heuchlerische Wachtturmbrut und Sektenpest Teil 5 Wachtturmerfolgserlebniss: 10 x die Hälfte eines Ichs getrennt

geschrieben von:  . +

Datum: 24. April 2008 22:36

Redaktionelle Einfügung:
Teil 1 unter:
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,2830,3002#msg-3002

Teil 2 unter:
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,2830,3003#msg-3003

Teil 3 unter
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,2830,3005#msg-3005

Teil 4 unter
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,2830,3017#msg-3017

Sowie der Gesamtthread in dem sich vorgenannte vier Teile befinden unter:

Mysnip.2830



Wir alle durften es schon selber beobachten, dass die Wachtturm Gesellschaft, wenn sie mit ihren eigenen extremistischen Texten konfrontiert wird, den Argumentationstrick verwendet indem sie sagt:

„Er ist nicht entscheidend was eine Kirche schreibt, sondern was ihre Mitglieder daraus im Alltag machen.“
Dabei verweisen sie dann auf das Verhütungsverbot des Papstes, an das sich angeblich auch niemand hält.

1.) ist so eine Argumentation vor Gericht und dem Gesetz mehr als Fragwürdig.
Schließlich sind Geschwindigkeitsbegrenzungen des Gesetzgebers auch nicht nutz- und wirkungslos – selbst wenn sich keiner 100% daran hält.

2.) sind die Schäden der Einzelschicksale die Wachtturmtexte anrichten ausschlaggebend und nicht die Frage ob sich ALLE Mitglieder daran halten.

3.) widersprechen die eigenen Erfahrungsberichte der Wachtturm Gesellschaft dieser Verbalen Nebelbombe.
Hierzu 10 x der Nachweis aus der Wachtturm eigenen Literatur:

Jahrbuch 1980

Seite 18-19

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Im gleichen Land hatte eine Frau 25 Jahre lang mit einem Mann zusammen gelebt und hatte neun Kinder von ihm. Als sie die Königreichshoffnung und die damit verbundenen Erfordernisse kennenlernte, fragte sie den Mann, ob er sie heiraten würde. Er weigerte sich, und so verließ sie ihn und nahm alle neun Kinder mit. Älteste in ihrer Versammlung boten ihr nicht nur geistige Hilfe, sondern fanden für sie auch eine Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu verdienen und ihre Kinder zu versorgen. Zweifellos ändert die biblische Hoffnung das Leben der Menschen zum Besseren.

Erwachet 22. 10.1974

Seite 16

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Wie die Erfahrung einer Frau in Norwegen zeigt, kann sich die Bibel günstig auf das Leben der Menschen auswirken. Aufgrund der biblischen Gespräche, die sie mit Jehovas Zeugen führte, erkannte sie, daß sie mit dem Mann, mit dem sie bis dahin in wilder Ehe gelebt hatte, nicht mehr länger zusammen leben konnte. Da sie nicht bereit war, ihre neue Ansicht über sittliche Grundsätze, zu der sie aufgrund ihrer neuerworbenen Bibelkenntnisse gekommen war, zu ändern, verließ er sie und ging zur See.

Erwachet 22. 10.1998

Seite 24 ‘Wir leben nicht mehr für uns selbst’

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Doch dann lernte Linda Dorcas kennen, eine Massai-Frau, und fing ein Bibelstudium mit ihr an.
Dorcas wußte, daß sie, um Gott zu gefallen, ihre Ehe gesetzlich eintragen lassen mußte. Der Vater ihrer zwei Kinder weigerte sich, sie zu heiraten, und Dorcas versuchte, allein für ihre beiden Kinder zu sorgen. Der Mann war zwar wütend auf die Zeugen, aber er war auch unglücklich, von seiner Familie getrennt zu sein.

Jahrbuch 1971

Seite 210

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Viele Personen geben zu, daß wir die Wahrheit haben; aber sie meinen, sie seien nicht in der Lage, ihr Leben so weit in Ordnung zu bringen, daß sie Zeugen Jehovas werden könnten. Vielen gelingt es jedoch, indem sie entweder heiraten oder sich von der Person trennen, mit der sie in wilder Ehe leben. Die Wahrheit macht die Menschen auf verschiedene Weise frei.

