Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
Nun haben wir aber 1980, das Ende des gegenwärtigen
Jahrzehnts der 70er Jahre erreicht!
Damit ist wieder erwiesen: Wer der WT-Endzeitverkündigung glaubt, steht
am Ende selbst als der Getäuschte und Betrogene da. Es genügt nach 5. Mose 18:20-22
schon eine einzige falsche Prophezeiung im Namen Gottes! Bei der WTG sind es schon ein
halbes Dutzend allein an falschen Terminen im Namen Gottes.
Hätte man in den siebziger Jahren auf die WT - Weltendeverkündigung gehört, gäbe es heute keine Olympischen Spiele. Wahrscheinlich würde ein Sturm der Entrüstung des Weltsports sie von ihrem "Wachtturm" herunterfegen! Als ein unglaubwürdiges Menschenwerk!
Einige werden bestimmt ablenken durch Hinweis auf die
Worte der Schrift: Denn die leibliche Übung bringt wenig Nutzen (1. Tim. 4 :8).
Das ist wirklich nur ein Ablenken. Denn der Apostel hatte dabei nicht den
Sport im Sinn, sondern Lügenlehrer, die das Heiraten verbieten und Enthaltsamkeit von
Speisen verlangen. Diese leiblichen Übungen hätten wenig Nutzen. Man darf nicht den
schriftgemäßen Zusammenhang zerreißen, was unsere Ablenker aber bedenkenlos tun. So
wurden bisher von der WTG alle ihre Irrlehren und Falschprophezeiungen
"begründet". Man legt etwas in den Text hinein, was überhaupt nicht gemeint
ist.
Wie die Berichte über die olympischen Spiele 1980 zeigen, kommen in Moskau auch Sportler verschiedenster Glaubensauffassungen zusammen. So z. B. Christen, Juden, Buddhisten, Moslems. Im Olympischen Dorf sind Vertreter von acht Religionen akkreditiert. In mehreren eigens dafür vorbereiteten Räumen können Gottesdienste, Gebete und seelsorgerische Betreuung durchgeführt werden. Zu den vielbesuchten Anziehungspunkten gehört auch die Moskauer Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz.
Auch in der sogenannten "neuen Welt" müßte
kulturelles und sportliches Leben und Treiben organisiert werden. Sollen sie doch dann
alle irdischen Freuden geniessen, wovon der Sport für die Gesundheit an erster Stelle
stehen dürfte. Nun hat sich die "neue Welt" auch 1975 wieder als Enttäuschung
und Täuschung erwiesen, so daß dies von niemandem ernst genommen werden kann. Es wäre
schlimm, hätte auch nur ein olympisches Komitee diese Endzeitverkündigung der Zeugen
Jehovas für bare Münze genommen, nicht wahr ?
K. 0.
CV-Beratung in Berlin:
JEDES MITTEL IST RECHT
WIE DIE ORGANISATION IN POTSDAM DIE INQUISITIONS-METHODE DER
BÜCHERVERBRENNUNG ANWENDEN WOLLTE
Ein Erfahrungsbericht
CVN Berlin, April 1980, - Wir setzen hier unseren Bericht von der Beratung
der Studiengruppe Christliche Verantwortung am 26. April 1980 in Berlin fort.
G. H. Gelder für die WTG-Inquisition
Wie immer, war die Beratung auch diesmal wieder durch einige interessante
Erfahrungen geprägt. Einer unserer Mitverbundenen erzählte:
Es war kurz nach der Veröffentlichung des Buches "Die Zeugen Jehovas. Eine Dokumentation über die Wachtturmgesellschaft", Urania-Verlag Leipzig/Jena/Berlin im Jahre 1970. Dieses aufsehenerregende Buch gab es natürlich auch in Potsdam im Buchhandel zu kaufen. Von denen es ausging, was nun auch in Potsdam passierte, sie werden es wissen, wenn sie diesen Bericht lesen.
Unser Mitverbundener, noch Zeuge Jehovas damals erhielt von der Organisation die Auflage, in Potsdam diese Bücher aufzukaufen und ungelesen zu verbrennen bzw. zu vernichten. Immerhin kostete eine solche Dokumentation 11,50 M. Natürlich brauchte er das nicht persönlich zu bezahlen, wer weiß wieviele Bücher das werden würden. Egal, was es kostet, das Geld bekommt er, es werde von der G. H. genommen. Allerdings lief die Sache nicht so, wie sie sollte.
Es steht außer Frage, daß hier Organisationsweisungen von höchster Stelle vorlagen. Wie die Inquisition einst die Ketzerschriften verfolgte und auf Scheiterhaufen brachte, sollte gegen dieses "Blaubuch" vorgegangen werden. Aber damit beweist die WTG nur, wie ernst sie diese Dokumentation nimmt, wie wahr sie ist, wie wirksam!
Wenn das so ist, sagte sich unser Mitverbundener damals, dann muß doch etwas daran sein! So wurde die ganze Geschichte am Ende zu einem Bumerang. Es ist so, wer einen Allein-Wahrheits-Anspruch erhebt wie die WTG, muß zum Inquisitor werden.
Die "Scherflein der Witwe" wurden von der
Organisation ohnehin nie für wirklich Bedürftige verwendet, wie es andere Christen, in
diakonischen und caritativen Werken tun. Hier sollten sie sogar buchstäblich zu der
Vernichtung einer Wahrheit verwendet werden, weil man sie nicht widerlegen kann! Zur
Vernichtung der Wahrheit über die WTG.
