Kommentare zu den
eingescannten CV-Ausgaben
CV 223
Unter der Überschrift
„Richtigstellung" muss diese CV-Ausgabe sich selbst korrigieren. In
einer
vorangegangenen Ausgabe notierte sie als in den USA befindlich, ein
„Radio freier
Wachtturm". Nun muss man sich dahingehend korrigieren. Das mit dem
„Radio"
war wohl nichts. Es handelt sich lediglich um ein „Kummertelefon".
Nu ja. Irren soll ja menschlich
sein. Eigentlich hätte diese CV-Ausgabe einen weiteren Grund zu
einer weiteren Korrektur
gehabt. Eigentlich ...
Das eben nicht korrigiert wurde,
zeigt doch eine gewisse Oberflächlichkeit, welche ich der CV auch
insgesamt attestieren
würde.
Der zu kritisierende Satz in dieser
CV-Ausgabe lautet:
„In Amerika existiert heute
noch ein Gebäude, das von ihnen für das Jahr 1925
hergerichtet worden war, in das
Abraham, Isaak und Jakob einziehen sollten, weil sie nach der Blamage
von 1874 und 1914
nun für jenes Jahr die Auferstehung dieser Erzväter und die
sichtbare Aufrichtung des
Reiches Gottes auf Erden erwarteten".
Das bezieht sich dann wohl auf das
berühmt-berüchtigte „Beth Sarim". Der Haken an der Sache. Es
wurde nicht schon
1925 errichtet, sondern einige Jahre später. Dem Verfasser „H. S."
in der CV
mag das entgangen sein. Aber die CV dürfte doch wohl auch,
spätestens bei der Gestaltung
des Satzumbruches, noch so etwas wie eine Redaktion gehabt haben. Wenn
die das auch
übersah, dann spricht das nicht unbedingt für sie.
CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE
CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER, GD, GERA/THÜR, DDR
NR. 223 GERA FEBRUAR 1988
GEWISSENSENTSCHEIDUNGEN
Veröffentlichungen nehmen ihren Lauf
EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Wir prüfen den WT Nr. 17/1987
SIND ZJ ZEUGEN DER WAHRHEIT?
Keine göttliche Legitimation
"KRISE DES GEWISSENS"
Lesergedanken zum Buch von R. Franz
BETROFFENEN HELFEN
Was tun?
ZEUGE JEHOVAS ERHÄNGT. . .
Durch Gemeinschaftsentzug in den Tod
WER WIRD DER NÄCHSTE
WTG-PRÄSIDENT?
Raymond Franz bricht sein Schweigen
Der jetzige Präsident Frederick William Franz, Onkel von Ray
Franz, ist nun schon 94
Jahre alt. Jeden Tag kann er sterben.
Wer wird sein Nachfolger sein?
Die Erwartungen insgeheim in der WTG-Führung selbst sind gewaltig.
Seit Jahren geht
dort über ihn das Wort um, "wenn König Saul stirbt, werden
sich die Dinge
ändern". So warten sie seit langem auf seinen Tod.
F. W. Franz ging 1920 als
27jähriger junger Mann ins WTG-Hauptbüro und bekannte sich
seit 1922 als Gesalbter.
Am 24. Dezember 1941 erhielt er mit N. H. Knorr und M. G.
Henschel am Totenbett
von J. F. Rutherford in Beth-Sarim, der umstrittenen Villa Rutherfords
in San Diego, die
"letzten Instruktionen". Danach wurde Knorr der nächste
Präsident und nicht F.
W. Franz als Gesalbter, sondern H.C. Covington als "anderes Schaf"
Vizepräsident.
Im einzelnen schweigt Ray Franz darüber, was sich dann bis
1944 abspielte, als
Covington als "anderes Schaf" vom Vizepräsidentenstuhl entfernt
und F. W. Franz
sich an dessen Stelle setzte,
Er hatte an der Universität von Cincinnati 2 Jahre Griechisch
studiert und dann noch
Hebräisch im Selbststudium.
So überragte er da alle und wurde schließlich der
"Hauptbibelgelehrte der
Organisation" und der "letzte Schiedsrichter in biblischen Dingen" und
der
Hauptschreiber nach J. F. Rutherford.
War es einst so, daß der
Prophetenwechsel Elia/Elisa mit dem Wechsel
Russell/Rutherford "erfüllt" war, so beanspruchte Franz jetzt
diesen Wechsel
für sich nach Rutherford als "bemäntelt" wie Elisa.
Rutherfords weltweit in dessen "Licht von Gott" von den ZJ verbreitetes
Harmagedon nur wenige Jahre nach 1938 bezeichnete er später als
altersbedingte
Äußerungen, als Altersschwachsinn also, dem Rutherford
erlegen sei. Auch enthüllte er
seinen erstaunten Vertrauten, daß sich Rutherford wegen seiner
Harmagedonfalschprophetie von 1925, von den damaligen ZJ weltweit als
"Licht von Gott" verbreitet, einen Esel genannt hat.
Liest man das heute, so könnte man
denken, sie waren damals eine Clique von
Scharlatanen in der WTG-Führung, die ihre Hörigen zum Narren
halten.
Keine leitende Körperschaft kontrollierte bis zum Tode von Knorr
1977, was Franz da
als "Licht von Gott" verfaßte. Knorr war meist der einzige, der
das vorher las.
Und so war es in Wirklichkeit eine "monarchistische" Leitung.
Als in der Krise der Harmagedonfalschprophetie von 1975, die auf das
Konto von Franz
geht, eine wirkliche leitende Körperschaft die Macht in der WTG
übernehmen wollte - wir
kommen hierauf später ausführlich zurück - war er es,
der mit Knorr den Hauptwiderstand
leistete, wobei Knorr ausrief: "Nur über meine Leiche".
Franz war entschieden dagegen, die
Macht in der WTG an eine leitende Körperschaft
abzutreten.
Es wird auch deutlich, daß es Franz selbst war und ist, der die
WTG-Politik ausdenkt
und formuliert. So trat er für die Härte in Malawi ein, der
Tausende einfacher ZJ zum
Opfer fielen. Er sanktionierte die Beamtenbestechungen in Mexiko in
Wehrdienstfragen und
die Härte in der Wehrersatzdienstfrage ohne Rücksicht auf die
Folgen für die Familien,
allein in Willkür ohne Deckung durch die Schrift. Es ist nur
folgerichtig, daß er auch
für die WTG-Neutralitätsheuchelei im Angesicht des
WT-Antikommunismus
hauptverantwortlich ist, eine Frage, auf die Ray Franz konkret nicht
näher eingeht.
Es ist erstaunlich, daß die leitende Körperschaft es dann hingenommen hat, daß Karl Klein in den geheimen Sitzungen der Körperschaft F. W. Franz bei verschiedenen Gelegenheiten das "Orakel" der Organisation genannt hat. zwar mit einem gewissen Lächeln, aber mehr als nur Scherz, so jedenfalls Ray Franz.
