Der 21. Januar 1925 ist in die Bibelforschergeschichte in besonderer Weise eingegangen. Just an jenem Tage gab es in St. Gallen (Schweiz) eine öffentliche Veranstaltung, kirchlicherseits initiiert, zum Thema Bibelforscher. Als Referenten traten dort unter anderem der Theologieprofessor Ludwig Köhler auf. Über das Referat, folgt man einigen Berichten dazu, waren einige (nicht nur die Bibelforscher) nicht sonderlich glücklich. Man meinte wahrzunehmen, Köhler wagt es nicht gegenüber den Bibelforschern "Fraktur" zu reden.

Diese Veranstaltung schloß mit einer öffentlichen Aussprache, wo denn einige dem Professor so seine "Versäumnisse" vorhielten. Als Wortführer dabei kristallisierte sich besonders ein Arzt namens Dr. Fehrman heraus. Selbiger hatte sich offenbar schon vorher mit einigen Ant-Bibelforscherschriften, namentlich aus der antisemtischen Ecke befasst, und kolportierte daraus wiederum, lautstark eine besondere These.

Die These, die Bibelforscher würden vom Judentum (respektive der Freimaurerei) finanziell "ausgehalten". Die These schwirrte schon einige Zeit durch den "Blätterwald", hatte aber keine sonderliche Wirkung dergestalt, als sie von den Adressaten, den Bibelforschern, meistens mit Stillschweigen übergangen wurde. So findet man sie schon in einem Anfang 1924 erschienenen Buches (unter anderem) wieder

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Jene öffentliche Veranstaltung indes, brachte nun den "Knoten zum Platzen". Offenbar war sich Dr. Fehrmann der weitgehend positiven Resonanz unter den Besuchern jener Veranstaltung sicher. Was "Christian Kreuz" alias Herbert von Bomsdorff-Bergen nicht gelang, das gelang nun dem Dr. Fehrmann, die Bibelforscher aus ihrer Deckung herauszulocken.

Sich der beachtlichen Resonanz bewusst werdend, welche dieser Dr. Fehrmann offenbar erzielte, beschloss die Schweizer WTG, selbigen nun vor den Kadi zu zerren.
Indes Pech für die WTG. Das Gericht befand: Dr. Fehrmann habe nur das wiederholt, was seit geraumer Zeit auch schon andernorts geschrieben, lesbar sei, ohne dass die WTG gegen diese (namentlich auch den Bomsdorff-Bergen) Klage erhoben habe. Sie habe die Sache also klaglos hingenommen. Deshalb könne das Gericht auch nicht anerkennen, dass Dr. Fehrmann die Ehre der WTG zu Unrecht angetastet habe. Im Gegenteil es sprach ihm gar eine finanzielle Entschädigung von 450 Schweizer Franken zu.

Die angestrengte Verleumdungsklage ging also für die WTG in "die Binsen". Pfafrath (S. 11f.) etwa schreibt noch aus zeitgenössischer Sicht:

"Die Zeitschrift Auf Vorposten, 1-2 Heft 1925, Seite 20f. berichtet Chr. Kreuz habe in seiner Schrift 'Ein Weltbetrug durch Zeichen, Wort und Griff', den Zusammenhang der E. B. mit der Freimaurerei aufgedeckt. (Kreuz sei früher selbst Freimaurer im 33 Grade gewesen). Dessen Freund Dr. Fehrmann habe am 21. Januar 1924 zu St. Gallen in öffentlicher Versammlung die Behauptung wiederholt, das internationale Judentum wende den E. B. reichliche Geldmittel zu. Im Morgen, katholisches Tageblatt der Schweiz vom 30. Oktober 1924 wiederholte Dr. Fehrmann seine Behauptung. Der Leiter der Zentrale der E. B. In Zürich, Conrad C. Binkele, erhob Klage gegen ihn. Das Bezirksgericht St. Gallen aber hat die Klage des Generalbevollmächtigen der E. B. Mister Binkele, abgewiesen, ihm eine Gerichtsgebühr von 150 Franken auferlegt und die Kläger zudem zu einer außerordentlichen
Entschädigung verurteilt."

Max Wörnhard interpretiert in einer neueren Publikation (Repression ...S. 52)

"In einem erstinstanzlichen Verfahren am 24. und 25.10.1924 lehnte es das Bezirksgericht St. Gallen ab, auf die Klage des Leiters der "Ernsten Bibelforscher", Conrad C. Binkele, Zürich, einzutreten, und zwar nicht aus materiellen Gründen, sondern weil die "Bibelforscher" als juristische Person nicht ausreichend organisiert und legitimiert seien;
in zweiter Instanz stellte sich die Zweite Zivilkammer des Kantonsgerichts St. Gallen am 13. und 14. 3. 1925 auf denselben Standpunkt. Materiell wurden damit Fehrmanns Vorwürfe nicht gestützt, auch wenn die Gegner der Zeugen Jehovas den Ausgang des Verfahrens wiederholt so interpretierten."

In der Öffentlichkeit erregte besonders das Fehrmann-Verfahren zeitgenössisch ungeheures Aufsehen und dominiert nahezu die gesamte Publizistik dazu. Dennoch gab es noch ein zweites Verfahren, dass jedoch in der öffentlichen Wahrnehmung so gut wie keine Rolle spielte. Und dieses Verfahren strengte die WTG gegen den Verleger des schon abgebildeten "Christian Kreuz"-Buches an.

Der wesentliche Unterschied dabei ist allerdings der. Jenes Verfahren gegen Keller-Zoller endigte mit einem Vergleich.
Die WTG hatte gefordert:
Der Verleger möge den darin zitierten ominösen "Freimaurerbrief" im Original vorlegen. Der Verleger konnte das nicht und bezeichnet den Brief als "unauffindbar verlegt".

Jonak seinerseits kritisiert nun. Der Verleger habe sich mit der WTG verglichen, ohne den Autor (Bomsdorff-Bergen) mit einzubeziehen. Selbiger hielt weiter an seiner These fest und wurde auch nie von der WTG je gerichtlich belangt. Der WTG reichte es also aus, dass der Verleger sich in der Vergleichsverhandlung dazu bereit erklärte, das inkriminierte Buch nicht weiter verbreiten zu wollen.

Wenn nun die öffentliche Publizistik weitgehend nur den Fehrmann-Fall herausstellte, so ist auf WTG-Seite das Gegenteil zu registrieren. Über den Fehrmann-Fall redet selbige eher nebensächlich. Wenn von WTG-Seite das Thema angeschnitten wurde dann immer unter Hinweis auf den Vergleich mit Keller-Zoller.

Erstmals in der Magdeburger Ausgabe des "Goldenen Zeitalters" vom 15. 4. 1925, erfuhr die dortige Leserschaft etwas darüber, dass es überhaupt die vorgenannten Auseinandersetzungen gegeben habe.

Lediglich zwei Flugschriften der WTG ("Kulturfragen" und "Wahr oder nicht wahr") sprachen die gleiche Thematik an. Aber auf Zeitschriftenebene gab es damals nur jenen "Bericht" im Magdeburger GZ vom 15. 4. 1925. Ob denn das dort mitgeteilte sonderlich "beeindruckend" ist, mag man eher bezweifeln. Indes seien im nachfolgenden noch einige Kernsätze aus diesem GZ-Bericht vorgestellt.

"Kulturkampf überall
Nachdruck gestattet und um der Gerechtigkeit willen von der gesamten freien deutschen Presse erbeten.
Der Katholizismus macht gewaltige Anstrengungen, seine verlorenen Positionen, welche Reformation und Erwachen der Menschheit ihm nahmen, zurückzugewinnen. In der Wahl der Mittel, diesen Kampf zu führen, scheint man nicht wählerisch zu sein, und ist die Rücksichtslosigkeit und Ungerechtigkeit, mit der an manchen Stellen dieser Kampf geführt wird, geradezu typisch für den Geist, der ein Land und Volk umnachten wird, das einmal wieder völlig unter den Einfluß dieser noch heute im Geistes des Mittelalters steckenden Herrscher Roms kommen würde.
Was eine protestantische oder irgendeine andere Regierung unseres Landes zu erwarten hätte, falls sie durch Abschluss eines Konkordats für das übrige Deutschland ausländischen römischen Regenten dieselbe Herrschaft einräumte wie Bayern es tat, und der Fall eintritt, daß die Regierung einmal nicht so tanze wie in Rom geblasen wird, zeigen die augenblicklichen Erlebnisse in Frankreich. Die Aufhebung der Botschaft beim Vatikan durch die Regierung wird von den Kardinälen dadurch beantwortet, daß ... "Das Volk zur Nichtbefolgung der bestehenden Gesetze auffordern, was eine Untergrabung der Grundgesetze eines jeden freien Staates bedeutet." ... Darum ist das Interesse dieser Kirchenpolitiker vor allen Dingen darauf gerichtet, alle Arbeit irgendwelcher Bibelforscher zu diskreditieren und verächtlich zu machen. ...
Die Int. Vereinigung Ernster Bibelforscher berichtet:

Seit Monaten tobt ein systematischer Verleumdungsfeldzug gegen uns, der seinen Ausgang findet in der katholischen Presse, und dessen direkte Unwahrheiten gelegentlich auch von der evangelischen Presse weiterverbreitet werden, ohne daß man uns das Wort zur Richtigstellung der Aufklärung wiedergibt. In wenigen Fällen, wo man eine Entgegnung von uns nach vorausgegangener Verleumdung aufnahm, hatte man unsere Entgegnung durch Streichungen usw. derart verschandelt, oder durch zwischengeschobene redaktionelle Kommentare verdreht und damit wirkungslos gemacht, daß es einer Nichtaufnahme gleich war.

