Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 127
In dieser Ausgabe findet sich die reißerische Vorankündigung für die nächste CV-Ausgabe (Nr. 128):
Ein "M a n n der G e s e t z 1 o s i g k e i t" - doch als "Mann des Glaubens" wollte er gerne gesehen werden .... Über Jahrzehnte betrog er als Zeuge Jehovas Brüder und Schwestern, betrog mit seinen Praktiken in seiner "Praxis" Patienten und Staat um riesige Summen! … Eigennutz statt christlicher Bescheidenheit ! - CV prüft Briefe und Meinungen von Brüdern und Schwestern aus vielen Orten… "Entzieht dem 'stinkenden Bock' die Gemeinschaft", sagen sie."
Es handelt sich dabei um den Fall des Heilpraktikers Albin K., der auf keinem Fall unkommentiert bleiben kann. Dies ist bereits früher geschehen und ich bitte weiteres dazu zu entnehmen aus: Heilpraktikerszene

In der eigentlichen Nr. 128 ist dazu nichts enthalten. Man hatte die Sache offensichtlich so "gedeichselt", einen zweiseitigen sogenannten "Sonderdienst Nr. 1" dieser Ausgabe als Beilage beizulegen. Da dieser "Sonderdienst" vorliegt, wird am Ende dieser Internetausgabe der CV, ein entsprechender Link dazu geschaltet.


CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER, GD, GERA/THÜR, DDR

Nr. 127 GERA 1980

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VERSCHLEISS EINER NEUEN GENERATION
WAS FÜR DIE 70er JAHRE ALLER WELT VERSICHERT WURDE
LEHREN - JA!
VERANTWORTEN - NEIN!
"WAHRHEITSZEUGEN?"
Was sagt man nun in Bad Doberan Thale, Potsdam, Dresden und anderswo ?
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"LASTTIERE" DER WTG
LOB, AUSHARREN, BALD KLARER KURS, WENIGER ANFORDERUNGEN, KEINE BEFREIUNG VOM "AUFTRAG"
Liebe Leser,
Liebe Brüder und Schwestern,
"Liebe Königreichsverkündiger! Wir möchten Euch loben", sind die ersten Worte der WTG im Januar 1980.(I/80). Das möchte ja wohl auch sein, sind sie doch die " LASTTIERE " der WTG. Nur sie brauchen dieses Lob nicht. Dienen sie der WTG ? Aber mit diesem Lob sollen sie in eine zufriedene und geschmeichelte Stimmung versetzt werden.

Ein "Wohlgetan" soll sie beseelen. Wer würde jemanden, der ihn lobt, als Antwort etwa tadeln? Nur zu gerne hören viele ein Lob.
Die WTG muß jetzt eine Atmosphäre schaffen, in der sie selbst nicht ins Kreuzverhör gerät. In der sie nicht gezwungen ist, vor ihrer Tür zu kehren. In der sie nicht zur Rechenschaft gezogen wird. In der nicht s i e gedrängt wird. In der sie eher andere bedrängt, schubst und beschäftigt. Der Balken ihrer 1975-Endzeitirrlehre ist allzu gewaltig. Ihre Schuld läßt sie nicht zur Diskussion stellen.

"..Ermunterung in der Bruderschaft auf der ganzen Erde, denn sie hören, daß Ihr ausharrt…", so werden alle untereinander im Kreise gedreht, wird einer benutzt, um den anderen "anzuspornen", in Trab zu halten. Nicht die WTG sollen wir nunmehr mit 1980 kritisch befragen, daß in den 70er Jahren doch alles zu Ende sein sollte, sondern das "Werk" bedingungslos weiter tun !
"… Euch durch nichts beirren laßt. Damit zeigt Ihr, daß Ihr wie Jeremia in alter Zeit, Euch von Jehova gebrauchen laßt."

Was für glatte Worte! NICHT wie Jeremia! Denn Jeremia war kein falscher Prophet wie die WTG, mit der Gott nach 5. Mose 18: 20-22 nichts zu tun haben kann!
Die WTG beirrt nicht nur, sie ist mit 1975 ein nachgewiesener Endzeitirrweg, für den die "Gesellschaft" nicht nur "teilweise mitverantwortlich" ist, sondern hauptverantwortlich ist!

Sie weiß nur zu genau, daß mit dem Ende der 70er Jahre ihre Endzeitlehren wieder haltlos zusammengebrochen. sind. Daß ihr nichts weiter bleibt, als an erster Stelle mit ausharren und nochmals ausharren alle weiter hinzuhalten, bis sie den neuen Kurs für die nächste Generation abgesteckt hat. Wieder im Namen Gottes natürlich.

Ihre "glatten Worte" dazu: "Wir haben alle gut verstanden, daß wir, wenn wir uns einmal schwach fühlen, nicht aufgeben sollten. Im Gegenteil, dann nahen wir uns Jehova im Gebet. Dies tun wir wiederholt, beharrlich. Ja, wir
v e r h a r r e n darin.
Ihr kennt die Belohnung derer, die im Gebet v e r h a r r e n. Apg. 1:14.
Pfingsten erlebten sie eine Antwort, die ihnen den klaren Kurs zeigte. Wahrlich, ein sehr geschickter Glaubens- Und Bibelmißbrauch für einen neuen Endzeitkurs nach der falschen Prophetie von 1975. Das förmliche Beschwören des Verharrens veranschaulicht, wie gefährlich die Zahl derer schon ist, die mit der WTG nun Schluß machen. Jahr um Jahr seit 1975 geht es rückwärts. Wenigstens der Rückgang soll aufgefangen werden. Jeder braucht nur noch "gemäß seiner Kraft den Dienst zu verrichten". Hilfspioniere nur noch "40 Predigtdienststunden". Auch wenn sie die nicht haben, können sie bleiben. "Weniger als eine volle Stunde" gilt nun schon als regelmäßiger Verkündiger. Es wird nicht mehr "nach Stunden gefragt ". Als ob ihr 100-jähriges Endzeitirrwerk ebenfalls von Gott sei, wird dann aber geschulmeistert: Die Jünger baten nicht, von ihrem Auftrag befreit zu werden oder von den Drohungen der Feinde der Wahrheit verschont zu werden. Sie kannten den Auftrag Jehovas, seine Zeugen zu sein.

