Speise zur rechten Zeit – 1878 - Wiederherstellungswerk

Rund ums Thema Zeugen Jehovas

Geschrieben von + am 04. November 2006 20:31:30:
„Wenn wir uns mit ihren falschen Überlegungen befassen, kann unser Vertrauen
in Jehovas Wort der Wahrheit, die Bibel, geschwächt werden und unser
Glaube kann absterben.“
Wachtturm vom 1.3.2002 Seite 11

 

In Apostelgeschichte 3 Fers 9 bis 21 ist von einem Wiederherstellungswerk die Rede:

„Bereut daher und kehrt um, damit eure Sünden ausgelöscht werden, so daß Zeiten der Erquickung von der Person Jehovas kommen mögen und er den für euch bestimmten Christus sende, Jesus, den allerdings der Himmel bei sich behalten muß bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten der alten Zeit geredet hat.“
(Apostelgeschichte 3:19-21)

1878: Beginn der „Zeiten der Wiederherstellung“

Die im Moment bei uns gerade gültige Auslegungsvariante ist die des Wachtturms vom 1.10.1983

Seite 20 / 21 Absatz 15

 

Ein „Wiederherstellungswerk“ wird hier in der Genesung der Wachtturm Gesellschaft um 1919 erkannt.

1919 dagegen glaubte man dass eine Wiederherstellung des jüdischen Volkes im Gange war.
Und das seit 1878.

Schriftstudien Band 2 Seite 212
 
1878 endet die Gnadenlose Zeit für das jüdische Volk.

Seite 214
 
1878 der Wendepunkt für die Rückkehr der Gnade zum fleischlichen Israel.

Seite 223
 
1878 – dies bedarf eigentlich keines Beweises

Seite 225
 
Die Juden werden bis 1915 (!!!) dem Ende der Zeiten der Nationen Jesus anerkennen

Der Wachtturm vom September 1911
 

Sprach auf Seite 122 noch von 1875
 

Der Wachtturm vom September 1918 suchte auf Seite 73 „irgendein“ Ereignis…
 

…und fanden eine Erfüllung.
Seite 74
 

Ein Berliner Kongress der auch seine Erwähnung in dem Detailausschnitt aus der Schmuckgrafik des Wachtturms vom Februar 1906 Seite 25 zu sehen ist
 

Mit einem Bibeltext entschuldigt die Wachtturm Gesellschaft gerne ihre Falschlehren.

Apostelgeschichte 1:6
„Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Königreich wieder her?“

Die Apostel stellten Jesus eine Frage.
Diese Frage lässt darauf zurückschließen das die Jünger falsche Erwartungen hegten.

Bemerkenswert wie diese eine Frage der Apostel an Jesus, alles wegerklären soll, was die Wachtturm-Gesellschaft jemals an Irrlehren verbreitet hat.

Die Wachtturm Gesellschaft erklärt es auf folgende Weise...

In dem Buch „Jehovas Zeugen Verkünder des Königreiches Gottes“

heißt es auf Seite 709
 

„Läßt demnach die Tatsache, daß Jehovas Zeugen verfrühte Erwartungen gehegt haben, darauf schließen, daß sie nicht von Gott geleitet werden?
Nein, genausowenig wie die Frage der Jünger, ob das Königreich in ihren Tagen unmittelbar bevorstünde, darauf schließen ließ, daß sie nicht von Gott auserwählt worden waren und nicht von ihm geleitet wurden.
(Apostelgeschichte1:6)“

Auf die gleiche Art und Weise wird Apostelgeschichte 1:6 in diesem Buch noch auf den Seiten 78 und 636 strapaziert.

Hier werden alle „verfrühten Erwartungen“ der Gesellschaft, die über einhundert Jahre lang in Milliarden Exemplaren an Literatur auf der ganzen Welt veröffentlicht worden sind, mit dieser einfachen, aus zwölf Wörtern bestehenden Frage verglichen, die die Jünger Jesus nur einmal privat stellten, und es wird so getan als wäre dies vergleichbar.

Auf Seite 78 des Verkündiger-Buches…
 

…wird Rutherfords „Millionen jetzt Lebender werden nie sterben“ ausdrücklich als Beispiel für „ähnliche unangebrachte Erwartungen“ bezeichnet.

Da stellt sich doch die Frage, wo die Ähnlichkeit zwischen einer sehr privaten Frage der Jünger an ihren Lehrer, (die sie stellten, weil sie nicht wussten, wann das Königreich wiederhergestellt würde), und Rutherfords 18 Jahre dauernder, weltweiter Kampagne in aller Öffentlichkeit, wo er darauf bestand, er wisse, wann das Königreich wiederhergestellt würde?

Wo ist die Ähnlichkeit zwischen der einmal gestellten Frage der Jünger und den 67 Jahren, in denen Russell und Rutherford der ganzen Welt unverfroren verkündeten, dass Jesus 1874 wiedergekommen sei?

