Zum Kontext zugehörig
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 25. Juni 2010 17:35
Zum Kontext zugehörig:
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,51229,69437#msg-69437
Im "Goldenen Zeitalter" gelesen - Eine Zeitreise
Datum: 20. Juni 2010 00:58
Ebenfalls zugehörig:
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,44132,68406#msg-68406
"Königreichsdienst" 1960
Datum: 12. Juni 2010 03:00
Re: "Königreichsdienst" 1960 - noch aktuell?
geschrieben von: X ~ mysnip
Datum: 21. Juni 2010 21:00
Drahbeck
Gelesen im "Königreichsdienst für Deutschland", Ausgabe für Juni 1960:
"Wie die Gesellschaft erfährt, nutzen einige Brüder
ihre Verbindung mit der Neuen-Welt-Gesellschaft dazu aus, den Brüdern und Menschen guten
Willens ihre Produkte zu verkaufen. Wie im 'Wachtturm' darauf hingewiesen wurde, geht es
nicht an, daß Versammlungsglieder, Pioniere oder Verkündiger im Königreichssaal, in den
Buchstudien oder auf größeren Versammlungen Verbindungen anknüpfen, um etwas zu
verkaufen. Niemand sollte seine Stellung als Diener, Pionier oder Verkündiger dazu
benutzen, um andere Brüder oder Menschen guten Willens aufzusuchen und ihnen seine
Produkte zu verkaufen. ...
Mit dieser Mitteilung hoffen wir die VIELEN [Hervorhebung nicht im Original] Anfragen zu
beantworten, die bei der Gesellschaft diesbezüglich eingegangen sind ..."
shop.krispens.de/about_us.php
RICHARD KRISPENS Lederartikel und Bucheinbände GmbH
,,Als kleines Familienunternehmen, das wir bis
heute geblieben sind, freuen wir uns, nicht nur Brüder im Inland, sondern auch
diejenigen im gesamten europäischen Ausland, auf allen Kontinenten und vereinzelt in
entlegenen Teilen der Erde zu beliefern."
Die GmbH bietet Verschiedenes ihren Glaubensbrüdern an. Sehenswert ist die Präsentation
der
shop.krispens.de/product_info.php?cPath=27_33&products_id=361
"Predigtdienst-Jacke"
Beim
shop.krispens.de/product_info.php?cPath=71&products_id=456]"Bibelzollstock"
für
'soziale' 47,00 Euro wüßte ich gern die Gewinnspanne.
Weitere Produkte für ZJ in der:
achtturm.de/product_info.php?info=p156_Schl-sselanh-nger--KEIN-BLUT---2-sprachig-.html
"Juni-Aktion" achtturm.de/shop_content.php?coID=9
"ACHTTURM.DE"
Re: "Königreichsdienst" 1960 - noch aktuell?
geschrieben von: prozessor
Datum: 21. Juni 2010 21:31
Zitat:
Re: "Königreichsdienst" 1960 - noch aktuell?
geschrieben von: objektive Wahrheit
Datum: 24. Juni 2010 10:22
Im selektiven Zitieren seit ihr fasst genauso gut wie der Wachtturm.
Herr Krispens selbst bittet darum:
Zitat:
Richard Krispens
Re: "Königreichsdienst" 1960 - noch aktuell?
geschrieben von: objektive Wahrheit
Datum: 24. Juni 2010 10:30
Wie heute bereits in diesem Forum anderenorts ausgeführt, werden hier Tatsachen
geschickt so dargestellt, das das sich ergebende Bild unzutreffend ist.
Der "Bibelzollstock" ist kein Maßinstrument. Er hat noch nicht einmal das
Format eines handelsüblichen Zollstocks.
Es handelt sich sowohl vom Format als auch vom Aufdruck her um eine Sonderanfertigung.
Diese fällt von der Stückzahl her kleinvolumig aus. Die Preise kleinvolumiger
Sonderanfertigungen sind mit denen aus Massenfertigung nicht zu vergleichen.
Das ist "in der Welt" genauso: Wer zehn Kulis mit seinem Slogan bedrucken lassen
möchte, erhält zehn Kugelschreiber zum teuren Stückpreis. Bei 20.000 Kulis sind es
billige Werbegeschenke.
Man kann die Fa. Krispens mögen oder auch nicht; man kann die Ideologie der Zeugen
Jehovas teilen oder auch nicht: Die sinnentstellende Äußerung und Verbreitung
vermeintlicher Fakten tragen nicht zur eigenen Glaubwürdigkeit bei.
oW
Re: In Sachen "Bibelzollstöcke" und Co
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 24. Juni 2010 11:02
Der Kontext war.
Eine Aussage des "Königreichsdienstes" Jahrgang 1960 bildete die Grundlage
Nach deren Zitierung dann der eigene Kommentar
Zitat:
"A ja, da haben nun die Betreffenden ihr "Donnerwetter" also weg.
Und was bewirkt's?
Vielleicht agieren einige nun zeitweise etwas vorsichtiger, bis der "Staub sich
wieder etwas gelegt hat".
Den so oft publizierte die WTG Warnungen dieser Art in ihrem Schrifttum wohl kaum.
Weitaus öfter hingegen sind solche Praktiken bei den Zeugen Jehovas (sicherlich nicht
"nur" bei ihnen) gang und gäbe ..."
Re: "Königreichsdienst" 1960 - noch aktuell?
geschrieben von: X ~ mysnip
Datum: 24. Juni 2010 16:46
Zitat:
objektive Wahrheit
Zitat:
Richard Krispens
Re: "Königreichsdienst" 1960 - noch aktuell?
geschrieben von: X ~ mysnip
Datum: 24. Juni 2010 16:48
Zitat:
objektive Wahrheit
Zitat:
Die Preise kleinvolumiger Sonderanfertigungen sind mit denen aus Massenfertigung nicht zu vergleichen.
