Ein Stein des Anstosses

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 02. Juli 2009 08:42

Ein Beitrag des Inhalts findet nun Kritik:
Der Ausgangs „Stein des Anstosses":


Zitat von ...
„Bin gerade dabei, das Buch über die "13 satanischen Blutlinien" zu lesen..."
Daraufhin der Kommentar:

Wer den die sogenannten „13 Satanischen Blutlinien" als „Evangelium" (in meiner Sicht eines aus der „Hölle" so es sie denn gäbe) anzuerkennen bereit ist, der bewegt sich zwar gewissermaßen weiterhin in den WTG-Denkmustern, nur etwas variiert. Und nicht als Verschwörungstheorien pur wird in diesem Pamphlet offeriert

Was die Sogenannten „Illuminaten", ein Kernbegriff in ihnen anbelangt, so kommen jedenfalls seriöse Forscher dabei zu grundlegend anderen Resultaten, als jene Verschwörungstheoretiker. Siehe unter anderem:
Parsimony.14723

Vielleicht ist es vergebliche Liebesmüh, dieweil „Hopfen in Malz verloren"

Wo das noch nicht ganz so ist, würde ich doch mal empfehlen sich mit dieser Kritik zu beschäftigen.
Ruiter

Und sofern noch die Fähigkeit vorhanden sein sollte, Texte zu verkraften, die den Umfang einer Bildzeitungs-Meldung, oder eben ihr WTG-Aquivalent übersteigen, würde ich auch die Linksammlung empfehlen.
TheoriederVerschwoerung
Dort gibt es weiter ergänzendes zur Thematik.


Daufhin unter anderem ein Kommentar des Inhalts:

Es gäbe ja beispielsweise Entwicklungen in Richtung Überwachungsstaat.
Und einige der Verschwörungstheoretiker würden das ja auch thematisieren. Zugleich aber in diesem Votum eingeräumt den Stein des Anstosses, die berüchtigten „13 satanischen Blutlinien" des Herrn de Ruiter nicht aus eigener Anschauung zu kennen.
Wer von dieser Basis der Unkenntnis faktisch den Herrn de Ruiter in Schutz nimmt, darf von meiner Seite kaum mit Wohlwollen rechnen.
Herr de Ruiter ist kein „kleiner User" sondern der Verfasser mehrerer aus meiner Sicht sehr kritisch gewerteter Bücher.

Zudem (abgesehen von Frankreich wo eines seiner Bücher verboten wurde, und wie mir scheint sind die Gründe dafür sogar nachvollziehbar).
Abgesehen davon noch in diversen anderen Ländern (insbesondere auch Spanischsprachige) präsent.

In besagten „Blutlinien" des Herrn de Ruiter kann man unter anderem auch die skandalöse (unbewiesene) Behauptung lesen, Hitler sei 1945 aus seinem Bunker lebend entkommen.
Weiter die unbewiesene Behauptung, von einem „Rauschgiftkönig" den er Russell nennt, und zwar so formuliert, dass der Eindruck entstehen kann, der stände in der Familienlinie des Russell der Zeugen Jehovas.
Diese ungeheuerliche Behauptung ist indes völlig unbewiesen.
Mit Beweisen hält es Herr de Ruiter ohnehin nicht sonderlich; und das nicht nur bei diesen genannten Beispielen.
Oder auch den Kommentar

man hätte fast Angst, diesbezüglich Stellung zu nehmen.
Man traut sich kaum zuzugeben, dass es gewisse Parallelen doch existieren. ..."


Ja wenn denn solche Voten ohne jegliche (direkte oder indirekte) Erwähnung des Herrn de Ruiter zu stande kommen, dann gehe selbstredend auch ich zur Tagesordnung kommentarlos über.
Das Faktum das Verschwörungstheorien Konjunktur haben, werde auch ich, mit Sicherheit nicht ändern.
Hier aber fand eine Spezifizierung auf eine besonders üble "schwarzbraune" Variante selbiger statt.
Schon vor Jahren, bis in die Gegenwart, habe ich mich zu selbiger deutlich genug erklärt.
Kommen daher also unbedarfte "Nichtwisser" daher und rühren just in dieser "schwarzbraunen Brühe" herum, kann es passieren, ist passiert, und wird aller Wahrscheinlichkeit auch zukünftig passieren, von mir eine Entgegnung zu bekommen, die keineswegs den Wunschvorstellungen der "Rühr-mich-nicht-an" ach so "Unwissend"-Naiven entsprechen muss.
Als Mit-Verursacher dieses Missklanges, komme ich dann nicht umhin noch ein weiteres Wort dazu zu sagen.

Das was gemeinhin als „Verschwörungstheorien" betitelt wird
(ohne das jetzt in Details zu spezifizieren) hat sicherlich in der Regel immer einen „Kern". Völlig aus der „Luft gesaugt" ist es garantiert nicht.
Der entscheidende „Knackpunkt" ist aber der. Es wird nicht objektiv, sondern tendenziös aufbereitet, mit Theorien gekoppelt, die zum Widerspruch herausfordern, herausfordern müssen (oder sollten).

