Kommentar zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 22
Vergleicht man die theologische Kritik an den Zeugen Jehovas, von Kurt Hutten (der lange Jahre innerhalb der Evangelischen Kirche als dortiger Experte galt). Oder die theologische Kritik von Hans-Jürgen Twisselmann, einem ehemaligen Zeugen Jehovas, der im weiteren Verlauf seines Weges, auch noch evangelischer Pfarrer wurde, dann kann man eines sagen. Der Leitartikel von Müller in der CV 22 offenbart es. Auch Müller ist letztlich auf deren Linie eingeschwenkt. Nicht sonderlich originell und auch ohne Angabe seiner Gewährsmänner, aber in der Sache sehr wohl. Man vergleiche mal seine nachstehende Ausführung mit den Schriften der oben Genannten. Etwa, wenn Müller äußert:
"Jene Kritiker fragen und sagen aber präziser: Geht es bei der WTG-Lehre um Christus und seine Botschaft? Es ist doch auffällig, daß in allen offiziellen Selbstbezeichnungen, die die WTG je trug das Wort 'christlich' fehlte! Wohl geht es ihr um die Bibel, aber das Merkwürdigste scheint uns zu sein, sie hat beim Bibelstudium das Wichtigste, den Höhe- und Mittelpunkt des Erlösungswerkes, abseits gestellt, nämlich Christi Wirken, Leiden und Auferstehung. ... Mißachtet die WTG, daß das Geschehen auf Golgatha in der Heiligen Schrift viel mehr bedeutet. ... Die WTG-Lehrer haben zu diesem Zeugnis von Golgatha keinen Zugang gefunden. Es liegt da eine merkwürdige Blindheit bei ihnen vor. Sie haben Golgatha seiner angreifenden Mächtigkeit beraubt. Mit dieser Behandlung von Golgatha hat die WTG-Führung unseres Erachtens das Herzstück aus dein Evangelium herausgebrochen. Ihre Königreichsbotschaft ist nüchtern gesehen ein Mittel zur Befriedigung natürlicher geistlicher Bedürfnisse, eine Art Selbstkultivierung."
Es hat sich gezeigt, dass einige Zeugen Jehovas, die sich im Ablöseprozeß von der WTG befinden, für diese Art von Argumentation durchaus empfänglich sind. Aber, dass sage ich ebenso deutlich: Bei weitem nicht "alle"! Wobei zu konstatieren ist, dass es einen "monolithischen Block" in der Nach-Zeugen Jehovas-Ära ohnehin nicht gibt.
Die Apologeten der WTG meinen sich darüber aufregen zu sollen, dass es durchaus gewisse Annäherungen zwischen der CV und den Kirchen gegeben hat. Prompt unterstellen sie unseriöse Motive. Sie liegen mit ihrer diesbezüglichen Sicht falsch. Sie sollten sich mal die oben zitieren Ausführungen von Müller "auf der Zunge zergehen lassen". Erst dann könnten sie wirklich verstehen, warum und weshalb das so war und ist!
Es ist naheliegend, dass
für den deutschen Sprachraum die Verbotssituation in Hitlerdeutschland und der DDR ein
gewichtiges Thema ist. William Schnell, einst selbst in Deutschland lebend, später in den
USA, macht aus seiner Sicht einen geschichtlichen Rückblick. Bemerkenswert an seiner
Darstellung erscheint mir besonders auch zu sein, wie er herausarbeitet, dass die
Untergrundpraktiken der Zeugen Jehovas, mehr oder weniger allesamt schon im Ersten
Weltkrieg im Falle Kanada erprobt wurden. In dieser CV-Ausgabe zu lesen. Bemerkenswert in
dieser Ausgabe auch die Informationen bezüglich des früheren WTG-Funktionärs Jesse
Hemery.
CV Christliche Verantwortung
Informationen der Studiengruppe Christliche Verantwortung
Nr. 22 Gera, Februar 1969
CV - ihr Zweck
Christliche Verantwortung leitet an zu rechtem Forschen in
der Heiligen Schrift und zu verantwortungsbewußtem Verhalten als Christ und Bürger.
Übereinstimmend damit befaßt sich CV mit Verkündigung und Organisation der
Wachtturmgesellschaft. CV ist hier die erste Schrift freier Diskussion für alle
Versammlungen der WTG und ihrer einzelnen Glieder. Ehemalige möchten ihre Erfahrungen in
CV kundtun, um zu helfen.
Warum man seine Religion prüfen sollte
Liebe Brüder und Schwestern !
In dem 1968 erschienenen Buch "Die Wahrheit, die zu
ewigem Leben führt" finden wir auf Seite 11 die Aufforderung, seine Religion zu
prüfen. Dies sagen und fordern die Leiter der Wachtturm-Gesellschaft! Diese Aufforderung
ist aber nur an Außenstehende der WTG gerichtet, da es bekanntlich in der WT-Lehre keine
Unstimmigkeiten geben soll, trotz aller entgegenstehenden Beweise. Die Schreiber weisen
darauf hin, "daß man prüfen solle, was man glaubt, auch was uns die
Religionsgemeinschaft lehrt, der wir angehören. Eine Religionsgemeinschaft, die die Bibel
wirklich als Gottes Wort betrachtet, lehnt nicht gewisse Teile davon ab, sondern anerkennt
alles, was darin steht. 2. Tim. 3:16. Wenn dem so ist, muß die Religion, die Gott
billigt, auch in allen Einzelheiten mit der Bibel übereinstimmen Wir können daher Gott
nur wohlgefällig sein, wenn unsere Religion voll und ganz im Einklang mit der Bibel ist
und wenn wir sie auf alles anwenden, was wir im Leben tun. Lukas 6:46-49." (Auszug
von S. 11-15). Im Einklang mit diesen Forderungen ist es sicher auch angebracht, wenn wir
unaufgefordert eine Prüfung der Wachtturmlehren vornehmen, dies kann uns demnach nur zum
Nutzen sein.
Sind die Lehren der WTG im Einklang mit
der Bibel?
Zum besseren Verständnis sollte man die vier Evangelien nach
Matthäus, Markus, Lukas und Johannes unvoreingenommen lesen. Unter diesen Voraussetzungen
wollen wir heute einmal einige Evangeliums-Fragen, Kritiken und Ansichten, die gegen die
WTG vorgebracht werden, zum Anlaß für eine Prüfung nehmen
Es wird gefragt: Handelt es sich bei der WTG überhaup um eine religiöse Gemeinschaft oder nicht vielmehr um eine rationalisierte Produktionsgesellschaft auf doktrinärer Grundlage? Diese Frage ist verständlich, denn die WTG lehnt ja Religion und Religionisten ab. Jene Kritiker fragen und sagen aber präziser: Geht es bei der WTG-Lehre um Christus und seine Botschaft? Es ist doch auffällig, daß in allen offiziellen Selbstbezeichnungen, die die WTG je trug das Wort "christlich" fehlte! Wohl geht es ihr um die Bibel, aber das Merkwürdigste scheint uns zu sein, sie hat beim Bibelstudium das Wichtigste, den Höhe- und Mittelpunkt des Erlösungswerkes, abseits gestellt, nämlich Christi Wirken, Leiden und Auferstehung. Natürlich hat sie auch davon Kenntnis genommen. Sie hat aber die Ereignisse bagatellisiert und eingekapselt. Bei aller Schriftforschung mißachtet die WTG, daß das Geschehen auf Golgatha in der Heiligen Schrift viel mehr bedeutet. Es bedeutet z. B. dies, daß hier ein Gericht Gottes über den Menschen ergangen ist. Dieses Gericht ist nicht auf eine bestimmte Zeit oder Menschengruppe beschränkt Es ist eine Botschaft, die das Menschentum aller Jahrhunderte und Kategorien angreift.
Die WTG-Lehrer haben zu diesem Zeugnis von Golgatha keinen Zugang gefunden. Es liegt da eine merkwürdige Blindheit bei ihnen vor. Sie haben Golgatha seiner angreifenden Mächtigkeit beraubt. Mit dieser Behandlung von Golgatha hat die WTG-Führung unseres Erachtens das Herzstück aus dein Evangelium herausgebrochen. Ihre Königreichsbotschaft ist nüchtern gesehen ein Mittel zur Befriedigung natürlicher geistlicher Bedürfnisse, eine Art Selbstkultivierung.
Beiseitegesetzt wird Jesus überall dort, wo der Glaube sich nicht auf ihn allein gründet (l. Kor. 3-10, 11, Apg. 4:11, 12), sondern auf die Zugehörigkeit zu einer Organisation oder Institution. Da der Christ nur die geschenkte Gerechtigkeit Jehovas annehmen kann, ist seine Errettung ganz und gar ein Werk göttlicher Gnade, nicht menschlicher Verdienst. (Eph. 2:8, 9). Das juristische Denken der WTG-Führung führt die Angehörigen dagegen in die "Werk- und Verdienstgerechtigkeit" (Quoten!). Die Heilige Schrift aber lehrt Glaubensgerechtigkeit, die fest gegründet ist im Erlösungswerk Jesu Christi. Vertraut nun aber der Mensch auf seine eigenen Werke, traut er sich zu Verdienste zu erwerben, die ihm ein Verdienstkonto einbringen, so daß Gott sich ihm verschuldet betrachtet, dann ist die unausbleibliche Folge, im Eigentlichen nicht mehr auf die Erlösungstat Jesu angewiesen zu sein. Das ist typisch für die WT-Lehre. (WT 1. 4. 53/213, 1. 4. 48/101, 1. 8. 56/464).
