Fernsehtipp "Protokolle ..." und Folge-Postings
geschrieben von: Frau von x
Datum: 06. Mai 2008 10:26

Heute 21:55 Uhr auf arte

Die Protokolle der Weisen von Zion
Karriere einer Fälschung (Dokomentation, Frankreich 2008)

"Hinter dem geheimnisvollen Titel 'Die Protokolle der Weisen von Zion' verbirgt sich eines der schlimmsten antisemitischen Pamphlete aller Zeiten. Es entsteht zu Beginn des 20.Jahrhunderts im zaristischen Russland. Die Geheimpolizei stellt darin fiktive Texte zusammen, die jüdischen Mitbürgern zugeschrieben werden und von einer jüdischen Weltverschwörung gegen das Kaiserreich sprechen.

Die Dokumentation folgt den Spuren dieser Protokolle, die noch heute von antisemitischen Gruppierungen benutzt werden, und analysiert deren Lügen."

www.tvinfo.de/web3/tvinfo/system/_program_detail.php?pID=62247327

Re: Danke!
geschrieben von:  Drahbeck
Datum: 06. Mai 2008 10:47
Zitat:

Frau von x
Heute 21:55 Uhr auf arte

Die Protokolle der Weisen von Zion
Karriere einer Fälschung (Dokomentation, Frankreich 2008)

"Hinter dem geheimnisvollen Titel 'Die Protokolle der Weisen von Zion' verbirgt sich eines der schlimmsten antisemitischen Pamphlete aller Zeiten. Es entsteht zu Beginn des 20.Jahrhunderts im zaristischen Russland. Die Geheimpolizei stellt darin fiktive Texte zusammen, die jüdischen Mitbürgern zugeschrieben werden und von einer jüdischen Weltverschwörung gegen das Kaiserreich sprechen.

Die Dokumentation folgt den Spuren dieser Protokolle, die noch heute von antisemitischen Gruppierungen benutzt werden, und analysiert deren Lügen."

www.tvinfo.de/web3/tvinfo/system/_program_detail.php?pID=62247327

Oh, danke für den Hinweis!

In meiner Sicht spielt dieses unsägliche Thema sehr wohl mit in die Zeugen Jehovas-Geschichte hinein.
Die Bibelforscher spielten auf deutschem Boden, ja erst nach dem ersten Weltkrieg eine nennenswerte Rolle. Und die ersten relevanten Gegenschriften gegen sie („Lienhardt", Fetz, in der Nazizeit dann besonders Jonak), stammten ja aus dem Deutschnationalem Lager. Kirchliche Apologeten (Loofs ausgenommen), erwiesen sich nicht selten als Drittklassige Nachbeter dessen, was die Antisemiten da zuerst „vorgebetet" hatten.

Noch bis in die Gegenwart strahlt diese Apologiestrom weiter unheilvoll aus, etwa in der Form des viertklassigen „Robin de Ruiter", und seiner fünftklassigsten „Jünger".

Schalte ich aus Zeitgründen den Fernseher auch nur sehr selten ein. Heute werde ich in der Tat mal eine Ausnahme machen!

Zum Weiterlesen auch:
Die unsäglichen „Protokolle" ...

Theorie der Verschwoerung
Re: Danke!
geschrieben von:  Drahbeck
Datum: 06. Mai 2008 10:53
Der "Nachrichtendienst für Historiker" weist in seiner heutigen Presse-Übersicht auch auf diese Sendung hin;

