Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG BEGRÜNDET 1959
VON WILLY MÜLLER, GD, GERA/THÜR, DDR
NR. 137 GERA 1980
WEIHNACHTEN? - SELBSTVERSTÄNDLICH!
WTG-Einwände ohne Belang
WTG-KONGRESSE 1980
Was sagt CV dazu ?
SEI WACHSAM
Neue-Welt-Ende-Prophezeiung
WAS GESCHIEHT MIT DEINER SPENDE
WTG unterstützt BRD-Schwindelkurs
"Es ist lobenswert, wenn jemand etwas spendet, um anderen zu
helfen", und weiter heißt es im Erwachet vom 8. August 1980: "Aber es lohnt
sich auf jeden Fall, gründliche Überlegungen anzustellen, bevor man etwas spendet
Wie wahr, welch goldene Worte!
Wie sieht es aber in der Praxis aus?
Es wird Geld gespendet in den Versammlungen, sehr viel Geld, es sind
Millionenbeträge.
Was geschieht nun mit diesem Geld?
Die WTG braucht es, und will es haben, aber sie braucht es nicht nur in
der DDR, sondern hauptsächlich in der BRD. Es muß also irgendwie über die Grenze.
Irgendwie heißt das, es muß gegen bestehende Gesetze verstoßen werden,
es müssen Menschen benutzt und in Gefahr gebracht werden.
Weiß das die WTG? Sie weiß es!
Aber sie will das Geld, auch um den Preis der Freiheit der Kuriere und
der Ängste, und Sorgen der Kurierfamilien.
Was macht sie nun aber mit dem Geld, das illegal über die Grenze
verschoben wurde? Kauft sie Maschinen oder Druckpapier damit, bezahlt sie die Rechnungen
mit Deiner Spende?
Nein, das tut sie nicht und kann sie auch nicht. Sie behält einen kleinen
Teil des Geldes für sich, um damit ihre BRD-Funktionäre und Kuriere, die in die DDR
reisen, illegal auszustatten. Den großen Teil aber bringt sie in Wechselbanken und
tauscht Deine Mark zum Schwindelkurs von 1:5 ein. Nun ist Deine Mark nur noch 20 Pfennig
für die WTG wert. Um aber genau so ein gutes Schaf wie Deine westdeutschen Geschwister zu
sein, müßtest Du also 5 mal soviel spenden wie sie.
Findest Du das recht?
Aber Du müßtest noch mehr spenden, um ein gutes Schaf zu sein, denn
vergiß nicht, daß doch viele Kuriere ihr Ziel nicht erreichen konnten. Soll die WTG den
Schaden tragen?
Wußtest Du, daß Du mit Deinen Spenden den Schwindelkurs mit aufgebaut
hast, und daß Du ihn durch weitere Spenden stützt? Wußtest Du, daß die WTG Dich zum
Komplicen von kriminellen Elementen damit macht?
Wußtest Du, daß Du mit Deinen Spenden mit Voraussetzungen schaffst, die
unserem Land großen Schaden bringen?
Wußtest Du das alles?
Wie heißt es sehr richtig im Erwachet vom 8. August 1980, Seite 15?
"Aber es lohnt sich auf jeden Fäll, gründliche Überlegungen
anzustellen, bevor man etwas spendet, selbst wenn der Spendenaufruf im Namen der Religion
erfolgt."
WEIHNACHTEN?- SELBSTVERSTÄNDLICH!
WTG-Einwände ohne Belang
"Gesegnete Weihnachten! "Stille Nacht, heilige Nacht" -
"Mein Weihnachtslied." Mit diesen Wünschen, Bekenntnissen und Themen wurde u.a.
von der WTG im "Goldenen Zeitalter im Dezember 1925 das Weihnachtsfest gefeiert. Es
war eines der letzten Reste des christlichen Erbes von C.T. Russell, des Begründers der
WTG. Unter seinem Nachfolger J. F. Rutherford wurde jedoch begonnen, diese christlichen
Elemente aus dem Glauben zu entfernen, sie zu dämonisieren und zu verteufeln und im
Bewußtsein der Zeugen Jehovas gründlich zu zerstören. Ein Hauptzweck dabei war, durch
gründliche Zerstörung aller Brücken, hinter den Zeugen Jehovas zu verhindern, daß sie
jemals zu den anderen Christen zurückfinden könnten, oder sich ihnen anschließen
könnten, oder einen Anlass hätten, den WTG-Kampf gegen sie eines Tages nicht mehr
mitmachen zu wollen. Bei einem derartigen in Wahrheit antichristlichen Auftreten (2. Kor.
11:20, Menge, Zink) werden naturgemäß verantwortungsbewußte Christen auf den Plan
gerufen. Hier kann man nicht tatenlos zusehen und "stillehalten", wird doch, ein
förmliches Trommelfeuer Jahr um Jahr seitens der WTG gegen Weihnachten losgelassen.
Einige notwendige Antworten
1. Nicht über das hinaus, was geschrieben steht
Eine Feier oder ein festliches Begehen der Geburt Christi ist in der
Schrift nirgends verboten. Ein Verbot geht also über das geschriebene Wort hinaus. Jedes
Hinausgehen über das geschriebene Wort ist dem Christen vielmehr verboten. (1. Kor. 4:6).
2. Ein Vorbild
Die Geburt Christi wurde nach Lukas 2:8-14 sogar durch eine "Menge
himmlischer Heerscharen" mit einem Lobpreis Gottes gefeiert! Christen haben hier also
sogar ein biblisches Vorbild!
3. Sogenannte heidnische Geburtstagsfeiern. Wenn Geburtstage auch von
sogenannten Heiden oder Nichtchristen gefeiert werden, so ist dadurch das Vorbild der
Feier der Geburt Christi in Lukas 2:8-14 weder berührt noch außer Kraft gesetzt.