Ein Orakel ist ein Wahrsager, der
geheime Verbindung zu seinem Gott oder Geist etwa
hat. Das wäre Okkultismus, den man hinter dem allgemeinen Glauben
an die Organisation,
wie er gefordert wird, verbirgt.
Möge Karl Klein zu der Orakel-Frage Stellung nehmen,
Der formale Nachfolger für F. W.
Franz wäre sein Vizepräsident Milton G. Henschel.
Er ist aber eher ein Technokrat mit der Aufsicht über Dienst,
Verlag und WTG-Fabriken. In
einer geheimen Sitzung der leitenden Körperschaft entschuldigte er
sich einmal, er sei zu
beschäftigt gewesen und habe keine Zeit gehabt, die WT-Artikel vor
ihrer
Veröffentlichung zu prüfen.
Allerdings wird geurteilt, daß unter ihn eine neue
Machtzentralisation in einer Hand
eine Wiederentmachtung der leitenden Körperschaft also,
wahrscheinlicher sei.
Ray Franz wäre ein möglicher Nachfolger gewesen. Er war als
solcher im Gespräch. Er
hatte sogar schon Artikel von dem Präsidenten überarbeitet.
In Frage käme dann Lloyd Barry. Er ist der einzige in der
leitenden Körperschaft, der
selbst WTG-Bücher geschrieben hat, wenn auch nur Neudarlegungen
alter Werke.
Frederick William Franz war bzw. ist durchaus eine charismatische Persönlichkeit, wie man so sagt, eine geistige Führerfigur, eine gleiche Figur ist nicht in Sicht, jedenfalls nicht in der leitenden Körperschaft, so lesen wir.
Sicher sind hinter den Kulissen die
Weichen längst gestellt. Einen solchen geistigen
und materiellen Produktionsapparat wie die WTG kann man ja nicht
einfach anhalten. Der hat
ja auch längst seine Eigengesetzlichkeit, eingespeist zu werden,
wie es ja auch geschieht.
Mit Sicherheit "werden sich (jedoch) die Dinge ändern, wenn
König Saul
stirbt".
Denn unter dem nächsten Präsidenten muß die WTG-Endzeit
ins nächste Jahrtausend
verschoben werden, will man nicht den Bankrott erklären. -
GEWISSENSENTSCHEIDUNGEN
ES KAM, WIE ES KOMMEN MUSSTE
„Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn es hoch kommt, so sind
es achtzig
Jahre ..." (Psalm 90:10)
1984-1994 ist darum wohl das letzte Jahrzehnt für die
1914-Endzeit. Dann bricht das
alles endgültig und für immer zusammen. Sehr
verständlich also, wenn wir sehen, wie die
WTG dabei ist, das 1914-Datum als entscheidendes Datum über Bord
zu werfen, wie wir das
in CV 215 im Blick auf Erwachet vom Dezember 1986 und Januar 1987
zeigten.
Aus Nordamerika erreichen uns nun nach und nach eine Fülle von Gewissensentscheidungen, gleichsam als Auftakt dessen, was nun kommen muß, rechtzeitig die WTG-Hörigkeit zu verlassen.
Bruder Joseph Malik,
Computerarbeiter bei General Electric und seine Frau Elizabeth,
Sekretärin der
chemischen Abteilung der Universität Wilmington schreiben u. a.:
"Die Geschichte der WTG dürfe nicht geheim bleiben, damit andere
nicht ebenso
zwecklos leiden müssen. Abweichung von der WTG-Lehre sei kein
Abfall vom Glauben."
Sie prangern WTG-Taktiken an, Kinder in der Organisation gegen die
Eltern aussagen zu
lassen.
Schwester Martha Gaffney,
eine Mutter:
"Ich wollte meine Kinder nicht durch die Organisation in kleine
Pharisäer mit
steinernen Gesichtern verwandeln lassen."
Bruder Leroy Gholson,
Veröffentlicht eine Abbitte wegen seiner Beteiligung an der
Verführung durch die WTG,
sie sei eine unchristliche Organisation,
Schwester Pamela Gray,
will gesetzliche Aktionen gegen die WTG unternehmen wegen
Verunglimpfung ihres Namens. Sie hat die WTG-Lehren kritisch
hinterfragt und den Leuten gesagt, wenn sie sich der Organisation
angeschlossen haben, gibt es keinen Weg, ehrenvoll wieder
herauszukommen. Sie hatte im Glauben an das WTG-1975 ihr Haus verkauft.
Entscheide von WTG-Rechtskomitees werden vor ordentliche staatliche Gerichte gebracht, um überprüft zu werden.
Anklagen gegen die WTG in Kanada_
WTG-Führung eine Bande falscher Propheten. Das Ausmaß des
Abfalls von der WTG sei
bisher nicht wirklich bekannt.
Einer hat im Glauben an das 1975-Ende der WTG eine Augenoperation
unterlassen, Auge ist
nun blind.
Einer hat vor 1975 eine große Summe von der Bank aufgenommen im
WTG-1975-Glauben, es
nicht mehr zurückzahlen zu brauchen.
Die WTG betreibe autokratische Sektiererei. Der wirkliche Sturm treffe
die WTG erst
noch.
Wer nach 1975 von der WTG verlangt hatte, ihre Lehre zu
überprüfen, muß nun Angriffe und Rufmord über sich
ergehen lassen.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Glaubwürdigkeit der WTG
vollständig zerstört ist.
Bruder Botting,
der zusammen mit Raymond Franz für die WTG einst Literatur nach
Spanien schmuggelte:
Die WTG manipuliert die Menschen im Namen Gottes. Es gibt schreckliche
Geschichten, wie Personen unter der WTG in den Selbstmord getrieben
wurden. Von der WTG muß eine Generalamnestie verlangt werden, was
ihre Ausschlüsse betrifft.
Es wird der Rücktritt von Präsident Franz verlangt, er sei
ein alter Mann. der die
Welt noch beeindrucken will. unfähig, sein eigenes Geschick zu
kontrollieren, gefangen in
seinem eigenen Rat
Bruder John Poole:
Mußte die Organisation verlassen, da die Wirklichkeit seinen
Glauben an
die Chronologie, Prophetie und Endzeit der WTG zerstörte. Das
führte ihn dazu, die
Organisation selbst zu überprüfen:
"Ich war schockiert! Ich wurde richtig hinausschockiert!"
Jeanne M. Mavia aus
Seattle:
"Die WTG-Führung verdiene kein Vertrauen als
verläßlicher
Führer durchs Leben."
Nach 38 Jahren WTG-Zugehörigkeit;
Wir waren aufrichtig, wir würden gestorben sein dafür.
Zweifel kamen
wegen Diskrepanz zwischen Lehre und Praxis. Sie wollten besser sein als
die anderen und
waren es nicht. Es gab wie woanders Unmoral, Ehebruch, Trunkenheit,
unerfüllte
Prophezeiungen. 1975 wurden Häuser und Geschäfte verkauft.
