Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
NR. 135 GERA
MEIN "GEMEINSCHAFTSENTZUG"
"
völlig außer Harmonie mit der WTG
zu sehr in
Harmonie mit der Bibel"
ZWANG UND VERSTRICKUNG
Zur psychischen und psychologischen Verstrickungen eines Zeugen Jehovas
durch die Wachtturmgesellschaft
EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Das WT-Thema "Wachet unablässig"
ALLEINVERTRETUNGSANSPRUCH
ANDERE CHRISTEN ÜBER DEN CHRISTLICHEN ALLEINVERTRETUNGSANSPRUCH VON WTG
UND JEHOVAS ZEUGEN
Geschichte gehört zum Allgemeinwissen. Wo dies nicht der Fall ist, wo die
Erkenntnisse der historischen Wissenschaften abgelehnt und negiert werden, beginnen die
kühnsten Behauptungen und Thesen zu wachsen und werden anderen als wahrhaft dargestellt.
Nehmen wir uns von den vielen Behauptungen der WTG eine heraus. Wie sieht es mit dem
Selbstverständnis der Zeugen aus? Wie sehen sie sich selbst?
Wer mit ihnen zu tun hatte bzw. von ihnen hörte, weiß, daß sie im Gegensatz zu den Kirchen und anderen religiösen Gemeinschaften, von sich als den neuen wahren Christen in dieser Zeit und in dieser Welt sprechen. Sie sagen, daß sie genauso wie damals ihre christlichen Brüder auf das sogenannte "Weltende" harrten und sich genau wie damals einer strengen sittlichen Zucht unterwerfen, welche sie besser macht und abgrenzt von den "schlechten Kirchen".
Diese Behauptung widerspricht jeglicher Erkenntnis der
Historie und der menschlichen Vernunft. Und vom christlichen Standpunkt ist es völlig
falsch zu sagen, daß die eigene Werkgerechtigkeit (auf Grund der strengen
Moralvorstellungen) besser macht und hervorhebt gegenüber allen anderen Menschen.
(Siehe 1. Thessal. im Vergleich zum 2. der später verfaßt wurde sowie
Apostelg. 1:7 und Markus 19:33)
(2 .Korinther 3:6, Matth. 21:32)
Auch ein zeitlich datiertes Weltende sowie dessen
extreme Naherwartung ist selbst vom christlichen Standpunkt unsinnig.
Man kann heute nicht mehr so denken, wie der antike Mensch.
Mit den Worten, "zurück zum Ursprung" ist jedoch auch etwas
ganz anderes gemeint. Denn diese Worte wurden bei der Entwicklung einer jeden Religion
gebraucht. Denken wir nur an die Erweckungsbewegungen im 19. Jahrhundert, an den Pietismus
bzw. an die vielen Strömungen des Mittelalters. Man kann nicht einfach einen Schritt um
2000 Jahre zurück machen, um zu den Urchristen zu gelangen.
Man kann heute nicht mehr so denken, wie der antike Mensch damals. Das ist einfach unmöglich. Die Führer der WTG wissen dies und wollen es auch gar nicht in Wirklichkeit. Wie in allen schwärmerischen, fanatischen Strömungen in der Kirchengeschichte vor ihnen, geht es den Zeugen darum, gegenüber allen anderen das eigene urchristliche Element zu betonen und sich damit als die einzig wahren Christen gegenüber allen anderen abzusondern.
Man will sich als die einzig mögliche Alternative, als
wahres Christentum darstellen. Eine extreme geistige Intoleranz und Arroganz gegenüber
allen anderen Religionen und Ichologie sind die Folgen.
So ist es zu erklären, daß sich in der Geschichte derartige Strömungen
und heute die Zeugen nie positiv am politischen Geschehen beteiligen und völlig ablehnend
der ökumenischen Zusammenarbeit gegenüberstehen. Um die negativen Folgen der Isolation
zu übertuschen, unterwerfen sich die Zeugen einer Lehre, um so vor der Umwelt
aufzufallen. Unabhängig, welche Folgen dies für den einzelnen im Leben haben kann. Dies
allein zeigt schon, daß Jehovas Zeugen eigentlich gar nicht den "Urchristen"
entsprechen können. (Welche ursprünglich noch stark sozial orientiert waren, siehe
Apostelg. 5 - und die Gütergemeinschaft praktizierten, was man von der WTG auf keinen
Fall sagen kann).
Jehovas Zeugen und ihre WTG entsprechen in Wirklichkeit
den Bewegungen und Strömungen, welche das enthusiastische, fanatische und schwärmerische
Element darstellten und immer wieder in der Kirchengeschichte durchbrachen. Schwerpunkte
sind immer wieder baldige Enderwartungen, übertriebener Moralkodex, einseitige
Darstellungen der christlichen Lehre. So sind die Zeugen Jehovas nicht "die einzigen
wahren Christen" heute, sondern die Fortsetzung einer langen Kette von
schwärmerischen, fanatischen Strömungen, welche in der Kirchengeschichte immer wieder
durchbrachen.
