Re: Charlie Chaplin / Louis Armstrong in „Bible Students”

Rund ums Thema Zeugen Jehovas

Geschrieben von + am 03. Oktober 2007 11:38:26:

Als Antwort auf: Re: Charlie Chaplin / Louis Armstrong in „Bible Students” geschrieben von D. am 02. Oktober 2007 09:49:42:

In einem stillen unscheinbaren Religionsforum gab es eine bemerkenswerte Reaktion auf den Chaplin Film.

Ein User namens Frank B. meinte:
>>> „…in seiner Auffassung der Wahrheit hat ihm Satan einen mächtigen Hieb versetzt, Satans Macht der Verführung ist kaum erfassbar…“ 

f23.parsimony.net/forum45852/messages/28089.htm

Er versprach zu erklären wieso er den Film für so Gefährlich hielt.
Am Abend fand er Zeit zu einer Erklärung wie er das meinte
f23.parsimony.net/forum45852/messages/28095.htm

Der Kurzfilm von Charly Chaplin kommt leider der Realität des Lebens überaus nahe und richtig verstanden und betrachtet ein sehr ernstes und tiefes Problem der Menschheit in einem aussagefähigen Film festgehalten.
Stummfilme vermögen da noch mehr Aussagekraft in den Bildern zu legen und die schauspielerischen Fähigkeiten von Charlie Chaplin sind wohl hervorragend, sowie einiger Mitwirkenden.
Der erste Eindruck, welcher sich aber festigt, schlägt auf das menschliche Gemüt, die Psyche und da mehr auf die weltliche Gesinnung, seine Erfahrungen und Beeinflussung, weil sie gerade die Erfahrungen der Menschen stark anspricht.
Dabei erhält die Gottesbindung eine Abwehrreaktion, weil die noch blinde Menschenseele nicht hinter den Türen schauen kann.

Das geistige Potential des Beitrages ist aber ungeheuerlich, nur erkennen es die wenigsten.

Kommen wir zum ersten Kurzfilm, welcher in sechs Minuten, den Menschen auf den Weg durch das Leben auf der Erde darstellt und wie ihn Satan verführt.

Hier bildlich dargestellt als ein Laienprediger, welcher sich in das Gewand Gottes hüllt, man gleichsetzen kann mit so ziemlich allen kirchlichen Vereinigungen, Sekten, Geheimgesellschaften, selbsternannten Priestern.
In mancher Beziehung mit dem Staat selbst.

Auf der anderen Seite der Mensch in seiner Einfalt des Lebens, in seiner Leichtgläubigkeit und weltlichen Gebundenheit, seiner Sinnlichkeit.
Leider ist es so, dass eben das „gemeine“ Volk, da es blind einhergeht auch dementsprechend
„benutzt“ oder sagen wir besser ausgenutzt wird, durch wen auch immer.
Im Spiel des Lebens soll die Seele ihre Gotteskindschaft erkennen und hat die Freiheit ihres Willens, sie erhält keinen Zwang von Gott.
Nur die Liebe bewegt die Seele zu ihrer Reife und vermag sie nicht in ein Liebesverhältnis zu treten aus ihren freien Willen heraus, so vermag sie sich auch nicht von ihrer Fessel zu lösen.

Wer andere ausnutzt, handelt immer im Eigennutz, handelt Gottwidrig, steht in der Eigenliebe.
Die Aussage dieses Filmes: Traue keinen Menschen, der das Wort Gottes verkündet, er will dich nur ausnutzen und dir alles nehmen, was du hast.

Selbst da einer einher kommt, der es ehrlich meint, wie der zweite Laienprediger, der das Königreich Gottes verkünden will und dafür seine Hiebe bekommt, weil er gleich des ersten gestellt wird, welcher in menschlicher Selbstsucht und Gottüberheblichkeit gehandelt hat.

(Anmerkung von mir: Aufrichtigkeit allein genügt nicht. Frank sagte eingangs vollkommen richtig: „…ziemlich allen kirchlichen Vereinigungen, Sekten, Geheimgesellschaften, selbsternannten Priestern.“ Der Zahn „ziemlich“ ist mir gezogen.)

Diese Moral aber zeitigt nur insoweit die Wahrheit als Lehre, wie es eben in dieser Welt zugeht, aber nicht, wie es in der jenseitigen Welt weitergeht, hier bricht der Film ab, als Lehre, wirkt nicht fortführend aufklärend, deshalb mit einseitiger weltlicher Schau, und deshalb satanisch und verführerisch.

Zudem man Verhältnisse und Zustände nicht über einen Kamm scheren kann.
Gottes Wort ist gegeben Licht zu bringen, Satans Wort will die Dunkelheit, die Lüge erhalten.