Bis 1980 haben sie nicht
zugegeben, daß 1975 Falschlehre war, Vater wurde darob
geisteskrank. Wir sind in der
Organisation geblieben und haben Katze und Maus gespielt, um die
anderen zu bewegen,
Schluß zu machen, wegzugehen. Dann gingen wir öffentlich in
die Zeitungen gegen die WTG.
Die ZJ müssen die Organisation verlassen, selbst wirklich in der
Bibel lesen und nicht
auf die Auslegungen der Organisation vertrauen.
Bruder Chuck Evenson:
"Die WTG ist eine autoritäre Organisation, die Abweichung keiner
Art duldet. Den Zeugen wird über und über gesagt, daß
sie allein die wahre Kirche sind,
daß nur die leitende Körperschaft in Brooklyn die Wahrheit
hat. Unabhängiges Denken
wird als Sünde betrachtet. Ich habe "keinen Zweifel, wenn den
Zeugen Jehovas von
Brooklyn gesagt wird, nach Phönix zu kommen, um sich auf
Harmagedon vorzubereiten, sie
würden zu Millionen kommen."
Bruder James Penton:
"Wir hassen die Zeugen Jehovas überhaupt nicht, wir hassen, was
die Hierarchie der WTG tut, wir stellen sie bloß, und die
Sprache, die wir verwenden, ist
weit weniger hart als die schrecklichen Dinge, die sie über andere
Kirchen in der
Vergangenheit gesagt haben.
Sie waren immer schnell, die Katholiken, Protestanten und Juden zu
verdammen. Was du säst, mußt du ernten,"
Bruder Richard Rawe:
"Die leitende Körperschaft der WTG ist religiös korrupt und
ungerecht. Anstatt die lokalen Organisationsführer zu instruieren,
Liebe und Vergebung zu
üben und nicht richterlich zu sein, wie die Bibel sagt, verlangt
die Leitung, bei anderen
Gliedern zu spionieren, um 'böse Wege zu korrigieren' und
'böse Samen auszureißen'. Es
werde ausgeschlossen, wo zu viele Fragen gestellt werden."
Bruder James Penton.
jetzt Prof. für Geschichte und religiöse Studien,
Universität
Lethbridge, Alberta, Kanada und Präsident der
nationalenkanadischen Gesellschaft für
Kirchengeschichte:
"Es erinnert mich an die Puritaner in England, sie kämpften
für
religiöse Freiheit in England und erhängten Leute in den USA,
weil sie Hexen und Quäker
waren."
-CVN-
EDLER GESINNT SEIN UND
PRÜFEN APG 17:11
DER WACHTTURM
WIR PRÜFEN DEN WT NR. 17/1987
TITELBILD; Spiritismus - Wie Gott ihn beurteilt
Mit der Behauptung "in der ganzen Welt wächst das Interesse am
Spiritismus" und mit dem Hinweis auf die Millionen, die das in USA und
England
betrifft, beginnt der WT schon mit einer Verfälschung der Lage.
Diese beiden Länder und
einige andere sind in keiner Weise die ganze Welt, ganz abgesehen von
unserem Land. Wo
willst du denn hier gegen Spiritisten predigen! Natürlich sollen
Christen keine
Spiritisten oder Okkultisten sein. Damit rennt der WT offene Türen
ein. Interessant ist,
daß der WT dazu auch "außersinnliche Wahrnehmung" rechnet!
Okkult heißt
verborgen oder geheim. Für Christen kommt in der Tat nichts
Außersinnliches oder
Übernatürliches mehr in Frage. Keine solche "Gaben" mehr.
Für sie bleiben
"Glaube. Hoffnung und Liebe" allein, l. Kor. 13:13. Danach muß
jedoch die
leitende Körperschaft der WTG selbst des Okkultismus beschuldigt
werden, hält sie doch
ihre Sitzungen im verborgenen, hinter verschlossenen Türen, im
geheimen oder okkulten ab.
Kein Außenstehender kann die Sitzungsprotokolle einsehen. Wenn l.
Kor, 13:13 auch für
sie gilt, wie bekommt dann die LK ihre "Wahrnehmungen", die sie da als
"von
Gott" ausgibt? Läuft das bei der Geheimhaltung oder dem
Okkultismus ihrer Sitzungen
nicht auch auf einen Spiritismus (spirit = Geist), ein
"übersinnliches
Wahrnehmen" hinaus, wenn l. Kor. 13:13 gilt? Die als "immer helleres
Licht"
ausgegebenen endzeitlichen Falschprophetien der WTG würden hier
allerdings beweisen, daß
sie nur ein Menschenwerk betreibt. Sie sollte hier besser nicht nur mit
dem Finger auf
andere zeigen, Matth. 7:3.
Die beigefügte
Geschichte der Lintina van Geenen ist ein zusätzlicher
Bumerang für die WTG. Da Jesus sagt "niemand kommt zum Vater als
nur durch
mich" (Joh. 14:6), ist die ganze Geschichte eine Täuschung und
Selbsttäuschung:
Nicht mit einem Gedanken, einem Wort oder nur einer Silbe spielt Jesus
in dieser
Geschichte der am Ende "gutsituierten Dienerin Jehovas" auch nur die
geringste
Rolle! So ist sie durch die WTG in Wirklichkeit nicht zu Gott gekommen.
Die ganze Geschichte ist unchristlich.
STUDIENARTIKEL; "Eine
Zeit zum Reden" - Wann?
Kommen wir ohne Umschweife zum Kern der Sache: Die WTG verlangt hier
nichts Geringeres als das Brechen von Eiden,Berufsgeheimnissen,
Gesetzen des Staates und
damit auch Staatsgeheimnissen. Und zwar, dann, wenn es um ihre
Organisation geht.
"Auch wenn die weltliche Obrigkeit Schweigepflicht" fordert. Dafür
sollst du
dann in Kauf nehmen, deine Arbeitsstelle zu verlieren, gerichtlich
belangt zu werden,
rechtliche Schwierigkeiten zu bekommen und "die Privatsphäre eines
anderen
auszuspionieren", was zwar nicht das Ziel wäre, wie der WT blufft,
aber immerhin die
Methode, muß man sagen. Den Opfern solcher Spionage wird gedroht,
sich nicht zu
"rächen" oder solche Spione anzuzeigen. Das ist der nackte Inhalt
dieses
Artikels, der eine weitgehend ausführlichere Überprüfung
verlangt, als sie hier
vorgenommen werden kann. Dies wird an anderer Stelle vorgenommen, denn
die WTG
überschreitet hier für einen Christen gar die Gesetze der
"weltlichen
Obrigkeit", des Staates, wo das befolgt wird.
