Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 100
Sozusagen eine "Jubiläumsausgabe";
wenn man runde Zahlen als Kriterium anlegt. Es war durchaus nicht vorhersehbar, als im
Oktober 1965 die erste CV-Ausgabe erschien, dass es deren mal 100 und mehr werden würden.
Es hätte ebenso auch ein abruptes Ende geben können. Das "Vorgängerblatt" von
dem ehemaligen Zweigdiener Balzereit anfänglich gestaltet, namens "Nachdenkliches
aus Leben und Christentum", brachte es nur auf 23 Ausgaben. Schwerpunkt dieser Ausgabe: Das 1975-Thema.
WIR HANDELN UM DER WAHRHEIT
WILLEN
Warum das Thema des 1975-Weltendes?
Liebe Leser, liebe Brüder und Schwestern
Dies ist nun die 100. CV-Ausgabe, die wir voller
Zuversicht hinausgehen lassen. Es ist gleichsam eine Jubiläumsausgabe. Da wir jedoch alle
"des Ruhmes bei Gott ermangeln" (Römer 3:23), soll sich auch in dieser Stunde
unser Augenmerk auf das richten, wozu wir vor Gott und Menschen letztlich nur verpflichtet
sind: Auf Grund unserer Erkenntnis und somit um unseres Gewissens willen mit Rat und Tat'
allen weiter zu helfen.
Wir sind mit CV zu "einem guten Kampf des Glaubens" angetreten, der eine christliche Wegweisung darstellt, heraus aus einem schon über 100 Jahre andauernden und bereits mehrere Generationen umfassenden endzeitlich aufgemachten religiösen und politischen Mißbrauch des christlichen Glaubens. Es wurde lange überlegt, was die 100. CV-Ausgabe beinhalten sollte. So kamen wir zu dem Entschluß, der auf der Beratung von Mitarbeitern, Mitverbundenen und Freunden von CV im September 1977 einmütige Zustimmung fand, mit der 100. CV-Ausgabe jedem eine Dokumentation über das falsche WTG-Weltende von 1975 in die Hände zu legen.
Wir sind sicher, daß gerade dieses Thema weit über den aktuellen Anlaß hinaus von bleibenden Bedeutung sein wird. Die WTG begann vor über 100 Jahren nicht nur als eine weitere Religionsgemeinschaft neben vielen anderen. Ihr vorgegebener Daseinszweck war und ist die Verkündigung eines Weltendes innerhalb nur einer Generation! Weil dies ihr Daseinszweck ist, muß und wird sie mit der Glaubwürdigkeit oder Haltlosigkeit dieser Weltendeverkündigung stehen oder fallen. Dies ist der alles entscheidende Gesichtspunkt!
Nun war 1975 nicht nur die jüngste falsche Weltende-"Prophezeiung". Mit 1975 sinkt wieder eine Generation ins Grab, die ebenfalls mit den Worten Christi an seine Zeitgenossen, "diese Generation wird nicht vergehen" (Matth. 24:34) pur hingehalten wurde, wie ihr unaufhaltsames Vergehen beweist. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dieses Drama, diese Tragödie, allen Aufrichtigen in voller Bedeutung und Tragweite zum Bewußtsein kommt!
Andererseits hat die WTG um ihr falsches 1975-Weltende nunmehr ein gigantisches Ablenkungsmanöver in Szene gesetzt, um abermals mit "süßen Worten die Herzen der Arglosen zu täuschen", auf daß sie wieder eine neue Generation in Angriff nehmen kann.
Aber auch für die WTG selbst ist das 1975-Thema alles andere als überwunden. "Wann? Wann? Wann?" - dies sei für viele jetzt "die wichtigste Frage", ist die WTG in diesem Jahr 1977 gezwungen, einzugestehen (WT 15. April 1977, S. 237, Abs. 17). Wie muß sie da doch aus ihrer eigenen Organisation heraus bedrängt werden! Ohne Zweifel machen es zwei Jahre noch 1975 für jeden, der es nur sehen will, erkennbar, wie die Dinge stehen. Ringsherum sehen wir die Alten der 1914-Generation ins Grab sinken. Ja, wir werden sehen, wie den so zum Tode "Verurteilten" von der WTG jetzt direkt ins Gesicht gesagt wird, daß sie zu "vergehen" haben!
Auch der politische Mißbrauch des Glaubens unter Losungen wie "In der Kraft Jehovas den Kommunismus besiegt" (WT 15. 9. 1961) - offensichtlich ein hinterlistiger Hauptzweck der ständigen Weltendeverkündigungen - wird in entscheiden dem Maße mit den jeweils gepredigten Weltenden verbunden.
Die gegenwärtigen inneren Auseinandersetzungen in der WTG-Organisation bis hinauf in ihre höchsten Leitungsgremien verpflichten uns ebenfalls, eine solche 1975-Dokumentation, wie sie die 100. CV-Ausgabe darstellt, zu veröffentlichen. Gar manche WTG-Aufseher und leider auch einfache Verkündiger streiten oftmals wider besseres Wissen anderen gegenüber einfach ab, je das falsche 1975-Weltende weltweit verkündigt zu haben. Sie lügen in diesem Punkte vorsätzlich! Und die wenigsten haben etwas in der Hand, um dann nachzuweisen, was mit 1975 wirklich war. Neulinge erfahren nur noch entstellt, was für 1975 in die Welt gesetzt wurde und denken, ihnen geschehe Unrecht, wenn sie darauf gestoßen werden. Wie sollten sie andererseits unter solchen Bedingungen eine wahre Auskunft darüber geben können? So ist diese 1975-Dokumentation auch besonders für sie gedacht. Ist doch die Weltendeglaubwürdigkeit der Hauptgesichtspunkt!
Einige Worte zur Gestaltung der Dokumentation. Es ist immer so, daß die WTG das, was sie beabsichtigt, in Form von Kerngedanken in die vorgegebene Thematik einarbeitet. Die auszugsweise Heraushebung dieser Kerngedanken am Schluß des WT unter "Kannst du dich noch erinnern?", veranschaulicht das sehr oft. Will man also diese Absichten sichtbar machen, so muß man diese Kerngedanken wieder vor Augen führen. Sonst kann man das nur schwer überschauen. So werden in dieser Dokumentation praktisch die entscheidenden Kerngedanken zum 1975-Thema dargestellt. Die Überschriften und Kommentare zu den einzelnen WT-Äußerungen oder Kerngedanken beleuchten jeweils den realen Sinn und die reale Absicht einer jeden Äußerung, sowohl vor 1975 wie nach 1975. Wir behandeln auf diese Weise speziell den Zeitraum von 1966 bis 1977, mit einigen notwendigen Rückblicken auf die Gesamtentwicklung der Endzeitverkündigung vor 1975.
Wir weisen gleichzeitig auf eine ganz besondere Eigenart der WTG hin. Sie verschanzt sich bei allen ihren Äußerungen immer hinter Gott und Christus, auf daß nie etwas auf das WTG-Konto komme. Sie geht sogar soweit, gegebenenfalls Gott die Schuld zu geben: Er "verziehe" eben, oder er ändere sein Vorhaben, wofür die WTG schließlich nichts könne. Das ist eines der größten Täuschungsmanöver der WTG, um den Vorwurf von sich abzuwälzen, sie sei ein falscher Prophet! Zweifellos folgten alle Aufrichtigen, "aus tiefer Liebe zu Jehova Gott und in dem ernsten Wunsch, anderen zu helfen", bisher der WTG. Sie glaubten bedenkenlos, sie sei Gottes Werkzeug. Diese Dokumentation beweist, daß in Wahrheit alle Liebe und alle Hilfsbereitschaft der Zeugen Jehovas von der WTG für eine falsche Weltende-Prophetie in Anspruch genommen wurde, das heißt, mißbraucht wurde! Dies ist wohl die bitterste persönliche Erfahrung. Diese Dokumentation macht sichtbar, daß die WTG bewußt ein unglaubhaftes Weltende nach dem anderen verkündigt und damit vor Gott und den Menschen mit einer ungeheuerlichen Schuld beladen ist! Denn nichts ist folgenschwerer, als an falsche Weltenden zu glauben! Doch das stört die WTG nur insoweit, wenn andere dies durchschauen, weil damit gleichzeitig ihre anderen Absichten und Ziele erkennbar werden. Die 100. Ausgabe wird sicherlich ein Dokument von bleibender Bedeutung sein, wie man es offensichtlich von keiner anderen Seite erhalten kann. Wir empfehlen diese Dokumentation jedem, der irgendwie mit der WTG-Verkündigung in Berührung kommt oder in dieser Frage anderen helfen möchte.
Würde irgendjemand der WTG
folgen, wenn sie keine Weltendeverkündigung betreiben würde? So ist diese von einer
Generation zur anderen einhergetragene Weltende-Fahne das Panier, mit dessen
Glaubwürdigkeit oder Haltlosigkeit das WTG-Werk steht oder fällt! Denn es heißt in 5.
Mose 18:22 auch für die WTG und Jehovas Zeugen warnend: "Wisse: Wenn das, was ein
Prophet im Namen Gottes verkündet nicht eintrifft und nicht in Erfüllung geht, so ist
das ein Wort, das der Herr nicht geredet hat, in Vermessenheit hat der Prophet es
ausgesprochen. Du brauchst vor ihm nicht bange zu sein." Schließlich: "Sollte
sich aber ein Prophet vermessen, in meinem Namen etwas zu verkündigen, was ich ihm nicht
geboten habe; ein solcher Prophet soll sterben."
5. Mose 18:20. Gilt das für die WTG etwa nicht?
Nun "vergewissert euch über alle Dinge"
und "haltet fest an dem, was recht ist." 1.: Thess. 5:21 NW.
Studiengruppe
Christliche Verantwortung
DIE WTG-WELTENDEVERKÜNDIGUNGEN
VOR 1975, DIE MAN UNBEDINGT KENNEN MUSS
Lebt man immer nur "von der Hand in den
Mund", hat man keine Vergleichsmöglichkeiten, hat man keine ausreichende Übersicht,
überprüft man nicht den Weg, den man bereits zurückgelegt hat, dann kann man schwerlich
zu einer genauen Erkenntnis über die Richtigkeit oder Falschheit einer Sache kommen. Kein
mündiger Christ kann seine eigene Verantwortung darin verneinen. Um die Glaubwürdigkeit
der "neuzeitlichen" Weltendeverkündigung "innerhalb dieser
Generation" festzustellen, muß man sich ebenfalls eine Gesamtübersicht verschaffen.
Man muß also die Frage stellen, hat die WTG vor 1975 schon anderen
"Generationen" ebenfalls ein Weltende verkündigt? Wenn ja, dann wollen wir dies
jetzt nur dokumentarische feststellen. Was dies bedeutet, wird sich dann ergeben. Ja, sie
hat!
Beginn der Zeit des
"Weltendes" im Jahre 1799!
Noch im WTG-Buch "Die Harfe Gottes" von
1922 wurde weltweit verkündigt:
"Unseres Herrn Wiederkunft.
Napoleon begann diesen ägyptischen Feldzug im Jahre
1798, führte ihn zu Ende und kehrte am 1. Oktober 1799 nach Frankreich zurück. Der
Feldzug ist kurz aber anschaulich in dieser Prophezeiung Vers 40-44 (Daniel 11, Anm.)
beschrieben, und da dieser Feldzug 1799 zu Ende ging, so bezeichnet er, n a c h d e n e i
g e n e n Wo r t e n d es P r o p h e t e n, den Beginn der "Zeit des Endes".
Dem Propheten wurde dann gezeigt,
daß die 1260 Jahre den Beginn der Zeit des Endes dieser tierischen Ordnung bezeichnen
würden. Zwölfhundertsechzig Jahre von 539 nach Chr. Bringen uns zum Jahre 1799 - ein
weiterer Beweis, daß das Jahr 1799 genau den Beginn der "Zeit des Endes"
bezeichnet." - (Seite 229/231, Hervorhebg. Zus.)
Es sei nur die Frage gestattet, wieviele
Generationen sind seit 1799 schon vergangen?
Das Harmagedon-Weltende weltweit
für 1914 verkündigt!