Vorbilder können von anderen nicht außer Kraft gesetzt werden.
4. Geburtstagsverbrechen
Wenn an ihren Geburtstagen andere Verbrechen begingen, wie Pharao, der zu
seinem Geburtstag den Bäcker aufhängen ließ, oder Herodes, der zu diesem Anlaß
Johannes den Täufer enthaupten ließ so spricht dieser Mißbrauch des Anlasses ebenfalls
nicht gegen einen christlichen Gebrauch und kann Lukas 2:8-14 nicht außer Kraft setzen.
Die Feier der Geburt Christi "im Himmel" fand dessen ungeachtet statt.
5. Das Geburtsdatum
Die historische Ungenauigkeit des Datums der Geburt Christi ist
unbedeutend. Es ist in der Schrift nicht überliefert. Das Vorbild von Lukas 2:8-14 wurde
und wird nicht berührt .
6. Geschäftemacherei und Allotria
Wenn durch Geschäftemacherei und Allotria zu Weihnachten der Geburtstag
Christi entwürdigt wird, so ist damit die Würde der Sache selbst nicht berührt. Auch
eine unwürdige Teilnahme an der Gedächtnismahlfeier setzt bekanntlich die Feier selbst
nicht außer Kraft.
7. Das Kreuz Christi
Da das Kreuz zu Weihnachten auch in den Blickpunkt kommt: Es ist
nachgewiesen, daß Christus in der Tat am Kreuz starb. Er trug zwar nur einen Pfahl
(stauros), und zwar den Querbalken des Kreuzes, Der Stamm war schon eingerammt, an dem er
dann am Pfahl angebunden oder angenagelt, emporgezogen wurde, so daß er am Kreuz hing.
8. Der Weihnachtsbaum
Er war ursprünglich ein Symbol der Sonnenwendevolksfeste im Dezember, ab
wann die Sonne wieder höher steigt. Er wurde im Zuge der Christianisierung übernommen,
etwa seit dem 4. Jahrhundert. Im 30jährigen Krieg (1618 - 1648) gab es sogar ein
kirchliches Edikt gegen den Baum. In Berlin an der Spree wird er etwa seit 300 Jahren erst
verwendet. Die Verwendung anderer Elemente im Glauben ist biblisch nichts Ungewöhnliches.
In dem mosaischen Glauben wurden Elemente des früheren Stierkultes übernommen, den die
Bevölkerung zuvor betrieb. So wurde der Tempel Salomons mit Rinder- oder Stierfiguren
geschmückt für die Anbetung Gottes. Auch bei der Darstellung der Cherubim wurde ein
Stiergesicht eingefügt. 2. Mose 32:4, 1. Könige 7:25,44, Hesekiel 1:10. Die
Weiterverwendung des Baumes zu Weihnachten ist daher ebenfalls nichts Anstößiges. Es ist
keine Entweihung der Person Christi, Christus hielt es sogar für gut, wenn andere, die
ihm nicht nachfolgten, in seinem Namen böse Geister austrieben. Markus 9:3841.
So ist der Baum in seinem Namen auch nicht schlecht. Nichts, was an
Christus erinnert und mahnt, ist schlecht.
9. Geschenke
Auch zur Geburt Jesu in Bethlehems Stall wurden Geschenke dargebracht.
Matthäus 2:11,12. Dies wurde nicht verurteilt. Im übrigen sind Liebesgaben eine Frucht
des Geistes. Wenn gar im Zeichen des Weihnachtsfestes der Geburt Christi durch Geschenke
Freude bereitet wird, Menschen aneinander denken, zueinanderfinden, Friede gestiftet wird,
dann gehört das zu dem Schönsten, was im Namen Jesu geschehen kann.
10. Im "geteilten Haus"
Der christliche Nicht-ZJ-Partner oder andere Partner tut und verlangt
nichts christlich Verbotenes, wenn er Weihnachten feiert. Der Widerstand leistende
ZJ-Partner handelt unchristlich. Dessen ungeachtet kann von dem ZJ-Partner verlangt
werden, daß er das Weihnachtsfest des Partners respektiert und sogar äußerlich
mitgestaltet. Eine Weigerung muß als Fanatismus bezeichnet werden. Selbst eine
Fahnenzeremonie kann ein ZJ ja äußerlich mitmachen und mitgestalten, wie bekannt ist.
Der Anti-Weihnachtsfanatismus in einem "geteilten Haus" ist also wie
Hausfriedensbruch.
11. Als Friedensfest
Andere mögen das Weihnachtsfest nur als Friedensfest feiern. Christus kam
auch als "Friedensstifter" zur Welt, in die Welt zu allen in der Welt, für alle
in der Welt. "Friede auf Erden" war der Ausruf zur Geburt Christi. Der
Geburtstag Christi ist ein Friedensfest. Wer auch immer dies anerkennt, ist nicht wider
Christus, sondern wirkt für ihn. Markus 9:38-40.
12. Wider den Richtgeist
"Darum soll niemand um Essen und Trinken oder in Beziehung auf Feste
oder Neumonde und Sabbate absprechende Urteile über euch fällen." Kolosser 2:16.
WTG-KONGRESSE 1980
"GÖTTLICHE LIEBE" - WARUM DIESES THEMA IM JAHRE 1980 FÜNF
JAHRE NACH DER TÄUSCHUNG MIT 1975 ?
Der Hintergrund
Bekanntlich hat die WTG erst mit dem Jahrbuch 1980 (S. 30) eingestanden,
"daß die Gesellschaft für die Enttäuschung mit dem Jahr 1975 teilweise
mitverantwortlich ist." Natürlich ist das eine geschickte Formulierung, um letztlich
später einmal die Schuld gänzlich von sich zu schieben. Jeder weiß, daß die WTG allein
verantwortlich ist für das, was im WT verkündigt wird.
