Re: Zeitgeschichte vor 70 Jahren ("Goldenes Zeitalter" 1. 7. 1937)


Rund ums Thema Zeugen Jehovas

Geschrieben von Drahbeck am 29. Juli 2007 06:56:43:

Als Antwort auf: Re: Zeitgeschichte vor 70 Jahren ("Goldenes Zeitalter" 15. 6. 1937) geschrieben von Drahbeck am 29. Juni 2007 05:38:06:

Gelesen im „Goldenen Zeitalter" vom 1. 7. 1937 unter Bezugnahme auf die zeitgenössische Sowjetunion:

„Was aber hinter diesen schönen Parolen in Wirklichkeit steckt, davon geben uns eine Vorstellung die ständigen politischen Prozesse in diesem Lande, die gewöhnlich mit der Hinrichtung oder Verbannung all derer enden, die sich nicht tief genug vor dem roten Zaren beugen.
Das Volk wird dort zu einer willenlosen Masse herabgewürdigt, die für das ihr auferlegte Joch ihren Tyrannen knechtische Ergebenheit darbringen muß.
Man sollte erwarten, daß aus Gründen der Humanität andere Völker sich verpflichtet fühlen würden, gegen diese Herabwürdigung des russischen Volkes schärfsten Protest zu erheben. Gewahren wir eine solche Reaktion zugunsten dieses bedrückten Volkes? — Gewiß! Ja, man ruft sogar zu einem Kreuzzug gegen die roten Despoten auf.

Wer sind jedoch diejenigen, die angeblich das russische Volk befreien und die ganze Welt vor der kommunistischen Seuche bewahren wollen? Es sind dies die Faschisten, besonders die Anbeter des Hakenkreuzes, die Gründer eines nicht minder tyrannischen Systems, als es der Bolschewismus ist. Der Umstand, daß die Staaten immer mehr unter den Einfluß entweder des faschistischen oder des kommunistischen Systems geraten, offenbart deutlich die Verrohung, in welche die Menschheit zusehends verfällt."

Mit dieser Einschätzung dürfte klar sein, was die zeitgenössischen Zeugen Jehovas im eigentlichen motivierte. Kritik an den Weltpolitischen Umständen. Diese Kritik an sich kann man sehr wohl nachvollziehen. Darüber kann es keine Frage geben. Und das ganze dann noch kombiniert mit der Sauce der Endzeiterwartungen der Zeugen Jehovas. Das da „Zeugen Jehovas-Bekehrer" von der „Marke Hitler'sche KZ", völlig chancenlos waren, dürften doch schon die Spatzen von den Dächern gepfiffen haben. So „bekehrt" man Menschen mit Sicherheit nicht!


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