Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
In dieser Ausgabe berichten wir u. a. über die WTG, wie sie Schmutz, Verleumdung, Lüge und Schmähung aller Art verbreitet, um daran zu hindern, unser Wort zur Kenntnis zu nehmen. Es fehlen ihr eben die überzeugenden Argumente. Da hat sie zu allen Zeiten zur Verfolgung mittels Verteufelung und anderen psychologischen Terror zur Einschüchterung gegriffen.
Diese WT-Rechnung geht nun aber nicht mehr auf. Es sind gleichsam Kronzeugen, die sich heute gegen den WT-Glaubensmißbrauch erheben, um endlich andere davor bewahren zu helfen. Und das geschieht vor Gott wie vor den Mitmenschen, die es angeht und betrifft, aus einer Verantwortung, die die WTG nicht erschüttern kann! Es manifestiert sich hier eine Entschlossenheit, die durch den "Feuerofen" gegangen ist, den die WTG selbst entzündet hat! Vor dem sich die Obersten der WTG selbst - heißen sie nun Frost oder Franke, Pötzinger oder Kelsey, Knorr, Henschel oder Franz - anstatt "gute Hirten" zu sein, als feige "Mietlinge" erwiesen haben, während sie die Schafe hineinstießen! Es harrt da noch Einiges der Enthüllung!
CV wird nicht nur heimlich gelesen, es wird unheimlich gelesen! Und eines Tages haben alle Aufrichtigen die Unglaubwürdigkeit der WTG begriffen, daß sie kein Werk Gottes betreibt. Und dann kommt nur noch der nächste Sturm - und der kommt! - und das hohle Gebäude bricht für sie zusammen wie ein Haus, das auf Sand steht. Matth. 7:26. Die Tatsachen erschüttern auch die "härteste Stirn", wenn sich dahinter ein aufrichtiger Sinn verbirgt.
Wir sind überzeugt, daß es den Aufrichtigen gelingen
wird. In Sprüche 4:7 werden wir ermahnt: "Erwirb dir Weisheit, um den Preis deines
ganzen Vermögens verschaffe dir Einsicht!"
In christlicher Verbundenheit
herzliche Grüße
von allen
Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen
CV - ZJ in Potsdam im Mai 1979
BESONDERS FÜR ALLE SCHWESTERN
WIE SICH DIE TEILNEHMENDE SCHWESTER DER AUSEINANDERSETZUNG MIT CV STELLTE
CVN Potsdam, - Wenn unsere Schwester H, dies liest, ob ihr das wohl
genügender Anlaß zum selbstkritischen Nachdenken sein wird? Wir wünschen es!
In der stundenlangen Diskussion hat unsere Schwester natürlich, bei unterschiedlichen Gelegenheiten Stellung genommen. Teilweise hat sie einen sehr scharfen Ton angeschlagen, Das sei verziehen, Die Thematik war schließlich brisant genug. Wir möchten eine Übersicht über ihre bedeutsamsten Äußerungen und deren Beantwortung geben.
Nur die Bibel ?
Sie lasse in allen Fragen nur die Bibel gelten und sprechen.
Ist es aber nicht so, liebe Schwester H., daß ihr die Bibel nur so
sprechen und gelten laßt, wie der WT es bestimmt ?
Schweigen.
Beweisen die Ausschlüsse wegen Nichtanerkennung der Organisation nicht, daß es überhaupt nicht entscheidend ist, ob jemand an Gott und Christus glaubt, daß obenan der Glaube an die Organisation steht ?
Harmagedon 1975
Es sei nicht gesagt worden, 1975 komme Harmagedon.
Natürlich ist das so nicht gesagt worden. Es wurde prophezeit und
gepredigt, 1975 beginne die Tausendjahrherrschaft Christi auf Erden, womit 1975 sehr wohl
gekommen ist, nicht wahr ?
Keine klare Zustimmung oder doch ?
Leider lag das Jahrbuch 1980 noch nicht vor, wo auf Seite 30 von der WTG
zugegeben wird, daß die WT-Gesellschaft für die Enttäuschung von 1975 "teilweise
mitverantwortlich", d.h. verantwortlich ist. Denn kein anderer trägt die
Verantwortung für die "Speise". Am Ende sind die anderen
"Mitverantwortlichen" hauptverantwortlich und die WTG unschuldig ? Was für ein
unehrliches Sichwinden!
Wahlbeteiligung
Es gebe keine Probleme betreffs Wahl mehr, das sei nicht problematisch.
Aber, liebe Schwester H., hier kommt doch die soziale
Verantwortungslosigkeit wie kaum sonst zum Ausdruck. Wenn ihr nur für euch selbst, euch
selbst, predigen würdet so wäre das in der Tat weniger bedeutsam. Aber eure Predigt soll
ja dem ganzen Volk gelten, allen Völkern. Wenn euch in der Wahlfrage nun alle ernst
nehmen würden, handeln würden, wie euer Vorbild zeigt, dann gäbe es keine Wahl mehr und
jede obrigkeitliche Gewalt würde zusammenbrechen. Oder Diktatoren würden die Macht an
sich reißen. Man denkt doch über das nach, was einem gepredigt wird. Wenn das nicht so
sein soll, dann muß jeder andere in dieser Verkündigung einen Bluff sehen, oder?