Wachtturm 1. 5.1986

Seite 21 ‘Wer Weisheit findet, findet Leben’

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Für eine junge Frau auf den Seychellen wirkte es sich ebenfalls zum Guten aus, daß sie Jehova kennenlernte. Sie lebte in wilder Ehe mit einem Mann, mit dem sie mehrere Kinder hatte. Die Frau schätzte die Wahrheit der Bibel, aber es fiel ihr schwer, die nötigen Schritte zu unternehmen, um den Predigtdienst aufnehmen zu können. Sie wohnte in einem schönen, komfortablen Haus, wie es nur wenige haben. Nachdem sie jedoch gebetet hatte und vom Kreisaufseher ermuntert worden war, stellte sie den Mann, mit dem sie zusammenlebte, vor die Wahl — entweder würde er sie heiraten, oder sie müßten sich trennen. Der Mann wollte weder das eine noch das andere, und so zog sie aus. Wie glücklich sie doch war, daß sie jetzt die Voraussetzungen erfüllte, um die gute Botschaft predigen, sich Gott hingeben und sich taufen lassen zu können! Das tat sie dann auch.

Erwachet 22. 5.1971

Seite 15 Gottes Gedanken über die Ehe kennenlernen

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Ich mußte mich also entscheiden. Ich mußte mein Leben mit Gottes Gedanken über die Ehe in Übereinstimmung bringen. (Hebr. 13:4) Ich mußte mich von diesem Mann trennen, der mit einer anderen Frau verheiratet war. Aber wie sollte ich den nötigen Mut aufbringen? Ich fürchtete ihn. Er hatte gedroht, mich zu töten, würde ich ihn noch einmal verlassen. Er hatte sogar gedroht, der Zeugin Jehovas etwas anzutun, die mit mir die Bibel studierte.
Die freundliche Frau, die Zeugin Jehovas, stärkte mich ständig durch die Zusicherung, daß Jehova verheißen habe, allen zu helfen, die bestrebt seien, seine gerechten Grundsätze in ihrem Leben anzuwenden. (Ps. 34:7) Sie ermunterte mich, Jehova um Hilfe anzuflehen. Ich war dankbar für ihren Rat und tat, was sie mir zu tun geraten hatte, dennoch änderte sich an meiner Lage nichts. Eines Tages erinnerte ich mich plötzlich daran, daß ich noch etwas von dem Mehl besaß, das mir damals der Medizinmann gegeben hatte. Sofort warf ich es weg.
Nun trat eine Änderung ein. Ich hatte einen Entschluß gefaßt. Bei unserem nächsten Studium sagte ich zu der Zeugin Jehovas: „Ich weiß, daß ich mich von diesem Mann trennen und nach den Forderungen Gottes leben muß. Ich bin entschlossen, es zu tun. Würden Sie mir helfen, ein kleines Haus für mich und meine sechs Kinder zu finden?“ Sie versprach, alles zu tun, was in ihrer Macht liege.
Bald fanden wir eine Wohnung. Ich packte gerade unsere Kleider ein, als der Mann, mit dem ich zusammen lebte, nach Hause kam. Er wollte nicht glauben, daß ich mich wirklich von ihm trennen würde. Als er sah, daß ich in meinem Entschluß nicht wankend wurde, begann er zu beteuern, er wolle sich bessern. Ich blieb jedoch bei meinem Entschluß. Bestimmt hatte ich die Kraft nur, weil Jehova mir beistand. Der Mann wollte unbedingt das Haus sehen, das ich gemietet hatte, denn er glaubte nicht, daß ich es wirklich getan hatte.
An jenem Abend kam er in meine neue Wohnung und drang in mich, zu ihm zurückzukehren. Als ich mich weigerte, begann er mich zu schlagen. Diesmal ließ ich mich aber nicht einschüchtern. Jehova verlieh mir wahrlich Kraft. Der Lärm, der entstand, als mein früherer „Mann“ mich schlug, lockte den Hausherrn herbei, der ihn dann an die Luft setzte und ihm das Haus verbot. Ich betete fortwährend zu Jehova, er möge mir helfen, daß es mir gelinge, bei meinem Entschluß zu bleiben. Er hat mich auch nicht im Stich gelassen.