Das ist "in der Welt" genauso: Wer zehn Kulis mit seinem Slogan bedrucken lassen möchte, erhält zehn Kugelschreiber zum teuren Stückpreis. Bei 20.000 Kulis sind es billige Werbegeschenke.
Ja!
Re: In Sachen "Bibelzollstöcke" und Co
geschrieben von: Drahbeck (
Datum: 24. Juni 2010 17:26
Zitat aus dem Buch von Rolf Nobel mit dem Titel: "Die Falschspieler Gottes" (1985 erschienen). Dort Seite 137. Mit der Ergänzung, dass ich die von Nobel dabei mit genannten Zahlen weder bestätigen, noch dementieren kann. Sollten sie nicht Wirklichkeitsädaquat sein, ginge der Vorhalt an die Adresse von Nobel
Zitat:
Nach bestandener Taufprüfung mußte ich in den Predigtdienst.
Wir standen zu viert auf einer Fußgängerbrücke, auf jeder Seite zwei. Ich beobachtete,
wie sich die anderen aufstellten: gerade Haltung, freundliches Gesicht, »Wachtturm« und
»Erwachet!« vor die Brust gehalten.
Bruder Stein, Rentner und schon lange in der »Wahrheit«, hatte die Zeitschriften sogar
in einer Klapphülle aus Klarsichtfolie stecken. »Das sieht dann immer ordentlich und
sauber aus.« Die Hülle hat er sich bei der Firma Richard Krispens (»Fabrikation von
Leder und Plastikwaren«) für 7,80 Mark gekauft. Der Betrieb des Zeugen Krispens treibt
einen schwungvollen Handel mit Bibelhüllen, Taschen »für den Schulaufseher«, einem
biblischen Frage- und Antwortspiel, der »Königreichsmappe« und anderen Utensilien, die
ein Zeuge Jehovas so braucht. Jahresumsatz des geschäftstüchtigen Religionsbetreibers:
über eine Million Mark.
Re: In Sachen "Bibelzollstöcke" und Co
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 24. Juni 2010 17:57
Und weil wir gerade bei den Firmen im Umfeld der Zeugen sind.
Eine andere dieser Art, lässt es sich angelegen sein, für einen gleichfalls nicht
unbekannten Herrn, auch ihrerseits kräftig die Werbetrommel zu rühren.
kalos-versand.com/START/Musik_1/musik_1.html
Re: "Königreichsdienst" 1960 - noch aktuell?
geschrieben von: objektive Wahrheit (
Datum: 25. Juni 2010 08:07
Zitat:
X ~ mysnip
Re: In Sachen "Bibelzollstöcke" und Co
geschrieben von: objektive Wahrheit
Datum: 25. Juni 2010 08:21
Zitat:
Drahbeck
Re: "Lachhaft!
geschrieben von: Lets Dance
Datum: 25. Juni 2010 16:03
Haha,
seitwann muss ein Familienbetrieb Bilanzdaten veröffentlichen???
Lächerliche Fälschung woher haben *Sie* denn die Zahlen!
zeugen-jehovas-dokumentation.blogspot.com/2010/06/bibelzollstock-fur-schlappe-47-euro.html
gruß
Lets Dance
Re: Da ist sie die Million Mark!
geschrieben von: Lets Dance!
Datum: 25. Juni 2010 16:21
Jo mei ganz hübsche Sümmschen für ne kleinen Familienbetrieb!
Bilanzsumme, Summe Passiva 517.138,07 EURO (2008)
tinyurl.com/35wx5he
Krispen ist bilanztechnisch Millionär!
Lets Dance!
zeugen-jehovas-dokumentation.blogspot.com/
Re: "Königreichsdienst" 1960 - noch aktuell?
geschrieben von: X ~ mysnip
Datum: 26. Juni 2010 00:17
Eine Frage:
Ist Richard K. ZJ und welcher Zielgruppe entsprechen die Produkte der RICHARD
KRISPENS LEDERARTIKEL UND BUCHEINBÄNDE GmbH?
Re: "Königreichsdienst" 1960 - noch aktuell?
geschrieben von: Tullius Firlefanzus
Datum: 27. Juni 2010 09:43
"Christliche", speziell für ZJ gefertigte Devotionalien kann der geneigte
Mensch guten Willens mittlerweile über eine rapidshare ähnliche ZJ-Site (Theo-Share)
abrufen.
Ebenso werden dort Dienstleistungen und anderer ZJ-spezifischer Schmarrn angeboten.
Reiguggn lohnt sich
www.theoshare.com/email-jay-wit.html
Hier ein paar ganz "besondere" Angebote:
Für "unsere" Kleinen (und auch Grossen)...der Bethel-Sabberlatz,
www.cafepress.co.uk/gimme5.68152910
damit der Genuss der geistigen Mark-und Fettspeisen keine sichtbaren Spuren auf den
"Neue-Welt-T-Shirts" www.cafepress.co.uk/gimme5.84347475 hinterlässt.
Schön auch, dass hiermit schon mal der berufliche Lebens(leidens)weg der kleinsten Zeugen
eindrucksvoll kundgetan werden kann
www.cafepress.co.uk/gimme5.8305458
Und damit der eifrige Pionier weiss was die Stunde geschlagen hat
www.cafepress.co.uk/gimme5.8343571
Auch zur Gesinnungspräsentation am Auto (kommt bei Kongressen siche extrem gut)
gibt es für jeden "guten" Christen den richtigen Sticker
www.cafepress.co.uk/gimme5.8343571
ja, es geht halt nix über gut gemachtes Merchandising
Re: "Königreichsdienst" 1960 - noch aktuell?