Hier nur soviel dazu: Apg. 5:29, "man muß Gott mehr gehorchen ..." wird hier verantwortungslos mißbraucht, denn das bezieht sich nur auf ein Verbot des Evangeliums, in keiner Weise auf das genannte WTG-Verlangen. Und es ist eine "mit glatten Worten" betriebene "Täuschung der Herzen der Arglosen" (Römer 16:18), wenn der WT sagt, "Christen sind zwar nicht verpflichtet, das mosaische Gesetz zu halten, doch seine Grundsätze finden in der Christenversammlung immer noch Anwendung", man müsse also Eide brechen, Berufsgeheimnisse verraten, Gesetze des Staates brechen und für die Organisation spionieren, wo sie das verlangt, "um sie rein zu halten". Wenn ein Gesetz nicht mehr gilt, seine Grundsätze aber doch angewendet werden, so gilt es eben doch noch! Man muß wirklich arglos und naiv sein, um das nicht zu sehen.
Dieser WT-Artikel wäre gar etwas für den Staatsanwalt, für die Landesjustiz, stellt sich doch die WTG hier in bestimmten Rechtsfragen über Landesgesetze, ärztliche und amtliche Schweigepflichten. Personen- und Menschenrechte. Eine Art "Staat" im Staate. Vergleichsweise würde das gar eine Brechung des priesterlichen Beichtgeheimnisses bedeuten, denen WTG-"Älteste" ja nicht gleichen. Die Sache ist brisant! -
STUDIENARTIKEL: Auf der
Hut vor "Frieden und Sicherheit" von
seiten der Nationen
und Vertraue auf Jehova, nicht auf eine "Verschwörung"
Der Artikel richtet sich wieder gegen die Vereinten Nationen.
Desgleichen gegen die Geistlichkeit, d. h. alle Pfarrer, Priester und
Bischöfe, Prediger
usw., aller anderen Kirchen und Gemeinschaften. Schauen wir uns die
entsprechenden
feindlichen WT-Angriffe an.
Die "Vereinten Nationen" würde "Milliarden von Menschen
hinters Licht führen". Sie seien das 1945 "aus dem Abgrund"
gekommene
„scharlachfarbene wilde Tier", eine "Weltverschwörung gegen Gott
und seine
Zeugen", sie würden sich "wie ein wildes Tier" gegen das
"Weltreich
der falschen Religion wenden und sie zu Tode bringen", sie seien "eine
Verschwörung der politischen Mächte des vom Teufel
beherrschten Systems der Dinge".
Die "Hure" Geistlichkeit, die "schamloserweise" auf dem
"Tier" sitze, werde von diesen "wütenden Exgeliebten, ihren
politischen
Liebhabern", ergriffen und hingerichtet. Die "menschlichen
Friedenspläne
scheitern" und die WTG werde weiterhin "Warnungen"
veröffentlichen, damit
sich kein Leser "durch die künftige anmaßende Proklamation
'Frieden und Sicherheit'
von seiten der Nationen ... täuschen" läßt.
Vereinte Nationen als
Verschwörung und Täuschung von Milliarden
Menschen, das ist auch Angriff und Verleumdung der Innen-, Außen-
und Friedenspolitik der
DDR, die ein tragendes Mitglied der Vereinten Nationen ist.
Darüber müssen sich die ZJ
der WTG hier klar werden. Das ist keine politische Neutralität.
Das ist in diesen Fragen
Obrigkeits- bzw. Staatsfeindschaft.
Das ist die Fortsetzung der bisherigen WT-Politik der Schaffung und
Aufrechterhaltung entsprechender Feindbilder. Und die DDR als
UN-Mitglied trägt auch die
Menschenrechtspolitik der UN in Religionsfragen mit. Darum sind die
Bezichtigungen der
Geistlichkeit als "Hure", "schamlos", und der Regierungen als
"Exgeliebte" usw. In jedem Land auch Angriff und Verleumdung der
Bündnis- und
Kirchenpolitik der DDR.
Auch darüber
müssen sich die ZJ hier klar sein. Das hier alles als
unpolitisches und neutrales Evangelium beibringen?
Was den schon 100jährigen WTG-Schwindel mit dem "Tier" und
"Friede und Sicherheit" betrifft, das lese man in CV 73 und CV 200
dokumentiert
nach, die noch nachgefordert werden können, wenn jemand ehrlich
das Für und Wider
prüfen will. -
-D.P.-
SIND JEHOVAS ZEUGEN
WIRKLICH ZEUGEN DER WAHRHEIT? (II)
2. IHNEN FEHLT JEGLICHE GÖTTLICHE LEGITIMATION'
Der Grund für ihr diesbezüglich verantwortungsloses Handeln
ist der;
Da es der Leitung der Wachtturm-Gesellschaft an jeglicher
göttlicher Legitimation fehlt,
verhalten sie sich ihren Brüdern und Schwestern gegenüber in
Wort und Tat so, als
hätten sie absolute göttliche Autorität.
Aufgrund einer ständigen Einprägung der Lehre von ihrem "klugen und treuen Knecht" (einer Gehirnwäsche gleich), lassen sich ihre Brüder und Schwestern das Verhalten der Leitung gern gefallen, ohne auf den Gedanken zu kommen, diesen Machtanspruch anhand der Heiligen Schrift einmal zu überprüfen. Wenn aber jemand, wie in diesem Fall, eine derartige Macht beansprucht, über ewiges Leben oder ewiges Verderben zu entscheiden, dann hat nicht nur jedermann das Recht, sondern geradezu die Pflicht, nach der göttlichen Beglaubigung zu fragen!
Diesbezüglich wird uns in der Heiligen Schrift gezeigt, daß, wenn Gott unter den Menschen etwas Neues oder Besonderes tat, er die von ihm gesandten Boten in besonderer Weise bestätigte. Er tat dies mit einem Abraham gem. l. Mo. 21,22-24, Ebenso mit seinem Sohn Isaak nach I. Mo. 26,26-31. Und wer wüßte nicht um die Geschichte mit Jakob, wie Gott ihn im fernen Lande bei seinem Schwiegervater Laban segnete. Die Propheten, durch die Gott etwas Außerordentliches reden oder tun ließ, wurden von ihm unmißverständlich beglaubigt. Da sind all die Zeichen und Wunder, die er durch Mose wirkte. Auch die ihm folgenden Propheten wurden in Sonderheit bestätigt. Als dann die Zeit des Alten Bundes erfüllt war und der Neue Bund seinen Anfang nahm, wurden sowohl der Sohn Gott als auch die Apostel öffentlich von Gott durch Zeichen und Wunder legitimiert, wie dies in Apg. 2.22 und Hebr. 2.1-4 zu lesen ist. Da wir es mit dem gleichen Gott zu tun haben, entsteht doch zwangsläufig die Frage: Sollte er es nun nach fast 2 000 Jahren nicht in ähnlicher Weise getan haben, da doch, nach Meinung der Zeugen Jehovas, die Aufrichtung der Wachtturm-Gesellschaft mit Ausnahme der "Menschwerdung" Jesu Christi größer als alles bisher Dagewesene ist? Eine Beglaubigung ihrerseits durch Gott hätte in dem Jahrhundert ihrer Entstehung schon deswegen stattfinden müssen, weil in jener Zeit noch andere Gruppen von sich reden machten und den gleichen Anspruch erhoben.
