Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 106
Eine kosmetische Veränderung ist ab dieser
Ausgabe zu registrieren. Die Präambel wurde umformuliert. Nun liest man darin auch Sätze
wie: "Diese Mission geht
aus von Tradition und Bedeutung der internationalen Bibelforscherbewegung und dient der
Hinführung in die Nachfolge Jesu, der Bildung und Tätigkeit freier christlicher
Gemeinden."
Genau dieses Ziel hat aber unterm Strich, die
CV n i c h t erreicht. Ohnehin war diese Präambeländerung nur Kosmetik. Schon rund anderthalb Jahre später, war dies dann auch optisch
offenkundig. Auch diese Präambel verschwand in der Versenkung. Sie wurde aber nicht mehr
durch eine neue ersetzt, sondern schlichtweg ersatzlos gestrichen.
CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
Informationen zu christlichem Wandel und vermehrtem Verständnisvermögen
DIE MISSION VON CV
ist Wegbereitung und Auferbauung im Glauben in christlicher und sozialer
Mitverantwortung und tätiger Nächstenliebe hier und heute. Dies erfolgt in besonderem
Hinblick auf die von der Wachtturm-Gesellschaft (WTG), USA, geleiteten Gemeinschaft der
Zeugen Jehovas und ihrer haltlosen Weltendeverkündigung. Diese Mission geht aus von
Tradition und Bedeutung der internationalen Bibelforscherbewegung und dient der
Hinführung in die Nachfolge Jesu, der Bildung und Tätigkeit freier christlicher
Gemeinden sowie christlicher und mitmenschlicher Verständigung und aktueller Information.
Wir rufen zur Mitarbeit.
Nr. 106 Gera Mai 1978
"ICH WÜRDE DER EINLADUNG VON CV GERN FOLGEN,
ZUMAL ICH DAVON ÜBERZEUGT BIN, DASS DA KEIN LEERES STROH GEDROSCHEN WIRD .. "
So lautete ein herzlicher Dank für eine CV-Einladung, die aus
Krankheitsgründen nicht wahrgenommen werden konnte
Liebe Leser
Es ist inzwischen so, daß CV von Zeugen und auch ihren Interessierten
direkt aufgesucht wird, um sich zu informieren. Immer mehr möchten vor einer Entscheidung
in der WTG-Frage nicht nur die WTG hören, sondern vor allem vorher wissen, was
berechtigterweise kritisch gegen die WTG vorgebracht und beachtet werden muß. Ein echtes
Befolgen oder Beachten der Worte der Schrift setzt sich durch; "Vergewissert euch
über alle Dinge
" 1. Thess. 5:21, So nahm z. B. jüngst ein junger
ZJ-Interessierter mit gewissem Erstaunen ein altes WTG-Buch zur Hand, worin ihm bewiesen
wurde, daß die WTG ihr erstes Endzeitdatum" schon mit 1799 im Namen Gottes
verkündigte! Daß sie ihre Endzeit" also schon über 2 Jahrhunderte
dahinschiebt! Der Schädel brummte am Ende von den vielen Beweisen, wie, er sagte.
Wer in diese CV-Ausgabe schaut, findet wieder Anregungen in großer Fülle und Tragweite für die christlichen Entscheidungen, die jetzt jeder fällen muß im 3. Jahr schon nach dem letzten falschen WTG-Weltende. Wenn man sich vor Augen führt, was alle Menschen in allen Ländern von ihren Größten bis zu ihren Kleinsten tun oder lassen müßten angesichts der Verkündigung eines Weltendes, das sich dann aber als falsche Prophetie erweist, den kann mit 5. Mose 18:20-22 nur die allergrößte Empörung packen über einen falschen Propheten!
Lest diese CV-Ausgabe. Reicht sie weiter. Sprecht
darüber furchtlos in den Studiengruppen oder wo ihr sonst mit Brüdern und Schwestern
zusammenkommt. Macht anderen Mut, ebenfalls CV zu lesen und frei darüber zu sprechen. Wie
kann man sich weigern, informiert zu sein? Ringsherum wird CV verbreitet, muß man nicht
einfach wissen, was da auf einen selbst zukommen kann? Natürlich! Der größere
Gesichtspunkt aber ist, daß ernstgenommene christliche Verantwortung einfach erfordert,
hier hörende Ohren und sehende Augen zu haben. Darum immer wieder:
Vergewissert euch über alle Dinge
haltet fest an dem, was recht ist
1. Thess, 5:21 NW
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Wir bringen in dieser Ausgabe
Neue abenteuerliche Orientierung durch die WTG in Westeuropa zur Ablenkung
von der erneuten Verschiebung des "Weltendes" nach 1975!
Lloyd Barry aus Brooklyn in der Bundesrepublik und Westberlin
Die vereinten Nationen müssen erst noch die Religion vernichten?
Zum neuen WTG-Buch "Die herannahende Weltregierung Gottes
Königreich" 1977
Was bedeutet das Gespräch des Vorsitzenden des Staatsrates der DDR am 6.
März 1978 mit der evangelischen Kirchenleitung auch für alle anderen Christen?
Die WTG-Ausrichtung auf dem Prüfstand
Auseinandersetzung mit dem WT-Studienartikel
"Der guten Botschaft gehorchen - ein Lebensweg"
Lehrstück 2/1
Kein Christsein ohne im neuen Bunde zu sein
Dienst am Wort als freier Christ - 12
Beweise sprechen für sich!
Ein weiterer Bericht aus Jarmen in Mecklenburg
Ist die WTG-Blutverkündigung ein Gebot Gottes oder nicht vielmehr
unchristlicher Blutkult?
Ein gerichtlicher WTG-Blutkult-Prozeß in der BRD?
Der giftige Qualm hätte das Baby getötet
Bericht aus dem Kreis Beeskow
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NEUE ABENTEUERLICHE ORIENTIERUNG DURCH DIE WTG IN WESTEUROPA ZUR ABLENKUNG
VON DER ERNEUTEN
VERSCHIEBUNG DES WELTENDES" NACH 1975
Mitglieder der Leitenden Körperschaft der WTG als Zonenaufseher in
Westeuropa. Lloyd Barry aus Brooklyn in der Bundesrepublik und Westberlin
Im November 1977 fand im WTG-Zweigbüro in Wiesbaden, ein
WTG-Gipfeltreffen statt. WTG-Beauftragte aus 17 Ländern, in denen WT-Literatur
hergestellt wird, waren zusammengezogen worden. Eine Gruppe der Leitenden Körperschaft
war aus Brooklyn, New York, USA, gekommen. Über die Teilnahme von WTG-Präsident F. W.
Franz wurde offiziell nichts bekanntgegeben. Neben neuen, technisch-organisatorischen
Veränderungen von einer Tragweite, die von den meisten überhaupt noch nicht durchschaut
wird, wurden auch neue "weltpolitische" Endzeitorientierungen gegeben, die nicht
weniger "umwälzend" sind. Die herübergekommenen Mitglieder der Leitenden
Körperschaft hatten die Aufgabe, in Westeuropa als Zonenaufseher herumzureisen, um auf
Sonderveranstaltungen die Neuorientierungen selbst in die Hand zu nehmen. In der BRD waren
mehrere große Zusammenkünfte vorgesehen. Dort und in Westberlin trat Lloyd Barry,
Brooklyn, auf.
Was für eine neue Nach-1975-Orientierung wurde
gegeben?
Über die technisch-organisatorischen Veränderungen wird noch
ausführlich berichtet. Hier soll geprüft werden, was bezüglich der Endzeitverschiebung
neu zutagetritt. Daß für dieses WTG-Gipfeltreffen in Westeuropa das Zweigbüro in
Wiesbaden gewählt wurde, zeigt an, daß dies künftig offensichtlich das WTG-Zentrum in
den Ländern der Europäischen Gemeinschaft (EG) Westeuropas sein wird.
Wie würde es jetzt nach 1975 weitergehen? Lloyd Barry: Alles würde zeigen, daß das "Ende" sehr nahe ist. Jetzt sei es so, daß sich die revolutionären Kräfte in den Vereinten Nationen gegen die Christenheit wenden würden, ehe das Ende kommt. Diese Gefahr gehe von China, von "Rot-China" aus das jetzt auch maßgeblich in der UNO sei. "Rot-China" sei der entscheidende Faktor. Die Witwe von Mao Tse Tung spiele eine bestimmte Rolle dabei. Lloyd Barry zitierte einige WTG-Älteste aus Hongkong, die nach China reisen konnten, um Angehörige zu besuchen, die jedoch der WT-Verkündigung feindlich gesonnen waren. Da habe man die Beweise.
Was soll man dazu sagen?
Es ist absoluter Unsinn und wildeste politische Spekulation, reinste
politische Großtuerei, zu predigen, China wolle und werde die Christenheit vernichten,
weil China gegen die Religion sei. Die angeblichen "Erfahrungen" einiger.