Was hat die WT-Lehre aus Christus gemacht?
Es geht um die Abwertung Christi. Sein Bußruf, sein Wort von
Gnade und Vergebung, seine Einladung an die Zöllner und Sünder, seine Liebe, die das
Verlorene sucht - das alles wirkt in diesem WTG-System wie ein Fremdkörper. - Christus
ist zu einer Rand-Figur im Drama der "Rechtfertigung Gottes" geworden, als ob
Gott es nötig hätte, sich zu rechtfertigen (Rö. 9:18-21). Jesu Rolle ist, abgesehen von
dem "Loskaufsopfer", darauf beschränkt, daß er ein vorbildlicher Zeuge Jehovas
gewesen ist, der sich bei der Taufe im Jordan Gott hingegeben, danach ein Predigtwerk
begonnen, Jünger gesammelt und für ihren künftigen Dienst "geschult", die
"theokratische Organisation" gegründet und mit Richtlinien versorgt hat, daß
er 1914 den Thron im Himmel bestiegen hat, die "Schlacht von Harmagedon"
schlagen soll und danach im Königreich Gottes regieren wird. Dazu verliehen sie ihm
Züge, die sein Angesicht zur blutigen Grimasse entstellten: Christus als der Rächer, der
Vernichter, der Henker, der im Blut der Massenschlächterei von "Harmagedon"
watet. Das ist in den Hauptzügen das Bild, was man den WTG-Anhängern von Jesus Christus
zur Ansicht vorlegt.
Was hat eigentlich Christus nach seiner Auferstehung bis zum Jahre 1914 getan nach der Lehre der WTG? Hat er in der Menschenwelt fortgewirkt? Wenn ja, wie schwach war seine Kraft, wie fruchtlos sein Wirken - nach der Lehre der WTG. In diesen rund 1900 Jahren ist es ihm nur gelungen, einen Teil von 144 000 "Geweihten" für die Nachfolge zu gewinnen. Alle anderen, das sind Hunderte und aber Hunderte von Millionen Christen, müßte er dem Satan überlassen. Oder war Christus in jener Zeit der Welt fern? Hat er sich untätig im Himmel aufgehalten, bis er 1914 den Thron bestieg? Aber ein solcher Christus, wie ihn die WTG darstellt, der sich von der Welt solange abwandte und sie ihrem Schicksal überließ, hat mit dem Christus der Heiligen Schrift nichts gemein. Er hätte durch diese Untätigkeit seine Erlösermission verleugnet und nachträglich sein ganzes Wirken und Sterben unmöglich gemacht. Wie immer man den Lehrkomplex von der Thronbesteigung Christi 1914 drehen und wenden mag, darunter die vorausgegangenen Jahrhunderte angeblicher Finsternis - es ist ein Widerspruch zur Bibel, es ist eine Erfindung der WTG-Lehrer.
Alles in allem, in der Glaubenslehre der
WTG wurde Jesus Christus in Wirklichkeit entmachtet. Diese Entmachtung gipfelt darin, daß
die Würden und Vollmachten, die IHM nach dem Schriftzeugnis zustehen, nun von der
"theokratischen Organisation" in Anspruch genommen werden In Wirklichkeit ist
nicht ER, sondern die WTG die alleinige Mittlerin zwischen Gott und Mensch. Die WTG ist
der Offenbarungskanal Gottes, die absolute Autorität, die Garantin des Heils, Sie ist es,
an der sich die Geister scheiden. Sie ist bevollmächtigte Verkünderin der Gerichte
Gottes. Sie ist die Zentralfigur der Geschichte, der Widerpart Satans in der Endzeit und
die Herrschaftsträgerin im Zukunftsreich (Fürsten!). Zwar wird Christus in förmlichen
Worten die Spitzenstelle in der "Hauptorganisation" zuerkannt. Aber es ist eine
Stelle ohne Befugnis, ein bloßer Ehrenvorsitz und kein wirkliches Führungsamt.
Dieses Führungsamt hat sich die Leitung der "theokratischen Organisation"
angeeignet. Der Sohn Gottes ist in Wirklichkeit durch die "kollektive
Hirtenklasse", d. h. das Direktorium der Watch Tower Bible and Tract Society,
verdrängt.
Zu dem Vorstehenden bitten wir folgende Bibelstellen nachzulesen: 1. Tim. 2:5, 6; Luk.
15:7; Matth. 9: 11-13; Gal. 3:20; Joh. 14:6; Hebr. 8:6, 12:24-29; Apg. 5:29; Off. 5:12,
13; Apg. 4:12; Phil. 2:9-11.
Weiter verweisen wir auf die WT's vom 15. 8. 57/498, 15. 1. 57/58, 15. 8. 57/499, 1. 11.
54/661, 15., 1. 51/30, und 15. 4. 68/234, 235.
Wie entscheidest du dich?
Das Vorstehende war eine Ansicht aus Leserkreisen zu bestimmten wichtigen WTG-Lehren. Wir
glauben, diese Ansichten bestehen nicht zu Unrecht. Dies ist aber nur ein Teil der vielen
prüfungswürdigen Einwände gegen die WTG-Lehren. Die Leitung der WTG indessen fordert
immer wieder dazu auf, "ihre Theokratie" anzuerkennen, und dies gelingt ihr
immer wieder. Leider sind sich die Brüder und Schwestern in der WTG der Irreführung
nicht bewußt. Dies ist teilweise dadurch bedingt, daß sie viel zu blindgläubig alles
annehmen, was die WTG-Lehrer ihnen vorsetzen. Statt im besten Sinne des Wortes
Bibelforscher zu sein, sind sie WT-Forscher und Nachbeter geworden. Die Hauptursache liegt
aber darin, daß die WTG-Leitung ganz bewußt darauf hingearbeitet hat, sich selbst mit
dem Nimbus oder Schein von Gottgesandten zu umgeben. Schritt für Schritt hat die Leitung
unter Anwendung aller psychologischen Mittel der Massenbeeinflussung diese Position über
die Brüder und Schwestern befestigt. Je mehr sie sich vor ihr beugten, um so vermessener
wurden ihre 'Herrschaftsansprüche. Die anmaßende Behauptung, daß sie die Theokratie zu
regieren habe, ist der Höhepunkt ihrer bedauerlichen Entwicklung.
Liebe Brüder und Schwestern, die ihr bisher in Unwissenheit dem Irrtum
folgt, heute werdet ihr vor eine Entscheidung gestellt! Für Jesus Christus, den Sohn
Gottes, als alleinigen Mittler, der uns mit solch unaussprechlicher Hingabe geliebt hat,
daß er sein unschuldiges Blut für uns dahingab, damit er als der große und alleinige
Mittler und Fürsprecher uns zu Frieden mit Gott und zum ewigen Leben führe, oder für
jenen, der sich selbst zum Mittler erhoben hat, den "Mitteilungs- und
Verbindungskanal" Entweder für Christus als den alleinigen von Jehova autorisierten
König des Reiches Gottes, oder aber für die Wachtturm-Gesellschaft als die
selbsterhöhte, durch eine menschliche Charta autorisierte "Regierung" der
angeblich gegenwärtigen Theokratie, die Wachtturrm-Hierarchie Kurz: Für Jesus Christus
und sein Reich oder für die Wachtturm-Gesellschaft und ihr Reich. Wie entscheidest du
dich? Die Enthüllung der Tatsachen über die WTG macht die Entscheidung leicht.
In brüderlicher Liebe und mit Euch verbunden grüßt Euch
Bruder Willy Müller,
65 Gera, Lutherstraße Nr. 16
und Mitverbundene
Ist die "Zeit des
Endes" gegenwärtig?
Ein Beitrag, um den Blick zu schärfen
Viele bibelgläubige Christen sind geneigt, angesichts der
Kriege und Unruhen in vielen Ländern, der Bedrückung und Ratlosigkeit unter vielen
Menschen, diese Erscheinungen als die in der Schrift angekündigten Zeichen des Endes der
Welt oder der Vollendung des Systems der Dinge zu betrachten. Auf Grund der zahlreichen
Fehlprophezeiungen der Vergangenheit, die vielen Enttäuschung brachten, ist jedoch mehr
denn je erforderlich, den Voraussagen Christi über die Ereignisse der Endzeit in allen
Einzelheiten Beachtung zu schenken.
So meinten viele, in den vermehrten Schwierigkeiten und Bedrängnissen der letzten Jahrzehnte, besonders der beiden Weltkriege, die vorausgesagten "Zeichen der Endzeit" zu erblicken, die in den Höhepunkt des großen Tages Gottes übergehen würden. Obwohl diese Erwartungen immer wieder nicht eintrafen, sondern die Drangsalszeiten durch längere Zeiten des Friedens abgelöst wurden, hält man trotzdem beharrlich an der Auffassung fest, die Zeit des Endes habe schon seit dem Jahre 1914 oder sogar früher begonnen. Jene, die diesen Standpunkt verteidigen, bedenken nicht, das die Zeit des Endes, wenn man bestimmte Bibelstellen betrachtet, eine ununterbrochene Drangsalszeit sein müßte, die mit dem Ende selbst in unmittelbarem Zusammenhang stehen würde.
