Re: Viel Rauch und Nebel - und ansonsten - Nichts!

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 13. Mai 2009 07:19

Auch (unter anderem) der „Mannheimer Morgen" berichtet nun:

Stuttgart. Nach massiver Kritik von Kirchen und Opposition will die Landesregierung die geplante Aufwertung der Zeugen Jehovas zu einer Körperschaft öffentlichen Rechts noch einmal überprüfen. "Es sollen Gespräche mit den Kirchen stattfinden. Dabei wird auch die Erläuterung der rechtlichen Situation eine Rolle spielen", sagte ein Sprecher von Kultusminister Helmut Rau (CDU). Gestern hat das Kabinett keine Entscheidung getroffen. Nach Ansicht von CDU-Landtagsfraktionschef Stefan Mappus sind Demokratieverständnis und Verfassungstreue der Zeugen Jehovas bisher von den Gerichten nicht ausreichend beleuchtet worden. "Eine Glaubensgemeinschaft, die Volkswahlen ablehnt, die individuelle Freiheit geringschätzt und zum Beispiel Bluttransfusionen ablehnt", könne nicht als verfassungstreu gelten.
Die Zeugen Jehovas haben sich durch alle Instanzen geklagt, bis ihnen der Berliner Senat 2006 den Status einer Körperschaft öffentlichen Rechts zusprach, die ihnen etliche Privilegien sichert. Acht weitere Bundesländer, darunter Bayern und Hessen, haben die Religionsgemeinschaft anerkannt.

www.morgenweb.de/nachrichten/politik/20090513_srv0000004206359.html

www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/2022960

www.pz-news.de/Home/Nachrichten/Suedwest/CDU-zweifelt-an-Rechtstreue-der-Zeugen-Jehovas-_arid,116626_puid,1_pageid,26.html

www.bwwoche.de/webarchiv/navigator.nsf/bwheute?open&content=/webarchiv/bw_heute_pull.nsf/Get_XSLT?Openagent&xmldocid=B10253664

Nun ja, die Substanz der Aussage kannte man ja bereits.
Man wolle man also mit den Konkurrenzkirchen der Zeugen in Gespräche eintreten. Die waren es doch insbesondere, welche Baden-Württemberg zum zeitweiligen „Zurückstecken" veranlassten.
Auch das darf man sagen: Weder in Hessen, noch in Bayern, Hamburg oder sonstwo, vernahm man von den Konkurrenzkirchen so deutliche Worte, wie just in Baden-Württemberg.
Credo auch der Konkurrenzkirchen ist nach wie vor:
„Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass".
Insofern ist und bleibt der Fall Baden-Württemberg eine einsame Ausnahme auf weiter Flur.

So, nun also will die dortige Regierung mit den Kirchen in der Sache „reden". „Reden" mit denen tut sie schon immer. Und was steht am Ende der Gespräche?
Am Ende steht - das prophezeie ich - eine bayrische Variante.
Ohne viel Aufhebens (wenn es geht klammheimlich) die KdöR-Anerkennung aussprechen. Und da man ja mit den Kirchen davor „geredet" hat, werden die sich diesmal in „diplomatisches Schweigen" hüllen.
Erfahrungen diesbezüglich hat man ja bereits reichlich.

So lange der Kirche-Staat-Filz nicht grundsätzlicher angegangen wird, eben durch tatsächliche Trennung von Staat und Kirche (und ein Realist hofft in absehbarer Zeit mit Sicherheit nicht auf diesen Schritt, in diesem Lande).
Solange diese unabdingbare Voraussetzung nicht eingeleitet wird, wird sich auch der Baden-Württembergische „Theaterdonner" als äußerst schnell wieder vergessener erweisen.
Wieder einmal ein „Hornberger Schießen".
Viel Rauch und Nebel - und ansonsten - Nichts!

Der Kommentar der WTG zum Tage, zum agieren ihrer Konkurrenten

Re: Theaterdonner zum ... (Nummer nach belieben einsetzbar)

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 14. Mai 2009 14:15

Das neue Instrument des "Ministerverhörs" nutzen normalerweise nur die Abgeordneten von SPD und Grünen für heikle Fragen. Kultus-Staatssekretär Georg Wacker, der seinen erkrankten Minister Helmut Rau (beide CDU) vertreten musste, sah sich gestern indes auch kritischen Anmerkungen aus den Reihen von CDU und FDP ausgesetzt. Quer durch die Fraktionen artikulierten die Abgeordneten ihren Unmut über die erst am Dienstag vom Kabinett vertagten Pläne, die Zeugen Jehovas den großen Volkskirchen gleichzustellen. Das hätte Steuerprivilegien zur Folge gehabt, zudem hätte die Organisation dann Kirchensteuern einziehen und in Gremien des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sitzen dürfen.

"Der Vorgang ist uns im Grunde zutiefst zuwider", sagte der von allen Seiten in die Mangel genommene Wacker. Aber nachdem das Land Berlin in der Sache bereits einen Rechtsstreit gegen die "Sekte" verloren habe, gebe es wohl keine andere Möglichkeit. Die meisten anderen Bundesländer hätten deshalb bereits die Anerkennung der Zeugen Jehovas als Körperschaft des öffentlichen Rechts in die Wege geleitet. Trotzdem wollte sich Wacker nicht festlegen, ob das Land seine Linie noch ändern könnte. In diesem Fall bestünde aber "ein sehr hohes Prozessrisiko", warnte der Staatssekretär.