Seit 1889 ließ die WTG mit Band 2 ihrer
"Schriftstudien" unter dem Titel "Die Zeit ist herbeigekommen" jener
damaligen Generation des vorigen Jahrhunderts verkündigen:
"Man verwundere sich daher
nicht, wenn wir in den nachfolgenden Kapiteln Beweise beibringen, daß das Aufrichten des
Königreiches Gottes schon begonnen habe, daß in der Prophezeiung aufgezeichnet stehe,
daß das Jahr 1878 die Zeit sei, da die Ausübung seiner Macht beginnen sollte, und daß
der "Krieg des großen Tages Gottes des Allmächtigen" (Offb. 16:14), der im
Jahre 1914 zu Ende gehen soll, bereits angefangen ist." (Seite 97)
Harmagedon war also "nachgewiesen" im
Jahre 1889 schon im Gange! War die WTG auch hier ein wahrer, richtiger
"Prophet"?
Das Harmagedon-Weltende weltweit
für 1925 verkündigt!
Wir lesen im WTG-Sensationsbuch von 1920 unter dem
Titel: "Millionen jetzt lebender Menschen werden niemals sterben!" folgende
"überzeugende Beweise":
"Wir haben, wie zuvor
dargelegt, überzeugende Beweise dafür, daß die alte Ordnung der Dinge, die alte Welt,
zu Ende geht und deshalb gänzlich vergehen wird, daß die neue Ordnung hereinbricht, und
daß das Jahr 1925 Zeuge der Auferstehung der alttestamentlichen Überwinder und des
Beginns eines Wiederaufbaus der zertrümmerten Weltordnung sein wird, und gestützt auf
diese Beweise ergibt sich der vernunftgemäße Schluß, daß Millionen von Menschen, die
jetzt auf der Erde leben, im Jahre 1925 noch auf Erden sein werden. Somit müssen wir,
gestützt auf die Verheißungen, die in dem Worte Gottes niedergelegt sind, zu dem
positiven und unanfechtbaren Schluß kommen, daß Millionen jetzt lebender Menschen
niemals sterben werden." (Seite 103, 104)
Wo sind die Millionen von 1920, die niemals sterben
sollten, heute? Was für eine Prophetie?
Das Harmagedon-Weltende für
1939/45 verkündigt!
Wir lesen in der WTG-Broschüre von 1938;
"Schau den Tatsachen ins Auge", von WTG-Präsident J. F. Rutherford:
"Was sind die Tatsachen? Das, was Gott der Allmächtige, der unmöglich lügen kann, selbst enthüllt, und nicht das, was irgendeine Untersuchungskommission voreingenommener, parteiischer Männer zu Tage fördern mag. Richter Rutherford führt sie dir klar vor Augen.
Die Tatsachen sind von solcher Wichtigkeit, daß Richter Rutherfords Vortrag in der Royal Albert Hall in London durch Radio und direkte Telefonielinien einen Zuhörerkreis von insgesamt 150 000 Menschen erreichte, die sich in mehr als 50 Städten der Vereinigten Staaten, Kanadas, Großbritanniens, Australiens, Neuseelands und Tasmaniens zu einer Hauptversammlung zusammengefunden hatten. Gleichzeitig wurde der Vortrag durch eine Kette von 118 Radiostationen der Vereinigten Staaten über den ganzen Kontinent ausgestrahlt. Er wird jetzt veröffentlicht, damit weitere Millionen ihn lesen, den Tatsachen richtig ins Auge schauen und dauernde Segnungen empfangen können.
Jonadabe, die jetzt (1938, Anm.) Ans Heiraten denken, würden, wie es scheinen will, besser tun, e i n i g e w e n i g e J a h r e zu warten, bis der feurige Sturm Harmagedons vorüber ist, und dann die ehelichen Beziehungen aufzunehmen und die Segnungen zu genießen, die mit einer Anteilnahme am Füllen der Erde mit gerechten und vollkommenen Kindern verbunden sind."
Nach dem Tode von J. F. Rutherford begann sein Nachfolger N. H. Knorr schon seit dem WTG-Kongreß 1942 in Cleveland, Ohio, USA, dieses Weltende wieder zu "verscheuchen". Wir lesen darüber in dem WTG-Buch "Dein Name werde geheiligt" (1963) auf Seite 329: "Der öffentliche Vortrag des Präsidenten stand unter dem Thema: "Weltfriede - ist er von Bestand?" Er verscheuchte alle Gedanken daran, daß der 2. Weltkrieg in dem universellen Krieg von Harmagedon enden würde."
In Europa begann die WTG dieses "Verscheuchen" 1945 mit einem "Theokratischen Kongreß" Pfingsten 1945 in Zürich/Schweiz. Wir lesen darüber in der damaligen WTG-Zeitschrift "Trost" Nr. 545 vom 1. Juni 1945, Bern:
"Harmagedon ist nahe. In einem Gespräch, an dem sich vier Zeugen Jehovas beteiligten, wurde die Frage besprochen: Ist Harmagedon nahe? Wer hat wohl recht, jene, die sagen, Harmagedon komme sehr bald, oder jene, die meinen, es komme noch nicht sobald?
Es wurde ausgeführt, daß wir weder Tag noch Stunde kennen, daß aber die Bibel uns versichert: "Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles geschehen ist." (Matth. 24:34) Es ist daher belanglos, ob man nun sagt "bald" oder "nicht so bald". Selbst wenn die Schlußabrechnung von Harmagedon noch um zehn oder zwanzig Jahre verziehen sollte - es wurde nicht gesagt, daß es wirklich so sein wird - so muß doch das Evangelium mit aller Kraft verkündigt werden.
Dauert es jemand zu lange, dann sei daran erinnert, daß Zeit niemals lang wird, wenn man alle Hände voll zu tun hat. Haben wir etwa nichts mehr zu tun?"
Zehn Jahren waren 1955 vergangen, 20 Jahre waren 1965 um. Im Jahre 1966 wurde dann der nächste Weltendetermin von 1975 proklamiert. Wie bitter nötig ist doch die Übersicht, wie die WTG seit dem 1799-Datum "prophezeit". -
DAS 1975-WELTENDE - WIE ES DIE WTG WELTWEIT DURCH
JEHOVAS ZEUGEN VERKÜNDIGEN LIESS
Originalwortlaut
In den folgenden neun Abschnitten unterbreiten wir die Originaltexte der
1975-Weltendeverkündigung, wie sie ab 1966, ausgehend von den internationalen
WTG-Kongressen jenes Jahres, durchgeführt wurde. Es könnten noch viel mehr Texte dieser
Art zusammengestellt werden, und bestimmt wird dieser oder jener sagen, dies müßte man
noch zitieren und das müßte noch erwähnt werden. Ergänzungen können jederzeit an CV
eingesandt werden, können sie doch ohne weiteres nachträglich veröffentlicht werden.
Hier jedoch mußte eine strenge Eingrenzung erfolgen. Nicht nur, weil der Platz auf dem
Papier begrenzt ist. In einer Dokumentation dieser Art kommt es auch darauf an, das
Wesentlichste vor Augen zu führen, also die Kerngedanken, die am deutlichsten erkennen
lassen, was hier. gewesen ist, was hier tatsächlich gepredigt wurde.
Wir denken, die Original-Verkündigungen sprechen für sich.
Es wird immer einige geben, die so tollkühn sind, alles als Fälschungen zu bezeichnen. Vielleicht lügen sie. Vielleicht aber können sie es einfach nicht glauben, weil es die WTG heute wieder anders verlangt. Dessenungeachtet beweist jede Nachprüfung, daß alle Texte echt sind. Die Kerngedanken aus Wachtturm und Erwachet die nun folgen, sollten sorgfältig geprüft werden. Man muß sie genau lesen und bei dem bleiben, was sie aussagen und bedeuten. Wer zu Ausflüchten greift, es sei nicht so gemeint, wie es da steht, drückt den WTG-Aussagen nachträglich nur selbst den Stempel der Irreführung der Öffentlichkeit auf. Es ist der Spiegel jener Jahre ab 1966, in den wir nun schauen.
1966 ÜBERSCHATTETEN DIE ERÖRTERUNGEN ÜBER 1975
"NAHEZU ALLES ANDERE"
Wir lesen im WT:
"An allen Stellen, wo das Buch (Ewiges Leben in der Freiheit der
Söhne Gottes, Anm.) auf den Versammlungen (der Kongresse 1966, Anm.) abgegeben wurde,
wurde es mit Begeisterung entgegengenommen.
Sofort wurde der Inhalt untersucht. Es dauerte nicht
sehr lange, bis man die Tabelle fand. die auf Seite 31 beginnt und die zeigt, daß 6000
Jahre des Daseins des Menschen im Jahre 1975 enden. Erörterungen über dieses Jahr 1975
überschatteten nahezu alles andere. 'Das neue Buch zwingt uns, zu erkennen, daß
Harmagedon tatsächlich wirklich sehr nahe ist', sagte ein Kongreßbesucher. Das war
bestimmt eine der hervorragenden Segnungen, die wir mit nach Hause nehmen konnten!"
WT 1. 1. 1967, Nr. 1, S. 20.
1975 "BEGRÜNDET" 6000 JAHRE DES RUHETAGES
GOTTES ZU ENDE UND HARMAGEDON VORÜBER
WTG-Vizepräsident F. W. Franz:
"Das Jahr 1975. Auf der Versammlung in Baltimore gab Bruder Franz in
seinen Schlußworten einige interessante Kommentare über das Jahr 1975.
Auszugsweise wiedergegeben fuhr Bruder Franz fort zu sagen: (Die Tabelle)
zeigt, daß 6000 Jahre menschlicher Geschichte im Jahre 1975, in ungefähr neun Jahren,
enden werden. Wenn es sich jedoch so verhält, was bedeutet das für uns? Er ging
ausführlich auf Einzelheiten ein und zeigte, wie begründet das Jahr 4026 v. u. Z., als
Datum für den Anfang des Ruhetages Gottes ist. Was ist nun mit dem Jahr 1975? Was wird es
bedeuten, liebe Freunde? fragte Bruder Franz. Bedeutet es, daß Harmagedon dann vorüber
und Satan bis zum Jahre 1975 gebunden ist? Es könnte das bedeuten! Es könnte das
bedeuten! Alle Dinge sind bei Gott möglich."
WT 1. 1. 1967, Nr. 1, S. 22, 23.
1914-GENERATION "WIRD NICHT MEHR VIELE JAHRE
LEBEN", ES STEHT DARUM "UNMITTELBAR BEVOR"
Wir lesen im WT:
"Die Generation, die im Jahre 1914 alt genug war, um die erwähnten
Ereignisse mit Verständnis zu verfolgen, ist nicht mehr jung, sie wird nicht mehr viele
Jahre leben. Bereits. sind viele ihrer Angehörigen gestorben.
Wie lange wird es also noch dauern, bis Gott eingreift.
um die Bösen zu vernichten und die Segnungen einer Königreichsherrschaft
herbeizuführen?
Im Herbst des Jahres 1975 laufen interessanterweise 6000 Jahre
Menschheitsgeschichte ab.
Was wird dieses Jahr der Menschheit bringen? Wird es der
Zeitpunkt für Gottes Vernichtung der Bösen und für den Beginn der Tausendjahrherrschaft
seines Sohnes Jesus Christus sein? Es könnte sehr gut möglich sein, aber wir müssen
abwarten und sehen. Eines ist jedoch sicher: Die Generation, von der Jesus sagte, sie
werde diese Dinge erleben, nähert sich ihrem Ende. Die Zeit steht kurz bevor.
Eine herrliche neue Ordnung steht uns unmittelbar bevor.
Die Prophezeiung ist zuverlässig. Die Zeit ist kurz."
WT 1. 8. 1967, Nr. 15, S. 454.
1975 HARMAGEDON ZU ENDE UND TAUSENJAHRHERRSCHAFT
BEGONNEN
Wir lesen, im WT:
"Der siebente Tag. Gottes siebenter Tag und die Zeit in der der Mensch
auf der Erde ist, laufen demnach parallel. Herbst 1967. Demnach fehlen noch acht Jahre,
bis die 6000 Jahre des siebenten Tages voll sind. Zählen wir vom Herbst 1967 acht Jahre
vorwärts, so kommen wir zum Herbst 1975, zum Ende der 6000 Jahre des siebenten Tages oder
des Ruhetages Gottes.