Erpressung mit Vernichtungsdrohung
Die Verkündigung ist kein Zwang, keiner wird einem "muß"
unterworfen. Es sei alles freiwillig. Jeder könne ablehnen, wenn er will, keiner werde
durch Bedrohung gezwungen.
So? Was widerfährt denn dem, der Ablehnung bekundet, droht dem nicht die Vernichtung? Natürlich! Das sagt ihr doch jedem dazu. Will also einer nicht vernichtet werden, dann muß er! Das ist doch der nackte Kern der Sache. Unter dieser Bedingung kann es überhaupt keine Freiwilligkeit geben. Wer dass glaubt, betrügt sich selbst. Wenn die Frage so steht, Schutz oder Untergang, Leben oder Tod, dann ist es so, als wenn man einem die Pistole auf die Brust setzt. Da gibt es doch keine freie Wahl mehr!
Ihr wollt ja nur die Bestätigung hören, wer unsere
Botschaft nicht annimmt, der wird vernichtet!
Ja, genau das wollten wir hören!
Kinder gute Staatsbürger?
Was hier alles geredet wird! Ich erziehe meine Kinder zu guten
Staatsbürgern und zu guten Schülern.
Hier ist die WT-Predigt des Hasses und der Feindschaft wie: "rote
Faschisten" "keine Koexistenz mit roten Regimen" usw. - (Bruder Edmund
hatte sich selbst schweigend davon überzeugt.)
Da wird man doch in unserem Lande nicht zu einem guten Staatsbürger, sondern zu einem regelrechten Staatsfeind! Laß die Kinder nur mit solchen antikommunistischen Thesen in der Schule antworten! Da wirst du dich wundern! Aber sicherlich sind sie noch in jüngerem Alter und Du hast ihnen solche Haßtiraden noch nicht beigebracht. Aber sie werden eines Tages auch ihre Fragen über Staat und Sozialismus/Kommunismus stellen! Dann wirst du dich entscheiden müssen. Wir wollen deine Erklärung hier, daß du sie zu guten Staatsbürgern und Schülern erziehen willst, nicht als "theokratische Kriegslist", sondern als ehrlichen Vorsatz anerkennen.
Wer das nicht glaubt
Wer das nicht glaubt, braucht sich doch nicht bedroht zu fühlen.
(Die Bedrohungsfrage erregte doch ganz schön die Gemüter!)
Das ist interessant. Da sitzen unsere jungen Interessierten auf der
Ofenbank. Sie glauben es noch nicht. Darum sind wir von CV heute hier. Droht ihnen die
Vernichtung in Harmagedon? Ja, sie droht ihnen, wenn sie weiterhin nicht glauben. So
predigt man doch! Das Gegenteil stimmt also: Wer das nicht glaubt, soll und muß sich
bedroht fühlen!
Oder so: Wer das nicht glaubt, braucht sich nicht bedroht fühlen, er glaubt es ja nicht, aber er kommt trotzdem um? Oder noch anders: Ist der, der es nicht glaubt, wirklich nicht bedroht? Dann würdet ihr eure Vernichtungsverkündigung ja selbst nicht glauben! Oder war es gar so gemeint, daß solcher nur in seiner eigenen Sicht nicht bedroht ist?
Das wäre doch aber nur ein Argument, um einen solchen zum Schweigen zu bringen damit er nichts gegen diese ganze Drohungs und Vernichtungsverkündigung sagt. Und man sich um so ungestörter über alle anderen Ahnungs- und Arglosen mit dieser Verkündigung hermachen kann, nicht wahr?
Anmerkung:
Es gibt keine schlimmere Verkorksung des logischen Denkvermögens und
Verbiegung des Verstandes und der Vernunft, als. diese Vernichtungsverkündigung vertreten
zu müssen.
- P -
CV-B e r a t u n g in Berlin
MITVERANTWORTUNG AUCH WEITERHIN
IN CHRISTLICHER UND SOZIALER MITVERANTWORTUNG WIDER ENDZEITLICHEN
WT-BIBELMISSBRAUCH IN DIE 80er JAHRE
Womit beschäftigt sich CV jetzt?
CVN Berlin, April 1980. Am Sonnabend, den 26. April fand in Berlin wieder
eine Beratung der Studiengruppe Christliche Verantwortung statt. Sicherlich wird wohl
jeder mit Interesse einen Bericht über den Inhalt dieser Beratung lesen.
