Re: Jehovas Zeugen umwerben Sexualverbrecher im deutschen Knast

Rund ums Thema Zeugen Jehovas

Geschrieben von Bauer am 18. Dezember 2007 23:55:

Als Antwort auf: Re: Jehovas Zeugen umwerben Sexualverbrecher im deutschen Knast geschrieben von Drahbeck am 18. Dezember 2007 17:12:06:

Ich kann da den Zusammenhang nicht ganz erkennen. Es geht hier um die Berichterstattung, die wahrlich nicht auf der ersten Seite erfolgte.

Klar, dass JZ sich den Zugang zu Gefängnissen zunutze machen. Ein bekehrter "Gauner" ist wie ein "bekehrter Raucher" womöglich ein Mensch, der zu einem Enschluss gekommen ist den er sich durch nichts wieder umstoßen lassen möchte.

Im Fall der Zeugen natürlich mit dem Vorteil, hier einen überzeugten "Kämpfer" gefunden zu haben, der mehr und fester überzeugt ist, als es eine normale Akquise in der Regel bewirkt.

Worum es hier geht ist doch folgendes:

Der Zusammenhang mit den seit Jahren auftauchenden Fällen von vertuschtem Kindesmissbrauch und der Umwerbung eines Sexualstraftäters. Zugegeben, allgemein mag man hier von religiösem Beistand sprechen. Doch wissen wir es nicht besser?

Hier nehme ich einmal Bezug auf + und seine Dokumentation über die Kriegsbeteiligung. Mit Religion hat das Verhalten von JZ eben sehr wenig zu tun.

Und die Besuche und eine Bekehrung im Gefängnis hat doch in Wahrheit nichts mit Religon zu tun, wenn man die wirklichen Ziele der Jehovas Zeugen Organisation betrachtet.

Wie auch immer, hier wird die emotionale Schieflage des Täters in bare Münze verwandelt. Alle Welt zieht sich zurück, was durchaus zu verstehen und als richtig anzusehen ist. Jehovas Zeugen nennen so etwas ja auch Gemeinschaftsentzug. Wenn sich alle vom Täter zurückziehen, verhalten sie sich wie ein Zeuge Jehovas einem Ausgeschlossenen gegenüber.

Doch hier gehen Jehovas Zeugen zu dem Täter hin und bauen ihn auf. Die ganz sicher nur wenigen Menschen die er sehen kann und die ihm dann sogar besonders lieb und freundlich begegnen, sind dann die Zeugen Jehovas, die ihn in seiner Zelle besuchen. Das wird sicherlich Auswirkungen haben....

Und dann gibt es wieder einen Erfahrungsbericht über einen reuigen Sünder.

Damit wird auch verwässert, dass es bei Jehovas Zeugen wie Bill Bowen es sagte, ein Paradies für Kinderschänder gibt.

Ich verweise hier auch auf den Fall Madeleine

wo auch eine Nähe zu Jehovas Zeugen bzw. Personen aus deren Umfels die Frage nach dem "Warum auch hier eine Verbindung zu Jehovas Zeugen?" ganz berechtigt ergibt.

Oder der Fall in Hamburg, wo unter den 31 wegen Besitz und Verbreitung von Kinderpornos verhafteten Männern auch ein Hamburger Zeuge Jehovas war?

Aber drücken wir es einmal anders aus:

Es bedeutet schon Mut, wenn ein Jounalist an den Saubermannimage der Jehovas Zeugen kratzt, wenn einer der ihren ein Verbrechen begangen hat und es beim Namen nennt, wenn eine Zugehörigkeit zu JZ erwähnt wird.

Die Bild-Zeitung macht halt schon mal was publick und ist Anfeindungen gewohnt. Nur weil es in der Bild steht, ist etwas nicht schlecht.

So führen die Berichte über Verbrecher die Jehovas Zeugen angehören auch zu Rügen durch den Presserat, wenn die Religionszugehörigkeit genannt wird.

Zitat:
Das Haller Kreisblatt schließlich hatte in einem Bericht über einen jungen Mann, der mehrere Familienmitglieder niedergeschossen hatte, einen völlig unbegründeten Zusammenhang mit den Zeugen Jehovas hergestellt. In diesem Fall sah der Presserat außerdem einen Verstoß gegen Ziffer 12 des Pressekodex, der die Diskriminierung von "rassischen, ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Gruppen" verbietet.
Ende

Sexualstraftäter sind unter Jehovas Zeugen offenabr weit verbreitet.

In anbetracht der kleinen Gruppe ist die Aussage eines Selbsthilfegruppenleiters mit sicherlich begrenztem regionalen Handlungsraum beachtenswert:

Zitat:
Auch in meiner 11 Jährigen Tätigkeit als Selbsthilfegruppenverantwortliche hatte ich zwei Frauen die Kindopfer von den eigenen Vätern waren und diese der Sekten-Kirche Zeugen Jehovas angehörten!
ENDE

Gott sei Dank, gibt es die Bild-Zeitung! :-) grins

Die anderen kneifen den Schwanz ein und sagen nicht, dass ein Verbrecher ein Zeuge Jehovas ist.... und weil die "Spinner" eben so schnell mit den Anwälten kommen und beim Presserat Beschwerde einlegen, wird sicherlich in so mancher Berichterstattung verschwiegen oder vom Cheff rdedigiert, das "kleine Detail": "gehört den Zeugen Jehovas an" einfach wegzulassen.

Und so kann im Wachtturm halt weiterhin auf die bösen Weltmenschen geschimpft und der eigene Laden als Saubermannbüro dargestellt werden.

Nun frage ich, welche Zeitung hat es sonst noch berichtet?

Und das "Geschäft" von Jehovas Zeugen ist doch dieses:

Menschen psychisch abhängig zu machen und sie auszubeuten.

Menschenverehrung einmal anders:

Zitat:
Wenn es M... clever anstellt, kann er wenigstens im Gefängnis noch etwas werden, nämlich Vollzeitprediger der Zeugen Jehovas und vielleicht liest man in einigen Jahren seinen Erfahrungsbericht im Erwachet. Wär das nicht glaubensstärkend?
ENDE

... und dann lesen wir, unser Bruder M... hat seine Tat bereut und zum Zeichen seiner Reue eifrig gepredigt. Im Laufe der Jahre konnte er xx anderen Gefängnisinsassen helfen, die Wahrheit zu erkennen. Wir haben ihn zum Kreisgefängnispfarrer ernannt und so besucht er die Haftanstalten und ist ein Beispiel für den Glauben. Er genießt viele Segnungen ähhh Vergünstigungen ....


ZurIndexseite