Sie haben den Herzenswunsch, Gottes Wort weiterhin mit allem Freimut zu reden."
Nein, die Millionen Zeugen Jehovas lehnen die Jüngerschaft Jesu in Wirklichkeit ab.
Sodann verbreitet die WTG nicht endzeitliche Wahrheit, sondern erwiesen endzeitliche falsche Prophetie.
So ist es nur berechtigt, davor zu warnen. Auch hatten die Jünger nicht den Auftrag, Zeugen Jehovas, sondern Zeugen Jesu Christi zu sein. Apg. 1:8.

Schließlich können Falschprophetien nicht Gottes Werk sein, für die wir Herzenswunsch der Jünger Christi zitieren könnten. Keine Zeile der WTG-Schulmeisterei hält einer christlichen Überprüfung stand. Wenn wir das jetzige schmeichelnde Loben, die beschwörende Forderung auszuharren, die Ankündigung eines neuen "klaren Kurses", die Zurücknahme der Stundenforderungen und die drohende Schulmeisterei der WTG betrachten, dann erkennen wir darin nur allzudeutlich das verdeckte Schuldbewußtsein eines falschen Propheten, der als solcher unerkannt, weitermachen will.

Wie zeitgemäß sind doch die Worte: "Vergewissert Euch über alle Dinge, haltet fest an dem, was recht ist." 1. Thess. 5:21 NW .
Eure Brüder
CV - Redaktion

IM DIENST EINES FALSCHEN PROPHETEN!
Was sagen sie nun wohl in Bad Doberan, Thale/Harz, Potsdam, Dresden und anderswo ?
"Für 1975 haben wir kein Ende verkündigt" und "1975 haben wir nie verkündigt", und gar, da arbeite CV eher mit falschen WTs; in dieser Tonart wurde bestritten und geleugnet.
Lagen die Beweise auf dem Tisch, dann wurde dreist der WT-Text anders gedeutet als er dastand. Hinterher sagte man dann oftmals unter sich "wir können doch CV nicht Recht geben", und rühmten sich ihrer "theokratischen Kriegslist"

Erschüttert standen CV-Mitarbeiter oft vor solchen "WAHRHEITSZEUGEN". Und keiner solcher "Wahrheitszeugen" hatte Hemmungen, Skrupel oder Bedenken, andere Menschen weiter auf' diese Weise unter die falsche Endzeitfahne des WT zu holen.
Bald, wird es nun überall bekannt sein, was die WTG, die Zeugen-Führung, im Jahrbuch 1980 jetzt offen zugibt, nämlich, daß sie das Ende für 1975 verkündigen ließ und für diese Verkündigung verantwortlich ist:

DIE BRÜDER SCHÄTZEN AUCH DIE OFFENHEIT, DIE IN DIESEM VORTRAG ZUM AUSDRUCK KAM, INDEM Z. B. ZUGEGEBEN WURDE, DASS DIE GESELLSCHAFT FÜR DIE ENTTÄUSCHUNG, DIE EINE ANZAHL BRÜDER IN VERBINDUNG MIT DEM JAHR 1975 VERSPÜRTEN, TEILWEISE MITVERANTWORTLICH IST. (S.30).
Nun, Ihr lieben Brüder Siegfried und Peter in Bad Doberan, Schwester Hanna in Potsdam, Bruder Kurt in Thale, Ihr lieben Brüder Hermann und Rolf und Schwester Carmen in Dresden und ihr Brüder und Schwestern anderswo, da habt ihr die Bestätigung der obersten Leitung der Zeugen in Brooklyn!

Nun sagt die WTG selbst, daß sie für eine weltweite falsche Verkündigung "teilweise mitverantwortlich", d. h. verantwortlich ist, also ein falscher Prophet ist! Eine einzige falsche Prophezeiung im Namen Gottes ist nach 5. Mose 18: 2022 schon zuviel.

1975 WAR NACH 1914, 1918, 1925 UND 1945 SCHON DIE 5. FALSCHE WTG-WELTENDEPROPHETIE FÜR ALLE AUFRICHTIGEN DAS SIGNAL ZUM AUFBRUCH

CV - ZJ in Potsdam
"ICH HABE DAS NICHT GESCHRIEBEN UND DAHER NICHT ZU VERANTWORTEN!"
CVN Potsdam. Wir berichten zu einem weiteren Schwerpunkt der Auseinandersetzung: CV - ZJ-Älteste an einem Mittwochabend in Potsdam.

Die Brisanz der Auseinandersetzung ist begründet mit dem Wort in Jakobus 3:1, wonach "Lehrer ein um so strengeres Gericht empfangen werden, weil sie andere lehren.
BRUDER E. ÜBERZEUGTE SICH UND LEGTE ES SCHWEIGEND WIEDER HIN
Es ging um die politischen Aussagen des WT vom 1. März 1974 unter dem antikommunistischen Titel " Warum ist die Religion um Frieden mit dem Kommunismus bemüht?". Zuvor war den Brüdern vor Augen gehalten worden, wie die WTG vor Gott und aller Welt ständig behauptet, "politisch streng neutral" zu sein. (WT-Präambel Seite 2), in Wirklichkeit aber seit Jahr und Tag im Zusammenhang mit der Verkündigung eine dem Kommunismus gegenüber feindselige, politische Tätigkeit betreibt. So leitet der WT vom 1. März 1974 die Zeugen Jehovas u. a. an,
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ERWARTET DIE SONDERAUSGABE NR. 1 1980
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den Vatikan anzuprangern, weil er "den kalten Krieg mit der kommunistischen Welt eingestellt hat und sich immer mehr der Koexistenz mit roten Regimen nähert". Die Kirchen werden angegriffen, weil sie sich um Frieden mit dem Kommunismus bemühen. Das wird als "Kompromisse" und "unmoralische Beziehungen" geschmäht. Alle diese christlichen Friedensbemühungen werden als abscheuliche "Hurerei" verteufelt. Die millionenfache Aufforderung in 74 Sprachen dazu lautet dann in antikommunistischem Sex-Jargon: "Wenn du daher Gott wohlgefallen möchtest, darfst du kein Teil der Religion sein, die mit Gotteshassern "ins Bett gegangen ist". (S.132). Die politische WT-Aussage ist eindeutig: Kein wahrer Christ dürfe Frieden mit dem Kommunismus machen. Für einen wahren Christen gäbe es keine Koexistenz. "mit roten Regimen", d.h. mit Regierungen der sozialistischen Länder, nur fortgesetzten kalten Krieg gegen sie. Wer Gott wohlgefallen möchte, habe den Krieg gegen den Kommunismus unabänderlich fortzusetzen.