Nach Eröffnung, Begrüßung und Tagungsgebet wurden zunächst verschiedene Briefe und Grüße an die Beratung verlesen, u.a. aus Zittau, Karl-Marx-Stadt und Jarmen. Für die Neuanwesenden gab es dann eine kurze Darstellung dessen, was CV ist, mit der Möglichkeit, dazu direkt Fragen zu stellen. CV ist. eine christliche Studien- und Arbeitsgruppe zur Auseinandersetzung mit dem Wachtturm-Glaubensmißbrauch, für ein Freiwerden davon, um fortan in rechter christlicher und sozialer Verantwortung zu leben und zu wirken. Dabei wurde dargelegt , wie es jedem, der von der WTG frei geworden ist, obliegt, hieran Anteil zu nehmen, wenn es ihm die Möglichkeiten gestatten.
Es wurde' hervorgehoben, daß die Studiengruppe CV ohne Überheblichkeit die einzige Gruppe überhaupt ist, die sich in realer christlicher und sozialer Verantwortung mit dem religiösen und politischen Glaubensmißbrauch befaßt, den der WT betreibt. CV sieht hier in gleicher Weise die "besondere Verantwortung der Kirchen und Christen an der Nahtstelle der beiden großen politischen Weltsysteme", wie dies kürzlich bei einer Aussprache zwischen der Evangelischen Landeskirche Anhalt und dem Rat des Bezirkes Halle gesagt wurde.
Welche Wirkung CV persönlich hat, wurde mit folgenden
Zeilen einer Schwester an CV veranschaulicht:
"Durch eine Schwester, die von der WTG ausgeschlossen wurde, bekamen
wir einige Zeitschriften von CV. Ich war so erregt darüber, was ich zu lesen bekam, daß
ich 8 Tage keinen Schlaf fand. Darin wurden alle Gedanken bestätigt, womit ich mich
jahrelang plagte."
Drei Ausstellungen
Um die Erkenntnis über den gegenwärtigen WT-Glaubensmißbrauch zu
vertiefen, waren drei besondere Ausstellungen vorbereitet worden.
Zweifellos waren sie sehr herausfordernd. Nichtsdestoweniger war dies
ausschließlich WT-Originalmaterial mit veranschaulichenden Fotodokumenten, was jeden
Zweifel ausschloß, wenn man genau hinsah. Und das wurde natürlich getan.
Die erste Ausstellung stellte sich unter dem Gesichtspunkt "Bibelforscher und Zeugen Jehovas keine religiöse, sondern eine soziale Frage" dar. Es lag hier eine Feststellung zugrunde, die zu dieser Sache im Juni 1977 auf der Weltkonferenz religiöser Vertreter (aller Weltreligionen) in Moskau getroffen worden war. (Siehe auch CV Nr. 97 / 1977). Belegt wurde dies durch Aussagen von WTG-Präsident C.T. Russell bis hin zu heutigen WT-Dokumenten. Den Hintergrund bildeten Fotodokumente zur sozialen Frage, die eindringlicher nicht sein konnten.
Eine zweite Ausstellung belegte die noch nie so vor Augen geführte Rolle der WT-Verkündigung im Rahmen der westlichen internationalen Propaganda von der angeblichen "kommunistischen Gefahr" und "Gefahr aus dem Osten", 100 Jahre lang inzwischen. Erschreckende Dokumente konnten hier betrachtet werden. Aus den Zeiten aller WTG-Präsidenten! Dazu war kein Kommentar nötig. Verschiedentlich konnte man denken, es handele sich um die antikommunistische Hetze des faschistischen Propagandaministers Goebbels! In der Tat, im wörtlichen und grafischen Niveau kein Unterschied!
Die dritte Ausstellung belegte die gleichzeitig schon 100 Jahre lang - von der WTG betriebene Bekämpfung positiven sozialen Verhaltens unter den Christen unter Mißbrauch ihres Glaubens, deren Kern der aufgezeigte Antikommunismus ist.
Hier sprachen ebenfalls ausschließlich die
Schlagzeilen der Wachtturmgesellschaft.
Wie nichts anderes zerrissen diese Tatsachen das WT-Lügengespinst
angeblicher politischer Neutralität. Es war klar, daß diese Ausstellungen zu lebhaften
Diskussionen führten.
Stellungnahme zur Ermordung des katholischen
Erzbischofs von El Salvador
Wenn Christen aufgerufen sind, christliche Gesinnung gegen jedermann zu
betätigen und insbesondere "das Böse zu verabscheuen", (Röm. 12:9, Menge),
dann kann man zu der weltweites Aufsehen erregenden Ermordung des katholischen Erzbischofs
von El Salvador, Romero, nicht schweigen. Es wurde schon einmal zu der Ermordung von 6
Millionen Juden verhängnisvoll geschwiegen! In der vom WT anerzogenen sozialen
Verantwortungslosigkeit sieht das natürlich anders aus. Und man sollte die Ausstrahlung
dieser WT-Politik nicht unterschätzen, wenn auch die sonstigen WT-Verkündigungen keinen
Anklang: finden.