-eingesandt
MEIN "GEMEINSCHAFTSENTZUG"
"
VÖLLIG AUSSER HARMONIE MIT DER WACHTTURM-GESELLSCHAFT
zu sehr in Harmonie mit der Bibel"
Anlass des Erscheinens der 5, völlig neubearbeiteten Auflage des Buches
"Vom Zeugen Jehovas zum Zeugen Jesus Christi" von Hans-Jürgen Twisselmann 1980
in der BRD ein weiterer Auszug aus diesem mutigen christlichen Buch:
An das Versammlungs-Komitee
Seinem ausführlich biblisch und christlich begründeten Brief an das
zuständige Komitee der Organisation beendete unser Bruder mit folgenden Ausführungen:
"Wenn wir dem Herrn Jesus und seiner Botschaft mehr Ehre geben, als
es Euch recht erscheint, liebe Brüder, aber auch gerade soviel, wie Jehova es verlangt,
so mögt Ihr uns immerhin exkommunizieren, Wollt ihr darauf bestehen, in der Weise wie
bisher die Gemeinschaft mit dem einen Mittler zu vernachlässigen, mit Jesus Christus, so
macht nur das Maß voll, indem Ihr seinen Jüngern und Zeugen (Apg, 8:8) auch die
Gemeinschaft entzieht! Als Diener Jehovas und Jünger Jesu erdulden wir gern Schmach und
Ungerechtigkeit um seines Namens willen. In
haben wir ja schon das Beispiel (dort
wurden etliche, wie erwähnt, schon vor diesem Zeitpunkt aus der Versammlung
hinausgeworfen).
Es ist unsere Hoffnung und unser Gebet, daß auch die
Gesellschaft eines Tages wieder auf den Boden der Demut und zu Christus zurückkehrt. Um
Euretwillen, liebe Brüder, die Ihr in Verblendung dem Irrtum mehr glaubt als der
Wahrheit, aber auch um der Verherrlichung des Vaters und des Sohnes willen.
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit Euch! Gedenkt des Wortes
Johannes 5,23 und 1. Johannes 2,23!
Seid nun alle recht herzlich gegrüßt mit vielen brüderlichen Grüßen
der Liebe!
Euer Bruder
Hans-Jürgen Twisselmann"
Exkommunikation
Die von mir erwartete Exkommunikation aus der "theokratischen
Organisation", der so genannte "Gemeinschaftsentzug", lässt nicht lange
auf sich warten. Und der Grund des Ausschlusses? - .:völlig außer Harmonie mit der
Neuen-Welt- bzw. Wachtturm Gesellschaft". Man hätte das auch positiv ausdrücken
können: zu sehr in Harmonie mit der Bibel. Denn erst mein Glaube an die Bibel hat mich ja
"ausser Harmonie" mit dieser Gesellschaft gebracht.
Der Ausgestossene ist kein Bruder mehr in den Augen der "Neuen-Welt-Gesellschaft". Er darf weder gegrüßt noch beachtet werden. Ein Gespräch mit ihm kann zur Folge haben, daß man selbst hinausgeworfen wird. Nicht einmal die üblichen weltlichen Formen der Höflichkeit und des Taktes werden gewahrt. Darum ist auch der Exkommunikationsbescheid ohne Anrede, ohne Gruß und ohne Wahrung selbst der elementarsten Gebote der Höflichkeit.
Der Wortlaut des G.E.-Bescheids
Versammlung
Betr. Gemeinschaftsentzug
Seit einiger Zeit ist Hans-Jürgen Twisselmann völlig außer Harmonie mit
der Neuen Welt bzw. Wachtturm-Gesellschaft, wie sowohl aus seinen Äußerungen als auch
aus seinem Schreiben hervorgeht. Auch bemüht er sich, andere Mitverbundene der
Versammlung und Nachbarversammlungen in die gleiche Stellung zu bringen. Für heute war er
vor das Komitee der Versammlung geladen, aber nicht erschienen. Statt dessen sandte er
einen Brief, woraus zu entnehmen ist, daß er auf demselben Standpunkt verharrt. Daher
wird ihm mit Wirkung vom 27. März 1956 an die Gemeinschaft entzogen.
(Unterschriften)
Sie glauben in erster Linie an die Organisation
Die Bibel ist nur Mittel zum Zweck
Unser Bruder schreibt über den Gemeinschaftsentzug u.a.
So also reagiert die "Neue-Welt-Gesellschaft", wenn einer ihrer
Anhänger es wagt, selbständig zu denken, Gottes Wort zu erforschen und daran zu glauben.
So handelt sie, wenn ein Zeuge Jehovas Gott mehr glaubt als der Wachtturm-Gesellschaft
(Apg. 5:29). Und dieser neuzeitliche religiöse Totalitarismus wagt es, als Hüter und
Vorkämpfer der Glaubens- und Gewissensfreiheit aufzutreten. Er kämpft vor weltlichen
Gerichten so lange um die "Freiheit der Anbetung", wie er sie noch nicht hat, um
diese Freiheit abzuwürgen, wo er die Freiheit zu eigenen Machtentfaltung besitzt.
Die "Meister der Unduldsamkeit" in Brooklyn versuchen, ihre Gläubigen unter allen Umständen in geistiger Abhängigkeit Unselbständigkeit zu halten. Die Freiheit des Individiums opfern sie ihrer "Einheit der Organisation", die im Grunde nur eine schablonenmäßige Gleichschaltung, eine geistige Uniformierung ist, die mit schriftgemäßer "Einheit des Geistes" (Eph. 4,3) nicht das geringste zu tun hat.
