Re: Johanna


Rund ums Thema Zeugen Jehovas

Geschrieben von Drahbeck am 18. Mai 2006 20:27:42:

Als Antwort auf: Re: Sie haben Post ... geschrieben von Drahbeck am 18. Mai 2006 20:20:20:

"Für wen hältst Du dich, dass Du meinst den Unterschied zwischen Gut und Böse zu erkennen?" wird Johanna gefragt, nachdem ihre "Mission" offenbar einen Ausgang genommen, den in ihren kühnsten Träumen sie sich wohl so nicht vorgestellt hat.
"Hältst du dich für Gott?" wird sie weiter gefragt.
"Nein, sie sei nur dessen "Botin" die an Selbstbewusstsein sicherlich nicht mangelnde Auskunft.

"Wie kommst du nur zu der Vorstellung, dass Gott der Schöpfer des Himmels und der Erde, der Ursprung allen Lebens, Dich zu etwas braucht?"
Und bei dieser Frage, die offenbar den Nerv getroffen, sieht man das buchstäbliche Entsetzen im Gesicht der Johanna geschrieben.

Nach dieser Einleitung begegnet man im Bild einem bekannten Stadion in den USA, über den - unter anderem - auch schon der Journalist Marley Cole, euphorische Berichte mit Zeugen Jehovas-Bezug verfasst hat
http://www.manfred-gebhard.de/Yankee.jpg

http://www.manfred-gebhard./de Yankee2.jpg

Es folgen weitere Filmausschnitte die den euphorischen Charakter jener Besucher vorgenannter Stadion-Veranstaltungen unterstreichen. Das ganze „untermalt" mit Musik- und Tonbeiträgen (als Hintergrundkulisse).

Die nächste Filmsequenz beginnt wieder mit Johanna. Diesmal in ihren „Glanztagen" wo sie es noch vermochte „Welten zu bewegen" ... Und dies alles mit „Gott" verklärt.
Und nach dem Ruf der Johanna „Folgt mir ..." sieht man als nächstes die schon beschriebene „Stadion-Euphorie" der Zeugen Jehovas eingeblendet, wiederum gefolgt von diversen Filmeinblendungen aus „selbstdarstellenden" Filmen der WTG.

Diesmal werden aber diese WTG-Filmeinblendungen durch diverse Tonbandwiedergaben (ebenfalls von WTG-Funktionären) im Hintergrund untermalt. Keiner der Texte ist dabei eigentlich klar hörbar. Eher gleicht es einem babylonischen Sprachgewirr. Aber in den „Wortfetzen" die man da so zu hören bekommt kann man beispielsweise (zumindest ansatzweise) auch solche Sätze heraushören wie:
„Dass wir die Generation sind," und dazu passend das Bild der aufmerksamen Zuhörer, „die ein großes Ereignis erleben wird; die Vernichtung Groß-Babylons, die Schlacht von Harmagedon."
http://www.manfred-gebhard.de/Aufmerksam.jpg

„Der Tag Jehovas wird innerhalb der Generation eintreten, die das Jahr 1914 bewusst mit erlebte", so ein weiterer aus dem Stimmengewirr heraushörbarer Wortfetzen, der wie es sich „gehört", auch prompt artig beklatscht wurde.
http://www.manfred-gebhard.de/Klatschen.jpg

Wie man sieht, sind einige darob besonders gerührt.
http://www.manfred-gebhard.de/Geruehrt.jpg

Ein Paukenschlag beendet jene von Euphorie förmlich triefende Filmsequenz.

Man begegnet als nächstes wieder der Johanna in einem Kerkergemach, wie sie sich inquisitorischen Fragen ausgesetzt sieht.

„Gott hat Dir Aufträge erteilt?" Eine der inquisitorischen Fragen.
In dem diesbezüglichen Disput sieht Johanna sich zusehends in die „Ecke gedrängt". Alle ihre vermeintlich erkannten „göttlichen Zeichen" für ihr Wirken, werden von ihrem Inquisitor zerredet und nicht als solche anerkannt.
„Aber aus der unzähligen Anzahl von Möglichkeiten", suchst Du dir ausgerechnet diese aus (das vermeintliche göttliche Zeichen), bedrängt der Inquisitor die Johanna weiter.

„Du hast nicht gesehen was wirklich war, Joann. Du hast gesehen, was Du sehen wolltest" so das Resümee
mit dem diese Filmsequenz ausblendet.

Im Nächsten „Filmchen" wird dann auf einem gewissen „MG" bezug genommen wiederum untermalt von mystischer Musik
http://www.manfred-gebhard.de/MG.jpg

http://www.manfred-gebhard.de/MG2.jpg

http://www.manfred-gebhard.de/MG3.jpg

In der nächsten Filmsequenz begegnet man erneut wieder der Johanna, wie sie in einem letzten Aufbäumen versucht, die gegen sie gerichteten Vorhalte zurückzuweisen.

„In seinem (Gottes) Namen gekämpft und getötet für den König des Himmels" meint Johanna sich verteidigen zu können. Die Antwort auf diese Art von Selbstverständnis besteht nur in der Form einer Gegenfrage, von der „Länge" eines Wortes:
„Tatsächlich ...?"
„Alle die ihr mich ehrt, folgt mir" wird sie zitiert. „Wo findet da Gott Erwähnung, Joann?" wird sie gefragt.
„Mach dir nichts vor. Du hast es für dich selbst getan" wird sie ob ihrer Verteidigung belehrt.

Danach begegnet man wieder der bereits bekannten Religionsgemeinschaft, auch mit einigen historischen Bildern
http://www.manfred-gebhard.de/Manhattan.jpg

http://www.manfred-gebhard.de/Manhattan2.jpg

http://www.manfred-gebhard.de/Manhattan3.jpg

http://www.manfred-gebhard.de/Manhattan4.jpg

Auch charakteristische „Idylle"-Bilder aus neuzeitlichen WTG-Publikationen und ähnliches.

Als nächstes begegnet man wieder der Johanna. Diesmal „zerknirscht" erkennend, dass ihr selbst fabriziertes Lügengebäude in sich zusammen gefallen ist ...

Das Ende der Johanna wie es auch in Geschichtsbüchern beschrieben ist, bildet den Ausklang des Filmes.

Kürzlich wurden auf diesen Seiten auch einige Videos bezüglich der Neuapostolischen Kirche beschrieben. Selbige betreibt analog zu den Zeugen Jehovas auch eine Abschottungspolitik. Dabei kam auch ein Zitat mit zum Vortrag, wie denn sich die Neuapostolische Kirche zu Theateraufführungen und ähnliches stellt.
Zitat:

„Er zitiert als Beispiel dann aus einem NAK-Dokument, Theaterbesuch betreffend. In diesem wird ausgesagt, das Theater sei ein wesentlicher Faktor bei der Bildung von Wertvorstellungen, eine moralische Erziehungsanstalt. Das Ziel des Theaterbesuches könne es sein, Nachdenken auszulösen und das für manche der Theaterbesuch eine wertvolle Lebensgestaltung bedeutet. Wörtlich: "Diese Einschätzung teilen wir (die NAK) nicht".
Also man versieht alle diese Dinge mit der Formel, dass sind weltliche Genüsse, die Schaden uns nur. Da werden wir beeinflusst."

Auf Zeugen Jehovas Verhältnisse übertragen scheint mir das vorstehend beschriebene Video, ein analoges Vergleichsbeispiel zu sein.


ZurIndexseite