Re: zeugen jehovas im dritten reich


Rund ums Thema Zeugen Jehovas

Geschrieben von Drahbeck am 08. Juni 2002 16:39:21:

Als Antwort auf: Re: zeugen jehovas im dritten reich geschrieben von Rosario am 08. Juni 2002 14:40:27:

>>Drei sattsam bekannte "Kronzeugen" werden dazu zur Beantwortung herangezogen:
>>Detlef G..., Gerhard B..., Gabriele Y.... Schon diese Mixtur macht deutlich wie die Antwort ausfällt.
>
>Neuerdings kommt auch der Name Introvigne vor, der früher als Zeugengegner angesehen wurde. Heute nach Veröffentlichung seines neuen Buches, wird von vereinzelten Versammlungen für ihn sogar Werbung gemacht.
Das Verzeichnis lieferbarer Bücher weist von Introvigne derzeit nur zwei Titel nach. Eines davon, schon 1998 erschienen, hatte ich auch mal gelesen. Das 1998 (in Deutsch) erschienene Buch "Schluß mit den Sekten! Die Kontroverse über Sekten und neue religiöse Bewegungen in Europa", hat mich ob seiner inhaltlichen Oberflächlichkeit keineswegs "beeindruckt". Am "Gehaltvollsten" in dieser Schrift ist vielleicht noch die Einleitung von Hubert Seiwert, aber keinesfalls das Sammelsurium halbgarer Gedanken, wie sie Introvigne selbst darbietet. Spezifisch auf die Zeugen Jehovas kommt er darin auch nicht zu sprechen.

Stellvertretend sei aus seinem Schlußvotum (S. 128) zitiert, dass in meiner Sicht undifferenzierte Allgemeinplätze repräsentiert, wenn er da schreibt:

"Die Kritik des Zeitgeistes und der Anti-Sekten-Organisationen richtet sich kaum gegen die theoretischen und theologischen Grundlagen neuer religiöser Bewegungen; eine solche Kritik würde ich persönlich - als Katholik - nicht nur teilen, sondern wünschen und fördern."

Er behauptet dann weiter, dass durch Sektenkritik individiuelle Freiheitsrechte eingeschränkt würden. Eine Behauptung, die er ohne jegliche Beweise so in den Raum stellt.

Man müsste ihn im Gegenzug fragen: Wer schränkt denn beispielsweise in Sachen Bluttransfusion die die individuelle Freiheit ein. Doch wohl die Dogmatik und der Gruppendruck der betreffenden Religionsgemeinschaft. Schon an diesem Beispiel wird deutlich, dass das Wort "Freiheit" aus seinem Munde eine glatte Verhöhnung ist. Aber gerade deshalb dürfte er und seinesgleichen für die Totalitaristen in Brooklyn und Selters wohl so "interessant" sein.

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