Re: Monas Reise durch das Offenbarungsbuch vom 10.7.2008

geschrieben von:  want2x@web.de

Datum: 09. Juli 2008 22:49

Find ich recht interessant.
Ähm, vielleicht liegt es an der Uhrzeit oder ich versteh es einfach nicht.
Wie ist das mit dem "An die Schützengräber treiben" gemeint?

Wie kann ich am Geschicktesten diese Lüge belegen, dass ZJ sich nicht am Krieg beteiligt haben und dass diese geistige Gefangenschaft aufgrund des Kriegendes beendet wurde?

Hat jemand von euch mal an die WTG geschrieben wegen dem Buchstudium?
Wenn ja, mit welcher Reaktion? Antwortet die WTG auch per eMail, wenn man darum bittet?

Im KG-Dienst von August 2007 werden ja lauter Vorteile aufgeführt, die für das VBS sprechen. Sind diese nun alle obsolet?

Was mich auch interessiert, ist der Punkt, dass in dem Brief gesagt wurde, über weitere Änderungen werde informiert. Warum kann man eine Sache nicht komplett durchziehen und erst dann bekannt geben?

Hier noch mal für alle der Artikel ausm KG-Dienst:

Wie uns das Versammlungsbuchstudium hilft

1 Unsere fünf wöchentlichen Zusammenkünfte unterscheiden sich voneinander in Ablauf und Zweck. Doch jede Zusammenkunft ist uns eine große Hilfe, „aufeinander [zu] achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken“ (Heb. 10:24, 25). Was sind einige nützliche Besonderheiten des Versammlungsbuchstudiums?

2 Eine Hilfe, geistig zu wachsen: Das Buchstudium wird gewöhnlich in einem viel kleineren Rahmen durchgeführt als die anderen Versammlungszusammenkünfte. Das macht es uns leichter, Freunde zu gewinnen, die uns geistig stützen können (Spr. 18:24). Haben wir schon versucht, die Einzelnen in unserer Buchstudiengruppe besser kennenzulernen, vielleicht indem wir uns mit jedem einmal für den Predigtdienst verabredet haben? Der kleinere Rahmen des Buchstudiums hat auch für den Buchstudienaufseher Vorteile: Er kann die besonderen Umstände jedes Einzelnen in der Gruppe kennenlernen und darauf eingehen (Spr. 27:23).

3 Haben wir schon diejenigen, mit denen wir die Bibel studieren, gefragt, ob sie uns zum Buchstudium begleiten möchten? Interessierte, die zögern, eine unserer größeren Zusammenkünfte zu besuchen, kommen vielleicht eher mit zu einer kleineren Zusammenkunft in einer Privatwohnung. Jüngeren und Neuen fällt es in der familiären Atmosphäre leichter, Kommentare zu geben. Da eine verhältnismäßig kleine Anzahl Personen anwesend ist, bieten sich mehr Möglichkeiten, sich zu beteiligen und Jehova zu preisen (Ps. 111:1).

4 Die Studiengruppen versammeln sich gewöhnlich an verschiedenen geeigneten Orten, die im Versammlungsgebiet verstreut liegen. Es ist zwar nicht immer möglich, dass jeder dem Buchstudium zugeteilt wird, das für ihn am nächsten ist, doch wahrscheinlich haben wir es zu unserem Buchstudium näher als zu den anderen Zusammenkünften. Der Ort, wo das Buchstudium stattfindet, mag sich auch gut für Predigtdienstzusammenkünfte eignen.

5 Eine Hilfe für den Predigtdienst: Der Buchstudienaufseher möchte gern jedem in der Gruppe helfen, regelmäßig zu predigen und dabei produktiv und freudig zu sein. Daher bemüht er sich, mit allen in seiner Gruppe in den Predigtdienst zu gehen und ihnen in den verschiedenen Dienstzweigen zu helfen. Wenn uns ein bestimmter Zweig des Predigtdienstes schwerfällt, beispielsweise Rückbesuche durchzuführen, wäre es gut, uns an unseren Buchstudienaufseher zu wenden. Vielleicht kann er dafür sorgen, dass wir mit einem erfahrenen Verkündiger aus der Gruppe zusammenarbeiten können. Wenn wir aufmerksam sind und darauf achten, wie der Buchstudienaufseher beim Buchstudium lehrt, können wir auch unsere Lehrfähigkeit bei Bibelstudien verbessern (1. Kor. 4:17).

