Re: Cui bono


Rund ums Thema Zeugen Jehovas

Geschrieben von Drahbeck am 14. Januar 2008 21:50:

Als Antwort auf: Re: Alias geschrieben von D. am 14. Januar 2008 19:49:38:

Da kam mir doch mal ein Gerücht zu Ohren. Gerüchte sollen ja nicht zwangsläufig mit erwiesenen Fakten in jedem Fall identisch sein. Nicht selten enthalten sie aber einen bemerkenswerten Kern. So bemerkenswert, dass es im alten „Infolink" sogar eine Rubrik unter der Überschrift „Gerüchte" gab. Da konnte man dann beispielsweise solche Meldungen lesen wie:
Der damalige WTG-Präsident Henschel (und wohl nicht nur er) pflegen mittels von der UNO ausgestellten Diplomatenpässe zu reisen.
Über die Substanz vorgenannten Gerüchtes, mag sich denn so jeder seine eigenen Gedanken machen.

Aber nicht der „Fall Henschel" soll Anlass dieser Replik sein.
Das Gerücht auf das ich jetzt so anspiele besagte. Ein nicht unbekannter Herr (Namen nenne ich nicht). Soziologisch sich dem Mittelstand zugehörig fühlend (ob er es denn tatsächlich auch ist, soll nicht bewertet werden. Sicherlich aber „fühlte" er sich so). Besagter Herr begann eine noch heute bestehende Aktivität. Und siehe da. Andere, aus dem tatsächlichen Mittelstand, waren von selbiger auch beeindruckt. So beeindruckt, dass einer aus dem tatsächlichen Mittelstand, dem vorgenannten Initiator, sogar - zeitweise - ein monatliches Gehalt zahlte (zumindest wollen Gerüchteübermittler das so wahrgenommen haben). Aber welcher Schreck. Das war dann wohl nur eine „Anschubfinanzierung" aber keine Dauerfinanzierung. Das Klagelied kennt übrigens auch schon die WTG. Im Rutherford'schen Opus „Rechtfertigung" kann man da eine einschlägige Aussage nachlesen. Und wie es sich denn immer mehr herausstellte. Der Traum der „Dauer"finanzierung blieb ein Traum, erschlaffte doch das Interesse jenes Initiators zusehend. So zusehend, dass er allerlei Ersatzangebote, die ihm da „vor die Flinte kamen" annahm. Unter anderem das eines Herrn, der sich dazu berufen fühlte die Bill Bowen-Thematik im besonderen aufzunehmen. Kritiker allerdings, zu denen ich mich im besonderen zähle, bemängeln. Besagter Herr hat aber keinerlei Skrupel in einem seinzeitigen, weitgespannten Webseiten-Imperium auch dem Thema Sex und Verwandtes, einen nicht unbedeutenden Stellenwert einzuräumen. Damit war dann wohl der „rechte Bock", zum „Gärtner für die Bill Bowen Thematik bestellt".

Das musste dann wohl auch allmählich - mehr getrieben - vorgenannter „Mittelständler" einsehen, und so bequemte er sich gar noch dazu, vorgenannte Anrüchigkeit - ziemlich spät - zu beenden. Seit diesem Tage betrachte ich mich gegenüber vorgenannten „Mittelständler" als „geschiedene Leute".

A ja, da das mit dem zu kassierenden monatlichen Gehalt nicht mehr so recht klappte, war der nächste Coup angesagt. Ein zünftiger Verein, versteht sich mit zünftigen Mitgliedsbeiträgen, müsse her. Und siehe da welches Glück im Unglück. Da gab es sogar einen die Presse auch erreichenden Selbstmordfall. Das kann man ohne Zweifel als Unglück bezeichnen. Das relative „Glück" war dann wohl, zumindest für den Verein, dass die so Verschiedene diesem Verein ihr Vermögen vermachte. Darüber waren allerdings nicht alle „erfreut". Einige waren gar so erbost, dass eine (damalige) Mitstreiterin des „Vereines Nr. 1" von unbekannter Hand, als Hassaktion die Fassade ihres Hauses ramponiert wurde. Ach ja. Dann stellte sich noch was heraus. Zunehmend mutierte die Spitze jenes Vereines zum „Damenquartett". Und siehe da. Die Vorstellungen der „Damen" erwiesen sich zunehmend als nicht Konformgehend mit denen des „Mittelständlers". Und siehe da. Einige Zeit machte er zwar das „Spiel" noch mit. Dann platzte ihm aber wohl endgültig der Kragen. Und Seine sinngemäße Antwort. Dann macht eben euren „Kram ohne mich".

Auf den Geschmack gekommen, war alsbald der Nachfolgeverein, mit zünftiger Satzung, mit zünftigen Mitgliedsbeiträgen, installiert, und hat sich bis heute durchaus behauptet. Was aber nicht ausschließt, dass auch der Vorgängerverein weiter vor sich „herwerkelt". Der eine mehr in Richtung kirchlicher Anbindung. Der andere eher in die entgegengesetzte Richtung.

Wie der „Mittelständler" noch was zu sagen hatte (hat er jetzt wohl nicht mehr), lies er mir denn verschiedentlich durch seine Attrapen, unter anderem einem „Aldo" beispielsweise, verdeutlichen. Der Markt sei „zu eng". Einer müsse halt „verschwinden". Wer das denn so zu sein hätte war für den „Mittelständler" und Co „ausgemachte Sache". Nun Pech für die Aldo und Co, dass ihre Worte im Winde verhallten.

Das Leben geht weiter. Der „Mittelständler" für den ja offenbar nichts mehr zu verdienen war, hatte sich geistig schon viel früher, als physisch, von seinem „Kind" verabschiedet. Geblieben aber sind die zünftigen Vereinstrukturen, und die penetrante „Begrüssung" auf der zugehörigen Webseite. Wer es noch nicht getan, möge doch umgehend einen Mitgliedsantrag ausfüllen. Seit den Zeiten der „Christlichen Verantwortung" indes kenne ich solcherlei Vereinsmeierei und habe dazu auch eine dezidierte Meinung, die da wäre. Wer denn glaubt „Kettenspiele für Doofe" und analoge „Innovationen" zu bedürfen. Über den habe ich allerdings dann - meine Meinung - gefällt.

Aber wie sagte schon Karl Marx sinngemäss:
Die Kirche von England verzichtet eher auf 38 ihrer 39 Glaubensartikel, als denn auf den 39 Teil Ihrer Einkünfte. Und besagter Herr Marx war wohl auch dabei „hellsehend". Allenfalls wird man ihm vorhalten müssen. Was er da bezogen auf die Kirche von England sagte, lässt sich auch andernorts - mehr als übergenug - nachweisen.

Cui Bono. Wem nutzt es, fragten schon die alten Römer, bei Geschehnissen, welche sich auf den ersten Blick nicht schlüssig erklären lassen.
Und: Cui Bono, frage auch ich!


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