Im Buche Daniel, dessen Worte bis zu Beginn der "Zeit des Endes" verschlossen und versiegelt sein sollen, wurde im letzten Kapitel die Frage gestellt: "Wie lange wird das dauern, das Ende (d. h. der Zeitabschnitt des Endes, Fußnote) dieser wunderbaren Dinge?" (Elb. B.). Oder nach Schlachter: "Wie lange werden diese unerhörten Zustände dauern?" Die Antwort darauf lautete: "Eine Zeit, (zwei) Zeiten und eine halbe Zeit, dann werden alle diese Dinge vollendet sein." (Elb.). Oder: "eine Frist, zwei Fristen und eine halbe, . . . dann wird das alles zu Ende gehen." (Schlachter). Die Allioli-Bibel sagt: "daß nach einer Zeit, und zwei Zeiten und einer halben Zeit (das Ende komme)." Dan. 12:6, 7. Diese Hinweise vermitteln uns einen wesentlichen Aufschluß, um, die Länge der Endzeit annähernd zu bestimmen.
Daniel bezeichnete jene letzten Tage als eine Zeit ungewöhnlicher Bedrängnis, auf die auch Jesus Christus in seinen Prophezeiungen mit den Worten bezug nimmt: "Denn jene Tage werden eine Drangsal sein, wie dergleichen von Anfang der Schöpfung, welche Gott schuf, bis jetzthin nicht gewesen ist und nicht wieder sein wird." Mark. 13:19; Dan. 12:1. Wir können sicher sein, daß Jesus mit diesen Tagen jene besondere Zeit von 3 ½ Jahren oder 3 ½ Zeiten meinte, die wir auch an anderen Stellen der Bibel, wie z. B. Offenbarung 11:2, 3, wiederfinden, worauf wir in einem späteren CV noch zu sprechen kommen werden.
Als Jesus Christus in Gegenwart seiner Jünger den Ablauf der Endzeitereignisse zusammenfaßte, welche in Matthäus 24, Markus 13 und Lukas 21 aufgezeichnet wurden, erwähnte er mit keinem Wort zwei Weltkriege, die Jahrzehnte voneinander getrennt sind und denen eine weitere lange Pause von drei Jahrzehnten folgen sollte, bis der Herr endlich in das Weltgeschehen sichtbar eingreifen würde. Nein, keine der Darstellungen der letzten Zeit beinhaltete solche Zwischenzeiten der Beruhigung, während denen es den meisten Menschen vergönnt sei, jahrzehntelang friedlich dahin zu leben. Jesus bezog seine Worte vielmehr auf eine Drangsal, die ununterbrochen anhalten, und von ihrem Beginn an sich immer mehr steigern sollte, bis sie ihren Endpunkt in der Erscheinung Christi zum Gericht und zur Befreiung seiner Erwählten erreicht haben würde. 2. Thess. 1:5-10.
Die Abkürzung der Drangsal
Diese alles übertreffende Drangsal - so sagte nun Jesus
(Matth. 24:22; Markus 13:20) - würde abgekürzt werden, damit überhaupt Fleisch gerettet
werden kann. Warum wollte der Herr die Tage der Drangsal abkürzen und wie sollte das
geschehen? Etwa, damit ein langfristiges Predigtwerk von mehr als 50 Jahren ausgeführt
werden sollte? Hatte Christus das gemeint, was die WTG heute als biblische Erfüllung
bezeichnet. Hatte er auf die kurze Zeit von zehn Monaten bezug genommen, in welcher die
Direktoren der WTG Lediglich ihrer persönlichen Freiheit beraubt, aber sonst keinerlei
Leiden zu erdulden hatten. Oder sprach Jesus etwa von einer Freikaufung aus dem Gefängnis
mit 70 000 Dollar, mit der die Auserwählten ihre Freiheit am 25. 3. 1919 zurückerhalten
wurden? Nannte der Herr dieses Vorgehen der WTG-Leitung etwa seine Methode, die er zur
Abkürzung der Drangsal seiner Auserwählten anwenden wollte? Jeder, der gesunden Sinnes
über die Prophezeiung Christi nachdenkt und Vergleiche zieht, wird nicht länger solchen
Auffassungen von Menschen folgen wollen, die sich selbst in den Mittelpunkt stellen und
ihr eigenes persönliches Erleben als Erfüllung biblischer Prophetie hervorheben und
nichts anderes gelten lassen.
Im Lichte der gesamten Endzeit-Prophetie bestätigt sich die erwähnte Auslegung in vieler Hinsicht nicht als göttliche Wahrheit. Jesus hatte gar nichts davon gesagt, daß die Drangsal im Interesse nur einiger führender Persönlichkeiten abgekürzt würde, sondern zur Erhaltung seiner Auserwählten und dazu können sich nicht allein die Direktoren der WTG rechnen. Auch hatte der Herr mit dem Abkürzen nicht ein vorübergehendes Aufhören der Drangsal gemeint, die zu einem viel späteren Zeitpunkt - etwa 60 Jahre danach in Harmagedon - wieder einsetzen sollte. Des weiteren sollte auch der Abschluß der Drangsal oder die Abkürzung derselben nicht am Anfang der Endzeit sein, wie es die WTG mit ihren Erfahrungen 1919 darzustellen sucht, sondern erst am Ende wird sie abgekürzt, wenn die Bedrängnis aller Christusnachfolger den höchsten Punkt erreicht. Zu dieser Zeit sollte das Kommen Christi in der Macht und Herrlichkeit seines Reiches erwartet werden. Nicht umsonst gab Christus gerade an dieser Stelle und in Verbindung mit diesem Ereignis jenes trostreiche Versprechen: "Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blicket auf und hebet eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht." Lukas 21:27, 28. Was diesem Abkürzen oder Wegnehmen der Drangsal durch das Erscheinen Christi nun folgt, durfte allen mit Christus Verbundenen bekannt sein. Es ist das Zusammenbringen aller Leibesglieder und ihre Vereinigung mit Christus, die in der Vollendung in himmlischer Herrlichkeit ihre Krönung findet. Matth. 14:31; Mark. 13:27; 1. Thess. 4:15-17.
Der Anfang der Wehen - wann?
Daß man die Endzeit nicht auf Jahrzehnte, Jahrhunderte oder
gar über Jahrtausende ausdehnen kann, sei am Beispiel und Vorgang einer Geburt
veranschaulicht, worauf auch die Bibel im Blick auf die Endzeit Bezug nimmt. Das
Hervorbringen des königlichen Herrschers, Jesus Christus, aus der Mitte der höchsten
himmlischen Versammlung, bezeichnet die Schrift in Offenbarung 12:1, 2, 5 als die Geburt
eines männlichen Sohnes, der alle Nationen regieren soll. Wie nun die Wehen vor der
Geburt eines Kindes am Anfang schwach sind und sich immer mehr steigern bis zur Geburt, wo
sie ihren Höhepunkt erreichen, so sollten wir auch in diesem Zusammenhang den Vorgang der
Geburt des Königreiches Christi und seines Machtbeginnes verstehen. Ganz offensichtlich
nannte daher Jesus selbst den Anfang der Endzeit auch den Anfang der Wehen. Matth. 24.8,
Mark 13:8.
Beachten wir hierzu genau, daß die Wehen zuerst erfolgen müssen und danach die Geburt des Königreiches, nicht erst die Geburt des Reiches und dann nachfolgend die Bedrängniswehen. Wenn nun Menschen entgegen der Tatsache, daß die Geburtswehen der Geburt vorausgehen, die Behauptung aufstellen, das Königreich Gottes und Christi sei 1914 geboren, jedoch die Drangsalswehen würden nicht voraus, sondern hinterher erfolgen, so sollten uns solche Widersprüche zu denken geben. Noch mehr aber sollten wir uns darüber im klaren sein, daß die Zeit des Endes mit dem Ende oder dem endgültigen Abschluß in unmittelbarem Zusammenhang stehen müßte, genauso wie die Geburtswehen mit der Geburt selbst in Verbindung stehen und keinen Zeitaufschub dulden. Die unerfüllten Prophezeiungen aber beweisen, daß wir in diese Zeit noch nicht eingetreten sind.
Was zur Erfüllung alles gehört.
In Anbetracht heutiger kritischer Verhältnisse, der
Naturkatastrophen, der Kriege, Hungersnöte und Krankheiten sind viele davon überzeugt,
daß die umwälzende Zeit des Endes gegenwärtig sei. Wer jedoch die Prophezeiung Jesu in
ihrem Zusammenhang richtig sieht, muß erkennen, daß zum Merkmal der Endzeit nicht allein
solche Erscheinungen gehören würden, sondern daß es vieles andere mit einschließen
müßte, wovon man aber keine Erfüllung sehen kann.
Als Christus auf die Endzeit-Ereignisse Bezug nahm, hatte er nicht gemeint, daß diese nur vereinzelt und örtlich begrenzt, sowie in weit auseinander liegenden Zeiträumen auftreten würden, sondern eine in jedem Lande und an allen Orten einsetzende und immer mehr zunehmende Bedrängnis sollte das offensichtliche Kennzeichen für den Anbruch der Endzeit sein. Hier soll vor allem die Drangsal nicht unbeachtet bleiben, die über alle Nachfolger Christi als Folge ihres Zeugnisses vom Reiche Gottes kommt. Der Beweis ihrer göttlichen Sendung sollte dabei in der außergewöhnlichen Geisteskraft erkannt werden, mit welcher sie sich vor Gerichten und hohen Regenten verantworten und ihre Botschaft ausrichten, welcher niemand widerstehen noch widersprechen kann. Mark. 13:8-11, Luk. 21:12-15. Es ist weise, im Vergleich mit diesem Beispiel die Unzulänglichkeit der heutigen Botschaftsträger sowie die eigenen Mängel sich selbst einzugestehen, um daraus die Erkenntnis zu gewinnen, daß heute keine solche Predigt-Beauftragung von Gott vorliegt, und dieses Predigen (Matth. 24:14) ein Werk der Zukunft ist, und zwar in jener besonderen Zeit, der Endzeit von 3 ½ Jahren. - Wir wissen auch, daß es im Sinne einer Schrifterfüllung keine Bedeutung hat, wenn heute durch gesetzwidriges Handeln Verfolgungen und Gefängnisstrafen willkürlich herausgefordert werden, die nicht um Christi und der guten Botschaft willen geschehen.
