Re: Drohbotschaft ...

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 16. November 2010 09:42

... statt froher Botschaft; titelt jetzt eine Rezension

frankfurt.bistumlimburg.de/index.php?persongroup=&_1=295206&_0=15

Man muss kein Freund der katholischen Kirche sein (was ich ja dann für mich persönlich sagen kann - muss).
Gleichwohl machen die Verfechter der Drohbotschaft, es selbiger leicht, sehr leicht, sich selbst als was besseres zu verkaufen.

"Die" katholische Kirche gibt es nicht. Da gibt es ein breites Spektrum.
Auch das Spektrum, welches der im Text genannte Herr Lemhöfer mal in einem Fall mit dem Begriff "Szene-Verlag" der frommen Art umriss.

www.imprimatur-vatikan.de/1998/imp980508.html

Das betrifft dann den unseligen Verlag, welche die noch unseligeren Ergüsse des Robin de Ruiter verlegt.
Es ist Herrn Lemhöfer zugute zu halten, dass er als einer der wenigen aus der Catholica, auch mal ein paar deutliche Worte zu dem fand.
Breite Teile indes, einschließlich des Herrn Papst in Rom, halten es da eher mit dem Schweigen, schlimmstenfalls gar noch mit aktiver Begünstigung.

Dann sei auch noch daran erinnert, Herr Lemhöfer hat es tatsächlich geschafft, im Hesse-Buch zum Publicitymäßig aufgekochten "Standhaft"-Thema, als eines der wenigen Feigenblätter in den dortigen Chor der Lobsänger Einlass zu bekommen.

Insofern mag Herr Lemhöfer nicht repräsemtativ für "die" katholische Kirche sein.
Achtbar ist sein Votum auf jedem Fall!

Man vergleiche auch die thematische Bröschüre aus dem Jahre 1999, für welche Lemhöfer als Mit-Herausgeber zeichnete


Re: Drohbotschaft ...

geschrieben von: Barbara Kohout

Datum: 16. November 2010 13:43

Nun habe ich ja Herrn Lemhöfer persönlich kennengelernt. Mich hat er beeindruckt, weil er ganz offensichtlich soziale Verantwortung übernimmt und zwar konfessionsübergreifend. Er verzichtet darauf einen Tabufragenkatalog zu erstellen. Er ist für Selbstkritik offen. Er stand nicht auf dem Standpunkt: "Das ist ja nur ein Randthema, wen interessiert das schon?" Im Gegenteil ihn hat es interessiert, dass es sehr viele Kultgeschädigte gibt, denen man Lebenshilfe durch Aufklärung bieten kann. Wenn der Tag kommt, an dem ein Zeuge Jehovas mit der gleichen Selbstverständlichkeit seine Religionsgemeinschaft verlassen kann wie ein Katholik und genauso wenig von Sanktionen und sozialer Ausgrenzung bedroht wird wie das bei den derzeitigen großen Religionsgemeinschaften gängige, selbstverständliche Praxis ist, dann haben wir ein lohnendes Ziel erreicht.

Re: Drohbotschaft ...

geschrieben von:  Margit Ricarda Rolf

Datum: 16. November 2010 18:24

Hallo Barbara,

du hast eine wunderbare Art zu formulieren. Wir wollen im Rahmen der Religionsfreiheit einfach nur Normalität.

Die gibt es bei Sekten nicht und genau das sollte der Gradmesser sein. Kann ich gehen oder kann ich nicht? Bei Zeugen Jehovas - ohne Konsequenzen für die Einbußung meiner durch das Grundgesetz verankerten Grundrechte - kann ich nicht.

Ich werde nicht einmal mehr von meinen Kindern gegrüßt werden, die ich -leichtsinngerweise - der Sekte zugeführt habe. Sie gehen auf der Straße grußlos an mir vorbei. Das muss der Rest der Menschheit erstmal in der Konsequenz begreifen lernen.

Aussatz ist dagegen ja noch harmlos.


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