Diese Erfahrung war für alle Teilnehmer der CV-Beratung nicht nur
interessant. Sie war eine Beweisführung an sich gegen die Organisation und WTG.
Auch in der BRD
Das "Blaubuch" wurde auch vom Freistühler-Verlag in
Schwerte/BRD herausgegeben, sodaß es als Nachschlagewerk und Dokument auch in vielen
wissenschaftlichen Instituten und Bibliotheken der BRD zur Verfügung steht.
Als z.T. "Hochbrisanter politischer Sprengstoff" werden die Ausführungen und Beweise des "Blaubuches" in der BRD bezeichnet. Da muß die WTG ihre Maske fallen lassen und zu Inquisitionsmethoden greifen.
IN EIGENER SACHE
Liebe Brüder liebe Schwestern
In den letzten Wochen und Monaten haben uns viele Briefe erreicht, von den
Mitverbundenen von CV ebenso wie von Zeugen Jehovas, die um Rat und Hilfe bitten, um aus
den Irrwegen der WTG herauszukommen. Unüberhörbar und oft kam dabei auch der Wunsch nach
der Veröffentlichung von Leserbriefen zum Ausdruck. Diesem Wunsch wollen wir ab unserer
nächsten Nummer entsprechen. Mit Einverständnis der Verfasser der Briefe werden wir
unter " L e s e r z u s c h r i f t e n " interessante Fragen zur Diskussion
stellen. Wir werden auch Lesermeinungen veröffentlichen, die bemerkenswerte Probleme
aufzeigen, auch wenn bestimmte Ansichten mit denen von CV nicht übereinstimmen. C V soll
so in verstärkter Form zum offenen Gespräch beitragen, zu unser aller Nutzen. Schreibt
uns bitte!
EIN MENSCH, DEN MAN NICHT VERGISST
KREISDIENER H e i n r i c h D i t s c h i -
EIN AUFRECHTER VERTEIDIGER CHRISTLICHEN GLAUBENS
Folge 18
Bösartige Unterstellung und geschickt getarnte Rufmord-Taktik!
Es steht völlig außer Frage, daß die WTG von Psychologen, Psychiatern,
erfahrenen Managern und sonstigen Experten aller Schattierungen sachkundig beraten wird,
um mittels ihrer "vergifteten" Speise, dargereicht in "theokratischen"
Publikationen, die Gehirne bestimmter Personenkreise im gewünschten WTG-Sinne zu
beeinflussen. In einer 100jährigen Praxis hat man darin Routine entwickelt, hat sich auf
diesem Gebiet profiliert bis zur absoluten Perfektion !
So ist es weiter nicht verwunderlich, wenn Lobeshymnen auf eine Person sich von der Tiefe her als bösartige Verleumdung oder gar als Rufmord auswirken. Für Außenstehende, die die in ihrer Gefährlichkeit als einzig dastehende Taktik der WTG nicht erkennen, mögen solche Behauptungen Rätsel sein. Aber wer selbst unter dieser angeblich "göttlichen Einrichtung" gedient hat, kennt die Methodik. Im Falle von Bruder Ditschi ist sie leicht nachzuweisen.
Im Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1974, 5,162, Abs. 2
lesen wir folgendes:
Bruder Ditschi hatte viele Jahre unermüdlich in der Untergrundtätigkeit
gedient und war nicht vor Gefahren zurückgeschreckt. Er wurde zu vier Jahren Gefängnis
verurteilt, kam aber nicht wie die meisten seiner Brüder in ein Konzentrationslager,
nachdem er seine Strafe verbüßt hatte.
Das klingt alles plausibel. Ein Außenstehender würde sagen: "Was will denn der Autor ? Die WTG lobt doch den Mann!" Selbst jüngere Zeugen Jehovas werden nicht fähig sein, den "Pferdefuß" zu finden, mit dem einer der besten Mitarbeiter im deutschen Zweig von der WTG in altbewährter Rufmord-Taktik zu Boden getreten wird. Die Feststellung, daß Bruder Ditschi treu und unermüdlich im Untergrund gedient hat, ist ohne Belang. Das weiß jedermann. Die WTG benutzt diese Tatsache als "Aufhänger" für den gewünschten "Todesstoß", was allerdings schwer zu durchschauen ist.
Es ist hier wichtig, die Geschichte der IBV (Internationale Bibelforscher-Vereinigung) und die damalige Zeit zu kennen. Die WTG weiß genau, daß Bruder Ditschi aufgrund seiner Stellung als ehemaliger "amtierender Reichsdiener" einen großen Einfluß auf die älteren Brüder hat. Diese wissen genau, daß man damals nur dann dem KZ entrinnen konnte, wenn man eine bestimmte Erklärung unterschrieb. Diese beinhaltete das Abschwören des IBV-Glaubens inklusive der WTG - Gefolgschaft. Wenn die WTG daher in ihrem Jahrbuch 1974 schreibt: "Er wurde zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, kam aber nicht wie die meisten seiner Brüder in ein Konzentrationslager", so unterstellt sie Bruder Ditschi, daß er trotz seiner Unermüdlichkeit ein Verräter wurde, weil er die von den Nazis gewünschte "Abschwörung des Glaubens" unterschrieben habe.