Die Protokolle der Weisen von Zion
Karriere einer Fälschung
"Anfang des 20. Jahrhunderts stellt die russische Geheimpolizei mehrere fiktive Texte zusammen und gibt sie als Protokolle geheimer Sitzungen einer Gruppe von Juden aus, die unter dem Namen ""die Weisen von Zion"" angeblich die jüdische Weltherrschaft anstreben. Die Texte sollen in erster Linie Zar Nikolaus II. von der Gefahr einer Weltverschwörung gegen die Monarchie überzeugen. Doch sie ziehen Kreise und nähren in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts in Europa den Antisemitismus. So zählt Adolf Hitler zu ihren überzeugtesten Anhängern. Zwar kann die Londoner ""Times"" 1920 den Beweis erbringen, dass es sich um Fälschungen handelt, dennoch wird ihrer weiteren Verbreitung kein Einhalt geboten. Inzwischen ist das Geheimnis um die Protokolle gelüftet. Der Zeitpunkt ihres Entstehens, ihr Verfasser, dessen Auftraggeber sowie der mit ihrer Veröffentlichung verfolgte Zweck sind bekannt. Dennoch gibt es nach wie vor Menschen, die an ihre Echtheit glauben und in ihnen eine Erklärung für die Übel dieser Welt sehen. Das Pamphlet wird heute vor allem in der arabischen Welt verbreitet. In Buchform und im Fernsehen als historische Wahrheit verkauft, heizt es den Hass gegen die Juden und eine antiwestliche Stimmung an. Die Charta der palästinensischen Hamas verweist auf die Protokolle. Und seit dem Sechstagekrieg 1967 wird die Fälschung dazu benutzt, die Menschen in der Region für den Krieg gegen Israel zu mobilisieren. Auch anderswo findet das Pamphlet für antisemitische Zwecke Verwendung. Im postkommunistischen Russland sorgt erstaunlicherweise die orthodoxe Kirche für dessen Verbreitung. Als Hüterin der neuen russischen Identität warnt sie unablässig vor deren Bedrohung und hat dabei vor allem die Juden im Visier. Die Dokumentation folgt den Spuren der ""Protokolle der Weisen von Zion"" durch vier Länder. Sie konfrontiert die Lügen mit der Wahrheit, um dem Mythos der jüdischen Weltverschwörung ein für allemal ein Ende zu setzen."
Re: Gott beschütze vor dem Wachtturm unser Land
geschrieben von:  . +
Datum: 06. Mai 2008 13:09

http://www.kuk-ir97.com/inno.mp3

Erwachet 8. 9.1999

Seite 30 Leserbriefe

picture: http://www.manfred-gebhard.de/ReFile0003-10.jpg

„… Zwar hätte ich eine Entschuldigung an dieser Stelle für angebracht gehalten…
Wie in dem Artikel ausgeführt wurde, sollte nichts, was in der Erklärung von 1933 stand, … entschuldigen.“

Erwachet 8. 7.1998

Seite 12

picture: http://www.manfred-gebhard.de/ReFile0005-9.jpg

picture: http://www.manfred-gebhard.de/ReFile0006-9.jpg

picture: http://www.manfred-gebhard.de/ReFile0007-9.jpg

picture: http://www.manfred-gebhard.de/ReFile0008-8.jpg



picture: http://www.manfred-gebhard.de/ReFile0012-8.jpg

… die Wilmersdorfer Tennishallen mit Hakenkreuzfahnen dekoriert …
… daß außen am Gebäude Fahnen hingen.
…daß die Zeugen, die am Sonntag zum Kongreß eintrafen, ein mit Hakenkreuzfahnen beflaggtes Gebäude vorfanden.
Wären die Vorhallen, Flure oder sogar das Innere der Halle mit Hakenkreuzfahnen geschmückt gewesen, hätten die Zeugen Jehovas nichts dagegen unternommen.
…Jehovas Zeugen hätten den Kongreß mit der deutschen Nationalhymne eröffnet.
Tatsächlich begann der Kongreß mit Lied 64, „Zions herrliche Hoffnung“, aus ihrem Liederbuch.
Der Text dieses Liedes war zu einer von Joseph Haydn 1797 komponierten Melodie geschrieben worden.
Das Lied 64 war mindestens seit 1905 in den Liederbüchern der Bibelforscher zu finden.
1922 übernahm die deutsche Regierung Haydns Melodie mit dem Text von Hoffmann von Fallersleben als Nationalhymne.
…Möglicherweise haben einige Delegierte gezögert, das Lied „Zions herrliche Hoffnung“ zu singen, weil die Melodie dieser Haydn-Komposition auch die der Nationalhymne war.
… wiesen sie Vorwürfe finanzieller und politischer Verflechtungen mit den Juden zurück.
„…daß wir in unserer Tätigkeit von den Juden finanziell unterstützt werden. Dies ist absolut unwahr, denn bis zur gegenwärtigen Stunde ist auch nicht das geringste an Beiträgen oder finanzieller Unterstützung für unser Werk von Juden geleistet worden.“
„Es sind die Handelsjuden des Britisch-Amerikanischen Weltreiches, die das Großgeschäft aufgebaut und benutzt haben als ein Mittel der Ausbeutung und der Bedrückung vieler Völker.“
„Eine sorgfältige Prüfung unserer Bücher und Schriften wird deutlich zeigen, daß die hohen Ideale, die sich die nationale Regierung zum Ziele gesetzt hat und die sie propagiert, auch in unseren Veröffentlichungen dargelegt, gutgeheißen und besonders hervorgehoben werden. Unsere Literatur beweist ferner, daß Jehova Gott dafür sorgen wird, daß alle, die Gerechtigkeit lieben . . ., zur bestimmten Zeit diese hohen Ziele erreichen werden.“
Der Abhandlung im Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1974 zufolge waren einige deutsche Zeugen Jehovas darüber enttäuscht, daß der Wortlaut der „Erklärung“ nicht strenger war.
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Richtig ist das diese Hymne seid 1905 zu dem Liedgut der Zeugen Jehovas gehört.
Kein Wunder, zogen sie doch im ersten Weltkrieg an der Seite Deutschlands und Österreichs in den Krieg.