In konsequenter christlicher Verantwortung hatte die CV-Beratung deshalb auch eine Stellungnahme zum Ergebnis:
V e r a b s c h e u t d a s B ö s e (Röm. 12:9)
DIE ERMORDUNG VON ERZBISCHOF 0. A. ROMERO IN EL SALVADOR ERMORDUNG EINES
"BARMHERZIGEN SAMARITERS"
Am 24. März 1980 wurde der Erzbischof von E1 Salvador, Oscar Arnulfo
Romero, in der Kirche eines Krankenhauses in der Hauptstadt San Salvador, wo er aus Anlaß
des Todes seiner Mutter weilte, erschossen. Die Beisetzungsfeierlichkeiten am 30. März
wurden von den verantwortlichen mörderischen Kräften der Bosheit gar in ein
entsetzliches Blutbad verwandelt, bei dem etwa 100 Menschen getötet und 400 verletzt
wurden.
Erzbischof Romero galt als einer der entschiedensten geistigen Kämpfer gegen die Unterdrückung und Ausbeutung der armen Landbevölkerung und für soziale Gerechtigkeit. Seinen Platz sah er als Christ an der Seite der "unter die Räuber Gefallenen", der Ausgebeuteten, Geschlagenen, Elenden, Ohnmächtigen und Opfer der großen Machtwillkür in seinem Lande E1 Salvador. Er hatte sich damit bis zum Tode getreu als ein "Barmherziger Samariter" erwiesen, der hilft, ohne nach dem Glauben und der Konfession des betroffenen Nächsten und Elenden zu fragen, wie dies Christus im Gleichnis im Lukasevangelium lehrt.
Christen, die ihr "Licht leuchten" lassen sollen, damit es die Menschen sehen, wozu wohl als erstes auch die Verabscheuung alles Bösen gehört, Röm. 12:9, müssen solche mörderischen Bluttaten verabscheuen, wollen sie vor den Menschen glaubhaft sein. Dieses christliche Zeugnis richtet sich damit auch gegen jene Zeugen, welche zwar sagen, Glauben zu haben, es aber ablehnen, den Bedürftigen in ihrem Elend durch praktische Werke zu helfen. Ja, die stattdessen sogar predigen, es sei unchristlich, sich daran zu beteiligen, "die Zustände zu verbessern". Leisten solche nicht vielmehr denen geistigen Vorschub und Beistand, die den "barmherzigen Samariter" ermorden wie in San Salvador?
Was Christus mit dem Gleichnis vom "barmherzigen
Samariter" sagt, weist über jede Konfessionsgrenze hinweg und hinaus. Ja, nicht
einmal gefragt wird danach. Übereinstimmend damit lehrt der Apostel Paulus sogar
Hochachtung für jene, die nur "von Natur aus" die Forderungen des göttlichen
Gesetzes erfüllen, weil ihnen "das gebotene Tun ins Herz geschrieben ist".
Selbst sie würden gerechtfertigt werden. Röm. 2: 14, 15. "Das Blut von Propheten
und Heiligen und von allen denen, die auf der Erde hingemordet sind, ist gefunden",
ist nicht umsonst geflossen. Offenbarung 18:24. Erzbischof Romero ist so buchstäblich ein
Blutzeuge der Anklage geworden, wie Jakobus sie im Namen Christi erhebt, wenn gesagt wird:
"Ihr Reichen! Heult und wehklagt über die Nöte, die euch bevorstehen! Siehe, der
Lohn, den ihr den Arbeitern vorenthalten habt, die eure Felder abgeerntet haben, schreit
laut. Ihr habt den Gerechten verurteilt und umgebracht, er kann euch ja keinen Widerstand
entgegensetzen." Jak. 5: 1-6. Um glaubhaft zu sein, müssen Christen darum auch hier
Partei gegen das Böse ergreifen und mutig ihre Stimme erheben, zusammen mit allen, denen
dies ebenfalls "ins Herz geschrieben" ist.
Studiengruppe Christliche Verantwortung
Gera und Berlin
Die WTG in den 80er Jahren
Ein Schwerpunkt der CV-Beratung war dann die gegenwärtige und künftige
Konzeption der WTG, organisatorisch und lehrmäßig, für die nun beginnenden 80er Jahre,
ja für die Zeit bis zum Jahr 2000.
Zugrunde lagen hier die Aussagen der neuesten WT-Ausgaben (1979/80). Besonders das Jahrbuch 1980 mit dem Eingeständnis der falschen WT-Endzeitprophetie von 1975. An Hand des Buches "Kommentare zum Jakobusbrief" (1979) wurde gezeigt, wie die WTG in, ihrer Behandlung der "Klassenunterschiede, auf sozialen, kulturellen, rassischen und religiösen" Gebieten (S.70) sehr genau die politische Klassenfrage stellt!
Und sie natürlich auch für die Zukunft in ihrem bisherigen sozial verantwortungslosen Sinne für Jehovas Zeugen und deren Tätigkeit beantwortet! Es fügt sich wieder genau in die jetzige kapitalistische Krisenzeit, daß die WTG gerade jetzt das Jakobusbuch behandelt, das einige der schärfsten Aussagen des Christentums gegen Ausbeutung und Reichtum enthält. Wieder wird die WTG-Rolle deutlich, die ausgebeutete Klasse unter Mißbrauch des christlichen Glaubens zu neutralisieren, sozialpolitisch zu lähmen und zu entmachten.