Man verheisst den Menschen wahre und dauernde
Geistesfreiheit und praktiziert Glaubens- und Gewissenszwang. Man rühmt, daß die von
ihnen gepredigte Botschaft "befreiend" auf den Menschengeist wirkt. Aber die
Erfahrung, die ich machen mußte, beweist, daß überall, wo sie angenommen wurde; die
VERSKLAVUNG des Menschengeistes und die Einengung der Freiheit des Denkens, Glaubens und
Lehrens beginnt.
Das verlockende Angebot der Freiheit zum selbständigen Bibelstudium ist
für sie nur ein Mittel, Menschen in ihre Organisation zu locken, um ihnen dann diese
Freiheit für immer zu rauben. -
EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Der Wachtturm
Das WT-Thema "Wachet unablässig" (1/1979) II
Der WT ist fehlbares Menschenwerk
Abschn. 9
Jede kritische Betrachtung des "Überrestes und der Berufenen und
Auserwählten" der Zeugen Jehovas wird hier als Angriff der "zehn Hörner"
und an anderer Stelle der "Christenheit" gewertet und in die Gehirne der
einfachen Verkündiger eingepaukt. Damit erstirbt beim Zeugen Jehovas jede
Kritikbereitschaft. Er wird manipulierbar.
Abschnitt 10-13
Die Auslegungen der WTG im Hinblick auf die apokalyptischen Reiter sind
für die 1914-Endzeitverkündigung zurecht gestutzt. Sie sind den Zeugen allgemein
bekannt, können aber keiner kritischen Betrachtung standhalten.
Abschnitt 14
Der in Offb. 3:14 und 19:11 genannte "treue Zeuge" hat der WTG
nicht befohlen, diesen Endzeitauslegungsmumpitz der Welt als Evangelium zu verkündigen.
Abschnitt 15
Wer die Schrift kennt und Glauben an Jesus ausübt, kennt Gottes Liebe und
damit auch das zweite Erscheinen Christi ohne eine Massenvernichtung aller Nichtzeugen.
Wahre Christen möchten in der Tat aufrichtige Zeugen
Jehovas vom Irrweg der WTG abbringen, denn die WTG-Lehre hat nichts mit rechtem Glauben zu
tun.
Es wird suggestiv jedem Zeugen Jehovas vorgespielt, die WTG sei Gottes
Werk. Sie setzt sich damit selbst an Gottes Stelle. Alles andere außerhalb der WTG sei
die Welt, die Satan gehöre.
Diese Behauptung stimmt nicht seit 1914, sondern seit
dem Jahre 33 u. Z.
Der Kommunismus angeblich ("König des Nordens") wird nicht nur
als religionsfeindlich, sondern auch als aggressiv, hingestellt. Besser kann die WTG nicht
hetzen.
Abschnitt 16
Der Inhalt des Evangeliums ist Jesus Christus und sein Kreuz. Das haben
die Apostel verkündigt und dies gilt heute noch. Das WTG-Königreich ist keine gute
Botschaft. Daher sollten alle Zeugen Jehovas Röm. 13, 11.12 ernst nehmen und
unterscheiden lernen, daß die WTG und ihr Wachtturm Finsternis sind. Die Bibel ohne WT
bedeutet Licht und Rettung, denn sie verkündet Jesus. Die Stunde ist in der Tat da, die
WTG als Antichrist und falschen Propheten zu erkennen und Eph. 6:11-17 zu beherzigen.
Abschnitt 17
"Die Werke der Finsternis" sind richtig geschildert. Die WTG ist
Gottes Volk, denn was sie ihren Gliedern an Verboten über das biblische Maß hinaus
auferlegt, weist sie als übles Menschenwerk und den Fortschritt hemmend aus.
Abschnitt 18
Mit Matth. 6:33 ist nicht die neue Welt der WTG, sondern Gottes Reich
gemeint.
Abschnitt 19
Der Rat aus Röm. 13:14 ist vortrefflich, aber er bedeutet nicht, wir
sollen die WTG anziehen. Damit stellt sich die WTG wieder an die Stelle Jesu Christi.
M. H./P.
DIE NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG DER HEILIGEN SCHRIFT
WTG - eine falsche Bibelgesellschaft - Wir prüfen 4. Folge
Jede Übersetzung der Heiligen Schrift hat ihren eigenen Sprachstil und
ist vom theologischen Verständnis des Übersetzers geprägt, wobei man sich in der Regel
um größte Bibeltreue bemüht.
Eine "Bibelgesellschaft" allerdings (Wachtturm-Bibel- und Traktatgesellschaft) wagt es, mit einer zurechtgeschneiderten Zweckübersetzung sogar die Grundlagen das Evangeliums anzutasten, um auf diese Weise die Dogmen der WTG zu unterstützen.
Zwei Verse sollen dies beweisen: 1 Kor .1 :18
1. Kor. 1:18
O logos gar o tu
der (das) Wort denn der des
stauru tois men
Kreuzes den (denen) zwar
apollymeois moris estin.
verlorengehen Torheit (es) ist.