Etwas ganz anderes, was wir in unserem Zeitalter auch nicht beobachten konnten, sind die in Lukas 21:11 erwähnten "Schrecknisse und großen Zeichen vom Himmel" die wir als ein Bestandteil der Endzeitprophetie nicht auslassen dürfen. Da es sich hier um Zeichen handelt, die vom Himmel her geschehen sollen, kann man dafür nicht irgendwelche Vorkommnisse, die von der Erde ausgehen, als Beweis für eine Erfüllung angeben.
Ein weiteres Merkmal der Endzeit wäre das "Verschmachten der Menschen vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen." Lukas 21:25, 26. Bringt man dieses furchtvolle Erwarten in Beziehung zu einem gefürchteten weltweiten Atomkrieg, wie es viele in Auslegung dieser Prophezeiung bekanntmachen, so entspricht diese Auffassung nicht der biblischen Wahrheit. Der Herr sagte nicht, daß Atombomben oder andere Waffen die Ursache dieser Furcht sind, sondern weil die Kräfte der Himmel erschüttert würden. Dieses Erschüttern himmlischer Kräfte aber bedeutet wahrscheinlich nichts anderes als den Sturz dämonischer Mächte von ihren himmlischen Thronen, wie wir es in Offenbarung 12:7-9 auch als ein Ereignis bestätigt finden, welches dem Herrschaftsbeginn Christi unbedingt vorausgehen müßte. Heute können wir an den Menschen unserer Zeit nicht beobachten, daß sie in Furcht und Erwartung dieser Dinge "verschmachten, vergehen, ohnmächtig werden", oder "erstarren - gemäß der verschiedenen Bibelübersetzungen. Wer fähig ist, alle Bibeltexte gewissenhaft und den Tatsachen entsprechend auseinander zu halten, wird auch bekennen müssen, daß dieser Prophezeiung eine ganz andere Bedeutung zugrunde liegen muß, als sie heutige Ausleger behaupten.
Wann das Ende nahe ist.
"Wenn ihr dies alles geschehen sehet", sagte Jesus, und damit meinte er alles,
aber auch jede Einzelheit seiner Prophezeiung - eingeschlossen die "Schrecknisse und
großen Zeichen vom Himmel", die unvergleichbare Drangsal unter sämtlichen
Christusgläubigen ohne Ausnahme, die gleichzeitigen Machterweisungen Gottes während
ihres unerschrockenen Zeugnisses, sowie auch ein Verschmachten der Menschen, doch nicht in
Erwartung eines Weltkrieges mit Atomwaffen, sondern wegen der Erschütterung dämonischer
Kräfte. "Wenn ihr dies alles geschehen sehet", betonte Christus, "dann
erkennet, daß das Reich Gottes nahe ist." Lukas 21:31. Daß dieses
"Nahesein" dann kein jahrzehntelanges Warten bedeuten kann, sehen wir am Fall
von Jerusalem.
Jesus sagte, "wenn ihr Jerusalem von Heerscharen umzingelt sehet, alsdann erkennet daß ihre Verwüstung nahe gekommen ist." Lukas 21:20. Wenn das Ereignis, daß Jesus hier als "nahe" bezeichnete, kurz darauf auch eintraf, so mußten auch seine Worte (Lukas 21:31) die gleiche Bedeutung haben. Weil dieses "Nahe" damals von der Belagerung Jerusalems bis zur Einnahme durch die römischen Heere unter Titus nur wenige Monate umfaßte und bis zur vollständigen Verwüstung nicht mehr als 3 ½ Jahre betrug, kann man nicht heute ein "Nahe" aussprechen, was schon 60 Jahre oder länger dauert. Was Jesus hier als "nahe" bezeichnete und was damals tatsächlich nahe war, sollte auch im Hinblick auf eine heutige Auslegung gelten, nämlich ein unmittelbares Bevorstehen angekündigter Ereignisse angesichts in vollem Umfange erfüllter Voraussagen.
Alle diese Hinweise muß man mit einbeziehen, um sich ein
vollständiges Bild über das Endzeit-Geschehen machen zu können. Wenn man sich vor
Enttäuschungen schützen will, ist es erforderlich, nicht einseitig zu denken und nur
einem gewissen Teil der Prophezeiung Beachtung zu schenken, sondern man sollte Christi
Prophezeiungen insgesamt und in jeder Hinsicht uneingeschränkt gelten lassen. Wer das
gewissenhaft tut und mit sich selbst, ehrlich ist und wer auch imstande ist über seine
persönlichen Wünsche und Erwartungen, sei es in gesundheitlicher, sozialer oder
politischer Hinsicht, hinauszusehen - der wird auch sein Einverständnis dazu geben
können: Eine Endzeit mit ihren Bedrängniswehen ist noch nicht gegenwärtig!
J. G. D.
Jehova beschützt nicht die Organisation der Zeugen Jehovas!
Aus Berichten von W. J. Schnell, USA, ehemaliger
Bethelmitarbeiter.
(Fortsetzung von CV Nr. 17, Seite 8)
Die Organisation macht fatale Fehler
Was für Gründe führten die Wachtturm-Führer dazu solche fatale Fehler zu machen? Diese
Gründe waren verkettet mit der theokratischen Norm, die aufgebaut war auf dem Konzept
Russels, daß der Christus aus dem EINEN und den 144 000 besteht, und daß die Klasse des
treuen und klugen Knechtes der Überrest dieses Christus auf Erden ist. Ganz natürlich
sahen sie sich selbst in diesem Zusammenhang dynastisch verbunden mit den obrigkeitlichen
Gewalten, die nach ihrer Annahme Jehova Gott und Christus Jesus seien. Auf Grund dieses
Zusammenhangs betrachteten sie ihre theokratische Organisation als den irdischen Teil der
theokratischen Regierung unter Christus und sich selbst als den Kanal, durch den Christus
die gegenwärtigen Wahrheiten offenbart aus seinem Tempel in den Wolken (nachgewiesen in
den Ausgaben 4 und 5 der INFILTRATOREN). In ihrem Denken kam Christus plötzlich zu seinem
Tempel in den Wolken im Jahre 1918 und dort überschatteten "Engel verschiedener
Ränge" die Herausgeber des Wachtturms.
Diese befremdende Idee wurde ihnen von Rutherford unterschoben. Es war das Ergebnis falscher Schlüsse auf Grund des Niedergangs des Werkes der Gesellschaft im Jahre 1918. Zu dieser Zeit wurde die Wachtturmgesellschaft angeklagt, den Patriotismus anzugreifen und danach von der Bundesregierung (USA) verboten. Ihre Führer wurden verklagt und des Verrats überführt. Sie erhielten Urteile von zwanzig Jahren und wurden in die Bundesstrafanstalt Atlanta überführt.
Mit ihren Führern im Zuchthaus hielten die Anhänger Russels in einer Art Untergrund ihre Bibelstudien und Vorträge aufrecht, wie sie auch ihre Schriftstudien weiter verbreiteten. Auf diese Weise wuchs das Werk weiter. Wichtiger war, sobald der Krieg zu Ende war, daß sie genügend organisatorischen Scharfsinn hatten, eine Unterschriftenaktion durchzuführen. Viele Unterschriften mit der Forderung, die Führer freizulassen, wurden erlangt. Diese Petitionen wurden daraufhin dem Kongreß der Vereinigten Staaten präsentiert Die Fälle wurden durch die Regierung wieder aufgenommen. Die Führer wurden vollständig entlastet.
Es war auf Grund dieser Erfahrung, daß Rutherford schlußfolgerte, Gott sei mit der Gesellschaft zornig gewesen, weil sie schwach gewesen sei und mit den Behörden Kompromisse gemacht habe und kraftlos in der Führung des Werkes gewesen sei. Mit anderen Worten, die Gesellschaft habe keine Vorkehrungen getroffen, den Direktiven der Regierung zu widerstehen. Weil Gott mit der Gesellschaft zornig gewesen sei, habe er sie deswegen niedergeworfen. Er beschloß, daß die Gesellschaft geläutert und gereinigt werden müsse.
Als früherer Presbyterianer hatte Rutherford von der Theokratie der Rundköpfe in England gelesen, die Cromwell verfechten hatte. Er wußte auch von der judäischen Theokratie. Andererseits war er vertraut mit der Geschichte Daniels und den drei Hebräern, von Esther und Mordochai, die als gläubige Juden ihre Integrität (Ganzheit) gegenüber säkularen (weltlichen) Behörden behaupteten Wie ich in meinem Buch, Dreißig Jahre ein Sklave des Wachtturm, enthüllte, hatte Rutherford im Gefängnis gelobt, die Haltung und die Politik des Wachtturm zu ändern, wenn er freikommt. Die Art und Weise, wie er das tat, eine Theokratie einzuführen und Jehova Gott und Christus als die obrigkeitlichen Gewalten zu proklamieren (Römer 13.1) und die Zeugen Jehovas zu veranlassen, "theokratisch" im Denken zu werden und sich gehorsam einem Von-Oben-Nach-Unten-Regime zu unterwerfen Ohne Rücksicht darauf, was Theokratie in Wirklichkeit verlangt, in schlauer Bezugnahme auf die Erfahrungen Daniels, Esther und Mordochai und anderer, mit den Mitteln der Verlogenheit, um die Behörden zu überlisten, machte er für die Zeugen Jehovas annehmbar, daß sie in solcher Handlungsweise Jehovas Schutz haben würden.