Wer die politischen Kräfte und Hintermänner hinter diesem WT-Glaubensmißbrauch bisher nicht kannte, konnte nur staunen, was diese CV-Beratung hierzu sichtbar machte!
Aus der Diskussion
Aus der Fülle der Diskussion, wie sie in der Organisation völlig
unmöglich, ja undenkbar ist, einige Feststellungen:
Entgegen dem WT ist die soziale Mitverantwortung auch der Christen
gegeben. Denn nach 1. Mose 1:28 und 9:7 sind alle Menschen in die Selbstverwaltung ihrer
irdischen Angelegenheiten gestellt. Selbst die Israeliten wählten sich hierfür
schließlich menschliche Könige.
Entgegen anderen Auffassungen sagen die WTG-Dokumente
selbst aus, daß dieser politische Glaubensmißbrauch schon seit C. T. Russell betrieben
wird.
Ein Bruder sprach schließlich als lebendiges Beispiel dafür, wie die WTG
das Gleichnis vom barmherzigen Samariter in Lukas 10 buchstäblich mit Füßen tritt, was
die sozial und gesundheitlich Hilfsbedürftigen in ihren Reihen selbst betrifft. Sie
könnten am Straßenrand umkommen, wenn es den vom WT verteufelten Staat als einen wahren
neuzeitlichen "barmherzigen Samariter" nicht gäbe. Christliche Diakonie oder
Caritas ist für den WT nichts als teuflisches, babylonisches "Hurenwerk". -
Unser Bericht wird fortgesetzt u. a. mit einer Schilderung, wie die
Organisation in Potsdam ihre Inquisitionsmethoden anwenden wollte!
NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG UNTER DER LUPE
DIE NEUE - WELT - ÜBERSETZUNG (NW) DER HEILIGEN SCHRIFT
W T G - Eine fragwürdige Bibelgesellschaft
W i r p r ü f e n 1. Folge (M.H./P.)
Eine Zweckübersetzung?
Wie wir alle wissen hat die WTG 1961 (in deutsch 1963) eine eigene
Bibelübersetzung herausgegeben, die Neue-Welt-Übersetzung genannt wird. Viele
Geschwister glauben, damit eine genaue ,dem Ur- und Grundtext in Wort und Sinn
entsprechende Übersetzung in den Händen zu halten. Ist sie das aber wirklich ?
In CV werden nunmehr regelmäßig neutestamentliche Textteile der NW mit dem griechischen Grundtext verglichen. Nach dem biblischen Grundsatz: "Prüft aber alles, und das Gute behaltet", ist uns damit die Möglichkeit gegeben, den Wert dieser Bibelübersetzung selbst zu beurteilen. Auch die sich zwangsläufig erhebende Frage, ob es sich hier vielleicht um eine Zweckübersetzung handelt, wird damit bald beantwortet sein.
1. Thess. 5:21
Dem Rat der Schrift folgend, beginnen wir mit der wichtigen; Schriftstelle
1. Thessalonicher 5.21.
Die wörtliche Übersetzung des griechischen Textes lautet wie folgt:
"Panta de dokimadsete to kalon katechete":
"Alles aber prüft, das Gute haltet fest."
Der NW-Text dagegen lautet so: "Vergewissert euch aller Dinge, haltet
an dem fest, was vortrefflich ist" (revidierter Text von 1971). Im
"Vergewissert"-Buch von 1957 wurde nach dem englischen NW-Text übersetzt:
"
haltet fest an dem, was recht ist" (
what is
right).
Gut und recht und vortrefflich, das bedeutet ja wohl schließlich nicht
alles das Gleiche.
Vergleichen wir die Texte, so stellen wir fest, daß in
der NW nur das Wort "katechet" seine richtige Bedeutung behalten hat. Der
übrige Vers wurde nicht getreu übersetzt. Dadurch entsteht ein ganz anderer Sinn, der ja
wohl auch beabsichtigt ist.
Der Verkündiger soll ja nicht wie die Beröer echt selbst in der Schrift
forschen und überprüfen (Apg. 17:11), um den WT mit der Bibel zu vergleichen, wie
seinerzeit Paulus von den Beröern unter die Lupe genommen wurde, "ob es sich so
verhält", wie er predigte. Der Verkündiger soll vielmehr sich pausenlos der Aussage
des WT widmen und daran als vortrefflich festhalten. Die WTG hat erreicht, daß die
Schrift dazu nur noch gelegentlich herangezogen wird. Es wird bedenkenlos geglaubt, daß
sich alles so verhält, wie es der WT auslegt, deutet oder erklärt.
Die Bibel?