"Wo ist das Risiko?", hielt ihm Grünen-Fraktionschef Winfried Kretschmann entgegen. "Selbst wenn das Land vor Gericht verliert, ist es ja nicht schlechter, als wenn man sie jetzt anerkennt." Ähnlich argumentierte der FDP-Abgeordnete Hagen Kluck. Allein die vertagten Pläne seien für "die Mitglieder, die unter den Methoden dieser Gemeinschaft leiden", ein "Schlag ins Gesicht", sagte die SPD-Abgeordnete Sabine Fohler. Reinhard Löffler (CDU) forderte die Regierung auf, im Bundesrat aktiv zu werden, um gesetzliche Kriterien für die Aufwertung von Religionsgemeinschaften zu schaffen.

"Das Thema treibt meine Wähler mehr um als der Streit um die LBBW", bekannte ein CDU-Abgeordneter. Der Aufschrei von Vertretern der katholischen und evangelischen Kirche ist auch CDU-Generalsekretär Thomas Strobl nicht verborgen geblieben. Er schaltete sich via Pressemitteilung in die Debatte ein und warnte das Kultusministerium vor einer Gleichstellung von "Sektierern mit den christlichen Kirchen".

www.badische-zeitung.de/suedwest-1/landtag-sieht-zeugen-jehovas-nicht-als-kirche--14976882.html


Ein Vergleich. Da las ich dieser Tage in einer (anderen) Zeitung eine Charakterisierung des Finanzministers Steinbrück.
Und man meinte ihn von Hause aus, eigentlich dem rechten Flügel innerhalb der SPD zuordnen zu können. Durch die Umstände bedingt, hat er aber mittlerweile selbst bei klassischen Linken innerhalb der SPD "einen Stein im Brett".

Sollte nun ausgerechnet die Kirchenfilzpartei CDU die Zeugen Jehovas mal etwas "hart anfassen", sollte es mir nur recht sein.
Daran glaube ich aber erst dann, wenn es denn tatsächlich eintreten sollte.
Und das sei auch gesagt, nur "Theaterdonner" erfüllt diese Kriterien nicht.

Und dann sei auch noch an den CSU-Kirchenfilzstaat Bayern erinnert.
Wie auch der den Zeugen Jehovas praktisch sich willfährig erwiesen hat.
Ich könnte gar nicht soviel essen, wie ich angesichts dessen kotzen mußte!
Wo haben die Kirchengünstlinge in Bayern in der Sache vernehmbar ihre Stimme erhoben???

Denen geht es nur um die Sicherung der eigenen Pfründe. Und in dieser Linie wird man auch vor Islamisten, Scientologen, und wie sie denn sonst noch alle heißen mögen, zu Kreuze kriechen.

Schande über diese "Kreuzgewürm"!

fraktion.bawue.spd.de/index.php?docid=3839

Re: Theaterdonner zum ... (Nummer nach belieben einsetzbar)

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 20. Mai 2009 10:06

ju-ka.thorsten-schneider.de/database/article.php?article_file=1242497753.txt&showtopic=News

www.sajonara.de/2009/05/19/karlsruhe-junge-union-lehnt-anerkennung-der-zeugen-jehovas-strikt-ab/

Re: Theaterdonner zum ... (Nummer nach belieben einsetzbar)

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 08. Juni 2009 07:20

Unter der Überschrift

"Totalitäre Methoden"
Notiert der „Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe

Mehrere Bundesländer versuchen, die rechtliche Gleichstellung der Zeugen Jehovas mit den großen Kirchen noch zu verhindern. Doch ihre Chancen stehen schlecht.

Marina J. könnte noch leben. Ihre kleine Tochter hätte dann eine Mutter, und ihr Witwer wäre nicht alleinerziehender Vater. Etwas Blut aus der Konserve hätte gereicht.
Als Marina J. am 3. Juli 2008 von ihrem Mann in eine Klinik im hessischen Lich gebracht wurde, war sie 29 Jahre alt, Mutter einer sechsjährigen Tochter und strenggläubiges Mitglied der Zeugen Jehovas. Die Ärzte stellten eine Fehlgeburt fest und starke Blutungen. Unter keinen Umständen wolle sie eine lebensrettende Bluttransfusion erhalten, beschwor die Frau, die von mehreren Glaubensfreunden begleitet wurde, die Ärzte und hielt ihnen eine Patientenverfügung vor die Nase. Zwei Tage später war sie tot.

Der Fall beschäftigt nicht nur die Staatsanwaltschaft in Gießen, die noch unsicher ist, wie sie ihn strafrechtlich bewerten soll. Inzwischen interessieren sich auch hochrangige Politiker und Ministeriale in westdeutschen Landeshauptstädten für den vermeidbaren Tod der jungen Frau.
Vielleicht, so ihr Kalkül, könnte der Fall noch als Munition taugen in einem seit fast zwei Jahrzehnten tobenden Streit zwischen dem Staat und den Zeugen Jehovas. ...

Schon seit langem wollen die Zeugen Jehovas bundesweit als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt werden und damit die gleichen Rechte und Privilegien genießen wie die katholische und die evangelische Kirche.
In Hessen, Bayern oder Niedersachsen hatten sie damit bereits Erfolg. Widerstand dagegen gibt es aber vor allem in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Dem Mainzer Regierungschef Kurt Beck (SPD) graut davor, dass die Zeugen Jehovas dann in seinem Bundesland ... oder Tendenzbetriebe gründen könnten, in denen die Mitarbeitervertretung fast nichts zu melden hat.

Vor einigen Wochen hat Beck sämtliche Ressorts seiner Landesregierung beauftragt, "intensiv nach Argumenten zu suchen", mit denen die rechtliche Aufwertung noch verhindert werden könnte. Er habe "erheblichste Zweifel, ob das eine Religionsgemeinschaft ist, die auf dem Boden der Verfassung steht", sagt Beck. Schließlich würden die Mitglieder der zentralistisch geführten Organisation von ihren Vordenkern angehalten, nicht an Wahlen teilzunehmen.