Es ist nötig, ein Ideal zu schaffen und eine Politik durchzuführen, damit es funktioniert, es ist jedoch etwas anderes, auf diese Weise erfolgreiche Abenteuer des Widerstandes gegen die Behörden zu formulieren. Man benutzte die Erfahrungen Rahabs, Mordochais und Esthers, um zu zeigen, daß Lügen erlaubt seien. Die Wachtturmpraxis dieser Verlogenheit befähigte Jehovas Zeugen zu lügen, zu täuschen, Währungsgesetze zu brechen, Gesetze anzuprangern und andere falsche Angaben zu machen.
Als der zweite Weltkrieg ausbrach, geschah es, daß die Organisation der Zeugen Jehovas von der kanadischen Regierung verboten wurde, ihre Büros geschlossen und die Verbreitung der Literatur verhindert wurde. Rutherford schien es, als sei dies eine hervorragende Gelegenheit, den Schutz Jehovas für seine Organisation unter Beweis zu stellen. Sofort setzte er seinen neuen Plan in Aktion und schuf einen Apparat für Untergrundwiderstand gegen die kanadische Regierung, um dem Verbot zu widerstehen. Lügen, Verleumdungen, Schmuggel, Valuta-Vergehen, alles wurden Methoden, dies zu tun oder auch Lügen a la Rahab Im Denken der Zeugen Jehovas war die kanadische Regierung keine obrigkeitliche Gewalt (Römer 13), sondern nur Jehova Gott und Jesus Christus waren dies. Mit solcher Kombination von Gedankenakrobatik wurde ein wirksamer Untergrundapparat eingeführt.
Von vielen Punkten der Grenze der Vereinigten Staaten, von Ost bis West durch den ganzen amerikanischen Kontinent, fanden Wachtturm, Trost und Bücher ihren Weg nach Kanada durch eine gigantische Schmuggeltätigkeit. Unter der Aura verboten zu sein, fand diese Literatur ihren Weg in die Hände vieler Kanadier. Stolz brüstete sich die Wachtturmorganisation mit dieser Tätigkeit in den Kriegsjahren in Kanada, als ob Jehova ihre Organisation beschützt habe. Bei all diesem vergaß die Wachtturmgesellschaft, daß die kanadische Regierung nicht ohne weiteres Menschen jagt, die behaupten, eine Religion zu praktizieren Man beachte die nachsichtige Haltung der kanadischen Regierung gegenüber solchen störenden Sekten wie Dunkards und andere. Ein anderer wichtiger Umstand, der übersehen wird, der das Verbot mäßigte, die Tatsache, daß die USA später an der Seite der Alliierten in den Krieg eintraten und das Hauptquartier der Zeugen Jehovas in Brooklyn, New York, USA, ist All dies bestimmte die kanadische Regierung, das Verbot zu lindern. Zeigen diese Tatsachen bezüglich USA und Kanada, daß Jehova die Organisation der Zeugen Jehovas beschützt hat?
Beschützte Jehova die Organisation in
Deutschland?
Wenn wir unsere Augen auf Deutschland richten, bekommen wir
das ganze Problem aktuell in den Griff. Erinnere dich: Hier haben wir es nicht mit einem
kleinen Zwerglein der Organisation zu tun, sondern mit dem zweitgrößten Segment dieser
Organisation in der ganzen Welt, dem zuerkannt werden muß, daß er der bestorganisierte
ist. Wie du in "Dreißig Jahre ein Sklave des Wachtturms" liest, war die
theokratische Form der Organisation schon 1928 komplett in Deutschland errichtet. Dies war
zehn Jahre früher als in den Vereinigten Staaten, wo es 1938 stattfand. Aus vielen
Quellen, besonders auf Grund meiner eigenen internen Erfahrungen und Kenntnisse, wie das
funktionierte, kann ich in Wahrheit sagen, daß es dem in den USA überlegen war. Ich
bezweifle, ob die Theokratie in den USA auch so lange wie in Deutschland bestanden hätte,
wenn sie unter den gleichen Druck gekommen wäre.
Vor der Theokratie in Deutschland, wie es im ganzen Russelismus war, wählte jede Versammlung ihre eigen Ältesten, die andererseits von reifen Brüdern anderer Versammlungen anerkannt wurden. Reife Brüder reisten unter den Versammlungen der Russeliten umher. Sie wurden als Pilgerbrüder bezeichnet. Zu der Zeit, als ein nationaler, Diener für das ganze Land gewählt werden mußte, wurde aus der Mitte der Pilgerbrüder einer zum Dienst für das besondere Land gewählt. Die gesamte Organisation baute sich von unten her auf, von den Gliedern zur Versammlung, von den Versammlungen zum Gebiet, vom Gebiet zum Land.
Die Schrift unterstüzt die Prinzipien, auf Grund dessen die Russeliten tätig waren. Denn biblisch wählt die Versammlung, die Ecclesia ihre eigenen Ältesten, die durch Handauflegen anderer reifer Brüder des Gebietes anerkannt wurden, wie wir bei Timotheus und Titus im Neuen Testament sehen. Solche, die reif waren, hatten die Bestätigung des Heiligen Geistes und der Versammlung. Aufgebaut von unten von den Versammlungen hier dienten daher Personen, deren Integrität geprüft war, daher wurden in den russelitischen Versammlungen nur wenig Fehler von den führenden Personen gemacht.
In Deutschland mußten sich reife männliche Personen, die praktisch Älteste waren und lehrende Älteste werden sollten, einem schwierigen Test unterziehen, bekannt als VDM-Test (Verbi Dei Minister - Diener des Wortes Gottes). Kandidaten mußten mindestens 72 Prozent der Anforderungen dieses Testes erfüllen. Ich bestand meinen VDM-Test in meinem 20. Lebensjahr mit 85 Prozent und wurde ein lehrender Ältester, in einem Umkreis von 100 km um Magdeburg. In der theokratischen Organisation wurde das jedoch alles anders. Die Brüder wurden von oben eingesetzt über ein Land, einen Bezirk und eine Versammlung.
Wir wissen von der Schrift, daß der Herr die Einrichtungen der frühen neutestamentlichen Kirchen billigte und segnete, und Hirten, Lehrer und Evangelisten bekamen Dienststellungen (Eph. 4:11-15). Die Frage ist: Würde Jehova die Errichtung dieser Von-Oben-Nach-Unten-Institution mit "Beamten des Friedens und Ausübern der Gerechtigkeit" billigen und schützen, (Jes. 60:17), wie sie von der Gesellschaft verkündet wird?
In dem Interview, das ich mit Richter Rutherford hatte, in welchem er mich aufforderte, in den Betheldienst zu treten, fragte er mich ziemlich gründlich über Deutschland aus. Er hatte meine Akte auf seinem Tisch und so wußte er alles über mich. Ich war erstaunt als er mir sagte (und die Tatsache, daß er mit mir solche vertraulichen Dinge besprach, zeigte, daß er meine Vergangenheit kannte), daß der Reichsdiener mit vielen Helfern verhaftet worden ist. Frost war mir völlig unbekannt und gehörte nicht zu der Gruppe treuer und erprobter Diener, die ich persönlich kannte. Offensichtlich gehörten er und die anderen zu dem Untergrundapparat, der in den 30er Jahren gebildet wurde. Der Richter nannte einige der wunderbaren Dinge, die dieser Mann in Deutschland getan habe und wie der Untergrund funktionierte. Bedenke: Diese Unterredung mit Rutherford fand im Juli 1937 statt, und nicht nur die Gesellschaft war verbannt und die IBV aufgelöst, auch der Untergrund war schon aufgedeckt und getroffen. Ich könnte sagen, daß der Richter schrecklich viel Sorgen hatte. Ich weiß mehr über den Richter (Rutherford), als er selbst dachte, das ich wüßte. Ich erinnerte mich in jenen Wochen im Bethel an ein Vorkommnis kurz nach dem ersten Weltkrieg, als Bruder Rutherford nach Deutschland kam, um das Werk neu zu organisieren. Zu dieser Zeit schien es, als würde er noch anerkennen, verantwortliche Brüder aus den Reihen der Pilgerbrüder zu wählen. Er lud alle sieben Pilgerbrüder zu einer Zusammenkunft nach Barmen ein. Als sie versammelt waren, sagte er ihnen, sie sollten zwei aus ihrer Mitte als Zweigdiener nominieren. Die Brüder nominierten Bruder Buchholz und Bruder Balzereit. Beide wurden zur Wahl gestellt. Als die Wahl vorüber war und die Stimmen gezählt wurden, hatte Bruder Balzereit die Mehrheit und wurde gewählt Alle anwesenden Brüder akzeptierten das als Willen Gottes.