Es ist in der Tat mit ihr so, genau so, wie es in dem WTG-Kinderbuch auch
für Erwachsene "Mein Buch mit biblischen Geschichten" zum Schluß des Buches
auf einem farbigen Bild aussagekräftig dargestellt ist: Begeistert bestaunen sie das
WTG-Buch, während die Heilige Schrift vor Ihnen auf dem Fußboden liegt. Müßte es nicht
umgekehrt sein?
EDLER GESINNT SEIN UND ÜBERPRÜFEN
Das WT-Thema "Drängt die Zeit" (1/1979)
Folge 2 und Schluß
Kannst du zwischen den Zeilen lesen?
Abschnitt 9:
Im WT 15. Juni Nr. 12 wird auf Seite 13 Abschnitt 6-7 verworren
angedeutet, daß ein Zeuge jetzt durchaus etwas auf die materielle dieser Welt blicken
darf. Das widerspricht eindeutig den Zeilen 5 und 7 des 9. Abschnittes im WT Nr. 1/1979.
Die WTG dreht und wendet alles so, wie es ihr gerade von Nutzen zu sein scheint.
Abschnitt 12:
"Von Haus zu Haus" findet sich nur in der NW und soll den Dienst
von der Tür zur Tür rechtfertigen. Alle anderen Übersetzungen geben diesen Text mit
"in den Häusern" wieder.
Das Wort "gründlich" findet sich ebenfalls nur in der NW. Das dies hier so ausgiebig: behandelt wird, hängt sicherlich mit der dringenden Notwendigkeit des vermehrten Dienstes nach der 1975-Schlappe zusammen. Der Elan der Brüder hat sehr nachgelassen und das wirkt sich nachteilig auf die WTG-Bilanz aus.
Abschnitt 13:
Mit dem Wort "Generation" wird von der WTG eine bestimmte
Generation benannt. Das griechische Wort "genea" hat aber eine weitaus
umfassendere Bedeutung. Das bestätigt die WTG indirekt in der Spalte für Leserfragen im
WT Nr. 1/1979 im vierten Absatz, nimmt es aber gleich in der Weiterführung dieser
Leserfrage zurück.
Abschnitt 14:
Kol. 1:23 schildert das Predigtwerk der guten Botschaft zur apostolischen
Zeit. Von einer nochmaligen (Zeile 1) Predigttätigkeit am Ende des Zeitalters spricht
diese Schriftstelle nicht. Das neuzeitliche weltweite Brooklyner 60-jährige Predigtwerk
wird so dargestellt, daß der Leser glaubt, eine direkte Fortsetzung der urchristlichen
Verkündigung vor sich zu haben. Das Ziel ist ein Eintritt in die "ständig wachsende
Organisation Jehovas" zur angeblichen Rettung in Harmagedon.
Das heutige Vorhandensein des "Königs des Südens und des Königs des Nordens" wird bewiesen und als feststehend hier beim Leser vorausgesetzt. Diese Könige sind aber für das 20. Jahrhundert keine politische und territoriale Größe.
Daniel 11 schildert Ereignisse bis in die Endzeit, also nach 33 u. Z. hinein. Aber auf keinen Fall wird hier das jetzige Jahrhundert beschrieben.
Abschnitt 15:
Die erste Frage dieses Abschnittes wird nur ausweichend und nichtssagend
im letzten Satz dieses Abschnittes und im ersten Satz des 19. Abschnittes behandelt. Offb.
7:1 - 3 spricht von einer Beschädigung der Erde, dem Meer und den Bäumen. Von einer
Vernichtung (Zeile 6) ist keine Rede. In den Zeilen 8-10 könnte der Eindruck entstehen,
das Versiegeln der Sklaven Gottes endete nicht 1931 (nach-WTG-Lehre), sondern halte bis
heute an.
In Zeile 10-19 wird die bis heute noch gültige Ausrede der WTG nach der 1914-Harmagedonpleite angeführt.
Abschnitt 16:
Nachdem der sogenannte "Überrest" nach der erneuten
Harmagedon-Falschprophezeiung 1925 zahlenmäßig nicht mehr zu vergrößern war, aber die
WTG eine neue Generation Mitglieder benötigte, erfand sie 1935 auf der Grundlage von
Offb. 7:9,10 die "große Volksmenge" die zahlenmäßig nicht begrenzt ist. Ihnen
wird die biblisch einzige Berufung, mit Christus vereint zu werden (Eph. 4:1-6), entzogen.
Dafür wird ihnen eine nicht mit im neuen Bund stehende und in erniedrigender Stellung
stehende Hoffnung einsuggeriert.
Abschnitt 17:
Nachdem sich nun die Weltendeprophezeiung der WTG von 1975 als falsch
erwiesen hat, muß sie die Verantwortung von sich abwenden. Das sucht sie dadurch zu
erreichen, daß sie sich in den Hintergrund manövriert und das ganze Predigtwerk, was
jetzt nun weitergeht, als Jehovas Werk hinstellt. Damit hat die WTG Jehova die
Verantwortung für diese falsche Prophezeiung zugeschoben und stellt ihn als den Gott hin,
der die Erfüllung seiner Prophezeiung aus liebender Güte und Geduld der Menschheit
gegenüber ständig weiterschiebt. Eph. 5:15,16 bezieht sich nicht auf ständige
Weltendeverschiebungen, sondern auf die gesamte christliche Zeit und auf die Lebensdauer
eines jeden Christen.
