Annotationen zu den Zeugen Jehovas

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Mehr als viermal, widmeten sich spezielle Bücher der WTG, der Auslegung des Bibelbuches der Offenbarung (der Offenbarung des Johannes). Es gab zwar noch weitere Offenbarungs-Bücher in frühchristlicher Zeit. Herausragend besonders die Petrusapokalypse. Die jedoch schafften es nicht dauerhaft im biblischen Kanon heutiger Provinienz zu verbleiben. Selbst die Offenbarung des Johannes stand zeitweilig "auf der Kippe". Da jedoch schon andere Offenbarungs-Bücher aussortiert wurden, wagten ihre Kritiker es letztendlich doch nicht, auch der Offenbarung des Johannes dieses Schicksal zu verpassen. Und so hat sie denn bis heute im regulären Bibelkanon überlebt.

Soweit es die sogenannten Großkirchen anbelangt, darf man getrost davon reden, dass eben diese Offenbarung des Johannes nur die Rolle eines gerade mal geduldeten "Mauerblümchens" spielt. Kein Universitätstheologe (diesen anachronistischen Beruf gibt es ja tatsächlich noch in Deutschland), wird sich besonders von diesem Bibelbuch vereinnahmen lassen. Ist es für die Ortspfarrer schon auf die Rolle des Mauerblümchens reduziert, so für die Universitätstheologen um ein vielfaches noch mehr.

Nun besteht die christliche Landschaft, heutiger Prägung nicht blos aus jenen, die sie zugleich für ihren materiellen Lebensunterhalt (der staatlich eingezogenen Kirchensteuer "sei Dank") zu nutzen vermögen. Es gibt in der christlichen Landschaft auch Kreise, die mit den verweltlichten Universitätstheologen nicht gerne in einem Atemzug genannt werden möchten. Mehr noch, die auch darauf bestehen, genau getrennte Wege von den "Verweltlichten" zu gehen. Und siehe da. In genau diesen eben skizzierten Kreisen, steht die Offenbarung "im Kurs". Vielfach sogar im "hohen Kurs".

Das trifft auch für jene Religionsgemeionschaft zu, deren Wurzeln bis in die 1870er Jahre zurückreichen, und die heute allgemein als Zeugen Jehovas bekannt sind.

Das erste mal, als sie ein umfassendes Buch zum Thema der Offenbarung des Johannes vorlegten; das war in den Jahren 1917/18 mit dem Erscheinen des berühmt-berüchtigten Bandes sieben der "Schriftstudien". Zwar gab es auch in diesen Kreisen, etwa in der frühen Oppositions-Zeitschrift mit dem Titel "Die Aussicht", Meinungen die diesem siebenten Band als das "heisere krähen der Stimme Isebels" bescheinigten. Die jedoch waren schon außerhalb des Mainstreams des WTG-Verlages angesiedelt. Und demzufolge war ihr Votum, ein Minderheiten-Votum.

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"Der König ist tot - es lebe der neue König!" Auch bei den heutigen Zeugen Jehovas gab es diese Erfahrung zu registrieren. Der "neue König" J. F. Rutherford, wusste je länger, je mehr, mit dem Schrifttum seines Vorgängers nichts rechtes mehr anzufangen. Und wie "praktisch". Um genau diesem Umstand durchzusetzen, warf er selbst im Laufe der Zeit eine Unmenge an Schrifttum auf den Markt; sodass sich allein schon dadurch, ein wirksamer Verdrängungsmechanismus ergab. Darunter auch eine zweibändige Auslegung zum Bibelbuch der Offenbarung, unter dem Titel "Licht".

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Auch die Tage von "König Rutherford" waren gezählt. Und mit dem eintreten der neuen politischen Rahmenbedingungen nach 1945, erwies sich zunehmend, dass jenes Rutherford'sche "Licht" wohl besser "Finsternis" genannt werden könne. So blieb es nicht aus, dass genannter Verdrängungsmechanismus erneut seine Wirksamkeit tat. Auch die WTG nach 1945, publizierte Bücher zum Thema der Offenbarung. Einmal ihr "Dann ist das Geheimnis Gottes vollendet" (1969). Aber weitaus bedeutsamer ist wohl ihr (immer noch) letzter Aufguß dieser Art unter dem Titel: "Die Offenbarung - Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe".

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Anpreisung des Offenbarungsbuches

Letztgenanntes Buch erschien zwar schon im Jahre 1988

Jedoch hält es die WTG für so bedeutsam, dass sie es nun sage und schreibe schon vier mal im Rahmen ihrer siogenannten Versammlungs-Buchstudiums "studieren" lässt. Das vierte Studium dieser Art ist just im Jahre 2006/07 angesetzt.

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Das war dann (vielleicht) wohl doch etwas zuviel des "Guten". Jedenfalls ist dieser Meinung einer, welche diese Einschätzung, eben in einem Zeugen Jehovas spezifischen Forum kundtut.

Mehr noch. Er nahm diesen äußeren Umstand, als Anlass, dazu einige Kommentare, in Kapiteln untergliedert, dazu hinzuzufügen..

Man sollte sie einmal gelesen haben. Und danach wäre es angebracht, darüber eigene Reflektionen anzustellen.

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