Einige Tage später wurde Bruder Buchholz
jedoch von einigen der anderen Brüder angesprochen, die ihr Kopfzerbrechen über das
Ergebnis der Wahl zum Ausdruck brachten. Da sie alle für Bruder Buchholz gestimmt hatten,
ermangelte ihnen das Verständnis dafür, wie Bruder Balzereit die Mehrheit erringen
konnte. Es wurde jedoch entschieden, die Sache nicht weiter zu untersuchen, sondern dem
Herrn zu überlassen. Die Dinge sollten ihren Gang gehen. War dies schon ein Zeichen für
das, was der Richter wollte: Totale Bestimmung und Kontrolle von oben? Es wurde erstmalig
in Deutschland ausprobiert und es gelang. (Siehe auch CV Nr. 8). Kann man da der
Meinung sein, daß Jehova der Förderer und Beschützer der Organisation sei? Solche
Manipulationen benötigt Jehova nicht, um sein Vorhaben auszuführen.
Jehova wird eine solche Organisation, wo die Führer nach Macht streben, niemals
beschützen, nur dem Demütigen wird er helfen und bewahren. (Zeph. 2:3, Kol. 3:12, 1.
Petr. 5:5, Jak. 4:6).
Brüder und Schwestern, seid immer wachsam und stark und wandelt in
Demut. Es grüßen Euch in Deutschland und allerorts, die konvertierten Zeugen Jehovas aus
194 Ländern der Erde und rufen Euch zu, bleibt stark im Herrn!
Im Auftrage Brd. J. W. Schnell
Warum ich mich
von der Wachtturm-Gesellschaft abwandte
Bericht eines Bruders
Nach längerer Mitgliedschaft bei den Zeugen Jehovas fand ich
so manche Unstimmigkeiten in bezug auf die Lehre, als auch in organisatorischen Dingen. So
fand ich, daß die Lehre über die Obrigkeit nach Römer 13 nach 1962 wohl richtig ist, so
als sie damals in den WT's dargelegt wurde, jedoch in bezug auf die Handlung nicht befolgt
wird, sondern man hier Ausnahmen macht und nur das befolgt, was für die Leitung im
besonderen zum Vorteil ist. Ganz besonders tritt das zutage, wenn es um sozialistische
Länder handelt. Hier treten immer wieder Zweifel auf, wie soll man hier handeln, weil
keine einheitliche Linie gewahrt wurde. Hierzu stellte ich oft Fragen in der Versammlung,
die mir niemals zufriedenstellend beantwortet wurden. Dann verstand ich nicht, weshalb man
immer von Zeit zu Zeit politische Artikel in Erwachet und im Wachtturm brachte, die mit
Glauben ganz offensichtlich nichts zu tun hatten. Da wir nach außenhin sagten, wir seien
politisch neutral, erkannte man hier, daß die Neutralität nur auf dem Papier stand, aber
nicht befolgt wurde. Auf Fragen dazu gab man ungern Auskunft und wenn man sie wiederholte,
wurde man als Zweifler bezeichnet, denn alles was die Leitung tue, geschähe im
Einvernehmen mit dem Herrn. Dies verstand ich nicht, denn Jesus hat keine politischen
Reden gehalten oder solche Taten vollbracht, die man als politisch hätte bezeichnen
können. Da mich mein Gewissen immer wieder plagte und ich immer wieder Fragen hatte, kam
es wie es kommen mußte.
Eines Tages wurde ich vor das Dreibrüderkomitee geladen Man wollte mir hier klar machen, daß die WTG-Leitung immer Recht hätte, denn es sei eine göttliche Organisation und wenn Unstimmigkeiten seien, würde sie Jehova beseitigen, das sei schon immer so gewesen, deshalb ist es wichtig, das Vertrauen zu bewahren. Ich hatte dazu immer Einwände, denn in einer göttlichen Organisation dürfe es keine Unstimmigkeiten geben, wenn es die aber gibt, so kann es niemals eine göttliche Organisation sein. Nach langem hin und her frug ich sie: "Wer hat euch über mich als Richter gesetzt, um mich zu richten?" "Ich habe euch mit dem Worte Gottes geantwortet, weil ich an sein Wort mehr glaube als an eure schönen Worte. Es gibt in der Bibel keinen Text, der eure Handlungen irgendwie stützt, im Gegenteil beweist, daß eure Lehren und Handlungen oft falsch sind und deshalb wollt ihr mich richten?" Wir haben versucht, dich für die Organisation tragbar zu machen, aber du beharrst auf deinem Standpunkt. So müssen wir dich aus der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas ausschließen. Bedenke aber, der Herr Jehova wird dich nicht ungestraft lassen und wird dir in Harmagedon den ewigen Tod bereiten. Wir lassen dir eine Möglichkeit offen, wenn du bereust und deine Gesinnung änderst, kannst du einen Antrag auf Wiederaufnahme stellen. Wir werden es dann überprüfen, ob wir dich wieder einreihen können. "Ihr glaubt wohl, daß ihr verwerfen könnt und Todesurteile sprechen könnt im Namen Jehovas? Liebe Brüder, da seid ihr im Irrtum, denn nicht die Organisation oder ihr könnt jemand retten oder verurteilen, dies kann nur der Herr Jesus, denn er ist als Richter eingesetzt, nicht ihr oder die Organisation. Matth. 7:1, 2; Luk. 6:37; Joh. 8:16, 12:48; Rö. 2:1; 1. Kor. 6:5, 10:29; 1. Tim. 2:6; Matth. 20:28 usw. Das gebe ich euch zu bedenken Wollt ihr weiter verantworten, daß ihr Brüder und Schwestern, die sich der Wachtturm-Diktatur nicht beugen, immer wieder verurteilt? Ist das nicht eine Anmaßung oder Hochmut von euch? Wird uns die Wahrheit nicht frei machen? Joh. 8:32, 33. Ihr versprecht uns Freiheit, seid aber selbst Knechte der WTG-Leitung. 2. Petr. 2.19. "Ihr nun, Geliebte, da ihr es vorher wisset, so hütet euch, daß ihr nicht, durch den Irrwahn der Ruchlosen mit fortgerissen, aus eurer eigenen Festigkeit fallet Wachet aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus. . . ." 2. Petr. 3:17, 18. Damit war der Ausschluß vollzogen.
Inzwischen hat man mir von der Gruppe aus angetragen zu überlegen, ob ich nicht bereit sei, wieder in ihre Reihen zurückzukehren. Harmagedon sei sehr nahe gerückt. 1975 werde Harmagedon geschlagen werden und wenn ich dem Vernichtungswerk Jehovas entgehen wolle, so sei die Rückkehr die einzige Möglichkeit zur Rettung.
Es gab aber auch noch eine andere Richtung
in der Gruppe. Selbige sagten mir: "Du kannst nicht eher wieder zurückkehren, als
bis du schriftliche Abbitte tust und bereust, eine andere Möglichkeit gibt es
nicht". Das sind die Fanatiker in der Gruppe, meist ältere Brüder.
Beim Gemeinschaftsentzug wurde mir noch mitgeteilt, daß ich
den Königreichssaal nicht mehr betreten dürfe und auch nicht am Abendmahl teilnehmen
dürfe. Nun alles dieses ist ja den meisten bekannt, ist aber nicht unüberwindbar, wenn
man weiß, daß die WTG keine "göttliche Organisation" ist und weder zu retten
noch zu töten vermag. Ich bin heute frei von Furcht und Angst und fühle mich mehr zu
Jehova und Christus hingezogen, als es früher der Fall war. Ich fühle mich frei und
besser mit dem Herrn verbunden, als wie ich noch in der Organisation war, denn keine
Organisation steht mehr als Mittler zwischen uns. Immer mehr kam ich zu der Überzeugung,
daß ich Offenbarung 18:4-7 beachten sollte, denn in dieser Organisation kam ich nicht
mehr zur Ruhe. Die Worte des Paulus in 2. Korinther 11:13-15 stärkten mich in meinem
Entschluß, mich nicht zu beugen unter die Herrschaft der WTG-Führung. Ich war nicht mehr
tragbar in der Organisation, heute freue ich mich über meine Standhaftigkeit, da ich nun
ein ruhiges und stilles Leben in meinem Glauben zu führen vermag.
Jedoch meine innere Ruhe und Zufriedenheit gefällt der Dienerschaft in der Gruppe nicht. Da bisher alle Bemühungen, mich zurückzuholen, scheiterten, bedient man sich nun eines anderen Mittels. Meine Frau fühlt sich noch an die Zeugen-Organisation gebunden und besucht noch die Zusammenkünfte. Ich hindere sie nicht daran, denn jeder muß sich selbst entscheiden. Aber die Diener versuchen immer, meine Frau zu beeinflussen, mich zu überreden. Man verbietet ihr, mit mir über organisatorische Dinge und über Glauben zu reden, damit sie nicht etwa gleichen Sinnes wird. Man gab Anweisung, die Literatur, die sie erhält, streng vor mir zu verbergen, damit ich keine Einwände mache. Man müsse mich geistig hungern lassen und vollständig kalt stellen. Damit hofft man, entweder eine Rückkehr oder einen unerträglichen Zustand in der bis jetzt harmonischen Ehe zu schaffen. Dabei immer wieder vor Augen haltend, wenn du mit deinem Mann denselben Weg gehst, geht ihr in die Vernichtung, spätestens 1975. Welche Gewissenskonflikte man hier in meine Frau hineinlegt, ist doch eines Christen unwürdig und vollständig unbiblisch. Eph. 5:22, 23; Rö. 12:9-19.
Möchten alle Diener besonders in der
Schrift forschen, um zu erkennen, was recht und unrecht ist. Joh. 5:39, 40.