Ist angesichts dessen die ständige WT-Behauptung, "politisch streng neutral" zu sein, nicht eine skrupellose politische Irreführung der Weltöffentlichkeit? Bitte, überzeugt euch doch, wurden sie aufgefordert. Angesichts dessen hielt es unser Bruder E. nun doch für angebracht, sich von dieser' antikommunistischen Hetze zum Krieg gegen den Kommunismus selbst zu überzeugen. Er nahm den WT vom 1. März 1974 von CV entgegen, schaute sich Titelseite an und Impressum, schaute sich diese antikommunistischen friedensfeindlichen und auch kriegshetzerischen WT-Aufforderungen an. Schweigend legte er es dann wieder zurück. Da gab-es nichts zu bestreiten. So sagte er zu diesem Thema besser überhaupt nichts.

DEN KERN DER WIRKLICHKEIT KAUEN
Es war ein schmählicher Zusammenbruch der politischen WTG-Neutralitätsheuchelei vor unseren beiden Interessierten, die auf der Ofenbank saßen und zuhörten. Ob unser alter Bruder E. überhaupt begreift, was sein schweigender Blick auf dieses WTG-Dokument bedeutete? Oder geht es ihm so, wie es der Dichter und Lyriker Rainer Maria Rilke sagte: "..Augen, die durch die Bücher schauen, gewohnt, alles aufgelöst zu trinken, anstatt den Kern der Wirklichkeit zu kauen."

FLUCHT IN DIE VERANTWORTUNGSLOSIGKEIT
Nicht ein einziger CV-Nachweis konnte widerlegt werden. Was also tun? CV zustimmen, daß die WT-Organisation eine üble politische Aggressivität und Neutralitätsheuchelei betreibt? Das wäre die perfekte "Rebellion" mit allen Konsequenzen gegen die WTG. Die WTG-Politik verteidigen? Dann würde man gar vor Interessierten den Beweis liefern, daß man selbst ein politischer Neutralitätsheuchler ist, um nicht mehr zu sagen.

"Ich habe das nicht geschrieben und daher nicht zu verantworten", stieß unser Bruder Ältester F. schließlich hervor. Natürlich hatte er das nicht geschrieben. Aber er das nicht zu verantworten?
Er mußte sich belehren lassen, daß man als erwachsener Mensch für jedes Wort verantwortlich ist, das man verbreitet, mündlich oder schriftlich. Gesetzlich und juristisch verantwortlich! Nur Kindern, Unmündigen und Unzurechnungsfähigen wird dies erlassen. Natürlich liegt hier eine Art gespaltenes Denken vor, ein Selbstbetrug. Denn die Organisation lehrt in der Tat, daß die Zeugen Jehovas das, was sie verkündigen, nicht zu verantworten haben. Es komme "von Gott". Ein Zeuge Jehovas habe darüber, gar nicht erst zu befinden. Im WTG-Buch "Die Neue Welt", S. 349, lesen wir über diese zum "Willen Gottes" erhobene WTG-Verkündigung:

"Dies kann er tun, ohne dem Geschöpf besonders dem Menschen, der geweiht ist, Gottes Willen bedingungslos zu tun seine Vorsätze zuerst vorzulegen, damit er sie zensiere und genehmige… Seine Taten und sein Verfahren sind erhaben über alle Zensur, die Geschöpfe ausüben mögen, und verdienen nicht, daß man sich darüber beschwere, selbst wenn man sie nicht verstände. Jehova fragt nicht nach der Meinung unwissender Geschöpfe."

DAS GEISTIGE RÜCKGRAT AUCH GEBROCHEN ?
Langjährigen Dienern in der Organisation ist durch diesen Wachtturmanspruch mit der Zeit das geistige Rückgrat nahezu gebrochen worden. Und zwar mit einem geistigen WT-Terror, der den kleinsten kritischen Gedanken gleich mit "Wasserstoffbomben" auslöscht. Wir lesen dies im WT vom 1. Juli 1957, Abs. 5, S. 408/409 wie folgt:

"Es mögen Dinge in der Organisation geschehen, die wir nicht verstehen. Die Diener mögen einer Handlungsweise folgen, die wir als unrichtig erachten. Deswegen Kritik zu üben, würde eine unvernünftige Haltung verraten … Nur wenige von uns verstehen die Tatsachen bezüglich der Kernphysik, nicht wahr ? Aber die Wasserstoffbombe beweist sicherlich, daß die Folgerungen ihrer Hersteller auf Tatsachen beruhen und daher richtig sind. Somit wären wir nicht so töricht, und würden die Explosion einer Wasserstoffbombe im eigenen Garten zulassen, nur weil wir ihre Wirkung nicht kennen! Nun kann sich aber eine unvernünftige, respektlose Haltung innerhalb der Familie Gottes ebenso unheilvoll auswirken, wie die Auslösung einer Wasserstoffbombe."

Der Geist der gnadenlosen Unterdrückung und rücksichtslosen Ausrottung jeder Kritik ist in der Organisation allgegenwärtig. Mit den Jahren ist unter diesem ständigen direkten und indirekten Druck und WT-Anspruch bei gar vielen das Gewissen bar jeden eigenen Verantwortungsbewußtseins geworden und es bedarf stärkster Konflikte und Auseinandersetzungen, um sie hieraus wieder aufzurütteln. Vielleicht hat unsere Auseinandersetzung in Potsdam eine solche Wirkung. (wird fortgesetzt)

WER AUFRICHTIG IST, MUSS SICH AUS DER WTG-UNTERORDNUNG ERHEBEN !
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Ein "M a n n der G e s e t z l o s i g k e i t" - doch als "Mann des Glaubens" wollte er gerne gesehen werden .... Über Jahrzehnte betrog er als Zeuge Jehovas Brüder und Schwestern, betrog mit seinen Praktiken in seiner "Praxis" Patienten und Staat um riesige Summen! … Eigennutz statt christlicher Bescheidenheit ! - CV prüft Briefe und Meinungen von Brüdern und Schwestern aus vielen Orten… "Entzieht dem 'stinkenden Bock' die Gemeinschaft", sagen sie.
… CV - REPORT 1 … BERICHTET IN NUMMER 128
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W A R U M I C H M I C H V O N D E N Z E U G E N J E H O V A S
W I E D E R A B W E N D E N M U S S T E (2)
Zeit der Läuterung
Eines Tages trat eine familiäre Trennung ein. Ich wurde verhaftet. Im Grunde hatte ich nur die Wt-Denkweise, die Staatsorgane sind der Feind, in eine Tat umgesetzt.
Ich hatte dazu zwar nicht den Segen der Organisation. Aber ausgeschlossen haben sie mich deshalb nicht. Auch für sie ist ja der Staat der Feind, mit dem alle Freundschaft verboten ist. Im Strafvollzug hatte ich nun viel Zeit, vieles zu lesen und über meine Fehler nachzudenken. Sie bemühen sich sehr, einen Betroffenen zur Überprüfung seines Verhaltens und seiner Verfehlungen, zu Einsicht und Sinnesänderung zu helfen. Ich hatte Zeit, vieles überhaupt erstmals richtig zu durchdenken. Ich mußte einsehen und erkennen, daß dem gesellschaftlichen und staatlichen Leben biologische, physikalische, wissenschaftliche, technische, humanistische und soziale Gegebenheiten und Tatsachen zugrunde liegen, denen die betreffenden Wt-Lehren absolut widersinnig sind. Man kann sich nicht hinstellen und allen Nationen predigen, es ist zwecklos, die Zustände zu verbessern. Da gerate ich mit allen diesen Gegebenheiten und Tatsachen in Widerspruch. Mußte ich erst viele Tage " in die Wüste" gehen, um hierüber richtig nachzudenken.

