Speise zur rechten Zeit – Prohibition

 

Rund ums Thema Zeugen Jehovas

Geschrieben von + am 29. November 2006 15:56:28:

„Wenn wir uns mit ihren falschen Überlegungen befassen, kann unser Vertrauen in Jehovas Wort der Wahrheit, die Bibel, geschwächt werden und unser Glaube kann absterben.“
Wachtturm vom 1.3.2002 Seite 11

Weltweite, allumfassende Anarchie / Prohibition

Seid Wochen versinke ich nun in unserer Speise zur rechten Zeit.
Habe ich mich bei dem Offenbarungsbuch um die Lehre gekümmert ging es mir jetzt rein um die, für jeden leicht sichtbaren, offensichtlichen Falschlehren.

Dies möchte ich hier, mit einer besonderen Situation unterbrechen.

Jeder der beiden Präsidenten hatte ein „Lieblingsthema“
Etwas worüber er ermüdend referiert hatte und was komplett neben dem Thema der Bibel lag.

War es bei Russell die Anarchie…
Beröer Handbuch zu 1.Mose 7:24
 

…war dies für Rutherford die Prohibition.

Mit einem Nährwertgehalt gleich Null.

Es geht mir jetzt gar nicht so sehr um die Frage ob diese Aussagen aus heutiger Sicht richtig oder falsch erscheinen.
Sondern es geht mir anhand dieses Beispiels darum zu zeigen das die Literatur der Gesellschaft schon damals mit – Lehrtechnisch - unnützen Inhalt aufgeblasen war.

Wer will gebe doch in der WT-CD-Rom den Begriff „Prohibition“ ein.
Obwohl ein weit größerer Teil der Menschheit heute unter (zum Teil weit Rigoroseren) Prohibitionsgesetzen lebt interessiert dies keinen Menschen.

Einzig in dem Verkündigerbuch wird das Thema – und das daraus entstehende Fragezeichen – erwähnt.
Auf Seite 182 heißt es dazu:
 

Von einer Kirche wie der Wachtturm Gesellschaft würde man doch eher erwarten, das sie für Abstinenz kämpft als denn gegen die Gesetze des Staates, bezüglich der Sorge um den unkontrollierbar gewordenen Alkoholismus und deren desolaten Folgen.

Russell trat für Abstinenz ein mit einer Neigung zur Vernunft.

„Der Wacht-Turm brachte offen seine Sympathie gegenüber denen zum Ausdruck, die gegen die schädigende Wirkung des Alkohols kämpften…“

Dies finden wir beispielsweise in dem Wachtturm vom Juni 1907
 

Seite 95
 

Darauf folgt eine Kaskade an Schuldzuweisungen gegen das Übel des Alkohols.

So stellt man sich aber doch gemeinhin, einen Bibelforscher, mit schwarzen Gehrock und Stehkragen, vor.
Abstinent – in der Vorstufe zur Heiligkeit.

Nebenher bemerkt bezeichnet Russell seine Kirche als Sekte.
Seite 96
 

und er spricht von seiner Anarchie.
Seite 97
 

Beides gehört aber nicht zum Thema.

Russel verbot kein Alkohol.
Wachtturm August 1910
 

Seite 142
 

Russell tendierte aber immer zur Abstinenz.
Insbesondere für die Bethelmitarbeiter.
Folgende Veranschaulichung verwendete er zum Beispiel auf Seite 142/143

 

 
 

Demnach musste Rutherford zu Lebzeiten Russells mit dem Vorwurf leben „er sei besser Alkohol zu meiden.“

Sobald Rutherford am Ruder war, drehte sich diese Lehrmeinung komplett um.

Wer jetzt vorhat, die Aussage des Verkündiger Buches nachzuplappern „das Prohibition die Kriminalität förderte“ sollte sich dies gut überlegen.

Denn Rutherford hatte keine Skrupel in seinem Kampf um die Legalisierung des Alkohols auch das Verbot von Drogen mit Anzuprangern.