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 27. Juni 2010 10:06
Auch darauf wartete dann wohl die Englischsprachige Welt:
www.theoshare.com/international-downloads-pages/deutsch-items.html
Money rules the new World too
geschrieben von: Tullius Firlefanzus
Datum: 27. Juni 2010 11:14
Damit auch das "Gesellige Beisammensein" zu einem totalen Erfolg wird, gibt
es
House2House, dass ZJ-Monopoly qanz mit ohne kapitalistische Attitüde
www.theocraticgames.com/
Zielgruppenspezifische Produktlinien
geschrieben von: objektive Wahrheit
Datum: 27. Juni 2010 12:59
"Die Welt", lieber Kurt Berg, ganz sicher nicht.
Aber viele Glaubensgeschwister "in der Wahrheit". Nichts ist schöner, als
entspannt eine Runde "Haus zu Haus" zu spielen.
Ereigniskarte:
"Du wurdest überführt, einen erlogenen Predigtdienstbericht abgegeben zu haben.
Mangels Reue wirst du vom Spiel ausgeschlossen. Wenn einer deiner Mitspieler während des
restlichen Spiels das Wort an dich richtet, wird er ebenfalls vom Spiel
ausgeschlossen."
Ereigniskarte:
"Kreiskongress. Du machst viele Notizen. Rücke drei Felder vor."
Ereigniskarte:
"Du wurdest zum Ältesten befördert. Rücke fünf Felder vor und berichte fortan
auch als Predigtdienst, wenn du würfelschwachen Mitspielern beim Würfeln hilfst.
Schwestern, die gern im Schmucke heiliger Ordnung wandeln, sei dieser Schmuckladen ans
Herz gelegt:
jeffreydesign.com/index.php?main_page=index&cPath=7
Zitat: Watchtower-Style Jewelry is made for Jehovah's Witnesses, by Jehovah's Witnesses.
Available in Sterling Silver and 14k Gold, these attractive items are great for
identifying yourself as a witness to other witnesses and make they great gifts.
Für Kinder gibt es das schicke Buch:
www.theocraticlibrary.com/139.jpg
In this delightful and engaging story, readers join a little Witness girl, Penny, as she
describes how she came to enjoy attending Christian meetings at the Kingdom Hall. Just
right for the youngest listeners to early readers, children can relate to Penny's sense of
whimsy and her satisfaction in doing the right thing. A portion of the sale of this book
goes to the Kingdom Hall Building Fund.
Quelle: www.theocraticlibrary.com/
Für alle, die es schade finden, dass man als ZJ die Gewinne der Deutschen Post nicht mit
Weihnachts- und Geburtstagskarten unterstützen kann, hier kommt Abhilfe: Gratuliert doch
zur Taufe:
www.daydreamdesignsstudio.com/BaptismCards.htm
Dem Vernehmen nach soll eine Karte für den Gemeinschaftsentzug mit dem Titel "Haltet
euch fern von Korahs Rotte" und künstlichem Brandopferaroma bereits in Vorbereitung
sein.
Glubensstärkend sollen Bethelbesuche sein, Betheltours hilft gern:
www.betheltours.org/index.htm
Auch die Pioniere dürfen mit, wenn die Versammlung ihnen die Kosten zahlt:
www.betheltours.org/free.htm
Why not ask your congregation if they will also sponsor the pioneers? They are your
full-time ministers, without pay! It is a very appropriate theocratic event for them.
www.betheltours.org/faq.htm]Generally, we suggest that for the bulk of the trip you dress
'smart casual' with no visible slogans on the clothes. We think this means no jeans,
t-shirts, leather jackets or trainers, but we want you to feel comfortable. warm and
respectable. London is always relatively warm (compared with the north!), and you do not
have to be out in the weather for more than a few minutes.
However, at the British Museum and at the Bethel you should dress particularly smartly;
your dress should be 'as for a meeting' which means brothers should wear a collar and tie,
and sisters should avoid trousers.
Manche Produkte und Dienstleistungen benötigt man eben nur, wenn man in der Wahrheit ist.
Dafür haben Jehovas wahre Diener ja auch an vielen Produkten keinen Bedarf:
Blutwurst, Dildos, höhere Bildungsabschlüsse, Weihnachtsbaumschmuck, Reisen zum CSD,
Analyse der Blutgruppe,...
Re: Zielgruppenspezifische Produktlinien
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 27. Juni 2010 13:28
Da würde es sich doch empfehlen, vielleicht in Lizenzverhandlungen mit
dem Copyright-Inhaber eines Neuapostolischen Spielkarten-Angebots einzutreten.
Soweit inhaltlich "entfernt" ist man dann doch wohl nicht.




Nun muß man ja einräumen. Das mit den speziellen Kindergottesdiensten ist nicht (mehr)
übertragbar.
Das hatte ja bereits (nach einer kurzen Blütezeit in den 20er Jahren) Rutherford wieder
abgeschafft.
Aber das wäre dann wohl bloß eine Modifizierungsfrage ...
Re: Zielgruppenspezifische Produktlinien
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 27. Juni 2010 14:41
Dann mal einige Kopfzeilen von Zeitschriften-Ausgaben an die da zu
denken wäre.
Im Zuge seiner Politik (auch von der heutigen WTG fortgesetzt) Kindern ein Kindgemässes
Leben, zwar nicht zu verhindern, aber doch deutlich einzuschränken.