Man suchte sensationell, ob man nicht irgend etwas finde gegen uns.
Im Memelgebiet besuchte ein Mann zweimal unsere Versammlungen, versuchte einen Streit anzufangen mit einem unserer Redner, und wurde am anderen Tage in eine Anstalt gebracht, und sofort verbreitete man die Verleumdung: er sei durch das Lesen der Schriften der Bibelforscher krank geworden, trotzdem er nie welche gelesen hatte. Dieselbe Lüge wurde verbreitet in Verbindung mit einer Frau, die seit langer Zeit wegen Geschlechtskrankheit Einspritzungen erhielt. Nachdem sie, wie dies oft geschieht, als Folge der Einspritzung nervenkrank wurde, verbreitete ein Teil der uns religiös-feindlich gegenüberstehenden Presse die Unwahrheit, sie sei durch Lektüre der Bibelforscher krank geworden, trotzdem sie solche nie gelesen und einige öffentliche Vorträge besucht hatte.

Systematische Verleumdung unserer Arbeit, der man biblisch nicht gewachsen ist, ist die Triebfeder dieser niedrigen Handlungsweise.
Immer wieder publiziert man die Lüge, wir würden von den Juden bezahlt, trotzdem wir immer wieder versicherten, daß dies absolute Unwahrheit ist, weil wir noch nie einen Pfennig vom Judentum erhielten, sondern unsere vieltausend deutschen Glaubensbrüder diejenigen sind, welche alle Ausgaben für unsere ausgedehnte Missionstätigkeit bestreiten. Wir sind zu jeder Zeit bereit, jeder deutschen zuständigen Behörde unsere dies beweisenden Bücher vorzulegen, wie auch hier auf dem Amtsgericht in Magdeburg von uns seit langer Zeit 1.000 Goldmark deponiert und öffentlich ausgeboten sind, demjenigen zufallend, der auch nur ein Jota Beweismaterial bringt dafür, daß wir vom Judentum bezahlt werden. Niemand vermochte dies bis zur Stunde, dennoch verleumdet die kirchliche Presse aller Schattierungen ohne Ehrgefühl in derselben schamlosen Weise weiter.

Eine Klage, welche von Bibelforschern in St. Gallen gegen einen Arzt Dr. Fehrmann, der dieselben Unwahrheiten verbreitet hatte, eingereicht wurde, ist vom Richter abgewiesen mit der absolut nicht zutreffenden Behauptung, Dr. Fehrmanns Angriffe richteten sich ja gar nicht gegen die Bibelforscher, sondern gegen die Juden.
Sofort stürzte die Meute der Verleumderpresse auf diese abgewiesene Klage und behauptete, die Klage sei abgewiesen, weil Dr. F. bewiesen habe, daß Bibelforscher von den Juden unterstützt würden. Diese wissentliche, absichtliche oder verantwortungslose Irreführung, der wir alle Zeitungen, die diese Falschmeldung brachten, für schuldig erklären, ist um so gewissenloser, als es in der Urteilsbegründung jenes Prozesses ausdrücklich wörtlich heißt:
"Die Klage ist somit mangels Tatbestand abzuweisen, womit der dem Beklagten angetragene Wahrheitsbeweis - der allerdings an Hand der vorliegenden Akten nicht erbringlich gewesen wäre - dahinfällt."
Es ist also unrichtig, daß Dr. Fehrmann den Beweis der eingeklagten Behauptung erbracht, oder daß das Gericht ihm den guten Glauben zugebilligt habe. Vielmehr wird festgestellt, daß Dr. Fehrmann diesen Beweis nach der Aktenlage nicht hätte erbringen können."

An dieser Stelle muss der GZ-Bericht unterbrochen werden. Der GZ-Interpretation ist dergestalt zu widersprechen. Dr. Fehrmann hätte sehr wohl den Autor Bomsdorff-Bergen zur gerichtlichen Vernehmlassung beordern können. Im Gegensatz zur GZ-Interpretation sah das Gericht dafür keine Notwendigkeit, weil Fehrmann nur das wiederholte, was andere vor ihm schon gesagt. Diese jedoch von den Bibelforschern gerichtlich nicht belangt wurde. Fehrmann war Angeklagter. Angeklagt von der WTG-Organisation. Indem Fehrmann nur eine allgemein verbreitete Auffassung wiederholte, gegen die bisher nicht erfolgreich gerichtlich vorgegangen wurde, entfiel aus der Sicht des Gerichtes, die Notwendigkeit, die WTG-Klage gegen Fehrmann als berechtigt zu akzeptieren. Das ist der eigentliche Sachverhalt, den das GZ kunstvoll verdreht.

Weiter im GZ-Text:

"Die Klage wurde abgewiesen, weil nach Auffassung des Gerichtes die vom Beklagten erhobenen Vorwürfe sich ausschließlich gegen das internationale Judentum, nicht gegen Bibelforscher wenden. Dieselbe skrupellose Unehrenhaftigkeit offenbarten diese Presseleute, wenn sie hervorragend in katholischen, aber gelegentlich auch in evangelischen Blättern den sogenannten Freimaurerbrief veröffentlichten, nach welchem die Bibelforscher von den Freimaurern mit Geld unterstützt würden, um deren Ziele - Freimaurer sind nebenbei gesagt starke Gegner des Katholizismus - fördern zu helfen.

Die katholische Zeitung "der Morgen" veröffentlichte diesen Brief zum ersten Male, und zwar tat sie dies, genau wissend, daß er ein Schwindelstück ist, wie der Direktor des Verlages, der den Morgen herausgibt, Herr Otto Walter an den Verlag L. Keller-Zoller Zürich schreibt am 25. Januar 1924. Der betreffende Brief befindet sich im Aktenstück Nr. 29 der III. Abteilung des Bezirks-Gerichtes Zürich, betrifft Verlag Walter gegen Verlag Zoller und hat folgenden Wortlaut;

"Verlag Otto Walter A.-G. Olten.
Olten, den 25. Jan. 1924.
Herrn L. Keller-Zoller, Leonhardtr. 4, Zürich
Sehr geehrter Herr Keller
Ich besitze ihre Zuschrift vom 11. ds und komme erst heute zu deren Beantwortung. Es kann ganz gut sein, daß der chiffrierte Brief wieder zum Vorschein kommt. Ich habe ihn damals mit nach Rickenbach genommen, und er wird wohl noch unter meinen Akten in Rickenbach zu finden sein. Wenn dem aber auch so wäre, so halte ich doch diesen Brief für ganz unbedeutend. Ich habe den Inhalt entziffert und ihn auch Männern der Freimaurerei gezeigt. Die betreffenden Herren, die sich in ähnlichen Dingen sehr gut auskennen, sprachen aber dem Schriftstück jede Bedeutung ab und bezeichneten es als derart plumpen Schwindel, daß ich mich persönlich jederzeit hüten würde, auf das Schriftstück hinzuweisen.
Es würde mich freuen, bald wieder mehr von Ihnen zu hören und begrüße Sie indessen aufs beste als
Ihr ganz ergebener
Verlag Otto Walter A.-G.
Der Direktor
Sig. Otto Walter"

Dazu wäre dann noch anzumerken.
Auch wenn Walter (als Verleger des "Morgen") sich nun gegenüber Kelller-Zoller abwertend über den "Freimaurerbrief" äußert, so bleibt doch der Tatbestand bestehen, dass seine Zeitung es war, die nun jenen inkrimierten Brief zuerst publizierte.

Keller-Zoller war bei seinem Nachdruck dieses Briefes, mit der Forderung konfrontiert, den Brief vorzulegen. Dazu kontaktierte er nun den Walter in der vorzitierten Form. Walter bestreitet nicht, den Brief gehabt, gelesen und publiziert zu haben, weis aber nicht wo er ihn konkret auffinden kann (soll). Er muss also Keller-Zoller abschlägig bescheiden. Daraus folgt aber auch, dass jenes zitierte Schreiben nicht jenes Gewicht gehabt hat, dass die WTG ihm gerne zuschreibt.

Zusammenfassend gilt es Jonak dahingehend zuzustimmen, der bei der Referierung dieser Sachlage auch konstatierte. Das einzigst sinnvolle wäre gewesen, den Urheber (Bomsdorff-Bergen) vor Gericht den Beweis für diesen Brief antreten zu lassen. Fallweise auch den eigentlichen Briefschreiber aus den USA, vor Gericht laden zu lassen. Genau das ist nicht geschehen, und es sind auch nicht die allergeringsten Anstrengungen dazu unternommen worden.

Exkurs:
Die Zionismus-Begünstigung der frühen WTG, erwies sich namentlich im Deutschsprachigen Teil Europas, letztendlich als ein zweischneidiges Schwert.
Konnte Russell seinen Auftritt vor Juden, etwa im New Yorker Hippdrom noch in die Rubrik "Aktiva" zu seinen Gunsten verbuchen, sah das in Europa eben anders aus.

Antisemitische Kreise gab es hier schon länger, allerdings in der Zeit vor Ausbruch des ersten Weltkrieges, eher ein Schattendasein führend.
Der Weltkrieg endete aber eben nicht mit den von den deutschen Heißspornen einzig für "möglich" gehaltenen "Siegfrieden".
Statt dessen waren sie nach Weltkriegsende auf der fieberhaften Suche nach einem Buhmann, dem sie meinten die Schuld in die Schuhe schieben zu können, das aus dem verpatzten Siegfrieden eben nichts wurde.
Und sie waren dann ja alsbald auch fündig geworden. Eine ganze Galerie von Buhmännern meinte man wahrzunehmen; deren bedeutendste davon eben das Judentum.