WTG-Ältester aus Hongkong werden zu einer schillernden Seifenblase aufgepustet, die nur
Unwissende und Einfältige blenden kann.
Vielleicht wissen es die neuen WTG-Zonenaufseher nicht: Schon nachdem das 1925-Weltende der WTG als falsche Prophezeiung erwiesen war. wurde mit solchen China-Spekulationen gearbeitet. Im "Goldenen Zeitalter" von 1925 wurde seinerzeit zur Ablenkung die frühere deutsche kaiserliche Anti-China-Hetze von einer angeblichen "gelben Gefahr" für Europa neu aufgezogen, politisch antikommunistisch aufgeputzt in Form gräßlicher "asiatischer" Fratzen mit Hammer und Sichel versehen und als göttliche "Erfüllung" der Heuschrecken aus Joel in die Welt gesetzt. Als diese Hetze nicht mehr zu halten war, erklärte die WTG einfach die Zeugen Jehovas selbst als "Erfüllung" dieser Heuschrecken. Es ist erstaunlich, wie diese alten Ladenhüter wieder hervorgeholt werden, um nun von 1975 abzulenken. Wenn Lloyd Barry und die anderen neuen Zonenaufseher nicht naiv sind, sondern ebenfalls um diese frühere politische Weltende-Hetze mit China wissen, dann richten sie sich politisch selbst. WTG-Präsident F. W. Franz hat die Anti-China-Hetze von 1925 selbst mitgemacht damals. Mit aufrichtigem Christentum hat das nichts mehr zu tun.
Was ist die Wahrheit in dieser Sache? Ist China gegen die Religion? Dies sind die Tatsachen: Dem "Nationalen Komitee der politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes", das aus 1989 Mitgliedern besteht, gehören 16 Vertreter religiöser Gemeinschaften an. Sie vertreten den Buddhismus, den Islam und das Christentum. Zu ihnen gehört der Pantschen Lama aus Tibet, der Generalsekretär der protestantischen Kirchen Chinas Liu Liang-mo, der Präsident des Theologischen Seminars in Nangking Bischof Ting Kuangshun, der Mukdener katholische Erzbischof Pi Shu-shi und der Bischof von Schanghai und Jesuit Chang Chia-shu. Der chinesische Ministerpräsident Hua Guofeng erklärte in seinem Bericht auf dem jüngsten Nationalen Volkskongreß: "Wir müssen in Übereinstimmung mit den Bestimmungen der Verfassung weiterhin die Politik der Religionsfreiheit durchführe" Und als Mitglied der Vereinten Nationen ist China verpflichtet, international die UNO-Grundsätze der Religionsfreiheit zu beachten, und steht auch, dazu. Die Wirklichkeit und ihre Weiterentwicklung ist also das krasse Gegenteil von dem, was die WTG-Führung jetzt wieder auf Massenveranstaltungen in die Welt setzt. Jeder, wenn er nur ehrlich will, kann das nachprüfen.
Ein einziges religiös-politisches Abenteurertum
Es ist keineswegs die Privatverkündigung von Lloyd Barry, was er da auf
öffentlichen Massenveranstaltungen über China predigt. Es ist von der WTG-Führung
vorgegeben. Einmal wäre schon zuviel. Aber schon dreimal hat die WTG ihrer "Zeichen
der Zeit" im Laufe ihrer mehr als 100jährigen Tätigkeit wieder ausgelöscht,
umgedeutet bzw. umfrisiert: Mit den Büchern "Das vollendete Geheimnis" 1917,
"Licht" 1930, "Babylon" 1963/65, und "Geheimnis Gottes
vollendet" 1969/1970. Den jetzigen UNO-"Wahrheiten" gehen schon drei andere
einschlägige falsche Prophezeiungen voraus. Kein Mensch, der sich wirklich eine
Übersicht verschafft, kann der WTG noch irgendeine ihrer "göttlichen
Wahrheiten" ernsthaft abnehmen. Jede wurde, wenn sie nicht mehr länger zu halten
war, wieder verworfen und durch Neudeutungen ersetzt, egal, ob dies das Gegenteil von dem
war, was vorher gepredigt wurde oder nicht.
Die jetzt von der leitenden Körperschaft der WTG neu
verbreitete "endzeitliche" Weiterausrichtung für die Zeit nach dem erneuten
falschen Weltende von 1975 ist in Wahrheit einer der übelsten antikommunistischen und
verleumderischen Ladenhüter, auf die man verfallen konnte. Nur Unwissende,
Leichtgläubige und Naive, was das allgemeine gesellschaftliche Verständnis betrifft,
können dadurch weiter getäuscht und "endzeitlich" hingehalten werden. Seitens
der WTG aber ist dies skrupelloses religiös-politisches Abenteurertum, denn sie weiß um
ihre früheren diesbezüglichen ganzseitigen GZ Hetzkarikaturen wie auch um die
tatsächlichen Sachverhalte eines Landes. In ihrer "Erwachet"-Zeitschrift
beweist sie nur zu oft, daß sie auch ganz anders kann, wenn sie sich davon etwas
verspricht. Es interessiert sie überhaupt nicht, was das gegebenenfalls für Opfer unter
den einfachen Brüdern und Schwestern der Organisation bedeutet. Was ließ sie z. B. alles
bis vor die Gerichte gehen um ihrer forschen Obrigkeitsverkündigungen willen von 1929 bis
1962, und wenn es Freiheit, Gut und Leben kostete. Wieviele hat sie im Laufe der 100 Jahre
ihrer Tätigkeit für offensichtliche politische Irrlehren ins Feuer gejagt. Ihr
Jahrhundertweg ist besät mit "Generationen", die sie hat "vergehen"
lassen, alles im Namen Jesu Christi und unter Mißbrauch seiner Worte.
Wendet euch an CV, um euch über alles wahrheitsgetreu einen Überblick zu
verschaffen und sachlich zu informieren!
K. 0.
DIE VEREINTEN NATIONEN MÜSSEN ERST NOCH DIE RELIGION
VERNICHTEN?
Zum neuen WTG-Buch "Die herannahende Weltregierung Gottes
Königreich" (1977) - Schluß
Nach Seite 176-178 soll jetzt gepredigt werden, der "Anfang des
Endes" sei, wenn sich die UNO "haßerfüllt" gegen die Religion wendet und
sie vernichtet. Das ist nicht nur, eine verdeckte Ende-Verschiebung bis an den
Sanktnimmerleinstag Das kann überhaupt nicht eintreten, weil der Grundsatz der
Religionsfreiheit zu den Existenzgrundlagen der UNO gehört. Sind die Verkündiger in den
Augen der WT-Führung politisch dumme Hühner? Solche Predigt bedeutet doch einen
förmlichen religiös-politischen Amok-Lauf, ein ständiges Anrennen mit dem Kopf gegen
die Wand. Denn die Wirklichkeit entwickelt sich ja genau entgegengesetzt.
Nehmen wir nur die jüngsten Beispiele. Genau im Jahr des jüngsten falschen WT-Weltendes, 1975, fand die internationale Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) in Helsinki, Finnland statt. Unter Punkt VII wurde in der KSZE-Schlußakte festgelegt: "Die Teilnehmerstaaten werden die Menschenrechte und Grundfreiheiten, einschließlich der Gedanken-, Gewissens-, Religions- oder Überzeugungsfreiheit für alle ohne Unterschied der Rasse, des Geschlechts, der Sprache oder der Religion achten." Der Generalsekretär der UNO, Dr. Kurt Waldheim, würdigte das Treffen und seine Ergebnisse ausdrücklich mit den Worten: "Ein solches Treffen hat in unserem Jahrhundert, wenn nicht Oberhaupt in der Geschichte nicht seinesgleichen." Nie würde und könnte die UNO die Religion vernichten. Solche Prophezeiungen sind religiös-politischer Bluff. Auch die WTG kennt die UNO-Satzung, die das unmöglich macht. 1976 fand in Berlin eine Internationale Konferenz kommunistischer und Arbeiterparteien statt, die das gültige Wort von kommunistischer Seite zu dieser Frage sprach. Im Dokument der Konferenz heißt es: Eine wichtige Rolle im Kampf um die Rechte der Werktätigen, für Demokratie und Frieden spielen immer breitere katholische Kräfte, Angehörige Zeit aus Liebe anderer christlicher Religionsgemeinschaften und Gläubige anderer Konfessionen. Die kommunistischen und Arbeiterparteien sind sich der Notwendigkeit des Dialoges und gemeinsamer Aktionen mit diesen Kräften bewußt, was ein untrennbarer Bestandteil des Kampfes für die Entwicklung Europas im demokratischem Geist, in Richtung auf den sozialen Fortschritt ist." Die Wirklichkeit entwickelt sich immer weiter in dieser Richtung!