Was hat Apostelgeschichte 1:6 mit der Lehre der zweiten Wiederherstellung des fleischlichen Judentums von 1878 zu tun?

Und wo sind die Ähnlichkeit mit allen anderen falschen Daten und Ereignissen, die - darauf besteht die Wachtturm Gesellschaft - „Gottes Daten“ seien der nicht Lügen kann?

Mit Apostelgeschichte 1:6 will die Wachtturm Gesellschaft zeigen, dass Jesu Jünger dasselbe taten wie Russell und Rutherford.

Sie sagt, Rutherfords „Millionen jetzt Lebende werden nie sterben“ sei kein größerer Fehler gewesen, als die Frage der Jünger die sie in Apostelgeschichte 1:6 an ihren Lehrer stellten.

Damit eine Ähnlichkeit besteht, hätten die Jünger etwas Ähnliches tun müssen.
Die Jünger Jesu, hätten OHNE JESUS ZU FRAGEN, in den Synagogen verkünden müssen, Jesu werde das Königreich für Israel im Jahr XY wiederherstellen.
Und wenn Jesus dann diese Verkünder im Namen Gottes nicht als Schlangen und Otternbrut bezeichnet hätte, wie er dies mit den „Lehrern“ seiner Zeit tat, dann könnte man dies als Entschuldigung heranführen.

Aber so etwas haben sie natürlich nie getan.

Was heißt es, wenn Männer mit solch einer Argumentation ankommen können?
Und was bedeutet es, wenn Millionen von Zeugen Jehovas nichts Verkehrtes darin sehen?

Auch hier gilt wieder: Anscheinend haben alle so sehr das Bedürfnis zu glauben, was sie glauben möchten, dass sie sich jeden Gedanken daran verkneifen, dass zwischen Jesu Aussage aus Matthäus 24:36 oder der Frage, die seine Jünger nach Apostelgeschichte 1:6 stellten, und all den Irrlehren, die Russell und Rutherford unter die Leute brachten, keine Ähnlichkeit besteht.

Während wir also keinerlei Grund haben zu glauben, die einfache Frage, die die Jünger Jesus stellten, bedeute, dass sie nicht von Gott „auserwählt und geleitet“ wurden, besteht sehr wohl Grund zu der Annahme, dass die vielfachen falschen Antworten, die Russell und Rutherford jahrzehntelang verbreiteten, zeigen, „dass sie nicht von Gott auserwählt worden waren und nicht von ihm geleitet wurden“.

Der elementarste Grund, warum Jehovas Zeugen und die Wachtturm-Gesellschaft nicht in der Lage sind, diesen Unterschied zu erkennen, ist, dass die große Idee, deren Gefangene sie sind, sie daran hindert, den wahren Grund zu erkennen.

Sie stimmen nicht dem Gedanken zu:
„Mit der Bibel kann man alles beweisen, was man will.“
Aber die Wachtturm Gesellschaft bedient sich diesem Mittel.
Und zwar so sehr, dass der frühere Zeuge Jehovas und Buchautor Prof. James Penton in dem Buch „Apocalypse Delayed“ auf Seite 178 sagte...

„Die Auslegungen der Wachtturm-Gesellschaft sind mit den Jahren oftmals so bizarr geworden, dass fast jeder Teil der Heiligen Schrift dazu verwendet werden kann, beinahe alles zu erklären, was die Schreiber der Zeugen mit ihr erklären wollen.“

Solange die Zeugen Jehovas glauben, dass die Wachtturm-Gesellschaft Gottes Organisation ist, solange werden sie weiterhin jede ihrer Auslegungen akzeptieren, egal wie bizarr sie sind.

Bizarr wie dieses
http://www.manfred-gebhard.de/Trost.a.jpg
Seite 100/101

 
Das klappern von 206 Knochen von den Bühnen der Zeugen Jehovas.

Worin besteht die Ähnlichkeit zwischen der einfachen, einmal gestellten Frage der Jünger und den 67 Jahren, in denen Russell und Rutherford Jesu Wiederkehr für das Jahr 1874 und den darum herum konstruierten Auslegungsphantasien verkündeten?

Dann kann „Fast jeder Teil der Heiligen Schrift dazu verwendet werden, beinahe alles zu erklären, was die Schreiber der Wachtturm Gesellschaft mit ihr auch immer erklären wollen.“

Doch selbst wenn es so wäre, würde die Wachtturm-Gesellschaft HEUTE die Prüfung durch Jesus bestehen, würde das bedeuten, dass sie in derselben Prüfung im Jahre 1919 durchgefallen wäre.

Waren ihre Lehre der zweiten Wiederherstellung um 1878 eine Speise zur rechten Zeit: Ja oder Nein
1. Rechte Lehren: Nein
2. Rechte Zeit, sie zu lehren: Nein
3. Lehren, die Gott in seinem Wort offenbart: Nein
4. Aufgrund menschlicher Weisheit abgelehnt: Nein


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