Ich habe lange mit mir gekämpft, bleibe ich oder bleibe ich nicht Zeuge Jehovas. Aber wenn ich die Wt-Lehren genau durchdenke, dann sehe ich, daß sie nicht von Gott sind. Gott könnte den Menschen nicht predigen lassen, was ihnen das soziale und politische Handeln unmöglich macht und damit jede staatliche Existenz infrage stellt. Ich mußte mich entscheiden, ob ich weiter predigen wollte.

Die Warnung des Wachtturm, "Wer die Organisation verläßt, verläßt Jehova und wird unweigerlich zu Tode kommen", hat mich darum überhaupt nicht länger beschäftigt. Ich habe sie bald innerlich links liegen lassen.
Sie ist eine Drohung, ein psychologisches Zwangsmittel, ohne jede Glaubwürdigkeit, ohne Überzeugungskraft. Man muß die Organisation verlassen, wenn ihre Lehren nicht stimmen. Die Organisation wird ja wichtiger gemacht, als ihre Lehren! Natürlich mußten meine Erkenntnisse und Entscheidungen noch einer letzten Überprüfung unterzogen werden, wenn ich die Gelegenheit habe zur direkten Aussprache.

Die Bedeutung der "Christlichen Verantwortung" ( CV )
Bei meiner Entscheidung für das weitere Leben kamen mir die vielen Briefe meiner Eltern zur rechten und guten Zeit. Sie schrieben viel, worüber ich nachdenken mußte. Sie schrieben mir, daß sie mit der Studiengruppe "Christliche Verantwortung" (CV) Verbindung haben, und leiteten alles Informatorische zu. Ja, die Abkehr von der Organisation wäre nur der eine Schritt, besseres christliches Verstehen müßte der nächste sein. Meine Eltern freuten sich riesig, daß ich der Organisation nicht mehr bedingungslos glaubte.

Nun sollten sich meine Erkenntnisse noch weiter mehren! Nach meiner Entlassung unterhielt ich mich alsbald mit den Brüdern und Schwestern von CV. Ich muß sagen, mich schockierten die Hintergründe Tatsachen über die Organisation, die diese Leute in so mühevoller und aufopferungsvoller Arbeit sammeln und veröffentlichen. Das ist einmalig. Sie werden von der Organisation ja auch entsprechend angefeindet und mit übelsten religiös-politischen und antikommunistischen Diffamierungen verfolgt. In den Äußerungen der Organisation über CV kommt der ganze vom Wachtturm gepredigte antikommunistische und staatsfeindliche Haß hemmungslos zum Vorschein, den sie hinter dem Schild "politisch streng neutral" in Wirklichkeit predigt. Ich bin den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von CV sehr dankbar für allen Aufschluß den sie mir ermöglichen, um meine eigenen Entscheidungen zu treffen.

Die Aufbrüche in Dresden vor mir
Zuerst möchte ich das Beispiel von Schwester W. aus Leuben-Zschachwitz nennen, worüber in CV 94/1977 berichtet wird. Ich habe ihre öffentliche Distanzierung von den antikommunistischen und staatsfeindlichen Wt-Verkündigungen gelesen, Das war sehr mutig gegenüber der Organisation. Sie hat sich sogar die CV-Hinweise dazu persönlich notiert, um selbst gegenüber der Organisation Beweis in dieser Sache führen zu können. Ich kann mir jedoch sehr gut vorstellen, daß mancher sagt, sie hat das nur aus "Theokratischer Kriegslist" getan, also zur Täuschung. Das kann ich aber nicht glauben, weil ein Christ ehrlich ist, wenn er vor anderen Rechenschaft über seinen Glauben gibt. 1. Petrus 3:15. Sie gibt ein gutes Beispiel in Dresden.

Weiter haben mich die beiden Erklärungen der Geschwister Knappe in CV 109/78 und 111/78 sehr beeindruckt. Auch sie haben wirklich Zeichen in Dresden gesetzt für andere. Besonders beeindruckt wie sie die Bevormundung und Entmündigung in der Organisation darlegen. Auch die kriminelle Geldpraxis der Organisation wird angesprochen. Das wissen viele überhaupt nicht, daß man auf diese Weise in der Organisation kriminell werden kann. Das ganz allein reicht schon hin, haltzumachen.

Ein mütterliches Vorbild
Auch die Entscheidung von Schwester W. aus Leuben-Zschachwitz gegen den Wt-Blutkult ist vom Standpunkt einer Mutter her eine ermutigende Entscheidung. Welche Mutter würde im Ernstfall ihr Kind durch Verweigerung einer Bluttransfusion in den Tod schicken? Mutig verteidigt Schwester W. hier die christliche Freiheit gegen den Wt-Blutkult. Auch unsere kleinen Kinder kann das treffen. Ich habe reich inzwischen überzeugt, daß der Wachtturm diesen Blutkult erst selbst 1945 erfunden hat. Wie könnte man sich mit Blutschuld an seinen Kindern belasten! Wie ich hierzu erfuhr , mußte der Wachtturm vom 15. Mai 1978 in einer Leserfrage eingestehen, daß er bis dahin viele Ehen durch selbsterfundene sexuelle Weisungen mit Gemeinschaftsentzug kaputtgemacht hat. In Wirklichkeit haben dafür "deutliche biblische Anweisungen" überhaupt nicht vorgelegen. Für den Blutkult fehlen "deutliche biblische Anweisungen" in gleicher Weise. So bin ich unbekannterweise der Schwester W. dankbar, sie ist ein Pionier in dieser Frage. Nur wenige haben den Mut, vorzugehen.