NW-Text: "Denn das Wort über den Marterpfahl ist denen Torheit, die zugrunde gehen "
Luk. 23: 21
oi de epefonum legontes
Sie aber dagegen riefen:
stauru stauru suton.
kreuzige kreuzige ihn.
NW-Text: Da begannen sie, laut zu rufen und zu sagen: "An den Pfahl!
An den Pfahl mit ihm!"
In beiden Versen ersetzt die WTG in ihrer NW "Kreuz" durch
"Marterpfahl" oder "Pfahl".
Dies geschieht zu dem Zweck, der Christenheit die Verehrung eines angeblich heidnischen, vorchristlich-religiösen Symbols, des Kreuzes, vorwerfen zu können. Aber der Apostel Paulus selbst hat das Kreuz (nicht den Marterpfahl) zum christlichen Symbol für Juden und Heiden erhoben (Eph. 2:16) und damit jeden Vorwurf dieser Art entkräftet.
Die im Grundtext verwendeten griechischen Worte
"stauros" und "xylon" haben folgende Bedeutungen:
stauros: jeder aufrechtstehende Pfahl, Spitzpfahl; dann ein Pfahl mit
einem Querbalken; das Kreuz. Das Verb "stauro-o" bedeutet: "einen Pfahl
einschlagen, Palisaden anlegen; dann 'kreuzigen'"
xylon: "Holz; der Pfahl, der zur Kreuzigung dient, der Kreuzesstamm;
das Kreuz."
Wie wir daraus ersehen, diente in der damaligen Zeit "stauros", der Pfahl mit dem Querbalken, also das Kreuz und nicht der einfache Pfahl, zur Hinrichtung von Verbrechern.
Die WTG dagegen bleibt stur bei ihrer Falschinterpretation des Wortes "stauros", um auf diese Weise künstlich Gegensätze zu dem Glauben der übrigen Christen zu schaffen, mit dem Ziel, ihre Gesellschaft als alleiniges von Gott eingesetztes Instrument zur Rettung der zu ihr gehörenden Menschen vor dem angeblich drohenden Harmagedon hinzustellen.
Vergleicht man außerdem die wörtliche Übersetzung
der beiden genannten Schriftstellen aus dem griechischen Grundtext mit der NW, so stellt
man fest, daß in der NWÜ sowohl andere Worte (auch hinzugefügte!), als auch falsche
Deklinationen und Zeiten verwendet werden.
M. H.
ZWANG UND VERSTRICKUNG
ZUR PSYCHISCHEN UND PSYCHOLOGISCHEN VERSTRICKUNG EINES ZEUGEN JEHOVAS
DURCH DIE WACHTTURMGESELLSCHAFT
Wer ist schon gleich hinreichend auf Rosen gebettet?
Mancher wähnt sich nur in Dornen. Unbewältigte eigene und auch
familiäre oder berufliche Probleme. Vermeintliche Perspektivlosigkeit. Suche nach einem
sinnerfüllten Leben. Nur das Streben nach Erfolg vor Augen, nach Vergnügen. Alles
scheint oder ist oberflächlich, kommt einem sinnlos öde vor. Grundlegende Inhalte fehlen
einem oder scheinen zu fehlen. Nicht immer sind es sozialpolitische Faktoren. Da mag es
mehr objektiv, hier mehr subjektiv bedingt sein. Wobei das Unterscheidungsvermögen das
größte Problem ist.
So beginnt einer da das heilige Manthra der Hare Krischna Jünger zu singen oder sich Rauschgift in die Venen zu spritzen. Und dort wird er vielleicht ein Zeuge Jehovas, wo man ihn erreicht, "Flucht" in einen geistigen Taumel. "Begeisternde" Organisation, "begeisternde" Hoffnung, "beglückender" Dienst, "begeisternde" Erfahrungen. "Sei begeisternd!" heißt es in der Tat in tausend Anweisungen.
Wie wunderbar ist es doch, ein ewiges Leben zu führen in einem von Gott verheissenen Paradies, ohne all die bösen Dinge der Welt. Komm zu uns und erwirb die Hoffnung des ewigen Lebens! So wirbt die Wachtturmgesellschaft überall. Und man kann. Naiv, aufrichtig, ehrlich. Anders hatte man sich bisher nicht zurechtgefunden. Hier war nun wirklicher Glaube, wirkliche Liebe, wie es schien.
Nach einigen Jahren nicht mehr derselbe
Doch dieser Neubekehrte, Getaufte, mit dem bisher noch nicht mißbrauchten
Glauben, wird nach einigen Jahren nicht mehr derselbe sein. Aber nur wenige besitzen die
Kraft, mit diesem Kreis wieder zu brechen. Es sind viele Anstöße erforderlich. Die aus
der Bibel brutal-simpel herausgelesene und zusammengestückelte Glaubenslehre, ständig
geschickt neuinterpretiert, übt einen großen negativen psychologischen Einfluß aus. Man
merkt das zunächst gar nicht.
Alle guten Anlagen und Eigenschaften werden durch den Allein-in-der-Wahrheit-Wahn, bornierter Fanatismus ist das, durch inhumane Intoleranz gegenüber anderen Ansichten, durch hochgezüchteten Stolz und Elitedenken im Sinne der eigenen Gemeinschaft, und durch die befristeten Weltendevorstellungen, gehemmt, abgebaut, negiert oder verändert.