Abschnitt 18:
Die angebliche Sichtung des Überrestes nach 1914 ist in Wahrheit die
gezogene Konsequenz derjenigen, die die 1914-Weltendedeutung und die katastrophalen
Zustände in der WTG durchschaut haben. So ist es auch heute, nach 1975.
2. Kor. 13:5 spricht von der Prüfung des eigenen Glaubens an Jesus
Christus. In den Zeilen 10-17 versucht die WTG sich unter Benutzung von Gott und Christus
in den Vordergrund zu schieben. Ab Zeile 18 -Ende ist es Schwarz-Weiß-Malerei.
Abschnitt 19:
Hunderttausende werden angelockt und ebensoviele mit zerstörtem Glauben
an Jesus wieder ausgestoßen. Dazu kommt der persönliche Schaden. Rettung ist nur durch
Christus möglich. (Apg. 4:12). Gott hat und braucht keine irdische Organisation, um ein
WTG-Werk durchzuführen. Christus ist die Hauptperson und Christen sammeln sich um ihn.
Wer bei den vielen Lehrveränderungen und Falschprophezeiungen der WTG Schritt zu halten
versucht und sich dabei die "Freude" bewahren kann, also nicht begreift, daß er
verschaukelt wird, kann unmöglich eine persönliche Einstellung oder eigene Ansicht
haben.
Er denkt WTG-Gedanken.
M. H.
WTG UND CIA
Unser Blick in die Presse
Die Berliner Tageszeitung "Neue Zeit" vom 21. Mai 1980 brachte
kürzlich einen Exklusivbericht von Dr. sc. Julius Mader über den USA-Geheimdienst
Central Intelligence Agency (CIA), in dem die Wachtturmgesellschaft der Zeugen Jehovas
(WTG) wie folgt erwähnt wird.
"Einige der auf diese Weise mißbrauchten Institutionen sind:
- Watch Tower Movement (Wachtturmgesellschaft der Zeugen Jehovas)
Über die gezielte geheimdienstliche Arbeit der
"Wachtturmgesellschaft" gegen die DDR liegen zahlreiche beweiskräftige
Dokumente vor, die in dem 1970 vom Urania-Verlag der DDR veröffentlichten 320 Seiten
starken Buch "Die Zeugen Jehovas" enthalten sind. Es folgen dann verschiedene
Einzelheiten aus dem Buch. -
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U n s e r D e n k a n s t o ß
VON DER WTG BEFREIT
DIE VON DER WT - ORGANISATION FREIGEWORDENEN CHRISTEN IN UNSEREM LANDE 1.
Teil
Warum hervorgetreten?
- Freie Christen -, ehemalige Verbundene der Wachtturm-Gesellschaft, sind
Christen, die den Christenglauben sehr wohl ernst nehmen und pflegen. Diese freien
Christen gibt es nicht erst seit 1975. Sie waren die ersten, die als ehemalige
Wachtturm-Verbundene oder auch als ernste Bibelforscher offen gegen die
Bibelfalschauslegungen der Wachtturm-Gesellschaft auftraten. Wer die tragische Geschichte
der Organisation der Zeugen Jehovas kennt, und von ihren vielen Enttäuschungen weiß,
kann vielleicht mitfühlen, wie tief solche Enttäuschungen in das Herz eines Menschen
eindringen.
Die unverantwortliche Bibelfalschauslegung ist damals in den Jahren 1914, 1925 usw. nicht nur den jetzigen freien Christen sehr nahe gegangen, sondern ebenfalls den meisten Wachtturm-Anhängern. Sie glaubten allesamt den Zeilen des Wachtturm mehr als der Bibel. Nur so konnte es zu den großen Enttäuschungen kommen.
Sie ließen sich lieber beschimpfen, verleumden und
verachten
Viele der Aufrichtigen hatten jedoch den Mut sich zu entscheiden. So
entschieden sie sich dafür, ohne Wachtturmeinfluß die Bibel weiter zu studieren. Sie
bildeten eigene christliche Bibelstudiengruppen und klärten darüberhinaus über die
verhängnisvolle Bibelfalschauslegung der Wachtturm-Gesellschaft auf. Damit zogen sie sich
natürlich den Haß der Wachtturm-Gesellschaft zu, die mit allen Mitteln diese freien
Christen zum Schweigen bringen wollte.
Gestärkt von der Gewißheit, daß sie etwas Nützliches tun, ließen sie sich lieber beschimpfen, verleumden und verachten. Sie waren sich ihrer Sache sicher. Denn die vielfältigen Beweise sprachen dafür, daß sie es mit einem falschen Propheten zu tun hatten. Sie gingen davon aus, lieber die Belästigungen durch die WTG zu ertragen, als die Ungunst Gottes.