Becks Helfer haben bereits einige Fälle gesammelt, die gegen die Zeugen Jehovas in Stellung gebracht werden könnten. Im Herbst 1999 etwa habe eine Abordnung der Gemeinschaft in Bayern versucht, die lebensnotwendige Bluttransfusion an ein Schulkind zu verhindern. Der Vater des Kindes, ein gläubiger Zeuge, habe sogar körperliche Gewalt gegen den Chefarzt eingesetzt. Die rettende Transfusion musste unter Polizeischutz gesetzt werden.

Und in Baden-Württemberg sei 2001 ein krebskranker 16-Jähriger gestorben, weil seine Eltern aus Glaubensgründen die Transfusion abgelehnt hätten.
Ausgewertet werden auch Berichte von Aussteigern, die von "totalitären Methoden" bei den Zeugen berichten. ...
Für Marc Ratajczak, den Sektenexperten der nordrhein-westfälischen CDU-Fraktion, sind die Zeugen Jehovas "ganz klar eine Sekte", die andere Lebensbilder und Religionen "als Satanswerk verdammt und ausblendet". ...

"Ich werbe dafür, dass Nordrhein-Westfalen sich der Initiative aus Rheinland-Pfalz anschließt", sagt der Parlamentarier. Seine Fraktionskollegin Monika Brunert-Jetter prognostiziert "ganz große Bauchschmerzen" in der größten Regierungsfraktion, falls die Landesregierung eine Initiative zur Anerkennung der Zeugen Jehovas einbringt. In Nordrhein-Westfalen muss das Parlament zustimmen.
Juristisch werden es die Zeugen-Gegner allerdings schwer haben. Schon vor drei Jahren musste Berlin als erstes Bundesland der Glaubensgemeinschaft den begehrten Körperschaftsstatus verleihen. .... Unmittelbar danach stellten die Zeugen auch in den übrigen 15 Bundesländern ähnliche Anträge. Dabei konnten sie dank des Berliner Verfahrens nun auf höchstrichterliche Urteile verweisen, die den Ländern nach Ansicht vieler Juristen nur noch wenig Spielraum lassen.

Zu diesem Schluss kamen jedenfalls die zuständigen Kirchen-Referenten der Länder bei einer Arbeitssitzung in Bonn im vergangenen Jahr. Die Organisation müsse sich nur einigermaßen rechtstreu verhalten, dann könne ihr der Körperschaftsstatus nicht mehr verweigert werden, fassten die Referenten ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zusammen:
"Eine darüber hinausgehende Loyalität zum Staat verlangt das Grundgesetz nicht."
Auch Verstöße einzelner Mitglieder gegen Recht und Gesetz stellen die Eignung der Religionsgemeinschaft insgesamt nicht in Frage.

In den vergangenen Wochen hat daraufhin selbst die Landesregierung im katholischen Bayern den Zeugen Jehovas den begehrten Rechtsstatus heimlich, still und leise zugestanden, [Hervorhebung nicht im Original] zudem Sachsen und Hamburg.

Auch in Baden-Württemberg hatte Kultusminister Helmut Rau bereits eine entsprechende Kabinettsvorlage ausgearbeitet, bevor Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) die Angelegenheit stoppte. "Toleranz gegenüber religiösen Überzeugungen" sei eine Sache, die Anerkennung als Körperschaft öffentlichen Rechts jedoch "etwas völlig anderes".
Der Chef der CDU-Fraktion im Stuttgarter Landtag, Stefan Mappus, findet noch deutlichere Worte:
"Eine Glaubensgemeinschaft, die Volkswahlen ablehnt, die individuelle Freiheit geringschätzt und zum Beispiel Bluttransfusionen ablehnt, kann aus unserer Sicht nicht als verfassungstreu gelten."
Oettinger will jetzt mit den großen Kirchen das weitere Vorgehen beraten.
Die Zeugen Jehovas reagieren bislang gelassen auf solche Ankündigungen....


Meine Meinung zu dem mit zitierten Aspekt der still und heimlichen Anerkennung durch Bayern.
Mehr noch als alles andere belegt das bayrische Agieren, die Verlogenheit gewisser "Sonntagsreden".
Diese "Sonntagsreden", müssten, sollten sie als "ehrlich" gewertet werden, die Überschrift tragen:

Wasch mir den Pelz - aber mach mich nicht nass.
Wer sich um den Umstand glaubt herumdrücken zu können, in dieser Kirchenfilz-Republik, ohne dem Kirchenfilz generell "zu nahe zu treten", glaubt da etwas "stoppen" zun können, offenbart allenfalls sein Wunschdenken.

Realitätsdenken (wobei man allerdings fragen kann ob das unter den gegebenen Rahmenbedingungen nicht eben auch nur Wunschdenken sei).

Tatsächliches Realitätsdenken würde erfordern, dem Kirchenfilz (namentlich auf der finanziellen Ebene) fallweise auch mal weh zu tun.
Statt dessen werden auch dieser "Industrie" immer weitere Millionen in den nimmer satten Rachen geworfen.

Wer nicht bereit ist, das Wurzel an der Übel anzugehen
(und genau das sind ja namentlich auch die C-Parteien nicht), der kann dann zwar mal eine Einlage als "Hofnarr" zum besten geben.
Und wenn das Gelächter darüber dann verstummt ist, geht es weiter bergab auf der abschüssigen Bahn!

