Klappentext:
Seit 1876 glauben Jehovas Zeugen, sie leben in den letzten Tagen dieser Welt. Ihr Gründer, Charles T. Russell, liess seine Anhänger wissen, dass die Glieder der Kirche Christi im Jahr 1878 in den Himmel berufen würden und Christus bis 1914 alle Nationen vernichten und sein Reich auf Erden aufrichten werde. Die erste Voraussage erfüllte sich nicht, doch der Ausbruch des Ersten Weltkriegs verlieh der zweiten einiges an Glaubwürdigkeit. Seit jener Zeit verkünden Jehovas Zeugen, das Ende werde "binnen kurzem" hereinbrechen. Inzwischen ist ihre Zahl auf etliche Millionen in 200 Ländern angewachsen. Jedes Jahr bringen sie über eine Milliarde Druckschriften unter die Leute, und sie erwarten auch heute noch das baldige Weltende. In dieser detailreichen geschichtlichen Abhandlung geht es vor allem um die Apokalyptik, aber auch um weitere Themenkreise. Als langjähriges mittlerweile ausgeschlossenes Mitglied legt Penton einen umfassenden Überblick über diese bemerkenswerte religiöse Bewegung vor. Die drei Teile seines Buches gehen das Thema jeweils von einem anderen Aspekt an: dem historischen, dem dogmatischen und dem soziologischen. Einige der behandelten Fragen sind allgemein bekannt, wie die Ablehnung des Kriegsdienstes und der Bluttransfusionen durch die Sekte. Andere drehen sich um Kontroversen im Innern der Organisation und um den Umgang mit Abweichlern in den eigenen Reihen. Bei Penton verbindet sich das Wissen des Insiders mit der kritischen Analyse eines jetzt distanzierten Betrachters. Zusammengenommen ergibt dies eine scharfsinnige Studie eines weltweit um sich greifenden Phänomens.
M. JAMES PENTON ist (jetzt emeritierter) Professor für Geschichte und Religionswissenschaft an der Universität Lethbridge, Alberta (Kanada). Zum Zeitpunkt seines Ausschlusses aus der Gemeinschaft gehörte seine Familie den Zeugen Jehovas in der 4. Generation an.
"Pentons einzigartige Ausgangsposition als welterfahrener Zeuge Jehovas der vierten Generation, der verschiedene Funktionen innehatte, macht ihn zu einem zuverlässigen Informanten. Gekonnt bietet er Einblick in die wichtigsten Lehren, alte und neue Voraussagen, die Machtstruktur der Organisation der Zeugen und die ruppigen Methoden, mit denen alle, die eine abweichende exegetische Sichtweise offen diskutieren wollen, zum Schweigen gebracht werden."
Zeitschrift Christianity Today