Verbrechen und Unglück Seite 30
 

Stellt man sich auf den Standpunkt: „Die Prohibition wurde zu Recht verteufelt“, stellt man sich auf rutschiges Parkett.
Würde man denn damit auch in Kauf nehmen wollen, das auch heute der Drogenhandel freigeben würde?
Oder:
Sollte denn demnach die Wachtturm Gesellschaft auch heute gegen die Länder offensiv Wettern, die nach wie vor Prohibitionsgesetze besitzen.
Die Wachtturm Gesellschaft tut dies nicht.
Heute finden wir keine Verteufelung von Rauschmittelverboten wie Rutherford dies verteufelt hatte.

Damals dagegen fand das Thema Prohibition einen beachtlichen Niederschlag in unserer Literatur.

Zu jedem möglichen und unmöglichen Thema, verbog Rutherford das Thema „Alkoholverbot“ mit hinein.

Das Buch, „Bewahrung“, veranschaulicht dies schön
 

Mitten in einer Vers für Vers Behandlung des Bibelbuches Ruth, auf Seite 289 (wir befinden uns dort bei Ruth 3:7), spricht Rutherford vollkommen unmotiviert das Thema Alkoholverbot an.

Zum besseren Verständnis möchte ich vorweg, die schönen neun Verse des Buches Ruth im Kontext zitieren:

Ruth 3:1-9

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N?omi, ihre Schwiegermutter, sprach nun zu ihr:

„Meine Tochter,
sollte ich dir nicht einen Ruheort suchen,
damit es dir gutgeht?
Und nun, ist nicht B?as,
mit dessen jungen Frauen du stets gewesen bist,
unser Verwandter?

Siehe!

Er worfelt heute nacht Gerste auf der Dreschtenne.
Und du sollst dich waschen
und dich mit Öl einreiben
und deine Überwürfe anlegen
und zur Dreschtenne hinabgehen.

Gib dich dem Mann nicht zu erkennen,
bis er mit Essen und Trinken fertig ist.

Und es geschehe, wenn er sich niederlegt,
daß du dir dann den Ort merkst, wo er sich niederlegt;
und du sollst kommen
und ihn zu seinen Füßen aufdecken
und dich niederlegen;
und er seinerseits wird dir mitteilen, was du zu tun hast.“

Darauf sprach sie zu ihr:

„Alles, was du zu mir sagst, werde ich tun.“

Und sie ging dann zur Dreschtenne hinab
und tat gemäß allem, was ihre Schwiegermutter ihr geboten hatte.

Mittlerweile aß B?as und trank,
und sein Herz war guter Dinge.

Dann ging er hin,
um sich am äußersten Ende des Getreidehaufens niederzulegen.

Darauf kam sie heimlich
und deckte ihn zu seinen Füßen auf
und legte sich nieder.

Und um Mitternacht geschah es,
daß der Mann zu zittern begann.

Da beugte er sich vor,
und siehe,
eine Frau lag zu seinen Füßen!

Dann sagte er:

„Wer bist du?“

Sie ihrerseits sprach:

„Ich bin Ruth,
deine Sklavin,
und du sollst deinen Rocksaum über deine Sklavin ausbreiten,
denn du bist ein Rückkäufer.“

 
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Ich könnte ertrinken in dem Auslegungskonstrukt Rutherfords, aber auch darum geht es jetzt nicht.

Hier das besagte Zitat von Seite 289
 

Diese romantische Liebeszene, mit einem genussvollen Essen nach getaner Arbeit, mit dem amerikanischen Alkoholverbot in Verbindung zu bringen, ist - vorsichtig Formuliert - erstaunlich.

Es demonstriert aber schön die Verwirrung die dies dokumentiert.

„Es wäre bei einer gewissen, jetzt auf der Erde lebenden Sorte von Menschen populärer, wenn man sagte, Boas hätte ohne Zweifel mit seinem Brote ungegorenen Traubensaft getrunken…“

Mal langsam zum Mitschreiben.
Wen meinte Rutherford mit gewissen Menschen?

Ich hätte jetzt eher von den Bibelforschern erwartet, das sie sagen es ist besser im Dienst keinen Alkohol zu trinken – oder vergleichbares.
Rutherford sprich nun von:

- ungegorener Traubensaft = also keinen Alkohol
- Alkoholverbot nennt er heuchlerisch
- Wenn man sagte… = damit meinte er sich bzw. das Bewahrungsbuch

Was war also sein Anliegen?
Er dachte an den ungestörten Genuss von Alkohol.