Mit einer derart unerhörten Unterstellung hat Bruder Diaschi natürlich jeden Einfluß auf treue Gefährten seiner Zeit verloren. Wer möchte schon mit einem "Verräter" Gemeinschaft pflegen? So entpuppen sich die Lobeshymnen der WTG auf den "unermüdlich im Untergrund tätigen Reichsdiener" in Wahrheit als eine Rufmord-Kampagne übelster Sorte. Aber zum Glück sind Zeugen zur Stelle, die diesen ehrenhaften Menschen rehabilitierten, "Ich schwöre vor Gott und Menschen, ich schwöre im Angesicht Jesu Christi, unseres Erlösers, daß mir Bruder Willi Wittkowski aus Heiligenhaus, seinerzeit Versammlungsdiener in Velbert (Rheinland) bestätigte, daß Bruder Ditschi mit ihm zusammen im Konzentrationslager Buchenwald war."
Ebenso sagte mir Bruder Gesink, damals Hilfsversammlungsdiener (oder Schuldiener - ich weiß es nicht mehr genau) der Versammlung Mettmann (Rheinland), als ich dort als Beauftragter der WTG den Vortrag hielt: "Das Geheimnis der Seele lüften", daß Bruder Ditschi wie er in Buchenwald war. Beide Brüder sind im WTG-Glauben bis zuletzt verblieben. Will die Brooklyner Führerschaft auch sie zu Lügnern stempeln ? Diese Brüder sind mir heute noch wertvoll. Ihre Aussagen stellen die Behauptungen des Jahrbuchs 1974 infrage. Somit wäre klar, daß hier über Bruder Ditschi eine Lüge publiziert wurde, mit dem Ziel, den Ruf dieses edlen Menschen in den Dreck zu ziehen Die Wahrheit ist vielmehr, daß Bruder Ditschi bis zum "bitteren Ende" durch den "Frost - Verrat" treu gedient hat und auch die Leiden der "meisten Brüder" eben im KZ Buchenwald geteilt hat.
Aber sein kritischer Geist war der neuen WTG-Führung gefährlich. Daß die H.N.-Knorr-Administration und erst recht die heutige WTG-Führung diesen Mann nicht richtig einzuschätzen weiß, beweist schon die Tatsache, daß sie seinen Namen Ditschi nach wie vor in unrichtiger Weise mit "ie", also "Dietschi" schreibt. Damit beweist sie aber offenkundig, daß sie einen ihrer größten "Helden" (womit sie doch so gerne Reklame macht) nur vom Hörensagen kennt !
Ein dürftiger Abschluß
Über die "Verdienste" von Bruder Ditschi hat das Jahrbuch 1974
dann nicht mehr viel zu berichten. Die WTG bringt es fertig, den jahrelangen Einsatz von
1945 bis Anfang 1954 bis zu seiner "Abtrünnigkeit" mit zwei dürftigen
lapidaren Sätzen zu kommentieren. Wir lesen im Jahrbuch 1974,S.,162 , Abs. 3 folgendes:
Im Jahr 1945, als das Werk wieder aufgebaut wurde, war er einer der ersten, die den
Brüdern als "Diener für die Brüder" dienten. Leider begann er später, eigene
Theorien zu entwickeln und wandte sich von Jehovas Organisation ab.
Wirklich - schäbiger und geschmackloser geht es nicht
mehr. Wenn einer, wie der ganze Jahrbuch-Dienst zeigt, vorbehaltlos mit Feuereifer immer
in vorderster Linie stand, wenn er nach dem Grauen des Faschismus als "einer der
ersten" sofort "Diener für die Brüder" war -, dann sollte er sich
plötzlich o h n e G r u n d einfach von Jehovas Organisation lossagen? Das ist mehr als
lächerlich. Der heilige Name Gottes und der Name seines Gesalbten: Jesus Christus war es,
der Bruder Ditschi veranlaßte, die Trennung zu vollziehen. Selbstverständlich weiß das
die WTG. Aber weil ihr der eigene Nimbus mehr wert ist als der Name Gottes und Christi,
muß sie solche verdienstvollen Menschen, die Gott und Christus respektierten und aus
Gewissensnot heraus handelten, diffamieren. Aber die Zeit ist reift. Gott läßt nicht
mehr zu, daß ihm wirklich treu ergebene Menschen sang- und klanglos in den Schmutz
getreten werden, Das Beispiel Ditschi ist ein Muster dafür.
Erzählt von Hermann Bach, Potsdam
DIE NEUE WELT-ÜBERSETZUNG DER HEILIGEN SCHRIFT
D i e WTG - eine fragwürdige Bibelgesellschaft
W i r p r ü f e n Folge 2
Mit ihrer eigenen Bibelübersetzung, der sog. Neue-Welt-Übersetzung hat
die WTG den Versuch unternommen, sich auch unter die bekannten seriösen
Bibelgesellschaften die Württembergische oder Britische und Ausländische
Bibelgesellschaft einzureihen und aufzustellen. Unser Mitarbeiter setzt seine kritische
Überprüfung der NW und damit des WTG-Anspruchs fort, auch eine seriöse
Bibelgesellschaft zu sein.
Philipper 1:10
Die zweite von uns ausgewählte Schriftstelle soll Philipper 1:10 sein.
Der griechische Text lautet: "eis to dokimadsein ymas ta diaferonta,
ins ete eilikrineis kai sproskopoi eis emeran Christu"
Genau heißt das: "zu (einem Zweck) das prüfen euch (ihr) die (das)
worauf es ankommt auf daß ihr lauter und schuldlos auf (zu etwas hin) den Tag
Christi".
