"Für die Wahrheit Zeugnis geben"

geschrieben von:  . +

Datum: 30. Oktober 2010 14:52

Die Wahrheit gibt es nicht.
picture: http://www.manfred-gebhard.de/secretcity001-10.jpg
Sein "Wissen" oder seine Sichtweise als besser oder gar wahrer als andere darzustellen ist immer ein eitles Spiel mit dem Trugschluss.

• Ein Mann glaubt an Hitler.

Mal wird er dafür mit einem Orden Dekoriert mal wird er deswegen eingesperrt.
Die Überzeugung ist dieselbe - mal gilt sie als wahr und mal als falsch.
picture: http://www.manfred-gebhard.de/secretcity003-7.jpg
• Ein Mann zieht in den Krieg.

Mal steht er deswegen als glühendes Vorbild im Wachtturm, mal wird ihm für die gleiche Tat, in genau der selben Zeitschrift, eine unvergebbare Schuld unterstellt.
picture: http://www.manfred-gebhard.de/secretcity004-8.jpg

• Ein Mann hat mit seiner Frau und seiner Angestellten Kinder.

Mal wird er der Vater des Volkes Gottes und mal wird ihm im selben Buch ein paar Seiten weiter damit gedroht das er sich damit den Hass Gottes zuzieht.

picture: http://www.manfred-gebhard.de/secretcity005-6.jpg

Die Aussage "das die Wahrheit" heute ans Licht kommt,
bedeutet doch nichts anderes,
als dass das, was früher mal als die Wahrheit" gegolten hat,
sich heute als falsch heraus gestellt hat.

Nur das das Schicksal,
das "die Wahrheit" von gestern ereilte,
der Wahrheit von heute auch blüht.

picture: http://www.manfred-gebhard.de/secretcity006-5.jpg

Nämlich das wir morgen sagen "wie konnten wir nur so Naiv gewesen sein diesen Unsinn geglaubt zu haben".

Sich trotz dieser Erfahrungswerte heute immer noch hinzustellen und zu sagen "ich verhelfe der Wahrheit zu seiner Rechtfertigung" ist eitle Popanz.

Wenn man erkannt hat das die Wunder an die man mal geglaubt hat nur aus billigen Zaubertricks bestanden - wie glaubwürdig ist es dann noch, wenn man sich um das Verbreiten der Wahrhaftigkeit über die allabendlich auf der Bühne zersägten und auf dem Wasser wandelnden Jungfrau Maria bemüht?

picture: http://www.manfred-gebhard.de/secretcity002-8.jpg
 

Re: "Für die Wahrheit Zeugnis geben"

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 30. Oktober 2010 16:03

Im zweiten Raymond Franz-Buch gibt es auch den Dialog des damaligen WTG-Advokaten Covington, vor den Schranken eines schottischen Gerichtes.
Und in dem diesbezüglichen Kreuzverhör, räumte Covington auch ein, dass offensichtliche Lügen geglaubt werden mussten (noch heute müssen).
"Einheit um jeden Preis" sei halt das WTG-Credo (auch der WTG).

Man kann diesen Dialog auch etwas anders umformulieren.
Es käme das Fressen - und dann die Moral (so sie denn überhaupt noch kommt).
Credo der WTG ist halt das was ihr nützt.
Auch das wissen die WTG-Strategen nur zu gut, weicht das System "Klinkenputzen" ernsthaft auf, geht es auch mit der WTG abwärts.
Dann aber vielleicht sogar noch stärker abwärts, dieweil andere vermeintlich "positive" Elemente in der WTG-Religion eher unterrepräsentiert sind.
Deshalb halten die WTG-Strategen nach wie vor mit "Klauen und Krallen" an ihrer bisherigen Linie fest. Allenfalls Kosmetik ist fallweise möglich, jedoch keine ernsthaften Änderungen.

Dieses System "aufzubrechen" mag in der Tat schwer sein.
Auch ein Herr Honecker wähnte noch kurz vor Toresschluss:
"Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf".
Zwar hat im Falle E. H. die Geschichte dann die Frage beantwortet, wer der tatsächliche Esel war.
Es hätte ebenso aber auch anders kommen können.

Sowohl in Ungarn 1956 als auch DDR 1953 kam es anders; dieweil auch die Rahmenbedingungen der übrigen Umwelt eine wesentliche Rolle spielen.
Die aber sahen 1989 eben anders aus als 1956; und damit war dann auch die Frage entschieden, wen die tatsächliche Geschichte, als tatsächlichen Esel denn outet.
Eine Definition des Begriffes Wahrheit besagt sinngemäß, sie sei die Übereinstimmung mit der tatsächlichen Realität.

Die tatsächliche Realität indes, interessiert die WTG-Manager einen "feuchten Kehricht".
Was die alleine interessiert ist ihr "Fressen ...", und dazu wird es halt passend zurechtgebogen. Heute so, morgen wieder anders herum.
Der Disput mit der WTG auf die Ebene "Wahrheit" zu verengen, mag vielleicht nicht so treffsicher sein.

