Kommentare zu den eingscannten CV-Ausgaben
CV 248
Einen zeitgenössischen Artikel aus der
Kirchenpresse des Jahres 1989 ("Die Kirche" 8. 10. 1989) zitiert diese
CV-Ausgabe.
Ein Repro selbigen nachstehend, dass aber so
in der CV nicht entalten ist).

CV CHRISTLICHE
VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER, GD, GERA/THÜR, DDR
Nr. 248 GERA MÄRZ 1990
ZEUGEN JEHOVAS IN DER DDR
Wie weiter ...?
EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Wir prüfen die WT 17 - 19/1989
WENN ZJ AUSGESCHLOSSEN WURDEN
Probleme einer großen Sekte
DIE 4 "HUREN"-WACHTTÜRME
ZJ sollten christliche Presse lesen
ÜBER DIE ZEUGEN JEHOVAS
Eindrücke eines STA
AUS DER WELT DER ZEUGEN
Ein glorreicher Bruder
DAS RECHTE VERTRAUEN
HABEN
Was der Mensch sät, wird er ernten
Liebe Brüder und Schwestern!
Zwei Bibelstellen, oft im Wachtturm zitiert, sind mir als besonders
markant im Gedächtnis geblieben. Bei der einen handelt es sich um
den dritten Vers von
Psalm 146: "Verlaßt euch nicht auf Fürsten, auf Menschen,
hei denen es doch keine
Hilfe gib." Die andere: "Verflucht der Mann, der auf Menschen vertraut,
auf
schwaches Fleisch sich stützt, und dessen Herz sich abwendet vom
Herrn." (Jer. 17:5
ff). Wenn im WT diese Stellen angeführt werden, dann vor allem in
der Absicht, dem Leser
weiszumachen, daß ein "wahrer Christ" sich prinzipiell in keiner
Weise mit
irgendeiner Form von Politik zu befassen habe. Jegliche
Beschäftigung mit Politik wäre
unchristlich, weil es einer Verachtung der von Gott verheißenen
Neuen .Welt, in der
WT-Sprachregelung "Neues System der Dinge" genannt, gleichkäme.
Schlimmer noch,
es würde sogar bedeuten, gegen Gott zu kämpfen l Die Folge
davon wäre, mit "diesem
System der Dinge" in Harmagedon vernichtet zu werden. Seit alten
Bibelforscherzeiten
wird "dieses System der Dinge" als ein Konglomerat von Weltpolitik,
Weltreligion
(was immer das auch sein mag) und Weltwirtschaft angesehen.
Daß das von der
WTG verheißene, angeblich seit 1914 herrschende
Königreich Gottes, heute, sechsundsiebzig Jahre später, noch
immer nicht in der
erwarteten Weise eingegriffen hat, stört die Propagandisten der
WTG anscheinend
überhaupt nicht, auch nicht, daß sie damit eine der
schlimmsten Formen von Politik
betreiben, die überhaupt möglich ist, nämlich die .des
offenbaren Betruges an denen,
die ihnen - noch - vertrauen !
Daß auch Jehovas Zeugen alle Annehmlichkeiten, die sie haben,
ohne
"Politik" nicht genießen könnten, bis hin zu der
Möglichkeit, Kongresse
abzuhalten, scheint ihnen nicht bewußt zu sein. Gottes
Königreich herrscht nicht in der
erwarteten Weise, statt dessen ist die "alte, böse Welt" noch
recht munter und
läßt auch die Zeugen ziemlich gewähren. Statt sich
darüber zu freuen, schreiben sie
alles Negative der "Welt" zu, alles positive aber der besonderen Gnade
Gottes,
unter der zu stehen die Zeugen für sich beanspruchen. Sie
vergessen anscheinend völlig,
daß Gott auf "Gerechte und Ungerechte", die Sonne scheinen und
den Regen fallen
läßt. Was aber besagt denn nun der Ausspruch, daß man
sich nicht auf Menschen verlassen
soll? Aus dem Zusammenhang gerissen und isoliert betrachtet
müßte es bedeuten, daß man
NIEMANDEN trauen dürfte! Also müßte auch jeder Zeuge
Jehovas seiner Leitung in Brooklyn
gegenüber sehr mißtrauisch sein! Ja, das vor allem!
Die eingangs zitierten
Aussprüche aber sind "Wort des lebendigen
Gottes" und müssen daher von Christen als Wahrheit angenommen
werden. Wahr ist aber
auch, daß im Zusammenleben in der Welt sehr, sehr vieles von den
Menschen selbst
abhängt, und daß ohne Vertrauen von Mensch zu Mensch kein
sinnvolles Leben möglich ist.
Gott greift, von wenigen markanten Ausnahmen abgesehen, nicht in die
irdischen
Angelegenheiten ein. Nicht in direkter Weise, denn seine Gesetze sind
unbestreitbar
überall und immer wirksam, und endlich wird sein Wille
natürlich die Oberhand gewinnen.
Wie können also anscheinend sich widersprechende Wahrheiten eine
gemeinsame größere Wahrheit bilden? Wie verträgt sich
die Alltagserfahrung der Menschen
mit dem Wort Gottes, nicht auf Menschen zu vertrauen? Wir müssen
erkennen, daß die
Gedanken in den Psalmen und bei Jeremia das ABSOLUTE Vertrauen meinen.
Im absoluten Sinn
dürfen wir glauben. Vertrauen und Hoffnung nur auf Gott selbst
setzen. Die Rettung oder
das Heil im absoluten Sinne von Menschen oder menschlichen
Einrichtungen zu erwarten, muß
am Ende zur Enttäuschung führen, muß sich, wie einst,
so auch heute und in Zukunft, als
eine Seifenblase erweisen, muß zum "Fluch" werden für jeden,
der einen
Menschen oder einer menschlichen Einrichtung das absolute Vertrauen
entgegenbringt. In den
letzten Dingen allein auf Gott zu vertrauen, wird sich für jeden,
der dieses Vertrauen
aufbringt, als Segen erweisen.
Gottes Gesetze wirken in
der Natur, im Menschen und in den Völkern.
"Was der Mensch sät, wird er ernten", und die Ernte wird es
offenbar machen, welcher Art die Saat gewesen ist. Niemand kann dem
Gesetz, dem kausalen
Zusammenhang von Ursache und Wirkung entgehen. Doch ist auch niemand
diesem Gesetz völlig
ausgeliefert, denn Gott, der Schöpfer aller Dinge, steht ÜBER
dem Gesetz, und ohne es
ungültig zu machen, kann das, was wir seine Gnade nennen,
bewirken, daß Menschen zwar
vom Gesetz "fallengelassen", gerettet werden können o In seiner
Gnade kommt
Gottes ÜBERMACHT zum Ausdruck!