Der NW-Text lautet dagegen folgendermaßen: "damit ihr euch der
wichtigeren Dinge vergewissern mögt, um bis zum Tag Christi lauter zu sein und nicht
andere zum Straucheln zu bringen."
Auch hier wieder ein ganz anderer Wort - laut und damit. auch ein ganz anderer Sinn. Aus der Aufforderung, kritisch zu prüfen , worauf es ankommt, wird ein unkritisches Prüfen der wichtigeren Dinge. Demnach gibt es gemäß WTG-Ansicht offensichtlich wichtige und wichtigere Dinge.
Manipulation am Grundtext
Die sog. "wichtigeren Dinge" - soll damit etwa die zum
"Feld- und Königreichsdienst" antreibende WT-Literatur gemeint sein ? Jeder
Verkündiger soll ja seine ganze Zeit und Kraft für diesen WTG-Dienst einsetzen, um
"bis zum Tag Christi" noch viele die "theokratische Organisation
Jehovas" einzusammeln.
Ist es zur "biblischen" Begründung dieses Vorwärtstreibens, daß aus "auf den Tag Christi" ein "bis zum Tag Christi" werden mußte? Diese Manipulation kann am Grundtext nicht gerechtfertigt werden. Alle Verkündiger, die aktiv am Predigtdienst teilnehmen und so die "Königreichswahrheit von 1914" verbreiten, verhindern dadurch gleichsam, daß andere zum Straucheln gebracht werden, indem sie zur Organisation geführt werden. So etwa versteht der Zeuge unterschwellig diese NW-Übersetzung von Phil. 1:10, und glaubt, durch solches Werk von Jehova gerechtgesprochen zu werden. Das ist aber nur WTG-Version und weiter nichts als Werkgerechtigkeit und Heilsegoismus.
Wahrheit aber ist, daß nur durch den Glauben an Jesus
Christus dem Guten und der Liebe so nachgeeifert werden kann, um "auf den Tag
Christi" als lauter und schuldlos erfunden werden zu können.
M. H. / P.
Aus dem "geistigen Paradies"
SELBSTMORD
ZWEI ZEUGEN JEHOVAS GINGEN IN DEN WALD UND HÄNGTEN SICH AUF
Lagerten sich Engel um sie her und schützten sie?
CVN / BILD, 24. Juni 1980. -
Wir erhielten einen Bericht von Jürgen W. Meyer aus Tübingen, BRD. Es
handelt sich um einen Doppelselbstmord in der Versammlung Rottenburg/BRD der Zeugen
Jehovas.
Zwei Rosen
Dem Doppelselbstmord-Bericht wird folgendes Gedicht vorangestellt:
Aus Junitagen
Zwei Rosen, leuchtend frische,
trug sie im dunklen Haar.
Ihr Blick, der träumerische,
voll Glanz und Jugend war.
Das Korn durchlief ein Wogen,
am Himmel weiß und weit
die Federwolken zogen,
es war zur Junizeit
Evi und Sybille
Der Bericht von Jürgen W. Meyer lautet:
Zuerst fanden die Väter die zwei blauen Zündapp-Mofas von Evi und
Sybille. Dann fanden sie die Kinder: Erhängt an einem Hochsitz, 500 Meter vom
Schützenhaus entfernt. Evi hielt noch eine Rechnung in der verkrampften Faust: Für den
Strick, mit dem sie Selbstmord begangen hatten.
Sybille hielt auch einen Zettel in der Hand: "Wir
wollen gemeinsam in Rottenburg beerdigt werden."
Zwei junge Menschen haben Selbstmord gemacht. Keiner weiß: Warum? Sie
waren unzertrennlich gewesen, die 15jährigen Realschülerinnen. Beide dunkelblond, beide
die Haare offen, bis herunter zur Schulter. Man hätte sie für Schwestern halten können.
Die Eltern von Evi und Sybille waren in einer Sekte mit strengen Regeln: Evi und Sybille durften nicht in Diskos, mußten auf der Straße Sektenzeitschriften verkaufen und regelmäßig in die "Versammlung"
Am 10. Mai zogen Evis Eltern aus Rottenburg weg - die
Unzertrennlichen wurden getrennt. An ihrem Todestag sah man sie noch einmal zusammen. Sie
kauften einen Strick. "Für die Eltern", haben sie gesagt.
Am Abend fehlten sie in der Versammlung. Gegen 22 Uhr zogen die Väter und
andere Glaubensbrüder los. Eine halbe Stunde nach Mitternacht fanden sie ihre Töchter. -
Muß man sich da nicht folgendes fragen ?
Wenn der in der Organisation herrschende Geist nicht in der Lage ist,
solche doch wirklich noch zu jungen Menschen vor dem Schlimmsten zu bewahren, ist das dann
etwa nicht ein Geist der Ohnmacht und des blossen Behauptens anstatt ein Geist Gottes ?
Wo lagern sich denn tatsächlich Engel um die
Verkündiger her, um sie zu beschützen? Wird das nicht auch allen bloß eingeredet?
Beweisen nicht alle Vorkommnisse in und mit der Organisation, daß Jehovas
Zeugen in Wirklichkeit vor nichts bewahrt sind ? Daß es sie treffen und ereilen kann, wie
jeden anderen Menschen? Daß darum die Rede vom "Segen Gottes" auf dem Werk nur
allgemeines Geschwätz und Schwärmen ist, das keiner konkreten Überprüfung standhält ?
Daß das Werk der Wachtturmgesellschaft ein reines Menschenwerk ist ?