Erwachet 8. 7.2001

Seite 23 Gottes Name hat mein Leben verändert!

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Ich liebte ihn noch immer und konnte seine Bitten nicht abschlagen. Wir schmiedeten Hochzeitspläne. Ich dachte, die Wahrheit würde ihn ändern. Das war der größte Fehler meines Lebens! Ich war nicht glücklich. Mein Gewissen machte mir sehr zu schaffen. Zu meiner Bestürzung wies er die Wahrheit zurück.
Ich vertraute mich einem Ältesten an. Er besprach die Sache mit mir an Hand von Schriftstellen und betete mit mir um Hilfe, die richtige Entscheidung zu treffen. Ich kam zu dem Schluß, daß Jehova mich niemals verletzen und mir niemals weh tun würde, unvollkommene Menschen hingegen tun das, ganz gleich, wie innig man sie liebt. Tatsächlich zeigte es sich, daß eine sogenannte Ehe ohne Trauschein keine Sicherheit bietet. Ich traf eine Entscheidung. Es fiel mir sehr schwer und tat ungemein weh, diese Beziehung zu beenden. Das bedeutete zwar finanzielle Einbußen, aber ich mußte eben mit meinem ganzen Herzen auf Jehova vertrauen.

Erwachet 8. 8.1999

Seite 14 Aus einem brüllenden Löwen wurde ein sanftes Lamm

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Auch lebte ich mit einer Frau in einer Ehe ohne Trauschein zusammen. Diese Beziehung hatte 1972 begonnen. 1983 nahm ich jedoch das Studium der Bibel mit Jehovas Zeugen wieder auf. Diesmal besuchte ich regelmäßig christliche Zusammenkünfte. Vor dem Studium und den Zusammenkunftsbesuchen hatte ich bereits aufgehört, zu rauchen und Drogen zu nehmen.
Nichtsdestoweniger lebte ich immer noch mit meiner Lebenspartnerin zusammen, was Gottes Gesetzen über die Ehe widersprach. Das belastete mein Gewissen, und so bemühte ich mich, sie zu veranlassen, in ein Bibelstudium einzuwilligen, und unser Verhältnis durch Heirat zu legalisieren. Aber sie sagte, die Bibel sei ein reines Männerbuch, erdacht, um die Frauen zu unterdrücken, und eine Ehe sei nicht notwendig.
Mir wurde klar, daß ich nicht länger eine unsittliche Beziehung zu einer Frau aufrechterhalten konnte, die Gottes Gesetze über die Ehe nicht respektierte. Daher brach ich die Beziehung ab und zog nach Brooklyn.

Wachtturm 1. 8.2001

Seite 18 Gott hat ihre Tränen abgewischt

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Kurz darauf willigte Kim in ein Bibelstudium mit einer Zeugin Jehovas namens Linh ein. „Ich wollte die Lehren der Bibel unbedingt in die Praxis umsetzen“, sagt Kim. „Zum Beispiel hörte ich auf, die Ahnen anzubeten, obwohl mir das Widerstand von seiten meiner Angehörigen eintrug. Außerdem versuchte ich, meinen Partner dazu zu bewegen, daß wir uns gesetzlich trauen lassen, aber er weigerte sich. In dieser schwierigen Zeit schickte mir die Zeugin aus Frankreich immer wieder biblische Publikationen, und Linh war mir eine große Unterstützung. Die Geduld und der liebevolle Beistand dieser Glaubensschwestern halfen mir auszuharren, bis ich meinen Partner so sah, wie er wirklich war. Ich fand heraus, daß er bereits 5 ,Frauen‘ und 25 Kinder hatte! Dadurch hatte ich den Mut, ihn zu verlassen.
Ein großes, komfortables Haus zurückzulassen und in eine kleine Wohnung zu ziehen war nicht leicht. Auch setzte mich mein ehemaliger Lebensgefährte unter Druck, zu ihm zurückzukehren, und drohte sogar, mich mit Säure zu verunstalten, falls ich mich weigerte. Mit Jehovas Hilfe war ich in der Lage, das Richtige zu tun.“ Kim machte weiter Fortschritte und ließ sich schließlich im April 1998 taufen.