6 Das Versammlungsbuchstudium ist ein großer Segen. Jehova hat in seiner Liebe dafür gesorgt. Es hilft uns in den heutigen schwierigen Zeiten, in geistiger Hinsicht einen sicheren Stand zu haben (Ps. 26:12).

________
So, die Hervorhebungen sind von mir.
Wenn man sich alles durchliest und mal auf z. B. die von mir markierten Punkte schaut sind das alles "gute" Dinge bzw. wirkliche Vorteile. Vor allem wie es am Ende heißt, dass Gott für diese Einrichtung gesorgt hat. Nun schafft man es ab und das war dann auch von Jehova gewollt?
Hä? Innerhalb von nicht mal 1 Jahr vertritt man eine komplett andere Sichtweise.

Ich werde mich bemühen, so viel wie möglich Fragen zu stellen, auch vor versammelter Menge. Wenn es mich bis dahin überhaupt noch gibt. Langsam will ich nicht mehr.

Re: Zum Thema Wehrdienst

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 10. Juli 2008 06:31

Zu dem Detail der Frage:


Wie ist das mit dem "An die Schützengräber treiben" gemeint?

Wie kann ich am Geschicktesten diese Lüge belegen, dass ZJ sich nicht am Krieg beteiligt haben und dass diese geistige Gefangenschaft aufgrund des Kriegendes beendet wurde?

Dazu ist ja einiges schon dokumentiert.
Pauschal gesagt.
Zu Zeiten Russells hielten es die Bibelforscher, wie auch andere Religionsgemeinschaften, bestenfalls mit dem lavieren. Um zu versuchen das „der Kelch an ihnen vorübergehe".
Denn das Krieg ein Herausforderung immer ist - ist unstreitig.
Aber die überwältigende Mehrheit absolvierte den Kriegsdienst. Mehr noch. Er wurde auch bei den Bibelforschern (wie auch andernorts) metaphysisch verklärt.

Rutherford setzte dann in der Tat andere Akzente.
Nennenswertes Ausscheren aus dem Kriegerischen Geschehen gab es somit erst ab 1917. Nicht aber vordem.

Selbst die erste Auflage des WTG-Buches „Die Harfe Gottes", welche das Überleben im kriegerischen Geschehen verklärte, wurde in späteren Auflagen noch, den partiellen Aspekt der „Bewahrung" im Kriegsgeschehen betreffend „entschärft". Vom wem auch immer.
Einiges spricht dafür, von der deutschen WTG-Führung unter Balzereit. Weniger wohl auf direkte Anweisung aus Brooklyn.

Nachdem der Weltkrieg also erst mal zu Ende war, ist das Thema auch für die WTG nicht sonderlich relevant mehr gewesen. Man hielt es da eher mit dem Schweigen.
Die wirkliche Zäsur trat mit der Einführung der Rutherford'schen Obrigkeitslehre im Jahre 1929 ein. Sie beinhaltete dann auch in der Tat Konsequenzen, auch in der Wehrdientverweigerungsfrage.

Pauschal gesagt, ist somit 1929 erst die eigentliche Geburtsstande jener Wehrdienstverweigerung wie sie im zweiten Weltkrieg, besonders in Hitlerdeutschland, aber auch in den USA (dort Lager-Internierungen), noch heute von sich reden machte.

Weiteres kann man stellvertretend auch den beiden nachfolgenden Links entnehmen. Innerhalb selbiger gibt es dann weitere Linkverweise, mittels derer man sich weiter in die Thematik einarbeiten kann.

Bibelforscher-Soldaten

Anmerkungen zu einem Buch von Herrberger

Re: Monas Reise durch das Offenbarungsbuch vom 10.7.2008

geschrieben von:  X ~ mysnip

Datum: 10. Juli 2008 17:28

Zitat:

want2x@web.de

Wie kann ich am Geschicktesten diese Lüge belegen, dass ZJ sich nicht am Krieg beteiligt haben

WTG- Buch Jehovas Zeugen - Verkündiger des Königreiches Gottes S.191,192:
,,Sie gaben sich zwar Mühe, so zu handeln, wie es Gott ihrer Meinung nach gefiel, aber sie nahmen nicht durchweg eine streng neutrale Haltung ein." . . .