Vom 6. bis 10. Juni 1977 fand in Moskau die Weltkonferenz der Vertreter der Religionen für dauerhaften Frieden, Abrüstung und gerechte Beziehungen zwischen den Völkern statt. Etwa 650 prominente Vertreter der buddhistischen, der christlichen, der hinduistischen, der jüdischen, der muselmanischen, der schintoistischen und der Sikh-Religion waren aus 107 Ländern zusammengekommen. Erstmals wurde in solcher sein Weise, die wachsende Bedeutung der Weltreligion für Frieden und Gerechtigkeit manifestiert. Die Sowjetregierung übermittelte eine Botschaft an die Weltkonferenz, die allen Teilnehmern Erfolg in diesem Dienst am Frieden wünschte. Der persönliche Vertreter des UNO-Generalsekretärs Dr. Kurt Waldheim wünschte diesem Forum der Religionen den größtmöglichen Erfolg.
Das ist die wirkliche Entwicklung der Lage! Sie straft die WT-Prophezeiungen über die UNO und die Religion gröblichster Lügen! Nur: Noch allzuwenig Christen verfolgen das gründlich genug, sonst wurden sie auf die WT-Verkündigung nicht hereinfallen. Und wer von den Zeugen Jehovas selbst überprüft das schon! Das allein ist die Stärke der WTG: Die Unwissenheit über die Wirklichkeit! Und die hält sie in ihren Reihen kräftig aufrecht!
Alle immer wieder und immer weiter hinhalten ist die
Taktik der WTG
"Wir gehören zu 'dieser Generation'. Worauf warten wir denn
noch?", herrscht die WTG auf S. 152 schließlich jeden an. Noch weiter wird
vorgeprescht: Du sollst "zu jeder Zeit an seinem Kommen interessiert" sein und
"ihm zu jeder Zeit aus Liebe zu Diensten stehen". Liebe und Gehorsam würden
"ständig auf die Probe gestellt". Man müsse "immer darauf
vorbereitet" sein! S. 158. Zu jeder Zeit? Ist denn jede Zeit Endzeit? Zu jeder Zeit
zu Diensten sein, ja, das allein will die WTG! Darauf läuft das alles hinaus! Es gibt
nichts, worauf du warten könntest.
Im nächsten Atemzug wird das natürlich sofort wieder
abgeschwächt: "Die messianische Weltregierung" stehe natürlich
"unmittelbar bevor"! S. 159. So wirst du kurz schockiert, aber gleich wieder in
der gewohnten Denkweise aufgefangen. Zwei Schritte vor, einen wieder zurück, um dich
langsam daran zu gewöhnen. Überhaupt nichts steht unmittelbar bevor. Immer wurde es
wieder an den Horizont geschoben, wenn es doch heran sein sollte. Dasselbe Spiel wird
jetzt nach 1975 wiederholt. Denkst du wirklich, andere merken das nicht?
Kein ehrlicher und aufrichtiger Christ kann das mitmachen.
Es wäre viel mehr noch aus diesem 1977-Buch der WTG
vor Augen zu führen. Die Zahl der Beispiele genügt aber. Ein einziges Beispiel würde
schon genügen, weil man im Namen Gottes nicht einmal eine einzige falsche Prophezeiung
machen darf! 5. Mose 18:20-22. Möge es für alle eine Hilfe sein, denen die WTG dieses
Buch zur Verbreitung in die Hände zu drücken versucht, wie auch für alle, die sich
damit auseinandersetzen möchten und müssen. Das Buch ist eine einzige Täuschung der
Herzen der Arglosen.
F. F.
WAS BEDEUTET DAS GESPRÄCH DES VORSITZENDEN DES
STAATSRATES DER DDR E. HONECKER AM 6. MÄRZ 1978 MIT DER EVANGELISCHEN KIRCHENLEITUNG AUCH
FÜR ALLE ANDEREN CHRISTEN?
WTG-Ausrichtung auf dem Prüfstand - ein Signal zum Aufbruch!
Was mancher in Rostock möchte
Erinnern wir uns zunächst. Am 6. März 1978 empfing der Vorsitzende des
Staatsrates der DDR, Erich Honecker, den Vorstand der Evangelischen Kirchenleitungen mit
ihrem Vorsitzenden, Bischof D. Dr. Albrecht Schönherr. Es fand ein konstruktives und
freimütiges Gespräch statt vor allem über die grundsätzlichen Fragen des Wirkens von
Christen in der sozialistischen Gesellschaft. In der politischen und kirchlichen Presse
wurden ausführliche Berichte dazu veröffentlicht. Gespräche, die hierüber mit bisher
WTG-geführten Zeugen Jehovas u. a. in Rostock geführt wurden, zeigten, daß auch hier
nicht nur Aufgeschlossenheit, sondern Bejahung zum Durchbruch gekommen ist. Man mochte die
Aussagen mit jenen teilen, .die die Erde verderben'. Sie betreiben eine vom 6. März 1978
gern voll in Anspruch nehmen.
Vergegenwärtigen wir uns, wohin die WTG führt
Den Kirchen bzw. Religionsgemeinschaften als solche im Sozialismus, heißt
es in den Aussagen vom 6. März 1978, "eröffnen sich heute und künftig viele
Möglichkeiten des Mitwirkens" an den zutiefst humanistischen Zielen in der DDR.
"Wir gehen von der Beteiligung aller Bürger am Werk des Sozialismus aus, das im
gesellschaftlichen wie im individuellen Interesse liegt." Die WTG dagegen bevormundet
in übelsten antikommunistisch-politischem Jargon: "Die Zeugen Jehovas in
Ostdeutschland mußten zuerst auf das Ende der Naziherrschaft Hitlers warten, und jetzt
müssen sie das Ende der neuen totalitären Regierung abwarten, die die Naziregierung
ablöste, das Ende der kommunistischen Regierung, die von dem zur Zeit von Breshnew
beherrschten Sowjetrußland abhängig ist. Sie sind entschlossen zu warten, bis Jehova sie
befreit." (WT 15. 2. 1965, S. 110). Nicht Mitwirken und Beteiligen, sondern
Vernichtung des Sozialismus will die WTG hiermit von allen ihren Zeugen verkündigt haben.
In dem Gespräch vom 6. März 1978 heißt es weiter: Der Christ darf "seine Existenz als Staatsbürger nicht nur so verstehen, daß er die bestehenden Gesetze rein formal beachtet, sondern daß er sich von seinem Glauben her mitverantwortlich sowohl für das Ganze als auch für den einzelnen und für dessen Verhältnis zum Ganzen weiß."
Die WTG dagegen bekämpft nach wie vor jede Mitverantwortung unter den Christen: "Wer sich an den Weltverbesserungsprogrammen dieser Welt beteiligt, zieht sich die Feindschaft Gottes zu." Auf Erden sei die WTG-Organisation "die einzige Bewegung, die wahre Aufbauarbeit tut. Alle anderen, die ein Teil dieser Welt sind und an ihren Plänen, Programmen und Werken teilhaben, werden ihr Schicksal mit jenen teilen, 'die die Erde verderben'. Sie betreiben eine Tätigkeit, die mit Gottes aufgerichtetem Königreich außer Harmonie ist und durch die sie sich Ruin und Verderben zuziehen". (WT 1. 11. 1960). Wo wären selbst die WT-Zeugen heute, wenn nach 1945 z. B. keine "weltliche" soziale Aufbauarbeit geleistet worden wäre, wenn man die WTG ernst genommen hätte?
In dem Gespräch vom 6. März 1978 wird weiter gesagt:
"Offenheit und Durchsichtigkeit sind das Barometer des Vertrauens. Das Verhältnis
von Staat und Kirche ist so gut, wie es der einzelne christliche Bürger in seiner
gesellschaftlichen Situation vor Ort erfährt."
Die WTG setzt dem nach wie vor entgegen: Eine mit verdeckten Methoden
durchgeführte Untergrundtätigkeit unter antikommunistischen politischem Aspekt, Lug und
Trug und Irreführung der Behörden und "obrigkeitlichen" Institutionen
ausgegeben als "theokratische Kriegslist", Mißtrauen und Feindschaft gegen
Staat und andere Kirchen, in der gesellschaftlichen Situation vor Ort eine
antikommunistische politische Verfeindung unter den Mitmenschen, die dadurch irregeleitete
WT-Zeugen hervorstoßen läßt, daß ihnen die deutsch-sowjetische Freundschaft z. B.
"schon zum Halse heraushängen" würde. Unter der Behauptung politischer
Neutralität in Wahrheit Erziehung zu politischer Heuchelei und Lüge.
In einem Kommentar von Radio DDR heißt es: "Das
Spitzengespräch am 6. März zeigte, daß die weltanschaulichen Gegensätze zwischen
Christen und Marxisten keine unübersteigbare Barrieren bilden."
