Re: "GEMEINSCHAFTSENTZUG"


Rund ums Thema Zeugen Jehovas

Geschrieben von X am 06. September 2007 22:19:

Als Antwort auf: Re: "GEMEINSCHAFTSENTZUG" geschrieben von X am 05. September 2007 23:16:

Zitate:
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Sprüche 13:16

"Jeder Kluge wird mit Kenntnis handeln, aber der Unvernünftige wird Torheit ausbreiten."

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Brücke zum Menschen 1990/I 101/102 S.24,25

Ebenfalls neu ist die Erörterung der familiären Situation:

Verwandte, die mit dem Ausgeschlossenen nicht in einem Haus zusammenleben, sollten den Kontakt auf ein Mindestmaß beschränken (WT vom 15.9.63, S.571).

Für Angehörige in der Kernfamilie wird erstmalig der Begriff ,geistige Gemeinschaft' eingeführt, die abgebrochen werden müsse (WT vom 15.9.63, S.573f.).

Zwar dürfe der Exzeuge beim Familienstudium anwesend sein, aber es ist ihm keine aktive Beteiligung erlaubt (S.573).

Im WT vom 1.11.65 wird der ,ewige' Verlust eines Dienstamtes in eine 10-Jahres-Frist umgewandelt (S.661).

Das Nachfolgebuch zur Broschüre ,In Frieden und Einheit predigen und lehren' mit dem Titel ,Dein Wort ist eine Leuchte meinem Fuß', erschienen 1967, bestätigt die bisherige Verfahrensweise im wesentlichen.

Neu ist die Regelung, daß bei Nichterscheinen des Beschuldigten nach der 2.Aufforderung auf jeden Fall entschieden wird (S.177), und daß für die Bewährungsfrist bei Reue nicht mehr die frühere Zeitangabe von einem Jahr gemacht wird (S.178).

Nach fünf Jahren wurde 1972 dieses Werk durch ,Organisation zum Predigen des Königreiches und zum Jüngermachen' ersetzt; dies wurde u.a. aufgrund der Wiedereinführung einer Ältestenschaft in den Versammlungen notwendig.

Das Rechtskomitee bilden nun drei Älteste, und zwar der Vorsitzführende Aufseher, der Predigtdienstaufseher und der Bibelstudienaufseher (S.160).

Da man zunächst das Rotationsprinzip mit einführte, wechselte die Besetzung im jährlichen Turnus (später gab man dies wieder auf).

Es ist nicht mehr von Beschlußfassung nach zweimaliger Nichtanwesenheit des Angeklagten die Rede, sondern man spricht unbestimmter von ,wiederholtem' Fehlen (S.165).

Es wird festgelegt, daß auch bei Nichtausschluß eine Entbindung von einem eventuellen Dienstamt erfolgt (S.168); der Begriff ,Bewährung' wird durch ,Einschränkung' ersetzt (S.168), für die man nun nicht mehr die 1-Jahres-Frist angibt (S.169: ,mehrere Monate, ein Jahr oder länger').

Auf S.169 ist von einer ,öffentlichen Zurechtweisung' die Rede, die dann zu erfolgen hat, wenn ein ,reumütiger Übeltäter' nicht ausgeschlossen wird.

Der Versammlung wird ohne Angabe des Deliktes bekanntgegeben, dem Betreffenden sei wegen eines ,für einen Christen unwürdigen Wandels' eine Zurechtweisung erteilt worden - diese Formel wird übrigens auch bei der Bekanntmachung eines Gemeinschaftsentzuges verwendet (S.169 u.172).

Es taucht neu der Begriff des ,Verlassens der Gemeinschaft' auf, allerdings werden im Gegensatz zur späteren Verwendung nur solche Fälle gefaßt, wo jemand z.B. wegen Ableistung des Militär- oder Zivildienstes nicht mehr als Zeuge Jehovas angesehen werden soll, ohne daß man deswegen eine Komitee-Verhandlung durchführen möchte (aus dem taktischen Grund der Konfliktvermeidung mit dem Staat).

Für die Wiederaufnahme gilt ebenfalls nicht mehr die Einjahresfrist, sondern die bereits erwähnte Formel: ,mehrere Monate, ein Jahr oder Jahre' (S.178).

Ebenso ist die Wiedereinführung in ein Ältestenamt nicht mehr an die starre Zehnjahresperiode gebunden, sondern es ist von ,fünf, zehn oder fünfzehn Jahren' die Rede (S.178) - wie bei all den neuen flexiblen Zeitangaben ohne Festlegung, für welche Fälle welche Dauer anzuwenden ist.

Teil 2
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Steven Hassan S.194

"Eine rechtmäßig handelnde Organisation würde niemals den Kontakt zu ehemaligen Mitgliedern zu verhindern suchen."


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