Anders als durch Gnade
könnte auch niemand in Gottes Neue Welt
eingehen, denn dem stehen sowohl das Mosaische- wie auch das
Naturgesetz wie eine
unüberwindliche Mauer entgegen. Allein Gottes Gnade in Jesum
Christum überwindet diese
"Mauer". "Gottes Neue Welt", der "Himmel" oder "Gottes
Gegenwart", wie immer man den künftigen Zustand auch benennen
will, den ER für jene
vorgesehen hat, die Ihn lieben und auf das Wort seines lieben Sohnes
vertrauen, ist nur
für Menschen NEU, nicht aber für Gott selbst!
Es ist nicht etwas, das in der Zukunft läge und erst "kommen"
müßte, sondern etwas, das mit Gott zugleich vorhanden ist.
Für uns Menschen ist Gottes
Reich allerdings neu, denn weder kennen wir es, noch können wir es
uns vorstellen oder
ausmalen.
Die Hoffnung auf neue
Himmel und eine neue Erde wird sich
nicht durch eine Umgestaltung unseres Globus erfüllen, sondern
durch die Zurichtung von
Menschen für das Reich Gottes. Sie wird bewirkt durch Gottes
Gnade, die uns in Christus
zuteil wurde. Und diese Gnadengabe ist ausreichend für alle
Menschen, die je gelebt
haben, jetzt leben und noch in Zukunft leben werden. Wie sagte doch
Jesus? "Das Reich
Gottes ist nicht etwas, von dem man sagen kann, siehe hier! oder siehe
dort!"
(Matthäus 24;23ff)
Gott allein muß unser letztes Vertrauen gehören. Niemand
kann
schaffen, was ER zu schaffen verheißen hat! Aber, in unseren
täglichen Pflichten, in
dem, was wir selbst tun können und tun müssen, ist es
notwendig, einander ein
Höchstmaß an Vertrauen und ein Mindestmaß an
Mißtrauen entgegenzubringen. Nur so kann
das Leben im jetzigen Zustand des Christen - und auch "dieses Leben"
ist ein
Gottesgeschenk! - überhaupt lebenswert sein. Es anders zu
betrachten könnte eine
Mißachtung der Gabe und des Gebers zugleich sein. Gott weiß
doch, wie der Mensch
beschaffen ist, war ER doch Mensch in Christus Jesus, und ER weiß
auch wie Umstände
beschaffen sind; in denen die Menschen leben müssen. ER kennt uns,
unsere Sorgen und
Probleme, die wir mit uns selbst und mit anderen haben oder die andere
mit uns haben,
genau. Und doch hat ER denen, die Ihn lieben, etwas bereitet, "das kein
Auge gesehen
und kein Ohr gehört hat."
-H. G-
DIE ZEUGEN JEHOVAS IN
DER DDR - WIE WEITER?
Es ist sehr verständlich, daß seitens der betroffenen ZJ in
der DDR im
Zuge der demokratischen Entwicklungen jetzt im Lande erwartet und
gehofft wird, ebenfalls
jede gewünschte Freiheit zu erhalten. Einige vertreten allerdings
die Ansicht, sie als ZJ
hätten diese demokratische Wende oder Entwicklung bewirkt. Waren
oder sind sie in
Wirklichkeit also gar nicht politisch neutral oder unpolitisch, wie der
WT laufend
behauptet? (Sprüche 20:10) Es dürfte da wohl unzweifelhaft ,
ein verdienst der von den
Zu zur religiös-politischen "Hure" verteufelten christlichen
Kirchen gewesen
sein, ein Ergebnis ihrer von den zu verdammten "Hurerei",
natürlich auch
anderer demokratischen Kräfte, was sich jetzt entwickelt. Was
dabei für die
kirchenfeindliche und alle Demokratie verneinende "Botschaft" der WTG
herauskommt, wird man sehen. Das liegt auch außerhalb jeder
Kompetenz von CV. Es liegt
allein in der Hand der von den ZJ verteufelten gewählten
Politiker, Gesetzgeber oder
Herrscher. Man wird sich wie überall der Verfassung stellen
müssen. Oder wollen die ZJ
eine Volksabstimmung über ihre "Botschaft"? Was in christlicher
Verantwortung
gesagt werden muß, ist dies:
OB DIE ZEUGEN DER WTG
WIE IN ANDEREN LÄNDERN LEGAL SIND ODER NICHT,
DADURCH WIRD IHRE BISHERIGE ENDZEITVERKÜNDIGUNG ÜBER DIE
LÖSUNG DER PROBLEME USW. WEDER
WAHR NOCH GLAUBHAFT, WEDER FÜR ALLE ANNEHMBAR GESCHWEIGE
AUSFÜHRRAR!
Es muß also nach wie vor in christlicher Verantwortung
darüber
befunden werden, im Interesse der Betroffenen, denen die WTG selbst
nicht aufzeigt, was
allen Ernstes gegen diese "Botschaft" spricht "
Verständlicherweise,
welcher "falsche Prophet" entlarvt such schon selbst " (5. Mose 18:20)
Sicher hofft die WTG in dieser Krisenzeit auf gar viele Entwurzelte und
Enttäuschte für
ihre "Lösungs-Botschaft". Wie in vielen anderen Ländern, von
den USA über BRD
bis Australien, bleibt eine christliche Verantwortung, diese
WTG-Botschaft betreffend,
überall, wo sie verbreitet wird.
Unvermeidlich erlebte und erlebt die CV-Arbeit seitens dar WTG-Hörigen viel Haß, Rache und Vergeltung in "theokratischer Kriegslist" natürlich. Denn die WTG lehrt bisher so: "Wir leben nicht unter theokratischen Nationen, wo solche Glieder unserer Familiengemeinschaft im Fleische ausgerottet werden können, weil sie von Gott und seiner theokratisehen Organisation abgefallen sind, wie es in der Nation Israel in der Wüste Sinai und im Lande Palästina möglich und angeordnet war ... können wir nur bis zu einem gewissen Grade gegen Abgefallene Schritte unternehmen ... Das Gesetz des Landes und dem Gesetz Gottes durch Christus Jesus verbietet uns, Abgefallene zu töten, auch wenn sie Glieder unserer eigenen Blutsverwandtschaft sind." (WT 15. Januar 1953, Seite 63)
ANMERKUNG:
Es ist erschreckend festzustellen, wieviel Haß gegen
Andersglaubende
den Zeugen Jehovas anerzogen ist.
Wie stark sie aber auch politische Strömungen (wo sie doch so
unpolitisch sind) versuchen für sich auszunutzen.
Wenn CV alle Drohungen, Verleumdungen und böswillige Anzeigen
veröffentlichen würde, würde es für eine
Broschüre reichen.
Wir behalten uns vor, diese "Dokumentation" dem Ostbüro der
WTG in Selters zur Verfügung zu stellen, damit sie das Ergebnis
ihrer "Lehren"
selbst lesen kann.