Entsprechend einer Proklamation des Präsidenten der Vereinigten Staaten forderte Der Wacht-Turm die Bibelforscher auf, den 30.Mai 1918 zu einem Tag des gemeinsamen Gebets und Flehens in bezug auf den Ausgang des Weltkriegs zu machen.* . . .
*Der Wacht-Turm, 1.Juni 1918 (engl.), Seite 174 . . .

Die Umstände, in die einzelne Bibelforscher während der Kriegsjahre gerieten, waren unterschiedlich. Auch war ihr Verhalten in den verschiedenen Situationen uneinheitlich. Da sie sich gegenüber den weltlichen Herrschern zum Gehorsam verpflichtet fühlten - auf die sie als ,,Gewalten, welche sind", Bezug nahmen -, gingen manche mit Gewehren und Bajonetten in die Schützengräben an der Front. Doch mit der Bibelstelle im Sinn: ,,Du sollst nicht töten", schossen sie in die Luft oder versuchten einfach Gegnern die Waffen aus der Hand zu schlagen. . . .

Einige wenige, wie zum Beispiel Remigio Cuminetti aus Italien, weigerten sich, eine militärische Uniform anzuziehen. . . ."

Zitat:

Hat jemand von euch mal an die WTG geschrieben wegen dem Buchstudium?

Ich nicht.

Zitat:

Was mich auch interessiert, ist der Punkt, dass in dem Brief gesagt wurde, über weitere Änderungen werde informiert. Warum kann man eine Sache nicht komplett durchziehen und erst dann bekannt geben?

So verschafft man sich Aufschub vor Fragen.
Als es im Bethel zu einem Brand kam, wurde mitgeteilt, die Versammlung werde auf dem Laufenden gehalten. Bis heute gab es - bei uns - keine weiteren Informationen.

Zitat:

Hier noch mal für alle der Artikel ausm KG-Dienst:

Wie uns das Versammlungsbuchstudium hilft

6 Das Versammlungsbuchstudium ist ein großer Segen. Jehova hat in seiner Liebe dafür gesorgt.

Wenn man sich alles durchliest und mal auf z. B. die von mir markierten Punkte schaut sind das alles "gute" Dinge bzw. wirkliche Vorteile. Vor allem wie es am Ende heißt, dass Gott für diese Einrichtung gesorgt hat. Nun schafft man es ab und das war dann auch von Jehova gewollt?
Hä? Innerhalb von nicht mal 1 Jahr vertritt man eine komplett andere Sichtweise.

Deinen Feststellungen brauche ich nichts hinzufügen.

Zitat:

Ich werde mich bemühen, so viel wie möglich Fragen zu stellen, auch vor versammelter Menge. Wenn es mich bis dahin überhaupt noch gibt. Langsam will ich nicht mehr.

Das ist verständlich! Sei aber vorsichtig und nimm dir Zeit!
In der Übergangsphase, wo alles erst mal sacken sollte, kann man wie die WTG vorgehen: Aussitzen, Vertrösten, Hinhalten.

Re: Monas Reise durch das Offenbarungsbuch vom 10.7.2008

geschrieben von:  . +

Datum: 10. Juli 2008 19:44

Hallo want2x@web.de,

entscheidend ist hierbei das es nicht ein paar vereinzelte Bibelforscher waren die aufgrund einer Glaubensschwäche in den Krieg zogen sondern das die Kirchenführung den Kriegsdienst als Selbstverständlichkeit gefordert hat.

Der Grund ist ganz einfach.

Für 1914 erwartete man Jesu Reich auf der Erde.
Gottes Königreich.
Das Reich Gottes.
Das Paradies.

Hierfür war klar das Jesus „Aufräumen“ musste.
Die Vögel sollten doch die Fleischteile der Gefallenen fressen.
Das ist Dir sicherlich alles nicht unbekannt.

Die Segnungen des himmlischen Königreiches sah man ja schon seit 1840/1870.
Und im Oktober 1914 war es soweit.
Das Reich Gottes auf der Erde!

Jesus selbst rief zu den Waffen!

Heil der sich mehrenden göttlichen Herrschaft!
Ruft Heil dem Erstgeborenen! – Sein Königreich ist da!