Wenn daher Christen anhand der göttlichen Zeittafel feststellen, daß das Ende der 6000 Jahre Menschheitsgeschichte bevorsteht, erfüllt sie das mit freudiger Erwartung.
Einige Angehörige der Generation, die den Anfang der
Zeit des Endes im Jahre 1914 bewußt miterlebte, worden nach leben und Zeugen des Endes
dieses gegenwärtigen bösen Systems der Dinge in der Schlacht von Harmagedon sein. Es
dauert höchstens noch ein paar Jahre, bis sich der letzte Teil der biblischen
Prophezeiung über diese 'letzten Tage' erfüllen wird und die Menschen, die dann noch am
Leben sind, durch die herrliche Tausendjahrherrschaft Christi befreit werden."
WT 1.8. 1968, Nr. 15, S. 463, 464.
HARMAGEDON "HÖCHSTENS" EINIGE WOCHEN ODER
MONATE" NACH HERBST 1975, "KEINESFALLS JAHRE"
Wir lesen im WT:
"Sollten wir aufgrund dieses Studiums annehmen, daß im Herbst 1975
die Schlacht von Harmagedon vorüber und die langersehnte Tausendjahrherrschaft Christi
beginnen wird? Vielleicht, wir sollten aber abwarten und sehen, inwieweit die siebente
1000-Jahr-Periode der Menschheitsgeschichte mit der sabbatähnlichen Tausendjahrherrschaft
Christi zusammenfällt. Wenn diese beiden Perioden im gleichen Kalenderjahr begonnen haben
und im gleichen Kalenderjahr enden, dann ist dies kein reiner Zufall, sondern entspricht
Jehovas liebendem und zeitgemäßem Vorhaben. Gestützt auf unsere Chronologie (die zwar
ziemlich genau, zugegebenermaßen aber nicht unfehlbar ist) wissen wir bestenfalls, daß
im Herbst des Jahres 1975 der Mensch 6000 Jahre auf der Erde ist. Das heißt nicht
unbedingt, daß die ersten 6000 Jahre von Jehovas siebentem Schöpfungstag im Jahre 1975
enden. Warum nicht? Weil Adam nach seiner Erschaffung noch einige Zeit am 'sechsten Tag'
lebte. Diese unbekannte Zeitspanne müßte man von den 930 Jahren Adams abrechnen.
Der sechste Schöpfungs-,Tag' kann jedoch im Verlauf
desselben Kalenderjahres des Gregorianischen Kalenders geendet haben, in dem Adam
erschaffen wurde. Der Unterschied mag höchstens einige Wochen oder Monate, keineswegs
aber Jahre ausmachen."
WT 15. 11. 1968, Nr. 22, S. 691
VERKÜNDIGUNG VON 1969: "IM HÖCHSTFALL DAUERT ES
NUR NOCH WENIGE JAHRE"!
Wir lesen in Erwachet:
"Was werden die 1970er Jahre bringen? Die Tatsache, daß mehr als
vierundfünfzig Jahre der Zeitspanne, die als die ,letzten Tage' bezeichnet wird,
verflossen sind, ist hoch bedeutsam: Im Höchstfall dauert es nur noch wenige Jahre, bis
Gott das verderbte System der Dinge, das jetzt die Erde beherrscht, vernichten wird. Wieso
können wir dessen so sicher sein?
Jesus sagte, daß einige der Personen die lebten, als das, ,Zeichen der letzten Tage' in Erscheinung trat, noch leben würden, wenn Gott dieses böse System vernichten würde. Wenn wir annehmen, daß fünfzehnjährige Jugendliche genügend Verständnis hatten, um die Bedeutung dessen zu begreifen, was 1914 geschah, wären die Jüngsten 'dieser Generation' heute ungefähr siebzig Jahre alt. Die meisten der Generation, von der Jesus sprach, sind somit bereits gestorben. Die anderen, die noch leben, nähern sich dem Greisenalter. Und man denke daran, daß Jesus sagte, für diese böse Welt werde das Ende kommen, e h e alle, die zu dieser Generation gehören, gestorben seien. Das allein zeigt schon, daß es bis zu dem vorhergesagten Ende nicht mehr viele Jahre sein können.
Diese Zeitspanne von sechs Jahren wird offenbar im
Herbst 1975 ablaufen.
Sollte Jehova Gott in den 1970er Jahren eingreifen und die verderbte Welt,
die einer völligen Auflösung entgegengeht, vernichten, so sollte uns das gewiß nicht
überraschen.
Bist du der Meinung, wir würden die Sache zu schwarz
sehen, dann beachte, wovor führende Personen dieser Welt, gezwungen durch die harten
Tatsachen, warnen. Sie ahnen, daß eine Katastrophe droht."
Erwachet 8. 4. 1969, S; 13, 14.
JUGENDLICHE KEINE MITTELSCHULE UND HOCHSCHULBILDUNG
MEHR, DA "DIESES SYSTEM" DANN "VERSCHWUNDEN SEIN WIRD"
Wir lesen in Erwachet:
"Wenn du ein junger Mensch bist, so mußt du dir auch über die
Tatsache im klaren sein, daß du in diesem gegenwärtigen System der Dinge nie alt werden
wirst. Wieso nicht? Weil alle Beweise in Erfüllung biblischer Prophezeiungen anzeigen,
daß dieses verderbte System in wenigen Jahren enden soll.
Als junger Mensch wirst du daher nie das Ende einer Laufbahn erreichen, die dir dieses System bietet. Wenn du zum Beispiel zur Mittelschule gehst und eine Hochschulbildung in Erwägung ziehst, so bedeutet das wenigstens vier, vielleicht auch sechs oder acht weitere Jahre bis zum Abschluß in einem besonderen Fach. Aber wo wird sich dieses System der Dinge dann befinden? Es wird auf seinem Weg zu seinem Ende weit vorangeschritten sein, wenn es nicht sogar schon verschwunden sein wird!
Darum finden es Eltern, die ihr Leben nach Gottes
prophetischem Wort ausrichten, viel nützlicher, ihre Kinder einen Beruf erlernen zu
lassen, der nicht eine so lange weitere Studienzeit erfordert. Und Berufe wie der des
Zimmerrnanns, des Installateurs und anderer Handwerker sind nicht nur jetzt nützlich,
sondern vielleicht noch nützlicher bei dem Wiederaufbau, der in Gottes neuer Ordnung
erfolgen wird."
Erwachet 22. 8. 1969, Nr. 16, S. 15, 16.
"NAHE, SEHR NAHE, ETWA UM DIE MITTE DES JETZIGEN
JAHRZEHNTS, DER 1970er JAHRE"
Wir lesen in Erwachet:
"Unsere Generation wird das Ende der gegenwärtigen Ordnung mit ihren
streßerzeugenden Problemen erleben. Wir haben sogar berechtigten Grund zu der Hoffnung,
daß eine neue, von Gott geschaffene Ordnung noch im Laufe des gegenwärtigen Jahrzehnts
anbrechen wird.
Die Generation, die das Jahr 1914 erlebt hat, das Jahr, in dem 'diese Dinge zu geschehen' anfingen, ist jetzt schon alt. Von dieser Generation sind in den mehr als fünfzig Jahren, die seitdem vergangen sind, viele gestorben. Doch müssen 'alle' von Jesus für unsere Zeit vorhergesagten 'Dinge' in Erfüllung gehen, ehe 'diese Generation vergeht'. Das bedeutet, daß die Zeit, da das geschehen wird, nahe, sehr nahe sein muß.
Wenn man die Zahl der Jahre, die seit dem Tod Jesu bis heute vergangen sind, dazuzählt, stellt man fest, daß etwa um die Mitte des jetzigen Jahrzehnts, der 1970er Jahre, der Mensch 6000 Jahre auf der Erde gelebt haben wird. Das ist bedeutsam. Warum.
Da in diesem Jahrzehnt 6000 Jahre der
Menschheitsgeschichte enden werden, besteht die herrliche Hoffnung, daß ein großartiger
Sabbat der Ruhe und Erquickung nahe ist."
Erwachet, 22. 4. 1972, Nr. 8, S. 26-28.
BILD-DOKUMENTE
DER FALSCHEN WTG-PROPHETIE ÜBER DAS JAHR 1975
Mit dieser Darstellung der 6000 Jahre Menschheitsgeschichte in Erwachet vom
22. April 1972 wurde weltweit eindeutig verkündigt, daß im Anschluß an die 6000 Jahre -
Mitte der 1970er Jahre, 1975 - die Tausendjahrherrschaft Christi beginne, das
Harmagedon-Weltende also bereits vorüber sei.
WARUM MUSSTE DIE WTG DAS 1975-DATUM VERKÜNDEN?
Wenn der 1975-Termin nunmehr als bloße Mitte der 1970er Jahre der
Menschheitsgeschichte nach Christus keinerlei endzeitliche Bedeutung mehr hat, warum hat
die WTG ihn dann überhaupt verkündigen lassen? Da hätte sie sich das ganze nunmehr
erforderliche "Verscheuchen" dieses Termins ersparen können! Die WTG war aus
mehreren , Gründen gezwungen, um diese Zeit einen neuen falschen Endzeittermin zu setzen.
Es hätte auch 1974 oder 1976 sein können, oder 1972. Nach der WTG-Zeitrechnung im Buche
"Die Wahrheit wird euch freimachen" waren die 6000 Jahre 1972 um. Auf jeden Fall
mußte ein neuer Termin gesetzt und verkündigt werden. Wenn schon, dann wirkt 1975 als
Vierteljahrhundertwende am besten. Warum aber tat die WTG das? Was sind die Gründe?
Wer die Jahresberichte der WTG vor bzw. bis 1966 durchsieht, stellt fest, daß auf der ganzen Linie ein zahlenmäßiger und leistungsmäßiger Rückgang eingetreten war, der die WTG ernstlich beunruhigte. Beruht doch ihre ganze Existenz letztlich auf dem Haus-zu-Haus-Dienst der einfachen Verkündiger überall. Die WTG kann ihre Druckereien anhalten und ihre Millionen-Auflagen einstampfen, wenn die Verkündiger aufhören, umsonst oder überhaupt dies alles umzusetzen. Es war also dringend eine Ankurbelung erforderlich, ein Ansporn, daß jeder aufs Neue seine Freizeit bis an die Grenze des Möglichen für die WTG "ausschöpft" oder "auskauft". So wurde 1966 die elektrisierende Botschaft ausgegeben, daß bis 1975 alles vorbei ist und die Tausendjahrherrschaft Christi auf Erden beginnt. Siehe da, der Rückgang verwandelte sich wieder ins Gegenteil!
Hinzu kam, daß seit dem letzten falschen Weltendetermin 1939/45 wieder eine Generation von 30 Jahren zu Ende ging. Von 1945 bis 1975 waren wieder 30 Jahre. Die WTG hatte 1945 verkündigt, daß es im Höchstfall noch 20 Jahre "verziehen" könnte, daß es also spätestens 1965 soweit sei. So wurde es auch aus diesem Grund 1966 höchste Zeit, sich auf einen neuen Termin zu besinnen. Im Hinblick auf die 1945-Prophezeiung, im Höchstfall noch 20 Jahre, war der 1975-Termin - noch 10 Jahre länger - zwar eine Zumutung. Es war deshalb auch die äußerste Grenze, die die WTG dabei riskieren konnte. Aber es war wieder ein fast handgreiflicher Termin! So würde man auf jeden Fall bis dahin alles erst einmal weiter hinhalten können. Das klappte dann ja auch wieder. Solange die WTG die Worte Christi, "diese Generation wird nicht vergehen", die Christus gar nicht an die heutige Generation sprach, für ihre Weltendedeutungen verwendet, wird sie immer wieder neue Termine setzen müssen. Die Gründe sind aber noch schwerwiegender. Hört die WTG damit auf, jeder neuen Generation eine neue Naherwartung mit am Ende entsprechenden Terminen und Daten zu predigen, dann verliert das ganze WTG-Werk seinen einmal festgelegten Endzeitsinn. Damit würde dieses Werk zusammenbrechen. Darum sind immer neue Termine mit allen ihren Risiken auf jeden Fall das "kleinere Übel". Wer dabei auf der Strecke bleibt, über den wird eben hinweggegangen. Es hat sich bisher bestätigt, daß in jeder neuen Generation - aus welchen Gründen auch immer -.neue Verkündiger zu gewinnen waren.