Und dann muss man es klar aussprechen.
Mag Rutherford mit seiner Vokabel Geistliche hätten in die Schützengräben hineingepredigt, im Sinne des dokumentierten Beweises auch überzogen haben. In der Substanz, auf der Meinungsebene, hat er es wohl weniger.
Auch große Teile der Deutschsprachigen Religionsindustrie, namentlich auf deren Funktionärsebene, gehörten mit zu den Nachtrauerern des verpatzten Siegfriedens.

Nun gingen letztere aber alsbald zu ihrer Tagesordnung über, dem herunterleiern salbungsvoller Sprüche. Insoweit wollten und wollen sie auch nicht gerne an ihre "zeitweiligen" politischen Positionen erinnert werden.
Die Speerspitze des deutschen Antisemitismus nahmen daher sicherlich Außerkirchliche Kreise wahr. Aber stille Kumpanei zu den Antisemiten gab es auch in kirchlichen Kreisen, und das sicherlich nicht zu knapp.

Mit Beginn des zweiten Weltkrieges setzte im Zuge der sogenannten Papiereinsparung, in Deutschland ein massenhaftes Zeitschriftensterben, nicht zuletzt auch religiöser Zeitschriften ein. Die ganz wenigen Exemplare dieses Genres die diese Radikalkur überlebten, waren sehr zählbar. Eine der wenigen Zeitschriften auf dem Religionssektor, welche die Nazis bis einschließlich 1945 bestehen ließen, trug den Titel "Das Evangelische Deutschland".

Das jenes Blatt genannten Selektionsprozess überlebte darf getrost auch vorskizzierter unausgesprochener Kumpanei zugeschrieben werden.
Natürlich machte sich "Das evangelische Deutschland" nicht selbst die Finger schmutzig, etwa im Stile der "Stürmer"-Hetze. Dazu war es halt zu vornehm. Ausgesprochene Hetzatitüden überließ es somit anderen. Aber eine verhaltene politische Meinung, hat es sicherlich in der Gesamtheit seiner Existenzfrist auch formuliert.
Das als grobe Hintergrund-Skizzierung.

Im nachfolgenden seien dann noch fünf zeitgenössische Texte kommentarlos zitiert, die eben im Kontext des genannten St. Galler Bibelforscherprozess stehen.
Zitat Nr 1.
"Das Evangelische Deutschland"
Nr. 9/1925
S. 70f
Ernste Bibelforscher und Judentum
Die Abweisung der Klage der "Ernsten Bibelforscher" gegen den Arzt Dr. Fehrmann, der behauptet hat, die "E.B. bezögen zur Bestreitung ihrer Propagandakosten jüdisch-amerikanisches Geld", durch das Bezirksgericht St. Gallen hat eine lebhafte Erörterung hervorgerufen. Wir stellen auf verschiedene Anfragen an Hand des Prozessberichtes der "Basler Nachrichten" (Nr. 443 vom 28. Okt. 1924) erneut fest, daß das St. Gallener Bezirksgericht die Klage unter Kostenfolge abgewiesen und dem Beklagten Dr. Fehrmann eine außerordentliche Entschädigung von 450 Fr. zugesprochen hat. Den von Dr. F. angebotenem Wahrheitsbeweis durch einen zu stellenden weiteren Zeugen hielt das Gericht nicht für erforderlich, da, nachdem die "Internationale Vereinigung ernster Bibelforscher" jahrelang sich nicht habe dazu aufraffen können, die von Dr. F. aufgestellte Behauptung früher schon einmal einer gerichtlichen Beurteilung zu unterstellen, der Wahrheitsbeweis auch so als erbracht angenommen werden müsse.

Im Verlauf des Prozesses hatte der Verteidiger darauf hingewiesen, daß die "E. B." die seit Jahren oft aufgestellte Behauptung, die "E.B. lassen sich durch das New-Yorker Bankhaus Hirsch jüdische Gelder zuschießen u. a. m. eingesteckt haben, ohne jemals dagegen gerichtlich aufzutreten. Auch gegenüber den neuesten Angriffen im Oltener "Morgen" haben sie kein Strafverfahren durchzuführen gewagt, obgleich dort ein Brief eines jüdisch-amerikanischen Freimaurers abgedruckt sei, aus dem unzweideutig hervorgehe, daß zwischen den E.B. und den Juden nicht bloß eine geistige Verbindung bestehe, sondern tasächlich auch jüdische Gelder der "I.V.E.B." zuflossen. Ein geistiger Zusammenhang müsse unbedingt bestehen.

Zitat Nr. 2
"Basler Nachrichten" (Schweiz)
Dienstag, 28. Oktober 1924 (Nr. 443) 2. Beilage zu Nr. 443
Ein interessanter Prozeß
St. Gallen, 25. Okt.
Am 21. Januar, anläßlich einer von der Freien protestantischen Vereinigung veranstalteten, von über 1200 Personen besuchten Volksversammlung, an der der Zürcher Theologieprofessor Ludwig Köhler über die Internationale Vereinigung der ernsten Bibelforscher referierte, stellte Dr. med Fehrmann als Diskussionsredner die Behauptung auf, die Internationale Vereinigung Ernster Bibelforscher werde von den Juden finanziell unterstützt, um Verwirrung in die westeuropäische Christenheit zu bringen. Diesen Vorwurf wiederholte Dr. F. nachher auch in einem St. Galler Blatte und machte sich anheischig auch den Beweis für seine Behauptung erbringen zu wollen.
Diese Äußerung und die angedeutete Zeitungserklärung bildeten nun Gegenstand einer Klage. Als Kläger traten auf die Internationale Vereinigung ernster Bibelforscher und in zweiter Linie deren Leiter für Zentraleuropa, der in Zürich domilizierte Deutsch-Amerikaner Binkele, verbeiständet durch Dr. A. Reichstein (Zürich).

Der Beklagte bestritt vorerst die Aktivlegitimation der beiden Kläger zur Klageberechtigung. Die IVEB sei keine juristische Person nach geltendem Schweizerischen und St. Gallischem Recht. Das Gericht hat denn auch die Aktivlegitimation der IVEB verneint, diejenige des verantwortlichen Leiters Binkele dagegen bejaht und den Kläger zugelassen, so daß die Angelegenheit nichts destoweniger materiell zur Behandlung gelangen konnte.

Von seiten der Klägerschaft wurde nun vor den Gerichtsschranken geltend gemacht, daß die von Dr. Fehrmann gemachte Behauptung, die Juden seien die Geldgeber der Internationalen Vereinigung ernster Bibelforscher, und sie bezweckten damit, eine Verwirrung in die westeuropäische Christenheit, nichts anderes sei als der Vorwurf, die IVEB lasse sich von den Juden bestechen, da dieselben ein Interesse daran hätten, in Europa ein Durcheinander herbeizuführen, wobei dann die Söhne Israels am besten im Trüben fischen könnten.

Die IVEB bestreitet nun entschieden, daß jemals jüdisches Geld ihnen zugekommen sei, wie auch das einer bezüglichen bestimmten Erklärung des Generalkassierers der IVEB hervorgehe. Übrigens habe die Vereinigung gar nicht zu sagen, woher sie ihre reichen Geldmittel, die sie für propagandistische Zwecker verwende, habe.

- Dr. Reichstein sagte, sie flössen ihr von begüterten und opferfreudigen Anhängern der Idee der neuen Lehre zu - , wohl aber sei es Pflicht der Beklagten, nun klipp und klar zu beweisen, daß die Juden hier die Hand im Spiele hätten, wie er behauptet habe.

Der Rechtsvertreter des Beklagten, Advokat Dr. Duft ... Nationalrat in St. Gallen, findet es auffallend, daß nun hier die IVEB bezw. ihr Leiter Binkele, als Kläger auftreten, nicht aber die Juden, denen doch der Vorwurf von Dr. F. in erster Linie haben gelten müssen.
Dann schildert er die Entstehung und den Werdegang der IVEB, deren Lehren und Weltuntergangsprophezeiungen, die bis jetzt immer hätten von einem Termin auf den andern zurückgestellt werden müssen, bis nun im kommenden Jahr das Verhängnis eintreffen werde.
Die neue Lehre sei eine Irrlehre, die nur dazu angetan sei, geistige Verwirrung zu schaffen.
Zum Teil aufgebaut auf dem Alten Testament, richte sie sich in ihrer Auswirkung mit aller Schärfe gegen die heutigen christlichen Kirchen, die mit allen Mitteln und in rücksichtslosester, brutalster und gemeinster Weise bekämpft und beschimpft würden.
Die katholische Kirche habe man in den Büchern und Traktätchen der IVEB die "große Hure" genannt, die protestantischen dagegen die "kleine Hure". Die IVEB sei zudem staatsgefährlich; durch die angestrebte Ausmerzung der christlichen Kirche versuche sie gleichzeitig auch die Trägerin der Staatshoheit zu treffen, die Staaten sollten verschwinden, um dem von den Bibelforschern erträumten Friedensreiche der tausend Jahre als einem Paradies Platz zu machen.