Da sind die Adventisten, die Mormonen, die Katholisch-Apostolischen Gemeinden, die Neuapostolen u. a. Doch ihnen allen fehlt wie den Zeugen Jehovas das "da" Gottes. Keine von ihnen kann auch nur eine annähernde Bestätigung nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift aufweisen.
3. SIE HABEN SICH
EINDEUTIG ALS FALSCHE PROPHETEN ERWIESEN
Es ist eine unabwendbare Tatsache, daß sich Prediger, die etwas
Besonderes verkündigen wollen, aber von Gott weder gesandt noch
bestätigt wurden, nur in
Irrlehren verlaufen können. Dies ist dann auch bei den Zeugen
Jehovas in reichlichem
Maße geschehen bezüglich der Berechnungen der Wiederkunft
Jesu bzw. der Aufrichtung des
Reiches Gottes auf Erden. Heute will man von all diesen
Fehlschlägen jedoch nichts mehr
wissen. Entweder werden sie verdreht oder gar geleugnet.
Ihre eigenen älteren Schriften legen allerdings ein beredtes Zeugnis von all den verbreiteten falschen Lehren ab. Nicht nur das. In Amerika existiert heute noch ein Gebäude, das von ihnen für das Jahr 1925 hergerichtet worden war, in das Abraham, Isaak und Jakob einziehen sollten, weil sie nach der Blamage von 1874 und 1914 nun für jenes Jahr die Auferstehung dieser Erzväter und die sichtbare Aufrichtung des Reiches Gottes auf Erden erwarteten.
Die letzte
diesbezügliche Enttäuschung erlebten sie im Herbst des
Jahres 1975.
Das Wort Gottes sagt dazu, daß, wenn jemand im Namen Gottes etwas
prophezeit und es erfüllt sich nicht, dieser ein Lügenprophet
ist, auf den niemand
hören sollte - 5. Mo. 18:20-22. So, wie diese Lehren nicht dem
Willen Gottes und seinem
Wort entsprechen, verhält es sich mit noch vielen anderen
grundlegenden Lehren von ihnen.
-H.S.-
RICHTIGSTELLUNG
JETZT RADIO FREIER WACHTTURM USA
Unter dieser Überschrift veröffentlichten wir in unserem
Artikel
"Christus starb doch an einem Kreuz!" in CV Nr. 213, S.4, April 1987
aus einer
Zeitschrift ehemaliger Zeugen Jehovas in den USA, Comments from the
friends, folgenden
Ausschnitt:
"... Sie haben auch einen internationalen Informationsdienst,
genannt 'Radio' Free Watch Tower ('Radio' Freier Wachtturm), ins leben
gerufen ..."
Wie wir jetzt aus gut unterrichteten Kreisen erfahren haben, handelt es
sich dabei nicht um einen Rundfunksender, sondern um eine Art
"Kummertelefon"
für ehemalige Brüder, die sich mit ihren besonderen Problemen
an die bestimmte Rufnummer
wenden können. -CV-Redaktion-
LÄUFST DU WIE EIN
„MIETLING" DAVON?
l. DA der "ZJ" etwas bringt (die WTG-Lehren), was angenommen
werden soll, muß er einverstanden sein, daß dazu Fragen
gestellt werden, Zweifel
geäußert werden dürfen. Entgegenstehendes erörtert
wird, Widersprüche geklärt,
Bedenken ernst genommen werden, d. h., daß die Sache auf
Glaubwürdigkeit geprüft wird.
WENN der "ZJ" ein Christ
sein will. Worauf er Anspruch erhebt,
dann muß er biblische bzw. christliche Methoden auf seine eigene
Sache ebenfalls anwenden
lassen.
MAN sollte einräumen, daß ein "ZJ" solche kritischen Fragen
selbst an seine Lehrer nicht stellt, glaubt er doch, sie stünden
außer Frage. Man muß
aber darauf bestehen, daß das für einen Außenstehenden
nicht so ist und sein kann, daß
er hier die Pflicht hat, die Glaubwürdigkeit dessen, was er
predigt, erst nachzuweisen
und sich kritischen Fragen dazu zu stellen.
EIN Außenstehender
muß das unbedingte Recht haben, alles vorzubringen,
was für ihn gegen die WTG-Glaubwürdigkeit zu sprechen scheint
oder spricht, und darauf
eine konkrete Antwort zu erhalten.
Die christlichen Grundsätze, auf denen man dafür beharren
muß, sind:
LUKAS 14:28-30 - Wer einen "Turm" bauen will muß zuvor die
Kosten überschlagen, die auf ihn zukommen, also auch den
"Wachtturm".
l. PETRUS 3;15 - Bereitschaft zur Rechenschaft vor jedem, der dies
fordert.
2. ES kommt nicht darauf
an, WER etwas sagt oder vorbringt. Es kommt
aber darauf an, WAS vorgebracht wird, was gefragt wird.
ALSO die Person spielt keine Rolle, ob Freund oder Feind, Gegner oder
Verbündeter, Bekannter oder Unbekannter, groß oder klein.
DAS HEISST: "Nicht die Person ansehen".
DIE biblischen bzw. christlichen Grundsätze dafür sind:
5. MOSE 1;17; SPRÜCHE 24;23; APOSTELGESCHICHTE 10:34; RÖMER
2:11;
EPHESER 6;9; JAKOBUS 2:1, l. PETRUS 1:17;
3. EINEM "ZJ" muß,
da er Christ sein will, abverlangt werden
und abverlangt werden können, daß er sich mit dem
auseinandersetzt, was Interessierte
fragen oder kritisch vorgebracht wird. Denn nach christlichem
Verständnis muß er bereit
sein, den "Kampf zu kämpfen" mit allem, was, entgegensteht oder
entgegenzustehen scheint, weniger seinetwegen als deretwegen, die
gewonnen werden sollen.
Der "ZJ" muß sich also den Problemen stellen, um "das Feld zu
behaupten".
DER christliche Grundsatz hierfür ist
EPHESER 6:13 über den Glaubenskampf.
4. EIN "ZJ" muß sich insbesondere diesem Kampf stellen, wenn seiner Meinung nach ein "Wolf" in Erscheinung tritt, wie auch immer, um ein "Schaf" zu "rauben" oder zu hindern. Wenn er vor "wölfischen" Sachargumenten - da es kein Ansehen der Person geben darf - davonläuft und den Interessierten oder Fragenden im Stich läßt, dann gleicht er dem "schlechten Hirten" oder "Mietling". Er kann dann nicht als Christ betrachtet werden, sondern bestätigt damit nur eine WTG-Unglaubwürdigkeit.
DAS Gleichnis Jesu vom
"Mietling" findet
sich in JOHANNES 10:11-13.
WENN ein "ZJ" nicht bereit ist, sich auf diese biblischen bzw. christlichen Grundsätze mit einem Gesprächspartner einzulassen, dann gibt es für ein sachliches Gespräch keine gerechten Grundlagen, da der "ZJ" dann nur eine "Splitter"-Suche bei anderen betreibt (MATTHAUS 7:3).
