Geschickte Öffentlichkeitsarbeit!

geschrieben von:  X ~ mysnip

Datum: 11. Mai 2009 22:56

Pressemitteilung Jehovas Zeugen Nr. 14/09 30. April 2009
,,,Es ist nicht so, dass wir kritische Äußerungen nicht hinnehmen würden"', sagt Werner Rudtke, ,,allerdings sollte sich Herr Beck bewusst sein, dass seine grundlosen im Amt geäußerten Vorbehalte der Diskriminierung - insbesondere unserer Kinder - Vorschub leisten. ..."
www.jehovaszeugen.de/akt/pmg/default9.htm

Pressemitteilung Jehovas Zeugen Nr. 02/08 7. August 2008
,,Kinder von Jehovas Zeugen wurden in Schulen benachteiligt und ausgegrenzt."
www.jehovas-zeugen.at/fileadmin/user_upload/01-Wer-wir-sind/04-Pressemitteilungen-link-file/Pressemitteilung_09.pdf

Jehovas Zeugen Am Steinfels, 65618 Selters, OT Niederselters ... 19. Februar 2004
,,Während in den siebziger und achtziger Jahren kaum Probleme unserer Kinder an Schulen bekannt waren, diese vielmehr gut in den Klassenverband integriert waren und ihre Schulzeit unbelastet durchlaufen konnten, sind sie in den Schulen in den letzten Jahren vermehrt Opfer von Diskriminierung und Ausgrenzung geworden. Dies insbesondere aufgrund von unzutreffenden Äußerungen durch so genannte Sekten-Aufklärer ..."
http://www.agpf.de/Zeugen-Jehovas.htm [unten]

Seelsorger und PR-Mann Christian Wampl
bei ca.00.59min ,,Wir haben das Gefühl das ma die staatliche Anerkennung verdienen und deshalb wär das natürlich ein Vorteil ... gegenüber Diskriminierungsgeschichten an Schulen, an Kindern et cetera das ma da einen Vorteil hätten."
www.vol.at/news/vorarlberg/artikel/zeugen-jehovas---ende-einer-sekte/cn/news-20090323-07463022

Re: Ein Riss geht durch das Land ...

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 12. Mai 2009 03:50

Ein Kommentar von Heinz-Peter Tjaden

Ein Riss geht durch viele Familien, Freundschaften zerbrechen und soziale Kontakte werden immer nur in einem Licht betrachtet - das alles interessiert Vater Staat nicht und so beschenkt er auch jene Kinder, die sich vom Gemeinwesen absondern. Wie die Zeugen Jehovas. Erst in Berlin. Dann in Hessen. Jetzt in Hamburg. Und schon bald in Baden-Württemberg. Ein Bundesland nach dem anderen verleiht dieser Gemeinschaft Körperschaftsrechte. Mit einem Achselzucken. So sei das nun einmal in einem Staat, der sich in religiöse Dinge nicht einmischen will und darf.

Das kann man gut finden - oder schlecht. An der Rechtslage ändert das nichts. Da niemand dieser Gemeinschaft verfassungswidrige Ziele nachweisen kann, heilt die Zeit alle Bedenken. Die Kirchen äußern ihr Bedauern - und Rheinland-Pfalz ist noch ein wenig störrisch. Dort soll noch geprüft werden, ob es sich bei den Zeugen Jehovas überhaupt um eine Religionsgemeinschaft handelt.

Das ist eine durchaus berechtigte Frage: Denn es könnte sich bei den Zeugen Jehovas auch um einen geschickt aufgebauten Buch- und Zeitschriftenvertrieb handeln, der seine Leserinnen und Leser auf eine geradezu raffinierte Art und Weise bei Laune hält.
Das nötige Geld besorgt man sich in Deutschland zwar nicht mehr auch über den Verkauf bebildeter Magazine, aber Spenden tun es ebenfalls. Die angeblich dringend erforderlich sind, um wenigstens ein paar Leute vor ungeahnten Katastrophen zu schützen. Der Rest geht den Blut-Bach runter. Steht angeblich auch so in der Johannes-Offenbarung. Also in der Bibel. Die Zeugen Jehovas haben vorsichtshalber sogar eine eigene Fassung dieser Heiligen Schrift. Und für den Tag der Katastrophe einen eigenwilligen Namen. Harmagedon
.
Macht kaputt, was euch kaputt macht, sagt da niemand. Ist ja auch ein Sponti-Spruch. Und wenn jemand verzweifelt, nicht mehr weiter weiß, an Widersprüchen erkrankt? Trägt Vater Staat die sozialen Kosten. Die Zeugen Jehovas können sich schließlich nicht um alles kümmern. Müssten sie aber eigentlich, wenn der Sprecher dieser Gemeinschaft erklärt, dass es nicht leicht sei, als Christ zu leben.

Aber auch das verstehen sie wieder ein wenig anders als andere. Christ ist für sie nur, wer bleibt. Und wie es da drinnen aussieht, geht manchmal nicht einmal die eigenen Anhängerinnen und Anhänger etwas an. Kritische Schriften sind nicht. Dürfen nicht sein. Gibt es sie doch: Alles gelogen!