Re: Theaterdonner zum ... (Nummer nach belieben einsetzbar)

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 22. Juni 2009 15:45

Die Landtags-SPD will eine Anerkennung der Zeugen Jehovas als Körperschaft öffentlichen Rechts unbedingt verhindern und geht deshalb auf Gegenkurs zur Regierung. SPD- Fraktionschef Claus Schmiedel lehnte heute eine Einladung von Staats- und Kultusministerium zu einem Gespräch mit Kirchenvertretern über das Thema ab. Regierung und Kirchen seien der Meinung, dass eine Aufwertung der Zeugen Jehovas nicht zu verhindern sei, sagte der SPD- Politiker (einer Presseagentur).
«Die Regierung denkt in rechtlichen Kategorien. Sie benutzt die Kirchen als Schutzschild, um sich dahinter zu verschanzen.» Schmiedel will da aber «politisch herangehen und Wege suchen, um die Anerkennung zu vermeiden».
www.suedkurier.de/news/baden-wuerttemberg/badenwuerttemberg/Religion-Sekten;art330342,3824175


Hervorhebungen nicht im Original.
Nun ist es nichts neues das Parteien versuchen, vermeintliche Schwächen des Gegners auszunutzen. Das ist auch im vorliegenden Fall so.
Und deshalb „Hoffnng" auf die SPD - Ich jedenfalls nicht.
Das ist doch genauso eine (fast) verkappte „Pfarrerpartei" wie ihre Konkurrenz.
Selbst in der CDU gab es ja Alibistimmen nach dem Motto:
„Wasch mir den Pelz - aber mach micht nicht nass".

Den Beweis dass genannte Partei den diesbezüglich „besser" ist, müsste sie erst noch antreten. Wer darauf wartet, hoffentlich wird demjenigen die Wartezeit nicht zu lang!
Nun ist die SPD in Baden-Würrtemberg ohnehin nicht in der Regierungsverantwortung.
Was aber ist etwa in Meclenburg-Vorpommern?
Dort eine Koalition mit der CDU, aber der Ministerpräsident von der SPD gestellt.
Ohne jetzt die politische Landkarte im Detail zu durchforsten.
Etwa Brandenburg (Ministerpräsident von der SPD gestellt). Dort ist man genauso eingeknickt wie auch andernorts.
Nun mögen die Zeugen von der numerischen Bedeutung her, gerade in Brandenburg mit auf den letzten Plätzen liegen (im Vergleich zu anderen Bundesländern).
Das alles ändert nichts an dem Umstand. Kirchenfilz in dieser, Kirchenfilz in jener Partei.
Allenfalls stelle ich mir bei etwaigen Wahlentscheidungen die Frage:
Wo ist denn nun der Kirchenfilz am ausgeprägtesten, und wo vielleicht etwas (in Nuancen) „geringer".

Re: Theaterdonner zum ... (Nummer nach belieben einsetzbar)

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 22. Juni 2009 16:54

Nun meldet sich noch ein „Experte" zu Wort, welcher auf seine Art und Weise auch das Faktum
„Nur Theaterdonner" bestätigt.
Die Macher des Theaterdonners „wurmt" ein Aspekt besonders. Alles andere was sie denn auch noch anführen mögen, fällt unter die Rubrik:
Super-Super-Super-Theaterdonner.

Was diese Herren wurmt ist der Umstand, dass sie auch wissen, die Zeugen sind Nichtwähler.
„Kurzsichtig" wie sie denn (faktisch) sind, geben sie sich dem Irrglauben hin, gelänge es das Faktum des Nichtwählens „aufzubrechen", könnten Ihre Parteien ja vielleicht Nutznießer dann davon sein.
Falsch, Superfalsch, Super-Super-falsch ist meine Antwort an die Adresse dieser Herrschaften.

Zum einen warne auch ich dringlichst davor, den Aspekt des Nichtwählens überhaupt einen qualitativen Status beizumessen.

Es hat in der Zeugen Jehovas-Geschichte namentlich genügend abschreckende Beispiele diesbezüglich in den beiden deutschen Diktaturen gegeben.
Ich warne dringend davor, auch nur als Sandkastenspiel darüber nachzudenken, dass nun etwa zu wiederholen, etwa nach belgischem Vorbild mit einer gesetzlichen Wahlpflicht.

Und gesetzt den Fall es gelänge, tatsächlich den Zeugen Jehovas-Grundsatz des Nichtwählens auszuhebeln. Jene Parteien, die da wähnen sie seien „Volksparteien" wären garantiert keine Nutznießer in nennenswertem Umfange dann.
Realer Nutznießer wäre nach meiner Einschätzung einzig und allein Parteien wie etwa die der Sogenannten „Bibeltreuen Christen" (PBC)

Damit ist allerdings dieses Thema für mich jedenfalls, noch nicht abgehakt.
Der Erpresserweg (namentlich in finanzieller Hinsicht, wird weiter gehen, verstärkt weiter gehen).

Es müsste der Aspekt angegangen werden, dass dieser Staat zum Mullah-Kirchenfilzstaat verkommen ist, und es geht weiter auf dieser abschüssigen Bahn.
Wo wäre denn die Partei die dieses Anliegen aufnimmt???
Ich sehe sie nicht!

www.stimme.de/suedwesten/nachrichten/pl/art19070,1578535

Re: Theaterdonner zum ... (Nummer nach belieben einsetzbar)

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 23. Juni 2009 16:22

Herr Öttinger teilt jetzt also nochmals mit (was er von Anfang an meinte)
Die KdöR-Anerkennung der ZJ sei halt nicht zu stoppen. Es gäbe eben rechtliche Rahmenbedingungen, die auszuhebeln, auch ihm nicht möglich sei.
Er teilt weiter mit, dies alles sei auch aus seiner Sicht, keine „Liebeserklärung" für die Zeugen.
Wie wahr, wer wollte ihm das bestreiten?
Am liebsten, allerliebsten, hätte Herr Öttinger das ja so gehandhabt, wie im Nachbarstaat Bayern.