Sie also schon in jungen Jahren zu halben Erwachsenen zu trimmen, mit der Zielstellung,
dass ihnen das Treppenterrierdasein möglichst in Fleisch und Blut übergehen möge.
Im Zuge dieser Entwicklung wurden dann genannte Zeitschriften, auf Anordnung von
Rutherford, wieder eingestellt.
Und auch nach 1945 gab es für sie keinerlei vergleichbare Nachfolgeorgane.
Was die da alternativ zu nennenden WTG-"Bilderbücher" anbelangt, kommentierte
die mal Wunderlich in seinem Buch "Die Paradiesverkäufer" so:
Zitat:
"Zur Kindererziehung hatte uns die WTG ebenfalls ein biblisches Hilfsmittel zur
Verfügung gestellt. Es war das unter uns Zeugen Jehovas sehr beliebte Buch "Vom
verlorenen Paradies zum wiedererlangten Paradies". Das Buch war reich illustriert und
"leicht verständlich" geschrieben. Wir sollten es regelmäßig mit unseren
Kindern betrachten, selbst wenn sie noch nicht lesen konnten, denn die Bilder sind gut
geeignet, Gottes Handeln daran zu erklären. Besonders meine Frau gab sich die größte
Mühe, unsere Tochter von frühester Kindheit an mit der Bibel und den Wachtturmlehren
vertraut zu machen.
Erst viel später begriffen wir, was wir unserem Kind zugemutet hatten, wenn wir ihm z.B.
anhand dieses Buches den Verlauf des Krieges Gottes "Harmagedon" erklärten. So
wird unter anderem auf den Seiten 208-209 in dem Kapitel "Wie diese Welt enden
wird" das Bild eines furchtbaren und nach Rache dürstenden Gottes gezeichnet, das
den Kindern in der Regel eine tiefe Furcht vor dem "lieben" Gott vermittelt.
Der Zweck dieser barbarischen Erziehung ist, den Kindern beizubringen, daß sie nur dann
vor der Vernichtung durch diesen "lieben" Gott sicher seien, wenn sie gehorsam
alles täten, was "Jehova" durch seine Organisation und durch ihre Eltern von
ihnen verlangt."
Re: und der Sklave sorgt für reinheit
geschrieben von: Tullius Firlefanzus
Datum: 27. Juni 2010 15:21
Niemand sollte jedoch auf den Gedanken kommen, das geschäftige Gebaren wahrer Christen
unterläge nicht strenger aber liebevoll-gerechter Überwachung durch den allseits
bereiten omnipotenten treuen und verständigen Sklaven.
jeffreydesign.com/index.php?lPath=11&main_page=links
Zitat:
Watchtower Mystery Stories -Fiction stories for and about Jehovah's Witnesses
Re: Zielgruppenspezifische Produktlinien
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 27. Juni 2010 15:58
Da in diesem Thread auch der Herr Ricky King bereits mit erwähnt wurde, der ja
sicherlich schon länger einschlägig tätig ist,
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,69777,69786#msg-69786
wobei es schon bemerkenswert ist, dass eine seiner bei Amazon.de angebotenen
Weihnachtslieder-Kollektionen, das Erscheinungsdatum trägt
Produktinformation
Audio CD (28. November 2008)
www.amazon.de/Weihnachten-mit-Ricky-King/dp/B001J32H62/ref=pd_sim_m_3
Da könnte man vielleicht meinen: Eben erst "neueren Datums".
Dieses "neuere" Datum indes kann man wohl vergessen.
Man beachte was Rolf Nobel in seinem 1985er Buch bereits mitteilte.
Unter der Überschrift
Zitat:
"Ein spendabler Popstar darf fast alles"
liest man bereits bei Nobel:
Zitat:
"Ich hatte zwar schon davon gehört, daß der bundesdeutsche Schmalzgitarrist Ricky King ein Zeuge Jehovas sei, aber bei dem beschränkte sich das widersprüchliche Verhalten darauf, daß er bei CBS eine Platte mit Weihnachtsliedern aufnahm.
Weihnachten ist nach Meinung der Wachtturm-Gesellschaft ein heidnisches Fest. Kein Zeuge Jehovas feiert es, keiner singt Weihnachtslieder, denn das sind ja heidnische Lieder.
Aber Zeugen-Star Ricky King, von dem der ehemalige deutsche Zweigdiener Konrad Franke voller Stolz in der Sektenzentrale herumprahlte, er habe ihm auf Hawaii anläßlich seiner goldenen Hochzeit im Hotel ein privates Konzert gegeben, darf für
schnöden Mammon eine Platte mit »Heidenliedern« bespielen."
Re: Zielgruppenspezifische Produktlinien
geschrieben von: Dumbledore
Datum: 27. Juni 2010 16:32
Zitat:
Drahbeck
Zitat:
Der Wachtturm, 15.03.1998, S. 18ff, gekürzt
Der christlichen Hingabe gemäß in Freiheit leben
Wo der Geist Jehovas ist, da ist Freiheit (2. KORINTHER 3:17).
JEHOVAS ZEUGEN haben sich Jehova Gott rückhaltlos hingegeben, und sie sind entschlossen, ihrer Hingabe gemäß zu leben. Deshalb vertrauen sie auf Gottes Wort und auf seinen heiligen Geist.
Jemand könnte argumentieren, die Art und Weise, wie Jehovas Zeugen von der Watch Tower Society beziehungsweise von der Wachtturm-Gesellschaft oder häufig einfach von der Gesellschaft sprechen, zeige, daß sie diese als die oberste Autorität, wenn es um Glaubensdinge geht, betrachten.