WAS er bringt, muß
sich vielmehr nach l. THESSALONICHER 5:21 der
Prüfung stellen: "Prüfet alles, das Gute haltet fest".
Das darf einem Außenstehenden oder Interessierten bei Strafe der
eigenen Unglaubwürdigkeit nicht verwehrt werden.
NACH diesen biblischen und christlichen Grundsätzen muß ein
"ZJ" also bereit sein, auf alle Fragen, Kritiken und Gegenargumente
einzugehen
und konkret zu antworten, selbst wenn sie von vermeintlichen
"Wölfen" -
mündlich oder schriftlich - vorgebracht werden, da es um die
"Schafe" geht.
Mehr, der "ZJ" müßte als "rechter Hirte", der er sein will
oder
soll. im Interesse der zu suchenden "Schafe" eigentlich im voraus
konkret über
die "wölfischen" Argumente, die da "einzubrechen" drohen,
informiert
sein.
DIE hierzulande in Frage kommenden Schriften und
Werke, über die zuvor
informiert zu sein, eigentlich unerläßlich ist, sind in
erster Linie die Zeitschrift:
„CHRISTLICHE VERANTWORTUNG",
die Dokumentation:
"DIE ZEUGEN JEHOVAS",
Urania Verlag 1970.
NATÜRLICH geht CV davon aus, daß die Tatsachen, die gegen
die
WTG-Lehren sprechen, unwiderlegbar sind, und dem persönlich
ehrlichen "ZJ"
letztlich selbst die Unglaubwürdigkeit der WTG-Lehren bewußt
machen, wenn dies zunächst
auch für den "ZJ" außerhalb der Vorstellung liegt. Die WTG
kennt diesen
Sachverhalt jedoch sehr genau und verlangt deshalb, daß ihre "ZJ"
die
CV-Schriften ungelesen verbrennen, wie etwa die
"Bücherverbrennung" nach den
Erfahrungen der Nazizeit keinem wohl ansteht! Was den einfachen "ZJ",
der die
Last der Tätigkeit "vor Ort" zu tragen hat, obendrein zum
"Mietling"
stempelt
HAST DU DAS GEWUSST?
DIE WICHTIGSTEN AUSZÜGE AUS DEM BRIEF DES RECHTSBERATERS DER WTG
IN BROOKLYN, OLYN R. MOYLE, AN WTG-PRÄSIDENT RUTHERFORD ÜBER
DIE GRÜNDE, DIE FÜHR IHN ZUM VERLASSEN DES BETHEL
FÜHRTEN, UND SEINE EXKOMMUNIKATION ZUR FOLGE HATTEN 21. Juli 1939
Lieber Bruder Rutherford:
Dieser Brief gibt Dir unsere Absicht kund, das Bethel am kommenden l.
September zu verlassen ...
DISKRIMINIERUNG
Wir verkünden der Welt, daß alle in des Herrn Organisation
gleich
behandelt werden. Du weißt, daß dies nicht der Fall ist.
Die Tatsachen können nicht
geleugnet werden. Nimm zum Beispiel den Unterschied zwischen den
Annehmlichkeiten, die Dir
und Deinen persönlichen Mitarbeitern zur Verfügung stehen im
Vergleich zu dem, was
einigen der Brüder zur Verfügung steht. Du hast viele
Wohnungen, nämlich Bethel, Staten
Island, Kalifornien usw. Ich bin unterrichtet, daß sogar auf der
Königreichsfarm ein
Haus für Deinen alleinigen Bedarf und Gebrauch gehalten wird
während der kurzen Zeit,
die Du dort verbringst. Und was erhalten die Brüder auf der Farm?
Kleine Räume, ungeheizt während des bitter kalten
Winterwetters ...
SCHMUTZIGE UND GEHEIME
SPRACHE
Die biblischen Gebote gegen unsaubere und schmutzige Reden und Scherze
sind nie widerrufen worden. Es ist schockierend und widerlich, im
Bethel gemeine Reden und Schmutz zu hören.
Es wurde von einer Schwester bestätigt, daß dieses zu den
Dingen
gehört, die Du eingeführt hast. Das lauteste Gelächter
am Tisch bricht, los, wenn ein
schmutziger Witz die Runde macht und Deine Hosen sind nicht sauber ...
ALKOHOL
Unter Deinem Schutz hat eine Verherrlichung des Alkohols und eine
Verdammung absoluter Enthaltsamkeit als unziemend um sich gegriffen ...
im Bethel. Es
scheint dort eine ausdrückliche Politik zu sein, Neulingen den
Gebrauch von Alkohol
aufzuzwingen und denen, die nicht einwilligen, es zu spüren zu
geben. Es wurde die
Forderung erhoben: "Niemand kann ein wirklicher
Bethelit sein, ohne Bier zu trinken",
Du hast öffentlich
jene als prüde betitelt, die enthaltsam sind, und
damit Deinen Teil der Verantwortung auf Dich geladen für das
Bacchus-ähnliche Verhalten,
das Glieder der Familie aufführen ...
Es war nicht leicht oder angenehm, Dir diese Dinge zu schreiben und es
ist noch schwerer, diesen Protest wirkungsvoll machen zu müssen
durch Verlassen des
Bethel.
Wir verkauften unser
Heim und Geschäft als wir ins Bethel kamen in der
vollen Absicht, den Rest unseres Lebens an diesem Platz im Dienste des
Herrn zu
verbringen..
Möge der Herr Dich leiten und führen, Deine Mitbrüder
gerecht und
gütig zu behandeln, das ist mein Wunsch und Gebet.
Dein Bruder in des Königs Dienst
Olyn R. Moyle
„KRISE DES GEWISSENS
Lesergedanken zum Buch von R. V. Franz (2)
Mit der autobiographischen Schilderung seiner Erlebnisse und
Auseinandersetzungen zeichnet der Verfasser, vielleicht zum Teil
unbewußt, nicht nur sein
eigenes, sondern ein allgemein recht fragwürdiges, dabei sehr
widerspruchsvolles
Persönlichkeitsbild der von der Organisation unterhaltenen und
beschäftigten
"Zuteilungsnehmer", d. h. der WTG-Funktionäre und Agenten.
(Zuteilung ist einer
von vielen Verschleierungsbegriffen.
Er bedeutet
sinngemäß Auftrag. Bezahlte Funktionäre und Agenten der
WTG werden auch als Sonderpioniere mit Sonderzuteilungen bezeichnet.
Ihr sozialer Status
ist unterschiedlich. Es ist dazu zu lesen:
"Mitglieder der leitenden Körperschaft können ihren Urlaub an
Plätzen nehmen, von denen die meisten Menschen nur träumen
können".)
