Speise zur rechten Zeit – 1914 – Zukunftsohmen aus Vogelkadavern

 

Rund ums Thema Zeugen Jehovas

Geschrieben von + am 14. November 2006 00:38:09:


„Wenn wir uns mit ihren falschen Überlegungen befassen, kann unser Vertrauen
in Jehovas Wort der Wahrheit, die Bibel, geschwächt werden und unser
Glaube kann absterben.“
Wachtturm vom 1.3.2002 Seite 11

 

Da ist also ein verarmter, rachitischer Schreiberling der unter der Herrschaft irgendeines grausamen Despoten lebt – hier zum Beispiel der Despot, Mao Tse-Tung.

http://www.aref.de/kalenderblatt/2001/pics/mao-tse-tung.jpg

Dieser Schreiberling schreibt also, dass das Königreich Maos, ewiglich bestehen wird.

Dies birgt für uns - der Nachwelt - natürlich gewichtige Prophetische Bedeutung.

Oder ein anderer, verarmter Poet fürchtet sich vor den Gewaltorgien der feindlichen Nachbarstaathorden.
Hier als Beispiel die roten Khmer
http://www.oleb.de/suedostasien/img/PICT5768.jpg
Dieser Poet dichtet von einer Zeit, in der eines Tages der eigene Herrscher, in der Lage sein wird dieses grausame Regime zu beseitigen.
Er schreibt unter der Angst vor den bedrohenden Nachbarstaat, von blühenden Landschaften…

Oder ein Bettelmönch lebt unter den erbarmungslosen Pharisäern oder einer anderen grausamen Besatzungsmacht wie den Römern.
Oder schlimmer noch unter beiden gleichzeitig
http://www.kriegsreisende.de/krieger/krieg-img/roemer-tempel.jpg
Dieser Bettelmönch schreibt nun dass eines Tages die gute alte Zeit - die Blütezeit unter den alten Königen, wieder zurückkehren wird.

Und das hört sich dann folgendermaßen an:

„Und Jehova wird Ägypten bestimmt einen Schlag versetzen. Es wird ein Schlagen und ein Heilen sein; und sie sollen zu Jehova zurückkehren, und er wird sich von ihnen erbitten lassen und wird sie heilen. An jenem Tag wird es schließlich eine Landstraße von Ägypten nach Assyrien geben, und Assyrien wird tatsächlich nach Ägypten kommen und Ägypten nach Assyrien; und sie werden gewiß Dienst leisten, Ägypten mit Assyrien. An jenem Tag wird Israel der dritte werden mit Ägypten und Assyrien, nämlich ein Segen inmitten der Erde, denn Jehova der Heerscharen wird es gesegnet haben, indem [er] sagen wird: „Gesegnet sei mein Volk, Ägypten, und das Werk meiner Hände, Assyrien, und mein Erbteil, Israel.“
(Jesaja 19:22-25)

Parsimony.19823

Und da dies für uns Nachfahren, gewichtige prophetische Bedeutung hat, schlägt sich dies wie folgt nieder:

1914: Jerusalem steigt aus dem Staub göttlicher Ungnade zur Ehre Beginn der Hinwegnahme von Israels Blindheit.

Beröer Handbuch Anhang Seite 79
 
Israel wird 1914 Wiederhergestellt

Schriftstudien Band 2 Seite 89
 
nationale Reorganisation!

Wie habe ich mir das Vorzustellen?
Wird in einer Art Stichtagregelung alles auf einen Status Quo zurückgesetzt?

Schriftstudien Band 2 Seite 214
 

Wiederaufrichtung.
Gilt dass dann für alle Staaten?
Denn wenn die Israeliten ihre Länder zurückbekommen wirkt sich das auf alle Nachbarländer – auf die ganze Staatenkonstellation der Erde aus.
In Jesaja lasen wir eingangs das auch Assyrien wieder Restauriert wird.
Die Assyrer sind zwar das letzte was der Menschheit fehlt aber wir können doch nicht für alle eine Extrawurst braten.
Auch die Babylonier rekonstruieren wir wieder.
Wenn schon denn schon.