Warum nennt er dies aber nicht beim Namen?

Warum sagt er nicht, dass man hier von einem genussvollen, gutgeheißenen Alkoholkonsum sprechen kann.

Boas genoss zu dem wohlverdienten Feierabend seinen Wein.

Mit gewissen Menschen meinte er offensichtlich nicht nur eine „Prohibitionslobby“ von außerhalb, sondern auch seine Leserschaft und – möglicherweise - vorwurfsvolle Blicke im eigenen Bethel.

Wurde Prohibition von Russell noch eher begrüßt, war es durchaus kein rein Amerikanisches und auch kein, auf Rutherfords Generation beschränktes Phänomen.

In der ersten Hälfte des 20ten Jahrhunderts gab es in verschiedenen Ländern Alkoholverbote.
• 1901 bis 1948 in Prince Edward Island, und für kürzere Zeiten auch in anderen Landesteilen Kanadas,
• 1914 bis 1925 in Russland, "sukhoy zakon" genannt,
• 1915 bis 1922 in Island. Bis 1989 war nur sogenanntes Leichtbier mit 2,5% vol. erlaubt.
• 1916 bis 1927 in Norwegen, Wein und Bier erst ab 1917,
• 1919 bis 1932 in Finnland, "kieltolaki" genannt,

Bereits im Jahre 1893 formierte sich in Amerika eine kleine Gruppe mit dem Zweck, alkoholfreie Vereinigte Staaten zu schaffen.
Diese "Anti-Saloon-Liga" vereinigte die Frauengruppe "Vereinigung christlicher Frauen für Mäßigkeit" (schließlich waren die meisten Besucher von Saloons Männer) und weitere Gruppen, die für saubere, "trockene" USA kämpften.
Sie fand so schnell neue Anhänger, dass vermehrt lokale Prohibitionen ausgesprochen wurden und verbreitete sich in einem Zeitalter des Puritanismus schnell über das ganze Land.
Diese Bewegung war ein Bestandteil des (wie man meinte) fortschrittlichen Denkens jener Zeit und der frühen Frauenbewegung.
Nicht zufällig wurde fast zur gleichen Zeit auch ein Verfassungszusatz zum Frauenwahlrecht verabschiedet.

Rutherford fürchtete offensichtlich dass man ihm tatsächlich seinen Alkohol wegnehmen würde.
Und er fürchtete den Einfluss von Frauen.

 

Skurril das ausgerechnet in dem prüden Amerika die 110%igen Bibelforscher gegen die Prohibition waren und nicht die Vorreiter eines Alkoholverbots.

Man möchte doch meinen dass die Prediger, erstrecht gegen die Geißel Alkohol wettern müssten.

1851 wurde im ersten amerikanischen Bundesstaat, Maine, die Prohibition eingeführt.
Bis 1916 war die Prohibition in 23 Staaten eingeführt, in 17 davon durch Volksabstimmung.
Das Gesetz zur Einführung der Prohibition wurde schließlich am 18. Dezember 1917 vom Kongress mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit verabschiedet, am 16. Januar 1919 unter Herbert C. Hoover ratifiziert und als 18. Zusatzartikel in die Verfassung der USA aufgenommen; dies war nötig, da laut Verfassung solche Handelsbestimmungen bis dahin den einzelnen Bundesstaaten vorbehalten waren und der Kongress somit auf dem Wege der normalen Gesetzgebung kein bundesweites Handelsverbot erlassen konnte.
Das Gesetz trat am 16. Januar 1920 in Kraft.

Der Verfassungsart. 18 lautete Folgendermaßen:

• Abschnitt 1. Nach Ablauf eines Jahres, von der Bestätigung dieses Artikels angefangen, ist die Erzeugung, der Verkauf oder die Versendung alkoholischer Getränke innerhalb des Gebietes der Vereinigten Staaten, ihre Einfuhr in oder ihre Ausfuhr aus den Vereinigten Staaten und allen Gebieten, die ihrer Hoheit unterstehen, für menschlichen Genuss hiermit verboten.
• Abschnitt 2. Der Kongress und die Einzelstaaten sollen in gleicher Weise befugt sein, die zur Ausführung dieses Artikels angemessenen Gesetze zu erlassen.
• Abschnitt 3. Dieser Artikel soll unwirksam sein, wenn er nicht durch die gesetzgebenden Körperschaften der einzelnen Staaten, wie es die Verfassung bestimmt, binnen sieben Jahren, vom Zeitpunkt seiner Unterbreitung an die Staaten seitens des Kongresses ab, als Abänderung der Verfassung bestätigt wird.