Warum die WTG nach nunmehr erwiesenen schon mehrmaligen falschen Weltendeverkündigungen dennoch dabei bleibt, ihre Endzeitverkündigung immer aufs neue fortzusetzen, das werden wir zum Schluß sehen. Jetzt wollen wir verfolgen, wie die ihr falsches 1975-Ende erst einmal wieder "verscheucht".
WIE DIE WTG DAS 1975-WELTENDE WIEDER
"VERSCHEUCHT" UND WIEDER EINE WEITERE GENERATION IN ANGRIFF NIMMT
Es folgt nun eine Darlegung jener Kerngedenken ausschließlich aus dem
Wachtturm von 1975 bis 1977, die die Tatsache der "Verscheuchung" auch der
1975-Weltendeverkündigung beweisen. Wir konzentrieren uns wieder auf solche
WTG-Erklärungen, die diesen Sachverhalt am deutlichsten wiedergeben oder
veranschaulichen. Auch hierzu könnte natürlich sehr viel mehr zitiert werden. Aber es
kommt nicht auf die Menge der Äußerungen an, sondern auf ihren Inhalt. Wir möchten das
Augenmerk besonders auf einen Vergleich dessen lenken, was die WTG vor 19175 "dieser
Generation" hinsichtlich ihres Nichtvergehens gepredigt hat, mit dem, was sie nun
nach 1975 tut, indem sie unerbittlich klar macht, daß sie doch zu vergehen habe! Das ist
nicht nur eine Lehrveränderung schlechthin. Das ist in offen auf der Hand liegendem
Mißbrauch der Worte Jesu zu seiner Zeit "diese Generation
", der
Grabgesang der 1914-Generation, die "nicht vergehen" sollte! Das ist ein
"Todesurteil", gleichsam der "Gnadenstoß" für alle, die die WTG nun
nicht mehr gebrauchen kann, wenn sie nun alles weiter verschiebt. Wenn irgendwo die Worte
des Apostels Paulus in Römer 16:18 zutreffen, "mit schönklingenden Reden und
glatten Worten täuschen sie die Herzen der Arglosen", dann auf die 1914-Generation,
die "nicht vergehen" sollte, und nun unter Heranziehung eigentlich völlig
unzutreffender biblischer Vergleiche dennoch in den Tod geschickt wird.
DIE 1914-GENERATION WIRD IN DEN TOD GESCHICKT
Wir lesen im WT:
"Wie berührt es dich, daß du 'Tag und Stunde' nicht kennst? Schon
lange vor dem zwanzigsten Jahrhundert gab es Menschen, die durch ihr Leben Glauben an
Gottes Vorsatz bewiesen, allem Bösen ein Ende zu machen.
Sie wußten, daß dies nicht zu ihren Lebzeiten geschehen würde.'
Denke nur an das Beispiel Abrahams und Sarahs.
Die Bibel gibt die Antwort: Sie starben, ohne die Erfüllung der
Verheißung erhalten zu haben.
Der gute Geist, den Abraham und Sarah bekundeten, war auch unter den treuen
Nachfolgern Jesu Christi des ersten Jahrhunderts zu finden. Auch sie wußten, daß ihre
Hoffnung auf eine gerechte neue Ordnung, auf die neuen Himmel und die neue Erde, nicht zu
ihren Lebzeiten erfüllt werden würde. Als Gesamtheit bemühen sich Jehovas christliche
Zeugen heute, das gleiche zu tun.
Einige dieser Männer und Frauen sind inzwischen alt und
gebrechlich geworden. Sind sie enttäuscht, daß sie noch nicht die Befreiung aus dem
gegenwärtigen gottlosen System erlebt haben? Bereuen sie es, nicht gewissen Interessen
nachgegangen zu sein, die an sich nicht verkehrt gewesen wären? Haben sie den Eindruck,
daß die Opfer, die sie gebracht haben, unnötig waren? Diejenigen, die ihre Entscheidung
aus tiefer Liebe zu Jehova Gott und in dem ernsten Wunsch, anderen zu helfen, getroffen
haben, bereuen nichts.
Sie haben die Genugtuung, das getan zu haben, was sie in ihrem Fall für
richtig hielten.
Es ist nur natürlich, den Wunsch zu haben, von den immer größer
werdenden Weltproblemen, dem täglichen Kampf um den Lebensunterhalt sowie von Krankheit,
Alter und Tod befreit zu werden. Doch was ist, wenn diese Befreiung nicht so schnell
kommt, wie du es dir persönlich vorgestellt hast? Bist du entschlossen, Gott weiterhin zu
dienen, ganz gleich, was die Zukunft bringen mag?"
WT 1. August 1975, Nr. 15, S. 471-474.
ES WIRD WEITER UM "JAHRE" VERSCHOBEN
Wir lesen im WT:
"Im September 1975 . . . hatten wir einen bedeutsamen Zeitpunkt in der
Geschichte der Menschheit erreicht."
Bedeutet es, daß Christi Tausendjahrherrschaft - die letzten 1000 Jahre
dieses 'Ruhetages' - vom September 1975 an zu zählen ist? Nein, das ist nicht der Fall.
Der Bericht läßt erkennen, daß zwischen der
Erschaffung Adams und der Erschaffung Evas, seiner Frau, Zeit verstrich. Während dieser
Zeit ließ Gott Adam den Tieren Namen geben. Ob dabei Wochen, Monate oder Jahre
verstrichen, wissen wir nicht. Daher wissen wir auch nicht genau, wann Jehovas großer
'Ruhetag' begonnen hat und wann er enden wird. Dasselbe gilt für den Beginn der
Tausendjahrherrschaft Christi. Die Bibel gibt uns keinen Anhaltspunkt für die Berechnung
des Datums, und wir sollten daher keine Vermutungen darüber anstellen."
WT 1. 1. 1976, Nr. 1, S. 3.
"VERKEHRTE ANSICHTEN" ÜBER 1975 DENEN IN DIE
SCHUHE
GESCHOBEN, DIE DARAN GEGLAUBT HABEN
Wir lesen im WT:
"Wir können an Hand der biblischen Chronologie zwar deutlich
erkennen, daß seit der Erschaffung Adams, des ersten Menschen, nun sechstausend Jahre
vergangen sind. Sie verrät aber nichts, wie lange es nach diesem Ereignis noch dauerte.
Wieviel Zeit verging nun zwischen der Erschaffung des
Mannes und der Erschaffung der Frau?
Der Garten Eden war anscheinend kein kleines Stück Land. Adam brauchte
also Zeit, um all das zu erforschen . . . und richtig kennenzulernen.
Das mag ziemlich viel Zeit beansprucht haben.
Wir wissen nicht, ob es eine kurze Zeit war, ob ein Monat oder mehrere, ein
Jahr oder sogar mehr.
Gottes Wort ist tatsächlich so scharf wie ein zweischneidiges Schwert. Es wird offenbaren, was wir wirklich sind, es wird unsere Gedanken und die Absichten unseres Herzens enthüllen. Dienen wir Jehova Gott, weil wir ihn lieben, ihm vertrauen und völlige Zuversicht haben in bezug auf das, was er sagt? Oder werden wir 'müde im Gutestun' und blicken wir noch einem bestimmten Tag aus, weil wir hauptsächlich f ü r u n s Erleichterung wünschen?
Es kann sein, daß sich einige Diener Gottes bei ihren
Planungen von einer verkehrten Ansicht darüber leiten ließen, was an einem gewissen
Datum oder in einem gewissen Jahr geschehen würde. Vielleicht haben sie aus diesem Grunde
gewisse Dinge aufgeschoben oder vernachlässigt, die sie sonst getan hätten. Aber sie
haben den Sinn der biblischen Warnungen in bezug auf das Ende dieses Systems der Dinge
verfehlt, da sie glaubten, die biblische Chronologie weise auf ein bestimmtes Datum
hin."
WT 15. 10. 1976. Nr. 20, S. . 628-632.
DIE 1914-GENERATION IST ERLEDIGT, DAS WERK GEHT MIT
GEWALTIGEN ZUKUNFTSPLÄNEN WEITER
Wir lesen im WT:
"Es gibt noch ein Werk zu tun! Ist dieses Predigtwerk jetzt schon
abgeschlossen? Nein! Denn das Ende ist noch nicht gekommen.
Das Ende kommt nicht, nur weil wir denken mögen, daß
es jetzt kommen müßte.
Das Ende kommt erst, wenn das großartige Königreichspredigtwerk in dem
Maße durchgeführt worden ist, wie Jehova es wünscht. Was wäre gewesen, wenn Jehovas
Zeugen im Jahre 1914, im Jahre 1925, im Jahre 1975 oder in irgendeinem anderen Jahr in
Erwartung der 'großen Drangsal' nachgelassen hätten, nicht mehr wachsam geblieben wären
und keine Pläne mehr für die Zukunft gemacht hätten? Immer mehr Gebiete der Welt,
sowohl in westlichen Ländern als auch in den Ländern des Orients, erhalten jetzt ein
gründliches Zeugnis, und wer weiß, in welchem Umfang die herrliche 'gute Botschaft' noch
verkündigt wird, bevor das Ende kommt! Wehe uns, wenn wir die gute Botschaft nicht
verkündigten!"
WT 15. 2. 1977, Nr. 4, S. 113.
ALLMÄHLICHES AUSRICHTEN AUF EINE WEITERE SEHR LANGE
ZEIT"
Wir lesen im WT:
"Wir werden noch weiter ausharren müssen.
Können wir noch 'eine ganz kleine Weile' ausharren?
Wenn ja, dann werden wir es erleben, daß Gott 'der Kommende', zur rechten Zeit eintreffen
und die Verheißung, die er uns gegeben hat, erfüllen wird.
Was für den ewigen Gott 'eine ganz kleine Weile' ist, könnte für uns
zwar eine sehr lange Zeit sein."
WT 15. 3. 1977, Nr. 6, S. 175, 176.
EINSCHÜCHTERUNG, RUFMORD UND FORTSETZUNG AUCH DER
UNTERGRUNDTÄTIGKEIT
Wir lesen im WT:
"Wir müssen den gleichen Grad des Glaubens aufweisen, wie die treuen
'Männer der alten Zeiten'. Sie bewiesen ihren Glauben bis zum Tod, obwohl sie damals die
Erfüllung der ihnen gegebenen Verheißung nicht empfingen.
Wir können sogar noch in der 'ganz kleinen Weile' (die
nun bald vorbei sein wird), bevor Jehova als Rächer kommt, den Glauben verlieren und so
die uns leicht umstrickende Sünde begehen.
Wir denken nicht im entferntesten daran feige zurückzuweichen!
'Wir sind nicht von denen, die zur Vernichtung zurückweichen.' Sondern wir
werden, wenn nötig, selbst im Untergrund zusammenkommen."
WT 15. 3. 1977, Nr. 6, S. 182, 183.
1976 UND 1977 MACHEN HINREICHEND KLAR, WOHIN DIE REISE
UNTER DER WTG NACH 1975 WIEDER GEHT
Zusammenfassung der Beweise
Wo die WTG je von "Gottesdienst" spricht, den du bisher unter
ihrer Leitung geleistet hast, setze nunmehr ruhig das Wort "WTG-Dienst" ein.
Unmöglich kann ein derartiges Endzeitwerk, wie die WTG es über 100 Jahre lang nun schon
durch die Generationen der Neuzeit schiebt, ein Gotteswerk sein. Die dargelegten eigenen
Aussagen der WTG mit dem ersten Termin von 1799 bis zunächst in eine "sehr lange
Zeit" nach 1975 hinein beweisen das.