Um Mißverständnisse zu vermeiden, achten Jehovas Zeugen sorgfältig darauf, wie sie sich ausdrücken. Statt zu sagen: Die Gesellschaft lehrt . . ., verwenden Zeugen Jehovas Formulierungen wie: In der Bibel heißt es . . . oder: Gemäß meinem biblischen Verständnis . . . Dadurch weisen sie nachdrücklich auf die persönliche Entscheidung hin, die jeder Zeuge Jehovas bei der Annahme biblischer Lehren getroffen hat, und vermeiden es außerdem, den falschen Eindruck zu erwecken, Jehovas Zeugen würden irgendwie dem Diktat einer religiösen Sekte unterliegen.
Viele Dinge sind dem Gewissen des einzelnen überlassen. Wer sich Jehova hingegeben hat, genießt die Freiheit, die die Führung durch Gottes Geist mit sich bringt. Ein Christ, der sich die Wahrheit zu eigen gemacht hat, folgt seinem biblisch geschulten Gewissen und verläßt sich auf Gottes Anleitung durch den heiligen Geist.
Jehovas Zeugen sind Geschöpfe mit einem freien Willen, haben sich jeder persönlich dazu entschieden, die gute Botschaft von Gottes Königreich zu verkündigen, politisch neutral zu bleiben, sich des Blutes zu enthalten, sich vor bestimmten Formen der Unterhaltung zu hüten und gemäß biblischen Maßstäben zu leben. Diese Entscheidungen werden niemandem aufgezwungen. Es sind Entscheidungen im Rahmen einer Lebensweise, die sich voraussichtliche Zeugen Jehovas freiwillig erwählen, bevor sie den Schritt der christlichen Hingabe machen.
In der Bibel wird deutlich gezeigt, daß wahre Christen Gott nicht unter Zwang dienen. Es heißt darin: Jehova nun ist der GEIST; und wo der Geist Jehovas ist, da ist Freiheit (2. Korinther 3:17). Wie kann diese Tatsache jedoch mit der Vorstellung in Einklang gebracht werden, daß es einen treuen und verständigen Sklaven mit einer leitenden Körperschaft gibt? (Matthäus 24:45-47).
Die Leitung durch ein Haupt dient dazu, die Einheit zu bewahren und sicherzustellen, daß alle Dinge anständig und nach Anordnung geschehen (1. Korinther 14:40).
Wie die ersten Christen beachten Jehovas Zeugen gern die Hinweise der reifen Brüder der leitenden Körperschaft, was biblische Anleitung sowie Richtlinien in Glaubensdingen betrifft. Die Mitglieder der leitenden Körperschaft sind zwar wie ihre Mitchristen Sklaven Jehovas und Christi, aber in der Bibel wird auch die Anweisung gegeben: Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen, und seid unterwürfig, denn sie wachen beständig über eure Seelen als solche, die Rechenschaft ablegen werden, damit sie dies mit Freude und nicht mit Seufzen tun mögen, denn das wäre euch zum Schaden (Hebräer 13:17).
Bedeutet die Aufsichtsstellung, die der leitenden Körperschaft gemäß der Bibel verliehen worden ist, daß jeder Zeuge Jehovas ihr für seine Tätigkeit Rechenschaft geben muß? Das ist nicht der Fall.
Sind gewisse Trends zu beobachten, lenkt die leitende Körperschaft die Aufmerksamkeit darauf, von welchem Nutzen es ist, biblischen Rat zu beachten, sie gibt Empfehlungen in bezug auf die Anwendung von biblischen Gesetzen und Grundsätzen, warnt vor versteckten Gefahren und gibt die nötige Ermunterung.
Falls ein Zeuge Jehovas Entscheidungen auf der Grundlage von biblischem Rat trifft, den die leitende Körperschaft gegeben hat, tut er das aus eigenem Entschluß heraus, weil ihn sein persönliches Studium der Bibel davon überzeugt hat, daß das der richtige Weg ist.
Lassen die Tatsachen nicht deutlich erkennen, daß Zeugen Jehovas Diener Gottes sind und nicht Sklaven von Menschen? Als Gott hingegebene Christen genießen sie die Freiheit, für die Christus sie frei gemacht hat, sie lassen sich in ihrem Leben von Gottes Geist und seinem Wort leiten, während sie, vereint mit ihren Brüdern, in der Versammlung Gottes dienen (Psalm 133:1).
Merke: Wenn zwei das Gleiche tun, so ist es noch lange nicht das Gleiche.
Re: Über die Gleichheit der Gleichen
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 27. Juni 2010 17:57
Die kleinen indes "lässt man ins Messer rennen"; respektive die sind so
verblendet es selber zu tun.
Ein neuer Fall der Art:
www.business-wissen.de/ratgeber/zeugin-jehovas-muss-sich-an-fastnacht-vorbereitung-beteiligen/
Man vergleiche auch den Fall:
www.jurablogs.com/de/zeugin-jehovas-verweigert-geburtstagsglueckwuensche-kuendigung
Re: Über die Gleichheit der Gleichen
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 27. Juni 2010 18:51
Wie es schon die "Freiburger Zeitung" in einem Bericht über das Schicksal
der "Lemminge", die sich letztendlich in ihr eigenes Unglück stürzen, auf den
Punkt bringt.
http://az.ub.uni-freiburg.de/show/fz.cgi?cmd=showpic&ausgabe=01&day=26b2&year=1930&month=06&project=3&anzahl=8
Schon vom seinerzeitigen WTG-Präsidenten Knorr ist dessen Anfälligkeit für
Korrumpierung belegt.
Ueberlebenskuenstler
Darin mit erwähnt
Korrumpierung gibt es es auch andernorts, ohne Frage.
Was mich am meisten indes stört, sind jene üblen Typen, die sich gar noch zum indirekten
Bejubler von Korrumptierungstendenzen machen.
