischen nicht mehr erkennen, wohl aber an der Sprache. Ich wohne in einer
Kleinstadt. Der Fremdenverkehr ist hier in den letzten Jahren sehr zurück gegangen. Es
gab also freie Wohnungen. Mit begegnen jeden Tag junge Aussiedler. Es wird so gut wie nie
Deutsch gesprochen. Das ist jedoch nicht das Problem, wohl aber die hohe Ziffer von
Straftaten, die von jungen Aussiedlern begangen werden - hauptsächlich unter
Drogeneinfluss.
Die Parallele: Beide Gruppen sind nicht integriert und wollen es wohl auch nicht...
Re: Meinung ...
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 30. August 2008 16:00
Ja, auch da würde ich durchaus zustimmen.
Es wird nicht zuviel", sondern unter den obwaltenden Umständen, eben zu wenig
in Sachen Integration getan.
Das mit den Russlandeutschen habe ich schon in den ersten Jahren nach 1989 (nach dem Ende
der DDR) relativ hautnah (zumindest indirekt) miterlebt.
Gemäß dem Verteilerschlüssel solcher Zuwanderer bekam auch Berlin, einen gewichtigen
Posten solcher zugewiesen. Und dann stellte sich schon mal die Frage, wo werden die denn
nun untergebracht. Eine Frage dabei war eben auch die, wo sind Wohnungen frei die man
ihnen geben kann.
Und dann löste" sich die Frage ganz schnell derart.
Gewisse Bezirke, die etwa vordem schon einen hohen Anteil Türkischstämmiger Bewohner
(also ehemaliges Westberlin) hatten, kamen da schon mal fast nicht in Betracht.
Aber es gab da noch Siedlungen, in Plattenbauweise zu DDR-Zeiten errichtet. Nach dem Ende
der DDR, zogen etliche der Betuchteren dort weg. Ergo waren dort überproportional viele
Wohnungen frei.
Und genau dort wurde dann die Russeninvasion" hingelenkt.
Damalige Arbeitskollegen von mir, dort auch wohnend. Schon zu DDR-Zeiten und weiterhin
nach dem Ende der DDR. Die kannten solche Invasionen" von früher auch nicht.
Die waren nun auch überrollt sich in einem Russenghetto" zu befinden.
Geißelte die DDR-Presse vordem etwaige Ausländerfeindliche Äußerungen in Westberlin,
so standen nun deren Kommentare dem in der Sache überhaupt nichts mehr nach. Aus
Türkenwitzen" wurden dort halt Russenwitze". Allerdings, mit der
Feinheit", dass ihre Kolporteure dass keineswegs als Witz"
verstanden wissen wollten.
Das sind schon echte Probleme, die nicht bagatellisiert werden sollten. Nur wegsehen hilft
da nicht. Da muss gehandelt werden. Und zwar auch in der Form gehandelt werden,
integrativer Maßnahmen, nicht nur mit schönen Worten, sondern auch mit
Steuermitteleinsatz.
Es wäre wohl zuviel an Optimismus, wollte man unterstellen, das Problem sei schon
im Griff" ...
Re: Meinung ...
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 30. August 2008 17:50
Nun also meldet sich erneut Herr Ralph Giordano in
Sachen der Kölner Moschee zu Wort.
Zu Giordano noch die Anmerkung.
Giordano hat was die Nazizeit anbelangt, ein ähnliches Schicksal, wie etwa der spätere
Talkmaster Hans Rosenthal. Rosenthal überlebte die Nazizeit nur deshalb, dieweil er
tatkräftige Hilfe aus seinem Verwandtenkreis erfuhr. Im Falle Rosenthal durch eine Zeugin
Jehovas.
Der Zeugen Jehovas-Bezug im Falle Giordano ist nicht vorhanden. Ansonsten ähneln sich
manche Aspekte der Biographien beider, die Nazizeit und das überleben in ihr betreffend.
Im Rahmen der nächsten Folge der Serie Vor fünfzig Jahren" komme ich
kommentierend, auch auf einen Erlebnisbericht der Wachtturm"-Serie Mein
Lebensziel verfolgend", mit zu sprechen. Mein Kommentar zu selbigem besteht
insbesondere darin, dass auch dieses WT-Beispiel einiges hartes erlebte. In einer
späteren Phase seiner Biographie, dann aber wohl zum Doktor Gnadenlos"
mutierte.
Mein Vorwurf an Giordano lautet zugespitzt auch so. Dass er in der Nazizeit auch Schlimmes
erlebte, ist unstrittig. Aber auch der Aspekt ist sichtbar. Er ist in seinen späteren
Jahren auch zu einem Doktor Gnadenlos" mutiert.
