Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben

CV 255

In dieser CV-Ausgabe auch ein Auszug aus dem Buch des Herrn Brüning, welcher die Freimaurerfrage künstlich hochkocht.

Im Kontext eigener umfänglicher Beschäftigung mit diesem Fragenkomplex, muss ich diese Ersatz-Glaubensthese ablehnen (Ersatzglauben dergestalt. „Wir" sind die „Guten", und genannte Freimaurer (und wohl noch ein paar mehr) Vertreter des Teufels.

Man kann die Ideologie und den Kult der Freimaurer sehr wohl ablehnen. Dann muss der diesbezügliche Diskurs sich aber auf einer wissenschaftlich akzeptablen Basis bewegen. Einfach die Stigmatisierung zum „Teufel in Menschengestalt", wie es diese Ersatzgläubigen da realisieren, erfüllt vorgenanntes Kriterium nicht.

Bezüglich eines Einstieges in diese Diskussion siehe (unter anderem) auch:

http://forum.mysnip.de/read.php?27094,48802,49005#msg-49005


 CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG

SCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG

BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER, GD GERA THÜRINGEN

NR. 255 GERA OKTOBER - DEZEMBER 1990

EINE NATION WURDE GEBOREN

"WIRD EIN LAND AN EINEM EINZIGEM TAG GEBOREN, KOMMT EIN VOLK AUF EINMAL ZUR WELT?" (Jesaja 66:8b)

Die Geburt - das Erscheinen - einer Nation kann auf recht verschiedene Weise erfolgen. Etwa so: Ein Clan, ein lockerer Familienverband, anerkennt ein einheitliches Gesetz und eine einheitliche Regierung, und wird zur Nation.

So wurden aus den "Zwölf Stämmen Israels" (Jakobs) das Volk Israel, erst geführt von Mose, später von Priestern und Propheten, ein König an der Spitze der Nation stand.

Ein bereits vorhandener „familiärer" Zusammenhalt und schon bestehende, von allen anerkannte Verhaltensnormen wurden erstmalig zur Zeit Moses "festgeschrieben" und in den Rang von Gesetzen erhoben.

Die Clans waren zur Nation geworden, aber recht bewußt wurden sich dessen erst die Menschen der kommenden Generation.

Das "Entstehen einer Nation" wird notwendig, wenn die alte Organisationsform den neuen Bedingungen des Daseins nicht mehr gewachsen ist. Der "Gesetzgeber", im konkreten Falle Mose, erhält fortan in der Erinnerung des Volkes einen besonderen Ehrenplatz. Noch heute sprechen wir vom Mosaischen Gesetz. Ähnlich war es bei den "Vettern" der Juden, den Arabern. Dort spielte Mahmud (Mohammed) die Rolle des Stifters.

Der Übergang hin zur Nation ist schwierig und geschieht selten ohne Widerstand.

Kleinere Gewalten müssen sich der größeren, der Zentralgewalt, fügen. Der Euphorie des Gründungserlebnisses folgen eine Menge Probleme auf dem Fuße, die junge Nation ist verletzlich und zum Teil rückwärtsgewandt.

Ähnlich wie Israel entstanden viele Nationen, und entsprechende Überlieferungen gibt es in Menge bei vielen Völkern. Denken wir nur an das, was Griechen und Römer uns an historischem Material hinterlassen haben. Aus vielen kleinen Herrschaftsgebieten entstanden die griechische und die italienische Nation, die britische, französische, spanische, die deutsche Nation. Nationen werden "geboren" wie Menschen, das heißt aber auch, daß sie wie diese der Vergänglichkeit unterworfen sind. In veränderter Form können sie aber auch zu neuem Leben erwachen. So könnten möglicherweise die heutigen Nationalstaaten für ein künftiges vereintes Europa die gleiche Rolle spielen, wie sie die früheren Kleinstaaten für die heute bestehenden Nationalstaaten spielten. Wichtig für das Entstehen eines Staates war immer eine bereits vorhandene gewisse Gemeinsamkeit der Tradition, der Sprache und der Kultur.

Doch konnten auch Völker mit durchaus verschiedener Sprache, Kultur und Tradition durch eine zentrale Macht, wenn sie nur stark genug war, zu funktionierenden Reichen zusammengeschlossen werden. Eine die verschiedenen Kulturkreise überbrückende Sprache, (im Römischen Reich das Latein), und nicht zuletzt eine dominierende Religion, hielten die einstmals unterjochten Völker wie mit Klammern zusammen. Handel, Militärwesen, die Tätigkeit von Forschern, Reisenden, Händlern und Missionaren glichen im Laufe der Zeit des Niveau der verschiedenen Völker über Generationen hinweg einander an, ohne jedoch die Eigenarten eines jeden Volkes völlig zu verwischen. Solche Reiche von übernationaler Bedeutung werden oft als "Schmelztiegel" bezeichnet, weil sie, wie die Glut eines Schmelzofens, langsam aber sicher, etwas ins Dasein bringen, das es vorher nicht gegeben hat. Ein solcher "Schmelztiegel" war das Römische Reich. Es lebt fort im heutigen Europa, dem die Römer die Form und die Griechen den Namen gaben. Vieles mußte im Laufe der Zeit wieder zerbrechen, doch die Spuren der "einstigen Herrlichkeit" sind noch in Sprache, Kultur und Religion der Europäer zu erkennen.

Als Rom herrschte, war "die Zeit gekommen", daß der Herr Jesus auf die Erde kommen mußte. Rom mit seinen internationalen Vorkehrungen war eine bis dahin nicht dagewesene Möglichkeit, die Lehre Jesu auf der "ganzen Erde" bekanntzumachen.

Als nach dem Tod und der Auferstehung des Herrn Jesus Christus zu Pfingsten der Heilige Geist auf die Jünger in Jerusalem ausgegossen wurde, entstand abermals eine Nation. Aus Männern und Frauen, aus Juden und Proselyten vieler Nationen, zunächst, und endlich auch aus Menschen aller Nationen, aus Alten und Jungen, Armen und Reichen, Gebildeten und Ungebildeten, aus Geehrten und Verachteten, aus Gerechten und Sündern. Diese "Nation" aus Menschen aller Zeiten, Sprachen und Kulturen hat nie wirklich zu bestehen aufgehört. Sie besteht, verstreut über den ganzen Erdkreis, seit den Tagen Jesu und seiner Apostel. Und sie wird weiter bestehen bis in eine noch unbekannte Zukunft.

Das Reich Jesu Christi ist das umfassendste, das es je gegeben hat, und es ist obwohl „in der Welt", doch nicht „von der Welt". Es ist nicht geprägt vom Auf und Ab, dem die Welt nun einmal unterworfen ist. Unterschiede zwischen den einzelnen Gliedern dieser „Nation" sind wohl vorhanden, doch sie spielen keine wirkliche, tragende Rolle! Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau, damit ihr alle seid, einer in Christus Jesus. Wenn ihr aber zu Christus gehört, dann seid ihr Abrahams Nachkommen, Erben kraft der Verheißung (Galater 3: 25, 29).

Natürlich gibt es die vom Apostel aufgezählten Unterschiede auch weiterhin, aber sie sind für Gott und das Heilsgeschehen kein Hemmnis, kein Hindernis mehr, um das Bürgerrecht im Reiche Gottes erwerben zu können. Was in der „Welt" von eminenter Bedeutung ist, hat im Reiche Gottes seine Rolle ausgespielt. Dieses Reich entstand nach Gottes Willen und nicht nach weltlichem Muster oder dem Willen von Menschen. Es ist kein Teil dieser Welt.

In Jahwes Auftrag übermittelte Mose dem Volke die Worte, die vorausschauend in eine noch ferne Zukunft gesprochen wurden:

„... Ihr aber sollt mir als ein Reich von Priestern und als ein heiliges Volk (heilige Nation) gehören." (2. Mose 19:6).

Petrus sah die Erfüllung im Lichte des größeren Mose und sagte; Mose bestätigend;

„Ihr aber sei ... eine heilige Nation, ein Volk zum besonderen Besitz ... Denn einst wart ihr KEIN VOLK, jetzt aber seid ihr GOTTES VOLK" (1. Petrus 1: 8, 10).

Jesaja stellt, nicht zweifelnd, sondern bekräftigend, die rhetorische Frage:

„Wird ein Land an einem einzigen Tag geboren, kommt ein Volk auf einmal zur Welt?" (Jesaja 66: 8b)

Zu Beginn sahen wir, daß es verschiedenes geben muß, damit eine Nation entstehen und bestehen kann. Dem hoffnungsvollen Beginn folgt zumeist ein kräftezehrender, mit Enttäuschungen gepflasteter Weg. Israels Geschichte, die sich in vielem nicht von der anderer Völker unterscheidet, liefert den besten Beweis.

Aber: NUR DIESES VOLK unter allen Völkern brachte den Willen Gottes gemäß, den Messias, den Christus hervor. Seit Jesus ist das Reich Gottes „nahe", denn es ist jedem Menschen, wo und unter welchen Umständen er auch leben mag erreichbar und in Jesus Christus allezeit vorhanden. Es ist keine „Nähe", die zu Zeitberechnungen ermuntert, sondern eine Nähe, die zu jeder Zeit und an jedem Ort erfahrbar ist. Es ist nahe, so, wie ein ständiger Begleiter nahe ist. So war Gott seinem Volke Israel nahe, in der Feuersäule bei Nacht und in der Wolkensäule bei Tage. Ja, das Reich Gottes ist nach Jesu eigenen Worten „mitten unter uns". (Lukas 17:21)

Es ist unter uns in der Person Jesu, gemäß seiner Verheißung: „Seid gewiß, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt." (Matthäus 23: 20)

-H. G.-

"CHRISTLICHE ERNEUERUNG"

INTERNATIONALE BEGEGNUNG EHEMALIGER ZEUGEN JEHOVAS

Vom 26. - 29.6.1990 fand im DE BRON CONFERENCE CENTER, Delfsen/Niederlande , eine erste internationale Zusammenkunft WTG-freigewordener Christen (ehemalige Zeugen Jehovas) statt.

Es waren Vertreter gekommen mit Erfahrungen u.a. aus den USA, Kanada, England, Schweden, Irland, Niederlande, BRD, DDR, Norwegen, Griechenlands und Zypern.

Es ging zunächst erst einmal um ein persönliches kennenlernen und verständigen, Erfahrungsaustauschen und beraten, auch um ein mögliches Koordinieren und Kooperieren.

Zu den Teilnehmern gehörten u. a. auch einige, die inzwischen durch wichtige Publikationen über die WTG und ZJ international bekannt wurden, wie der Autor Carl Olof Jonsson aus Schweden oder Professor James Penton aus Kanada.

Im Rahmen des Kongress-Programmes wurden auch persönliche Erfahrungen geschildert, wie zum Beispiel:

Ein ehemaliger WTG-Sonderpionier: 1947 getauft. - In einem Gespräch danach mit dem WTG-Präsidenten N. H. Knorr, sagte der, er sei auch Geschäftsmann wie einige der Täuflinge. Er mache aber keine Geschäfte mehr, weil das Ende ganz nahe sei. Unser Bruder glaubte das und wurde WTG-Pionier.

Es wurde als Sünde erachtet, die eigenen Kinder nicht WTG-Pionier werden zu lassen.

So wurde auch seine Tochter Pionier. Dafür wurde zuerst das eigene Haus in England verkauft um nach Irland zu gehen. Dort wieder Verkauf die Hauses, um als Pionier und Kreisdiener nach Zypern zu gehen. So vergingen 30 Jahre. Dann kam die WTG-Verkündigung 1975 beginne, nach der Schlacht von Harmagedon die Tausendjahrherrschaft Christi oder die "neue Welt" bzw. das Paradies. Nichtsdergleichen kam 1975. So es zur brieflichen Auseinandersetzung und Zusammenbruch der WTG-Illusion.

Oder:

Ein WTG-Sonderpionier seit 1962 u. a. auch Architekt für WTG-Neubauten.

Er hatte viele Gespräche mit Gliedern der Leitender Körperschaft. Er wurde schließlich in die Leitung des Zweigbüros nach Griechenland berufen. Dort wurde ihm seit 1981 offenbar, daß das WTG-Werk nicht so sauber ist, wie öffentlich behauptet wird. Das Hauptbüro setzte daraufhin eine Diktatur in Gang, die befahl, daß man bei diesem Lied aufstehen und bei jenem Lied sitzenbleiben müßte. So kam das entscheidende Nachdenke in Gang.

Einige allgemeine Grundsätze, die auf dieser internationalen Zusammenkunft hervorgehoben wurden: Man muß immer die Tür offen halten für ein Gespräch mit einem Zeugen Jehovas. Niemals zuschlagen, wie die WTG das von ihren Zeugen Jehovas verlangt. Immer auf den Zusammenhang von Bibeltexten achten, aus den der WT so gerne herausreißt. Die Darlegungen müssen in einfacher Form abgefaßt werden, alle in eine leicht verständliche Sprache fassen.

Der Disput über die WTG-Doktrinen ist das eine, obenan muß stehen praktische Nächstenliebe zu üben.

Die bisher veröffentlichten Bücher über die WTG und ZJ können sehr helfen um die Hauptlehren zu prüfen.

Es muß unbedingt auf die Fragen eingegangen werden, die zu WTG und ZJ gestellt werden.

