Eintausendneunhundertvierzehn Sakrilege – Tür 16 – Ein SMS an Abrahams Handy


Rund ums Thema Zeugen Jehovas

Geschrieben von anonym am 16. Dezember 2005 00:32:10:

GROSSVATER war schon über achtzig Jahre alt.
Er war groß und hatte sanfte blaue Augen und einen buschigen weißen Bart.
Er hatte ein wunderbares Gesicht.
Es zeigte eine Aura großer Würde und Gefasstheit.
Er war unser Freund und Vertrauter.
„Ich möchte euch von einem meiner Freunde erzählen", sagte Großvater.
„Er war ein kleiner, schmaler Mann mit dunklen Augen.
Er war sehr temperamentvoll.
Er reiste von Deutschland über Frankreich nach Kanada ohne Paß oder irgendeinen anderen besonderen Ausweis.
Als er in Quebec eintraf, stellte man ihm lediglich die Frage:
,Welcher Beschäftigung wollen Sie nachgehen?'
Versuche das heute einmal.
Nach dem Ersten Weltkrieg schrieb er seinem Vater in Deutschland über die gute Botschaft von Gottes Königreich, die er in Kanada kennen gelernt hatte, und in seiner Antwort schrieb sein Vater:
,Mein Junge, die guten alten Zeiten sind vorbei.'
Der Erste Weltkrieg hat alles verändert.
Das Leben war nach dem Krieg ganz anders.
Die Stimmung in der Welt war anders.
Die Menschen vertrauten einander nicht mehr, sie wurden, wie die Bibel sagt, grausam, stolz, hochmütig und schrecklich selbstsüchtig."
Sie wohnten in einem alten, ganz aus Holz gebauten Bauernhaus, das sieben Räume und einen Dachboden hatte.
Der Dachboden war für Gerd und mich ein Museum, und wir verbrachten viele Stunden, um in den alten Sachen herumzukramen.
Eines Tages sagten wir aus Spaß zu Großpapa, wir wollten den Dachboden durchwühlen, um ,,zu sehen, wie sehr sich die Welt verändert hat".
Er empfand den Sarkasmus in unseren Worten.
„Ihr glaubt mir nicht, wenn ich sage, dass sich die Zeiten geändert haben, nicht wahr?"
Ohne auf eine Antwort zu warten, ging er die Treppe hinauf, steuerte direkt auf eine alte Truhe zu, öffnete sie und zog einige vergilbte Zeitungen heraus…


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Der Weg zum Paradiese (Seiten 214, 216)

Das Jahr 1926 würde darum ungefähr am 1.Oktober 1925 beginnen.
Es würde darum ganz vernünftig sein, zu erwarten, daß kurz nach diesem Zeitpunkt die Gnade Gottes zum jüdischen Volk zurückkehrt.
Viele Juden schauen heute schon voller Verlangen nach ihrem alten Heimatlande Palästina.
Gottes Zeit, für welche er die Herrschaft der Nationen zugelassen hatte, war, wie wir bereits gesehen haben, im Jahre 1914 abgelaufen.

Zweifellos werden viele Knaben und Mädchen, die dieses Buch lesen, es erleben, wenn Abraham, Isaak, Jakob, Joseph, Moses und viele andere der treuen Männer alter Zeit in der Herrlichkeit ihrer ‘besseren Auferstehung’ hervorkommen werden, vollkommen an Geist und Leib.

Zuerst werden sie viele merkwürdige Überraschungen erleben, denn sie sahen nie zuvor Dampfmaschinen, Automobile, elektrisches Licht, Telephon, Flugmaschinen, Luftschiffe, Radio und viele andere Dinge, an die wir gewöhnt sind.

Wie werden sie staunen, wenn ihr in ein Telephon sprecht!