Der Alkoholkonsum ist dadurch nachweislich gesunken.
Alkoholpolitisch unbelastete Mediziner zitieren die Prohibition als Beispiel, wie durch eine Senkung des Konsums die alkoholbedingten Schäden, z.B. die Zahl der Todesfälle durch Leberzirrhose, vermindert werden konnte.
Die Zahl der in die Illegalität gezwungenen Alkoholkonsumenten, die an der durch ihre Krankheit verursachten Leberzirrhose verstarben, hat also nicht die Höhe der verstorbenen Konsumenten zu Zeiten legalen Alkoholkonsums erreicht.

Das Argument: „Die Bibel empfiehlt Alkohol aus gesundheitlichen Gründen ist hier ebenfalls völlig unangebracht.

Denn es gab Alkohol auf Rezept:

 

Das Ziel, die Kriminalität zu senken, wurde nicht erreicht.
Die bundesweit rund 2.300 nur gering entlohnten Prohibitionsagenten waren nicht in der Lage, das Verbot vollständig durchzusetzen.
In den Folgejahren entwickelte sich das illegale Geschäft sehr zügig, da sich die US-Amerikaner nicht so stark in ihr Leben eingreifen lassen wollten.

Als Straftat galt nicht nur der Verkauf sondern bereits der Besitz geringer Mengen.

Damit gelang der Kriminalität ein beachtlicher Aufschwung.
Allein von 1920 bis 1921 stieg die Kriminalität um 24 Prozent an.
Auch über die ganzen 1920er Jahre nahm die Kriminalität stark zu:

78 % mehr Morde in großen Städten
13 % mehr schwere Verbrechen
81 % mehr Fälle der Trunkenheit am Steuer (wobei hier allerdings der gleichzeitige Anstieg der Zahl der überhaupt vorhandenen Autos berücksichtigt werden muss)
9 % mehr andere Delikte

Die verheerendsten Folgen der Prohibition waren im Hinblick auf den Anstieg der Kriminalität, insbesondere des organisierten Verbrechens zu beobachten.
Kriminelle wie Johnny Torrio und Al Capone in Chicago beispielsweise bauten sich regelrecht eine eigene komplette Alkohol-Industrie auf, da das Verbot es ermöglichte, vielfach höhere Preise für Alkohol zu verlangen.

• Produktion: auch "Moonshining" - Brauen und Destillieren in häufig von Einzelpersonen aus der Unterschicht unterhaltenen illegalen Kleinstbetrieben.
• Einfuhr: Mit dem Begriff Pipeline bezeichnete man in den USA der Prohibitionszeit ein von den Schmugglerbanden betriebenes Transportnetz. Dieses bestand unter anderem aus Tunneln und präparierten Lastwagen (für den Schmuggel aus Mexiko und Kanada) sowie einer ganzen Flotte von Schmuggelschiffen. Im kubanischen Varadero befindet sich eine Villa, die Al Capone als Schnapsdepot diente; heute befindet sich dort das Restaurant 'Casa de Al'. Von Kuba wurde der Alkohol auf Yachten nach Florida transportiert. Die Fahrtrouten dieser Schiffe hießen im Volksmund "Schnapsstraße" (engl. Rum Row)
• Vertrieb: Verkauft wurde vor allem in illegalen Kneipen (Speakeasies).

Der Druck durch die Bürger, denen die unübersehbaren Erfolge der "illegalen" Branche und ihr zunehmend auf der Straße ausgetragener bewaffneter Kampf um Geschäftsanteile missfiel, sowie derer, die dem Gesetz Unverständnis entgegenbrachten, z.B. Kriegsheimkehrern aus dem Ersten Weltkrieg, wuchs ständig und brachte die Prohibition schließlich ins Wanken.
Dies führte schließlich zur Aufhebung des 18. Zusatzartikels durch den 21. Zusatzartikel vom 20. Februar 1933 während der Amtszeit von Präsident Franklin D. Roosevelt.

