So schafft man Märtyrer und gefüllte Verlagskassen
geschrieben von:  Drahbeck
Datum: 23. Februar 2008 11:10
Fortsetzung von
Parsimony.25819

„Ein Verbot wäre zu viel der Ehre" meint Herr Andreas F..., früher „Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen", jetzt auf einem Beamtenposten der Evang. Kirche in Berlin (die genaue Bezeichnung selbigen erspare ich mir).
Das alles in einem die Titelseite füllenden Kommentar der Evangelischen Wochenzeitung „Die Kirche" (Ausgabe vom 17. 2. 2008).
Und weiter in seinem Kommentar:

„Michael Schmidt-Salomo provoziert gern. Er hat schon wiederholt mit gezielter Kirchenkritik auf sich aufmerksam gemacht. Meist jedoch interessierte das bisher niemanden."

Da mag ja Herr F... sogar recht haben, was die Akzeptanz von Schmidt-Salomon anbelangt. Sicherlich, für Fernsehauftritte (unter anderem mit der Beteiligung einer Ex-ZJ) ist er für die einladenden Redaktionen gut. Aber wer sieht sich denn solche Talkshows an? Die vielleicht, die thematisch interessiert. Die breitere Öffentlichkeit eher weniger.

Das In Rede stehende „Kinderbuch", ist doch wohl immer noch - nur käuflich erwerbbar - Keine Eltern sind doch verpflichtet, es ihren Kindern zu geben. Wenn doch, ist es ihre freie Entscheidung. Indem sich nun sogar eine Ministerin in diesen Konflikt positionierte mit der Holzhammer-Forderung Verbot.
Indem der „Kirche" dieses Thema sogar ihre Seite eins wert ist, zeigt sich wohl ein beachtlich zu nennender Wandel.

Man darf gespannt sein, wie denn diese Komödie so weiter geht. Diejenigen die da ihr Heil im Holzhammer Verbot sehen, allen voran die Catholica als im Hintergrund mitwirkender Strippenzieher, wovon auch der fragliche Artikel kündet. Die haben das ganze ja nun zur einer Art Machtprobe hochstilisiert.

„Zerfällt die Zwangskirche bleibt ein um so fanatischerer Bodensatz von Heiligenclubs übrig", postulierten die Freidenker schon in den 1920er Jahren. Die Catholica wähnt offenbar, dass sie nicht mit zu den vorgenannten Zwangskirchen gehört. Anders kann man doch ihr agieren nicht deuten. Schaun wir mal wie das alles so weitergeht ...
Re: So schafft man Märtyrer und gefüllte Verlagskassen
geschrieben von:  Drahbeck
Datum: 06. März 2008 17:16
... Das umstrittene Kinderbuch «Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel» wird nicht als jugendgefährdend eingestuft. Das entschied die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften am Donnerstag in Bonn. Zur Begründung hieß es, dass in dem Buch Religionskritik geübt werde und dessen Inhalt möglicherweise das religiöse Empfinden der Gläubigen verletze, stelle keinen Tatbestand der Jugendgefährdung dar.
fuenf.scm-digital.net/show.sxp/5534__wo_bitte_geht__s_zu_gott__fragte_das_kleine_ferkel_.html

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