Demgegenüber schürt die WTG mit der Übernahme der imperialistischen
Doktrin "Christentum oder Kommunismus" (Erwachet 8. Juni 1955) seit je einen
unbändigen Haß gegen den Kommunismus und baut Barrieren, die unübersteigbar sein.
sollen: "Koexistenz mit roten Regimen" gleiche "unmoralischen
Beziehungen", und wer "Frieden mit den Kommunisten" mache, begehen
"Hurerei" und sei "mit Gotteshassern ins Bett gegangen". (WT 1.
4.1974, S. 131).
Noch viel mehr könnte zitiert werden. Die WTG ist mit ihrer Organisation nicht nur weit entfernt davon, Christentum im Sozialismus zu predigen und anzuerkennen. Sie verführt nach wie vor dazu, das Christentum zu einem sektiererischen Kampf gegen den Sozialismus zu mißbrauchen.
Was ist zu tun?
Die Auseinandersetzung mit dem politischen Mißbrauch des Christentums
durch die WTG und die Abkehr von ihrer Bevormundung sind unvermeidlich. Jeder muß sich
entscheiden. Man kann nicht diese WT-Verkündigung bejahen und unter den Mitmenschen
vertreten und erwarten, daß man unbehelligt bleibt. Die WTG selbst stellt alle, die ihr
folgen, gegen die sozialistische "die Menschen betreffende Ordnung", die
Christen doch "um des Herrn willen" in Wirklichkeit untertan zu sein haben (1.
Petrus 2:13, Menge). Diese WT-Predigt sozialpolitischer Verantwortungslosigkeit kann nicht
unwidersprochen bleiben. Der erneute falsche Weltende-Termin von 1975 sollte die
Entscheidungen jetzt umso leichter machen.
Aus den Aussagen der Begegnung vom 6. März 1978 wurden generell für die Christen in unserem Lande inzwischen eine ganze Reihe Schlußfolgerungen gezogen. Die Bedeutung dieses Gesprächs z. B. für den künftigen Weg der Christen sei noch nicht abzusehen, auf lange Sicht werde dadurch das Verhältnis der Christen in unserer Gesellschaft geprägt (NZ 11. 3. 1978). Alle in verantwortlicher Stellung haben es als ihre Aufgabe anzusehen, den einzelnen Christen zu helfen, seinen Standort in unserer Gesellschaft zu finden (NZ 13.3. 1978). Es vollzieht sich ein langjähriger kontinuierlicher Prozeß, der manchmal einen schmerzlichen Lernvorgang darstellt, und der noch nicht abgeschlossen ist (Radio DDR 12. 3. 1978). Es wird deutlich, daß Blockaden und sektiererische Haltungen überwunden werden müssen (NZ. 11. 3. 78). Es ist ein Signal für die Weiterführung dieses geistigen Prozesses gesetzt und bedeutet zugleich Einladung und Aufforderung an die Christen (Standpunkt 4/1978).
Alle, die das diesbezügliche sektiererische Verhalten
der WTG erkannt haben und erkennen, sind hier ebenfalls angesprochen. Sollte nicht, wer da
ein freier Christ geworden ist, seine Mitverantwortung erkennen und mithelfen den rechten
Weg zu finden, wo er noch blockiert ist? Jak. 5:19, 20. Für alle, die immer noch. der WTG
folgen, sollte es ein Signal sein, endlich damit Schluß zu machen, an die göttliche
Autorität der WTG zu glauben und sich und einander damit zu quälen. Die Zeit i s t
herbeigekommen!
- P -
Auseinandersetzung mit dem von, der
Wachtturmgesellschaft vorgegebenen Studienartikel:
"DER GUTEN BOTSCHAFT GEHORCHEN - EIN LEBENSWEG"
(Lehrstück Nr. 2/1, S. 9-13, Thema des Monats)
Argumente und Anregungen zum Nachdenken für jeden verantwortungsbewußten
Zeugen Jehovas.
Argumente und Anregungen zum Nachdenken für jeden verantwortungsbewußten
Zeugen Jehovas.
"Was fordert Jehova von dir zurück als Recht zu üben und Güte zu
lieben und bescheiden zu wandeln mit deinem Gott." Diesen Text aus Micha 6:8 stellt
die Wachtturmgesellschaft dem Studienartikel voran. Ja, wenn wir alle diese Eigenschaften
hervorbringen, so werden wir Gottes Segen tatsächlich erlangen können.
Gottes Segen und die Lehren der Wachtturmgesellschaft
Können wir aber Recht üben und Güte lieben und bescheiden wandeln und
dennoch uns von den haltlosen und Verderben bringenden Lehren der Wachtturmgesellschaft
leiten lassen? Wir wollen diese Frage untersuchen. Jedem, der gewillt ist, Jehova
aufrichtig zu lieben und zu dienen, wird nach Prüfung der dargelegten Fakten die Antwort
zu dieser Frage leichtfallen. Das jedoch allein genügt nicht.
Ziehe daraus die Konsequenzen. Befürchte nicht, allein
dazustehen. Überall in den Versammlungen sind Brüder im Aufbruch. Es werden immer mehr,
die sich freimachen von der Wachtturmgesellschaft.
Da wir selber diesen Weg gegangen sind wissen wir, wie schwer das ist.
Aber können wir es selbst verantworten, so weiter zu leben? Ihr habt den Vorteil,
Menschen zu finden, die für euch Wegbereiter waren und in liebender Güte uneigennützig
bereit sind, euch zu helfen. Sie fühlen sich verantwortlich auch für dich. Da sie
jahrelang geblendet von der Wachtturmgesellschaft, selbst als Lehrer viele Menschen
irregeführt haben, wollen sie einen Teil der Schuld abtragen und auch dir helfen.
Ist es einem Menschen unmöglich, ein Christ zu sein?
Unter dieser Überschrift stellt der Wachtturm weitere Fragen wie: Ist es
schwierig, ein Christ zu sein? Fordert Gott etwas Unvernünftiges? Verlangt er etwas
"ganz Großes", etwas Menschenunmögliches? Und er beantwortet diese Fragen
auch: Nein, es ist nicht schwierig, ein Christ zu sein. Danach ist ein Christ - original
aus dem WT Seite 9 Textziffer 4 - derjenige, der nach Micha 6:8 wandelt, also Recht übt,
Güte liebt, und bescheiden mit Gott wandelt.
Lassen wir uns nicht blenden von dieser: Antwort.
Denken wir an den uns gelehrten Alleinvertretungsanspruch, wonach nur die Mitglieder der
Wachtturmgesellschaft die auserwählten Überlebenden sind. Wenn wir das Recht üben, was
der Wachtturm als Recht gelten läßt, wenn wir die Güte lieben, die der Wachtturm als
Güte bestimmt, und wenn wir den Weg wandeln, den die Wachtturmgesellschaft uns
vorschreibt, so können wir weiter unter der Wachtturmgesellschaft verbleiben. Gibt es nun
außerhalb der Organisation Christen?
Wie tief ist doch die Kluft zwischen dem, was geschrieben steht, und was
tatsächlich gelehrt und als Maßstab gesetzt wird.
Gottes Maßstab - Maßstäbe der Wachtturmgesellschaft.
Weiter wird ausgeführt, alles was Gott wünscht ist; daß die Menschen
natürlich leben. Natürlich leben bedeutet, sich an Gottes Maßstäbe zu halten (1. Tim.
4:8) (6:6-8). Leben wir eigentlich nach Gottes Maßstäben? Nach jahrelangem
Wachtturmstudium ist es kaum zu glauben, daß das nachstehend im WT Aufgeführte Gottes
Maßstab sein soll.
Wir haben uns schon se sehr daran gewöhnt, daß Gott alle die verdammt, die nicht der Organisation angehören; und nun soll es ohne die Organisation möglich sein, Gott zu dienen? Ein Wandel? Vorsicht! Es dient nur dazu, nach außenhin die Lehren der Wachtturmgesellschaft zu verdecken, um neue Menschen anzulocken, denen man noch nicht mit "schweren Geschützen" aufwarten kann. Aber lesen wir, was dazu im Lehrstück geschrieben steht.
"Unvollkommene Menschen machen zwar viele Fehler; manchmal sogar schwerwiegende, doch gerade deshalb ist das Sühnopfer Christi dargebracht worden (Hebr. 4:15,16). Wenn jemand eine Sünde begeht, so haben wir einen Helfer im Vater, Jesus Christus; einen Gerechten. Und er ist ein Sühnopfer für unsere Sünden, doch nicht nur für die unsrigen, sondern auch für die Sünden aller übrigen Menschen."
Vergleicht mit Begebenheiten aus eurem eigenen Erleben, wie in dieser Frage die Wachtturmgesellschaft ihre eigenen Inquisitionsgerichte entwickelt hat, wie sie Brüder, die eine Sünde begangen haben, behandelt hat. Kennt ihr auch nur einen Fall, wo sie nach diesen Grundsätzen gehandelt hat? Ihr Verhalten fördert in Wahrheit die Heuchelei, Unaufrichtigkeit, die Lüge, die durch die Angst vor dem Ausschluß geboren wird.
