Eine subjektive Meinung

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 16. Juni 2009 08:46

Über den 1925 geborenen Rudolf Graichen kann man in seinem Bericht im „Wachtturm" vom 1. 8. 1997 unter anderem die Sätze lesen, dass er die die 31. Klasse der Wachtturm-Bibelschule Gilead besuchte.
Sein Geburtsjahr macht auch deutlich, dass er zum Ende des Hitlerismus ein junger Mann war.
Gleichwohl auch schon ZJ-geprägt, mit den sich daraus ableitenden Konsequenzen zu damaliger Zeit.
Gleichwohl liest man in seinem genannten Bericht auch den Satz über die Zeit nach 1945:

„Auch über meinen älteren Bruder Werner, der sich Jehova nicht hingegeben hatte, erfuhr ich etwas. Er hatte in der deutschen Wehrmacht gekämpft und war in Rußland gefallen. Und mein Vater? Er war heimgekehrt, gehörte aber bedauerlicherweise zu den wenigen Zeugen, die das berüchtigte Papier unterzeichnet hatten, wodurch sie sich von ihrem Glauben lossagten."

Und was seine ebenfalls zu den Zeugen gehörende Mutter anbelangte. Letztere kam im KZ ums Leben.

Nun also tritt Graichen Junior nach 1945 in den aktiven Dienst für die WTG, lernt dann in dieser Konsequenz dann auch noch die Gefängnisse der zweiten deutschen Diktatur (Ostdeutschland) kennen.

Irgendwann war dann wohl auch mal diese Phase seines Lebens zuende, und die nächste, wohl nach der Gileadschule, hiess dann:
Kreisaufseher in den deutschen Alpen für die WTG.

Davor gab es wohl noch das Intermezzo als
Missionar in Chile.
Über seinen Status zum Zeitpunkt der Publizierung seines Berichtes im WT liest man dann:
„Obwohl ich jetzt alt und kränklich bin, freue ich mich über das Vorrecht, als allgemeiner Pionier und als Ältester in Brady (Texas) zu dienen."

Danach war dann etwa im Jahre 2003 im noch ein Videowirksamer Auftritt in einem Königreichssaaal der Zeugen im State Iowa (USA) zugeeignet.

Sein Referat dort hielt Herr Graichen Englischsprachig, so das schwer substanzielle Aussagen möglich sind.
Gleichwohl hat man vom optischen her durchaus den Eindruck, da doziert ein Kreisaufseher.
Besser noch die Vokabel verkürzt genannt: Aufseher.

Aufseher diese Bezeichnung soll es dann ja wohl auch noch andernorts gegeben haben, etwa regional in einer Gegend, über die da Herr Graichen zu referieren pflegte.

Der Mensch ist vielfach das Produkt seiner Umwelt. In diesem Falle ist die im besonderen WTG-geprägt.
Als subjektive (persönliche) Meinung blieb bei mir jedenfalls der Eindruck haften.
Ein typischer WTG-Apparatschick, „hochnäsig" bis zum geht nicht mehr.
Womit keineswegs in Abrede gestellt werden soll, dass er in seiner Biographie auch schlimmes erdulden musste.
Aber er hat danach dann ja auch noch einen Biographieanteil als „WTG-Fürst".

Auf nachfolgender Webseite kann man auch das Graichen-Video „bewundern".

www.ultimatebiblereferencelibrary.com/TheocraticExperiances.html

Dort herunterscrollen bis:

Experiances of Jehovahs Witnesses
in Nazi Germany

Dann der Link:
Right Click & Save Target As

Den dort auch offerierten zweiten Teil indes gibt es wohl nicht als freien Download

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