Man muß auch weiterblicken. Praktische christliche Nächstenliebe gilt auch den katholischen Christen, den Moslems, Juden, Buddhisten, sie muß für alle Menschen gleich sein. Besonders in der 3. Welt, in Nahost ist großer Hunger nach praktischer christlicher Nächstenliebe. Das Jakobus-Buch der Bibel ist ein wunderbares Buch für solche Nächstenliebe. -

Die Teilnehmer gingen in der Hoffnung auseinander, nächstes Jahr wieder zusammenzukommen, vielleicht in einem anderen Land, denn es ist sehr notwendig, daß die von der WTG-Tätigkeit Betroffenen überall ihre Fragen beantwortet bekommen können. Zusammenfassend, war das eine wunderbare, menschliche Begegnung in den 4 Tagen. Es ist unwahrscheinlich wichtig, das persönliche Gespräch und das Kennenlernen. Auf einmal bekommen all die Namen von denen man bisher nur gehört oder gelesen hat, ein Gesicht. Wenn man dann wieder voneinander hört, weiss man wer das ist, wie er aussieht.

Es war eine gelungene Konferenz und erweckte den Wunsch im nächsten Jahr wiederum zusammenzukommen. -

Die Organisatoren und Leiter dieser Konferenz waren: Elle Wiltjer Lijsterbeslan 7 9741 HN Groningen Holland (0) 31-50-714423

Robert J. Sinnige Jasmijnstr. 16

7621 VB Borne Holland

Carl Olof Jonsson

Box 14037

S-400 20 Göteborg

Schweden

(0) 31-408493

Rud Persson

Karbingatan 22 5

S-260 70 Ljungbyhed Schweden

(O) 435-408465

Diese Brüder stehen! auch als Kontaktpersonen zur Verfügung.

- CVN -

INHALTSVERZEICHNIS

Inter-Begegnung ehem. Zeugen Jehovas

Wachtturm-Splitter

Zum Vorwurf "Gespaltene Christenheit"

Die Tempelansprache Ch.T. Russells

Zeit und Stunde weiß niemand

WTG, verfälscht Geist und Buchstaben...

Wiedergeboren - Was bedeutet das?

Nachdenkliches - ZJ von Pech verfolgt

Die Leitende Körperschaft der ZJ

Das "WTG-Versandhaus"

Hat das Leben Vorfahrt ...?

Frauen unter der WTG

Die große Sorge nicht nur um die ZJ

... Christen können Weihnachten feiern

WACHTTURM - SPLITTER

AUS DEM WACHTTURM Nr. 16/1986

WTG-Älteste werden gewarnt, Nepotismus zu betreiben, d. h. Günstlingswirtschaft besonders zugunsten von Angehörigen.

Reisende WTG-Vertreter werden gewarnt, sich der Simonie schuldig zu machen, d. h. sich in den Versammlungen durch Geld bestechen zu lassen. -

Also ein in der WT-Organisation international verbreiteter Machtmißbrauch, wird von der Gesellschaft zugegeben.

Damit ist sie nicht schlechter und nicht besser als jede andere menschliche Organisation auch und alles andere als ein "geistiges Paradies", wo nur Gottes Geist herrsche. Für viele ist dies die Erkenntnis, die WTG wieder zu verlassen, um nicht dieser unkritisierbaren Willkür sog. Ältester ausgeliefert zu sein.

-D.P.-

AUS DEM WACHTTURM Nr. 18/1986 , Seite 17

"Ein Kind, das weiß, daß es Schläge verdient, schreit vielleicht so erbärmlich, daß seine Mutter es einfach nicht übers Herz bringt, die verdiente Tracht Prügel zu verabreichen".

So der Wachtturm vom 15.8.1986, für die ZJ insbesondere.

Dazu werden u.a. folgende Fragen erhoben:

Von "verdient" kann überhaupt keine Rede sein, da daß willkürliche Entscheidungen sind, die andere berechtigt ablehnen. Und das Kind kann überhaupt nicht wissen, was es wirklich verdient für sein Verhalten. Das können nicht mal die Eltern unanfechtbar bestimmen. Daß ein Kind aus Angst und Schrecken schreit, weil es als Zwerg einem Riesen ausgeliefert ist, hilflos und ohnmächtig, und das es ein leichtes ist, ein ohnmächtiges Kind zu verprügeln, wird nicht bedacht. Wie wäre es denn, wenn die Eltern für ihre Kindereien und Übeltaten auch verprügelt würden? Oh, das wäre natürlich Terror und Verletzung der Menschenrechte! Oder wenn der Mann die Frau prügelt. Das wäre ein Scheidungsgrund! Nur kann sich das Kind nicht scheiden lassen. Es muß sich prügeln lassen, wie ein Hund, den man abrichtet!

Der WT-Höhepunkt ist, Kinder, kleine Kinder gar, zu bezichtigen, ihre Macht zu mißbrauchen.

"Mißbraucht dein Kind seine Macht, um dich zu manipulieren?".

Machtmißbrauch ist nach dem Strafgesetz ein Verbrechen, wenn ein kleiner Trotzkopf versucht, seinen Willen durchzusetzen, gleicht er einem Verbrecher? Die WT-Verfasser betreiben hier eine verantwortungslose Propaganda! So sind die Zeugen-Kinder dann eines Tages, reifen sie heran, Duckmäuser oder Rebellen.

Wo sind denn die Kinder von WTG-Präsidenten, Zweigdienern oder gut bekannten Bezirks- und Kreisaufsehern oder Ältesten?

AUS DEM WACHTTURM Nr. 11/1989, Seite 16.

Was Menschen aller Kulturkreise eigen ist, nämlich die persönliche Hygiene, Körperpflege, Sauberkeit in den eigenen vier Wänden und anderswo usw., das versieht die WTG hier mit dem Stempel der Heiligkeit. Nun, wenn die Oberen der WTG glauben, ihren Lesern eine Lektion in Sachen Hygiene und Sauberkeit erteilen zu müssen, so ist das ihre Angelegenheit. Glauben sie aber, daß nur Jehovas Zeugen den Wert von warmen Wasser und Seife erkannt haben, oder wie annehmlich es sich in einem sauberen Wohnumfeld lebt, so irren sie, -all das gibt es auch außerhalb der "Neue(n)-Welt-Ge-sellschaft".

-R.I.H.-

ZUM VORWURF "GESPALTENE CHRISTENHEIT"

Da wird WTG-Treu von den "Zeugen Jehovas" den anderen Christen vorgeworfen, sie seien ja in so viele Kirchen, Konfessionen und Gemeinschaften gespalten. Auch darum müsse man ihnen als wahrer Christ fernbleiben, um sich für die "endzeitliche" Rettung jetzt der WTG-Endzeitlehre als allein wahre Religion zuzuwenden.

Aber auch alle zwischenkonfessionellen und ökumenischen Bestrebungen, die auf Überwindung der besagten Trennungen gerichtet sind, werden als falsche Religion bekämpft und verurteilt. Auch dies mit dem Ziel, die WTG-Endzeitreligion anzunehmen. "Gespalten" bleiben oder zusammenstreben, es nützt also alles nichts. Da bliebe doch nur, sich selbst aufgeben und auflösen, um die WTG-Endzeitlehren zu Übernehmen, wollten sie nicht im WTG-Harmagedon vernichtet werden. Da mit solchen Vorwürfen und Ansinnen ernsthaft argumentiert wird, um von bisherigem Glauben abzubringen hin zu den WTG-Endzeitlehren, sollte darauf eingegangen werden.

DEN BALKEN IM EIGENEN AUGE

Jesu Worte vom Balken im eigenen und vom Splitter im Bruderauge können hier gut helfen. (Matthäus 7:3). Um sich von bisheriger christlicher Kirche und Gemeinschaft bzw. Konfession abzuwenden, hin unter die WTG, ist zu verlangen, daß die WTG-Endzeitlehre, sie ist nämlich der Knackpunkt, das Entscheidende, glaubwürdig und annehmbar ist. Gerade das ist jedoch nicht der Fall.

Es ist nicht die Frage des Glaubens an Gott und Christus. Das ist für die WTG durchaus zweitrangig. Denn man mag an Gott und Christus glauben, wie man will, geschieht das nicht unter der WTG, ist das vergeblich und tödlich. Der WTG-Endzeitglaube ist das Entscheidende, wenn das auch zunächst im Hintergrund bleibt. Zusammengefaßt sieht es mit dieser Endzeitlehre so aus:

Über 2 Jahrhunderte wird jene Endzeit nun schon durch die Zeit geschoben, ab Napoleon 1799 von einer Generation auf die nächste. Aus den politischen Ereignissen dieser Zeit immer wieder "Zeichen der Zeit" konstruiert, sog. prophetische "Erfüllungen" , die sich inzwischen im Dutzend als Falschprophetien erwiesen haben. Dazu immer wieder Jesu Worte in Matthäus 24:34, sie würden "nicht vergehen", dieweil sie laufend ins Grab sanken, enttäuscht und getäuscht. Eine buchstäbliche Bewahrheitung von 5. Mose 18-20-22 über falsche Propheten und Prophetien. Alles in allem ein blockierender Balken, der jede Hinwendung unter die WTG. in Wirklichkeit vor Gott und den Menschen, unverantwortbar macht.

Es kommen natürlich noch andere derartige Balken einer Unannehmbarkeit hinzu. Diese Endzeitlehre verlangt auch, jede soziale, demokratische oder Mitverantwortung eines Christen in Gesellschaft und Staat als "Babylonische Hurerei" zu "entlarven" und abzulehnen. Auch müssen alle Andersglaubenden, die die Endzeitlehren ablehnen, als am Ende vernichtungswürdige Satansdiener hingestellt und behandelt werden, in einer Art Sippenhaft. Die Auswirkungen all dessen in ehelicher, verwandtschaftlicher und zwischenmenschlicher Hinsicht sind ein noch ganz anderes Kapitel.

DER SPLITTER IM AUGE DER ANDEREN

Die "Gespaltenheit" der Christenheit ist eigentlich überhaupt kein Grund für einen unüberwindlichen Vorbehalt. Die WTG hat da einen völlig haltlosen Gegensatz zwischen Christenheit und Christentum konstruiert.

Wahrheit ist, die Christenheit auch in ihren verschiedenen Bekenntnissen, Bekenntnissen oder Konfessionen schließt Christentum nicht nur nicht aus, sondern beinhaltet es sehr wohl. Dies besonders in dem entscheidenden Christentum der Tat, der Werke als Kriterium, wie nicht nach dem Glauben fragender Samariterdienst, karitative und diakonische soziale Werke, woran es unter der WTG nun vollends mangelt, worin sie Steine statt Brot bietet, einen gar toten Glauben nach Jakobus 2:14-20.

Aber dies ist nur das eine. Die Unterschiede in Erkenntnis, Bekenntnis oder Konfession sind wohl unvermeidlich dadurch bedingt, daß keinem vollkommene oder genaue Erkenntnis verheißen ist. Jeder kommt bis zum Ende nicht über unvollkommenes ("Stückwerk" und "undeutliche Bilder" hinaus. Darum bleiben Er- und Bekenntnis oder Konfession letztlich von untergeordneter (Bedeutung, der alles "Stückwerk" übergreifenden Gabe der Liebe nachgeordnet. (1.Korinther 13)

Natürlich steht dies unter dem Gebot, dennoch nach größtmöglicher Einheit des Geistes im Glauben an den gemeinsamen Gott und Christus zu streben, verlangt also mit heutigem Wort ökumenische Bestrebungen. (Epheser 4:1-6, 13-16).

Auf jeden Fall hat jeder Grad erlangter Erkenntnis, jedes Bekennen, jede Konfession als unvollkommenes "Stückwerk" der überzuordnenden Gabe der Liebe untergeordnet zu sein und zu bleiben. Sie sind in Liebe zu dulden, zu ertragen. Das verbietet ganz und gar jede Verteufelung, wie sie die WTG aber mit jeder anderen Konfession betreibt, mit jedem Andersglaubenden und Andersdenkenden.

So ist die "Gespaltenheit" der Christenheit wohl kritisch anzugehen, aber ansonsten kein berechtigter Vorbehalt. Unter dem Gebot übergreifender Liebe gleicht sie aber eher einem schmerzenden Splitter gegenüber dem Balken eines grundsätzlich unglaubwürdigen, unannehmbaren und alle Anderen und ihre christlichen werke verteufelnden WTG-Endzeittreibens. Jesus selbst hat schließlich seine Jünger zurechtgewiesen, als sie intolerant gegen andere vorgingen, die zwar abweichend und getrennt, aber auch im Namen Jesu handelten. (Markus 9:38-41)

WAS ALSO TUN UND LASSEN ?

Den Christen ist nur unvollkommenes Erkennen und Bekennen möglich. Das Band der übergeordneten Liebe ist da nicht mit genauer Erkenntnis identisch. Man muß also dulden und ertragen, daß andere Christen auf andere Weise Nachfolge und Anbetung, des gleichen Gottes und Vaters und Christus vollziehen, eben gemäß dem erreichten Grad oder Stand ihres "Stückwerks" an Erkenntnis. Dieses Dulden und Ertragen ist Teil der über allem stehenden Liebe. (1. Korinther 13:7)

In der WTG-Endzeitlehre dagegen ist das wie auf den Kopf gestellt, zugunsten ihrer unmöglichen "genauen" Endzeiterkenntnisse. Die Gabe der Liebe ist einer intoleranten Erkenntnisrechthaberei untergeordnet worden.

Wer die WTG-Erkenntnisse, ihre Endzeitlehren, nicht bedenkenlos bejaht, wird nicht gedultet. Er erfährt also keine Liebe , eher sogar rufmorderischen Haß, wenn er gar Kritik übt, und wird am Ende als vernichtungswürdiger "babylonischer Hurer" behandelt.

Wie gesagt, macht es die übergeordnete Gabe der Liebe auf allen Seiten unverzichtbar, insgesamt nach größtmöglicher Einheit des Geistes zu streben, darum zu ringen, wo doch an den gleichen Gott und Christus geglaubt wird.