Ebenso verwerflich wie diese Irrlehre sei auch die Art und Weise, wie sie vertreten werde. Mit Lüge und Verleumdung werde da rücksichtslos operiert, keine Spur von Toleranz werde zuerkannt, überall Unverträglichkeit, maßlose Aufdringlichkeit, aufgebaut nach einem besonderen Leitfaden zuhanden der zahlreichen Agenten usw.
Gewiss haben die Apostel der IVEB schon vieles hören und lesen müssen; sie haben sich "Bibelpfuscher und fälscher" nennen lassen, haben die seit Jahren schon oft aufgestellte Behauptung in der Presse und andern Publikationen, die IVEB lasse sich von den Juden Geldmittel durch das New Yorker Bankhaus Hirsch zuschießen u. a. m. Eingesteckt, ohne jemals den Mut zu finden, dagegen in einem Strafverfahren aufzutreten; man habe es lediglich auf vereinzelte Drohungen abgestellt.

Dagegen habe man in der Verherrlichung des Judentums (Herzl) nicht genug tun können. Ein geistiger Zusammenhang zwischen den IVEB und den Juden müsse unbedingt bestehen.
Das zeige schon die gelegentliche Ähnlichkeit der Lehren der Bibelforscher und des Talmud, weiter die Tatsache, daß jene von protestantischer Seite einberufene Volksversammlung in St. Gallen von zahlreichen Israeliten besucht gewesen sei, daß auch der gegnerische Anwalt diesen Kreisen angehöre und daß das "Israelitische Wochenblatt für die Schweiz" schon seit Wochen ein ganz auffallendes Interesse für den heutigen Prozeß an den Tag gelegt habe,

Auch gegenüber den neuesten Angriffen im Oltener "Morgen" habe die IVEB kein Strafverfahren durchzuführen gewagt, obgleich just dort ein Brief eines jüdisch-amerikanischen Freimaurers an seinen Bruder in der Schweiz zum Abdruck gelangt sei, aus dem unzweideutig hervorgehe, daß zwischen den Bibelforschern und den Juden nicht bloß eine geistige Verbindung bestehe, sondern daß tatsächlich auch jüdische Gelder der IVEB zuflossen.

Der Beklagte, gegen den man nun den Richter anruft, obschon er nichts anderes gesagt und behauptet hat, was zuvor von anderer Seite bereits Dutzende geschrieben haben, ohne daß die IVEB deshalb zum Kadi gelaufen wäre - die gute Treue könnte ihm auf keinen Fall abgesprochen werden -, macht sich nun anheischig, darüber hinaus auch noch einen direkten Beweis anzutreten und durch einen in Konstanz lebenden Schriftsteller beweisen zu lassen, daß nicht bloß der im "Morgen" abgedruckte Brief authentisch sei, sondern daß auch die darin enthaltenen Behauptungen ihre Richtigkeit hätten.

Das Gericht fand nun, daß der offerierte Zeuge gar nicht notwendig sei, da, nachdem die IVEB jahrelang sich nicht dazu aufraffen können, die von Dr. F. gemachte Behauptung vorher schon einer gerichtlichen Beurteilung zu unterstellen, da sie Binkele und Konsorten doch schon längst habe bekannt sein müssen, der vom Beklagten zu erbringende Beweis auch so als erbracht angenommen werden müsse.

Das Gericht wies deshalb die Klage unter Kostenfolge ab und sprach dem Beklagten zudem eine außerrechtliche Entschädigung von 450 Fr. zu. ...

Zitat Nr. 3
"Das Evangelische Deutschland" 23. März 1926, S. 95
Noch einmal: Der Prozeß der Ernsten Bibelforscher
Das Bezirksgericht St. Gallen hat sich nunmehr authentisch zu dem Bericht der "Basler Nachrichten" über den Prozeß der Ernsten Bibelforscher ... geäußert.
Es bestätigt, das dort wiedergegebene Urteil, berichtigt indessen die Angabe, der Wahrheitsbeweis für die Behauptung, "die E. B. bezögen zur Bestreitung ihrer Propagandakosten jüdisch-amerikanisches Geld, sei vom Gericht, wenn auch nur durch die Tatsache, daß die E. B. jahrelang nie dagegen gerichtlich vorgegangen, als erbracht angenommen werden.
Dies sei nicht richtig, da diese Frage überhaupt nicht zur Erörterung stand. Die Klage ist vielmehr abgewiesen worden, weil das Gericht in der Behauptung, daß "die Juden die E. B. finanzieren helfen, um Verwirrung in die europäische Christenheit hineinzutragen", eine Ehrenverletzung der E. B. nicht sehen konnte, da nicht behauptet war, daß die E. B. in
K e n n t n i s, dieser Absichten der Juden, um ihnen behilflich zu sein, Gelder von ihnen annahmen.
Die Richtigkeit der Behauptung, daß die IVEB von den Juden Geld erhalte, blieb bestritten."

Zitat Nr. 4
"Der Morgen. Katholisches Tagblatt der Schweiz"
Nr. 255; Donnerstag, 30. Oktober 1924
Abrechnung mit den "Ernsten Bibelforschern"
Am letzten Samstag hat vor dem Bezirksgericht St. Gallen ein Prozeß sein Ende gefunden, dessen Resultat eine schwere Niederlage der "Ernsten Bibelforscher" bildet
Ihr gerichtlicher Schritt ist ihnen nun selber zum Verhängnis geworden.

Es war dies ein aktuelles Erfordernis im Zeitalter der ins uferlose wachsenden Bibelforscher Propaganda. Schon Pius IX. hat einmal gesagt, man müsse den Wörtern ihre Bedeutung zurückgeben. Diesmal wurde gezeigt, was "Ernste Bibelforscher" sind.

Die Vorgeschichte des Prozesses datiert seit dem letzten Winter. In einer an 21. Januar 1924 im großen Schützengartensaale in St. Gallen abgehaltenen Protestantenversammlung, wo der Professor an der theologischen Fakultät der Zürcher Universität Dr. Köhler, einen Vortrag hielt, behauptete der (protestantische) Arzt Dr. Fehrmann in der anschließenden Diskussion, "das internationale Judentum wende den sog. "Ernsten Bibelforschern" seine reichen Geldmittel zu, um durch sie Verwirrung in die westeuropäische Christenheit hineinzutragen.

Obwohl die Behauptung angegriffen, gab darauf Dr. Fehrmann im "St. Galler Tagblatt" folgende Erklärung.
Die von mir in der Diskussion vertretene Ansicht halte ich in vollem Umfange aufrecht, Eingangs nämlich stellte Herr Prof. Dr. Köhler die Behauptung auf, daß es ihm ein Rätsel sei, woher die ernsten Bibelforscher die reichen Geldmittel zu ihrer enormen Propaganda beziehen. Im gleichen Atemzuge aber betonte er entschieden, daß nicht jüdisches Geld mitspiele. Gegen diese Ansicht vertrat ich meine Überzeugung, daß die Juden das größte Interesse an der möglichst raschen Ausbreitung der Lehre der Ernsten Bibelforscher haben und daß das internationale Judentum deswegen diese Bibelforscherbewegung finanzieren hilft, weil es hofft, durch die Verwirrung der Christenheit seine Ziele zu erreichen. Daß die Lehre der Ernsten Bibelforscher geistige Verwirrung hervorruft, hob auch der Referent wiederholt hervor."

Dagegen erhoben nun die Internationale Vereinigung ernster Bibelforscher und deren verantwortlicher Leiter Conrad C. Binkele, Zürich, gerichtliche Klage, die Gegenstand eines anderthalb Tage dauernden Prozesses vor dem Bezirksgericht St. Gallen war. Die klägerischen Parteien, "Internationale Vereinigung ernster Bibelforscher" und Conrad C. Binkele (sprich: Bainggele), Bürger der Vereinigten Staaten von Nordamerika waren vertreten durch das jüdische Advokatenbureau Dr. Liebermann in Zürich, für das der ehemalige polnische Jude Dr. Adam Reichstein, der erst seit kurzem Mutter Helvetia seine "Heimat" nennt, den Prozeß führte. Anwalt des Beklagten Dr. med. Fehrmann war Nationalrat Dr. Duft vom Advokatiebureau Duft u. Rohr in St. Gallen.

Die Klage verlangte, daß Dr. Fehrmann der Verleumdung und Beschimpfung schuldig ernannt werde. Das Bezirksgericht St. Gallen aber hat die Klage des Generalbevollmächtigten der Ernsten Bibelforscher, Mister Binkele, abgewiesen, ihm eine Gerichtagebühr von 150 Franken auferlegt und dem Kläger zudem zu einer außerrechtlichen Entschädigung von 450 Franken an den Beklagten verurteilt.

Das Gericht hat auf den vom Beklagten Dr. Fehrmann offerierten Wahrheitsbeweis verzichtet, aber so noch bildete das Plädoyer von Nationalrat Duft eine gründliche Abfertigung der Ernsten Bibelforscher, ihrer Ziele und Wege und ihrer Verbindungen. Interessant war zu vernehmen, welch innigen Zusammenhang Bibelforscher und Juden haben. Daß das internationale Judentum den Ernsten Bibelforschern sehr nahe steh, geht hervor aus der Schrift Rutherfords "Millionen jetzt Lebender werden nie sterben". Erstmals ließen die ernsten Bibelforscher sagen, daß jedem der nachweisen könne, daß jüdisches Geld mitspiele, für jeden Dollar deren 1000 gegeben werde, später heißt es, man gebe demjenigen 1000 Dollar, der nachweisen könne, daß jüdisches Geld an die Bibelforscher gehe und in diesem Prozesse marktete der jüdische Anwalt soweit, daß er 1000 Dollar nur noch für den Beweis versprach, daß eine jüdische B a n k den Ernsten Bibelforschern Geld zukommen lasse.