„Was macht ihr da?“

„Wir reden mit jemanden, der hundert Meilen weit entfernt ist!“

„Das ist doch nicht möglich! Ihr wollt euch wohl lustig machen über uns?“

Wenn Jerusalem die Hauptstadt der Welt sein wird, muß es von dort eine schnelle Verbindung nach allen Richtungen geben.
Was für ein Vorrecht, genau dann zu leben und das Ende der alten und das Heraufziehen einer neuen Welt zu erleben.
Von allen Zeiten in der Geschichte der Erde ist heute die wunderbarste!
. . . Die Fürsten können ihre Anweisungen leicht in jeden Winkel der Erde per Radio verbreiten. Man stelle sich einen Fürsten Abraham vor, der eine allgemeine Anweisung mit „Achtung!“ einleitet, und alle Menschen überall hören auf ihn.

Jahrbuch 74 S. 97-98 Deutschland (Teil 1) ***

DIE GESELLSCHAFT ZIEHT UM
Die verantwortlichen Brüder erkannten bald, daß die Maschinen, die in Barmen zur Verfügung standen, nicht ausreichten. Offensichtlich unter der Leitung des Geistes Jehovas wurde ihre Aufmerksamkeit auf Magdeburg gelenkt, wo ein Grundstück zum sofortigen Kauf zur Verfügung stand. Obwohl sich die Gesellschaft schnell entscheiden mußte, kaufte sie das Grundstück an der Leipziger Straße. Der offizielle Wechsel von Barmen nach Magdeburg erfolgte am 19. Juni 1923. Plötzlich besetzten französische Truppen das Rheinland und das Ruhrgebiet, auch Barmen und Elberfeld. Das bedeutete natürlich, daß die Post, der Bahnhof und die Reichsbank ebenfalls besetzt wurden, und dadurch wäre es sehr schwer gewesen, die Versammlungen von Barmen aus zu betreuen. Im Jahresbericht von 1923 hieß es über dieses Ereignis: „Eines Morgens traf im Brooklyner Hauptquartier die Nachricht ein, daß das deutsche Werk ungefährdet nach Magdeburg umgezogen sei. Gleich am nächsten Morgen meldeten die Zeitungen, daß die Franzosen Barmen in Besitz genommen hätten. Wir dankten dem teuren Herrn für seinen Schutz und Segen.“
Nun konnten wir den Wacht-Turm in unserer eigenen Druckerei herstellen. Die erste Ausgabe, die dort gedruckt wurde, war die vom 15. Juli 1923. Drei oder vier Wochen später wurde eine große Flachpresse mit automatischem Anleger aufgestellt, und man begann, am ersten Band der Schriftstudien zu arbeiten. Gleich danach wurde das Buch Die Harfe Gottes auf der gleichen Maschine gedruckt.
Aber es wurden noch mehr Maschinen benötigt. Aus diesem Grunde bat Bruder Balzereit Bruder Rutherford um die Erlaubnis, eine Rotationsmaschine zu kaufen. Bruder Rutherford erkannte die Notwendigkeit und stimmte zu, doch nur unter einer Bedingung. Er hatte beobachtet, daß sich Bruder Balzereit im Laufe der Jahre einen Bart hatte wachsen lassen, der dem Bart sehr ähnlich sah, den Bruder Russell getragen hatte. Sein Beispiel machte bald Schule, denn es gab auch andere, die so aussehen wollten wie Bruder Russell. Dies hätte natürlich leicht zur Menschenverehrung führen können, und das wollte Bruder Rutherford vermeiden. Daher sagte er Bruder Balzereit bei seinem nächsten Besuch in Anwesenheit der gesamten Bibelhausfamilie, er könne eine Rotationspresse kaufen, doch nur unter der Bedingung, daß er seinen Bart abnehmen ließe. Bruder Balzereit stimmte schweren Herzens zu und ging danach zum Friseur. In den folgenden Tagen gab es manche Verwechslung und auch einige heitere Situationen, weil der „Fremde“ manchmal von seinen Mitarbeitern nicht erkannt wurde.