Anfeindung nie zuvor
Ich lese Ausgaben von CV und andere Dokumentationen über die Organisation. Dabei wird mir immer bewußter, mit welchen Leuten es man bei der obersten Wachtturm-Leitung zu tun hat. Der Geist, den sie verbreiten, gleicht dem von Wölfen im Schafspelz! Damals, als ich noch Zeuge Jehovas war, hatte ich nicht im entferntesten solchen Anfeindungen von "Weltmenschen standzuhalten, wie jetzt von Zeugen wo ich in ihren Reihen nicht mehr mitmachen kann. Ihre "strenge politische Neutralität" war nur eine Fassade. Hervor treten Intoleranz, Abschneiden, Redeverbot, Dämonisierung, Verteufelung, Isolierung , Verfeindung und Anfeindung. Gnadenlos wird auf diese Weise jeder verfolgt, der es wagt, gegenüber der Organisation nicht zu schweigen. Ich verstehe jetzt, daß ein schwacher Mensch allein schon aus Angst vor diesen Methoden lieber still ist. Was kann man allein auch schon tun.
Mögen meine Erfahrungen
vielen zum Nachdenken dienen

Ich fürchte die Anfeindungen nicht, die mir nun von den pseudochristlichen Wachtturm-Leitern zuteil werden. Ich bin vielleicht mehr bestrebt, daß wir wieder realen christlichen Boden unter die Füße bekommen für unsere Familie, besonders für die Zukunft. Vor allem muß die beispiellose und einmalig falsche Endzeitprophetie des Wachtturm erkannt werden. Unsere Kinder sollen nicht zu der nächsten Generation gehören, die der Wachtturm endzeitlich täuscht, wie die Generationen der vergangenen ersten hundert Jahre. Eltern haben die Pflicht, sich richtig sozial zu orientieren. Die zugeschlagenen Türen der Organisation beweisen Verantwortungslosigkeit. Sie hat sich damit in Wirklichkeit den schlechtesten Dienst erwiesen. Durch die Wachtturm-Lehren sind wir nun einmal in diese Auseinandersetzung gestellt. Im Interesse unseres gemeinsamen Ehe- und Familienlebens und der Zukunft der Kinder muß sie ausgetragen werden. Schon gar nicht können wir uns weiter der hundertjährigen falschen Endzeitprophetie zu anderen Menschen begeben. Für uns selbst müssen wir dementsprechend positive Konsequenzen für unser weiteres gemeinsames Leben ziehen.
Michael Haertel, 8030 Dresden, Wöhlertstr. 1 a

D i e W a c h t t u r m g e s e l l s c h a f t w i l l e i n e n e u e G e n e r a t i o n  v e r s c h l e i ß e n
- WTG-Jahrestext und WTG-Tagestexte für 1980 geprüft -
Noch im Laufe des gegenwärtigen Jahrzehnts werde das Reich Gottes auf Erden anbrechen mußten Jehovas Zeugen auf WTG-Geheiß für die 70er Jahre verkündigen. (Erwachet 22.4. 1972). In Wahrheit war das eine weltweite falsche Prophetie, wie nun jeder wirklich selbst sehen kann. Kein Zeuge kann länger vor die Menschen als glaubwürdig hintreten. Mit dem Jahrbuch 1980, S.30, die Gesellschaft sei "teilweise mitverantwortlich" für den Irrglauben von 1975, liegt faktisch das Eingeständnis eines falschen Propheten vor, der damit seine Unglaubwürdigkeit selbst bestätigt. Wenn ein falscher Prophet zugibt, daß er falsch prophezeit hat, ist er dann kein falscher Prophet mehr? Damit kann man doch nur Arglose täuschen, die die WTG-Geschichte gar nicht kennen.

Hier, was dieser "treue und kluge Knecht" nach seinen Weltende-Irrlehren von 1914, 1918 und 1925 der Welt versprach:
"Jehovas Getreue auf der Erde wurden in ihren Erwartungen für die Jahre 1914, 1918 und 1925 in etwa getäuscht, und ihre Enttäuschung hielt eine zeitlang an. Später lernten die Treuen, daß, obwohl jene Daten in der Heiligen Schrift in bestimmter Weise festgelegt sind, sie dennoch keine Daten mehr für die Zukunft festsetzen und nicht vorraussagen sollten, was sich an einem gewissen Zeitpunkt ereignen werde, sondern daß sie sich, was die einzutretenden Ereignisse betrifft, auf Gottes Wort verlassen sollen, was sie auch tun." (WTG-Buch, Rechtfertigung 1/1931, S.332, Magdeburg). Der "Knecht" ist zwar klug, das muß man zugeben. Angesichts des Geständnisses von 1932, auch Jahre nach diesen Irrlehren erst, ist das Geständnis auch der Verantwortung für die 1975-Enttäuschung, die 1975-Irrlehre, das Offenbarwerden einer bewußten endzeitlichen falschen Prophetie und Verlogenheit. Oder wie soll man das sonst anders bezeichnen? Sie rechnen darauf, daß niemand ihre früheren Versprechungen groß nachprüfen kann.

DER JAHRESTEXT FÜR 1980
"Und nun, Jehova … gewähre deinem Sklaven, daß sie dein Wort fortgesetzt mit allem Freimut reden." Apg. 4:29 NW. Was bedeutet dieser für 1980 gewählte Text in Wirklichkeit? Denn daß hier nichts von Jehova ist, beweisen 1932 und 1975 unwiderruflich. Der Inhalt des Textes ist vorher genau auf seine jetzige Verwendbarkeit geprüft worden, Silbe für Silbe. Sehen wir uns das an:

"Und nun…", das soll glauben machen, es sei folgerichtig und selbstverständlich, daß es weiter geht.
"Jehova…gewähre…", das soll glauben machen, Jehova verlange das nicht nur, es sei sogar ein Vorrecht von Gott, weitermachen zu dürfen, er gewährt es! Dem willst du dich entziehen?
" … deinen Sklaven ..", ein Sklave war ein ohnmächtiges und gehorsames Werkzeug seines Herrn. Nicht ohne Hintergrund gibt die WTG dieser Übersetzung vor den Bezeichnungen "Knecht" oder anders den Vorzug! Mit der Wahl dieser textlichen Form soll jeder in dem Glauben, Gott zu dienen, in Ohnmacht in der Organisation gehalten werden. Dagegen, wirklich ein Sklave Gottes zu sein, wäre glaubensmäßig schließlich nichts einzuwenden. In Wirklichkeit will die WTG die Zeugen jedoch wie Sklaven beherrschen. Das ist Verleumdung? Keineswegs! Sagte sie doch unmißverständlich von sich selbst:

