Sylvie Freymond und die Verschwörungstheoretiker

Rund ums Thema Zeugen Jehovas

Geschrieben von Drahbeck am 07. September 2002 10:46:10:

Sylvie Freymond und die Verschwörungstheoretiker
Es sei hier einmal auf eine französischsprachige Webseite hingewiesen; wohl wissend, dass die allerwenigsten hiesigen Leser französischsprachiges lesen können. Dennoch dieser Hinweis? Nun, das Internet ist bekanntlich international. Wenn auf einer englischsprachigen Webseite jemand einen ungewöhnlich lauten "Rülpser" von sich gibt, kann man fast sicher sein, das Echo davon auch in deutschen Gefilden zu vernehmen.

Bekanntlich "lebt" der unselige Robin de Ruiter bei seinen noch unseligeren Thesen im besonderem Maße von einem Fritz Springmeier aus den USA. Es verwundert daher nicht, dass diese Thesen auch in französischsprachige Gefilde übergeschwappt sind. Zur Ehre der dortigen sei es aber auch gesagt: Sie fanden auch dort Widerspruch. Eine die diesen Widerspruch im besonderem Maße "im Internet zu Protokoll gegeben" hat, ist Sylvie Freymond, aus dem französischsprachigem Teil der Schweiz. Sie arbeitete heraus, dass diese Verschwörungstheorien so "neu" eigentlich nicht sind. Das sie schon mal in den zwanziger Jahren Hochkonjunktur hatten mit der damaligen Unterstellung, die Bibelforscher würden "von Freimaurern und Juden finanziert". Was dazu im Für und Wieder anzumerken ist, wird auch in dem Buch "Geschichte der Zeugen Jehovas. Mit Schwerpunkt der deutschen Geschichte", im Detail dargelegt. Auch Sylvie Freymond musste erfahren, dass diese Glaubens-Ersatz-Thesen hitzige Kontroversen zur Folge hatten. Nachstehend sei einmal etwas aus ihrer Internet-Einleitung zitiert:

Einführung
Wer sind wir?
Seit mehreren Jahren jetzt arbeite ich (Xavier Martin-Dupont) und ein ganzes Team von freiwilligen Helfern mit Sylvie Freymond zusammen, um eine Vorbeugungs- und Informationsaktion über sektiererische Phänomen zu unterstützen, indem ich die Aktion von Michael Tussier als Diskussionsleiter während seines seit etwa vier Jahren bestehenden Diskussionsforum über Sekten unterstütze.

Im September 98 gerieten wir in Konflikt mit dem ex-Zeugen Jehovas Michel Leblank, mit dem wir bis dahin eine private Korrespondenz unterhielten und mit einigen anderen ex- Zeugen Jehovas, über die Frage der Sekten im allgemeinen und der Watch Tower Bible & Tract Society der Zeugen Jehovas, im besonderen.

Der Konflikt begann damit, dass das Thema Freimaurerei, Okkultismus & Satanismus, kontrovers zur Sprache kam, und einige dabei sich auf vollkommen unüberprüfbare Argumente beriefen, die ergaben, dass sie von einem irrationalem Standpunkt die Sekten und die Watch Tower Society der Zeugen Jehovas im besonderem, kritisierten. Von diesem Zeitpunkt an war auch eine Veränderung des "Charakters" der Betreffenden zu bemerken. Man hatte den Eindruck, grob, zusammenhanglos und haßerfülltem zu begegnen; kurz eine Kloakenrinne öffnete sich und richtete sich nunmehr gegen die ehemals Verbündeten.

"Ich fühlte mich gehandhabt" wenn er nicht in der Spekulation eines gequälten Geistes macht, der im tiefsten Paranoia untergegangen ist. So äußerte sich Michael Tussier. Ihre These die Zeugen Jehovas wären Diener der Freimaurerei und "ihren Befehlen" unterworfen konnten wir nicht zustimmen, ganz einfach, weil wir nie die Freimaurerei als eine Sekte betrachtet haben.

Herr Leblank ist in der Tat der Anhänger einer Theorie der Verschwörung, nach der hinter allen Sekten in Wirklichkeit die Freimaurerei allein in einer Version des Satanisten Léo Taxil operieren würde. Ich führte Nachforschungen durch und bin der délirante Quelle der Behauptungen nachgegangen, die da zwischen der satanischen Freimaurerei und der Watchtower Bibel & Tract Society, gemäß den Werken eines Fritz Springmeier bestehen würden.

Vom privaten Bereich hat sich die Polemik also schnell auf Usenet (newsgroup fr.soc.religion) verschoben, aber im Laufe der Diskussion machte ich geltend, daß der Text "die Freimaurerei die Zeugen von Jehovas" von Michel Leblank, ein typisches Produkt der Ideologie der extremen Rechten ist, von krankhafter Art. Herr Leblank hat indes mit letzter Energie geleugnet , daß eine solche Sache nur möglich war. Und seit ihm seit etwa zwei Jahren die Beweiselemente vorgelegt sind, weigert er sich eigensinnig sie anzuerkennen. Er besteht darauf, einen Text zu benutzen, von dem er den antisemitischen Charakter jetzt nicht ignorieren kann, um sein Marotte von der großen Verschwörung zu nähren, die die ZJ mit der Freimaurerei verbindet.

Eine solche Einstellung ist vollkommen unannehmbar :
Auf moralischen Ebene ist es vollkommen unmöglich antisemitische Texte wiederzuverwenden, um noch heute gegen die ZJ anzugehen, wenn man weiß, wie diese im Nazideutschland der dreißiger Jahre mit todbringend Folgen benutzt wurden - Konzentrationslager, Deportation des ZJ, Morde usw.... mussten sich daraus ergeben.

Auf der praktischen Ebene sind sie kontraproduktiv: Wie ist zu hoffen, sich mit einem ZJ zu unterhalten und ihnen den sektiererischen Charakter Watch Tower Society bewußt werden zu lassen, wenn man gegen sie diese Art délirante Anklage benutzt. Das kann nur bei ihnen die Überzeugung verstärken, daß sie noch immer durch die Welt verfolgt werden, die ihre Organisation immer verteufele.

Man bekämpft die Lüge nicht durch die Lüge, und jene, die solche Verfahrensweisen benutzen, verurteilen sich, früher oder später zu scheitern.

Angesichts der Tatsache, daß Herr Leblank offensichtlich einen Punkt des Unumkehrbarseins erreicht hatte, haben wir beschlossen, über das Internet die urkundlichen Stücke zur Verfügung zu stellen notwendig für die Demontage von diesem bösartigen Delirium.
Xavier Martin-Dupont & Sylvie Freymond mailto:Sylvie.Freymond@etu.unil.ch, Webmasters

Man vergleiche hierzu auch: www.gargouille.info/index.html

Sowie als Detail aus dieser Webseite auch:

www.gargouille.info/Morgen/Kreuz001.html


ZurIndexseite