Und der Wachtturm vom Februar 1918 sagt uns auch auf Seite 20 wie Gott dies überwaltet
 

klar dass es der sehnlichte Wunsch eines getreuen Kreuzsoldaten ist, das Heilige Land zu besitzen.
Gott verwendet den ersten Weltkrieg, um den Juden große Dinge zu ermöglichen.

Unser Gott der Verwalter des ersten Weltkrieges.

Fragt sich nur wer war damals „unser Gott“

Jetzt ist es uns geoffenbart worden!

In dem Februar Wachtturm von 1918 heißt es weiter auf Seite 21:
 

Geistwesen enthüllen uns Geheimnisse.
Verborgenes wurde uns von der Geisterwelt geoffenbart.
Verbrannte Tiere verwendete man zum Vorhersagen der Zukunft.

Aus Vogelkadavern las man Ohmen, um die Zukunft vorauszusagen

http://www.soylent-network.com/doku/previews18/IMG_10281_RGB_300dpi.jpg
 

Wir riefen die Toten um zum Jahre 1915 die Welt zu Regieren.

Man beachte aber bitte: dies schrieb man 1918!

Man sollte doch meinen das demnach die gerufenen Toten bereits seit 3 Jahren in Jerusalem regieren.

Weiter heißt es auf Seite 21
 

Gott sei`s getrommelt!

„Wir sind uns jedoch ganz gewiss, dass Abraham im Jahre 1915 das Land nicht in Besitz nahm.“

Jetzt suchen wir also Händeringend nach Erklärungen…

Wagen wir einen Zeitsprung zum Juli 1918
 
(Dies ist das Titelblatt – die Zeitschrift hatte kein „Frontbild“)

Hier heißt es auf Seite 64
 

Bald!
Man höre und staune!
Befreiung greifbar Nahe!

Noch ein kleiner Zeitsprung auf den Wachtturm vom September 1918 Seite 73
 

Nicht die Wachtturm Gesellschaft erzählt irgendeinen Unsinn sondern Gott unterweist uns.

Es fragt sich nur welcher Gott.

Millionenfach wurde falsche Speise ausgeteilt.

In dem 3ten Band der Schriftstudien behandelt von Seite 231 bis 292 das Kapitel „Die Wiederherstellung Israels“, in dem die Wachtturm Gesellschaft argumentierte, Gott werde seine Gunst schließlich wieder der Nation Israel zuwenden.

Russell und Rutherford tischten (sowohl in gedruckter Form als auch durch öffentliche Ansprachen) so oft für so lange Zeit so viel falsche geistige Speise auf, dass es unmöglich ist, sie alle aufzuzählen.

Diese Speise hier zu präsentieren würde jeden Rahmen sprengen.

Um einmal eine Vorstellung davon zu vermitteln, wie grenzenlos der geschriebene Unsinn war, nehme man die Lehre von den 1200 Stadien aus Offenbarung 14:20, die die Entfernung zwischen Scranton, Pa., und Brooklyn, NY, darstellen solle.

Den 7ten Band der Schriftstudien behandelten wir bereits an anderer Stelle ausführlich, aber dieses Gourmetstück von Seite 305 möchte ich hier doch präsentieren:

http://www.manfred-gebhard.de/Wir14.jpg

 

http://www.manfred-gebhard.de/Licht20weinkelter.jpg


Rutherford hat diese Portion geistiger Speise nicht nur einmal in einer öffentlichen Ansprache „aufgetischt“.

Er tat das 850.000 Mal in 850.000 Exemplaren des Buches
Das vollendete Geheimnis – Schriftstudien Band 7.

Und die ganze falsche Speise in Russells „Die Zeit ist herbeigekommen“ wurde 4.000.000 Mal in vier Millionen Exemplaren dieses Buches unter die Leute gebracht.