Welche Rolle spielt die Bibel als Richtschnur im Leben?
Diese Frage müßte im Wachtturm lauten: Welche Rolle spielt die Lehre der
Wachtturmgesellschaft als Richtschnur im Leben Es steht außer Zweifel, daß die Lehre des
Wachtturm an erster Stelle steht. Dazu hast du dich schon bei deiner Taufe bekannt.
Nun aber sagt das Lehrstück: "Da Christen erkannt haben, daß sie
sich von Gott leiten lassen müssen, wenn sie sich an s e i n e Grundsätze halten
möchten, spielt das B i b e l studium eine wichtige Rolle." Weiter wird ausgeführt:
Das bedeutet jedoch nicht, daß alles, was darin steht, buchstäblich zu verstehen wäre.
Zugegeben, sie enthält viele buchstäbliche Gebote, aber vieles von ihrem Inhalt ist
geschichtlich und vieles ist in symbolischer oder bildlicher Sprache geschrieben" Und
nun folgt die kühnste und verlogenste Behauptung: "Der Kontext und andere damit in
Verbindung stehende Erklärungen helfen den S t u d i e r e n d e n
z u u n t e r s c h e i d e n , welche Texte buchstäblich und
welche sinnbildlich sind."
Welch ein Hohn für alle dem Wachtturm anhängenden
Menschen Also sie selbst erkennen die wahren Lehren! Sie selbst sind dafür
verantwortlich, nicht der Wachtturm! Wenn sie das verbreiten, was der Wachtturm ihnen
lehrt, sind sie trotzdem allein schuldig!
Wir wissen und haben es alle am eigenen Leibe verspüren müssen, daß
allein der Wachtturm bestimmt, was symbolisch, was sinnbildlich und was buchstäblich zu
verstehen sei!
Biblische Grundsätze und WT-Maßstäbe
In Abschnitt 10 des Lehrstücks wird ausgeführt: "Das Leben des
Christen besteht daher nicht aus einer Sammlung von Regeln oder Riten. Matth. 5:44. Jesus
war ein Mensch, der Gott in jeder Hinsicht wohlgefällig war. Obwohl er vollkommen war,
führte er kein asketisches Leben. Er war bei Hochzeiten und bei Gastmählern zugegen, ja
er schätzte die guten Dinge, die das Leben bietet. Er hatte Freude am Leben und an seiner
Arbeit. Was bedeutet das? Das bedeutet, daß Jesus sich nicht fernhielt von den
kulturellen Ereignissen. Diese Hochzeiten und Gastmähler waren mit Bestandteil der
kulturellen Entwicklung jener Zeit. Er liebte seine Arbeit."
Heute soll es noch Ansicht der Wachtturmgesellschaft, die auch streng darüber wacht, einem Zeugen Jehovas verboten sein, nicht mit dem Glauben zu vereinbaren, eine Theater-, Konzert- oder Kinovorstellung, geschweige denn eine Kulturveranstaltung mit dem Arbeitskollektiv zu besuchen. Langsam hat auch in fast jedem Zeugenhaushalt das Fernsehgerät Einzug gehalten, obwohl es darum große Auseinandersetzungen und Anfeindungen gab.
Wieviele in der Organisation können sich nicht an ihrer Arbeit freuen. Die Lehre der Wachtturmgesellschaft hat ihnen jegliche Qualifikation und jegliche Aktivität untersagt. Sie arbeiten unter ihren Fähigkeiten, können sich nicht bestätigen, sind in Wirklichkeit unzufrieden und verletzen in Wirklichkeit Gottes Gebot.
Abschließend folgt im Lehrstück ein Appell, der eigentlich an die Wachtturmgesellschaft selbst gerichtet sein sollte. Da wir aber nicht erwarten können, daß sie sich von ihren eigenen falschen Lehren abkehrt, sollen die nachfolgenden Grundsätze aus der Bibel dir helfen, deine Haltung deinen Brüdern und Schwestern gegenüber zu überprüfen. Hilf d i r selbst und i h n e n !
Sei nicht allzu gerecht oder übermäßig weise und
suche bei anderen nicht ständig nach Fehlern und Mangeln. Prediger 7:16. Übertritt nicht
die Gebote Gottes um der Lehren des WT willen. Mache nicht Gottes Gebote ungültig durch
die Vorschriften des WT. Matth. 15:1-9. Besprich dich mit deinen Brüdern und Schwestern.
Betrachtet die euch zur "Speise" gereichten Dinge mit wachsamen Augen!
Wende dich mit deinen Problemen an uns in christlicher Verbundenheit.
U. B.
KEIN CHRISTSEIN OHNE IM NEUEN BUNDE ZU SEIN
Dienst am Wort als freier Christ - 12.
Rechtfertigung aus Glauben für jeden nur im neuen Bund
So lautet der Ausspruch Gottes: "
Nein, das ist der Bund, den
ich nach jenen Tagen mit dem Hause Israel schließen werde, spricht der Herr: Ich werde
mein Gesetz in ihr Inneres legen und es ihnen ins Herz schreiben." Jer. 31:31-34.
Dieser Leittext aus Jeremia 31 beinhaltet weit mehr, als bis jetzt behandelt wurde. Das
Wissen und Verständnis über den neuen Bund ist nun einmal erste Voraussetzung für alle
Christen, eine begründete Hoffnung auf das einzige Christen verheißene Erbe hegen und
den dafür geeigneten Weg gehen zu können. Siehe auch: Joh. 14:1-6, Eph. 4:1-6, Phil.
3:17-23.
Im letzten Beitrag wurde festgestellt, daß der neue
Bund bereits seiner Bestimmung gemäß wirksam geworden ist. Kein Geringerer als Jesus
Christus, der Gottessohn, eröffnete ihn und ladet alle dazu ein, ihm nachzufolgen. Daraus
ergeben sich Konsequenzen, die unbedingt zu beachten sind. Jeremia sagte: Nach dieser
Zeit, oder: nach diesen Tagen. Damit wird gesagt, daß mit dem neuen Bund ein neues
Zeitalter eingeleitet und der Zweck der Bündnisse verändert wird. Über die
Außerkurssetzung des alten Bundes sagt Vers 32:
"
denn sie haben meinen Bund gebrochen, ich aber habe sie
verworfen." Damit bringt Gott selbst zum Ausdruck, daß der alte Bund nach Form und
Inhalt nicht geeignet ist, die Segnungen, die sich an die Merkmale des neuen Bundes
knüpfen, zu gewährleisten. Somit ergeben sich Fragen, die eindeutig beantwortet werden
müssen. Warum ein neuer Bund? Worin liegt der Vorzug des neuen Bundes? Welche
Veränderung im persönlichen Verhältnis zu Gott ist durch den neuen Bund gegeben? Welche
Lehren gilt es zu ziehen? Die Erkenntnisse aus diesen Fragen bedeuten den Schlüssel zu
der Tür, durch die jeder Christ gehen muß, um Rechtfertigung aus Glauben und Vergebung
der Sünden zu erlangen, ohne die es keine Hoffnung auf das Erbe der Verheißung gibt. Es
hilft niemandem, wenn er die Auseinandersetzung mit diesen Fragen anderen überläßt.
Jeder muß zur eigenen Stellungnahme kommen und sich selbst einen Standpunkt des Glaubens
erwerben. Zwar können wir uns gegenseitig Hinweise, Ermunterungen und Ermahnungen geben.
Aber Stellung beziehen muß jeder selbst, und sein Verhältnis zu Gott kann nicht von
Organisationen abhängig sein oder bestimmt werden, sondern ist ein mündiges und
individuelles.
Warum ein neuer Bund?
Charakter und Inhalt des neuen Bundes sind Grundlage christlichen Glaubens
und Handelns noch dem Willen Gottes Dem alten Bund werden Werke der Gerechtigkeit
zugrundegelegt als Ergebnis geforderten Gehorsams durch die Gesetzgebung auf Sinai und die
daraus abgeleiteten besonderen Satzungen. Dieser Bund wurde immer wieder gebrochen und war
nicht dazu angetan, die notwendige Gesinnung hervorzurufen, um die Regeln des Bundes aus
freiem Antrieb des Herzens zu tun. So erwies sich, daß der alte Bund nicht zum
gottgewollten und verheißenen ewigen Leben führen konnte. Es wurde eher ein
hoffnungsloser Zustand offenbar. Wenn also das verheißene Leben aus Verdienst nicht zu
erreichen war, mußte eine Basis gefunden werden, es auf dem Wege der Gnade und
zugerechneten Gerechtigkeit zu erlangen. Das war der Grund für. den neuen Bund, der
nunmehr erfüllt werden konnte.