Beispiel: Herr Adolf Hitler war auch ein glühender Verschwörungstheoretiker.
Beleg unter anderem sein Aussage bezüglich der tendenziösen Hetzschrift „Protokolle der Weisen von Zion":
„Der 'Frankfurter Zeitung' stöhne, selbige seien gefälscht.
Das aber - so Hitler - sei nur zusätzlicher „Beweis" ihrer „Echtheit".
Den „Hauptbeweis" sah er in den Zeitverhältnissen.

Musste Deutschland nicht als Folge der verlorenen Weltkrieges Reparationen zahlen?
Es musste.
Hatte Deutschland nicht aus dem gleichen Grunde nebst allen vormaligen Kolonien, auch Landteile verloren, die einstmals zu Deutschland gehörten?
Es hatte.
Und das der Hitlerismus dann politisch stark wurde, ist eben dieser Gemengelage zuzuschreiben.
Wohin dann der Rattenfänger Hitler dann Deutschland letztendlich hinführte, bedarf wohl jetzt keiner näheren Erläuterung.

Die Konjunktur-Ritterlinge von Verschwörungstheorien können also sehr wohl auf einen beängstigenden Ausgangstatbestand verweisen.
Auch Religion pflegt ja solche Tatbestände zu nutzen, um die so Verängstigten in ihre enge Hürde hineinzutreiben
(und dort seelisch und materiell nach Strich und Faden auszunutzen).

Klassische Religiosität sieht sich hierzulande zunehmender Konkurrenz ausgeliefert.
Die sehe ich nicht so sehr in den betonten Atheisten.
Dafür erheblich mehr in den Verschwörungstheoretikern.
Denen gelang es, (die Namen Jo Conrad oder Helsing belegen es auch), schon beachtliche Marktanteile von jenem „Acker" für sich abzuzweigen, der vordem von der klassischen Religion „beackert" wurde.

Und sieht man sich die Ex-ZJ-Szene näher an, stellt man dort nicht selten, Sympathien, bis gar Bejubelungen jenes „Religionsersatzes" fest.
Beide, klassische Religion und Verschwörungstheorien, offerieren einfache Antworten, auf weit kompliziertete Sachverhalte.

Nun ist die Verschwörungstheoriker-Szene mit Sicherheit nicht „homogen". Da geht es auch hüh und hott her.
Und diesem variierten Kontext ist auch der Pamphlet-Autor Robin de Ruiter zuzuordnen.

In seinem Falle kommt noch hinzu. Er hat nicht nur die Verschwörungstheoretiker-Szene „bedient". Er verkauft sich zudem als „Fachmann" auch beim Zeugen Jehovas-Thema.
Und dieweil das so ist, wird von meiner Seite zu ihm eindeutig festgestellt.

„Gewogen und für zu leicht befunden".

Das Beispiel Hitler belegt aber auch.
Es reicht keineswegs aus, jemand nur als Spinner zu klassifizieren.
Auch solche Konjunktur-Ritterlinge können eine Bedeutung erlangen, noch dazu eine solche gefährlicher Art.

Dem schwarzbraunen Sumpf a la Robin de Ruiter, wird meinerseits kein Pardon gewährt.
Wo immer er auftaucht, gilt:

Wehret den Anfängen!

Nun kann man niemand in einer freiheitlichen Gesellschaft verwehren, sich auch seine Pamphlete über die '"13 satanischen Blutlinien" zu „Gemüte zu führen".
Denenigen die das tun, möchte ich allerdings auch die Frage stellen.

Und wieviel an seriöser Literatur zum Zeugen Jehovas-Thema (eingeschränkt jetzt mal auf die Ebene Buchhandel; also Internet so nicht gewertet) habt ihr denn gelesen? Und wer denn das Internet als
"Verschwörungstheorien-Freie" Zone ansehen wollte.
Für den könnte ich dann allerdings ein nur mehr als mitleidiges Lächeln übrig haben.
Dort wimmelt es nur so davon.
Was aber nicht im gleichem Umfange ausgebildet ist, stellt die Fähigkeit dar, Rattenfänger auch als solche zu erkennen.
Das dem so ist, wurde ja vielfach schon durch die eigene ZJ-Kariere unter Beweis gestellt.
Und dann kam bei Einzelnen mal der Punkt, wo sie sagten.
Jetzt ist Schluss mit der WTG.
Sind sie nun durch diesen Umstand, über Nacht quasi zu "hochgebildeten" Persönlichkeiten geworden?
Es würde mir mehr als schwer fallen, das generell zu bejahen.
Wenn das Wort Bildung in dem Kontext Verwendung finden soll, drängt sich mir eher eine Variation jener Vokabel dann auf.
"Bild-Zeitungs-Gebildet".
Das alles kann man zutiefst bedauern, aber kaum ändern.
Aber manchmal kommen halt "Schnittpunkte", wo es dann heisst den Status des Schweigens dazu zu verlassen.
Der Fall Robin de Ruiter ist mit Sicherheit solch ein Fall.

Um nochmals die Buchhandels-Literaturfrage aufzunehmen:
Ich fürchte, die Antwort darauf fällt eher mager aus.

Und dann offerieren solch „Unterbelichtete" auch noch die gleichfalls nur über den Buchhandel erhältlichen Machwerke des de Ruiter.

Da ist dann jedenfalls der Punkt erreicht, wo bei mir „Schluss mit lustig" ist!

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