Die Wachtturm Gesellschaft war schon immer ein Feind von Anglo-Amerika und damals erwartete man dass die fleischlichen Juden, Jerusalem wieder zu dem Zion, zu dem Sitz der Weltregierung des Reiches Gottes aufbauen.
Zu Kriegsbeginn war Jerusalem im Besitz der Deutsch-Österreichisch-Türkischen Allianz.
Diese Verhinderten das Englands Soldatenstiefel den Tempel entweihten.

Und so zogen sie mit Hurra in die Schlacht!
An Gottes Seite konnten sie nur gewinnen.
Siegreich würde die Schlacht noch vor Weinachten beendet werden.

Und so töteten sie.
Sie töteten die Armee Satans.
Das Verblüffende daran ist jedoch das auch die englischen Zeugen Jehovas in den Krieg zogen.
Zeugen Jehovas erschießen Zeugen Jehovas.
Warum kann ich Dir nicht sagen – ich kenne nur die deutschen Wachttürme und diese unterschieden sich von den englischen.

Nachfolgende zwei Link Adressen bieten Dir hunderte von Wachtturmartikel mit denen Du Beweisen kannst das die Zeugen Jehovas heute absichtlich ihre Geschichte verfälschen.

Hier findest Du 25 Artikel die Original Wachtturm Ausgaben von 1914-1918 mit den Lügen der Jetztzeit gegenüberstellen.
http://blog.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendID=160443710&blogID=343307075

Unter diesem Link findest Du eine Kurzzusammenfassung des Themas:
Parsimony.20106

Wenn man die Geschichte der Zeugen kennt lesen sich die Artikel der Zeugen heute auf einmal ganz anders.

Aber eins noch einmal langsam zum Mitschreiben:

Jesus soll 1918 ausgerechnet die Zeugen, die ihre jungen Männer durch ihre Predigten in die Schützengräben getrieben hat, als seine treuen Vertreter auf der Erde ausgewählt haben?

picture: http://www.manfred-gebhard.de/rb14.jpg

Re: Monas Reise durch das Offenbarungsbuch vom 10.7.2008

geschrieben von:  Garwain

Datum: 14. Juli 2008 13:30

Gibt es irgendwelche schriftlichen beweise dafür, dass zeugen damals offiziell in den Krieg geschickt wurden und tatsächlich dort getötet haben? Würde mich mal interessieren

Re: Monas Reise durch das Offenbarungsbuch vom 10.7.2008

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 14. Juli 2008 13:59

„Vor Tisch" im Jahre 1912 in Deutsch erschienen.
Das „Beröer Handbuch zum Bibelstudium".
Das sollte so etwas darstellen, wie die Zusammenfassung all dessen, was bis dahin der „Wachtturm" schrieb.
Und dort eben auf der Seite 567 der Passus:

„Es ist anzunehmen, daß mit Rücksicht auf gewisse Umstände auch das Militär notwendig ist und daß wir daher mit Recht zum Militärdienst verpflichtet werden können"

Wie es dann ernst wurde, wurde dass genauso wörtlich befolgt.
Nicht nur in Deutschland.

Fallbeispiel Schweiz.
Es bilde sich niemand ein. Na ja der Kelch der Kriegsbeteiligung ging ja an der Schweiz vorüber.
Auch dort gab es Militär bezügliche Gesetze. Die sahen dort so aus.
Die für den aktiven Wehrdienst auserkorenen Jahrgänge, müssten immer wieder ihr bürgerliches Dasein für etwa drei Monate unterbrechen. Dann hatten sie eine gewisse Ruhepause. Aber kurz danach begann dasselbe Spiel wieder von vorne.

In der Schweiz gab es auch eine Zeitschrift, in Thun erscheinend von Russell-Jüngern, betitelt „Die Aussicht", seit 1902 erscheinend. Zwar kristallisierten sich je länger, je mehr, ernsthafte Differenzen zur WTG heraus. Aber der Grundkonsens, den schon das Beröa-Buch beschrieb, wurde auch dort befolgt.
Und in Auswertung besagter „Aussicht" kann ich sagen, dort verschiedentlich auf redaktionelle Mitteilungen des dortigen Redakteurs gestoßen zu sein. In denen er verschiedentlich mitteilte.
In der nächsten Zeit sei er nicht erreichbar, dieweil er wieder zum Militär einberufen sei.
Die Befolgung dessen, war auch dort unhinterfragte Gegegebenheit.