Wiederholt wurde zwar schon angekündigt, daß es nun auch wieder "helleres Licht" geben wird. Noch aber wagt man sich damit nur in Ansätzen hervor. Es zeigt sich, daß die durch die Weltende-Irrlehre von 1975 hervorgerufene Krise noch nicht überwunden ist. Im Vordergrund muß deshalb immer noch das Zusammenhalten der Organisation stehen, ihre innere Festigung, das "Zusammenzurren" aller ihrer verbliebenen Glieder.
Die Methode? Ausschalten und Unterdrücken aller vernünftigen biblischen Überlegungen. Diese würde nämlich zu der Erkenntnis führen, daß sich die WTG mit der weltweit verkündigten 1975-Prophezeiung nach 5. Mose 18:20-22 als ein "falscher Prophet" erwiesen hat, den man verlassen muß. Unnachsichtig wird jeder in der Organisation verfolgt, unterdrückt oder ausgeschaltet, der diesen biblischen Maßstab auf die Organisation selbst anwendet.
Statt an biblische Vernunft, wird deshalb an Gefühl oder Emotion appelliert, wie es bisher noch nie dagewesen ist! Jede vernünftige biblische Überlegung soll in auf die Spitze getriebenen Gefühlen oder Emotionen schon von vornherein ersticken und unmöglich sein! Im heiligsten aller Gefühle oder Emotionen, in der Liebe, durch die Liebe, mit der Liebe! Man kann so etwas nicht machen? Man kann es! Schon manches und mancher wurde heiß geliebt, aufrichtig, ehrlich, und wenn am Ende das Verbrechen stand! Weil Liebe auch blind machen und mißbraucht werden kann!
Emotionen über alles, über alles, was sonst fällt!
Ein tief das Gefühl ansprechendes Zusammenspiel von Farbe und Wort! Eine
weiße Rose, gleichsam die Unschuld, auf goldenem Grund, als ob alles goldrichtig ist, und
über allem im tiefen Blau wie die Treue das Wort GLÜCK! Das neue Buch der 1980er
Kongresse "Der Weg zu wahren Glück" in seinem äußerlichen Kleid! Erste
Auflage in Englisch allein 2 000 000 Exemplaren!
Interessant ist ein Vergleich zwischen dem englischen und dem deutschen Titel. Der englische Titel lautet "Happiness how to find is" (Glück, wie es zu finden ist.) Das ist in der Tat eine weniger attraktive Ausdrucksweise. "Wahres Glück", das läßt förmlich mit den Händen danach greifen! Das emotionalisiert viel stärker! Regt das Gefühl viel stärker an!
Inhaltlich im Vordergrund steht das gegenwärtige praktische Leben, bis hin zu Geldproblemen und Sex. Die Organisation allein bietet das heute mögliche "Heil".
Natürlich wird auch das mit 1975 wieder als haltlos erwiesene "Weltende" behandelt, unter anderem. Schon in den ersten Abschnitten des betreffenden Kapitels wird man jedoch darauf eingestimmt, daß es sich hier wohl um "künftige Entwicklungen handelt, worüber man natürlich nicht völlig im dunkeln" gelassen sei. Und natürlich sei es "sehr nahe".
Nun, das bekommen wir schon über 100 Jahre versichert. Die einzige Zeitgrenze, die man nun fünf Jahre nach 1975 wieder herauslesen kann: "unsere Lebzeiten". Ohne es offen zu sagen, ist alles für jeden wieder bis an sein mögliches natürliches Lebensende geschoben, bis an den Horizont. Das Kapitel klingt aus, das doch schließlich "der ganzen bewohnten Erde gepredigt" werden müsse.
Und Milliarden von Menschen sind tatsächlich von der WTG noch nie - angesprochen worden! Die Endzeitillusion muß also weitergeschoben werden. Was niemandem zum Bewußtsein kommen soll. Sie darf nicht fallen.' Das wäre das Ende der Organisation.
"Inbrünstigste Liebe"! - "Du willst deine erste Liebe verleugnen?" - damit sollen alle emotional gepackt werden und gebunden bleiben! Ja, es ist wirklich schwer, sich die Liebe aus dem Herzen zu reißen, wenn man erleben muß, wie sie mißbraucht und getäuscht wird. Und drückt die Organisation jedem mit dem 1980-Büchlein nicht wieder gleichsam Gold in die Hände, voller Unschuld und Treue? Die Endzeitillusion darf nicht fallen!
Erwachet, Eure Liebe wird mißbraucht!
Ist die Organisation mit 1975 als falscher Endzeitprophet erwiesen? Ja
oder Nein. Ja! Ist das Entscheidende für die Organisation ihre Endzeitverkündigung? Ja
oder, Nein? Ja! Hat sie ihre falsche Endzeitprophezeiung im Namen Jehovas betrieben? Ja
oder Nein! Ja! Ist die Organisation, die WTG damit nach 5. Mose 18:20-22 als falscher
Prophet erwiesen? Ja oder Nein? Ja! Ist das nicht das. Böseste, was im Namen Gottes
geschehen kann, Menschen irreführen und täuschen? Ja oder Nein? Ja!