Traktat T9X Seite 3
„DAS ZEICHEN FÜR DIE GEGENWART CHRISTI“

Beiläufig bemerkt, stellt die Bibelchronologie auch die Zeit der zweiten Gegenwart Christi sowie des Ansichnehmens seines Rechts als Herrscher fest, nämlich das Jahr 1914; auf dieses Jahr wurde im Wachtturm schon im Jahre 1879, also 35 Jahre vor 1914, hingewiesen.


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Welche Ausgabe des Wachturm - Datum Monat und Seitenzahl — von 1879 enthält die Jahreszahl 1914 und bezieht sich auf Jesu zweite Gegenwart ab jenem Jahr?

Tatsache ist, dass die Wachtturm-Gesellschaft das Datum 1914 für Jesu zweite Gegenwart erst 1943 annahm. Daher konnte sie die Jahreszahl 1914 schlecht 35 Jahre zuvor, im Jahre 1879, veröffentlicht haben.

Gottes tausendjähriges Königreich hat sich genaht.
1973, Seiten 206-207, 210

Der Redakteur und Herausgeber der Zeitschrift Zion’s Watch Tower and Herald of Christ’s Presence (Zions Wacht-Turm und Verkünder der Gegenwart Christi) errechnete allerdings, daß die „Gegenwart“ oder Parusie des himmlischen Bräutigams mit dem Jahr 1874 u. Z. begonnen habe . . . Im Jahre 1943 gab die Watch Tower Bible and Tract Society das Buch „The Truth Shall Make You Free“ („Die Wahrheit wird euch frei machen“) heraus. Im elften Kapitel dieses Buches, das überschrieben war „Die Zeitrechnung“, wurden für die Richterzeit nicht mehr 100 Jahre zuviel gerechnet, und man berücksichtigte die älteste und zuverlässigste Lesart von Apostelgeschichte 13:20; ferner akzeptierte man die ausgeschriebenen Zahlen in den Hebräischen Schriften. Das bedeutete, daß der Mensch erst in den
1970er Jahren sechstausend Jahre auf der Erde gelebt haben würde. Natürlich konnte nun das Jahr 1874 u. Z. nicht mehr als das Datum für die Wiederkunft des Herrn Jesus Christus und den Beginn seiner unsichtbaren Gegenwart oder Parusie gelten.

Prophezeiung, 1929, Seite 70

Der biblische Beweis ist, daß die zweite Gegenwart des Herrn Jesus Christus 1874 n.Chr. begann. Dieser Beweis wird insbesondere in der Broschüre „Unseres Herrn Wiederkunft“ unterbreitet.

Watchtower, 1. Januar 1924, Seite 5.

Sicherlich gibt es nicht den geringsten Raum für Zweifel . . . daß der Herr Jesus gegenwärtig ist und es schon seit 1874 ist.

Wachtturm, 1.1.1976, Seite 3:

Heißt das, daß die Menschheit nun bereits 6 000 Jahre innerhalb der Zeitspanne von 7 000 Jahren gelebt hat, die Gott als seinen großen „Ruhetag“ ‘segnete und heiligte’? . . . Nein, das ist nicht der Fall.

Jahrbuch 1975, Seite 145:

„Das Jahr 1925 kam und verstrich. Die gesalbten Nachfolger Jesu waren als Gruppe immer noch auf der Erde. Die Treuen der alten Zeit — Abraham, David und andere — waren nicht auferweckt worden, um Fürsten auf der Erde zu sein (Ps. 45:16). Anna MacDonald erinnert sich: „Das Jahr 1925 war für viele Brüder ein trauriges Jahr. Einige strauchelten; ihre Hoffnungen waren enttäuscht worden . . . Statt dies als eine ‘Wahrscheinlichkeit’ anzusehen, lasen sie hinein, daß dies mit ‘Sicherheit’ kommen würde, und manche bereiteten alles für ihre lieben Angehörigen vor, da sie deren Auferstehung erwarteten.“

Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben Seite 69

Indem man auf der Ansicht beharrte, daß Russell jener „Knecht“ gewesen sei, wurden viele veranlaßt, Russell auf eine Weise zu betrachten, die tatsächlich der Menschenverehrung gleichkam. Man glaubte, daß alle Wahrheiten, die Gott seinem Volke zu offenbaren für gut befunden hatte, Russell geoffenbart worden seien und daß nun — da dieser „Knecht“ tot war — nichts mehr hervorgebracht werden könne.

Man darf hierbei nicht vergessen, daß nicht ein paar Leute privat zu dieser Ansicht kamen; sie wurde von der Wachtturm-Gesellschaft gelehrt.
Interessant sind folgende Zitate:

Es erhob sich tatsächlich ein gewisser Widerstand von seiten derer, die nicht fortschrittlich dachten und keine Vision von dem vor ihnen liegenden Werke hatten. Einige zogen es vor, in der Vergangenheit zu leben, in der Zeit Pastor Russells, als die Brüder im allgemeinen ihn als den einzigen Kanal biblischer Erleuchtung betrachtet hatten. Bis 1927 wurde der Gedanke, daß er „jener Knecht“ von Matthäus 24:45 gewesen sei, propagiert und angenommen.
(Im Watch Tower vom 15. Februar 1927 (engl.) begann in einem Artikel mit dem Titel „Servant-Good and Evil“ der zweite Präsident der Gesellschaft zu lehren, die gesamte Kirche, der „Leib Christi“ und damit die ganze Bibelforscher-Gemeinde zusammen mit der Gesellschaft, sei der „Sklave“, nicht Russell.)
So glaubten praktisch alle Bibelforscher bis 1927 — elf Jahre nach seinem Tod —daß er „jener Knecht“ war.

The Memoirs of Pastor Russell: The Laodicean Messenger: His Life, Works and Character

Er wurde nicht nur als kluger und treuer Knecht aus Matthäus 24:45-47 angesehen, er wurde auch mit „dem Mann mit dem Tintenfaß eines Schreibers“ aus Hesekiel 9 und mit dem „siebten Boten“ aus Offenbarung 1:20 gleichgesetzt. Im letzterwähnten Vers wird der verherrlichte Jesus Christus mit sieben Sternen in seiner rechten Hand dargestellt, die für sieben „Engel“ oder „Boten“ stehen. Russell wurde als einer dieser Sterne, als der siebte, angesehen. Daher wurde er als der „siebte Bote“ bekannt.

