Re: Detailkorrektur


Rund ums Thema Zeugen Jehovas

Geschrieben von Drahbeck am 12. November 2005 12:28:46:

Als Antwort auf: Re: Jehovas Zeugen: bald sterben alle Ungläubigen geschrieben von anonym am 12. November 2005 03:01:28:

Sorry, ich mache es nicht gern. Muss es um der Sache willen aber doch wohl tun.
Eine weitere Klarstellung.
Es sind sicherlich beachtliche, und umfängliche Zitate, die uns "anonym" nennt.
Anhand von Stichproben bin ich ihnen mal etwas nachgegangen.
Grundsätzlich sei gesagt, dass die Tendenz die er vermittelt,
r i c h t i g ist.

Die Detailfrage um die es mir nun geht ist die.
Sind es wörtliche Zitate, die sich jederzeit so in der genannten WTG-Literatur wiederfinden lassen?
Oder gibt er den Inhalt mehr sinngemäß, teils in eigenen Worten, wieder. Ich fürchte letzteres ist wohl nicht selten der Fall.

Es sind ja ein Unmenge von Zitaten, die er bringt. Das "erschlägt" einem fast ja. Alle jetzt im Detail zu referieren ist mir nicht möglich und meinerseits auch gar nicht beabsichtigt, da ich ja auch konstatiere: Die
T e n d e n z
ist richtig wiedergegeben. Aber in nicht seltenen Fällen eben nicht als genau wörtliches Zitat.

Ein Beispiel, stellvertretend auch für anderes:
Zitat:
" Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist"
Wachtturm Artikel vom 6.1915 Seite 87
Wen jemand ein Diener Christi wird entbindet ihn dies nicht seiner Irdischen Pflichten. Wenn jemand im Sinne des Militärdienstes ist sollte er treu sein. Der Herr hat uns geboten gebt dem Kaiser was des Kaisers ist. Und jeder der in diesem Stücke treu ist befolgt den Willen seines himmlischen Meisters."

Also richtig ist zum einen schon mal. Die Seite 87 ist in der Juniausgabe 1915 des WT enthalten.
Die Differenzierung beginnt dergestalt.
Die eigentliche Artikel-Überschrift auf jener Seite lautet;
"Erwählet euch heut, wem ihr dienen wollt"
"Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist" hingegen ist die Überschrift eines Abschnittes, innerhalb dieses Artikels.

Das "anonym" dabei keineswegs wörtlich, sondern eher sinngemäß zitiert, mag nachstehendes Beispiel verdeutlichen. Aus genannten Abschnitt mit der genannten Überschrift, zitiere ich meinerseits jetzt mal wörtlich, den ersten Abschnitt daraus. Wenn man das dann vergleicht, kann man bei genauerem hinsehen erkennen, wo die Unterschiede liegen
Jetzt also das angekündigte Zitat:

"Man mag fragen, wie sich dieser Text vereinbaren läßt mit den Worten des Apostels, daß wenn jemand gebunden wäre, wenn er die Wahrheit empfinge, er nicht trachten solle frei zu werden. (1. Kor. 7,20-22). Diesen Worten unterliegt der Gedanke, daß, wenn die Wahrheit uns findet, sie nicht notwendigerweise unsre irdischen Beziehungen ändert; wenn beispielsweise jemand ein Sklave war, als die Wahrheit Gottes ihn erreichte, so sollte er sich nicht wider seinen irdischen Meister auflehnen. Er sollte nicht meinen, daß diese neue Beziehung zu Gott seine irdische Beziehung ändere. Der Apostel spricht in bezug auf den Leib und nicht in bezug auf das Herz, wenn er sagt: 'Suche nicht loszuwerden'. Wir mögen irgendwie zu körperlichen Dienstleistungen gezwungen sein, oder wir mögen die Diener von Arbeitgebern oder von unsern Brotherren sein. Zwar dürfen wir nichts tun, was in irgendeiner Weise dem göttlichen Gesetz oder unserm Gewissen zuwiderliefe, aber dennoch haben wir unsern irdischen Herren treulich zu dienen. Sie entlohnen uns für unsre Zeit, und daher haben sie ein Anrecht daran, so daß wir ihnen gewissenhaft den Dienst zu leisten haben, zu dem wir verpflichtet sind. Wenn jemand ein Diener im Sinne des Militär- oder eines andern Verhältnisses ist, so sollte er treu sein."

Dennoch: Nichts für ungut
 

Parismony.15396


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