"… was immer der treue Sklave tut … daß er das Werk Jehovas tut. Daher ist der Wille des Sklaven der Wille Gottes. Rebellion gegen den Sklaven ist Rebellion gegen Gott" (WT 1. 8. 56, S. 474). Du sollst Dich also als Sklave weiterhin unter den Willen der WT-Gesellschaft beugen. Ihr Wille sei der Wille Gottes. Das ist nicht nur eine Anmaßung des Gott-gleich-seins. Das ist ein Emporschwingen über Gott und sein Wort selbst! Und du sollst es nicht merken.
"…dein Wort …",man soll weiter glauben, mit dem WT predige man Gottes Wort, während es doch nur eine von Fehlern und Enttäuschungen geprägte Auslegung oder Erklärung des Wortes Gottes ist. Aber auch das sollst du in-seiner Bedeutung erkennen.
" ..fortgesetzt reden…", hier kommt es besonders auf das Wort "fortgesetzt" an, denn geredet wurde ja bisher ohne Unterlaß. Das ist aber nun eine ganz besondere Sinngebung des Wortes "reden". Nach dem griechischen Text von Nestle heißt es nur "zu reden". Die WTG-Interlinear-Übersetzung macht daraus schon ".redend sein". (to be speaking). Die WTG-NW-Übersetzung verändert den Sinn noch weiter und sagt gar "fortgesetzt reden". Da ist es nun ein Leichtes, das Fortsetzen des WTG-Werkes auch nach der Irrlehre von 1975 in den Text hineinzulesen.

DER WTG-KOMMENTAR ZUM JAHRESTEXT 1980
Die vorherrschenden emotionalen oder das Gefühl ansprechenden Vokabeln zu diesem Jahrestext sind:
"Durch nichts beirren lassen, nicht aufgeben, beharrlich, darin verharren, fortgesetzt, unentwegt, nicht vom Auftrag befreit, nicht einschüchtern lassen, Werk geht weiter voran, weiterhin verkündigen" (I/80). Jedes vernünftige Überlegen soll in diesen reinen Gefühlsargumenten untergehen. Ein einziger emotionaler Druck auf das Gemüt. Die Ratio, dein Verstand würde dir sagen, so geht es doch nicht; man kann doch keinem falschen Propheten unentwegt, fortgesetzt, beharrlich und immer weiter folgen.

Angesichts der skrupellosen WTG-Endzeitverlogenheit vor Gott und aller Welt, wie das scheinheilige Versprechen der WTG von 1932, keine Daten mehr festzusetzen, beweist, laßt uns einen entsprechenden Vergleich ziehen. "Meine Ehre heißt Treue" - war der Wahlspruch der faschistischen SS. Als ihre Verbrechen dann am Pranger standen, nahmen gar viele den Strick. Es muß immer gefragt werden, Treue wem? Das heißt Treue nur dem, der Treue verdient. Das gilt auch für die WTG! Dein Glück mag bisher unter der WTG sein, daß dir zu den falschen WTG-1914-1918-1925-Daten und dem Versprechen von 1932 keiner etwas vor Augen führen konnte! Wieder soll nun mit gefühlsmäßigen Treue-Appellen dein Verstand, dein vernünftiges Überlegen erschlagen werden, um die nächste Generation zu betören.

WAS DIE TAGESTEXTE VOM 1. JANUAR 1980 UND 31. DEZEMBER 1980 ERKENNEN LASSEN!
Wir brauchen nur diese beiden Tagestexte zu sehen, dann erkennen wir das ganze weitere Programm, über 1980 hinaus! Schaut nur hin!
Der Text für den 1. 1. lautet:
"Wenn wir leben, so leben wir Jehova, und auch wenn wir sterben, so sterben wir Jehova" (Römer 14:8). Es ist also auch 1980 kein "Ende" zu erwarten. Die alte Generation hat sich auf ihr Sterben, auf ihr Vergehen einzustellen. Die neue Generation auf das Weiterführen des WT-Werkes im Namen Jehovas natürlich. Das ist ein Zynismus ohnegleichen, hat man doch der 1914-Generation im Namen Jehovas und Jesu hoch und heilig verkündigt, sie würde "nicht vergehen". Ja, aller Welt hat man das verkündigt!

Der Text für den 31. 12. lautet:
"Nicht ihr habt mich auserwählt, sondern ich habe euch auserwählt, und ich habe euch dazu bestimmt, daß ihr hingeht und fortgesetzt Frucht tragt und daß eure Frucht bleibe". Joh. 15:16). Die WTG-Willkür mit diesem Text für die Zeugen springt einem Bibelkenner sofort ins Auge. Der Text ist für die Zeugen überhaupt nicht anwendbar, da sie gar nicht zu den "Auserwählten" gehören und gehören wollen. Mögen sich die 9 762 "Auserwählten" (1979) der WTG allenfalls selbst angespornt fühlen. Für die Millionen Zeugen ist das ein Bibelmißbrauch. Was die WTG damit für sie jedoch will, ist allein dieses:

Nicht sie haben etwas zu entscheiden, es wird über sie entschieden. Nicht sie haben etwas zu bestimmen, über sie wird bestimmt, nämlich hinzugehen und weiterzumachen. So wie die WTG es bestimmt und entscheidet. Hinein ins Jahr 1981 und immer weiter …
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------- "Eine Gemeinschaft von kritischeren Brüdern hat sich hier gefunden …" -
…UNRUHE IM ÖSTLICHEN BEZIRK UNSERER REPUBLIK …
- Mehr dazu in unserer Ausgabe 128 -
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Unsere Erzählung:
Die WT-VERTUSCHUNG DES FROST-VERRATS
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Lassen wir nun das Jahrbuch 1974 der Zeugen Jehovas sprechen. Wir lesen auf Seite 158 zunächst folgendes:
Nun, nachdem Bruder Frost verhaftet worden war, übernahm Heinrich Ditschi die Verantwortung für das Werk, so, wie es in Luzern anläßlich der Besprechung mit Bruder Rutherford beschlossen worden war. Er sah nun seine erste Aufgabe darin, den „offenen Brief" herauszubringen. Daher trat er sofort mit Bruder Strohmeyer, der in Lemgo wohnte, in Verbindung Bruder Strohmeyer und Bruder Kluckhuhn waren gerade erst aus dem Gefängnis entlassen worden, wo sie eine Strafe von sechs Monaten verbüßt hatten, weil sie das Jahrbuch 1936 gedruckt hatten. Doch Bruder Strohmeyer sagte seine Hilfe zu. Nun galt es, wieder Matrizen aus der Schweiz zu beschaffen. Diesmal aber waren es Pappmatern, die zuerst von den Brüdern stereotypiert werden mußten, um die Druckplatten für die Schnellpressen zu erhalten. Bruder Ditschi hatte die Matern aus der Schweiz besorgt…

Für mich ist sehr auffallend, daß die Brooklyner Führerschaft des Jahres 1974 den Namen eines der bewährtesten Diener des damaligen Zweiges Deutschland nicht richtig zu schreiben weiß.
Aber verfolgen wir nun weiter, was die Jahrbuchschreiber über Heinrich Ditschi (keineswegs mit 'ie' geschrieben!) zu berichten wissen. Wie zu erwarten, werden es zunächst positive Dinge sein. Der berühmte „Pferdefuß" wird sich später zeigen!

