Wie schnell gilt man als Abtrünniger

Rund ums Thema Zeugen Jehovas

Geschrieben von Emil J... am 06. Mai 2002 10:56:44:

Bei den Zeugen bist du schneller ein Abtrünniger als du Erahnen kannst.

Auf Grund widerwärtiger Vorfälle in den Reihen der Ältestenschaft meiner Versammlung Wien- Simmering, habe ich die Zusammenkünfte nicht mehr besucht. Schwere Verleumdungen gegenüber meinen minderjährigen Sohn, die unter normalen Umständen eine gerichtliche Verurteilung des Vorsitzführenden Aufsehers nach sich gezogen hätte. Parteilichkeiten unter dieser Ältestenschaft, die bis in das Zweigbüro Wien- Gallgasse reichten, haben in mir die ersten Zweifel an der Wahrheit und Aufrichtigkeit dieser der Organisation geweckt.
Den Höhepunkt der Grausamkeiten bildete ein Rechtskomitee, und ein Widerrufungskomitee gegenüber einen psychisch schwerkranken jungen Bruder, von dem allgemein bekannt war, daß er hochgradig suizidgefährdet ist. Die unmenschliche und extrem harte Vorgangsweise dieser Ältesten, haben diesen jungen Mann zum Selbstmord getrieben. Seine etwas ältere Schwester, die ebenfalls eine Glaubensschwester war und eine enge Gemeinschaft zu ihrem Bruder hatte, konnte diese unchristliche, hartherzige Misshandlung seitens der Ältestenschaft, gegenüber ihrem kranken Bruder nicht überwinden und nahm sich kurz darauf ebenfalls das Leben
Ich hatte mit dieser Familie einen relativ guten Kontakt und führte noch kurz vor ihrem Tod ein inniges Gespräch., indem sie mir all diese Ungerechtigkeiten mitteilte. Ich möchte über diese grauenhaften Geschehnisse hier nicht näher eingehen, da sie den Rahmen bei weitem sprengen würde und vom eigentlichen Thema ablenken könnte. Über diese und noch andere schwerwiegende Vorfälle werde ich demnächst in „ http://connect.to/ZeugenJehovas“ berichten. Ich war ca. 30 Jahre ein aktiver Zeuge Jehovas, wobei ich die letzten 20 Jahre als Ältester diente. Ich diente all diese Jahre treu und in Unterwürfigkeit. Ein Zeuge, der niemals nach dem warum fragte und Widerwärtigkeiten als menschliche Schwächen oder als Prüfungen Satans ansah.
Auf Grund dieser extrem grausamen Geschehnissen, die zum Teil auch mich persönlich betrafen, wurden Zweifel in mir wach. Ich begann jetzt zu fragen: Warum all das in der wahren Christenversammlung? Jetzt erst begann ich zu prüfen. Ich begann ein freies, intensives Bibelstudium ohne der Wachtturmbrille und erkannt viele schwerwiegende Ungereimtheiten über die ich mir früher niemals Gedanken machte. Nach ca. einem halben Jahr meines Fernbleibens der Zusammenkünfte, wurde ich von zwei Ältesten besucht (Hirtenbesuch.) Es entstand eine Diskussion, wobei ich immer nur wortwörtlich die Bibel benutzte und mich sehr bemühte, eigene Gedanken wegzulassen. Thema: Die Aufgabe des hlg. Geistes in der heutigen Zeit. Ich begann mit den Hinweisen aus Jer.31:31, Hebr. 8:10, 2.Joh. 2:20-29. Weiters mit Johannes 14:26, 16:13, Eph 1:17, daß der hlg. Geist alle Dinge mitteilen wird und für jene der Hinweis gilt: Nicht mehr wird Bruder den Bruder belehren, weil der Geist sie alle Dinge belehren wird. So steht es wortwörtlich in der Bibel. Die beiden Ältesten waren natürlich bei weitem überfordert. Ihre Worte: „Das haben wir noch nie im Wachtturm gelesen.“ Daraufhin fragte ich sie wortwörtlich: Was ist für euch bindend; Wenn ihr in der Bibel liest und versteht, eine Sache ist „Rot,“ die selbe Sache im Wachtturm liest und versteht, die Sache ist „Schwarz,“ was ist für euch entscheidend? Ihre Antwort: „Der Wachtturm, denn das ist die Speise des Treuen und Verständigen Sklaven.“ Ich meinte: „Das ist Götzendienst. Ihr stellt den Wachtturm an eine Stelle, an der er in der wahren Anbetung niemals stehen darf.“ Alle diese Dinge berichtete ich in einem Schreiben den „Brüdern“ in Brooklyn, und auch jenem im Zweigbüro Wien. In einigen Wochen besuchten mich dann zwei Kreisaufseher, mit denen ich diese Sache ebenfalls besprach, wobei sie sich nicht dazu äußerten. Des weiterem besprach ich mit ihnen 1:Kor. 5:10,11, und 2.Joh. 9-11 wobei ich aus der Bibel vorlas, daß ich mich von diesen Dingen rein erhalten muß und mit dem Unreinen keine Gemeinschaft haben darf. Ich erwähnte noch, daß ich mich sehr bemühe, mein Leben nach der Bibel auszurichten. Ältesten und Kerisaufseher besuchten mich nochmals kurz und stellten an mich die Frage: Ob ich bei meiner Meinung bleibe, worauf ich antwortete: „Als Christ ist es meine Pflicht, Gott mehr zu gehorchen als den Menschen“. Nach wenigen Wochen wurde ich telefonisch zu einem Rechtskomitee vorgeladen, wobei ich erwähnte: „ Ich möchte mit diesen Menschen keine Gemeinschaft mehr pflegen.“ In rel. kurzer Zeit wurde ich benachrichtigt, daß ich wegen Abtrünnigkeit aus der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas ausgeschlossen sei. Ich betonte noch, wenn es mit dieser Organisation so weit ist, daß man wegen dem Vorlesen und besprechen einiger Bibelverse als Abtrünniger gilt, dann bin ich nur froh und glücklich solch einer gottesfeindlichen Organisation nicht mehr anzugehören. Heute bin ich frei und glücklich. Ich habe die wahre Freiheit und den wahren Frieden gefunden.
So schnell bist du bei den Zeugen Jehovas, wegen dem Vorlesen und Besprechen einiger Bibeltexte, ein Abtrünniger. Solch eine Vorgangsweise kennen wir doch aus der Bibel. Sie erinnert uns an Jesus und die Pharisäer. Also, nichts neues unter der Sonne.
Emil

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