Beständig taucht die Feststellung auf, wirkliche Irrlehrer und falsche Propheten würden vorsätzlich Lehren verbreiten, von denen sie wissen, dass sie unwahr sind, und Dinge verkünden, von denen sie wissen, dass sie falsch sind, um andere mit Absicht irrezuführen.

Doch Russell und Rutherford (und sich selbst) sieht die Wachtturm Gesellschaft als aufrichtige Menschen an, die nie versucht haben, jemanden absichtlich in die Irre zu leiten.

Warum Zeugen Jehovas die Wachtturm Gesellschaft nicht als Irrlehrer oder falsche Propheten ansehen, hat somit mit den Beweggründen zu tun.

Welche Fehler die Wachtturm-Gesellschaft auch begangen hat, es geschah aus Liebe zu Gott und weil sie „der Verwirklichung der Vorsätze Gottes eifrig oder gar übereifrig entgegensahen“.

Das Verkündiger-Buch entschuldigt dies auf Seite 714.
 

Unser Übereifer ist demnach Positiv!

Auf Seite 17 der Wachtturm-Ausgabe vom 1. Dezember 2002 wird gesagt:
 
 

„Doch ihr Beweggrund ist rein.“

Die Wachtturm-Führung hat diese Entschuldigung mit dem ,reinen Beweggrund‘ nie akzeptiert, wenn sich jemand ANDERER dessen bediente.

Der Maßstab, an dem alle anderen gemessen werden, lautet: „Aufrichtigkeit allein genügt nicht“,

Du kannst für immer…

Seite 31
 

 

und „Johannes 4:24 sagt:
,Wer Gott anbetet, muss ihn mit ... Wahrheit anbeten.‘“

Wachtturm 1.10.2004

Seite 13
 

 

Wahrlich kostbare Wahrheiten!

Zwar mögen einige Irrlehrer und falsche Propheten vorsätzliche Betrüger sein und die Absicht haben, andere aus rein egoistischen Beweggründen irrezuführen, doch die Bibel (und ihre eigene Definition) besagt nicht, dass solche Beweggründe für Irrlehrer und Falschpropheten unabdingbar sind.

Es spielt keine Rolle, wie aufrichtig sie vielleicht sind oder nicht. Nicht durch seine Beweggründe wird jemand zum Irrlehrer und falschen Propheten.

Es sind vielmehr seine falschen Lehren und Vorhersagen, die ihn dazu machen.

„Nehmt euch vor den falschen Propheten in acht, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie raubgierige Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man vielleicht jemals Trauben von Dornsträuchern oder Feigen von Disteln? Ebenso bringt jeder gute Baum vortreffliche Frucht hervor, aber jeder faule Baum bringt wertlose Frucht hervor; ein guter Baum kann nicht wertlose Frucht tragen, noch kann ein fauler Baum vortreffliche Frucht hervorbringen. Jeder Baum, der nicht vortreffliche Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. Ihr werdet also diese [Menschen] wirklich an ihren Früchten erkennen.“
Matthäus 7:15-20.

Nicht durch seine Beweggründe wird jemand zum Irrlehrer und falschen Propheten.
Es sind vielmehr seine falschen Lehren und Vorhersagen, die ihn dazu machen.

Nun bleibt die Frage:
Was haben wir getan?

Wenn man seine Lehren durchsetzt.
Eigenes Gedankengut erfindet.
Dieses als übernatürliches Wissen – von Gott kommend - bezeichnet.
Andere zwingt dieses als Wort Gottes zu akzeptieren.
Den eigenen Willen – für Einheit - durchsetzt.
Sich als Herr - als geistgeleitete Organisation - aufzuspielen.
Wenn wir zum Erhalten unseres Ansehens, Falschlehren beschönigen, oder unterschlagen.

Was haben wir dann getan?

Wachtturm vom 15.1.1993

Seite 30
 

 


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