Erwachet 22. 9.1980

Seite 19

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Zuerst wollte ich, daß auch mein Lebensgefährte Gottes Willen kennenlernte. Die Zeugen Jehovas von der Ortsversammlung luden uns oft zu Mahlzeiten und zum geselligen Beisammensein ein. Man brachte viel Verständnis für uns auf. Mein Gefährte hatte allen Grund zu erkennen, daß er nicht übersehen wurde. Man ermunterte ihn ebensosehr wie mich, aber leider erfüllte sich meine Hoffnung nicht. Er nahm die Wahrheit nicht an.
Schließlich teilten wir unsere Wohnung auf — jeder bekam sein eigenes Zimmer. Aber bald mußten wir erkennen, daß eine völlige Trennung die einzige Lösung war. Wie sollte ich das bewerkstelligen? Ich dachte mir: „Nun, Jehova wird es mir schon möglich machen.“ Ich hatte mein Vertrauen auf ihn gesetzt.
Es kam dann so weit, daß wir beschlossen auseinanderzugehen.

Es war, als wäre eine Hälfte meines Ichs von mir getrennt worden.

Re: heuchlerische Wachtturmbrut und Sektenpest Teil 5 Wachtturmerfolgserlebniss: 10 x die Hälfte eines Ichs getrennt

geschrieben von:  swordfish

Datum: 24. April 2008 23:57

Ja was Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander,
also sind die Zotties ja Gesetzesübertreter des göttlichen Gebotes, oder halten
sie ihre Mitglieder für so einfälig, daß sie die Widersprüche in der Literatur und vor allem zur Bibel nicht bemerken??
Bin ich froh, aus diesem Verein raus zu sein!

Grüße Selina

Re: Was ist eine Ehe?

geschrieben von:  . +

Datum: 25. April 2008 14:17

Folgende Überlegung könnte die Unterlassungsklage kippen:

• Die Wachtturm Gesellschaft will also ihre Behauptung durchsetzen:

"Gemäß dem Verständnis der Zeugen Jehovas ändert sich die Beziehung der Eheleute jedoch nicht, wenn ein Partner kein Zeuge Jehovas mehr ist."

• Das Ärzteblatt und Herr Tjaden stellten folgende Tatsachenbehauptung auf:

"Den Ehepartnern wird von der Gemeindeleitung, den „Ältesten“, nahe gelegt, sich zu trennen.
Die Eheschließung mit dem vom Glauben Abgefallenen gilt als null und nichtig.


Die Frage die sich stellt ist:

Was ist eine Ehe?

Auch eine gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft, die sich an der traditionellen Ehe orientiert kann als Ehe bezeichnet werden (Duden 1999 Seite 920 „Ehe“ ) .
Wenn man auch aus juristischen Gesichtspunkten auf dem Standpunkt stehen kann, das auch Eheähnliche Gemeinschaften unter die Begriffe: „Eheleute“, „Ehepartner“ und „Eheschließung“ fallen, dann ist die Tatsachenbehauptung des Ärzteblattes und des Herrn Tjaden, alltägliche Gepflogenheit in der Wachtturm Gesellschaft.

Gleichgeschlechtliche Ehen und Eheähnliche Gemeinschaften sind selbstverständlich in den Augen der Wachtturm Gesellschaft null und nichtig.
Dort wird nicht nur „nahe gelegt“ sich zu trennen sondern per sofortigem Ultimatum eine Trennung gefordert.
Im Falle der gleichgeschlechtlichen Ehe sogar alternativlos.

In Deutschland sind eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaften anerkannt.
Die landläufige Ansicht über eine Zivilehe betrachtet schließlich die Ehe immer als eine Art bürgerlichen Vertrag.
Oft verlangt diese Ansicht eine Beurkundung durch eine Urkundsperson in einem besonderen Verfahren (z.B. durch einen Standesbeamten, Kapitän oder Notar).
Zwei Personen gleichen Geschlechts, die gegenüber dem Standesbeamten persönlich und bei gleichzeitiger Anwesenheit erklären, miteinander eine Partnerschaft auf Lebenszeit führen zu wollen (Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner), begründen in Deutschland eine Lebenspartnerschaft.

