Re: Speise zur Rechten Zeit - Die Wiederkunft Christi


Rund ums Thema Zeugen Jehovas

Geschrieben von JZ am 05. Oktober 2006 05:01:51:

Als Antwort auf: Speise zur Rechten Zeit - Die Wiederkunft Christi geschrieben von + am 05. Oktober 2006 00:49:41:

Guten Morgen,

ich bin heute mal ein Nachtmensch.
Stimmt, das hatte ich überlesen:
Erst im Nachhinein legte man 1914 als das Datum von Jesu Gegenwart fest.
Aber dieses Übersehen allein würde ich jetzt nicht als ausschlaggebendendes Kriterium betrachten, man bedenke folgende mildernde Tatsachen:
Das Volk Gottes, damals die Juden, waren in der Erwartung das der Messias Sie vom römischen Joch befreien würde - menschlich nachvollziehbar, doch entgegen der Erwartungen lehrte Jesus "Sein Königreich wäre kein Teil dieser Welt" - soviel zu fehlerhaften menschlichen Überlegungen, wo Gott durch Jesus sagte, das er, pauschal gesehen, andere Pläne hätte.
Sein Königreich ist ein Ding für die Zukunft - aber genauso ist Gottes Volk heute genauso menschlich wie damal die Juden.

Ein anderer Aspekt lieferte Jesu Werdegang an sich, wo auch erst im Nachhinein man erkannte, wie viele Prophezeiungen sich eigentlich an ihm erfüllten, was im Nachhinein ihn als den Messias bewies.
Genauso glaubt man auch hier erst im Nachhinein, das sich 1914 bzw. 1919 etwas erfüllt gehabt musste - von mir aus kann Jesu Gegenwart auch schon vorher angefangen haben, doch "die Ankunft Jesu", welche "den Abschluss des Systhems der Dinge" einleiten würde, ist Nachweisbar noch nicht eingetroffen - denn dies würde die gesammte Menschheit zu verspüren bekommen, hat ja aber noch nicht.
Denn erst wenn der Herr "den Sklaven bei seiner ANKUNFT" ihn so tuend vorfinden würde, dann erst würde er ihn über seine gesammte Habe setzen!
In den Veranschaulichungen Jesu in Mathäus 25 wird dies auch noch mal verdeutlicht:
Erst die 10 Jungfrauen mit dem Öl, welche noch mal von Jesus angeführt werden um geistige Wachsamkeit zu unterstreichen, mit denen man die Ankunft Jesu erwarten sollte.
Dann das Gleichniss mit den Talenten, welches zeigt, das Glaubenswerke erforderlich seien.
Jetzt kommt eigentlich in Mathäus 25 die folgende Aussage, welche ich meine:

"Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit gekommen sein wird und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf seinen Thron der Herrlichkeit setzen. 32 Und alle Nationen werden vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen voneinander trennen, so wie ein Hirt die Schafe von den Ziegenböcken trennt. 33 Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken."

Entgegen der Behauptungen der WTG, welche behauptet durch Jesu Führung bereits dieses "Trennungswerk" durchzuführen, behaupte ich das dieses Werk noch kommen wird, nachdem Jesu erst allen Menschen seinen bevorstehenden Eingriff unwiederruflich dargelegt haben wird - kann sein das dies sogar eine vorherige Interpretation des Sklaven war, welche dann aber auf die heutige Zeit umgemünzt wurde.
Doch was bedeutet eigentlich dann das Wort "Erntezeit" gemäß Jesu Gleichniss vom Unkraut? Wird dies dann nicht ungültig, indem man dann schon vorher das "Unkraut" versucht zu sichten, und dann den wertvollen Weizen mit herauszieht? Nimmt dann nicht da jemand etwas an Verantwortung auf sich, wozu er dann gar nicht berechtigt wäre? Passierten gerade deswegen nicht viele Fehlentscheidungen, weil man doch zu voreilig drangegangen ist?
Tja, Speise zur rechten Zeit, doch am falschen Ort?


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