Einer dieser Typen, der es allerdings vorzog, ohne erreichbare eMail hier zu posten,
konnte man auch in diesem Thread hier "bewundern".
Ich werde den Umstand der Korruption nicht ändern. Darüber bin auch ich mir vollkommen
im klaren.
Aber eine Meinung habe ich schon.
Am allermeisten auskotzen muss ich vor den direkten und indirekten Verteidigern von
Korrumpierungserscheinungen.
Re: Über die Gleichheit der Gleichen
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 27. Juni 2010 19:58
Der Bericht der Brücke zum Menschen" Nr. 131 (1997) über den
korrupten N. H. Knorr.
Da mag man dazu nur noch sagen:
SO WIE DER HERR, SO DAS GESCHEER!
Selbstedend, das diese Typen etwa über die seinerzeitige WTG-Anweisung für DDR-Zeugen
Jehovas, verhalten bei Verhaftungen nur (hinter vorgehaltener Hand lauthals lachen). Es
betraf sie ja ohnehin nicht direkt.
Verhaftung
Ich kann mich nur nochmals wiederholen.
Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich denn vor diesen Typen auskotzen möchte - ohne
Unterlass!
Re: Wieder "wäscht eine Hand die andere"
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 29. Juni 2010 11:58
Gelesen
auf der Seite:
www.jehovataler.de/de/ausstellungen.html
Dort in der Rubrik
Ausstellungen
2008 Berlin, Bayernallee 49-50
2009 Velten, Havelring 1
Ich beschränke mich auf diese beiden Beispiele.
Bayernallee 49/50 war in den Jahren bis 1961 das Westberliner WTG-Zweigbüro.
Heute als Seniorenheim in Privatwirtschaftlicher Trägerschaft genutzt. Der Nutzer hat der
WTG halt dafür einen Marktüblichen Mietzins zu zahlen.
Gleichwohl grundbuchmäßig gehört dieses Objekt weiter der WTG. Der auf diesem
Grundstück befindliche "Königreichsssaal" wird im Berlin Telefonbuch
entsprechend ausgewiesen.
Dann noch Königreichssaal und Kongreßzentrum in Velten.
Dazu kann man etwa vergleichen.
www.velten.de/web/Gemeinden-Kirchen.34.0.html?&type=0
In diesen direkt der WTG gehörenden Objekten, (respektive WTG-nah) also auch jene
thematischen Ausstellungen.
Weiter gelesen auf der Startseite jener in Privater Trägerschaft befindlichen Seite unter
anderem der Satz:
"... Den Freunden der Jehovataler, die auch mal gern selbst eine Jehovamünze
besitzen möchten, biete ich den Service, bei dem Kauf einer bestimmten Münze auf dem
europäischen Markt behilflich zu sein. Ich spreche hier natürlich von Originalen, die in
der Regel zwischen 400 15 000 Euro im Preis liegen...."
Interessant vielleicht auch noch die Angabe in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen:
"Das Buch: "Der Name Gottes auf Münzen, Talern und Medaillen" kostet 25,00
Euro und wird zu diesem Preis an Jedermann abgegeben. Rabatte können nicht eingeräumt
werden, auch nicht an Wiederverkäufer oder Buchhandlungen. Diesen steht es frei, einen
angemessenen Aufschlag zu berechnen. ..."
Genug zitiert.
Bezüglichen eines Kommentares meinerseits dazu, verweise ich die Einfachheit halber auf
ein entsprechendes Video:
Re: Wieder "wäscht eine Hand die andere"
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 29. Juni 2010 14:01
Nochmals zitiert:
Zitat:
"Um diese Zeit geschah es, dass er sich in der wundervollen Weisheit der
Christianer unterrichten ließ, da er in Palästina Gelegenheit fand, mit ihren Priestern
und Schriftgelehrten bekannt zu werden. Es schlug so gut bei ihm an, dass seine Lehrer in
kurzer Zeit nur Kinder gegen ihn waren. Er wurde gar bald selbst Prophet, Thiasarch,
Synagogenmeister, mit einem Wort, alles in allem unter ihnen.
Er erklärte und kommentierte ihre Bücher und schrieb deren selbst eine große Menge;
kurz, er brachte es so weit, dass sie ihn für einen göttlichen Mann ansahen, sich
Gesetze von ihm geben ließen und ihn zu ihrem Vorsteher machten. Übrigens verehren diese
Leute den bekannten Magus, der in Palästina deswegen gekreuzigt wurde, weil er diese neue
Mysterien in die Welt eingeführt hatte. Es kam endlich dazu, dass Proteus bei Begehung
derselben ergriffen und ins Gefängnis geworfen wurde; ein Umstand, der nicht wenig dazu
beitrug, ihm auf sein ganzes Leben einen sonderbaren Stolz einzuflößen und diese Liebe
zum Wunderbaren und dieses unruhige Bestreben nach dem Ruhm eines außerordentlichen
Mannes in ihm anzufachen, die seine herrschenden Leidenschaften wurden.
Denn sobald er in Banden lag, versuchten die Christianer (die dieses als eine ihnen allen
zugestoßene große Widerwärtigkeit betrachteten) das Mögliche und Unmögliche um ihn
dem Gefängnis zu entreißen; und da es ihnen damit nicht gelingen wollte, ließen sie es
ihm wenigstens an der sorgfältigsten Pflege und Wartung in keinem Stücke fehlen. Gleich
mit Anbruch des Tages sah man schon eine Anzahl alter Weiblein, Witwen und junge Waisen
sich um das Gefängnis her lagern; ja die Vornehmsten unter ihnen bestachen sogar die
Gefangenenhüter und brachten ganze Nächte bei ihm zu.