Ein Beschluss des deutschen Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 1993 enthielt einen Hinweis darauf, dass eine Öffnung der Ehe in Betracht komme, wenn die Bevölkerung hier einen Bewusstseinswandel erkennen lasse.
Durch die Lebenspartnerschaft könnte sich die Rechtsauffassung in der Bevölkerung ändern, so dass eine Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule dann zulässig wäre.

Wenn es juristisch Vertretbar ist, das die von dem Beklagten verwendeten Begriffe wie „Eheleute“, „Ehepartner“ und „Eheschließung“ auch eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaften mit einschließen, muss die Wachtturm Gesellschaft ihre Unterlassungsklage zurückziehen.

Re:Teil IV der Verlautbarung von Herrn Tjaden

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 26. April 2008 07:09

Zum Ausgangs-Thread, siehe:

Mysnip.2830

„Auch hätte die Recherchepflicht des Beklagten dazu führen müssen, dass er die Klägerin zu den mit der Klage angegriffenen Vorwürfen befragt", merkt Armin P., Rechtsanwalt der Zeugen Jehovas, in seiner Klageschrift an. Das Gleiche darf man wohl auch von einem Juristen erwarten, zumal er ausdrücklich meinen Blog über diese Glaubensgemeinschaft in seinem Schriftstück erwähnt. Dort hätte er mühelos gefunden: meine Email an das "Deutsche Ärzteblatt" als Fundstelle der beiden Zitate (blieb unbeantwortet), meine Fragen an das Bundesfamilienministerium (weiter geleitet an das Bundesjustizministerium, von dort mit einer Voice-Mail beantwortet, dann mit einem Telefonanruf und einer schriftlichen Stellungnahme, in der aber nicht alle meine Fragen beantwortet worden sind).

Armin P.l hätte auch Richard E. Kelsey fragen können. Dieser Amerikaner ist Chef der Zeugen Jehovas in Deutschland. Über ihn hieß es vor fast 20 Jahren in der Informationsschrift "Christliche Verantwortung": "Wie im Januar 1989 aus dem WTG-Zweigbüro in Selters bekannt wurde, ist dort einem hohen Mitarbeiter die Gemeinschaft entzogen worden. Nach Erklärungen aus informierten Zeugen-Jehovas-Kreisen handelt es sich um Richard E. Kelsey, den dort hauptverantwortlich vom Hauptbüro in Brooklyn eingesetzten Koordinator oder Zweigaufseher."

Richard E. Kelsey: Mit "Wachtturm" vor dem Bahnhof
Da Walter Krappatsch aus Herne und ich seinerzeit gerade an einem Buch über die Zeugen Jehovas und die Neuapostolische Kirche arbeiteten, schlug ich alle erdenklichen Wege zur Kontaktaufnahme ein. Nach mehreren vergeblichen Anläufen schickte ich Richard E. Kelsey ein Einschreiben mit Rückschein. Dieser Rückschein war kaum bei mir wieder eingetroffen, als mein Telefon klingelte. Am Apparat: Richard E. Kelsey. "Daran ist kein Wort wahr", sagte er.
Ich berichtete ihm, dass ich demnächst in Wiesbaden sein würde, weil ich dort ein Interview mit einem ehemaligen hohen Amtsträger der Neuapostolischen Kirche führen wollte - und er erklärte sich mit diesen Worten zu einem Treffen bereit: "Ich kann mich ja mal mit dem `Wachtturm´ vor den Bahnhof stellen."

Das sprach sich herum, ehemalige Zeugen Jehovas schickten mir Broschüren, Zeitschriften und interne Dokumente. Wie das Gespräch verlief, hielt ich in einem Beitrag für das besagte Buch fest. Es ist 1990 erschienen - dort steht auf Seite 116: "Richard E. Kelsey steht nicht mit dem ´Wachtturm´ vor dem Wiesbadener Bahnhof, er taucht aus einem Menschenpulk auf und will erst einmal wissen: ´Haben Sie das Ziel, religiöse Organisationen zu zermahlen?"