Jeder hat das Recht, sich aus allen frei zugänglichen Quellen zu informieren? Ist doch eine reine Definitionsfrage. Schließlich sind auch der „Wachtturm" und „Erwachet" frei zugänglich. Und da steht alles drin, was ein Zeuge Jehova wissen muss. Aber immer nur in den aktuellen Ausgaben. Komme nur niemand auf die Idee, mal ein paar ältere Magazine zu lesen!

Da gilt, was vor langer, langer Zeit einmal ein Bundeskanzler gesagt haben soll: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?" Und Harmagedon ist morgen. Irgendwann. Rette sich, wer kann!

pressemitteilung.ws/node/156607
www.sajonara.de/
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,26590,27255#msg-27255

Re: Geschickte Öffentlichkeitsarbeit!

geschrieben von: Jochen4321

Datum: 12. Mai 2009 09:57

Eine Diskriminierung findet in dieser Thematik tatsächlich statt.
Die Frage ist nur wer der Auslöser ist oder wer hier wen ungleich behandelt.

Eine Diskreminierung würde stattfinden wenn man jemanden gegen seinen Willen ausgrenzt.

Bei einem Kollektiv wie bei den Jehovas Zeugen ist es jedoch faktlich nachweisbar das diese sich selber von der allgemeinen Gesellschaft ausgrenzen wollen.
Es ist deren selbst zugeschriebener Wille als Jehovas Zeuge, welcher sie davon abhält sich in der Gesellschaft ausserhalb ihrer eigenen Organisation zu etablieren.
Für deren Mitglieder sind nachweislich alle andersgläubigen Institutionen als "den Teufel zugehörig" zuzuschreiben, was ebenso einer Ausgrenzung gleichkommt.

Schulkinder von Jehovas Zeugen haben schon seid jahrzehnten aufgrund der Willkür dieser Organisatuion unter Ausgrenzungen gelitten, da allgemeine soziale Anknüpfungspunkte wie Geburtstage und sämtliche christliche Feiertage, inklusive ihrer Werte, rigeros als heidnisch abgelehnt werden.

Es ist ein Fakt, das Jehovas Zeugen anders behandelt werden wollen!
Der Wunsch nach Ausgrenzung kommt also selber aus diesem Kollektiv heraus, welcher lediglich von der Gesellschaft ausgelebt wird.

Die angebliche Diskreminierung seitens Sektenaufklärer hat dagegen nur auf solche und ähnliche Fakten hingewiesen.
Man kann eigentlich sagen, das Aufklärer die Jehovas Zeugen in ihrem Wunsch unterstützen, getrennt von der Welt dh. sich selber ausgrenzend leben zu können.
Informationen an die Öffentlichkeit sind daher notwendig, doch zugegebenermaßen unvorteilhaft für die Jehovas Zeugen, welche nicht bloßgestellt werden wollen in der Frage, wer hier eigentlich wen ausgrenzt.

Ungleichbehandlungen dürfen nur vorgenommen werden, wenn mit ihnen ein legitimer Zweck verfolgt wird.
So wäre es angebracht Jehovas Zeugen gemäß ihrer eigenen Lehre entsprechend zu behandeln - das wäre legitim.
Da Diskreminierungen seitens der Jehovas Zeugen gegenüber der allgemeinen Gesellschaft vorliegen, so wäre es angebracht den Jehovas Zeugen nicht den Staus der KdöR zu gewähren.

Dennoch kommt ein solches Urteil, wenn es positiv für die Zeugen ausgeht, einem Ausstiegsberater ungemein, wenn auch ungewollt, entgegen - die Wiedersprüche welche sich in der sekteneigenen Doktrin damit auftun, lassen selbst manch hartgesottenen Zeugen ins grübeln kommen - wenn man einen solchen dann eben die richtigen Fragen stellt.

Wikipedia:
"Diskriminierung wurde in der Soziologie zunächst als Handlung verstanden. Von Diskriminierung könne man sprechen, wenn aus das individuelle Handeln erkennbare Folgen habe, welche eingetreten seien, „weil Akteure andere Akteure aufgrund wahrgenommener sozialer oder ethnischer Merkmale als ungleiche bzw. minderwertige Partner angesehen und, im Vergleich zu den Angehörigen des eigenen Kollektivs, entsprechend abwertend behandelt haben.“

Jehovas Zeugen grenzen andere christliche Religionen als "Satans Diener" aus, was logische Gegenreaktionen hervorrief.
Eine Diskreminierung an den Jehovas Zeugen ist also ein Selbstverschulden seitens dieser Sekte, welche einen solchen ersten Schritt tat, mit der vollen Absicht ihre eigenen Mitglieder auszugrenzen.
Es wäre spekulativ zu behaupten, das eine solche Reaktion geplant war, um sich eben nunmehr als armes Opfer der Öffentlichkeit ("die armen Kinder") zu repräsentieren.
Dennoch repräsentiert man sich als solches.

Re: Geschickte Öffentlichkeitsarbeit!

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 12. Mai 2009 10:57

Zitat:

Jochen4321
Eine Diskriminierung findet in dieser Thematik tatsächlich statt.
Die Frage ist nur wer der Auslöser ist oder wer hier wen ungleich behandelt.


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