Falsch ist jedoch der Eindruck, der erweckt werden soll das die Zeugen diese Hymne schon hatten, bevor sie zur Nationalhymne wurde.

Josef Haydn komponierte bereits 1797 diese Kaiserhymne.

Diese Kaiserhymne war von 1797 bis 1918 die Hymne vom Österreichischen Kaiserreich.
Und gerade aus diesem Grunde ein Bestandteil des Liedgutes der Zeugen Jehovas.

Die erste Strophe lautete:

„Gott erhalte Franz, den Kaiser,
Unsern guten Kaiser Franz!
Lange lebe Franz, der Kaiser,
In des Glückes hellstem Glanz!
Ihm erblühen Lorbeerreiser,
Wo er geht, zum Ehrenkranz!
Gott erhalte Franz, den Kaiser,
Unsern guten Kaiser Franz!“

Hier sei auf den Wachtturm Artikel verwiesen „Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist“

Hier gesungen als Deutsch/Österreichische Nationalhymne:
peter-diem.at/Lieder/Gott_erhalte.mp3

Das Lied war schon immer eine Nationalhymne mit variierenden Text (je nach Regenten) und bereits seit Jahren die Deutsche Nationalhymne.

„Zufällig“ wählten sie ausgerechnet diese deutsche Nationalhymne.

picture: http://www.manfred-gebhard.de/ReFile0010-8.jpg

„…Möglicherweise haben einige Delegierte gezögert, das Lied „Zions herrliche Hoffnung“ zu singen, weil die Melodie dieser Haydn-Komposition auch die der Nationalhymne war.“

picture: http://www.manfred-gebhard.de/ReFile0001-12.jpg

picture: http://www.manfred-gebhard.de/ReFile0009-8.jpg

In einem Kongress der „Zufällig“ in Berlin ( Stadtteil Wilmersdorf… ) der Hauptstatt von Deutschland abgehalten wurde.
Zufällig in der nähe des Bebelplatzes in dem vier Wochen davor Bücher verbrand wurden deren meiste Schriften heute noch von der Wachtturm Gesellschaft abgelehnt werden..

Mit folgenden Feuersprüchen:

1. Rufer: Gegen Klassenkampf und Materialismus, für Volksgemeinschaft und idealistische Lebenshaltung!
Ich übergebe der Flamme die Schriften von Marx und Kautsky.
2. Rufer: Gegen Dekadenz und moralischen Zerfall! Für Zucht und Sitte in Familie und Staat!
Ich übergebe der Flamme die Schriften von Heinrich Mann, Ernst Glaeser und Erich Kästner.
3. Rufer: Gegen Gesinnungslumperei und politischen Verrat, für Hingabe an Volk und Staat!
Ich übergebe der Flamme die Schriften von Friedrich Wilhelm Förster.
4. Rufer: Gegen seelenzerfasernde Überschätzung des Trieblebens, für den Adel der menschlichen Seele!
Ich übergebe der Flamme die Schriften von Sigmund Freud.
5. Rufer: Gegen Verfälschung unserer Geschichte und Herabwürdigung ihrer großen Gestalten, für Ehrfurcht vor unserer Vergangenheit!
Ich übergebe der Flamme die Schriften von Emil Ludwig und Werner Hegemann.
6. Rufer: Gegen volksfremden Journalismus demokratisch-jüdischer Prägung, für verantwortungsbewusste Mitarbeit am Werk des nationalen Aufbaus!
Ich übergebe der Flamme die Schriften von Theodor Wolff und Georg Bernhard.
7. Rufer: Gegen literarischen Verrat am Soldaten des Weltkriegs, für Erziehung des Volkes im Geist der Wehrhaftigkeit!
Ich übergebe der Flamme die Schriften von Erich Maria Remarque.
8. Rufer: Gegen dünkelhafte Verhunzung der deutschen Sprache, für Pflege des kostbarsten Gutes unseres Volkes!
Ich übergebe der Flamme die Schriften von Alfred Kerr.
9. Rufer: Gegen Frechheit und Anmaßung, für Achtung und Ehrfurcht vor dem unsterblichen deutschen Volksgeist!
Verschlinge, Flamme, auch die Schriften von Tucholsky und Ossietzky!