Wie auswendig gelernt
Im Bahnhofsrestaurant gab er mir Antworten, die wie auswendig gelernt wirkten. Zum Verhältnis zu ehemaligen Mitgliedern sagte er:
"Mit ehemaligen Zeugen Jehovas sprechen wir nicht." Auf meinen Hinweis, dass es Berichte über Selbstmorde gebe, reagierte er so:
"Beschäftigen Sie sich auch mit Menschen, die Probleme mit der evangelischen und der katholischen Kirche haben?" Daraufhin konfrontierte ich ihn mit einem Zitat aus dem "Wachtturm" vom 15. April 1983:
"Vermeide unabhängiges Denken."

Damit war das Gespräch beendet, Richard Kelsey verabschiedete sich mit den Worten: "Ich muss zu einer Besprechung nach Selters. Anordnung von oben. Wir wollen bauen." Nach einem Händedruck versprach er noch:
"Ich beantworte auch schriftliche Fragen. Außerdem werde ich Ihnen Lebensläufe von Zeugen Jehovas schicken, die positive Erfahrungen gemacht haben. Von ehemaligen Mitgliedern können Sie nur Negatives erwarten."

Fünf Fragen - nie beantwortet
Also schickten Walter Krappatsch und ich am 24. Januar 1990 fünf schriftliche Fragen an Richard E. Kelsey:

1. In dem Buch über die Offenbarung, erschienen 1988, geben Sie der katholischen Kirche Mitschuld am Tod der in KZ´s gestorbenen Zeugen Jehovas. Wie beurteilen Sie vor diesem Hintergrund die Erklärung der Wachtturmgesellschaft (WTG) aus dem Jahre 1933 und den Brief an Hitler aus dem gleichen Monat?

2. Sie haben zugesagt, dass Sie erklären, wie die Daten für den Weltuntergang zustande gekommen sind. Können Sie sich hier auf das Jahr 1975 beschränken, da sonst die Antwort ausufern müsste?

3. Vor 1975 haben Sie Zeugen Jehovas geraten, von einer zeitraubenden Ausbildung Abstand zu nehmen, da die Welt schon vor dem Ende einer solchen Ausbildung dem Untergang geweiht sein wird. Wie stehen Sie heute zu dieser Aussage?

4. Wie stehen Zeugen Jehovas zur Ausbildung an Schulen und Universitäten? Was halten Sie von Berufswünschen, die sich nicht mehr auf den Handwerksbereich und auf andere Bereiche, die für den Wiederaufbau nützlich sind, beschränken?

5. Wie reagiert die Wachtturmgesellschaft, wie reagieren Sie auf Berichte von ausgeschlossenen Zeugen Jehovas, die in Gewissenskonflikte geraten, die von Selbstmordgedanken geplagt und sogar von den eigenen Eltern verstoßen werden?
Dieses Buch-Kapitel endete mit dem Hinweis:

"Ende März 1990 beendeten wir die Arbeit an diesem Buch, Richard E. Kelsey hatte bis dahin nicht geantwortet." Hat er übrigens bis heute nicht…
www.readers-edition.de/2008/04/25/thema-ehe-zeugen-jehovas-beschreiten-den-klageweg-iv/




Was den in vorstehendem Text mit enthaltenen Hinweis auf die „Christliche Verantwortung" anbelangt, meinerseits dazu die Anmerkung.
Wie bekannt, bin ich mit dem Einscannen der CV beschäftigt.

Siehe dazu:
Projekt CV

Wie aber weiter auch bekannt, ich hatte das schon mal etwas „griffiger" so formuliert, dass ich anstatt 24-Stunden-Tage, Tage von 48 Stunden gebrauchen könnte.
Zeit fehlt mir „vorne und hinten".

Nun will es just der Zufall, das die in Rede stehenden Ausgabe (eine Ausgabe wohl aus dem Jahre 1989) noch nicht eingescannt ist, wenn es denn soweit ist, gibt es auch dort wieder ein.
Vorwort dazu.
CV Vorworte

Es hat sich so „eingependelt", dass pro Monat eine Einscann-Variante der CV fertig wurde. Also bitte ich um etwas Geduld diesbezüglich.
Ich verweise ferner darauf.