Auch wurden reichliche Mahlzeiten bei ihm zusammengetragen und ihre heiligen Bücher
gelesen; kurz, der teure Peregrin (wie er sich damals noch nannte) hieß ihnen ein zweiter
Sokrates. Sogar aus verschiedenen Städten in Asien kamen einige, die von den dortigen
Christianern abgesandt waren, ihm hilfreiche Hand zu leisten, seine Fürsprecher vor
Gericht zu sein und ihn zu trösten. Denn diese Leute sind in allen dergleichen Fällen,
die ihre Gemeinheit betreffen, von einer unbegreiflichen Geschwindigkeit und Tätigkeit
und sparen dabei weder Mühe noch Kosten.
Daher wurde auch Peregrinen seiner Gefangenschaft halber eine Menge Geld von ihnen
zugeschickt, und er verschaffte sich unter diesem Titel ganz hübsche Einkünfte. Denn
diese armen Leute haben sich in den Kopf, gesetzt, dass sie mit Leib und Seele unsterblich
werden und in alle Ewigkeit leben würden: daher kommt es dann, dass sie den Tod verachten
und dass viele von ihnen ihm sogar freiwillig in die Hände laufen.
Überdies hat ihnen ihr erster Gesetzgeber beigebracht, dass sie alle untereinander
Brüder würden, sobald sie den großen Schritt getan hätten, die griechischen Götter zu
verleugnen und ihre Knie vor jenem gekreuzigten Sophisten zu beugen und nach seinen
Gesetzen zu leben.
Alles andere verachten sie durch die Bank, und sie halten es für eitel und nichtswürdig
ohne irgendeinen tüchtigen Grund zu haben, warum sie diesen Meinungen zugetan sind.
Sobald also irgendein verschmitzter Betrüger an sie gerät, der die rechten Schliche
weiß, so ist es ihm ein leichtes, die einfältigen Leute an der Nase zu führen und gar
bald auf ihre Unkosten ein reicher Mann zu werden.
Übrigens wurde Peregrin (als es zu gerichtlicher Entscheidung seines Schicksals kam) von
dem damaligen Statthalter in Syrien wieder in Freiheit gesetzt, einem Manne, der die
Philosophie liebte und, sobald er merkte, wie es in dem Kopfe dieses Menschen aussah und
dass er Narr genug war, aus Eitelkeit und Begierde zum Nachruhm sterben zu wollen, ihn
lieber fortschickte, ohne ihn auch nur einer Züchtigung wertzuhalten.
Peregrin kehrte also in seine Heimat zurück, fand aber bald, dass das Gerücht von seinem
Vatermorde noch immer unter der Asche glühte und dass viele damit umgingen, ihm einen
förmlichen Prozess deswegen an den Hals zu werfen. Er hatte sich inzwischen einen großen
Bart wachsen lassen und ging gewöhnlich in einem schmutzigen Kaput von grobem Tuch, mit
einem Tornister auf den Schultern und einem Stecken in der Hand.
In diesem tragischen Aufzug erschien er nun in der öffentlichen Versammlung der Parianer
und erklärte sich, dass er hiermit die ganze Verlassenschaft seines seligen Vaters dem
Publico überlassen haben wolle. Diese Freigebigkeit tat dem gemeinen Mann, einen Haufen
armer nach dergleichen Spenden heißhungriger Leute, eine so gute Wirkung, dass sie in
laute Bezeugungen ihres Dankes und ihrer Bewunderung ausbrachen.
"Das heißt man einen Philosophen", schrieben sie, einen wahren Patrioten,
einen echten Nachfolger des Diogenes und Krates!" Nun war seinen Feinden der Mund
gestopft, und wer sich unterfangen wollte, des Vaterlandes noch zu erwähnen, würde auf
der Stelle gesteinigt sein. Indessen blieb ihm nach dieser Donation nichts anderes übrig,
als sich abermals aufs Landstreichen zu begeben, denn da konnte er auf einen reichlichen
Zehrpfennig von den Christianern rechnen, die überall seine Trabanten machten und es ihm
an nichts mangeln ließen.
Auf diese Weise brachte er sich eine Zeitlang durch die Welt. Da er es aber in der Folge
auch mit ihnen verdarb - man hatte ihn, glaube ich, etwas, dass bei ihnen verboten ist,
essen sehen - und sie ihn deswegen nicht mehr unter sich duldeten, geriet er in so große
Verlegenheit, dass er sich berechtigt glaubte, die Güter von der Stadt Parium
zurückzufordern, die er ihr ehemals überlassen hatte.
Nunmehr unternahm er eine dritte Reise zum Agathobulus nach Ägypten, wo er sich durch
eine ganz neue und verwunderungswürdige Art von Tugendübung hervortrat; er lies sich
nämlich den Kopf zur Hälfte glatt abscheren, beschmierte sich das Gesicht mit Leim, tat
(um zu zeigen, dass dergleichen Handlungen unter die Adiaphora gehörten) vor einer Menge
Volks - was schon Diogenes öffentlich getan haben soll, geißelte sich selbst und ließ
sich von andern mit einer Rute den Hintern zerpeitschen, mehrere noch ärgere
Bubenstreiche zu geschweigen, wodurch er sich in den Ruf eines außerordentlichen Mannes
zu setzen suchte.
In der nächstfolgenden Olympiade erschien er wieder vor den Griechen, und zwar mit einer
Rede, woran er in den verflossenen vier Jahren gearbeitet hatte und worin er, unter
Entschuldigung seiner letztmaligen Flucht, den Stifter des Wassers zu Olympia bis an den
Himmel erhob.