Diesem Grundsatz sind sie bis zum heutigen Tage treu geblieben. Die Organisationsanweisungen der WTG beweisen sehr eindeutig, daß jeder der die WTG wieder verläßt, als ein Mensch angesehen werden soll, der in "die Welt Satans" wieder zurückkehrt. Die Angehörigen der Gesellschaft sollen ihn so betrachten, als wäre er ein Feind Gottes . Diese Haltung habe man ebenfalls denen gegenüber einzunehmen, die an den Bibelauslegungen der WTG Kritik üben. Die Bücher dieser Gesellschaft beschimpfen solche Kritiker auf eine ganz gemeine Art. Hier nur eine kleine Kostprobe:
"Der Wachtturm warnte die Führer der
Versammlungen vor einem widerspenstigen Wege."
- "Da diese Altesten selbstsüchtig geworden sind, sind sie der
Offenbarung der Wahrheit Gottes gegenüber blind "geworden,
deshalb erwartet
sie das gleiche Geschick, das Gott für den Teufel bestimmt hat. - Diese Handlanger des
Teufels."
Man könnte die Beweisführung noch über mehrere Seiten fortsetzen, um zu zeigen, schamlos und gemein die Führung der Zeugen Jehovas immer dann werden kann, wenn man sie kritisiert. Dann seien aufrichtige Kritiker "Egoisten", die auf der Speise des Herrn mit Füßen herumtreten". Dann "riechende Böcke", "hochnäsige Böcke", die "unwillig und faul" sind. Dann solche, "die dem Worte Gottes und seinem Volke Gewalt antun" usw.
Was sich jedoch herausgestellt hat
Es hat sich natürlich in den Jahrzehnten herausgestellt, wer dem Worte
und dem Volke Gewalt angetan hat. Wer die Bibel stets dazu benutzte und Gott mit ins Spiel
nahm, um seine eigene Meinung zu stützen, das waren die leitenden Führer in Brooklyn,
die Männer vom Schreibkomitee. Diese Männer gaben vor, im Namen Gottes zu reden und
haben Millionen Menschen in aller Welt, einschließlich ihrer Anhänger, mit ihren
Weissagungen die schlimmsten Enttäuschungen bereitet. CV hat zur Genüge schon darauf
hingewiesen. Siehe u.a. CV 100. - Weil freie Christen dieses Unrecht nicht länger dulden
können, werden sie unermüdlich auf die verwerfliche Bibelauslegung der WTG aufmerksam
machen. Das sind sie ihrem Gott und Christus schuldig.
W. W.
DER TURM VON BABYLON WIRD BIS 1995 NEU ERRICHTET!
Originalgetreu
Reichlich 100 Kilometer südlich von Bagdad läuft gegenwärtig das wohl
gigantischste archäologische Projekt in der Geschichte des Zweistromlandes. 1978 vom
Generaldirektor für Altertümer in Angriff genommen, sieht es vor, innerhalb von 15
Jahren die City des legendären Babylon originalgetreu wiedererstehen zu lassen. Der
irakische Kommandorat der Revolution hat für die erste Phase umgerechnet rund 80
Millionen Mark bewilligt.
Ohne Zweifel gebührt international diesem Turm besondere Aufmerksamkeit. Der Bibel zufolge stiftete Gott Verwirrung unter jenen, die in Selbsterhöhung den Turm bis in den Himmel bauen wollten, indem er sie in verschiedenen Sprachen reden ließ. Sie waren nicht in der Lage, sich untereinander zu verständigen, das Vorhaben blieb unvollendet. Soweit die mythologische Version.
Wissenschaftlich indes gilt als gesichert, daß
Nebukadnezar II. seine Residenz durch Repräsentativbauten zu schmücken gedachte. Dazu
gehörte der Plan eines "Zikkurat" (Opferplatz) genannten Riesenturmes in Form
einer in Mesopotamien üblichen vieletagigen Stufenpyramide. Zu diesem Zweck befahl der
König Tausende Sklaven aus allen Regionen seines multinationalen Reiches als Bauarbeiter
in die Hauptstadt. Ihre Ideome (Sprachen ) waren sehr unterschiedlich, und das dürfte die
natürliche Erklärung des sprichwörtlichen Sprachengewirrs sein. Der Turm von Babel ist
jedenfalls plastische Realität gewesen. Nach Angaben Herodots hatte er eine Höhe von
60-70 Metern, für damalige Verhältnisse fraglos imposant.
(CVN/ND 11./12.5.80, Lothar Pilz)
Wenn der Turm fertig ist
Verschiedne biblische Berichte wurden auch von der WTG schon natürlich
erklärt. Zum Beispiel die Sintflut im Buch "Die Wahrheit wird euch freimachen"
S.135, 1946. Der jetzige Wiederaufbau des Turmes von Babylon ist jedoch eine glatte
Backpfeife oder Ohrfeige für die gesamte als falsche Prophetie erwiesene
WT-Babylon-Vernichtungs- und Weltendeverkündigung, zuletzt für das Jahr 1975.
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