Soll die von der WTG geschmähte Christenheit ihr praktisches Christentum, ihre Hilfswerke des Glaubens einstellen angesichts der Vielen, "die keine Kleidung haben und an der täglichen Nahrung Mangel leiden", die nicht "in Frieden hingehen, sich wärmen und sattessen" können? (Jakobus 2:15,16)

Würde das nicht der üblen Haltung des Priesters und Leviten im Gleichnis Jesu vom barmherzigen Samariter gleichen? (Lukas 10:25-37)

Gerade in ihren Werken der Nächstenliebe beweist diese WTG-geschmähte Christenheit ein unübertroffenes praktisches Christentum, dem ungezählte Menschen schon buchstäblich ihr Überleben verdanken.

P.

DENKANSTÖSSE

DENKE EINMAL DARÜBER NACH

- Sind Jehovas Zeugen wirklich wahrheitsliebende Menschen?

- Beschränken sie sich wirklich nur auf das Predigen des Evangeliums?

- Sind sie wirklich Gottes sichtbare Organisation?

- Sind unter Jehovas Zeugen wirklich keine falschen Propheten?

- Ist der Wachtturm wirklich so eine wertvolle Zeitschrift, auf die man sich ständig verlassen kann?

- Gibt es wirklich nur in der Organisation der Zeugen Jehovas geistgesalbte Personen?

- Haben nur Jehovas Zeugen allein die Gabe, die Bibel auszulegen und den Auftrag von Gott, Bibelauslegungen der Menschheit zu übergeben?

WARUM DIESE DENKANSTDSSE i?

CV hat in der Zeitspanne von 1959 bis zum heutigen Tag ständig die geschichtliche Entwicklung der Organisation der Zeugen Jehovas im Auge behalten, über viele Vor- und Nachteile dieser Organisation berichtet. Nun zeichnet sich eine kritische Phase in der Weiterentwickljung dieser Organisation ab, deshalb wollen wir frühzeitig den einfachen, oft unwissenden Zeugen Jehovas darauf vorbereiten. Bisher hatte CV nachweisbar recht, wenn Veränderungen erkennbar wurden, wohin das führt. Die Fragen, die in den CV-Ausgaben gestellt wurden, waren vorsorglich berechtigt gestellt, um Jehovas Zeugen vor bitteren Enttäuschungen zu bewahren. Es zeichnet sich nicht nur ein Generationswechsel ab, sondern auch ein Leitungswechsel.

W.W.

DIE "TEMPELANSPRACHE" DES CH. T. RUSSELLS

Fortsetzung des Artikels: "DER OKKULT-ESOTERISCHE HINTERGRUND DER WTG"

... Eine erste Frage die Russell an seine Zuhörer richtete lautete:

"VERSTEHEN UNSERE FREIMAURERISCHEN FREUNDE ETWAS VOM TEMPEL UND AUCH ETWAS DAVON, TEMPELRITTER ZU SEIN?"

Ich freue mich, daß ich diese besondere Gelegenheit habe, einiges über einige Dinge zu sagen, in denen wir mit unseren freimaurerischen Freunden übereinstimmen, weil wir uns hier in einem Gebäude befinden, daß der Freimaurerei geweiht ist, und wir sind auch Freimaurer.

ICH BIN EIN FREIER FREIMAURER. ICH BIN EIN FREIER UND ANERKANNTER FREIMAURER wenn ich das in voller Länge ausführen darf, weil es das ist, was unsere freimaurerischen Brüder uns sagen wollen, daß sie freie und anerkannte Freimaurer sind. Tatsächlich sind einige meiner besten Freunde Freimaurer. Und so kommt es, wenn wir zu unseren freimaurerischen Freunden über den Tempel und seine Bedeutung sprechen, und darüber, gute Freimaurer zu sein, und über die große Pyramide, die das eigentliche Symbol ist, das sie benützen und darüber, was die große Pyramide bedeutet, so sind unsere freimaurerischen Freunde erstaunt ... Wir werden heute nachmittag nicht über die große Pyramide sprechen. Wir werden über freie und anerkannte Freimaurerei sprechen - die biblische Freimaurerei, meine lieben Freunde ...

DER GROSSE MEISTER UNSERES HOHEN ORDENS DER FREIEN UND ANERKANNTEN FREIMAUREREI. DER HERR JESUS CHRISTUS legte das Fundament all dessen ... Er hat die Grundlage (Fundament) für hohes und anerkanntes Maurerhandwerk (Freimaurerei) und alles was sich darauf bezieht, gelegt. Er gründete einen großartigen Orden, dem wir angehören, den Orden der freien und anerkannten Freimaurerei ... Der Tempel ist im Prozess des Aufbaus, glauben wir ... Nein, nur das Fundament wurde gelegt, und hier haben wir das wahre Bild der Pyramide: daß das wahre Fundament im Himmel gelegt wurde ... Der oberste Stein, Jesus, wurde zuerst gelegt. Meinst du, daß die Gemeinde des Herrn ein geheimer Orden ist? Ja, sie ist es ... Erkannte die Welt den großen Freimaurer als er hier war? Nein ...

Als du in DIE LOGE DES HERRN JESUS CHRISTUS kamst, um in seinen Orden einzutreten, bekamst du Anrecht auf alle Insignien und auf alles, was dem Orden gehört ... Soviel über die allegorischen Verquickungen von Bibel und Freimaurerei. Unsere christlichen Brüder und Schwestern würden nicht wenig staunen, wenn ein Evangelist oder Pastor den Tempel Gottes allegorisch umdeuten würde auf den Tempel der Freimaurer? Denn grundsätzlich sind freimaurerische Symbolik und Mystik mit Christentum unvereinbar. Damit möchten wir dieses Kapitel abschliessen. Wesentlich war hierbei zu erkennen, daß die politischen und okkult-esoterischen Ideen Ch. T. Russells auch heute noch fundamental die WT-Organisation und ihrer Lehren bestimmen. Denn die Generalbotschaft, daß Christus seit 1914 (früher 1874) unsichtbar als König über seine sichtbare "Mächtige Nation" (WTG) herrsche, war Russells Ideologie. Das noch immer gültige Rechenexempel der ZJ von den "7-Zeiten der Nationen" und dem seit "1913 aufgerichteten Königreich", ist im Prinzip nichts anderes als das alte esoterische "Pyramiden-Rechenexempel" Russells. Nachzulesen in ("SCHRIFTSTUDIEN", Band 2 u.3). Die Wurzeln der WT-Ideologien sind somit nach wie vor in den okkult-esoterischen Ideen des Zionisten und Freimaurers Ch.T. Russells begründet. Diese Zusammenhänge dürften den ZJ kaum bekannt sein.

Nach all dem Gehörten könnte die Frage auftauchen, ob man eine geistige Verbindung oder Verwandtschaft zwischen der WT-Ideologie und dem New Age sehen könne, bedingt durch die freimaurerischen Akzente? Die Frage kann mit einem JA beantwortet werden. — Ausführungen hierüber müssen wir leider einem späteren Zeitpunkt überlassen. Wir arbeiten daran.

-Erich Brüning-

Übersetzt aus: SOUVENIR/INTERNATIONAL BIBLE STUDENTS CONVENTION REPORT 1913.

ERICH BRÜNING

Im Verlag VLM Verlag der Liebenzeller Mission, Bad Liebenzell, ist sein neuestes Buch "SIND ZEUGEN JEHOVAS CHRISTEN?" Ihr Leben, ihre Lehren und ihre Prophetie, erschienen.

Es ist im Buchhandel und vom Verlag zu beziehen.

Unsere bisher veröffentlichten Artikel die unter der Hauptüberschrift "HINTERGRUNDINFORMATIONEN DIE SELBST ZJ NICHT KENNEN1', sind u.a. in diesem Buch enthalten.

ZEIT UND STUNDE WEISS NIEMAND

AUCH NICHT DIE ENGEL IM HIMMEL?

NICHT EINMAL DER SOHN, SONDERN NUR DER VATER. (Matthäus 24:16; Markus 13:32)

ER SAGTE ZU IHNEN: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in Seiner Macht festgesetzt hat. (Apostelgeschichte 1:7)

"Zeit und Stunde" weiß niemand, weil es keinen vorherbestimmten Termin für ein „Weltende" gibt. Alle diesbezüglichen Voraussagen, mit welch hohem Sendungsbewußtsein sie auch vorgetragen wurden, ignorierten die Aussage Jesu und mußten darum unerfüllt bleiben. Niemand weiß den Tag und die Stunde, denn es gibt keinen im Voraus festgelegten Termin. Nur ein gnadenloser Gott hätte sich erbarmungslos auf ein Datum festgelegt. Hier haben wir ein Beispiel für sektiererische Schriftverdrehung: man läßt die Menschen glauben, Gott habe einen solchen Termin, man kenne diesen Termin, und, wenn die Prophetie der Sekte nicht eintrifft, erklärt man, Gott habe in seiner Barmherzigkeit "verzogen", um sich bald danach einen neuen Termin auszudenken. In Wahrheit ist eben das die göttliche Barmherzigkeit, daß er KEINEN bestimmten Zeitpunkt festgelegt hat. Denn, bei Gott, wenn ER das getan haben würde, dann hätte ER ihn auch eingehalten! Gott, allein wird es wissen, wenn ER handeln muß, und dann wird ER es auch tun. Bis dahin ist Gnadenzeit.

Bisher scheiterte jede datumsmäßige Vorhersage des "Weltendes". Solch Voraussagen sind spekulativ und von Gott und Seinem lieben Sohn nicht legimitiert. Welch eine hartnäckige Feindseligkeit gegen Jesus Christus tritt in dem Bemühen an den Tag, sich permanent über das deutliche Gebot Jesu hinwegzusetzen, das für Seine Jünger von Anfang an bestanden hat. Gekrönt wird diese Haltung der Insubordination dadurch, daß diese Ungehorsamen im Namen Jesu zu Gott beten, und vorgeben, IHM zu dienen!

In der o. g. Anweisung Jesu ist aber auch unverrückbar festgehalten, DASS das Ende kommen wird, DASS unsere Welt nicht von Dauer ist. Von Dauer allein wird Gottes Reich sein, dos uns Menschen durch DEN MENSCHEN Jesus Christus erschlossen wurde. Jesus, der die Schlüsselgewalt besitzt, und der selbst der Schlüssel zum Reiche Gottes ist, ist völlig rein und von Sünde frei, und mußte, um Menschen das Himmelreich zu erschließen, wie ein verurteilter Verbrecher am Kreuz sterben. So ist ER (Opfer)-Lamm und Hirte zugleich, der den Schafen vorangeht.

ER ist zugleich auch Herr und Knecht, DER MENSCH (ecco homo) und der niedrigste aller Menschen, der weiseste und der "törichteste", ER ist König!, Herr, Freund, Bruder, Sklave gar! Er macht selbst keinen Unterschied zwischen "Gerechten" und "Sündern", sondern zeigt, daß alle Menschen Sünder sind, Unterschiede, wie sie von geltungsbedürftigen Menschen gemacht werden, existieren für IHN, den Gesalbten, nicht. ER ist souverän, nennt alle Menschen Sünder, und nimmt Sich der Sünder an!

ER beweist, daß jeder Mensch mit sündhaften Gedanken erfüllt ist und daß es allein darum keine gerechten Menschen geben kann. Die Unterscheidung in "Sünder" und "Gerechte" hat nur Bedeutung für den menschlichen Hausgebrauch und ist bei Gott nichts wert. (Matthäus 5:22; 28)

DEM zu glauben und DAS einzusehen ist die Gerechtigkeit, die großer ist als die der Pharisäer und Schriftgelehrten. (Matthaus 5:20)

Jesus nimmt, und ER gibt: ER nimmt uns zu unserem Nutzen die Illusion, die wir von uns selbst haben mögen und die der Seifenblase gleicht, und gibt uns dafür die Gewißheit der göttlichen Barmherzigkeit.

Und wir stehen da und fragen: ist das nicht nur billiger Trost? Und wieder müssen wir nach Jesus fragen. Wer war ER?

ER war als Mensch ein einfacher Jude, Sohn eines Zimmermannes. ER glaubte fest an Gott und liebte die Menschen. Sie taten IHM leid. Sie glichen für IHN den verlassenen, verirrten Schafen im Gebirge. Ist das aber genug, um der unerhörten Botschaft dieses Mannes glauben zu können? Wollte ER nicht nur in simpel-gutmeinender Weise sagen, es wird schon noch alles gut werden? Wenn ihr jetzt so vieles entbehren müßt, wird es euch eines Tages vom lieben, gerechten Gott und Vater erstattet werden? Ja, ja, gut und ehrlich war dieser Jesus, aber sehr, sehr weltfremd, sagt der weise, welterfahrene Skeptiker, der die Menschen kennt!

Und wahrlich, der Mann hätte Recht! er hätte Recht, wenn sich der Jude Jesus, der an Gott glaubte und der die Menschen liebte, das Himmelreich in seiner Einfalt nur ausgedacht hätte! Es sich ausgedacht hätte als Alternative zum "Elend hienieden". Dann hätte ER wirklich nur, wenn auch gutgemeinten, doch eben billigen, Trost gespendet.

ER hätte dann die Menschen nur - abwertende Form von "trösten" - VERTRÖSTET!