Ist ein Brief aus höchsten Freimaurerkreisen ... bekannt. In diesem Briefe, dessen Echtheit feststeht
Der Briefschreiber, ein Hochgradmaurer vom 33. Grad, versichert also schriftlich, daß die Juden die Ernsten Bibelforscher mit "viel Geld" unterstützen.

Mit Recht appellierte der Verteidiger Dr. Duft an das Gericht: ... Gesunder Schweizergeist und die angeblichen Wahrheiten der sogen, "Ernsten Bibelforscher" stellen unvereinbare Gegensätze dar.
Wir schließen unsern Artikel mit den Worten, in die das Plädoyer des Verteidigers ausklang:

Unter Mißbrauch ihres Gastrechtes führen ausländische Agitatoren mit außergewöhnlichen Mitteln und in außergewöhnlichen Formen einen Kampf gegen das, was unserm Volke heilig und groß, lieb und teuer ist. - Kampf gehen die Ernsten Bibelforscher und ihre Irrlehren heißt Heimatschutz gegen geistige Überfremdung. Heute geht es nicht um Personen. es gilt der Kampf um eine heilige gerechte Sache, um christliche und schweizerische Volksgüter."

Zitat Nr. 5
"Der Morgen. Katholisches Tageblatt der Schweiz"
Nr. 39; Donnerstag, 16. April 1925
"Eine skrupellose Unterschiebung
Das "Oltener Tageblatt" bringt in seiner Nummer 86 vom Dienstag, den 14. April 1925 einen Leitartikel unter der Überschrift: "Ein Freimaurerbrief und seine Folgen".
Der Artikel ist gezeichnet mit - n.

Er geht aus von einem Privatbrief, den der "Morgen" am 18. Mai 1923 veröffentlicht und den ein prominentes Mitglied der amerikanischen Freimaurerei an einen schweizerischen Hochgradmaurer gerichtet hat.
Der Leitartikler des "Oltner Tagblatt" veröffentließt nun im Anschluß an dieses Schreiben eine durchaus sensationell wirkende Enthüllung: Es habe die Direktion des Verlages Otto Walter A.-G. das obige im "Morgen" abgedruckte Schreiben über die Bewegung der "ernsten Bibelforscher" selbst als "ganz unbedeutend" und als "plumper Schwindel" bezeichnet und abgelehnt und publiziert als schlagendes Beweisstück den nachfolgenden von uns unterm 25. Januar 1924 an L. Keller-Zoller in Zürich gerichteten Brief:

Sehr geehrter Herr Keller!
Ich besitze ihre Zuschrift vom 11. ds. und komme leider erst heute zu deren Beantwortung. Es kann ganz gut sein, daß der chiffrierte Brief zum Vorschein kommt. Ich habe ihn damals mit nach Rickenbach genommen und wird noch unter meinen Akten in Rickenbach zu finden sein. Wenn dem aber auch so wäre, so halte ich doch diesen Brief für ganz unbedeutend.

Ich habe den Inhalt entziffert und ihn auch Kennern der Freimaurerei gezeigt. Die betreffenden Herren, die sich in ähnlichen Dingen sehr gut auskennen, sprachen aber dem Schriftstück jede Bedeutung ab und bezeichneten es als derart plumpen Schwindel, daß ich mich persönlich jederzeit hüten würde, auf das Schriftstück hinzuweisen,
Es würde mich freuen, bald wieder von Ihnen zu hören und begrüße Sie indeesen aufs Beste
als Ihr ergebener Verlag Otto Walter A.-G, Der Direktor
...
In seiner gestrigen Nummer druckt nun auch das "Solothurner Tagelatt" das wesentliche aus dem erwähnten Leitartikel unter dem Stichwort ab:
"Pressegepflogenheiten des 'Morgen'"
Der "Morgen" und mit ihm der Verlag Otto Walter A.-G. hat das Folgende zu erwidern:

1. Das im "Morgen" veröffentlichte Schreiben des amerikanischen Freimaurers lag der Redaktion des "Morgen" im Original vor.
Es besteht nicht der geringste Zweifel an der Echtheit
d i e s e s handschriftlichen Dokuments. Dasselbe liegt heute nicht, wie der Leitartikeler des "Oltner Tagblatt" lächerlicherweise vermutet, auf der Nuntiatur in Bern, sondern es befindet sich bei den Prozeßakten in St. Gallen, wo die "Ernsten Bibelforscher" bekanntlich vor kurzem einen Aufsehen erregenden Prozeß verloren haben.

2. Dieses Schreiben war in keiner Weise "chiffriert" sondern in gewöhnlicher englischer Sprache geschrieben.
Wenn wir nun in unserer Zuschrift an L. Keller-Zoller ausdrücklich ein "chiffriertes" Dokument als "plumpe "Schwindel" ablehnten - man mag das oben nachlesen! - so konnte darunter unmöglich ein gewöhnliches englisches Handschreiben verstanden sein.

3. Und es handelt sich um etwas ganz anderes! Denn über das im "Morgen" abgedruckte Schreiben über die "ernsten Bibelforscher" hat sich unsere Verlagsleitung nirgends und nie in der vom "Oltner Tageblatt" bezeichneten Weise geäußert!

Was von uns als ganz unbedeutend und als "plumpen Schwindel" abgelehnt und zurückgewiesen wurde, war ein anderes Dokument, war eine in Geheimschrift (chiffriert) mit Blaustift vorgenommene Abschrift eines angeblichen politischen Revolutionsplanes der Loge, worin die Aufgaben der europäischen Logen in den nächsten Jahren (z. B. "weitere Republikanisierung Europas, Vertreibung des spanischen Königs etc., etc.") umschrieben war.
Dieses und nur dieses uns in Abschrift vorgelegte Dokument haben wir als eine Lächerlichkeit bezeichnet und infolgedessen einfach ad acta gelegt.

4. Für die Richtigkeit dieser Erklärung stehen ein halbes Dutzend einwandfreie Zeugen zur Verfügung.

Man vergleiche thematisch auch:
Sylvie Freymond und die Verschwörungstheoretiker
 

Beschäftigt man sich mit zeitgenössischen Bibelforscher-Kritikern der Frühzeit (in Deutschland), so war das insbesondere die Domäne der "Deutschvölkischen". Kirchliche Kreise haben da anfänglich eher die Rolle der "Drittklassigen Kritiker" (Friedrich Loofs vielleicht ausgenommen) gespielt. Tonangebend - durchaus wörtlich zu verstehen waren die "Deutschvölkischen". Exemplarisch am Beispiel des Schuldirektors August Fetz nachweisbar. Auch den Pseudonym-Autor "Hans Lienhardt" (gleichfalls im Schuldienst tätig) wäre da zu nennen. Das waren "die Protagonisten" aus der genannten Ecke. "Lienhardt" kann man eigentlich "vergessen". Der driftete noch mehr in obskure Rassentheorien ab, als andere.

Aber Fetz mit seiner Schrift "Der große Volks- und Weltbetrug durch die Ernsten Bibelforscher", den muss man schon nennen. Genannte Schrift herausgegeben vom "Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbund". Der wurde schon zu Weimarer Republikzeiten verboten, infolge des Rathenau-Attentates, dass diesen Kreisen wesentlich zuzuordnen ist (Rathenau damaliger deutscher Außenminister).

Wie das so mit Verboten ist. Wird dem Drachen ein Kopf abgeschlagen, wächst er an anderer Stelle nach. So war es auch in diesem Falle. Wäre es nicht zum Verbot des "Deutschvölkischen Schutz und Trutzbundes" gekommen, hätte vielleicht ein anderer "Führer" namens Hitler vielleicht nicht jene Spitzenposition erringen können, die er errang. Da hatten ihm vielleicht einige aus dem Milieu jenes "Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes" den Führeranspruch streitig gemacht. wer sich denn da letztendlich wirklich als "Führer" durchgesetzt, wäre im voraus durchaus noch nicht ausgemachte Sache gewesen.

Jedenfalls ideologisch und in ihrer tatsächlichen Politik bestand zwischen den Nazis und den Deutschvölkischen nur äußerst geringe Unterschiede. Lediglich, dass die Deutschvölkischen sich mit dem Rathenau-Mord selbst ausmanövriert hatten.

Aber im extremen Antisemitismus und extremer "Antibolschewismus" waren sich beide genannte Strömungen weitgehend einig. In der Theorie und in der Praxis.

In der genannten Fetz-Schrift stellt sich dieser Herr auch als glühender Anhänger des "Alldeutschen Verbandes" vor. Der machte besonders nach 1890 bis zum Ende des 1. Weltkrieges von sich reden. Die Deutschvölkischen (nachdem die Alldeutschen mit der deutschen Weltkriegs-Niederlage abgewirtschaftet hatten) wurden dann sein legitimer Erbe. Die Kontinuitätslinie: Alldeutsche-Deutschvölkische-Nazismus ist eindeutig gegeben.

Die Alldeutschen waren Scharfmacher par excellence. "Am deutschen Wesen solle die Welt genesen", so eines ihrer Schlagworte. Und sie beließen es nicht bei Schlagworten. Sie heizten namentlich die militärische Aufrüstung im Vorfeld des Weltkrieges massiv an. Und sie waren buchstäbliche Kriegstreiber. Ihrer Ideologie nach könne es für Deutschland nur einen "Siegfrieden" geben. Genau den aber gab es eben nicht. Damit war die politische Niederlage der Alldeutschen einstweilen besiegelt. Und nur wegen dieser Niederlage war ja die Etablierung der Weimarer Republik überhaupt erst möglich geworden.