Da man die „Blitzaktion" des Jahres 1937, organisiert von Bruder Ditschi, nicht streichen möchte, da sie das ansehen der Wachtturmgesellschaft aufpolierte, wollte und sollte, schreibt das Jahrbuch 1974 auf Seite 159 folgende stolzgeschwellte Zeilen:
„Nachdem hinsichtlich des Drucks alle Fragen geklärt waren, wurde entschieden, daß der „offene Brief" am 20. Juni 1937 in einer „Blitzaktion" verbreitet werden sollte." Schwester Elfriede Löhr berichtet: „Bruder Ditschi, der damalige verantwortliche Leiter für das deutsche Werk, organisierte diese Aktion. Wir waren alle mit Mut erfüllt und es war alles wunderbar eingerichtet und jeder Bezirk hatte eine genügende Anzahl dieser Briefe erhalten. Ich holte einen großen Koffer für den Bezirk Breslau von der Bahn ab und brachte diesen nach Liegnitz zu den Brüdern. Ich selbst hatte auch meine bestimmte Anzahl erhalten, die ich zur festgesetzten Zeit - wie alle Brüder - verteilte."

Dem Leser wird noch in Erinnerung sein, was Manfred Gebhard in seinem Blaubuch berichtete. Das abgedruckte Protokoll der Gestapo auf Seite 179 und 180 zeigte anschaulich, daß Erich Frost in Ergänzung seiner Aussagen vom 15. 4. 1937 außer umfassenden Informationen über Ditschi zusätzlich aussagte, sein Nachfolger habe Verbindungen zu Holland. Daraufhin wurde die Vernehmung von der Gestapo s o f o r t abgebrochen!

Es lohnt sich, das betreffende Gestapoprotokoll der Wachtturm-Gesellschaft-Version gegenüber zu stellen. Das „Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1974" gibt auf Seite 160 folgende Darstellung:
„Da die Mehrheit der Bezirksdienstleiter verhaftet worden war, wurden Schwestern gebeten, in die Bresche zu springen und die Verbindung zwischen Bruder Ditschi und den Versammlungen aufrecht zu erhalten. Eine von ihnen war Elfriede Löhr, die versuchte, mit Bruder Ditschi Verbindung aufzunehmen, nachdem Bruder Frost und Schwester Unterdörfer verhaftet worden waren. Sie fuhr nach Württemberg und nachdem sie einige Zeit gesucht hatte, fand sie Bruder Ditschi in Stuttgart. Er nahm sie mit auf die Reise, um sie mit den verschiedenen Methoden vertraut zu machen, die angewandt wurden, um den Kontakt mit den Brüdern aufrecht zu erhalten.

Es wurden auch gründliche Vorbereitungen für einen fahrbarem. Radiosender getroffen der in den Niederlanden gebaut und etwa im Herbst 1937 eingesetzt werden sollte. Die Gestapo hatte davon schon Kenntnis erhalten und war sehr wütend auf Bruder Ditschi, dessen Name ihr schon lange bekannt war, den sie aber bis dahin ebensowenig fassen konnte wie Bruder Wandres."

Die Wachtturm-Gesellschaft bemerkt im Jahrbuch 1974, daß die Gestapo bereits Kenntnis von der Holland-Aufgabe des Bruder Ditschi hatte. Sie vertuschte bei dieser Darstellung, daß diese Kenntnis der Gestapo nur aus den Recherchen herrühren konnte, die zweifelsohne sofort nach der Vernehmung Erich Frosts eingeleitet wurden, nachdem dieser die Holland-Verbindungen von Heinrich. Ditschi verraten hatte. All dies weiß die Wachtturm-Gesellschaft auch genau selbst. Seit der "Spiegel"-Veröffentlichung haben sich zu viele Stimmen zu Wort gemeldet, als daß die Wachtturm-Gesellschaft dies übersehen könnte. Im Grunde hat sie alles ausgewertet, und nach dem letzten Bindeglied in der Kette der Beweisführung, nämlich der Veröffentlichung des Blaubuches von Manfred Gebhard (1970) im Urania-Verlag mit den schockierenden echten Dokumenten aus jener Zeit, war die Wachtturm-Gesellschaft schließlich zu einer eigenen Darstellung der Vorgänge gezwungen.

Mit dem Jahrbuch 1974 griff sie endlich den Faden auf. Allerdings verschweigt sie dabei sämtliche gegenteiligen Veröffentlichungen. Entspräche ihre Darstellung der Wahrheit, würde sie den "Spiegel" und den "Bonner Parlamentarischen Dienst" der Lüge bezichtigen.. Aber das kann sie sich nicht leisten, denn sie würde bei dieser Kraftprobe in Anbetracht ihrer haltlosen Theorie unweigerlich den kürzeren ziehen! Also gibt sie ihre "frisierte Version" im Jahrbuch 1974 der hörigen Anhängerschaft zum besten. Es ist dabei völlig unverständlich, daß, nachdem ehrliche Mitarbeiter wie Heinrich Ditschi, durch authentische "weltliche Berichte" rehabilitiert wurden und die von der Wachtturm-Gesellschaft verhätschelten "Paradepferde" dagegen schonungslos entblößt, die Wachtturm-Gesellschaft den entgegengesetzten Standpunkt einnehmen muß. Das tut sie dann auch in der nur ihr eigentümlichen Konfessionsdialektik im Jahrbuch 1974. Die Wachtturm-Gesellschaft geht in ihrer Darstellung äußerst geschickt vor wenn sie die Verhaftung von Erich Frost und Ilse Unterdörfer (später auch der Elfriede Löhr) mit Lobeshymnen auf Heinrich Ditschi verquickt. Vorweg will ich aber den Leser schon darauf aufmerksam machen, daß letztendlich der Verräter Frost von der Wachtturm-Gesellschaft rehabilitiert sein wird, der "schwarze Peter" indes bei Heinrich Ditschi hängen bleibt !
erzählt von Hermann Bach, Potsdam

WARUM ICH KEIN ZEUGE JEHOVAS MEHR SEIN KANN
(Fortsetzung)
Ein "Heuchler Babylons"
Im Sommer 1975 besuchte mich der Gemeindepfarrer Alpermann und wollte mich mit der Milde eines Geistlichen von meinem Irrweg abbringen. Wir debattierten fünf Stunden lang. Das war natürlich, da ich doch in "der Wahrheit" war, eine Gelegenheit, dem "Heuchler Babylons der Großen" so richtig mit dem Schwert des Geistes die Kraft der Wahrheit vor Augen zu führen.