DER WACHTTURM
EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
APG 17:11
WACHTTURM NUMMER 17/1989
STUDIENARTIKE: "JETZT FÜR DIE KOMMENDEN TAUSEND JAHRE
ORGANISIERT"
"VEREINT BLEIBEN, UM IN DAS MILLENNIUM HINÜBERZULEBEN"
JAHRZEHNTE GEDIENT, ABER KEINE ERFÜLLUNG
Und wieder geht ein
Stück Hoffnung verloren. Hoffnung für jene, die
der WT-Organisation fünfzig und mehr Jahre lang treu ergeben
gedient haben. Stück für
Stück werden dem "geistigen Überrest" nun noch die letzten
Illusionen
genommen,,
"Manche Glieder des gesalbten Überrests haben sich vorgestellt,
sie würden noch lange genug auf der Erde leben, um auferstandene
Treue, die vor Pfingsten
33 u. Z. gestorben sind, willkommen zu heißen. Wird den Gesalbten
dieses Vorrecht zuteil
werden? Das muß nicht sein. Es werden genügend Glieder der
großen Volksmenge die
Drangsal überleben, um die Situation zu meistern und die
Auferstandenen mit der 'neuen
Erde' unter den 'neuen Himmeln' vertraut zu machen (2. Petrus 3:13)."
(S. 20,21 - "Manche
Glieder ... haben sich vorgestellt, ..."
Eine gängige WTG-Formulierung. die den wahren Sachverhalt
verschleiert.
Hatte die leitende Körperschaft doch 1946 in dem Buch "Die
Wahrheit wird euch frei
machen" die These vertreten:
"Einige Bibelaussagen und prophetische Dramen deuten an, daß (die
auferstandenen Fürsten; Anm. d. CV-Red.) noch vor der Schlacht von
Harmagedon zum Leben
erweckt werden, ..." (S. 360)
Somit ist es nur natürlich, daß sich die Gesalbten in dieser
Frage
berechtigte Hoffnungen machten. Wenn schon nicht Harmagedon, so wollten
sie zumindest die
Auferstehung der alten Glaubenstreuen noch Miterleben, zumal sie auf
Seite 19 in diesem WT
wiederum lesen;
"Nur Jehovas Zeugen -
die Glieder des gesalbten Überrests und die
'große Volksmenge' - haben als vereinte Organisation unter dem
Schutz des höchsten
Organisators die biblische Hoffnung , das nahe bevorstehende Ende des
zum Untergang
verurteilten von Satan dem Teufel, beherrschten System zu
überleben."
Das Fazit; "Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, er kann
gehen."
Die WTG schickt ihre
alten Kämpfer in den Tod. In der Sprache des
WACHTTURM klingt des so:
"Und es ist ermunternd, zu sehen, daß weiteren geistig reifen
Männern aus der großen Volksmenge größere
Verantwortung in der Organisation
übertragen wird, deren sich Jehova heute auf der Erde bedient. Der
Überrest der
Gesalbten ist schon an Jahren fortgeschritten und somit immer weniger
in der Lage, die
Last zu tragen. Die Brüder des Königs begrüßen
daher die liebevolle organisatorische
Hilfe, die geistig befähigte Älteste und Dienstamtgehilfen
aus den Reihen der anderen
Schafe leisten." (S. 21)
Eine blumenreiche Beschreibung, die letztlich die Ausmusterung der
Gesalbten bedeutet! Ihr Tod eingeplant ...
-G.R-
WACHTTURM NUMMER 18/1989
IHR ÄLTESTEN, BEHÜTET DAS EUCH ANVERTRAUTE GUT und IHR
ÄLTESTEN,
BEHANDELT DIE HERDE GOTTES SCHONEND!
Die Studienenartikel sind im Grunde genommen Dienstanweisungen für
Älteste. So sieht man denn auch hinter jedem Rat und jeder
Ermahnung den erhobenen
Zeigefinger der "Mutter" aus Brooklyn. Nach einem gründlichen
Studium kann man
viele gute und nützliche Ratschläge und Hinweise feststellen,
trotzdem bleibt ein
bitterer Nachgeschmack. Man möchte mit Jesu Worten sagen: "Alles
daher, was sie euch
sagen (gemäß der Schrift), tut und haltet, aber handelt
nicht nach ihren Taten, denn sie
sagen es wohl, aber handeln nicht entsprechend (Matthäus 23. 3.
NW).
So lesen wir auf Seite
18:
"Unterläuft einem Ältesten beim Lehren ein schwerwiegender
Irrtum
und bringt dies für seine Mitbrüder Schwierigkeiten mit sich,
so hat er von Gott ein
Strafurteil zu erwarten."
"Daher müssen Älteste Gottes Wort ernsthaft studieren und das
Gelernte anwenden." (Matthäus 12,36.37)
Zwei Fragen drängen
sich auf:
l . Was ist in den Augen der WTG ein schwerwiegender Irrtum?
2. Ist die WTG angesichts ihrer vielen schwerwiegenden Irrtümer
bereit, sich mit der gleichen Elle messen zu lassen?
Es gibt viele tausend verantwortungsbewußte Christen - alle
einmal
Älteste - , die Gottes Wort ernsthaft studierten und dabei oft zu
ganz anderen
Ergebnissen kanten als die WTG. Wurde ihnen durch den 'Sklaven'
Anerkennung zuteil? Weil
sie der Stimme ihres Gewissens folgten, wurden sie verteufelt und aus
der Gemeinschaft der
Brüder vertrieben:
Ein englischer Wachtturm
vom 15. Mai. 1897 wird zitiert:
"Wer immer ein Born ist, auß dem Wort Gottes hervorströmt
...
sollte darauf achten, daß bitte Wasser d. h. Irrlehren, die einen
Fluch heraufbeschwören
würden, oder eine Kränkung, die Gott entehrt, und sein Wort
verdreht - in ihm kein
Sprachrohr finden." (S. 13)
Was mögen wohl jene
empfinden, die solches schreiben und die, die das
zu verantworten haben, wenn sie nach einer gewissen Zeit einen dieser
Artikel lesen und
alles in Ruhe und anhand der Schrift überdenken?
Drückt sie keine Scham oder Reue angesichts ihrer sich
wiederholenden
falschen, Gott entehrenden Lehren und Bibelverdrehungen?
Auf Seite 18 wird Rat gegeben für Rechtsfälle in der
Versammlung.
Wir lesen;
"Deshalb wird von Ältesten unter anderem erwartet, daß sie
sich
auf rechte, schriftgemäße Weise mit Rechtsangelegenheiten
befassen."
"Für rechtliche Schritte muß es eine gute biblische
Grundlage
geben."
"Somit muß heute ein Rechtskomitee sicher sein, daß
irgendein
Gemeinschaftsentzug, den es beschließt, biblisch begründet
ist."
Goldene Worte, möchte man sagen, aber ...
Vor mir liegt die
WTG-Broschüre "Königreichsdienst-Fragen".