Die Ausführungen sind darüber hinaus insbesondere geeignet
die
Glaubwürdigkeit und Seriosität der WTG/ZJ insgesamt sowie
ihrer Ideologie und vor allem
der Personen, die letztere ausarbeiten, begründen, vertreten und
verkünden, ernsthaft in
Frage zu stellen. Ohne Zweifel ein sehr aufschlußreicher "Blick
hinter die
Kulissen" einer Organisation, die ideologisch immerhin den nicht gerade
bescheiden zu
nennenden Anspruch erhebt, als auserwählte Gesellschaft, auf der
Erde Vertreter des
Gottes Jehova zu sein. (Russell sprach von sich selbst als "Gottes
Mundstück".)
Betrachtet man diesen sachlich völlig unsinnigen Anspruch allerdings etwas tiefgründiger, so erkennt man, daß sich hinter ihm sehr handfeste materiell-ökonomische und besondere politische Absichten verbergen. Es liegt auf der Hand, daß man mit dem Angebot einer, wenn auch noch so ausgefallenen, neuen Ideologie und den Aufbau einer geeigneten Organisation, die deren Verbreitung und den dazugehörigen Absatz von Schriften aus einem eigenen Druckereiverlag sichert, vor allem ökonomische Gewinne erzielen kann. Das nicht unbeträchtliche Vermögen der WTG ist ausreichender Beweis dafür.
Das dieser Absicht übergeordnete Ziel dürfte allerdings die Einflußnahme auf das Bewußtsein einfacher und traditionsbedingt noch im religiösen Denken befangener Menschen sein, die von den etablierten Kirchenorganisationen bzw. deren Splittergruppierungen und ihrer Unfähigkeit, soziale Probleme zu lösen, enttäuscht und unzufrieden sind. Eine Zielgruppe, die man vor allem ideologisch erfassen und binden will, um sie von der Konsequenz weltanschaulichen - logischen Denkens und damit von einer weltanschaulich begründete Weltanschauung fernzuhalten.
Die damit verbundene
politische Zielstellung, arbeitende Menschen von
wirkungsvollen Aktionen für die Verbesserung ihrer
Lebensverhältnisse abzuhalten, oder
sie in ihren Aktivitäten und Initiativen zu hemmen, ist unschwer
zu erkennen. Eine
Zielstellung, die einerseits die Funktion der WTG als Stütze des
antihumanistischen
Weltsystems deutlich werden läßt und andererseits den
ausgeprägten Antikommunismus bei
gleichzeitiger antiklerikaler Einstellung verständlich macht, aber
in jedem Fall das
Märchen von unpolitischer Religiosität widerlegt.
-Ernst Aufrichtig
BETROFFENEN HELFEN - WAS
TUN?
Ohne Zweifel haben alle, die den Endzeitbetrug durchschaut haben, eine
christliche Verantwortung. Sie besteht darin, dem "Nächsten",
betroffenen
Mitmenschen, zu helfen, vom WTG-Einfluß freizuwerden und
darüber hinaus davor bewahren
zu helfen, diesem Einfluß zum Opfer zu fallen.
Sicher brauchen wir die
Konsequenzen dessen nicht näher zu betonen. Wir
kennen sie hinreichend. Betroffene erwarten nicht zu Unrecht die Hilfe
derer, die
entsprechende Erfahrungen haben. Wer könnte es sonst irgend
hinreichend tun? Wir fragen
uns, wie wir dem unter den verschiedenen Bedingungen gerecht werden
können.
Hilfe kann von unterschiedlichen Positionen aus gegeben werden. Denn
Erkenntnis - das kann nicht oft genug betont werden - ist absolut
zweitrangig. Obenan
steht die Liebe zu den betroffenen Mitmenschen als "Nächsten". Die
Reaktion der
Organisation sollte uns die letzte Sorge machen. Entscheidend ist
nicht, wer etwas sagt,
sondern was gesagt wird.
Es gilt kein Ansehen der
Person.
Nicht jeder kann und muß nun über die WTG Bücher
schreiben. Alle
können wir aber in unserem unmittelbaren oder mittelbaren Bereich
wirksam werden, vor Ort
sozusagen. Es gibt zahlreiche Ereignisse, Erfahrungen, Argumente und
Anregungen, die den
WTG-irregeleiteten ZJ vor Augen geführt werden können.
So kann man die kleine
örtliche oder regionale Kommunikationsform
entwickeln. Mit Schreibmaschine können entsprechende Briefe oder
Schriften in mehreren
Exemplaren gefertigt werden.
Was könnte der konkrete Inhalt solchen örtlichen Vorgehens
sein?
Es gibt viele
Anstoße, die sich aus einem echten, WT-unabhängigen
eigenen Bibelstudium ergeben und entsprechend verbreitet werden
können.
- Immer wieder gibt es neue Bücher und Veröffentlichungen
über die
WTG, die zumindest bekannt werden müssen.
- Die WT enthalten "neue Lichter", die beleuchtet werden
können und müssen.
- Presse, Rundfunk. Fernsehen und Literatur geben eine Vielzahl von
Anstößen auf die man die ZJ aufmerksam machen kann und
muß.
- Es gibt viele eigene und andere kritische Gedanken, die es wert sind,
festgehalten und als Anregungen weitergeben zu werden.
Keiner muß jedoch
mehr tun, als er verkraften kann. als sich möglich
machen läßt. Aber wo das Herz voll ist und der Mund
übergehen möchte, sollte man die
geeignete kleine örtliche Kommunikationsform entwickeln.
Natürlich muß damit gerechnet
werden, daß die Organisation alles tun wird, um die
Einflußnahme auf ihre Hörigen zu
verhindern. Aber selbst das kann auf eine geeignete Weise dazu dienlich
gemacht werden,
dieses Hindernis zu durchbrechen. Denn jeder ehrliche Zeuge muß
letztlich wissen, in
welcher Situation er sich befindet. Die Organisation möchte
natürlich jeden zum
Schweigen bringen oder verurteilen, der sie durchschaut hat. Das ist
ihre Stärke. Dies
ist jedoch immer weniger erfolgreich, wie die Entwicklung zeigt.
Dies sind lediglich Anregungen. Vielleicht ergeben sich örtlich
weitere
Überlegungen die freimütig übermittelt werden sollten.
ANMERKUNG
CV ist gerne bereit, alle Vorhaben dieser Art beratend zu
unterstützen.
LIEBE DEINEN
NÄCHSTEN - ODER?
Wir waren auf einer Rüste im Bez. Rostock. Diese wurde von den
Freikirchlichen Evangelischen Gemeinden durchgeführt.
Am ersten Abend stellte sich jeder vor, um uns kennenzulernen. Als wir
dran waren, sagten wir, daß wir 20 Jahre Zeugen Jehovas waren,
aber seit 4 Jahren der
jetzigen Gemeinde angehören. Der Name Zeuge Jehovas sagte den
Anwesenden etwas, denn die
meisten hatten schon mit ihnen zu tun gehabt. Wir wurden nun nicht mehr
in Ruhe gelassen und mit Fragen
bestürmt.