Doch wir dürfen frohlocken, denn Sein Trost war weder billig, noch einfältig, noch bloß gutgemeint, denn der, der ihn spendete, war kein geringerer als Gottes Sohn! (Matthäus 3:17)

Er tröstete, indem ER die Blicke der Menschen für eine, wenn auch nicht ohne weiteres erkennbare, fundamentale, Tatsache öffnete, für Gottes Reich! Ja, für das Reich Gottes, das, weil unvergänglich, viel wirklicher ist, als alles, was Menschen für wirklich halten, weil sie es mit ihren stumpfen Sinnen wahrnehmen können, obwohl das alles vergänglich und nur von kurzer Dauer ist! (Matthäus 6:19-21)

Gottes Reich ist nicht Jesu Erfindung, denn selbst ER könnte es nicht herbeischaffen, wenn es von Gott nicht gewollt wäre. Es ist nicht eine, von ihm, dem frommen Juden, ins Auge gefaßte vage Möglichkeit. Nein! Der Mann Jesus wußte, daß dieses Reich existiert, so wie Sein himmlischer Vater ohne Anfang und ohne Ende existiert als eine von jedermann völlig unabhängige Wirklichkeit! Die Liebe Jesu zu den Menschen bewog IHN nicht dazu, sich etwas auszudenken, sondern ihnen etwas zu offenbaren. ER öffnet allen, und so auch

uns, den Blick, damit wir, die Blinden, doch endlich sehen, damit wir, die Ertaubten, doch je hören und vernehmen möchten! Sehen, und hören, was Gott bereitet hat, und daß wir, Jesus folgend, ans Ziel gelangen möchten.

Im Unterschied zu einem Wegweiser, der die Richtung zwar angibt, aber den Weg nicht selbst geht, ist Jesus Christus sowohl der Weg als auch der, der ihn vorangeht! Und indem ER, der selbst der Weg ist, ihn auch geht, wird das höckerichste zum gangbaren Wege, wird das für Menschen unmögliche zur Möglichkeit.

Wir hören den Propheten Jesaja rufen, und, verstärkt durch die Stimme .des Größeren Jesaja, durch Jesus Christus, verstehen wir noch heute, im Jahre 1990, was er uns zurufen will:

"Eine Stimme ruft: bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste! Baut in der Steppe eine ebene Straße für unseren Gott! Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, und was hügelig ist, werde eben. Dann offenbart sich die Herrlichkeit des Herrn.

Alle Sterblichen werden sie sehen.

Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen." (Jesaja 40:5-5, Einheitsübersetzung)

-H.G.

WTG VERFÄLSCHT GEIST UND BUCHSTABEN DER BIBEL

"IHR HEISSET MICH 'HERR' UND MEISTER, UND IHR TUT RECHT DARAN, DENN 'ICH BIN' ES AUCH!" (Joh. 13:13)

Den Israeliten wird vorgeworfen, daß sie wegen ihrer abergläubischen Furcht den Namen Gottes zu mißbrauchen, ihn nicht mehr benutzen und an Stelle des JHWH 'Herr' sagten, so sei er und seine richtige Aussprache verloren gegangen. Wer diese Behauptung vertritt, sollte sich doch einmal fragen: Warum steht in der Bibel darüber nicht ein Wort geschrieben? Und warum haben alle Propheten, auch Jesus und die Apostel über eine so außerordentliche, wichtige Angelegenheit geschwiegen? Wenn es so wäre wie behauptet, dann hätten sie sich sogar mitschuldig gemacht! Auch Gott selbst und sein Wort, die Wahrheit, sind dadurch in Mißkredit geraten. (Joh. 17:17) Anstatt Licht und Leuchte (Ps. 119:l05) sind Stolpersteine daraus geworden. Wer sollte die Bibel noch verstehen, nur Hochgebildete und Gelehrte, Leute, die man als Weise bezeichnet?

Nein! Das verhütete Gott.

NACH JESU WORTEN ERLANGEN AUCH UNMÜNDIGE VERSTÄNDNIS.

Es gibt keine Monopole für Leute, wie die WTG sie für sich in Anspruch nimmt. (Matth. 11:25; Luk. 10:21)

Es ist wohl auch kein Zufall, daß es gerade die "Elberfelder Bibel" war - die ja wohl auch als erste den Namen "Jehova" einführte - die diesen Namen in der "Revidierten Übersetzung" nicht mehr verwendet, und auch die Form "Jahwe" nicht benutzt. Sie begründet dieses klar und deutlich als eine der biblischen Wahrheit entsprechende logische Konsequenz, die da lautet :

"Die Israeliten haben nie "Jehova" gesagt, sondern "Adonai", was auf deutsch "Herr" bedeutet, auch Jesus und die Apostel sagten ebenfalls "Herr". Da es keinen besseren Zeugen als Jesus Christus gibt, müssen wir sein Verhalten respektieren. Was er gut heißt, können und dürfen wir nicht mißbilligen noch verbessern wollen.

Das heißt, der Name 'Herr', den er nicht ablehnte, sondern sogar immer benutzte, ist Maßstab und Richtschnur für ein Verständnis beim Gottesnamen. Weil ja die Begriffe 'Herr', 'Gott', 'König', 'Herrscher' u.a. wie Vater ( Jes. 9:5) auf beide zutreffen, wird der Vater durch den Sohn, und der Sohn durch den Vater geehrt und verherrlicht." (Joh. 5:23; 14:13; 17:1)

WER SPRACH AM BERG HOREB MIT MOSE? UND WELCHEN AUFSCHLUSS GIBT ES DAZU?

Es war derselbe „Herr", der schon zur Zeit von Abraham und Lot, Feuer und Schwefel auf Sodom und Gomorra regnen ließ, vom "Herrn" aus dem Himmel. (l. Mos. 19:24) Er war es auch, der das Volk Israel durch die Wüste begleitete, am Tage als Wolke und des Nachts als Feuersäule und auch als Felsen, aus dem sie tranken. (1. Kor. 10:1-4)

Es war der Messias, also der Christus, der einmal "Herr" in Israel sein sollte. (Micha 5:1)

Er sprach damals, auf Moses. Frage nach einem Namen, die Worte: 'Ich bin, der ich bin." Und an Stelle des JHWH sagten Israeliten "Adonai" . (2 . Mos. 3:14,15)

JESUS CHRISTUS IST DER "ICH BIN" UND DER "HERR".

Mit diesen beiden Begriffen identifiziert sich Jesus im „Neuen Testament" so oft und so deutlich, daß sie auch den weniger geschulten Bibellesern nicht fremd sind. Die Worte „Ich bin" (werden auch von Gott selbst verwendet) gebraucht Jesus für seine Person in mehr als 50 Fällen. Der Begriff "Herr" ist dagegen weit zahlreicher anzutreffen. Von beiden Beispielen folgen nun die markantesten Zitate und ihre Schriftstellen: "Ich bin das Brot der, Lebens"

Joh. 6:35,41

"Ich bin das Licht der Welt"

Joh. 8:12 und 9:5

"Ich bin ausgegangen und komme von Gott" Joh. 8:42 und 16:27,28

"Ehe Abraham ward bin ich"

Joh. 8:58

"Ich bin die Tür zu den Schafen"

Joh. l0:7 und 9

"Ich bin der gute Hirte"

Joh. 10:12,14

"Ich bin die Auferstehung und das Leben"

Joh. 11:25

"Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben"

Joh. 14:6

"Ich bin der rechte Weinstock"

Joh. 15:1

"Ich bin das A und das 0"

Offb. 1:8

Ebenso wichtig und von großer Bedeutung sind auch die Schriftstellen, die den Namen "Herrn" auf Jesus Christus bezogen, wohl nicht rein zufällig hervorheben und unterstreichen.

„... So gibt es für uns tatsächlich nur einen Gott und einen 'Herrn' Jesus Christus." ...

(1. Kor. 8:6; NW !!!)

„Ihr heißet mich 'Herr' und Meister (Lehrer) und ihr tut recht daran, denn ich bin' s auch!".

(Joh. 13:13)

"So wisset nun ... daß Gott diesen Jesus ... zum 'Herrn' und Christus gemacht hat." (Apg. 2:36)

"Der 'Herr' sprach zu meinem 'Herrn'

(Ps. 110:1; Matth. 22:44; Apg. 2:34,35)

"Und du Bethlehem-Ephratha, aus dir soll mir der kommen, der in Israel "Herr' sei."

(Micha 5:1)

"Des Menschen Sohn ist auch 'Herr' über den Sabbat."

(Matth. 12:8; Luk. 6:5)

"Denn er ist der 'Herr' aller 'Herren' und König aller Könige." (Offb. 17:14)

"... und jede Zunge bekenne, daß Jesus Christus 'Herr' sei, zur Ehre Gottes des Vaters ." (Phil. 2:11)

"ICH UND DER VATER SIND EINS", SAGTE JESUS. (Joh. 10:30)

Damit meinte er auf keinen Fall eine einzige Person, sondern eine Einheit, wie sie in der Liebe zwischen Vater und Sohn besteht, die niemals unabhängig voneinander handeln und wirken. (Joh. 14:6-11)

Es bedeutet auch eine Einheit, die man nicht voneinander trennen kann, wie es die WTG durch den Namen "Jehova" immer wieder versucht, ihren Jehova als "Gott" und Schöpfer", und seinen Sohn Jesus Christus als ein "Geschöpf" hinzustellen. Von Jesus aber heißt es, daß er gezeugt worden sei. (Ps. 2:7; Apg. 13:33; Hebr. 1:5 und 5:5) Außerdem steht geschrieben, daß er ohne Ausnahme alles geschaffen hat. (Joh.1:1-3) Schaffen und Zeugen ist doch nicht ein und dasselbe. Ein irdischer Vater kann wohl Kinder zeugen, aber keine schaffen, solche Übersetzungsfehler muß man erkennen.

MENSCHLICHE GEDANKEN LÖSEN KEINE BIBLISCHEN FRAGEN UND PROBLEME.

Da hilft auch kein Name wie Jehova oder Jahwe, sondern nur der Name Jesus Christus und das zu tun, was er gesagt und empfohlen hat. "Wenn ihr meinen Worten folgen werdet, dann seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen." (Joh. 8:31,32) Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig. (Kol. 2:9)

ALLE BIBLISCHEN FAKTEN UND ARGUMENTE SIND DER WTG BEKANNT.

Trotzdem beharrt sie auf den unbiblischen Namen Jehova, der nicht einmal ins "Alte Testament" gehört, den hat sie bis zur Offenbarung ins NT übernommen. Ja, sie betont in den neuesten Veröffentlichungen sogar, "eine Bewahrerin" des Gottesnamens zu sein, und Jesus hätte seine Jünger im "Vater unser", den Namen "Jehova" zu heiligen, gelehrt. (Jahrbuch 1983, S.5)

Doch nicht für immer kann man seine Anhänger irreführen, es sind schon eine Menge Brüder und Schwestern, nicht "nur bei uns, sondern auf der ganzen Welt, die das Jahr 1975 noch nicht vergessen haben. Sie blicken nun auf die aussterbende 1914-Generation, ohne Hoffnung, daß sich diese Menschenlehre noch erfüllen könnte. (Erwachet!, Seite 2)

Es sind - von Rutherford stammende - Überlieferungen der Ältesten, die höher geachtet werden als die Gebote Gottes. Eine Art Talmud der WTG. (Matth. 15:1-9; Eph. 4:14; Kol. 2:8)

-E.A.B.-

WIEDERGEBOREN - WAS BEDEUTET DAS ?

WIEDERGEBOREN IST NEUES LEBEN IN CHRISTUS

"Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen." Jesus fährt fort mit den Worten:

"Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes eingehen. Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist." (Joh. 3:3, 5+6)

"Der Wind weht, wo er will und du hörst sein Sausen, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht; so ist jeder der aus dem Geist geboren ist." (Joh. 3:8)

"Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen." (Johannes 3:3)

An dieser Aussage gibt es nichts zu rütteln. Der Text im Vers 14 bestätigt mit Nachdruck, daß unser Herr Jesus Christus ausnahmslos alle Menschen damit meinte.

Wir lesen:

"Damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe."

Die Wachtturm-Gesellschaft denkt darüber anders. Sie hat für dieses Thema im WT vom 1. Februar 1982 2 Artikel verfaßt mit dem Thema: "ZU WELCHEM ZWECK EINIGE WIEDERGEBOREN WERDEN" und "DIE ROLLE DES MENSCHEN UND DIE ROLLE GOTTES BEI DER WIEDERGEBURT"

Auf Seite. 4 Abs. 2 dieser WT-Ausgabe lesen wir:

„Er belohnt auch nicht alle seine treuen irdischen Geschöpfe auf dieselbe Weise. Der zweite Satz hierzu lautet: „An der Erfüllung werden nur einige beteiligt sein."

Und weiter heißt es:

"Als solche stehen sie in einem besonderen vertrauten Verhältnis zu Gott."

Laut WT werden es sehr wenige sein. Wir lesen dazu WT S. 6 Abs. 11:

"Gemäß allen einschlägigen Schriftstellen wird es verhältnismäßig wenig Wiedergeborene geben."

Als Beweis dafür wird der Text aus Lukas 12:32 zitiert:

"Fürchte dich nicht du kleine Herde."

Nach der allgemein bekannten WT-Lehre beträgt die Zahl dieser kleinen Herde 144 000. Auf Seite 7 Abs. 11 wird gesagt:

"Der Apostel Johannes berichtet über seine Vision von 144 000." Es heißt dann weiter:

"Daß diese Zahl buchstäblich zu verstehen ist, zeigt der Kontext, in dem auch von einer Grossen Volksmenge die Rede ist, die kein Mensch zu zählen vermochte." (Offb. 7:3,4,9; 14:1.3; Offb. 20/4,6)

Der oben angeführte WT bringt nun auf Seite 8 Abs. 16 einen weiteren völlig unbiblischen Gedanken. Die Überschrift lautet: "EINE RETTUNG ZWEI HOFFNUNGEN". Hat sich Paulus geirrt, wenn er im Eph. 4:4+5 schreibt :

"Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen worden seid in einer Hoffnung."

