Kommentare zu den
eingescannten CV-Ausgaben
CV 239
Nachdem schon in der CV 238 die
öffentliche Falschmeldung bezüglich des WTG-Funktionärs
Kelsey zu registrieren war,
setzt auch diese CV-Ausgabe diese Falschmeldung (ohne auch nur den
Versuch einer
nachvollziehbaren Begründung zu unternehmen) fort, was die ganze
Sache mit Sicherheit
nicht „besser" machte.
Überflüssig wie ein Kropf,
dennoch symptomatisch für das CV-Unternehmen, auch die in dieser
Ausgabe enthaltene
Polemik. Zitat:
„Einem Beispiel aus der
Versammlung Rostock. Hans-Dieter und Peter M. - beide lehren andere,
keine Feste wie
Weihnachten, Ostern und Geburtstage zu feiern. Was aber tun sie selbst?
Sie stellten 1988
für 14 Tage im Juni einen Besuchsantrag, um in die BRD zum 75.
Geburtstag ihrer Mutter
reisen zu dürfen. Ihren anvertrauten Schäfchen aber sagen
sie, daß sie keinen
Geburtstag feiern sollen."
- 30 JAHRE -
CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
BEGRÜNDET
1959 VON WILLY MÜLLER, GD, GERA/THÜR., DDR
Nr. 239 GERA JUNI 1989
HOHEM MITARBEITER IN
SELTERS
wurde die Gemeinschaft entzogen
EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Wir prüfen die WT 23 und 24/1988
WTG-PREDIGTDIENSTSCHULE
Für Christen unzumutbar
WAS WIR SIND UND WAS WIR TUN (IV)
Über den weiteren Weg im Glauben
IST ES SPÄTER ALS DU DENKST?
Wie spät ist es wirklich?
DIE "ABTRÜNNIGEN"
Sind sie wirklich abtrünnig?
FURCHT VOR DEN AUFSEHERN
Sie haben keine Liebe für die Schafe
Liebe Geschwister!
Der Wille Jehovas ist, an Erkenntnis zuzunehmen und gute Früchte
hervorzubringen, zur Ehre seines Namens. (l. Thess. 5:11)
Viele gerechte Eigenschaften sind Früchte des Geistes. Die
tägliche
Stärkung der rechten geistigen Haltung sowie rechter Gewohnheiten
bringen Früchte des
Geistes, denn nur durch rechte Erkenntnis und Belehrung, durch
wachsames Überprüfen
unserer Handlungen wird es gelingen, gute christliche Früchte
hervorzubringen. Mehren wir
aber unsere Erkenntnis dadurch, daß wir sehr oft durch den Kanal
des Herrn belehrt werden
mit Predigten, welche mit politischen Dingen gewürzt sind?
Der WT 1.6..1959
schreibt auf S. 326 Abs. 7:
"Die Aufseher der Neuen - Welt - Gesellschaft tragen heute eine
beträchtliche Verantwortung ...
Sie werden als Vorbilder der Herde bezeichnet ...
Als Aufseher müssen sie sich mit dem Leben befassen, die Jehova
Gott
hingegeben sind (1. Petr. 5:3).
... die die Einfiltrierung des Geistes des Abfalls und das Eindringen
des Menschen der Gesetzlosigkeit in die Neue - Welt - Gesellschaft der
Zeugen Jehovas
verhindert (2. Petr. 3:13)."
Wir haben schon in unserem ersten Schreiben darauf hingewiesen,
daß ihr
Aufseher nicht auf dem rechten Wege seid, mit den politischen Artikeln
im WT und Erwachet,
die rechten Erkenntnisse zu vermitteln. Ihr zerstreut die Herde damit,
anstatt sie in
Einheit und Harmonie zusammenzuhalten.
Abs. 21 sagt: "Die Neue
- Welt - Gesellschaft muß fortgesetzt die
reine, unbefleckte Form der Anbetung pflegen." (Jak. 1:27)
Haben wir das nicht wiederholt gefordert? Sein Volk ist durch euch
Aufseher voller Furcht, nicht Furcht vor Jehova, sondern vor euch, weil
ihr keine Liebe
für die Schafe des Herrn zeigt, sondern nur Eigenliebe
tätigt. Ein jeder bangt vor
Verhaftung auf Grund eurer politischen Artikel und anderer
untheokratischer Aufträge.
Welche Früchte hat dies gebracht?
Auf Seite 425 im WT 14 ist das Wachstum in Prozente
veröffentlicht, und
zwar fiel es von 1948 - 1958 von 27 % auf 9,8 %. 1956 sogar auf nur 3,6
%. Ist dies nicht
ein Ruf zur Überprüfung des bisher gegangenen Weges? An ihren
Früchten sollt ihr sie
erkennen, mahnt Jesu!
In den letzten 10 Jahren ist trotz der Erhöhung der
Verkündigerzahl
die 27 % nie wieder erreicht worden. Dies ist die eine Seite des
Früchtetragens.
Die 2. ist ersichtlich
in den vielen Ausschlüssen, veröffentlicht im
WT 11, Seite 329 Absatz 19:
"... vom März 1952 bis April 1957 ... wurde durchschnittlich 500
Glieder wegen offenkundiger Vergehen, die in der Versammlung Jehovas
nicht geduldet werden
können, die Gemeinschaft entzogen.
Von April 57 - April 58 schnellte die Zahl über den
Jahresdurchschnitt
von 500 auf 1334 pflichtvergessene Glieder empor, betrug also mehr als
2 l/2 mal
soviel." Dies bezieht sich nur auf Nordamerika. Wie sieht
es in den
übrigen Ländern aus? Dies waren doch bestimmt nicht alles
Hurer, Götzendiener usw.,
sondern uns sind in unserem Lande viele Ausschlüsse bekannt, die
getätigt worden, weil
die Glieder sich nicht mit den Erklärungen der Neuen - Welt -
Gesellschaft oder ihren
Anweisungen einverstanden erklärten, weil sie mit dem Wort Gottes
nicht in Einklang zu
bringen waren. Dies ist nach oberflächlicher Betrachtung sogar die
Mehrzahl.
Weshalb dies? Warum reagiert man nicht auf den alarmierenden Schock und überprüft sich selbst und den eingeschlagenen Weg, den man seit 1948 gegangen ist, ob er noch der rechte ist? Man sollte doch als Aufseher zuerst die Schuld bei sich suchen und nicht bei den Gliedern, denn wie ihr selbst versichert, tragt ihr die Verantwortung zuerst. Warum beharrt man trotz aller Offensichtlichkeiten, die zum Schaden der Glieder dienen, weiterhin auf diesem Wege? HAT MAN DOCH IRGENDWELCHE VERPFLICHTUNGEN? Diese Frage wurde von Anfang an gestellt, wurde aber nicht beantwortet. Sollten die Aufseher nicht die Schafe des Herrn mit Gewandtheit weiden? Sollte man nicht bedacht sein auf das Wohl der Schafe des Herrn? Im Berliner Vortrag 1958 wurde gesagt:
"Nicht nur Euer Leben
ist von der Pflege der Schafe abhängig,
sondern das Leben Deiner anvertrauten Schafe ebenfalls!"