Sein Opfer eben die Islamisten
Ein heutiger Text notiert unter anderem
Die Größe der Moschee verkörpere einen Machtanspruch, unterstrich er.
Giordano kritisierte auch, dass der Moscheebau zum großen Teil von der Religionsbehörde
der Türkei finanziert werde. Damit regiere die türkische Behörde in Deutschland hinein,
warnte er. Religionsfreiheit sei zwar sehr wichtig. Es gebe aber keine Parallelbemühungen
für die Religionsfreiheit in der Türkei. Seine Kritik richte sich nicht gegen die
Muslime, sondern gegen «ganz bestimmte Kräfte innerhalb der muslimischen Gemeinschaft»,
betonte der aus einer jüdischen Familie stammende Publizist."
Wenn das so ist, wie ausgeführt, dass da auch türkische Gelder Verwendung finden, dann
muss sich aber dieser Doktor Gnadenlos auch sagen lassen.
Was ist eigentlich mit den vielfältigen Ausländischen Kapitalanlagen in Deutschland?
Sei es etwa Hedgedfonds, seien es etwa Autofabriken (wie etwa Ford und andere) wo schon im
Namen zum Ausdruck kommt. Etwaige Gewinne für die Kapitaleigner fließen außer Landes.
Insofern kann man den türkischen Finanzanteil zwar thematisieren. Ob er denn aber als
Versagungsgrund stichhaltig genug ist, erscheint mir zweifelhaft
Ich unterstelle mal weiter.
Herr Giordano hat schon mal von dem Stürmerbuch" Der Giftpilz" in
der Nazizeit gehört. Sollte wieder erwarten dieses nicht der Fall sein, dann der Tipp. In
den Dokumentarbänden über den Nürnberger Hauprkriegsverbrecherprozess, auch nachlesbar.
Auf Wunsch weise ich ihm auch noch die genaue Bandangabe selbigen nach.
Da ich ja unterstelle, dieses Nazipamphlet ist Herrn Giordano bereits bekannt, wird er
also wissen, wer damals als Giftpilz" in dieser Form bezeichnet wurde, darin
Der Jude". Man lasse sich dabei auch besonders das Wörtchen der"
auf der Zunge zergehen. Differenzierungen waren nicht angesagt. Nur verallgemeinernde
Diffamierungen!
Was macht nun Herr Gordano heute?
In einem Zeitungsbericht
liest man von ihm auch den Satz:
Auf dem Wege hierher musste ich einen Anblick ertragen, der meine Ästhetik
beschädigt hat - eine von oben bis unten verhüllte Frau, ein menschlicher Pinguin."
Und weiter Giordano
Es gibt eine Kultur hier, die nicht akzeptabel ist, aber mitten unter uns ist. Es
ist durch die Zeitungen der Fall gegangen, wo ein Bruder seine Schwester vergewaltigt hat.
Die Schwester wird im Auftrag des Vaters von dem anderen Bruder getötet, um die Ehre der
Familie zu retten. Was passiert hier in einer Parallelgesellschaft, in der so etwas
möglich ist und nicht vereinzelt ist?"
Meines Erachtens verallgemeinert Giordano mit solchen Aussagen, in ähnlichem Umfange, wie
seinerzeit die Giftpilz"-Schwarte. Nur das eben Zeit und Umstände sich
geändert haben.
Das Dilemma (und das es ein Dilemma gibt sei nicht bestritten) ist ja. Wie bringt man
hiesige Islamisten zu einer kultivierten Haltung?
Schön", ich finde verschleierte Frauen (in den Worten Giordanos
Pinguine") auch nicht zeitgemäß. Ich würde mir da wahrlich auch etwas
anderes wünschen.
Nur muss ich Herrn Giordano in Sachen Machtanspruch" entschieden widersprechen.
Machtanspruch machen noch ein paar mehr geltend. Egal ob jüdische Lobby, egal ob Zeugen
Jehovas, egal ob katholische Kirche usw. usw.
Mit der Totschlagvokabel Machtanspruch" kommt man nicht einen Zentimeter
weiter. Jedenfalls nicht im konstruktivem Sinne
Re: Meinung ...
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 09. September 2008 10:32
Der Retter" vor dem Bau der Moschee in
Berlin-Pankow, auf
Abstiegskurs.
Warum wollte der Retter" dies verhindern? Sicherlich als Morgengabe für die
etablierten Kirchen.
Dies wäre jedenfalls meine Interpretation.
Bestand für ihn eine zwingende Notwendigkeit, just jenes Thema's sich auch in extensiver
Form anzunehmen.
Nach meiner Meinung bestand sie nicht ...