Fassen wir die Aussagen nach 1975 zusammen:
- Die jetzigen Alten und Gebrechlichen, also die letzten der
1914-Generation, erleben nichts. Sie haben zu sterben. Natürlich waren ihre Opfer
umsonst, da sie ihnen doch eindeutig unter dem Gesichtspunkt abverlangt wurden, daß sie
"nicht vergehen" werden!
- Es werde alles nach 1975 noch "Wochen, Monate oder Jahre"
dauern, auf jeden Fall "ziemlich viel Zeit". Wer an das 1975 der WTG geglaubt
hat, habe "den Sinn der biblischen Warnungen verfehlt", ist also selbst schuld!
Es ist unglaublich, wie die WTG hier alles auf sie wälzt, die ihr doch nur geglaubt
haben!
- Das ganze Hinhalten unter dem Motto: "Nur noch eine ganz kleine
Weile", war ein skrupelloser Bluff, denn wir lesen nun, daß das "eine sehr
lange Zeit sein könnte". Es könnte nicht nur, die WTG plant so! Sie schiebt diesen
ungeheuerlichen Gedanken nur vorsichtig ein. Der Hinweis dabei auf den "ewigen
Gott" soll jedem "Ja, aber" möglicher Kritik gleich wieder den Stempel
angeblicher Rebellion gegen Gott aufdrücken und sie so unterdrücken.
- Da die meisten nur erst vage in Ansätzen oder doch noch recht unklar,
unsicher empfinden, daß etwas nicht stimmt, legt die WTG ein Schwergewicht nicht zuletzt
auf geschickte psychologische Methoden. Hier auf den "moralischen Knüppel" der
Drohung mit dem "Rächer', mit der "leicht umstrickenden Sünde", dem
"feigen Zurückweichen", ja mit "Vernichtung", wenn jemand zu zögern
beginnt, der WTG weiter zu folgen. Jeder soll sich wie ein "Judas" und
"Verräter" fühlen, um an solchen Gefühlsbarrieren jede Erkenntnis scheitern
zu lassen, daß WTG Treue nur Treue zu einem haltlosen Menschenwerk ist und nie mit Treue
zu Gott und Christus gleichzusetzen war und ist.
- Bei allem wird schließlich nicht vergessen, klarzumachen, daß die
Fortführung des Werkes nach 1975 in die nächste Genration nach wie vor auch im
Untergrund erfolgen wird, daß es davon keine Abstriche geben werde. Damit ist
dokumentiert, daß die WTG die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas nach wie vor, wo es auch
sei, zu antidemokratischem, antikommunistischem und antisowjetischem Ausrichten. der
christlichen Bevölkerung mißbrauchen will, auch in der nächsten Generation, die nun in
Angriff genommen wird.
Überblicken wir nun noch einmal anhand dokumentierter WTG-Erklärungen, wie die WTG die bisherigen drei Generationen bis 1914, bis 1925, bis 1945 bzw. bis 1975 unter Mißbrauch entsprechender Bibelzitate immer wieder aufs neue hingehalten und getäuscht hat. DEUTLICH WIRD ZUGEGEBEN, DASS DIE 1975-ERFINDUNG EIN MITTEL ZU ERNEUTEM ANTREIBEN DES WERKES WAR
JAHRBUCH
DER ZEUGEN JEHOVAS
1975
"Im Jahre 1966 indessen sank die Zahl Täuflinge
Unter diesen
Umständen konnte man sich wirklich fragen ob das Werk nachließe
Während des
Dienstjahres 196 wurden 74 981 Personen getauft. Dies war ein Aufschwung, der wieder Grund
zu Optimismus gab
Edgar. C. Kennedy sagt dazu: "Viele verbanden es mit der Ankündigung, die 2 Jahre zuvor gemacht worden war, daß 6 000 Jahre (der Existenz der Menschen auf der Erde) 1975 enden würden. C. W. Barber spricht gleichermaßen von der "Kürze der Zeit" und bezeichnet das Jahr 1968 als einen "Wendepunkt
Die Zahl der Verkündiger begann auf der ganzen Erde
wieder anzusteigen. Aus Hörern wurden Täter des Werkes
" Während des
Dienstjahres 1967 wurden 74 981 Personen getauft. Dies war ein Aufschwung, der wieder
Grund zu Optimismus gab. Es war wirklich Jehova, der die Herstellung dieses kleinen, doch
machtvollen Hilfsmittels zum Jüngermachen geleitet hatte."
(S. 240).
WAS WÄRE GEWESEN, WENN IM JAHRE 1914, IM JAHRE 1925, IM
JAHRE 1975 - SAGT DIE WTG HEUTE EINFACH!
In jeder Generation die gleiche Methode der "Täuschung der Herzen der
Arglosen"
Als das weltweit gepredigte Weltende von 1914 nicht gekommen war
Aus dem Weihnachtsbrief 1915 von WTG-Präsident C. T. Russell:
"Brooklyn, N. Y., Weihnachten 1915.
Pilgerbrüder, Kolporteure und Bibelhausfamilie, seid gegrüßt! Bis vor
drei Jahren glaubten wir wenig, daß die Nachfolger des Herrn im Dezember 1915 noch im
Fleische sein würden
Unsere Feinde hatten geglaubt, daß unsere Reihen ordentlich
gelichtet werden würden, wenn der Oktober 1914 vorbei und wir noch im Fleische da wären
Wenn es des Herrn Wille ist, daß wir ein weiteres Jahr hierbleiben, oder
noch länger
Immerhin sind noch ungefähr 700 unserer Anzahl in der Feuerlinie - voll
Mut und voll Kraft
Die Aussichten für das Jahr 1916 sind wunderbar
Wir wünschen euch, geliebte Brüder, recht fröhliche Weihnachten und ein
recht freudiges und gesegnetes neues Jahr 1916!
Wie immer, Euer Bruder und Diener
in dem Herrn
(gez.) C. T. Russell"
(Der Wachtturm, März 1916, Seit Adam: 6044, Nr. 3, S. 39 dt.)
"Die Ernte ist noch nicht beendet.
Zuerst waren wir geneigt zu vermuten, daß das Erntewerk im Oktober 1914 zu
Ende gewesen sei, und daß das Werk, welches jetzt vor sich geht, ein Nachlesewerk ist,
aber die Tatsachen scheinen dem nicht zu entsprechen
Aber selbst zugegeben, daß ein so großes Werk unter dem Segen und der Leitung Gottes in sehr kurzer Zeit getan werden könnte, so dürfen wir doch die Resultate dieses Werkes nicht vor Ablauf von ungefähr drei Jahren erwarten daß wir nicht sehen können, wie es in weniger als in drei Jahren hinausgeführt werden könnte
Dann, im vorausgesehenen Augenblick wird, wenn die Herrschaft der Nationen völlig verschwunden ist, das Königreich des Messias offenbar werden, um die ganze Welt zu segnen und es wird erkannt werden, daß dies "das Ersehnte aller Nationen" ist. Wir sehen deshalb keinen Grund daran, zu zweifeln daß die Zeiten der Nationen im Oktober 1914 zu Ende gingen und daß i n w e n i g e n J a h r e n ihr völliger Zusammenbruch und die Aufrichtung des Reiches Gottes durch die Hände des Messias und unter seiner Leitung stattfinden wird
Zufälligerweise bemerken wir, daß einige Geschichtsforscher als Ende der Drangsalszeit des jüdischen Volkes das Jahr 73 nach Christi angeben, was dem April 1918 entsprechen würde Vielleicht war es in der Tat für uns segensreich -, daß wir glaubten, das Erntewerk sei schon bald beendet . . . Wahrlich, wir haben nichts zu bedauern " (Der Wachtturm, November 1916, Seit Adam: 6045, Nr. 11 , S. 168f)
Aus den letzten Zeilen von WTG-Präsident J. F.
Rutherford am Vorabend seines Abtransportes in das USA-Zuchthaus Atlanta am 4. Juli 1918:
"Geliebte in dem Herrn, die Geschichte des Zeitalters liegt hinter
euch . . ,
Lange hoben wir gehofft und gebetet für das Kommen des Königreiches
Gottes der Gerechtigkeit. Wir stehen jetzt an seiner Schwelle. Laßt uns e i n e k l e i n
e W e i l e standhalten, und wir werden eingehen in die Gegenwart des großen Königs
(Der Wachtturm, Mai 1919, Seit Adam: 6047, Nr. 5, S. 79)
Als nicht mehr zu umgehen war, daß auch 1925 eine
falsche Weltende-"Prophezeiung" ist
"Hat Gott seinen Vorsatz geändert?
Wir finden keine Schriftstelle als Andeutung, daß er es getan hat
Was können wir deshalb vernünftigerweise für 1925 und die unmittelbar
darauffolgenden Jahre erwarten? . . .
Wenn wir die Sache richtig gedeutet haben, so ist 1926
noch das Jahr für die Segnungen Gottes, die dann beginnen sollen, zu den Nationen zu
kommen
Es scheint eine Schwäche vieler Bibelforscher zu sein, daß, wenn sie
einen zukünftigen Zeitpunkt in der Bibel entdeckten, sie sofort soviele Prophezeiungen
wie möglich auf dieses Datum konzentrieren. Das ist die Ursache vieler Sichtungen in der
Vergangenheit gewesen. Soweit wir es im Gedächtnis haben, waren alle vorhergesehenen
Daten richtig. Die Schwierigkeit war, daß die Geschwister ihrer Einbildungskraft über
jede vernünftige Grenze hinaus freien Spielraum gaben, und daß, als ihre phantastischen
Gebilde zerplatzten, sie geneigt waren, alles und jedes fortzuwerfen
Viele können
sich erinnern, wie "absolut sicher" einige mit Bezug auf 1914 waren. Ohne
Zweifel hatte der Herr Wohlgefallen an dem Eifer, der von seinen Knechten offenbart wurde,
aber hatten sie eine biblische Grundlage für alles, was sie erwarteten, das in jedem
Jahre sich zutragen würde? Wie lange Zeit die Welt brauchen wird, nach ihren Stürmen des
Schreckens ernüchtert zu werden, wird nicht gesagt. Wieviel von all diesem im Jahre 1926
geschehen wird, ist nicht gesagt. Gegenwärtig finden wir kein bestimmtes Datum über 1926
hinaus in der Schrift angezeigt. Als die Bibelforscher den Zeitpunkt 1914 in der Bibel
fanden, verkündeten sie es weit und breit, aber der Herr ließ den Vorhang nieder an
jenem Zeitpunkt, bis wir ihn erreicht hatten. Gott setzte sein Siegel auf 1914, und das
Werk, das in jenem Jahre begonnen wurde, geht noch weiter
Viele von uns mögen während der Jahre 1925 und 1926
heimgerufen werden. Ob wir nun gerufen werden oder ob Jehova einige von uns hier für ein
weiteres Werk lassen wird, was macht das aus?'
(Der Wachtturm, 15. März 1925, Seit Adam 6053, Nr. 6, S. 84 ff).
"Fleiß und Inbrunst.
Gott ermuntert seine Söhne zum Fleiß und gebietet Fleiß. Er blickt mit
Ungnade auf Lässigkeit
Das Ende des Jahres 1925 ist ungefähr gekommen. Einige mögen erwartet
haben, das Werk der Kirche im Fleische dieses Jahr unbedingt vollendet zu sehen.
Wahrscheinlich ist diese Erwartung zum Teil mitveranlaßt worden durch den Wunsch, die
irdische Pilgerschaft schwerer Mühe zu beenden und behaglich niederzusitzen, in
Herrlichkeit. Wenn dem so ist, liegt dann nicht ein gewisses Maß von Selbstsucht in einem
solchen Wunsch und solcher Erwartung? Selbstsucht könnte dem Herrn nicht wohlgefällig
sein
Es ist zu erwarten, daß Satan versuchen wird, dem Sinn einiger Geweihter den Gedanken nahezulegen, daß 1925 doch eigentlich ein Ende des Werkes bringen sollte " (Der Wachtturm, 1; Oktober 1925, Seit Adam 6054, Nr. 19, S. 291 ff)
Nachdem für den zweiten Weltkrieg 1939/45 das nächste
falsche Weltende gepredigt worden war
Unter dem Thema "Harmagedon ist nahe" wurden die Zeugen Jehovas
auf dem "Theokratischen Kongreß" Pfingsten 1945 in Zürich wie folgt
zurechtgewiesen:
Hat es etwas Beängstigendes, wenn die Möglichkeit
besprochen wird, bis zur Schlacht von Harrnagedon könnten noch 10 oder 20 Jahre vergehen?