In der Rundfunkübertragung vom Berliner Opernplatz sind kleine Abweichungen zu diesen Texten zu hören, so verwendeten die Rufer außer im letzten Feuerspruch statt „Flamme“ das Wort „Feuer“. Karl Marx ist mit seinem Vornamen genannt, Sigmund Freud wird als „seelenzersetzend“ und mit den „Schriften der Schule Sigmund Freuds“ verbrannt und Emil Ludwig wird unter großem Jubel „Emil Ludwig Kohn“ genannt.

„Eine sorgfältige Prüfung unserer Bücher und Schriften wird deutlich zeigen, daß die hohen Ideale, die sich die nationale Regierung zum Ziele gesetzt hat und die sie propagiert, auch in unseren Veröffentlichungen dargelegt, gutgeheißen und besonders hervorgehoben werden. Unsere Literatur beweist ferner, daß Jehova Gott dafür sorgen wird, daß alle, die Gerechtigkeit lieben . . ., zur bestimmten Zeit diese hohen Ziele erreichen werden.“

Hohe Ziele die sie heute noch am brennen halten.

„Zufällig“ wählten sie dann ausgerechnet diese deutsche Nationalhymne.

Lächerlich.

Heute im Jahre 2008 wäre wohl diese Strophe passender:

Gott erhalte, Gott beschütze
Vor dem Wachtturm unser Land!
Mächtig ohne seine Stütze
sicher ohne seine Hand!
Ungeschirmt von seiner Weisheit
stehn wir gegen diesen Feind:
Nimmer sei mit Wachtturms Trüge
unser aller Geschick vereint.

Nimmer sei mit Wachtturms Trüge
unser aller Geschick vereint.

Quellen und weiterführende Fakten:

Geschoent
http://www.sektenausstieg.net/index.php?option=com_content&task=view&id=717
http://gimpelfang.de/index.php?id=16,0,0,1,0,0
http://www.sektenausstieg.net/index.php?option=com_content&task=view&id=757&Itemid=99999999
http://www.literature.at/elib/www/wiki/index.php/Kaiserhymne
http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Wilmersdorf
http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCcherverbrennung_1933_in_Deutschland#Feuerspr.C3.BCche
Quelle Feuersprüche: „Neuköllner Tageblatt“, Freitag, den 12. Mai 1933, Nr. 111
 

Re: Zum Thema Antisemitismus Made in WTG
geschrieben von:  Drahbeck
Datum: 06. Mai 2008 14:

Am 1. 12. 1942 gab es im „Trost" eine polemische Auseinandersetzung mit einem 1942 in Luzern (Schweiz) erschienenen katholischen Buch von Otto Karrer mit dem Titel „Über moderne Sekten".

Ich habe besagten Herrn Karrer nicht zu verteidigen, wie ich die Catholica generell nicht zu verteidigen habe. Das erst mal als grundsätzliche Feststellung.

Auch in meiner Sicht war Herr Karrer, seine Zeugen Jehovas betreffende Ausführungen nur ein „Papagei". Zudem ein Papagei nicht gerade der angenehmsten Art.

Nehme ich die Vokabel „Papagei" in den Mund, bildet sich bei mir allerdings sofort eine Gedankenassoziation zu einem neuzeitlichen „Papagei" namens Dr. Waldemar Hirch. Das aber jetzt und hier, nur am Rande.

Ein wesentlicher „Gewährsmann" dieses Herrn Karrer war ohne Zweifel der Dr. Jonak. Und weil das auch die WTG so sah, „schoss" sie sich insbesondere eben auch auf diesen Dr. Jonak mit ein. Und da - im Jahre 1942 - arbeitet die WTG besonders heraus, dass Jonak(und in seinem Gefolge Karrer) eben nicht jenen Rutherford'schen Schwenk vom Philosemitismus zum Antisemitismus, sachgerecht reflektierte.