Daraus einige Sätze über ihren Gebrauch in den Versammlungen:
"Ihr Rat dient dem Versammlungskomitee zur Wegleitung, wenn es
Angelegenheiten mit Gliedern der Versammlung zu regeln hat. Es kann
darin nachschlagen, um
Entscheidungen fällen und den Richtlinien der Gesellschaft
entsprechen zu können, doch
soll die Broschüre nicht in irgendeiner Zusammenkunft
studiert, noch unter den
Verkündigern allgemein in Umlauf gesetzt werden."' - Kein
Kommentar!!!
Im dritten
Studienartikel - "GEHORCHT DENEN, DIE DIE FÜHRUNG
ÜBERNEHMEN" - geht es munter in diesem Geist weiter. Er wendet
sich an das
'Fußvolk' in der WTG und fordert es auf denen zu gehorchen, die
als Unterführer unter
der leitenden Körperschaft und in deren Auftrag den Versammlungen
vorstehen. Nur allzu
Bekanntes, es lohnt nicht näher darauf einzugehen.
Der Apostel Paulus wird in diesem Artikel sehr oft angeführt,
einen
Bibeltext aber, so scheint mir, hat man vergessen.
"Erwache, du Schläfer, und steh auf von den Toten, und der
Christus wird dir leuchten." (Epheser 5,14 NW) -R.I.H.-
WACHTTURM NUMMER 19/1989
VERURTEILST DU DIE WELT DURCH DEINEN GLAUBEN ?
Dieser Artikel ist wieder einmal bestens dazu angetan, die WTG in Glanz
und Unschuld erscheinen zu lassen und dafür mit Fingern auf
Andersgläubige oder
Nichtchristen zu zeigen.
Im Abschnitt 7 ist die Rede von geschlechtlicher Unmoral, Verbrechen,
Haß, Habgier usw. Es ist schon erstaunlich unter welcher
Einfallslosigkeit die WTG
leidet. Immer wieder wird alles mögliche, was dem Wachtturm-Leser
schon seit Jahren x-mal
vorgesetzt wurde, frisch aufgewärmt serviert. Man kann auch sagen:
Neuer Wein in alte
Schläuche. Nur, wie lange werden diese "alten Schläuche" noch
halten? Wie
lange ist es für den langjährigen WT-Leser noch
erträglich, immer wieder
Halbwahrheiten, Lügen und Meinungsverfälschungen serviert zu
bekommen? Natürlich, die
WTG ist gezwungen, von sich selbst abzulenken und den schwarzen Peter
für sämtliche
Schlechtigkeiten der Welt und den Andersgläubigen zuzuschieben.
Jeder, der lange genug
Zeuge Jehovas ist, weiß selbstverständlich, daß es die
obenerwähnten Dinge wie Haß,
Habgier, Unmoral usw. in der WTG genauso gibt wie anderswo, denn
jährlich werden Tausende
von Rechtskomitee-Verhandlungen durchgeführt, die sich mit derlei
Vergehen befassen.
Genauso gibt es jährlich Tausende, die deswegen die Gemeinschaft
der Zeugen verlassen
bzw... verlassen müssen. Noch viel schlimmer aber ist, daß
ZJ wegen absoluter
Nichtigkeiten in's Unglück bzw. in den Tod getrieben werden. Wer
kennt nicht solche
Berichte wie; Ausgeschlossener ZJ beging Selbstmord, weil er wegen
Genuß einer Zigarette
ausgeschlossen wurde? Derlei Beispiele gibt es massenweise! Aber die
WTG weist weiterhin
alle Schuld von sich! Dazu kann man nur sagen: Starrsinnigkeit und
Unfähigkeit zu
normalem menschlichen Denken in der WTG-Führung. Aber kann man von
der hoffnungslos
überalterten leitenden Körperschaft in Brooklyn
überhaupt etwas anderes erwarten? Oder
gar vom "Präsidenten", Franz, der bald 100 Jahre alt wird? So ein
Mann ist doch
gar nicht mehr fähig, an der Spitze einer internationalen
Organisation zu stehen und sie
zu leiten!
BEWAHRE DEINEN GLAUBEN
UND DEINE GEISTIGE GESUNDHEIT
"Im Abschnitt 11 "heißt es: "Eine geistige Infektion
kann von außen an uns herangetragen werden. Sie kann von Personen
ausgehen, die in
geistiger Hinsicht tot sind. Wenn wir ihnen zu nahe kommen, ist es
möglich, ihre
Einstellung und Lebensstil zu übernehmen. Das Berufliche
Vorwärtskommen und Liebe zum
Geld und sich zu amüsieren spielt im Leben der Menschen der
heutigen Welt eine bedeutende
Rolle."
Alles dies wird immer
und immer wieder den einfachen Zeugen Jehovas
eingebleut, damit, sie nur im Sinne der WTG beschäftigt sind,
insbesondere im
Predigtdienst, damit sie überhaupt gar nicht erst die
Möglichkeit haben, auch einmal die
angenehme Seite des Lebens zu genießen, sondern für neue
höhere Erfolgszahlen der WTG
tätig sind, auch, damit die immer weiter mit neuen Endzeitterminen
vertröstet wurden
können bis ins hohe Alter. Dann, wenn sie zu alt sind, um noch
besonderes im
Predigtdienst zu leisten, erhalten sie den Dank und die "Segnungen",
der WTG;
sie werden abgeschoben und man überläßt die
Fürsorge für sie dem Staat, den sie auf
Weisung der WTG ihr Leben lang beschimpfen, und herabwürdigen
mußten.
Uneigennützige soziale Hilfeleistungen kennt die WTG nicht. Das
überläßt sie der "bösen Welt" und der "falschen
Religion".
-R.S.W.-
.. DENN DU HAST WORTE EWIGEN LEBENS
Du f ragst , wohin gehen, denn es gibt nur eine Religion die Jehova
anbetet.Diese Frage ist nicht neu , denn so fragte schon
Petrus unseren Herrn,
doch er fügte hinzu: "denn du hast Worte ewigen Lebens," Petrus
brachte damit
klar zum Ausdruck, daß sein Platz an der Seite des Herrn Jesus
Christus ist. Das war die
einzig richtige Entscheidung, die ein Mensch überhaupt
treffen kann, und wir tun gut daran, seinem
Beispiel zu folgen. Petrus wußte, was er dem Herrn antwortete,
denn kurz zuvor hatte
ihnen Jesus ja gesagt; "Die Worte, welche ich zu euch geredet habe,
sind Geist und
sind Leben." (Joh. 6:63)
Die WTG hat diese Worte des Lebens nur bedingt, denn alle Erkenntnis ist gemäß 1. Kor. 13 nur Stückwerk, und das gilt für alle christlichen Konfessionen! im gleichen Brief und Kapitel wird noch etwas gelehrt, was ein Nachfolger Jesu unbedingt beachten muß, will er im Glauben nicht Schiffbruch erleiden. Erkenntnisrechthaberei und Intoleranz Andersgläubigen gegenüber, ist kein Merkmal der Liebe! Jesus sah vieles anders, als es die WTG heute lehrt. (Markus 9:30-40)
Was wäre das auch
für ein Vater, der seine Kinder erschlägt; nur weil
sie unterschiedliche Vorstellungen über ihn und sein Vorhaben mit
den Menschen haben!