Ganz gewiß nicht
Dauert es jemand zu lange, dann sei daran erinnert, daß Zeit
niemals lang wird, wenn man alle Hände voll zu tun hat. Haben wir etwa nichts mehr zu
tun? Die Errichtung der Theokratie ist etwas so Wunderbares, daß man leicht ein ganzes
Leben lang darauf warten kann. Das haben alle Treuen vor Christi Zeit getan, sie alle sind
im Glauben gestorben. und kamen nicht in den Besitz des Verheißenen. Durch Ihr Warten
haben sie gar nichts verloren, aber alles gewonnen. Lernen wir immerhin noch das eine,
alle Spekulation beiseite zu lassen. Was uns not tut, über die Zukunft zu wissen, ist:
Nicht unsere eigenen Wünsche werden uns darüber belehren, sondern Jehova Gott. Er
offenbart, was er will, und halt verborgen, was er will
Bist du im
Königreichsdienst vielleicht über deine Kräfte gegangen, weil du die Zeitspanne zu
knapp eingeschätzt hast? Dann sei dein Trost. daß, wenn auch deine Kräfte dahin sein
mögen, dein Lohn doch nicht dahin ist."
(Trost, 1. Juni 1945, Nr. 545, Bern/Schweiz, S. 10/11)
Nach 1975 wird nicht "endlos hinausgeschoben"?
Das ist die Bankrotterklärung!
Es heißt nun zwei Jahre noch 1975:
"Jemand mag zu seinen Lebzeiten nicht die vollständige Erfüllung all
seiner sehnlich gehegten Hoffnungen sehen, die auf Jehovas unfehlbaren Verheißungen
beruhen. Er darf dennoch davon überzeugt sein, daß der Höchste seine Bemühungen, ihm
treu zu dienen, nicht vergessen, wird!
Obwohl diese Christen des ersten Jahrhunderts den "Tag Jehovas" erhofften, erlebte keiner von ihnen den Anbruch dieses Tages. Wirkte sich das nachteilig auf ihren Eifer und ihren Glauben aus? Keineswegs!
Doch wie ist es heute? Hat Gottes Volk dadurch, daß der große Tag Jehovas noch nicht über die Bösen auf der Erde hereingebrochen ist, etwas eingebüßt? Nein.
Wie glücklich ist doch dieser "Sklave", daß dank der "Geduld" Jehovas weit mehr Menschen eingesammelt werden konnten, als ursprünglich erwartet wurde!
Außerdem ist die Organisation jetzt auch vorzüglich in der Lage, der weiteren Ausdehnung des Werkes gerecht zu werden. Selbst wenn das Warten auf die Ankunft Jesu, des Sohnes des Menschen, länger dauert, als man dachte, ist sein diebesähnliches Kommen gewiß. Niemand sollte sich durch den Gedanken einlullen, es werde endlos hinausgeschoben.
Wer weiß, welche Großtaten Jehova in Verbindung mit dem Einsammlungswerk noch vorhat bevor die bestimmte Zeit für die "große Drangsal" kommt?' (Der Wachtturm, 1. April 1977, Nr. 7, S. 196, 205f, 208f, 217)
WAS BLEIBT LETZTLICH ALS REALER SINN DER IMMER WEITER
VERSCHOBENEN WELTENDE-VERKÜNDIGUNG?
Warum wird das gemacht?
Die von der WTG jetzt nach 1975 eindeutig mit Überrumpelungsabsicht - im
WT "einlullen" genannt - zugegebene erneute Verschiebung ihrer Endzeit in die
nächste Generation - "niemand sollte sich durch den Gedanken einlullen es werde
endlos hinausgeschoben", WT 1. 4. 77, S. 208 ff - beweist uns, daß die ganze
entsprechende Bibelauslegung bisher nur haltloses Menschenwerk war. Und wir werden es
erleben, wir erleben es schon, wie nach und nach alle herangezogenen Bibelbilder,
Gleichnisse, Vorbilder usw. noch 1975 wieder weiter umgedeutet werden. Wir erleben, was
schon die Generation nach 1914 und 1945 auch erlebt haben, so daß inzwischen z. B. drei
sich widersprechende Offenbarungsauslegungen geschrieben wurden, Schriftstudien VII von
1917, zwei Bände "Licht" von 1930/31, das Babylon-Buch von 1965 u. a. Damit ist
erwiesen, daß diese endzeitliche Bibelauslegung gemacht wird, wie sie jeweils gebraucht
wird. "Von Gott" ist das nicht. Sie ist somit an sich sinnlos. Und doch wird das
für eine Generation nach der anderen immer wieder neu konstruiert, ab 1799 schon.
Zeige mir deine Werke
Da muß sich doch zwangsläufig die Frage erheben, warum macht man das?
Warum wird immer wieder eine neue, auf die nächste Generation hinausgeschobene
Weitendebibelauslegung entwickelt und - als ob sie von Gott wäre - bei Strafe des
Untergangs und der Vernichtung derer durch Gott, die nicht daran glauben, der Welt
gepredigt? Mit anderen Worten, was ist der reale Sinn und Zweck, die wirkliche und
praktische Bedeutung, die bleibt? Was bleibt tatsächlich übrig, wenn man alles
"abklopft"?
Glauben muß man nach seinen Werken beurteilen, eine Theorie nach ihrer Praxis. Man muß also schließlich nach den "Werken" dieser Endzeitverkündigung fragen. Das allein gibt letztlich eine zuverlässige Antwort. Die biblischen Begründungen sind durch das ständige Hinausschieben sinnlos, weil sie sich als immer wieder haltlos erweisen.
Überlegen wir, an wen sich die WTG in der Hauptsache wendet. Sie wendet sich vornehmlich an die christlichen und auch anderen Menschen, "die da seufzen und jammern über die Greuel, die geschehen", die unter Ungerechtigkeit leiden, die wie Lazarus "unter die Räuber gefallen" sind, ausgebeutet und unterdrückt, die in Not und Armut leben, die verzweifelt und hoffnungslos sind, vom "Schicksal" geschlagen. Es mögen auch die einfachen Menschen sein, die "untersten Volksschichten", die "untersten Klassen", die "untersten" sozialen Schichten, oder wie man es auch bezeichnen mag. Dabei muß man wissen, daß die WTG im vorigen Jahrhundert zunächst, ausgehend von den USA, mitten im dortigen kapitalistischen Arbeiterelend des Kohle- und Stahlzentrums in Pittsburg, Pennsylvanien, mit ihrer Weltendeverkündigung antrat. Ja, sie wandte sich direkt auch an die Arbeiter überall. Sie wandte sich also an jene Menschen, von denen auf Grund ihrer schlimmen Situation in sozialer Hinsicht. ständig die größte Gefahr für die "Reichen" ausging nämlich die "Gefahr" sozialer Reformen und Revolutionen, sozialer Veränderungen des kapitalistischen Systems. Was predigte die WTG seither all diesen Menschen mit ihrer Endzeitverkündigung? Eine Erlösung von allen Übeln, allem Elend allein durch das jeweilige Weltende mit anschließendem Gottesreich, verbunden mit dem strengsten Verbot, jemals selbst etwas zu unternehmen. So wurde der letzten Generation des vorigen Jahrhunderts 1897 gepredigt: "So steht die Menschheit hilflos jenen Riesenauswüchsen unseres ökonomischen Systems gegenüber und die einzige Hoffnung ist - Gott. Die Arbeiter haben nur von einer Seite Hilfe zu erwarten, von Gott, und nicht von Fleisch und Blut." (Schriftstudien IV, Der Krieg von Harmagedon, 1897, S. 178, 191. C. T, Russell)
Der Generation, der dann für 100 Jahre später das 1975 Weltende versprochen wurde predigte man: "Wer seine Kräfte darauf konzentriert, in einer Welt die Gott wegen ihrer Bosheit vernichten wird, etwas aufzubauen, wird bitter enttäuscht werden" (WT 15. Sept. 1963). Und an die Generation gerichtet, auf die nun alles nach 1975 weiter hinausgeschoben wird, heißt es in dieser Frage: "Alle Bemühungen, die darauf abzielen, diese unvollkommene Welt zu verändern sind zum Scheitern verurteilt. Dem ist so, weil Gott vorgesehen hat, sie durch eine gerechte neue Ordnung zu ersetzen. Somit ist es gemäß der Bibel verkehrt, sich an Bestrebungen zu beteiligen, seien sie gewaltsamer oder anderer Art, durch die die weltlichen Einrichtungen verändert werden sollen. Wir sollten daher geduldig auf den Schöpfer warten." (Erwachet, 22. März 1977, S. 28f). Nichts zur sozialen Verbesserung der Verhältnisse, zur Veränderung des "ökonomischen Systems" tun, sondern auf Gott warten, d. h. auf das jeweilige WTG-Weltende, ist das nicht ganz dasselbe, was die WTG vor 100 Jahren schon predigen ließ? Hätten das alle Verantwortlichen jemals ernst genommen, würden wir dann nicht noch immer in den Verhältnissen des vorigen Jahrhunderts leben? Oder vielleicht noch schlimmer, weil man die sozialen Bedürfnisse, Interessen und Notwendigkeiten nicht abwürgen kann?
. . .und ich sage dir, was sie für einen Sinn haben
Der Sachverhalt zeigt uns: Der ständige praktische Sinn und Zweck der
gesamten Endzeitverkündigung seit dem vorigen Jahrhundert im Hinblick auf
Ungerechtigkeit, Elend, Armut, Unterdrückung, Not und Ausbeutung besteht darin, nichts zu
unternehmen, sich an nichts zu beteiligen, was der Überwindung und Beseitigung solcher
schlimmen Zustände dient, und wenn es "Riesenauswüchse" des kapitalistischen
"ökonomischen Systems" (C. T. Russell) sind.
Noch deutlicher: Die Weltendeverkündigung hat von denen, die sie ausarbeiten und verbreiten lassen, den ständigen praktischen Sinn und Zweck - denn ihre biblische Umschreibung erweist sich mit jeder nächsten Generation als unerfüllt und somit sinnlos und wird darum wieder umgedeutet und weiter hinausgeschoben - den Unterdrückten und Elenden jeden Gedanken an Verbesserung ihrer sozialen Lage, an Erhebung gegen soziales Unrecht oder gar an revolutionäre Veränderung der Verhältnisse aus den Köpfen zu vertreiben! Ja, gar nicht erst in den Kopf kommen zu lassen! Wer wollte diesen Sinn der Endzeitverkündigung in sozialpolitischer Hinsicht, im Blick auf die Beteiligung eines Christen, an vornehmlich antikapitalistischer Veränderung des "ökonomischen Systems" bestreiten?
Natürlich geschieht dies alles in Anknüpfung an zumeist schon vorhandenen christlichen Glauben und seine entsprechende Aktivierung und Entfaltung. Es war und ist jedoch ein Mißbrauch des Glaubens, weil diese als "von Gott" ausgegebenen, immer wieder hinausgeschobenen Endzeitprophetien mit 5. Mose 18:22 eindeutig als "Vermessenheit" bezeichnet werden müssen.