Nun lautete der neue Zusatzart. 21:

• Abschnitt 1. Der achtzehnte Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten wird hiermit aufgehoben.
• Abschnitt 2. Der Versand oder die Einfuhr von alkoholischen Getränken in irgendeinen Staat, ein Gebiet oder einen Besitz der Vereinigten Staaten zum Zwecke der Ablieferung oder des Gebrauchs daselbst ist hiermit verboten, wenn dadurch ein dort geltendes Gesetz verletzt wird.
• Abschnitt 3. Dieser Artikel soll unwirksam sein, wenn er nicht als Zusatz zur Verfassung von den Konventen der Einzelstaaten, wie in der Verfassung vorgesehen, innerhalb von sieben Jahren vom Zeitpunkt seiner Unterbreitung durch den Kongress an die Staaten bestätigt ist.

Wie die Einführung der Prohibition musste auch ihre Aufhebung durch die einzelnen Bundesstaaten umgesetzt werden.
Am 5. Dezember 1933 endete die Prohibition landesweit, als mit Utah der 36. Bundesstaat den 21. Zusatzartikel der Verfassung ratifizierte, womit die nötige Quote von 3/4 der (damals 48) Staaten erreicht war.
Dieser Zusatzartikel stellte es den Bundesstaaten jedoch frei, die Prohibition auf eigene Faust fortzuführen.
1948 bestand sie immer noch in drei Staaten.
Erst 1966 schaffte mit Mississippi der letzte US-Bundesstaat sie wieder ab.
Es gibt jedoch einzelne Städte und Landkreise in den Südstaaten, die bis heute "trocken" geblieben sind.
In vielen US-Bundesstaaten ist der Kauf von Alkohol weiterhin nur in staatseigenen Läden erlaubt, die teilweise nur in relativ geringer Anzahl existieren und für amerikanische Verhältnisse sehr beschränkte Öffnungszeiten haben.
In einigen Staaten ist das Mitbringen von Alkohol aus anderen Bundesstaaten weiterhin ein Verbrechen.

In dem Buch Prophezeiung
 

heißt es auf Seite 140
 

Wohlgemerkt es geht um die Hure Groß Babylon.
Rutherford war derart im Thema Alkohol das er auch hier sich genötigt sah auf die Prohibition einzugehen.

Genauso hier auf Seite 175
 

Rutherford gesteht hier zu das es auch aufrichtige Menschen sind die versuchen durch die Eindämmung des Alkoholkonsums schlimmeres zu verhindern.

Auch sehen wir hier an diesem Zitat, das Rutherford damit leben musste, das das trinken von Alkohol zu Russells Zeiten als „anrüchig“ angesehen wurde.

Rutherford appelliert hier eigenartig widersprüchlich, an aufrichtige Personen, den Genuss von Suchtmitteln nicht per Gesetz einzuschränken, weil es sinnlos wäre gegen das Werk Satans vorzugehen.

 

Die hier ausgeteilte Speise hat nichts mit der Bibel zu tun.

Rechtfertigung Band 3
 

Seite 74
 

Hört! Hört! Rutherford verteufelt Kettengeschäfte!
Ausgerechnet er, mit seinem Haus zu Haus Schneeballsystem!

Hier konstruiert er eine an den Haaren herbeigezogene Verbindung zu Hesekiel 7:23.
Laut dem im Moment gerade aktuellen Gerechtigkeitsempfinden der Wachtturm Gesellschaft, ist es nicht die Aufgabe der Jünger Jesu - selbst wenn der Staat noch so viele Millionen verschwendet - dies offensiv an den Pranger zu stellen.
Sich in weltliche Angelegenheiten einzumischen.

Auch auf Seite 292 erschließt sich mir nicht, inwieweit „Spirituosenschmuggler“ der Königreichsbotschaft im Weg stehen.
 

Noch dreister ist das Buch Regierung
 

Rutherford mischt sich ungeniert in die Politik seiner Zeit ein.
Und auf Seite 15…
 

…wirft er einem Politiker vor, er würde an dem Prohibitionsgesetz Geld verdienen.