NICHT ZWEI!!

Es heißt doch an anderer Stelle: "Ein Herr und ein Glaube."

Nicht zweierlei Meinungen. Und nun folgt eine weitere WT-Exegese auf Seite 8 Abs. 17; wir lesen:

"Die Worte des Apostel Paulus, die wir in Römer 8,19-21 finden, deuten an, daß zwei Gruppen von Menschen ... Nutzen ziehen werden.

"Denn die sehnsüchtige Erwartung der Schöpfung (eine Gruppe"), harrt auf die Offenbarung der Söhne Gottes, (andere Gruppe ).

Die 'Klammern sind von der WTG gesetzt worden, um die beiden Gruppen (?) zu bezeichnen, die nach WT-Auslegung erkannt werden müssen. Der Bibelleser möge die Texte des Römerbriefes selbst nachlesen.

Nun fährt der WT im zweiten Artikel fort auf Seite 9 Abs. l:

"Aus der Bibel haben wir erkannt, daß es zwar nur eine Rettung gibt, die auf den Glauben an Christi Loskaufopfer beruht, doch zwei verschiedene Gruppen, die schließlich gerettet werden: Die eine erlangt himmlisches Leben, die andere irdisches ."

Auf S. 9 Abs. 3 stellt der WT die Frage:

"'Wann werden sie wiedergeboren? Welche Schritte müssen sie unternehmen, bevor Jehova zu ihren Gunsten handelt und sie als geistige Söhne hervorbringt?"

Die Antwort auf S. 9 Abs. 4 lautet:

"Erkenntnis aufnehmen, Glauben ausüben, Reue bekunden, sich bekehren und die Hingabe an Jehova vollziehen und sich taufen lassen."

Hierzu stellt sich nun der WT selbst "die Frage auf Seite 10 Abs. l0:

"Führen die "erwähnten Schritte ... automatisch dazu, daß man wiedergeboren wird? Keineswegs."

In geradezu blasphemischer Erklärung versucht die WTG die Wiedergeburt zu erklären. Wir lesen:

"Zu einer buchstäblichen Geburt kommt es nur dann, wenn menschliche Eltern ihre Rolle übernehmen. Ähnlich ist es bei der geistigen Geburt. Wiedergeboren zu werden erfordert, daß Jehova Gott, der Vater und seine himmlische Organisation, sein Weib, ihre Rollen übernehmen." (Jes. 54:1,5) (Mit diesem Text versucht die WTG ein himmlisches Weib Gottes zu erklären).

Der Bibelleser weiß, daß in Jes. 54 nichts von einer himmlischen Organisation steht. Das Weib, dessen sich hier Jehova erbarmt, lt. Vers 6. entspricht dem gleichen Weib, mit dem Jehova gemäß Hes. 16:8 bis 14, in symbolischer Weise einen Ehebund eingegangen war. Es war das Jerusalem des alten Bundes, welches von Jehova, wegen seiner geistlichen Hurerei verworfen wurde und dessen sich Jehova auch wieder annimmt. Nachzulesen in Jes. 54:6-7 und gemäß Bibelverständnis Römer 9:10 und 11. -

Zur Wiedergeburt treuer, aufrichtiger Nachfolger seines Sohnes braucht Jehova kein "Weib" und auch keine Himmlische Organisation. Gott zeugt allein durch seinen Heiligen Geist. Jede andere Erklärung ist gotteslästerlich und gottentehrend.

Wiedergeboren aus dem Geist heißt: Neues Leben haben, nicht gleichnishaft im Sinne von: "Geistigerweise aus dem Tod ins Leben gekommen" oder: "Von einem Unverständnis zu einem Verständnis gelangt." Die Wiedergeburt bewirkt einen ganz entscheidenden Wandel bei der betreffenden Person. Hier, fallen Charakterbildung und Werkgerechtigkeit weg. Was jetzt mit und an dem Wiedergeborenen vor sich geht, ist das Wirken des Heiligen Geistes, nämlich Gott selbst. Gottes Heiliger Geist bewirkt eine totale Veränderung an uns und in uns. Denn Gottes Geist zeugt mit unserem Geist, daß wir Gottes Kinder geworden sind. Treffend erklärt uns Paulus in Römer 8: 14-17:

"Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, sind Söhne Gottes. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wieder zur .Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft, in dem wir rufen; Abba-Vater. Denn der Geist selbst zeugt mit unserem Geist, daß wir Gottes Kinder sind. Wenn aber Kinder, so auch Erben, Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir wirklich mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden." In der Wiedergeburt wird der Mensch sittlich umgewandelt. Es entsteht eine ganz neue Gehorsamebene gegenüber Gott. Das drückt Paulus in "Römer 12:2 mit den Worten aus:

"Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes ..." Dazu Epheser 4:23:

"... dagegen erneuert werdet in dem Geist eurer Gesinnung und den neuen Menschen anzieht, der nach Gott geschaffen ist, in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit."

Damit tritt der wiedergeborene Christ aus dem Bann der Begierden, der fleischlichen Sünde heraus in die göttliche Freiheit eines Gottessohnes. Darüber schreibt Paulus in Römer 7:6:

"Jetzt aber sind wir von dem Gesetz losgemacht, da wir dem gestorben sind , worin wir festgehalten wurden, so daß wir in dem Neuen des Geistes dienen und nicht in dem Alten des Buchstabens."

Der Mensch rückt weg von der Gesetzlichkeit, von einer Werkgerechtigkeit, die sich in dem Bemühen um Selbsterrettung zeigt. Bei Jehovas Zeugen liegen diese Werke in ihrem Predigtdienst, weil sie glauben, sie könnten ihr Leben retten durch Predigen.

Hier werden Jehovas Zeugen von der WTG ausgenutzt, die großes Interesse daran hat, hohe Literaturumsätze zu machen. Jehovas Zeugen sollten den Ruf des Paulus nicht überhören. Titus 3:5 sagt:

"... errettet er uns nicht aus Werken, die in Gerechtigkeit (vollbracht) wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch die Waschung der WlEDERGEBURT UND ERNEUERUNG DES HL. GEISTES."

Wir werden also aus Barmherzigkeit gerettet, durch die Wiedergeburt und nicht wegen Werkgerechtigkeit oder Gehorsam gegenüber menschlichen Anordnungen.

Preist nicht geradezu Petrus dafür unseren Herrn Jesus Christus für diese große Gnade und Barmherzigkeit, wenn er sagt:

"Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten."

Vom Zeitpunkt der Wiedergeburt steht der Mensch allein unter der Leitung des Heiligen Geistes. Der Christ ist nicht mehr Knecht fleischlichen Denkens. Er befindet sich jetzt, wie schon erwähnt, in der Freiheit der Söhne Gottes. In Galater 4:6 heißt es:

"Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen, der da ruft: Abba-Vater! Also bist du nicht mehr Knecht, sondern Sohn; wenn aber Sohn, so auch Erbe durch Gott."

Diese wunderbare Zusage Gottes wird den Zeugen Jehovas, die sich ANDERE SCHAFE nennen, verwehrt. Die MUTTERORGANISATION führt ihre Mitglieder an der Herrlichkeit Christi vorbei, denn 1935 wurde für Jehovas Zeugen ja der Himmel verschlossen.

Trefflich passt hier das Wort aus Matthäus 23:13:

"Wehe euch Schriftgelehrten und Pharisaer, Heuchler! Denn ihr verschließt das Reich der Himmel vor den Menschen; denn ihr geht nicht hinein, noch laßt ihr die, welche hineingehen wollen, hineingehen."

Mögen die sogenannten ANDEREN SCHAFE in der WT-Organisation über diesen Schrifttext gut nachdenken.

Wollen wir den Text aus Gal. 3:28 überprüfen und sehr genau beachten:

"Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft worden seid, ihr habt den Christus angezogen. Da ist nicht Jude noch Grieche; da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Frau, ... und für Jehovas Zeugen: ... da ist nicht ANDERES SCHAF noch GESALBTER", denn ihr alle seid einer in "Christus."

Bedarf es da noch eines Kommentares, ob jemand, der in Christus getauft worden ist, nicht die eine Hoffnung haben sollte, wie sie uns Christus in Joh. 5:3 aufzeigt? Oder hat Paulus eine verkehrte Erklärung gegeben wenn er sagt:

"Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, sind Söhne Gottes."

Lieber Zeuge Jehovas, wenn du das glaubst und in Anspruch nimmst, bist du wiedergeboren und kannst bis zur Wiederkunft Christi nur die eine Hoffnung haben - die himmlische, zukünftige, weil es noch gar keine andere Hoffnung gibt.

E. + I. Brüning

NACHDENKLICHES ÜBER JEHOVAS ZEUGEN

VOM PECH VERFOLGT (I)

Warum haben Jehovas Zeugen eigentlich so ein Pech beim Auslegen der Bibel? Seitdem diese Christengemeinschaft existiert, hatten sie sehr viel Pech bei der Auslegung der Endzeitprophezeiungen. Gerade diese Prophezeiungen spielen im Leben eines Christen eine wichtige Rolle. Natürlich interessieren sich Nichtchristen auch dafür, wie und wann diese Welt einmal zu Ende geht, denn so ein weltweites Ereignis geht laut Bibel, an keinem spurlos vorüber. Leider ist von Jehovas Zeugen keine zuverlässige Auskunft diesbezüglich zu erwarten. Die bisherigen Erfahrungen mit Jehovas Zeugen sagen eindeutig aus, daß sie bereits über ein Jahrhundert immer auf's neue enttäuscht wurden. Ihre Bibelausleger gingen einfach zu leichtfertig an ihre Arbeit und verließen sich zuoft auf Chronologien und Vermutungen. Obgleich man von Bibelauslegern erwarten könnte, daß sie aus den gemachten Fehlern die Lehren ziehen, nein, es war nicht der Fall. Eine Enttäuschung nach der anderen waren die Folge, der einfache Verkündiger dieser Bibelfalschauslegungen war stets am härtesten davon betroffen. Er war es, der nach jeden falschen Endzeitvoraussage wieder weiter an die Türen der Menschen klopfen mußte, um die glaubenden Menschen zu trösten, weil alles, was man aufrichtig Glaubenden verkündigte, nicht in Erfüllung gegangen war.

Soll es so weiter gehen?

Eben deshalb, weil der einfache Zeuge Jehovas innerhalb eines Jahrhunderts derart viel Leid ertragen mußte, und dies ungerechter Weise, stellen viele ehemalige Zeugen Jehovas sich die Frage: "Soll es so weitergehen? Was kann man noch alles tun, um den Bibelfalschauslegern unter Jehovas Zeugen das Handwerk zu legen?"

VOM PECH VERFOLGT (II)

Jehovas Zeugen werden tatsächlich vom Pech verfolgt, wenn man bedenkt, wieviel Mühe sie sich in der Vergangenheit machten, um hinter die symbolische Sprache der Bibel zu kommen. Als eifriger Durchforscher der Zeugenliteratur stellt man immer wieder fest, daß sie zwar viel wissen, aber mit der Auslegung der Endzeitprophezeiungen der Bibel nicht zurecht kommen. Sie geben in der Literatur zwar an, daß sie vom heiligen Geist Gottes bei der Bibelauslegung angeleitet werden, aber die Tatsachen sprechen dagegen, z.B.:

Das Ende der Welt für 1914 vorausgesagt;

"Man verwundere sich daher nicht, wenn wir in den nachfolgenden Kapiteln Beweise beibringen, daß das Aufrichten des Königreiches Gottes schon begonnen habe, daß in der Prophezeiung aufgezeichnet stehe, daß das Jahr 1878 die Zeit sei, da die Ausübung seiner Macht beginnen sollte, und daß der 'Krieg des großen Tages Gottes des Allmächtigen' (Offb. 16:14), der im Jahre 1914 zu Ende gehen soll, bereits angefangen ist."

(Schriftstudien Band II, Seite 97/1889)

1907 versuchte der große Prophet Russell noch einmal an die Ereignisse für das Jahr 1914 zu erinnern und schrieb im Wachtturm vom 1.10.1907 folgendes:

"Angenommen, das Jahr 1914 würde unter ruhigen Weltverhältnissen vorübergehen und es würde sich herausstellen, daß die 'Auserwählten' noch nicht alle 'verwandelt' wurden, und ohne daß die Wiederherstellung des natürlichen Israels in die Gnadenstellung unter dem neuen Bunde eingetreten wäre. (Römer 11:12,15) Was dann? Würde das nicht beweisen, daß unsere Chronologie falsch ist? Ja, bestimmt!"

Es kam auch so wie Russell es vermutete, seine Chronologie war falsch. Es gab 1914 wohl ein welterschütterndes Ereignis, nämlich den Weltkrieg Nr. l, aber die Erwartungen der Heiligen wurden zu einer Enttäuschung. Genauso war es mit den Voraussagen für den Zeitraum 1925 und 1975. Hierzu noch einige kurze Zitate aus der WTG-Literatur:

Zitate für 1925 und 1975

"Wir haben ... überzeugende Beweise dafür, daß die alte Ordnung der Dinge, die alte Welt zu Ende geht und deshalb gänzlich vergehen wird, daß die neue Ordnung hereinbricht, und daß das Jahr 1925 Zeuge der Auferstehung der alttestamentlichen Überwinder und des Beginns eines Wiederaufbaus der zertrümmerten Weltordnung sein wird." ("Millionen jetzt lebender Menschen werden niemals sterben", Seite 103, 1920)

Eindeutig und unmißverständlich ist diese Aussage von dem Propheten der Zeugen Jehovas: Rutherford.