Dagegen werden andere Seiten der Person fast krankhaft entwickelt. Durch die ständige Verkündigung, jede Situation ausnutzend, verliert man an Taktgefühl, bis hin zu einer erschreckenden Ungeniertheit und Frechheit. Das von so vielen bewunderte "Standhalten" ist nicht wirklich christlich fundiert. Es ist eine eingeschulte Handlungsweise, lethargisch mit "harter Stirn", apathisch gegen jeden anderen Einfluß, der einem etwas anderes sagt, anzeigt oder signalisiert. Da der Grundton pessimistisch ist, was alles andere betrifft, findet auch Schwermut seine Nahrung. Jugendliche haben sich oft allerdings den Lebenshumor teilweise bewahrt. Zum Ärger des "Aufsehers". Jesus habe ja auch niemals gelacht.
Bei anderen ist selbst das Lächeln, das sie bei Zusammenkünften zeigen, gekünstelt und selten. Wer alles so ernst nimmt, wie es die Organisation formuliert, pfeift mit Zeit und Kraft ständig nur auf dem letzten Loch, wird psychisch krank, neurotisch, ja pedantisch intrigenhaft, gerät in annormale Denkschemen.
Autosuggestion, Selbstbeeinflussung
Selbst eingestanden!
Was aufrechterhält gegen Spott und Anfeindung (die Folge des eigenen
Verhaltens), besonders was aufrechterhält gegen die eigene verdrängte oder unterdrückte
Ratio, d.h. vernünftige Überlegung - die bei jedem mehr oder weniger im Unterbewußtsein
wirkende Erkenntnis, etwas Unwahres zu glauben - ist Autosuggestion oder
Selbstbeeinflussung. Wie das gemeint ist?
Anknüpfend an die persönlichen abstrakten und diffusen Vorstellungen von idealen Lebensverhältnissen wird durch die regelmäßigen Studien etwas eingeimpft, was in den Hirnen und Empfindungen weiterwirkt. Man denkt, besser sinniert sich in eine Situation hinein, von man glaubt, sie werde eines Tages Wirklichkeit.
Für ein ewiges Leben auf einer paradiesischen Erde in Glück und Frieden - na dafür lohnt es sich doch, noch etwas auszuhalten und natürlich im vorgegebenen Stil weiterzumachen. Und wenn man darüber oder dadurch stirbt - auch durch Verweigerung der Bluttransfusion - was ist das schon. Es ist ja nur "vorübergehend". Man wird ja als treuer Zeuge wieder auferstehen. Und da man bekanntlich als Toter verspürt und somit auch Zeiträume empfinden kann, kommt es einem dann vor, als würde man im Augenblick des Todes auch schon wieder auferweckt! Inmitten paradiesischen Erde! Eine tolle Überlegung, die sich da wie von selbst ergibt. Dafür lohnt es sich doch! Nicht einmal die Entwicklungsbedürfnisse und möglichen Entwicklungswege der eigenen Kinder lassen da innehalten. Alles wird aufs Spiel gesetzt.
Diese sog. Neue-Welt-Hoffnung - jüngst mit dem Jahr 1975 erneut als Täuschung erwiesen - ist der wahre Beweggrund, mit dem der größte Teil der Zeugen Jehovas standhält. Nicht nur bei den Zusammenkünften, sondern auch wenn der Zeuge abends im Bett liegt, auf dem Weg zur Arbeit, in den Pausen, nach dem Abendbrot, immer wenn er etwas Zeit hat, wirkt die WT-Suggestion von dieser Neuen Welt weiter. Fast braucht er keine solche Lektüre mehr. Er beeinflußt sich selbst damit weiter. Er ist geistig gar nicht mehr hier, sondern schon in dieser Neuen Welt. Diese Autosuggestion oder Selbstbeeinflussung ist ein nicht zu unterschätzender Faktor in der Zeugen-Frage. Ist man einmal unter die WT-Organisation gekommen, fängt das an zu wirken.
Es bewirkt bei manchen sogar viel mehr als das ständige Studium der WT-Schriften, die auf lange Sicht ohnehin nicht viel Neues zu bieten haben. Diese Selbstbeeinflussung bewirkt nämlich auch, daß man trotz Enttäuschung und Einsicht weitermacht. Sie schenkt einem Illusionen und verschafft ein Leben in ständiger Euphorie oder "Begeisterung".
Ein bekannter kritischer Zeuge sagte einmal; Die Selbstbeeinflussung ist das einzig Positive an unserem ganzen Glaubenssystem! Nur, muss man ergänzen, hat diese Euphorie manchen schon buchstäblich ins Irrenhaus geführt.
Später sprachlos über sich selbst
Für Außenstehende ist es wirklich sehr, sehr schwer, zu verstehen, daß
es Menschen gibt, die die Neue-Welt-Lehren des WT für bare Münze nehmen. Und man
entsetzt sich, wenn man sich bewußt macht, was praktisch dabei herauskommt, wo sie
ernsthaft geglaubt werden. Jeder, der tatsächlich daran glaubt, ist eigentlich ein bloß
verhinderter Anarchist aller sozialpolitischen Ordnung, die von ihren Bürgern ein
bewußtes Engagement verlangt. Das wird nämlich verneint.