Zum Weiterlesen

Re: Thema Wehrdienst

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 15. Juli 2008 20:21

Noch eine relevante Aussage der zeitgenössischen Bibelforscher in Sachen Wehrdienst.
Und zwar in der in Strehlen (Schlesien) erscheinenden Wochenzeitung „Der Volksbote" Ausgabe vom 20. Februar 1915.

Auch diese Ausgabe enthielt wieder (wie auch die voran gegangenen Ausgaben) Standardmäßig eine Predigt von C. T. Russell.
Selbige wurde wie folgt eingeleitet:


"Was ist ein Christ und welcher Maßstab gilt für ihn? Nach einer Ansprache von C. T. Russell über den Text: „Fast überredest Du mich, ein Christ zu werden" (Apg. 26, 28)".

Einleitend führt Russell darin aus:

„Die Bibel kennt keine christliche Nationen und keine christliche Welt. Sie weist dem Christen eine von der Welt und von allen Nationen abgesonderte Stellung an. Die Christen sind eine Nation oder ein Volk für sich in dem Sinne, in welcher die Juden eine Nation oder ein Volk für sich waren."

Dieser Gedankengang zieht sich auch durch seine weiteren Ausführungen innerhalb dieser Predigt. So verlautbart er im selben Sinne auch weiter noch:

„Nichts in der Bibel läßt darauf schließen, daß unsere Zivilisation eine christliche ist, oder daß Gott je erwartete, daß sie eine christliche sein würde. Gottes Zeit zur Errettung der Welt aus ihrer Sünde und Schwachheit ist noch nicht gekommen. Die gegenwärtige Zeit dient lediglich dazu, die Auserwählten zu berufen, sie zu finden, zu erproben und zu befreien. Die Auserwählten werden nach ihrer Verherrlichung das Messianische Königreich ausmachen, und sie werden mit Christo mit Machtvollkommenheit ausgestattet werden, eine geistige Herrschaft über die ganze Welt auszuüben."

Jedoch hat er dann in dergleichen Predigt auch noch die wörtlichen Sätze mit eingebaut:

„Ein Christ, der seiner Dienstpflicht im Heere oder in der Marine genügt, unterwirft sich damit den obrigkeitlichen Gewalten (Röm. 13:1) und befolgt die Worte des Meisters in Matth. 5,41: „Wer irgend dich zwingen wird, zu gehen."
Möglicherweise könnte es Gott so fügen, daß seinem Gesuch nicht mit der Waffe dienen zu brauchen, sondern als Nichtkämpfer im Lazarettdienst verwendet zu werden, entsprechen würde."


Zu nennen ist auch noch Russells Predigt in der „Volksboten"-Ausgabe vom 31. Oktober 1914. Letztere hatte er unter das Motto gestellt:
„Bedrängnis der Nationen in Ratlosigkeit.
„Eine Zeit der Drangsal, desgleichen nicht gewesen ist, seitdem eine Nation besteht."
Nach einer Ansprache von C. T. Russell über den Text: „Auf der Erde Bedrängnis der Nationen in Ratlosigkeit, bei brausendem Meer und Wasserwogen, in dem die Menschen verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen." (Lukas 21, 25-26)."


Und selbige äußert schon in den ersten Sätzen:
„Zu keiner Zeit hat es einen Krieg gleich dem jetzigen gegeben. Es haben sich eigentümliche Verhältnisse gebildet, so wie sie die Weltgeschichte bisher noch nicht gekannt hat."

Er lässt es nicht bei dieser eher allgemeinen Feststellung bewenden, denn nachfolgend betont er ausdrücklich:
„Indem ich meine Bibel mit klarerem Blick denn früher lese, und alles mit so ganz anderen Augen denn ehedem ansehe, empfinde ich große Teilnahme für alle Menschen, die über diesen Gegenstand sich in Verwirrung befinden.
Indem ich die Bibel lese, finde ich, daß Gott eben diesen Krieg vorhergesagt hat, und er hat auf gerade das hingewiesen, was sich heute ereignet.
Wenn Gott diesen Völkerkrieg vorausgesagt hat, so ist es zwecklos, daß wir ihn darum bitten, einem Kriege Einhalt zu tun, von dem er vorhergesagt hat, daß er kommen werde."

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