Und nun greift dieser falsche Prophet zum Heiligsten und Höchsten, heißt es doch "Gott ist Liebe". Um Dich im Innersten, in Deinem Herzen, bei Deiner Liebe zu packen und weiter an sich zu binden! Heißt es doch in der Schrift: "Denn stark wie der Tod ist die Liebe, und ihre Leidenschaft unbezwinglich wie das Totenreich! Ihre Gluten sind Feuergluten, eine Flamme Gottes!" (Hohelied 8:6)
Die WTG-Kongresse 1980, ein halbes Jahrzehnt nach der weltweiten
Irreführung mit 1975, sind der Gipfel des Mißbrauchs jener "Flamme Gottes" in
Deinem Herzen! Kalt und berechnend haben sie in Brooklyn bereits die nächste Generation
eingeplant.
Nächster CV-Kongreßbericht zum öffentlichen WTG-Hauptvortrag
"Warum wird ein Gott der Liebe Rache üben"? -
EINE NEUE BROSCHÜRE - EIN NEUER SCHWINDEL
Zur Veröffentlichung von "Jehovas Zeugen im zwanzigsten
Jahrhundert" Folge II
Das hätten sie nicht schreiben sollen!
In der Broschüre heißt es: "Sie sehen es als wichtig an, daß sich
ihr Glaube auf die Bibel stützt und nicht lediglich auf menschliche Spekulationen."
So etwas hätte man nicht in diese Broschüre schreiben dürfen. Das ist
eine glatte Täuschung, Eingeweihte denken darüber anders. Jehovas Zeugen spekulieren
viel zu gern, das weiß man als langjähriger Zeuge gut. Seit dem Bestehen ihrer
Organisation leben sie bereits von Spekulationen. Würden sie dem Worte Gottes mehr
Glauben schenken, dann wären sie besser informiert. Weil sie sich zu sehr an die
Spekulationen von Menschen klammern, deshalb erleben sie immer wieder Schiffbruch beim
Deuten der biblischen Prophezeiungen.
Mehrmals sagten sie das Ende der Welt falsch voraus. Mehrmals sagten sie die Auferstehung der alten Fürsten falsch voraus. Mehrmals legten sie die Obrigkeitslehre des Apostel Paulus falsch aus. Römer 13: 1-7. Man könnte die Reihe der Falschauslegungen noch beliebig fortsetzen. Unvorstellbar würden diese Falschauslegungen Jehovas Zeugen anklagen und sie als "FALSCHE PROPHETEN" brandmarken. Aber lassen wir es. Mit diesem sachlich aufgeführten Bericht soll gesagt werden:
"SO SIEHT DIE WIRKLICHKEIT AUS".
In der Broschüre schreiben sie auch etwas über die Bedeutung zu Namen
Jehovas Zeugen. Ein Ahnungsloser macht sich natürlich über den Gottesnamen wenig
Gedanken, für ihn ist es vielleicht schon zufriedenstellend, wenn er weiß, daß es einen
Gott gibt. Jehovas Zeugen dagegen sind hierüber anderer Meinung. Sie wollen unbedingt den
Namen des Schöpfers tragen. Dabei ist Jehova gar nicht mal sein richtiger Name, was jetzt
neuerdings Jehovas Zeugen selbst zugeben, denn der richtige Name ist JAWE.
Aber was sollen sie jetzt machen. Damals 1931, als Präsident Rutherford ihnen den Namen gab, wußten sie es nicht besser. Heute sind sie zu stolz, um ihren Namen zu ändern. Wie würden sie vor aller Welt wohl dastehen, mögen sie im stillen denken, wenn wir plötzlich unseren Namen ändern? Ich jedenfalls bin der Meinung, es kommt schon darauf an, ob man jemanden Herrn Meier oder Herrn Eier nennt. Ja so eindeutig muß man das mal Jehovas Zeugen vor Augen führen, damit sie endlich begreifen, wie leichtfertig sie mit Namen umgehen. In CV Nr. 106 wurde der Mißbrauch des Gottesnamen, sowie seine Herkunft beschrieben. Der Artikel ist wirklich jedem zu empfehlen. Also auch hier, bei der Namensänderung, bleiben Jehovas Zeugen stur, den Gefallen tun sie ihrem Gott nicht.
Was glauben sie ?
Einige Seiten weiter heißt es dann: "Was glauben sie?" Diese
Antwort ist auch wieder mit Vorbehalt zu sehen. Warum? Weil sie vom WT vorgeschrieben
bekommen, was sie zu glauben haben. Jede Abweichung vom vorgeschriebenen bedeutet für
Jehovas Zeugen eine "ernste Gefahr". Die tragische Geschichte vieler Zeugen
Jehovas beweist das. Wer an den Lehren der Organisation zweifelt, wird als
Hilfebedürftiger eingestuft. Sollten alle Erziehungsmaßnahmen nichts nützen, dann wird
er unweigerlich aus der Organisation ausgestoßen. Den Wachtturm und die "Leitende
Körperschaft" in Brooklyn hat niemand zu kritisieren. So ist es schriftlich
festgelegt. Daß es so ist, bestätigt ein Auszug aus dem Wachtturm vom 1. August 1956.
"Da dem treuen und verständigen Sklaven" alle Güter des Meisters anvertraut worden sind, laßt uns mit dem richtigen geistigen Wahrnehmungsvermögen die Sache so ansehen, daß, was immer der "treue Sklave" tut, zu unserem Guten gereicht. Der Sklave erfüllt dadurch seine eigene Pflicht vor Jehova, daß er das Werk Jehovas tut. Daher ist der Wille des Sklaven der Wille Jehovas.
REBELLION GEGEN DEN SKLAVEN IST REBELLION GEGEN GOTT.
Das bedeutet also, alles, was der Sklave sagt und tut, ist bedingungslos
zu respektieren, ansonsten werdet ihr als Rebellen eingestuft. Solche Anordnung schreit
natürlich zum Himmel. So eine Anweisung findet man in keiner Bibel. Damit unterdrückt
man nämlich jede Kritik. Somit hat man für seine Anhänger einen Maulkorb geschaffen,
der sie immer an das Maulhalten erinnert. Ob Anweisungen oder Auslegungen richtig oder
falsch sind, der Kleine in der Organisation hat sie zu schlucken.