Paulus erörterte dieses Problem. Er sagt in Gal. 3:11, 23, 24: "Daß aber auf Grund des Gesetzes niemand bei Gott gerechtgesprochen wird, ist offenbar, denn nur der aus Glauben Gerechte wird leben. Ehe aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahrt, eingeschlossen auf den Glauben hin, der geoffenbart werden sollte. Somit ist das Gesetz nur ein Zuchtmeister für uns geworden bis zu Christus, damit wir aus Glauben gerechtfertigt würden." Fortführend und deutlicher: "Als aber die Erfüllung der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn . . . dem Gesetz unterworfen, damit er die dem Gesetz Unterworfenen loskaufte, auf daß wir die Annahme an Sohnesstatt erlangten." Gal. 4:4-5. Es war also Gottes Wille, daß sein Sohn, den er als Erretter der Menschen sandte, das Gesetz erfüllte und es ablöste, damit die Gnade wirksam werden konnte. Die Gnade beinhaltet nun: Freigemacht von der Gehorsamspflicht zur Erfüllung des Gesetzes noch dem Buchstaben durch das Inkrafttreten des Gesetzes des Geistes. Das Gesetz des Geistes aber ist der zusammengefaßte Begriff des Inhaltes und Charakters des neuen Bundes.
Kein Christsein, ohne im Sinne des neuen Bundes
wiedergeboren zu sein
Im Johannes-Evangelium, 3. Kapitel, sagt der Herr: "Wenn jemand nicht
von oben her (von neuem) geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen' (Vers 4).
Nicodemus verstand nicht, daß Jesus damit meinte, daß es im Menschen zu einer neuen
Schöpfung kommen muß. D. h., er muß von einer völlig neuen Gesinnung erfüllt und
angetrieben werden, die in der Gemeinschaft des Geistes mit dem Herrn ihren Ausdruck
finden soll. Deshalb wurde Jesus deutlicher und sagte: "Wenn jemand nicht aus Wasser
und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was aus dem Fleisch
geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere
dich nicht, daß ich dir sagte: Ihr müßt von oben her (von neuem) geboren werden."
(Vers 5-7)
Übereinstimmend damit schrieb Paulus: "Als aber die Gütigkeit und die Menschenliebe Gottes, unseres Heilandes erschienen war, hat er uns, nicht auf Grund von Werken in Gerechtigkeit, die wir getan hätten, sondern noch seiner Barmherzigkeit, gerettet durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung kraft des heiligen Geistes." Tit. 3:4-5. Somit wäre die Frage des Warum dahingehend zu beantworten, daß Gott den neuen Bund schuf, um die Verheißung an Abraham zu erfüllen und Gnade vor Recht walten zu lassen.
Worin liegt der Vorzug des neuen Bundes?
Auf den kürzesten Nenner gebracht: In der Fassung des Gesetzes nach dem
Geiste. Darüber gilt es Klarheit zu gewinnen Das Gesetz Gottes drückt seinen Willen aus.
Hinsichtlich der Erfüllung des Gesetzes nach dem Geiste müßte uns interessieren, worin
der Wille Gottes uns betreffend besteht.
Im Leittext dieser Betrachtung heißt es, "ich werde mein Gesetz in ihr Inneres legen und es ihnen ins Herz schreibe" Damit ist gesagt, daß es sich nicht mehr um einen Akt des Gehorsams (furchterfüllte Unterwerfung entgegen dem natürlichen Empfinden) handeln kann und soll, sondern die künftige Verhaltensweise wird durch den freien Trieb des Herzens nach der neuen Gesinnung bestimmt werden. Im vorigen Beitrag (11) wurde das wichtigste Merkmal der von Gott gewünschten veränderten Gesinnung erwähnt.
Um Barmherzigkeit zu üben, bedarf es einer völligen Wandlung der Grundsätze und Leitmotive des persönlichen Handelns Das geht nicht ohne Unterstützung und Anregung, eines Vorbildes, dem man nacheifert. Da gibt es nur eine Wahl: Gott selbst. Jesus sagte: "Seid barmherzig, wie euer Vater im Himmel barmherzig ist." Mehr noch, er offeriert uns Gott, seinen Vater, auch als unseren Vater. Das bezieht sich ganz konkret auf das neue verwandtschaftliche Verhältnis nach der Gemeinschaft des Geistes mit Gott, nach seinem eigenen Willen, wenn wir dem Sohne angehören. Anders kein Christsein. Joh. 16:26-27.
Also: Wer in die Wirksamkeit des Gesetzes des Geistes einbezogen ist, tut aus freiem Antrieb (Bedürfnis des Herzens), was dem Wesen dieses Geistes entspricht. Das heißt nicht weniger als: Wer dem Geiste nach ein Sohn Gottes geworden ist, tut, was er vom Vater gesehen (wahrgenommen) hat. Wem gar nichts einfallen sollte, der denke daran und lerne begreifen, mit wieviel barmherziger Liebe ihm der Vater täglich ohne Verdienst begegnet.
Somit ist der Vorzug des neuen Bundes darin begründet,
daß das Verhältnis zu Gott nicht mehr in Furcht und Knechtschaft beruht, sondern durch
die Gemeinschaft des Geistes eine Sohnschaft bedeutet, und, daß die Handlungen, die durch
den Geist der neuen Gesinnung bestimmt werden, die Erfüllung des Gesetzes sind und damit
eine begründete Hoffnung auf das Erbe der Verheißung gegeben ist.
Die letzte Frage, welche Lehren gilt es zu ziehen?, soll im nächsten
Beitrag in CV behandelt werden.
BEWEISE SPRECHEN FÜR SICH
Ein weiterer Bericht aus Jarmen in Mecklenburg
Liebe Leser, liebe Brüder und Schwestern!
Wenn ein Autobesitzer nicht von Zeit zu Zeit den Zustand seines Wagens
überprüfen würde, dann würde es eines Tages katastrophale Folgen für ihn haben, nicht
wahr? So hängt von einer gründlichen Prüfung oft sehr viel ab. Genauso sorgfältig
sollten sich Christen bei der Prüfung ihrer Glaubenseinstellung verhalten. Es ist
nämlich unverantwortlich, leichtgläubig und gedankenlos, etwas zu glauben und zu
verkündigen, womit man sich selbst und anderen in Wahrheit schadet. Es ist
unverantwortlich, etwas zu predigen, wovon man nicht genau die Wahrheit weiß, was man
nicht wirklich kritisch zuvor überprüft hat. Denn wir sind ja erwachsene Menschen und
sollten mündige Christen sein.
Unser Denkanstoß
Diese Illustration wurde im "Erwachet" vom
22. 4. 1972 in der ganzen Welt verbreitet zum Beweis dafür, daß 1975 das Weltende
hereinbricht:
Wir erinnern uns-noch sehr gut daran. Viele Millionen Menschen in vielen
Ländern haben es heute noch in der Hand, heute, im Jahre 1978. Was sagt es uns heute? Die
Wt-Gesellschaft möchte, daß wir den Kopf davor in den Sand stecken.
Laßt es uns betrachten. Der aufmerksame Leser und Betrachter wird sehr gut die Markierungen erkennen, die die Zeitepochen andeuten sollen: Die Erschaffung des Menschen, die Sintflut, den Tod Jesu Christi. Auch das Jahr 1914 ist angedeutet. An der Grenze des sechstausendsten Jahres sehen wir interessanterweise wieder eine Markierung. Was zeigt sie an? Den Beginn der 1000-Jahrherrschaft Christi! Und unter diesem Bild ist deutlich zu lesen: Da wir uns Mitte der 1970er Jahre dem Zeitpunkt nähern, wo 6000 Jahre der Menschheitsgeschichte enden, besteht die herrliche Hoffnung, bald von dem gegenwärtigen Druck befreit zu werden."
Nach dieser bildlichen Darstellung ist einwandfrei verkündigt worden, daß mit dem Ende der 6000 Jahre Menschheitsgeschichte die 1000-Jahrherrschaft Christi beginnt. Das heißt also, daß laut WTG-Verkündigung mit 1975 Offenbarung 20:1-6 in Erfüllung gehen müßte, wo es heißt: "Danach sah ich einen Engel aus dem Himmel herabkommen, der hielt den Schlüssel zum Abgrund und eine lange Kette in der Hand, Er packte den Drachen, die alte Schlange, die auch Teufel und Satan genannt wird, und fesselte ihn für die nächsten tausend Jahre Nichts dergleichen hat sich ab 1975 bemerkbar gemacht, obgleich die Wachtturmpropheten im Jahre 1975 die Erfüllung von Offenbarung 20:1-6 verkündigten.