In genannter „Trost"-Ausgabe wirft selbiges dem Dr. Jonak vor, unredlich zu argumentieren, dergestalt, dass der WTG-Schwenk, von glühender Befürwortung des Philosemitismus, zu einer Form religiösen Antisemitismus, in Jonak's Ausführungen sich nur verzerrt wiederfindet. Wenn es also diese Verzerrung als solches herausstellt, hat „Trost" sicherlich recht. Gleichwohl ist dies ein Mosaiksteinchen, nicht jedoch das „Gesamtgebäude" der Jonak'schen Ausführungen.

Offenbar bildeten die Ausführungen des „Papagei" Karrer, der sich wiederum auch auf Jonak stützt, nun für „Trost" den willkommenen Anlass, dieses vorgenannte Jonak'sche Zerrbild herauszustellen. Das es ein Zerrbild ist, bestreite ich nicht.

Also sei jetzt zitiert was „Trost", diesen Aspekt betreffend, ausführt:


„Der Verfasser Jonak, der ... hat bemerkt, daß die Bibelforscher vor dem Jahre 1932 meinten, die Prophezeiungen in Römer 11 über die zu dem Volk Israel zurückkehrende Gunst Gottes ... beziehen sich auf das Volk der Juden nach dem Fleisch. Aber er fand dann in den Büchern "Rechtfertigung" (von J. F. Rutherford, 1932), daß wir seither jene alte Auslegung verwerfen. Er zitiert sogar in seinem Buche Seite 56-57 einen jener Abschnitte, worin es heißt, daß die Juden oder natürlichen Nachkommen Abrahams keinen Vorzug vor andern Nationalitäten haben werden. Er schiebt aber dem Richter Rutherford Verstellung unter ... indem er schreibt:

"Und während Rutherford aus der Bibel herausliest, daß alle nationalen Unterschiede im neuen Weltreich beseitigt sein werden, erklärt man doch unverfroren: ,Das Volk Israel wird niemals aufhören, eine Nation zu sein'. ("Millionen . . ." Seite 116)
Diese Stellen beweisen, daß die Behauptungen der Ernsten Bibelforscher, daß zwischen ihnen und dem Judentum keinerlei Beziehungen bestehen, und daß ihnen eine Bevorzugung der Juden vor andern Völkern ferne liege, nur Gefasel sind." (Jonak: Die Zeugen Jehovas, S. 57)
Daß jener Satz aus der "Millionen"-Broschüre vor dem Jahre 1920 geschrieben wurde, und eben seit 1932 endgültig verworfen wurde, darf Jonak natürlich in jenem Zusammenhang nicht offen sagen; aber dies zeigt seine Unverfrorenheit."


Man mag Jonak/Karrer vorstehendem Aspekt betreffend kritisieren. Indes das zur gleichen Zeit in Nazideutschland Antisemitismus Staatsdoktrin war, kann man dann wohl auch nicht übersehen. Damit sind vorgenannte Herrschaften sicherlich nicht „entlastet". Die WTG aber wohl auch nicht!

Auch die WTG meint im folgenden sich entschuldigen zu können mit den nachfolgenden Worten (ob diese Entschuldigung denn stichhaltig ist oder nicht, mag dann ja jeder für sich noch entscheiden):


„Wer Römer 11 liest, wird es entschuldbar finden, daß Bibelforscher ursprünglich meinten, jenes Kapitel rede durchwegs von "Israel nach dem Fleische". Wenn es ein Verbrechen oder Landesverrat sein soll, früher jene Aussagen des Apostels buchstäblich geglaubt zu haben, sollte dann nicht Paulus dafür angeklagt werden?

Und wenn J. F. Rutherford seit 1932 immer wieder betonte, daß jene buchstäbliche Auslegung unrichtig ist, ... es dann nicht schamlose Unverfrorenheit, ihm Verstellung vorzuwerfen und zum Beweis Sätze aus veralteten Abhandlungen anzuführen, die er offen verworfen hat?"


Wer die „Trost"-Ausführungen in Sachen Karrer las, bekam sicherlich ein selektives Bild serviert.

Aber bemerkenswert schon, dass man sich im Jahre 1942 exponiert dagegen verwahrt, dass Kritiker der Zeugen Jehovas den Schwenk vom Philosemitismus zum Antisemitismus im WTG-Schrittum nicht sachgerecht erfassten!


Zur Frage der Beflaggung noch

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