Mit einer Flut von verdrehten Bibelstellen erschlug ich alle seine vernünftigen Argumente. Triumphierend prophezeite ich ihm, daß 1976 keine Spur mehr von der großen Hure zu finden wäre. Er sagte sich auch an für 1976 und - kam auch.
Es wurden wieder 5 Stunden. Auch diesmal erschlug ich ihn mit der Kreuz- und Quer-Theologie der Wachtturm-Dialektik und setzte ihn völlig außer Gefecht. In der Folgezeit begegnete er mir trotzdem sehr freundlich. Heute fasse ich mich an den Kopf und frage mich, wie kann es passieren, daß man die Bibelverse wie Würfel in einem Knobelbecher hat - mehr ist das WT-Gefäß nicht - und sie dann nach Bedarf seinem vermeintlichen Gegner im Trommelfeuer an den Kopf wirft und so jede normale und fruchtbare Diskussion unmöglich macht.

1975 und die Autowelle
Eine gleichartige Beobachtung machte ich mit der nach 1975 einsetzenden Autowelle. Erst schaffte sich ein Bruder für den alten (Skoda) Octavia einen fast neuen (Skoda) S 100 an und prompt folgten ihm andere mit zwei neuen Trabant, ein anderer mit einem Trabant - ein anderer mit einem (Skoda) MB 1000, noch ein anderer mit einem MB 1000 und noch ein anderer, ebenfalls mit einem MB 1000, zudem später noch ein Trabant als Zweitwagen hinzukam.

Der Bruder, der bis dahin einen Trabant besaß, sagte 1974 folgende Worte zu mir:
"Wenn ich mir einen noch größeren Wagen kaufen würde, so würden die Brüder mit Recht sagen, ich glaube nicht an ein nahes Ende."
Heute fährt er den dritten Wagen, das neueste Skodamodell. Ein anderer Bruder, der ebenfalls früher einen Trabant besaß, nahm mich von einer Besprechung mit seinem gerade angeschafften MB 1000 nach Potsdam mit. Als wir einstiegen fing er an, sich umständlich für diese Wagenanschaffung zu entschuldigen. Also muß er auch die Tragweite dieser Autokaufwelle voll erfaßt haben.

Mir persönlich ist es ganz egal, wer sich ein Auto kauft und wer nicht. Aber die Ältesten geben dadurch zu erkennen, daß sie selbst nicht an Harmagedon glauben.
Später lieferte ihnen die WTG selbst die "Rechtfertigung" für ihren Harmagedon-Unglauben und ihre materiellen Interessen. Im Wachtturm Nr. 12 vom 15. Juni 1978 wird auf Seite 13, Abs. 7, den Brüdern gesagt:
"Ein anderer Christ sollte sich jedoch nicht anmaßen, den Betreffenden zu richten, der viele irdische Güter besitzt" oder für ihn sich gleichsam als "Gewissen" aufspielen.

Wie 1975 verkraftet wurde
Als nun das Jahr 1975 und die erste Hälfte des Jahres 1976 vorbei waren, änderte sich die Naherwartungshaltung der Ältesten gewaltig.
Vom nahen Ende redete niemand mehr. Wurde einer gefragt, so wich er elegant aus und verlor sich in allgemeinen Floskeln. So geschah es, daß ein Bruder mir aus seinem Garten, den er gerade aufgegeben hatte, Stauden schenkte, die meine Frau einpflanzte. Dabei sagte ich zu ihm: "Es ist sowieso nicht mehr für lange."

Seine Antwort: "Das kann man nicht so genau wissen, es kann sich noch hinziehen."
Diese Worte schockierten mich sehr. Erst konnte man fast die Uhr danach stellen und jetzt war der Beginn von Harmagedon eine Sache, die sich hinzieht.
So sahen auch die Worte und Verhaltensweisen anderer Ältester aus. Sie alle eierten herum. Auch die Tagestexte verwässerten plötzlich die Angaben über das Ende dieses Systems der Dinge.

Einige sammelte ich und legte sie Bruder vor. Er versprach mir, mit einem reifen Bruder darüber zu reden und mir das Ergebnis mitzuteilen. Darauf warte ich heute noch.
Aber eine andere Reaktion trat ein. Kurz vor diesem Gespräch teilte mir ein Ältester mit, daß ich als Dienstamtgehilfe vorgeschlagen worden sei.
Seit diesem Gespräch mit dem Bruder, dem ich die Tagestexte vorgelegt hatte, war davon nie wieder die Rede.

Wie schon erwähnt, gab eine Familie ihren Garten auf und ich war davon überrascht, daß sie an ein sehr nahes Ende glaubten und deshalb den Garten aufgegeben hatten. Mir blieb allerdings bald die Sprache weg, als ich erfuhr, daß sie dafür einen viel schöneren Garten übernommen hatten und mit viel Eifer einen wunderschönen Bungalow mit Terrasse bauten. Es wurden Stauden gepflanzt, die erst nach einigen Jahren zur richtigen Blüte gelangen und für den Bungalow wurden Nägel mit Rostschutzmittel eingeschlagen, also auf längere Sicht gebaut. Da wurde mir klar, sie richteten sich nicht auf ein baldiges Ende, sondern auf ein Weiterleben in dieser Welt ein. Dieser Gartenkauf hatte prompt zur Folge, daß ein anderer Bruder sich auch einen Garten zulegte, obwohl ihm das finanziell schwer fiel.
M. H.
Fortsetzung folgt
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Liebe Brüder liebe Schwestern
Christliche Verantwortung und christliche Wahrheit bilden ein Ganzes!
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CV Sonderdienst Nr. 1

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