Nein, unser himmlischer Vater tötet niemanden, noch straft er ihn
in anderer Weise, nur
weil er aus Mangel an geistiger Reife seinen Heilsplan mit uns Menschen
nicht in seiner
ganzen Größe erfassen kann. Er wird aber gewiß die zur
Rechenschaft ziehen, die bewußt
sein Wort mißbrauchen, um ihren eigenen Philosophien dadurch den
Anschein göttlicher
Gelehrsamkeit zu geben!
- R.I.H.-
"WENN ZEUGEN JEHOVAS
AUSGESCHLOSSEN WORDEN SIND"
Von den Problemen einer großen Sekte
"Junges Mädchen sprang in den Tod" - "Selbstmord aus
Einsamkeit" -
"ZJ beim Rauchen erwischt, erhängt" -
"Die Tragödie im Hirrlinger Wald -
zwei 15jährige Mädchen verübten'Selbstmord durch
Erhängen -
erschreckendes Schlaglicht auf die Situation von Kindern in
religiös fanatisierten
Familien".
- Schlagzeilen wie diese lassen Joachim Wiechoczek aus Hamburg
aufhorchen. Er versucht, Licht in die Vorgeschichte zu bringen - und er
macht dabei eine
Entdeckung: Oft handelt es sich bei den Selbstmördern um ehemalige
Zeugen Jehovas. Man
hatte sie ausgeschlossen, weil sie Zweifel an den in der Sekte
gültigen Ansichten hatten,
weil sie sexuelle Verfehlungen begangen oder auch nur Geburtstags- oder
Weihnachtsgeschenke angenommen hatten.
In Zusammenarbeit mit
einem Kreis freier Brüder kümmert er sich in
seiner Freizeit um "Ausgeschlossene" und um solche, die kurz vor dem
Ausschluß
stehen oder den freiwilligen Abspruhg noch nicht geschafft haben.
Joachim Wiechoczek wuchs in Oberschlesien auf. Als Kind katholischer
Eltern war er religiös interessiert. Er beschäftigte sich mit
dem Judentum. Die ersten
Kontakte zu Zeugen Jehovas entstanden während der
Militärzeit. Es beeindruckte ihn, daß
sie in der Volksrepublik Polen trotz Einberufung den Dienst
verweigerten und dafür
Gefängnisstrafen in Kauf nahmen. Später hatte er als
Maschinenschlosser im schlesischen
Kohlerevier "Zeugen" als Arbeitskollegen, die ihn mit Büchern der
Sekte
versorgten. 1962 ließ er sich in der Gemeinschaft taufen.
1964 wanderte er nach Westdeutschland aus. Hier bekam er Probleme. Man warf ihm vor, Polen verlassen zu haben. Er habe damit seine missionarische Aufgabe unter Kommunisten verraten. Daß er in der Bundesrepublik Verwandte hatte, wurde nicht akzeptiert: sie waren keine Zeugen. Daß er als Deutscher in Deutschland leben wollte, verstößt gegen die Anschauung, daß ein Zeuge keinen Nationalstolz haben darf. Kritisch wurde auch beargwöhnt, daß er bei einem Arbeitskollegen Griechisch lernte, um das Neue Testament im Urtext lesen zu können. Mißtrauen warf man ihm vor.
Daß der
"Wachtturm" gleichwertig neben der Bibel stehen
sollte, mißfiel ihm. Ebenso hatte er Schwierigkeiten zu
akzeptieren, daß die
Wachtturmgesellschaft der "sichtbare Vertreter Gottes auf der Erde"
sein sollte.
Er fand dafür keinen Beleg in der Bibel.
Dem Skeptiker wurde mit der "ewigen Vernichtung", gedroht.
1975 kam es zur Trennung. - Er ist heute Mitglied in einer
evangelischen Freikirche in
Hamburg. Seine Arbeit innerhalb des Kreises freier Brüder findet
immer mehr Anklang, auch
unter aktiven Zeugen Jehovas. Er bekommt sogar Anrufe von
führenden Mitgliedern der
Gemeinschaft, die ihn über bevorstehende Ausschlüsse
informieren.
"Auch den Zeugen Jehovas kann es nicht egal sein, wenn geschaßte
Mitglieder Selbstmord begehen", erklärt Wiechoczek. Deshalb
würden ihm immer wieder
die Adressen der Betreffenden "gesteckt" - aber nur inoffiziell.
-CVN-
WIE EVANGELISCH AUF
ZJ-BESUCHE REAGIERT WIRD
"Merkwürdiger Besuch am Sonnabendnachmittag lauteten gleiche
Beiträge im September und Oktober in den evangelischen
Kirchenzeitungen "Die
Kirche" Berlin, und "Glaube und Heimat", Thüringen, 1989.
Es ging hauptsächlich darum, wie von ZJ fremde Kinder angesprochen
werden, um sie zu gewinnen, verwendet wurde vornehmlich die bunte
WTG-Paradiesliteratur.
Ein angesprochener, aber uninteressierter Vater, der nicht zur ev.
Kirche gehört, ließ die zwei WT-Zeuginnen in das Kinderzimmer.
"Meine
Tochter interessiert sich für so etwas". Das Mädchen spielte
dort mit ihrer
Freundin Ulrike. Beide Mädchen besuchen die ev. Christenlehre.
"Stimmt das, was die
Frauen gesagt halten? Lernen sie in der Schule etwas Falsches? Hatte
der Katechet recht?
Woher kamen diese Frauen überhaupt?" - "Wir möchten uns gern
mit Leuten
unterhalten, die sich für die Bibel interessieren", hatten'sich
die beiden
WT-Zeuginnen vorgestellt. In den genannten Beiträgen über
diesen "merkwürdigen
Besuch" wurden die WT-Paradiesvorstellungen natürlich als
christlich unannehmbar
zurückgewiesen. Die Verfasserin, Dietlind Steinhöfel, kommt
dann zu folgender Ermahnung
an die beiden Mädchen:
"Nun meine ich nicht,
daß wir hochmütig auf die Menschen
herabsehen dürfen, die zu den Zeugen Jehovas gehören,
auch wenn sie die Bibel ganz anders auslegen
als wir. Viele von ihnen sind von der Zeugeb Jehovas gehören, auch
wenn sie die Bibel ganz anders auslegen als wir.Viele von ihnen sind
von der Kirche enttäuschte Christen. Aber eines solltet ihr
tun, wenn euch 'Zeugen' ansprechen: immer einen Erwachsenen
zu Rate ziehen, der
sich in der Bibel möglichst gut auskennt, und in der Christenlehre
darüber,
sprechen."