Unser Denkanstoß
VON DER WTG BEFREIT
DIE FREIGEWORDENEN CHRISTEN IN UNSEREM LANDE Folge 2
Weiterhin wachsam
Freie Christen kennen den Ausspruch Jesu aus Matth. 24:24, wo es heißt,
das falsche Christusse und falsche Propheten auftreten werden und wenn es ihnen gelingen
würde, werden sie selbst die Auserwählten verführen. Sie wissen auch, woran man solche
falschen und heuchlerischen Propheten erkennen kann, nämlich daran, "ob das, was sie
sagen, auch eintrifft." 5. Mose 18:20-22
All die Jahrzehnte haben bewiesen, daß die
Wachtturmgesellschaft ein falscher Prophet ist. Deshalb warnen freie Christen vor dieser
Gesellschaft.
Wenn man bedenkt, mit wieviel Bescheidenheit, Genügsamkeit und
Aufopferung die leitende Körperschaft der ersten Christen zur Zeit der Apostel ihr
Predigtwerk durchgeführt hat, und die leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas damit
vergleicht, so kann man ganz beruhigt feststellen, daß die Körperschaft der Zeugen
Jehovas genau das Gegenteil von dem tut, was die frühere Körperschaft unter der
Anleitung Jesu tat.
Zeugen Jehovas gehen an dem unter die Räuber
Gefallenen vorbei
Hier nur einige Schriftstellen zur Information: Apg. 2:42-47, Matth.
10:1-10. Von dieser Bescheidenheit, die in diesen Schriftstellen erwähnt wird, ist bei
der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas nichts mehr zu spüren. All ihr Reichtum
der jährlich für oftmals nutzlose und verschwenderische Vorhaben vergeudet wird, reicht
aus, um Krankenhäuser, Kinderheime, Altersheime zu bauen. Statt dessen bauen sie
hochmoderne Versammlungsstätten, Druckereien, Verwaltungsgebäude und neuerdings
Fernsehsende-Anlagen mit eigenen Studios , in denen die Programme vorbereitet werden.
Rutherford als 2. Präsident der Wachtturm - Gesellschaft, schrieb einmal in einem seiner
Bücher: "Das Radio gehört Jehova". Wäre er heute noch am Leben, würde er die
Dreistigkeit besitzen und behaupten: "Das Fernsehen gehört Jehova". Wir sehen
also, diese Männer sind zu allem fähig, jedes Mittel ist ihnen recht.
Unsere Verantwortung
Dem einfachen Verkündiger reden sie ein: Harmagedon steht vor der Tür.
Es lohnt sich nicht mehr, noch große Anschaffungen zu machen. Sie dagegen raffen das Geld
der ehrlichen Spender zusammen und grübeln darüber nach, wie es wieder angelegt werden
kann, um damit ein Kapital herausschlagen zu können.
Wer ständig von Harmagedon redet und stets an Bescheidenheit erinnert, selbst aber nicht danach lebt, ist in unseren Augen ein Betrüger. Weil wir besonders seit dem Jahre 1970 das wahre Gesicht der Wachtturm-Gesellschaft noch deutlicher erkannt haben, werden wir alle freien Christen noch intensiver vor der Wachtturm-Gesellschaft warnen, damit vielen Aufrichtigen so manches Leid erspart bleibt.
Als freie Christen sind wir vor Gott und unseren Mitmenschen dazu verpflichtet. Das ist unser Standpunkt. Die freigewordenen Christen werden immer zahlreicher, auch in der DDR. Sie alle sind denselben Leidensweg gegangen und durch Enttäuschungen klug geworden. Sie haben durch direktes Bibelstudium begriffen, wie unklug es war, einer menschlichen Organisation bedingungslos zu gehorchen.
Man wird an die Verfolgung der Ketzerschriften erinnert
Die Wachtturm-Gesellschaft behauptet, wer ihre Gesellschaft wieder
verläßt, kehrt zur Welt Satans zurück. Bei freien Christen schreiben sie noch eine ganz
besondere Behandlungsweise vor. "Im Königreichsdienst" XI/75 heißt es hierzu:
"nicht mit einem solchen zu sprechen, gilt auch, wenn Personen, die Spaltungen
verursachen wollen, uns Lesestoff senden oder überreichen würden. Ihre Mitteilungen zu
lesen, wäre das wie ihnen unser Ohr zu leihen. Wenn wir solche Personen nicht in unser
Haus aufnehmen und sie auch nicht grüßen, wie könnten wir ihre schriftlichen
Äußerungen zur Kenntnis nehmen wollen, auch nur informationshalber ? Wann wir solche
Personen abweisen, ohne mit ihnen zu sprechen, so vernichten wir auch ihre schriftlichen
Äußerungen ungelesen, um nicht teilzunehmen an ihren bösen Werken."
Man wird an die Verfolgung der Ketzerschriften im Mittelalter erinnert. Andererseits muß man sich informieren, weil man bei anderen Menschen auf diese Schriften stößt und darauf antworten muß
Schmutzkübel und Schmähungen
Freie Christen, die die Wachtturm-Gesellschaft hier in Wirklichkeit
treffen will, sind in Wahrheit ernste Bibelforscher, die aufrichtig bemüht sind,
richtigzustellen , was die Wachtturm-Gesellschaft in all den Jahren falsch darstellte. Man
kann sich gut vorstellen, daß die Wachtturm-Gesellschaft nicht darüber erfreut ist. Die
zurückliegenden Jahrzehnte zeugen davon, man mit solchen Wachtturm-Anhängern um als sie
sich gegen die Bibelfalschauslegungen der Wachtturm-Gesellschaft auflehnten.