Klammheimlich, möglichst noch unter Vermeidung von Pressenotizen zum Thema, der ungeliebte „Kuh" vom Eise herunterzerren.
Diese Gunst war dem Herrn Öttinger nicht vergönnt.
Dar war wohl der Herr Seehofer „cleverer".

Nun ist ja Baden-Württemberg, seit jeher als das „Ländle" bekannt.
Man sehe sich nur in Stuttgart die Großveranstaltungen fundamentalistischer Gruppen an, in einer Dimension wie es sie anderswo so nicht gibt. Und man weis.
Das „Ländle" ist seiner Tradition als Hauptbastion des Sektentums (durchaus unterschiedlicher Art) bis heute treu geblieben.

Eigentlich muss ich ja sogar etwas Mitleid mit dem Herrn Öttinger haben. Ausgerechnet in seinem „Ländle" erwuchsen ihm Schwierigkeiten, die es anderswo nicht gab.
Oder hat man gehört, dass der Herr Koch in Hessen analoge Schwierigkeiten hatte?
Man hat es nicht gehört.
Warum, nochmals warum, soll ausgerechnet der Regierungschef des „Ländle" die Kartoffeln aus dem Feuer holen, die andere noch nicht mal von weitem angehen?

Meines Erachtens soll Herr Öttimger tun, was er ohnehin glaubt nicht lassen zu können.
Es stellt sich für mich lediglich die Frage nach der Motivation jener, die ihm da die diesbezüglichen Schwierigkeiten bereiteten.
Die lassen sich in meiner Sicht in zwei Gruppen einteilen.
1) die unbedeutendere religiöse Konkurrenz.
Die aber wird sehr schnell beim zweiten Durchdenken wieder ihren altbekannt-bewährten Grundsatz hervorholen. Das man den Pelz nur dann waschen dürfe, wenn man dabei nicht nass werde.

Und das wissen diese Herrschaften auch. Sowenig es bisher mit der Patentierung der Quadratur des Kreises geklappt hat; sowenig klappt es auch diesbezüglich mit dem waschen ohne nass zu werden.
Die religiöse Konkurrenz kann man also schon mal vergessen. Sollten einzelne von denen (dann wirklich aber nur Einzelne) dem Herrn Öttinger bei seinem (bislang) „verhinderten Herzenswunsch" Schwierigkeiten gemacht haben, ist das allenfalls der Rubrik zuzuordnen.
Die blicken halt nicht genug durch. Dann muss jenen eben noch etwas „Nachhilfeunterricht" gegeben werden. Und sicherlich ist der Herr Öttinger mit der letzte, der diesen „versagen" würde.

Die zweite weitaus bedeutendere Gruppe der Schwierigkeitsbereiter, könnte man wohl eher als die „zukünftigen Erben" des Herrn Öttinger betiteln.
Die möchten natürlich in der Partei des Herrn Öttinger Karriere machen.
Was besser geeignet, wenn sie da möglichst gute Wahlergebnisse einfahren können. Sind diese gut, dann wird es wohl auch mit der weiteren Karriere gut klappen.

Wie das so ist, kommt einer vom Mond zum Mars muss er sich auch mit neuen (für ihn neuen) Umweltbedingungen herumschlagen. Die vom Mond waren ja nur mit ihrer Karriere beschäftigt. Das war so anstrengend, dass sie überhaupt nicht den Bruchteil einer Sekunde Zeit hatten, um sich auch mal in die Befindlichkeit der „Marsbewohner" einzufinden.
Nun geschah der große „Supergau".
Die vom Mond und die vom Mars prallten aufeinander.

Was die vom Mars wollen nicht wählen?
Was soll denn aus unserer Karriere werden? Macht das Schule. Und gibt es da nicht ohnehin schon genug Politikverdrossene! Und die auch noch!
Da schwoll den vom Mond so richtig der Wutkamm an. Und infolge dessen bereiteten sie auch dem Herrn Öttinger das beschriebene Ungemach.

Leider sind die vom Mond so mit ihren Karrieresorgen beschäftigt, dass sie es wohl als Zumutung empfinden, sich auch noch mit der deutschen Geschichte zu befassen.
Zwei Diktaturen gab es da, dass wissen auch die vom Mond (und sind mächtig stolz auf diesen ihren Wissensstand).
Aber das nun auch noch in Details aufzugliedern?
Das ist ihnen zu mühselig, vor allem zu Zeitaufwendig.
Und Zeit haben sie ja nur für das was ihrer Karriere nützt.

Nun haben sich die vom Mond letztendlich in eine Sackgasse hineimanovriert. Der schlaue Fuchs Öttinger wird deshalb als letztendlicher vermeintlicher Sieger, dastehen, nicht aber die vom Mond.

Sieger???
Die Väter assen saure Trauben, und den Kindern wurden die Zähne stumpf, und die Enkelkinder verloren sie gar.
Das ist erst der Auftakt. Das „Spiel" geht weiter. Und der „Anspruchsberechtigten" werden immer mehr.
Egal wie sie sich schimpfen: Scientology, Islamisten oder sonstwas.
Sie alle wollen nur eines vor allem: Money.

Und dieser Kirchenfilzstaat macht es ihnen ja leicht.
Der Klientel des (derzeit Herrn Seehofer) aber auch andernorts, wurde ja schon von jeher Zucker in den Allerwertetesten geblasen.
Und als Resonanz gibt es nur eine Antwort. Mehr, mehr, wir wollen mehr!

www.stimme.de/suedwesten/nachrichten/pl/art19070,1579434

Re: Theaterdonner zum ... (Nummer nach belieben einsetzbar)

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 24. Juni 2009 10:52

Na bitte. Hat einer was anderes erwartet? Ich jedenfalls nicht.
Die von Öttinger eingeladenen Kirchen erweisen sich als lernfähig.
Nun haben auch sie begriffen, dass mit dem Pelz waschen - ohne nass zu werden, klappt nicht.
Weder in der Vergangenheit, der Gegenwart, noch der Zukunft.
Ergo werden die vereinzelten Stimmen in ihnen, die das noch nicht begriffen, nun von höchster Stelle zurückgepfiffen.