Mit ihrer Niederlage allerdings abzufinden. Dazu waren sie nicht im Mindesten bereit. Auf der Suche nach "Buhmännern" wurden sie vermeintlicherweise schnell fündig.
Buhmann Nummer eins "Alljuda".
Buhmann Nummer zwei "Weltfreimaurerei".
Und kaum hatten sie diese Buhmänner in der öffentlichen Publizistik etabliert, entdeckten sie noch einen dritten Buhmann:

Die Bibelforscher.
Letztere waren in der Tat in der Zeit vor dem Weltkrieg in Deutschland nahezu bedeutungslos.
Aber nach Ende des Weltkrieges entfalteten die in der Tat eine massive Reklamewelle.
Das müsse ja Millionen kosten (so die Logik der Deutschvölkischen).

Und da eine antisemitische Postille (Das Blatt "Die Nornen") gar gewusst haben wollte, die Bibelforscherpropaganda werde vom "jüdischen" Bankhaus Hirsch in New York finanziert (ohne indes ernst zu nehmende Belege für jene These vorzulegen), hatte auch Fetz, just als Kolporteur dieser These sein "Thema" gefunden.

Dann gab es da noch die Linie der Anti-Freimaurer. Klassischerweise die Domäne der Katholischen Kirche, nun aber in der Lautstärke eindeutig auch von den Deutschvölkischen unüberhörbar, ubertönt. Ein solcher "Antifreimaurer-Lautsprecher" mit Namen Bomsdorff-Bergen ventitilierte dann unter dem Pseudonym Christian Kreuz ebenfalls die These der "Fremdfinanzierzung" der Bibelforscher.

Laut "Christian Kreuz" habe er schon 1911 und 1919 entsprechende Hinweise erhalten. Dann aber gar noch 1922 einen Brief eines Freimaurers aus Boston USA,
der diese These vermeintlicherweise noch zusätzlich bestätigt habe.
Die Details dazu sind in der "Geschichte der Zeugen Jehovas. Mit Schwerpunkt der deutschen Geschichte" referiert. Sollen also an dieser
Stelle nicht weiter ausgebreitet werden.

Nachdem das "konzertierte Kanonenfeuer" der Deutschvölkischen also nicht "nur" die Juden und "Bolschewisten", sondern eben auch die Bibelforscher traf, ereiferte man sich besonders an dem Umstand, unter umfänglicher Zitierung aus Band sieben der "Schriftstudien", dass dort
viele kirchenkritische Passagen vorhanden sind. Einer der Deutschvölkischen (ich glaube es war sogar Fetz) wählte da den sinnigen Vergleich. So wie die Bolschewiken in Russland "Geistliche an Kirchentüren angenagelt hätten". Genau das wäre eben auch das "Ziel" der Bibelforscher.

In ihrer Unfähigkeit, eschatologisches Bibelgedankengut objektiv  einzuschätzen, wurde unterstellt, die Bibelforscher wollen ja die schlimmsten sowjetrussischen Verhältnisse auch in Deutschland "einführen" unter der "Maske von Bibelfrömmigkeit".

Man muss dazu allerdings sagen, dass solche Thesen jeglicher objektiven Grundlage entbehrten. Gleichwohl wurde mit diesen Thesen der Markt überschwemmt, und einige kirchliche Schleppenträger der Antisemiten waren sich nicht zu Schade dafür, mit in diesen Chorus einzustimmen.

Hier zeigte sich in der Tat das Faktum. Kirchliches Christentum war weitgehend verweltlicht. Die Fähigkeit sich in die Gedankengänge des Urchristentums hineinzuversetzen, war diesen Kreisen weitgehend entglitten. Und die Beamten der den Staatskirchlichen Verhältnissen nachtrauenden Kirchen, waren da auch nicht einen Millimeter "besser".
Wären sie "besser" gewesen wäre eine kirchliche Strömung, wie etwa die "Deutschen Christen" nie möglich gewesen. Sie war aber möglich. Und noch mehr; sie vermöchte zu Nazizeiten dann den Kirchenbetrieb auch weitgehend für sich zu usurpieren.

Trost" setzt in seiner Ausgabe vom 15. 9. 1945 die Dokumentierung jener Passagen fort, die in der Schweiz vom Zensor gestrichen wurden und daher nicht in "Trost" veröffentlicht werden durften, dass dafür an den entsprechenden Stellen vielfach mit weißen, unbedruckten Passagen "glänzte". Die dabei vorgestellten Passagen muss man aus heutiger Sicht als "banal" einschätzen. Es ist schwer erkenntlich, inwieweit dadurch schweizerische "Sicherheitsinteressen" tangiert worden sein könnten. Aber eines ist auch offenkundig. Die antikatholischen Spitzen in der Zeugen Jehovas-Publizistik wurden vom Zensor offenbar vielfach mit "Sicherheitsrelevant" verwechselt. Offenbar galt für den Schweizer Zensor ein ähnlicher Grundsatz, wie ihn der deutsche Kaiser im ersten Weltkrieg einmal sinngemäß verkündete; als er sagte: Ich kenne keine Parteien mehr. Ich kenne nur noch Deutsche. Das war offenbar auf Schweizer Verhältnisse übertragen, wohl auch das Credo der dortigen Zensur.

Eine von "Trost" dokumentierte Passage soll indes noch etwas näher vorgestellt werden. "Trost" schreibt:
Noch weiter, auch der berüchtigte Metzler in St. Gallen, der sich mit Frontisten traf, mit dem Spion Tödtli zusammenarbeitete, dessen Fäden nach Deutschland liefen und gleichzeitig ein Vertreter der Katholischen Aktion ist, wurde von der Zensur großzügig geschützt. Dieser Metzler schrieb am 1. August 1940:
"Der Kampf geht weiter bis zum Endziel: Verbot und Aufhebung der europäischen Zentrale der Zeugen Jehovas in Bern."
In unserer Antwort auf diese Herausforderung wurde vom Zensor der nachstehende Absatz gestrichen:

"Die Katholische Aktion möge wissen, daß, indem sie zu einem solchen Akt Hand bietet, sie dasselbe tut, was jene Schriftgelehrten und Pharisäer vor 1900 Jahren an Jesus von Nazareth, am Sohne Gottes taten: "Ihr wisset nichts und überleget euch nicht, daß es euch nützlich ist, daß ein Mensch für das Volk sterbe und nicht die ganze Nation umkomme." Auf die heutige Zeit bezogen: Besser, daß man mit den Zeugen Jehovas, die fortgesetzt ihre sogenannte Verkündigung unserer Ruhe stören aufräume, als daß schließlich das ganze Volk mit in diese Botschaft einstimme und unser Einfluß auf die Religion verlorengehe."

Was ist dazu zu sagen? Gab es eine katholisch-faschistische Liaison im Kampf gegen die Zeugen Jehovas in der Schweiz?
Antwort: Ja. Auf die Details dazu gehe ich auch in der "Geschichte der Zeugen Jehovas. Mit Schwerpunkt der deutschen Geschichte" ein. Etwa dort S. 419f.

Zweite Frage. Hat die Catholica bis heute in ernst zu nehmender Weise dieses dunkle Blatt ihrer Geschichte je aufgearbeitet?
Die Antwort darauf fällt auch eindeutig aus, und lautet: Nein. Die "Aufarbeitung" der Catholica besteht im Schweigen. Sie ist da nicht besser, aber auch nicht schlechter, als die Zeugen Jehovas bezüglich ihrer dunklen Geschichtspunkte.

War nun die Auseinandersetzung mit dem genannten Metzler auch in der Form notwendig, wie sie der Zensor strich. Da wird man schon schwankender, und wagt das nicht so eindeutig zu beantworten, wie die vorgenannten Fragen. Immerhin hat der Zensor es der WTG durchaus erlaubt, mit dem Metzler "abzurechnen".

Es ist keineswegs so, dass alles dabei der Zensur verfiel.

Der Zensor hat lediglich, wie vorstehend gelesen, solche Passagen gestrichen, die das ganze noch ins metaphysische zu verbrämen versuchten. Die aber waren nicht zwingend notwendig. Hätte sich die WTG auf die aktenkundigen Kernaussagen beschränkt, hätte sie auch diesbezüglich keine Zensurprobleme gehabt. Zu einem Konflikt gehören immer zwei. Es ist nicht erkennbar, dass die WTG bei ihrem Konflikt mit dem Schweizer Zensor, wirklich nur die "verfolgte Unschuld" war.

Da die katholische-faschistische Liaison im Kampf gegen die Zeugen Jehovas eben genannt wurde, bietet es sich an, noch einen weiteren Aspekt anzusprechen, der sich auch in dieser "Trost"-Ausgabe vorfindet. Man liest dort:

"Zu den in katholischen Schriften … immer wiederkehrenden Verleumdungen gehört besonders die Lüge, daß Jehovas Zeugen Landesfeinde seien, daß sie … von jüdischen Freimaurern ungeheure Geldbeträge beziehen, um die "Säulen des Staates zu untergraben" im Auftrag dieser Ausländer, daß sie dazu die Bibel mißbrauchen … das Christentum mit Haß bekämpfen. Daß beispielsweise jener von katholischen Schreibern oft zitierte Freimaurerbrief eine plumpe Fälschung war, hat nach alten Gerichtsakten sogar O. Walter, Direktor des gleichnamigen Verlages und des katholischen Zeitungsunternehmens "Der Morgen" (der gewöhnlich als Quelle des "Freimaurerbriefes" genannt wird, neben einer Schrift aus dem Verlag Keller-Zoller … zugegeben.