Und wo der Sozialismus Wirklichkeit wird
Das Schwergewicht dieser auf eine ständige derartige sozialpolitisch
lähmende Praxis abgestimmten Weltendeverkündigung ist von Anfang an ein feindseliger
Antikommunismus, mit "glatten Worten" als völlig politisch neutral oder
unpolitisch ausgegeben. Die WTG rühmt sich ihrer Anfänge selbst so: "Bereits 1879
brachte die Zeitschrift Der Wachtturm (in Englisch) in ihrer September-Ausgabe - der
dritten nach ihrem Erscheinen - einen Artikel, betitelt 'Der Tag des Herrn', in dem sie
die Christenheit vor der Gefahr des Kommunismus warnen." (WT 1. Jan 1962 Abs. 5) 'Wie
sinnlos auch immer wieder die entsprechende Endzeitbibelauslegung wurde und darum dann
immer aufs neue "hinausgeschoben", diese antikommunistische Politik darin hat
sich nicht verändert. Sie wurde im Gegenteil immer schärfer, aggressiver und
gehässiger. Und seit 1917 der Sozialismus/Kommunismus in Gestalt der Sowjetunion eine
reale Macht wurde, nahm das alles auch antisowjetische Formen an. So hieß es schließlich
100 Jahre später in der 1975-Weltendeverkündigung nach 1966: "Ja, das Urteil Gottes
wird vollstreckt werden, und sowohl, die heuchlerische Religion als auch der atheistische
Kommunismus samt all ihren Unterstützern werden 'von der Erde weggetilgt werden'
Wie die Bibel zeigt, ist das die Zukunft des Landes, das heute Union der Sozialistischen
Sowjetrepubliken genannt wird wie auch die Zukunft des übrigen Teils der Erde".
(Erwachet: 8. September 1973, S. 19). Mit übelsten Verunglimpfungen und Schmähungen
werden Christen zu haßerfüllten Feinden des Kommunismus gemacht: "Koexistenz mit
roten Regimen", also mit den sozialistischen Ländern gleiche -"unmoralische
Beziehungen". Wer "Frieden mit dem Kommunismus" mache, begehe
"Hurerei" und sei "mit Gotteshassern ins Bett gegangen" (Der
Wachtturm, 1 April 1974, Nr. 5, S. 131f). Für die Generation in die nun nach 1975 alles
weiter hinausgeschoben wird, rühmt die WTG sogar, daß ihre Zeugen Jehovas in Chile schon
am Morgen des antikommunistisch-faschistischen Staatsstreichs vom September 1973 anstelle
verhafteter, kommunistischer Aktivisten" als Vertrauensleute der Faschisten in
"führende Stellungen" eingesetzt wurden. (Der Wachtturm, 1. Januar 1977, S. 15,
Wiesbaden).
Zunächst war und ist diese inzwischen über 100 Jahre schon hingeschobene Weltendeverkündigung politisch angelegt auf eine entsprechende Einflußnahme unter den Christen allenthalben in den kapitalistischen Ländern, wo auch die Hauptaktivität entfaltet wird. In solchen Ländern, die inzwischen das "ökonomische System" (C. T. Russell) des Kapitalismus überwunden haben und sozialistisch geworden sind, wird diese antikommunistische Weltendeprophetie vornehmlich unter den Christen weiter "untergrund" durchgeführt,- wie wir im WT vom 15. 3. 1977 auch für die Zeit noch 1975 bestätigt fanden. Hier erlangt das dann die Bedeutung eines Faktors zur Bekämpfung des Kommunismus unter Mißbrauch des christlichen Glaubens "von innen her". Welche Bedeutung die antikommunistische Ausrichtung der Zeugen Jehovas durch die WTG in den Ländern der "dritten Welt" hat, zeigt jüngst der Fall Chile. Im Hinblick auf die afrikanischen Entwicklungsländer sagte ein Teilnehmer der Religiösen Weltkonferenz 1977 in Moskau aus Sambia, die WTG-geführte Gemeinschaft der Zeugen Jehovas würde hier immer mehr zu einer sozialen Frage. Es sei für die Entwicklungsländer unannehmbar, dem Volke unter Berufung auf Religionsfreiheit soziale und politische Verantwortungslosigkeit zu lehren.
Der bleibende Sinn der "endlosen"
Hinausschiebungen
Es kann nicht anders sein, als daß die WTG auch für die Hinausschiebung
ihres Weltendes nach 1975 sagt, es werde "nicht endlos hinausgeschoben", wer das
denke, würde "sich einlullen", wie wir lasen. In Wahrheit war diese
Weltendeverkündigung schon nach dem Ende der ersten Generation, die "nicht
vergehen" sollte, aber mit 1914 doch ins Grab sank, bankrott. Mit den immer wieder
umgedeuteten und den Hinausschiebungen danach angepaßten Bibelbildern, Gleichnissen und
Vorbildern wurde. das nur immer wieder verdeckt, so daß alle von der WTG so
"Gejagten und Gefischten" ständig weiter benutzt werden konnten, mit dieser
Weltendeverkündigung soviele Menschen, andere Christen, wie möglich zu der
beabsichtigten politischen Verhaltensweise zu bringen. In der Tat hat sich diese mit
Weltende-"Begründungen" motivierte Lähmung bzw. Unterbindung sozialpolitischer
Aktivitäten oder gar revolutionären "Gefahren' in den Kreisen, auf die sich die WTG
konzentriert als durchaus nützlich erwiesen, seit der erste WTG-Präsident C. T. Russell
begann, "vor der Gefahr des Kommunismus" zu "warnen". Hätte man diese
Weltendeverkündigung schon nach ihren ersten Bankrotten von 1914 oder 1925 aufgegeben, so
wären ohne Zweifel einige Millionen Menschen, Christen, weniger sozial passiv,
revolutionsfeindlich und antikommunistisch beeinflußt oder ausgerichtet gewesen. Oder
anders: Auf jeden Fall trägt die WTG mit ihrer als "von Gott" ausgegebenen
Weltendeverkündigung dazu bei, unter den Christen allenthalben gar manchen sozialen oder
revolutionären Aufbruch zu verhindern oder wieder auszulöschen. Wenn sie sich nur immer
wieder aufs neue endzeitlich "glaubhaft" machen kann, was allerdings ihre eigene
Angelegenheit ist und bleibt, auf jene christlichen und anderen Bevölkerungskreise und
Schichten konzentriert, die hierfür ins Auge gefaßt sind.
In Beantwortung der eingangs gestellten Fragen und gestützt auf die vorhandenen Tatsachen können wir also zusammenfassen: Die immer wieder hinausgeschobene Weltendeverkündigung hat den praktischen Hauptzweck, unter dem Motto, "keine Beteiligung an irgendwelchen Weltverbesserungen", vornehmlich unter den Christen allenthalben beizutragen, aktives soziales, fortschrittliches oder gar revolutionäres Denken und Handeln unter Mißbrauch des christlichen Glaubens zu verhindern bzw. zu bekämpfen. Die immer wieder verschobenen Bibelauslegungen dafür sind nicht ernstzunehmen. Um also Bibel- und Christenglauben auch dazu auszunutzen, das "ökonomische System" (C. T. Russell). des Kapitalismus nicht anzutasten und überall unter den Christen soziales Aufbegehren oder gar revolutionäres Erheben verhindern zu helfen, wird diese sozial negative Weltendeverkündigung immer weiter und immer wieder fortgesetzt, Generation auf Generation, solange es möglich ist. Die Mittel dazu sind ohne Zweifel auch ein gewaltiges Finanzaufkommen aus dem Vertrieb der WTG-Millionen-Schriften, deren Verbreiter (die Verkündiger) nicht bezahlt zu werden brauchen, sowie aus Spenden, Zuwendungen und Förderungen, was nie offengelegt wird und sowohl die modernste Technik und Organisation ermöglicht als auch ein materiell und finanziell sorgenfreies Leben der Hauptverantwortlichen.
Dies alles bleibt letztlich als beständiger Sinn und Zweck dieser auch jetzt nach 1975 wieder hinausgeschobenen und als unglaubwürdig und haltlos erwiesenen Weltendeverkündigung übrig.
DURCH DIE WAHRHEIT FREIE CHRISTEN IN UNSEREM LANDE
WERDEN
Die Zeit ist herbeigekommen
Eine Herausforderung an die soziale Verantwortlichkeit, ja an die Vernunft
Man kann nicht über 100 Jahre schon unter Berufung auf Jesu damalige
Worte, "diese Generation . . .", heute einer Generation noch der anderen ein
Weltende verkündigen das nie eintrifft und darum immer wieder hinausgeschoben wird, und
dabei glaubwürdig bleiben. Man kann nicht mit einer solchen Verkündigung zugleich immer
wieder predigen, bei Strafe einer ebenfalls ständig wieder hinausgeschobenen
"Vernichtung durch Gott" nichts mehr zu unternehmen, was der Verbesserung,
Gestaltung oder notwendigen Veränderung der sozialen Verhältnisse dient, wie schlimm
diese auch seien, ohne als sozial verantwortungslos und unzurechnungsfähig vor den
Mitmenschen dazustehen. Denn die sozialen Bedürfnisse und Interessen aller Menschen sind
letztlich schöpfungsbedingt. Damit sind die Hauptgesichtspunkte umrissen, die das gesamte
Endzeitwerk der WTG als haltloses Menschenwerk offenbaren. Von keinem
verantwortungsbewußt denkenden Menschen kann dieses Werk deshalb akzeptiert werden.
Da das Verhalten zur "Weltverbesserung", also das soziale Verhalten, über Leben oder Tod, Überleben oder Vernichtetwerden in diesen immer wieder hinausgeschobenen Weltenden entscheiden soll, ist diese Verkündigung eine - wie immer auch zu beurteilende - Einmischung in die sozialpolitischen Fragen eines jeden Landes, insonderheit für Christen. Es ist noch genauer eine Herausforderung an die persönliche soziale Verantwortlichkeit, ja an die Vernunft eines jeden damit angesprochenen Christen.
Weil du dein Brot nicht selbst backen kannst, weil alle Kinder Milch und ;soziale Fürsorge brauchen, noch ehe sie jemals etwas glauben können, weil jeder einen Arbeitsplatz braucht, um mit seiner Familie leben zu können, weil der Lebensabend eines jeden nicht zuletzt durch eine Rente gesichert werden muß und tausend andere soziale Dinge mehr - was soll man denn noch aufzählen! - was die Schaffung und Erhaltung einer entsprechenden "die Menschen betreffenden Ordnung" (l. Petr. 2:13) doch auch noch christlichem Verständnis erforderlich macht, darum kann diese sozial verantwortungslose und aufbaufeindliche Weltendeverkündigung nur als unzumutbar zurückgewiesen werden. Eine Religionsgemeinschaft mit derartiger antisozialer Ausrichtung kann nur dort ohne Widerspruch bleiben oder gar noch gefördert werden, wo man diesen Sachverhalt verkennt, oder wo sie gerade um dieser sozialpolitisch niederhaltenden Grundsätze willen erwünscht ist oder gebraucht wird, z. B. wo man revolutionäres Denken und Handeln bekämpft.
Das unvermeidliche und endgültige Ende
Bekanntlich ist in den sozialistischen Ländern, in der sozialistischen
Welt, die Lösung aller sozialen Probleme und Fragen, die zuvor unter anderen
Verhältnissen nicht gelöst werden. konnten, erfolgreich auf die Tagesordnung gesetzt
worden . Oder sollten die Völker dieser Länder besser an die Weltendeverkündigungen von
1799, 1897, 1914,1925,1945 oder 1975 geglaubt haben? Die Vorbereitungen, die die WTG
jedesmal für die Zeit nach diesen Weltendeterminen traf, beweisen, daß sie nie selbst an
diese Verkündigungen geglaubt hat! So ist diese Weltendeverkündigung tatsächlich nur
ein ständiger religiöser Vorwand, um letztlich das ständige sozialpolitische
Niederhalten zu "begründen", ein Niederhalten, das schließlich in
Antikommunismus und Antisowjetismus gipfelt, wie wir festgestellt haben. Damit hat die WTG
die Konfrontation herbeigeführt, in der sie früher oder später im Weltmaßstab
zugrundegehen wird. Denn, wie gesagt, die sozialen Bedürfnisse und Interessen aller
Menschen sind schöpfungsbedingt, elementar.
Mit folgenden Eingeständnissen zur sozialen Frage hat die WTG seinerzeit - sicher ohne es zu ahnen - selbst das Urteil über ihre sozialfeindliche Endzeitverkündigung gesprochen.