Wie sagte schon ein Karl Marx in seinem „Kapital"
„Die englische Hofkirche z.B. verzeiht eher den Angriff auf 38. von ihren 39. Glaubensartikeln als auf 1/39 ihres Geldeinkommens."
Und was genannter „Hofkirche" recht war, ist der
Catholica von jeher billig.


www.stimme.de/suedwesten/nachrichten/vm/art19068,1580155

Re: Markige Worte!

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 25. Juni 2009 17:46

Die „Bild-Zeitung" berichtet in´einer Meldung jetzt:

CDU: Notfalls gegen Zeugen Jehovas vor Gericht
... CDU-Generalsekretär Thomas Strobl teilte am Donnerstag mit, seine Partei lehne eine Anerkennung der Sekte als Körperschaft öffentlichen Rechts «kategorisch» ab. «Die Anerkennung gibt es nur über den Rechtsweg.»

Interessant, Interessant dieses Votum. Schau'n wir mal wie es denn so weiter geht.
Indergleichen Meldung gibt es dann auch noch den Satz:
„Zugleich fürchten sie (die Kirchen), ein Prozess könne zu einer öffentlichen Aufwertung der Zeugen Jehovas führen."

Lachhhaft mein Kommentar dazu nur. Den Herren von den Kirchen geht es doch nur um die eigenen Pfründe und sonst nichts. Diese vorgeschobene Behauptung können sie sich an den „Allerwertesten" kleben.

www.bild.de/BILD/regional/stuttgart/dpa/2009/06/25/cdu-notfalls-gegen-zeugen-jehovas-vor-gericht.html

Allerdings, die CDU dürfte wohl mit die letzte sein, die bereit wäre dem Grundsatz der Trennung von Staat und Kirche wirkliche Geltung zu verschaffen.
Insofern dürften die markigen Worte, noch lange nicht mit einem „Erfolg" identisch sein.

Bei allen Vorbehalten komme ich allerdings nicht umhin auch anzuerkennen. Sollte es wirklich „Durchwink-Verhinderer" geben (der Herr Koch und der Herr Seehofer und noch einige andere gehören garantiert nicht zu ihnen).
Denjenigen werde ich meine Reverenz nicht versagen!

www.ad-hoc-news.de/generalsekretaer-strobl-will-anerkennung-der-zeugen--/de/Politik/20303860

Re: Meinung

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 27. Juni 2009 13:31

. In einer WTG-Verlautbarung wird unter anderem vermerkt, dass es bei einer eventuellen gerichtlichen Auseinandersetzung durch „reizvoll" sein könnte, jene Landesregierungen (bzw. deren bevollmächtigte Vertreter) in dem Verfahren als Zeugen mit vorzuladen, welche bereits die KdöR Anerkennung ausgesprochen haben, kontra die Unwilligen.

Ob es dazu kommt sei ja mal völlig dahingestellt.
Auf jeden Fall wird deutlich, dass erneut nach der eigentlichen Motivation der derzeit „Unwilligen" gefragt werden muss.
Und die stellt sich in meiner Sicht nach wie vor so dar:

Die wollen lediglich den Kirchenfilz für die ihnen genehmen (dieweil vielfältig mit ihnen verwobenen) konservieren, gegen unbequeme, die dann eben nicht zu ihrem Wählerstamm gehören.
Das ist deren eigentliche Motivation, und sonst nichts.

Eine wirkliche Trennung von Staat und Kirche scheuen die doch wie der sprichwörtliche „Teufel das Weihwasser".
Wer sich auf diese „Wackelkandidaten" verlässt. Ich fürchte, er ist dann verlassen.
Beim ersten Sturm knicken die doch um wie nichts!

Deshalb weiter die These.
Nur wirkliche Trennung von Staat und Kirche, und Abstrafung am Wahltage jener Parteien, die das nicht umsetzen, vermag (langfristig) weiter zu führen.

Alles andere sind Schaukämpfe, bei denen man nicht weiß,
Soll man nun in Lachen oder in Weinen ausbrechen!

„Wo nichts ist kann man nichts finden" meint etwa Herr Rudtke.
Finden kann man schon einiges, auch die Signatur dieses Postings spricht ja davon.


Die Gretchenfrage ist allerdings, ob das für justiziable Tatbestände ausreicht.
In einer freiheitlichen Gesellschaft, gibt es auch die Freiheit zu verrecken, und ausgebeutet zu werden und noch einige Übel mehr.
Selbst Scientology hat bisher allen „Findungsversuchen" letztendlich widerstanden.
Ist dieser Umstand nun ein „Qualitätsbeweis" für Scientology.-
Das werden wohl nur die sagen, die eben nichts finden wollen, bzw. auch die in ihrem Schatten schwimmenden Nutznießer, solcher „Weltverbesserer".
Ob denn ein Zweiklassenrecht in der Religionsindustirie dauerhaft „durchhaltbar" ist, erscheint auch mir mehr als zweifelhaft.
Insofern sind die Verfechter des Zweiklassenrechts nicht unbedingt meine „Freunde".
Wie sagte doch Karlheinz Deschner bezogen auf einen anderen Zweig der Religionsindurtrie:
„Mit Gott und den Faschisten".