Einen Erwachsenen zu Rate ziehen, das ist hier dann offensichtlich
geschehen. Denn die Kinder sind ja unmündig und dürfen ohne
Entscheidung oder Zustimmung
der Eltern schließlich da nichts für sich entscheiden. Und
das ist bei diesem
ZJ-Vorgehen der wunde Punkt. Denn eigentlich dürfen die ZJ ohne
Einwilligung der Eltern
oder unter Umgehung der Eltern überhaupt keine fremden Kinder zu
gewinnen versuchen. Das
wäre eine Verletzung elterlichen Erziehungsrechtes. Erst mit
Religionsmündigkeit ändert
sich das. Die WTG-Lehren sollen Leben oder Tod bedeuten, wie bekannt.
Das kann man
unmündigen fremden Kindern unter Umgehung ihrer Eltern nicht
antragen. Es würde für sie
Erpressung bedeuten, eine Bedrohung um ihres Lebens willen. Auch ist
das eine Einmischung
in "fremde Angelegenheiten" (1. Petrus 4:15), in Elternrechte anderer.
Die ZJ
müßten auf jeden Fall den Weg über die Eltern gehen.
Scheinbar taten unsere zwei das,
indem sie zuvor den Vater ansprachen. Aber das war offensichtlich eine
"Täuschung
des Herzens eines Arglosen", denn was sie wirklich wollten und wer sie
wirklich
waren, sagten sie nicht. Nun, die WTG-Anleitung zu sog. theokratischer
Kriegslist, im
Widerspruch zu 2. Kor. 4:2 NW, läßt die ZJ da meist keine
Skrupel haben. Was die
Freundin Ulrike betrifft, da haben sie das Elternrecht nun völlig
mißachtet, denn sie
arbeiten ja nicht mit harmlosen Bilderbüchern. In was für
Konflikte sie schon Kinder
stürzen, deuten die Kinderfragen nur an, wenn es hieß:
"Lernen sie in der
Schule etwas Falsches? Hatte der Katechet
recht?"
Auf jeden Fall zeigt sich. daß die WT-Zeugen mehr und mehr auf
Menschen
treffen, die immer besser über die 'Haltlosigkeit der
WTG-Endzeitausiegungen informiert
sind und sein werden.
-CVN-
ZU DEN 4
"HUREN"-WACHTTÜRMEN 1989
Man sollte wahrlich unter den ZJ mehr die christliche Literatur und
Presse in unserem Lande lesen!
Da wurde in der Zeitschrift für Katholiken in Kirche und
Gesellschaft
"begegnung" 10/ 89 das neue Gesetz über die Gewissensfreiheit in
der
Sowjetunion behandelt. Man konnte folgende Feststellung lesen:
"Weitgehend einig waren sich die Experten beider Gruppen darin,
daß der Prozeß der Perestroika das Verhältnis des
Staates zu den Gläubigen in wichtige
Bereichen zum Positiven verändert hat. 73 Prozent der in die
Umfrage einbezogenen
Marxisten und 70 Prozent der Vertreter 'traditioneller'
Religionsgemeinschaften waren der
Ansicht, daß sich die Bedingungen für die Praktizierung
religiöser Überzeugungen im
Zuge der Umgestaltung spürbar verbessert haben, die Einstellung
des Staaten und der
Gesellschaft zur Religion objektiver und offener geworden ist und
erstmals in breiterem
Maße Möglichkeiten für ein gesellschaftliches
Engagement gläubiger Menschen
bestehen."
Dazu hieß es weiter, daß es nach offiziellen Angäben heute etwa 70 Millionen Bürger in der Sowjetunion gibt, die sich als gläubige Menschen verstehen. Was bedeutet das für die WT-Endzeitbibelauslegung? - In den 4 "Huren"-Wachttürmen Nr. 7-10, 1989 dt. wieder schärfste antikatholische und antikirchliche Feindbilder wie seit langem nicht, wird behauptet, was die Vernichtung aller diese angeblich falschen .Religion betrifft, vor allem "gewisse sozialistische Staaten0, die Sowjetunion eingeschlossen. würden darin vorangehen, in Kürze diese Rsligiönsvernichtung in "Erfüllung", der WT- "Huren"-vernichtung vorzunehmen (WT 10/89, dt. S. 6).
Die wirkliche
Entwicklung, wie sie u. a. in der "begegnung"
zuvor geschildert wird und in der Sowjetunion in der Tat erlebbar ist,
straft diese
WT-"Huren"-Voraussagung wieder einmal Lügen. Wie wollt ihr zeugen
diese
Wachtturm-Lügen unbehelligt verkündigen? Das wollt ihr
unwidersprochen in die Welt
setzen? Hat euch die "theokratische Kriegslist" der WTG schon derartig
abgestumpft, daß ihr alles schluckt, was die WTG euch auftischt,
und wenn es die
handgreiflichsten Ungereimtheiten sind? Wo bliebe da euer eigenes
Gewissen?
-D.P.-
MEINE EINDRÜCKE
ÜBER DIE ZEUGEN JEHOVAS
Ich bin Siebenten-Tags-Adventist (STA) und habe kein Recht über
eine
andere Glaubensgemeinschaft zu urteilen. Das möchte ich auch
nicht. Ich möchte lediglich
einige Eindrücke wiedergeben, die mir bei der Beschäftigung
mit den ZJ in den Sinn
kamen. Diese Beschäftigung ging schon so weil, daß ich nahe
daran war, mich bei den ZJ
eventuell taufen zu lassen. Durch das Kennenlernen der STA hatte ich
nun die Möglichkeit,
beide Gemeinschaften an Hand der Schrift (also der Wahrheit) zu
prüfen.
Nun zu meinen
Eindrücken:
Ich beziehe mich mit meinen Ausführungen auf das Heft FÜR
IMMER AUF
DER ERDE LEBEN. Wiesbaden 1982, und dabei möchte ich keine
theologische
Auseinandersetzung betreiben, sondern nur das schildern, wie es auf
mich wirkte. Da ist
nichts davon zu merken, daß Gott ein Gott der Liebe ist, da wird
immer nur gesprochen von
Jehova anbeten und gehorchen, und daß die bösen Menschen
vernichtet werden. Warum der
Mensch ein Sünder ist, was die zehn Gebote für den Christen
bedeuten und welche Rolle
dabei Jesus Christus spielt, daß alles kommt zu kurz oder wird
kaum behandelt. Ich hatte
dabei immer den Eindruck, wenn Gott (Jehova) eingreift, kommt der
Untergang und aus dieser
Angst heraus war es euer» besser, Jehova zu dienen und zu
gehorchen. Wie
anders jedoch, als ich bei die STA kam. Dort erkannte ich, warum ich
ein sündiger Mensch
bin. Was Jesus für mich tat, daß ich Gerechtigkeit nur aus
dem Glauben heraus erlangen
kann und das die Liebe Gottes zu uns Menschen unendlich groß ist,
daß er daher selbst
seinen einzigen Sohn für uns sündige Menschen opferte. Dieses
Gefühl, daß wir einen
liebenden Gott haben, zu dem wir auch Vater sagen können, dieses
Gefühl hatte ich bei
den ZJ nicht. Und noch etwas lernte ich, daß ich kein Recht habe,
über andere gläubige
Menschen ein Urteil zu fällen, wie die ZJ. Sie sind eben der
Meinung, daß sie die
einzigen Wahren sind und die anderen der falschen Religion
angehören. Je länger ich bei
den Zeugen Jehovas war, entstand in mir ein Haßbild
gegenüber den anderen Christen,
obwohl doch auch in ihnen wertvolle und gute Menschen zu finden sind,
die ebenso auch
Annahme bei Gott finden können. Wer von Gott angenommen wird,
entscheiden nicht die ZJ
oder die STA oder welche Gemeinschaft auch immer, das entscheidet Gott
selber. Ich hatte
bei den ZJ immer das Gefühl, daß sie auf Grund ihrer Werke
von Gott angenommen werden,
obwohl die Bibel eindeutig die Gerechtigkeit aus dem Glauben lehrt und
wir die Werke aus
der Liebe heraus tun sollen. Zum Schluß sei noch bemerkt,
daß die Beschäftigung mit dem
"Wachtturm", oder "Erwachet" niemals Maßstab des Glaubens sein
kann,
es sind menschliche Auslegungen, die an Hand der Schrift zu prüfen
sind, wo Irrtümer
nicht ausgeschlossen sind.