Du hast als Hirte kein Recht über sie zu herrschen, denn es sind
die
Schafe des Herrn. 1. Petr. 5:2-3. Hüten heißt, ihnen helfen,
sei stets ihr Beschützer,
damit sie nicht irre gehen und getötet werden, seid vorsichtig,
damit ihr nicht getötet
werdet. Jak. 5:16. Tragt große Sorge um jeden einzelnen, habt
überströmende Liebe.
Bringt die Früchte des Geistes hervor. Eph. 4; Gal. 5:22.
Führt die Schafe auf eine
fette Weide, damit sie nicht aus Mangel an Erkenntnis umkommen. Nur auf
magerer Weide
leiden alle Hunger, äußern sie diesen Hunger, dann zerstreut
ihr sie. Ist dies
göttlicher Wille?
Der gute Aufseher wird
immer bemüht sein, gute Früchte
hervorzubringen, die Glieder zu schützen und auszurichten nach dem
Worte Gottes. Er wird
sammeln und nicht zerstreuen, helfen und nicht verurteilen. Die Weide,
d. h. die Literatur
anregend gestalten, d. h., sich streng nach göttlichen
Grundsätzen richten, dann wird
die Frucht der Organisation eine dem Herrn wohlgefällige sein.
Nicht als Aufseher
herrschen wollen, sondern bereit sein, alle guten Hinweise und
aufrichtig gutgemeinten
Ratschläge der Glieder zu beachten, damit das Rechte getan werde.
Nicht zerstreuen,
sondern helfen, die Neue-Welt-Gesellschaft in Einheit, Reinheit und
Harmonie auszurichten.
Das sind göttliche Grundsätze: "Jehova zu lieben und seinen
Nächsten als sich
selbst."
Möge sie ein jeder versuchen auszuleben und laßt uns ablegen
alles
pharisäische Handeln, wie es Jesu in Matth. 23 darlegt;
"Sie sagen es wohl, aber sie tun es nicht." (Vers 3)
Dann wird die frohe Botschaft wieder die rechten Früchte
hervorbringen,
so als es göttlicher Wille ist.
Es grüßt Euch in geschwisterlicher Liebe mit Psalm 41:2-4
und Sprüche
19:17 Euer Bruder: gez. Willy Müller
HOHEM MITARBEITER IM
BETHEL SELTERS DIE GEMEINSCHAFT ENTZOGEN
Wie wir bereits in CV 238 kurz berichteten, wurde dem WTG-Koordinator
(Zweigdiener) der BRD, Richard E. Kelsey, die Gemeinschaft entzogen.
Schon im Sommer 1988 wurde unter den ZJ darüber gesprochen,
daß er
sich auf einem "Abweg" befinde.
Zeichnen wir zunächst einige Stationen von Richard E. Kelsey nach:
Kelsey ist Amerikaner. Er spricht sehr gut deutsch, jedoch mit einem
unverkennbaren amerikanischen Akzent. Er war der Nachfolger in der BRD
von Konrad Franke.
Er trat schon 1954 als
WTG-Sonderdiener in Erscheinung. 1961 war er
Referent auf dem Kongreß in Hamburg. 1964 trat er in der
Deutschland-Halle in Westberlin
auf, und 1969 auf dem Kongreß in Nürnberg.
1971 trat er wieder in der Deutschland-Halle in Westberlin auf. sein
öffentlicher Vortrag lautete: "Wenn alle Nationen frontal mit Gott
zusammenstoßen". Sein Tenor war, "in naher Zukunft" würde
Harmagedon
kommen. Dazu kolportierte er sogar die antikommunistische politische
Verleumdung:
"die russischen Führer sagen, sie würden erwarten, bis zum
Jahre 1975 die ganze
Welt kommunistisch gemacht zu haben" (Text des Vertrages).
Kein "russischer
Führer" hat so etwas je gesagt. Kelsey
nannte auch keine Quelle dafür. Er vertraute da blind auf das, was
ihm die WTG
vorgeschrieben hatte, in dem Vortrag zu sagen.
Auch die Vereinten Nationen hatte er anzugreifen. Und allen Regierungen
das Recht zu herrschen abzusprechen.
Auch im Westberliner Fernsehen erschien er am 27.7.1971, um vor allem
die ZJ-Jugendlichen zum Endspurt "anzuspornen".
Es ist klar, daß
er sich da 1989 als ein betrogener Verführer
vorkommen muß, wenn er ehrlich vor sich selbst ist. Einleitend
geißelte er alle, die die
"nahe" Katastrophe als lächerlich abwiesen (Text des Vortrages).
Nun steht er
1989 selbst als lächerlich da.
1973 hielt Kelsey im Düsseldorfer-Rheinstadion den
öffentlichen
Vortrag "Göttlicher Sieg - was bedeutet er für die
bedrängte Menschheit?" Das
war 2 Jahre vor 1975. Gleich einleitend hatte er u. a. den Standpunkt
zu predigen, daß
die "antireligiösen" und "atheistischen Kommunisten" guten Grund
hätten, daß "der bevorstehende Krieg" zur Vernichtung der
Christenheit
geführt werden möge.
Auch redete er von einer
"militärischen Konfrontation der
religiösen Christenheit und des antireligiösen Kommunismus".
Die antikommunistische Bedrohungslüge unterstützte er mit den
Worten:
"die Streitkräfte des antireligiösen Kommunismus in Europa,
Asien und Afrika
scheinen zahlenmäßig stärker zu sein ..."
Auch vertrat er die WTG-Politik, daß ein 3. Weltkrieg kommen werde, da sich die Nationen der Christenheit "für einen Krieg mit dem materialistischen, kommunistischen Block rüsten" und sich die "radikalen Mächte der Welt zu einem globalen Angriff auf die Religion vereinen, bevor sie selbst am Krieg v. Harmagedon teilnehmen". Und "ein Sieg der Christenheit" biete "keine Gewähr für eine Befreiung der bedrängten Menschheit", weil "die Christenheit am Aufstieg des internationalen Kommunismus zur Weltmacht schuld" sei, und weil "der Fortbestand der Christenheit im Laufe der Zeit zu einem erneuten Aufstieg des gottlosen Kommunismus und schließlich wieder zu einer Konfrontation beider Seiten führen würde" (Text der Ansprache).
Auch vertrat er den
Unsinn, daß die "radikalen Kommunisten in
einem offenen Krieg mit Gott stehen". -
Wenn für solche "Radikalen" kein Gott da ist, können sie
auch in keinem Krieg mit ihm stehen. Das wäre wie Löcher in
die Luft schlagen.