Würde ich diese Einscann-Arbeit nicht machen, bestände allenfalls die Option (sofern nicht private Bestände vereinzelt noch vorhanden), die CV in der Deutschen Bücherei zu Leipzig einzusehen. Wer aber würde das tun (?) Sofern er nicht gerade im Raum Leipzig lebt, was wiederum dem von der WTG gewünschten Umstand des Vergessens, und der ihrigen Interpretationshoheit in der Sache, Vorschub leisten würde.

Im übrigen soll es dem Vernehmen nach diverse Leute geben, welche noch nie eine Wissenschaftliche Bibliothek von innen gesehen haben. Das soll wohl auch in Leipzig nicht viel anders sein. Dort kommt aber noch erschwerend hinzu. Die Deutsche Bücherei verleiht als Präsenzbibliothek von nationaler Bedeutung, grundsätzlich nichts außer Haus. Wer ihre Bestände einsehen will, muss dies grundsätzlich an Ort und Stelle in den dortigen Lesesälen tun.
Man vergleiche auch

Zeitdokument: Tjaden/Krappatsch

Re: Re:Teil V der Verlautbarung ...

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 26. April 2008 14:52

www.readers-edition.de/2008/04/26/thema-ehe-zeugen-jehovas-beschreiten-den-klageweg-v/
 

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 29. April 2008 06:30

www.readers-edition.de/2008/04/28/thema-ehe-zeugen-jehovas-beschreiten-den-klageweg-vi/

Re: Re:Teil VII der Verlautbarung ...

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 01. Mai 2008 06:18

www.readers-edition.de/2008/04/30/thema-ehe-zeugen-jehovas-beschreiten-den-klageweg-vii/

------------------
Das eine kann man wohl schon vorab sagen. Unabhängig davon, wie die Substanz des von der WTG angestrengten Gerichtstermines, letztendlich aussehen mag.

Die Einschüchterungsmasche zieht nicht. Mag ein Herr Langel und seine hinterm ihm stehende Kirche auch eingeknickt sein.
Hier und jetzt sieht es offenbar anders aus!

Re: Re:Teil VII der Verlautbarung ...

geschrieben von: Bauer

Datum: 01. Mai 2008 14:48

Das erinnert mich and das Vorgehen von Jehovas Zeugen gegen den Journalisten Glöckel.

Das geheime Buch von Jehovas Zeugen :. „Gebt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde“

Aber auch Frau Birlenberg von kigs-lev.com kann hier ein Liedchen singen.

Re: Re:Teil VII der Verlautbarung ...

geschrieben von: Bauer

Datum: 01. Mai 2008 15:19

www.zeugen.jehovas.info/Schwarzbuch/000.html

Dieser TV-Beitrag von DER GLÖCKEL könnte für Interessenten des Geheimbuches der ZEUGEN JEHOVAS von Interesse sein:

www.gebt-acht-auf-euch-selbst-und-auf-die-ganze-herde.zeugen.jehovas.info/
und hier:

www.dergloeckel.eu/Religion/Zeugen_Jehovas/Lexikon/2605_xa_05.html
ZEUGEN JEHOVAS - wußten Sie, daß das Schüren von Ängsten zum ständigen Repertoire der Organisation gehört, um Mitglieder zu binden?

Re: Re:Teil VIII der Verlautbarung ...

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 07. Juni 2008 19:28

www.readers-edition.de/2008/06/07/zeugen-jehovas-beschreiten-den-klageweg-vii-nicht-nur-zitate-in-klageerwiderung/

Re: Re:Teil VIII der Verlautbarung ... Biblische Scheidungsgründe

geschrieben von:  . +

Datum: 08. Juni 2008 16:15

Eine Frau trennt sich von ihrem Mann weil sie mit den Lehren der Wachtturmkirche in Berührung kommt.
Stolz berichtet die Wachtturmorganisation von dem mehrfachen zerstören einer Familie mit sechs Kindern:

Wachtturm 1.Juni 1976

Seite 350

picture: http://www.manfred-gebhard.de/ReFile0002-41.jpg

Biblische – oder besser gesagt Wachtturm Scheidungsgründe…

Laut eigener Aussage der Wachtturm Gesellschaft hing gleich mehrfach der Trennungsgrund mit der Mitgliedschaft in der Wachtturmsekte zusammen.