Aber diese Aussage war falsch.

Genauso überzeugend brachte eine Prophetengruppe eine Endzeitvorhersage für 1975 heraus, worauf sich Jehovas Zeugen ebenfalls verließen. Sie lautete:

"Unsere Generation wird das Ende der gegenwärtigen Ordnung mit ihren streßerzeugenden Problemen erleben. Wir haben sogar berechtigten Grund zu der Hoffnung, daß eine neue von Gott geschaffene Ordnung noch im Laufe des gegenwärtigen Jahrzehnts anbrechen wird." (Erwachet 6/1972)

Wieder einmal eindeutig und verbindlich. "Noch in diesem Jahrzehnt"; das bedeutete damals, als diese Mitteilung 1972 gemacht wurde, daß im Zeitraum von 1970 - 1980 Harmagedon kommt.

Auch diese Voraussage war falsch. Leider, so kann man erneut sagen; "Pech gehabt".

Anmerkung:

Diese kleine Übersicht und die Bemerkungen dazu dienen; nicht dem Zweck, Jehovas Zeugen vor aller Welt lächerlich zu machen, sondern sie wirklich zum Nachdenken anzuregen.

-W.W.-

DARAN SOLLTEN DIE ZEUGEN SICH ERINNERN!

In CV 174, Januar 1984, war ein Thema:

"Gescheiterte Ehen durch die Haltung der Wachtturmgesellschaft."

Über das damalige furchtbare WTG-Vorgehen im sexuellen intimen Ehebereich. Die WTG hatte sich dahin verstiegen, den Eheleuten die Form des Intimverkehrs vorzuschreiben und auf Anzeige eines Ehepartners in diesem Zusammenhang Gemeinschaftsentzüge für den "zweiten Tod" zu verordnen und Scheidungen zu "empfehlen". Die Folge waren fürchterliche Sittenprozesse vor den WTG-Rechtskomitees, wie bekannt. Dem CV-Thema lagen zugrunde die WT 10/1978 und 12/1983. Erst mit dem WT 12/1983 wurde die "Berichtigung des Verständnisses" vollzogen (Anm. S.31), indem man diese jahrelang praktizierten Ehezerstörungen wieder unterließ, zuvor als theokratisch, als "von Gott", verfochten. Ein Schuldkonto an Leid, Unrecht und Verfeindungen, das vielen über die WTG die Schuppen von den Augen fallen ließ.

Wie war man damals in der WTG-Zentrale dazu gekommen, sich so zu versteigen?

Zur damaligen Situation in den USA haben wir nun folgenden Bericht:

"Kongreß schreibt für Washington Stellung beim Liebesakt vor.

Washington (AP). In der amerikanischen Bundeshauptstadt ist Geschlechtsverkehr auch künftig nur zwischen Ehepartnern und auch nur dann erlaubt, wenn er sich "von Angesicht zu Angesicht" abspielt. Das Repräsentantenhaus beugte sich dem Druck religiöser Gruppen und setzte mit 281 gegen 119 Stimmen ein Gesetz des Districts of Columbia ausser Kraft; diese vom Stadtrat Washingtons beschlossene Reform des Sexualstrafrechts hätte sexuellen Verkehr zwischen Erwachsenen, auch gleichgeschlechtlichen, "abartigen" und ehebrecherischen, straffrei gelassen, sofern er sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit abspielt und" beide Partner willens sind. Die Gegner der Reform hatten sich vor allem gegen die Legalisierung der Homosexualität gewandt."

Es war also ein mehr oder weniger großer religiöser Gruppentrend, dem die WTG damals entsprach, bis sie 1983 selbst damit scheiterte und "berichtigen" mußte.

DIE LEITENDE KÖRPERSCHAFT DER ZEUGEN JEHOVAS

Im Jahre 1986 gehörten diesem Gremium 15 Männer an (siehe Jahrbuch 1986, 3. 255). Martin Pötzinger, (geb. 25.7.1904) starb am 16.6.1988, (WT 15.9.1983, S. 31) somit verblieben 12 Personen.

Name Geburtsdatum Alter 1990

Franz, F. W. 12. 9. 1893 97 Jahre

Ganges, G. D. 17. 2. 1896 94 „

Booth, J. C. 1902 88 „

Klein, K. F. 1905 85 „

Barber, C. W. 4. 7. 1906 85 „

Barry, W. L. 1910 80 „

Swingle, L. A. 1910 80 „

Schröder, A. D. 1911 79 „

Barr, J. E. 1913 73 „

Sydlik, D. 2. 1919 71 „

Henschel, M. 1920 70 „

Jaracz, T, nach 1918 ?

Die Geburtsjahre der anderen Mitglieder:

Franz, WT 1. 5. 87; Gangas 1. 1. 67; Barber; 15. 11. 82; Barr, 1. 7. 87; Sydlik; 1. 6. 85.

- Die Altersangaben wurden soweit möglich, mit Quellen aus der Wachtturm Literatur belegt.

- Raymond Franz gibt an, wie alt Booth, Klein, Barry, Swingle und Schröder im Jahre 1914 waren. Nach seinen Angaben wurde T. Jaracz erst nach Ende des ersten Weltkrieges geboren.

(siehe "Der Gewissenskonflikt", S. 207).

- Das Geburtsjahr von M. G. Henschel findet man in dem Buch "Zu Gott führen viele Wege", von Leo Rosten, auf S. 175 (dt.)

Greenless, L.K: Bei der Einweihung des WTG-Zweigburos Selters, am 21.4.1984, war Greenless als ein Glied der Leitenden Körperschaft anwesend. Ende 1985 wurde er nicht mehr dazugezählt (siehe Jahrbuch 1986, S. 255). Nach Auskunft von ehemaligen Mitarbeitern der Weltzentrale im Brooklyn hat man die Amtsniederlegung von L.K. Greenless erzwungen. Greenless war seit 1965 ein Direktor der Watchtower Bible and Tract Society, New York, Inc., gewesen (siehe Jahrbuch 1966, S. 290)

Was wurde aus den anderen Gliedern der Leitenden Körperschaft, die seit 1971 dem Gremium angehört haben?

CHITTY, E.I. Wurde 1979 zum Rücktritt aufgefordert. (1)

FRANZ, R.V.: Wurde 1980 zum Rücktritt aufgefordert. (2)

GREENLESS, L.K.: Wurde 1984/1985 zum Rücktritt aufgefordert. (3)

FEKEL, C.J; Starb am 24.4.1977 (geb. am 7.3.1897) (4)

KNORR, N. H. Starb am 8. 6.1977 (geb. 23.4.1905) (5)

JACKSON, W. Starb am 13.12.1981 (geb. 16.9.1901) (6)

SUITER, G.: Starb am 22.11.1983 (geb. -.-.1908) (7)

PÖTZINGER, M.: Starb am 16.6.1988 (geb. Am 25.7.1904) (8)

SULLIVAN, T.J.: Starb am 30.7.1974 (geb. am -.-.1888) (9)

Quellenangaben;

(1) Jahrbuch 1980. S. 258

"Der Gewissenskonflikt", S.129

(2) Unser Königreichsdienst Sep. 1980, 5. 3 (Ausgabe für Deutschland),

"Der Gewissenskonflikt", S. 271

(3) Randall Watters: "Thus Saith THE GO-VERNING BODY of Jehovah's Witnesses", S. 1 (Vorwort), rev. Ausgabe April 1987, veröffentlicht von BETHEL MINISTRIES, P.O. Box 3818, Manhatten Beach, Californien 90266, USA

(4) DER WACHTTURM. 15.8.1977, S. 507

(5) DER WACHTTURM, 1.9.1977, S. 544

(6) DER WACHTTURM. 1.4.1922, S. 27

(7) DER WACHTTURM, 1.12.1983, S. 8 und

1.2. 984. S. 27

(8) DER WACHTTURM, 15.9. 1988, S. 31

(9) JAHRBUCH 1979. S. 97

-Gerald Becker-

DAS WTG - VERSANDHAUS

WACHTTURM BIBEL- UND TRAKTAT-GESELLSCHAFT. DAS IST DER NAME EINER GESCHÄFTSFIRMA ... (Schriftstudien Band 5. 1920 Barmen, S.477)

Das war sie, ist sie und wird sie bleiben! Einiges aus ihrem Angebot:

Im Jahre 1926/1927;

Karten und Bilder:

Jesuspostkarten 10 Pfennig

Friedepostkarten 10 Pfennig

12 Postkarten mit Bibelsprüchen 60 Pfennig

12 Spruchkarten (Bütten) 1.20 Mark

Kl. blaue Zeitalterkarten 25 Pfennig

Stiftshüttenkarten (bunt) 2.00 Mark

Verkündigung und Erfüllung

(2 Postkarten 20 Pfennig

(2 Bilder) 1.70 Mark

Wachtturm-Bild (bunt) 1.00

Jesusbild (bunt) 29X45 l,50

Pastor Russell-Bild 1,00

Friedebild 3.00

Verschiedenes ;

Kreuz- und Krone-Nadel 1,50 Mark

Kreuz- und Krone-Brosche 1.50

Kreuz- und Krone-Brosche

(Elfenbein) 2.00

Wandschmuck, Kreuz und Krone

(Holz) 2.00

(Eisen) 3.00

Gipsbilder Jesus 1.75

Gipsbilder Pastor Russell 1.75

Der Wachtturm, 16 Seiten

zweimal monatlich

vierteljährlich 60 Pfennig

Das goldene Zeitalter

(Erwachet!), ebenfalls 60 Pfennig

Dazu kamen Bücher, Bibeln, Broschüren und Konkordanzen in allen Ausführungen.

Im Jahre 1990;

Es werden zwar keine Postkarten, Bilder, Broschen und Wandschmuck angeboten, aber in noch größerer Zahl Bücher, Schriften und Bibeln in vielerlei Ausführungen. Dazu Schallplatten und Tonkassetten mit Dramen, Musik und Bibelbüchern mit Alben, wie z.B. Bibelbücher des AT gesamt 280.00 DM oder der griechischen Schriften 90.00 DM

60 Pfennig

Wachtturm und Erwachet! Kosten

im Einzelpreis 0,50 DM

im Jahresabonnement 10,00 DM

Das sind stolze Preise die sicherlich mehr als nur die "Selbstkosten" decken.

Wenn man von vornherein die gesamte WTG-Produktion mal 3,8 Millionen nimmt Anzahl der ZJ auf der Welt), die ja diese Produkte kaufen müssen und dazu noch das 5-6 fache für den Verkauf im Missions- und Straßendienst, dann ist jeder Artikel von Anfang an ein Bestseller.

Wenn man dann weiter rechnet und mit einbezieht daß alle Arbeit, mit Ausnahme eines Taschengeldes, der Verpflegung und der Unterkunft, kostenlos verrichtet wird, und der gesamte Versand durch die Zeugen getätigt wird, ist der Gewinn der nur "kostendeckenden" arbeitenden Gesellschaft leicht auszurechnen. Er ist wesentlich höher als die Gewinne z.B. der Rüstungsindustrie.

Die Gesellschaft wird reich und reicher, kauft und baut auf der ganzen Welt.

Die einfachen Verkündiger, die alles Produzierte kaufen und verkaufen müssen, immer ärmer.

In ihren Schränken und Kellern wächst der Stapel der unverkauften WTG-Produkte immer höher. Sie eignen sich höchstens noch zum verschenken, auf Kosten der Verkündiger.

Die WTG ist eine Geschäftsfirma ... ihre Geschäfte gehen gut, ihre Einnahmen sind ihnen garantiert. Welche Firma kann so etwas ausweisen?

Welche Firma kann es sich aber auch leisten, wöchentlich Verkaufsschulungen abzuhalten, wie es die WTG anordnet? Rechnet man zusammen, wieviele Stunden die Zeugen im Verkauf und der Verkaufsschulung leisten müssen, es kommt eine immense Zahl zusammen. Diese Stundenzahl dient nur dem ökonomischen Gewinn der Gesellschaft ... Es ist erstaunlich, wie diese Organisation es immer wieder fertig bringt, überall als "Gemeinnützig" anerkannt zu werden bei den hohen Gewinnen. Wer und was steht hinter der Wachtturmgesellschaft wirklich?

NEUGRÜNDUNG: "CHRISTLICHER FREUNDESDIENST" (CFD)

Am 28. April d. J. fand in den Räumen der Freien evangelischen Gemeinde in Radebeul-West die Gründungsversammlung Christlicher Freundesdienst statt. Die Vereinigung sieht ihre Zielstellung in missionarisch-seelsorgerlicher Arbeit. Sie will eng mit anderen Missionswerken und Vereinigungen im In- und Ausland kooperieren. Der CFD arbeitet interkonfessionell mit allen Denominationen zusammen, die die Bibel vollständig als unfehlbare Autorität anerkennen. Als Geschäftsführer amtiert Michael Moser, CFD-Büro, Schmohlstraße 5, 0 1120 Berlin.

Mit Wort und Tat seinen Mitmenschen zu dienen, Zeichen der Hoffnung und Lebensinhalte in einer bewegten und oft hoffnungslosen Zeit aufzuzeigen - darin sieht der christliche Freundesdienst seinen Auftrag. Durch vielfältige Aktivitäten, Information, Seelsorge, Schriftenmission, Gespräche, Veranstaltungen, Hilfsangebote und vieles mehr will er zu Dienst an seinen Mitmenschen beitragen.

HAT DAS LEBEN VORFAHRT ODER RELIGIÖSE GRUNDSÄTZE ?

