Re: Thema Demonstration


Rund ums Thema Zeugen Jehovas

Geschrieben von Drahbeck am 18. Januar 2006 12:08:58:

Als Antwort auf: Teste einmal Infolink geschrieben von Gecko am 18. Januar 2006 11:38:48:

Um es vorab zu sagen. Ich werde niemand daran hindern, so er denn "demonstrieren" möchte.

Ich habe es mir schon jahrelang nicht mehr angetan ZJ-Kongresse zu besuchen; und werde es diesbezüglich auch weiterhin so halten. Der letzte diesbezügliche Kongress war der in Berlin (West) (Olympiastadion) kurz nach dem DDR-Mauerfall. Auch da beschränkte sich mein Interesse im wesentlichen auf die jeweils aktuellen WTG-Veröffentlichungen. Also den "ganzen Tag" dort anwesend zu sein, habe ich mir schon damals nicht angetan.

Erinnerlich ist mir da noch das schroffe Verhalten eines jener, der da einen Literaturtisch verwaltete. Es war gerade so eine Grenzsituation zwischen Ende einer Pause und Beginn des nächsten Programmpunktes. Fast sekundengenau nach Beginn des letzteren lehnte er es ab, auf mein Anliegen, einige der ausliegenden Sachen erhalten zu wollen, einzugehen. Ihn betont schroffer Weise machte er seinen Laden dicht. Mit wem er es zu tun hatte, konnte er schon daraus entnehmen, dass ich keine Kongressplakette trug; was bei den Zeugen ansonsten usus ist. Also diesem Außenstehenden zeigte er die betont kalte Schulter.

Also musste ich notgedrungen den nächsten (dem letzten von dem Tage) Programmpunkt über mich ergehen lassen. Nach Veranstaltungsende standen (vor dem Stadium) einige Kritiker rum. Da konnte man "interessante" Eindrücke gewinnen. Eine standen da mit Plakaten behängt, still und stumm wie die Ölgötzen. Andere versuchten ihre selbstfabrizierten Flugblätter (Marke Caro Billig, sowohl in Inhalt als auch Aufmachung) an den Mann respektive Frau zu bringen. Allzuviel sind sie davon wohl nicht losgeworden.

Versetze ich mich da in die Lage der aktiven Zeugen, würde ich die eben geschilderten Protagonisten eher in die Rubrik "lächerlich" einordnen. Diese Einordnung nimmt wohl auch WTG-Anwalt A. P.  vor, rekaptituliert man die seinerzeit veröffentlichten Fotos über die letzte angesprochene "Demonstration" vor dem WTG-Anwesen (und seinen höhnischen Gesichtsausdruck dabei) zur Kenntnis.

Es steht jedem frei es mit Don Quichott zu halten. Ich hingegen halte es lieber damit Schläge darauf hin zu orientieren, eben keine Luftschläge zu sein. Nicht im Sinne kurzfristiger Ergebniserwartung. Das sicherlich nicht. Aber jeder hat nun mal nur begrenzte Ressourcen. Die dann noch für Sachen zu verzetteln, die ohnehin nichts bringen.

Nun ja, mag es jeder machen, wie er beliebt.


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