Nun, das war alles 1973 zwei Jahre vor dem "1975". Die
Weltentwicklung, die Weltlage, die Bündnispolitik der
sozialistischen Länder auch mit
der "Christenheit" hat alle diese WTG-Wahrheiten, die Kelsey da
öffentlich
predigte, auf den Müllhaufen geworfen. Auch diese Bilanz muß
er ehrlicherweise ziehen.
1977 sprach er in
Frankfurt/Main zum Thema "Vorwärts mit den
'größeren Werken'", des weiteren zu den Themen "Nimm mit
Jesus Christus
freudig am Werk Jehovas teil", "Das Leben hat doch einen Sinn" und
"Die herannahende Weltregierung - Gottes Königreich".
Im Jahre 1978 hielt er noch die Schlußansprache des Kongresses in
München zum Thema "Bleibt standhaft im Glauben".
Ein außergewöhnliches Auftreten hatte er noch am
Schluß des
Kongresses 1978 im Düsseldorfer-Rheinstadion. Der Kongreß
hatte ca. 3 000 000 DM
gekostet! Am Ende gab es einen Empfang im Rathaus, wo wir ihn und
einige andere
Verantwortliche mit einem Glas Wein in der Hand lächelnd vor den
Journalisten stehen
sehen (Express).
-CV wird weiter berichten.
-CVN-
EDLER GESINNT SEIN
Der Wachtturm
UND PRÜFEN APG 17:11
WIR PRÜFEN DIE WT NUMMER 23 UND 24/1988
WELCHE TRADITIONEN GEFALLEN GOTT
Diese WT-Frage sagt es schon: Man zeigt mit dem Finger auf die anderen.
Deren Traditionen würden Gott nicht gefallen. Der
WT-Hauptstoß geht hier gegen die
katholische Kirche, wie eh und Je. Damit ja dieses Feindbild bleibt, um
die Kampfstimmung
zu halten. Natürlich wahrt die Kirche Bibel und
Überlieferung, über deren Sinn man
streiten kann.
Auf jeden Fall
verurteilte Jesus andere Wege und Formen nicht so ohne
weiteres, wenn die Absicht damit war, ihm auf diese Weise zu folgen.
(Markus 9:38-41) Und
diese Absicht kann der Kirche trotz ihrer schwarzen Schafe nicht
abgesprochen werden. Die
karitativen Liebeswerke der Kirche sind einer der Beweise hierfür.
Das ist sogar echt im
Sinne Jesu, nicht nach dem Glauben der Hilfsbedürftigen zu fragen
als Bedingung. (Lukas
10:25-37)
So einfach ist das alles nicht. Die WTG ist in diesem Vorgehen ein
Heuchler. Sie greift die Kirche wegen ihrer Bildnisse an, und hat die
Stirn, ihr 2. Mose
20:4,5 entgegenzuhalten, wo den Israeliten verboten wurde, irgendein
Bild zu machen und in
der Anbetung zu verwenden.
Dabei strotzen die
bunten WTG-""Predigten"
mit Bildnissen von Gott, Engeln und sonstige unsichtbaren Dingen
als "fester
Bestandteil im Leben", ja im "Gottesdienst" der WTG-Zeugen. Und mit
dem,
was die WTG seit 1879 neben der Schrift und im Widerspruch zu ihr an
Methoden, Lehren und
Traditionen entwickelt und wieder verworfen hat, könnte man
Bücher füllen.
Alle Erkenntnis ist "Stückwerk". Die WTG sollte auch hier
aufhören, sich an die Brust zu schlagen. Damit kann sie nur
Arglose und Einfältige
täuschen und halten. (Römer 16:18)
ALS JEHOVA MONARCHEN
LEKTIONEN ERTEILTE
Der WT stellt hier dar, was einst Nebukadnezar und Belsazar als
Monarchen widerfuhr, denen Gott "gewisse Lektionen über seine
Souveränität und
seine rettende Macht erteilte." (Seite 14)
In Harmagedon würden das bald auch "alle irdischen Herrscher"
von heute erleben. Das ist zunächst wieder alles andere als
"unpolitisch". Wird
doch hier gegen die Souveränität der heutigen Regierungen
vorgegangen und ihr diese
abgesprochen.
Soll die Regierung der DDR ihre Souveränität und Macht "in
den
Himmel" abtreten? Soll jedes Bürgermeisteramt, die Volkskammer,
alle Ministerien und
sonstige Behörden leerstehen? Was für ein politischer Unsinn,
damit von Haus zu Haus zu
laufen! Hier noch ein "Bonbon" des WT:
Jehova würde
"eifersüchtig" über seinen Namen wachen (Seite
14, Absatz 21).
Eifersüchtig? Gott ist also auch süchtig? Ist Eifersucht
nicht eine
der schlimmsten menschlichen Sündhaftigkeiten?
In der "Nutzanwendung" will der Wachtturm, daß man sich
gegebenenfalls dem "Befehl" eines Herrschers, einer Regierung,
widersetzt (S.18,
Abs. 13). Konkret betrifft das "die Verehrung von Staatssymbolen",
"Parteikarten zu kaufen" oder "den Militärdienst aufzunehmen" (S.
19,
Abs. 17). Diese Dinge für sich selbst gelten zu lassen ist das
eine. Ein anderes ist es
jedoch, das allen Völkern, Nationen und Regierungen zu predigen
und damit abzuverlangen,
andernfalls seien sie nur vernichtungswürdig, ist etwas anderes.
Wo bleibt euer vor allen
Menschen so herausgekehrtes
Unterscheidungsvermögen? Man könnte meinen, daß die
Brooklyner in einem Elfenbeinturm
anstatt in einem Wachtturm sitzen angesichts dieser weltweit
verkündeten
Unannehmbarkeiten und Absurditäten.
Und du gleichst einem geistigen Amokläufer, immer mit dem Kopf
gegen
die Wand der nicht begriffenen Wirklichkeiten. Nur Einfältige
können dir folgen, wenn du
hier mit dem WT "den Weltherrschern wichtige Lektionen in bezug auf
seine (Gottes)
Oberhoheit erteilst"!
-D.P.-
WACHTTURM NUMMER 24/1988
LÄSST SICH DIE BIBEL
auslegen, wie man will?
Schon der erste Artikel in diesem Wachtturm will darauf Antwort geben.
Doch die
Schreiber der Wachtturmgesellschaft hätten's lieber nicht
versuchen sollen - sie geben
nämlich wider sich selbst Zeugnis! Zwar wird bestritten, daß
beliebige Auslegung
möglich ist ohne die Schrift zu verdrehen, aber doch zugegeben,
daß einiges sicher
schwierig zu verstehen ist. zu unserem Trost lesen wir jedoch schon auf
S.4
"Glücklicherweise ist es jedoch immer noch möglich, ihren
Autor zu fragen, denn
dieser lebt. Und er hat versprochen, gläubigen Menschen eine
solche geistige Anleitung zu
geben, wenn sie ihn darum bitten."