15. September 1956 Der WACHTTURM
"Die Neigungen zu gewissen fundamentalen Interessengebieten sind jedem
Mann und jeder Frau eingepflanzt, gemäß ihrer menschlichen Natur, die von ihrem
Schöpfer entworfen wurde. Es zeigt sich, daß er, wo er sich auf Erden befinden mag, von
Natur aus die gleichen grundlegenden Interessen hat, weil nämlich alle Menschen von dem
gemeinsamen Ahnen Adam abstammen. Solche ihnen von Gott in ihrer Urform eingepflanzten
Interessen tragen den Stempel der rechtlichen Anerkennung Gottes, und dies als Rechte, die
ihnen von Gott übertragen worden sind.
Das letzte der sechs Naturprinzipien, die dem Menschen innewohnen und seine persönlichen menschlichen Interessen berühren, ist jenes der "Geselligkeit". "Das Bedürfnis, das der Mensch hat, in Gesellschaft zu leben, ist eines der Urgesetze der Natur, von denen sich unsere Pflichten und Rechte herleiten und die Existenz einer Gesellschaft hängt von der Bedingung ab, die Rechte aller Menschen zu respektieren." Wo solche sozialen Interessen auf gesunde Weise gefördert werden, bringen sie Freude und Zufriedenheit. Nur Verbrecher und geistig Unzurechnungsfähige werden von der Verbindung mit der menschlichen Gesellschaft ausgeschlossen."
In der Konfrontation mit der fortschreitenden Lösung aller sozialen Fragen durch die sozialistischen Bestrebungen allgemein und in den sozialistischen Ländern insbesondere findet die unglaubwürdige und sozialfeindliche Weltendeverkündigung ihren Niedergang und ihr Ende. Offensichtlich ist kein vernünftiges Einlenken der WTG zu erwarten. Ihre Auslassungen verraten, daß sie auf Gedeih oder Verderb auf eine solche Konfrontation unter den Christen angesetzt ist, vor allem dabei katholische und andere Christen ob ihrer Einsicht in die soziale Verantwortlichkeit als "Versager gegen den Kommunismus" diffamierend und verunglimpfend. So nimmt die WTG für sich und die Zeugen Jehovas in Anspruch, daß nur sie die "Macht" darstellten, "den falschen Behauptungen zu widerstehen, die der Kommunismus aufstellt" (WT 15. 8. 55, S. 484), daß nur sie die "Erleuchtung" brächten, "sich nicht von den schmeichlerischen Worten des Kommunismus fangen" zu lassen (WT 15. 2.. 54, S. 126), daß man nur durch sie "der 'Gehirnwäsche'-Technik der Kommunisten erfolgreich zu widerstehen" vermag (WT 15. 8. 56. S. 491). daß nur In der von ihnen vermittelten "Kraft Jehovas der Kommunismus besiegt" werden könne (WT 15. 9. 61).
Außer auf Grund der erwiesenen Unglaubwürdigkeit und Haltlosigkeit ihrer Endzeitverkündigung hat die WTG natürlich auch mit dieser antikommunistisch auf die Spitze getriebenen Sozialfeindlichkeit keine Perspektive. Es ist vielmehr so, daß die erfolgreiche Lösung der sozialen Fragen überall, zumal wo sozialistische Verhältnisse geschaffen werden, dieser haltlosen Verkündigung den Boden entzieht. Wie kaum woanders werden sich gerade hier Christen in Verbindung mit ihren persönlichen, familiären, beruflichen und allgemein menschlichen Pflichten und Aufgaben der sozialen Zusammenhänge des Lebens und der sozialen Mitverantwortung aller Menschen bewußt. Die WTG mag in anderen Ländern auf Grund von Krisen, Elendsverhältnissen und noch vielfältigster Unterentwicklung weiteren Zuspruch finden. Vielleicht auch, weil man die wirkliche WTG-Geschichte nicht kennt. Nicht zuletzt auch, wenn und wo man sie zum sozialpolitischen Niederhalten unter den Christen gebrauchen kann. Aber der weltweite soziale Aufbruch und die schließlich alle Menschen ansprechende und erfassende soziale Verantwortlichkeit, wie sie sich in den sozialistischen Ländern entwickelt und entfaltet, ändern die Lage. Die sozialfeindliche, antikommunistische, antisowjetische und endzeitlich völlig unglaubwürdige und haltlose Praxis der WTG findet damit ihre unvermeidliche Zurückweisung und ihr endgültiges Ende.
Als freie Christen weitergehen
"Das Herz des Gerechten überlegt um zu antworten", heißt es in
Sprüche 15:28. Der erneute Weltendebankrott der WTG von 1975 drängt in der Tat jeden
Aufrichtigen dazu, den bisherigen Weg zu überprüfen. Stehen wir doch vor erschütternden
Tatsachen, ja vor etwas, was ehrlicherweise niemand länger vor seinem Gewissen, vor Gott,
vor seinen Nächsten und vor seinen Mitmenschen verantworten kann. Oder könntest du
wirklich noch guten Gewissens vor irgendjemanden hintreten und ihm die erneute
Weltende-Hinausschiebung, die die WTG jetzt wieder betreibt, predigen?
Wahrend der ganzen schon mehr als hundertjährigen haltlosen Weltende-Dahinschiebung haben sich die Aufrichtigen, die das überschauen konnten, davon wieder freigemacht. Sie haben glaubensstark die auf sie überhaupt nicht zutreffenden Verleumdungen und Schmähungen, sie seien "Verräter" oder "Judasse", der "böse Knecht", die Rotte Korahs" usw. ertragen, weil sie erkannten, daß dies nur ein Menschenwerk ist, von dem der Glaube an Gott und Christus nicht abhängig ist. Sie haben dann freie christliche Gemeinden verschiedener Art und Form gebildet, und wenn sie nur "zwei oder drei" waren, um in der Nachfolge Jesu weiterzugehen. Markus 9:38-40, Matthäus 18:20, 1. Korinther 13:9, 13.
Auch jetzt fallen mit den haltlosen WTG-Weltenden weder Gottesglauben noch Christentum, die, schon vor der WTG da waren, neben ihr niemals untergegangen sind, und auch nach ihr sein werden. Da die Hinausschiebung ihres Weltendes, die die WTG nun nach 1975 erneut vornimmt nicht nur der Gipfel aller Zumutung rückblickend bis auf 1799 ist, sondern wirklich alle Grenzen überschreitet, wird die Abwendung von der WTG heute umso entschiedener vollzogen. Es gehört zu den Zwecklügen der WTG im Rahmen des von ihr durchzuführenden antikommunistischen Mißbrauchs des Glaubens, daß wahres Christentum in den sozialistischen Ländern nur "untergrund" existieren könne. Die führenden kommunistischen Parteien West- und Osteuropas erklärten vielmehr jüngst auf ihrer Europa-Konferenz im Juni 1976 in Berlin, daß "immer breitere katholische Kräfte, Angehörige anderer christlicher Religionsgemeinschaften und Gläubige anderer Konfessionen" eine "wichtige Rolle" im Kampf um die Menschenrechte spielen, und daß sich die Kommunisten "der Notwendigkeit des Dialogs und gemeinsamer Aktionen mit diesen Kräften bewußt" seien (Dokument). Es ist die WTG, die diese "ausgestreckte Hand" mit ihren Hetztiraden gegen "rote Regime" bespuckt, wahrend sie für die chilenischen Faschisten Ersatz für die von ihnen verhafteten Kommunisten bereitstellt.
Die verfassungsmäßige Glaubens- und Gewissensfreiheit in den sozialistischen Ländern läßt den Christen ihren Platz. Auch in unserem Land haben sich schon viele von der haltlosen WTG-Weltende-Ausrichtung freigemacht, weil sie die Wahrheit darüber erkannten. Sie haben sich in vielen Orten in Gruppen oder Gemeinden freier Christen umgewandelt, jüngst 1976/77 fast die ganze WTG-Versammlung von Jarmen, einer kleinen Stadt in Mecklenburg. Nun fühlen sie sich wirklich frei im Sinne der freimachenden christlichen Wahrheit, insbesondere frei von dem WTG-Zwang zu schriftwidriger Untergrundtätigkeit mit ihren Abwegen zu Lüge und List. Sie haben sich von der unchristlichen "theokratischen Kriegslist", von diesen "hinterhältigen Dingen losgesagt" und aufgehört, "mit List zu wandeln" und "das Wort Gottes zu verfälschen". 2. Kor. 4:2 NW. Sie haben zu den "Obrigkeiten" in unserem Lande wieder ein christliches Verhalten eingenommen, "zu jedem guten Werk bereit" Titus 3:1,2. In Freiheit versammeln sie sich zur Auferbauung im Glauben und christlichen Zurüstung für Dienst am Nächsten. Die haltlosen "Gottesrache"-Termine der WTG bestätigen es nur: Der Tod war "der Sünde Sold", was soll sich Gott da noch rächen? Er hat Christus gesandt. um allen das Angebot des Lebens zu machen, "damit die Welt durch Ihn gerettet werde." Joh. 3-17. Gilt das oder gilt das nicht? Das ist die Summe des Evangeliums, wenn man es nicht verfälscht.
Die fortgeschrittene Zeit mit 1977 gebietet, sich nicht länger von der WTG bevormunden und "hinausschieben" zu lassen. Sie verlangt, sich vielmehr umfassend über die WTG zu "vergewissern". So bleibt, sich als mündige Christen fürderhin allein um das geschriebene Wort Gottes, die Bibel, zu versammeln und sich allein von hieraus weiterleiten zu lassen. Für falsche Weltende-"Prophezeiung" von 1975 ist ein Signal für jeden Aufrichtigen, sich zu erheben und aufzubrechen! Fürchtet euch nicht!
DIE ZEIT IST HERBEIGEKOMMEN!
DIE FALSCHEN WELTENDEN ZWINGEN, DIE LIEBE ZU GOTT UND DEN NÄCHSTEN NEU ZU
BETRACHTEN
Liebe Leser,
liebe Brüder und Schwestern
Glück und Frieden, Gerechtigkeit und Wohlfahrt, soziale Sicherheit und
Zufriedenheit - diese Dokumentation hat es uns gezeigt - kommen nicht so, wie es die WTG
aus ganz anderen Gründen Generation um Generation verspricht um es dann jedesmal wie eine
Fata Morgana wieder an den Horizont hinauszuschieben und die so Getäuschten erneut
"vergehen" zu lassen. Wer das auch nur ein einziges Mal macht, ist nach 5. Mose
18:20-22 ein falscher Prophet ein Gaukler und Scharlatan. Das biblische Reich Gottes kommt
nicht so. Das ist ein Mißbrauch des Glaubens. Das kann niemand ernst nehmen. Es gibt
keinen rechten christlichen Glauben ohne Nächstenliebe auch auf Grund der
schöpfungsbedingten sozialen Pflichten den Mitmenschen gegenüber.
Möge diese 1975-Dokumentation darum der Anstoß sein,
sich den Sinn des vornehmsten christlichen Gebotes, "liebe Gott über alles und
deinen Nächsten wie dich selbst" (Markus 12.28-34) neu zu erarbeiten, sich hierfür
neu zu versammeln. Schaut auf die von der WTG mit ihrem falschen 1975-Weltende nun erneut
zum Tode "Verurteilten"! Die sie nun schuldig stempelt, als selbstsüchtig; nur
weil sie ihr geglaubt haben! Schaut weiter, auf die schöpfungsbedingten sozialen
Pflichten für die eigene Familie, bei den Brüdern und Schwestern, bei den Nächsten,
bei, allen Menschen, die nach Jak. 2:14-17 doch eine der entscheidenden Empfehlungen
wahren Christentums vor allen Menschen sind! Und dann schaut bis dorthin, wo die Menschen
noch in Not und sozialem Elend verkommen müssen! Dann könnt ihr ermessen, was für eine
Ungeheuerlichkeit vor Gott und den Menschen die sozial niederhaltenden falschen Weltende-
und Gottesreichsverkündigungen der WT sind!
Möge diese Dokumentation allen Aufrichtigen zum Segen sein und sie
ermutigen! Verbreitet sie überall!
Studiengruppe
Christliche Verantwortung
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"Christliche Verantwortung": Monatsschrift der Studiengruppe
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