Auch jener Zweig hört dieses Urteil sicherlich nicht gerne.
Die Zeiten wandeln sich.
Es gibt halt bei der WTG-Religion halt andere Kritik-Aspekte
Ob sie für ein Zweiklassenrecht „ausreichen" kann man in der Tat mit gemischten Gefühlen sehen

Re: Meinung

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 27. Juni 2009 15:30

Und nicht vergessen ...
Auch jene Partei in Sachsen, die da dem Herrn Besier einen so gut wie sicheren Abgeordnetenplatz verschaffen will, (jener Herr Besier seines Zeichens auch Zeugen Jehovas-Apologet).
Auch diese Partei gehört in meiner Sicht zu den
Abstrafungswürdigen, zumindest regional in Sachsen

Re: Markige Worte! (2)

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 01. Juli 2009 06:28

www.focus.de/politik/deutschland/baden-wuerttemberg-streit-um-anerkennung-der-zeugen-jehovas_aid_412897.html

„Flatterkurs bei der CDU" ...
Wer etwas anderes erwartet haben sollte, der muss sich schon fragen lassen, warum ausgerechnet von dieser Kirchenfilzpartei???

Re: Viel Rauch und Nebel - und ansonsten - Nichts!

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 02. Juli 2009 09:18

www.boennigheimerzeitung.de/bz1/news/suedwestumschau_artikel.php?artikel=4444066

Re: Viel Rauch und Nebel - und ansonsten - Nichts!

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 02. Juli 2009 09:18

www.boennigheimerzeitung.de/bz1/news/suedwestumschau_artikel.php?artikel=4444066

Re: Theaterdonner zum ... (Nummer nach belieben einsetzbar)

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 22. Juli 2009 16:50

www.bild.de/BILD/regional/stuttgart/dpa/2009/07/22/cdu-und-fdp-bleiben-bei-zeugen-jehovas-hartnaeckig.html

Antidemokratische Tendenzen ...
Da kenne ich noch ein paar mehr, die vom Prinzip her, und ausdrücklich, Antidemokratisch sind.
Zum Beispiel die von CDU-Kreisen gehätschelte katholische Kirche; mit Sicherheit aber nicht nur sie allein.
Wollen Baden-Württembergische CDU-Kreise sich auch mit der anlegen.
Das wäre mir dann äußerst neu. Und als Realist sage ich auch, dass wird nicht passieren.

Ergo reduziert sich der eigentliche Kern der Ärgers, der da als antidemokratisch verkauft werden soll darauf, dass die Zeugen am Wahtage eben nicht zu den Wählern jener Parteien gehören, die sich doch so gerne möglichst mit Rekordzahlen "gewählt" sähen.

Euch zu wählen (soll einem Buch zufolge, bei Bedarf kann ich das weiter nachweisen)
"Euch zu wählen ist ein Greuel" sollen schon in der Nazizeit als Flugblätter vrerbreitete Parolen aufgetaucht sein.
Nun streiten sich noch heute die Gelehrten darüber, wer denn tatsächlicher Verfasser selbiger gewesen sein soll.
Man kann zwar Unterstellungen in bestimmte Richtungen aussprechen. Bewiesen indes ist nichts.

Wer so "dunnhäutig" ist das er die "Wahlfrage" zum Kriterium erhebt, der kann mir eigentlich eher leid tun.

Nicht das ich den Aspekt des Nicht-Wählens den übermässig toll fände. Sicherlich nicht, wobei der Spruch "Euch zu wählen ist ein Greuel" auch weitgehend meine eigene Befindlichkeit repräsentiert.
Gleichwohl "vergewaltige" ich mich da, und schleife mich am Wahltage auch ins Wahllokal, dieweil auch ich das nichtwählen nicht toll finden kann. Letztlich wählt auch der Nichtwähler, nur eben in der indirekten Form.

Ich bleibe dabei, das was da in Baden-Württemberg abläuft ist nur Theaterdonner, der billigsten Art.
Vor den Schranken von Justizia hat er ohnehin keinen Bestand.

Es gäbe nur eine Option die Sache sinnvoll anzugehen.
Und die heisst dem Grundsatz der Trennung vom Kirche und Staat Geltung zu verschaffen.

Davon indes, sind auch die Baden-Würrtembergischen Kirchenfilzkreise Lichtjahre mal Lichtjahre, entfernt!

Re: Ein neuer Weltrekord der Dummheit!

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 26. Juli 2009 04:41

Jetzt vernimmt man gar, als „Weisheit" - ich sage lieber Dummheit, und zwar Dummheit hoch zehn mal hoch zehn mal hoch zehn.
Also nochmals der begonnene Satz von vorne.
Jetzt also vernimmt man, als vermeintlicher „Weisheit letzter Schluss"; nun bringen CDU/FDP-Kreise in Baden-Württemberg gar noch in der von ihnen nicht geliebten Zeugen Jehovas-Angelegenheit den Verfassungsschutz ins Spiel.

Die Schlapphütte sollen es also „richten".
Was sollen sie denn richten???

Vor allem eines wohl.
Privilegien könne nur der genießen zumindest in der Sicht genannter Parteien aus Hintertupfingen.
Oder war es nicht Hintertupfingen, dann es heisst es wohl Baden-Württemberg, was dann in der Sache in dieser Thematik auch kein wesentlicher Unterschied ist.

Die „Hintertupfinger kurz vorm Mond" erklären also in der Sache.

Privilegien könne nur der genießen, welcher ihnen (den Hintertupfingern) den „allerwertetesten putzt".

Da haben sie ja nun eine lange, lange diesbezügliche Tradition schon. Und nun ahnen sie, jene Tradition läuft Gefahr erstmals durchbrochen zu werden.