Na bitte! Praktisch sieht es bei uns Zeugen Jehovas dann so aus: Wie die Wachtturmgesellschaft die Bibel auslegt ist allein richtig und verbindlich; denn ihr Wort ist so gut wie Jehovas Wort, denn Jehova spricht nur durch sie zu uns. Fragen, wie Bibeltexte richtig zu verstehen sind, werden an die Gesellschaft gerichtet, und in Leserfragen im Wachtturm werden darauf die Antworten gegeben. Was wurde da nicht schon alles beantwortet und angeblich richtiggestellt! Die Palette reicht von Fragen über Obrigkeit, Klassenteilung, Abendmahl, Zeitrechnung usw. bis hin zum Blut und Sex! Alle paar Jahre gab's neue Fragen zu gleichen Themen und neue Antworten darauf. Wie oft mußte ich schon mein Verständnis zur Heiligen Schrift korrigieren, und ich bin keineswegs die Generation von 1914, aber trotzdem schon vierzig Jahre in der Wahrheit und Zeuge Jehovas. Peinlich für mich dieser Artikel im Wachtturm! Klingt er doch sehr nach Selbstverherrlichung und Überheblichkeit. Wenn man doch endlich ehrlich wäre und eingestehen würde, die Bibel oft falsch verstanden zu haben und irrige Ansichten gelehrt wurden, statt ewig andere zu bevormunden - die Wachtturmgesellschaft würde viel Sympathie gewinnen; so aber wirkt es abstoßend. Statt die Bibel mit einem Kochbuch zu vergleichen, welches eine Hausfrau ja auch nicht auslegt wie sie will, sollte unsere Wachtturmgesellschaft lieber die Bibel mehr selbst für sich sprechen lassen, und dem einzelnen großzügig weitgehendst selbst überlassen, wie er unklare Bibeltexte verstehen will und sie als Christ praktisch im Leben anwendet. Irrtümer kann man verzeihen - Unehrlichkeit nicht! Es ist besser, einen Geist freier Meinungsäußerung in den Versammlungen zu haben, als eine erzwungene Einheit, welche Heuchler hervorbringt!
Zu den Studienartikeln: "Botschaften
von Engeln für unsere Tage" und
"Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre" gibt es nicht viel zu sagen;
sind es doch
wieder Artikel, die versuchen, "die Apokalypse richtig zu deuten. Es
ist nicht das
erste Mal, daß die Gesellschaft behauptet, die Offenbarung
enträtselt zu haben. Die
beiden Artikel geben einen Überblick über den Inhalt des
neuesten
"Höhepunktbuches" der Gesellschaft. Ich habe es schon gelesen und
ich muß
sagen; selten hat mich ein Buch mehr gelangweilt als dieses. Die vielen
bunten Bilder
sollten es wohl vielversprechend machen, aber sie haben eher
enttäuscht. Nun, es ist. bis
zu einem gewissen Grade ihre, d. h. der Gesellschaft, Sache wie sie die
Offenbarung sieht,
aber ich habe schon so viele Deutungen der Offenbarung gelesen,
daß es mich wirklich
langsam langweilt; und auch die Widersprüchlichkeit zu jeder
vorhergehenden Version
konnte dieses Buch für mich nicht spannender werden lassen. Es ist
wohl mehr für die
noch neuen Zeugen Jehovas gedacht; sie werden es sicher interessant
finden, wie ich vor
Jahrzehnten z. B. das "Geheimnisbuch" fand. Doch wenn ich heute etwas
von meiner
Gesellschaft lesen will, dann will ich nicht Widersprüche finden
und lesen, sondern die
Wahrheit.
-J.M.-
DIE "THEOKRATISCHE"
WTG-PREDIGTDIENSTSCHULE
FÜR CHRISTEN UNZUMUTBAR
Eine "theokratische" Schule heute, wie auch immer, ist für
Christen
unzumutbar. Die Christengemeinde oder Christenversammlung hat laut
Evangelium nicht
theokratisch verfaßt zu sein. Diesen Begriff kann man allenfalls
für Volk und Staat des
alten Israel rechtfertigen. Die WTG geht auch hier hinaus über
das, was geschrieben
steht, nur um sich selbst unantastbar zu machen. (1. Kor. 4;6)
Wir sehen auch mit der "Theokratischen
Predigtdienstschule 1989" der WTG
wieder diesen unchristlichen Anspruch, wie zuvor auch 1988 und vorher.
Wie der Begriff "theokratisch" nur ein Mißbrauch seitens der WTG
ist, wird
mit dem WTG-Buch "Theokratische Hilfe für
Königreichsverkündiger" von 1945/50
bewiesen, dessen "theokratische" Aussagen z.B. über die Religion
längst als
falsch verworfen werden mußten, wie bekanntlich vieles andere
auch.
Die "Anweisungen" für 1989 sind gegenüber 1988 dahin erweitert worden, bei "wesentlichen Schwächen privat Rat" zu erteilen. Dies richtet sich gegen das bisherige Unwesen des "theokratischen" öffentlichen Abkanzelns der da auf die Schulbank gesetzten Erwachsenen. Ist und bleibt es doch ohnehin fragwürdig, die auf Grund der angegebenen WTG-Literatur zu gebenden Antworten (in den Fragebögen) als "richtig oder falsch" zu zensieren, da diese Literatur morgen selbst falsch sein kann, wie die genannte "Theokratische Hilfe ..." von 1945/50, man so also ebenfalls zu einem falschen Propheten werden kann. (5. Mose 18-.20-22)
FRAGWÜRDIGE AUFGABEN
Nehmen wir einige Aufgaben für die zu haltenden Ansprachen.
"WARUM JEHOVAS ZEUGEN TROTZ IRRTÜMERN WAHRE PROPHETEN SIND"
(für 16.1.)
Was für ein Kopfstand hier beigebracht wird! Den Verstand
mußt du hier abgeben! Das
ist ja wie bei Orwell doppelte Moral! Lies 5. Mose 18;20-22. Bei
Irrtümern kann man kein
wahrer Prophet sein. Das zu behaupten ist Betrug und Lüge, eine
Zerstörung deines Unterscheidungsvermögens,
deines Gewissens, um es der
Wachtturmgesellschaft zu überlassen.