Der konsequente WT-Zeuge spannt sich "ganzherzig", d.h. rückhaltlos für die WT Organisation ein. Alles andere ist ihm egal, steht außerhalb seines Interesses. Für eine Verbesserung der sozialen Lage und Verhältnisse rührt er keine Hand. Er lehnt jede sozialpolitische Mitverantwortung ab. Und lehrt auch jeden anderen so. Kommt für ihn doch ohnehin bald das "Ende". Das ist in der Tat wie verhinderter Anarchismus.
Für die Leiden und das soziale Elend anderer, für die Schrecken der Weltereignisse, empfindet er eher einen inneren Triumph, der sich nicht selten in Schadenfreude ausdrückt, in Spott und Hohn, Verachtung und Haß, weil diese "Bösen" die Neue Welt der Zeugen eben nicht glauben und haben wollen. Daß jene Neue-Welt-Lehren völlig irreal und unglaubwürdig sind, liegt gänzlich außerhalb jeder Betrachtung.
Bei genauem Kennenlernen schreckt man zurück, sprachlos und angeekelt von soviel einem unbegreiflicher Unwissenheit, inhumaner Intoleranz und Heuchelei, sowie Eigen- und Gruppenegoismus, Aberglaube und Haß. Es ist unverantwortlich, was alles als "böse" abgestempelt und mit Haß überzogen wurde.
Einige Ergebnisse
Die vom WT vorgegaukelten und vom Zeugen nicht durchschauten
Neue-Welt-Illusionen, und die durch Selbstbeeinflussung ständig neubelebte Euphorie und
"Begeisterung" hierfür, lassen das Leben in einem allem anderen gegenüber
lethargischen oder gleichgültigen Zustand ablaufen. Und wer nicht gerade ein geborener
Naivling ist, hat ständig dabei die sich kritisch regende Vernunft zu unterdrücken. So
verrinnen oft die wertvollsten Jahre. Berufs- und Bildungschancen werden
WT-Endzeitgehorsam ignoriert, viel Lebensglück verpaßt oder zerstört, die persönliche
Entwicklung gehemmt und stranguliert.
Langsam verzerrt sich das Charakterbild. Die Folgen stellen sich bald ein. Wohl zunächst auf psychischem Gebiet. Besonders ein Jugendlicher trägt oft nicht mehr gut zumachenden Schaden davon. Eine psychische Beobachtung vieler junger fanatischer Zeugen zeigt u.a.: Unbewältigte und verdrängte Konflikte, allgemeine Unzufriedenheit, depressive Verstimmungen (der eigene und gesunde Menschenverstand ist nicht so einfach totzukriegen!), Hang zu Melancholie, mangelhaftes oder gestörtes, auch verhindertes Verhältnis zum anderen Geschlecht, kein Ehe- bzw. Liebesleben (keine Partner im organisationsgebilligten Umkreis, seltener "endzeitlicher Verzicht"), entsprechende Komplexe, Unglücklichsein, während man sich in einem "geistigen Paradies" zu begreifen hat.
Wer diese WT-Schule durchlaufen hat, wie die Organisation es will, hat zumindest eine Persönlichkeitsstruktur bekommen, die kaum besser sein kann, um ihn weiter unter der Organisation und ihrer Manipulierung und Abhängigkeit zu halten. Im besonderen Fall eine Art "kaputter Typ" mit psychomatischen Beeinträchtigungen und. Depressionen, Denkhemmungen und' Ausfallerscheinungen, psychisch labil, Deswegen nicht nur ziemlich leicht beherrschbar, sondern auf Anleitung geradezu angewiesen. Er opfert sich auf, auch am Arbeitsplatz. Er läßt es bei den kleinen Freuden des Alltags bewenden und stellt keine großen Forderungen mehr. Fleiß und Gehorsam sind Selbstverständlichkeiten geworden. Die ständige Autosuggestion oder Selbstbeeinflussung verzehrt die Kraft zu weiterreichenden Gedankengängen.
Und so bleibt man bei den Zeugen
Wenn man sich da im Laufe der Zeit an den oft bis ins Gegenteil
veränderten WT-Lehren verbraucht, kann man zum psychisch abgefertigten Wrack werden. Und
so bleibt man Kreise der Zeugen, arbeiten, "studieren", verkündigen, was auch
immer der WT verlangt. Man bleibt psychisch labil und macht, was die Organisation will.
Genauso wollen sie einen für ihre Zwecke haben.
Aber wenn man sich alles dessen wird, gibt es auch hieraus einen
Gegebenenfalls auch für Dich!
EIN MENSCH, DEN MAN NICHT VERGISST
Kreisdiener Heinrich Ditschi - ein aufrechter Verteidiger christlichen
Glaubens (Folge 22)
Dem bisher Dargelegten ist im Grunde nichts mehr hinzuzufügen - die
Fakten sprechen für sich. Festzuhalten bleibt lediglich die Tatsache, daß die
Wachtturm-Gesellschaft auf berechtigte massive Kritik gezwungenermaßen reagiert hat. Die
Art und Weise, w i e sie das tat, war für jeden normal denkenden Menschen eine mehr als
überzeugende Bestätigung all dessen, was ihr in bezug auf ihre Unglaubwürdigkeit an
Hand von authentischem Material. nachgewiesen wurde.