Wann endlich kommen die einfachen Zeugen Jehovas zur Vernunft und machen
das nicht länger mehr mit?
Ein gutgemeinter Rat
Wo auch immer jemand mit Jehovas Zeugen zusammentrifft, nehmt sie beim
Wort, sagt ihnen ins Gesicht, was ihr von ihnen haltet. Sie kommen bestimmt in die Lage,
in der sie an die sie Mahnenden zurückdenken! Was auch immer die Wachtturm-Gesellschaft
diesem Artikel entgegensetzt, er ist die nackte Wahrheit. Sie wurde erlebt und
wiedergegeben von einem gerechtigkeitsliebenden Menschen und Zeugen.
F.C.B.
DIE NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG DER HEILIGEN SCHRIFT
WTG - e i n e f r a g w ü r d i g e B i b e l g e s e l l s c h a f t -
Wir prüfen
In dieser CV-Ausgabe vergleichen wir wieder NW-Texte mit dem griechischen
Grundtext, diesmal Joh. 17:3 und Matth. 5:3.
Die wörtliche Übersetzung der Schriftstellen aus dem Griechischen lautet
wie folgt:
Joh. 17:3
Ante de estin he aionios dsoe, ina - ginoskosin se ton monon aledkinon -
theon kai on apesteilas Iesoyn Xriston.
Dies aber ist die ewig Leben, damit (daß) erkennen dich den allein wahres
Gott und als (den) ausgesandt Jesus Christus.
Matth. 5:3
Makarioi oi ptochoi tf pneumati, oti auton estin he basileia ton cyranon.
Selig die Armen geistlich, weil denn ihrer ist die Königreich der Himmel.
Die NW dagegen übersetzt folgendermaßen:
Joh. 17:3
Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich
aufnehmen über dich, den allein wahren Gott und über den, den du ausgesandt hast, Jesus
Christus.
Matth. 5:3
Glücklich sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewußt sind,
da das Königreich der Himmel ihnen gehört.
Schon auf den ersten Blick erkennen wir deutlich, daß folgende Worte von
der WTG hinzugefügt bzw. abgeändert wurden:
Joh. 17 : 3
fortgesetzt, in sich aufnehmen. ginoskosin (erkennen) wurde gegen das
griechische Wort gnosis (Erkenntnis) ausgetauscht.
Matth. 5:3
die sich ihrer .. Bedürfnisse bewußt sind,
Das Wort
"ptochoi" (Armen) erscheint gar nicht, sondern wird durch das hinweisende
Fürwort "die" ersetzt. Wir müssen also aus der NW-Übersetzung schlußfolgern,
daß es der WTG nicht in erster Linie auf das Erkennen des Messias als solchen ankommt,
sondern darauf, daß ihre Jünger fortgesetzt Erkenntnis, das heißt für sie,
WTG-"Speise" in sich aufnehmen.
Ist das aber nicht eine Entstellung zugunsten einer ständigen Fortsetzung
der mit 1975 wieder als trügerisch erwiesenen sogenannten Endzeitverkündigung der WTG?
M. H. P.
EIN MENSCH, DEN MAN NICHT VERGISST!
Kreisdiener Heinrich Ditschi, ein aufrechter Verteidiger christlichen
Glaubens (24)
Das Elfriede-Problem" als Ablenkung zur Verschleierung des
WTG-Überlebens-Problems
Die widersprüchlichen Aussagen über ein denselben Gegenstand führen
zwangsläufig zu der Feststellung, daß sich die WTG wieder einmal eine makabre Stilblüte
erlaubte, indem sie das angebliche "EIfriede-Problem" als besondere Delikatesse
"göttlicher Erleuchtung" in den Vordergrund ihres Unterdörfer-Beitrages
stellte. Zum Zwecke der Gehirnverkleisterung mag ihr das für ihre hintergründige
Überlebens-Konzeption dienlich sein, dem aufmerksamen Beobachter wird aber dadurch recht
anschaulich aufgezeigt, wie gering die WTG den Intelligenzgrad der Zeugen Jehovas
einstuft, daß sie sich auf solche fragwürdigen Bonmuts - oder noch genauer, mit Verlaub
gesagt, anrüchigen Hintertreppenwitze - zu leisten wagt; und ferner zeigt das auch, wie
manipulierbar selbst hauptamtliche Mitarbeiter sind, die es aus eigener Erfahrung besser
wissen müßten.
Damals wie heute handelt es sich nicht um ein Elfriede-Problem'',
sondern um ein echtes Überlebens-Problem" der WTG.
Ein nicht zu übersehender Widerspruch
Lesen wir noch einmal die eklatante Fragwürdigkeit, die die WTG ihrer
hörigen Anhängerschaft zum besten zu geben wagt:
Elfriedes Problem war: 'Wer ist der Nachfolger von Bruder Frost und
wie kann ich ihn treffen?' Sie betete zu Jehova; da kam ihr plötzlich der Gedanke, in die
etwa 150 km von München entfernte Stadt Leutkirch zu fahren, um dort zu versuchen, den
Kontakt wiederherzustellen. Noch am selben Tag traf sie in Leutkirch den Bruder, der von
Bruder Ditschi geschickt worden war, um sie zu suchen. Gewiß war dies auf die Leitung der
Engel zurückzuführen."