In den Büchern: "Licht", "Rechtfertigung" und "Bewahrung" kann man es nachlesen. Darin werden sie beschimpft und verächtlich gemacht, nur weil sie die Bibelfalschauslegungen nicht anerkennen wollten.
Man bezeichnete sie wie gesagt als
"Egoisten", die auf der Speise des Herrn " mit Füßen herumtreten".
Man stellte sie als Handlanger des Teufels hin. Als "riechende Böcke, die hochnäsig
und faul sind". Wer solche Schmutzkübel über ehrliche Bibelforscher auskippt, die
bemüht sind, Falsches richtigzustellen, der muß schon sehr abgebrüht und schamlos sein.
Titus 3:2 verbietet dem Christen, jemanden zu schmähen. Aber das kümmert die
Wachtturm-Organisation nicht. Trotzdem werden diese ehrlichen Bibelforscher und
freigewordenen Christen ihrem Grundsatz treu bleiben und der Wahrheit die Ehre geben.
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Liebe Brüder
liebe Schwestern
ERWARTET UNSERE SONDERAUSGABE 1980 -
EINE DOKUMENTATION ÜBER 100 JAHRE Falsch - Prophetie und Lüge der WTG
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DER BESTE LEBENSWEG?
ERFAHRUNGEN MIT DEN PRAKTIKEN DER WTG
Nicht nur Autofahrer kennen das unangenehme Erlebnis, wenn man auf ein
bestimmtes vielversprechendes Ziel zufährt und auf dem Wege dorthin durch Umleitungen,
Sperrschilder, Abzäunungen, Gebote und Verbote immer wieder gehindert wird, anzukommen.
Schließlich, nach langen, vergeblichen Versuchen, gibt man auf und steckt sich ein neues
Ziel. Denn die Auswahl ist groß und wir dürfen wählen.
Ein solches Erlebnis ist unangenehm, aber schon bald vergessen. Erschreckend und dauerhaft belastend jedoch ist es, in geistiger Hinsicht, ein verlockendes Ziel gezeigt zu bekommen und dann auf dem Weg dorthin in einen Irrgarten von Vorschriften, Mahnungen und Einschränkungen zu geraten, einen Irrgarten, der, je weiter man in ihm vordringt, immer weniger Gelegenheit zur Rückkehr gibt. Genau dieses verlockende Ziel und den dann folgenden fast ausweglosen Irrgarten bietet die Wachtturm-Gesellschaft den Menschen "auf der ganzen bewohnten Erde", indem sie sich u.a. auf Matth, 24:14 beruft, indem sie jeden, der sich ihr anschließt, zwingt, alle Brücken hinter sich abzubrechen.
Vom Anfang ihres Bestehens an und verstärkt in den letzten drei Jahrzehnten, betätigt sich die WTG als eine raffiniert gelenkte Werbungs- und Manipulationsmaschinerie, die ihre Erfolge nicht durch vielfältige, abwechslungsreiche Veröffentlichungen erzielt, sondern durch relativ wenige Bücher, Broschüren und Zeitschriften, die dafür in riesenhaften Auflagen gleich einem giftigen Regen alles überschwemmen, jede entgegenstehende Meinung ertränken wollen.
Aber so stellt sich dem ehrlichen Christen, dem tätiger Glaube wichtiger ist als alle Institution und Organisation, die WTG auf den ersten Blick, bei der ersten Begegnung, nicht dar. Grundprinzip ist, durch Vorspielungen, durch Trost der Beladenen und Leidenden anzulocken und dann in großer Menge immer die gleichen Verkehrtheiten zu verbreiten, bis jedes eigene Denken aufgegeben wird, bis sich der Interessierte oder der Getaufte, erschlagen von der Monotonie der Lehre und der Hartnäckigkeit der Beeinflussung unterordnet, nicht etwa Jehova, der als Aushängeschild verwendet wird, sondern der WTG.
Das vielfach erprobte Rezept der Werbemethoden aus dem Geschäftsleben hat inzwischen schon zahlreiche Erfolge gebracht, so wenigstens weist es die Statistik der WTG alljährlich in ihrem Jahrbuch aus. Geschwiegen wird vorsichtshalber über die, die zunächst auf den Werberummel hereinfielen und dann erkannten, daß das versprochene Ziel nur ein Werbetrick war. So manchem gelang es, wieder zu sich selbst und zu einem wahren Glauben zurückzufinden.
Über viele Jahre habe ich sehr aufmerksam das Tun und Treiben der WTG und ihrer "Jünger" miterlebt und beobachtet. Es geschah zunächst aus der ehrlichen Überzeugung heraus, daß hier ein gutes, nützliches, ja, das einzig richtige Ziel, der einzig richtige Weg, aufgezeigt wird. Doch nach der Taufe, die endgültige Zuordnung und somit Unterordnung bedeutete, kam die Ernüchterung, die Erkenntnis, daß bei aller Ehrlichkeit der einfachen Angehörigen der WTG dieser ein unmoralisches, ein verbrecherisches Spiel getrieben wird.
So, wie es in der Geschichte nicht selten Fall war und ist, wurden die Lehren Bibel von machtgierigen Menschen verwendet, um sich Einfluß, Ansehen und die Herrschaft über viele zu sichern. Mag der Beginn der WTG noch manches subjektiv Ehrliche in sich getragen haben, geblieben ist davon nichts, nicht einmal ein Staubkorn im Wind.