Später freilich versuchten jene katholischen Kreise, die den Originalbrief als "unauffindbar verlegt" aus dem Wege räumten … Den Sachverhalt zu verdrehen, indem sie zuletzt schrieben, das kostbare Original sei anläßlich einer Vergleichsverhandlung den Ernsten Bibelforschern ausgehändigt worden. So zu lesen bei dem unsern Lesern wohlbekannten Fuchs Dr. H. Jonak: "Die Zeugen Jehovas", Seite 48

[redaktionelle Einfügung: an dieser Stelle zur eigenen Urteilsbildung ein Faksimile der genannten Seite 48 der Jonak-Schrift. Es sei aber ausdrücklich hinzugefügt. Nicht "Trost" hat dieses Faksimile zur Verfügung gestellt].

http://www.manfred-gebhard.de/Jonak48.jpg

Jonak bestreitet nachträglich, daß O. Walter, als er an den Verlag Keller von jenem … Freimaurerbrief schrieb, den nun verlorenen Originalbrief gemeint habe, und daß Walter den Brief verloren oder unterschlagen habe. Dagegen betont er, nachdem er Gewißheit hat, daß der Originalbrief nicht mehr existiert, daß es "ein in der Rechtswissenschaft anerkannter Grundsatz ist, daß die Unechtheit einer Urkunde von ihrem Angreifer, und nicht die Echtheit von ihrem Verteidiger zu beweisen ist". - S. 48, wie oben.
Es wird wenige Leser geben, die … glauben, daß die Katholiken das ihnen so wertvolle Dokument ohne Quittung den Zeugen Jehovas aushändigten. … Da sie den in ihren Kreisen künstlich gezüchteten Glauben an jenen Freimaurerbrief für ihre katholische Kampfesweise gut brauchen können, haben sie uns durch ihre Wegschaffung des Briefes die Möglichkeit genommen, nach dem oben von Jonak zitierten Rechtsgrundsatz die Unechtheit zu beweisen. Wie sollen sich da Jehovas Zeugen vor solcher "Kriegslist" verteidigen? Wie kann man die Unechtheit des Freimaurerbriefes amtlich beweisen lassen, wenn ihn der katholische Besitzer aus Furcht vernichtet hat?"

Auch hier ist eine Überinterpretation der WTG zu registrieren. Entgegen der WTG-Behauptung hatte der Verlagsleiter Walter lediglich eingeräumt, den fraglichen Brief unauffindbar verlegt zu haben. Von seiner inhaltlichen Substanz hat er sich keinesfalls distanziert. Die Wahrheitsfrage blieb also weiter unentschieden.
Die WTG fragt scheinheilig. Wie sollen wir uns denn da verteidigen? Nun die Antwort darauf hat ihnen schon im Detail Jonak in seinem Buch gegeben. Das aber zitiert die WTG so nicht.

Jonak hat herausgearbeitet. Die WTG hat Kolporteure der misslichen These versucht zu belangen. So auch den Verleger Walter, der ohne Absprache mit seinem Autor (Bomsdorff-Bergen) dann eingeknickt ist (siehe die These vom Unauffindbar sein). Bomsdorff-Bergen hingegen hat nicht nur in einer zum Verlag des Walter gehörenden Tageszeitung die These verbreitet. Er hat sie zusätzlich noch in einer Broschüre publiziert.

Es wäre dringend nötig gewesen, ihn wenn schon nicht als Angeklagten, so doch zumindest als relevanten Zeugen vor Gericht zu ziehen. Genau das hat die WTG aber nicht getan. Sie hat sich damit begnügt, einen außergerichtlichen Vergleich mit dem Verleger Walter erzielt zu haben.

Sie wusste weiter. Trotz dieses Vergleiches gab es weiterhin keine Ruhe bezüglich der fraglichen These. Wenn sie das beklagt, muss sie sich gleichzeitig vorhalten lassen, nicht entschieden genug diese Auseinandersetzung weiter forciert zu haben. Ihr weinerliches Gejammere "was sollten wir denn tun", spricht eher gegen sie!

Thematisch ergänzend, auch der Hinweis auf die "Münchener katholische Kirchenzeitung"

siehe dazu:

Mysnip.113818

Paul Braeunlich

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 11. Mai 2011 05:26

Im "Goldenen Zeitalter" gelesen - Eine Zeitreise
Paul Braeunlich

Man kann es schon verstehen, dass die zeitgenössische WTG über nachstehende 1926 erschienene Schrift nicht sonderlich angetan war.

Man kommt auch nicht umhin die von Braeunlich gewählte Titelwahl als ausgesprochen krude einzuschätzen. An anderer Stelle bin ich auf diesen Braeunlich schon näher eingegangen, und es sei hier nochmal zitiert:

"In der Galerie der speziellen Antibibelforscher"koryphäen" sollte man einen Namen nicht vergessen. Und dieser Name heißt: Paul Braeunlich, seinerzeit Generalsekretär des Evangelischen Bundes. Letzterer bemühte sich neben der Apologetischen Centrale im besonderem Maße um die apologetische Verteidigung der evangelischen Kirche.

Braeunlich führt eine scharfe Klinge. Er bedauert, dass völkische Kreise "mit Erbitterung auf die fast erznationalen deutschen Freimaurer schauen." Er weiß einen anderen Buhmann zu benennen: "Pseudoreligiöse Unterminierung stelle sich mit Geschick auf den Geschmack eines buchstabengläubigen Publikums evang. Grundrichtung ein. Ihr ganzes Christentum läuft darauf hinaus, von den Kirchen losgelöste Massen zusammenzutreiben, die - stündlich des Augenblicks harren, wo der Erzengel Michael erscheinen wird. Dieser wird dann als neuer Christus Weltgericht abhalten, dass einer bolschewistischen Revolution zum Verwechseln ähnlich sieht.

Das gerade in dem Jahre, für das sie große Dinge voraussagten, der Weltkrieg ausbrach, gibt zu denken.
Waren es die Bibelforscher vielleicht selber gewesen, die mit ihren Hintermännern die geistige Atmosphäre dermaßen erhitzen halfen dass das große Blutvergießen unvermeidlich wurde?
Das würde eine treffliche Illustration zu der Anklageschrift bilden, mit der sie jetzt die Diener der christlichen Kirchen für den Krieg und seine Schrecken haftbar machen!
Das Flugblatt Anklage gegen die Geistlichkeit ergießt über letztere die ganze Schimpfflut der Revolutions- und Desertationshetze von 1918."
[187]

An anderer Stelle kommentiert Braeunlich im gleichem Sinne:
"Als der Gründer der Ernsten Bibelforscher besonders fromm gestimmte christliche Kreise von den christlichen Kirchen losreißen und sie politisch revolutionärer Denkweise zuführen wollte, da bot er ihnen seine scheinbar erzchristlichen Schriftstudien dar. Darin hat er in Augenblicken des Übermutes sich und die Seinen mit Schlupfwespen verglichen. Denn diese Tiere, so sagt er, legen ihre Eier auf den Rücken anderer, feindlich gesinnter Insekten, deren Körperwärme sie ausbrütet. Seien sie aber erst einmal ausgekrochen, so machten sie sich alsbald daran, den Leib ihrer Pfleger zu zerfressen." [188]

In seiner Kampfschrift: "Die ernsten Bibelforscher als Opfer bolschewistischer Religionsspötter", geißelt er gleichfalls die allegorischen Bibelauslegungen der Bibelforscher als "mit frommer Sauce übergossenes Antichristentum", als "Förderungsmittel gottlosestem Bolschewistentums." [189]

Er meint vollmundig verkünden zu können:
"Das ganze Verhalten der Bibelforscher-Gesellschaft entspricht dem geheimen Bunde ihrer religiösen mit den politischen Führern der Weltrevolution. Den Beginn des Tages der Rache, hatte Russell, wie gesagt, auf Oktober 1914 angesetzt. Und merkwürdig - am 26. Juni dieses Jahres fielen in Sarajevo die Schüsse, die den Völkerkrieg entfesselten, ohne die der Traum einer Weltrevolution sich kaum so bald erfüllen konnte." [190]

Über Rutherfords Endzeitdatum 1925 orakelt er:
"Das für das genannte Jahr - spätestens für Oktober 1925 - vom Bolschewismus ein großer Schlag geplant war, verrieten viele Anzeichen. So die Sprengung der Kathedrale von Sophia und zahllose Aufstände von Marokko bis China. Abermals wetteiferten dabei mit den politischen, die religiös vermummten Emissäre von Moskau." [191]

Bräunlichs Apologie liegt letztendlich auf einer parallelen Ebene zu der eines Ludendorffs, der gleichfalls meinte, für die Kriegsniederlage Deutschlands im Ersten Weltkrieg "Freimaurer und überstaatliche Mächte" reklamieren zu können.

Einige wenige andere theologische Kritiker der Bibelforscher erkannten durchaus an, dass Braeunlich mit seinen Thesen übers Ziel hinausgeschossen ist. Namentlich zu nennen wäre hier Rohkohl, der da äußerte:
"Das maßvolle Urteil Loofs, dass Bräunlich unverständlich findet, muss für den objektiven Kritiker zunächst maßgebend bleiben, bis der Gegenbeweis geliefert ist." [192]
Weiter äußert er:
"Es kommt hinzu, dass das Gros der Bibelforscher aus Leuten einfältigen Gemütes besteht, die selbst wenn die Behauptungen (Bräunlichs) zu recht bestünden, nicht in der Lage wären, in die Tiefen dieses komplizierten Fragenkomplexes einzudringen."