Alle beschwerten sich über die Zeugen. Sie wurden allgemein als lästig und aufdringlich bezeichnet. Nun, ihr Zeugen, ist das euer Auftrag? Ihr tut damit eurer Organisation nur schaden. Die Bibel spricht:
„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst".
Uns wurde dort ein Fall erzählt, der fast
unglaublich ist.
Es handelt sich um die 75jährige Frau Erna ... die in Sophienhof
wohnt. Ihre Kinder, bei denen sie wohnt, sind Zeugen Jehovas. Die
Mutter hingegen ist evangelisch.
Es wurde alles versucht, sie vom Glauben abzubringen, aber sie will
keine Zeugin Jehovas werden.
Als das Reden nicht half, wurden andere Maßnahmen ergriffen. Sie
wurde nun in jeder möglichen Situation geistig drangsaliert. Man
sagte ihr, wenn du keine Zeugin werden willst, wird ab sofort für
dich keine Wäsche mehr gewaschen. Das Bad und die Küche
darfst du auch nicht mehr benutzen. Sie erhält auch keine Kohlen
mehr zum Heizen. In die Kirche darf sie auch nicht mehr gehen. Auch das
haben die Kinder ihr verboten.
Als sie ihre Tochter in
K. besuchte, hat sie sich an den dortigen
Pfarrer gewandt mit ihren Sorgen und um Hilfe gebeten.
Bei ihrer Tochter in K. würde sie gerne bleiben, aber der Wohnraum
ist
zu klein.
Nun würde sie gerne in ein Altersheim ziehen. So, das wäre
es! -
Nun, ihr Ältesten, was sagt ihr dazu? Ihr meint,
es ist alles erlogen?
So überzeugt euch von dem Vorfall! Was aber sagt die Bibel dazu?
Ihr solltet sie doch
kennen? Darf diese Familie noch länger bei den Zeugen Jehovas sein?
Oder ist es ein Grund, den Mann wegen seiner Tatkraft zum Ältesten
vorzuschlagen?
-E.B.T.-.
AKTUELLES IN KÜRZE
ZEUGE JEHOVAS ERHÄNGT ...
Am Anleger Saarlandstraße am Osterbekanal (Barmbek) hat sich
gestern
morgen der Hilfsgärtner Hans-Jürgen S. (22) erhängt. Er
war Mitglied der Zeugen
Jehovas.
Seine Mutter sagt: "Mein Sohn. hat sich umgebracht, weil Mitglieder
seiner Glaubensgemeinschaft ihn beim Rauchen erwischt und
ausgestoßen' haben."
S. war noch nicht lange tot, als ein Spaziergänger ihn entdeckte.
Hans-Jürgen S. hing mit den Beinen knapp über dem Boden. In
der Tasche hatte er den Abschiedsbrief mit einem letzten Gruß an
seine Mutter«
Vera A. (46). eine schlanke Frau mit kurzen blonden Haaren:
"Hans-Jürgen schloß sich mit 19 Jahren den Zeugen Jehovas
an. Das hat ihn völlig verändert. Für ihn lohnte es nur
noch, für's Jenseits zu leben."
Die Mutter versuchte, ihrem Sohn das auszureden: "Jeder Mensch hat eine
Aufgabe ..."
Aber Hans-Jürgen S. sah seine Aufgabe aber nur noch darin,
schweigend am Hauptbahnhof zu stehen und eiligen Passanten demütig
die Jehova-Zeitschrift "Der Wachtturm" anzubieten. Er brach sogar seine
Lehre als Landschaftsgärtner ab.
Eines Tages kam er von
einem Gottesdienst im "Königreichsaal"
der Zeugen Jehovas an der Schellingstraße (Eilbek) völlig
erschüttert nach Hause. Seine
Glaubensbrüder hatten ihn beim Rauchen erwischt.
Die Mutter: "Er hat mir berichtet, daß sie ihn
rausschmeißen
wollten, denn rauchen ist bei denen streng verboten."
Gerhard Lienauer, führendes Mitglied der Zeugen Jehovas in Eilbek:
"Jede Religionsgemeinschaft hat ihre Maßstäbe. Das
Rauchverbot ist einer unserer
Grundsätze. Da muß sich jeder dran halten - oder die
Konsequenzen ziehen."
Hans-Jürgen S., der in der Religionsgemeinschaft völlig
aufgegangen
war, suchte Hilfe im psychiatrischen Landeskrankenhaus Lüneburg.
Er war so verzweifelt,
daß er sich volltrunken auf die Straße legte, um sich
überfahren zu lassen. Es kam aber
kein Auto.
Am letzten Sonntag suchte er noch einmal das Gespräch mit Gerhard
Lienauer, dem Zeugen Jehovas. Seine Mutter: "Danach war er sehr
deprimiert. Ging ohne
Abschiedswort aus dem Haus." Gestern morgen nahm sich Hans-Jürgen
S. das Seil.
Bild Hamburg, 21. 10. 1987
Klaus Knodt
AUS DER WELT DER ZEUGEN
MEIN LEBEN HÄTTE GLÜCKLICHER SEIN KÖNNEN [Technische
Einfügung. Die Vorlage dieses Abschnittes ist teilweise
unleserlich]
25 Jahre lang habe ich mich ganz hingegeben und so gelebt, wie es die
Ältesten von uns verlangen. Heute weiß ich, daß ich
viel versäumt habe. Ich habe auf
gleicher Lebensgrundlage geheiratet und doch bin ich von Anfang an sehr
unglücklich
gewesen.
.. die Brüder gaben nur die Verheißung; es ist nicht so
leicht zu Ende
gebracht. -
Vieles habe ich geopfert; meine berufliche Entwicklung und meine
Gesundheit, nur um
(jenes) Leben, das uns die Ältesten gezeigt haben (zu
führen). Als
Kind hineingewachsen, war es mir nicht möglich, eine kritische
Meinung zu den Vorgängen
innerhalb der Gemeinschaft zu gewinnen. Einen Bekanntenkreis
außerhalb der Gemeinschaft
konnte ich mir nur sehr schwer aufbauen, da ich alle anderen Menschen
immer wieder als
verloren ansah, da sie ja nicht erwählt sind. Und so war ich bei
Kontakten stets erhaben,
die bessere Lehre zu besitzen, was natürlich auf andere Menschen
aus heutiger Sicht
abstoßend wirkt.
Heute bin ich einsam.
Ich weiß nicht wohin. Soll ich die Gemeinschaft
verlassen? In ihr finde ich keine Ruhe mehr. Und außerhalb
weiß ich nicht, wohin ich
mich wenden soll. Bitte gebt mir über die Zeitung CV eine Antwort,
was ich tun könnte.
Euer Zeuge W. aus W.
CV-Antwort:
Bei uns sind Brüder und Schwestern, die alle einmal in der
gleichen
Situation waren. Wir helfen Dir!
Wir kommen zu Dir oder Du kannst zu uns nach Gera kommen.
Schreibe uns, wir antworten sofort.
„Christliche
Verantwortung": Herausgeber Henry Werner; DDR
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Gewerbe,
Gera