Bringet alles zurecht im Geiste der Sanftmut, einer trage des
anderen Last, glaubt nicht, ihr seid etwas, ihr betrügt euch selbst. Prüfe dein eigenes
Werk, dann wirst du an dir allein Ruhm haben und nicht an anderen, jeder trage seine
eigene Last. Gal. 6:1-6.
Ein Bruder aus Polen.
Der WTG-Zweigdiener von
England, Bruder Jesse Hemery, Mitglied des WTG-Herausgeberkomitees, verließ die WTG
Ein ausführlicher Bericht für alle deutschsprachigen
Versammlungen.
Seit Jahren verschweigt die WTG die Abkehr von Bruder Jesse
Hemery, London, Zweigdiener von England und Mitglied des WT-Herausgeberkomitees von
Brooklyn, und ehemaliger Mitarbeiter und Vertrauter der WTG-Präsidenten C. T. Russel, J.
F. Rutherford und N H. Knorr, von der WTG.
Bruder J. Hemery gehörte zu den
bedeutendsten Persönlichkeiten, die je höchste Dienstämter in der WTG innehatten.
In den Versammlungen merkten etwas mehr aufmerksame Brüder
nur, daß der Name von J. Hemery seit einer bestimmten Zeit nicht mehr in den Berichten
und Dienstlisten der WTG erschien. Niemand von den einfachen Brüdern und Schwestern hat
bisher jedoch erfahren, was dem in Wirklichkeit zugrunde liegt. Die WTG legt über alles
einen unerbittlichen Mantel des Schweigens. Es ist aber von sehr großer Bedeutung, wenn
ein Bruder in solchen Dienstämtern, wie sie J. Hemery innehatte, der W'I'G den Rücken
kehrt.
Durch Verbindung mit Brüdern in England und den USA gelang
es, die Hintergründe dieses schwerwiegenden Vorganges aufzuklären und darüber zu
berichten.
In Deutschland ist Bruder J. Hemery,
welcher vor kurzem verstorben ist, vielen alten Dienern bekannt. Bruder J. Hemery war 1929
zusammen mit Präsident J. F. Rutherford auf einer großen Hauptversammlung in Leipzig.
Im WT-Herausgeberkomitee arbeitete er mit WTG-Präsident
Rutherford, W. E. van Amburgh, R. H. Barber und E. J. Coward zusammen. Er gehörte zu den
wenigen Brüdern, die nach dem WT direkt von Jehova in dieser Zeit dazu bestimmt gewesen
seien, seinen Willen im "Kanal" kundzutun. Im Jahrbuch 1951 wird Bruder J.
Hemery das letzte Mal in der Sonderdienerliste genannt. Bekanntlich hat die WTG diese
Liste seit 1964 aus den Jahrbüchern entfernt, damit niemand in den Versammlungen mehr die
Vorgänge unter den höchsten Dienern näher überprüfen kann.
CV veröffentlicht nachfolgend einen Brief, den J. Hemery 1952 aus London an Bruder Roy D. Goodrich in Ft. Lauderdale, Florida, USA sandte. Brüder in den USA hatten J. Hemery aufgefordert, über die Gründe seiner jetzigen Haltung und Einstellung gemäß 1. Petr. 2:15 "zur Verantwortung vor jedermann" bereit zu sein. Bruder J. Hemery schreibt:
"Lieber Bruder Goodrich.
Seit meinem ersten Kontakt mit der Wahrheit, wie sie im Buch DER PLAN DER ZETTALTER von
Bruder Russel veröffentlicht wurde, war ich überzeugt, daß Gott ein neues Werk unter
seinem Volk begonnen hat. Das war im Jahr 1888, und bis zum heutigen Tage habe ich diesen
Glauben behalten. Im Jahr 1895 sandte mir Bruder Russel eine sehr kleine mit britischen
Narren und bat mich, einige der kleinen Versammlungen zu besuchen. Im Jahre 1901 wurde ich
gefragt, ob ich das kleine Londoner Büro übernehmen könnte. Das Vorrecht wurde froh
angenommen, und von diesem Jahr bis 1937 hatte ich die Hauptverantwortung für das
Londoner Zweigbüro und Bethelheim. Ich habe niemals den geringsten Zweifel daran gehabt,
daß das von Bruder Russel begonnene Werk etwas anderes als das Werk des Herrn sei, aber
vom ersten Tage an war ich imstande, durch die Gnade Gottes dieses Werk objektiv zu sehen.
Die Änderungen der Lehre schon in den frühen Tagen und die vielen Änderungen, die in
den Jahren folgten, wurden von mir selbst gebetsvoll gesehen, sie wurden nicht als vom
Herrn "nötig", sondern als von ihm "erlaubt" angesehen.
Es war im letzten Teil der Präsidentschaft von Bruder Rutherford, daß ich begann, den Kurs der Gesellschaft irgendwie zweifelnd zu betrachten. Später auf der Hauptversammlung in Washington 1935, als er den Brüdern sagte, der Wachtturm würde nun der Kirche weniger Aufmerksamkeit schenken, zugunsten der Neuen Klasse, die man dann Jonadab-Brüder nannte, begann ich zu erkennen, daß ein Mißverstehen des Vorhabens des Herrn das Werk unter der Leitung von Bruder Rutherford zu bestimmen begann. Nach seinem Tode und als Bruder Nathan Knorr in sein prominentes Amt gewählt wurde, schrieb dieser mir, daß er wüßte, wie freimütig ich mit Bruder Rutherford verbunden war und er sagte, er würde froh sein, wenn dieses weiter so sein würde zwischen ihm und mir, wenn ich fühlen würde, daß irgend etwas geschrieben werden müßte. Einige Dinge gingen vorüber, von denen ich glaubte, sie würden ihm dienen sowie den Brüdern um ihn, aber sie wurden als unannehmbar betrachtet. Als die Hauptversammlung 1947 in London abgehalten wurde, entfachte Bruder Knorr einige Aufregung um mich, als einen, der die Brüder verwirrt. Mir wurde nicht gesagt, um was es eigentlich ging, ich verneinte und sagte, es könnte niemand gefunden werden, dessen Glauben und Dienst für die Gesellschaft ich beeinträchtigt hätte. Aber es wurde eine Zusammenkunft angesetzt, um meinen Rücktritt zu erreichen und jedes Glied des Rates dieser Zusammenkunft stellte sich auf Bruder Knorrs Seite. Er erreichte, was er wollte, und ich begann des Herrn Wille in dieser Sache zu sehen.
Da ich fortfuhr nachzudenken und einiges zu schreiben, was an den Präsidenten zu gehen hatte, begann ich zu erkennen, daß mir der Herr etwas gab, was sicherlich dienlich wäre, die Brüder zu erleuchten, und das nicht nur innerhalb der Organisation, sondern für sein ganzes Volk. Mein Lesen, Beten und Nachdenken führte mich zu klarer Erkenntnis über das Wort des Herrn bezüglich seiner Wiederkunft und zu dem, was ich nun in seiner Nacktheit sah, "das Dogma von der unsichtbaren Wiederkunft" Das Fallenlassen dieses Dogmas war wie das Zurückwerfen eines schweren Vorhanges. Das Licht machte das Vorhaben der Offenbarung des Herrn an Johannes klar, und auch die große Prophezeiung auf dem Ölberg. Das Dogma hatte uns veranlaßt, unsere Blicke vergangenen Ereignissen zuzuwenden oder zurückzuschauen, während die Schrift vorwärts weist auf Dinge, die kommen sollen.
Das Öffnen der Schrift durch Bruder Russels Dienst war kein Beweis der Wiederkunft des Herrn, wie wir gelehrt wurden, zu glauben. Wäre sein ganzer Dienst vom Herrn gewesen, dann wären die ernsten Änderungen in den Lehren über seinen Bund nicht nötig, noch würden Irrtümer in den chronologischen Feststellungen erfolgt sein, und vielleicht noch etwas schwerwiegender, die umwölkende Wirkung der unsichtbaren Gegenwart, das Dogma der geheimen Parusia, wäre nicht entstanden und eine Barriere gegen das Licht des Wortes Gottes geworden und zur Ursache des Abfalls, wie es sich erwies.
Es kam durch die Ereignisse auf der
Hauptversammlung in Philadelphia Ende 1947, die mich erkennen ließen, daß die
Gesellschaft unter ihren Direktoren abgewichen ist vom Pfad, der für sie in den ersten
Tagen eröffnet wurde. Eine Resolution wurde von der Versammlung zur Annahme gebracht, die
die Gesellschaft an die Deklaration band, der Herr Jesus sei 1914 im Himmel als König
über die ganze Erde inthronisiert worden. Wer errettet werden wollte, müßte diese
Deklaration glauben. Es entstand eine Situation vergleichbar mit dem, was Paulus in seinem
Brief an die Galater (Gal. 5-4) sagte. Als das zur offiziellen Lehre der Gesellschaft
gemacht wurde, wußte ich sehr gut, daß alles, was ich schrieb, und was zum Präsidenten
gehen mußte, nur noch weitere Feindseligkeiten verursachen würde. Ich schrieb aber
weiter und wartete auf den Herrn. Die Entscheidung des Präsidenten, daß ich das Bethel
zu verlassen war die Führung des Herrn für mich. Meine Veröffentlichungen folgten und
schon sind einige Brüder froh durch das, was ich schrieb.
