Mecki’s Reise - Offenbarungsbuch Kap.10 – Von Blutgeld, Apokryphen & Kulissen


Rund ums Thema Zeugen Jehovas

Geschrieben von + am 21. März 2007 00:29:23:

Als Antwort auf: Mecki’s zauberhafte Reise durch das Offenbarungsbuch - Kapitel 10 geschrieben von + am 05. Juni 2006 18:18:40:

Offenbarungsbuch Seite 50

Da gibt es ein Forum das sich gofeminin nennt.

Dort sagte eine nette Zeugin Jehovas aus unserer Nachbarschaft folgendes zu mir:

Momente in denen hinter der Bonbonrosanen Kulisse unserer Sondergruppenkirche doch die hässliche Fratze der Fundamentalisten durchblitzt.

Habe ich gemordet? - Nein
Wurde ich Angeklagt gestohlen zu haben? - Nein
Nehme ich Drogen? – Nein
Ich trinke kein Alkohol,
nicht einmal Kaffee (WT 15.4.2007)
Proste niemanden beim trinken zu (WT 15.2.2007 Seite 30)

Parsimony.20406

Nehme kein Süßstoff, Lüfte (zugegeben - mangels Kopfbedeckung) keinen Hut vor Frauen (WT 1.6.1952 Seite 175) oder erlaube mir andere schwerwiegende Kapitalverbrechen.

Was bringt also den netten Zeitgenossen der sich Vickyy22 nennt dazu den schönen Schein seiner Bonbonrosane Phantasiewelt zu verlassen und sein wahres Gesicht zu zeigen.

Mein Schwerverbrechen liegt darin das ich mir erlaube von der erwarteten Beweihräucherung meiner möchtegern Kirche abzuweichen und zu sagen das hinter den grellbunten Paradiesbilderkulissen eben einiges im Argen liegt.

Das ist meine todeswürdige Tat.

Wie sagt es das Offenbarungsbuch auf Seite 50?

Werde nur ein funktionierendes Sektenmitglied und wir verkaufen Dir dafür einen Sitzplatz in unserem quitschbunten Königreich.

Was aber ist noch schlimmer als das was ich tue?
Was verdient noch mehr die Todesstrafe?

Wenn eine Frau die Wachtturm Gesellschaft kritisiert:

http://www.manfred-gebhard.de/Offenbarungsbuch202.jpg

Wachtturm 15.9.1995

Seite 12

Was habe ich mir unter Isebelischen Einfluss vorzustellen?

Einsichten Seite 1237:

Erwachet 22.8.1978

Seite 27


Seite 28

Dies führt mich zu einer Fußnote zu der Steinigungsfraktion die hier in den letzten Tagen diskutierte.

Hierzu möchte ich eine kleine Anekdote erzählen:

„In der Tat, nicht einer [der Apostel] unter ihnen litt Not;
denn alle, die Besitzer von Feldern oder Häusern waren,
verkauften sie gewöhnlich und brachten den Wert der verkauften Dinge,
und sie legten ihn jeweils zu den Füßen der Apostel nieder.
Darauf wurde einem jeden zugeteilt, so wie er bedürftig war.
So geschah es, daß Joseph… der ein Stück Land besaß,
es verkaufte und das Geld brachte
und es zu den Füßen der Apostel niederlegte.
(Apostelgeschichte 4:34-37)

So sorgte Jehova damals für die Apostel.
Die Apostel waren selbstredend mittellos.
Sie wurden nicht Grundstückbesitzer.
Sie beschäftigten nicht Vollzeitdiener zu dem erhalt und der Pflege ihrer schönen neuen Kongresssäle.
Aber darum geht es mir hier nicht.

Da war nämlich ein gewisser Mann mit Namen Anan?as der auch,
zusammen mit Sapph?ra, seiner Frau,
sein Besitztum verkaufte um es den Aposteln zu geben.
Doch etwas behielt er insgeheim von dem Verkaufserlös
und legte nur einen Teil zu den Füßen der Apostel nieder.

Die Bibel spricht Ausdrücklich davon das er nicht verpflichtet war alles zu Spenden.

Petrus aber sprach:
„Anan?as, warum hast du dich vom Satan so dreist machen lassen,
dem heiligen Geist gegenüber ein falsches Spiel zu treiben
und von dem Preis des Feldes insgeheim etwas zurückzubehalten?“

Was war hierfür die Strafe Gottes?

Als Anan?as diese Worte hörte, fiel er nieder und verschied.
(Apostelgeschichte 5:5)

Todesstrafe wegen Teilspende?
Todesstrafe weil er nicht wie er behauptete, die gesamten Spenden für das Weltweite Werk verwendete, sondern 91% für sich und seine eigenen Verwaltungs- und Unterhaltskosten behielt?

Der Tod Ananias war kein Herzinfarkt.
Warum kann ich das Behaupten?

Drei Stunden später kam nämlich die Frau zu den Aposteln.

Petrus – der wusste das Gott gerade einen großzügigen Spender tötete weil er einen Teil seines Besitzes für seinen Lebensunterhalt behalten hatte, sprach zu ihr:

„Sag mir, habt ihr [beiden] das Feld für so viel verkauft?“
Sie sagte:
„Ja, für so viel.“

Paulus ersuchte die Frau in ihrem Wort zu fangen.
Er wusste ja bereits dass ein Teil einbehalten wurde.
Er wusste das Gott den großzügigen Spender vor seinen Augen, auf der Stelle tötete.

Warum Fragte Paulus nicht Sapphira:
„Sage uns warum habt ihr einen Teil einbehalten?“
und hätte ihr damit die Möglichkeit gegeben einzulenken.
Oder warnte sie:
„Dreh dich nicht nach den Dingen die hinter dir liegen um!“
Oder haderte mit Gott wie Abraham um die Seele seiner Mitmenschen (1. Mose 18:28)

Oder gab ihr das gespendete Blutgeld lieber angewidert zurück als auch ihr Leben zu gefährden?
Warum hat er nicht einen Anwesenden das Geld in die Hand gedrückt und gesagt: „eile zu Sapphira! Gib ihr das Geld zurück und ich will um das Leben von Ihr vor Gott flehen?

Nein, er stellte ihr sogar eine Falle und vollzog die Todesstrafe auch an der Frau:

„Siehe! Die Füße derer, die deinen Mann begraben haben,
sind an der Tür, und sie werden dich hinaustragen.“
Da fiel sie augenblicklich zu seinen Füßen nieder und verschied.
(Apostelgeschichte 5:9-10)

Kennt Ihr die Situation an der der Redner auf der Bühne aufhört zu Reden und plötzlich anfängt nervös in seinen Notizen zu Blättern.

Ich habe meinen Faden verloren.

Worum geht es jetzt eigentlich?

Um die Frage: „was sind Apokryphen?“
Um die Frage der Verhältnismäßigkeit einer Todesstrafe?
Oder geht es um den genussvollen Blutrausch der Fundamentalisten?

Ich klopfe meinen Redeplanpapierstapel zusammen und verlasse Schlusslos die Bühne…

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