Betrachtet man den Hintergrund des Geschehens, so ist erkennbar, daß es sich um ein WTG-Problem handelt, nicht: aber um ein Problem der Elfriede Löhr, Die Verantwortung für das Werk ruhte auf den Schultern von Heinrich Ditschi, und bei einem Ausfall der Mitarbeit von Elfriede Löhr hätte er andere Mittel und Wiege suchen müssen und hätte sie wohl auch gefunden, um die geplante Aktion zu starten. Er allein hatte die Aufsicht und mußte weisungsgemäß das Überleben der Organisation sichern. Nur d e s war das alles e n t s c h e i d e n d Problem!
Die von der WTG im kitschigen Hedwig-Courths-Mahler-Stil erzählte und in den Vordergrund gerückte "Elfriede-Problem-Geschichte'' ist daher weiter nichts als ein Ablenkungsmanöver von den derzeitigen Schwierigkeiten, das "Problem 1975" endgültig zu überwinden. Bemerkenswert ist dabei, daß Elfriede Löhr, die es doch am besten wissen muß, ihr eigenes "Problem" nicht selbst erzählen darf. Das besorgt Ilse Unterdörfer nach strengem Diktat der WTG, und Elfriede Löhr hat lediglich die nach dieser Schablone vorgesehene Rolle zu spielen; in diesem Fall entsprechend dem Courths-Mahler-Schema das naiv-rührselige auf Wunder hoffende Lieschen Müller.
Die völlig auf Emotion abgestimmte Geschichte ist ganz bewußt von den Brooklyn-Routiniers in den Vordergrund geschoben worden. Sie kennen die Mentalität ihrer Anhänger und erachten dieses Sentimental-Bonbon (wie auch viele andere; als ein permanent wirksames Mittel für weiteren Dauerlauf in treuer WTG-Gefolgschaft. Kritische Geister erweisen sich allerdings als resistent, denn sie entdecken trotz aller Vordergründigkeit einen nicht zu übersehenden Widerspruch in der Darstellung des "Elfriede-Pr,oblems"!
Der Widerspruch in der vordergründigen "Elfriede-Problematik
" i n n e r h a 1 b des WT-Beitrages
Da ist zunächst der imaginäre Bruder (er wird nicht näher
vorgestellt!), der Heinrich Ditschi nach Leutkirch geschickt worden war, um Elfriede Löhr
zu suchen. Eine solche Satzstellung des WT setzt voraus; daß Heinrich Ditschi von der
Ankunft der Elfriede Löhr wußte, Daraus ist abzuleiten, daß auch Elfriede Löhr den
Frost-Nachfolger kannte und ihn vereinbarungsgemäß traf. Damit erweist sich die
vordergründige Problematik ("Wer ist der Nachfolger von Bruder Frost und wie kann
ich ihn treffen?") als ein für Naive aufgeblasener Sensationsluftballon! Das macht
dann auch die wunderbare Leitung der Engel überflüssig, wie auch die Erhörung des zuvor
gesprochenen Gebets zu Jehova, um das Elfriede-Problem" zu lösen. Daß dieser
logische Gedankengang der einzig richtige ist, wird durch die WTG selbst bewiesen. Zur
Unterstreichung des Gesagten lese man bitte die folgenden 2 Absätze in der rechten Spalte
auf S. 9 des WT vom 1. Febr. 1980:
"Im September 1936 gelang es mir nach Luzern (Schweiz) zu reisen, um mit ungefähr 300 anderen Brüdern aus Deutschland an einem Kongreß teilzunehmen, J .F. Rutherford der damalige Präsident der Watch-Tower-Society, betraute dort Erich Frost mit der Aufgabe, unser schwer angeschlagenes Untergrundwerk zu reorganisieren. Einige Tage später wurde bestimmt, daß ich mit ihm zusammenarbeiten sollte.
Im Auftrag Bruder Frosts reiste ich nach München, um Elfriede Löhr ausfindig zu machen. Außer, daß ihr Vater Zahnarzt war, wußte ich nichts von ihr. Ich fand ihre Adresse im Telefonbuch und rief vorsichtshalber erst einmal an. Als wir uns dann trafen, teilte ich Elfriede mit, sie sei eingeladen worden, mit uns zusammen im Vollzeitdienst zu arbeiten. Auf diese Weise nahm eine enge Freundschaft ihren Anfang, die noch heute, 43 Jahre später, besteht. Wir sind in den Konzentrationslagern Gefährtinnen gewesen und arbeiten nun seit über 40 Jahren im Vollzeitpredigtwerk als Partnerinnen zusammen."
Wie das Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1974" auf S. 154 angibt, hatten 1000 Personen aus Deutschland geplant, am Luzerner Kongreß 1936 teilzunehmen. Aber nur etwa 300 erreichten das Ziel. Ilse Unterdörfer sagt jetzt im WT aus, daß sie zu diesen 300 Teilnehmern gehörte. Nach diesem Eingeständnis der Unterdörfer wollen wir uns, flugs ins Gedächtnis rufen, was wir schon einmal über Luzerner Kongreß gesagt haben, daß das Jahrbuch auf der gleichen Seite durch den Prager Zweigdiener Heinrich Dwenger zu berichten wußte, daß Erich Frost der Leitung des Werkes durch J. F. Rutherford beauftragt und auf Vorschlag der Bezirksdienstleiter g l e i c h z e i t i g Heinrich Ditschi als ein Nachfolger ernannt wurde. Folglich wußte auch Ilse Unterdörfer als Teilnehmer dieses Kongresses von dieser Tatsache. Der WT versucht das zwar zu verschleiern, indem er sagt: Einige Tage später wurde bestimmt, daß ich (Ilse Unterdörfer) mit ihm (Erich Frost) zusammenarbeiten sollte."