Indes gibt es auch für den Einzelnen eine subjektive Wahrheit. Ist die auch von der Erkenntnis geprägt, dass die Interessenlage des Einzelnen und die Interessenlage der WTG-Manager, zwei linke Schuh sind, die vorne und hinten nicht zusammen passen, dann ist man der tatsächlichen Wahrheit ziemlich nahe.
Es kommt also nicht auf Wortklaubereien an, sondern es kommt auf die realistische Bewertung dessen an; wem was wie nutzt.

Für meine Person stelle ich jedenfalls fest.
Die Ambitionen der Amis:
Und heute gehören uns die USA und morgen die ganze Welt.
Und diese Ambition auch auf dem Religionsfabrikensektor umgesetzt, nutzen mit persönlich überhaupt nichts.
Im Gegenteil kann ich über die Amis nur mein diesbezügliches Anathema aussprechen.
Ob es was nutzt wäre eine andere Frage; zumindest ich spreche diese Verfluchung aus.
Das wäre dann meine "Wahrheit".

Re: "Für die Wahrheit Zeugnis geben"

geschrieben von: Barbara Kohout

Datum: 30. Oktober 2010 17:16

Ich für meine Person habe auch nicht die Absicht "Wahrheiten" zu verkünden, oder ein neues Evangelium zu erfinden. Worauf ich aber durchaus immer und immer wieder verweisen werde, ist die "Tatsache", dass aufgrund von sogenanntem "theokratischen Handeln" erwartet wird, dass sich Freunde und Familien nur aus dem einen Grund von einer Person abwenden, weil diese nicht mehr linientreu ist. Das ist meine Realität und meine Wahrheit. Dass ich auch noch weitere Ungereimtheiten gefunden habe, die sich ebenfalls nicht als "wahr" erwiesen haben, ist dabei ein Nebeneffekt, den jeder für sich selbst gewichten mag.

Re: "Für die Wahrheit Zeugnis geben"

geschrieben von:  . +

Datum: 31. Oktober 2010 11:36

Zitat:

Barbara Kohout
Ich für meine Person habe auch nicht die Absicht "Wahrheiten" zu verkünden, oder ein neues Evangelium zu erfinden. Worauf ich aber durchaus immer und immer wieder verweisen werde, ist die "Tatsache", dass aufgrund von sogenanntem "theokratischen Handeln" erwartet wird, dass sich Freunde und Familien nur aus dem einen Grund von einer Person abwenden, weil diese nicht mehr linientreu ist. Das ist meine Realität und meine Wahrheit. Dass ich auch noch weitere Ungereimtheiten gefunden habe, die sich ebenfalls nicht als "wahr" erwiesen haben, ist dabei ein Nebeneffekt, den jeder für sich selbst gewichten mag.

Das heißt wir könnten hier also zwischen zwei Dingen unterscheiden.
Den Zauberer und die Utensilien die alle Zauberer der Welt verwenden.
Also den Religionsorganisationen und den "heiligen" Schriften.
picture: http://www.manfred-gebhard.de/Zaubertricks1.jpg
Zum einen decken wir die Zaubertricks der Wachtturmsekte auf.
Das kann für potenzielle Sektenopfer echte Lebenshilfe sein.
Die Frage die sich aber stellt ist doch ob die Zauberutensilien Wahrheiten vermitteln wenn man sie nur auf das aufrichtigste handhabt.
picture: http://www.manfred-gebhard.de/Zaubertricks2.jpg
Ich stelle also die Frage ob eine Elberfelder Bibel zuverlässigere Wahrheiten enthält als andere Übersetzungen.
Ich möchte in diesem Zusammenhang zum Beispiel nur darauf verweisen das die illustre Gruppe der Christenheit auf der Welt eine Minderheit darstellt.

Ich stelle doch nur die Frage in den Raum ob man mit dem Einstehen für "die Wahrheit" die Glaubensrichtung der Buddhisten, der Hindus oder Atheisten deswegen als falsch wertet?

Oder ob es nicht vielmehr so ist das alle gleich falsch und gleich richtig liegen?

Auf die Frage ob die Elberfelder Bibel besser ist als die NWÜ wäre wohl die korrekte Antwort das man wirklich nur der venganza-Übersetzung trauen kann.
www.venganza.info/

Sorry das ich bei der Formulierung "die Wahrheit" reflexartig zusammenzucke.
lächel
picture: http://www.manfred-gebhard.de/Zaubertricks3.jpg
Die Glaubenslehre der Zeugen Jehovas ist nicht besser oder schlechter als die von john smith dem ein Engel begegnete, der ihm eine Prophetenbrille zukommen ließ, damit er die geheimem Schriften auf steinplatten lesen konnte, die nach dem lesen natürlich verschwanden....

Für den wahren Glauben Einzustehen heißt eine gehörige Portion an Humor zu besitzen.
 

ZurIndexseite