Maßstab ist allein
nur die Schrift.
Ich wollte bei meinen Ausführungen keinen Zeugen Jehovas
verurteilen,
ihn aber dazu aufrufen, alle Lehre sorgfältig zu
überprüfen (an Hand der Schrift) und
ihn dazu veranlassen, manch falsches Bild über andersdenkende
Christen über Bord zu
werfen.
-G-K.-
HAST DU DAS GEWUSST?
IRREFÜHRUNG UND BIBELMISSBRAUCH
... Die Lehren der Wachtturmgesellschaft (WTG) sind im wahrsten Sinne
des Wortes gar keine Lehren, sondern geschickt aufgebaute
Indoktrinationsstrukturen. Der
Begriff "Lehren" setzt ernsthafte Schulung voraus, um Lernende zu einer
Erkenntnis zu führen. Diese Erkenntnis muß den Lernenden
befähigen, Gehörtes und
Gelesenes selbst zu beurteilen und daraus freie und persönliche
Entscheidungen zu
treffen.
ORIENTIERUNGSLOS
Die Wachtturmgesellschaft strebt genau das Gegenteil an. Jehovas Zeugen
"lernen" nicht, selbständig zu denken, sie lernen, um sich die
Denkstrukturen
der Wachtturm-Ideologie zu eigen zu machen. Diese
Indoktrinationsmethode, das Nachsagen,
was einem vorgesagt wurde, wird bei JZ wöchentlich fünf
Stunden praktiziert.
Erfolg: JZ werden in diesen Indoktrinationsprozeß so sehr
manipuliert,
daß sie jegliches Unterscheidungsvermögen verlieren und
Irreführungen nicht mehr
erkennen. Sie sind orientierungslos gemacht.
Es wäre sonst nicht
möglich, eine komplett verfälschte
Geschichtsepoche als Wahrheit zu verkaufen und die entsprechende,
klassische Chronologie
derselben Epoche als gefälscht oder unglaubwürdig
hinzustellen. Hierzu ein markantes
Beispiel;
Die Wachtturm-Publikation "Die ganze Schrift ist von Gott
inspiriert", enthält eine Geschichtstabelle, die in der Zeitspanne
von 537 v. Chr.
bis 931 v. Chr. über 22 Geschichtsdaten gegenüber der
klassischen Chronologie
abgeändert ist. Die größte Verdrehung dürfte die
Wachtturm-Datierung der Reichsteilung
Israels sein. Die Profangeschichte legt dieses Datum auf 931 v. Chr.
fest, in der
Wachtturm-Tabelle verschiebt sich dieses Datum um ganze 66 Jahre, das
heißt es wird auf
997 fixiert.
Man nennt das Irreführung und Fälschung mit System. Wieso?
Weil die
WTG letztlich auf diese These ihr gesamtes Glaubensgebäude und
ihre "Botschaft vom
1914 aufgerichteten Königreich" ausrichtete.
BIBEL - EIN STEINBRUCH ?
Nach allem bisher Gesagten ist die Bezeichnung "falsche
Propheten" für JZ sachlich nicht richtig. Warum nicht? Weil
falsche Propheten ihre
Botschaft zunächst selbst ernst nehmen. Man kann ihnen sogar
lautere Beweggründe
unterstellen. Wir erinnern in diesem Zusammenhang an den deutschen
Theologen Albrecht
Bengel oder an den Adventisten William Miller. Beide haben sich
aufrichtig bemüht, einen
Wiederkunftstermin Jesu Christi aus der Bibel abzuleiten. Beide
mußten feststellen und
haben erkannt, daß die Bibel keine Privatoffenbarungen
zuläßt. Wenn Christus
wiederkommt, werden es alle sehen und erleben.
Die WTG verfährt
hierin anders. Sie hat sich von Anfang an nicht
gescheut, die Bibel als einen Steinbruch anzusehen, aus dem man sich
nach Belieben den
Stein herausbricht, der gerade in die Lücke paßt, die man zu
schließen beabsichtigt.
Weil das jedoch mit den traditionellen Übersetzungen
Schwierigkeiten bereitet, hat die
WTG eine eigene Bibelübersetzung erstellt.
- Diese Übersetzung wurde ihren Praktiken angeglichen und
stützt ihre
falschen Lehren. Diese Bibel ist spiritistisch verdorben und
unglaubwürdig. Die
Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Stuttgart bezeichnete
diese Übersetzung als
die größte Bibelfälschung in der Geschichte der.
Christenheit.
Einige Beispiele:
Matthhaus 4,3;
Wachtturmbibel (WB): " ... Wenn du ein Sohn Gottes bist ...".
Lutherbibel (LB): "... wenn du Gottes Sohn bist ..."
Matthäus 24,3;
WB: "... Was ist das Zeichen deiner Gegenwart?"
LB: ".... was ist das Zeichen deiner Ankunft?"
(Wenn Christus die Dinge in Matthäus 24,3-26 als Voraussetzung
oder
Ereignisse bis zu seiner Ankunft bezeichnet, denn kann man sie nicht
als Zeichen der
Gegenwart Christi nennen!)
An dieser Stelle dient die Wachtturm-Bibel lediglich zur
Unterstützung
der Wachtturm-Lehren. Das ist Irreführung.
Johannes 17,3:
WB: "... dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt
Erkenntnis in sich aufnehmen . ..".
LB: "... dies ist das ewige Leben, daß sie dich, den allein
wahren
Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus erkennen."
Das sind nur einige Beispiele. sie ließen sich fortsetzen. Nicht
zuletzt jedoch charakterisieren auch Sonderlehren die Zeugen Jehovas.
Ein altes Sprichwort
sagt: "Wenn zwei "das Gleiche tun, dann ist es lange noch nicht das
Gleiche."