WT 1972 15. 8. S. 506-508 Eine Bibliothek in Ninive

UNTER den alten Völkern gab es manchen, der klüger und begabter war, als viele Personen heute anzunehmen geneigt sind. Ein beachtenswertes Beispiel dafür ist die Bibliothek, die ein assyrischer Monarch namens Assurbanipal in Ninive anlegte. Das geschah schon vor über zweieinhalbtausend Jahren, dennoch war diese Bibliothek ganz ähnlich aufgebaut, wie es unsere heutigen Bibliotheken sind.
Im Jahre 1845 u. Z. begann man mit den Ausgrabungen, und insgesamt förderte man schließlich etwa 22 000 beschriebene Tontafeln aus der Bibliothek Assurbanipals zutage. Einige dieser Tafeln sind nur etwa sechs Quadratzentimeter groß. Andere sind bis achtunddreißig Zentimeter hoch und mehr als einundzwanzig Zentimeter breit. Viele dieser Tafeln gehörten offenbar zusammen, denn sie waren numeriert und durch „Stichwortverbindungen“ miteinander verbunden. Wahrscheinlich um in der Bibliothek Platz zu sparen, beschrieb man gewisse Tafeln mit winzigen Buchstaben, so daß man sie wohl mit einem Vergrößerungsglas aus Kristall lesen mußte. Das erinnert einen an die Mikrofilme in den heutigen Bibliotheken.
Dem Leser standen eine Vielzahl von Themen zur Verfügung. Heute gilt die Bibliothek Assurbanipals als Schlüssel zur Geschichte des assyrischen Reiches und seiner Könige. Bei den Tausenden von Keilschrifttexten handelt es sich zum Teil um Zaubersprüche, Gebete und Hymnen, aber auch um geschichtliche, geographische, astronomische und medizinische Abhandlungen. Ferner befinden sich darunter mathematische Tabellen, Grammatiken und Wörterbücher der sumerischen und assyrischen Sprache sowie Interlinearübersetzungen sumerischer Texte in die assyrische Sprache.
Eine Abteilung der Bibliothek Assurbanipals enthielt Briefe, und zwar private Briefe und Briefe, die an den König und an hohe Beamte adressiert waren.
Bei vielen Tafeln, die man in der Bibliothek fand, handelte es sich um Geschäftsdokumente wie Vertrags-, Verkaufs- und Darlehensurkunden. Sie bezeugen, wie vorsichtig man war, um einen Betrug auszuschalten. Die Tafeln waren in Ton eingewickelt, und auf diese Hüllen hatten die Geschäftspartner und Zeugen nochmals ihre Siegel gesetzt. Hätte man das Originalschriftstück fälschen wollen, so hätte man dabei den Umschlag wegbrechen müssen. Selbst wenn jemand das Siegel auf dem Umschlag hätte nachahmen können, so wäre doch der neue Umschlag beim Trocknen eingeschrumpft. Schließlich hätte das bereits trockene harte Original im Umschlag bewirkt, daß der neue Umschlag geplatzt wäre. Das hätte erkennen lassen, daß jemand das Original gefälscht hätte.
Die Tafeln in der Bibliothek Assurbanipals waren numeriert und katalogisiert, um das Finden einer bestimmten Tafel oder einer Tafelserie zu erleichtern. Die Inschriften auf den größeren Werken lassen vermuten, daß jeder die Bibliothek benutzen durfte, der lesen konnte.
König Assurbanipal bereitete es offenbar Freude, in den ihm zur Verfügung stehenden literarischen Werken zu lesen. Eine seiner Inschriften lautet auszugsweise: „Ich las die schönen Tontafeln von Sumer und die akkadische Schrift, die schwer zu meistern ist. Ich hatte meine Freude daran, Inschriften auf Stein aus der Zeit vor der Flut zu lesen“ (Light from the Ancient Past, 1946, Jack Finegan, S. 181).
Die Inschriften „aus der Zeit vor der Flut“ mögen aus der Zeit vor einer örtlichen Überschwemmung größeren Ausmaßes gestammt haben, oder es kann sich dabei um Berichte gehandelt haben, die angeblich vor der Sintflut verfaßt wurden. Es liegt kein Beweis dafür vor, daß die Assyrer echte Berichte aus der Zeit vor der Sintflut besessen hätten. Die einzigen Schriften über eine Überschwemmung, die man in der Bibliothek Assurbanipals fand, waren die Schriften, die den babylonischen Flutbericht enthielten.