Oder: "GOTT WEISS WEDER ALLES IM VORAUS, NOCH HAT ER ALLES VORHERBESTIMMT" und "GOTTES FÄHIGKEIT, EREIGNISSE IM VORAUS ZU WISSEN UND VORHERZUBESTIMMEN" (für 30.1.). Wie kann man sich nur so über Gott hermachen! Du willst über Gott befinden, was er kann und was er nicht kann? Lies z. B. 1. Petr. 1:24. Wie Gras bist du vor Gott, der du laut WTG nicht einmal zu den Wiedergeborenen gehören darfst! Und Jesaja 55:8,9. Du kannst über Gottes Wissen nicht befinden! Das wäre arrogant und lächerlich! Wie vereinbart sich das mit Römer 11:33,34, wonach Gottes Wege unbegreiflich und unerforschlich sind? schließlich setzt göttliche Allmacht ein Wissen um alle Dinge oder Allwissenheit voraus. Oder? Was für spekulative "theokratische" WTG-Aufgaben also!
Oder: "KRIEGE UND
HUNGERSNÖTE ... SEUCHEN, ERDBEBEN, FURCHT UND
GESETZLOSIGKEIT SIND EIN BEWEIS FÜR CHRISTI GEGENWART"
(für 6.3. und 20.3.) .
So, wie das hier formuliert ist, ist das sowohl höchst zweideutig
wie
auch aufschlußreich im Jahre 1989! Zweideutig, weil es eigentlich
im WTG-Sinne heißen
müßte, "Kriege" usw. seit 1914 sind ein Beweis...! Aber das
wird nicht
formuliert! Woran sollst du hier allmählich gewöhnt werden?
Kriege usw. gibt es seit
Adam! Was soll das. Christus ist doch nicht seit Adam gemeint. Ist das
etwa ein Schritt in
die Richtung, 1914 fallen zu lassen? Oder dahin, daß die Endzeit,
wie es nach l. Kor.
10:11 und Hebr. 9:26 richtig ist, schon mit dem Kommen Christi vor 1900
Jahren begonnen
hat? Stelle einmal diese Fragen in dieser Schulansprache!
Als letztes Beispiel:
"WARUM MENSCHLICHE BEFREIUNGSBEMÜHUNGEN ZUM
SCHEITERN VERURTEILT SIND" (für 10.4.).
Hier sollst du geschult werden, gegen die Befreiungsbewegungen in aller
Welt zu predigen. Das bedeutet doch Kampf gegen alle sozialen und
politischen Erhebungen
aus Hunger, Not und Unterdrückung! Ein hochpolitisches Unterfangen
im Namen Gottes und
einer haltlosen Endzeit! Völlig im Gegensatz zu dem immer noch
geltenden göttlichen
Recht für alle Menschen nach 1. Mose 1:28,29; 9:1-7, sich um ihr
Leben selbst zu
kümmern!
Laßt euch auch in den WTG-Predigtschulen nicht länger
religiös und
politisch irreführen und mißbrauchen!
-D.P.-
30 JAHRE CV 1959 - 1989
WAS WIR SIND UND WAS WIR TUN (IV)
ÜBER DEN WEITEREN WEG IM GLAUBEN Ein Schwerpunkt in CV war und ist
die
Auseinandersetzung mit der von der Wachtturmgesellschaft betriebenen
Dämonisierung und
Verteufelung allen anderen religiösen und christlichen Glaubens,
aller anderen Kirchen
und Religionsgemeinschaften.
CV zeigt entsprechend
dem Evangelium in 1. Korinther 13, daß es
entgegen der WTG eben nicht zuerst auf eine "genaue Erkenntnis"
ankommt, auf das
Bekenntnis oder die Konfession. Die WTG betreibt hier eine
förmliche
Erkenntnisrechthaberei. Es kommt vielmehr an erster Stelle auf die
christliche
Nächstenliebe an, die über jeder Erkenntnis steht.
CV macht klar, daß das zur Folge hat, auch in anderen
christlichen
Kirchen und Religionsgemeinschaften aufrichtigen Glauben zu akzeptieren
und zu
respektieren. CV tritt dafür ein, daß in jeder christlichen
Kirche und Gemeinschaft
aufrichtiges Christsein möglich ist und gelebt werden kann, selbst
für die etwa durch
Behinderung "Ärmsten im Geist", die die WTG wie der Levit im
Gleichnis vom
barmherzigen Samariter (Lukas 10:30-37) als völlig unbrauchbar am
Wegesrand liegen
läßt.
Wir müssen
anerkennen, daß selbst, wo nur "zwei oder drei im
Namen Jesu versammelt" sind, Christsein möglich ist (Matthäus
18: 20). Und wenn
jemand zunächst irgendwo allein dasteht und nur "eine stille
Kammer" zum Gebet
hat, damit niemand es hört, weil es sein ganz persönliches
Gottesverhältnis ist, auch
das gilt für den Herrn. (Matthäus 6:6)
Vor dem Hintergrund der religiösen und politischen Haltlosigkeit
der
WTG-Endzeitanschauungen orientiert CV also letztlich in einer Art
ökumenischer
christliche Weite im Wissen darum, daß jede Erkenntnis, jedes
Bekenntnis, jede
Konfession, unvollkommenes "Stückwerk" ist und bleibt und der
übergreifenden
christlichen Nächstenliebe laut 1. Kor. 13 unterzuordnen ist.
Man mag CV hierin anerkennen oder nicht, es steht jedenfalls so
geschrieben. Allerdings wissen wir auch, wie groß die Intoleranz
und Unversöhnlichkeit
gerade auf diesem Gebiet noch ist.
ÜBER DAS NOTWENDIGE
SOZIALE VERHALTEN
Eine Schlüsselfrage angesichts der "irdischen"
Destruktivität der WTG gegenüber jeder sozialpolitischen
Mitverantwortung eines Christen
ist für CV auch die Wiederherstellung oder Entwicklung eines
vernünftigen sozialen und
umweltlichen Bewußtseins bei den Betroffenen. Hat doch die WTG
durch ihre sog.
endzeitliche Verteufelung der gesamten Umwelt außerhalb ihrer
Organisation ein soziales
Niederreißungswerk ohne Beispiel unter Christen betrieben.
Wir wissen sehr wohl, wie das auch später noch nachwirkt, so
daß sich
gar mancher auch nach der Abkehr von dem endzeitlichen Irrweg nur
schwer im Leben
zurechtfinden kann. Aber auch der Christ ist ein soziales Wesen. Schon
als Kind müssen
die Mitmenschen für ihn, völlig unabhängig von Glauben,
Nichtglauben oder
Nochnichtglauben, sozialpolitische Vorkehrungen treffen; Obdach,
Lebensunterhalt oder
Gesundheitsfürsorge, Schulbildung, Berufsmöglichkeit und
Arbeit, Rechtssicherheit und
gesetzlichen Schutz usw. Betreffend.
Nicht umsonst verteufelt
die WTG das gesamte sozialpolitische Umfeld.