Wie er aber gewahr wurde, dass sich niemand mehr um ihn bekümmerte und dass er kommen und
gehen konnte ohne das mindeste Aufsehen zu erregen - denn seine Künste waren nun Altes;
und etwas Neues, wodurch er in Erstaunen setzen und die Aufmerksamkeit und Bewunderung des
Publikums auf sich ziehen können, wusste er nicht aufzutreiben, da dies doch von Anfang
an das Ziel seiner leidenschaftlichen Begierde gewesen war.
So geriet er endlich auf diesen letzten tollen Einfall mit dem Scheiterhaufen und
kündigte den Griechen bereits an den letzten Olympischen Spielen an, dass er sich an den
nächstfolgenden verbrennen würde. Und dies ist nun also das wundervolle Abenteuer, mit
dessen Ausführung er, wie es heißt, beschäftigt ist, indem er bereits eine Grube graben
und eine Menge Holz zusammenführen lässt, um uns das Schauspiel einer übermenschlichen
Stärke der Seele zu geben.
Meines Erachtens gebührte sich's vielmehr, den Tod gelassen zu erwarten, nicht, wie ein
flüchtiger Sklave, aus dem Leben davonzulaufen. Ist er aber so fest entschlossen zu
sterben, warum denn gerade durchs Feuer und mit einem so tragödienmäßigen Prunk? Wozu
nun eben diese Todesart, da er unter tausend andern die Wahl hat? Denn ich höre von
vielen, es sei keine schnellere Todesart als durchs Feuer, und man brauche nur den Mund
aufzutun um auf der Stelle tot zu sein.
Aber vermutlich hat er dieses Schauspiel bloß darum ausgedacht, weil es die Eitelkeit des
ruhmsüchtigen Menschen kitzelt, sich an einem Orte zu verbrennen, der so heilig ist, dass
andere ehrliche Toten nicht einmal darin begraben werden dürfen.
Und dies war also das Ende dieses unseligen Proteus, der, um alles in zwei Worten
zusammenzufassen, für Wahrheit weder Sinn noch Achtung hatte, sondern alles, was er in
seinem ganzen Leben sprach und tat, bloß deswegen tat, um sich einen Namen zu machen und
von dem großen Haufen angestaunt zu werden, und der von dieser törichten Leidenschaft so
sehr besessen war, dass er sogar ins Feuer sprang, um einen Ruhm davonzutragen, wovon er
sich den Genuss durch das Mittel selbst auf ewig raubte."
Re: Wieder "wäscht eine Hand die andere"
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 29. Juni 2010 15:18
Wie tönte Herr Franke schon?!
Zitat:
Für ihre fleißigen Bethel-Diener zahlt die Wachtturm-Gesellschaft keinen Pfennig zur
Rentenversicherung. Krankenkassenbeiträge in Höhe von 50 Mark zum »Nonnen- und
Mönchstarif« bei der DAK werden entrichtet. Von ihren 79 Mark Taschengeld (Stand 1985)
können sich selbst die sparsamsten Mitarbeiter nichts für den Fall eines
Gemeinschaftsentzugs zurücklegen. Natürlich käme auch niemand auf die Idee. Dazu
erhalten sie 600 Mark Kleidergeld im Jahr.
Bruder Einschütz und die »Butterfahrt«
Damit kann man keine großen Sprünge machen.
Schon gar nicht große Autos fahren. Trotzdem kutschieren einige der Bethel-Diener in
stattlichen Limousinen durch die Gegend. Des Rätsels Lösung: »Spenden von wohlhabenden
Brüdern«.
Tatsächlich kommen aber nur ranghöhere Brüder in den Genuß
derartiger »Spenden«.
Auch ansonsten wissen sich Brüder aus der Führung durchaus geschickt durchs Leben zu
mogeln, mit ganzen 79 Mark im Monat.
Einer dieser Lebenskünstler ist Bruder Einschütz, ehemaliger Bethel-Leiter. In dieser
Position war es ihm eine besondere Freude, die Leistungen der Putzfrauen zu kontrollieren.
Mit einem weißen Handschuh an den Händen wischte er über die geputzten Tische und
Schränke.
Und wehe, wenn die Fingerspitze des Handschuhs anschließend schmutzig war. Dann erlebten
die Putzfrauen ein Donnerwetter.
Dieser Bruder ließ sich gern zu Vortragsreisen einladen. »Bruder Einschütz ist wieder
auf Butterfahrt«, hieß es dann während seiner Abwesenheit im Bethel.
Im Rahmen seiner Vorträge appellierte er in den Versammlungen an die Spendenbereitschaft
für die fleißigen Bethel-Diener. Kam er anschließend zurück, so berichtet ein
ehemaliger Glaubensbruder, »quälte er seinen Wagen vollbeladen auf hängender Achse den
Hügel zum Bethel hoch«. Einmal half ihm dieser Bruder auch beim Ausladen. Aber er traute
seinen Augen kaum: Aus dem Kofferraum kamen ein Faß Most, mehrere Wurstpakete, weitere
Lebensmittel und ein paar Kleidungsstücke zum Vorschein.
Und im Bethel-Zimmer von Bruder Einschütz sah es aus wie im Warenlager eines Kaufhauses.
Es war alles da, was das Herz begehrt ..."
Re: 15.03.98/01.04.98 "Der Wachtturm" - 01.09.98 "Schreiben an das Bundesverfassungsgericht"
geschrieben von: X ~ mysnip
Datum: 04. Juli 2010 22:54
Auffällige Bemerkungen im Studienprogramm - März 98:
Zitat:
Dumbledore
Zitat:
Der Wachtturm, 15.03.1998, S. 18ff, gekürzt