Ich habe das Glück, verschiedene Literatur der WTG aus den letzten Jahrzehnten zu besitzen und habe begonnen, sie zu vergleichen. Auch das ist eine Möglichkeit, die die meisten Zeugen nicht haben, weil ihnen Literatur über einen längeren Zeitraum gar nicht zur Verfügung steht. Sie sollen ja auch nicht vergleichen und nachdenken, nachdem ihnen das die WTG "mit christlicher Fürsorge" abgenommen hat. Ja, es ist ein wahres Trommelfeuer immer der gleichen Ideen, das auf Jehovas Zeugen herunterprasselt. Dabei übersehen sie dann, wie geschickt sich die WTG den jeweiligen politischen Erfordernissen, besonders in den USA, anpaßt.
Als im vergangenen Jahr das Buch "Wähle den
besten Lebensweg" freigegeben wurde, da konnten sich dem aufmerksamen Leser nur die
Haare sträuben.
Raffiniert wurden in den Text, der auch nicht die Andeutung von Gefühl
oder christlicher Herzlichkeit besitzt, Bibelstellen eingestreut. Die außerdem
angegebenen Bibel-Textstellen, die der Zeuge Jehovas selbst heraussuchen und lesen
müßte, werden meist nicht geprüft. Auch das ist Vorausberechnung. So mancher
Studiengruppenleiter, mancher älterer Bruder sagte, daß solches Nachprüfen doch auch
unnötig sei. Mit großer Freimütigkeit wurde dann festgestellt:
"
denn das, was die leitenden Brüder in Brooklyn sagen und
schreiben, ist das Wort Jehovas!"
Diese Meinung bestätigt mir einmal mehr, daß die WTG es perfekt
versteht, sich Jehova gleichzusetzen, sozusagen "Gott-Ähnlichkeit" zu
verkörpern. Und Hunderttausende, Millionen traben, ohne sich darüber Gedanken zu machen,
hinter dieser Macht her, sind gezwungen, den Glauben und die Bibel durch ein kritikloses
Vertreten der WTG-Lehren in Mißkredit zu bringen. Die einfachen Zeugen Jehovas wurden in
einen "Irrgarten des Glaubens" gelockt und werden nun mißbraucht.
Viele sympathische, fleißige Menschen kenne ich unter den Zeugen Jehovas. Doch die geringste kritische Bemerkung hinsichtlich der WTG-Schriften oder zu bestimmten Verhaltensweisen mit denen man nicht über stimmt, lösen fanatischen Widerspruch aus. Mit allen Mitteln wird der nun einmal eingeschlagene Weg eingehalten, koste es, was es wolle. Diese Hörigkeit ist es auch, die die WTG bezweckt. Wer sich duckt und demütigt, nicht vor Jehova, sonder der WTG, ist bequem. Und in dieser Haltung braucht man nur immer wieder die Zeugen zu bestärken, muß sie in Atem halten, damit sie nicht links und rechts sehen. Und noch etwas hat die WTG fast perfekt erreicht Die meisten Zeugen sind so beeinflußt, abhängig, daß sie ihre Unterdrückung und Manipulation durch die WTG für das beste und glücklichste Los auf der Welt halten.
Aus dieser Haltung heraus verteidigen sie sich und die WTG und erst wenn ein schwerer Schlag, ein tiefgreifendes Erlebnis sie aufrüttelt, erschüttert, werden sie wach und - stehen vor dem Chaos, das die WTG anrichtete. Nur wer Distanz hat zu den Lehren, zu den Dogmen der WTG, erkennt auch das ganze Ausmaß des Machtegoismus und der politischen Ränke der Brooklyner Leitung. Dieses ganze Gebäude der WTG erinnert an eine besonders geschickt installierte Zauberei, an den Medizinmann-Kult primitiver Völker. Denn nur durch Unwissenheit, durch Ablenkung, durch Angst vor der Zukunft und völlige Hörigkeit vermag ein Medizinmann zu herrschen. Was ist bei der WTG anders ? Sie läßt, so zeigt auch das obengenannte Buch, keine Wahl, sich für einen Weg zu entscheiden. Sie schreibt vor, befiehlt, ordnet an ! Und wehe dem, der sich als getaufter Zeuge nicht beugt. Er wird beiseitegeschoben, geschnitten, ausgeschlossen und mit späterer Vernichtung bedroht, kurz gesagt, psychologisch gefoltert.
Das System ist scheinbar vollkommen organisiert, von der lockenden Darstellung der Zukunft, über die Arroganz des Allein-Anspruchs auf Rettung bis hin zur Todesdrohung für die, die zu denken wagen! Aber das ist nur die eine Seite der Medaille, denn da ist auch die große Zahl derer, die den falschen Propheten verlassen haben und verlassen. Und da sind verräterische Textstellen in den neuen Büchern.
Da wird es als "der beste Lebensweg" empfohlen um jeden Preis seinem Arbeitgeber zu gehorchen und sei dieser noch so ungerecht und tyrannisch. Da werden Bibelstellen solange hin- und herinterpretiert, daß z.B. am Ende nichts mehr von dem übrigbleibt, was die Bibel wirklich zum Verhältnis von Mann und Frau zueinander festlegt, sondern nur noch ein Sklavendasein der Frau in der Familie. Da werden arbeitende Menschen mit Sklaven verglichen und es wird ihnen empfohlen, diese Stellung um keinen Preis aufzugeben. Da wird in bösartiger Manier davor gewarnt, sich auch nur andeutungsweise sozial zu betätigen, es sei denn in der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas.