Wie sehr sich Rutherford des Themas Alkohol angenommen hat kann man mit dem Buch Licht Band 2 demonstrieren.
 

Er verpackt dies zwar, künstlich Aufgeregt, in Kritik an die Geistlichkeit (die Herren vom schwarzen Tuch), in Wirklichkeit geht es hier aber ausschließlich um sein verhasstes Alkoholverbot
Seite 73
 

Ich hätte erwartet das die Wachtturm Gesellschaft sich damit begnügt seine Schäfchen zu dem Einhalten der weltlichen Gesetze zu ermuntern.

Seite 74
 

Wieder bin ich verwirrt.
Ist jetzt Rutherford für oder gegen Prohibition.
Er verurteilt die Geistlichkeit weil sie zum Alkoholverbot appellieren.
Er verurteilt die Geistlichkeit aber auch weil sie (seiner eigenen Aussage gemäß, biblisch erlaubt) Alkohol konsumieren?

Wie gesagt jeder der Präsidenten hatte sein Spezialthema und veröffentlichte dazu sogar eigene Literatur.
So interessant es auch für die paar amerikanischen Ureinwohner und seine Zeit gewesen sein mag – mit dem Thema Bibel hatte es herzlich wenig zu tun.

In nachfolgender Rutherford Broschüre ging es durchgehend um Alkohol.

Vergleichbar mit einem Jazzsession.
Anfangs spielt man die Melodie an und dann improvisiert man wild drauf los.
Unvermittelt kommt man aber immer wieder und wieder zu dem Melodienthema zurück.

So ist die Broschüre „Verbrechen und Unglück“

 
 

Jemand der als Gottes persönlicher treuer Knecht bezeichnet werden möchte veröffentlicht die Behauptung es gäbe eine „Spirituosenschmuggler Interessengruppe“ die für den Verfassungszusatz kämpften, das Alkohol verboten wird.
Mit dem Ziel das sie endlich Illegal Alkohol Schmuggeln können.
Unglaublich.

Seite 9 / 11

 

Hier finden wir den Schlüssel zu der ganzen Zerrissenheit Rutherfords mit dem Thema Alkohol.
Er fürchtete dass man ihm wieder den Alkohol nehmen würde.
Und er scheint zu fürchten das ihn jemand aus den eigenen Reihen Denunziert.

Seite 29/30

 

Absurd wird es dann wenn der, der gegen die Gesetze des Staates wettert, die Geistlichkeit auffordert für die Gesetzte des Staates einzutreten.

Seite 38
 

Auch wenn sich aus der Bibel kein Alkoholverbot ableiten lässt, so standen die Prohibitionsgesetze in keinsterweise im Widerspruch zu den Geboten Gottes.
Oder behinderten gar das „Königreichswerk“.
Der Appell aufzuhören gegen Gesetze des Landes zu Opponieren galt zuallererst für die Wachtturm Gesellschaft.

Seite 39
 

Lassen wir uns doch diese vortreffliche Speise kurz auf der Zunge zergehen.
Kirchen laden sich durch das Verbieten einer gerechten Sache Blutschuld auf sich?
Wie viele Menschen starben eigentlich durch das Verbieten gewisser (heute freigegebener) Blutbestandteile?

 

Seite 41
 

Ist das Alkoholverbot schuld an der Verbrechenszunahme?
Laut obigen Zitat: nein.

Seite 44 / 45

 
 

Ist das Alkoholverbot schuld an der Verbrechenszunahme?
Laut obigen Zitat auf einmal wieder, ja.
Dieser Fluch führte auch dazu, dass Menschen wieder mehr Zeit und Schutz in Gottes Wort suchten und religiöser wurden.
Zum Ärgernis Rutherfords strömten sie jedoch an seiner Kirchengemeindetür vorbei zur Konkurrenz.

Ohne Luft zu holen kommen wir dann Nahtlos von Satans Alkoholverbot zum großen Endkampf und den Weltkrieg.

Zum guten Schluss: Seite 51
 

Was jetzt? Verbot oder nicht Verbot?

Zwei Interessengruppen bringen genügend Energien mit, um offensiv gegen Prohibition vorzugehen:

Hersteller und Trinker


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