Gut, wir wollen großzügig sein und es dem WT abnehmen; daß Ilse Unterdörfer bei der Besprechung mit J. F. Rutherford als die besagten Festlegungen getroffen wurden, nicht zugegen war. Aber dann erfuhr sie es eben "einige Tage später" wenn wir den wahren Sinn des Verschleierungssatzes zu würdigen wissen, denn sie weiß schon einige Sätze zuvor mit Sicherheit zu berichten, daß Erich Frost vom Präsidenten zum Leiter des Werkes betraut wurde.
Freilich ist es seltsam, daß die N a c h f o 1 g e für Frost in diesem Zusammenhang unerwähnt bleibt. Gerade d a s war aber für den Präsidenten im Interesse des Überlebens der Organisation das Kernproblem. Erinnern wir uns, daß Rutherford in tiefer Sorge fragte, was im Falle einer Verhaftung von Erich Frost geschehen solle, worauf die Brüder Heinrich Ditschi einstimmig als den Leiter des Werkes vorschlugen" Und diese nicht voneinander trennende Koppelung Ditschi/Frost will Ilse Unterdörfer nicht kennen? Aber ist ja nur ein Mundstück, der WT spricht in Wirklichkeit. Der Nachfolger m u ß hier ausgeklammert werden. Warum? Der Leser überzeuge sich: Würde in diesen beiden WT-Absätzen auf S,9 die getroffene Entscheidung des Luzerner Kongresses im Zusammenhang erklärt, dann könnte auf S.10 das "Elfriede-Problem" nicht mehr ins Spiel gebracht werden. Es ist also klar ersichtlich, daß Ilse Unterdörfer den. Frost-Nachfolger Heinrich Ditschi sehr wohl kannte. Dies war auch notwendig, um die Weiterexistenz der Organisation zu sichern. Diese logischen Schlußfolgerungen treffen auch auf Elfriede Löhr zu und werden im Grunde vom WT bestätigt. Wie wir lesen konnten, reiste Ilse Unterdörfer im Auftrage Erich Frosts nach München, um Elfriede Löhr ausfindig zu machen. Wörtlich dann: Als wir uns dann trafen, teilte ich Elfriede mit, sie sei eingeladen worden, m i t u n s z u s a m m e n im Vollzeitdienst zu arbeiten." Und schließlich hat sich der WT schon zwei Absätze vorher vergaloppiert, noch ehe das Pferd für die beabsichtigte "Elfriede-Problematik richtig auf gezäumt war, als er davon sprach, daß Elfriede Löhr schon 1930 (als eine I. U. noch nicht aktuell war) imm Vollzeitdienst stand. Unsere Feststellungen werden komplettiert durch die Äußerung der Unterdörfer: "Als ich Elfriede im März 1937 zum erstenmal traf, war sie aber wieder tätig, und zwar im Untergrundwerk" (Seite 9, linke Spalte, Satzststellung unter dem Bild "Ilse Unterdörfer und Elfriede Löhr heute").
Der WT vom 1. Februar 1980 konnte also nicht vertuschen, daß sich die
Zentrale in Brooklyn; weiterhin in Schwierigkeiten befindet und das "Problem
1975" noch nicht überwunden hat. Wenn "Rebell" Ditschi ihr dabei helfen
soll und WT-Artikel zum Dreh- und Angelpunkt einer "Elfriede-Problematik"
gemacht wird, dann ist das außer der beabsichtigten Wirkung auf Neue auch das
Eingeständnis an die Opposition, daß die WTG dem Verlust "ditschi-gleicher"
Brüder angesichts der prekären Situation echt nachtrauert!
Erzählt von Hermann Bach, Potsdam
SEI WACHSAM
Eine neue Weltendeprophezeiung ist wieder einmal im Umlauf
Jehovas Zeugen haben sich noch gar nicht so recht von ihrer Enttäuschung,
die sie 1975/76 erlebten, erholt, schon bereitet ihnen ihre "Leitende
Körperschaft" eine neue vor.
Auf unseren Missionsreisen, die wir kürzlich unternahmen, erfuhren wir von Jehovas Zeugen, daß in Kürze Christus Jesus eingreifen wird. Im Laufe des Gespräches erfuhren wir, daß so etwas sogar im Wachtturm geschrieben steht. Wir gingen der Sache auf den Grund und fanden es auch bestätigt.
Im Wachtturm vom 15.4.1979 heißt es:
"Das unschuldige Blut, das auf der Erde vergossen wurde, muß durch
das Blut der Nationen gesühnt werden, die uns heute mit einem Dritten Weltkrieg bedrohen.
Aus diesem gerechten Grund müssen alle Nationen in Kurzem mit Jesus Christus
rechnen." (WT 15.4.79)
Dazu unser Standpunkt
Reichen die Enttäuschungen aus der Vergangenheit immer noch nicht aus, um
zur Vernunft zu kommen? Hat die "Leitende Körperschaft" der Zeugen Jehovas
wirklich keine andere Methode mehr, um ihre Schäfchen zusammenzuhalten, als solche
Endzeitspekulationen?
Von dieser neuen Weltuntergangsparole können doch tatsächlich nur solche
Zeugen Jehovas etwas halten, die die Vergangenheit der Organisation nicht kennen.
Wer als Zeuge Jehovas laufend, seit 1914 bis heute, die vielen
Enttäuschungen miterlebt bzw. mit beobachtet hat, weiß, was er von der neuesten
Mutmacherparole zu halten hat.
Was heißt das eigentlich: "Aus diesem gerechten Grund müssen alle
Nationen in Kurzem mit Jesus Christus rechnen." Das ist doch keine zuverlässige
Aussage, warum wird die "Leitende Körperschaft" nicht deutlicher in ihrer
Behauptung?
So etwas sind doch nur Parolen, Spekulationen und Täuschungen.