Nun bin ich auch gegen diese Art von Privilegien, und zwar vielleicht sogar noch entschiedener als die von „Hintertupfingen".
Das die nun gar noch die Schlapphütte ins Gespräch bringen, ist dann wohl die Spitze der Dummheit hoch zehn.

Jeder macht sich halt so lächerlich wie er nur kann.
Die in Baden-Württemberg haben dabei einen neuen Weltrekord aufgestellt!

www.freiewelt.net/blog-598/bedroht-das-recht-auf-religionsfreiheit-die-verfassung%3F.html

Re: Theaterdonner zum ... (Nummer nach belieben einsetzbar)

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 27. Juli 2009 15:20

Seite 4753
In nachfolgendem Link (viel Text, demzufolge nicht jedermanns Sache)
www.landtag-bw.de/Wp14/Plp/14_0066_13052009.pdf

Mein Kommentar dazu.
Politiker in Amt und Würden, die in Sachen Zeugen Jehovas wirklich sachkundig sind, kenne ich nicht.
Diejenigen die sich da - gelegentlich - auch mal verbreiten, strotzen nicht gerade von Sachkenntnis,
Exemplarisch am Beispiel der These vom „Religionsunterricht" auf genannter Seite auch belegt.

Derzeit ist es immer noch so.
Der übrige Kirchenfilz erteilt - wo es ihm möglich ist - vom Steuerzahler zu bezahlenden Religionsunterricht an staatlichen Schulen.
Indes, nicht für alle, die diesbezügliche Ambitionen auch haben, sind diese „Trauben" auch erreichbar.

Wahllos herausgegriffenes Beispiel.
Die Neuapostolische Kirche - numerisch einer der größeren, in gewisser Lesart (ob sachlich berechtigt oder nicht, sei jetzt nicht bewertet).
Besagte Neuapostolische Kirche - auch KdöR - von gewissen Kreisen als „Sondergemeinschaft" eingestuft (einige Jahrzehnte früher war in diesen Kreisen jener Begriff noch nicht üblich. Da wurde halt vollmundig nur von Sekten geredet).

Wenn also die NAK eine Sekte sei, dann ist in meiner Sicht das katholische Opus Dei eine Super-Super-Super-Sekte der miesesten Art.
Das nur mal zur Klassifizierung von „Sekten".

Gleichwohl spielt das Sektenthema in genannten Link ja so keine Rolle.
Dort wird der Befürchtung Ausdruck gegeben. Vielleicht könne es ja als Folge, einen vom Steuerzahler zu bezahlenden Religionsunterricht der Zeugen Jehovas, an staatlichen Schulen geben.

Gibt es einen Religionsunterricht der NAK an selbigen???
Das wäre mir dann mehr als neu, und ich bitte dann den Verkünder dieser Weisheit, mir das mit Quellenangaben etwas näher zu belegen.

Hat es also selbst die NAK nicht geschafft, die in Deutschland numerisch immer noch stärker ist, als etwa die Zeugen Jehovas, dürften für letztere die Chancen im angesprochenen Kontext noch geringer sein.

Was lehrt das alles? Politiker sind vielbeschäftigte Menschen. Das bestreitet ja niemand. Weil das so ist, rangiert für sie das Thema Zeugen Jehovas so ziemlich auf den vorletzten, wenn nicht gar allerletzten Plätzen.
Nun sind einige von dieser Kaste mal durch gewisse Umstände aus ihrem Dornröschenschlaf beim Zeugen-Thema halb erwacht. Ganz mit Sicherheit immer noch nicht.
Und wenn sie denn ihren Mund zu dem Thema mal auftun. Was kommt da (parteienübergreifend) als Resultat heraus?

Kurzgesagt nur eines:
Dummheit
Hätten die Betreffenden denn geschwiegen, hätte man sie ja - vielleicht - noch für weise gehalten.
Sie aber, haben nicht geschwiegen!

Re: Theaterdonner zum ... (Nummer nach belieben einsetzbar)

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 04. August 2009 16:29

Also wie gehabt.
Die Parole lautet weiter, dass "Kunststück" zu vollbringen, den Pelz zu waschen, ohne dabei nass zu werden.

Das was wirklich noch machbar wäre, wird tunlichst nicht angegangen. Was im Endeffekt zum Scheitern verurteilt ist, wird marktschreierisch angepriesen.
Zitat aus einem Artikel der "Stuttgarter Zeitung":

"Auf Fragen zur Änderung des Körperschaftssteuergesetzes oder des Grundgesetzes äußere sich die Landesregierung nicht, sondern beschränke sich darauf hinzuweisen, welche Mehrheiten in Bundestag und Bundesrat dazu erforderlich wären."

Darum indes bemüht man sich auch in keiner Weise!
Also letztendlich läuft es zu Gunsten der WTG aus. Die Pharisäerhafter Phrase: Wir haben ja das Justizministerium eingeschaltet, das konnte aber auch nicht helfen, kann man sich dabei auch sparen.

Zwar nicht im Artikel ausgeführt, aber so unwahrscheinlich nicht.
Die reichen dann die Anfragen an die "Schlapphüte" weiter. Das traut man sich blos nicht so offen auszusprechen, angesichts von Begriffen wie Gestapo und Stasi in der Zeugen Jehovas-Geschichte.
Und so naiv schätze ich die "Schlapphüte" nun auch nicht ein, als das die sich - ohne Not - auf dieses Glatteis-Parkett begeben würden. Denn, wäre das konkret beweisbar und nachweisbar, dass die "Schlapphüte" das "richten" sollen.
Dann Gnade dem unterbelichteten Politiker, der dafür die politische Verantwortung zu übernehmen hat!

www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2151161_0_2280_-parteien-diskutieren-anerkennung-streit-um-die-zeugen-jehovas.html

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