Wie sich herausstellt, scheint demnach das Wirken der Opposition auf die WTG eine solch immense Wirkung zu haben, daß sie sich schleunigst um eine Stellungnahme bemüht. Die Totschweige-Taktik der WTG ist also nur vordergründig vorhanden. Wie die bisher aufgezeigten Tatsachen beweisen, reagiert sie in Wirklichkeit sehr genau und ausführlich.
Die Methoden sind dabei sehr vielfältig, aber der
Kenner der Materie ist daran gewöhnt.
Jehovas Zeugen sind der Ansicht, die WTG reagiere nicht auf die
Publikationsaussagen von CV. Es ist deshalb erfreulich nachweisen zu können, daß die WTG
sogar auf eine literarisch gestaltete Erzählung reagiert, die in der Zeitschrift
"Christliche Verantwortung" in Fortsetzungen abgedruckt wird.
Folgendes zur Gedankenauffrischung:
Wer kannte den WTG-Kreisdiener Heinrich Ditschi aus der BRD? Er wurde zu
einem der Hauptkronzeugen gegen die WTG in der BRD! Wie dokumentiert ist, war er eines der
Opfer der Gestapo-Kollaboration des BRD-Zweigdieners Erich Frost in der Nazizeit. CV ist
nunmehr in der Lage, den WTG-Schleier der Vertuschung über die dramatische Zeugenschaft
von Br. Ditschi gegen die WTG zu beseitigen. Lest auch hierüber einen ersten Bericht!
Der hier wiedergegebene Ausschnitt stammt aus dem Leitartikel der Zeitschrift "Christliche Verantwortung" in ihrer Ausgabe Nr. 110 vom September 1978. Mit diesem Datum begann auch gleichzeitig die bereits erwähnte Erzählung. Die Kontrastellung Ditschi-Frost, die für die WTG sowieso ein heißes Eisen ist, wurde dadurch unangenehmerweise wieder in Erinnerung gerufen, Die prekäre Situation der Wachtturm-Gesellschaft, die darin besteht, keine Kontrolle darüber zu haben, was CV in diesem Fall an Informationsmaterial zur Verfügung stand und noch überreicht werden könnte, veranlaßte sie dazu, zunächst prophylaktisch (vorbeugend) zu reagieren.
Es ist gewiß kein Zufall, daß etliche von der "alten Garde" wieder aus der Versenkung hervorgeholt werden und abgehalfterte Paradepferde bei Kongressen wieder kleine Dressurrollen übernehmen dürfen. Vom Ditschi-Kontrahenten Erich Frost wird von Brüdern aus der BRD berichtet, daß er entsprechend dem dargelegten Datum wieder in Erscheinung tritt. Beim Bezirkskongreß der Zeugen Jehovas vom 24.-27.7.1980 in Friedrichshafen hatte er den Programmpunkt: Einleitung, Gebet und Lied!
Reaktion der WTG in "Der Wachtturm" vom 1.
Februar 1980
Es ist daher ganz folgerichtig, wenn Ilse Unterdörfer und Elfriede Löhr
ebenfalls (von der WTG vorprogrammiert und dirigiert) wieder in Erscheinung treten. Beide
waren sie die eingeweihtesten Mitarbeiterinnen in der konträren Reichsdiener-Stellung
Ditschi-Frost-. Daher paßt es auch ebenfalls ganz naturgemäß, daß Ilse Unterdörfer
für Elfriede Löhr (die mehr für Ditschi als für Erich Frost gearbeitet hatte)
stellvertretend miterzählt, obwohl dem Thema entsprechend beide aussagen müßten.
Das ist allerdings nur e i n Aspekt. Im Grunde redet ja nur die WTG, die diese "Alten" geschickt vorschiebt, damit sie auf makabre Weise den z.Zt. laufenden 100-Jahre-Werbe-Slogan unterstützen:
Von Ilse Unterdörfer erzählt.
WIR GABEN NICHT AUF!
Über 100 Jahre im Dienste Gottes trotz schwerer Prüfungen des Glaubens
Im September 1939 befanden wir, meine Freundin Elfriede Löhr und ich, uns
im Konzentrationslager Ravensbrück. Gerade war der Zweite Weltkrieg ausgebrochen. Fast
sechs Jahre lang hielten Elfriede und ich zusammen mit vielen unserer christlichen
Schwestern unter Verhältnissen aus, wie man sie sich schlimmer kaum vorstellen kann, Doch
wir Zeuginnen überlebten; Himmler, Hitler und ihre Helfershelfer sind dagegen
verschwunden. Jahre zuvor - noch als Jugendliche - hatten sowohl Elfriede als auch ich den
Entschluß gefaßt, unser Leben in den Dienst Gottes zu stellen. Nichts sollte uns dazu
bringen können aufzugeben. Bevor wir ins Konzentrationslager eingeliefert wurden,
verspürten wir, wie Gott liebevoll für uns sorgte, als wir die gute Botschaft vom
Königreich trotz der immer heftiger werdenden Verfolgung durch die Nationalsozialisten
predigten. Und auch heute predigen wir noch, ja zusammen haben wir über 100 Jahre im
Dienste Gottes verbracht.