Trotzdem meint Rohkohl auch Bräunlich zu verstehen, wenn er äußert:
"Ein Merkmal der Ausführungen Bräunlichs wird sich trotzdem auch jeder objektive Kritiker zu eigen machen. Hier ist das Endergebnis der Bibelforscherarbeit herausgestellt worden: Die Massen werden zunächst der Kirche sowie jeder nur religiösen Gemeinschaft entfremdet und mit glühendem Hass gegen sie erfüllt. Bricht dann eines Tages ihr religiöses Gebäude zusammen, so wird ein großer Prozentsatz getrieben durch bittere Enttäuschung, sich vollends dem Atheismus verschreiben, zumal ihre bisherige religiöse Gedankenwelt nichts anderes ist, als religiös übertünchter Materialismus.

Der Unterschied der Auffassung besteht lediglich darin, dass Bräunlich der Ansicht ist, Schimpfflut der Revolutions- und Desertationshetze von 1918 glaubhaft nachweisen zu können, dass diese Entwicklung seitens der Führerschaft gewollt ist, während andere das als eine ungewollte Wirkung ansehen."
[193]

Man beachte aus vorstehenden Voten nochmals ausdrücklich die von Braeunlich geprägte Vokabel: "Schimpfflut der Revolutions- und Desertationshetze von 1918."

Damit hat er seine eigene Position klar umschrieben. Die Position des Deutschnationalen bis auf die Knochen. Es war Braeunlich vom Alter her, nicht mehr vergönnt, noch im Naziregime eine Rolle zu spielen. Aber das Deutschnationale und Nazis zwei Früchte desselben geistigen Stammes darstellen, ist jedem Sachkenner geläufig. Bräunlich war auch kein "Außenseiter". Deutschnationale feierten in der Evang. Kirche auf breitester Basis fröhlichsten Urstand. Es gab nicht wenige Exemplare unter ihnen, bei denen man sich ernstlich fragen muss. Was ist denen eigentlich wichtiger. Die Tünche angeblichen "Christentums", oder tatkräftige nazistische Politik im Alltag umzusetzen. Spätestens mit dem erstarken in organisatorischer Form, als sogenannte "Deutsche Christen", wurde dieser Dissenz vor aller Welt sichtbar.

Wie gesagt; spielte Bräunlich - altersbedingt - im Naziregime keine Rolle mehr, so haben andere durchaus seinen Part fortgeführt; etwa Julius Kuptsch.

Bräunlich repräsentierte die ältere Generation dieser Linie. Es ist nicht uninteressant auch zu registrieren, wie zwei Verschwörungstheoretische Wurzeln, sich nach dem ersten Weltkrieg im besonderen auf die Bibelforscher "einschossen". Die eine mit katholischen Wurzeln, bis zur Gegenwart, wofür der Name Robin de Ruiter im besonderen steht, will die Freimaurer zu Buhmännern hochstilisieren. Hier mag Bräunlich nicht folgen. Und seine Ablehnung der Freimaurerhetze ist nur zu berechtigt.

Das aber bedeutet noch lange nicht, dass Bräunlich deshalb nun "grundlegend" besser wäre. Er ersetzt die katholischen (und Nachfolger)-Buhmann lediglich durch den Buhmann "Bolschewismus".

Sachlich verfehlen beide Buhmänner grundlegend ihr Ziel. Man vergleiche zum Thema auch:
Von Bräunlich zu Braun

Um die kruden Gedankengänge von Bräunlich zu verstehen (und verstehen heisst nicht zwangsläufig auch "gutheissen") muss man auch einen Blick in sein sonstiges Schrifttum tun. In thematischer Beziehung ragt da besonders seine Taxil-Trilogie heraus. Wie kein anderer hat sich Bräunlich umfassend mit dem Fall Leo Taxil auseineinandergesetzt. Wie kein anderer hat er dessen Details nahezu "liebevoll" (liebevoll nicht im Sinne von Sympathie, wohl aber im Sinne von relativer Gründlichkeit) nachgezeichnet. Drei umfängliche Bände hat Bräunlich mit dem Taxil-Thema gefüllt. Und in dessen 3. Band stellt er die sinngemäße Frage: Und wer sind die Taxils der Gegenwart?

Man ahnt es schon, bei wem er da glaubt fündig zu werden. Eben die Bibelforscher. Seine krude "Religionsspötter"-Schrift erweist sich denn auch bei näherem Hinsehen als eine Komprimierung des 3. Bandes seiner Taxil-Trilogie. Letzterer war keine sonderliche Verbreitung vergönnt. Mit Ach und Krach kann man sie heute noch in einigen wenigen wissenschaftlichen Bibliotheken eruieren. Zeitgenössisch nicht sonderlich beachtet, ein Stiefmütterchendasein fristend. Nun hoffte Bräunlich nochmal, mit seiner Religionsspötterschrift, ein größeres Publikum zu erreichen. Vielleicht hat er es zeitgenössisch auch.

Zum Verständnis empfiehlt sich auch ein Blick in den Taxil-Link.
Taxil

Es war vorauszusehen, dass die Bibelforscher über die Bräunlich'sche Religionsspötter-Schrift, nicht angetan sein würden. Folgerichtig findet man in der Magdeburger Ausgabe des "Goldenen Zeitalters" vom 1. 5. 1926 eine relativ knappe Polemik dazu. Namentlich gezeichnet mit E. Merk.

Auch hier wiederum nicht uninteressant. Über die Kinder eines Dr. Franz Merk und die Kinder von WTG-Funktionär Balzereit ergaben sich noch engere verwandschaftliche Verbindungen. Beide Familienlinien, sowohl Balzereit als auch Merk, sagten aber (spätestens) nach 1945 der WTG ade!

Bei Roser findet man dazu etwa die lapidare Beiläufigkeitsanmerkung:

"Merk trennte sich dann wenig später von den Zeugen Jehovas. Womöglich hat hierbei eine Rolle gespielt, daß sein Sohn Edgar, der Mitte der dreißiger Jahre in Prag als Missionsgehilfe arbeitete, mit der Tochter von Paul Balzereit, dem früheren »Zweigdiener« der Zeugen Jehovas in Deutschland, verheiratet war. Balzereit wurde 1936 wegen seines Anpassungskurses 1933/34 aus der Glaubensgemeinschaft ausgeschlossen."

enössischer Nachfolger in der WTG-Hierarchie für Franz Merk wurde der nicht unbekannte Konrad Franke.

1926 war es noch nicht soweit. Da fungierte Merk (offenbar Merk Junior) noch als Sprachrohr für Balzereit in Sachen Bräunlich.

In der genannten GZ-Ausgabe liest man in seiner Replik, dass

"ein neuerdings von Lic. theol. Bräunlich herausgebenes Machwerk, das, dem Ton und der geübten Methode der Ehrabschneiderei und der Kunst der Verdrehung von Tatsachen nach zu urteilen, fast den verkappten Jesuiten vermuten läßt."

Da schon geht Merk in seinem Frust zuweit. Man kann Bräunlich sicherlich vieles anlasten. Nur eines nicht "verkappter Jesuit". Ist doch der Evangelische Bund, dessen Funktionär Bräunlich ist, gerade als Kampfinstrument gegen einen erstarkenden Katholizismus gegründet worden.
Weiter unterstellt Merk:

"In den antisemitischen 'Abwehrblättern' wurde in übelster Weise gegen den Leiter der Bibelforscherbewegung Propgaganda gemacht und die Behauptung aufgestellt, er sei bei Ausbruch der Revolution Mitglied des Soldatenrates in Kiel gewesen."

Auch hier desavoiert sich Merk selbst, indem er die "Abwehrblätter" als "antisemitisch" erklärt. Nichts weniger als das! Sie sind zur Bekämpfung des Antisemitismus ins Leben gerufen, aber kein antisemitisches Organ. Dieser Lapsus offenbart eines besonders, die Oberflächlichkeit, mit der Merk vorgeht. Hätte er sich intensiv damit befasst, hätte ihm solch ein Lapsus nicht passieren dürfen.

Zudem besteht in Sachen "Abwehrblätter" der mehr als seltene Glücksfall, dass man sich heutzutage via Internet, selber ein eigenes Bild anhand der Quellen, der damaligen Kontroversen verschaffen kann.
Siehe dazu
Extern
wo unter der Jahreszahl 1925 die einschlägigen Links genannt sind.

Sachlichkeit kann man Herrn Merk sicherlich nicht unterstellen. Davon zeugt auch seine gereizte Bemerkung:

"Liegt nicht die Vermutung nahe, daß Herr Bräunlich selbst nach der Methode des Taxil-Schwindels sich in die evangelischen Reihen hineindrängte, um dort für den Katholizismus verborgene Propaganda gegen den Protestantismus zu treiben?"

Weiter meint Merk:

"Das unschöne Geschrei des Herrn Bräunlich und seiner ihm verwandten Geistesgenossen und ihr Versuch, diese durch die Verfassung des Deutschen Reiches geschützte Missionsarbeit der Bibelforscher zu diskreditieren und zu verleumden, ist nur ein Ehrenzeugnis für ihre Arbeit."

Man kommt bei diesem Merk'schen Votum nicht umhin zu konstatieren. Er bietet auch nur Polemik. Zur Substanz dringt er in keiner Weise vor. Mag Bräunlich auch anfechtbares gesagt haben. Merk tut es in der Sache gleichfalls!

Jüdisch-freimaurerische Finanzierung ???

Weiteres zu Friedrich Ritter von Lama

Die "Münchner katholische Kirchenzeitung" trumpft auf

http://27093.foren.mysnip.de/read.php?27094,522227,525410#msg-525410

Die "Antwort der Internationalen Vereinigung ernster Bibelforscher ..."

Theorie der Verschwoerung

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