Mit Dir im Dienste Jesu verbunden
J. Hemery"
Dazu schreibt ein Bruder:
Wenn man den Brief von J. Hemery durchdenkt, erkennt man zwei
Hauptpunkte, die der Anlaß wurden, daß er sich von der WTG abwandte, die auf einen
unbiblischen Weg geraten ist. Bruder J. Hemery erkannte, daß es nicht stimmt, wenn die
WTG lehrt, daß Christus seit 1914 irgendwie unsichtbar und somit geheim "oben im
Himmel" über uns wiedergekommen sei, und in dieser Eigenschaft der einzige
rechtmäßige Herrscher über die ganze Erde sei. Zweitens war es ein Irrweg, daß die WTG
sich seit 1935 vom Überrest oder der Herauswahl weitgehend abwandte, um eine irdische
Klasse einzusammeln Die Schrift verbietet es direkt, eine andere Hoffnung als Evangelium
vom Reiche Gottes zu verkündigen als die himmlische. Lies hierzu sorgfältig Galater 1:
8, 9, Epheser 4:4, 6, Johannes 14:1-3, Philipper 3:20 und 1. Korinther 4:6.
Irrtümer und falsche Chronologien, die Bruder J. Hemery erwähnt sind u. a. die
Harmagedonfestsetzung auf 1914 und 1925 durch Russel und Rutherford Es erschien ihm
unmöglich, daß dies erfolgen könnte, wenn Christus seit 1914 unsichtbar gegenwärtig
ist und das Werk leitet.
Deutlich kann man hier auch die Strategie und Taktik der WTG-Führung erkennen. Bekanntlich begann WTG-Präsident Rutherford seit 1919, eine sogenannte theokratische Ordnung unter den Zeugen Jehovas einzuführen. Das beinhaltete, die alten Bibelforscher in Zeugen Jehovas umzuwandeln, was Anfang der dreißiger Jahre erreicht war, als auch der Name geändert wurde. Das war nicht nur eine äußerliche Erscheinung, nicht nur eine Namensänderung. Das war verbunden mit einer tiefgreifenden inneren Wandlung aller WTG-Anhänger. Es war das Ende des selbständigen und echten Bibelforschens gemäß Apg. 17:10, 11 unter den Anhängern und der Übergang zum bedenkenlosen Glauben, Befolgen und Verkündigen, was die WTG-Führung aus der Bibel "erforscht" hatte. Nur vor diesem Hintergrund ist es verständlich, daß die meisten 'WTG-Anhänger 1935 die bibelwidrige Jonadablehre einer jetzt als Evangelium zu verkündenden irdischen Hoffnung als schriftgemäß annahmen. Es forschte keiner mehr ernsthaft selbst in der Bibel, um den Willen Gottes zu erkennen. Es war für die WTG dann nicht schwer, die Brüder zu entfernen, die an der Schrift in dieser Sache festhielten, und ihren Einfluß auf die WTG-Organisation zu unterbinden. Denn sie hatte schließlich den gesamten Publikumsapparat der WTG in der Hand, von dem man die Anhänger inzwischen völlig abhängig gemacht hatte.
Besonders bedeutsam ist die Feststellung von Bruder J. Hemery, daß es nach Galater 5:4 bedeutet, aus der Verbindung mit Christus ausgeschieden zu sein, wenn verkündigt wird, Christus sei seit 1914 der einzig rechtmäßige Herrscher über die Erde. Denn das führt in eine politische Irrlehre, die jedes sozial-revolutionäre Handeln verhindert.
Leider hat auch Bruder J. Hemery nicht diesen tiefsten Hintergrund der
WTG-Lehren nach 1914/18 erkannt J. F. Rutherford war von Anfang an ein Mann der
amerikanischen Regierung, wie Marley Cole in seinem Buch "Jehovas Zeugen", S.
220 (Rutherford-Biografie) 1956 enthüllt. Cole schrieb das Buch im Einvernehmen mit der
WTG. Rutherford stand unter der Protektion amerikanischer Senatoren und
Kongreßmitglieder. Zu ihnen gehörten USA-Senator George L. Wellington und
USA-Kongreßmitglied B. B. Dovener. Die WTG war im ersten Weltkrieg zusamrnengebrochen Es
war Rutherfords Aufgabe, aus ihr etwas zu machen, was nun auch der amerikanischen Politik
nach dem Weltkrieg nützlich wäre. Das war die Umstellung der ganzen WTG-Organisation auf
die irdische Rutherfordlehren.
Möge auch dieser CV-Bericht über Bruder J. Hemery alle verantwortungsbewußten Brüder
und Schwestern überall zum Nachdenken anregen.
C. Th.
Interessante Mitteilungen
Werbung durch Leiden oder
Mit welchen Mitteln die WTG versucht, ihr Wachstum zu
fördern
Verfolgungen der Zeugen Jehovas, wie sie jetzt in Malawi
zutage traten, sind der Leitung der WTG sehr willkommen, weil sie mit ihnen eine
zugkräftige Propaganda treiben kann. Dies bestätigt schon W. J. Schnell in seinem Buch
"Dreißig Jahre Sklave des Wachtturms". "Als am Anfang der 30er Jahre das
Interesse für die WTG zu erlahmen drohte und der Literaturabsatz sank", so schreibt
er, "bediente man sich einer neuen sensationellen Werbemethode, um die Aufmerksamkeit
der Menschen zu wecken. Man verstand mit Hilfe von Büchern und Broschüren eine Art
Kriegszustand zu schaffen. Man war bemüht, hierbei den Eindruck zu erwecken, als werde
man verfolgt. Man wählte damals den Staat New Jersey als besonders geeignetes Gebiet aus,
um dort Märtyrer zu bekommen. Die dortigen Verkündiger mißachteten gesetzliche
Vorschriften für den Schriftenverkauf. Die Behörden reagierten darauf prompt, wie
gewünscht. Es gab Verbote, Übertretungen der Verbote, Verhaftungen, Gerichtsprozesse.
Das Gewünschte war erreicht, die Werbung konnte beginnen. Durch Nichtbeachtung der
gesetzlichen Vorschriften, provozierten sie Gerichte, daß diese gar nicht anders konnten,
als ihnen die ersehnte Märtyrerkrone in Form von Geldbußen und Gefängnisstrafen
aufzusetzen."
Die Leitung hätte die Möglichkeit gehabt, sich auf gewisse Verfassungsartikel zu berufen, um ihr Recht auf unzensierte Schriftenkolportage zu sichern. Aber sie machten davon keinen Gebrauch, "weil die Gerichtsprozesse den gewünschten Nimbus der Märtyrerschaft" erzeugten. "Das hatte großen Werbewert und brachte uns manche Sympathien ein". (Seite 96 ff). "Aus dem gleichen Grunde wurden von ihnen Gewalttätigkeiten provoziert - durch Belästigungen, Aufdringlichkeiten, Beleidigungen und Beschimpfungen." Natürlich alles mit biblischer Garnierung. "So verschafften sie sich den Ruf einer Minderheit, die in Ausübung ihres Glaubens verfolgt wird." (S. 106). Gewalttätigkeiten gegen Verkündiger der ZJ erregten Aufsehen. Das wiederum führte zu Schlagzeilen in der Presse und ergab "eine ausgezeichnete und billige Reklame".
Wie weit die Organisationsleitung sich bei ihren Weisungen an die einzelnen Organisationsmitglieder, gewisse staatliche Gesetze zu mißachten, weniger durch vorgeschobene Bibeltexte leiten läßt als durch das Motiv, die Brüder in Konflikte zu treiben, um sie zu Opfern von Volkszorn, Justiz und Übergriffen zu machen, um daraus Kapital für die Reklame schlagen zu können, ist ein Geheimnis, das nur die Männer der Zentrale in Brooklyn erklären könnten.
Dazu schreibt der Jurist Erwin Fischer kritisch in: "Die Religionsfreiheit und die Zeugen Jehovas" in der von Dr. Szczesny herausgegebenen Zeitschrift "Vorgänge" (1968, 5) und kommt zu der Feststellung: "Offenbar kommt es der Organisation der Zeugen Jehovas in dem hartnäckigen Widerstand gegen den Ersatzdienst darauf an, Märtyrer zu machen." Er zitiert aus einer Studie von Charley P. Curtis jr. über den Supreme Court der USA, welchen Eindruck dort die Gerichtsverfahren gegen Zeugen Jehovas, etwa wegen Verweigerung des Flaggengrußes, hervorrufen:
"Aus allem geht hervor, daß die Zeugen gut organisiert sind, einen gewissen Lebensunterhalt verdienen und darauf aus sind, sich zu Märtyrern zu machen. Vielleicht kann das Märtyrertum schon an sich als Religion betrachtet werden. Die Zeugen sahen ganz. danach aus, als ob sie enttäuscht wären, wenn sie nicht zum Flaggengruß herangezogen und nicht verhaftet würden."
Aus diesen Mitteilungen sollte jeder erkennen, daß die Leitung immer
darauf aus war und noch ist, irgendwie Märtyrer zu schaffen, um sich als einzige wahre
Kirche darzustellen. Es liegt nun an jedem Bruder oder Schwester selbst, sich vor Schaden
zu bewahren, denn was die Organisationsleitung verlangt, ist niemals Gottes Wille, sondern
dient einzig und allein dem WTG-Direktorium.
H. St.
Wiesbaden: Wir reden nicht mehr öffentlich über 1975
Ein westdeutscher Bruder berichtete uns; während der zweiwöchigen
Königreichsdienstschule im Zweigbüro, erhalten die Aufseher die Instruktion, im
öffentlichen Predigtdienst nicht mehr über 1975 zu reden.
A 5005-69 V 7 1 133