Sie weiß genau, wie ein reales Sozialbewußtsein ihre
endzeitliche Destruktivität
ebenfalls grundsätzlich aus den Angeln hebt und sie als Demagogen
entlarvt. - Darum
orientiert CV, wie viele Beiträge ausweisen, unerbittlich auch auf
die sozialen Fragen,
wie unangenehm der WTG das auch erscheinen mag, denn wie gesagt, der
Christ ist auch ein
soziales Wesen.
Wer CV im Laufe der Jahre gesammelt hat, kann das konkreter unter den
verschiedensten Gesichtspunkten nachlesen. Hier einige sehr lohnende
Beiträge:
CV 35/1971
Warum die WT-Botschaft unannehmbar ist,
CV 62/1974
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein,
CV 67/1975
Auf die schöpfungsbedingten sozialen Bedürfnisse besinnen,
CV 87/1976
Steine statt Brot,
CV 91/1977
Als Christ die Unausweichlichkeit sozialer Mitverantwortung erkennen,
CV 94/1977 , Unannehmbarkeit der WTG-Verkündigung nachgewiesen.
CV 111/1978
Die Gefahr sozialer Gewissenlosigkeit.
CV 115/1979 WT-Predigt "Menschenpläne scheitern".
CV 123/1979
Aller die Menschen betreffenden Ordnung um des Herrn willen Untertan.
CV 198/1986
Auch du bist ein
soziales menschliches Wesen - Neuorientierung,
Die hier von CV unternommene Orientierung steht unter der
aufrüttelnden
Frage in Jakobus 2:14-20, wo es am Ende heißt:
"Willst du wohl einsehen, du gedankenloser Mensch, daß der Glaube
ohne die Werke (wie Kleidung, tägliche Nahrung, Frieden, usw.)
unnütz ist?"
Natürlich sagen wir in CV dazu auch, daß ein Christ da in
keinem Land
eine "heile Welt" vorfindet. Überall ist Unvollkommenheit, die ja
gerade auch
den guten Stand des Christen erfordert, zumindest einen guten,
vorbildlichen Standpunkt,
eingedenk dessen, daß auch der Christ ein soziales Wesen ist.
Da die sozialen Bedürfnisse schöpfungsbedingt allen Menschen unabhängig von ihrem Glauben schon vom Mutterleibe an mitgegeben sind, ist es für CV unverzichtbar, auch hier "Brot statt Steine" zu reichen. Wer die zuvor genannten CV-Beiträge nicht mehr zur Verfügung hat, kann sie vom CV-Büro Gera anfordern. -
IST ES SPÄTER ALS
DU DENKST?
WIE SPÄT IST ES WIRKLICH?
Ist es so spät wie es der Wachtturm erneut schildert? Ist es
wirklich
"3 Minuten vor 12"? (Siehe WT 4/1986, Seite 4.)
Wenn auf Seite 4 auch nur eine aufgezeichnete Uhr diese Aussage macht,
das ändert nichts an der Tatsache, daß die Leitende
Körperschaft ihre Zustimmung zu
dieser Irreführung gegeben hat. Es wäre gut, wenn Jehovas
Zeugen solchen Unsinn nicht an
den Türen der Menschen erzählen. Natürlich ist es
richtig, wenn man vor Gefahren warnt,
aber dann muß solche Gefahr auch wirklich erkennbar sein. Es ist
gut, wenn Menschen die
Bibel durchforschen, selbst Wissenschaftler tun das, aber was die
Bibelforscher der Zeugen
Jehovas machen, wird nun schon offensichtlich unglaubwürdig.
Unglaubwürdig hat der
Herausgeber des Wachtturms sich schon mehrmals gemacht; denken wir nur
an die vielen
falschen Bibelauslegungen, die seit 1879 im Wachtturm
veröffentlicht wurden. Denken wir
an die vielen Schlagzeilen im Wachtturm und Erwachet, danach zu
urteilen existiert diese
Welt doch gar nicht mehr. Was soll dieser Unsinn?
JA, ES IST NACHWEISLICH
UNSINN
Wenn man als CV-Leser sich heute die CV-Ausgabe Nr. 100 noch einmal in
Ruhe durchliest, dann kommt es einem erst so richtig zum
Bewußtsein, was solcher Unsinn
für Schaden anrichten kann. Nur einige Passagen daraus:
- Was werden die 1970er Jahre bringen?
- Als junger Mensch wirst du daher nie das Ende einer Laufbahn
erreichen.
- Noch im Laufe dieses Jahrzehnt.
- Nur noch einige, wenige Jahre.
- Bist du der Meinung, wir würden die Sache zu schwarz sehen?
Ja, es kam genauso wie es zu erwarten war:
"So ein Unsinn kann nicht in Erfüllung gehen."
Abschließend eine Bitte an die Leitende Körperschaft der
Zeugen
Jehovas.
Laßt diesen Unfug, bleibt bei der Wahrheit und hört auf zu
spekulieren!
-W.W.-
WTG-KRONZEUGE RAYMOND
FRANZ
SEIN WERK UNAUFHALTSAM VERBREITET
Seit 1988 gibt es das Werk von Raymond Franz "Crisis of
conscience" unter dem Titel "Der Gewissenskonflikt" aus dem
Claudius-Verlag
in München.
In ".Brücke zum Menschen" vom Bruderdienst in Itzehoe, BRD,
Nr. 95/96 wird darüber eine ausführliche Rezension von Rainer
Ref veröffentlicht.
In der VR Polen sind uns die Zeitschriften "Duch Czasow"
(Geist der Zeit) und "List do Chrzescijan" (Brief an Christen) als
Traktat
bekannt, die bisher mehrfach über Raymond Franz berichteten.
In Italien ist dem Autor
von "I Testimoni di Geova",
Untertitel "I falsi profeti e falsificatori della Biblia" (Die Zeugen
Jehovas,
falsche Propheten und Fälscher der Bibel), I. A. Santangelo, aus
sicher mangelhafter
Kenntnis ein Lapsus passiert.
indem er dem WTG-Präsidenten den Vornamen Raymond gibt (S. 4
seiner
italienischen Broschüre). Das ist natürlich verzeihlich, da
solche Verfasser immerhin
nicht den Anspruch erheben, wie die WTG, ein "Kanal Gottes" zu sein,
dem kein
Lapsus passieren dürfte.
Rainer Ref würdigt
das Werk wie folgt:
"'Der Gewissenskonflikt' von Ray Franz ist neuartig in der Reihe
der Auseinandersetzungen ehemaliger Zeugen Jehovas mit ihrer
früheren
Religionsgemeinschaft. Nie zuvor hat ein früheres Mitglied des
Machtzentrums von seinem
Erleben, dem Funktionieren dieses Gremiums und seinem dadurch bewirkten
Gewissenskonflikt
berichtet. Insofern kann die Wichtigkeit dieser Veröffentlichung
für die Zeugen Jehovas
und ihr Umfeld (im weitesten Sinne) kaum zu hoch eingeschätzt
werden ..."