Nur weil der Mann unter Zwang sich auch in die Fänge der amerikanischen Sektierer begab „rettete“ er die Ehe.

Re: Re: "im zwanzigsten Jahrhundert"

geschrieben von:  X ~ mysnip

Datum: 08. Juni 2008 22:30

Zitat:

. +
Wachtturm 1.Juni 1976

picture: http://www.manfred-gebhard.de/ReFile0001-42.jpg


1976, ein Jahr nach 1975
,,GOTTES BARMHERZIGKEIT GEGENÜBER DER MENSCHHEIT im zwanzigsten Jahrhundert"


Was ist damit gemeint?

,,KEIN SCHMERZ MEHR" ???
 

Re: Re: "im zwanzigsten Jahrhundert"

geschrieben von:  . +

Datum: 09. Juni 2008 00:03

Hallo X,

Na da brauche ich Dir ja nichts erzählen.
NACH 1975 tat man so als hätte man nie von etwas anderen gesprochen als das die Generation von 1914 nicht vergehen wird.

Dumm nur, das die in der Zwischenzeit auch schon vergangen ist.

Nun verwendet man zwar noch die Worthülse der „Nichtvergehenden Generation“.
WELCHE Generation aber damit gemeint sein soll bleibt schleierhaft.

Mit den beiden Neuerscheinungen vom Bezirkskongress…

"Fragen junger Leute - Praktische Antworten (Band 2)" und
"Bewahrt euch selbst in Gottes Liebe"

…muss man ja nun das neue Kapitel schreiben:

„Gottes Barmherzigkeit gegenüber der Menschheit im EINUNDZWANSIGSTEN Jahrhundert.“

Ich denke die größte Barmherzigkeit Gottes im zwanzigsten Jahrhundert war es die Wachtturmkirche in steter Regelmäßigkeit lächerlich zu machen.
Nicht auszudenken wenn die Tabernakelkirche auch nur ein einziges Mal im Recht gewesen wäre.
Diese Kapitel werden im neuen Jahrhundert nur gleichmäßig weitergeführt.

„Werdet nicht verständig in den eigenen Augen.“
(Römer 12:16)

Wachtturm 15. 3.1999

Seite 23

picture: http://www.manfred-gebhard.de/ReFile0002-43.jpg

„Werde nicht weise in deinen eigenen Augen.“
(Sprüche 3:7)


Vielleicht hätte die Leitende Körperschaft mal zur Abwechslung in der Bibel, anstelle im eigenen Wachtturm, lesen sollen…

Re: Re:Teil IX der Verlautbarung ...

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 13. Juni 2008 03:21

www.readers-edition.de/2008/06/12/thema-ehe-zeugen-jehovas-beschreiten-den-klageweg-viii/

Re: Re:Teil IX der Verlautbarung ...

geschrieben von:  . +

Datum: 18. Juni 2008 21:20

Zitat:

Google

Google löscht Domain nicht

18. Juni 2008

Sehr geehrter Herr Tjaden,

ich möchte Ihnen hiermit kurz mitteilen, dass die Google Inc. sich derzeit gegenüber der Religionsgemeinschaft Jehovas Zeugen in Deutschland rechtlich nicht verpflichtet sieht, die von Ihnen bei blogger.com registrierte Third-Level-Domain “zeugenjehovas.blogspot.com” zu löschen. Dieses haben wir
namens der Google Inc. dem Rechtsanwalt der Religionsgemeinschaft heute mitgeteilt.

Mit freundlichen Grüßen
Arne L...



Siehe letzter Kommentar:

www.readers-edition.de/2008/04/19/thema-ehe-jetzt-beschreiten-zeugen-jehovas-den-klageweg/

Redaktionelle Anmerkung.
Da auch dieser Thread inhaltlich schon umfänglich geworden ist, werden thematisch neue Postings in einem neuen Thread erfasst.
Unter nachstehender URL:

http://forum.mysnip.de/read.php?27094,7689,7689#msg-7689

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