Der hier vorgestellte Wachtturm-Beitrag bedarf wohl
keines Kommentars, um das zuvor Gesagte zu erhärten. In dieser vordergründig
geschilderten Geschichte ist dann so "nebenbei" die neueste Stellungnahme im
Fall Ditschi/Frost eingebettet,
(erzählt von Hermann Bach, Potsdam
LESERZUSCHRIFTEN
Fragen - Meinungen - Hinweise - Antworten
Wir erhielten in den letzten Wochen einige anonyme Leserzuschriften, die
uns zu verstehen gaben, daß CV unrecht hat und letzten Endes ein Werk des Teufels sei.
Anonyme Zuschriften sind natürlich immer ein Problem, denn wir können den Schreibern
dann nicht ausführlich persönlich antworten. Es muß zu deren Ehre gesagt werden, daß
sie halbwegs sachlich bleiben und nicht, wie wir es auch schon erlebt haben, mit
schmutzigen und unflätigen Beschimpfungen kommen.
Erstaunlich aber an diesen jüngsten Briefen ist, daß sie zwar beweisen wollen, daß die WTG und die Zeugen Jehovas völlig im Recht sind, aber das, was da geschrieben wird, ist so voll Unklarheiten und Widersprüchen, daß wir mit gutem Recht sagen können: Die WTG verwirrt denjenigen, der wirklich hofft, in einer ehrlichen Glaubensgemeinschaft Anschluß gefunden zu haben. Die Briefe beweisen eindeutig wie widersinnig und unrecht die WTG ist! Hier ein paar Auszüge:
"Was sagten unsere Brüder in der Ausgabe am 15 September 1974, Seite 280, wie folgt beschrieben wurde. Hören sie gut zu: Alle, die wach sind, sagen nicht bis zum Ende ist noch eine lange Zeit, und gemäß dem gegenwärtigen Verständnis der biblischen Chronologie enden 6000 Jahre Menschheitsgeschichte erst in den bevorstehenden 70er Jahren, und bis dahin vergeht noch eine lange Zeit, in der wir dem Herrn beharrlich und ungeteilten Herzens dienen müssen "
Dann, auf der nächsten Briefseite, finden wir
plötzlich:
"Aber in aller Kürze erfüllt sich Daniel Kapitel 2:44. Mitten unter
diesem Königreiche richtet Gott Jehova sein Reich auf und sein Reich ist ein ewiges
Reich, daß niemals zugrunde gerichtet werden kann
"
Die Widersprüchlichkeit ist offensichtlich schon im ersten Auszug, und wir sehen, daß sich in Jahrzehnten nichts geändert hat, es wurde nur geschickt neu interpretiert, gemäß der jeweiligen Einsicht und Absicht. Unser Schreiber plädiert in seinem anonymen Brief einerseits dafür, ohne Zeitbegrenzung beharrlich zu bleiben, um kurz danach festzustellen, daß in aller Kürze Gottes Königreich errichtet werden wird. Offensichtlich wissen viele Zeugen Jehovas nicht, was sie noch glauben können und dürfen, woran sie sich bei soviel Widersprüchen und Widersinnigkeiten überhaupt noch halten sollen. So wird die über Jahre von CV vertretene Auffassung und Kritik nur einmal mehr bestätigt.
Aber lesen wir weiter:
"Sie können das Werk Gottes durch Briefe nicht zu stehen bringen,
nein, sie richten sich selber Schaden an, denn sie sind Menschen, die gegen Gott Jehova
kämpfen, und das können sie nicht verantworten. Aber wir wissen, daß sie einmal ihre
Handlungsweise bereuen werden
"
Auch aus diesen Zeilen spricht eine erschreckende Unkenntnis, verursacht durch die einseitige dogmatische WTG-Beeinflussung, ein erschreckender Fanatismus auch. Wann jemals hätte CV behauptet, gegen Jehova zu kämpfen?
CV wendet sich gegen den Mißbrauch des Glaubens durch die WTG, wendet sich dagegen, daß egoistische Personen und Gruppen den Glauben an Gott vorschieben, um Macht über Menschen und Dinge zu bekommen.
Schließlich wird in diesem Brief auch ein bißchen
gedroht:
"
und das Urteil fällt dann Jehova ganz allein, was aus diesen
Leuten werden wird."
Noch eine interessante Tatsache. Sollte die ganze Harmagedon-Angst nur ein
bösartiger psychologischer Trick sein? Das liest man aus diesen Zeilen. Behauptet doch
die WTG "
was aus diesen Leuten werden wird", wäre durch die
Harmagedon-Prophezeiung eindeutig, die absolute Vernichtung.
Nun fällt also Jehova das Urteil ganz allein - nun, dann können auch alle Mitverbundenen von CV guten Mutes sein, denn auf der Seite der Wahrheit hat Jehova immer gestanden, die Schrift beweist es. Auf der Seite der Wahrheit stand die WTG nie!
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In christlicher Verbundenheit die CV-Mitarbeiter
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"Christliche Verantwortung". Herausgeber Wolfgang Daum; DDR 6500
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