Über 6 Seiten lang
ist diese Würdigung durch Rainer Ref. Sie wird auch
in CV interessant zu lesen sein»
Überschaut man die bisherige Publizität des Werkes von
Raymond Franz,
so kann ohne Übertreibung gesagt werden, daß die mit CV
Verbundenen, und die CV-Leser,
die Zeugen Jehovas hier, außerhalb des englischen Sprachraums am
frühesten und am
ausführlichsten über diese "Krise des Gewissens" informiert
wurden und
informiert sind. Der jetzigen Einschätzung von Rainer Ref kann man
nur zustimmen. -
-P.-
Daß die WTG der
Welt auch für 1941 den Krieg von Harmagedon und damit
das "Weltende" verkündigte, ist nachzulesen in:
1. WTG-Broschüre "Schau den Tatsachen ins Auge", 1938
2. WTG-Buch "Dein Name werde geheiligt" von 1963, Seite 329
3. Raymond Franz, "Krise des Gewissens",
2. Kapitel
4. Der Wachtturm, 1. Juli 1986 Seite 12, Lebensbericht von P. J. Wentzel
JEHOVAS ZEUGEN EIN VOLK
VON PREDIGERN?
Liebe Brüder, so können wir es oft lesen im Wachtturm oder
Erwachet.
Nun sind wir schon ein Volk wie die Schweiz so groß. -
Was aber wäret ihr wohl ohne euer Hinterland (Großbabylon),
wo auch
ihr her kommt? Wenn die Welt sagen würde, wir tun euch zusammen,
dann könnt ihr ein Volk
sein.
Denkt mal mit, wäre das wohl möglich?
Bei euch gibt es doch schon in kleinen Gruppen Streit. Würdet ihr
nicht
auch nur schwache Menschen sein, mit allen Fehlern? Ihr seid bei weitem
nicht die
gepriesenen Menschen, wie die WTG euch schildert, wenn ihr auch ohne
eure
"Ältesten" etwas besser wäret.
Warum könnt ihr
"Königreichssäle" in drei Tagen errichten?
Weil ihr die Technik der "Welt" dafür benutzt. Warum aber soll ein
Saal in drei
Tagen stehen? Braucht ihr etwa den Beifall der "Welt"? Es ist doch
schön, daß
die Menschen arbeiten und studieren können.. Daß die "Welt"
für ihre Menschen
sorgt. Denken wir nur an die Sozialversicherung, im Alter gibt es Rente
für jeden. Auch
die Polizei sorgt dafür, daß wir ruhig schlafen können.
Da mitten drin lebt auch ihr, habt an den Errungenschaften teil. Das
muß so sein, meint ihr? Laut WTG sollt ihr aber nicht zu dieser
"Welt"
gehören!
Bei euch heißt es,
den Zehnten geben wir nicht mehr. Was verlangt aber
eure Leitung in Brooklyn von euch?
Die Kinder in den Kindergarten und die Schule geben ja, um mehr Zeit
zum
Verkündigen zu haben. -
Groß ist die WTG
im AUSNUTZEN DER STAATEN!
Nach der Schulentlassung (Grundschule) soll man möglichst keine
Lehre
aufnehmen. Soldat darf man auch nicht werden. Jeder sollte gleich voll
den Pionierdienst
aufnehmen und sich sein Leben lang als Verkündiger betätigen.
Wenn möglich, auch als
Missionar im Ausland. Das möchte Brooklyn.
Was aber bietet die WTG
dafür:
Lebenslang ein geringes Taschengeld. An soziale Sicherheit oder Rente
ist gar nicht zu denken. Wird der Mensch alt, wird er dem jeweiligen
Staat überlassen.
Die WTG nimmt also restlos alles! Der Mensch wird völlig
ausgelaugt!
Sie nehmen also nicht bloß den Zehnten!
Du darfst auch ein
Testament machen und dein Vermögen der Gesellschaft
überlassen. Es muß aber endgültig sein, denn sonst
besteht ja für die WTG die Gefahr,
daß der Erblasser, falls er eine Sünde begeht und einen
Gemeinschaftsentzug bekommt,
sein Testament ändern könnte.
Ja, liebe Brüder, eure Organisation will nicht nur das Wissen, die
Arbeit und das Vermögen umsonst. Nein, sie möchte jeden als
ihr Eigentum benutzen,
lebenslang!
Woher bekommt ihr eure Techniker, die die moderne Technik in den
Großdruckereien so hervorragend handhaben?
Doch aus der "Welt"!
Wohin schickt ihr eure Brüder zum Lernen und Studieren der
Wissenschaften? Doch nur in die "Welt"!
Alle, die für die WTG arbeiten, tun es umsonst, oder gegen ein
Taschengeld.
Alle
Königreichssäle, Großdruckereien, Bethels und sonstige
Besitzungen gehören der WTG. Sie ist milliardenschwer. Wofür?
Wofür braucht sie die
riesigen Kapitalien? Über drei Millionen zeugen Jehovas gibt es
auf der Welt und über 4
Milliarden andere Menschen. Gibt euch das nicht zu denken?
Würdet ihr wohl als Staat alleine leben können? Nein, es
wäre
unmöglich!
Die WTG täuscht euch, indem sie euch für das ausgibt, was ihr
nicht
sein könnt.
-E.B.T.-
HAST DU DAS GEWUSST?
ABTRÜNNIGE - SIND SIE WIRKLICH ABTRÜNNIG?
Ich habe den Wachtturm vom 15.10.1986 vor mir liegen und speziell die
Seite 31 mit den Leserfragen, besonders meine ich die über die
"Abtrünnigen".
Das strotzt mal wieder vor Verlogenheit und Bibelverdrehung, für
den
einfachen Zeugen Jehovas allerdings nicht so leicht zu durchschauen.
Fängt ja gleich mit
einer faustdicken Lüge an:
"Sich vom wahren
christlichen Glauben lossagen, kam bereits im 1.
Jahrhundert vor. Daher überrascht es uns nicht, daß es
gelegentlich auch heute
geschieht."
Weißt du, wie viele Zeugen sich in den letzten 20 Jahren von der
WTG
zurückgezogen haben, oder - aus welchen Gründen auch immer -
von ihr hinausgeworfen
wurden? Es waren weit über l 200 000! Das schreibt kein Wachtturm,
aber du kannst es
selbst nachrechnen anhand der Berichte in den Jahrbüchern der
letzten 20 Jahre.
Überlege, das sind im Durchschnitt 60 000 jedes Jahr - eine stolze
Zahl, um das
gelegentlich zu untermauern!
Dann werden die
Abtrünnigen - ich würde besser sagen die
"Freigewordenen" - noch mit Judas verglichen.
Die Frage, wer in Wirklichkeit den Herrn verraten hat, läßt
sich so
leicht anhand der WTG-Literatur belegen.