Die WTG ist eine Religionsgemeinschaft, die sich christlich nennt, sich also auf Jesus Christus beruft, und die von Eltern verlangt, eher ihr Kind sterben zu lassen, als ein gewisses religiöses Gebot zu übertreten. Ihre Begründung: "Man muß Gott mehr gehorchen als Menschen" (Apg. 5:29). Für sie hat also die Einhaltung eines Gebotes Vorfahrt! Vor der Rettung von Menschenleben.

Wir lassen hier zunächst offen, ob es sich dabei um ein auch für Christen gültiges Gottesgebot handelt und fragen: W i e handelte denn Jesus Christus in einer solchen Konfliktsituation? Wagt es irgend jemand zu bezweifeln, daß er grundsätzlich bei jeder Entscheidung die er traf, den Willen Gottes über alles zu stellen? Ist auch für ihn die Einhaltung eines Gebotes wichtiger als die Erhaltung von Menschenleben? Jesu eigenes Handeln und sein erklärendes Wort gibt uns eine eindeutige Antwort und klare Hinweise, was in dieser Sache der Wille Gottes ist und wie wir zu handeln haben:

1. HINWEIS:

Die Evangeliumsberichte erzählen, wie Jesus immer wieder gerade am Sabbat Menschen geheilt hat, auch wenn die "bibeltreuen" Pharisäer seiner Zeit darauf entsetzt reagierten: "Dieser Mensch ist nicht von Gott, denn es hält den Sabbat nicht" (Joh. 9:16). Sie suchten ihn sogar zu töten, "weil er solches getan hatte am Sabbat" (Joh. 5:16). Hat das biblische Gebot "Vorfahrt" vor der Heilung und Rettung von Leben, dann haben die „Bibeltreuen" damals und die "Zeugen Jehovas" heute - durchaus recht. Denn das Gebot, den Sabbat als Feiertag zu heiligen, war ohne Zweifel ein damals vollgültiges biblisches Gebot Jehovas (Jahwe)! Jesus aber zeigt durch sein heilendes und lebensrettendes Handeln: - Die Rettung von Leben hat Vorfahrt!

Die Entschiedenheit und Konsequenz Jesu, auf die sich die "Zeugen Jehovas" gerne berufen, ging also gerade in eine ihnen entgegengesetzte Richtung. ... Dafür spricht auch der

2. HINWEIS:

Jesus wanderte einmal durch die Kornfelder, und seine Jünger hatten Hunger; darum fingen sie an, Ähren abzureißen und sie zu essen. So berichtet Matthäus 12:1ff. Auch hier setzte sofort die heftige Kritik der "Bibelforscher" jener Zeit ein:

"Sieh, deine Jünger tun etwas, was man am Sabbat nicht tun darf" .

Wenn das Gottesgebot Vorrang hat gegenüber dem menschlichen Leben, dann durfte das in der Tat nicht sein. Jesus aber läßt es zu, daß die Jünger am Sabbat - trotz des Arbeitsverbots - Ähren abreißen und sie essen. Das Stillen des Hungers und also die Erhaltung des Lebens geht, bei Je s u s, vor! Mehr noch: Jesus läßt es nicht nur zu, sondern befürwortet und begründet dies mit dem Hinweis auf das Handeln des von den frommen Juden hochverehrten Königs David: "Habt ihr nicht gelesen, was David tat, als er Hunger hatte mitsamt seinen Gefährten? Wie er in das Gotteshaus hineinging und sie die geweihten Brote aßen, was weder ihm noch seinen Gefährten erlaubt war, sondern allein den Priestern?". In den Augen der Pharisäer war das Beispiel Jesu natürlich nicht maßgeblich, deshalb sollten sie wenigstens an der Handlungsweise Davids erkennen: Im Konfliktfall hat die schlichte Erhaltung des Lebens Vorrang vor dem Halten des religiösen Gebots. Für uns aber - und auch für die "Zeugen Jehovas" - müßte das Beispiel Jesu doch wohl noch maßgeblicher sein als das des David. Und wenn er schon die Erhaltung des Lebens durch das Stillen des Hungers über die Einhaltung eines Gottesgebots stellt , wieviel mehr hat die bar vom Tode bedrohten Lebens durch eine rettende Bluttransfusion Vorfahrt vor der Einhaltung eines Gebots, von dem es sich noch erst herausstellen muß, ob es auch für Christen gilt. Jesus beendet übrigens die Debatte mit dem Wort: "Hättet ihr erkannt, was das heißt: BARMHERZIGKEIT WILL ICH, - NICHT OPFER, so hättet ihr nicht den Stab gebrochen über diese Unschuldigen hier!". - Darin liegt ein

3. HINWEIS:

Jesus sagt hier, was der - im alten Bund schon - erklärte Gotteswille ist: "Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer!" (Jesus zitiert hier Hosea 6:6). Würden die Eltern der Kinder das erkennen (statt nur das rigorose Gesetz ihrer Organisation zu kennen), so würden sie sich aus Erbarmen mit ihrem Kind für seine Rettung durch die erforderliche Operation und Bluttransfusion entscheiden, statt ihr Kind auf dem Altar eines vermeintlich konsequenten Gehorsams zu opfern...

Man darf nicht um eines vermeintlichen Gottesgebotes willen sein Liebstes zum Opfer bringen. Wie entsetzlich, wenn niemand ihnen bezeugt, was J e s u s über den Willen Gottes in ihrer Konfliktsituation sagt: "Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer" Das Gottesgebot der Barmherzigkeit, das dem Leben V o r f a h r t gewährt, durchbricht jedes andere Gebot ! .... Doch halt! Welches Gebot wird denn eigentlich durchbrochen, wenn ein vom Tode bedrohter Mensch eine Bluttransfusion empfängt und so sein Leben gerettet wird? Es (gibt doch nur ein Verbot, Blut zu essen!

EIN ERHEBLICHER UNTERSCHIED

Den "Zeugen Jehovas" wird eingehämmert, das Blut käme ja in beiden Fällen in einen anderen Körper. Daher wäre es "dasselbe". Sehen denn die Zeugen-Führer gar nicht, daß ein himmelweiter Unterschied besteht zwischen einer willkürlichen Verwendung von Blut für die Küche und einer Blutübertragung, also einer Notmaßnahme zur Rettung von Menschenleben in höchster Gefahr? Gerade die Tatsache, daß Jesus zur BARMHERZIGKEIT aufruft, die den Vorrang des Lebens fordert, müßte redliche "Zeugen Jehovas" davon überzeugen, daß eine lebensrettende Bluttransfusion diesem Willen Gottes entspricht, und daß das Problem "Blut für Ernährung" auf einer ganz anderen Ebene liegt.

Nur eine leichtfertige, formale Betrachtungsweise, ja Prinzipienreiterei kann unter Berufung auf das Gebot, kein Blut zu essen, von den um ihr Kind bangenden und ihr Kind liebenden Eltern verlangen, eher ihr Kind sterben zu lassen, als ihm eine Bluttransfusion zu gewähren!"

CVR-Zusammenfassung aus: "immer im Bilde"

"WOHIN VERSCHWINDEN MEINE BÜCHER"

Welche Bücher sind das, die so begehrt oder gefürchtet sind, daß sie sogar gestohlen werden?

Es sind die Bücher der Autoren Heinz-Peter Tjaden und Walter Krappatsch:

"GIFT GEGESSEN" (19,80 DM )

und die Neuerscheinung:

"AN IHREN FRÜCHTEN" (19,80 DM )

Erschienen .im Verlag: The World of Books, Friedrich-Ebert-Straße 80, W 6520 Worms. Erscheinungsjahr 1990.

In diesem Buch berichten ehemalige Zeugen Jehovas und Ex-Mitglieder der Neuapostolischen Kirche über ihre Erfahrungen. Erhellend auch die Interviews mit Richard E. Kelsey, der zur deutschen Führungsspitze der Zeugen Jehovas gehört, und mit Hermann Gottfried Rockenfelder, ehemaliger Apostel der Neuapostolischen Kirche... Des weiteren im Angebot:

"INSEL DES ZWEIFELS" (6,80 DM)

Alle Bücher können sie beziehen über: Heinz-Peter Tjaden, W 300 Hannover 51, v. Fallersleben-Str. 10, oder über den Verlag "The World of Books", Worms.

DIE 144 000 DES WT KOMMEN INS WANKEN

Die WTG hat bisher Glück in dieser Frage, weil kaum noch irgendwo "Überrestglieder" da sind. Die für 1990 noch angegebenen 8734 verlieren sich im Weltmaßstab. So ist bisher nur mancher stutzig geworden, wenn es im WT vom 15. Juni 1986, S.31 über Jan Hus, Wyclif und Luther heißt: "Hus, Wyclif und Luther haben wirklich viele Lehren der ersten Christen wiederbelebt. Natürlich gingen sie diesen Weg nicht ganz bis ans Ende, da es in jenen Tagen nicht leicht war, die Finsternis der Jahrhunderte zu vertreiben. Doch sie alle stimmten in einem wichtigen Punkt überein: An erster Stelle steht Gottes Wort", unabhängig von den Meinungen der Menschen.

Denselben erleuchteten Standpunkt hatten die ersten Christen, weil sie von dem Meister selbst, von Christus Jesus, belehrt worden waren".

Mit dieser Feststellung kehrt die WTG z.T. zu Russells Lehre über Hus, Wyclif und Luther zurück (Band 7 Schriftstudien). Die Lutheraner würden damit nicht mehr zur "Hure Babylon" gehören. Man könnte sich; ihnen wieder anschließen. Hat etwa die WTG den Weg bis ans Ende gefunden? '

Ihre "Licht-Veränderungen" sagen nein. Und wenn Hus, Wyclif und Luther, zwar unvollkommen, auch viele Lehren der ersten Christen vertraten, dann waren sie und ihre vielen Anhänger als Protestanten ebenfalls darin wahre Christen und müßten zu den 144 000. gehören, da es erst ab 1935 "andere Schafe" geben soll. Damit ist die WT-Vorstellung von den 144000 gesprengt! Schon die Blutzeugen für Christus aus den ersten drei Jahrhunderten nach Christus waren an Zahl mehr als 144000! (WT 15. l0. 1952 über die ersten 10 Verfolgungen!). Aber schon 1984 gab es "in den meisten der 45 000 Versammlungen der Zeugen Jehovas keinen einzigen Gesalbten", also echten Christen, mehr! (WT 4/1984, Seite 29)

FRAUEN UNTER DER WACHTTURMGESELLSCHAFT

... da sollte ich meine eigenen Erfahrungen nicht verschweigen. Aber zu Lebzeiten meines ehemaligen Chefs und Hauptbuchhalters H. St. und gleichzeitig meines Ältesten in der Versammlung wollte ich es nicht tun.

Kurz will ich meine Familienverhältnisse schildern und meine Pflichten als Frau. Wenn ich auch unverheiratet bin, so hatte ich doch auch meine Belastungen zu tragen. Sie waren so, daß ich mir eine Familie zusätzlich nicht noch hätte leisten können. Meine Mutter war nervenkrank und viele Jahre blind bis zu ihrem Tode. Meine Eltern lebten getrennt. Außerdem war ich die einzige aus der Gruppe, die nicht in der Stadt, wo sie arbeitete, auch wohnte. Jeden Tag mußte ich 24 km mit Hin- und Rückfahrt bewältigen.

In dieser Zeit hätte ich viel Dienst tun können. Dann haben wir ein großes Grundstück, das war sehr runter, da haben wir viel bauen müssen, das kostete auch viel Zeit. Ich bin in der Firma Finanzbuchhalter. Meine. Mutter war erst Blindenstuft II und später III. Da ich auch oft mit meiner Mutter als Begleitperson zum Arzt gehen mußte, besorgte ich mir ein Attest. Das Attest wurde vom Betrieb nicht anerkannt. Bruder St. warf mir als Begründung vor: So hilflos könnte meine Mutter nicht sein, da sie ja; mit mir in den Urlaub fahren würde.

Als ich ihm sagte, daß ja die anderen Atteste, die die Lehrlinge und andere brachten, auch nicht anders aussehen würden, bekam ich die Antwort: Wegen mir würde man da nicht erst Vergleiche anstellen. Ich habe mich dann an die Handwerkskammer gewandt und bekam den Haushaltstag.

In der Zwischenzeit hatte ich während einer Zusammenkunft bei einer Schwester mal dem Bruder St. gesagt, daß er doch auch lügt, obwohl er immer so vornehm tut. Es kam zu einer Aussprache, weil ich ja einen Bruder beleidigt hatte. Ja, und was stellte ich fest. Bruder St. Hatte das Vorstandsbuch aus der PGH (unserem Betrieb) mit und da stand drin, daß ich den Haushaltstag gemäß ärztlichem Attest bekommen hatte.

Das war Ende 1969. Erhalten hatte ich ihn erst 1970 über die HK Dresden. Man hatte von auswärts noch 4 Brüder besorgt, damit ich mundtot gemacht würde.

Ja, ich stand als Lügnerin da, denn im Vorstandsbuch stand ja schwarz auf weiß, daß ich den Haushaltstag ohne weiteres bekommen hatte. Erst kurz am Ende konnte ich mal mit meiner Aussage durchdringen, daß das ja gar nicht wahr war, was im Vorstandsbuch stand. Ich habe dann über ein Jahr die WTG gemieden, und weil es zu keiner weiteren Aussprache kam, und ich in eine andere Gruppe gehen wollte und nicht zu dieser Gruppe, wo die örtlichen Brüder (E. und L. - sind jetzt auch raus -) mit als Rechtsanwälte der Vorstandsbuchlüge auftraten, obwohl sie den Sachverhalt gar nicht beurteilen konnten, Sie glaubten damals auch noch an die Unfehlbarkeit der Wachtturmpäpste. Nun frage ich: wie sollte ich als Frau in der WTG alles schaffen. Meine Mutter hatte ich doch auch noch finanziell zu unterstützen, also mußte ich auch voll arbeiten gehen. Herzkrank bin und war ich auch damals und mußte wegen einer Arthrosie deformans und Rheuma viele physiotherapeutische Behandlungen nehmen, die viel Zeit, kosteten.