(Anmerkung von mir: Aufrichtigkeit allein genügt eben nicht. Frank sagte eingangs vollkommen richtig: „…ziemlich allen kirchlichen Vereinigungen, Sekten, Geheimgesellschaften, selbsternannten Priestern.“ Alle wollen sie die Lüge aufgrund eigennutz erhalten.)

So wird der Mensch abgehalten hinzugeben, was ihn lieb ist, denn liebt er die Welt mehr als Gott, so liebt er Gott nicht in der Wahrheit.
Er steht dann in der Lüge zu sich selbst und zu Gott und das trennt, aber aus dem Willen der Seele heraus.
Die Gottesliebe ist immer vorhanden, weil sie vollkommen und wahr ist.
Über die andere Geschichte der Verführung des Menschen brauche ich nicht weiter zu sprechen, bei Gott ist es so, dass er seine Schafe gut kennt und seine Weisheit da schnell greift.

(Anmerkung von mir: Auch die Frau log die Einbrecher an.
Sie rief die Polizei, und wollte die Einbrecher Aufhalten damit die Polizei sie festnehmen kann.)

Wer sich verführen lässt, dem plagt das Leid, die Verführer sind aber letzt endes viel schlechter gestellt, und erst im Jenseits zeigt sich, wer da auf Gott gebaut hat und sich von ihm leiten ließ.
Da sieht jeder sein Leben, genutzte und ungenutzte Gelegenheiten, gute und schlechte Taten, und des Menschen Wille wird sein Richter sein.
Es sind einfache Worte und sollten für jeden verständlich sein…
Wichtig währe es gewesen, auf zuzeigen, was der Seele Gewinn bringt, und was der Seele schadet,
denn man hat nur gesehen, was dem Menschenkind in der Welt Gewinn bringt und was ihm schadet.

(Anmerkung von mir: Chaplin machte nicht den Fehler zu Plakativ zu sein.
Die Frau half ihm am Schluss und gab ihm ehrlich eine Chance.
Wenn auch Chaplin den weisen Rat zurück lässt:

Traue keinem Prediger!

Meine Antwort an Frank lautete wie folgt:
f23.parsimony.net/forum45852/messages/28096.htm

Hallo Frank!

Ich stimme Dir in vollem Umfang zu.

Deine Zustimmung vorausgesetzt werde ich Dich in meinen zwei Foren zitieren.
Auch mit Deiner Aussage, dass Satan mir einen schweren Schlag versetzt hat, gehe ich vollkommen konform.

Du scheinst Deine Schlussfolgerung aufgrund des Chaplin Filmes zu ziehen – die Wurzeln liegen aber viel tiefer.
Ich wurde in eine Sekte hineingeboren und lebe nach wie vor in einem Treibnetz dieser selbsternannten Priester.
Alle eng Zusammengetriebenen und gefangenen Seelen um mich herum, glauben von Gott gefischt worden zu sein, weil sich die Seelenfänger in das Gewand Gottes hüllen.
Beseelt gehen sie den Sektenguru nach „. . .wie ein Stier, der sogar zur Schlachtung kommt, und gerade wie gefesselt zur Züchtigung eines Törichten, bis ein Pfeil seine Leber zerspaltet, so wie ein Vogel in die Falle eilt, und er hat nicht gewußt, daß es um seine Seele selbst geht.“
(Sprüche 7:22-23)

Ich bin also nicht frei und unverletzt wie Du und kohlchen.
Ihr schwimmt außerhalb des Netzes und philosophiert über die weite des Meeres während ich mich innerhalb des Treibnetzes befinde und zuerst aus der unmittelbaren Lebensgefahr heraus möchte. Mag ja sein, das dass entrinnen für mich mit Blessuren möglich wäre, aber soll ich meine Frau und meine Kinder zurück lassen?

Deswegen bemühe ich mich um dieses ungeheuerliche geistige Potential.
Von Deinem Gesichtspunkt aus destruktiv, von meinem Gesichtspunkt aus lebensnotwendig.

Zwei Frösche fallen in einen Butternbottich.
Beide sind nun unmittelbar davon bedroht zu ertrinken.
Beide strampeln und strampeln bis zur völligen Erschöpfung um nicht unterzugehen.
Einer von beiden verliert den Mut, sagt: „es ist sinnlos“ paddelt immer langsamer und geht schließlich unter.
Der andere strampelt die ganze Nacht weiter.
In der Stille der Dunkelheit hört man irgendwo im Internet ganz leise sein verzweifeltes müdes Planschen.
Er hat nämlich mal als Kind erzählt bekommen das ein Frosch so lange strampelte das er am nächsten Morgen auf der Butter saß und herausspringen konnte.

Platsch… Platsch… Platsch… Platsch…

Hütet euch vor Sekten

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