Aha, die WTG wird konkret:
"Eine solche Person ... fängt vielleicht an, Schriften oder
Publikationen zu verschicken, die der falschen Religion oder dem Abfall
förderlich
sind."
Merkst du was? Aber es geht weiter:
"Einige versuchen mit
Gottes Volk verbunden zu bleiben und dort
andere irrezuführen."
Erinnerst du dich noch an das Buch "Gott bleibt wahrhaftig"?
Gleich auf der Seite 2 des 1. Kapitels konnte man lesen:
"Einige glauben, die Bibel sei eine alte Fiedel, auf der man jede
beliebige Weise spielen kann."
Natürlich meinte man da die ANDEREN!
Zum krönenden Abschluß wird dann noch 2. Johannes zitiert,
aber warum
nur der Vers 10? Hier nun zur Ergänzung der 1. Satz aus Vers 9:
"Jeder, der vorausdrängt und nicht in der Lehre des Christus
verbleibt, hat Gott nicht."
Nun frage dich selbst,
wer hier in Wirklichkeit von der Lehre des
Christus abgewichen ist. Die Brüder, die angesichts des
wiederholten Endzeitbetruges
warnend ihre Stimme erhoben und "gefeuert" wurden, sowie jene, die aus
Gewissensgründen den Weg der WTG nicht länger mitgehen
konnten; oder aber die WTG
selbst, die allein diesen "1975-Betrug" inszeniert hat?
Wenn das nur der einzigste Betrug wäre -ich sage das bewußt
so - aber
er ist es leider nicht!
-R.I.H.-
AKTUELLES IN KÜRZE
"AN DER SCHWELLE EINER NEUEN WELT" Das Jahr "1914" -
der Evergreen unter den WT-Lehren - wird einmal mehr beschworen, um das
Brooklyner
Zeugniswerk weiter unter Dampf zu halten. Wie stets bei solchen
Anlässen, wird die Welt
in den schwärzesten Farben gemalt. Dieses Mal ist es die
südafrikanische Sunday Times
vom 25. Okt. 87, die in den Zeugenstand gerufen wird, um der verderbten
Menschheit ihr
baldiges Ende zu bescheinigen, spricht sie doch von AIDS als von dem
"neuen Schwarzen
Tod".
Wörtlich
heißt es dann weiter:
"Jetzt wird deutlich, welch furchtbare Folgen AIDS in Afrika
tatsächlich hat. In einigen Ländern werden bis 1994
voraussichtlich 6 von 10 Menschen
sterben."
Nachdem erklärt wird, daß angesichts solcher Zustände -
beachten wir,
hier war von Afrika die Rede! - die Furcht immer größer
wird, führt die WTG nun den
Nobelpreisträger Harold C. Urey ins Feld, der vor einigen Jahren!
sagte:
"Wir werden in Furcht essen, in Furcht schlafen, in Furcht leben
und in Furcht sterben."
Wir wissen nicht, was diesen Wissenschaftler vor einigen Jahren bewogen haben mag, sich so zu, äußern, im Gegensatz zu dem Schreiber dieses WT-Artikels, der ja das Zitat nicht aus der Luft gegriffen hat und folglich auch weiß, in welchem Zusammenhang es gebracht wurde. Ganz gewiß aber war es nicht die Horror-Meldung aus Südafrika, daß in einigen Ländern bis 1994 voraussichtlich 60 % der Bevölkerung sterben werden, denn jene Zeitungsmeldung war gerade ein Jahr alt, ehe sie in den spalten des Wachtturms ihren äußerst fragwürdigen Platz fand! Fragwürdig schon deshalb, weil in einem Land, wo die Apartheid zur Regierungs-Doktrin erhoben wurde, die möglichen Folgen gar nicht abzusehen sind. Makaber wird es aber mit Beginn des nächsten Abschnittes:
"Viele haben keine
Furcht, sie freuen sich sogar. Warum?"
Etwa, weil die anderen alle an AIDS sterben oder am Streß, der ja
auch
eine Folge der Furcht ist?
Nun, wir wissen um ihre Freude, tragen sie doch einen vermeintlichen
Schutzanzug, in Brooklyn maßgefertigt und gefüttert mit all
ihren Sonderlehren von 1914,
über die Zeit des Endes, den stets zuverlässigen
Harmagedon-Daten, bis hin zur neuen
Welt.
Doch, wie sagte schon Goethe?
"Wer den ersten Knopf verfehlt, kommt mit dem zuknöpfen nicht
zurecht."
-R.I.H.-
AUS DER WELT DER ZEUGEN
DIE EHRLICHKEIT DER LEITENDEN "BRÜDER" IN DER VERSAMMLUNG
ROSTOCK
Die Bibel ermahnt uns, in allen Dingen ehrlich zu sein (Hebräer
13:18).
Das gilt nicht nur für die einfachen Verkündiger der Zeugen
Jehovas, sondern erst recht
für diejenigen, die der Herde Vorbild sein wollen, also
insbesondere für Alteste. Sie
müssen untadelig sein, um der Herde als Vorbild vorzustehen.
Wie wollen sie sonst von den einfachen Verkündigern verlangen, daß sie die Gebote halten und selbst als Lehrer geachtet werden? Daß Alteste und andere leitende Brüder der WTG sich darum, sofern es sie selbst betrifft, ziemlich wenig Gedanken machen, sehen wir an einem Beispiel aus der Versammlung Rostock. Hans-Dieter und Peter M. - beide lehren andere, keine Feste wie Weihnachten, Ostern und Geburtstage zu feiern. Was aber tun sie selbst? Sie stellten 1988 für 14 Tage im Juni einen Besuchsantrag, um in die BRD zum 75. Geburtstag ihrer Mutter reisen zu dürfen. Ihren anvertrauten Schäfchen aber sagen sie, daß sie keinen Geburtstag feiern sollen.
Nun, liebe CV-Leser,
bildet EUCH selbst ein Urteil. Kann man sagen, daß
diese "Vorbilder" für die Versammlung ehrlich sind und sie das
halten, was sie
anderen predigen? Jeder einfache Zeuge Jehovas würde vor ein
Rechtskomitee geladen werden
und dann wäre der Ausschluß für ihn beschlossene Sache.
Warum aber bei diesen beiden
leitenden Brüdern nicht? Können sie ein ehrliches Gewissen
vor Jehova haben, wie in
Hebräer 13:18 erwähnt? Außerdem betrügen sie nicht
nur Jehova und die Versammlung,
sondern auch die Obrigkeit, denn gerade Christen sind dazu angehalten
laut Römer Kapitel
13, der Obrigkeit in rechter Weise Untertan zu sein. Jehova aber
läßt sich nicht
verspotten, er wird einen jeden nach seinen Werken richten! (Römer
2:6)
-R.S.W.
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