Es gibt in diesem Buch über den besten Lebensweg kein
Kapitel, das nicht widersprüchlich oder verfälscht oder in anderer Weise bibelfeindlich
ist - eine schlimme Bilanz.
Und: Es ist ein Anlaß, nachzudenken und noch tiefer in dieses ganze
Gebäude der Lüge einzudringen, denn in allen Bereichen in denen die WTG eine Rolle
spielt, gibt es Unwahrheit, Glaubensmißbrauch, Unterdrückung. Anhand der Literatur der
gedruckten Vorschriften der WTG man Stück für Stück die schützenden Hüllen, die diese
Organisation umgeben, herunterreißen, um den faulenden Kern, das lügnerische Innere
freizulegen.
T. G.
In der nächsten Nummer von CV : So macht man Jünger!
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PHANTASTEREI
ZWEI GENERATIONEN SIND "VERGANGEN" - DIE PHANTASTEREI WIRD NEU
AUFGELEGT !
"
werden niemals sterben!"
Es ist unglaublich, was die WTG den Menschen zumutet! Zwei Generationen
oder 60 Jahre sind vergangen, da taucht prompt im WT vom 1. Jan. 1980 folgende Schlagzeile
auf;
"Viele der jetzt lebenden Menschen werden nie sterben. Diese
Behauptung ist nicht völlig aus der Luft gegriffen.
Im Gegenteil, es gibt vernünftige Gründe, daran zu glauben."
Ein halbes Jahr vergeht, und wieder lesen wir, jetzt im
WT vom 1. Juli 1980:
"Viele jetzt Lebende werden nie sterben! Des ist keine Phantasterei.
Es gibt vernünftige Gründe, daran zu glauben."
Es war im Jahre 1920. Das für 1914 aller Welt und sich selbst verkündete Harmagedon-Weltende war als falsche Prophetie erwiesen. Die Generation, der das seit 1874 verkündigt worden war, sank ins Grab und "verging". Es galt, aus der verzweifelten Nachkriegsgeneration des ersten Weltkrieges eine neue Generation zu gewinnen. Verzweifelte und Entwurzelte, die jedem Versprechen zunächst glaubten, gab es genug.
Da trat der neue WTG-Präsident, J. F. Rutherford, mit
einem Reißer auf den Plan, wie es ihn in der Welt der religiösen Verkündigung noch nie
gegeben hatte:
"Millionen jetzt lebender Menschen werden niemals sterben!"
In Millionen Exemplaren wurde eine gleichnamige Broschüre von den
damaligen Zeugen Jehovas (Bibelforscher) verbreitet! Sie war als die
"Millionenbroschüre" fast sprichwörtlich geworden, herausgegeben von der
Internationalen Bibelforscher-Vereinigung und von "Der Wachtturm", Brooklyn
1920. Viele Arglose und Verzweifelte wurden in der Tat mitgerissen! Es war wie ein großer
Rausch!
Vernunft? - Vergewaltigung der Vernunft!
Überzeuge dich selbst! Hier ist diese WTG-Vernunft von 1920: Wir lesen in
der damaligen "Millionenbroschüre":
"Wir haben, wie zuvor dargelegt, überzeugende Beweise dafür, daß
die alte Ordnung der Dinge, die alte Welt, zu Ende geht und deshalb gänzlich vergehen
wird; daß die neue Ordnung hereinbricht, und daß das Jahr 1925 Zeuge der Auferstehung
der alttestamentlichen Überwinder und des Beginns eines Wiederaufbaus der zertrümmerten
Weltordnung sein wird; und gestützt auf diese Beweise ergibt sich der vernunftgemäße
Schluß, daß Millionen von Menschen, die jetzt (1920 Anm.) auf der Erde leben, im Jahre
1925 noch auf Erden sein werden. Somit müssen wir, gestützt auf die Verheißungen, die
in dem Worte Gottes niedergelegt sind, zu dem positiven und unanfechtbaren Schluß kommen,
daß Millionen jetzt lebender Menschen niemals sterben werden."
(Seiten 103, 104, Brooklyn 1920).
1925 standen weder die "Fürsten" auf, noch begann 1925 nach einer in "Harmagedon" zertrümmerten "alten Welt" der Wiederaufbau der "neuen Welt". Es war alles eine Riesenenttäuschung, ein Riesenschwindel, aber wehe, wer sich damals gegen diesen Endzeitunsinn erhob! "Überzeugende Beweise" hatten sie in Brooklyn!
Zwei Generationen, 60 Jahre, sind darüber vergangen.
Mit genau den gleichen reißerischen Schlagzeilen kommt man nun nach 60
Jahren wieder! Nur daß man das Wort "Millionen" durch das Wort
"Viele" ausgewechselt hat!
Wider sagen sie: "Vernünftige Gründe"! Wer
wirklich prüft, wie mit dieser Reißerei seit 60 Jahren gearbeitet wird, muß seine
eigene Vernunft vergewaltigen, soll er der WTG ihre neuen Unsterblichkeitsversprechen
glauben!
Ja, es ist unglaublich, was die WTG vernünftigen Menschen zumutet!
A. Z.
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"Christliche Verantwortung" - Herausgeber Wolfgang Daum; DDR
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