Wenn man die große Palette von Endzeitprophezeiungen, die die
"Leitende Körperschaft" schon in die Welt gesetzt hat, ernst genommen hätte,
es wäre nicht auszudenken gewesen.
Wie trostlos, wie arm, wie brutal und herrscherlos wären die Menschen geworden. Du wirst fragen wieso? Nun, das ist einfach zu erklären. Die Literatur der Wachtturm-Gesellschaft beweist eindeutig, welche Forderungen die "Leitende Körperschaft" der Zeugen Jehova 1914 und danach an die Nationen und ihre Herrscher stellte.
Den Herrschern der Nationen gaben sie den Rat, ihre Herrschaft an Jesus
Christus abzutreten.
Den einfachen Menschen geben sie den Rat, sich auf das Ende der Welt
vorzubereiten und nur noch das Notdürftigste zu erledigen. Den gläubigen Kirchengängern
sagten sie, verlaßt eure Kirchen und schließt euch Jehovas Zeugen an, sonst geht ihr in
der Schlacht von Harmagedon in die Vernichtung. Den Zeugen Jehovas wurde das Ende der Welt
seit 1914 immer hautnah geschildert. Parolen wie: "Wir haben überzeugende
Beweise" oder "Es ist später als du denkst" oder "Nur noch ein paar
Jahre und dann wird alles vorbei sein", waren besonders dafür gedacht, Jehovas
Zeugen noch fester an die Organisation zu binden. Selbst die jüngste Lüge der
"Leitenden Körperschaft" war eine Mutmacherparole die wiederum in einer
Enttäuschung endete. Diese jüngste Endzeitparole, die 1972 in der Erwachet-Zeitschrift
veröffentlicht wurde, glaubten tatsächlich viele Zeugen Jehovas, sie lautete "noch
in diesem Jahrzehnt wird die von Gott geschaffene neue Ordnung beginnen."
Auch dieses verheißungsvolle Jahrzehnt ist vorbei, alles geht seinen alten gewohnten Gang. Gott hat wieder nicht eingegriffen. Wann werden Jehovas Zeugen endlich gescheit? Wann gehen ihnen eigentlich die Augen des Verständnisses auf, damit sie selbst erkennen, daß die "Leitende Körperschaft" nicht der Kanal Gottes ist. Muß tatsächlich eine noch größere Enttäuschung geschehen, um zu erkennen, daß hier Geschäftemacher am Werk sind?
Wandelt gottgefällig, aber laßt Euch nicht durch solche Männer verführen, die die Leitung über euch behalten möchten. Sie bangen schon darum, deshalb die erneute Weltuntergangsparole.
Leserzuschriften
Fragen - Meinungen - Hinweise - Antworten
Ein Leserbrief aus Offenburg, BRD
"
Die Freude, die ich über die Befreiung aus den WTG-Klauen
und Lügenfabrik empfinde, wird getrübt durch die Traurigkeit über die Schicksale. Von
einer solchen arroganten Organisation, wie die WTG ist, kann man nichts anderes erwarten.
Welche Tragödien niedriger Leidenschaften haben sich hinter oft blitzsauber scheinenden
Fassaden schon abgespielt. Das verschweigt die WTG.
Die große Masse der Zeugen Jehovas verdienen ihr Geld bei katholischen oder evangelischen Arbeitgebern oder öffentlichen Dienst und nehmen Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld entgegen. 1953 wurde in einer Kreisversammlung in Lahr über den Materialismus gesprochen; es lohnt sich nicht, noch Autos und andere Geräte anzuschaffen, da 1954 die 40 Jahre abgelaufen sind und Harmagedon herannaht. Im Juli-Kongreß 1980 Offenburg standen unheimlich viele Autos aller Klassen und japanische Motorräder auf dem Parkplatz. Ich nehme die Zeugen Jehovas nicht mehr für voll.
Die WTG ist etwas ganz anderes, als ZJ glauben gemacht werden. Der gute Glaube der vielen aufrichtigen ZJ wird zu machtpolitischen Zielen der Fürsten in Brooklyn und anderen Ländern mißbraucht. Sie selber glauben nichts und benutzen ihre "Wahrheitsideologie" nur zur Verführung, um durch die Verführter zu Macht und Geld zu kommen und von Jehova Gott geduldet. Die Masse der ZJ merken gar nicht, durch ihren beschränkten Verstand, wie ihre Persönlichkeit langsam, aber sicher umgeformt wird und ihnen eine zwiefache Moral anerzogen wird; und diese ganze Schafherde läuft in die falsche Fährte. Was kann man von diesen Leithammeln schon erwarten.
Suchen enttäuschte aufrichtige Zeugen bei der WTG Recht, und dieses Recht paßt der WTG nicht in ihre Pläne, erfahren diese einfachen mißbrauchten Brüder deutlich wie zwiefach die Moral der WTG ist. Recht ist, was der WTG nutzt. Das ist der wahre Grundsatz der 'Lieben Brüder' in den Bibelhäusern. Oft schlagen dabei noch die politischen Wogen durch extreme und enorme Verbohrtheit so hoch, daß Freiheit und anständiges Leben auf dem Spiele stehen.
Was ich vermisse, ist Toleranz gegenüber anderen Religionen und
Engagement auf sozialem und karitativem Gebiet. Wer ein Tätigwerden für notleidende
Menschen ablehnt, kann naturgemäß kein Verständnis bei seinen Mitmenschen erwarten.
F a z i t.
Seien wir kritisch und wachsam!"
Mit freundlichen Grüßen
Unterschrift
CV hat dem nichts zuzusetzen.
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"Christliche Verantwortung" - Herausgeber Wolfgang Daum; DDR
6500 Gera, Otto-Dix-Str, 6
A 1981 V71 2397 KO