Lassen wir ihnen noch die Zeit bis 1980, falls sie sich um ein paar Jahre verrechnet haben. Dann ist aber auch das Ende des Jahrzehnts der siebziger Jahre fällig! Wir sind gespannt, wie sie ihre Unwahrheiten, die nun bereits zur Gotteslästerung führen, mit neuen lügenhaften Äußerungen decken wollen. Mit Sicherheit werden sich auch zu dieser Zeit tapfere Brüder und Schwestern in der Organisation erheben und nicht mehr länger schweigen und alles bedenkenlos hinnehmen. Es werden noch mehr Tatsachen, Dokumente und Erfahrungen zur Veröffentlichung kommen, die der Wachtturmgesellschaft ihre "endzeitliche" Maske vom Gesicht reißen und alle zum Nachdenken anregen! Es sind nur noch zwei Jahre bis dahin!
Im WT vom 15. 3. 1977 Seite 175/176 heißt es aufschlußreich: "Wir werden noch weiter ausharren müssen. Können wir noch eine ganz kleine Weile ausharren? Wenn ja, dann werden wir es erleben, daß Gott, der Kommende, zur rechten Zeit eintreffen und die Verheißung, die er uns gegeben hat, erfüllen wird. Was für den ewigen Gott eine ganz kleine Weile ist, könnte für uns zwar eine sehr lange Zeit sein.'
Die Uhr ist abgelaufen. Erinnern wir noch einmal daran,
was die Wachtturmpropheten damals 1972, drei Jahre vor 1975 sagten: "Unsere
Generation wird das Ende der gegenwärtigen Ordnung mit ihren streßerzeugenden Problemen
erleben Wir haben s o g a r b e r e c h t i g t e n G r u n d zu der Hoffnung,
daß eine neue, von Gott geschaffene Ordnung n o c h i m
L a u f e d e s g e g e n w ä r t i g e n J a h r z e h
n t s anbrechen wird!" Auf diesen Text kommen wir im Jahre 1980 noch einmal zurück!
Vorankündigung: Als nächstes kommentieren wir einige Briefe, Vorträge
und Artikel aus der WTG-Organisation.
- W -
IST DIE WTG-BLUTVERKÜNDIGUNG EIN GEBOT GOTTES ODER
NICHT VIELMEHR UNCHRISTLICHER BLUTKULT?
Nach dem Exorzismus-Prozeß vor dem Landgericht in Aschaffenburg/Bayern
auch ein WTG-Blutkult-Prozeß in der BRD?
Nicht über das hinaus, was geschrieben steht
Unsere Bezugnahme: 1) CV Nr. 88/1976, 2) CV Nr. 101/1977 und 3) CV Nr.
104/1978 mit ausführlichen Erörterungen zur Sache. Jedermann kann sie zur Information
und Verwendung anfordern.
Wir fassen hier noch einmal die christlichen Hauptbeweise gegen die
WTG-Blutverkündigung zusammen, um sie zur praktischen Nutzanwendung bereit zu haben.
1. - Die WTG verfälscht grundsätzlich den gesamten Sachverhalt Denn in
der Schrift ist durchweg nur vom Blutgenuß für Speisezwecke und Mahlzeiten die Rede.
Blutübertragung zur Rettung von Menschenleben berührt die Schrift überhaupt nicht.
Damit ist die gesamte Argumentation der WTG als schriftwidrig erwiesen, denn es heißt:
Damit ihr an uns das Wort verstehen lernt: Nicht über das hinaus, was geschrieben steht.
Damit sich keiner von euch für den einen Lehrer gegen den anderen in die Brust
werfe." Paulus in 1. Korinther 4:6.
2. - In der gesamten WTG-Argumentation in der neuen Blutbroschüre
"Jehovas Zeugen und die Blutfrage" (1977) wird vor den angesprochenen 115 000
Ärzten, 40000 Richtern und 240 000 Krankenschwestern und Krankenpflegern in der BRD
bedenkenlos die wirklich alles entscheidende Schriftstelle unterschlagen: "Alles, was
auf dem Fleischmarkt zum Kauf steht, das esset, ohne um des Gewissens willen
Nachforschungen anzustellen. Wenn ein Nichtchrist euch zu Gast ladet und ihr hingehen
wollt, so eßt alles, was man euch vorsetzt, ohne um des Gewissens willen Nachforschungen
anzustellen" Paulus in 1. Korinther 10:23-31. Damit ist der Genuß von Blut und
Blutprodukten für Christen generell erlaubt., Ein Christ muß es nicht, aber er ist frei
es zu tun. Bei der kürzlichen Auseinandersetzung CV - WT in Dresden-Leuben-Zschochwitz
mußte das ehrlicherweise von ZJ-Seite zugegeben werden. Siehe CV Nr. 94/1977. Es ist
natürlich schwer, das gegenüber der WTG durchzustehen.
3. - Das Prinzip der christlichen Erwachsenentaufe verbietet, irgend
jemanden, ein kleines Kind z. B., schon vorher unter christliche oder als christlich
erklärte Lehren (im Falle der WTG) zu beugen oder dafür gar zu opfern, indem man ihnen
die WTG-Blutlehren einfach aufzwingt und sie gegebenenfalls in den Tod schickt. Das kommt
einer Vergewaltigung Minderjähriger gleich, weil sie sich noch nicht selbst vertreten und
entscheiden können und bedeutet daher im Ernstfall Blutritual-Mord. Die Worte der
Schrift: "Wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst" (Offenbarung
22:17) verbietet jedes Beugen und Zwingen. 4. - Die WTG kann kein Gebot Gottes für
Christen gegen Blutübertragung zitieren. Im Babylon-Buch der WTG von 1965 ist vielmehr
dokumentiert (S. 544 dt.), daß sie dieses Blutdogma selbst erfunden hat, indem sie erst
seit 1945 bestimmte Bluttexte entsprechend auszulegen begann. Es ist also kein Gebot
Gottes, sondern eine Frage der WTG-eigenen Bibelauslegung, also bloßes Menschenwerk. Da
laut 1. Kor. 4:6 verboten ist, über das geschriebene Wort hinauszugehen, bleiben die
WTG-Blutlehren eine menschliche Erfindung.
WTG-Blutkult in Lehre und Praxis in der BRD
offensichtlich grundgesetzwidrig
Das BRD-Grundgesetz (GG) lautet in Art. 5, Abs. 3: "Die Freiheit der
Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung." In Art. 6, Abs. 1,2 heißt es:
"Pflege und Erziehung der Kinder ist das natürliche Recht der Eltern und die ihnen
zuvörderst obliegende Pflicht, über ihre Betätigung - wacht die staatliche
Gemeinschaft."
Die WTG lehrt mit ihrem Blutkult ein Recht der Eltern über Leben und Tod noch unmündiger Kinder zu entscheiden. Das ist ein Rückfall in die finsterste Zeit der Sklavenhalterei. Es ist eine Verführung zur Mißachtung des Gebotes, "Du sollst nicht töten"! Damit wird Art. 6, Abs. 1, 2 offenkundig überzogen und mißachtet, wo nur vom Recht auf Pflege und Erziehung, nicht aber vom Recht über Leben und Tod gesprochen wird. Müßte nach Art. 5. Abs. 3 der WTG solche Lehrtätigkeit nicht als grundgesetzwidrig verboten werden?
Ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamm/Westfalen vom 10. Oktober 1967 besagt: Der nichtmündige Mensch ist nicht ausschließlich von seinen Eltern bzw. seinem Vormund abhängig. Die Erhaltung des Lebens eines Menschen stellt ein so überragendes Rechtsgut dar, daß in dessen Interesse auch eine entgegenstehende religiös fundierte Gewissensentscheidung keine Berücksichtigung finden kann (Kommentar von J. Listl). Was den WTG-Blutkult betrifft, so ist das für Christen nach 1. Kor. 10:23-31 überhaupt keine göttlich gebotene Gewissensfrage, sondern ausschließlich eine durch WTG-Erfindungen gebotene. Da die WTG hiermit nichts geringeres tut, als Grundgesetzartikel anzutasten, ist es nur zu verständlich, wenn sich inzwischen auch das Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit in Bonn eingeschaltet hat. Die WTG muß damit rechnen, auch vor das Bundesverfassungsgericht zu kommen.
Wird der WTG ein Blutkult-Prozeß gemacht?
Wie das katholische St.-Hedwigsblatt des Bistums Berlin (Nr. 16 vom 16. 4.
1978) mitteilt, begann am 30. 3. 1978 vor dem Landgericht in Aschaffenburg/Bayern, BRD,
ein Prozeß gegen zwei katholische Geistliche. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen
fahrlässige Tötung vor. Die Geistlichen hatten nach einem Ritual von 1614 an einer
epileptisch kranken Studentin ein exorzistisches Verfahren (Teufelsaustreibung)
vorgenommen. Das Mädchen selbst wie auch die Geistlichen glaubten, sie sei vom Teufel
besessen. Nach 67 exorzistischen Sitzungen war das Mädchen verhungert und tot. Die
Staatsanwaltschaft hatte auf verminderte Schuldfähigkeit der Angeklagten hingewiesen. Das
Urteil lautete schließlich auf je sechs Monate Freiheitsentzug mit Bewährung (BZ 25. 4.