Ähnlich verhält es sich zwischen Christen und Zeugen Jehovas.
Wenn
beide ein und denselben Begriff gebrauchen, so ist das Verständnis
darüber bei beiden
sehr unterschiedlich ...
(Auszugsweise von Erich Brüning)
AKTUELLES IN KÜRZE
WIE DIE WTG-SCHAFE VERLORENGEHEN
Ein Hirte erklärte: "Es knabbert
mal hier und mal da, bis es verlorengegangen ist. Ein paar Meter
abseits sieht es ein
Grasbüschel und geht hin, um daran zu knabbern. Dann entdeckt es
ein paar Meter weiter
wieder ein Büschel und knabbert daran. Ein drittes Büschel
sieht sehr einladend aus, und
das Schaf geht dorthin, um zu knabbern. Bald ist es weit entfernt von
der Herde. Dadurch,
daß es mal hier und mal da knabbert, ist es verlorengegangen."
Genauso verhält es sich mit denen, die in geistiger Hinsicht
abgleiten.
Vielleicht beginnt es ganz harmlos mit ein paar materiellen Dingen, mit
weltlichen
Bekanntschaften oder mit Spekulationen über gewisse Bibelstellen.
(WT 1.6.1986, S.14)
Man muß ein buchstäbliches Schaf sein, um dieses WT-erfundene Gleichnis nicht zu durchschauen. Was ein Schaf knabbert oder frißt, ist erstens genießbar, anderes läßt es liegen. Andererseits sind es genau die hier verächtlich gemachten sozialen Fragen und Bedürfnisse, die unabhängig von jedem Glauben bestehen, die das entsprechende WT-Kartenhaus unabwendbar zum Einsturz bringen. Und nicht zuletzt gibt es gewisse Bibelstellen, die man nur so zu nehmen braucht, wie sie, dastehen, die die WTG selbst sinnentstellt, die die WTG als falschen Propheten entlarven! Bei Jesus gibt es kein Gleichnis von knabbernden Schafen.
AUS DER WELT DER ZEUGEN
EIN GLORREICHER BRUDER
Schon lange trage ich mich mit dem inneren Bedürfnis, mich in
einer
speziellen Angelegenheit an Euch zu wenden, welche gewisse
Verhaltensweisen eines
"glorreichen" Bruders aus Seh. offenbaren. Wenn ich mich heute dazu
durchgerungen habe, so ist dies sicher kein Zeichen von
persönlicher Schwäche oder
Feigheit, wenn ich diese Zeilen anonym zu Papier bringe, eher eines
bitterer Erfahrung.
In den Jahren meiner
Zugehörigkeit zu dieser Versammlung habe ich schon
mehrfach erleben dürfen, wie es einem ergehen kann, wenn man sich
vertrauensvoll und
offenherzig mit Problemen und Fragen an leitende Brüder wendet, in
der Hoffnung gerechter
Wertschätzung und Beurteilung.
Wie schon von vielen Berichten in CV von anderen Brüdern und
Schwestern
zu lesen war, kann man letztendlich auch Schilderungen wie die folgende
als
Nestbeschmutzung und üble Verleumdung abtun, doch sind die Fakten
unwiderlegbar, welche
die "Wasser-Prediger" als "Wein-Trinker" entlarven, und es sind auch
solche darunter, denen man den Titel eines "Wein-Säufers" durchaus
zuerkennen
könnte, ihre Gier nach materiellen Annehmlichkeiten und weltlichen
Vorrechten wird
zuweilen recht bieder kaschiert und vom Hochmut ihres christlichen
"Amtes"
getragen. Sie genießen ihre "Vorrechte" in vollen Zügen und
maßregeln jeden,
der sich da in Zweifel begibt, sie scheren sich einen Dreck darum, ob
sie mit ihrem Tun
nicht nur weltliche Gerichte beschäftigen und glimpflich
davonkommen, oder eines Tages
den Richtspruch Jehovas herausfordern.
"Ist der Handel noch so
klein, bringt er mehr als Arbeit
ein"., so dachte Br. W. G. insbesondere dann, wenn man gewisse
Marktlücken mit
Artikeln elektronischer Bauart gleich "en gros" füllt.
Zwar versicherte man mit eigener Unterschrift, besagte Artikel nicht zu
gewerblichen Zwecken erhalten bzw. eingeführt zu haben,»
doch gibt es ja allerorts die
beliebten A&V-Geschäfte und ein Dutzend Tischrechner ist recht
schnell verstreut.
Für eine solche Aktion kann man schon mal ein paar Tage vom Urlaub opfern und auch der Hunderter für das Benzin tut nicht weh, denn der Reingewinn beträgt ja mehrere 100 Prozent. Daß bei einer solchen Profitrate das christliche Gewissen und Moralverständnis gleichermaßen zu Boden geht, ist nicht weiter verwunderlich und offenbart die Verbundenheit der sogenannten "Christenheit mit der verderbten Welt, welche aber letztendlich durch Jehova ihren gerechten Lohn empfängt ...", so ähnlich klangen die Worte aus dem Munde dessen, der unseren Glauben zu Jehova "schriftgemäß" prüft, unseren Wandel in der Welt verfolgt und unerbittlich gegenüber jedermann seine Vorrechte in der Versammlung verteidigt.
Trotzdem, die Zahl derer in unserer Versammlung, welche sich über die vielen "kleinen Ungereimtheiten" bei dieser Person - ihn noch länger Bruder zu nennen wäre eine Verhöhnung aller aufrichtigen Geschwister - schön länger eigene Gedanken machen, steigt ständig. Bei seinen Reden hört man förmlich die Geldscheine in seiner Brieftasche knistern, und es ist nicht von ungefähr, daß man diese gewöhnlich über dem Herzen verwahrt ... bekannte mir ein Bruder unlängst, als wir über diese Dinge sprachen.
Und offenbar ist dies alles nur die "Spitze des Eisberges", denn wie sich inzwischen herausstellte, ist diese Person nicht nur materiellen Annehmlichkeiten äußerst zugetan, sondern der offensichtlichen Anerkennung - in Form von Prämien und Medaillen - seiner weltlichen Arbeitsleistung.
Seit einigen Jahren
bekommen auch einige Geschwister aus unserer
Versammlung gelegentlich die CV-Zeitschrift in die Hände, wobei
derartige Dinge oft als
"böswillige Schmierereien", abgetan bzw. in Zweifel gezogen wurden.
Heute wissen wir aber aus eigenem Erleben, daß es der Heuchler
"in
Amt und Würden" mehr gibt, als man im Glauben an eine Neue Welt
ertragen kann.
In brüderlicher Verbundenheit
RK
"Christliche
Verantwortung"; Herausgeber Henry Werner; DDR
6500 Gera, Straße der Republik 46; Tel.: 51109; Jahresabonnement:
2.-- M; Versand auch
kostenlos
Konto-Nr. 4564-30-1952; Genossenschaftskasse für Handel und
Gewerbe
Gera
V 7 1 559/90 N2