Zwischen diesem babylonischen Bericht und dem Bericht, den wir im ersten Buche Mose, dem ersten Buch der Bibel, finden, bestehen einige Ähnlichkeiten: Nach beiden Berichten wurde ein Schiff gebaut, damit Menschen und Tiere darin überleben könnten und so bewahrt würden. Der babylonische Bericht ist jedoch von mythologischen und polytheistischen Elementen durchsetzt. Über die Wirkung der Sintflut auf die Götter wird zum Beispiel gesagt: „Da erschraken im Himmel die großen Götter. Fort von der Flut war’n sie alle geflüchtet, in Anus Himmel kauerten sie wie Hunde. . . . Vor Weinen gebeugt war der Götter Schar.“
Über die Ähnlichkeiten zwischen dem babylonischen Bericht und dem Bibelbericht schreibt Professor Merrill F. Unger:
„Sehr weit verbreitet ist die Erklärung, daß die Hebräer sich auf den babylonischen Bericht gestützt hätten. Der konservative Forscher kann das nicht glauben. Wenn man die großartige Erhabenheit des monotheistischen Berichts mit der Plumpheit der babylonischen Tradition vergleicht, erscheint diese Ansicht nicht nur sehr unwahrscheinlich, sondern sozusagen unmöglich, vor allem auch deshalb weil die Theorie nicht bewiesen werden kann. . . . Wahrscheinlich kann man das so erklären, daß sowohl der hebräische als der babylonische Bericht auf eine gemeinsame Quelle zurückgehen, die sich auf ein tatsächliches Geschehnis stützt . . . Die Erinnerung an dieses große Ereignis lebte in der Überlieferung fort. Die Babylonier übernahmen den Bericht in einer gänzlich verfälschten und verdrehten Form. Das erste Buch Mose schildert das Geschehnis so, wie es sich tatsächlich zugetragen hat“ (Unger’s Bible Dictionary, S. 373).
Eine Entstellung der Tatsache könnten sogar die Worte sein, daß die Götter voll Furcht vor der Flut gewesen seien. Aus dem Bericht in 1. Mose geht hervor, daß Engelsöhne Gottes den göttlichen Willen mißachteten, vor der Sintflut auf die Erde kamen und mit Frauen in einer eheartigen Gemeinschaft lebten. Die Kinder, die diesen Gemeinschaften entsprangen, wurden „Nephilim“ oder „Fäller“ genannt. (1. Mose 6:1-13) Durch die Sintflut wurden die ungehorsamen Engel gezwungen, die Erde zu verlassen, ihre mächtigen Nachkommen aber, die „Nephilim“, kamen in den Wassern der Sintflut um. In dem babylonischen Flutbericht wird daher vielleicht auf die Wirkung angespielt, die die Sintflut auf die ungehorsamen Engel und ihre Nachkommen hatte.
Assurbanipal und anderen bereitete die Bibliothek in Ninive Freude, doch für uns heute, mit der Ausnahme der Assyriologen ist ein großer Teil dieser Keilschriftliteratur von begrenzter Bedeutung und Wichtigkeit. Eine andere Bibliothek dagegen, die aus nur sechsundsechzig Büchern besteht, hat sogar in unserem zwanzigsten Jahrhundert bewirkt, daß Menschen begonnen haben, ein besseres Leben zu führen. Bei dieser Büchersammlung handelt es sich um die Bibel. Sie verdient es, daß man sich nicht nur beiläufig mit ihr beschäftigt. Allerdings mögen die Schriften, die in Stein gemeißelt oder auf Tontafeln, Prismen und Zylinder geschrieben sind, viel älter sein als das älteste Bibelmanuskript, das heute noch vorhanden ist (geschrieben auf vergängliches Material), aber nur die Heilige Schrift enthält eine Botschaft, die noch heute für uns von Bedeutung ist.

Anscheinend ahnte man 1972 noch nicht welcher entscheidende Sprengstoff in Keilschriftdokumenten der Babylonier verborgen ist.

Leider bleiben diese Dokumente dem Leser des Wachtturm solange verborgen solange man vertuschen muss das die zehntausenden fälschungssicheren Keilschriftdokumente klar belegen das Babylon 605 v.u.Z. zur Weltmacht kam und 587 v.u.Z Jerusalem zerstört wurde.

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Als wir vom Dachboden hinuntergingen, hielten wir uns ganz fest an Großpapas Hand, um ihm zu zeigen, wie sehr wir seine Weisheit und Leitung schätzten.

Es wurde Abend es wurde morgen der sechzehnte Tag.


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