1978). Dieser erste Teufelsaustreibungs-Prozeß in der BRD-Justiz mit erfolgter
Verurteilung der Angeklagten ist offensichtlich von sehr weitreichender Bedeutung.
Mit Bezug auf die WTG erhebt sich folgende Frage.
Welcher Wesensunterschied besteht darin, einen nicht zurechnungsfähigen Menschen, wie es
die Studentin schließlich war, nach einem religiösen Ritual von 1614 in den Tod gehen zu
lassen und ein noch nicht zurechnungsfähiges Kind, weil minderjährig, nach einem
religiösen" Ritual von 1945 in den Tod zu schicken? Kommt auch der erste
WTG-Blutkult-Prozeß der BRD-Justiz? Was die WTG hier treibt, ist einfach christlich
unverantwortlich.
K. O.
DER GIFTIGE QUALM HÄTTE DAS BABY GETÖTET
Brüder und Schwestern sollten kommen. Ein Wohnungsbrand.
- Bericht aus dem Kreis Beeskow -
Die Zeit war gerade an diese Tag besonders knapp. Neben den vielfältigen
Pflichten Mutter und Hausfrau mußte einer besonderen Pflicht am heutigen Tage
nachgekommen werden, die die ganze Aufmerksamkeit beanspruchte. Besuch wurde erwartet.
Glaubensbrüder und Glaubensschwestern sollten kommen. Bis zum Eintreffen des Besuches
mußte alles in Ordnung sein. Nichts darf herumliegen. Auch nicht die Windeln, die noch am
Ofen trocknen. Also schnell noch etwas nachheizen, damit es schneller geht. Danach
verließ unsere junge Schwester das Zimmer, um draußen noch etwas zu tun.
Obwohl in der unteren Wohnung die Schwiegereltern waren, bemerkten erst Nachbarn die Katastrophe. Aus dem Schornstein quoll dichter schwarzer Rauch, und von den weißen Stores war von draußen nichts mehr zu erkennen. Beherzte Nachbarn eilten herbei, um neben der vorsorglichen Alarmierung der Feuerwehrpolizei selbst Hilfe zu leisten. Sogenannte Weltmenschen aus der Hausgemeinschaft. Was war geschehen? Die heiße Luft des Ofens hatte sich vor der Luftaustrittsöffnung gestaut, die mit einer Windel verhängt war. Es kam zum Hitzestau. In kurzer Zeit war der Flammpunkt der Windel erreicht. Sie fiel brennend herunter und entzündete die Auslegeware und den Linoleumbelag. Die immense Qualmentwicklung ließ die Stores sofort schwarz werden und überzog alles andere mit einem dichten Schlierbelag. Durch das schnelle Eingreifen der Nachbarschaftshilfe und der Hausbewohner konnte ein Brand des Hauses verhindert werden.
Das Kleinkind befand sich glücklicherweise unten bei den Großeltern. Schon geringe Mengen des stark giftigen Qualmes hätten das Baby getötet. Es hätte ja nicht weglaufen können. Der Sachschaden geht in die Tausende. Die Wohnung war erst vor kurzem bezugsfertig geworden und mit vielen modernen Möbeln ausgestattet. Gleichwohl das Gutachten der Feuerwehrpolizei eindeutig zu Ungunsten der Betroffenen ausfiel, bedauern alle das Geschehen aufrichtig. Die Abergläubischen aber sagen, der Satan wollte die Zusammenkunft verhindern.
Niemand ist gegen Unglück gefeit. Dieser Fall ist ein Beweis unter vielen. Dies gilt auch für Jehovas Zeugen. Nur Abergläubische streiten darüber. Der überwiegende Teil der Menschen nutzt die Möglichkeit, ihre im Laufe des Lebens erarbeiteten Sachwerte zu schützen, um besondere Härten von sich und der Familie abzuwenden. Eine Hausratversicherung hätte in diesem Fall eine große Hilfe bedeutet, wenn auch die Ursache Nichtbeachten der Brandschutzbestimmung war. Aber, es war ja bisher gutgegangen. Warum nicht weiterhin auch? Sicher, man zählt sich ja zu einer Gruppe besonderer Optimisten". Nun ist es aber so, daß der hier zur Entfaltung kommende Optimismus" nicht auf der eigenen, selbständigen Willensentscheidung beruht. Nein. Die hier praktizierte Versicherungsenthaltsamkeit fällt in das Repertoire der Ratschläge" der über allen Zeugen Jehovas stehenden WTG. Ratschläge, die allesamt etwa so beginnen: Ist es nicht vernünftig, anzunehmen, daß es Jehova wohlgefälliger wäre " Das Geld solle lieber in die G.-H.Kasse gegeben werden als einer weltlichen" Versicherung. Nur, die WTG ersetzt keineswegs irgendwelche Hausratschäden. Und die Versicherung", die sie bietet oder anbietet, ist bisher immer ausgeblieben, jüngst erst wieder 1975. Das erkennt doch auch jeder andere, der das prüft. Wer will denn zum Narren werden.
Wie aus den Kreisen der WTG-Verantwortlichen bekannt wird, sind jetzt nach 1975 Anweisungen ergangen, zu ermitteln, wer von den Brüdern und Schwestern noch Versicherungen abschließt, oder wieder abschließt. Gegebenenfalls soll das über unauffälliges Aushorchen der Versicherungskassierer ausspioniert und den Ältesten angezeigt werden. Jetzt nach dem Weltendefiasko von 1975 wieder Versicherungen abschließen wird als heimlicher Unglaube an die WT-Weltendeverkündigung überhaupt gewertet und überwacht.
Zum Glück der Menschen und der Christen hat sich Gott bisher geweigert, die WTG gegen ihre eigene Falschprophetie und Bibelschändung zu versichern, so daß sie immer wieder offenbar wird. Und daß das auch in Zukunft so sein wird, dafür verbürgt er sich mit seinem Wort in 5. Mose 18:20-22. Viele, die an die WT-"Versicherung" von 1975 geglaubt haben, hatten nicht mehr geheiratet, hatten die Berufsausbildung vernachlässigt, Haus und Hof nicht mehr versichert, ja nicht einmal mehr das Haus repariert. Sie hatten der WTG aufrichtig geglaubt. Nun sehen sie sich furchtbar enttäuscht, lächerlich gemacht, blamiert und mißbraucht. Der WTG-Zweigdiener Konrad Franke, Wiesbaden, hatte die Stirn, 1968 im Hinblick auf 1975 zu fordern, unbedingt an 1975 zu glauben, und wenn man sich damit blamiert, sich dann mit der WTG zu blamieren! Was glauben sie überhaupt selbst? Sind das nicht Methoden bloßer Karrieristen?
Das allen Betroffenen bekannte Wohnungsbrandunglück ohne Versicherung - was, wenn das Baby in dem giftigen Qualm umgekommen wäre? - sollte über die WT-"Versicherungen" ernstlich nachdenken lassen. -
CV-BERATUNG IM APRIL 1978 IN BERLIN BERIET DEN WEITEREN
WEG UND DIE WEITERE TÄTIGKEIT
Liebe Leser
Liebe Brüder und Schwestern
Im April 1978 fand in Berlin eine weitere größere CV-Beratung in Form
einer Tagesversammlung statt. Ein Schwerpunkt war diesmal die Beratung mit verschiedenen
am Wort dienenden Brüdern der freien Christengemeinden in unserem Lande, Es waren auch
Geschwister dabei, die erst ganz kürzlich von der Bevormundung durch den WT freigeworden
waren. Wir werden in CV über diese Beratung berichten.
Aktuellste neue Erscheinungen in der WT-Verkündigung nach 1975 sind, daß
jetzt der Teufel aus der Begründung für die Ursachen des Bösen weggelassen wurde!
Stellt euch die Konsequenzen vor! Wir werden darüber berichten.
Zusammenkünfte unserer freien Christengemeinden sind u. a.: Dresden,
Robert-Blum-Straße 6, samstags 14 Uhr. Leipzig, Witzgallstraße 20, samstags 14 Uhr;
Blumenstr. 74, sonntags 14 Uhr; Maurice-Thorez-Str, 22, samstags 16 Uhr. Karl-Marx-Stadt,
Gießerstraße 36, jeden 2. Samstag 14 Uhr. Magdeburg, Bärstraße 9, sonntags 14 Uhr.
Jarmen, zu erfragen bei W. Warnke, Jarmen, Gartenstraße 8. Die Gemeinden entbieten ein
herzliches Willkommen.
In christlicher Verbundenheit sind wir
Eure Brüder und Schwestern Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
CV-Leitung Gera/Thür.
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Christliche Verantwortung": Monatsschrift der Studiengruppe
Christliche Verantwortung. Herausgeber: Wolfgang Daum. DDR 65 Gera, Otto-Dix-Straße 6.
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Neue Konto-Nr.: 4564-30-1952 Bank für Handel u. Gewerbe
A 5150/78 V 71 1562