Einige Jahre ging es noch ganz gut, aber als dann meine Mutter vor ihrem Tode hilfsbedürftiger wurde, bekam ich beim Studium und bei der Abhandlung der Früchte des Geistes und der wahren christlichen Eigenschaften; und all dieser "schönen Worte", deren sich die WTG immer im ausreichenden Maße bedient, Giftspritzen (nicht von allen Geschwistern). "Die ihre Versammlungen versäumen und die nur aus Egoismus reingegangen sind usw., die werden ihre Strafe kriegen."

Da kamen auch viele (ZJ)-Urlauber zu mir, die mit der Schwester Elfriede in der Haft waren. Die setzten mir noch zu über mein untheokratisches Verhalten. Manche waren gar nicht berufstätig und ließen sich von ihren Ehemann ernähren. Die konnten es besonders gut einschätzen und viel Dienst machen und in die Zusammenkünfte gehen.

Der Bruder St. war in dieser Hinsicht verständnisvoll. Er hat mich nie zum Dienst oder zu irgendwas angetrieben, das muß ich ihm trotzdem lassen.

Da sollen nun die Geschwister nicht heiraten, ja aber, weil sie dann sich mehr dem Herrn widmen könnten. Aber alle Leute haben doch Eltern und Verwandte, die hinfällig werden im Alter, Und wenn sie dann selbst alt sind und niemand haben, dann landen sie oft im Heim, denn ein Zeuge soll ja der WTG dienen und nicht der Familie.

Manchmal hat man den Eindruck, als ob manche Geschwister ihr Herz bei der Zentrale in Brooklyn abgeliefert hätten und dort ist es mit eingestampft worden.

-- M.St.-

DIE GROSSE SORGE EINES ZEUGEN JEHOVAS

Meine Erfahrungen als Zeuge sind sehr unterschiedlich und nicht nur schlecht. Es waren persönliche Dinge, die mich in Gemeinschaft gehalten haben - Freundschaften, Umgang, Gewohnheiten usw. Es ist nur schwer vorstellbar, nicht mehr in dieser Gemeinschaft zu sein, man hat sich eben an bestimmte Dinge gewöhnt, man gewöhnt sich an Menschen und an Abläufe und an viele andere Dinge und tut manches, auch wenn man weiß, es ist falsch oder es könnte falsch sein.

Mich persönlich hält in der Organisation auch die Ungewißheit, es "könnte doch etwas dran sein", "man kann doch nicht 3,5 Millionen Menschen täuschen"? Diese Dinge halten mich zurück, einen Schritt zu tun, der wohl doch der beste wäre ...

Aber, was sind 3,5 Millionen Menschen im Weltmaßstab?

In jedem Fell sehr viel — besonders wenn es sich um Irregeführte, möglicherweise um Betrogene handelt.

Andererseits brauchen wir erschreckend viele Stunden um auch nur einen Neuen zu gewinnen ... Im Vergleich hierzu wären 3,5 Millionen allerdings kaum nennenswert. Andere Organisationen haben diesbezüglich weit mehr erreicht! WARUM BRANCHEN WIR EIGENTLICH SOLANGE, UM EINEN ZEUGEN ZU GEWINNEN?

Wenn ich das richtig betrachte, wenn ich an meinen Betrieb denke, dort nimmt man mich nicht mehr ernst, aber erst seit etwa 1975! Bis zu diesem Zeitpunkt man etwa die Einstellung: „Es ist zwar unmöglich was der glaubt, aber soll er selig werden". Nach 1975 hat man mich wohl mehr bemitleidet und viele haben einfach über mich, meine Erklärungen und Darstellungen gelacht. Wenn ich ganz ehrlich bin, dann muß ich feststellen, daß unsere Ausharrprogramme" ebenso wackelig sind wie damals die Harmagedonhoffnungen. Jehova hat beides nicht gesagt ...!

Wir sind in der Bevölkerung nicht gerade beliebt. Nicht unser Glaube ist dafür die Ursache - andere glauben auch an Gott - sondern unser Auftreten. Wir werden immer mehr zu undurchsichtigen Partnern der Mitmenschen aus der Welt. Ja, selbst in unseren Reihen gibt es Ungleichheiten, die durch nichts Vernünftiges zu erklären sind.

Da gibt es. bevorzugte Brüder und Schwestern, die sich nahezu alles erlauben können und wiederum andere, die öffnen nur den Mund und werden schon kritisiert - ohne angehört zu werden. In meinem Betrieb passiert mir das nur mit solchen, die überheblich und von sich eingenommen sind und manchmal auch von solchen, die unsicher sind, weil ihnen der Stoff zur Erklärung der Probleme fehlt. Wie anders soll es in der Gemeinschaft sein? Vernünftig wird doch nur dort diskutiert, wo es im Freundeskreis möglich ist. Ohne dem Wissen, man spricht mit einem näherstehenden Bruder, wird kaum noch offen das ausgesprochen, was man denkt, die Maßregelung ist eine doch zu schnell angewandte Methode der Antwort. Aber warum soll ich mich von einem Bruder maßregeln lassen, der eigentlich gar nicht begreift, was eine Maßregelung beinhalten und bezwecken sollte. Wenn man sich einmal die Mühe macht und den Umkreis in der Organisation analysiert, welcher einem persönlich bekannt ist, dann bekommt man eigentlich Sorgen um die Zukunft der "Wahrheit" - ich möchte sagen, dann kann das nicht die "Wahrheit" sein in der wir leben.

Ich möchte, falls dieser Brief in CV veröffentlicht wird bitten, daß Ihr Eure Leser den Hinweis gebt, sie mögen sich diesbezüglich einmal gedanklich orientieren. Welche Unart gibt es denn unter den Zeugen nicht? Welche Tat wird denn von den Zeugen nicht begangen? In welchem Zusammenhang sind wir denn wirklich und echt besser als die Weltmenschen, die evangelischen und katholischen ...

Wir lassen uns möglicherweise leichter täuschen, von den eigenen Brüdern, hingegen wenn etwas aus der bösen Welt zu uns dringt, dann wird erstmal gewettert und kritisiert. Jahre später machen wir es ganz oft selber, siehe Fernsehen, Auto, Hausbau.

Manches, was wir an der Welt als böse entdecken ist in unseren eigenen Reihen auch vorhanden. Ich denke da an die zweite Frau und an den zweiten Mann neben dem eigentlichen Partner. Wer kennt da nicht einige Beispiele aus eigenem Erleben.

In der "bösen Welt" sind das dann "untrügliche Zeichen des Endes" in den eigenen Reihen dürfte die Bedeutung kaum anders sein!

Wir sehen den Span im Auge des anderen, aber den Pfahl im eigenen nicht ... Was sagt die Schrift zu solchen Leuten? Ich bin wirklich in einer sehr unüberschaubaren Situation! Wie geht es weiter? Was würde CV mir raten?

(CV hat in einem ausführlichen Schreiben einige Ratschläge gegeben und Erfahrungen vermittelt)

SELBSTVERSTÄNDLICH KÖNNEN CHRISTEN WEIHNACHTEN FEIERN !

AUS DEM WACHTTURM NR. 24/1984 ... Doch die ernsteste Gefahr, die mit dem Feiern des Weihnachtsfestes verbunden ist, besteht darin, daß es dazu führen kann, Gottes Wohlgefallen zu verlieren. Warum? Es gibt eine Anzahl Gründe. Zum Beispiel fördert Weihnachten den Götzendienst, der gemäß der Bibel verboten ist (1. Johannes (5:21). Er wird bei vielen Krippenspielen offen praktiziert, wie zum Beispiel in der Kirche Santa Maria d'Araccoeli (Rom). Wie steht es mit der Einführung des heidnischen Weihnachtsbaumes in zahlreichen protestantischen Kirchen? Ist das nicht in Wirklichkeit auch Götzendienst?

Außerdem hat das Weihnachtsfest dazu beigetragen," daß man Jesus anstelle seines Vaters Jehova Gott, anbetet. Das ist eine weitere Form des Götzendienstes, da der verherrlichte Herr Jesus Christus "der Anfang der Schöpfung Gottes" ist (Offenbarung 3:14; siehe auch Römer 1:25) ...

Weihnachten dient in Wirklichkeit als religiöser Deckmantel dafür, daß man in Saus und Braus lebt und sich gehenläßt. Zügelloses Benehmen bei Weihnachtsfeiern ist eine offenkundige Ursache von Eheproblemen. Gemäß dem britischen nationalen Eheberatungsinstitut kamen im Jahre 1983 in der Woche nach Weihnachten doppelt so viele Ehepaare wie gewöhnlich zur Beratung. Weihnachtsfeiern wurden als Grund hervorgehoben sowie "zuwenig Geld für Essen, Geschenke und Spielsachen". Das bringt uns zu einem weiteren ernsten Problem. "Die Zahl der Selbstmorde und Selbstmordversuche steigt wahrend dieser Zeit in alarmierendem Ausmaß.", sagte ein Psychiater aus Johannesburg...

CV SAGT DAZU „

Eine Feier oder ein festliches Begehen der Geburt Christi ist in der Schrift nirgends verboten. Ein Verbot geht also über das geschriebene Wort hinaus. Jedes Hinausgehen über das geschriebene Wort ist dem Christen, verboten. (l. Kor. 4:6) - Die Geburt Christi wurde nach Lukas 2: 8-14 sogar durch eine "Menge himmlischer Heerscharen" mit einem Lobpreis Gottes gefeiert! Christen haben hier also sogar ein biblisches Vorbild!

Wenn Geburtstage auch, von sogenannten Heiden oder Nichtchristen gefeiert werden, so ist dadurch das Vorbild der Feier der Geburt Christi in Lukas 2:8-14 weder berührt noch außer Kraft gesetzt. Christliche Vorbilder können von anderen nicht außer Kraft gesetzt werden.

Wenn an ihren Geburtstagen andere Verbrechen begingen, wie Herodes, der zu diesem Anlaß Johannes den Täufer enthaupten ließ, so spricht dieser Mißbrauch des Anlasses ebenfalls nicht gegen einen christlichen Gebrauch und kann Lukas 2:8-14 nicht außerkraftsetzen. Die Feier der Geburt Christi "im Himmel" fand dessen ungeachtet statt.

Wenn durch Geschäftemacherei oder Allotria zu Weihnachten der Geburtstag Christi entwürdigt wird, so ist damit die Würde der Sache selbst nicht berührt. Auch eine unwürdige Teilnahme Gedächtnismahlfeier setzt bekanntlich die Feier selbst nicht außer Kraft.

Der Weihnachtsbaum war ursprünglich ein Symbol der Sonnenwendvolkfeste im Dezember, ab wann die Sonne wieder höher steigt. Er wurde im Zuge der Christianisierung übernommen, etwa seit dem 4, Jahrhundert. Im 30jährigen Krieg (1618-48) gab es sogar ein kirchliches Edikt gegen den Baum. In Berlin wird er etwa seit 300 Jahren erst verwendet. Die Verwendung anderer Elemente im Glauben ist biblisch nichts Ungewöhnliches. In den mosaischen Glauben wurden Elemente des früheren Stierkultes übernommen, den die Bevölkerung zuvor betrieb. So wurde der Tempel Salomos mit Rinder- oder Stierfiguren geschmückt für die Anbetung Gottes. Auch bei der Darstellung der Cherubim wurde ein Stiergesicht eingefügt. 2. Mose 32:4. 1. Könige 7:25,44, Hesekiel 1:10. Die Weiterverwendung des Baumes zu Weihnachten ist daher ebenfalls nichts Anstößiges. Er ist keine Entweihung der Person Christi, Christus hielt es sogar für gut, wenn andere, die ihm nicht nachfolgten, in seinen Namen böse Geister austrieben. (Markus 9:38-4l). So ist der Baum in seinem Namen auch nicht schlecht. Nichts, was an Christus erinnert und mahnt ist schlecht.

Geschenke wurden auch zur Geburt Jesu in Bethlehems Stall dargereicht. (Matthäus 2:11, 12). Dies wurde nicht verurteilt. Im übrigen sind Liebesgaben eine Frucht des Geistes. Wenn gar im Zeichen des Weihnachtsfestes der Geburt Christi durch Geschenke Freude bereitet wird, Menschen aneinander wieder denken, zueinander finden, Friede gestiftet wird, dann gehört das zu dem Schönsten, geschehen kann.

Im "geteilten Haus" tut der christliche "Nicht-ZJ-Partner" nichts christlich Verbotenes, wenn er Weihnachten feiert. Der Widerstand leistende ZJ-Partner handelt unchristlich. Dessen ungeachtet kann von dem ZJ-Partner verlangt werden, daß er das Weihnachtsfest des Partners respektiert und äußerlich mitmacht und mitgestaltet. Der Anti-Weihnachtsfanatismus in einem "geteilten Haus" ist also wie ein Hausfriedensbruch.

Das Weihnachtsfest ist ein Friedensfest. Wer auch immer dies anerkennt, ist nicht wider Christus, sondern wirkt für ihn. (Markus 9:38-40).

„Christliche Verantwortung" : Herausgeber Henry Werner; 0 6500 Gera, Straße der Repuhlik 46; Tel.: 51109; Einzelpreis: 2.--DM Konto-Nr.: 3219526; Volksbank Gera eG. Gera, BLZ: 83094564

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